1888 / 222 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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dem Hauptmann und Compagnie-Chef Freiherrn von Ledebur vom 5. Brandenburgishen Jnfanterie - Regiment

Nr. 48, dem Hauptmann und Batterie-

mel

dem Hauptmann Koch von der 2. Jngenieur-Jnspektion,

bei der Fortifikation in Küstrin,

dem Hauptmann Roos, bisher von der 2. Jngenieur- ul ektion und bei der Fortifikation in Küstrin, jezt Compagnie- e

im Pommerschen Pionier-Bataillon Nr. 2,

dem Hauptmann und Compagnie-Chef Biermann vom

dem

dem Hauptmann Pionier-Bataillon Nr. 9, demselben

ataillon,

dem Hauptmann und Compagnie-Chef Genêt vom

Hannoverischen Pionier-Bataillon Nr. 10; : den Königlichen Kronen-Orden dritter Klasse:

dem Hauptmann und Compagnie-Chef Haa > vom Ost-

preußischen Pionier-Bataillon Nr. 1,

dem Hauptmann und Compagnie-Chef Kähler vom

Pommerschen Pionier-Bataillon Nr. 2,

dem Hauptmann und Compagnie-Chef Schmithals, ionier:Bataillon Nr. 9,

bisher im Schleswig-Holsteinischen jeßt im Garde-Pionier-Bataillon ;

den Königlichen Kronen-Orden vierter Klasse:

dem Second-Lieutenant Kleins{<hmidt vom Garde-Fuß-

Artillerie-Regiment, dem Premier-Lieutenant - Klitzkows ki,

Bataillon,

dem Second- Lieutenant von Held von demselben Ba-

taillon,

dem Premier-Lieutenant Correns von der 1. Jngenieur-

Inspektion, bei der Fortifikation zu Königsberg i. Pr.

dem Premier-Lieutenant Grude vom Ostpreußischen

Pionier-Bataillon Nr. 1,

dem Premier - Lieutenant Ulri, bisher vom Ost- e Pionier-Bataillon Nr. 1, jeßt in der 2. Jngenieur-

nspektion, dem Premier-Lieutenant Douglas vom Ostpreußischen Pionier: Bataillon Nr. 1, dem Second-Lieutenant Hoffmann, bisher von dem- selben Bataillon, jeßt in der 2. Jngenieur-Jnspektion, dem Second-Lieutenant Pianka vom 8. Ostpreußischen Jnsanterie-Regiment Nr. 45, kommandirt zur Dienstleistung beim Ostpreußischen Pionier-Bataillon Nr. 1, dem Second-Lieutenant Wallwißz von den Pionieren & Aufgebots des Landwehr - Bataillons - Bezirks Deutsch- rone, dem Second-Lieutenant von Wedell T. vom Kolberg- {en Grenadier-Regiment (2. Pommerschen) Nr. 9, dem Second-Lieutenant Spalding von demselben Re- giment, fd i dem Premier-Lieutenant von Dewig II. vom Jnfanterie- Regiment Nr. 129, dem Premier-Lieutenant Arnold vom Pommerschen Pionier-Bataillon Nr. 2, dem Premier: Lieutenant Siebenbürger vom 7. Pom- merschen Jnfanterie-Regiment Nr. 54, kommandirt zur Dienst- leistung beim Pommerschen Pionier-Bataillon Nr. 2, dem Second-Lieutenant Schottler, bisher vom Pom- Beh Pionier-Bataillon Nr. 2, jeßt in der 3. Jngenieur- nspektion, dem Second-Lieutenant Johannes vom 5. Branden- burgischen Jnfanterie-Regiment Nr. 48, dem Second-Lieutenant Grams< vom 2. Branden- burgischen Feld - Artillerie - Regiment Nr. 18 (General-Feld- Zeugmeister), dem Second-Lieutenant Fleis<hmann von demselben Regiment, dem Premier-Lieutenant Fischer vom Magdeburgischen Pionier-Bataillon Nr. 4, dem Premier-Lieutenant von Gärtner vom Nieder- \<hlesishen Pionier-Bataillon Nr. 5, dem Premier-Lieutenant von Loeben vom Groß- herzoglih Me>tlenburgischen Grenadier-Regiment Nr. 89, dem Premier-Lieutenant H i n > vom Schleswig-Holsteinischen Pionier-Bataillon Nr. 9, dem Second-Lieutenant von Zülow vom Schleswigschen Jnfanterie-Regiment Nr. 84, kommandirt zur Dienstleistung beim Schleswig-Holsteinishen Pionier-Bataillon Nr. 9, dem Second-Lieutenant Quentin, bisher vom Schleswig- Holsteinischen Pionier-Bataillon Nr. 9, jeßt in der 2. Jngenieur- Inspektion, dem Second- Lieutenant B) von demselben Bataillon, dem Premier-Lieutenant Rhenius vom Hannoverischen Pionier-Bataillon Nr. 10;

das Ritterkreuz des Königlihen Haus-Ordens von Hohenzollern:

dem Major Augustin, Commandeur des Oslpreußischen Pionier-Bataillons Nr. 1;

das Allgemeine Ehrenzeichen:

