1909 / 93 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Stimme der Anerkennung gibt, z. B. in der Anwendung bei kleinen, unruhigen Kindern, die jeßt der Narkose niht mehr bedürfen, bei Personen, die an Zu>kungen leiden und dadur bisher die Aufnahmen verdarben, bei Patienten, wel<We hohgradig nervös sind oder wegen Sc<hmerzen nit lange liegen können. Erst die Fernaufnahmen aus Entfernungen bis zu 2 m haben es gestattet, ganze Ober- und Unterkörper zu dur<leuhten. Es ist klar, daß es dazu sehr intensiver, dur große Stromstärken erzeugter Röntgenstrahlen bedarf, in Verbindung mit etwas längerer Erpositionsdauer; aber leßtere hält fih innerhalb von 2 Sekunden.

Viel erörtert wurde die Frage der richtigen Dosierung der Strahlen und deren genaue Innehaltung für die vershiedenen Zwe>ke der Röntgenbestrahlung. Daß dies besoaders für ‘mit Bestrahlung ver- bundene Heilzwe>e von der größten Wichtigkeit ist, liegt nahe. Die Nöntgentechnik hat ih in leßter Zeit gerade mit diesem Gegenstand eingehend beshäftigt. Sie löst die Aufgabe auf verschiedenen Wegen: teils physikalis< (Lepparshes Radiometer), teils <emis< (Fällungsradio- meter na< Dr. Gottwald Schwarz, Prüfzellen). Hiermit im Zu sammenhang stehen auch die vers<hiedenen Wege, die man eins{lägt, um die Qualität der Röntgenstrablen, die ein und derselbe Apparat liefert, in gleiher Beschaffenheit zu erhalten. Man [|priht von harten (stärker wirkenden) und von welhen (\<wäd<her wirkenden) Strahlen: eistere geliefert von einem Apparat, dessen Röntgenröhre ein beträhtlihes Vakuum zeigt, leßtere in etner Nöhre mit dur Lusteintritt ges<wä<htem Vakuum erzeugt. Nun steigert si< aber bei jeder in Gebrauch genommenen Röntgen- röhre das Vakuum mit jeder Benußung, und es müssen deshalb besondere Vorkehrungen getroffen werden, dur< geringe Luftzuführung das Vakuum in der als die geeignetste erprobten Beschaffenheit zu erhalten, die Röhren zu regenerieren, wie der Ausdru>k lautet. Hlerfür werden die verschiedensten Mittel, au<h sogenannte automatische, aber in threr vollen Zuverlässigkeit ni<t unfrazlihe, angewandt. Um eins derselben zu nennen, sei der Verwendung von Stäbchen metallisGen Platirs oder Jridiums gedacht, die im kalten Zustande einen an die Röhre angeshmolzenen Glaëstußen sißer {<licßen, aber in hoher Temperatur porôs und luftdur<lässig werden, gerade in folhem Grade, um den Härtezustand der Röhre aufre<tzuerhalten. Sehr wi<htig ist au< die Anwendung von Röntgen-Stereoskoptle zur genauen Ermittlung der Tiefe, in dec si< ein in den Leib einge- drungener Fremdkörper unter einem an der Oberfläche markierten Fix- yunkte befindet. Zu dem Zwe> solcher \tereoskopisher Aufaahmen ist der Apparat mit 2 Kathoden und einer Doppelantikathode aus- gerüstet, letztere aber mit 2 in Augenweite voneinander entfernten Platinspiegeln. Es werden somit 2 einander parallele Bündel Röntgenstrahlen erzeugt und 2 photographishe Bilder mit den Er- fordernifsen des Stereoskopbildes. Man könnte hieraus folgern, daß die auszuführende Messung si< auf eine S<häßung beschränke; doch es ift anders : die Ausmessung erfolgt an den Bildern mil1t:[s des Dr. Fürstenaushen Tiefenmessers in mathematis< genauer und im Grunde sehr einfacher Art, nur würte die Aukeinandersezung an dieser Stelle zu weit führen. Eine wichtige Verbefserung hat das vergangene Fahr au< in Gestalt eines ungistigen Ersaßes des Wismuts für die Grmögalißhung von Magen-Darm- Aufnahmen gebraht. Des gleich dem Blei für Nöntgenstrahlen volkommen undurhsihtigen Wismut- metalles bediente man ih bisher, um Magen und Darm im Röntgen- bilde s< deutlier markieren zu machen. Das hatte zur Voraus- seßung, daß der Patient davon eine entsprehende kleine Menge ein- genommen haben mußte. Wismut galt als dem Körper vollkommen un\<ädli<, bis an einer Reihe von Fällen das Gegenteil zutage trat, und man fi nah einem uns<ädlichen, inzwischen gefundenen Ersatz umjehen mußte.

