1867 / 226 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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meisters Miquel an eine Kommission von 9 Mitgliedern zur Vorprüfung verwiesen.

Trier, 21. September. Die »Trier'she Ztg.« schreibt: »Diesen Morgen um 7 Uhr is} eine telegraphische Depesche mit der Meldung hier eingetroffen, daß Papst Pius IXK. in dem gestern zu Rom abgehaltenen Konsistorium unseren Weihbischof Eberhard zum Bischof von Trier präconisirt hat. «

Oesterreich. ien, 22. September. Se. Majestät der Kaiser hat unterm 14. d. M. die Aufhebung des auf Grund- lage des allerh. Handschreibens vom 20. Oktober 1860 ins Leben gerufenen Unterricht8rathes genehmigt und bei diesem An- lasse dem Leiter desselben, Hofrathe und Professor Dr. Franz Haimerl, in allerhöchster Würdigung seiner erworbenen VBer- dienste das Ritterkreuz des Leopolds-Ordens zu verleihen und den Leiter des Ministeriums für Kultus und Unterricht zu er- mächtigen geruht, den Mitgliedern des Unterrichtsrathes bei der Enthebung von ihrer Function die allerhöchste Anerkennung für die der Regierung in dieser Eigenschaft geleisteten Dienste auszusprechen. Ÿ

93. September. Gegenüber der Behauptung, Admiral Tegethoff werde, falls ihm die Auslieferung der Leiche Maximilian's verweigert werde, einen mexikanischen Hafen bombardiren, erklärt die »Wien. Abendp.« wiederholt, daß- die Sendung Tegethoff's eine friedliche sei, und der Admiral keinerlei A zu Erreichung des Zweckes seiner Mission anwenden werde.

Die beutige »Debatte« erfährt, daß in der finanziellen Ausgleich8verhandlung mit Ungarn“ ein vollständiges Einver- nehmen der Subcomités der betreffenden Ausgleich8deputationen erzielt worden ist. Unter dem Titel der gemeinsamen Ange- legenheiten zahlt Ungarn 23 Millionen Gulden in die Reichsfasse.

Die Leistung Ungarns aus dem Staatsschuldentitel be- ziffert si<h mit 33 Millionen. Die Frage wegen der Unification der Staatsschuld, sowie wegen des Wegfalles eines Theiles der Amortisirung soll fast ausschließlih der cisleithanishen Regie- rung und Gescßgebung zur Entscheidung überlassen bleiben. Morgen sollen beide Deputationen zur Redaction des Schluß- protofolls zusammentreten.

Großfürst Wladimir is, von Livadia kommend, seiner Rückreise nach Petersburg heute hier eingetroffen.

Der Reich8rath hat heute seine Sißungen wieder auf- genommen.

Großbritannien und Jrland. London, 23. Septem- ber. (W. T. B.) Bei Cork haben wegen Befreiung der Fenier in Manchester Freudendemonstrationen stattgefunden.

Zufolge »Pall Mall Gazette« soll das Parlament im Laufe des Monats November einberufen werden. Die Regie- us wird von demselben die Mittel zur abyssinischen Expedition ordern.

Spanien. Madrid, 21. September. Die Journale berichten, daß die spanische Regierung zwei gépanzerte Schiffe in England gekauft und noch zwei andere dort bestellt hat. Ein ministerielles Blatt meldet von wichtigen Reformen im Mini- sterium der Marine. Die Küstenpläye sollen, nah demselben Blatte, mit {weren Geschüßen nach einem neuen Modell be- waffnet werden. :

Italien. Der Pariser »Moniteur« meldet: » Der Titel Camerlengo der heiligen Kirche, der durch Kardinal Altieri's Tod vakant geworden, ist vom heiligen Vater dem Kardinal de Angelis verlichen worden. Dieser Prälat ist am 16. Sep- tember 1792 in Arcoli geboren worden. «

Türkei. In Philippopel läßt, wie der französische »Mo- niteur « meldet, die Pforte eine höhere Schule errichten, in welcher bulgarische Lehrer für den ganzen Bezirk ausgebildet werden follen. Jur Unterhaltung derselben soll jede Familie jährlich zwei Piaster beisteuern.

