1909 / 41 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

_Bergbehörden bei dieser Gelegenheit zu regeln. Sollte der Herr Abg. Dr. Crüger das überhaupt fertig bekommen, dann würde ih ihm allerdings gern diesen Plaß als dem Würdigeren und Geschickteren abtreten. (Heiterkeit. Sehr gut! rechts und bei den National- liberalen.) Aber, meine Herren, derartige Organisationen sind leichter gewünscht als durchgeführt, und ich kann dem Herrn Abg. Dr. Crüger versichern, daß ich mich von dem Tage an, wo ich mich dazu bereit erklärt hatte, Ihnen ein Gesey nah Ihren Wünschen zu bringen, mih mit ter Sache beschäftigt habe, und daß ih, nachdem ich die beteiligten Behörden gehört habe und die Grundzüge der Reorganisation beraten find, zwar für meine Person zu einem Entschluß gekommen bin, wie die Sache gemaht werden könnte, daß aber noch viel Arbeit dazu gehört, das in die Form eines Geseges zu gießen, zumal be- rüdsihtigt werden muß, daß die Reform der allgemeinen Verwaltung \{chwebt, und daß es mir unzweckmäßig erscheinen würde, zwei derartige NReformwerke ohne jede Fühlung der beteiligten Ressorts zu Ende zu führen (fehr 1chlig! rechts); aber der gute Wille, eine zweckmäßige und nüßlihe Umgestaltung unserer Behördenorganisatton zu bringen, ist bei mir vorhanden.

Der Herr Abg. Dr. Crüger hat dann, wenn ich ihn recht ver- standen habe, der Staatsregierung einen Vorwurf daraus gemacht, daß fie das Material, das als Anlage zu dieser Vorlage gegeben ift, nicht früher verarbeitet oder der Oeffentlichkeit preitgegeben hat. Fch wollte nur bemerken: der Bericht ist seinerzeit in einigen Hundert Exemplaren gedruckt, er ist auf den Tisch dieses hohen Hauses nieder- gelegt, er ist in der „Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinenwesen“ veröffentliht worden, und er hat niht bloß in unserem Vaterlande, sondern auch in anderen Lndern als Grundlage für die Beurteilung dieser Frage gedient. Auch auswärtige Regierungen haben mit dem Berichte gearbeitet; er ist also meines Erachtens so absolut Gemein- gut aller derjenigen gewesen, die Interesse hatten, sich darüber zu informieren, daß der Staatsregierung kaum der Vorwurf gemacht werden kann, daß fie ihn geheim gehalten hat.

Warum dieser Bericht nicht früher sich zu einèr Gesegesvorklaze verdiitet hat, das habe ich, glaube ich, vorhin sehr eirgehend aus- geführt; ich möchte auf die Einzelheiten in dieser Beziehung nicht weiter zurülkkommen,

Eine gewisse Berechtigung hat der Vorwurf des Herrn Abg. Dr. Friedberg, der darauf hingewiesen hat, daß die Staatsregierung ih damit begnügt hätte, ein Material vorzulegen, das zehn Fahre alt sei, ohne die damaligen Feststellungen, wenn ich mich so ausdrüden darf, auf die Gegenwart zu bringen. Meine Herren, dazu bin ih mit Rücksicht auf die Kürze der Zeit nicht in der Lage gewesen; ih war wenigstens niht in der Lage, amtlihe Auskünfte aus den beteiligten Staaten auf diplomatishem Wege einzuziehen, und ich habe um- gekehrt Bedenken getragen, private Auskünfte in Form eines Akten- stückes an dieses hohe Haus zu bringen; ih bin aber in der Lage, in der Kommission alle etwa gewünschten Auskünfte zu geben. Jh darf vielleicht schon jeßt darauf aufmerksam machen, daß ein höherer englisher Beamter, ih glaube, es ist mein Kollege für das Handels- departement oder etner seiner Direktoren gewesen, vor zwei Fahren ausdrücklich auf diesen preußishen Beriht Bezug genommen und dazu bemerkt hat, die Dinge lägen in England heute noch so, wie sie damals von unseren Kommissaren gesehen und beurteilt worden wären. Ih darf hinzufügen, daß die Dinge in den beiden anderen in Betracht kommenden Ländern ih auch niht weiter geändert haben, außer daß in Frankreih eine Erweiterung der Befugnisse der Arbeiterkontrolleur€ eingetreten ist. Die Einzelheiten darf ih wohl in der Kommission vortragen.

