1888 / 240 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Abgabé des Pad>etes des seinem Herrn oder ihm selbst ertheilten Auftrages entledigt; der Auftrag bildete zwar die Veranlassung für das Herabsteigen des Klägers vom Kutscher- bo> und für den Weg zu dem Empfänger des Paetes, seine Wirkung reichte aber darüber nit hinaus. Der Kläger befand si<h nah Erledigung des Auftrages in derselben Lage, als wenn er aus irgend einem anderen Anlaß GEDAA gewesen wäre. Daß er das Gefährt seines Herrn wieder bestieg, hatte seinen Grund in seiner Stellung als Kutscher und feinen Zwe> in der Ausführung des von dem Herrn ertheilten Auf- trages, ihn nah Hause zu fahren. Diese Fahrt geshah aber zweifellos im Geschäftebetriebe, weil der Betriebsherr sie vor- nehmen mußte, um den Verkehr mit einem entfernt wohnenden Geschäftekunden zu ermöglihen. (Vergleiche Entscheidungen 453 und 559 „Amtlihe Nachrichten des R.-V.-A.“ 1888 Seiten 69 und 287.) Danach stellt si< das Besteigen des Bots durch den Kläger als eine Betriebshandlung und der ihm dabei dur< das Fabrikgespann zugefügte Unfall als ein Betriebsunfall dar, für welchen die beklagte Berufsgeno}sen- schaft einzutreten hat.

Der Kutscher eines Seifenfabrifkfanten, welcher als solcher theils zu On der Seifenfabrikation, théils zu Privatzwe>en seines Dienstherrn verwendet wurde, fuhr legte- ren nebst anderen Personen auf ein nahe gelegenes Gut, auf welches derselbe eine Hypothek ausleihen wollte. Auf der Heimfahrt verunglü>te der Kutscher. Den daraufhin erhobenen Rentenanspru< hat das Reichs-Versicherungëamt in der Rekursentscheidung vom 14. Juli 1888 (Nr. 559) als un- begründet abgewiesen. Unbestritten war der Zwe> der Fahrt die Erledigung einer reinen Vermögensangelegenheit, welche begriffli<h und wirthschaftlih zu dem Betriebe der Seifenfabri- kation als solher niht gehört; der Kläger war zur geit des Unfalls ni<ht ein im Betriebe der Fabrik

eshäftigter gewerbliher „Arbeiter“ im Sinne des L Absay 1 des Unfallversiherungsgeseßes, sondern ein im

esindedienst beschäftigt-r Privatkutsher. Er war mithin nicht versichert. Unerheblih ist der Umstand, daß der Kläger den

im Uebrigen au< für Zwe>e der Seifensiederei benußten Wagen leitete, da leßterem zur Zeit des Unfalls die Eigen- schast eines Betriebsmittels der Fabrik fehlte. Die Verwendung des Wagens geschah ni<ht zu wirthschaftlißen Zwe>en der Seifenfabrikation, sondern zu finanziellen Zwe>en der Ver-

mehrung oder Sicherung des Vermögens des Fabrikanten.

(Vergleiche Entscheidungen 453 und 558, „Amtliche Nachrichten

des R.-V.-A.“ 1888 Seiten 69 und 287.)

Dur Allerhöhste Ordre vom 8. September d. J. ist dem Kreise Trebniß, welcher den Vau einer Kreis-Chaussee von der Trebnig-Militsher Chaussee unweit Trebniy über Schi>wiß, Groß-Kommerowe, Parniße, Groß- und Klein- Ujeshüg bis zu dem von Briesche nah Trachenberg führen: den ege beschlossen hat, das Enteignungsrecht für die zu dieser Chaussee erforderlihen Grundfstü>e, sowie gegen Uebernahme der künftigen causseemäßigen Unterhaltung der Straße das Recht zur Erhebung des Chausjeegeldes nah den Bestimmungen des Chausseegeld- Tarifs vom 29. Februar 1840 (Gesez-Samml. Seite 94 ff.), einschließli der in demselben enthaltenen Bestimmungen über die Befreiungen, sowie der sonstigen, die Erhebung betreffenden usäßlichen Vorschriften vorbehaltli<h der Abänderung der E aliDen voraufgeführten Bestimmungen verliehen worden. Auch sollen die dem Chausseegeld-Tarif vom 29. Februar 1840 angehängten Bestimmungen wegen der Chaussee-Polizei- vergehen auf die gedahte Straße zur Anwendung kommen.

Dur Allerhöchste Kabinets-Ordre ift der General der «Znfanterie von Pape, kommandirender General des Garde- Corps und beauftragt mit Wahrnehmung der Funktionen als Ober-Befehlshaber in den Marken, unter Beförderung zum General-Oberst der Jnfanterie mit dem Range eines General- Feldmarschalls, zum Ober-Befehlshaber in den Marken und zugleich zum Gouverneur von Berlin ernannt, der General der Jnfan- terie, General-Adjutant Sr. Majestät des Kaisers und Königs, von Werder, Gouverneur von Berlin, in Genehmigung seines Abschiedêgesuhs, unter Belassung in dem Ver- hältniß als General - Adjutant Sr. Majestät des Kaisers und Königs, zur Disposition und gleihzeitig au<h à la suite des Garde-Füsilier-Regiments gestellt und der General- Major Graf von Schlieffen I., General à la suite Sr. Majestät des Kaisers und Königs und Kommandant von Berlin, unter Belassung in dem Verhältniß als General

à la suite, zum General-Lieutenant befördert worden.

Der Kaiserliche Gesandte am Königlich dänischen Hofe, Freiherr von den Brin>en, ist von dem ihm Allerhöchst ewilligten Urlaub na< Kopenhagen zurückgekehrt und hat die Geschäfte der dortigen Gesandtschaft wieder Übernommen.

Der Großhberzoglih hessishe Gesandte am E ardt, ist vom Urlaub nah Berlin zurü>gekehrt und hat die Ge-

Allerhöchsten Hofe, Wirkliche Geheime Rath Dr. Neid

schäfte der Gesandtschaft wieder übernommen.

Der JZnspecteur der 2, _Feld-Artillerie-Jnspektion, General-Lieutenant von Lewinski, ist von den Manövern

in Schweden hier wieder eingetroffen.

Der General-Jntendant der Königlichen Schauspiele, Graf von Hochberg, ist von seiner Urlaubsreise zurü>-

gekehrt.

