1867 / 227 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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tistishen Bureau« sind bis jeßt 2 Bände erschienen. Der 1. Jahr- gang (Berlin 1863, 40 B., Lexif. 8), hat folgenden Jnhalt: 1. Abth. Das Staatsgebiet; 2. die Staatsbehörden und die Eintheilung des Staatsgebiets; 3. die Wohnpläße; 4. die Bevölkerung; 5. das Grund- eigenthum; 6. die Landwirthschaft; 7. die Forstwirthschaft, Jagd und Fischerei; 8. der Bergbau und das Hüttenwesen; 9. die große und fleine Industrie; 10. der Handel; 11. die öffentlihen Bauten; 12. der Verkehr; 13. das Versicherungswesen. Der 2. Jahrgang (Berlin 1867, 348 S., Lexik. 8.), enthält solche Abschnitte, die gerade jeßt ein besonderes Jnteresse in Anspruch nehmen. Die 1. Abtheilung bespricht die Geld- und Creditinstitute (die Münzgescße von 1764, 1821 und 1857; die Münzverwaltung und das Staats - Papiergeld); die 2. die Königl. Sechandlung (ihre Geschichte von der Gründung an bis zur Gegenwart, und deren Nebenanstalten); die 3. die preußische Bank, seit ihrer Gründung bis zum Schlusse des Jahres 1864; die 4. und 5. die verschiedenen einzelnen Privatbanken in den reu igen Pro- vinzen, meist bis zu Ende 1864. Die 5. Abth. handelt von den Preisen und zwar von den Preisen der animalischen Produkte (thie- rische Fette, Fleisch, Schafwolle), der Feldfrüchte des Getreides, der Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Hopfen, Taback, Oelfrüchte, Flachs, Futter- gewäcdbse,) der vegetabilishen Fabrikate (mehlige Produfte, Zuer, Branntwein, Bier, Flachsgarn,) der Feuerungs- und Baumaterialien (Brennholz und Torf, Bauhölzer, Steine und Erden, Metallwaaren u. \. w.), der Metalle (Eisen, Kupfer, Zink, Bra Blei,) des Geldes (Höhe des Wechsel - Zinsfußes, Goldpreise, Preise der Scheidemünze,

Cours des Papiergeldes,) hierauf von den Wechselcoursen (in Berlin -

von 1767 bis Ende 1865) endlih von dem Course zinstragender Pa- piere (der Staatspapiere, ritterschaftlichhen Pfandbriefe, Eisenbahnactien, Bankactien). Die 6. Abth. handelt von den arbeitenden Klassen und den Arbeitê- und Lobnverhältnissen, und zwar zunächst hinsichtlich der Größe der Arbeiterbevölkerung und ihres Verhältnisses zur Ge- sammtbevölferung, sodann hinsichtlich der Lage der arbeitenden Klassen sowobl im Allgemeinen als in den ‘einzelnen altpreußischen Provinzen seit 1858 bis 1866. i

Jm Eignerschen Atelier zu Augsburg wurde soeben die Herstellung eines neuentdeckten Gemäldes von Hans Holbein dem Jüngeren beendigt. Das Bild, welches einem Privatmanne in der Schweiz gehört, ist um fo werthvoller, als es eines der wenigen Kirchen- gemáälde ist, welche uns von dem Künstler erhalten sind, wohl das wichtigste Bild dieser Art nächst der berühmten Madonna zu Darm- stadt und Dresden. Es stellt die sißende Jungfrau mit dem Kinde zwischen den Heiligen Georg und Martinus dar , ist in der Mitte durch einen Halbfreis geschlossen, wie das Mestersche Bild, und mißt in der Höhe 4 Fuß 4 Yoll, in der Breite 3 Fuß 2 Joll. Es ift eines derjenigen Werke, welche für Holbeins Styl am bezeichnêéndsten sind und außerdem sein Monogramm U. U. nebst der Jahreszahl 1522 trägt.

Statistiscve Nachrichten.

(Zur Statistik der tödtlichen Unfälle.) Es verun- glücten im Durchschnitt jährlih in Preußen (1861 1864) 7456, England (1858 1861) 12,938, Frankrei ch (1854 1860) 9997. Von 1,000,000 Lebenden verunglücken jährlih Überhaupt: in Preu- ßen 397, England 682, Frankreich 277, insgesammt 381.

