1909 / 84 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

wurden. Seit dem Bestehen dieses Fonds find 807 Unterstützungen im Betrage von 74180 # ausgezahlt worden. Der "afrikafonds verfügt über 47 873 4 Vermögen und bewilligte im Berichtsjahrx 132 Unterstüßungen im Betrage von 6130 #4. Er hat elo bisher 21 150 46 an Unterstüßungen ausgezahlt. Für das Seemäannshaus- für Unteroffiziere und Mannschaften der Kaiser- lien Marine bewilligte der Verein ‘wie ‘in den Vorjahren auch im Berichtsjahre 1000 A. Auf dem Schulshif} „Groß- herzogin! Elisabeth" vergab er wiederum 5 Freistellen ; außerdem bewilligte er einer Reihe von Seemannsheimen im Ausland- und der evangelischen Seemannsmission in Stettin namhafte Beihilfen. Die Vereinszett\scchrift „Die Flotte“ wurde in einer Durchschnitt3- auflage von 375 000 Aborucken verbreitet und brachte über 50 000 46 Retineinnahme. Außerdem wurden die „Mitteilungen des Deutschen

lottenvereins* in 18Nummern an über 2500 Geschäftsftellen, Zeitungen,

ehörden ‘2c. versandt. Von den Wegweisern zu den Laufs bahnen in der Kaiserlichen Marine und in der Handelsmarine wurde eine Neuauflage nôtig. Außerdem wurden zahlreihe Flugschriften, Albums, Kunftdrucke, Vereinspostkarten, Kalender und Marinebilder- bogen vertrieben. Ferner vergab der Verein auch in dem Berichtsjahr wieder zahlreihe Lichtbilderjserien für Vorträge und veranstaltete Fahrten an die See für seine Mitglieder. Die diesjährige Haupt- versammlung des Vereins findet vom 2. bis 6, Juni in Ktel statt.

Erholungs stätten vom Roten Kreuz. In diesem Früh- jahr wird wieder eine neue _Erholungsstätte eröffnet, und zwar für Kinder, in der Nähe der Station C ichkamp bei Grunewald. Es stehen dann im ganzen 7 Erholungsstätten vom Roten Kreuz zur Verfügung: zwei für Männer (in Johannisthal und in der Jungfern- heide), zwei für Frauen (in Schönholz und in Eichkamp), drei für Kinder (in Schönholz, Sadowa und Eichkamp). Von diesen find je eine für Männer und für Frauen auch den Winter über geöffnet, die E:öffnung der anderen erfolgt Anfang Mai. Anträge um Aufnahme bei Erwachsenen erfolgen durch die Kassenärzte bei den Fran Fa rayer, sonst bei Erwachsenen und Kindern im Bureau, Friedrichstr. 207, Hof r. 11, werktäglih geöffnet von 10 bis 1 Uhr Vormittags. Der tägliche Verpflegungssag beträgt für Erwachsene 55 S, für Kinder 50 S.

Der Rektoren-Verein der Provinz Brandenburg hält seine 24. Hauptversammlung Dienstag, den 13. April, Vor- mittags 11 Uhr, im Festsaal des Charlottenburger Nathauses ab; den Hauptgegenstand der Verhandlungen bildet das Referat des Rektors Klare-Charlottenburg über das Thema „Welche Forde- rungen stellt die Gegenwart an die Organisation der Volksschule ?" Im Anschluß an die Versammlung findet um 4 Uhr etne Besichtigung der Waldschule statt.

Der Vorstand (engere Ausschuß) des Hauptaus\{chGusses zur örderung von Leibesübungen in Groß-Berlin hielt dieser age unter der Leitung seines Vosißenden, Professor Dr. H.

Albrecht seine konstituterende Sihung ab. Es wurden zunächst Referenten sür die einzelnen Arbeitsgebiete bestellt, die die Aufgabe haben, alle wihtigen in ihr Gebiet einschlagenden Vorgänge zu ver- folgen und darüber zu berichten. Ferner wurde als Grundlage für die weitere Arbeit eine umfassende Bestandesaufnahme aller am Turnen, Spiel und Sport beteiligtea Vereine usw. auf Srund eines bis ins einzelne au9gearbeiteten Fragebogens beschlossen. Letzterer wird, wo Gauverbände usw. bestehen, an diese versandt, sonst an die Einzelvereine. Alle interessierten Organisationen, die keinem Ver- bond angeschlossen sind und einen Fragebogen innerhalb der nätsten Wochen nit erhalten haken, werden gebeten, ih mit der Geschäftsstelle des Hauptaus\{husses (Berlin SW. 11, Defsauerstr. 14) in Verbindung zu setzen. Eine fernere wihtige Aufgabe des Haupt- aus\chusses ist die Beschaffung von Geldmitteln. Es wurde beschlossen, zu diesem Zwecke einen Aufruf zunächst an die Behörden, sodann aber auch an die weitesten Kreise der Oeffentlichkeit zu richten. Sqließlih wurden eine Reihe von Gesuchen erledigt.