Sachsen. Dresden, 19. September. (Dr. J) Der König und der Prinz Georg trafen in Beglei:ung des Kriegs- Ministers Grafen von Fabrice vorgestern Abend mit Sonderzug von Leipzig in Plauen i. V. ein. Se. Majestät nahm im Gasthofe „Zum Engel“, Se. Königliche Hoheit in Deils Hotel Quartier; eine allgemeine Fllumination der Stadt gab der Freude Über den Allerhöchsten Besu<h Ausdru>. Gestern früh begab sh der König zu Wagen nah Untermarxgrün und stieg

Division Nr. 32 unter Leitung des General-Lieutenants von Holleben bei- Peqnen, Das Manöver begann um 9 Uhr. Die kombinirte Y

daselbst zu Pferde, um dem Manöver der 3.

Infanterie-Brigade Nr. 64 unter Befehl des General- ¡azors von Kirhbach vertheidigte die Stellung bei Ober- Shlodit gegen die 5. Jnfanterie-Brigade Nr. 63 unter General-Major Lommaßsh, welcher über den Steinpöhl und von Lottengrün her angriff. Nah Schluß des Manövers, gegen 1 Uhr, kehrte Se. Majestät nah Plauen

zurüd.

Der König und die Königin haben nah Aufhebung des Hoflagers zu Pillniy heute dis Königlihe Villa zu

Strehlen bezogen.

_ Vagden. Kärlsruhe, 18. Septembeï. (Karlsr. Zkg.) Der Großherzog wohnte am 16. d. M. dem Gottesdienst in ber Neuen Kirche zu Straßburg an. derselbe um 12 Uhr von der Frau General von Heudu> atte, besihtigte Se. Königliche Hoheit, geführt tor derselben, Professor Dr. Be>er, eingehend Begleitet von dem kommandiren- den General des XV. Armee-Corps, verließ der Großherzog gegen 6 Uhr Abends Straßburg, um si< na<_ Forbach zu begeben, woselbst kurz nah 10 Uhr die Ankunft Sr. König- Das Absteigequartier wurde e<t genommen. Ein von dem Männer-

Nachdem sih Höchst-

verabschiedet h von dem Dire! die Straßburger Sternwarte.

Hoheit erfol dem Kreisdirektor Al

entgegengetreten. Der Nil steigt langsam, und die Ernte dürste der des Jahres 1884 gleihkommen. Jn der legten Sizung des Ministerraths wurde beschlossen, einen Tanzim in Wegfall kommen zu lassen und di: dadurch erzielte Er- sparniß zu Bewässerungsanlagen zu verwenden.

Suakim, 13. September. (R. B.) Obersi-Lieutenant

Holled Smith is hier angekommen und wird das Kom- mando über das Seegestade mit dem S'ß in Suakim übernehmen. Holleo ist der Nachfolger des Obersten Kit - <ener, melher zum. General - Adjutanten der egyptischen. Armee ernannt wurde.

gesangverein Concordia in Forba< dem Großherzog dar- gebrahtes Ständchen, sowie ein von den verschiedenen, über 400 Mitglieder zählenden Vereinen veranstalteter Fackelzug Wt reg den Antheil der Bevölkerung an der Ankunft Höchst- desselben. / | Am 17. d. früh hat die Fürstin zu Leiningen mit der Prinzessin Alberta Shloß Mainau nach zehntägigem Aufenthalt verlajsen. : i: Prinz-Regent Luitpold von Bayern traf auf der Durthreise nah der bayerischen Pfalz heute Nach- mittag gegen 4 Uhr in Mannheim ein. : l hofe dajelbst hatten si< im Auftrage des Großherzogs der Staats-Minister Turban und der Oberst-Kammerherr Freiherr von Gemmingen zur Begrüßung eingefunden.

Darmstadt, 19. September. Der Großherzog wohnte gestern. dem Manöver der 16. Division zwis<hen Dautweiler und Ueberroth und auf dem Plateau nordöstli< des leßteren Ortes bei. der Divisions - Commandeur, General-Lieutenant Lente, die Division im Parademarsch vor- bei; unmittelbar na<h dem Vorbeimarsh rüd>te dieselbe in das Se. Königliche Hoheit besuhte am Heute fiht die 16. Division

Auf dem Bahn-

(Darmst. Ztg.)

Schluß der Uebung

Bivouak östlih Wadern. & Abend die Bivouaks der Division. ite f S. Div gegen einen markfirten Feind bei Weißkirhen—Thailen. Nach Beendigung der Uebung findet heute die Rü>fahrt über Merzig statt. Me>lenburg - Streliß. Neustreliß, 18. September. (Med>l. Nr.) Der Großherzog wird in nächster Zeit Hom- burg v. d. H. verlassen und si< zur Nahkur nah Ostende Der Erbgroßherzog und die Erbgroß- herzogin sind heute von ihrem Sommeraufenthalt in Prill- wiß hierher zurü>gefehrt.

Oefterreih-Ungarn. Wien, 19. September. (W. T. B.) Im niederösterreihishen Landtage i betreffend die Betheiligung des Landtages an den zu Ehren Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm zu ver- Fesilihkeiten, Vorsißende des Landtages wies den treffende Kommission. : E Die „Politishe Correspondenz“ erfährt von zuverlässiger Quelle aus Rom: die päpstliche Kurie ha : l der Besorgniß vor weiteren Folgen des Zwischenfalls in Erwägung, daß der Bischof Stroßmayer sich an der Kiewer Jubiläumsfeier, welcher selbst die russische Regierung fern blieb, betheiligt habe, den genannten Bischof nah Rom berufen, um erschöpfende Aufklärungen zu erhalten und danach zu entscheiden, ob Bischof Stroßmayer auf seinem Posten zu verbleiben, oder eine andere Vestimmung zu erhalten habe. : Agram, 18. September. (Prag. Ztg.) Die Regnikolar- Deputation beschloß, die weiteren Verhandlungen bis zur Erzielung des von dem gemeinsamen Reichstage am 23. Februar 1883 beantragten Abre<hnungss<lusses zu vertagen.

Großbritannien und Frland. London, 18. September. Lord Lansdowne, der i Indien, wird si< im November auf seinen Posten begeben.

Aus Birma wird der „Times“ telegraphish gemeldet: In Unter-Birma katen die jüngsten andauernden Regengüsse auëg: dehnte Uebers{wemmungen Getreideland unter Dur{bruch

stt ein Antrag,

eingebraht

anstaltenden Antrag an

habe, geleitet von

Belovar und in

Vice-König von

Rangun, 15. September.