Meine Herren, der Herr Abg. Leinert hat dann den oft gehörten Vorwurf wiederholt, daß ih und die gesamte Bergverwaltung in der Abhäagigkeit von den Bergherren set, wie er sih ausdrückte. Er hat dann hter erzählt, daß bet der Vorbesprehung des Entwurfs, die hier slattgefunden hat, mir von den Bergherren eine sehr {lechte Behand- lung zu teil geworden set, Wenn man ihn hörte, hätte man glauben können, ih hätte eine Kritik erfahren, wie sie mir zu teil geworden sein würde, wenn ih den Bergarbeiterklongreß besuht hätte, was ih aus wohlerwogenen Gründen niht getan habe. (Heiterkeit.) Nun, meine Herren, ih kann feststellen, daß diese Vorbesprehung, an der sich Vertreter aller großen bergbaulihea Vereine, Vectreter der Werksbeamten und Knappschaftsälteste aller Parteirihtungen aus den Steinkohlenrevieren beteiligt haben, mit der größten Ruhe und Sach- lihkeit von allen Beteiligten geführt worden ist; jeder hat das, was er für richtig oder unrichtig hielt, vorgetragen, und alle Beteiligten haben mic gedankt, daß ihnen Gelegenheit gegeben sei, ih rechtzeitig und vorher über die Grundzüge des Entwurfs zu orientieren. Meine Herren, wenn ih weder den Wünschen der Arbeiter, noch den Wünschen der Berg- herren, um mi dieses Ausdrucks nochmals zu bedienen, gefolgt bin, fo liegt das eben in der Stellung des preußishen Beamten unb der preußischen Regierung. Meine Hecren, wir sind abhängig von niemand; wir haben den Weg zu gehen, den wir für richtig halten, und wir werden häufig in die Lage kommen, daß der Weg, den wir g‘hen, in der Mitte führt, wie der Herr Abg. Leinert vorhin gesagt hat, weil wir eben genötigt sind, niht die Interessen eines einzelnen Standes, sondern die Interessen der Gesamtheit zu berücksichtigen. Meine Herren, das is unser Stolz, und wenn uns aus diesem Grunde der Vorwurf gemacht wird, daß wir die Interessen der Arbeiter oder eines bestimmten Standes niht hinreiend berücksihtigen, oder daß wir die Interessen eines Standes besonders berücksichtigen, meine Herren, so entnehme ih daraus, daß wir den richtigen Weg gehen, \o wie wir es als preußische Beamte gelernt haben. (Bravo!)

Dex Herr Abg. Leinert hat dann wiederholt gefragt : warum gibt die preußische Regierung den Arbeitern nicht das, was sle wünshen ; warum gibt sie ihnen nicht die Arbeiter- kTontrolle? Meine Herren, wir geben Ihnen eine Arbeiterkontrolle, wir geben Ihnen eine weitgehende Beteiligung der Arbeiter an dem Sicherheitsdienst; wir geben Ihnen aber, den speziellen Verhältnissen, wie fie bei uns gewachsen find, cntsprehend die Verhältnisse haben fi, wie ich vorhin erwähnt habe, anders entwidckelt in England, anders entwickelt in Frankreich und anders in Belgien das, was wir dieser Entwicklung unserer preußishen Verhältnisse, der Organi- En unserer Bergpolizci enisprehend für tas Richtige gehalten

aben.

Aber weiter, meine Herren! Die Form, die wir der Beleiligung der Arbeiter an dem Arbeitershuß haben geben wollen, is auch darauf berechnet, die Mängel auszumerzen, die sih zweifellos bei den Organt- fationen in ten anderen Ländern ergeben haben, nämlich eine zwoeifel- lose Unzulänglichkeit der ganzen Eimichtungen. Meine Herren, ob

neben einem Revierbeamten, neben einem Einfahrer auch noch ein Arbeiter- einfahrer mit halber Beamtenqualität von Zeit zu Zeit ein größeres Revier befährt und die Grube sieht, ist ganz gleichgültig. (Sehr rihtig!) Das wird in nichts die Unfallgefahr verhüten; denn dieser Arbeitereinfahrer kann niht mehr an einem Tage sehen und nicht mehr in einem Monat sehen als ein anderer Beamter auch. (Sehr richiig!) Es wird die Zahl der Befahrungen vermehrt, aber die Art und der Effekt der Revisionen niht wesentlich verändert. Deswegen, meine Herren, halten wir es für rihtig, da einzuseßen, wo in unserem System noch eine Lücke ist, wir erstreben eine stetige Mitwirkurg im Unfallverhütungsdienst durch Vertrauensleute kleiner Betriebs- abteilungen, die täglich mit dem Betriebe in Becührung kommen, nicht nur durch die gelegentlihe Befahrung, sondern dadurch, daß sie mit ihren Kameraden ein- und ausfahren, daß fie mit ihren Kameraden vor Ort arbeiten, und dadurch täglih schen, was sich im Betriebe ereignet, und damit die Möglichkeit haben, auch ihren vorgeseßten Beamten oder den zuständigen Polizeibeamten nah Bedarf Mitteilung zu mahen von eiwaigen Unregelmäßkgkeiten und bedenklihen Zuständen, die sie gefunden haben oder gefunden zu haben glauben. (Sehr richtig! rechts.)

