1909 / 48 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Im Beurlaubtenstande. H ühz (Ludwigsbur , Oberlt. der m Sanitätskorps. Landw. Kay. 2. Aufgebots, Opitz (Stutt ar, Le der Res. des A : : f Feldart. Regts. König Karl Nr. 13, der bshied bewilligt.

: Stuttgart, 5. Februar. Mager, Lt. a. D, zuleßt im Inf. Regt. Kaiser Wilhelm, ins bon Preußen Nr. 120, nahträglih die

Ausficht auf Anstellung im ivildienst verliehen.

vom Gren. Regt, Königin Regt. Nr. 127, Dr. L Regent Luitpold von Bayern thren Truppenteilen offenen À

arztes. Stuttgart, 2. Februar.

Regt.

Dvyrch Verfügung des Korps- Die Unterärzte : lga Nr. 119, Dr. Maye utthlen vom 2. Feldart.

Dr. Strauß r vom 9. Ink. Nr. 29 Prinz-

mit Wahrnehmung je einer bei sist. Arztstelle beauftragt.

Stuttgart, 8. Februar.

Beamte der Militärverwaltung.

Trainbat. Nr. 13, feinem

Pension und unter Verleih

den Ruheftand verseßt.

Scheuermann, Anfuchen entsprechend ung des Charakters als Rechnungsrat in

Oberzahlmstr. im mit der geseßlichen

1999

gering mittel

gut

Februar Marktorte

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

niedrigster | höchster | niedrigster | höchster M t M

Tag

Ad

niedrigster | böchster

M

Verkaufte Menge Doppelzentner

Verkaufs-

wert

M

Dur@(\chnitts- prets ür 1 VDoppel- zentner

M

Am vorigen

Markttage

Durch- | \chnitts- prets |

Mb

dem

Außerdem wurden

am Markttage (Spalte 1) nah überschläglider Schäßung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

W Insterburg «. . ¿ K - _—

20,20 20,20 19,50 20,40 20 00 20 00 20,25 20,50 20,30 20,80 20,25 20,50 21,75 21,75

N I » 4 o O Fraùñkenstein i. Sl. Lüben |. Sl... . alberstadt . ilenburg . Marne . ; 21,50 Godlar C E A 20,00 20,50 21,00 E | 19,50 19,50 Neuß . . Ï 20,70 |

DINTeLEPUIBI «6 N —— L N R | - VIONOR . » A | aren . E e N A - | —— Braunschweig 21,20 Altenburg . 20,60

19,80 18,00 19,75 19,80 18,83

21,20 20.60

E

d ga

Weißenhorn. Biberach . . Veberlingen .

23,00 21,60

23,00 22,60

S - | q Ds « » C N n | _— m Stargard i. Pomm. . 15,80 16,00 Schivelbein , 15,50 15,50 Lauenburg i. Pomm. . 16,00 16,00

_ 15 80 15 80

Dosen. Militsch . 16,00 16,00 1530 15,70

E L P OA i. SchL. . 15,80 15,80 : ú 15,25 15,50

üben i. SWhl. .- Halberstadt . . 16 40 16,80 Eilenburg . 16.10 16,25 O 16,25 . 16,25 Goslar . 15,80 16,30 Pbnhorn N Ga A | 16,40 16 60 O 15,90 15,90 Dinkelsbühl , e C G 16,40 16 60 Weißenhorn . 16,20 16 20 Biberah . . 16,00 16,80 Ueberlingen . —_— Rostock . 15,50 15,80 Waren 15,80 16,20

15,80 16,20

Braunschweig Altenburg

24. - - o” - . . - - d - - - -

.

" "

o

-

.

e

do an

E | dit —_ q

C —_— F Stargard i. Pomm. . 16,00 16,20 A 16,50 16 50

Posen ,

Militsch . 14 40 14,70 17,00 17 40

Breslau . 17,30 17,30

17 25 17,50 15,20 16,35 18,30 19,60 19,50 19,50 14,00 14,00 18 00 18,50 18,80 18,80 19,00 19,00

pmk h o °

S « « « « Braugetfte e L as 5 Halberftadt . H

Eilenburg Marne Goslar . Weißenhorn . Biberach . Roftock Waren

. Braugerfte

O =IWUo 0 D _MmMOSNSO

I T E E) D D O

05 09 00 G5 J 00 C —J

l

do un

Insterburg

Gilbing

Luckenwalde .

Pyriß. G R 4

Stargard i. Pomm. .

Schivelbein . s

Lauenburg i. Pomm.

Militsch . 4 u

E s Sul rankenstein i. j;

Lüben i. S&l.. .

alberstadt .

ilenburg

Marne .