Der „Kosmo8s8*, Gesellshaft der Naturfreunde in Stuttgart, der Dürerbund und der Oesterreihische Reichsbund für Vogelkunde und Vogelschuyßz in Wien wenden fich in einem Aufruf an alle Freunde der Natur mit der Bitte, ihnen zur Einrichtung cines Naturshutuparks im Alpengebiet behilflih zu sein. Sie verweisen dabei auf einen von Dr. Kurt Floericke in Heft 4 der Zeit- {rift „Kóosmos* veröffentlichten längern Aufsatz, der diesen Gedanken beredt begründet. Dr. Floericke führt darin u. a. folgendes aus: Niemals hat der Mensch unsinniger, unerbittliher, grausamer und rüdsichtsloser unter der Tter- und Pflanzenwelt gehaust als während der letzten fünf Jahrzehnte. Klingt es niht wie shneidender Hohn, ist es nicht cine grausame Ironie des Schicksals, daß gerade das viel-

erühmte Zeitalter der Naturwissenshaften unsere Natur so verhunzt hat wie kein ande:e8? Zuerst traf die Autrottung diejenigen Tierarten, „die von Natur aus -infolge ibrer Nahrung als Mitbewerber für den egoistishen und engherzigen Menschen in Betracht kamen, also vor allem die Raubtiere und Fischfrefser. Wo find sie hin, die Neiher- und Kormorankolonien, die Bären, Luchse, Wildkazen, Nörze und so viele andere, wo sind die Steinadler geblieben und die Bartgeter, an deren herrlihem Fluge ch noch por ein paar Jahrzehnten jeder Besucher der Alpen erfreuen konnte? In die entlegensten Wildnisse find fie verdrängt, und au dorthin folgt ihnen unerbittlich der Jäger. Die Fischereiberehtigten haben selbst der harmlosen Wasfseramsel und dem

Südwest- -

wunder Ines Eisvogel, diesem fliegenden Edelstein unserer Gewässer, den -Krieg erklärt. Unter diesem s{honungslosen Kampf verödet unsere Natur mehr und mehr, daß es immer stiller, unheimlich still in unseren Wüäldern und Fluren wird. Selbst die harmlose Kleintierwelt hat \{chwer gelitten und ist vielfach zur Auswanderung gedrängt worden durch die 1raurigen Folgen, die unsere Kultur für andere Lebewesen mit sich gebraht hat. Die Vernichtung der Feldhecken, des Unter- holjes im Walde, das Ausmerzen der alten bohlen Bäume beraubt selbst unsere Singvögel mehr und mehr der gewohnten Brutstätten. Das Trockenlegen aller Sümpfe und Moräste, das Regulieren der Wte un Flüsse verdrängt alle die vershiedenen Arten Sumpf- und asservögel.

