1888 / 279 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

. Majeftät dem Kaiser Wilkelm I. is der Befebl er-

e A Des Reicbsgeriht ein würdiges Haus 4 erbauen,

und unter den De das os M EcRE es M iva seines

isers e Plâne zum % I

aro o Kaiserlichen Majestät ist es vorbehalten geblieben, den Ge- u verwi s

de des STOEEE Feier die Weihe zu geben, a Ew. Kaiserlihe

Majestät an der Seite Allerhö<stibres hohen Bundesgenoffen, G:

Majestät des Königs von Sachsen, hierher gekommen und wollen als

Obexkbaupt des Reichs in Gemeinschaft mit dem Herrscher des Landes,

in defsen Grenzen e Reichsgeriht seines Amts waltet, den erften

e Aa E dem von so eStbante s gelegien Sre T tein ¿u ei iden Gebäude si< fügen,

Boden der ‘Reichbverfafung das Deutsche Reht feinem Ausbau ent-

t

ôge in den Hallen des fertigen Baues unter dem Scuye Ihrer Kaiserlichen Majestät und Ihrer erhabenen Bundesgenofsen das Reichsgeriht mit Weisheit und Kraft seine Wahrsprüche fällen. Mit diesem Wunsche überreihe i< Ew. Kaiserlihen Majestät im Namen des Bundesraths die Kelle. i

Se. Majestät nahm von dem bereit gehaltenen Mörtel und bestrih wiederholt den inneren Rand des Grundsteins. Sodann überreihte er die Kelle Sr. Majestät dem Könige, welcher gleihfalls Mörtel auf den Stein warf. . Nachdem dur den Maurermeister L. Meißner und den Steinmeßmeister M. Ehmig aus Leipzig das Verschlußstü> aufgeseßt worden war, richtete unter Ueberreihung des silbernen Hammers der erste Vize-Präsident des Reichstages, Dr. Buhl an Se. Majestät den Kaiser die na<hstehenden Worte: 4 i:

Ew. Kaiserli<he und Königlihe Majestät wollen Allergnädigst geruhen, aus meiner Hand,” als des Vertreters des Deutschen Reichs- tages, den Fammer entgegenzunehmen, um einen C IUReriSen Grundstein zu legen für die Heimstätte des höchsten Gerichtsbofes e deutshen Volks, welche bereitet werden soll in den Landen von L Majestät hohem Verbündeten, dem König von Sawfen. “ti

Dieser Gerichtshof wird zu allen Zeiten das bestehende Reh unparteiish handhaben und dur< seine Entscheidungen die Einheit au des bürgerlihen Re<hts vorbereiten, auf welhe die Nation seit Jahrhunderten vergebli< hofft, wel<e aber na<h der soeben ver- nommenen Kindgeining Gw. Majestät nunmehr in einer kurzen Spanne Zeit gesichert is. Dann erft wird dieser Gerichts- Voî in seiner vollen Zuständigkeit Hüter und Wäter der Einheit der Retbtsprehung im ganzen Reihe sein, dann erst werden die Deutschen sich fühlen als Glieder einer einzigen großen Rechtsgemeinshaft. So wird der hehre Gedanke vollendet fein, welcher zuerst in den Anträgen des Hochseligen Königs Johann lon Sachsen auf Errichtung a e S für das Handel8-

i äftigen Ausdru> fand. i; edt Mau t Kaiserlichen Majestät vergönnt sein, das große Werk der deutshen Rechtseinheit zum Abschluß zu bringen, auf daß das deutsche Volk, wie in Ew. Majestät Hochseligen Herrn Großvater ‘den Begründer des Reis so in Ew. Majestät den Begründer des nationalen Rechts preise! ; é

Se. Majestät der Kaiser ergriff mit fester Hand den Hammer und führte 3 Schläge auf den Stein, die er mit dem Spruch begleitete: „Der Ehre Gottes des Allmächtigen, dem Rechte und Seinen allezeit getreuen Knechten.“ Aus der Hand' des Kaisers empfing Se. Majestät der König Albert den Hammer, und vollzog den Hammershlag mit den Worten :

Gott zur Ehre, dem Reiche zum Ruhme, dem Rechte zum Schirme.“ Als die Majestäten in das Zelt zurüdcgetreten waren, thaten, indem die Musik die Weise „Lobe den Herren 2c. spielte, der Staats-Minister von Boetticher, der Staatssekretär von Schelling und die übrigen Mitglieder des Bundesraths, die beiden Vize-Präsidenten des Reichstages, sowie die Justiz- Minister, an deren Spiße Minister von Friedberg, der Staats- sekretär des Reichs-Shhaßamts, der Reichsgerihts-Präsident, der Ober-Reichsanwalt und die übrigen dazu bestimmten

en die üblichen Hammerschläge. Demnächst bestieg der uperintendent Dr. Pank die Kanzel, hinter welcher er mit dem Prediger an der reformirten Kirche, Dreydorfs, und dem Tatholishen Pfarrer, Superior Juhr, Aufstellung genommen te. (Die von Dr. Pank gehaltene Weiherede haben wir eits gestern mitgetheilt.)

Nach dem Segen as der Sängerchor den ersten Vers des Liedes „Nun danket Alle Gott“ vor, und nun schritt der würdige Präsident des Reichsgerichts in seiner purpurfarbigen Robe, über welcher er das orangefarbene Band des Schwarzen Adler-Ordens trug, vor den Grundstein, verneigte sih vor den Majestäten und sprach A e E:

eier neigt sih ihrem zu.

“Ses Lied L A ausgesprochen, wobin der Zoll des Dankes für ibren glüdlihen Verlauf fich an erster Stelle zu wenden hat an die Quelle, aus wel<er alle gute und alle vollkommene Gabe Tommt! :

ie bei rlau<hten Monarchen, vor denen zu stehen wir ge- würdigt n dieser Feier ihre besondere und eigenartige Weihe verliehen. Sie gönnten uns ihre Höchste Gegenwart und bethätigten sh selber bei der Gründung des zur dauernden Stätte für das Reichsgericht bestimmten Baues, - :

Das Rei, in dessen Namen Recht zu spre<en wir berufen sind, verkörpert si für uns in der Allerhöchften Person des Kaisers, dem Mittelpunkt des nationalen Empfindens. Seine Hulderweisung reiht fh an die seiner beiden erhabenen Vorfahren. Das Archiv des Reis8gerihts bewahrt E. kostbaren Zeugnisse eines gleih gnädigen

ei Kaiser auf. i : P E a Amts aber walten wir nun in das hnte Jahr wie unter dem Kaiserlihen, so unter dem landes- Teelilen Schuß und Schirm Sr. Majestät des Königs von Sachsen.