Goslar . .

Paderborn

E Dinkelsbühl . Weißenborn Biberach . . Ueberlingen . O E daa Braunschweig . a, 0 17,20 Ee din —- A

T _ n 0D 5

D D S S

d

er

L

g aw,

M4 p— C U

S

16,00 15,70 15,00 15,90 17,50 18 00 16,25 17,30 17,10 14,00 16.70 1680 17,00

- |

T Tau b d C en A ck 00 oro Ds I C

D Q

d b

Dread rere Sun juni Jproc Jrs serer serer 0% N ho B D D N -

e) L LN

“L

J E O D O N O en

D Í I SVESSSS | Deren Je Jem seen here Pren reen

[ 9D o 2 N

A

ck D 2 D

-

d—4

BV

W

emerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufwert auf volle liegender Strich (—) in den Spaten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende

Berlin, den 25, Februar 1909.

T

eizen.

21,50 20,60 20,50 20,50 20,50 20.75 20 80 20 50 22,00 21,00 20 00 22,70 23,00 23 00 21,50 21,60 21,70 20.89

23,20 23,09

16,50 16 00 16,20 15,75 16,10 16,00 16,30 15,80 16 20 15,75 16 80 16,40 16,50 16,30 17,00 16,90 16 80 16,40

16,70 16,00 16,20 16 40 16 30

G erfie.

15,00 17,20 16.20 17,20 17,00 14,80 17,50 18,00 17,75 16,35 19,60 20,00 14,10 18,50 19,00 19,20 17,00

le Mark abgerundet mitgeteilt, Preis nicht vorgekommen ist, cin Punkt (

Noggen.

f Î

| j j

21,50 21,20 20 50 21,20 20,50 21,00 21.30 21,00 22,00 21,50 21,00 22,70 23,00 23,20 21,50 21,60 21,70

20.80

Kerneu (enthülster Spelz, Dinkel, Feseu).

23,20

23 00

16,50 16,10 16 309 15,75 16,10 16,00 16 30

21,00 20,30 14,10 19/50 19 00 19 20 17,00 17,40

16,00 16 09 18,50 16 00 16 40 16,00 15/60 16,40 16 30 16,00 16,40 18.00 19,00 16 50 18,00 18 00

L 50

Katserliches Statistishes Amt.

van der Borght.

4 350

3 940 8 463 113 969 17 200 8 640

À pl jd J

- E D NS

pk prud J d S O N

21,76

20,21 21,0 22,69 23 07 21,50 21,60

23 00 22,56 23 00

16 50 16.05 16,04 15,50 15,90 15 90

16,25

17,32 14,009 16 48 16,80 16 96 16,90 16,27 16,44

21,60 ] 20,30

22 60 21,72 21,68

16,50 16,15 | 15,88 15,50 15,70 15 80

d J

de —_—

DO DO S

SUZBA! dO DO TO DO DO DO DODO O

bo Do S bo

D

DO DO DO DO

DO DO DO DO DO DO DO

Der Durhschnitispreis wird aus ben una erunbeten d în den legten sechs Spalten, haß eutsprehender

dO DO O S S DO

m.

poblen beredvet.

Bertcht fehlt,

Etunlichst

Ven versucht und

F nit

Jen NReichsiag in den Bestrebungen auf Vereinfahung

ilommisfion f bg. Sriberger (Zentr.):

Deutscher Reichêôtag. Sizung vom 24. Februar 1909, Nachmittags 2 Uhr. (Berit von Wolffs Telegraphi|chem Bureau.)

uf der Tagesordnung steht zunächst die Fortsezung der Beratung des Reichshaushaltsetats für 1909, jar „Etat für den Rechnungshof des Deutschen Reichs“.

hudgetkommission hat nah langer Beratung beschlossen,

E die Annahme des Etats en bloc und folgender ution vorgeschlagen : ;

den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die erforderliSen Mafß- , anjuo:dnen durch die eine Vereinfachung der gesamten ungéf@ung herbeigeführt wird.“ Z

r Ref r Abg. Nacken (Zentr.) verweist auf die Tatsache, daß in

hngenommenen Antrag Görcke, einen eigenen Rechnungshof für das hu fonstituieren und ihn von d loszulöósen. In der Kommi: sion h erahtet worden, auch eine innere heim Rechnungshof herbeizuführen, einzushränken und die en Prúfung der Rechnungen in ¡umal die _Cchtheit der agóhof geprúft werde. Man