Einen besonders interessanten Teil der Kongreßverhandlungen bildeten die therapeutishen Vorträge, die von vielen Seiten gebrachten gewissenhaften Darlegungen von Erfolgen sowohl als Miperfolgen, Schädigungen dur Nöntgenbestrahlung, s<hwere nervöse und psy<hische Störungen na< NRöntgenyerbrennung, dagegen Erfolge bei Er- krankungen des Unterleibes, bei Behandlung von Karzinom u. f. f. Der Meinungsaustaus<h zwischen den Röntgenärzten über diese wichtigen Fragen war sehr rege und gründlih. Der Eindru>k war, daß überall der volle Aus\<luß jegliher Gefährdung dur< Röntgenbeyandlung erstrebt werde. So nahm man Anlaß, foglei<h einen Aus\{uß zur Dao der fih aufdrängenden Fragen zu erwählen, als von zwet Röntgenärzten aus Mörs und Elberfeld die Ergebnisse von Tierver- suchen an einer lebenden Ziege und einem lebenden Hunde vorgeführt wurden. Beide Tiere waren bald nah der Geburt mit Röntgen- strahlen bestrahlt worden, die Ziege auf einer Seite, der Hund von vorn. Beide Tiere trugen die unzweifelhaften Zeichen von Wachstumsstörungen und Degeneration, der Hund sehr deutlich im Verglei zu einem andern demselben Wurf angehörigen, nicht behandelten Hunde. Offenbar war die Gehirnentwi>kelung bei dem Versuchstier stark zurü>kgeblieben. Die Ursachen zu ergründen, welhe von mehreren Seiten aus\<ließli< in der Einwirkung der Strahlen auf das Knohengerüst gesehen wurden, ist von großer Wichtigkeit, da es nicht ausgeschlossen ist, au< hin und wieder Kinder einer Röntgenbehandlung unterwerfen zu müssen. Allseitig wurde aber festgestellt, daß bisher no< nirgends ein Fall von \><ädlihen Einwirkungen der Art auf Kinder vorgekommen sei.

Im Verein mit den dem Röntgenkongreß vorangegangenen ent- \prehenden Versammlungen der Orthopäden und Chirurgen und der

ibr folgenden der Ucologen hat die OsterwoWhe wissenschaftliche Ereignisse von großer Witigkleit gebraht, deren hervorragende Bes deutung für die Volkswohlfahrt kaum hoch genug bewertet werden kann.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

St. Petersburg, 21. April. (W. T. B.) Die Newa sowte die Lad ogakanäle sind für <holerabedroht erklärt worden.

Theater und Musik.

Im Königlihen Opernhause findet morgen, Donnerstag, eine Aufführung der „Fledermaus“ in folgender Beseßung der Haupt- rollen ftatt: Eisenstein: Herr Kirhhoff ; Nofalinde : Fräulein Hempel ; Adele: Fräulein Saccur als Gast; O:lofsky: Fräuletn Parbs; Falke: Herr Bronsgeest ; Alfred: Herr Sommer; Frank: Herr Leonhardt als Gast ; Fros: Herr Knüpfer; Blind: Herr Dahn. Musikalisch leitet der Kapellmeister Ble<h das Werk.

Im Königlihen Schausyielhause wird morgen, Donnerstag, das englis<e Lustspiel von W. S. Maugham „M18. Dot“, mit Fräulein von Mayburg in der Titelrolle und den Hercen Vollmer, Boelther, Sommerstorff, Geisendörfer, den Damen Abih, Buße, Steinsie> in den anderen Hauptrollen, wiederholt.

Im Neuen Königlichen Operntheater findet am Sonntag eine Aufführung des „Barbiers von Sevilla" stait, in der die Damen Herzog und Parbs sowte die Herren Sommer, Hoffmann, Mödlinger und Brag als Gast tin den Hzuptrollen bes<äftigt sind. Hierauf folgt das Ballett „Coppelkia", Dirigent ist der Kapellmeister Dr. Bes[. (Anfang 7 Uhr.)

