1888 / 247 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

den Königlichen Kronen-Orden dritter Klasse:

von Wißleben, Major vom Magdeburgischen Regiment Nr. 10, kommandirt als Adjutant beim Kommando des ITI. Armee-Corps,

Baron von Collas, Oberst-Lieutenant, beauftragt mit der Führung des Leib-Grenadier: Regiments (1. Brandenbur- gischen) Nr. 8,

Freiherr von Reibnig, Oberst-Lieutenant und etats- mäßiger Stabsoffizier des Leib-Grenadier-Regiments (1. Branden- burgischen) Nr. 8,

__ von Specht, Oberst-Lieutenant und etatsmäßiger Stabs- offizier des 6. Brandenburgischen Jnfanterie-Regiments Nr. 52, von Koßtze, Oberst- Lieutenant und Commandeur des

1. Brandenburgischen Dragoner-Regiments Nr. 2, von Kußschenba ch, Oberst: Lieutenant und Commandeur

des 2. Brandenburgischen Dragoner-Regiments Nr. 12, von Blücher, Oberst-Lieutenant und Commandeur des

1. Brandenburgischen Ulanen-Regiments (Kaiser Alexander Il. von Rußland) Nr. 3, : von Prittwiß und Gaffron, Major vom General- stabe der 6. Division, j:

Freiherr von Bodenhausen, Oberst-Lieutenant und etatémäßiger Stabsoffizier des 3. Brandenburgischen Jn- fanterie-Regiments Nr. 20, Fragstein und Niemsdorff, Oberst-Lieutenant und etatsmäßiger Stabsoffizier des Brandenburgischen Füsilier- Regiments Nr. 35,

von Trotha,

Bekanntmachung.

. wird im Bezirk der Königlichen

: romberg die zwischen Posen und

Glowno eingerichtete Haltestelle Posen (Gerberdamm)

für den Perfonen- und Gepäckverkehr eröffnet werden. Berlin, den 27. September 1888.

Jn Vertretung des E Reichs-Eisenbahnamts :

dem Direktor der Rheinischen Provinzial: Jrrenanstalt zu Andernach, Dr. med. Friedrich Gustav Noetel, den Cha- rakter als Sanitäts-Rath zu verleihen.

n mit den Monarcisten erweitern werde. d die Mehrheit der Minister hingegen erachten haft für unnöthig, da die äußerste Linke seit dem Bestehen des Kabinets öfters Proben ihr elegt habe. Beiläufig sprah man i h auch über die Angele selbst vor die Gesch heitsbeweis anzutreten,

vergönnt sei, dem Kaiser Wilhelm II. zum ersten Male seine digung zollen und die Gelübde der Treue zu Kaiser und eih erneuern zu können. Muthvoll und hoffnungsfroh blicke heute das Volk zum Kaiser auf und lebe der frohen Zuver- daß Allerhöchstderselbe Vermächtnisses Seines Großvaters allezeit sein werde ein Mehrer des Reichs an Gütern und Gaben des Friedens, der nationalen Wohlfahrt, der Freiheit und Gesittung. Kaiser hat Sich, wie verlautet, hocherfreut über den Empfang zu dem Ober-Bürgermeister ausgesprochen, welher mit dem Direktor des „Liederkranzes“ gestern Abend nach der Serenade in das Schloß gerufen worden war. Das fesilih geshmüdckte Rath- haus und die Triumphstraße erregen allseitige Bewunderung ; auf leßterer hatten 23000 Bürger, Schüler 2c. Spalier enommen. Heute ist herrlihstes Kaiser- üdlihen Schloßflügel weht die Kaiser- standarte ; zahlreihes Publikum, namentlich viel ländliche Bevölkerung umfluthet das Schloß. immer neue Tausende.

Stuttgart, 28. September. sämmtlihe G zu : : donner fuhr die 6 spännige offene Hof-Galakutsche, in welcher Sih Se. Seines württembergishen FJnfanterie - Regiments Nr. 120 und Se. Majestät der König Seines preußishen Jnfanterie-Regiments Nr. 25 befanden, Im zweiten Wagen folgten Jhre Majestät die Königin nebst Jhren Königlichen Hoheiten dem Prinzen und der Prinzessin Wilhelm, Ersterer in der Uniform des Leibgarde-Husaren-Regiments. weitere Wagen mit den Prinzen und Prin- essinnen des Königlichen Hauses sowie den beiderseitigen Ge- olgen an. Der Kaiser dankte unausgeseßt für die enthusiasti- Kundgebungen rän menge. Jm Stadtgarten nahm Se. Majestät von Festdamen dem Ober - Bürgermeister wiederholt für den s{önen Empfang. Die Umfahrt währte über eine Stunde. Um 2 Uhr findet das Galadiner zu 170 Gedecken statt, und um 4 Uhr erfo!gt sodann die Weiter reise nah der Mainau.

usammengehe r. Floquet un eine folhe Bürg

. Oktober d. Eisenbahn-Direktion zu

er Mannes- m Minister- Da dieser

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

den zum Ersten Pfarrer an der St. Marienkirhe zu Danzig designirten Pastor Franck, bisher in Stralsund, zum Superintendenten der Stadtdiözese Danzig und zuglei Konsistorial-Rath und Mitglied des Königlichen Konsistoriums der Provinz Westpreußen im Nebenamt zu ernennen.