Reform des Rechnungs. insbesondere formelle Seite den Hintergrund Belege doch wolle, obne

hinter der

treïen zu niht vom trgendwie

einigermaßen etindämmen und ihr mebr inflôß die eigeatlice Prüfung folle mehr

1 Provinzialinstanzen verlegt und die Suyper- h durch einen Stab von höheren Beamten wahrgenommen werden.

J ied Un

hehôre allerdings au eine Reform des Reisekostenwesens, sowie

{sprechende Erziehung der betreffenden zur Oberkontrolle be- Beamten, wofür nur erslklassige Kräfte herangezogen werden Seltsam müsse berühren, daß der zur Kontrolle der Etats-

nd -Finnahmen berufene Rechnungshof #ch selb wieder- |

jübershreilungen, sogar bis zu 100 % habe zu Geflagt worden fei auch über

die höchstens 5 bis 7 Stunden

beben darauf hingewiesen der Nachmittag völlig zu

C A. Dies fQulden

die kurze Arbeitszeit

Ar worden

f häuslichen

dem MNevisions8- Arbeiten frei-

u sei. In dankenswerter Weise habe ein Vertreter des |

ngéhofes der Kommission den Geschäftsgarg des Rechnun 26bhofes und auch Andeutungen bebuf3 etner etwaigen ih hinfih!lich der Acbeitszeit gemacht; i if und ihrer eigenartigen Prüfungstätigfkeit, u großen Maße ihrer Verantwortung sei eine Aenderung terer B-ziehung nicht angezeigt. Daß ein zu ratishes Wesen beim Rechnungshofe berrîhe, habe der Ver- bestritten, rein falfulatorishe Rechnungsnachprüfungen aber nur stihprobeweise statt. Der Rechnungshof uße in ler Nichtung besonders die Bildung von Monovolen ju ver- , Zur Bereinfachung des fahrens bei den Kassen- hungen werde der Rechnungshof Auf gen, daß der Reichstag t genögend be- tigt ei erwidert worten, daß zie geseßlihen Be- ngen strilte beobahtet worden seien; allerdings e: gäben ih etatsrechtlihe Zweifel, über die sich der Rechnungs- 4 mit der NReichsfinanzverwaltung îin Verbindung see; unbillig und den Taitsahen nicht entsprecend, den gshof nach den ia der Oeffentlichkeit besprochenen ls fleinlich bezeihneten WMoniten zu beurteilen. Eine he Abhilfe bezüglich des gesamten PRechnungswesens pur durch Abänderung des § 11 des Oberrehnungatkammer- von 1872 erreiht werden. Ler Rechnungshof roerve bestrebt des wgéwesens bei den weiteren Verhandlungen în jeder Weise zu igen. Die Kommission habe festgestellt, daß durch diese Dar- n im großen und ganzen die hervorgehobenen Mängel beseitigt seien; einstimmig sei daraufhin die Resolution angenommen , die er dem Plenum zur Annahme wärmstens namens der

namen ; 6 [0wte

more 127 IDCLUC, Ci

emvfehle. ist im allgemeinen von legungen des Vertreters des Nechnurgshofes sehr erbaut ge- nd hat ihm ein volles Vertrauersvotum gegeben, indem fie 2 annahm. Reconungshof laut:r

diese Stellen iîn

¡t wer Beamte müfsen es

zefam Bewrpirtschaftung (Ftats im stehen. Es darauf Bedacht zu

le Beamten eventuell f

mon n Der A Noten? T0; [R M M L K

éin and is Otis L e K mm non

ton deg L 44 UTD

n Wi

Ao eron M M e S A Tee Lg

4 W dnunashof-8 D 11271195. 8)

c T2, IDE LS io dorr R 2 1 7 197 Rene vem „iel VLAUE VUTEI C

im Reicéscag :

t im Reichssckatz:

(7+ F D 1727

Siner Aenderung j

j Die Mr ris e Angriffe,

Aan tos L »4 pre 00 Ne

oh Hp ortl t N H Wie C U TULG

m %F F d, «orr dor Mos INCeT (dLonl. r werde DeET eo

c , D. L nrtto 17 der tetolu

lw 424C 1 b 141473299079 “4

Earrotteripe P Wee R L

E è G po Se rann Amen (Gry nunme GWTTIAnung

-

ge- Nesolution

c Ds c ‘. c t Beratung wird hierauf der Geseßzentwurf zur eße, betreffend Postdampfschiffsver- J ] Ländern, ohne Debaite

e b 0A L

bw] 3 ie dritte Lesung der Vorlage, betreffend die Ein- q von Armenunterstüzung auf öffentlihe Rechte. diese Vorlage wird ohne Diskussion unverändert in der da der Beschlüsse zweiter Lesung endgültig genehmigt. fe allgemeinen Rechnungen über den Reichshaushalt ¡e Nehnungsfahre 1903 und 1904 werden in Lesung auf (Srund der in zweiter Lefung angenommenen e ckp Q po, A E xe der Nechnungskommission endgültig

y 4 1 5 Ls -.