Ferner meine Herren, wenn wir den Weikösbeamten mit dem Sicherheitsmann fahren lassen wollen, so halte ih das gewiß für not- wendig mit Nücksicht auf die Sicherheit der Leute; ich halte es für notivendig mit Nücksiht auf die Sicherheit des Betriebs. Aber, meine Herren, die Hauptsa§ße liegt auch nach meiner Ansicht hier wieder in der unmittelbaren persönlichen Berührung. Meine Herren, wir wollen mit dieser Einrihtung nicht Material für die Zeitungen hafen, wir wollen mit dieser Ginrihtung nicht ein Agitations- material shaffen, sondern wir wollen zwishen Arbeitnehmern und Arbeitgebern respektive ihren Vertretern die Möglichkeit \chafen, gewisse Unstimmigkeiten aus der Welt zu schaffen, sch zu yer- ständigen, ih gegenseitig aufzuklären, fh zu belehren. Das Fahren des Werksbeamten mit dem Sicherheitsmann hat den Zweck, daß der Sicherheitsmann auf Fragen, die er stellt, eine Antwort erhält, daß Zweifel, die der Sicherheitsmann etwa hat, ausgeräumt werden können; es hat den Zweck, daß der Sicherheitsmann über die eigentlichen Ziele des Sichecheilsdienstes und über die Zwecke der Einrichtungen, die er selber mit zu kontrollieren hat im Namen seiner Käimeraden, auf- geklärt wird. Die ganze Einrichtung des Sicherheitsmannes, meine Herren, wird nur dann wirklich funktioniecren, wird nur dann einen praktishen Effekt haben, wenn sie eine unmittelbare und ständige Fühlung zwischen Arbeitershaft und Werksleitung \chafft. Meine Herren, das ist nach meiner Ansicht das A und O der ganzen Vor- lage. Ob Ste die Sicherheitsmänner etwas freier oder etwas weniger frei stellen, ob Sie die Kündbarkeit der Sicherheitsmänner etwas mehr einschränken oder ausdehnen, das find alles Nebenfragen. Wenn auf beiden Seiten der gute Wille vorhanden if, aus diesen Ein- rihtungen etwas Segensreih:8 zu hafen, dann wird etwas daraus, gleihviel wie die Details der Bestimmungen lauten.

Wenn aus Ihrer Mitte heraus moniert worden ist, daß die Stellung des Sicherheitsmannes eine komplizierte, durch alle möglichen Bestimmungen verklausulierte ist, so is das ein Vorwurf, der berehtigt ist. Nah meiner Ansiht waren aber die vielfahen Ver- flausuliecungen und Bestimmungen nicht zu umgehen, wenn man ein Institut schaffen wollte, das allen Beteiligten, wenn ih mich so aus- drücken soll, mundgerecht |sst, wenn man ein Institut hafen wollte, das sowoh! den Wünschen der Werköbesißer als auch den Wünschen der Arbeiter entspriht, Das is der Grund der etwas einengenden Bestimmungen. Wenn Ste in der Lage find, eine Vereinfahung vorzuschlagen, werde ih der erste sein, der bercit ift, auf diese Wünsche einzugehen.

Der Abg. Leinert hat im Anschluß an seine Ausführungen wieder- holt gefragt, ob es der preußischen Staxtsregierung absolut entgangen sei, daß sh nach den Kaappschaftsstatistiken die Gesundheits- und Unfallverhältnisse in unserm Bergbau wesentliß und dauernd vershlehterten. Die Sache hängt mit der Vorlage nicht direkt zusammen, aber diese Anklage ist so oft und so wiederholt erhoben worden, daß ich die Gelegenheit niht vorübergehen lafsen möchte, um zu betonen, daß die vermutlihen Ursahen dieser Vorgänge Gegenstand unserer dauernden Aufmerksamkeit gewesen sind, daß auf meine Veranlassung die Knappschaftsvorstände, geeignete Knappschafts- ärzte und sonstige Sachverständige über diese Frage gehört worden sind, und daß wir durch diese Ermittlungen zu der Ueberzeugung gekommen sind, daß diese Ziffern, rihtig gelesen, zu anderen Ergeb- nifffsen führen, daß tatsählich eine Vergrößerung der Unfallgefahr und vor allen Dingen eine Vershlehterung der gesamten Gesundheits- verhältnisse in unserm Bergbau eigentlich in keinem Revier zu ywer- zeihnen ist. (Hört, hört! rechts.) Wenn die Herren geftatten die Zahlen sind sehr interessant —, wird mein Kommissar noch einige Ginzelheiten über diesen Punkt geben. Es find nach meiner Ansicht Angaben, die wohl geeignet sein würden, eine gewisse Beruhigung ins Land zu bringen. Jh bitte Sie deshalb, das noh anzuhören. (Bravo !)