Der gegenwärtige Ertrag aller in Betrieb befindlichen Kohlengruben der Erde wird nach einer Angabe des »Builder« auf 172,000,000 Tons geschäßt. Davon fommen auf Großbritannien 100,000,000 T., auf Preußen und Nord - Amerika je 17,000,000 T., auf Frankreich und Belgien je 12,000,000 T. Deutschland, Rußland, Spanien, Italien, Asien, Süd - Amerika und. Australien zusammen produziren nur 14,000,000 T. Der Gesammtwerth des Kohlenertrags der Erde beträgt das Doppelte von dem Ertrage aller Gold- und Silberminen.

(Die Baumwollen-Einfuhr in England) erreichte nach der »Shipping and Mercantile Gazette« im Fahre 1866 die Höhe von 1,377,129,936 Pfd. englis, kam also der im Jahre 1860 von 1/,390/,958/,792 Pfd. schr nahe; doch war die Nachfrage der kontinen- talen Baumwollmärkte nah Rohbaumwolle noch so groß, daß that- sächlich der Ueberschuß der Einfuhr über die Ausfuhr im Jahre 1866 nur 988/177,568 Pfd. betrug; eine jedenfalls schr bedeutende Zunahme, wenn man damit den Einfuhr -Uebershuß der frü- heren Jahre vergleiht, welcher 1865 675,069,360 Pfd. 1864 648,602,416 Pfd., 1863 528,230,768 Pfd., 1862 309,258,768 Pfd., 1861

958,696,816 Pfd. betrug. Jm Jahre 1860 war der Einfuhrüberschuß |

1/140,599,712 Pfd, 1859 1,050,845,936 Pfd., 1858 884,732,576 Pfd., 1857 837,391,296 Pfd. Von den Vereinigten Staaten wurden in den leßten zehn Jahren nah England ausgeführt: 1857 654,758,048 Pfd. 1858 833,237,776 Pfd.; 1859 961,707,264 Pfd. 1860 1/115,890,608 Pfd., 1861 819,500,528 Pfd, 1862 13,524,224 Pfd., 1863 6,394,080 Pfd., 1864 14,148,064 Pfd, 1865 135,832,480 Pfd., 1866 520,057,440 Pfd,

Gewerbe- und Handels-Nachrichten.

(Lokomotiven auf der Pariser Ausstellung.) Auf der Londoner Ausstellung im Jahre 1851 waren 13 Lokomotiven, darunter 1 französische und 2 belgische. Auf der Pariser Ausstellung von 1855 waren 21 Lokomotiven: 9 französische, 3 belgische, 2 eng- lische, 7 deutsche resp. österreichische. Auf der Londoner Ausstellung 1862 waren 22 Lokomotiven, 13 englische, 4 deutsche, 3 französische, 1 belgische und 1 italienische.

Die gegenwärtige Pariser Ausstellung hat 33 Lokomotiven auf- zuweisen: 14 von England, 8 von Oesterreih und Deutschland, 5 von Franfreich, 5 von Belgien und 1 von den Vereinigten Staaten. Ruß- land, Spanien und Jtalien sind nicht vertreten.

| 15 Pfund s{chwere.

__— Die Bewegung im Getrceidehandel der Stadt Marfe;

bietet überhaupt, besonders aber zur Zeit viel-Jnteresse. Wix tbe daher nachfolgend den der »Austria« unterm 4. September 18G7 el genannter Stadt zugegangenen Bericht mit. Auch im Laufe des M5, August machte sih im hiesigen Cerealienhandel die Erscheinung rapiden Preisrükgängen, abwechselnd mit einer festern Haltun bo zum Theile höhern Notirungen geltend. Während namentlich S Anfang des Monates eingetretene s{öne Wetter die Hofmy, f auf cin minder ungünstiges Ernteergebniß wieder belebte 9 cinen Rückgang der Preise gegen den Vormonat veranlaßte, erfuhr leßtere alsbald eine nicht unbedeutende Steigerung durch Nahridt aus Paris und London, sowie auch ausgiebiger Kaufordres aus di Le und der fortdanernden Ungewißheit über das definitive Gu ammtresultat der diesjährigen Ernte. Nach einem Mitte Monats abermals eingetretenen Stillstande zeigte si) eine erhöhte Thätigkeit die dur den großen Bedarf Algiers und zumeist durch die F staltung der Getreideeinfuhr in den spanischen Häfg hervorgerufen ward. Der Monat {loß mit durchaus festen Preise troß zahlreicher Anbote, und variiren selbe zwischen Frs. 32.00—447; per Charge à 160 Litres je nah Gewicht, Qualität und Provenicnz,ch Die Einfuhr dcs Monats betrug 533,760, der Umsaß 543,440 Het Der Vorrath am Plaße wird mit 2,648,897 Kilogr. angegeben

Landwirthschaftlibe Nachrichten.