L verabschiedet. enso wird in dritter Beratung die Uebersicht der Ein- „Und Ausgaben für die afrikanishen und alishen Schuzgebiete nah den Beschlüssen zweiter D om! Q / i q cogultig erledigt. i: [ogt zweite Beratunc d V annd Ausgaben des S 06 p d Berichterstatter gibt der Abg. von Bolko (dkonf.) eine Uebersicht App Ï y x As Jager egi o E E 4K dz ¡t\Qreitungen im: Gtat für Kiautschou für 1906, dur welche die nadme voa Uber è} Pill. Mark aufgezehrt worden it. Don Venderen Mehrauägaden wurde eine solhe von 186 000 „t Wiudet, daß im Jahre vorher für 60000 „6 Munition üder- p “. 4 c “Ey N Vaude, und ebenso für 1907 Munition noch auf diefes Jahr nommen worden ist. Außerdem feien mehr Schießüdungen nok- ewesen. Kapitel 11 weist eine Mehrausgabe von 181 839 4 auf, A V A GELRIA A 0E Q E _ d. N degründet wird, daß die Ueberführungskoften nah Oftafien „u Preise gestiegen find. Der Verfuch, die Mannschaften derem Wege dahin überzuführen, p. B. dur Gisendaßn- Tieutsiu, habe ih als nicht durchführbar erwiefen,

der Ein- Kiautschou

die

n dig

hre zum ersten Male der Etat des Rechnungshofes der Budget- | fommission, die Uebersicht

S herwies en ist, und auf or clit Due E sion überwiesen worden ist, und auf den vor einiger Zeit vom | behaltlich der Erinnerungen des

der preußischen Oberrechnungs- | sei der Zeitpunkt für ge- | ad | C i H ; 83, | Uebersicht durch Kenntnisnahme für erledigt zu erklären. das Schreibs- |

die j le zu beeinträchtigen, den Bureaukratismus bei dieser Be- | laufmännifen |! în die Lokal-

{ der Kommission geht niht an; wenn der Reichstag die

+2,11; Loben Ï e 0 Q q täglich betrage. G8 | Rehnungs8hof noch in der Lage ist, etw2s zu monieren.

| wird durch die heutige Debatte gar nichts.

bei den | | wenigsten erwarteten.

formales |

A î

die Verrvaltung |

| weil er eine beteutende Belastung für die Regierung ergeben hätte. | Ses den einmaligen [ Ho -

Ausgaben findet sich eine Mehrausgabe für und Tiefbauten einschließlich La1derwerb in Höhe von 394 975 4. Sie wurde von der Regierung mit dem ungünstigen Dollarkurs erklärt, jedenfalis irrtüumlich, denn es kann do nur der hohe Dollarkurs der Grund gewesen sein. Ferner wurde auf die vermehrten Ausgaben infolge der s{hnellen Entwicklurg der Stadt hingewiesen. Cine Mehrausgabe von 142000 46 kommt auf Rechnung der Schaffung von öffentlihen Anlagen vor dem Gouvernementsgebäude. Die Mehrau9gabe wurde damit beg-ündet, daß das Land kahl sei und vor S :ndftürmen und Abshwemmungen geschüyt werden müsse. Gleichwohl hätte man diese Anschonungen auf tas nâhste Jahr verschieben können, wo sie dann von der Budgetkommission siher bewilligt worden wären. Infolge dieser AusfteDungen möchte ich an Stelle des Antrages der Budget- durch Kenntnisnahme für erledigt zu vorschlagen, von der Uebersicht Kenntnis ¡u nehmen vor- : Rechnungshofes bei Prüfung der Rechnung. Dies wird sich mit dem Antrag Erzberger ziemlich decken.