dem Ober-Gefreiten Gröhn vom Garde-Fuß-Artillerie- Regiment,

dem Vize-Feldwebel Rose,

dem Vize-Feldwebel Waldow,

dem Sergeanten Viebke,

dem Sergeanten Schulz,

dem Sergeanten Wantke und

dem Unteroffizier Ortmann vom Garde-Pionier-Bataillon,

dem Gefreiten Kristaitis vom Ostpreußischen Fuß-

Artillerie-Regiment Nr. 1, dem Feldwebel H eßke, dem Feldwebel übner, dem Vize-Feldwebel Senkowski, dem Sergeanten S1 rashka, dem Sergeanten Schmidt, dem Sergeanten Nadolny und

dem Unteroffizier Kohrt vom Ostpreußischen Pionier- Bataillon Nr. 1,

dem Sergeanten Schaak, i dem Unteroffizier Fiebing, dem Gefreiten Jacob,

auptmann und Compagnie-Chef Zakrze>i von

bisher vom Garde-Pionier-Bataillon, jeßt in der 1. Jngenieur-Jnspektion, dem Premier-Lieutenant von Hirsch von demselben

Regiment S Pommerschen) Nr. 9,

eldwebel Knuth,

dem Vize-Feldwebel Milenz, dem Sergeanten Spiegelberg, dem Sergeanten Buchhols- dem Sergeanten Helpap, dem Sergeanten Wegner dem Unteroffizier Al ret, dem Unteroffizier Radtke, dem agemann, dem äsler,

dem Schröder, dem Rzeczewski, dem Langkabel, dem Pionier Kiers<h,

dem Pionier Made,

dem Pionier Ried,

dem Pionier Glinski und

dem Fe l Berg, l in u! : f Aly vom 2. Branden- dem Feldwebel Schünke, M Feld: Artillerie-Regiment Nr. 18 (General: Feldzeug- dem

Bataillon , dem Vize-Feldwebel Weiß, dem Sergeanten Düd>ert, dem Sergeanten Schauer, dem Unteroffizier Fenske, dem Gefreiten Shmidt III. und

Infanterie-Regiment Nr. 48,

dem Feldwebel Schaar,

dem Unteroffizier Habermann, dem Unteroffizier Schmidt. denr Kanonier Kadow,

dem Kanonier Höhne und

Artillerie-Regiment Nr. 18 (General-Feldzeugmeister), _dem Sergeanten Volkholz Pionier-Bataillon Nr. 4,

dem Unteroffizier Seidel und dem Ober-Gefreiten Lindner Fuß-Artillerie-Regiment Nr. 5,

dem Vize- Feldwebel Scholz, dem Sergeanten Hartmann und

Bataillon Nr. 5, dem Feldwebel Bach, dem Vize-Feldwebel Krüger, dem Sergeanten Frohberg, dem Sergeanten E nghardt, dem Sergeanten Lange, dem Sergeanten Hamann, dem Sergeanten Krüger, dem Unteroffizier Mohrenberg, dem Gefreiten Schnoor, dem Gefreiten Wallbohm, dem Gefreiten Silaff, dem Pionier Dümling, dd ionier A be f in Sl i ionier Ritepi vom eswig - Holsteinischen Pionier-Bataillon Nr. 9, f O dem Sergeanten Burd, dem B, Ritterbusch und

dem Gefreiten Zaayenga vom Hannoverischen Pionier- Bataillon Nr. 10; sowie schen P

die Rettungs-Medaille am Bande:

dem Second-Lieutenant von Loeper vom Kolbergischen

Grenadier-Regiment (2. Pommerschen) Nr. 9,

dem Unteroffizier Kor \<,

dem Unteroffizier Friedel,

dem Gefreiten Filzek und

Ñ n Pionier lke vom Ostpreußischen Pionier-Bataillon r.

s dem Pionier Wenzel vom Pommerschen Pionier-Bataillon T

dem Gefreiten Steenbu> und

dem Gefreiten Stolte vom Schleswig - Holsteinischen Pionier-Bataillon Nr. 9. Hleswig - Holsteinish

Deutsches Reich.

Dem Kaiserlichen Geschäftsträger von Win>ler zu Teheran isi auf Grund des $. 1 des Geseßes vom 4. Mai 1870 für die Dauer seiner Geschäftsführung und für das Gebiet Persiens die allgemeine Ermächtigung ertheilt worden, bürgerli<h gültige Eheshließungen von Reichs- ange irigen vorzunehmen und die Geburten, Heirathen und Sterbefälle derselben zu beurkunden.

Königreich Preußen.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

den bisherigen Hofmarschall von Liebenau zu Aller- höchstihrem Ober-Hof- und Hausmarschall und Jntendanten der Königlichen Schlösser zu ernennen, au<h demselben am Allerhöchsten Hofe für seine Person den gleihen Rang mit den Wirklichen Geheimen Räthen zu gerleibin,

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Regierungs-Rath Dr. Stirn in Trier zum Ober-

Regierungs-Rath, und

die bisherigen Gerichts-Assessoren Dr. jur. Adolf Hoebel

und Curt Heinrich Bauer zu Garnison-Auditeuren zu er-

nennen ;

dem Regierungs-Rath Rudolf Weigel zu Hannover

den Charakter als Geheimer Regierungs-Rath,

den Vergoldermeintern Otto und Emil Voß, Jnhabern

der Firma „Otto Voß und Sohn“ zu Königsberg i. Pr., das

Prädikat als Königliche Hof-Vergolder, sowie

dem Schlossermeister Lorenz Delveaux zu Koblenz

ie Prädikat eines Königlichen Hof-Schlossermeisters zu ver- eihen.

dem Grenadier Kluth und

dem FüsilierBoguslaws ki vont: K olbergishenGren dier-

dem Dns Hoffmann vom Pommerschen Pionier- r.

dem Füsilier Treptow vom 5. Brandenburgischen

dem Kanonier Tschierse vom 2. Bandenburgischen Feld-

vom Magdeburgischen

vom Niederschlesischen

dem Gefreiten Büttner vom Niederschlesishen Pionier-

Berlin, den 31. August 1888.

herzog und die

von eei sind gestern Se. Mate as der

un

Sachfen, sowie

Med>lenburg-Schwerin

abgestiegen.