20 000 Acres Im Distrikt vernichtet , Thbarrawaddv In Ober-Birma hat es anderer'’eits niht genug gerégnet, und in gewissen Distrikten wird Regen sogar Von Ober-Birma wiro : geborene Friedersri<ter in Mogoung in seiner eigenen Behausung ermordet wurde. einem der unrußhigsten Distrikte in Ober: Birma, baben einige ber- Freibeuter-Chefs Distrikten werden unbedeutende Scharmügtel mit Frecibeutern ge- meldet. Im Ganzen genommen ift indeß aus den amtlichen Berickten für die leßten paar Wocen cine beträdbt!ide Abnabme in der Anzahl der Rubestörungen in Ober-Virma ersihtli&. Die jüngsten großen Uebers{wemmungen werden wahrs<einlih die Eröffnung der Eisen- bahn von Tounghoo na< Mandalay verzögern.

Bukarest, 20. September. 3 Der Erzherzog und die Erzherzogin Karl Ludwig sind gestern Abend von Sinaia abgereist.

Dänemark. Kopenhagen, 19. September. (W. T. B.) Der König von Griechenland Warnemünde nah Athen zurü>begeben.

beträchtli>en

sehr gewüns<{t. daß der ein-

einer Bande In Tsagain,

vorragende

Rumänien. (W. T. B.)

reist heute Abend übe Berlin und wird si< von dort nah Der Kronprinz von Griechen- land wird zum Besuh des hiesigen Hofes demnächst hier

Washington, 17. September.

Der Senat lehnte es in seiner heutigen Sizung Chinesen-Aus\{luß-Bill in no<hmalige Erwägung zu __ Senator Sherman (Ohio) beantragte einen Be- <luß, dahin lautend: der Aus\huß sür auswärtige An- gelegenheiten möge die Beziehungen zwischen 1 Großbritannien und Kanada prüfen und in der nächsten Session Vorschläge einreihen, wie der freundschaft- politishe Verkehr

Amerika.

den Vereinigten

kommerzielle zwischen den Ländern gefördert werden sentantenhause beantragte Dingley (Maine) einen welcher den Präsidenten auffordert, dem Hause amerikanischen während des legten Jahres ihre Rehte in kanadischen Häfen zu Theil geworden und welche Schritte in Ausführung

des Repressaliengeseßes von 1887 geschehen seien.

h Kairo, 13. September. erihten verschiedener Korrespondenten der Londoner Blätter über die voraussihtlihe egyptishe Ernte

Beschluß,

mitzutheilen, Fischerbooten

Afrika. E Amtlich wird den

Zeitungsstimmen.

In der Londoner „Allgemeinen Correspondenz“

lesen wir:

Es ift ein f{lagender Vew-is für den Erfolg der seit Jahren

vcm Fürsten BViêmar> verfolgten Politik, bemerkt die „Times“, daß seine jâbrlihe Zusammerkunft mit dem Grafen Kálnoky, welche einft den Kontinent mit besorgten Spekulationen erfüllte, jett nit nur als etwas Selbstverständlibes betrachtet wird, sortern als ein Symptom gilt, daß die Rube Europas bescbütt ist. Die Ursache davon liegt vielleit bis zu einem gewissen Grade darin, daß auf diese Begeg- nungen nicmals die gefürhteten Aenderungen erfo!gt sird. Aber am meisten ift das Gefübl der Sicherheit dur die Veröffcntliiung des Bündnißvertrages zwischen Oesterreib und Deutschlard gefördert wor- den. Secit jenem Ereigniß bat die Welt Vieles deuten können, was früber dunkel war, und hat Sicherheit über Dinge bekommen, worüber früber nur Vermutbungen ausgespro<en wurden. Iett, da der Sc{lüfel zu den Vorgängen gegeben ist und das Einverständniß zwis<en den beiden Reiben ein so vollfommenes ist, nimmt man die jâhrlide Konferenz zwishen dem Fürsten Biëmar> und dem Grafen A rubig bin als eine kaum nothwendige Andeuturg, daß Alles aut steht.

Die „Kölnische Zeitung“ bringt folgende Corre-

spondenz aus Berlin:

Die Errernung des Freiherrn von Maltabn-Gült ¿um Staats-

sekretär des Reichs-Schatamts, mit anderen Worten ¿zum Finanz- Minister des Deutscen Reichs, soweit diese Vezei&nung kei der eigenthümlichen Gestaltung unseres Bundeéstaatsredts am Play ift, tann nah der persönliben Seite rur allgemeine LVefriedigung erregen. Der neue Schaßsekretär (geboren 1840) gehört dem Reichstage, solange dieser besteht, an und bat sih bei ten Mit- gliedern aller Parteien der größten Wertbs<äßung als Freund oder Gegner zu erfreuen gebabt. Man hat mit Ret darauf bin- gewiesen, daß die Ernennung Bernigsen's zum Ober-Präsidenten eine Vüraschaft dafür sei, daß die künftige preußische Staatélenkung und ‘von ibr untrennbar au< die des Reis Wege wandeln werde, welche der altbewährte Führer der Nationalliberalen mitgehen könne. Umgéekehrt darf man wobl den Eintritt des Freiberrn von Maltabn in fein verantwortungêrolles Amt als cine Gewähr dafür arseben, daß die große Masse der konservativen Partci, und es bandelt si dabei téatsähli< ja, rur um die preußishen Bestandtheile derfelben, rü>ctbaltlos der ersitliden Ueberzeugung des jungen Kaisers und Körigs zustimmt, daß gemäßigte fon}ervatire und liberale Elemente die Bürgen der deutschen und preußis<en Politik für die zunähst abschbare Zukunft sein müßten. Die Persönlihkeit des Hrn. ron Maltahn wird diesem Zusammengehen der geaecnwärtigen Mebr- beitéparteten allen möêgliden Vorschub leisten Wer die parlamen- tarishe Laufbabn detselten von Arfang an verfolgt bat, kann au darüber nit im Zweifel sein, daß der langjährige Fleiß, welchen Herr von Malxahn als Mitglied und seit dem vorübergebenden Rü>- tritt Bennig!en's als Vorsitzender der Budgetkommission des Reichs- tages bewiesen hat, ibn unter den Parlamentariern für die über- rommene amtlihe Stellung als besonders angelegt erscheinen läßt. In anderen Ländern ift es das Gewöhnliche, daß aus der parlamen- tarisden Lauftahn die Kandidaten für die bo<sten Reicéverwal- tungéstellen erwadsen. Bei uns ift dies biëher die Ausnabme ge- wesen, aber wir baben keine Ursache gehabt, mit den betreffenden Versuchen unzufrieden zu sein. Auch dieses neue Beispiel wird si vorauésitli< vewähren, und wir freuen uns mit Rüctsicht auf künf- tige Verhältnisse, daß in der Person des Freiherrn von Maltzahn eine neue parlamentarisde Kraft in die Reiben derjenigen Männer tritt, auf wel<e man später wird re<nen müssen, Wenn die Kons- servativen €s mit besonderer Genugthuung begrüfen, daß einer ihrer Parteiger offen zur Bekleidung des Reichs]haßamts ausersehen worden ist, fo dürfen die anderen befreundeten Parteien ibrer Befriedigung darüber Arédru> geben, daß die Wabl eine so loyale und von Partei- voreingenommenkbecit freie Persönlichkeit getrcffen hat.