Die Rechnungskommission beantragt, die vorbezeichnete

erflären,

Dagegen liegt vom Abg. Erzberger (Zentr.) der Gegen- antrag vor, den Kommissionsantrag abzulehnen und, wie folgt,

| zu beihließen :

„der Reibstag hat von der vorgelegten Uebersicht, vorbebßaltlih der bei der Pcúüfung der Rechnungen sich etwa ergebendzn Er-

innerungen, Kenntnis genommen.“

Abg. Erzberaer (Zentr.): Leider sind auch dieêmal an der Ne» gierungébark wenig Vertreter der Regierung vorhanden. Sparsamkeit kann nur durchgeführt werden, wenn die von dem Reichstage vorgenommenen Abftriche von der Verwaltung auch beachtét werben. Geschieht dies nit, so drehen wir uns im Kreise herum. Warum die Kommission vorgesclagen hat, die Re{nungen dur Kenntnisnabme für erledigt ¡u erflâren, verstehe ih nicht. Ueberhaupt sollte uns über solche Divge ein s{riftlicher Berichtzerstattet werden. Wie viele der Abgeordneten haben denn verstanden, was der Referent gesagt hat? Der Antrag Uebe:sihht für entstehen, ob der Erledigt Wir müssen die frühere Formel aufrecht erhalten, deShalb bitte id Sie um Annahme meines Artrages. E38 tritt hier eine Mehreinnabme von nahezu 50 9/5 hervor,

erledigt erklärt hat, dann kann der Zweifel

| woraus folgt, daß wir die Etnnahme künftig höher einzusezen haben,

Um so geringer kann tann der Reihszushuß sein. Schlimmer aker sind die Mehraut gaben von 50 % bei Positionen, wo wir fie am So ist z. B. für die Erhaltung der Dienst- wohnungen um 26 000 A mehr ausgegeben worden. Die Ausstattung der Gouvernemen!sgebäude ist hier wiederholt moniert worden; es sind

| auch Abstriche gemaht worden, aber ohne Erfolg. Für die Instand-+

haltung und Ergänzung voa Munition find 140 % mehr aus- gegeben worden ; das ist mit eine Folge des neuen Schießreglements. Wenn wir dies für Kiautschou zulassen, so wird auch der preußi\che Krieasminister im Laufe des Jahres mit einer solchen Vermehrung der Munition kommen. So etwas muß uns rechtzeitig mitgeteilt werden. Die Befördecung der Truppen über See kann ih nur billigen. Wenn wir den Landweg wählten, dann fließt das alles in russi\che, japanishe und chinesische Kassen. Gegen die Ueberschreitung von 130 000 Æ habe i also nichts zu erinnern. Mit den einmaligen Ausgaben sollte man aber recht vorsitia sein. Es wird in Kiautschou fehr teuer gebaut; allein die Baukosten betrugen 21 000 «6 bei 48 000 4 Gesamftfosten. Es hat eine Étattübers{hreitung von 20 %/4 stattgefunden. Diese Mehrausgaben werden aut die Kurs\{hwankungen zurückgeführt. Es ist aber viel mehr aus- gegeben worden, als wir im vorigen Jahre abgestrihen haken. Veberrashend ift auch die Viehrausgabe für Aufforstu-gen: 80 000 146 waren beroilligt, 122000 #4 sind ausgegeben. Es heißt, die Mehrau8gabe sei hervorgerufen dur die Anlage eines kostbaren Parks um das Wohngebäude des Gouverneurs. Bei der traurigen Lage unserer Finanzen können wir uns do einen solhen Luxus nicht gestatten. Ich habe die widtigsten und größten Etatsüberschreitungen zur Sprache gebracht und will auf die anderen jeßt nit eingehen. Ste werden aber mit mir der Ansicht sein, daß wir mit der Uebersicht niht zufrieden sein können; wir müssen cine spezialisierte genaue Darlegung verlangen, wofür all die höheren Aufwendungen gemacht sind; în den Erläuterungen ist eine solhe Darlegung nicht enthalten, und auch in der Kommission is sie nicht gegeben. Wir wünschen also schriftlide Berichterstattung und eingehende Begrüadung aller Etatêüberscneitungen. Der Etat ist dazu da, eingehalten zu werden.