Dánemark. Kopenhagen, 21. September. (H. N.) König Georgios reiste heute um 5 Uhr ab; der Kronprinz begleitet ihn bis Wiesbaden, der König bis Lübeck. Bei der Dampfschiffsbrücke waren sämmtliche Minister und mehrere Diplomaten anwesend.

In Uebereinstimmung mit dem neuen Heergeseße vom bten Juli d. I. find unterm 18. d. M. zu Generälen ernannt wor- den: Se, Königliche Hoheit der Kronprinz Christian Fre- derif Wilhelm Carl von Dänemark, General-Lieutenant Steinmann, die General-Majore Wilster, Wörishöffer, Scharffénberg, Neergaard, die Obersten Bülow, Müller und Nielsen, General-Major Dreyer und General-Major de Jonquières, (

General Steinmann wird als kommandirender General im 2. und Scharffenberg im 1. General-Kommando angestellt. Ferner wird General Wilster als Chef der 1. jütischen Brigade,

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Géneral Wörishöffer als! Chef“ der fühnenshen Bri ; neral Neergaard als Chef ‘der 2. seeländischen Brigade, Gene Bülow als Chef der 2. jütischen Brigade und General Müglle als Chéf der 1. seeländischen Brigade angestellt. General Nielsen wird als General-Jnspektor der“ Infanterie, Genergl Dreyer als General - Jnspektor der Ingenieur - Truppen n Chef der übrigen Abtheilungen des Jngenieur-Corps und Ge. neral de Jonquières als General - Inspektor der Artillerie Regimenter und Artillerie-Bataillone so wie als Chef der übri: gen Abtheilungen der Artillerie angestellt.

__ Amerika. Die Eröffnung des Amazonenstroms und seiner Zufslüsse für die Kauffahrteischiffe aller Nationen wax von der brafsilianischen Regierung auf den 7. d. Mts. festgeseßt. Und zwar soll, wie der »yMoniteur« näher angiebt, der Amazo- nenstrom bis Tabatinga, der Tocantins bis Cameta, der Ta- bajoz bis Santarem, der Madeira bis Borba, der Negro bis S und der San Francisco bis Penado befahrèn werden ürfen.

Telegraphische Depeschen aus dem Wolff’{hen Telegraphen - Büreau.

Ham burg, Dienstag, 24. September , Bormittags. Der »Hamburger Korrespondent« meldet: Ein Antrag, betreffend die

Einseßung einer gemischten Kommission zur Verathung der

durch den Anschluß Hamburgs an den Norddeutschen Bund her- vorgerufenen wirthschaftlichen und finanziellen Fragen wird von dem Senate der Bürgerschaft in dèr nächsten Sißung vor: gelegt werden. Der Senat führt in dem betrefsenden Schrift: stü> aus, daß erst jeßt si< vorläufig Übersehen lasse, welche Einwirkung der Anschluß an den Norddeut: schen Bund auf die hamburgischen Verhältnisse in wirthschaft- licher und finanzieller Beziehung haben werde. Was die wirth schaftlichen Beziehungen angeht , so erklärt sich der Senat ent- schieden gegen - den Anschluß an den Zollverein im jeßigen Augenbli>, zumal der Zollverein gerade jeßt durchgreifenden Reformen entgegensehe, und es durchaus unzwe>mäßig sei, auf Grund der gegenwärtigen Zustände dauernde Einrichtungen in Hamburg anzuordnen. Die Stellung Hamburgs als Freihafen sei für den Augenblick die allein maßgebende Basis für Ham- burg. Doch mögen Seitens der gemischten Kommission die zu lösenden Detailfragen erwogen werden, welche betreffs der Abgrenzung des Freihafengebiets in Betracht kommen; hierbei könne jedoch von einer Theilung der Stadt nicht die Rede sein und es dürfe sich nur um einen allenfallsigen Anschluß: der entlegenen ländlichen Gebietstheile handeln; au<h wünscht der Senat, daß ' die Einrichtungen, wel<he am Playe zur Er- leihterung des Verkehrs mit dem Zollgebiet und zur Er- haltung des Handelsbetriebes in deutshen Waaren nöthig

seien, im Schooße der Kommission berathen würden. 0h

finanzieller Beziehung sei leider die Erwartung, die man auf Grund der Militair-Convention hegen durfte daß nämli die Mehrbelastung nur 200,000 bis 300,000 Thaler betragen werde, nicht in Erfüllung gegangen. Jn Folge einer Auslegung der betreffenden Verfassungs-Bestimmung über. das Aversum, nach welcher Hamburg für seinen Mehr-Konsum ein Mehr zahlen solle, stehe eine Mchrbelastung von ca. 640,000 Thlr. zu erwarten. Der Senat erachtet zur De>ung dieses Betrages neue Steuern vorläufig niht am Playe und wünscht, daß die Kommission diesen Gegenstand ebenfalls in den Bereich ihrer Berathungen ziehen möge.