füllung des hohen

genheit Gilly. stellt sein will, um den Wahr- so dürfte man ihm wohl den Gefallen Eine Ermächtigung der Kammer is, wenn das d der Ferien begonnen wird, nicht ein solcher Prozeß werde Aerger- Budgetausschuß§ß strih gestern mit Stimmen die Tee e Æ Van Theateraufsicht, d. h. für die Censur der Bühne. N er erklärte sih im Grundsay mit dem Weg- fall der Censur einverstanden, bemerkte jedo, daß die- selbe von den Theaterdirektoren selbs gewünscht werde, die in zweifelhaften Fällen vorher wissen möchten, ob gegen die Auf- ung eines Stückes oder gegen den Vortrag gewisser Worte Anklage erhoben würde. Ferner verharrte der Aus|chuß, troß der Vorstellungen des Marine-Ministers, auf seinem Beschluß, et auf der gleichen Höhe wie für das f 200 Millionen Francs, festzustellen. Der Minister hatte 205 Millionen Francs verlangt. dieses A A lehnte der Abg. Gerville- Réache die Berichterstattung ab. att des an bubatta, wollte von demselben 71/4 Millio- abstreichen, j Der S f vor dem Ausschuß seinen Etat verthe1d1ge : a auf welcher der Abg. Gilly seine Beschul- gen den Budgetaus\chuß begründen und dessen ilsons“ nennen sollte, verlief, wie zu erwarten stand, sehr {. Der Abg. Jamais, welcher gekommen war, um Gilly u stellen, obwohl dieser ihn ausdrücklih ausgenommen de von Gilly's Freunden durch Lärm am Sprechen

Gilly begründete nichts und nannte Niemand, en worden sei, sondern wiederholte nur, was er üher gesagt hatte.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 28. September. (W. T. B.) Der Kaiser, die Kaiserin, der Großfür st:- Thronfolger und Großfürst Georg sind am Mittwoch Abend aus Spala nah dem Kaukasus abgereist.

Das „Journal de St. Pétersbourg“ bemerkt in Bezug auf eine Konstantinopeler Correspondenz, welche über die Vor- bereitungen zu dem Empfange der beiden Großfürsten Paul berichtete: „Die außerordentliche Zuvor-

Sultans gegenüber den hohen Brüdern des che durhaus den Beziehungen gegenseitigen Man habe in Rußland forte den Aufenthalt der Festigkeit und Herzlichkeit en unbestreitbaren Jnteressen des all-

worenen ge

Verfahren noch währen erforderlih. Einige bes

Bekanntmachung. nisse erregen.

Am 1. Oktober d. J. werden im Bezirk der Königlichen Eisenbahn-Direktion zu Bromberg die 53,0 km lange Bahnstrecke Hohenstein i. Ostpr. ortsezung der Bahnstrecke Allenstein— pr., mit den Stationen Wapliß, Gut- feld, Neidenburg, Groß-Koslau, im Bezirk der Königlichen Eisenbahn-Direktion zu Elber- feld die 18,8 km lange Bahnstrecke Hilchenbach— Erndtebrück mit den Stationen Vormwald, Lügzel, Erndtebrüdck, im Bezirk der Königlichen Eisenbahn-Direktion zu Köln (linksrheinische) der an der Bahnstrecke Krefeld—Homberg elegene Haltepunkt Kaldenhausen dem öffentlichen Verkehr übergeben werden. Berlin, den 27. September 1888. Jn Vertretung des E Reichs-Eisenbahnamts :

Ministerium der geistlihen, Unterrihts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Der Hülfslehrer Hödtke vom Schullehrer-Seminar zu Sagan i}, unter Beförderung zum ordentlihen Seminar- lehrer, an das Schullehrer-Seminar zu Pöliß verseßt worden.

Am Schullehrer-Seminar zu Bromberg ist der bei dem Schullehrer-Seminar zu Rawitsch bisher kommissarish be- schäftigt gewesene Lehrer Lieke als Hülfslehrer angestellt

bildend Aufstellung Hohenstein 4 Auf dem ohenstein i.

Die Bahnzüge bringen

Um 10 Uhr begannen Kanonen- das Flotten-Budg

Majestät laufende Jahr, d. h. au

Die Nummer 28 der Gese Karl in der Uniform

ab zur Ausgabe gelangt, enthä ___ Nr. 9307 die Verfügung des Justiz-Ministers, betreffend die Anlegung des Grundbuchs für einen Theil des Bezirks des Amtsgerichts Osten, Vom 6. September 1888. Berlin, den 28. September 1888. Königliches E

Sammlung, welche von heute Auh Mèeérillon, Berichterstatter

aus dem Schloßhofe. Oberst-Lieutenant Stabsoffizier des 4. Brandenburgischen Jnfanterie-Regiments Nr. 24 (Großherzog Friedrich Franz 11. von Medcklenburg- Schwerin),

Heydenreih, Oberst-Lieutenant Stabsoffizier des Jufanterie-Regiments Prinz Friedrih Carl von Preußen (8. Brandenburgischen) Nr. 64

von Rothkirch und Panthen, Commandeur des

etatsmäßiger am Sonnabend

ugestehen zugesteh n. Die Versamm-

Dann s{hlossen 1 sich zwölf lung in N

etatsmäßiger Bekanntmachung.