Die „Hamburgische Börsenhalle“ theilt aus

einem Aufsay des „British Trade Journal“ eine längere Stelle mit, der folgende Ausführungen entnommen sind:

Die politische Haltung Deutsclands ift zuzugebendermaßen von

bôcster Bedeutung, und Alles, was von dem leitenden Staatsmann jenes Landes gefagt und gethan wird, ist von größtem Interesse. Diese Position ift erst während des leßten Viertels dieses Jabrounderts erreidt worden und sie ist eines der vemerkenêwertbesten Ereignisse in der Geschichte unserer Zeit. Es kann als bervorragender Beweis von der Energie und Matt unserer teutonis<hen Vettern celten, daß sie in der- selben Zeit, in welcher sie eine leitende Stellung in der Politik sih erworben baben, auch namhafte Fortschritte als fowmmerziclle Nation matten. Deutschland ist daher ein ebenso interessantes Studienobjekt für den Geschäftëmaun wie für den Politiker; uns aber intcressirt Deutsch- land ¡umeist in ges<äftliher Hinsicht. Wenn ein Volk solche Thaten

verricbtet bat, wie das deutsche, so ist es lebrrei<, festzustellen, auf

welde Weise jene Thaten verrichtet worden sind, und interessant zu erfahren, welches die thatsäcblihen Verbältniffe sind, unter denen man

in dem betreffenden Lande lebt.

Die Deutschen gleichen in man<ter Hinsiht den Bewokbnern der britishen Inseln. Während sie daheim in einem dihtbevölkerten Lande zusammengedrängt sind, in wel<em der Kampf um die Existenz ein ernster, und in wel<hem der Lohn für die Arbeit, zumal für die mit dem A>erbau in Verbindung stehende Arbeit, ein verbältnißmäßig geringer ist, finden sie es nötbig, im Auslande nach einem Felde für ihre Thätigkeit zu su@en. Das Mutterland sendet beständig Shwärme seiner energishen und bedürftigen Kinder hinaus, damit dieselben si eine Heimath und ein Vermögen in der Fremde suchen, während die dabeimgebliebenen Arbeiter si< bemühen, dur< niedrige Preise und fnappen Verdienst die von ihren Brüdern gewonnenen Märkte als Ab- nehmer ihrer Erzeugnisse zu erhalten. Man zögert selbst nicht, seinen. Aufentbalt in entlegenen und wenig bekannten Ländern zu nehmen. Die Deutschen sind mit ihren Waaren stets dort, wo Begehr nah denselben vorbanden ist, und wo kein Begehr besteht, da thun sie ibr Bestes, um einen solchen zu schaffen. .

Ein Aufsag in der „National-Zeitung“ spricht si<h über das neue t ememens für die preußische Jnfanterie in folgender Weise aus:

Weder für den Angriff no< für die Vertheidigung findet der Leser in dem Reglement irgend ein Schema, eine Schablone oder etwas, das mit dem Namen „Normal“ in Beziehung steht. „Normal“

ist eben ni<ts im Kriege! Weder der Mens no< die Formen; und Verhältnifse sind es, unter welhen er eingeseßt wird..

Im Kriege ist alles anormal, und die Erkenntniß defsen spricht aus jeder Seite des Theiles vom Gefcht. Wer aber im Krieg Beberrsher unxorhergesebener Dinge bleiben will, muß im Frieden dazu erzogen sein und dazu gebören viel Stu- dium, viel Uebung und viele Erfahrungen. Zu dieser nothwendigen Erzichung bietet das Reglement eine Handhabe nicht nur, es stellt:

siè als erstes Postulat alles Weiteren auf; es fordert sie, 7

taktishes Urtheil des Einzelnen ift das neue Mogiecteit A od p werthen Mar fann also mit Siherbeit sagen, auf Jabre der Rube und des Stillstandes werden folhe der Anstrengungen jeder Art fol- gen ; und das ist gut. Das bewabrt das S&wert am eheften vor Friedenêroft, der f< gar zu leiht an dasselbe beftet. ...,,

Taschen-Kaléndérs, dessen Titel :

bôörden, Berufsgenossen\< Krankenkassen-Vorstände“ worden. In diesem Kalender, der von den dem amt angehörenden Heraus®gebern, den erpedirenden Sef Götze, nab amilie Versicherungéamts bearbeitet wird, sind die unterB

„Taschcn-Kalender für Be- aften, Shiedsgerichte und Angriff gencmmen -Versiberungs- retären Bus <- ebmigung des eobatung einer

mann und n Quellen und mit Gen

„Marine - Verocdnungs-Blatt. Nr. 21. Jubalt: Zuständigkeit der Reichsbebörden. Formirung weiterer Reserve:

ivittonen, Chef des Stabes bei den Stationskommandos S M. Panzershif „Hansa*. Deoffiziermefsemitglieder. Nat- trag8bestimmungen zur Ausëführung des Gesetzes vom 17, Juni 1887, betreffend die Fürsorge für die Wittwen und Waisen von Angebörigen des Reicbsbeeres und der Kaiserliben Marine. Amtliches Waaren- verzeihnißk zum Zolltarif. Schiffsbücberkisten. Amtliche Sciffffs- liste. Re>nungslecung an Bord. Telegrapbenkarten. Mars&- routen für Kriegéverbältnisse. Personalveränderungen. Bena(h-

rihtigungen.

Amtlibe Nacribten des Reis - Versiberungs- amts. Nr. 18. Inbalt: Amtli$er Theil. Königlich sächsische Verordnung, die Frankirurg der an die Organe der Beruf8genoffen- schaften scwie an_die Vorstände von Krankenkassen zu richtenden Posft- fendungen betreffend. Vom 9. Juni 1888. Abänderung der Unfallverbütungévorsriften der Rheinish- Westfälischen Hütten- und Walzwerks-Berufsgenossens<aft. Bekanntmachung, betreffend das Verzeichniß der Urternebmer unfalversicherungépflihtiger land- und forstwirths<{aftlicher Betriebe im Fürstentbum Lippe. Vom 5. Sep- tember 1888, Rékurtentsheidungen. Bescheide und Beschlüsse.