Schon bei der erften Vorstellung des Gerichtshofes gefiel es

jestät, darzulegen, wel<e Bedeutung Allerhöhstderselbe dem

Ma und vie Aufnahme desselben in seine gute und getreue

Stadt Leipzig beimißt. Die Königlichen Worte von damals klingen

heut, im Cingang des S atis seiner gesegneten Regierung, in unseren Seelen. /

N fi fie Sie un denn den Auéêdru> des tiefempfundensten

Dankes in Treu und Chrfurcht zu den Füßen der erhabenen eng ver-

Ü iederlegen. a S U bee Allerhöchstdieselben überall umbraust, der

i Siegeszug Sr. Majestät des Kaisers auf deutschem bach eia Ba überall niht' minder lebensvoll umklungen hat, als in dem g, ua L Lande, mischen wir

sere Stimmen und rufen freudig: : E Se. Majestät der Deutsche Kaiser, König Wilhelm von Preußen,

und

Se. Majestät König Albert von Sachsen, Fie leben hoh! hoh! hoh! i i

. Dieser Ruf fand in der Versammlung begeisterten Wider-

. Die Musik stimmte die Hymne „Heil Dir im Sieger- a an, und die ganze Festversammlung sang die erste Strophe. Hiermit war die erhebende Feier eendet.

Im Zelt hatte der Kaiser si< no< unter Einsichtnahme der dort L uer Pläne von dem leitenden Baumeister Hoffmann über die Ausführung des Baues Bericht erstatten

s Se.

‘Allerhöchsten Herrschaften no< beiwohnen konnten. Bei ihrem

, die noh lebhaft bewegten Straßen der Stadt geleitet.

sta Vlänzende hielten, wurden Ee bbe sondere Me S R e a ah ize-Prä . Buhl, erihts- Dr. von Sim Le der Ober-Reichsanwalt Tessendorff und der Ober-Bürgermeister Dr. Miquel dur< huldvolle Worte aus- gezeihnet.- Unmittelbar das Leer folgte das von der Stadt zu Ehren der Anwes der Majestäten in dem Saale des Gewandhauses veranstaltete Concert, dessen erstem Theile die

Eintritt in die große Mittelloge begrüßte * fie der Bürger- meister Dr. Trönblin mit einem dreifachen Hoh, welches von dem glänzenden Kreise dér Seitens der Stadt geladenen Damen und Herren stürmis<h aufgenommen wurde. . Das Programm des Concerts war vorzügli< ausgewählt. An die Ouverture zu „Euryanthe“ reihte si, gesungen von Frau E. Baumann, die Arie aus der ,„ fung“ von Haydn: „Auf starkem

ittige shwinget fi< der Adler stolz“. Nah dem von

errn C. Perron vorge en U Wolfram's aus dem „Tannhäuser“ verließet Allerhöchsten Herrschaften den Saal, umrauscht von enden Hochrufen der Festversamm- lung. Der Ober-Bürgermeister und der Reichsgerichts-Prä- sident een E Ae, A esten auf der Rückfahrt zum

ischen n ; é A

Day Beendi e Concerts wurden die auswärtigen Gäste von dem Ober-Bürgermeister auf einer Umfahrt daes einem Festmahl, welches die Stadt ihren Gästen in dem ta Sau des deutshen Buchhändlerhauses gab, fand der Tag, dessen hohe Bedeutung im ganzen Volke weit über die Bürgerschaft Leipzigs hinaus volles Verständniß gefunden hat und an den die Erinnerung in Dankbarkeit no<h lange fortleben wird, seinen glänzenden Abschluß.

Jn der am 1.. d. M. unter dem I des Vize- Präsidenten des Staats - Ministeriums, Staatssekretärs des

nnern, von Boetticher, abgehaltenen Plenarsizung faßte der E über die Zollbehandlung mehrerer Gegenstände Beschluß. Die Uebersicht der Ausgaben und Einnahmen der Landesverwaltung von Elsaß-Lothringen sür das Etatsjahr 1887/88 und die Vorlage, betreffend die Gestattung der Durch- fuhr von Schaf- und Rindvieh auf der Eisenbahn von Lee dorf in ODesterrei<h dur< Preußen nah Nieder-Lindewiese in Oesterreih, wurden den zuständigen Ausshüssen zur Vor- berathung überwiesen.

Nachdem das Amt des katholishen Feldpropstes zur Erledigung gelangt ift, hat na< erfolgter Zustimmung der Königlichen Staatsregierung der bisherige Fürstbischöfliche Delegat, Ehrendomherr und Propst an der hiesigen St. Hedwigskirhe, Johann Baptist Aßmann, dur<h Päpst- lihes Breve vom 15. Oktober 1888 die kirhlihen Vollmachten zur Ausübung des Amts als katholischer Feldpropst erhalten.

Se. Majestät der Kaiser und König haben dem katholischen Feldprop Aßmann unterm .24. Oktober d. J. die Allerhölste Bestalluij zu ‘ertheilen gerüht, welhe demselben ausgehändigk worden “ist, nahdem er den vorgeschriebenen Eid abgeleistet hat.

Hierher gelangten Nachrichten zufolge if über die auf der Int S Orte Cap Haiti, Gonaïves und St. Marc der Blo>kadezustand verhängt worden.