Jedoch die Natur läßt #\ch nicht\potten, si nicht ungestraft verhunzen. Ste wehrt si gegen die selbstsühtige Herrschaft, die der Mensch über sie ausüben möchte, und schon machen si allenthalben die sckädlichen Folgen dieser furzsichtigen und einseitigen Behandlung geltend, die ihr gegenüber Platz gegriffen hat. Die Wälder liefern nit die Erträge, auf die der Forstmann glaubte rechnen zu dürfen, denn die Verwand- lung in einförmige, gleihmäßtg abgeholzte Bestände bot der verheerenden Gewalt der Stürme freizs Spiel, begünstigte den Ausbruh von allerlei Pflanzenkrankheiten und die unheimlihe Vermehrung der verschiedensten forstschädlihen Insekten; die Vernichtung des Unterho!zes hat in vielen Gegenden schwere klimatishe Nachteile mit sh gebraht. Das Cin- dämmen der Ströme hat diese ihrer natürlihen Jnundatton9gebtete be- raubt und verursacht, wenn einœwal der s{üzende Damm durchbrochen ist, um so fürhterlichere Ueberschwemmungen. Dle rasche Abnahme der Singvögel hat ein Ueberhandnehmen der Pflanzenschädlinge in der Kerbtierwelt bewirkt, und selbst die chonungslose Vernichtung des Raub- zeugs ist nicht ohne verhängnisvolle Folgen geblieben. Seit die Adler in den Alpen nahezu ausgerottet sind, hat dort die Gemsräude er- shreckend um {ih gegriffen, weil eben das Raubdtier fehlte, das die kranken Individuen vernichtet, ehe sie thre Genossen anstecken können. Das Verschwinden des Habichts hat in vielen Gegenden eine rasche Vermehrung der Eichhörnhen im Gefolge gehabt, die alle Baum- sämereien verzehren und alle Vogelbruten vernichten. Wo man Bussarde und Störche ausrottete, da haben si die giftigen Kreuzottern so unheimlih vermehrt, daß man“ jeßt bestrebt ist, die veitriebenen Räuber künstlih wteder anzusiedeln.

Es konnte nicht ausbleiben, daß einsihtige Männer auf die traurigen Poigen dieser unsinnigen Vernihtungswut aufmerksam wurden, und so eßte {hon vor einem halben Jahrhundert eine Bewegung zum Schutze der Tiere und Pflanzen ein, die sich aber auss{ließlich auf das Utilitaritätsprinzip gründete, also die Shonung des Tieres ganz von seinem angeblihen Nußen oder Schaden abhängig machte. Jeßt beginnt in Deutschland eine andere Auffassung des Naturshotes sich durhzusezen. Vorgeschrittene Geister haben das Nüßlichkeiteprinzip als völlig ungenügend verworfen Wir wollen z. B, etnen Vogel nicht deshalb s{chüßen, weil erx vielleiht {ädlide Insekten vertilgt, sondern wir wollen den Vogel schüßen um des Vogels selbst willen, weil er in seiner Art ein herrliGcs Ges{chöpf ist, ein Dichtergedanke gewissermaßen der schaffenden Natur, weil ohne die anmutigen Be- wegungen, die bunten Farben und die liebliden Gesänge unserer Vögel unsere Wälder und Fluren unendlih öôde, tot und traurig ersheinen würden. Und ift es nicht ein unfägli kleinliher Standpunkt, betra Anblick des im blauen Aether um starre Felszacken \{chwebenden Adlers gleich an den Junghasen oder das Rebhuhn zu denken, das er vielleicht im Magen haben könnte, statt ch rückhaltlos an dem äsihetisch-n Hoch- genuß dieser herrlichen, poetishen Erscheinung zu erfreuen? Deshalb trachtet die moderne Naturshußberwegung, alle Geshöpfe nah Möglich- keit zu erhalten, ganz besonders aber diejenigen, die durch unsere Kultur {on dem Ausfterben nabe gebracht worden find, gleih- viel, ob sie dieser Kultur nüßlih -oder {ädlich find. Dieser Standpunkt ist ja erfrevlicherweise auß {hon tin dem neuen deutschen Bogelschußzgeseß teilweise zum Ausdruck gekommen. Und wie mit den Tieren, so verhält es sich mit den Pflanzen. Keinen unserer herr- lihen, kraftstroßenden Waldbäume, keines der lieblihen Blumen-

Tinder möchten wir in unseren Forsten missen. Alles bildet ja ein zusammengehöriges, unauflöslißes Ganzes, und eben dieses Ganze wollen wir uns erhalt, wenn es natürlih auch nur streckenweise und in kleinen Nestbeständen mögli sein wird. Die neueste Nichtung der Naturshußbewegung aeht deshalb darauf hinaus, Naturreservate zu {hafen und kleine Anfänge dazu sind ja auch {on gemacht worden. Jn Professor Dr. Conweny in Danzig hatte diese Richtung ihren eifrigsten und erfolgreichsten Vo:kämpfer, dem es insbesondere auch gelungen ist, die staatlihe Behörde für seine Ideen zu gewinnen. Weiter bildete sich der Verein „Jord- land“, der das gleihnamige Inselhen bei Sylt für seine Zwecke erwarb; der bekannte Vogelshüßer Freiherr von Berlepsch pachtete im Interesse der Seevögel den sogenannten Memmert zwischen Juist und Borkum, auch die vogelreihe Hallig Norderoog foll demnächst erworben werden; dex Magistrat von Wien ist mit der Schaffung eines Wald- und Wiesengürtels um die \chône Kaiserstadt an der blauen Donau beschäftigt, wobei auch besonders Vogelshußgebölze angelegt werden sollen; andere Großstädte (München, Bremen, Elberfeld, Breslau usw.) sind gefolgt. „Koëmos" hat sih für die unversehrte Erhaltung der Garchhinger Heide eingeseßt, ist für den Hakel- und Westerwald eingetreten, ver- schiedene Heimatshußzvereine haben namentlich seltene oder besonders ehrwürdige Bäume und originelle Felsbildungen vor der Verñichtung bewahrt. Frau Kommerzienrat Hähnle in Stuttgart, die rührige Vorsigende des Bundes für Vogelshuß, hat eine Neckzrinsel bei Lauffen für Bogelschutzzwecke erworben, in den Alpen sind als Zufluchtsstätten