Auf Grund der nach §. 28 des Reichsgeseßes gegen die gemeingefährlihen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 von dem Königlihen Staats-Ministerium unter dem 26. September 1888 getroffenen Anordnung wird allen denjenigen Personen, welhen auf Grund der gleich- lautenden Anordnung des Königlichen Staats-Ministeriums vom 27. September 1887 der Aufenthalt in dem die Stadt Berlin, die Stadtkreise Charlottenburg, Potsdam und Spandau, sowie die Kreise Teltow, Nieder-Barnim und Ost-Havelland umfassenden Bezirk versagt worden ist, der Aufenthalt inner- halb des ganzen vorerwähnten Bezirks von den Unterzeichneten von Landespolizeiwegen hierdurch fernerweit untersagt. Aus- nommen hiervon sind nur diejenigen Personen, welchen der ufenthalt in Berlin und erwähnten Kreisen durch besondere Verfügungen ohne Vorbehalt wieder gestattet ist.

Berlin und Potsdam, den 27. September 1888.

Der Königliche _ Polizei-Präsident. Freiherr von Richthofen.

gedrängten Menschen-

Oberst-Lieutenant und

zur Rede z 2. Brandenburgishen Ulanen-Regiments

hatte, wur

entgegen und dankte ; verhindert.

Bouquets Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Berlin, 28. September. der Kaiser und König trafen gestern Abend 8 Uhr in Stuttgart ein und wurden von Sr. Majestät dem König von Württemberg und den Königlichen Prinzen auf dem Bahnhofe empfangen.

nterwegs hatten Se. Majestät der Kaiser den Vortra des Staats Ministers Grafen von Bismark und des Wirk- lichen Geheimen Raths Dr. von Lucanus entgegengenommen. Nach dem Eintreffen fand Familientafel und daran an- schließend auf dem Schloßhofe eine Serenäde des Stuttgarter Die Stadt war prachtvoll illuminirt. Heute früh 9 Uhr hörten Se. Majestät der Kaiser den Vortrag des Chefs des Militärkabinets, General-Adjutanten von Hahnke, und unternahmen um 10 Uhr in Begleitung Sr. Majestät des Königs und gefolgt von den Königlichen Prinzen eine Rundfahrt durch die festlich geshmüdckte Stadt.

Aus dem „W. T. B.“ liegen über den Besuch Sr. Majestät des Kaisers am Königlih württem- bergischen Hofe folgende Telegramme vor: Stuttgart, 27. September, Abends. der Kaiser Wilhelm ist heute Abend 8 Uhr hier ein- getroffen und von Sr. Majestät dem König und allen Prinzen des Königlichen Hauses, von den Staats-Ministern, den Mitgliedern der preußischen Gesandtschaft, der Generalität, den Regiments-Commandeuren, den Hofwürdenträgern, den Prä- sidenten beider Kammern, sowie den Spißen der Staats- und städtishen Behörden am Bahnhof empfangenworden. Der Kaiser und der König begrüßten ih sehr herzlih mit wiederholter ! Der Kaiser, welcher die Uniform seines württembergischen Grenadier-Regiments trug, begrüßte sodann auch die Prinzen des Königlichen Hauses, die Minister und die übrigen Anwesenden und schritt darauf die Front der aufgestellten Ehren-Compagnie entlang, deren Musikcorps i [ Alsdann fuhren der Kaiser und der König gemeinsam in einem Wagen durh die prachtvoll geschmüdckdte via triumphalis nach dem Königlichen Residenzshloß. Die Straßen waren feenhaft illuminirt und von der Kopf an Kopf gedrängten Bevölkerung den Kaiser mit nicht endenwollenden Jubelru Bei der Ankunft im Residenzshloß wurde Se. Majestät der Kaiser von Jhrer Majestät der Königin und allen Prinzessinnen des Königlichen Hauses empfangen. 9 Uhr wurde dem Kaiser von dem hiesigen „Liederkranz“ unter Begleitung eines Militär - Musikcorps im Schloßhofe eine Serenade dargebracht.

Stuttgart, Berichterstatter.) Sr. Majestät dem Kaiser Abends 8 Uhr hier flammten ringsum auf allen Bergen Freudenfeuer auf, aus den Weinbergen oberhalb der Stadt stiegen Tausende von Raketen in die Höhe, und von den Thürmen ertönte Glocken- geläut. Die Begrüßung des Kaisers und des Königs war eine ] Bahnhof aufgestellte Ehren- Compagnie war von dem Jnfanterie-Regiment Nr. 120, dessen Chef Se. Majestät der Kaiser ist, gestellt. des Bahnhofs wurde der Kaiser von 120 weißgekleideten eg Im Gefolge des Kaisers befand \sich der Staats-Minister, Staatssekretär Graf Herbert Bismarck. Die Bevölkerung, welche die durch elektrishes Licht, viele Tausende von Flaminen, Kerzen und Lampions sowie durh Pechfackeln erleuchtete Triumphstraße füllte, begrüßte den Kaiser eßten stürmischen Hoch- und Hurrah-Rufen. Jm es war eine zweite Ehren-Compagnie riedrih aufgestellt.

von Krosigk, Major und Commandeur des Branden- burgischen Jäger-Bataillons Nr. 3,

von Thümen, Oberst-Lieutenant und Commandeur des Magdeburgischen Husaren-Regiments Nr. 10, Gizycki, Oberst-Lieutenant und Commandeur des 2. Brandenburgischen Feld - Artillerie - Regiments Nr. (General- Feldzeugmeister),

