1909 / 27 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Abe Postanstalten nehmen Bestellung anz für Berlin außer den Postanstalten und Zeitungsspediteuren für Selbstabholer anch die Expedition SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Einzelne Unmmern kosten 25 S.

M 27.

Berlin, Montag, den k

Fnhalt des amtlichen Teiles:

Allerhöchster Dankerlaß. Ordensverleihungen 2c.

Deutsches Reich. Ernennungen 2c. ; Bekanntmachung, betreffend Rohrpostordnung für Berlin.

Königreich Preußen.

rnennungen, Charakterverleihungen, Siandesgerhöhungen und sonstige Personalveränderungen.

Allerhöchster Erlaß, betreffend die Verleihung des Enteignungs- rehts an die Stadtgemeinde Gleiwiy.

Bekanntmachung, betreffend die landwirtschaftlihe Versuchs- station in Hildesheim.

Verzeichnis der Vorlesungen an der Königlichen Landwirt- \chaftlihen Akademie in Bonn-Poppelsdorf im Sommer- halbjahr 1909.

Aus Anlaß der Vollendung Meines fünfzigsten Lebens- zahres find Mir schriftlihe und telegraphishe Glück- und Segenswünsche in besonders großer Zahl von nah und fern zugegangen. Mein Geburtstag ist in Stadt und Land von Behörden, Vereinen und Korporationen durch Veranstaltungen mannigfacher Art festlih begangen worden. Auch die im Aus- lande lebenden Deutschen haben fich vereinigt und Mir ihre Treue und Anhänglichkeit zum Ausdxuck gebracht. Diese Kund- gebungen vertrauensvoller Zun-igutig haben Meinem Herzen woh!getan und es ift Mir eine angenehme Pflicht, Allen, welche Meiner an diesem Tage mit freundlihen Glückwünschen und treuer Fürbitte gedaht haben, Meinen wärmsten Dank aus- zusprechen. Jh ersuhe Sie, . diesen Erlaß zur öffentlichen Kenntnis zu bringen.

Berlin, den 30. Januar 1909.

Wilhelm, 1. R. An den Reichskanzler.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem Domänenpächter, Amtsrat Hugo Schrewe zu Kleinhof: Tapiau im Kreise Wehlau den Roten Adlerorden dritter Klasse mit der Schleife, dem Pfarrer Rudolf Springborn, dem Kirchenältesten,

Syndikus der Versicherungsgesellshaft Germania Ernst Bischoff, dem Kirchenältesten, Apotheker und Fabrikbesißer Wilhelm Ziegel, sämtlih zu Stettin, dem Realschuldirektor Dr. Friedrich Bangert zu Oldesloe, dem Rittergutsbesißer | Dr. jur. Otto Wrede auf Hornhausen im Kreise Oschers-

leben und dem Amtsvorsteher, Mühlengutsbesißzer W ilhelm | Käswurm zu Groß-Bartelsdorf im Kreise Allenstein den Roten Adlerorden vierter Klasse, | dem emeritierten Pfarrer Karl Güssow zu Salzwedel | und dem Gymnasialoberlehrer a. D., Professor E u gén Herford zu Thorn den Königlichen Kronenorden dritter Klasse, dem Arzt Dr. Max Berg zu Neudeck im Kreise Tarng- | wiß, dem Lehrer Wilhelm Jürgens an der Realschule in Oldesloe, dem Stadtverordneten, Rentner Heinrich Müller zu Suhl im Kreise Schleusingen, dem Amtx- vorsteher Peter Tagen zu Schwabstedt im Se Husum, dem Oberbahnassistenten a. D. Franz Busse zu Markranstädt in Sachsen, dem Eisenbahn- Üterexpeditionsassistenten a. D. Julius Löffler zu Kottbus, | dem S eleton a. D. Karl Lindow zu Halle a. S. und | dem Eisenbahnlokomotivführer a. D. Paul Brandes zu Ham- burg, bisher in Wittenberg, den Königlihen Kronenorden

vierter Klasse, f dem Vorshullehrer Adolf Rebhuhn an der Luisen- © ftädtishen Oberrealschule in Berlin, dem Kantor und Lehrer

a. D. Karl Williger zu Breslau, bisher in Rudelstadt, Kreis Bolkenhain, und dem Lehrer a. D. Heinrih Boch em zu Düsseldorf den Adler der Jnhaber des Königlichen Haus-

ordens von Hohenzollern,

dem Fnappichafts{nvaliden und Knappschaftsältesten Joseph Rudolph J a, i. Sch!. und dem pensionierten Eisenbahnbremser Emil Glocke zu Herzberg im Kreise Schweiniß das Kreuz des Allgemeinen SbreteiGens,

dem Kirchenältesten, Besißer Ludwig Gorsh zu Ottlotshin im Landkreise Thorn, dem Genossenschaftsforit- aufseher Heinrich Bode zu Gillersheim im Kreise Northeim, dem Polizeisergeanten Karl Weise zu Krossen a. O., dem städtischen Kassenboten Theodor Steffens zu Essen a. d. Ruhr dem pensionierten Eisenbahnschaffner Oskar Wurll

zu Berlin, dem pensionierten Eis L zu Leipzig - Sellerhausen isenbahnmaschinenwärter Karl Ma im Kreise Liebenwerda, dem pensioni diener Hermann König zu Lübb den pensionierten Bahnwärtern As a. O., Karl Herrmann ugust Hille zu Neuhof im Kre herigen Eisenbahnmaschinenpußger Al feld, dem bisherigen Bahnunterhalt Zähle zu Roßlau, den Holz rich Achter zu Obertiefenbah im* und Heinrih Wälter zu Holzen- Maurerpolier 44 Hildebrandt Merseburg, dem Schlossermeister Edu Schlosservorarbeiter Karl Sternber dem früheren Gutsgärtner und Schmidt, bisher in Lautenseé, Marienburg W.-Pr.,, dem M Bohne zu Ramsin im Kreise Heinrih Grey zu Bebig im wirtschaftlihen Arbeiter Friedri Kreise Marienburg in Hannover, d Brandtstetter zu Nibbenishken im utschkus zu Dobawen im gen tegmann zu Skungirren im La Wilhelm Vieth zu Lattenberg Allgemeine Ehrenzeichen sowie dem Konsulatssekreiär a. D. K die Rettungsmedaille am Bande zu