Auf Veranlassung des Kultus-Ministers werden unter der Leitung des Geheimen Medizinal-Raths Professor Dr. Koch im Lauf des Monats Dezember hygienische Kurse für Verwaltungs3- und Schulbeamte stattfinden. Diese Kurse sollen hauptsächlih in Demonstrationen bestchen, welche im hiesigen hygienischen Jnstitut und im Hygiene-Museum abgehalten werden, sowie in Exkursionen, bei welchen die sanitären Anlagen der Stadt Berlin besichtigt werden sollen, um so die Theilnehmer in möglihst kurzer Zeit mit den bewährtesten ihren Wirkungskreis berührenden hygienishen Einrihtungen bekannt zu machen. Für den Kursus der Verwaltungsbeamten ist die Zeit vom 3. bis 15. De ember, für den der Schul- beamten die Woche vom 17. bis 22. , Dezember festgeseßt. Nähere Auskunft wird von der Direktion der hygienischen Jnstitute der Königlihen Friedri - Wilhelms - Üniversität (Klosterstr. 36) ertheilt.

Der Kaiserliche Botschafter Graf zu Münster hat einen ihm Allerhö<hst bewilligten kurzen Urlaub angetreten. Für die Dauer der Abwesenheit desselben von Paris aae der erste Sekretär von Schoen als interimislisher Geschäfts- träger.

Der Jnspecteur der 2. Feld-Artillerie-:Jnspektion, Géneral: ten von Lewinski, hat sich mit Urlaub auf 8 Tage nah der Neumark begeben.

S. M. Kanonenboot „Hy äne“, Kommandant Kapitän- Lieutenant Zeye, ist am 1. November cr. in Plymouth ein- getroffen und beabsichtigt am 2. d. M. die Reise fortzusetzen.

Hannover, 1. November. Der ean anns Hannoversche Provin iallandtag ist heute Cas 4 Uhr durch den Königlichen Kommissarius, Ober-Präsidenten Dr. von Bennigsen, mit folgender Rede eröffnet worden:

Hohgeehrte Herren!

Zlamens der N habe ih die Ehre,

rer Arbeiten zu begrüßen. : L M Bao Regierungsvorlagen, welche den vorjährigen Provinzial- landtag_- beschäftigten, haben inzwisben ibren Abschluß erhalten dur Gefeß vom 7. Mai d. J, betreffend die Vereinigung der Land- gemeinden Geestemünde und Geestendorf, Gefeß vom 4. Juni d. I., betreffend die Erweiterung der Stadt- gemeinde und des Stadtkreises Harburg, Geseß vom 5. Juni d. J., betreffend die Verfassung der Real- gemeinden der Provinz Hannover. N

Au(h is in Uebereinstimmung mit Ihren vorjährigen Verhand- lungen über die in den Provinzen Hannover und Westfalen ‘auszu- sprehenden Bewilligungen zu den Grunderwerbskosten für den Schiff- fahrtskanal von Dortmund na< den Emshäfen, sowie mit den in Ihrem Sreiben vom 1. November 1887 ausgedrü>ten Wünschen, dur< Gefeß vom 6. Juni d. J, unter Abänderung des Gesetzes vom 9. Juli 1886 ein entspre<end höherer Betrag der Kosten auf die Staatskasse übernommen. Das insbesondere für die westlihen Theile der P Vie Unternehmen if damit der Ausführung erheblich näher gebra<t. Í

Y Von der KönigliGen Staatsregierung wird dem Provinzial-

Sie bei Beginn

Í des Abverkaufes und des Austaus<hes einzelner heile G und den in der Provinz ver, vorgelegt werden. Ferner werden Ihnen zugehen: die Uebersihten über die Ein- nahmen und Ausgaben des ano oyers@en Als und die Jahres-

rechnun d | f mmern. E E LEE O Fee B,

dlungen die Berathungen bilden, wel<he si< auf die hnen durd die Gesehe überwiesene und die aus eigener Jnitiative kommunale Thâtigkeit b:ziehen. Je umfangrei<er Laufe der Zeit entwi>elt hat, um so erfreulicher auch dieses Jahr wiederum das Bild, wel<hes in den Vorlagen Jhres Ausschusses über die Ergebnisse der Pro- vinzialverwaltung im Iabre 1887, sowie über den Haushaltsplan für das nächste Re<nungéjahr in allen Zweigen Jhrer Verwaltung wadsende Erfolge nadweist, auf einer sorgsam gepflegten finanziellen Grundlage, welde au<h zu bedeutenden außerordentlihen Verwendun- gen für gemeinnützige Zwed>e die Mittel gewährt. : Im Allerhö<ften Auftrage Sr. ajestät des Königs erkläre i< auf Grund des $8. 26 der Provinzial-Ordnung den zwei- undzwanzigften Hannoverschen Provinzial-Landtag für eröffnet. y Nah dem S@hluß dieser Ansprahe brachte der bisherige Vorsißende des Provinzial-Landtages , " Kaiserliher außer- ordentlicher und bevollmächtigter Botschafter, C aGal Graf zu Münster-Derneburg, ein dreimaliges Hoh auf Se. Majestät den Kaiser und König aus, in welches die versammelten Mitglieder lebhaft einstimmten.

Vayern. München, 1. November. (W. T. B.) Das Ä Militär - Verordnungsblatt“ veröffentlicht [gon Kabinetsordre A lay enten Luitpold: s abe Mich entschlossen, der Arm [ Vork ite p Sea in der von Meinem unvergeßlihen Herrn Vater erbauten Se eernae zu errihten. Mit der Entwer- fung und Auéführung dieses Denkmals auf Rechnung Meiner Privat- kasse habe Ih den Bildhauer und Erzgießer Ferdinand von Miller beauftragt.“

Oldeubürg. Oldenburg, 1. November. Der Groß - herzogl iche Sf ist heute aus Eutin na< Oldenburg

zurückgekehrt. ¿burg - Sondershausen.

genommene sich diese im

Schwar Sondershausen, 30. Oktober. (Leipz. Ztg.) Der Landtag ist, nahdem er die Vorlagen der Regierung angenommen hat, am Sonnabend vertagt worden.

Walde>. Pyrmont, 31. Oktober. (Karlsr. Ztg.) Heute Vormittag 10 Uhr erfolgte unter imposantem Gepränge die vorläufige Beiseßung der Leiche der Fürstin

elene. Am Montag findet die Ueberführung der Die nah dem Erbbegräbniß der Fürstlihen Familie in Rhoden statt.