Christiani, Oberst-Lieutenant und etatsmäßiger Stabs- offizier des 2. Brandenburgischen Nr. 18 (General-Feldzeugmeister),

Beer, Oberst-Lieutenant und Commandeur des Branden- burgischen Pionier-Bataillons Nr. 3,

Freiherr von Sell, Oberst und Brigadier der 3. Gen- darmerie-Brigade,

Münzer, Militär-Fntendantur-Rath vom II1. Armee-

Freiherr von Kirchbach, des Westpreußischen Kürassier-Negiments Nr. 5, Kusserow, Oberst- Lieutenant und Commandeur des Brandenburgischen Train-Bataillons Nu. 3; den Königlichen Kronen-Orden vierter Klafse: Registrator vom General - Kommando des

Preußen. Se. Majestät

Heute fand eine Sißung der vereinigten Ausschüsse des Bundesraths für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Verkehr statt.

Der General-Jnspecteur des Militär:Erziehungs- und | eneral der Jnfanterie von Strubb ist von Dienstreisen hierher

Feld: Artillerie-Regiments

Sergius und kommenheit des Kaisers entspre i T Vertrauens zwischen beiden Mächten. mit Genugthuung bemerkt, daß die zu benußt habe, die

Bildungswesens, G à la suite des Kadetten-Corps, zurückgekehrt.

S. M. Kanonenboot „Zlt is“, Kommandant Korvetten dt, ist am 26. September cr. in Chefoo bsichtigt, am 4. Oktober cr. wieder in See

Der Königliche

Regierungs-Präsident. | Liederkranzes statt.

Großfürsten da e dieser Beziehungen in d | gemeinen Friedens zu bekunden.“

Rom, 27. September. (W. 5 3 fing heute eine Anzahl italienischer Geist- Führung des Erzbi)chofs von Turin und er- widerte auf eine von Leßterem_verlesene Adresse, daß er über unverjährbare Rechte des päpstlichen Stuhls niemals einen Der italienische Strafgeseß- f sei ein neuer Angriff auf die Kirche eine Hoffnung auf Gott, der Alles zum es zum Besten der Kirche dienen

Kapitän von Eikste eingetroffen und bea

Major uno Commandeur

/ em durch die Bekanntmahung des Königlichen Staats-Ministeriums vom 26. September d. J. die im §. 28 des Geseßes gegen die gemeingefährlihen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 unter Nr. 1, 2 und 3 ehenen Anordnungen für die in der Bekanntmachung ührten Theile des hiesigen Regierungsbezirks auf ein hr von Neuem geétcoffen worden sind, wird allen denjenigen ersonen, welche bei Ablauf der Geltungsfrist der Bekannt- machung vom 27. September 1887 auf Grund des § genannten Geseges von dem Aufenthalt in den betreffenden Gebietstheilen ausgeschlossen sind, dieser Aufenthalt fernerweit für die Dauer eines Jahres hiermit untersagt. Schleswig, den 27. September 1888.

Königliche Regierung, Abtheilung des Jnnern.

Hagemann.

Ein engli#sches (W. T. B.) Der

Kreuzern unter dem Besehl ist heute Vormittag hier eîin-

Kiel, 28. September. (W. T. B.) Geschwader, bestehend

des Commodore Markham,

Papst emp lihen unter

Müller, TTT, Armee-Corps, be Ar beim 6. Brandenburgischen Jnfanterie- r. A,

Zahlmeister

Se. Majestät A eingehen könne. Klerus; er seße aber se Besten leite und auch jeßt All

lassen werde.

Spanien. / Carlos erklärt in einem Manifest: e ) g die Königin-Regentin nicht bekämpfen habe er eine Vereinigung mit den Uebrigens werde er nichts stören, so

Regiment Leonhardt, Füsilier-Regiment Nr. 35, Evert, Zahlmeister beim Brandenburgischen Pionier- Bataillon Nr. 3, Krüger, Ober-Roßarzt vom Brandenburgischen Kürassier- Regiment (Kaiser Nikolaus I. von Rußland) Nr. 6, Kellner, Zahlmeister vom Militär-Reit-Jnstitut ; den Adler der Ritter des Königlichen Haus-Ordens von Hohenzollern: Thiel, Divisions:Pfarrer von der 5. Division; das Kreuz der Jnhaber des Königlichen Haus- Ordens von Hohenzollern: Malgahn, Divisions-Küster von der 6. Division, Stockmar, Büchsenmacher beim 3. Brandenburgischen Infanterie-Regiment Nr. 20; sowie das Allgemeine Ehrenzeichen:

Güntsch, Sergeant im 5. Brandenburgischen Jnfanterie- Regi ment Nr. 48,

Stude, Stabs-Trompeter beim Westpreußischen Kürassier- Stabshornist

Wien, 27. September. (W. T. B.) eder eingetroffen und besuchte Mit- riehenland, welcher österreichische Kaiser verweilte eine halbe Stunde im rte darauf nah der Hofburg zurü, on Griechenland zum Gegen- n zum Besuch des

Oesterreich-Ungarn. Der Kaiser ist heute h tags den König von Uniform trug. Hotel des Königs und kehrte woselbst kurz darauf der König von C Der Kaiser fuhr sodan

(W. T. B.)

beim Brandenburgischen

Madrid, 28. September. (W. T. B.) Don er habe niemals die Zusage gegeben, i zu wollen; ebensowenig ha Anhängern Alfonso's angestrebt. : unternehmen, um die Ruhe Spaniens zu lange Spanien nicht nah ihm Verlangen trage.