Unsere Hopfenpflanzen, {reibt man dem »Preuß. Handels: archiv« aus Magdeburg, stellen bis jebt eincn reichen Ertrag in Aussicht. Als interessant verdient erwähnt zu werden, daß die Alt. mark einer der am günstigsten situirten Hopfenbaudistrifte in Deutschland is. Troß des mageren Sandbodens gedeiht die Hopfenkultur daselbst sichtlich und gerade der leichte Boden gewäh den Vortheil, cin frühes Gewächs hervorzubringen, welches zuerst auf den Markt gebracht werden kann und deshalb in der Regel vorzugé weise gute Seile S Diese für die Altmark günstigen Umstände haben die Hopfenkultur von Jahr zu Jahr gehoben und während man

vor 10 Jahren eine volle Ernte auf 16—20,000 Ctr. \{chäßte, veran-

schlagt man das diesjährige Produft bei einem Dréiviertel-Ertrage auf 24,000 Ctr. Der fortschreitende Wohlstand der Hopfenbauer in der Altmark geht damit Hand in Hand.

Kassel, 18. September. (Hess. M. Z.) In Folge der in diesem Sommer das Wachsthum aller Feld- und Garten-Gewäcse und Grüchte sehr fördernden Witterung haben diese zum Theil eine unge: meine Größe und Schwere crreiht. Es i} dies namentlich in den beiden Len und in Nassau, und speziell in unserer Umgegend der Fall. on unter den Frühkartoffeln befanden sich sehr große, 1 bis . Ebenso zeichnen sich die Herbstkartoffeln, deren Ernte eine schr reiche zu werden verspricht, dur außerordentlihe Größe und Schwere aus. Man hat in hiesiger Umgegend bereits 2 bis 3 Pfund schwere und von der Größe einer Melone oder eines mittleren Kürbis und auch von derselben Gestalt, sowie riesige Zuwillingskartoffeln (zwei an einem und demselben Strauche dicht aneinan- der gewachsen), 3 bis 45 Pfund schwer, hier und da ausgegraben. Nit selten haben Kürbisse einen Umfang von 4 bis 45 Duß, einen Dur) messer von 1 bis 17 Fuß und eine Schwere von +4 bis § Centnc Gurfen eine Länge bis zu 15 Fuß und eine Schwere bis zu 3 Pfd, Aepfel und Birnen ein Gewicht von 1 Pfd. und darüber erreicht. Unter den beiden leßteren Obstarten finden sih Exemplare von eigen thümlicher Größe und Gestalt. So gleichen einzelne Aepfel der Me lone und einzelne Birnen den Gurken. Auch trifft man häufig in Gärten und an Land- und Vicinalsiraßen Obstbäume, vorzügli Aepfel- und Birnbäume, an, welche zum zweiten Male blühen. Meist finden sich an solchen Bäumen an einem und demselben Asle oder Duveige neben den reifen oder der Reife entgegengehenden Früh ten neue Blüthen und Knospen. Alle diese Gewächserscheinungen bezeugen die außerordentliche Fruchtbarkeit dieses Sommers. E

Côslin, 23. September. (Osfts. Ztg.) Die Ernte is in hiesige Gegend bis auf die Kartoffeln als beendet anzusehcn. Das Einbriw gen des Getreides wurde durch {önes Wetter begünstigt. Weizen hat viel vom Nost gelitten und liefert leichtes Korn und faum mittel mäßigen Ertrag. Roggen schüttet {hlecht: ein Schock Garben einen Scheffel , mehr darunter als darüber , dabei ist das Korn leicht, bi 79 Pfd. Hafer und Erbsen liefern einen guten Ertrag und mcchr als eine Mittelernte, dagegen die Kartoffeln höchstens ck einer Mittel ernte; dic Krankheit hat ihnen wenig geschadet. Jn Klee und Hel war der zweite Schnitt befriedigend, auch die Lupinen stchen gut.