Unser «

bedrängter Pflanzenarten {on an verschiedenen Stellen Alpen, gärten entstanden, und es ist wohl kaum zu bezweifeln, daß in dey nächsten Jahren diese gate sich noch beträchtlich vermehren werdey

Aber bei alledem, so {ôn und so wertvoll und so nahahmun f, wert es auch ist, handelt es sch immer nur um kleine Fleckchen Erbe deren Erhaltung zwar die Rettung eines hübschen Naturbildes h, deutet, der unendlihen Not des Ganzen gegenüber aber doch niemgh von nachhaltiger Wirkung sein kann. Und doch muß gerade jy der Erhaltung des Ganzen, des typischen Landschaftsbildez mit seiner gesamten Fauna und F liegen, in der Schaffung eines möglichst großen Naturschug, parkes, also eine Art Yellowstone-Park im [kleinen In dem Park, der so groß als möglich gedacht ist, sollen nig nur Tiere und Pflanzen in threm

anzusiedeln, was ja auch der Wissenschaft zugute kommen würde zumal wir daran denken, mit dem Naturpark etne wissenschaftligy

Beobachtungsstation zu verbinden, falls die Mittel dazu ausreichen, Kein Schuß foll in diesem Naturpark fallen dürfen, sondern er foll ein, ungestörte Zufluchtsstätte bieten jür die bedrängte Tier- und Pflanzen, welt, in der sie ganz tm natürlihen Gleichgewicht threr Gigenart lebe, F darf, uns und unsern Nachkommen zur Freude und Belehrung. Wie uns dabei mithilft, der trägt bei zu einer Tat, die endlich eine wahr, haft großzügige Naturschugaktion bedeutet, die nicht nur edel un E wahrhaft menschlich, sondern auch im [{chönsten Sinne des Wort patriotisch sein würde, weil sie uns in unberührtem, jungfräulihen

Zauber ein gutes Stück von dem Herrlihsten erhält, was wir besigen;

von unserem unvergleihlich s{chönen deutshen Wald und seiner Lebewelt E Ostpreußen . + -

Naturforscher, Führer der Naturshußbewegung, Gelehrter, Schrift, Y Westpreußen - -

t Auch beträchtlihe Geldsumme, n Die Geschäftsstelle des Vereins „Ko8mez' (Stuttgart, Pfizerstraße 5) wtrd bis auf weiteres die Vorarbeiten unentgeltlich besorgen, wird aber, sobald Gewähr gegeben ist für Leitung und Ausgestaltung einer eigenen Organisation zu überlassen, Séhleswig-Holil. Wie Floericke versichert, will der „Kosmos“ keineswegs den schon be, F

Der erwähnte Aufruf, ist von einer großen Zahl namkhafty

steller und Künstler unterzeichnet. find {hon eingegangen.

eine gesiherte Weiterentwicklung, zurücktreten, um dite

ferner

stehenden Naturschußvereinen gegenüber als Mitbewerber auftreten, sondern er möchte bet dieser großen Aktion mit thnen Hand in Hand gehen, ja, er rechnet im Interesse der chönen Sache sogar zuversiht: lih auf ihre werktätige- Beihilfe. Die Verhandlungen mit den maß gebenden Stellen wegen Ueberlassung des geeigneten Geländes, daz

man ganz oder teilweise umsonst oder durch billige Erbpacht zu er Vürttemberg -

werben hofft, haben {hon begonnen.

London, 7: April. (W. T: B)

Rothenburg besuchen.

und gesunken. Die Mannschaft wurde gerettet.