Im Neuen Schauspielhause muß die für Freitag ange- fündigte Erstaufführung des Vaudevilles „Mab6ó“ von M. Schönau und F. Walden, Mußk von Friedri Bermann, wegen Erkrankung eines der Hauptdarsteller auf Dienttag, dea 27. d. M., verschoben werden. Die für den 23. d. M. im Vorverkauf gelösten Billette behalten ihre Gültigkeit zur Erstaufführung am 27. Am Freitag wird „Weh? dem, der lügt!*, mit Rudolf Christians als Leon, am Sonnabend und Sonntag (77 Uhr) „Alt-Heidelberg“, mit Harry Walden als Karl Heinz, gegeben.

Fräulein Leopoldine Müller vom Hofburgtheater in Wien wurde na< erfolgreihem Gastspiel für das Fah der Naiven auf drei Jahre dem Lustspielhause verpflichtet.

Mannigfaltiges. Berlin, 21. April 1909.

Da3 unter dem Protektorat Jhrer Majestät der Kalserin flehende Deutsche Hilfskomitee für die in Süditalien dur< Erd- beben Geschädigten teilt mit: Am 15. April d. J. fand unter dem Vorsiy des Königlich sä<hsishen Gesandten Grafen Vißthum von E>kstädt cine Präsidialsißung statt, an der der Unterstaats- sekretär von Loebell, der Vizeoberzeremonienmeister Kammerherr von dem Knesebe>, der hessishe Gesandte Freiherr von Gagern, der Geheime Oberregierungsrat von Gersdorf, der Geheime Kommerztenrat Richard Pinish, der Kommerzienrat Selberg und der stellvertretende Delegierte des Komitees aus Neapel, Herr du Vinage, teilnahmen. Herr du Vinage sprah dem Grafen Bißthum von E>kstädt den be- sonderen Dank des Komitees für seine aufopfernde Tätigkeit aus ebenso dem Vizeoberzeremonienmeister von dem Knesebe> im Namen des Zentralvereins vom Noten Kreuz. Der Kommerzienrat Selberg berichtete, daß die Ausfendung von Materialien nunmehr abgeschlossen sei, die in Waggons (im Ganzen etwa 150 Achsen) in die betroffenen Gebiete entsandt worden scien. Dann wurden weitere größere Summen bewllligt, namenili<h au<h für das dcutshe Hospital in Neapel, das viele Verwundete und Verpflegungsbedürflige aufgenommen hat und bereit ist, dies au< weiter zu tun. Neben arôößeren Summen, die den deutshen Aktionszentren in Palermo, Neapel, Genua, Catania und Syrakvus gegeben wurden, erhielt au< Mittel überwiesen der Marchese di San Ferdinando, der aus seinen Gütern ein Heim für Waisen aus der Erdbebenkatastrophe errichtet hat. Auch ein italienischer Geistlicher, der hauptsähli< die s{<wer- zugänglihen Bergdörfer Kalabriens bereiste, erhtelt kleinere Summen, um selbständig in Fällen großer Not eingreifen zu können. Zum Schluß ist no< das freundschaftlihe Zusammenarbeiten der deutschen Hilfskomitees mit italienischen Organisationen, namentlih dem Neapeler Komitee, der Herzogin von Andria, dem italienishen Roten Kreuz und anderen zu ermähnen.

Fm literarishen Verein „Neue Klause“" wird Montag, den 26. April, Dr. Oito Böô>kel einen Vortrag über „Dichter und Wald“ halten. Die Vortragskünstlerin Fräulein Gertrud Nube wird ein Berliner Märchen und Heiteres vortragen, und die Konzerlsängerin Fräulein EGcna Neumann nebst ihren Schülerinnen Lieder singen. Einladungen versendet die „Neue Klause", Berlin SW. 29.

In vielen Berufen ist eine Kenntnis der modernen Funktionen- theorie und Differenttalre<nung erwüns<t, ohne daß die Betreffenden Gelegenheit gehabt haben, si< mit diesem Zweige der höheren

Mathematik bekannt zu ma<hen. Aus diesem Grunde be 6 Direktor Dr. F. S. Archenhold heute, Abends 6 Uhr, im gun s der Treptower Sternwarte eipen zehnstündigen Unterel tis kursus: „Einführung in die hôhere Mathematik“, der für Philosophen Physiker, Chemiker, Techniker und alle Berufe, die mit der Statistit zu tun haben, die Grundbegriffe der wihtigen Funktionenlehre bers mitteln \oll.