Abg. Dr. Gördcke (nl.): Die Darlegungen des Vorredners könnten den Anschein erwecken, als ob wir in der Rehnungskommission unsere Schuldigkeit nicht getan und der Regierung niht auf den Zahn gefühlt bätten. Das ist aber geshehen. Wenn ein schrift- licher Bericht herausgegeben wird, so wird noch weniger Kenntnis davon genommen, denn die große Mehrzahl der Abgeordneten legen die schriftlihen Berichte ad acta, Hier hört doch aber immerhin eine Anzahl von Mitgliedern zu. Bei dem Antrag, die Uebersicht für erledigt zu erflären, handelt es sich allerdings um eine neue Form. Aber es liegt hier ein Mißverständnis vor. Der Vorsitende der Kommission sagte: dann ift also die Sache erledigt. Der Bericht- erstatter hat nun diesen Auédruck übernommen. Ih kann versichern, daß wir die Frage der Dienstwohnungen {on in der Kommission zur Sprach? gebracht haben. Da der ganze Etat mit einem Ueberschuß abschließt, konnten wir in der Sache nihts tun. Hinsichtlich der be- deutend höheren Summe für Munition haben wir Aufs{chluß dahin befommen, daß 1905 von 138000 4 mehr als 60000 Æ erspart sind, so daß die Ueberschreitung nicht so groß is, wie sie zunächst ausfieht. Dasselbe trifft zu auf die Position „Armierunaen“. Auch hier liegt die Sahe so, daß vorher erheblihe Mittel, und zwar über 200 000 4 erspart sind. Infolge- dessen glaubten wir uns mit der Mehrausgabe einverstanden erklären zu können. Ich selbst habe in der Kommission die Anfrage gestellt, ob es nôtig wäre, die Straßen in Kiautshou {on mit Kanalifation und den übrigen Errungenschaften der Neuzeit anzulegen. Da ist mir entgegnet, es würde verkehrt sein, wenn man etne goide Neuanlage nun nicht auch wkiiflich nah neuen Prinzipien ausbauen wollte. 1907 und 1908 find aber auf Antrag Paasche diese Positionen ausdrüdcklich gestrich-n. Es ist darauf zu sehen, daß die Budget- kommission besonders darauf hinweist, daß diese Posten wenigstens nit überschritten werden dürfen. Was die Parkanlage anbelangt, so habe ich den Eindruck gewoanen, daß sie niht anders als unter Aufforstung ausgeführt werden konnte. Wir stehen in der Nechnungs- fommission vor der Tatsache, daß man uns sagt, wir können Auf- \{luß verlangen und Fragen ftellen, aber darüber hinaus nich s. Es muß zweifellos in der Zukunft darauf hingewirkt werden, daß derartige U-berschreitungen nicht mehr vorkommen. Wir müssen eine bessere Verbindung zwishen Reichstag und Rechnungöhof haben.

Kaiserlicher Korvettenkapitän Brüntnghaus: Meine Herren! Bevor ih auf die Anstände, die der Abg. Erzberger gegen die zur Beratung stehende Uebersicht der Einnahmen und Aus- gaben des Schutzgebietes Kiautshou für 1906 vorgebracht * hat, eingehe, möchte ich bemerken, daß man bei Bewertung dieser vorliegenden Uebersicht berücksihtigen muß, daß das Schutzgebiet ih damals erst im achten Jahre seiner Entwicklung befunden hat, und daß die Vorarbeiten - für diesen Etat im Schuggebiet aufgeltelt werden mußten etwa 14 Jahr, bevor er genehmigt werden Tonnte. Im Jahre 1904/05 war bekanntlih der russi]h-japanishe Krieg, so daß infolge der ungünstigen Postverbindungen der Etat im Schuy- gebiet aufgestellt werden mußte, bevor der Etat für 1905 LnLED worden war. Wie der Abg. Görcke {on ausgeführt hat, ist ja formell gegen die zur Beratung stehende Uebersicht nichts einzuwenden, da auf Grund des Dispositivs zum Reservefonds die Verwaltung, wenn sie es für noiwendig hielt, berehtigt war, Mehreinnahmen zu Mehrausgaben zu verwenden. Jch bemerke dabet, daß das Dispositiy