Deutsche Kolonien. Die Unruhen in Ost-Afrika dauern unvermindert fort. Nach einem Telegramm der „Times hat der kommandirende Admiral des deutschen Geschwaders in Zanzibar nah Bagamoyo, wo allnähtli< Kämpfe stattfinden, eine Garnison von Marinetruppen verlegt. Die Boten, welche die deutsche Gesellschast zu den Ansiedlern nah Mowapwa sandte, seien am leßten Freitag an der Küste ermordet worden. Dr. Hans Meyer, dessen Expedition nah dem Kilimandscharo aufgelöst wurde, befindet sih La ngeblich soll, um ihn und seinen Be-

[eiter Baumann aus den Händen der Eingeborenen zu be-

eien, ein Lösegeld von 1200 Pf. Sterl. gezahlt worden sein. Der Direktionsrath der Deutsch-Ostafrikanischen Bat hat si jüngst in dem Sinne s{lüssig gemacht, daß es Pflicht aller Betheiligten sei, die einmal vertragsmäßig gewonnenen Positionen an der Küste Ostafrikas niht preiszugeben, sondern Alles aufzubieten, um wieder in den Besiß der verloren gegangenen Plätze zu gelangen.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 1. November. (W. T. B.) Außer n fehr Berzlidiai Glüd>wunsch-Telegramm des Kaisers an den Kaiser von Rußland anläßlih der glü>lihen Errettung der Kaiserlichen Familie bei dem jüngsten Bahnunglü> ist von dem Minister des Aus- wärtigen, Grafen Kálnoky, Namens der österreihis<- ungarishen Regierung ein ebenso herzlihes Glü d>- wunsch-Telegramm an die russis<he Regierung ab-

esandt worden. /

ges Dem heutigen Dankgottesdienst in der russishen Kapelle wohnten der russishe Botschafter Fürst Lobanow mit dem Personal der russishen Botschaft, der Minister des Aus- wärtigen Graf Kálnoky, Sektions-Chef von Szögyenyi, sowie die Botschaster Prinz Reuß und Paget bei. Vor dem Gottes- dienst hatten der Graf Kálnoky und die beiden Botschafter dem Fürsten Lobanow ihre Glückwünsche ausgesprochen.

2. November. (W. T. B.) Gegenüber den unrichtigen Meldungen slavischer und französischer Blätter und der „Jndé- pendánce belge“ über den Zwischenfall in Belovar ist das „Fremdenblatt“ in der Lage, aus zuverlässiger Quelle mitzutheilen, daß die vom Kaiser gegen as Bischof Stroßmayer ausgesprohene Rüge vom Va- tiflan vollkommen zustimmend aufgenommen worden ist, und daß au das Entschuldigungsschreiben, das der Bischof in Folge der Aufforderung des Kardinals e ny an diesen richtete, den peinlichen Eindru> des st. Z. nach Kiew gesandten Telegramms im Vatikan nit zu beseitigen vermochte, wenn au< der Papst \si< niht entschließen konnte, weitere Konsequenzen der bereits gerügten Haltung des Bischofs folgen zu lassen.

Großbritannien und Jrlaud. London, 31. Oktober. (A. C.) Bie „Times“ ist in der Lage, mitzutheilen, daß ein Vertrag zwischen der britischen Regierung, der bri- tishen Nord-Borneo-Gesellshaft, dem Radschah von Sarawak und dem Sultan von Brunei zur Er- rihtung eines britishen Protektorats über die Gebiete der drei Lehteren abgeschlossen und von diesen bereits unter- zeihnet worden ist. Die Unterzeihnung des Sultans von Brunei erfolgte erst ganz kürzlih in Folge der Mission Sir Hugh Low's na< Brunei. P

Die Kosten der Expedition na<h Sikkim werden auf 150 Lakhs Rupien (1 Lakh = 10000 Pfd. Sterl.) ver- anshlagt. Dem Vernehmen na< wird der frühere Resident in Leh, Ney Elias, die Friedensunterhandlungen mit dem cinesi chen Sr E beginnen, sobald der Leßtere in

atong eingetroffen ist. ; : T Aus * alt utta, vom 28. Oktober, wird der „Times“ gemeldet : j /

Der Feldzug nah den Schwarzen Bergen ist thatsählih

nd der Widerftand des Feindes gebrochen. entsteht

jegt e widlige La wir R vie wilden Bergstämme

Landtage zur gutachtlihen Aeußerung gemäß der im Schreiben vom

en. j An die Feier {loß si< das Dejeuner an, welche! Majestät der König iren: erlauhten Gaste in den prächtig aus-

/

14, Dezemker 1886 enthaltenen Bitte ein Geseßentwurf, betreffend

rage i zwingen wollen, S Grenze zu abten. Die Ueberzeugung wächst, daß es absolut nöthig sein wird, den Indus zur Grenze zu machen,

rmee zum Rubme und zum *

Ï bei Ï niht die Lokomotive, sondern der massive Waggon des Allerdings ging der Kaiserliche Extrazug Geschwindigkeit von 40

um weitere S weile hat der erhalten,

g e fs hanner.

in d noch trozig. e met

telegraphirt:

Die Hassanzais haben ihre Buße gezahlt und den zweiten britishen Unterthanen, welchen sie im veroen hatten, ausgeliefert. Hierdurch ist ibre Die dritte Kolonne marschirt auf britis<es Gebiet zurüd. Ein Allai- « Häuptling wollte die auferlegte Buße fönlih unterwerfen. Die erste Kolonne rüd>t deshalb morgen gegen Die gesammten militärischen Operationen werden voraus- sihtlid in etwa 5 Tagen beendigt seir. Ueber die neuesten Vorgän

ihn vor.

aus Rangun U. d. 27, „Ta-do und Nga-C

führer, find von der Polizei im Pakoku-Distrikt getödtet worden. Die Lieutenants Gaftrell und Alkinson

Prätendenten von Set

einer’ ftark befestigten Stellung in Kyouks ee an und vertrieben ihn O zweistündigem Gefecht daraus. Unser Verlust beträgt 4 Todte

Un 14 Verwundete. verwundet.

ermordet. Bestrafung abzusenden. gegen den

Ober- und Unter-Birma in

werden die westli<en Karennees wahrscheinli zu Verbündeten baben.“

Frankreih. Paris, 1. November. dem heutigen Ministerrath theilte der Auswärtigen mit, daß er eine Depesche erhalten habe, in

welcher die glü>lihe Err

land und der Kaiserlihen Familie bei dem shweren

Eisenbahnunfall in Borki den Vertreter Frankreichs beauftragt, dem Minister französishen Regier

suchen, dieselben dem Kaiser und der Kai erlihen Familie zu

übermitteln.