Paris, Montag, 23. September, Abends. Der »Abend- Moniteur« veröffentlicht die Rede, welche der Präsident des geseßgebenden Körpers bei Eröffnung der Bahnstre>e Chagn Nevers gehalten hat. Herr Schneider hob die Einheit Frank rei<s hervor und sagte: »Frankreich, olz auf seine Größe, hat Vertrauen in seine Kraft und i} auf keine Nation clsel° süchtig. Es hat keinen Eroberungs8geist, aber unvorsichtig wal Derjenige, welcher es wagen sollte, nicht seine Sicherheit, 101° dern auch nur die berechtigten Empfindlichkeiten seiner nati0- nalen Ehre anzutasten.« i

Florenz, Moûtag, 23. September, Abends. Wie dif »Italie« meldet, hat der Kriegsminister den betreffenden Mill-

qeuralen Stel

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(zir-Kommandos den Befehl ertheilt, Truppen nach den Grenzen des Rirchenstaates zu senden.

Das Journal »Riforma« will wissen, die französische Re- erung habe ihre Intervention in Aussicht“ gestellt, falls be- waffnete Banden die Grenzen' des Kirchenstaates überschreiten sollten. Der Ministerpräsident Rattazzi soll jedo< diè Erx- flárung abgegeben haben, daß er für den Fall einer derartigen

ntervention si< von jeder Verantwortlichkeit in Betreff der neren Aufrechterhaltung der September-Convention lossagen

ise. Die päpstliche Regierung fährt fort, Truppen um

Rom zu concentriren. Florenz, Montag, 23. September, Abends. Der preu-

gische Gesandte Graf Usedom is hier eingetroffen. Am

hiesigen Bahnhofe sind heute mehrere Kisten, welche etwa 200 Gewehre enthielten und na< Perugia bestimmt waren, mit Beschlag belegt worden. Jn der vergangenen Nacht sind hier mehrere Personen verhaftet worden; au<h in Siena sollen gestern bereits Verhaftungen vorgenommen sein. Von der rómischen Grenze wird gemeldet, daß in der Stadt Narni die päpstliche Polizei etwa 100 Personen gefänglih habe ein- ziehen lassen.

St. Petersburg, Montag, 23. September, Abends. Jn hiesigen gouvernementalen Kreisen werden die meisten Nach- richten, die im Laufe der lezten Woche in Verbindung mit dem Aufenthalte des Kaisers in Livadia mitgetheilt wurden, auf das Kestimmteste für unrichtig erklärt. Dahin gehört zunächst die Mittheilung cines Wiener Journals über die Unterredung des Kaisers mit Fuad Pascha, ferner die Nachricht von der Be- rufung des Großfürsten Konstantin und des Fürsten Gort- hakoff nah Livadia, endlich die Meldung von éiner. Reise des Großfürsten Michael nach Konstantinopel:

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Reichstags - Angelegenheiten.

Veitere Ergebnisse der Wahlen zu dem Reichstage des Norddeutschen Bundes.

1) Wahlkreis Brom H! H: von Sau>en-Georgen felde.

9) Wahlkreis Breslau-Neumarkt: Kreisgerichts-Direktor Wachler in Breslau.

3) Wahlkreis Beuthen, südlicher Thi Geheinier Ober-Regierungs-Rath Ulri <.

Kunft: und wissenschaftliche Rachrichtén.