Königsberg i. Pr., 20. April. (W. T. B.) Amil gemeldet: Die Stre>ke Nassawen—Szittkehmen der Neben Gumbinnen—Szittkehmen i wegen Dammruts<hung big a weitercs gesperrt. Der Betrieb wird bis Naffawen aufrehterhalten,

Tilsit, 20. April. (W. T. B.) Amili< wird gemeldet: gy den Depeschen vom 16. und 17. d. M. wird mitgeteilt, daß für dey Schiffsverkehr an der Deimebrücke bereits vom 19, d. M täglich zwei Oeffnungszeiten angeordnet werden konnen, und ¡wgr von Nahmittags 12 Uhr bis 1 Uhr 45 Minuten, und von 4 Uhr 40 Minuten bis 6 Uhr 10 Minuten, und N bis ‘zur endgültigen Wiederherstellung der Brü>e diese Oeffnungszeiten täglih werden her, bleiben können.

Bremen, 20. April. (W. T. B.) Der von der Alktiengesel, haft „Weser“ in Bremen gebaute große Lloyddampfer „Berlin!

(28 000 Tonnen Wasserverdrängung) is gestern nahmittag von der |

Bauwerft abgegangen und hat mit einer dur< die Ebbe betingten Fahrt, unterbre<ung Nordenham wohlbehalten um 1 Uhr Nachts erret Nach Erledigung einer Vorprobefahrt wird er, um seinen Boden, anstrih zu erhalten, das große Trc>endo> des No1ddeutschen Lloyd in Bremerhaven aufsuchen. Am 25. April wird er seine Uebergabeprobe, fahrt abhalten. An dieser werden, da die Stadt Berlin die Paten, haft bei dem Schiff übernommen hat, als Vertreter der Stadt Berlin der Oberbürgermeister Kirschner, dessen Tochter das Stif im November 1908 getauft hat, ferner der Bürgermeister Dr. Reite der Stadtverordnetenvorsteher Michelet und der Stadtvero1dneter, vorsteherstellvertreter, Geheime Justizrat Cassel teilnehmen.

Belfast, 20. April. (W. T. B.) In der Branntwein, brennerei von Mac Connel bra< ein Feuer aus, das große Bg annahm. Der Swhaden beläuft fi< auf 250 000 Pfund

erling.

Mexiko, 20. April. (W. T. B) Am Montag hat ein heftiger Ausbru< des Vulkans Pico de Colima ftatt, gefunden; weite Flächen sind mit Asche und Lava beve>t. Abends erfolgte ein heftiger Erdstoß.

Nach S<hluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Konstantinopel, 21 Ul W: 2 D) Di mazedonishen Truppen werden in der Umgebung der Stadt sihtbar. Der Ministerrat, der am Nachmittag zusammentritt, wird den Belagerungszustand über die Stadt verhängen.

Rom, 21. April. (W. T. B.) Nach einer Meldung der „Agenzia Stefani“ herrsht in Aleppo wegen der Nicht anwesenheit von Truppen während der leßten Feuerbrünste eine Panik. Die Niedermezßelungen in den benachbarten Dörfern dauern fort. Es geht das Gerücht, daß auch in Damaskus die Lage ernst sei.

Täbris, 20. April, Abends. (Meldung des „Neuterschen Bureaus“.) Seit Tagesanbru<h wütet zwischen den Na- tionalisten unter Sattar Khan und den Truppen des Schhahs in dem Vorort Shamgazan cin heftiger Kampf, bei dem die Nationalisten gegen 60 Tote und 100 Verwundete hatten, während die Verluste der Schah- truppen no< unbekannt sind. Die Russen haben si< aus Furcht vor Unruhen mit ihrem Eigentum in das russische Konsulat geflüchtet. Der Waffenstillstand, der am Montag- mittag abläuft, erwe>t hier keine großen Hoffnungen, da bei dem Fehlen von Transportmitteln und der Schwierigkeit der

Verkehrêwege die Heranziehung von Proviant auf große

Schwierigkeiten stößt.

(Forlseßzung, des Nich! amtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

Theater. Königliche Schauspiele. Donnerstag : Operr-

Anfang 7} Uhr.

| Freitag: Zum ersten Male : Wolkenku>uksheim. | Freitag, Abends 8 Uhr: Macbeth. | Sonnabend, Abends 8 Uhr: Das Opferlamm.