Rußland und

(W. T. B.) Ein Teleg

aus Moskau vom heutigen Tage, 1/4 Uhr trafen der Kaiser und die Kaiserin mit ihren Kindern hier ein und begaben \si< vom Bahnhofe durch die Stadt nah der Kathedrale zu dem bilde, woselbst sie ihre Andacht verrichteten. die Majestäten nah dem Kreml, in

und nah der Uspenski-Ka

Nachmittags erfolgte die Weiterreise der Kaiserlichen Familie

nah Gatschina.

Nah weiteren Meldungen aus Moskau wurden der Ka iser und die Kaiserin bei ihrem Eintreffen von den Spigzen der

Behörden, den Ständen un hofe feierlih begrüßt und Geläute aller Glo>en im Stadt und nah dem

ranstalten standen zur auf den Straßen. Kirchen Aufstellung

die berichtet

über Borki

weiter

Verkehrs-Ministers. nur mit einer aber die Stöße des wagens waren so heftig,

Verwüstungen anrihteten und Wagen, in welchem \si< die Ma jestäten befanden, wurde der

oden herausgerissen; ¿die

damm und wurden mit dem

fürstin

saß nah

Olga rets

unverletzt.

Großfürst Eltern

Von

Majestäten {webten, <ritte vom Kaiser reichte,

Niederlande.

fahr vorhanden sein. Der

heute telegraphish na<

bald dahin begeben.

ausgegeben werden. Griechenland.

hörli aus, die Königsfamilie sah, dem prächtigen Schauspiele

nd wurde vom Volke jubelnd begrüßt. Bei

diner, welches im Palais st Herzog von Sparta das Admiral von Sterne> ha Prinzen. Nach dem Diner Der Herzog von Ed auf der „Alexandra“ ein D nonig, die Mitglieder der

Gegen alie

s agi G d E Fair al Rei ide T Bs

é e do

gab er sich na Maiden und inipita Le Bed Bachrai und- Ghari sind Tiaanat worden.

Kaschmir-Soldaten sind na< Mande

Chaagarazais verhalten si< streng neutral. Di

au8gezeichnet bewährt ; im Guerillakfriege Höft verwendbar. Aus Maidan (Jndien),

. Das Lager des Feindes wurde Chins baben einen Raubzug von Indin aus unternommen, eine Anzahl Frauen und Kinder wegges<leppt Es wird für nêthig gehalten, Ein anderer Häuptling der öftlihen Karennees aufbrechen, wel<her in das Land der uns tributpflihtigen Stämme eingefallen ist und sih weigert, unsere Herrschaft anzuerkennen.

Polen. St. Petersburg, 4. Yovember.

Kreml. ehransi Dichtgedrängte Volksmassen, sowie die Le

Die Geistlichkeit hatte vor den genommen. der Kaiser und seine hohe Gemahlin auf die rothe Treppe hinaus und begrüßten wiederholt das jubelnde Volk.

2. November. (W. Ursache wird,

hinausges<hleudert fiel den Bahndamm hinab, blieb jedo<h glüd>liher Weise

in demselben Sagen befand, lag einige Minuten

unter den Trümmern, wur

n der ungeheuren Heftigkeit des Stoßes, den dieser Wagen

erhielt, sowie von der Größe der Lebensgefahr, in der die zeugt die Thatsache, daß

stehender Diener,

und der Hund des Kaisers neben ihm getödtet wurden.

Haag, 1. November. (W. T. B.) Der Zustand des Königs hat si< in dung ungünstiger gestaltet, doch so

Schloß Loo berufen und hat si als: Gutem Vernehmen Abend ein offizielles Bulletin über den Zustand des Königs

Athen, 1. November. Während des gestern nah dem Tedeum im Königlichen Schloss stattgehabten großen Empfanges brachte die vor dem Palais versammelte Volksmenge dem Ovationen dar. Die Jllumination fiel nf Glänzendste

ifzüge dieser Stämme zu verhißdern. Mittler- dirende General Mc Queen Befehl und gesammte

wehrfähige g M 3s

ade des Generals

zu rüd>en d Thakoti haben 1500

Die im Kh ihre Beweglichkeit ist namentli vom 30. Oktober, wird Jahre gefangen genommen ige Unterwerfung dargethan.

zahlen, dagegen sid nit per-

ge inBirma wird der „Zie s“ Oktober berihtet : . hak, zwei berüchtigte Insurgenten-

griffen am 25. d. M. den kya mit 123 Mann Militärpolizei in

Atkinson wurde {wer zerstört. Die

Lieutenant

und 9 Personen eine Expeditiou zn ibrer Zug wird im Dezember

Die Expedition wird bon ¿wei Divisionen aufbreGen, und wir

(W. T. B. n Minister E

ettung des Kaisers von Ruß-

mitgetheilt wird. Er habe deshalb in St. Petersburg, Laboulaye, von Giers die Glü>wünsche der

ung d e Ra mit dem Er-

ramm des „Regierungs-Anzeigers“

meldet: Heute Nahmittag

JZwer'shen Mutter-Gottes- Hierauf fuhren das Tshudow'’sche Kloster

thedrale. Um 4 Uhr 40 Minuten

d vielen Deputationen auf dem Bahn- unternahmen alsdann unter dem offenen Wagen eine Fahrt in die

Alle Häuser hatten Festshmu>

H glinge der

en Paares Thüren der Kreml angelangt, traten

Begrüßung des Kaiserli

Jm

T. B.) Wie dem „Grashdanin“ des Eisenbahnunfalls entgleiste eigentli<h zuerst

Werst pro Stunde, entgleisten \{<weren Minister- daß sie vor und hinter demselben Wagen zertrümmerten. Von dem

Jnsassen stürzten auf den Bahn- Waggondach bede>t. Die Groß- im nächsten Wagen, welcher wurde. Die Prinzessin Michael,

der si<h mit seinen

e aber gleihfalls niht verlegt.

ein nur zwei der ihm soeben Kaffee

Folge einer Halsentzün- feine unmittelbare Ge- hiesige Arzt Dr. Vinkhuyzen wurde

na< wird heute

(W. T. B.)