Serbien. Belgrad, 28. September. (W. T. B.) Das Organ der Fortschrittspartei, der die Absihten Bulgariens i dieselben in der bulgarischen Presse und in dem Memorandum der macedonischen Bevölkerung hervorgetreten seien.

Dänemark. Kopenhagen, 27. September. (W. T. B.) Der Kronprinz wird morgen Abend via Korsör nach Griechenland abreisen, um der Feier des Regierungs- Jubiläums des Königs beizuwohnen.

Afrika. Egypten. schen Bureau“ l Gestern um N L ere M Feind Umzäunung um das Wasserfort und ver ] ; Die Mahdisten wurden indeß durch heftiges

besuch eintraf. Prinzen von Wal

27. September, Abends. von Griechenland empfing wärtigen, Grafen Kálno Prinz von Wales wir der Königin von Rumänien, in Siebenbürgen zusammentreffen, Bärenjagden abzuhalten.

est, 26. September.

tarishen Gepflogenheit entspre von Berzeviczy Minister seine Stelle zur jedo, daß er di l entbehren möchte und ihn da neres Mitwirken zu unterstüßen. heute die Leitung seines Minister

Agram, 25. September. te Opposition ist in Draschkovics erklärt hat, cht mehr theilnehmen zu Agr. Tgbl.“, er

Umarmung und Kuß. E heute den Minister des Aus- n einstündiger Audienz. d, nah dem Besuch des Königs und mit dem Kronprinzen Rudolf um gemeinsam mit ihm

Auf Grund der

: | : 11 und 12 des Reichsgeseßes gegen die gemeingefährlichen

estrebungen der Sozialdemokratie vom 21. ODftober 1878 wird ein ohne Angabe des Druckers und Herausgebers oder Verfassers verbreitetes, mit keiner Ueber- schrift versehenes Flugblatt, beginnend mit den Worten: „Unser einer liebt am meisten“ und shließend mit den Worten: „Hurrah! Freiheit lebe hoh!“ hiermit landespolizeilih

Köln, den 25. September 1888. Der Ma

Videl o“, wendet sih gegen

die preußische auf Macedonien, wie

olkshymne spielte.

(Wien. Ztg.) Der parlamen- hend, stellte Staatssekretär

e wee und Unterrichts-

üßte. dem neuernannten Kultus- un i Majestät de Verfügung. Graf Csáky erkläite Staatssekretärs nicht ihn durch sein fer- Graf Csáky übernahm

e bewährte Krast des

von Tiescho wiß. n daher ersuche,

Aus S uakim wird dem „Reuter'- unterm 26. d., Abends 6 Uhr, gemeldet :

einen Theil der uhte das Fort selbst zu Geschüßfeuer Auf egyptisher Seite Das Kanonenboot „G t d, welcher versucht, sich gegenüber dem Fort angekommene Ueberläufer : daß das feindlibe Lager weiter verstärkt worden fei, daß aber unter den Arabern Krankheiten grassiren. soll die Cholera ausgebroch werden verstärkt, die den Laufgräben ur europäischen Einwo

Regiment Nr. 5, Weichhold, Pionier-Bataillon Nr. 3, und Gronemann,

beim Brandenburgischen (Presse.) Die bisherige ge-

in der Auflösung beguifsen, ferner an dem poli- wollen. Das deutsche Ab ven L. d A Oppositionsorgan shlechtweg ohne einen zu wollen. Einzelne Ab- sition werden in Zukunft im jen, die übrigen wieder d - ilden, als deren Organ der „Obzor

Königreich Preußen.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Geheimen Ober-Regierungs-Rath und vortragenden Rath im Ministerium des Berlin, zum Präsidenten der den Militär-Jntendantur-Rath Kiesner von der Corps- Intendantur IV. Armee-Corps zum etatsmäßigen ständigen Hülfsarbeiter im Kriegs-Ministerium unter Verleihung des Charakters als Geheimer Kriegsrath zu ernennen ; den Ober-Landesgerichts-Rath Moeller zu Marien- werder in gleicher Amtseigenschaft an das Ober-Landesgericht in Breslau zu versetzen ; den Landrichter Dr. Lisco in Berlin gerihts-Rath in Marienwerder, den Landgerichts-Direktor Fähndrich in Köslin zum Präsidenten des Landgerichts zu Gnesen, den Landgerichts-Rath Buddee Direktor bei dem Landgericht daselbst, den Gerichts-Assessor Wachtel in Danzig zum Staats- anwalt bei dem Landgericht in Schweidniß, mit dem Wohnsiß in Waldenburg i. Schl., den Gerichts-Assessor Hennig in Posen zum Staats- anwalt bei dem Landgericht in Schneidemühl, den Gerichts:Assessor Hagemann in Hagen zum Staats- anwalt in Limburg a. den Gerichts-:A}se} rihter in Trittau, den Gerichts- rihter in Heinsber den Gerichts-:A

Büchsenmacher beim Leib - Grenadier- 21. September ,

: it schwerem Verlust zurückgeworfen. Regiment (1. Brandenburgischen) Nr. 8. E 6

wurde nur ein Kanonier getödtet. beschießt jeßt den Fein h verschanzen.