Veröffentlichungen des Kaiserlicwen Gesundbeits- amts. Nr. 38. Inhalt: Gesundbeitsstazd. Volkekrankbeiten in der Berichtêwohe. Cholera in Ostindien. Gesundbeits-

. verbältnisse des Regierungsbezirks Trier 1483/55 Sterbefälle in deutshen Städten von 40 000 und mebr Sinwobnern. Desgl. in größeren Städten des Autlandes. Erkrankungen in Berliner Krankenhäusern. Desgl. in deutschen Stadt- und Landktezirken. Sanitätsberiht des Obershlesishen Krapvschafts- Vereins 1886, Morbititätéstatistifk Baverns 1885. Gesundbeiteverbältnisse Wiens 1885 und 1886, Statistische Mittheilungen aus dem Kanton Basel-Stadtk. Witterung. Grundwaßerstand und Boten-

temperaturen in Berlin un

Vermischtes. A mtsthätigkeit des Wiener Stadtpbysikats 1885/86,

ganz besonderen Sorgfalt ra< dem autkentis>en Urt Unfallversiherungsgestße, Verordnungen und Bekann nd „Amtlichen Nacrihten des (zunäst- die Jahrgänge 1885, 1886, 18 laufend in der Weise erläutert, daß am paragrapben,

ert abgedru>ten i tmacbungen auf _Reics-Versicherungëamts* 87 und bezw. 1888) fort- m Fuße der einzelnen Gesetzes- para Auéfübrungsbeftimmun \<reiben, Bescheite und Rekursentscheidungen) des Reichs: amts beziehen, diese leßteren selbst ihrem wesentli{sten unter Hinweis auf die bezüglichen Seiten in den des Reis: Versiherurgéamts*“ angeführt werd

„Amtlichen

gen (Rund- Versicherungs8- Inhalte na, „Amtlichen Nachrichten Dieser Umstand namentli< tie Iakbrgänge der n< mebren, i g_der Unfallversiherungêgesetze betbeiligten Bekörden, Berufs- geno! ensdaften, Schiedgerihte, KranfkenkaFenvorstände 2 \<häâßbarem Werthe sein, weil si< bei der Anw eines Paragrapkhen dur< einen BVli> die e eflara Reichs-Versicherurgéamts 2c. uns und fofort bezw. mühelos auffinden laffen. neu ernannte Sciedêgerihtëv Borstandêmitglieder 2c.,, w des Reitbs-Versicherung?amts aus Seite steben kann, in leitigen Anforderunge

Natricbten“

endung der Bestimmung twa bereits ergangenen ) <wer erfennen L Nur bierdur werden oriißende und neu eintretende tniß der Entscheidungen der rüdliegenden Zeit nit zur ten, äußerst viel-

erlaffenen Be-

Deklarationen 2. dcs

elen eine Kenn

der Lage sein, den an sie geste 1 n gere<t zu werden und den stimmungen gemäß ihr verantwortlides Amt zu Genannten Sachregister, wel@es durchaus übersitlih und U, na< Möglichkeit unterstützt werden, daß bei den späteren Unfallversicherungs- Inkbalt mit Bestimmungen vom 6. Juli 1884)

gebern vorzesebene auéfübrlid gebalten werden soll, n Sodann sei ro< erwähnt, geleßen tei denjenigen Para des 1. Unfallversiherungêgeseßes (Gese auf die correspondirenden Paragravben dieses rwiesen wird, damit die zablrei<en angen find, bei Auslegung und Anwendung èrsiberungégeseßze nußbar gemaht werden fönnen. ( eisung der ortéübli<en Tagelo foll dem Tasenkalender als einer umfassenden bei Berehnung der Renten Subfkriptionépreis für den im Oktober d JIabrgang des ca, 30 Dru>b weiches Leder gebundenen K 3 M, der Ladenpreis na< Ablauf I.) auf 4 A Bei

graphen, der

corresvontdirt, Vorentiheidungen 2c., welde zu dem leßteren erg der neueren Unfallv

d Münden, Iuli 1888. Zeitweilige Eine Nadw

Maßregeln 2c. Beterinärpolizeilibe Maßregeln, Medizinal- Gesetzgebung 2c. (Preußen.) Fußscweiße. (Regierungtbezirk Stade.) Ei!enbahn- undSwiffsverkehr mit Vieh nach den ordseebäfen, (Hefsen.) Prüfung der Apotheker. Rehtspre<ung. (Preuß. Kammergericht.) Unbefugtes Anpreisen von Heilmitteln. Zubereitungen, deren Feil- halten und Verkauf nur in Apotheken gestattet ist. Begriff Ver- fälshung*. Verhandlungen von gesezgebenden Körperschaften 2c. (Desterreib.) Hintanbaltung der Trunkenbeit. Gesetzentwurf.

eutïhen Reich besondere Beilage beigefügt werden. Rentenskala iy Auëfiht genommen. | I erscheinenden ersten ogen (480 Drudseiten) umfassenden, s stellt si für tas Exemplar auf der Subffkriptionëfrist (Ende Sep- Entnabme von Partien dur cine

Behörde 2. wird auf je 10 Eremplare ein Freieremvlar gewährt,

Kunft, Wissenschaft und Literatur.

_—

berufen worden.

Die Generalverwaltung der Königlien Museen bat von dem „Führer dur das alte und das neue Museum* eine neue (7.) Auflage besorgt, wel<e soeben im Verlage von W. Spe- mann ersienen ist (Pr. 50 3). Dieselbe ist gegen die leute erbeb- lid vermehrt und verbessert und verzeichnet alle bervorragendên neueren Erwerbungen sowie die räumlichen Veränderungen einzelner Samms- lungen. Ganz neu ers<heint darin die Abtheilung der deutschen Original-Bildwerke und Gips8abgüsse, welbe bekanntlih von den italienishen Bildwerken getrennt worden it und jeßt in dem ebe- maligen Saal der nordisben Alterthümec im Erdgeshoß des neuen Museums ihren Jas erbalten hat. Die Abtbeilung der deutschen at besonders dur< sol<e der Renaiffancezeit, in Holz, Marwor und Metall, namhaften Zuwachs erfahren; ir der Sammlung der Gipsabgüsse nehmen die Skulpturen aus dem Bams berger Dom einen hervorragenden Play ein. Ausfübrlicher als in dem „Führer“ behandelt sind die deutsben sowie die italienis<en Bildwerke des Museums in der bei Spemann erscienenen „Be- s<reibung der Bildwerke der >ristlihen Epobe von W. Bode "und

von Ts<hudi“ (Pr. 20 4). Die Sammlung der italienis&en Bildwerke (im Erdges<hoß des alten Museums) ist au in der leßten Zeit ganz besonders bereihert worden und bat jetzt eine Bedeutung wie außerhalb Italiens nur die entspre<enden Abtheilungen des

Original-Bildwerke

Soutb-Kensington-Museums und des Louvre in Paris.