Königlichen Paare unauf-

umgeben von den

ürstlihkeiten, vom Balkon des

losses aus zu, dem Familien- attfand, trugen der König und der Großkreuz des Stephans-Ordens- tte seinen Play neben dem Kron: ielten die Majestäten Cercle.

n burg wird am nähsten Montag

n. 800 har geruüdt. Die e Parari Sayads yber ausgehobenen Leute

haben. fremden Fürst idfeiten anwesenden 5 griehischen

Rumänien.

grad ernannt.

Serbien. König und die Minister-Resfidenten

.Y

Gestern empfing der König und Gruic in längerer Audienz.

König in einer am 12.

darauf hinweist, daß die Produkte und Fabrikate tend erhöhten Branntweinsteuer

dung zu den laufenden

kommen könne. einen oder den anderen die Gesellschaft befördern zu könn in ägung zu nehmen, wie d einnahmen am vortheilhaftesten

rung für Arbeiter, Er eihterung munen, Verminderung der Grund Lasten des platten Landes jowie der Schiffahrt. ihre Zustimmung i wurde der Pans inister mit de betraut. Auf den Antrag

sofortige Niedersezung einer stehenden 2Zwe>.

Die rutto-Einna nen haben in den drei ersten 15 833399 Kronen oder 1 1 100 000 Kronen mehr als in jahres betragen.

Amerika.

an den er den

ae Briefes

wesentlichen FJnhalt und der resümirte. Murchison habe de \{hwiegenheit versichert, welche dur den Vermerk „Privatim“ Sa>ville habe einem Bürger ertheilt, wie er sein Wahlrecht bei

Anderer zu beeinflussen. Derbriti

he kanischen Regierung

fehlen lasse, niht gut Aufmerksamkeit ständen erhebe sih die Frage, ob vereinbar statten, der Regierung angethane Bes

seiner Erwiderung noh<

Ertheilung von Rathschlägen an

seines britishen Regierung gelenkt worden, aber wendig,

ei auf das

Erwägung ziehe, ob

unterhalten könne.

Fürfilihkeiten und der österreihishe Admiral von Sterne> en erhalten i

fremben Füesliggteiten feier es Köni Spezial-Ab dten di

Arte a

Bukarest, 2. November. (W. Aan Vacaresco ist zum diesseitigen Gesandten in e

Belgrad, 1. November. (W. T. B.) Der Regierung ließen

, Schweden und Norwegen. Sto>ho1m, 30. Oktober. Wie die heutige „Post- o< JInr.-Tidn.“ mittheilt, : i d. abgehaltenen Staatsraths- sibung eine Erklärung zu Protokoll gegeben, in welcher er in Folge der erhöhten fremder Länder

so große Ueber shüsse haben werde, daß ( jährlihen Staatsausgaben selbst bei einer normalen Entwickelung des Budgets niht Die fih hierdur< darbietende Aussicht, den Zwe> von größerer Bedeutun

König erinnerte e gnt zunächst an eine Altersversiche-

Nachdem sämmtlihe Staatsrat dieser Anregung ausgesprochen

ut. Au J dieses Ministers genehmigte der König in einer gestern aigehaltenen Staatsrathssißung die ommisfion zu dem

hmen der Staatseisenbah-

841 151 Kronen mehr und die Ab- lieferungen an das Staatscomtoir 5100000 R

Washington, 30. Oktober. Staatssekretär Bayard Ee eve

Antwort

zu bewahren wünschte. der Vereinigten Staaten Rath

und Vize:-:Präsidenten der Vereinigten Staten ausüben solle, um, wie es in seinem Schreiben a ist, auh<h

Aeußerungen gegenüber Vertretern der ( gemachten Vorwü Vorgehen und internationalen Verkehr es gemacht oder desavouirt, trozdem seine darauf gelenkt wurde.

heit, e E und Souveränetät der

ei, dem Vertreter einer fremden politishen Handlungsweise der i himpfungen zu empfangen und ohne Mißbilligung zu beantworten, sondern vielmehr dieselben in \ noch zu wiederholen und si ferner in die inneren Angelegenheiten der R Staaten zu mischen dur

ihres Verhaltens als amerikanishe Bürger. reibens lagt Bayard: die

ohne Erfolg.

daß die amerikanishe Regierun Selbstahtung und der Unantastbarkeit i wägu sie noh fernerhin Beziehungen britannien dur Vermittelung des gegenwärtigen

Heute fand in Gegenwart [ ; iben Ses c ber E Eröffnung der

T. B.)

heute dem

dem jüngsten

Jovan Ristic, Garaschanin

hat der

ollabgaben auf e E Lts fe R ie aatsfkasse künftig deren Verwen-

in Frage

für en, mahne daran, bei Zeiten ie Uebershüsse der Staats- zu verwenden seien. . Der

der Steuerlasten der Kom- steuern und der militärischen an Maßnahmen zur Hebung

damit lieder atten, n erforderlichen O

in Frage

Quartalen dieses Jahres / ronen oder der gleichen Zeit des Vor-

(R. B.) Der peslexn ein Schreiben and, in welhem

Murcison'\<hen Lord Saf>ville's m Gesandten seine Ver- der Leßtere gleichfalls Lord

des

der Wahl eines Präsidenten

dié Stimmen Gesandte habe ferner in seinen resse die der ameri- e, daß sie in ihrem an Treue und Glauben

Unter diesen Um- der Würde, Sicher- Vereinigten Staaten Regierung zu ge- amerikanischen

es mit

rüßere Landsleute bezüglich Am Sgtluß ufmerksamkeit der Benehmen Lord Sa>ville's

Es erscheine somit noth- in Wahrung ihrer rer Einrichtungen, in mit Groß- Gesandten