Eisenbahnzug da Graf Joan tishen Leben nicht 1 Organ dieser Partei, das ber an als unabhängiges Wp bestimmte Parteirihtung erschei geordnete der gemäßigten Landtage als Wilde erscheir malige Stroßmayer-Partei b

anzusehen ist.!

Großbritannien (A. C.) Der irisch wurde gestern in Werford w haltenen aufwieglerishen Rede verurtheilt und, da er auf verzichtete, sofort dahin ab

27. September. ein offizieller Bericht Graham die Thi verfolgte, ohne auf 2 Streitkräfte seien gänzlich demoral pedition habe den Rückweg na

rankreich. Paris, 25, Sep Vent der Republik traf heu bleau hier ein, um den Leßterer berieth ü Plan der Verfa endgültigen mäßigteren auch Hr. Carnot bindende Erkläru man sich auf dem Kl Grenzen der Revision hal

egierung in Stade, und In Chartum

Suakim herum

Deutsches Reich.

Dem Kaiserlichen Vize-Konsul Biermann zu Apia ist é . 1 des Geseßes vom 4. Mai 1870 in Verbindung mit §8. 85 des Geseßes vom 6. den Amtsbezirk des dortigen Kaiserlichen mächtigung ertheilt worden, bürgerlich von Reichsangehörigen und Schußgeno

die Geburten, Heirathen und Sterbefälle derselben zu be- urkunden.

Alle Forts um t Zahl der Kanonen wird vermehrt, und in 1d Wasserforts werden Brunnen gegraben. Die hner sind in hohem Grade beruhigt dur die An- wesenheit der fremden Kriegsschiffe sowie die Organisation eines irregulären Truppen-Corxs unter englischer Führung.

Australien. Dem „W. T. B.“ wird gemeldet: Jn Samoa ist in der Person Malietoa's Il. ein Gegen- Tamasese ernannt. Die Lage der Frem- Kämpfe nicht gefährdet, da gsshiff anwesend sind.

auf Grund des ebruar 1875 für onsulats die Er- iltige Eheschließungen en vorzunehmen und

September. Redmond 22. Juli ge- f Wochen Gefängniß die Berufung gegen das Urtheil

eführt. A L B.) Der Regierung ist zugegangen, nah betaner bis f Widerstand zu stoßen.

und Frland. London, 27.

e Abgeordnete John einer am

Jungfrauen begrüßt.

zum Ober-Landes- könig gegen Tamaje)e den ist dur die einheimischen Q ein deutsches und ein amerikanisches Krie

in Greifswald zum egierung i ie thibetanischen ie britishe Ex- ch Gnatong angetreten.

Bekanntmachung

Am 1. Oktober wird das Postamt 23 (Kurstraße) mit dem Postamt 38 (Jägerstra gleihzeitig nah der Taubenstra§

Diese vergrößerte Postanstalt erhält die Bezeihnung Postamt 38 (Taubenstraße, nahe dem Hausvoigteiplaß).

Ferner wird vom genannten Tage ab das Postamt 85 von der Oranienstraße 129 nach dem Hause Oranien- Dasselbe führt nah wie vor die Bezeich:

vom Regiment Kaiser 9 Uhr dargebrachten Serenade richtete der Ober-Bürgermeister von Hack einen Willklommengruß an den Kaiser, der mit einem ( Hoch auf Se. Majestät {loß.

Der Kaiser, der König und die Königin, sowie der Prin und die Prinzessin Wilhelm erschienen Abends wiederholt au dem Schloßbalkon und wurden von der vor dem Shlosse versammelten Menge jedesmal mit stürmishen Hochrufen

Stuttgart, 28, September. Kaiser dargebrachten Serenade trug der „Liederkranz“ fol Lieder vor: das Volkslied „Zwischen Frankreih und dem alde“’ von Herbeck, ein schwäbisches.

ei der Abends

Zeitungsftimmen.

Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt: welche in dem angeblichen

vereinigt und leßteres

3 a verlegt. jubelnd aufgenommenen

Angesichts der abfälligen Urtheile, Tagebuch des Kaisers Friedri über den K gefällt werden, ist es nügli dende Kundgebung der nationa

ônig Ludwig von Bayern

i Fontaine- i te Mittag aus Fonta daß die entschei

h zu führen. earbeiteten

ch, daran zu erinnern, d len Gesinnung des bayerischen Monarchen edaktion seiner formellen Anregung der Kaifer- ch diese den Dank Deutschlands für ewige Zeiten ver- \hnellen Entschließung liegt, mit welcher er un- Juli erfolgten preußischen Mobilmachung am 16. seiner Minister über die Hal- phischen Befehl, die Armee

Durch diesen hochherzigen ig aus ganz freier Initiative faßte und der

Vorsig im Ministerrat ber den von Hrn. Floquet aus \sungs- Revision, ohne jedo chlußfassung Mitglieder ? k eigetreten ist, wün)chen en Seitens der radikalen ongreß innerhalb der ten und die

straße 72 verlegt. or Vissering in Lüneburg zum Amts- nung Postamt 85 (Oranienstraße). Berlin C., den 21. September 1888. Der Kaiserliche Ober-Postdirektor, L Geheime Postrath. Schiffmann.

nicht in der Frage würde obschon au dient —, sondern in der mittelbar nach der am 15. Vormittags bereits den Berathungen tung Bayerns durch den kurzen telegra sofort zu mobilisiren, ei Entschluß, den der Kön

: Bei der gestern Abend de Assessor U rbach in Königswinter zum Amts- 3 T

/ i fessor Wagner in Saarbrücken zum Amts- 1G ane a A rihter in Baumholder zu ernennen ; sowie den Gerichtsschreibern, Sekretären Al i\ch in Strausber

und Gottschling in Brieg den Charakter als Kanzlei-Rath, un

wald“ von Dürner, „Zum Volkslied, und „Das deutsche Lied“ von Kalliwoda. l : seiner Begrüßungsrede namentlich hervor: wie Stuttgart stolz darauf sei, daß es ihm

zuvor festzustellenden ein Ende machte.