Band 11 der Memoiren des Herzogs von Coburg wird im Herbst im Verlage von Wilhelm Herz in Berlin ersceiren, Derselbe umfaßt die Jabre 1851—60 und berubt auf umfangrei<en Corréespondenzen des Königs Friedri Wilbelm 1V. und des Kaisers Wilhelm I., König Leopold's von Belgien, des Prinzen Albert und vieler deutschen und englishen Staatëmänner und Politiker aus jener Zeit. Von besonderem Interesse dürften daneben die Aufs{lüse über die Beziehungen und den seit 1854 unurterbrochenen politisben Verkebr mit dem Kaiser Napoleon sein, worüber au< ein ausgedehnter fran-

zösisher Briefwechsel vorlag.

Im Verlage von L. J. Münnich in Berlin erschien soeben in zweiter Auflage: „Das Gese, betreffend die Er- gänzung und Abänderung einiger Bestimmungen über die Erhebung der auf das Einkommen gelegten direkten Kommunalabgaben (Kommuüuüunalsteuer-Notbgeset), vom 27, Iuli 1885“, aus den Materialien der Ge'etgebung und aus der Praxis der Verwaltungsgerihte und Verwaltungébebörden er- läutert von dem Verwaltungsgerihts-Direktor a. D. Parey. (Pr. 3 M 50 „.) In beinabe dreijäbriger Praxis bat das wi&- tige Gesey nunmehr den Verwaltungégeri&ten Anlaß gegeben, si in zablreihen Entscheidungen mit der Auslegung der Bestimmungen

des]elben und mit deren Anwendung auf die im täglichen Verkehr vor-

kommenden Fälle zu beshäftigen, Die Kenntniß dieser Entscheidungen

ist für jeden unerläßli<, der sei es in der Stellung der ver- arlagenden Steuerbehörde, sei es in der des zur Steuer berangezogenen Abgabepflihtigen an der Handhabung des Gesetzes ein Interesse bat. In dem Parey’shen Werk sind diese Entscheidungen zur Er- lâuterung des Gesetz- Textes in der übersichtliben Form von Noten zu den einzelnen Paragraphen benußt worden. Der Kommentar gewinnt dur< diese Zusammenstellung der Iudikatur einen ganz besonderen praktischen . Werth und wird nit nur den Veranlagungsbebhörden und den in Steuerprozessen bes<äftigten Rebtéanwälten, sondern au weiten Kreisen der Steuerpflichtigen, intbesondere den Erwerbsgesell- haften und Genossenschaften, Banken und Versicherungsgesell schaften, nit minder aber auch zablreichen Privatpersonen ein erwüns<tes und leiht orientirendes Handbu sein. Cine werthvolle Beigake ist die in cirem Ankbang gegebere Zusammenstellung der in älteren Gesetzen enthaltenen, auf die Kommunalbcsteuerung des Einkommens bezuüg- liden Vorschriften —* von den einschlägigen Bestimmungen der ver- sciedenen Städte- und Landgemeindeordnungen bis zu den neuesten Geseßen über die Kommunalbesteuerung der Militärpersonen. Da- dur< wird jeder Betheiligte in den Stand gelebt, alle geltenden Vorschriften, deren Kenntniß ihm Noth thut, obne langes Suchen an einer Stelle vereinigt zu finden. Ein sorgfältig gearbeitetes Sach- register erleihtert die Benußung des Werkes. : e

Um den auf dem Gebiet der sozialen Reform mitthätigen Behörden und ausführenden Organen zu ermöglichen, jeder Zeit über die gesammte Organisation, den Stand der Gesetzgebung nebst Aus- führungsverordnungen und Geseßeserläuterungen ih zu unterrichten, ist von der Liebel’\{<en Bucbhandlurg in Berlin die Herausgabe eines von Jahr zu Jahr unter Berücksichtigung aller Einrichtungen, Ver- änderungen und Erweiterungen erscheinenden bandlihen und bikligen

„Die öóösterreihiih-ungarisbe Monar&ie inWort (A. Hölder in Wien.) hält Fortseßung und S&{luß der „Architektur, Plastik und Malerei in Ober- : Der nâtbste Abschnitt, welcer das volkäwirtb in Ober-DesterreiG bebandelt, Wilbelm Habison,

und Bild.“ Pracbtwerkes ent obann über

O S J S YrT 36 Frankfurt a. M., 16. September. (Frkf. Journ.) Na&bdem rei in Obe Hr. C. Ritter in_ Folge seiner Berufung an die Akademie na< Karlérube scine Stelle als Lebrer an der Kunstschule des Städel- schen Instituts zu Ostern 1889 niederlegen wird, ift als Lebrer für die Historienmalerei Maler Frank Kirhba < aus Münten

Oesterrei“. ist unter Mitwirkung von : Petermandl, Zoepf no< von dem fo früh ver- X. Ritter von Neumarn-Sypallart antwirths<aft und Die vorzüglich aus- vorliegende Heft lieferten Karl von Hugo Cbarlemont, Rudolph Feld\harek, Victor Paufinger und Jakob Emil Ssindler.

Die „Deutsche Dichtung“, zos (Stuttgart, Verlag von Adolf Bonz) : Mit dem näâ&sten Heft beginnt „Deutsche Dichtung“ erscheint wie bisher in Monats in demselten Format und in orträts, Kompositionen, Autograpben 2c. Quartal (6 Hefte) 4 # Glei- der Zeitschrift in Groß-Oktav ber Inhalt haben wird, wie die Auë- Diese Monatébeste werden am 15. jeden Der Abonnementévreis ist derselbe Ouartal (3 Hefte) 4 4

Ludwig Dimit, Rizinger, F. Rochelt und Franz storbenen Hofrath F. und bespri®t na< wenigen einleitenden Worten L Viebzucht sowie Forstwirtbs>aft und Jagd. geführten Illustrationen für das Siegl, Marx Kropf, Sieger, Franz von berauêgegeben von Karl Emil Fran \<lie5t mit . Heft wiederum einen Band. der fünfte Band. Heften am 1. und 15. derselben Auëstattung mit P Der Abonnementépreis zeitig wird eine Monats-Ausgabe erscheinen, welhe genau tenselber gabe in Monatsbeften. (onats zur Ausgabe gelangen. und beträgt daber pro monatsbeft des neuen Bandes wird von V Monat3beft von Mitte Oktober ab von beziehen sein.