Geheimer Oberhbergrat Ne u ß berichtet, daß die hauptsächlihsten Knappschaftsvereine über die Unfall- und Krankheitsziffern gefragt worden seten, namentlich der Oberschlesishe Knappschafts- verein und diejenigen in Bochum und in Saarbrücken; das Material werde în geeigneter Weise veröffentliht werden. Wenn die Unfallziffern eti Steigerung erfahren hätten, so sei das im wesentlihen darauf zurückzusühren, daß die unbedeutenden Unfall- verlezungen mehr als früher berücksihtigt werden. Ebenso sei die Zu- nahme der Invaliden im Bezirk Bochum seit 1899 daraus zu er- klären, daß seit diesem Jahre die Halbinyalidität aufgehoben sei, und alle früheren Halbinvaliden für Ganzinvaliden erklärt würden.

Um 5 Uhr wird die weitere Beratung auf Mittwoch, 1 Uhr, vertagt (außerdem Bergetat).

Nr. 6 der „Verdffentlihungen des Kaiserlihen Ge- sundheitsamts" vom 10 Februar 1909 hat folgenden Inhalt: Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten. Sterbefälle im Dezember 1908. Zeitweilige Mafiregeln gegen ansteckende Krank- heiten. Desgl. gegen Pest. Desgl. gegen Cholera. Gesetz- gebung usw. (Deutsches Ne B Arzneitaxe. Leichenpässe. Süh toe. (Anhalt.) Fleischbeshaustatistik,. (Jtalien und Schweiz.

harmazeutische Produkte. (Italien.) Olivenöl. (Schwetz. Hebammen. (Kant. Zug). Desinfektion, (Kant. Thurgau.) Chirurgie. (Frankreih.) Konservenbüchsen. (Rußland.) Fleck- ebec. (Canada.) Fleishbeschau. Tierseuen im Deutschen eihe, 31. Januar. Desgl. im Auslande. Desgl. in

Ungarn und Krcoatien-Slavonten, 4. Vierteljahr 1908. Mau, und Klauenseube in der Schweiz, Zeitweilige Makregely gegen Tierseuhen. (Preuß. Neg.-Bez. Allenstein; Oesterrei) Vermischtes. (Deutsches Reich.) Schlachivieh- und Fleischbeschau 1906, (Bayern.) Trichinensbau. (Württemberg, Stuttgart. Meedizinisck -statistischer Jahresbericht, 1907. (Sachsen-Altenbure Gesundheitsstand, 1907. (England.) Anstalten für Trunksüchtige 1907, Geschenkliste. Monatstabelle über die Sterbefälle in deutshen Orten mit 15 000 und mehr Einwohnern, Dezember 1908, Desgl. in größeren Städten des Auslandes. Wochentabelle über

die Sterbefälle in deutshen Orien mit 40 000 und mehr Einwohnern. Y

Desgl. in größeren Städten des Auslandes. Erkrankungen in Krarkenhäusern deutscher Großstädte. Desgl. in deutschen Stadt

und Landbezirken. Witterung. Beilage: Gerichtliche Entschei, | dungen auf dem Gebiete der öffentlihen Gesundheitspflege (Tier, E

seuhen, Aerzte).

Höhe der Schneedecke in Zentimetern am Montag, den 15. Februar 1909, um 7 Uhr Morgens. . Mitgeteilt om Königlich preußishen Meteorologishen Institut, (Stationen nah Flußgebieten geordnet.) Oestlihe Küstenflüs se.

Memel (Dange) 21, Tilsit Ee 15, Gumbinnen (Pregel) 9, Insterburg (Pregel) 17, Heilsberg (Pregel) 4, Königsberg î. Pr, (Pregel) 27.

Weichsel.

Pleß [Pszczinka] 5, Marggrabowa (Narew, Bobr) 21, Örtels, burg (Narew) 14, Neidenburg (Wkra) —, Osterode (Drewenz) 9, Altstadt (Drewenz) 14, Koniß (Brahe) 1, Bromberg (Brahe) —, Graudenz 3, Berent (Ferse) 21, Martenburg (Nogat) 8.

Kleine Flüsse zwishen Weichsel und Oder.

Lauenburg i. P. (Leba) 0, Neu-Hammerstein (Leba) —, Köslin [F

(Mühlenbach) 0, Schivelbein (Rega) 0.