Das „Deutsche Tageblatt

fahrt, welhe er na< dem Süden seines Augenmerk der öffentlichen Meirung in als alle vorhergegangenen Stadien der dem Hofuuge

wurde. WMittle im Fahrdienstbetriebe seine fahren; die freudige Erregung des

niht minder groß und äuß Kaiserlihe Zug anhielt , für den Monarchen und sein Haus.

den wesentlihen Inhalt der gesam Alexander?s

Kette und liefern den unwiderleglichen inmitten seines Volkes auf

inbli> darauf,

nit gering s{häßen im L gern einer

zu den überzeugten An

r Europas Schi>ksal ebenso wichtig, a meinung jenes mächtigen verhängnißvoll werden würde , niht an Bestrebungen mangelt, folgen und nur vor der Autorität Insofern kommt der Huldigungstribut,

ejeuner geben, zu welhem der Königlichen Familie, die fremden

gegenwärtigen Repräsentanten desselben,

Zeitungsftimmen.

Die Heimkehr Kaiser Alexander's von heit nah den kaukasishen Provinzen unternommen hatte, sollte das begegnete und in alarmirendster rweile hat der wirklihe Sahverhalt ein authentische Errettung seines Herrs<ers aus \{ erte \sih auf allen Stationen in den begeistertsten Loyalitätsbezeigungen digungen, wel<he das <arakteristishe Moment und, man fann sagen, bilden, zu einer vom Fung s zum Ende ununterbrochenen tare Gewalt, welche das persöalihe Erscheinen des russischen Herrschers

und Und auth diesseits der raf i Grenze

weles Kaiser Alexander von seiner Reise dur< den Süden beim ea gehört. Die bekannte Willenameinung Kaiser Alexander's ift Ü

Monarchen dem zumal es

den gra schaften im Süden des Reichs dem russishen Zarenthum und dem

schreibt : Rußland von der Besuhs- ungeheueren Reichs, insonder-

höherem Maße auf sich lenken, Reise, des Unfalles wegen, der Weise gedeutet Febler Klarstelung er- russishen Volkes ob der werer Gefahr bleibt darum wo der

So s<ließen si die Hul- mten Kaukasusfahrt Kaiser eweis für die geradezu elemen-

Sinn desselben ausübt. wird man das Rui,

ringt, daß der nordishe Souverain friedlihen und versöhnlichen

[8 eine gegentheilige Willens- eden der Welt in Rußland ohnehin kriegerishe Ziele ver- Kaisers \si< beugen. zablreihe Völker-

die des

‘ung ‘ließen russischen Persiani anläßlih der glü>lichen Er- rettung des Kaisers Alexander bei Eisenbahnunfall ire Glüd>wüns<e ausdrüden.

rihtet haben, au der Allgemeinheit zu Gute, wel<e in der Erhal- M und Befestigung des Weltfriedens das erstrebenswertheste und all volksthümlihe Ziel der europäischen Staatenlenker erbli>t und re<t wohl weiß, wer in Rußland das ungestüme Drängen des Pan- slavismus einzügelt.

In dem „Deutschen Tageblatt“ lesen wir unter der Ueberschrift „Die wahren Gründe der Brotvertheuerung“ : Der ursählihe Zusammenhang zwischen Getreidezöllen und Brot- vertheuerung ift ein wirthshaftlihes Dogma, dessen die freisinnnige Parteileitung im Interesse ihrer agitatoris<hen Bearbeitung des Vol zu Oppositionszwe>en durchaus nit entrathen kann, und dessen sie aus Lj wieder im Hinbli> auf die soeben vollzogenen Wahlen in ausgiebigster Weise in Wort und Shrift \si< bedient hat. Wie <le<t es um die sahli<he Begründung dieses Tendenz-Dogmas aus- ebt, ift seinen Verkündigern \{<on oft genug nahgewiesen, von ihnen aber stets ignorirt worden. Nicht, um jene Leute u belehren, die nit belehrt sein wollen, sondern zur Seruna der objektiven wissen- schaftlichen Erkenntniß von den wahren Ursachen der gegenwärtigen Brotpreiserhöhung sei desbalb auf die Vorgänge verwiesen, denen der amerikanische Getreidemarkt zur Zeit zum Schauplatz dient. In einem P Briefe des streng freibändlerishen „Journal des Débats“ beißt es:

, «Gerade in dem Augenbli>, wo die Pariser Blätter uns die Einzelbeiten aus den dur die Brotpreiserhöhung in St. Quen und St. Denis verurfaten fleinen Volksaufläufen mittheilen, sind wir von demselben Mißgeschi> bedroht, aber avg cinem ganz anderen Grunde. Bei Ihnen ist der Brotpreis gestiegen, weil, wie es den Anschein hat, der Getreidevorrath niht zulangt. Hier ift er gestiegen, weil wir zu großen Se haben, weil wir Getreide aus- führen können und weil die Spekulation sih dieses Umstandes be- mächtigt bat, um à la hausse zu spielen. Tage stieg der Scheffel Weizen von 1} auf 2 Dollars, das Faß Mehl von 14 auf 1} Dollar, je nah der eshaffenheit. Dieser Bôörsencoup wurde hauptsähli<h dur< Mr. Hutcinson aus Chicago ausgeführt , alten „Huth“, wie man ihn nennt; er joll bei diesem Geschäft 3 Millionen Dollars, das sind mehr als 15 Millionen Francs, ver- dient baben. „Mehrere Häuser sind zusammen ebrohen, und ni<ts- destoweniger ift der wirkliche Preis, den die Bä>er zahlen müfsen, furhtbar aufges<hlagen. Seit Jahren hat der normale Preis des Sceffels immer etwa einen Dollar betragen, eher weniger, denn mehr. So oft er e e D erreihte, oder gar um ein Geringes Überschritt, herrshte an der Produktenbörse jedesmal große Aufregung. Heute find wir bei zwei Dollar angelangt, unter dem Vorwande, daß die Ernte in Europa überall feblgeshlagen sei und der Vebers<uß der en Getreideerzeugung zur De>ung des Ausfuhrbedarfs niht inreibe.