Paris, 8. April. (W. T. B.) - In dem Gefängnis v Clairvaux meuterten mehrere antimilitärische Häftlinge, die

tbre baldige Freilassung erhofft haiten, aus Zorn darüber, daß der Senat in die Ferien gegangen war, ohne das von der Kammer an genommene Amnestiegesey zu erledigen. Nur mit Aufgebot von militärischer Gewalt gelang es, die Antimilitaristen zu beruhigen, Sie wurden \trafweise in Einzelzellen untergebracht.

Den Blättern wird aus Toulon pçemeldet, daß von bisher unbekannt gebliebenen Missetätern der Versuch gemaht worden

set, die Maschinen des Tauchboots ,Circ6ó* zu zerstören, | indem in die wichtigsten Näderwerke Eisenstücke hineingewo1fen wurden, i Die UntersuckEung habe ergeben, daß das Schiff beim ersten Haupt: F

manöver verloren gewesen wäre. Der verbreherische Anschlag habe

unter der Bevölkerung und unter den Seeleuten große Erregung

hervorgerufen.

Messina, 8. April. (W. T. B.) Gestern abend 9 Uhr 45 Mir erfolgte ein heftiger Er dstoß, dem ein donnerähnlihes Geräusd

yoranging.

Barcelona, 8. April. (W. T. B.) Gestern abend gegetn #

107 Uhr explodierte vor dem Hause der Straße Boegueria 4 32 u

rei N

Zwei von ihnen wurden, f nachdem sie ärztlihe Hilfe erhalten hatten, zur Verfügung der Be}

eine Bombe, die einen erheblihen Schaden anrichtete. Cafókellner wurden dabei verlegt.

hörden gehalten.

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Y

gegenwärtigen Zustande H erhalten bleiben, sondern es soll auch der Versuh gemacht werden, früher bei uns heimische, aber bereits ausgerottete Arten dort wieder

T Gine Gesellschaft voi achtzig Herren, zu der Fachmänner aus allen Teilen des Landes Medcklenburg- gehören, wird sih heute nah Deutschland begeben, um {ih mi i “7 den Methoden des deutshen Städtebaues bekannt zu macher, Die Reise erfolgt im Zusammenhang mit dem Bebauungéplangeseh, das im englischen Parlament verhandelt werden wird. Die Herren werden Cöln, Frankfurt a, M., Wiesbaden, Düsseldorf, Nürnberg und F

H Elsaß-Lothringen

Sheerneß, 7. April. (W. T. B.) Der Torpedoboots, j zerstörer „Bladlwater"“ ist in der vergangenen Naht auf der Höhe von Dungene ß mit einem Dampfer zusammenge s oßen

Galavorstellung. Das sensationelle Elit |

Theater.

Königliche Bchauspiele. haus. Geschlofsen.

Schauspielhaus. Geschlofsen.

Eiy Theaterbillettverkauf findet nit statt.

Sonnabend: Opernhaus. 10, Symphouiekouzert der Königlichen Kapell2 zum Besten ihres MWitwen- und Waisenfonds. Dirigent: ‘Herr Kapell} meister Nobert Laugs. Anfang 74 Uhr.

Schauspielhaus. Geschlossen.

Neues Operntheater. Sonntag: 165. Billettreserves saß. Dienst- und Freipläße sind aufgehoben. Madama Butterfly. Japanische Tragödie in 3 Alten. Nach F, L. Long und D. Belasco von L. Jllica und G. Giacosa, deutsch von A. Brüggemann. Musik von Giacomo Puccini. Anfang Uhr.

Deutsches Theater. Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Fauft. Anfang 7 Uhr.

Sonntag: Fauft. Anfang 7{ Uhr. Kammerspiele.

Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Der’ Arzt am Scheidewege. fang 8 Uhr.

Sonntag: Der Arzt am S@eidetvege.

Berliner Theater. Freitag: Geshlofsen. Soúnabend: Herodes und Mariamne.

Hebbeltheater. (Königaräßer Straße 57/58.) s bleibt die Kasse und das Theater ge-

chlofsen. Sonnabend und folgende Tage: Revolutions-

hochzeit.

Freitag: Opern»

An-

Neues Schauspielhaus. Karfreitag: Elias. Oratorium von Mendelssohn. (Mozarthor.) An- fang 8 Uhr.

Sonnabend: Alt - Heidelberg. (Karl Heinz: Harry Walden.) Anfang 7f Uhr.