Berlin, 24: September. Am 30. September wird in Berlin in den Räumen des Abgeordneten - Hauses die zweike General- Konferenz der Bevollmächtigten der mitteleuropäischen Gradmessun g zusammengetreten. :

Bekanntlich hatte im Oktober 1864 die erste dieser Versammlungen, zu welcher die Einladungen im Namen der Königlich preußischen Regierung durch Herrn General-Lieutenant Baeyer ergangen waren; dem großen internationalen Unternehmen eine festere Organisation. ge- geben, indem sie nicht nur eine regelmäßige dreijährige Wiederkehr der Versammlungen festseßte, sondern auch eine permanente Kommisjion und als deren ausführendes Organ ein eventuell in Berlin zu bilden- des Central-Bureau fkonstituirte. qo s i

_ Die Königliche Regierung hat seitdem in richtiger Würdigung der nistigen , wirthschaftlichen und politischen Bedeutung welche dem Mittelpunkte \o wichtiger europäischer Interessen zu Theil werden muß, jenes Central - Bureau an Berlin zu fesseln gesucht, indem sie selbst Herrn General-Lieutenant Baeyer die Mittel zur vorläufigen agganisation dieser internationalen Justitution in die Hände ge- Jeven hat. N i

Jn der That handelt. es si< bei der mitteleuropäishen Grad- inessung niht- um sogenannte wissenschaftliche Subtilitäten, sondern um Aufgaben, welche mit allen wirthschaftlichen und technischen Ver- hältnissen der Bodengestaltung , so wie mit der großen Angelegenheit d Unification und der Sicherung der Maße direkt in innigem ZU- nmmenhange stehen. : i

Die ae ebende General-Konferenz, zu welcher Kommissare fast je Ao g tthen Staaten erwartet ares k fann deshalb cin hohes, öffentliches Interesse für ih in Anfpruch nehmen. | Von di E u elde die bisherige Wirksamkeit des Ber- liner Central - Bureaus innerhalb dieser Versammlung finden wird, Und von dem Umfang , welcher der künftigen definitiven Einrichtung ‘selben hier gesichert werden kann, wird die dauernde Erhaltung der

ing Berlins innerhalb dieser Organisation wesentlich

hängen.

Gewerbe- und Saudels- Nachrichten:

_ Aus Magdeburg meldet man dem » Preuß. Handelsarchivz in einem in diesem Monat abgefaßten Berichte: Jm Zucerges <äft fanden nux mäßige Umsäße zu wenig veränderten Preisen statt. Der neuen Campagne gehen wir, wenn nur auf die Verhältnisse der Zuer-Tndustrie Rücksicht genommen wird, mit- großen Hoffnungen entgegen, denn erstens sind die Rohzufervorräthe. im Zollverein und in Oesterreich sehr unbedeutende; zweitens mögen au die Vorräthe von raffinirtem Zucker nicht weit über den nächsten Bedarf M Ins drittens erwartet nian in der Kolonialproduction für das Jahr 1867 einen Ausfall von 2—3 Mill. Centner; viertens bere<net man das Plus in der europäis<en Zuckerproduction für 1867/68 gegen die Vorcampagne auf nit viel über 1 Mill. Centner; fünftens find die Vorräthe in der Havanna , den Vereinigten Staaten , England , Frankreich 2c. zu Anfang des Monat August ca. 2 Mill. Centner geringer gewesen als gleichzeitig. im Jahre-1866 und se{stens wird eine Zunahme des Zucker- konsums in der civilisirten Welt mit 2 Mill. Centner für das- Jahr nicht zu hoch gegriffen sein. - Jn dén ersten Semester 1867 betrug, die- selbe für die Union, England und Frankreich allein über 1 Mill. Centner. Alles Umstände, welche nicht allein ein großes, son- dern auch ein lohnendes Geschäft in Aussicht stellen. Außer den poli- tishen Verhältnissen macht si{ gegenwärtig auf den Zu>kermärkten au die Ungewißheit über den Ausfäll der Rüben - Ernte geltend. Das warme Wetter der leßten Zeit dürfte in den früher bestellten Rüben- pflanzungen den Zu>ergehalt fördern, dagegen den verspäteten Be- stellungen, wenn nicht hin und wieder Regen fällt, \{ädli< werden. Es steht fest, daß an vielen Orten die Rübe noch schr zurü> ist und aus Südrußland- lauten die leßten Nachrichten hinsi<tli< ciner unge- wöhnlich ergiebigen Ernte weniger zuversichtlih, Sowohl in Yran - reich als in Deuts{land dürfte die Campagne in den wenigsten ¿ällen vor Ende September beginnen.