Ministerium für Landwirthshaft, Domänen und Forsten.

darien-Prüfung in diesem . September d. J. hierher einzureichen. Berlin, den 24. August 1888. Der Minister für Landwirthschaft, Domänen und Forsten. i Auftrage: Waechter.

Ministerium des Jnnern.

Dem Ober-Regierungs-Rath Dr. Stirn is die Leitung der Finanz-Abtheilung bei der Regierung in Schleswig über- tragen worden. s

Angekommen: Se. Excellenz der Wirklihe Geheime Rath und Präsident der Hauptverwaltung der Staatsschulden, D, Dr. Sydow, aus Bad Wildungen;

Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath, Unter-Staats- ekretär im Ministerium für Landwirthshaft, Domänen und Forsten, Dr. von Marcard, aus Westfalen.

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 31. August, Die Uebergabe der Fahnenbänder an das 1. Bataillon 1. Garde-Regi- ments z. F. und die Regimenter der 2. Garde-Jnfanterie- Brigade (2. Garde-Regiment z. F., 4. Garde-Regiment z. F. und Garde - Füsilier - Regiment) durh Se. Majestät den Kaiser und König findet heute Nahmittag 51/4 Uhr vor dem Königlichen Palais hierselbst und Ga daran ein Paradevorbeimarsh der Truppen am Denkmal Friedrich's des Großen statt.

Der Geheime Justiz-Rath, Professor Dr. Georg Beseler, Zweiter Vize-Präsident des Herrenhauses, ist am 28. d. M. in Harzburg gestorben.

Die Ausübung der richterlichen Funktionen in Preußen wird, nah einem Urtheil des Reichsgerichts, IV, Strafsenats, vom 15. Mai d. J., dur< einen Thron- wehsel niht berührt ; es hängt demnach die Pflicht und das Recht eines Richters in Preußen zur Ausübung seines Richter- amts von der vorgeschriebenen Erneuerung des Diensteides beim Thronwechsel nicht ab.

_ Auf Anregung des Ministers der geistlichen, Unter- rihts- und Medizinal-Angelegenheiten hat der Minister für Landwirthschaft 2c. durch Cirkular-Reskript vom 15. August d. J. die Königlichen Regierungen auf das von dem Kreis-Wund- arzt Dr. Nobert Behla zu Lu>au verfaßte Buch: „Die vor- ge\hihtlihen Rundwälle des östlichen Deutschland“ aufmerksam gemacht und dieselben zuglei veranlaßt, auf die Erhaltung der Rundwälle, soweit sie si< auf domänen- und forstfiskalishem Grund und Boden befinden, Bedacht zu nehmen, insbesondere aber die betheiligten A mit entsprehender Weisung zu versehen. Auch soll von weiterer Auffindung von Rundwällen dem Herrn Behla Mil- theilung gemacht werden. :

Der Königlich württembergische Gesandte am hiesigen Allerhöchsten Hofe, Graf von Zeppelin, ist vom Urlaube nah Berlin zurüd>gekehrt und hat die Geschäfte der Gesandt- schaft wieder übernommen.

Der Chef der Landgendarmerie, General-Lieutenant von Nauch, ist von Urlaub hierher zurü>gekehrt.

__— S. M. Fahrzeug „Loreley“ ist am 29. August cr. in Galaß eingetroffen und beabsichtigt, am 8. September cr. wieder in See zu gehen.

Kiel, 30. August. (W. T. B.) Das Festungs- und Flottenmanöver {loß heute mit einem mehrstündigen Artilleriekampf zwischen dem angreifenden Panzergeshwader einerseits und den Forts Falkenstein und Stosch sowie dem Panzerschiff „Württemberg“ andererseits. Das Panzer- geshwader forcirte den Eingang und ging vor den Wällen von Friedrichsort vor Anker.

Bayern. München, 31. August. (W. T. B.) Nah dem nunmehr veröffentlihten, offiziellen Programm für die Reise des Prinz-Regenten in die Pfalz wird die Reise vom 17. bis 28. September dauern und sih auf den Besuch der meisten Städte der Pfalz erstreen. Jm Gefolge des Prinz-Regenten, welcher vorher au< Aschaffenburg besuchen wird, werden si<h der General-Adjutant Freiherr von Frey- schlag, die obersten Hofchargen sowie die Minister Freiherr von Luß und Freiherr von Feilißsh befinden.

Nürnberg, 30. August. (W. T. B.) Der General- nspecteur der 4. Armee-Jnspektion , General-Feldmärschall raf Blumenthal, is zur Vornahme von Truppen- besihtigungen hier eingetroffen.