Seine Majetät der Kai: Allergnädigst geruht P B

den nahbenannten Offizieren 2c. der Schußtruppen die Erlaubnis zur Anlegung der ihnen verliehenen nihtpreußishen Orden zu erteilen, und zwar:

des Königlih Bayerishen Militärverdienstordens vierter Klasse mit Schwertern: dem Oberleutnant Hollaender, dem Leutnant Pöppl, dem Stabsarzt Dr. Summa, sämtlich in der Schußtruppe für Südwestafrika ;

des Königlih Bayerishen Militärverdienstkreuzes zweiter Klasse mit Schwertern: dem Oberfahnenshmied, Sergeanten Hofmann, den Unteroffizieren Döhler und Bold, ha den Gefreiten Deinlein, Fichtner, Fisher, Stein- äuser, L Reiter Dennerlein, S sömtlih in der Schußtruppe für Südwestafrika, und dem Sanitätsfeldwebel Ziegelmeier in der Shüßtruppe für Deutsh-Ostafrika ;

des Königlih Bayerishen Militärverdienstkreuzes zweiter Klasse: dem Feldwebel Daubenspeck in der Schußtruppe für Deuisch-Ostafrika;

des R itterkreuzes zweiter Klasse mit Shwertern

des Königlió Sächsishen Verdienstordens: dem Leutnant Stübel in der Schußtruppe für Südwest-

afrika ;

des Ritterkreuzes zweiter Klasse mit Schwertern des Königlich Sächsishen Albrehtsordens: dem Leutnant Grabau in der Schußtruppe für Süd-

westafrika;

der Königlih Sächsischen Friedrih August-Medaille in Silber mit dem Bande für Kriegsdienste: den Vizefeldwebeln Kujath und Ulbricht, den Unteroffizieren Wielsh, Jork und Langhof, sämtlih in der Schußtruppe für Südwestafrika;

des Kommandeurkreuzes zweiter Saite des Groß- herzo glich Badischen Ordens vom Zähringer Löwen: dem Obersten von Glasenapp, Kommandeur der

Schußtruppen im Reichskolonialamt;

des Großherzoglih Hessishen Allgemeinen Ehren- zeihens mit der Serte für Tapferkeit am Kriegsbande: dem Gefreiten Karn und dem Reiter Schlapp, beide in der Schußtruppe für Südwestafrika;

des Ehrenkreuzes des Großherzoglih Mecklen- burgischen Greifenordens:

dem Major Puder, Kommandeur der Schußtruppe für Kamerun;

BekauntmaGung, betreffend Rohrpostordnung für Berlin.

Auf Grund des § 50 des Geseßes über das Postwesen vom 28. Oktober 1871 wird für den Verkehr innerhalb des Nohrpostbezirks Berlin nachstehende Rohrpostordnung erlassen:

Umfang des M E

Der Rohrpostbezick Berlin umfaßt die Bestellbezirke der Postämter in Berlin, Charlottenburg, Friedenau, R uer Ag Rixdorf, Schöneberg, Westend,

ilmersdorf fowie a. vom Bestellbezirke des Postamts Rummelsburg 1 den Teil innerhalb der Ringbahn, D A vom Bestellbezirke der Postagentur in Treptow bei erlin die Grundstücke Treptower Chaussee 15 bis 18.

Benußung Bes Rohrpoft.

in Boxhagens

Zur Beförderung als Rohrpostsendung sind unter den nachfolgenden Bestimmungen zulässig : Briefe, 2) Postkarten, - 3) Postkarten mit Antwort. Die Verwaltung hat das Recht, die Rohrpost zeitweise gans oder zum Teil für alle oder gewisse Gattungen von endungen zu schließen. Allgemeine Mem n9g eh:

Die Bestimmungen der jeweilig gültigen Postordnung hinsichtlich j : 5 der gewöhnlichen Briefe und Postkarten, 2) der Außerkursseßung, der Bareinlösung, des Um- ostwertzeichhen sowie hinsichtlich des

taushes von erwendung ausgeschnittener Franko-

Verbots der

stempel i

L auch auf Rohrpostsendungen A soweit nach- chend nit besondere Bestimmungen getroffen sind.

Gewicht und DNGNEE der Nohrpostsendungen.

Das Meistgewiht für Rohrpostbriefe beträgt 20 g. Rohrpostbriefe dürfen 12,5 cem in der Länge und 8 ecm in der Breite niht überschreiten. Aufklebungen auf der Rückseite der Postkarten sind nur mit den durh § 8 1 festgeseßten Ausnahmen zulässig.

Kennzeichnung der VoI epo e ant

Rohrpostsendungen müssen, sofern niht die gestempelten i zu Rohrpostbriefumshlägen und ‘Rohrpostkarten 15) verwendet werden, auf der Vorderseite am oberen ande mit der deutlichen, zu unterstreihenden Bezeichnung „Rohr post versehen sein.