Lessingtheater. Freitag ist die Tageskasse von 10—1 Uhr geöffnet.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Jbsen - Zyklus. (Außer Abonnement.) Hedda Sabler.

Feiertagssptelplan.

Sonatag, Nahmittags 3 Ubr: Nosenmoutag. Abends 8 Uhr: Dec König.

Montag, Nachmittags 3 Uhr: Die Weber. Abends 8 Ubr: Der Köuig. 0

Dienstag, Abends 8 Uhr: Zum 50. Male: Der König.

Schillertheater. Freitag: Geschlossen.

Sonnabend, Abend3 8 Uhr: Ein Volksfeind. Schauspiel in fünf Aufzügen von Henrik Jbsen. Deutsh von Wilhelm Lange. Ende 10} Uhr.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Kabale- und Liebe. Abends 8 Uhr: Die Zwillingsschwefster.

Charlottenburg. Freitag: Geschlossen.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Macbeth. Ein Trauerspiel “in 5 Aufzügen von William Shakespeare. . Ende 10F Uhr.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Braut vou Mesfina. Abends 8 Uhr: Der Herr Ministerialdirektor.

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten, Kantstraße 12.) Freitag, Abends 8 Uhr: Oratorium Johaunespasfion.

Sonnabend, Abends 7} Uhr: Operunaufführuug des Sternschen Kouservatoriums.

O. (Wallnertheater.)

Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.)

Karfreitag: Geschlossen. Sonnabend: Ferréol.

Thaliatheater. (Dircktion: Kren und Schönfeld.) Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Gastspiel August Junkermann. Oukel Bräfig. l.

Komische Oper. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Tieflaund. Hierauf: Dex Toreador.

Custspielhaus. freitag: Geshlofsen. Sonnabend : Geschlossen.

Triagnontheater. (Georaenstraße, nahe Bahnhof Friedri&straße.) Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Monsieur Alphouse.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Dex Satyrx. Abends 8 Uhr: Liebesgewiiter.

Montag, Nachmittags 3 Uhr: Der Satyr. Abents 8 Uhr: Liebesgewitter.

(Friedrihstraße 236.) Kar-

Konzerte.

Blíithner-Baal. Freitag, Abends 8 Uhr:

Populäres Kouzert des Blüthner-Orchesters. Dirigent: Ferdinand Neifter.

Birkns Schumann. Schluß! der Saison: Mittwoch, deu- 14. Avril. Karfreitag: Ge- \{lofsen, Sonnabend, Abends 74 Uhr: Große

þprogramm. Paet, der uuüibertroffene vier beinige Radfahrküustler. Torxoutos-Tri L Herren, in einem ganz neuen Genre.

Wild-West-Cowboy. Theror-Truppe, 8 Pe sonen. Clown Armandos Tierzirkus, u.

das boxende Känguruh. Um 94 Uhr: Gol der Seeräuber und- Mädchenhändler.

fetertag: Je D große Feflvorftellungen. Pläßen außer Gallerie.

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Familïennachrihten.

Vereheliht: Hr. Leutnant Heinri Köhler mi [F

Frl. Cara von Goldammer (Deuyh).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Leutnant Scheib! [F

(Jauer).

Gestorben: Hr. Wirklicher Geheimer Oberregierung“ A von Kurowsky (Berlin). “i

rat a. D. Friedrich Hr. Ministerialdirektor Wilhelm Schmidt (Schwei!

M.). Fr. Bianca von Baumann, geb. Flüg(!

(Loshwit). Verw. Fr. Kommerzienrat Mar! Linke, geb. Jansh (Hirschberg i. Schl.)

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Verantwortliher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburs-

Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlit

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verle(* Anstalt Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32

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094 650 8 140 8 200 93

9 421

84 726 3114 21 514

9 359 389 324 22 390 13 139 27 517 820 271 060 41 658 12 959

15 337 180 483 187 218

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21,32

22,39 21,61 22,08 23,43 22,46

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Im Reich. - . «

Württemberg - -

An vorbenannten 60 Marktorten . 53 Marktorten *) im Februar 1909 58 « Januar L 62 Dezember 1908 62 November , 65 Oktober 62 September 58 August

51 Jul 50 54 56

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57

Memmingen, Nördlingen, Mindel- heim, Weißenhorn, Shwabmünchen Reutlingen, Aalen, Pa

Babenhausen, Günzburg, 4, Minde

Bopfingen, Biberach, Geislingen, Ravensburg, Saulgau,Ulm, Langenau, E A Meßkirh, Pfullendorf, Stockach, ta

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26,00 24,00 22,67 22,25 22,50 9400 25,00 23,60 23,00 25,256 24,00 26,60 24,80

Dinukel, Feseu).