Sachsen-Coburg-Gotha. Gotha, 30. August. (Goth. Ztg.) Der König von Portugal nebst Gefolge ist heute Vormittag 11 Uhr von Schloß Reinhardsbrunn abgereist, um sih zunähjt nah Frankfurt a. M. und von da nah Sigmaringen zu begeben. Der Herzog siedelte heute nach dem Jagdschloß O berhof über.

Fhre Kaiserlich Königlichen Hoheiten der Erz- rzherzogin Carl Ludwig ttag,

önig von Shweden Nachmittags, Jhre Majestäten der König und die Königin von

Se. Königliche Hoheit der Großherzog und Jhre Kaiserlihe Hoheit die Großherzogin Af

gestern Abend hier eingetroffen und ‘m Königlihen Schlosse

Die A Forstbeflissenen, welche die For s -Referen- j Herbst abzulegen beabsichtigen, vent die vorschriftsmäßige Meldung bis spätestens den

Oesterreich-Ungarn. Wien, 31. August. (W. T. B. Das „Fremdenblatt“ bestätigt, nah Mittbellunges von ine petenter Seite, daß die neuerdings aufgetauchten Angaben über Neubesegung verschiedener diplomatischer Missionen lediglih auf willkürlihen Kombinationen beru est, 28. August, D

est, 28. August. ie „Wienre Ztg.“ meldet: „Der Budgetentwurf für das Jahr 1889 is nunmehr in das zweite Stadium der Vorbereitung getreten. Die Vor- ans<läge der einzelnen Ressort-Minister sind bereits dem gina - Ministerium vorgelegt und in demselben durch- erathen worden. Die endgültige eststellun des Budgets na< Vornahme der beabsichtigten Abände- rungen der einzelnen Entwürfe wird dur< den Minister- rath im Laufe des September erfolgen. Nachdem in dem Budgetentwurf in den Ausgaben strenge der Rahmen des Budgets pro 1888 eingehalten worden ist und die Bilanz au durch die Ablösung der Regaliea in keiner Weise eine Abän- derung ersen wird, weil in dem Voranschlage für diese Operation Ausgaben und Einnahmen si< vollständig de>en, läßt si< schon gegenwärtig ankündigen, . daß der Mehr- ertrag der Einnahmen, der von der Branntweinsteuer- reform zu erwarten ist, vollständig zur Verbesserung der Bilanz wird=verwendet werden können, die ih nit bloß in der ersten Hälfte des laufenden MaIrea sondern auch in den Monaten uli und N gebe})sert hat, indem z. B. im August die innahmen {hon bisher gegenüber denjenigen im August des Vorjahres ein Mehrergebniß von zwei Millionen Gulden aufweisen. Jn Bezug auf das Erträgniß des Tabad>gefälles seit der Erhöhung der Preise der Taba>- artikel sind in der Presse Nachrichten aufgetaucht, wonach eine Verringerung dieser Einnahmen eingetreten wäre, sodaß die Regierung die Herabsezung der erhöhten Preise auf die frühere Stufe ins Auge fasse. Das is ganz und gar unrichtig. ‘Die Erfahrungen, die bisher auf diesem Gebiet gemacht wurden, haben dargethan, daß der Konsum vollständig in der Lage ist, diese Preiserhöhungen zu ertragen“.

Die Regierung gedenkt an dem Geseßgentwurf, betreffend die Ablösung der Regalien, auf Grund der Berathungen der Enquete, die sih mit diesem Gegenstande zu befassen hatte, wesentliche Aenderungen nicht vorzunehmen. Die Enquete hat überhaupt keine tiefgreisenden Modifikationen beantragt, und davon abaesehen, ist die Regierung auch bezügli eines großen Theils der empfohlenen Abänderungen niht in der Lage, diesen Anregungen Folge zu geben. ;

Großbritannien und Jrland. London, 29. August. E C. n Jrland ist die Baronie Arklow, der Graf- hast Wicklow, wo am Sonntag vor aht Tagen eine von der Nationalliga organisirte Volksversammlung abgehalten wurde, unter Abschnitt 2 des Zwangs gesetzes, betreffend summarische Verurtheilung, gestellt worden. Ueber 14Ort\schafte n in derGraf- haft Galway und mehrere Kreise der Grafschaft Mayo ist der Ausnahmezustand in Gemäßheit des Zwangs- geseßes ebenfalls theilweise verhängt worden. Jn verschiede- nen anderen Theilen der Grafschaften Mayo und Galway ist dagegen der seit Juli 1887 bestehende Ausnahmezustand auf- gehoben worden.

Der König der Belgier kehrte gestern Morgen von Schottland nah London zurü> und trat Nachmittags die Rü- reise nah C an.

(a Lord Dufferin wird Jndien am 14. Dezember ver- assen.