Die Nr. 3 (Iahrgangs bistorischen Vereins f (Redacteur Ernst Wörner Vereins für das Groëberzogthum Bucbandlung von A. Klingeltöffer) hat folg nacri<ten :* Miitkeilungen über die Vereinsbibliothek. Monatsver- Autflüge. 11, Historische und artäologis{e Mittbei- zu Ober-Florstadt. hemisbe Untersuungen der Ein neu gefundener Altar Mittheilungen des Vorkandes des Römische und andere Funde bei Groß: zwölften Jahrhunderts im Wormser Römische In- Beginn des Neu- Römische Münzen in Ausgrabungen in Worms, ur. Beilage: Nattrag zu dem d Handschriften der Bikliotbek des Zuwachs aus der Zeit von 1883—1888, be- Ni>, z. Z. Vereins-Bibliothekar.

Leipzig am 22, September d. J. erscheinende Nr. 2360 i enthält u. A. folgende Abbildungen: Fr. Dvorak. Graf L Valley, der Gesandte des Deutschen Reis in Wa neue Lessing-Theater in Berlin. v. d. Hude und Henni>e. Originalzei<nung

beträgt pro

4 M è erste Halb- litte September, das erste jeder Buchhandlung

5) der „Quartalblätter des sür das Großherzogtbum Hessen“ stadt, Selbstverlag des historischen in Kommission der Hof- enden Inhalt: T.

sammlung. Frietrih Kofler, F im Kreise Darmstadt. Bestandtheile des Grünbergs bei Etzell des Mars Lucetius in Worms. Altertbumsvereins in Worms.

Ein Vischofêgrab des Dom. Muthmakliche schrift im Kreuzgang der Stephanskirhe in Mainz. baues der Stiftskirhe zu Wimpfen im Thal. Darmstadt. Der Eiserne Thurm in Mainz Hünengräber bei Hainba<. Literat Verzeichniß der Dru>werke ur! Vereins, enthaltend den arbeitet von Dr. Gustav Die in der „Illustr

Mitbraeum

Brü>enüberreste bei Kostbeim.

irten Zeitung“ Studienkopf von idwig von Arco- shington. Das Nach den Entwürfen der Architekten Das Auëstellungs-Trabrennen in Wien. Slottenmanöver bei

riedrihSort Stoltenberg.

g von M. Ledeli. Haupt - Festungskriegs - Uebungen Originalzeichnung Aus den bayerishen und den tiroler Herzog von Aosta, und seine Gemahlin Lätitia, geb. Bonaparte. Am Damenbadestrand auf Westerland- < einer Skizze von Marie Koch. ngst „Waverley“, Gewinner des großen Jubiläum ‘aden. Nach dem Leben gezeibnet von dreijähr. \{warzbraune Hengît , St. Leger-Handicap. Na dem Der Stapellauf des reuesten amerikanis Fundy-Bai, Nova-Scotia. F Arenas in Spanien.

(Zweiseitig.) Prinz Amadeus,

Der dreijähr. braune 8preises von Baden- 1 . O'Stüdcenberg. Der Padischah*, Sieger im baden-badener t von F. O'Stü>enberg. ) Riesenflosses bei liegende Brü>e zwischen

Leben gezei<ne

JIoggins an der Portugalete und

Land- und Forstwirthschaft.

Straßburg, 19. September. Dem Vernehmen nah wird der Landwirth Elsaß-Lothringen in den ersten Tagen des Herbstsipung zusammentreten. reiblihes Berat Seitens einzelner schaftsraths, Baron

f. Els.-Lothr.) tsraih von e November zu seiner i. Demselben wird wiederum ein bungêmaterial sowohl Seitens der Regierung, als lieder zugehen. Der Präsident des Landwirth- ugo Zorn von Bulah, Antrag zur Hebung des Tabad>baues d

hat bereits folgenden en Mitgliedern zugeben

1) Die Direktion der Kaisérüichen Tabad>manufaktur möge \i inigen tabadbauenden Gemeinden mit gewifsenbaften Pflanzern

zur Anlegung kleinerer Versusfelder in Verbindung seten ; 2) die Taba>manufaktur wird während mehreren Jahren na< bestimmten Prinzipien die Versuche leiten; 3) den neu zu erprobenden Samen besorgt die Manufaktur, in jedem Sritiobr liefert sie für die Versubéfelder die nötbigen Tabadpflanzen; 4) sie bestimmt die Düneurg d r Parzellen wit Stalidünger und Zugabe der passenden künstlichen Düngemittel ; 9) der geerntete dacreife Taba> wird allein von der Manufaktur übernommen, bebandelt und auf Qualität und Quantität ges prüft; der dafür zu zahlende Preis muß den Landwirth voll- ständig ents>ädigen; der Inhaber des Versucsfeldes darf in feinem Falle Verluft ecleiden. 6) Wir müßen in der Zukunft suben, in Elsaß-Lothringen solhe Tabae zu erzeugen, die dem jegigen Ver- langen entipreben, die f zur Cigarrenfabrifation cig8sen und zu leider Zeit aber au< Gewit abgeben. 7) Die Taba>e aus Marvpland und Connecticut s<einen sebr passend zu sein, um uns das Gewünsdte zu liefern. Diese Sorten Taba> geben die Mae und dog éin feines Blatt mit weniger Rippen und guter Breanbarkeit. 8) Haben wir dur< mebrjährige Versuche über das weitere Verfabren Aufs{luß erkalten, lo muß dann mit der Kultur dieser besseren Sort!mente in größerem Umfang vorgegangen werden. 9) Die Tabz>manufakiur wird jährlid in den verschiedenen Orten angeben, welche Zzuantitat fie von dem neu erprobten Taba> brauten fann. 10) Die Pflanzer werden aufgefordert, für die Anpflanzung sh mit der Manufaktur über die vorzus<reibenden Bedingungen ju einigen. 11) Sollte der Fall eintr:ten, daß in einer Gemeinde mehr Armel- dungen stattfinden, als das gewünshte Taba>quantum teträzt, fo wUrde das Loos die Pflanzer bezeibnen, die für die Manufaktur zu

pflanzen bâtten.

Gewerbe und Handel.