24,70

25,00

24,50

67 289 79 351 105403 104743 148948 163427 136719 77 574 48 847 46 163 66 025 48 108 60 082

6 457

6 718

1190

1 496 839 1 656 574 2 099 821 2 065 625 2 909 907 3215 042 2 688 031 1 555 444 1 020 681

963 055 1 417 238

996 938 1 246 867

152 511

157 405

28 053

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Ostpreußen . Westpreußen . Pommern . . - «

Posen

Sélesien . Sw{hleswig-Holst. Hannover .

Westfalen . . .. Rheinland. .

Württemberg . .

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18,00

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Rostock, Waren . Neubrandenburg, Friedland

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15,00 13/30

18,00

25,00 24,00 23,60 24,00 24,00 23,40 23,40 23,60 24,40 24,40 24,60 24,00

14 365 9 194 12 975 13 649 15 143 15 95 11 057 9 664 13 567 4 868 9 891 6 873 9 294

24,60

18,00 16,40

18,20 19,00

19,40 14,20 17,20 16,00 20,00

24,00

22,00

24,00 19,00 18,00

4 859 22! 989 935

7 078

90C 103 120

171 680

3 377

284 2 462 1 600

337 969 203 410 269 934 282 389 313 573 335 972 235 661 206 018 298 295 107 563 9222 085 152 047 903 411

76 533 3 606

17 220 15 603 118 100 12 730 1 756

1 860

2 62%

14 249

66 838

5 577 43 259 28 670

Im Reich.

An vorbenannten §9 Marktorten

51 Marktorten*) im Februar 1909 « Januar ï

Dezember 1908 November Oktober September S Juli Junt Mai April März

54 60 63 62 62 52 33 33 54 62 58

_ e S e E F e e E E T mm 0.2 U

24,00 20,77 20,00 19,80 20,00 20,60 20,20 20,00 22,40 20,16 24,00 25,00 26,00

23783 28 262 42 645 46 645 65 868 75 304 51 067 25 281 15 196 10 737 23 393 26 328

26 082

408 626 466 846 711 569 785 965 1 142 528 1310 936 854 755 392 705 227 609 158 612 361 586 420 949

T E L L S E bi O Col do

425 799

Ostpreußen . Westpreußen . . Brandenburg . . Pommern .

Sc(leswig- Holstein annover . « « «

eNTTalen . « » . Rheinland. .

Melenburg- | Schwerin j Mecklenburg- | Streli Schwarzburg- | ondershausen Glsaß-Lothringen

Nogge Tilsit, Insterburg, Goldap

on C i Vilenwalde, Cos . . « « » Anklam, Stettin, Pyriy, Stang Schivelbein, Kolberg, Köslin, Schlawe, Rummelsburg, N Lauenbur .

Posen, Lissa, Krotoschin, i riabiis mühl, Bromberg, Wongrowiß

Oklau, Strehlen, Neusalz, Glogea Oppeln, Ratibor, Neustadt, Neisse

Ma S Duderstadt, Lüneburg, Emden

G a ao oe Mayen, Kleve, Goch, Geldern, Nab) Dinkelsbühl, \

Saarlouis

München, Landshut, Augsburg, Memmingen, Mindelheim, | Weißenhorn, Schwabhmünchen

Ura, Aalen, Heidenheim endi

Ravensburg, Neberlingen,)

Bopfingen, Biberach, Saulgau, Ulm Pfullendorf, Stockach, Offenburg, Rastatt

Nostock, Waren Neubrazadenburg, Friedland

Arnstadt Saargemünd .

.‘ * .

n.

16,00 15,80 15,40

15,25

15,20 15,00

16,00 14,80 16,80 16,10

17,50 16,80 17,30

7 843 327 67 17,20 | 2 222 3 668 18 516 250

5 056 1772 9 661

17,00 17,40

16,80

18,25 18,00

19,60

21,60} 1916

21,20| 833 982 28 566 7 600!

44 4 100

20,00 17,00 17,00

17,80 18,00

130 673 5 336 1 105

36 215

59 434 303 155 4 133 82 422 30 776 165 878

32 797

14 348 5 038 469 586 125 626 763

72 850

Im Reich. .