Frankreih. Paris, 30. August. (W. T. B.) Der Minister des Auswärtigen, Goblet, hat inErwiderung auf die leßte Note des Minister-Präsidenten Crispi an die Mächte eine Note gesandt, in welcher er, nahdem auf die Beweisführung Crispi's hingewiesen ist, ausführt: die von der italienishen Regierung angeführten Beispiele be- wiesen, daß Aenderungen in der Souveränetät 1mmer nur dur Verträge bekräftigt würden; es sei dieses ebenso bei Algier der Fall gewesen, als der Dey den Franzosen seine Rechte in einer regelrehten Kapitulation übertragen habe, wie bei der Dobrudsha und bei den an Serbien abge- tretenen Gebieten. Jn Gemäßheit des Berliner Ver- trages habe hier die Uebertragung der Souveränetät statt- gefunden. Eine Eroberung sei erst dann zu Ende geführt, wenn sie mit einem Vertrage abschlösse, und erst dann könne dieselbe einem Dritten gegenüber geltend gemaht werden. Jtalien habe si jedo<h auf keinen Vertrag berufen; es folge vielmehr aus den wiederholten Erklärungen der italienishen Regierung, die dieselbe entweder beim Parlament oder bei den Mächten abgegeben habe, es ergebe sih ferner aus dem Grünbuch vom 30. Juni 1886, daß Jtalien in Massovah einfach die Verwaltung ausübe. Die Kapitulationen seien also nit ab- geschaffflt gewesen; erst die Noten des italienishen Kabinets vom 27. Juli hätten von der Souveränetät Akt genommen. Jtalien sei folgli<h ni<ht im Recht gewesen, eine gereizte Haltung gegen den französishen Konsul in Massovah einzu- nehmen, welcher sein Exequatur von der Pforte hatte und welchen die französische Un zurückberief, um eine gu

olemik zu vermeiden. Die Note bemerkt \{ließli<, daß

talien sich mit Frankreih hätte verständigen .müssen, an- statt eine Debatte vor Europa zu erheben. Da aber Jtalien eine solhe vor den Mächten aufgeworfen habe, so würden die- selben anerkennen, daß Frankreih habe Maßnahmen treffen müssen, wie sie eine Regierung ergreifen müsse, die sih . das Wohl ihres Volkes angelegen fein läßt und auf Wahrung ihrer Rechte und ihrer Würde bedacht ist.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 31. August. (W. T. B.) Dem „Grashdanin“ ist auf Verfügung des Ministers des Jnnern die- erste Verwarnung ertheilt worden. M der bezüglichen Verfügung heißt es: die allgemeine Richtung des Blattes sei zwar eine wohlgemeinte, dasselbe erlaube Ei aber fortwährend äußerst unpassende Bemerkungen über die Thätigkeit und die Maßnahmen der Regierung und der höheren Staatsbehörden und gebe dadur zur Nichtachtung der lezteren Veranlassung.

Jtalien. Rom, 30. August. (W. T. B.) Der König wohnte gestern und heute mit dem Kronprinzen und dem Herzog von Aosta den großen Manövern bei und wurde überall enthusiastish empfangen. Besonders große Ovationen wurden - dem König bei seiner Ankunft in Rimini dar- gebracht.

Türkéi. Konstantinopel, 28. August. (Wien. Ztg.) (Reuter-Meldung.) Die Botschafter Englands und Frank reichs, White und Graf Montebello, richteten an die Pforte ein Kollekt iv-Ersuchen wegen Unterzeihnung der Suez-Kanal-Konvention, nachdem alle Mächte mit Einschluß Rußlands derselben ihre Zustimmung gaben.

Rumänien. Bukarest, 30. - August. (W. T. B.) Der König und die Königin sind heute von ihrer Reise zurü>gekehrt und von der Bevölkerung enthusiastis<h empfangen Rer en; Jhre Majestäten begaben si< ohne Aufenthalt nah

inaja.

Amerika. Washington, 30. August. A T. B.) Die Kommission des Repräsentantenhauses für die auswärtigen Angelegenheiten hat dem Hause in der Fischerei-Angelegenheit mit Canada eine Vorlage gemacht, welche entsprehend den vom Präsidenten Cleve - land in seiner Botschaft gemachten Vorschlägen Repressalien gegen Canada beantragt.

New-York, 29. August. (R. B.) Mr. Warner Miller, ein früherer Senator, ist Fp republikanischen Kandidaten für die Gouverneur)haft des Staates New-York ausgestellt worden.

Afrika. Marokko. Aus Langer wird dem „Reuter- {hen Bureau“ unterm 28. d. gemeldet : : :

Die hiesigen mauris<hen Behörden dementiren den in einem Lokalblatt veröffentlihten beunruhigenden Bericht über die Niedermetelung des Vetters des Sultans, Prinzen Muley, und dessen 192 Mann starker Kavallerie-Eskorte. Als ebenso unbegründet wird das Gerücht bezeihnet, daß der Sultan ein Blutbad unter den Aufständischen habe anrichten lassen und daß er von feind- seligen Stämmen umzingelt sei. Nachdem er während des Opfer- festes im Distrikt Zeean geweilt, marschire er jegt nah Mequinez, wo er bereits angekommen sein soll.

Zeitungsstimmen.

Qu der Ernennung des Herrn von Bennigsen zum Ober- Präsidenten äußert der N Courier“:

Der „Reichs-Anzeiger*® hat die Ernennung des Herrn Landes- Direktors Dr. von Bennigsen zum Ober-Präsidenten der Provinz ver- öffentliht. Mit dieser Veröffentlihung wird der S(hleier von den Verhandlungen zwishen dem Fürsten Reichskanzler und Herrn von Bennigsen gezogen, welche die Presse so sehr beschäftigt und zu den aus\<weifendsten Behauptungen und Vermuthungen Anlaß gegeben haben. Indem Kaiser Wilhelm Herrn von Bennigsen an die Spiße der Provinz Hannover stellt, giebt er den unzweideutigsten Beweis seines höchsten Vertrauens zu dem Führer der gemäßigten Liberalen, der in seiner langen politis<hen Laufbahn, niht achtend die heftigsten Angriffe von re<ts und links, unertwegt dem liberalen Gedanken treu geblieben ist, der ihn in seiner Jugend beseelte, der ihn den Nationalverein gründen ey und ihn in die- erste Reihe der geistigen Mitbegründer des neuen Deutsten Reichs gestellt hat. Die Ursachen, welche verhinderten, daß eine so hervorragende staatêmännische Kraft nicht früher dem Staatsdienste gewonnen wurde, sind bekannt. Vor zehn Jahren stand seine Berufung in das Staats-Ministerium in Aussicht; daß sie niht erfolgte, geschah aus Gründen, welche persönlicher und politisher Natur waren, die aber sowohl dem Menschen wie dem Staatsmann Bennigsen zur Ehre gereichten. Heute handelt es sh ni<t um ein Ministerportefeuille, sondern um die Berufung zu einem der höchsten Verwaltungsposten des Staates. Nachdem einmal die Verseßung des Herrn von Leipziger beschlossen war wie wir vernehmen, wird Se. Excellenz an die Stelle des Herrn von Ernsthausen als Ober-Präsident nah Danzig gehen —, gab es keine Persönlichkeit, welche geeigneter gewesen wäre, das Obet- Präsidium un}serer Provinz zu Übernehmen, als et Dr, von Bennigsen, der als Landesdirektor die Verhältnisse derselben in allen Einzelheiten auf das Genaueste lennt und \ih als eine Verwaltungékraft allerersten Ranges bewährt hat. E A

Die Provinz hat alle Ursahe, Sr. Majestät dem Kaiser und König für die Berufung des Herrn von Bennigsen an die Spiye ihrer Verwaltung auf das Tiefste zu danken, sich selbst aber Glü>k zu wünschen, daß die Verhältnisse si< solherart zum Besten ge- wendet haben, daß es möglih war, gerade Herrn von Bennigsen zum Ober-Präsidenten zu ernennen, Der Kaiser hat damit einen nicht bo< genug anzuschlagenden Beweis seines Vertrauens in die loyale Gesinnung der Bevölkerung unserer Provinz gegeben. Es ist ein hochbedeutsames Ereigniß ni<ht nur für Hannover, sondern für ganz Preußen, für das Reich ist cs doch das erste Mal, daß ein Parteihaupt, ein Mann von so ausgesprochen liberaler Se wie der Führer der Nationalliberalen, zu einem so hohen Posten im Staate berufen wird. Vor aller Welt hat Kaiser Wilhelm damit jene Unterstellungen zurü>gewiesen, die darauf hinausgingen, daß Se. Majestät nur in den Reihen der Konservativen die geeigneten Kräfte zur Leitung und Verwaltung des Staates suchen werde.

. . , Diese Ernennung, die auf Kaiser Wilhelm's eigene persön- lihe Entschließung zurü>zuführen ist, kann gar ni<t anders gedeutet werden, als in dem Sinne, daß Se. Majestät entschlossen ist, den Bann zu brechen, welcher bisher?die liberalen Elemente von der aktiven Theilnahme an den Staatsgeschäften ausshloß. Wie Kaiser Friedrich Herrn von Bennigsen für seine Bestrebungen zur Begründung des Deutschen Reichs dur< Verleihung eines feiner höchsten Orden aus- gezeihnet hat, so würdigt Kaiser Wilhelm seine Verdienste um den inneren Austau des Reichs dur<h Berufung in eine der höchsten, ver- an1wortungsvollsten Stellungen, wel<e zu vergeben sind.

Wir sind überzeugt, daß die Ernennung des Herrn von Bennigsen zum Ober-Präsidenten der Provinz Hannover überall da, wo frei- gesinnte Männer mit deutschem Herzen und deutshem Sinn wohnen, mit freudiger Genugthuung begrüßt werden wird, und selbst seine politishen Gegner werden ihm das Zeugniß nicht versagen, daß er wie kein Anderer geeignet ist, die Stellung auszufüllen, zu der ihn das Vertrauen seines Kaisers und Königs berufen hat.

Jn einem Artikel über die putunst der konservativen Partei führt das „Deutsche Tageblatt“ aus:

Centrum und Sozialdemokratie verfügen über eine Organisation, der keine andere Partei etwas Achnliches an die Seite zu stellen ver- mag. Aber auch der Freisinn kann no< immer auf Grund seiner Organisation Erfolge erzielen, die im umgekehrten Verhältnisse zu dem Vertrauen stehen, welhes dieser Partei in immer weiteren Kreisen der Nation entzogen wird. Wie nun will die konservative Partei im Stande sein, es mit den genannten drei Parteien zugleich aufzunehmen, wenn sie au< no< der Rüd>lende>kung ent- rathen zu können glaubt, welhe ihr die Nationallibe- ralen bieten? Hätte sie im Laufe der leßten zehn Jahre in anderer Weise, als wirkli<h ges{<ehen, Sorge dafür getragen, ihre Organisation- auszubilden und zu vervollständigen, so daß fie heute im Stande wäre, es mit allen übrigen Parteien zugleih aufzunehmen, so läge die Frage wesentli< anders. Sie hat in der gedahten Rich- tung manches, aber viel zu wenig gethan. Und statt wenigstens jeßt nazuholen und gut zu machen, was versäumt worden ist, stellt man die Bedingungen in Frage, unter denen sehr Vieles wesentli leiter sein würde als früher. Es ist dies keine eiae, sondern eine sehr kurzsichtige Politik eine Politik, die niht die Zukunft der konser- vativen Partei im Auge hat, sondern, im Interesse möglicher, aber niht wahrseinliher, augenbli>li<her Vortheile und Gewinne auf die bessere Einsicht und ein Sichselbstbesheiden verzihtet. Gewänne man es über si, jeßt endlih zur Unterstüßung der konservativen Be- wegung im Lande auch eideoe Maßnahmen zu treffen, bezüglich deren uns die Gegner als Lehrmeister dienen können, brähte man jeßt endli<h das Maß von Opfern für die Ausbreitung fonservativer Ideen in Wort und Schrift, ohne welche \i< eine Parteiorgani- sation nimmer cinleben kann, so würde man sehr bald den Ge- winn besehèn, wel<hen die Partei au< in der Zahl ihrer Stimmen hieraus ziehen dürfte. Fürst Bismark hat bereits vor Jahren das sehr rihtige Wort ausgesprochen, daß erst dann die natio-