Wien, 23. September. Am 15. Oktober wird hier ein Seidel bau-Kongreß stattfinden. Derselbe wird \sich namentlich mit den Gragen der Maulbeerbaumzucht, der besten Arten von Seidenraupcn und der Maßregeln gegen die Seidenraupenkrankheit beschäftigen. d, Die Berichte Über die diesjährige Ernte in Böhmen, melde

der »Actionair«, lauten aus allen Theilen des Landes ungemein

günstig. Der Quantität nah wird ihr Ertrag um § größer ges{chäb als der der vorjährigen Ernte. Die Qualität wird als eine v gend vorzügliche bezeichnet. Jm Getreidegeshäfte wächst die Thätigfke! auf den Märkten von Prag und Karolinenthal, dann aber aud auf den der sächsischen Grenze nahe gelegenen Pläßen mit jeder Wolde. Selbst die stärksten Zufuhren finden rasen Absaß an die Exporteur(/ die Preise sind daher, namentlich beim Roggen, steigend und weiche nur bei der Gerste, obschon nur in geringem Maße. Böhmens E treide-Export steht allerdings an Umfang wesentlich hinter dem Ungarn zurück; er ist jedo gleihförmiger als der leßtere, indem- er ein zie lich sicheres und ständiges Absaßgebiet in den angrenzenden deutsch Ländern, namentlich in Sachsen, besißt.

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Telegraphische Witterungsberitiehte.

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7,6 -0,9SW., stark. 7.7) -0,4 WSW., mässig. 7,5. -0,5 N., stark. 75 -0,7/NW., mässig. 46 -39NW., stark. tes gest. Nm, eg. Ie -0,6¡N., mässig. ain u. h, 7,7; +T0,6|WSW., stark. 8,2/+1,7|NW., mnässig. | W., mässig.

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D CINN

Köoniglihe Schauspiele.

Donnerstag, 26. September. Jm Schauspielhause. Abonnements - Vorstellung.) Vor hundert Jahren. mälde in 4 Abtheilungen von E, Raupach. Vorher : Charakterbild in 1 Aft von Th. de Banville, Winter.

Mittel-Preise.

Im Opernhause. Keine Vorstellung.

Sinfonie- Soirée.

Freitag, 27. September. Jm Opernhause. (155. Vorstel- lung.) Flick und Flock. ‘Komisches ZJauber-Ballet in 3 Akten und 6 Bildern von Paul Taglioni. Musik von P. Hertel. Topase: Frl. Girod. Anfang 7 Uhr.

Mittel-Preise.

Im Schauspielhause. (164ste Abonnements - Vorstellung.) Egmont. Trauerspiel in 5 Abtheilungen von Goethe. Musik von L. van Beethoven.

Mittel-Preise.

(163ste

Sittenge- Gringoire. deutsch von A.

Die von der F

Deffentlicher Anzeiger.

Handels - Negister.

irma F. Anders in Darkehmen dem Kaufmann

Wolff Schopp ertheilte Prokura is} erloschen und dies in dem Pro-

kuren-Register bei

r. 5 eingetragen.

Darkehmen, den 18. September 1867.

Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.

In unserm Firmen - Register ist heute zufolge Verfügung vom

18. ‘d. M. unter Nr. 190 bei der dort eingetragenen

irma P. Leib's

Wittwe, Jnhaber Kaufmann Jsidor Leib hier, vermerkt : »Die Firma if} erloschen. « S Stargard i. P., den 19. September 1867.

. Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.

In unser Genossenschafts - Register ist unter Nr. 1 eine Genofsen- {haft unter der Firma: R der Waaren-Einkaufs-Verein zu Görliß, eingetragene Genossen- \chaft, mit dem Siße zu Görliß und unter folgenden Rechts- verhältnissen:

Der Verein is durch Gesellschafts-Vertrag vom 12. August

1867 errichtet.

a)

Der Gegenstand des Unternehmens ist

der Einkauf von Lebensbedürfnissen im Großen und der Verkauf derselben an die Mitglieder des Vereins zu billigen Preisen,

b) nußbringende sichere Anlage der Ersparnisse und Einlagen

der Mitglieder in diesem Geschäfte oder andere genossen- \haftlihen Unternehmungen.