--

zum Refervefonds für Kiautschou noch eine weitergehende Faffung hatte al8 das Dispositiv zum Reservefonds bei den übrigen Schutzgebi-ten. Es ist ausdrück.ich in dem Dispositiv zum Reservefonds für Kiautschou gesagt, daß Mehreinnahmen und Minterau8gaben zur Verstärkung anderer Titel verwendet werden dürfen. Die Verwaltung braucht sich aber gar nicht auf die rein formelle Seite zurückzuziehen. werde versuchen, die Einwände und Beanstandungen des Abg. Erzberger au in sachliher Hinsicht zu entkräften. Ih darf mich zunähst wenden daj¡u, daß der Abg. Erzberger bemängelt hat, daß die Einnahmen des Schutzgebietes im Etat in so wenig zutreffender Weise veranschlagt worden sind. Zum Teil sind die Mehreianahmen entstanden dadur, daß der Dollarkurs ganz erbeblich gestiegen war, nämlich um etwa 209%/s, daß also die sämt- lien Einnahmen, die ja im Schußgebiet in Dollar einkamen, in der in Markwährung aufgestellten Uebersicht, eo ipso um 20 9/, höher ersheinen mußten. Des weiteren möchte ih anführen, daß der Anteil an den Einnahmen des chinesishen Seezollamts, der mit die Haupteinnahmequelle für das Schutzgebiet darstellt, gerade erst im Ga1stehen begriffen war. Im Jahre 21905 erst: ist dieses Abkommen abgeschlossen worden, sodaß die Verwaltung niht in der Lage gewejen ist, mit Sicherheit zu übersehen, wie viel einkommen würde. Sie mußte dabei unbedingt vorsichtig zu Werke gehen. Es beweist dies gerade das Etatejahr 1908. Es find im Etat 1908 625 070 4 eingestellt. Damit ift das geschehen, was der Abg. Erzberger als rihtig und gut hinstellte, nämlich daß man die voraus- sihtlihen Einnahmen fo hoh als mögli beziffert. Bei Aufstellung des Gtats für 1908 konnte man wohl bei Abwägung der herrs{henden Verkbältnifse mit einer derartigen Einnahme rechnen. Leider kann man jeg! [hon wit einiger Sicherheit übersehen, daß im Jahre 1908, insbesondere da der Dollarkors um rund 25 9% gesunken ift, rit 625 000 Æ aus den Zolleinfünften einkommen werden, sondern etwa 125 000 Æ weniger, also nur 500 000 A, ich meine, gerade dieser Umstand gibt uns Veranlessung, nicht dem Weg zu folgen, der vorgeshlagen worden ist, mit den Einnahmen mözlichst boch zu gehen, sondern er mahnt uns, hier doch sehr vorsichtig zu ver- fahren. Einer der Haup!punkte in den Ausführungen des Abg. Erzberger war, daß draußen zu teuer gebaut würde. Er hat diess seine Ansicht verschiedentlich vertreten, Der Abg. Paasche habe ihm einen Fall zur Sprache gebracht, nachÿ dem im Shußz- gebi-te Kiautshou für die Ausführung eines Baues, der 48 000 4 erfocderte, allein an Bauleitungskosten 21 000 4 ausgegeben worden fein sollen. Ein derartiger Prozentsaß an Baulcitungskosten ist im Schvßgebiete in keinem Falle entstanden. Ih möwÞhte bet dieser Gelegenheit generell betonen, daß man die Bauleitungskosten, wie sie hier in Deutshland gang und gäbe sind und die sch in den verschiedenen Verwaltungen wic haben eine Umfrage gehalten auf durdschrittlich wentastens 5 9% der Baukosten belaufen, nicht ohne weiteres auf das SYußtzgebiet anwenden kann. Einmal ist dort bei den chinesis{en Arbeitern eine ganz erheblich s\tärk.re Bauaufsicht nôtig, und anderseits find ja die Baukosten an ih jeßt wenigstens ungefähr dieselben wie in der Heimat, während die Auslandsgebälter für die Beamten ganz erheblich höher sind. Wir haben festgestellt, daß in Hongkong, das wir doch zum Verglei nehmen können, die BVauleitungskosten für das Jahr 1907 die Enquete ist \o ein- gebend wie möglih veranstaltet worden 11,2 % betragen haben, während în Kiautshou die Bauleitungskosten 10,1 9% be- tragen haben, also immerhin noch 1 9% weniger als in Hongkong, das auf eine beinahe 60jährige Vergangenheit zurückschaut, während Kiautshou erst das erste Jahrzehnt vollendet hat. Ih glaube also, daß dieser Tatsahe gegenüber die Behauptung, daß die Bauleitungsk. sten in Kiautshou eine ganz ungewöhnlihe und ungeheuere Höhe angenommen haben, nicht aufrecht erbalten werden fann. Wenn ich mir nun gestatten darf, auf den vom Abg. Erz- berger besonders. angeführten Fall einzugehen, so liegt hier eine irrtüm- liche Auslegung eines Kostenansblags des Gouvernements vor. In dem Kostenanschlag, den der Abg. Paashe in einem Aktenstück gelegentlih der Verh1ndlungen in der vorjährigen Budgetkommission gesehen hat, stand folgendes: Für Betrieb und Erhaltung des