nalen Parteien auf dauernde Erfolge zu re<nen hätten, wenn fie ihre Parteiorganisation auf die Höhe der Ausbildung gebracht haben würden, dur< welche die Gegnet \sih auszeichnen. Statt tem leiten- den Staatsmann vorzuwerfen, daß er auf Shwähung der konserva- tiven Partei ausgehe, sollte diese lieber Alles daran seßen, um noŸ zu Lebzeiten des Fürsten, dem sie Dank schuldig ist wie, außer Kaiser Wilhelm I., keinem zweiten Sterblichen, eine werbende Thätigkeit auhein außerparlamentarishen Zeiten zu entfalten, wie sie bis heuti- gen Tages von Seiten keiner Partei so sehr zu vermissen ist, wie von Seiten der Konservativen. i

Dem Jahresbericht der Handelskammer zu Krefeld für 1887 entnimmt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“. über die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse dur<h das System der Staatsbahnen Folgendes : : E

Die Handelskammer hat seit Jahren darauf hingewkesen, daß ihr anzer Bezirk von dem Staatsbahnsystem eine Befreiung aus unerträg- ichen Eisenbahnzuständen erhoffe, und hat s< jeßt in ihren Er- wartungen dur die Entschließungen Sr. Excellenz des Hrn. Ministers der öffentlichen Arbeiten nit getäusht gesehen. Unter allen größeren rheinishen Industriestädten fand Krefeld und sein Bezirk unter dem früher herrshenden Privat-Eisenbahnsystem die geringste Beachtung, angebli< wegen seiner territorialen Lage, insbesondere aber wohl, weil seine industrielle Thätigkeit die Hervorbringung von Massengütern ni<ht ermögliht, so groß au<h der Personen- verkehr auf den Stre>en \ih gestaltete. Wie sehr aber die Entwi>e- lung des ganzen linksrheinishen Industriebezirks dadurch gelitten hat, wie in Folge dessen die oft beklagte Einseitigkeit der industriellen Verhältnisse fortbestehen bleiben mußte, so lange nit unserem Bezirk die gleiche Berücksichtigung im Eisenbahnverkehr wie anderen zu Theil wurde, das hat die Handelskammer in ihren Jahresberihten seit langer Zeit regelmäßig zu wiederholen alle Veranlassung gehabt. Nur die Führung von internationalen Routen über unseren Play konnte unseren Post-, Personen- und Güterverkehr mit den großen Absatgekticten in zwe>dienliher Weise gestalten, und deshalb beantragte die Handelskammer die Führung der Berlin-Vlissingener und Köln-Vlissingener Schnellzüge in beiden Richtungen über Krefeld. Wir wollen heute nit mehr der Gegnerschast und des Widerstandes einzelner Cisenbahndirektionen gedenken und unterdrü>en, da \ih unsere Berichterstattung unfreiwillig hinausgeshoben hat, die Ge- schichte eines unleidlihen Kampfes, der nur dur das Wohlwollen Sr. Excellenz ein für uns günstiges Ende genommen hat.

Betreffs der Reichs-Postdampferlinien konstatirt die Han- delskammer, daß dieselben für den dortigen Bezirk eine er- freulihe Bedeutung erhalten haben; sie bemerkt dazu:

Die Handelskammer hat es seiner Zeit als durhaus wünschens- werth anerkannt, daß das Deutsche Reich scinem auswärtigen Handel einen neuen Impuls gebe, um den Absaß seiner Industrie-Erzeugnisse zu vermehren, und hat das Eingreifen des Staates in die überseeischen Dampferverbindungen als durchaus berechtigt erahtet. Sie ist er- freut, zu ersehen, daß, wenn au<h die Reihs-Dampferlinien im ‘ersten vollen Betriebsjahre mit einem durchaus nicht geringfügigen Verluste gearbeitet haben, \sih doch die Anfänge eines wesent- lihen Fortschrittes überall zeigen. Es war na< Meinung der Handelskammer nicht zu erwarten, daß ein Unternehmen, welches so weit verzweigt und so für die Entwi>klung in der Zukunft bere<net war, in der kurzen Zeit seines Bestehens {on günstige Kapitalresultate aufweise. Kein Privatkapital hat es unternommen, diese Linien einzurihten; mit staatlicher Subvention allein konnten dieselben zu Stande kommen, und hierdur< wurde der Beweis ge- liefert, daß ein absolutes Gehenlassen in wirthschaftlihen Dingen niemals unbedingt gutgeheißen werden darf Gegenüber den ab- sprechenden Urtheilen über die Zwe>mäßigkeit der Subventionirung jener Reichs-Postdampferlinien glaubt die Handelskammer nah ihren Erfahrungen \hon die Meinung aussprechen zu sollen, daß diese viel- fach als unproduktiv be¿eihnete Auslage des Reichs sich als eine für Handel und Industrie sehr segensreihe auf die Dauer - erweisen wird.“