Die Aktionäre der Osnabrücker Bank werden auf den 11. Oftober cr. zu einer außerorèentli<en Generalversammlung ein-

berufen, um über die Erböhung des Aktienkapitals Beiscluß zu fassen. Vie Geschäfte der Bark baten, wie die Direktion mittheilt, im Laufe dieses Jahres eine weitere Ausdehnung erfabren; inébesondere ist die

C

am 1. Januar d. J. in Münster errichtete Filiale, au? welche das bis dahin unter ter Firma Lindenkamp} u. Olfers betrieben: Bank- gcs<aft übergegangeu ift, in ein-m träftizen Aufshwun1 be- griffen. Gegenüber den stetig wadsenden Verpflibtungen, welche seit Anfang dieses Jahres um reibli$ 2 Millionen Mark ¿ugenommen haben, erahtet es die Verwaltung für unumgänglich nothwendig, der Vank durch eine Erböbung des Aktienkapitals eine gesicbertere finan- zielle Grundlage zu versbaffen. Die Verwaltung wird tie Erböbung des Aktienkapitals auf 2 Millionen Mark dur Ausgabe von 800 Aktien à 1090 # in Vorshlag bringen, für wel<he ein Emissionss cours von 118% ins Autsiht genommen iît.

Die näste Börsenversammlung zu Essen findet am

24, September 1888 im „Berliner Hof“ statt.

Wie die Müntener „Allg. Ztg.* vernimmt und zu erklären

ermächtigt ist, wird der Fortbestand der I. G. Cotta’\hen Bugth- handlung in Stuttgart dur<h das beklagentwerthe Ableten ibres derzeitigen Vorstandes, des Frbrn. Karl von Cctta, in feiner Weise alterirt werden.

Leipzia, 18, September. Die „Leipziger Ztg.“ beridtet von der

dieéjährigen Michaelis. Ledermesse: Der Bedarf in vielen Leder- lorten war bereits längere Zeit vor dem Beginn des Metzeschäfts etn re<t ansehnlicher. Die allgemeine Stimmung war ver- tranen8vol und es bewährte si< die LYoffnung auf einen an- genehmen Verlauf der Lederberbstmee in befriedigender Weise. Die Zufuhren in Unterleder waren in prima starker und \<ôner Waare schr mäßige, während Mittelsorten und geringere Waare reihlihe Stapel zeigten; letztere batten langsamen Absatz. Dasselbe gilt von Brandsoblleder, Vateleder und deutsdem Sobl- leder. Zu guten Preisen blicben gesucht: Feine Kivsleder, braun und \<warz, sowie prima kraunes *ablleder in l[eidteren Gewidbten. Literin it der vorhandene Bedarf faum gede>t worden. Die flüchtig gegerbten und mangelhaft troFenen Fabrifate in Kirsen und Fahlleder wurden zu entspredend billigeren Geboten meist ges raumt; nur mäßige Quantitäten wurden den Kowmifsionslägern überliefert, Gescirrleder, braun und s{warz, worin der außers- ordentlide Begebr für Militärbedarf zumeist ersHöpft ist, be- bauptet die seitbericen Preise, während die Secundasorten liegen

bleiben. Braune „Und s<warze Kalbfelle sind vernat- lâssigt. Schwarzes Roßleder begegnete lebhafter Nacfrage bei etwas erhöhten Preisen. Der Shafledermarkt war

besonders in alaungaren Prima-Sortimenten animirt, und es wurden bierin Avancen erzielt ; lobgare Felle sind in langsamem Verkehr. Die Geschäftslage der Lederindustrie zeigt fi< im Allgemeinen dur<aus normal, und es üt au für die Herbstsaison ein weiterer regelmäßiger Abaßz zuversichtlich in Ausficht, weil ein erfreulich reis licher Bedarf für den Civilkonsum in den Hauvptproduktioréartikein vor- Landen ist. Das günstige Wetter kam den Leder-Meß5tagen zu statten und au< der Besu der Meßbör'e für die Lederinduitrie in der Neuen Börse war rege; ctwa 450 Interessenten verkehrten zur Lederbörse. Robe deuishe Häute sind in guter Waare im Preise steben geblieben, nadem seit voriger Ostermesse ein merklicher Rückgang der Preise stattfand. Au Kubhäute sind im Preise gewidten, jedo< nit in dem Maße wie {were Ochsenhäute. Robe Owbfenbäute notiren je na Qualität und Sortiment 30—35 s pr. Pfd, Kubkbäute 31—

32 A. Roke Kalbfelle blieben weiter vernachlässigt, besonders war dies für shwere Sortimente bemerkbar. Robe Swaffelle blieben

im Preise der Ostermesse gegenüber glei< und werden je nah Qua- lität, Beschaffenheit und Wollgebalt im tro>enen Zustand 35—40 M pr. Ctr. bezahlt, für Grüngewitt 18—22 A pr. Pfd.

London, 19. September. (W. T. B.) ün der Küste 19 Weize n-

ladungen angeboten. Wollauktion. Lebhafte Betheiligung, Ge und Merino-Wolle fester, Kreuzzuhten und Kapwolle un- verändert.

Glasgow, 19. September. (W. T. B.) Die VersGiffungen

von Robeisen betrugen in der vorigen Woche 11 000 gegen 7136 Tons in derselben Woche des vorigen JIabres, s

Submissionen im Auslande.

_ Niederlande. 1) Montag, 1, Oktober, Nachmittags 2 Ubr. FHollandsche

Y zeren Spoorweg Maatschappy in Amsterdam; Kamer Nr. 46 im Central-Administrationsgebäude :

Loos 1. Lieferung von 25 000 Stü> balbrunden eicenen Querschwellen, Loos 2. Lieferung von 332 Kubikmeter Eichenholz für Weichen. Bedingungen käuflih für 1 Fl. an obiger Stelle. 2) Mittwo, 3. Oktober, Mittags 12 Ubr. s Ryks Centraal

Magazyn Yan Militaire Kleeding & Titrusting enz zu Amsterdam :

Lieferung von Kleidungs- und Ausrütungsstü>en für die Armee. S Muster und Bedingungen liegen aus in obigem Magazin. Letztere

au dort für 50 Cents fäufli<.

Verkehrs - Anftalten. Hamburg, 19. September. (W. T. B.) Der Postdampfer

„Rhaetia“ der Hamburg-Amerikanishen Padetfabrt- Aktiengesells<aft ist, von Hamburg kommend, beute Morgen in New-York eingetroffen.

Theater und Mufik. Königlihe Schauspiele. Da die General-Intendantur eire

Verschiebung der ersten Aufführung der «„Götterdämmerung“ Über den 27. September cr. binaus zu vermeiden wünscht, so erscheint

die Abbaltung von Abendproben neben den stattfindenden Tazesproben unerliäßli<, und fällt demgemäß zunätst die für Freitag angeseßte

Vorsteilung (Sympathie, Robert und Bertrand) a u s.