Bürgermeister selbe niht durch ein

im ganzen bayerischen Lande mit Jubel begrüßt wurde. hat ih König udwig ein unzerstörbares Denkmal im Herzen des deutschen Volkes gesezt, indem er ohne jede Rüksiht auf Eifersucht der Stämme und Dynastien sein Heer und sein Land sofort und energisch für das gemeinsame deutshe Vaterland einseßte. Keine nachträgliche Kritik wird ihm dieses Verdienst raubeu fönnen, und ebensowenig das weitere, daß er in voller Konsequenz dieser sei er prompten patriotishen Entschließung nicht nur der Herstellung des Kaiserthums zugestimmt, sondern die Forderung desselben in einem eigenhändigen Schreiben an den König Wilhelm gestellt hat _ Ebenso unvergessen wird auch die deutshe Gesinnung des bayerisden Stammes bleiben. Sie hat in der heldtenmüthigen Tapferkeit der bayerischen Truppen im ganzen Verlauf des Krieges ihre Bethätigung gefunden.

Der „Schwäbishe Merkur“ empfängt Se. Majestät den Kaiser mit folgendem „Willkommen im Schwabenland !“ e N Die herzliche Verehrung, welhe im \chwäbischen Lande dem Hoben Gaste des Königshauses und des Volkes, Sr. Majestät Kaiser Wil- helm II., entgegengetragen wird, beruht niht nur auf dem freudigen Zutrauen, welches wir in die Person des Erlauchten Erben Wilhelm's I. und Friedrih's seßen; sie hat ihre tiesere Wurzel in der alten Hohshäßung von Kaiser und Reich, welche Schwabers Volk schon in der Zeit der Erwartung, da das alte Reich dabin, das neue noch nit erstanden war, wie ein Heiligthum bewahrt hatte. Freilih, wir brauhten nur unjere Augen zu unseren Bergen zu erheben, so mahnten uns diese mächtig, nach rüdckwärts und vorwärts, nah dem Verlorenen und nah dem Kommenden. Da der Gipfel des Hohenstaufen in geshihtliher Kahlheit, dort der des Hohenzollern mit neuen, funkelnden Zinnen und der íIn!chrift aa seinem Thor: Vom Fels zum Meer! Kein Wunder, daß in diesem Lande die Dichter und Seher erstanden, wle Paul Pfizer, die cin Geisterband von dem einen a zum anderen fnüpften und den Adlex Friedrih's des roßen ersehnten, daß er \sich mit der goldenen S(winge nahe. So lebte unter uns gleichsam eine stille Gemeinde, welhe den Tag erwartete und in ihrem Theil vorbereitete, an welchem Kaiser und Reich wieder erstehen sollten. Und als es geschah, was, wie wir eben erfuhren, insbesondere auch ber Vater unseres jeßigen Kaisers als klar erfannte politishe Nothwendigkeit betrieb, als in den Prunk- \älen zu Versailles das deutsche Kaiserthum der Hohenzollern aufge- rihtet wurde, da stimmte von allen deutschen Ländern am lautesten das schwäbishe in den Jubel ein. Parteiirrungen, die eben noh das Land in besonders heftigen Kämpfen zerjeßt hatten, schienen ver- gessen; das zeigte sich glänzend beispielsweise in den Wahlen zum ersten Deutschen Reichstage. Der Freude über das Errungene lauten Ausdruck zu geben, kamen bald s{öne, festliche Gelegenheiten. Das war ein Jubel ohne Gleichen, wenn der greise Kaiser Wilhelm fam, uns zu besuhen. Wer, der es erlebt, wird es vergessen, wie wir ihm vor ein paar Jahren in der Hauptstadt dur die nächtlichen Straßen den goldenen Baum entgegenführten! Und wenn sein Sohn fam, damals Kronprinz Friedrich Wilbelm, wie hell schallte d3:8 Jauchzen beim Anblick des kraftstroßenden Sprosses aus dem aiten Stamm! Wir wollen heute, am Tage der Freude, den Schmerz nit erneuern, daß uns inzwischen ein Jahr um zwei Heldengestalten unserer Geschichte ärmer gemacht hat. Was uns heute nah den - traurigen Erlcbnissen erhebt, tas ist ja eben das, daß wir mit eigenen Augen sehen dürfen: noch lebt und wirkt die alte Kraft, auf die wir unser Höchstes bauen. Wie eine Verheißung froher Zukunft unseres jungen Reichs steht vor uns der jugendliche Herr, der es jeßt anführt. Es ziemté uns \{lecht, ihm ins Antlig zu sagen, welche seiner Eigenschaften es find, an die besonders wir frohe, stolze Hoffnungen knüpfen. Er * soll nicht Schmeichelworte aus unserem Munde hören, er soll es nur aus glücklihen Gesichtern lesen, aus Jubeltönen ver- nehmen, was uns bewegt. Ein Franzose hat kürzlich gefagt, wenn es möglih wäre, so möchte er diesen Herrscher eine Weile für sein Volk leihen. Es is: nicht mögli; auch darum nit, weil wir ibn nicht hergeben würden. Wir hoffen nur, daß Kaiser Wilÿelm 11. unter uns sich so wohl fühlen möge, wie wir uns gesehnt haben, ihn zu sehen, wie wir uns jeßt froh und glücklich fühlen, daß er dur unsere Thore cinzieht. /