Oder. Schillersdorf 2, Ratibor 1, Beuthen (Klodniß) 3, Oppeln 3, HOULN (Glaßer Neisse) 5, Grunwald (Glaßer Neisse) 125, einer; (Glager Neisse) 31, Friedland (Glaßer Neisse) 21, Weigels- dorf (Glater Neisse) 3, Oltmachau (Glater Neisse) 0, Nosenberz (Stober) 13, Kritern —, Breslau 4, Liegniß (RaggaG) E Frau, stadt (Landgraben) 8, Schwarmiß 7, Grünberg 4, Krummhübel Bober) 16, Schneegrubenbaude (Bober) 113, Wang (Bober) 60, illerthal (Bober) 7, Schreiberhau (Bober) 27, Görliß (Lausißer Neisse) 5, Frankfurt —, Ostrowo (Warthe) 10, Posen (Warthe) 6, Tremessen (Warthe) 2, Samter (Warthe) 6, Glinau (Warthe) 8, Deutsh-Krone (Warthe) 5, Landsberg (Warthe) 4, (Welse) 0, Stettin 0, Pammin (Ihna) 8, Demmin (Peene) 0.

Kleine Flüsse zwischen Oder und Elbe.

Greifswald 0, Puttbus 0, Wustrow 0, Güstrow (Warnow) 0,

Nostock (Warnow) 0, Kirhdorf auf Poel 0, Lübeck (Trave) 0, Cutin Schwentine) 0, Schleswig (Schlei) 0, Flensburg —, Gramm ladsau) —, Westerland auf Sylt —, Wyk auf Föhr 0, Husum 0, eldorf 1. Sis e.

Torgau —, Roßlau Cebeie) 2, Dessau (Mulde) 2, Wickersdorf (Salo 6, Neuhaus a. R. (Saale) 64, Iena (Saale) 8, Dingelstädt “riften 7, Erfurt (Saale) 2, Sondershausen (Saale) 4, Nord- ausen (Saale) 3, Greiz (Saale) 10, Altenburg (Saale) 8, alle (Saale) 2, Eisleben (Saale) 0, Bernburg (Saale) 1, Glauzig Saale) 1, Brocken (Saale) 28, Quedlinburg (Saale) 0, Harzgerode Saale) 7, Zerbst 3, Magdeburg 0, Neustreliß (Havel) 0, Kottbus Havel) 3, Dahme (Havel) 3, Berlin (Havel) 1, Blanken- urg bei Berlin (Havel) 1, Spandau (Havel) 0, Dahlem (Havel) 0, Groß-Beeren (Havel) 2, Zehlendorf (Havel) 3, Potsdam (Havel) 3, Belzig (Havel) 0, Kyriß (Havel) 0, Gardelegen (Aland) 2, Waren Elde) —, Marniÿ (Elde) 1, Schwerin (Elde) 0, Ln (Elde) 0, üneburg (Ilmenau) 0, Neumünster (Stör) 0, Br (Oste) 0.

Weser.

Meiningen (Werra) 7, Brotterode (Werra) 39, Schnepfenthal Werra) 4, Witenhausen (Werra) 1, Fulda (Fulda) 8, warzen- orn ( m 7, Cassel (Fulda) 2, Driburg (I 3, Herford (Werre) 0, Nienbur

a 0, Broten (Alle) 28, Wasserleben (Aller) 0, Braunschweig (Aller) 0,

[mstedt Aller) 3, Celle (Aller) 0, Göttingen (Aller) 5, Clausthal

eesen (Aller) 3, Hildesheim (Aller) 1, Hannover (Aller) 0, Oldenburg (Hunte) 0, Elsfleth 0.

Kleine Flüsse zwishen Weser und Ems. Jever 0, Norderney —, Emden —. Ems.

remen 0,

Gütersloh (Dalke) 0, Münster i. W. 0, Lingen —, Osnabrüd-

Düstrup (Haase) 0, Löningen (Haase) 0, Shöningsdorf 0. Nhein.

Hecingen 0, Coburg (Main) 5, Frankenheim (Main) —, Geln- hausen (Main) 1, Are (

26, Wiesbaden 1,

Marburg (Lahn) 0, Weilburg (Lahn) 1, Schneifel - Forsthaus Mosel) 9, Bitburg (Mosel) 0, von der Heydt-Grube (Mosel) 0, rier (Mosel) —, Kaiserse\ch 0, Neuwied 0, Hachenburg (Sieg) 1,

Siegen (Sieg) —, Müllenbah A 4, Cöln 0, Crefeld 0, Arnds-

berg (Ruhr) 3, Alt-Astenberg (Nuhr) 24, Dortmund 0, Essen 0,

Kleve 0, Aachen (Maas) 0.

Der Höhe von 1 cm Swhneedele entsprachen:

am 15. Febr. 1909 in Ara tggravows 1,6 mm Schmelz- Z * Altstadt (Welse) 27 E Bromber j —— SAENe n (Nega) Ha

é elschwerdt

5 S. e Schwarmi

Grünbergi.S&#[. (Oder) « Wang

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/ warzenborn Celle

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* Shneifelforsth |Gibein) s neiselfor]1hs. ein v.d.Heydt-Grube

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Pèengeringhausen (Diemel) 2, f

ller) 41, [F

ain) 1, Feldberg i. Taunus (Main) F eisenheim 0, Birkenfeld (Nahe) 0, Neukirch 10,

M 41.