Der jedesmal auf die Dauer cines Kalenderjahres zu

wählende Vorstand besteht aus 15 Mitgliedern.

Der Vorstand wählt, und zwar aus seiner Mitte, den

Vorsißenden, dessen Stellvertreter und den Schriftführer, aus

der

esammtheit der Genossen den Kassirer und Geschäfts-

führer, welche leßte Beide durch diese Wahl ebenfalls Mit- glieder des Vorstandes werden.

Die dermaligen Mitglieder des Vorstandes sind:

1) der Partikulier Gustav Peter Ferdinand Drawe, als

2)

3) 4)

Vorsißender : der j önigl. Bau - Tnspektor a. D. Eduard Ferdinand Hoffmann, als Stellvertreter des Vorsibenden,

der Rentier Ernst Adolf Huste, als Kassirer, : der Geschäftsführer Otto Julius Bertram, als Geschäfts- ührer | :

Les Chaussee - Aufscher Carl Wilhelm Hausdorf, als Schriftführer, :

Ee Schfer(meilitr Carl August Liewald,

der praktische Arzt Dr. Wilhelm Johannes Kleefeld,

der Lagerhalter Carl Friedrich Gottlob Mechel,

der Schxiftseßer Friedrih Wilhelm Julius Grund,

der Handelsmann Adolf Brockmann,

der Partikulier Eduard August Blume, :

der Kaufmann Julius Oswald Alexander Bischoff,

der Stadtwundarzt Carl Franz Emil Beyer,

14) der Buchbindermeister Carl August Heinrich, 15) der Werkführer Ernst Julius Jurisch, i sämmtlih zu Görlis. Die Wahlperiode derselben läuft ausnahmsweise bis zum 3. Januar 1869.

Der Vorstand zeichnet für den Verein in der Weise, daß der Firma des Vercins zwei Namens-UntersHriften gege werden und sind hierzu ermächtigt der Vorsißende des Vor- Pr dessen Stellvertreter, der Geschäftsführer und der

assirer.

Alle Bekanntmachungen in Vereins - Angelegenheiten er- geen unter der Aa des Vereins und werden von den , E des Vorstandes oder dessen Stellvertreter unter- zeichnet.

Die Einladungen des dem Vorstande an die Seite geseßten Aufsichtsraths zu General-Versammlungen, so weit dieselben in. dessen Befugniß liegen, geschehen in der Weise, daß der Zeichnung

der Aufsichtsrath des Waaren-Einkaufs-Vereins zu Görliß eingetragene Genossenschaft der Vorfißende der Name des Vorsißenden des Aufsichtsraths hinzugefügt wird.

Alle Bekanntmachungen des Vereins sind in den Görlißer Anzeiger und der Niedershlesischen Zeitung zu veröffentlichen.

Geht eines dieser Blätter ein, \o genügen die Bekannt- machungen in dem Fortbestehenden, bis die General - Ver-

; fammlung ein anderes beschlossen hat.

eingetragen zufolge Verfügung vom 19. September am 21. Sep-

tember 1867. i Görliß, den 21. September 1867.

Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.

In unser Gesellschafts - Register ist auf Grund vorschriftsmäkßic Anmeldung eine Handels - Gesellschaft sub laufende Nr. 33 csites Ter

Firma: A S W. bten et Comp. am Orle Schweidniß unter nachstehenden Rechtsverbältnissen : »Die Gesellschafter sind; O i E Kaufmann Joseph Urban aus Breslau, _ Fabrifant Gottfried Wilhelm Luhn zu Schweidniß; Die Gesellschaft hat am 7. September 1867 begonnen, « am 19. September 1867 eingetragen worden. Schweidniß, den 19. September 1867.

Königliches Kreisgericht. Abtheilung |.

In unser Profkuren-Register is zufolge Verfügung vom 19 - tember cr. am 21. ejd. m. Uhdeitagen won id v B bei Nr. 8: die dem Fräulein Anna Wilhelmine Loefaß zu Staß= furt für die Firma N. Fr. Loefaß daselbst ertheilte Pro- kura ist erloschen. Calbe a. S. den 19. September 1867. Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.