Die ac<tzehnte Genéral-Versainmlung des Vereins »Deutscher Gerber« findet am 6, 7. und 8 Oktober dieses Jahres in Göt tin- gen statt. Ordner ist der Lederfabrikant Reinhold daselbst, der au< vorhex jede. Auskunft ertheilt. -

Paris, 22. September. Es sind große Getreide - Ankäufe für Ende dieses Monats um 2. Frs. billiger, als dem Tagescours , abge- ie worden, und so hofft man auf eine Herabscßung des Yrod- preises.

Aus Konstantinopel, 19. September, wird telegraphirt, daß die ottoinanis<e Bank vom 13. Juli bis 12, Septeinber ein gs von 680,000 Pfd. Sterl. gehabt habe, die Zinszahlung also ür auswärtige. Anleihen und fonsolidirte Schuld im laufenden Se- mejter gesichert sei.

—- Der englische Gesandié in Japan veröffentlicht eine Proclä- mation der japanesis<hen Regierung, worin die Oeffnutig des Hafens Hiogo für den kommenden 1. Januar angezeigt wird, ebenso wie die ErLaubniß, daß von da an Ausländer in Yeddo und Oasata zum Betriebe ihres Geschäftes wohne und daß Produkte aus allen Theilen des Landes frei zu diesen Orten zugelassen und frei dort verkauft wer-

den dürfen. /

Landwirthfchafttie Nachrtchten:

Berlin, 21. September. Se. Königliche Hoheit der Kronprinz beehrte gestern Mittag die Ausstellung des hiesigen Acclimatisa- tions-Vereins im Arnimschen Saale mit Höchstseiner Gegenwari. Höchstderselbe nahm zunächst, geführt von dem Geheimen Ober-Regie- rungs-Rath Opper:nann,; dem Genekal-Secretair des Vereins Dr. Búüuvry und dem Königlichen Gartén-Direktor Jühlfe die aus- gestellten zahlreichen Gegenstände mit großem Interesse in Augenschein und getuhte demnächst als Protektor des Vereins die Preis-Verthei- lung an die von den Preisrichtern hierzu in Vorschlag gebrachten Aus- steller vorzunehmen. Se. Königkiche Hoheit überreichte hierbei den Ausstellern die ihnen zuerkannten Prämien Höchsteigenhändig und richtete an einen Jeden freundli<he Worte der Anerkennung und Auf- munterung. Preise, unter welchen die von Privatpersonen herrührenden hier niht genannt worden find, erhielten folgende Ausfteller : Der Kaufmann Gustav Adolph Töpffer in Stettin den Ehren- preis Sr. Königl. Hoheit des Kronprinzen (eine silberne Fruchtschaale) für seine vorzüglichen Leistungen in der inländischen Seidenzucht und für seine Webereien aus der Cocosfaser. Der General-Secretair des Ver- eins Dr. L. Buvry den Ehrenpreis Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Friedri< Karl (einen silbernen Becher) für seine Leistungen und Verdienste auf dem Gebiete der Acclimatisation. Die Samenhändler Meß u. Co. zu Berlin und Stegliß den Ehrenpkreis Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Friedrich der Niederlande (einen silbernen Humpcn) für ihre Gesammt-Ausstellung von landwirthschaftlichen Erzeugnissen u. st. w. Ferner erhielten die große silberne Sta'ats-Medaille für landwirthschaftliche Leistun- gen: dieFrau Gräfin Arnim-Boyßenburg für ihre Leistungen in der künstlichen Forellenzucht. Die Königl. landwirthsthaftliche Akademie in Eldcna (Oekonomiec-Rath Rohde) für die Sammlung von Körnetn. Baumschulen- Besißer Lorberg für seine Coniferen. TInspefktor Stevnberg zu Aachen für die ausgestellten 40 Taschentücher aus rheinischer Seide. Die bronzene Staats - Medaille für landwirth- schaftliche Leistungen evhkelten: Kunst- und Handelsgärtner Benda in Berlin für seine vorzüglichen Aquarien und Terrarien. Kunist- und Handelsgärtner J. Ganschow in Diriß für sein Gemüsc-Sor- timent. Kunst- Und Handelsgärkner C. Krüger u. Sohn in Lübbenau für sein Gurkensortiment. Die Nassauische Fischerei-Actien- Gesellschaft (Direktor Kiersh) für das Modell einer künstlichen Fischzuht. Kaufmann Louis Heydner in Berlin für seine \{önen Mövchentauben. Hoflieferant J. C. Schmidt aus Erfurt