Wasser- werks 85 000 M, Rohr!eitung 30 000 4, Werkstatt- und Lagerräume 18000 4, Bauleitung 27 000 4. Ja, meine Herren, in diesen 27000 46 sind einbegriffen die sämtliden persönlihen Kosten für das Betriebs- perfonal der gesamten Wasserversorgung für Tsingtau. In diesen 27 000 Æ ftecken rund 21 000 A Ausgaben für das Personal, das für den Betrieb des Wasserwerks notwendig ist. Es ist ohne weiteres zuzugeben, daß dieser Irrtum aufkommen konnte. Für die Zukunft ist dem vorgebeugt. Jetzt, wo die Wasserversorgung für LTsingtau im wesentlichen abgeschlofsen i 1909 wird sie fertig —, ist dieses Personal bei Kap. 16 Titel 1 der fortdauernden Ausgaben des Etats für 1909 eingestelt. Jch darf die Ausführungen über die Bauten nochmals dahin resümieren, daß der von dem Abga. Erz- berger angeführte Fall auf einer irrtümlihen Auslegung beruht, und daß die Baukosten im Schußgebiet Kiautschou ih niedriger stellen als in der Kolonie Hongkong. Meine Herren, dann hat der Abg. Grzberger es gehört auch noch zu dem Kapitel Bauten bes- mängelt, daß hier 26 000 #4 Ueberschreitungen beim Bau und der Unterhaltung der Dienstwohngebäude anae sind. Ich gebe gern zu, daß die Erläuterung, die in der Uebersicht steht, niht gerade sehr glücklih gewählt ist. In der Hauptfache find diese Unterhaltungs- kosten darauf zurückzuführen, daß die alten Chinesenhäuser, in denen damals noch ein großer Teil der Offiziere und Beamten wohnen mußte, ganz ungewöhnlih hohe Unterhaltungskosten verursa(t haben. Bei den etnmaligen Ausgaben i stark bemängelt worden, daß bei Hoch- und Tiefbauten eine Etatsübershreitung von 392 000 (6 stattgefunden hat. Meine Herren, diesen 392 000 (6 Mehrausgaben steht gegenüber eine Minderau8gabe bei den Hafenbauten von 399 000 4, fodaß das also etwa balanciert. Jh möchte mir ge- statten, Jhre Aufmerksamkeit auf einen Punkt zu lenken," der nicht außer aht gelassen werden sollte. Jh glaube, es ist nicht richtig, daß man bei einer in der Entwicklung begriffenen Kolonie ohne weiteres einen Etat herausnimmt oder hier die Ueber- sihten und diesen für sch allein betrahtet. Man bekommt ein viel rihtigeres Bild von der Fonds- und der ganzen Etat- wkitshast, wenn man die Etats im ganzen sih betrachtet. Mir liegt eine Aufstellung vor, aus der sich ergibt, daß von 1898 bis 1907 vom Neichstage bewilligt worden sind für Hafenbauten 27,39 Millionen und tatsählih ausgegeben sind 27,32 Mill. Mark. Im Enadeffekt stimmen also die Summen beinahe genau überein. Es lätt sich mit Rücksicht auf die gerade notwendigen Bauten nicht für jedes Jahr ohne weiteres vom Gouvernement vorausfagen: baue ih jeßt {nell Hafen- oder Hochbauten oder umgekehrt. Wenn die Bau- Jummen, die vom Reichstage bewilligt werden, in dem einen Jahre etwas überschritten werden, kann im nächsten Zahre der Betrag wteder eingespart weiden. Jh glaube, es würde sehr unsparsam werden, wenn man sich darauf steifen wollte wenn ich fo fagen darf —: die Summe is für Hafenbauten da und diese für Hochbauten in diesem Jahre, folglich muß die Summe auch in diesem Jahre verbaut werden. Das Gouvernement hat, in vollem Einverständnis mit der Zentralbehörde, immmer dahin gewirkt, daß diese Summen, die gegen- seitig deckungofähtg sind, möglihst niht auf das etne Jahr ein- geshräakt werden, sondern daß dabei die ganze Konstellation, die Kon- junktur mit zu berücksihtigen ist. Jch darf zum Schluß noh auf einen anderen Punkt zu sprehen kommen. Es war gesagt, die Kostenan\chläge müßten jorgfältiger gemaht werden, damit die Budgeikommission in der Lage wire, die Sache genauer zu prüfen. Hierzu ist zu bemerken, daß es sehr \hwterig ist, Kostenanschläge lange Zeit vor der Bau- ausführung zu machen, zu etnem Zeitpunkt, in dem man noch nit weiß, wie sih die Preise und der Dollarkurs gestalten werden. Jh möchte, um dieses zu illustrieren, anführen, daß in Hongkong, wo die Ver- waltung auf eine sechsmal längere Tätigkeit zurückblickt als wir in Kiautschou, beispielsweise ein Postgebäude, das mit 500 000 Dollar veranschlagt war, {lteßlich auf 900 000 Dollar zu stehen gekommen ist, daß ein Gerichtsgebäude, für das 400 000 Dollar angefordert waren, s{ließlich beinahe 800 000 Dollar gekostet hat, und daß für das Wasserwerk, für das 835 000 Dollar angefordert waren, {ließlich 1200 000 notwendig wurden. Das gibt doch zu denken. Es ist tat«