Vorläufige Uebersicht über die Ergebnisse des Steinkohlenbergbaues in Preußen für das Fahr

Veiertel-

Oberbergamtsbezirk jahr

Betriebene Werke

Förderung

t

Im Jahre 1908

Dritte Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

Absatz t

Belegschafts- zahl.

Statistik und Volkswirtschaft.

Im Jahre 1907

Berlin, Mittwoch, den 17. Februar

Betriebene Werke

Förderung

t

Absay t

Belegschafts-

zahl.

1908, verglihen mit dem Jahre 1907.

Betriebene

Mithin im Jahre 1908 mehr (+4), weniger (—)

E Absatz

Beleg- Förderung chafts-

t v. V. t

Werke

L II. ITT. IV.

72 72 72 73

10132 781 9 051 170 10 255 657 10 150 597

9 251 053 8 310 313 9 418 352 9 200 756

133 748 132 051 133 948 143 932

9 536 827 9 000416 9 601 160 9 664 329

8 771 900 8 320 629 8 851 143 8 888 607

124 264 121 985 122 307 128 752

9995 954 | 479 153 50 754 654 497

| 1 4 486 268

,

/

567 209

Summe

L L L: LV i

72

39 590 205

2 484 1936 2414 2 895

36 180 474

1916 1427 1451 2102

135 920

38 39 34 38

37 802 732

3277 2 267 2183 2471

34 832 279

2211 1 364 1 857 2156

124 327

43 38 36 38

—[+—++—+

2 5 10 316 82 |

0: 312 149 73 |+ 1 348 195 24,20 295 14,60 63 |

10,58 | 406 | 17,16 | 54 |

1787 473

793 33l 231 424

T E

Summe

L T E

Clausthal T

Loo pk | pmk pen pmk juni

9 729

190 046 177 523 190 518 189 897

6 896

172 922 | 161 286 | 173 052 | 171 090

36

6 0

amomNo l —— ——

10198

192 181 186 256 192 190 189 161

7 588

174 964 172 567 178 597 174 925

39

4 072 4016 4 017 4 001

|

469

2 135 8 733

4,60 | 692

G11 |- 2042 |

: 4,69 | 11281 |

1672 0,87 | 5545 | 736 0,20 | 835

e Bl

Summe

Li Ll, ’ITI.

Dortmund 1Y:

n

—_— D Go D

163 162

747 984

20 867 993 19 749 893 21 693 396 20 353 365

678 350 |

19 729 434 18 745 518 | 20 532 874 19 138 278 |

1 2 2 330 027 330 239 333 271 345 392

R

173 161 161 163

19 626 820 19 102 652 20 999 015 20 454 160

759 788

701 053

18 594 787 18 305 109 20 076 264 19 454 223

4 027

294 373 297 917 301 280 318 789

3 11804 |— 1,56 | 22703 |

1241173 |4+ 6,32 |

5E 1134 647 F 647 241 3,39 | +

440 409 456 610 315 945

[+FF

694 381 3,31 | 100 795 |— 0,49 |—

Summe

L. T ITI. EV4

162

26 28 26 26

82 664 647

4019 630 3 806 719 4 106 689 4 048 615

78 146 104

3 863108 | 3 698418 3985951 | 3 923 299

334 732

70 780 71 606 73 040

74 599 |

165

29 26 27 26

80 182 647

3 839 179 3 611 087 3 991 279 3 836 321

76 430 383 |

303 089

69 124 68 981 68 663 69 374

1715 721

147 419 195 479 103 349

3 |+ 2 482 000 |+ 38,10

180 451 4,70 |+ 195 632 5,42 |+ 115 410 2,89 |+

|- 212 294 | 9,93 |4- 186 450

4 Summe

1E / ITL:

Zusammen in Preußen V:

lur d 24

266 269 267 267

15 981 653

39 212 934 32 787 241

36 248 674

34 745 369 |

15 470 776

33 018 433 30 916 962 34 111 680 32 435 525

72 506

938 656 938 039 544 410 968 181

26

277 266 266 267

15 277 866

33 198 284 31 902 678 34 785 827 34 146 442

31 259 551

30 302 608 |

32 990 463 32 256 760

| | | | | f |

69 161

491 876 492 937 496 303 521 454

+[++++ +

1+ 703787 |+ 461 ; 632 697

|+ 2 014650 |+ 6,07 |+ 1 758 882 14 884503 277 l 14350 |+ 1 462 847 4,21 |+ 1121 217 e OOS 9 E 1,70 4 178/760

++

Ens

Summe

Ls L LLL. XV s

Breslau

267

38 37 37 36

138 994 218 | 130 482 600 | 1) Nach der endgültigen Montanstatistik betrug im Jahre 1907 die Förderung an Steinkohlen 134 044 080 t bei 501 805 Mann Belegschaft.