__ So der New-Yorker Korrespondent Les genannten Pariser Blattes. Wäre das deuts{freisinnige Dogma, daß die Getreidezölle den wirk- lichen Grund der momentanen Brotpreiserhöbung bildeten, zutreffend, so müßte folgerihtig das Brot in Deuts{land theurer sein der höheren Getreidezölle wegen als in Frankrei, in Frankrei wieder theurer als in dem kornzollfreien England; in Amerika aber müßte man das Brod nahezu geschenkt erbalten. Tatsählih ift das gerade _Gegentheil der _Fall, und zwar, wie leiht zu ersehen ist, deshalb, weil ni<t der Zollbetraz, sondern die Zügellosigkeit ,_ der Getreidespekulanten den Preis der

rotstoffe und damit in leßter Instanz des Brotes normirt. Wir finden daber die geringsten Preis|<wankungen da, wo die Spekulation ih am meisten dur< den regulirenden, stabilisirenden Einfluß von Getreidezöllen gezügelt sieht, die abenteuerlihsten Sprünge aber dort, wo das Börsenspiel seiner Willkür freien Lauf laffen kann. Au ein franzôsishes Fachblatt, „Le Travail national“, weist auf diese Eon der Spekulation bin. Es bemerkt u. a.:

„Wer fällt nun dieser Spekulation zum Opfer? Einmal der roduzent, dann aber nibt minder au der Konsument, welche beide gezwungen sind, Unter dem kaudinis<en Joch der Spekulation zu \hreiten, einer Spekulation ohne Gewissen, welche si auf beider Kosten be: reihert. So geschieht es, daß in Amerika troy riesigen Getreides Überflufses, der einen billigen Preisstandpunkt bätte herbeiführen sollen, im Gegentheil Theuerung eingetreten ist. So geschieht es, daß der Brotpreis fünstlih in die Höhe geht, keineswegs immer in olge Unzulänglihkeit des Getreidevorraths und daraus herrührender Vertheuerung, sondern in Folge des Treibens der Spe- kulanten, welhe das Naturgesez zu ihrem Profit über den Haufen werfen. . .. Wird man Ängesihts solcher Thatsachen, die nit so selten sind, als Viele denken, no< zu behaupten wagen, daß der dem ausländishen Getreide beim Eintritt in Frankrei auferlegte ärmlihe Zoll von 5 Fr. für 100 Kilo Ursache der gegenwärtigen Vertheuerung sei? In der That beruht diese Ursache, wie wir ge- sehen haben, weit mehr in der Spekulation, und die wahren Marquis des theuren Brotes* sind nit unsere unglü>lihen Landleute, wie man s<âbigerweise in Frankreich selbst gesagt hat, sondern die inter- rae eut Spekulanten, wel<e nah ihrer Laune in Hausse und Baisse „machen“, *

Der „St. Petersburger Zeitung“ wird aus Deutschland geschrieben :

Die Festlichkeiten in Folge des Zollans{lusses von Hamkurg, denen Kaiser Wilhelm beiwohnen wird, lassen einen Rü>kbli> auf die Handelsentwi>elung dieser Hansestadt in den leßten vierzig Jahren, seit 1850, zeitgemäß erscheinen. Nah den darüber vorliegenden Mittheilungen aus amtliher Quelle hat sih der Einfuhrverkehr seewärts wie land- und flußwärts gehoben von 1 249 300 Doppel- Centnern im Jahre 1850 auf 76 865 000 im Jahre 1887. Der Werth der Einfubr ist gestiegen von 475 Millionen Mark auf 2285 Millionen Mark, alfo eine Zunahme um 615 bez. um 480%. Die Ausfuhr is gestiegen seit dem Jahre 1850 im Gewicht von 9 Millionen Doppel-Centner auf 37,6 Millionen, und zwar die eigentlihe Ausfuhr seewärts um das A<htfache, die Ausfubr landwärts um das Dreifache; au< im Werth hat die Ausfuhr seewärts sh um über das Vierfache, die Ausfuhr binnenwärts um über das Doppelte, von 199 bez. 348 Millionen auf 968 bez. 876 Millionen Mark vermehrt. Namentlich in den legten 10 Jahren ist die Steigerung eine sehr erheblide und ftetig zunehmende ewesen. Man darf in der That der alten Hammonia zu dieser tigen Entwi>kelung in der Vergangenheit Glü> wünschen. Es lieat darin eine {öône Bürg- schaft, daß das neue Hamburg, nachdem so viel für die Erleichterung der Verkehrsverbältnisse auf Grund des Le gethan C ift, einer Zukunft rei< an gedeihlider Entwi>elung ent- gegengeht.

An einem einzigen

Kunft, Wissenschaft und Literatur.

Das 10. Heft 34. Bandes (1888) von „Dr. A. Petermann's Mittheilungen aus Justus Perthes' Geographis<er Anstalt“ (herausgegeben von Prof. Dr. A. Supan; Gotha, Justus Perthes) hat folgenden Inhalt: Ueber die Temperatur- und Regen- verhältnisse der geauisGen Inseln, von Professor Dr. J. Hann; Die Eisverhältnisse de3 südöftlihen The:ils von Baffin-Land, von Dr. F. Boas; Neue Generalstab2aufnahmen von Europa, von C. Vogel (a topographishe Karte eines Theiles der Balkan-Halbinsel [Bul- garien und Ost-Rumelien], b. topographishe Karte von Serbien, e. topographis<e Karte von Spanien); Die Veränderungen, welche der Mens in der Flora Kaliforniens bewirkt hat, von Heinri Semler I ); Zur Stastistik Griechenlands, 11, von Dr. Bernhard Orn-

ein; Geographischer Monatsberiht, Bibliographie; Beilage : Literatur- bericht. Karten unter Redaktion von Dr. B. Hassenstein: Taf. 17 : Temperatur und Regenkarte von Japan, von Prof. Dr. I. Hann; Taf. 18: Die Eisverhältnisse des \üdöstlihen iles von Baffin-

aiser Alexander 11], ent-

Land, na den Beobachtungen amerikanisher Walfishfänger, von Dr. F. Boas (mittlerer Maßstab 1 : 6 000 000). fishfänger, vo

dem