Die „Deutsche Reihs-Post“ bringt dem Kaiser folgenden Gruß dar: : E

Dem Kaiser zum Gruß! Willkommen, berzlich und tausend Mal willkommen in Schwabens Gauen sei uns Deutscklands jugend- licher Kaiser, des ganzen Vaterlandes Stolz und Freude und Hoff- nung, unseres Württemberger Landes theurer und hogeehrter, innig geliebter Gast! Zum écrsten Mal als Deutscher Kaiser zieht er ein in unsere Mauern, in denen eine kerndeutshe Bevö!kerung mit freu- digem Verlangen seit Wochen dcs Augenblickz harrte, da Kaiser Wilbelm in unserem Königes&losse gastlihe Einkehr halten würde. Der Augenblick is nun gekommen. Mit nie gesebener Emsigk-it und Rühcigkeit hat unseres Königs Haupt- und Residenzitadt sich gerüstet und geshmückt, Den würdig zu empfangen und zu begrüßen, der Deutschlands Krone trägt, Deutsblands Szepter hält und Deutschlands Schwert führt. Haben schon früher, als Kaiser Wilhelm noch, mens{hlich betrahtet, dem Kaiserthrone fern stand, aller Deutschen Augen hoff- nungsfreudig auf den edlen Prinzen geschaut, jeßt na furzer Zeit seines Kaiserlihen Regiments s{lägt ihm jedes deutshe Herz mit Be- geisterung voll Jubels entgegen denn „aus jedem seiner Worte und aus jeder seiner Handlungcn hat man's entnehmen und ersehen dürfen, daz er nah Geist und Herz ein ebenbürtiger Erbe großer RUhnen ist, muthigen, tapferen Sinnes, gläubigen, frommen Gemüths, bo ckgesinnten, eolen, von wahrer Liebe zum deutschen Volke erfüllten Herzens. Wenn unsere Stadt und unjer ganzes württembergisches Land von jeher in deutsher Gesinnung vorangeleuchtet bat, jeyt, da sein junger Kaijer einzieht, kennt der Jubel und die Freude keine Grenzen, und inniger und wärmer jauchzt gewiß keine deutshe Stadt und kein deutshes Land dem edlen Fürsten entgegen, cls Württemberg und seine Hauptstadt. Und mit dem Jauczen des ganzen Volks vereinigen sh auch die Gebete und aufrihtigen Segenswünsche aller derer im Lande, die in Wilhelm II. au den eht christliden Fürsten, den treuen Bekenner d:s Evangeliums verehren und von Grund des Herzens lieb haben. Er sei uns Allen willkommen, herzlih und

Tausend Mal willkommen!

Der „Hamburgische Correspondent“ vom 26. d. M. schrieb: | : : Leider können wir uns nicht darüber täuschen, daß sich unsere Opposition, deren Berechtigung wir im Uebrigen keineswegs bestreiten, in der leyten Zeit mebr als früher auf einer abschüssigen Bahn bewegt Verdeckte Verdächtigungen unseres jungen Kaisers, heuchlerishe Iysinuationen über sein Verhältniß zum Reichskanzler geben nah unserem Dafürhalten über Dasjenige hinaus, was im Wahlkampfe erlaubt ist. Auch ist es ein starkes Stück, wenn man die indisfrete Veröffentlihung des politischen Tagebuchs des früheren Kronprinzen Friedrich Wilhelm in der „Deutschen Rundschau“ für ein berehtigtes Wahlmanöver auszeben will. Man braucht nur einen Blick in die französishe Presse zu werfen, um zu schen, mit welcher Freude man von dieser Veröffent- lihung Kenntniß nimmt, weil man überzeugt ist, daß sie zur Ab- \chwächung des Anseheas Deutschlands und zur Schürung der alten deutschen Zwietracht dienen kann. Dazu bekennen verschiedene Parifer Blätter, daß ihnen {hon die Auéhängebogen des Tagebuchs übersandt sind. Mau hat also bei seiner Veröffentlichung sofort auf unsere fran» zösischen Feinde und Neider Rücksiht genommen. U-berhaupt ist es Thatsache, daß die französische Publizistik ausschließlich nähere Bes ziehungen zu unserer deutshen Oppositionspresse pflegt und daß des- halb auch alles, was in Deutschland geschieht, in den französischen Blättern nur im oppositionellen resp. fortschrittlicen Lichte dargestellt wird. Diese Gepflogenheit machen wir unserer Opposition zum ent- schiedenen Vorwurf. j : Charafteristish ist es aub, daß chon der Pariser „Figaro* von Schritten zu berichten weiß, die der Reichskanzler gegen die „Deutsche