Vorläufige Uebersicht über die Ergebnisse des Vraunkohlenbergbaues in Preußen für das Jahr 1908, verglihen mit dem Jahre 1907.

406 608 399 049 369 526 399 667

333 181 299 662 310 540 330 770

547 321

2 899 2996 2 963 2 766

269

38 37 37

38

1134 033 231

368 878 358 709 376 843 407 357 |

126 809 382 |1

313 912 310 215 325 566

340 192 |

500 643

2 692 2 621 2 525 2 808

A 3,70 7 3 673 218

F

19 269 |

- 10 553 |— - 15 026 |— 9422 |—

[F

[4+ 837730 |+ 10,23 | E 340 4+ 0,09 | 7 317 f 1,94 |

Et

ck G5 I N f Id D

22 |

|i+ E

7 690 1,89

| d

Summe

I. LL. ITI. IV.

37

258 260 256 256

1534 850

10 087 770 9 475 459 10 224 722 10 543 136

1274153

7 867 066 7 553 926 8 120 743 8412 189

2 696

42 966 44 649 44 295 44 933

38

253 255 254 255

1511 787

9 431 208 9 297-917 9 771 544 10 447 471

1289 885 |

7 346 720

7447912 | 7 805 277 | 8468 818 |

2 662

38 609 40 319 39 560 41 584

4 Do i B +

15 732 |—

520 346 106 014 315 466

96 629

23 063 |4+ 1,53

656 562 |+ 6,96 177 542 |+ 1,91 453 178 |+ 4,64 95 665 |4- 0,92

—— | +++ [+++ |

1E

D O M

Summe

Ls I, III. LV.

258 | 26 26 25

40 331 087

263 557 221 688 244 066 258 249

31 953 924

2395 184 197 714 217 025 228 806

44 211

1 999 1841 1 849 2 050

954 |

25 25 25 26

38 948 140

238 105 161 656 222 996 268 422

31 068 727 |

219 469 | 143 023 | C01 (01

240 458

40 018

1921 1819 1 767 1 978

T

885 197

15 715 94 691 15 234 11 652

1382 947 |+ 3,55

29 452 60 032 21 070 10 173

-

ETFF

10,69 37,14 9,45 3,79

FF FFFTET Do i Po pa |+++ +|++++

[+++ + 1+++

b DO DS C5

1 00]

Summe

L, TI. IT…. IV.

F

51

49 47

987 560

3118 564 2 922 364 3151 020 3419 468

878 729

2 169 296 1 989 722 2 153 155 2 280 344

1935

10 053 10 336 10 546 11 045

29

49 46 46 49 |

891 179

2613 742 2 621 407 2 977 506 3 409 970

804 741 |

1785 673 1767011 | 1973 515

2 353 103

1871

9.046 9184 9 406 10014

[+++ +

+I++++ +|++++

d) ck =J 00 J b-i 1 00 O D pi

_—

96 381 10,81 73 988

_ ——

504 822 300 957 173 514

9 498

19,31 11,48 5,83 0,28

bi DO 5 D C5

J J DO D

Go [D

| FF+T 1+++

Do [N D

Summe Ls

L Zusammen in Preußen | ITI. A

50

373 | 374 | 367 | 363 |

| | j | 51 | |

12611 416

13 876 499 12 978 560 13 989 334 14 620 520

8 532517

10 544 727 10 041 024 10 801 463

11 252 109

10 495

57 917 59 382 59 253 60 794

47

361 363 362

368 |

11 622 625

12 651 933 12 439 689 13 348 839

14 533 220

7879 302 |

9 665 774 |

9 668 161

10 306 149 | 11402571 |

9413

52 268 53 943 53 258 56 384

988 791

N Cn

8,91

l +++ +

2 878 953 1 372 863 9 495 314 150 462

1 224 566 538 871 640 445

87 300 |4-

1 |

9,68 4,33 4,80 0,60

1 1

+++ +++++ +

i +++F +F

+[++++ +[++++

FTTFFF F

9 6

Summe

Die deutshe überseceishe Auswanderung im Monat Zeitraum

Januar 1909 und in

dem

Vorjahres.

8 wurden befördert deutsche S

über C ait s

deutsche Häfen zusammen . fremde Häfen (soweit ermittelt)

überhaupt .

burg 6771.

993 304 857 106 169 U 911. Aus deutschen Häfen wurden im Monat Januar 1909 neben

den 857 deutschen Auswanderern noch 19406 Angehörige fremder Staaten befördert, davon gingen über Bremen 12 636,

963

gleichen

ere

370 | 55464913 |

r im Monat Januar 909 1908

478 264

742

Zur Arbeiterbewegung.

über Ham-

42 639 323 |

des

Nach

59 337

einer

erstrecken.