Amtlihe Nachrihten des Reihs-Versicherungs- amts. Nr. 17. Inhalt: Amtlicher Theil. Schriftwechsel des Reichs-Versicherungsamts mit der Reichsbank, betreffend die Nieder- legung von Werthpapieren für die Berufsgenossenschaften. Rekurs- entsheidungen. Bescheide und Beschlüsse.

Centralblatt der Bauverwaltung. Nr. 34A. Inhalt : Nichtamtliches : Die Dome ODesterreih-Ungarns. Der dritte inter- nationale Kongreß für Binnenschiffahrt in Frankfurt a, M. Die XXIX. Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure. Vermischtes : Professor Dr. E. Winkler>{. Regenvorrichtungen auf Theaterbühnen. \

Statistische Nachrichten.

Veber die Produktion der Bergwerke und Salinen des preußishen Staates im Jahre 1887 entnehmen wir der „Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen im preußishen Staate“ (Band XXYXYVT) folgende Hauptziffern. Die Gesammtproduktion der Bergwerke im Jahre 1887 betrug im Ganzen 73782426 t 809 kg im Werthe von 369882 168 F (1886 71 002166 t 386 kg im Werthe von 356 943 098 F). Die Anzahl der betriebenen Werke war 1522, die Belegschaft umfaßte 285 016 Köpfe Die Bergwerkë-Produktion segte si<h zusammen aus: 67 257 883 t Mineralkohlen und Bitumen im Werthe von 296 246 507 A (791 betriebene Werke und 214114 Köpfe Belegschaft), 1014905 t 813 kg Mineralsalzen im Werthe von 10 151 442 46 (10 betriebene Werke und 3828 Köpfe Beleg- \<aft) und 5509637 t 996 kg Erzen im Werthe von» 63 484 219 6 (721 betriebene Werke und 67 074 Köpfe Belegschaft). (Im Jahre 1886 bezifferte \si<h die Gewinnung von Mineralkohlen und Bitumen auf 65 066 704 t im Werthe von 290 258 016 46, die von Mineralsalzen auf 916 372 t 36 kg im Werthe von 9011 711 4, die Ge- winnung vonErzen auf 71 (02 166t 386 kg imWerthe von 356 943 098,46). Im Einzelnen wurden im Jahre 1887 produzirt: an Mineral- fohlen und Bitumen: 54548283 t Steinkohlen im Werthe von 263 908 598 A (357 betriebene Werke mit 190 653 Köpfen Beleg- chaft); 12 696 487 t Braunkohlen im Werthe von 31872 213 M 421 betriebene Werke mit 23266 Köpfen ALUAAN 10561 t

sphalt im Werthe von 73919 (4 betriebene Werke mit 47 Köpfen Belegschaft) und 2552 t Erdöl im Werthe von 391 777 4 (9 betriebene Werke mit 148 Köpfen Belegschaft). An Mineralsalzen wurden gewonnen: 194134 t 392 kg Stein- salz im Werthe von 945 908 M (4 betriebene Werke mit 284 Köpfen Belegschaft); 174 924 t 280 kg Kainit im Werthe von 2 403 194 #'; 625 418 t 872 kg andere Kalisalze im Werthe von 6 600689 (6 betriebene Werke mit 3544 Köpfen Belegschaft); 20305 t 100 kg Bittersalze (Kieserit) im Werthe von 151982 «6 und 123 t 169 kg reiner Boracit im Werthe von 49669 \#( Die - Produktion an Erzen seßte sih zusammen aus: 3833764 t 341 kg Eisenerzen im Werthe von 21787415 A (497 betriebene Werke mit 24 390 Köpten Belegschaft); 899 678 t 837 kg Zinkerzen im Werthe von 10 003 498 M (958 betriebene Werke mit 13 589 Köpfen Beleg- chaft); 141930 t 83 kg Bleierzen im Werthe von 15 568 042 4 (109 betriebene Werke mit 13 736 Köpfen Belegschaft); 497 571 t 150 kg Kupfererzen im Werthe von 14331 459 A (13 betriebene Werke mit 13 924 Köpfen Belegschaft); 74 t 223 kg Silber- und Golderzen im Werthe von 55898 (3 betriebene Werke mit 185 Köpfen Belegschaft); 11 t 45 kg Kobalterzen im Werthe von 1373 M; 47 t 790 kg Nidelerzen im Werthe von 8360 (6; 323 t Arsenikerzen im Werthe von 19 886 M (3 betriebene Werke mit 86 Köpfen Belegschaft); 36 533 t 942 kg Manganerzen im Werthe von 951831 A (34 betriebene Werke mit 662 Köpfen Belegschaft); 99 553 t 585 kg Schwefelkies im Werthe von 755 602 M (12 be- triebene Werke mit 500 Köpfen Belegschaft); 150 t sonstigen Vitriol-