Ostpreußen . « Westpreußen . . Brandenburg « Pommern . «

Schlesien . . « «

Schleswig-Holst. annover - « « - Westfalen . . . « Hessen-Nafsau. . Rheinland

Bayern

Sadsen . . « « - Württemberg . .

Medcklenburg- Schwerin Medclenburg- Streli Schwarzburg- | Sondershausen Elsaß-Lothringen

An vorbenannten 70 Marktorten . . . 69 Marktorten*) im Februar 1909

67 e ZAUUAL % 70 Dezember 1908 69 Novbr. M 73 « Oktober 74 Septbr. 73 August 70 « Juli 67 SUN TI Mai 67 April 70 März

Tilsit, Insterburg, Goldap Gd Son «4 6 Ludkenwalde, Potsdam, Kottbus . Demmin, Anklam, Pyriß, Stargard, Sgivelbein, Kolberg, Köslin,Schlawe, ( Nummelsburg, Stolp, Lauenburg Posen, Lissa, Krotoschin, Schneide-| mühl, Wongrowi i Namslau, Ohlau, Strehlen, Neusalz, ) Glogau, Hirschberg, Oppeln, Ratibor, Neustadt, Neisse J Une + Lüneburg, Emden Paderborn . x Gmb a o E Mayen, Kleve, Goch, Geldern, R : Saarlouis, St. Wendel i München, Landshut, Straubing, Dinkels- bühl, Augsburg, Kaufbeuren, Mem- mingen, Mindelheim, Weißenhorn, Schwabhmünchen Bm S Winnenden, MReutlingen, Rottweil, Urach, Aalen, Heidenheim, Giengen, Bopfingen, Biberach, Ehingen, B endbitta: Riedlingen, Saulgau, Ulm, Langenau, Waldsee Meßkirch, Pfullendorf, Stockach, Ueber-\ lingen, Offenburg, Rastatt (

Rostock, Waren . Neuhrandenburg, Friedland

Arnstadt j Altkir, Saargemünd .

Hafer.

92 72 98295 124936 113615 16002 i 155818 144890 156376 55 526 48 331 89 387 58 763 2 634

21,60 19,20 18,00 18,00 18,70 20,00 22,00 21,60 20,80 21,00 21,60 23,00 22,00

4 967 247 162

18,00 18,00 20,00

18,00] 1590

18,30] 1110

18,20] 8 520 1 000 1 300 2 724

20 6118

17,60 18,50 20,00 17,00

20,00

22,73| 6 235

19,101 409

22,00] 7 964

1 009 15 871

21,00 17,40 18,00

19,40 99 99

d ¡Gd hd

13 350 70 6 899

1 540 135 1586 141 1 982 653 1 821 557 2 621 908 2 601 186 2 436 244 2 652 726

987 557

876 115 1 672 401 1 066 571 1349 106

81 065 4 245 2 973

25 985

17 992

142 280 17 200 22 660 48 844

336

103 370

112180

7 374

140 494

18 442 266 825 234 980

1 285

120 870

15,32

15,56 16,21 16,29 17,37

15,53

17,41

17,03

16,66

16,79 16,13 16,28 16,71 16,75

Im Reih. « « «

An vorbenannten 86 Marktorten . 83 Marktorten*) im E 1909

83 L « Januar L

87 Dezember 1908

90 November ,

89 Oltober

89 September

85 August

8b « Juli

84 ¿ Juni

87 Mai

89 e April

o

S G-V 4 e R E O

88 « März

G. 9.08 S S“ A

*) Ab- bezw. Zunahme der Zahl der Marktorte rührt

betreffenden Getreideart her. Berlin, den 8, April 1909,

van der Borght.

79 565 86 008 107502 102180 119859

22,73 19 32 19,11 20,00 19,60

| 20,60 | 20,4 30| 21,59 | 21,59

| 29,00

127805 115891 52 640 52 821 7 555 102577 89 491

20,00 20,60

26,13

92 340

1 369 400 1 392 799 1 694 963 1 596 847 1 888 216 2 031 937 1 809 287

831 400

859 558

921 648 1 663 271 1 406 109

1483 399

F L 15,77 15,63 15,75 | 15,90 15,61 15,79 16,27 16,01 16,21 15,71 16,06

L25114

von Veränderungen in der Zufuhr der

Kaiserliches Statistishes Amt.