Zolltarifierung v ; weiß oder in der Masse gefärbt, in Bänder oder Streifen geshnitten, ist nach T.-Nr. 191a 1 zum allgemeinen Zollsage von 15 Lire für 100 kg zu verzollen. :

Tapetenpapier, einfarbig in der Masse gefärbt, in großen

Mitteilung

von

364 |1) 52 973 731 | 1) Nach der endgültigen Montanstatistik betrug im Jahre 1907 die Förderung an Braunkohlen 52 660 597 t bei 53 989 Mann

Rußland.

Verlängerung der Frift | ; Ausländern am rufssishen Küstenhandel im fernen Osten. der Abteilung Ministeriums für Handel und Industrie an den Kommandanten des Hafens von Wladiwostok is beshlossen worden, die Frist, innerhalb welcher Ausländern die Beteiligung am russishen Küstenhandel im fernen Osten erlaubt sein soll, bis zum Herbst des Jahres 1909 zu

41 042 655 |

für die Beteiligung

1) 53 964

pon

für Handelsschiffahrt des

(The Board of Trade Journal.)

Jtalien. Waren.

Unliniertes

Papier,

s

In der Weberei von Konstanz Siepermann in München-Gladbach haben, wie die „Köln. Ztg.“ mitteilt, wegen Herabseßung des Lohnes und angebliher Maßregelung von Aus\{huß- mitgliedern sämtlihe Weber und Weberinnen gekündtgt.

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Jnnern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie “.)

Oesterreich-Ungarn. Zollbehandlung von Zementklinkern, Der Zollbeirat

hat si dahin ausgesprochen, daß Portlandiementklinker wie Portland-

¿ement vertragsmäßig mit 1 Krone für 100 kg zu verzollen sind. h: (Neue Freie Presse.)

Rollen, ist nach T.-Nr. 191 b vertragsmäßig mit 30 Lire für 100 kg zollpflihtig. (Decreti del Ministro delle Finanze per la ris0- luzione di controversie etc.) Wie. us

Rumänien.

Vorläufige Abstandnahme von der Forderung der Vorlage von Originalfakturen bei der Zollanmeldung der Waren. Der Finanzminister hat auf die Beschwerde der be- teiligten Handelskreise verfügt, daß von der im Erlasse vom 8. Ok- tober (a. St.) 1908, Nr. 92 039, vorgeschriebenen Vorlage der Ortginals- fakturen bei der Zollanmeldung der Waren einstweilen bis zum 1. März d. J. abgesehen werden soll. (Bukarester Tageblatt.)

2491 182 |4+ 4,70 |4- 1 596 668 |-

E

F j

Belegschaft.

A

Brasilien.

Erhebung einer Einfuhrabgabe von 2. v. H. des Wertes in Gold für HafenzwedL®e. Bei der Einfubr in Rio de Janeiro, Rio Grande do Sul, Victoria, Bahia, Recife und Belem wird von allen Waren, mit Ausnahme von Reis, Gerste, Kleie, Mehl, Bohnen, Hirse und Weizen, eine Abgabe bis zu 2 v. H. des amilih festgestellten Einfuhrwerts in Gold erhoben, die in einen Fonds zur Verbesserung der Hafenanlagen fließt. Das Budgetgeseß auf das laufende Jahr ermächtigt den Präsidenten, diese Abgabe auh bei anderen Zollstellen erheben zu laffen. Von dieser Ermächtigung hat der Präsident unterm 31. Dezember v. J. Gebrauch gemacht. Seit dem 1. Februar d. J. wird zu dem genannten Zwecke eine Abgabe von 2. v. H. des Werts in Gold au erhoben bei den Zollämtern der Staaten Maranhäo, Ceará, Rio Grande do Norte, Parahyba, Espirito Santo, Paraná, Santa Catharina und Matto’ Grofso.

(Diario official.)

Konzessionserteilung für die Herstellung denaturierten Alkohbols in Columbien.

Die Regierung des Freistaats Columbien hat Ende Oktober 1908 einer Anzahl von Bürgern die Konzession erteilt, innerbalb eines Zeitraums von 5 Jahren im Distrikt Bogota und Departement Cundinamarca allein denaturtierten Alkohol herstellen zu dürfen. Die Konzessionäre sind verpflichtet worden, innethalb eines bestimmten Zeitraums nach dem Erlaß von Regterungsverordnungen über die Henaturierung von Alkohol eine Aktiengesellschaft zum Zwecke der Ausbeutung der Konzession ins Leben zu rufen. Die Regierung bes absihtigt, die Zuckterroh:pflanzer und Rohrzuckererzeuger ‘an der Her-

bei Zuteilung der Aktien jener neuen Gesellschaft ein Vorzug gegeben

werden. Die Regierung hat dem neuen Unternehmen Befreiung von allen

Staate- und Gemeindesteuern und Zollfreibeit für die Eins

stellung denaturterten Alkohols zu interefsieren, und diesen soll daher

Pt A E