Klindworth- Scharwenka-SVaal. Donnert- tag, Abends 71 Uhr: Konzert von Luise Tor- tilotvius mit ihren Schülern. Der Reinertrag des

bo D

haus. 100. Abonnementsvorstellung. Dienst- und Fret- pläßze sind aufgehoben. Die Fledermaus. Komische Operette mit Tanz in drei Akten von Meilhac und Bes: Bearbeitet von C. Haffner und Richard Senóe. Musik von Johann Strauß. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister Ble. Regie: Herr NRegifseur Braunschweig. Ballett: Herr Ballettmeister Graeb. (Adele: Frl. Alma Saccur als Gast.) Anfang 7} Uhr.

Schauspielhaus. 105. Abonnementsvorftellung. Mrs. Dot. Lustsptel in drei Akten von W. Somerset Maugham. Deuts<h von B. Pogson. Regle: Herr Regisseur Keßler. Anfang 7F Uhr.

Freitag: Opernhaus. 101, Abonnementsvorstellung. Elektra. Tragödie in einem Aufzuge von Hugo von Hofmannsthal. Musik von Richard Strauß.

Anfang 8 Uhr.

Schauspielhaus. 106. Abonnementsyorstellung. Shakespeares Geburtstag. Hamlet, Prinz von Dänemark. Trauerspiel în 5 Aufzügen von Shakespeare. Uebersezt von A. W. von Schlegel. Anfang 74 Uhr.

Neues Operntheater. Sonnfag: 169. Billett- reservesatz. Dienst- und Freiplätze sind aufgehoben. Der Barbier vou Sevilla. Komische Oper in 2 Auf- zügen von Rossini. Dichtung nah Beaumarchais von Cesar Sterbini, überseßt von Ignaz Kollmann. Coppelia. Phantastishes Ballett in 3 Aufzügen von Ch. Nuitter und A. Saint-Leon. Musik von Leo Delibes, Anfang 7 Uhr.

Deutsches Theater. Donnerstag: Faust. An- fanq 74 Uhr. Freitag: Faust. Anfang 74 Uhr. Kammerspiele.

Donnerstag: Dex Arzt am Scheidewege. An- fang 8 Uhr.

Berliner Theater. Donnerstag und Freitag: Einer von unsere Leut.

Sonnabend: Zum ersten Male: Ein Herbst- manöver. Anfang 7} Uhr.

Hebbeltheater. (Königgräßer Straße 57/58.) Donnerstag (zum ersten Male) und folgende Tage: ArsSue Lupinu.

Nenes Schauspielhaus. Donnerstag: Pech- Schulze. Anfang 8 Uhr. frcitag: Weh dem, der lügt. Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Weh dem, der lügt. Abends 7} Uhr: Ult-Heidelberg. Sonntag: Alt-Heidelberg. Anfang 7} Uhr. Montag: Nachtasyl. Anfang 8 Uhr. 74 Ugoiag: Zum ersten Male: Mahé. Anfang & Uhr.

Lessingtheater. Donnerstag, Abends 8 Uhr:

Griselda. Freitag, Abends 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft,

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Köuig.

Schillertheater. ©. (Wallnertheater.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Die Welt, in der man fich langweilt. Lustspiel in drei Aufzügen von Gdouard Pailleron, überseßt von Gmertch von Bukovics. Ende 10f Uhr.

Freitag, Abends 8 Uhr: Die Welt, in der man fich langweilt.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Doktor Klaus.

Charloitenburg. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Macbeth. Ein Trauerspiel in 5 Aufzügen vou William Shakespeare. Ende 11 Uhr.

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Donnerstag und Freitag: Der Jo>eyklub.

Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Opern- aufsührung des Steruschen Konservatoriums. Abends 8 Uhr: Der Jockeyklub.

Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.)

Donnerstag und folgende Tage: Kümmere Dich um Amelie.

Komische Oper.

faufte Braut. Freitag: Carmen. Sonnabend: Zaza.

Donnerstag: Die ver-

Thaliatheater. (Direktion: Kren und S{önfeld.)

Donnerstag und folgende Tage: Wo wohnt sie denu ? Schwank mit Gesang und Tanz in drei Akten von J. Kren und Oklonkorosky. Gesangstexte von Alfr. S<hönfeld, Musßik v. Viktor Hollaender.

Lustspielhaus. (Friedrihstraße 236.) Donners- tag bis Sonnabend: Jm Klubsefsel.

Trianoutheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof Friedrichstraße.) Dorxnerêtag bis Sonnabend ; Liebes- gewitter.

Konzerte,

Beethoven-Saal. Donnerstag, Abends 3 Uhr: Klavierabend von Maria Carreras.

Konzerts ist für die Unterstützungsbedürftigen in det Altma1k beftimmt.

Verlobt: Mira Freiin von Thuemmler mit Hr Oberleutnant Friedri Frhrn. .von NRechenbetz (Selka bei Nöbdeniy S.-A. Beilin). Ft M-lante Jaenis< mit Hrn. Oberleutnant Wilhelm Fischer (Wölfelsgrund—Gleiwitz). :

Geboren: Etn Sohn: Hrn. Landrat Friedrid von Lces< (Blumenau). Hrn. Oberleutnan! Theodor von Lieres und Wilkau (Berlin). Hrn. Leutnant Christian Lahusen (Meß). H Regterungsassessor Dr. jur. Be>khaus (Bielefeld) Eine Tochter: Hrn. Horst von Restorf (Kopvenow bei Lande<ow). Hrn. Leutnant Kar! von Nother (Breslau). ,

Gestorben: Hr. General d. Inf. z. D. Gust! von Arnim (Beclin), Verw. Erwine Marl Reichöfreifr. Nai von Freny-Garrath, geb, Reichs freiin von Maer>ken zu Geerath (Siegburg) Brunhilte Freifr. von Meerheimb, geb. 0! Namin (Berlin). Fr. Elisabeth von Reilutl geb. Freiin von Nichthofen (Heidersdorf).

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Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburs- Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlls Dru> der Norddeutshen Buchdru>kerei und Verla b Anstalt Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 82 Sieben Beilagen (eins{ließli< Börsen-Beilage).

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Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner ur Gin liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung,

Berlin den 21, April 1909.

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Erste Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Slaalsanzeiger.

M 93.

Berlin, Mittwoh, den 21. April

Verichte von deutschen Fruchtmärkten.

Qualität

gering |

mittel - | gut

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

niedrigster

M M E

23 32 21,70 22 50 21,50 23,50 22 70 23,00 22,89 24,00 25,14 25,80 24,00 24 00

24,80 26,00 24 70 29,14 24,40

16,38 16,30 16 80 16,20 16,70 16,50 16,50 17,10 16,00 16,50 18,00 18,29 17,70 17,60 17,50

17,50

15,22 15,90 16,50 14,40 18,00 18,30 17,50 18,60 17,09 16,00 15,50 23,00 24,00 19,50 19,00

16,40 18,10 17,50 17,00 17,40 17,00 18,00 18,30 16 20 17,40 17,50 18,75 16,20 19,22 19,40 18,40 18,00

18,50 17/50

hödster | niedrigster

|

l Î l |

bödhster | niedrigster b é

W eizen. 23,02 25,00 21,70 21,86 22,50 23 09 23 40 23,50 23 70 23,80 22,0 23,20 23,50 23,60 23 00 23,60 24,00 24 59 25,14 25,28 25,00 26,00 24,50 25,00

25,80 24 00 24,00 |

24,80 26,00 24,70 25,14 24 80

25,00 26 20 25,00 29,20

Roggen. 16,38 17,50 16 50 16 60 16.80 17,20 16 60 16,70 16,90 17,00 16,50 17,00 16,50 16,70 17,10 17,20 16,50 16,60 16,60 16 80 18 00 18,50 18,29 18,40 17,70 18,70 17,60 17,90 18,30 s —— 17,00 17,20 17,60 | 18/00

G erfte.

17,00 16 20 16 89 14,80 18,50 18 60 18,00 19,00 17,80 N 19,00 15,50 16,00 20:00 | 2400 24,00

20,50 19,50

15,22 16.10 16 59 14,70 18 40 18,50 17,50 18,60 17,70 17,00

20,00

18,00 18,30 18.00 17,60 17,70 17,50 19,00 18 50 17.20 19,00 18.00 19,00 17,70 19 66 20,00 18,60

16,40 18,10 17,50 17,00 17,60 17,00 18,00 18,30 16,69 18 00 17,59 18,75 16,20 19,22 19 40 18,40 20,00 _—

—— 18 00 18,50 19,20 18,50

1850 | 17,50 |

#8

25,00 22,00 23,00 24 20 24,20 23,70 24 00 24,00 24,50 25,28 25,00 26,00 24,59 25/00

Kernuen (enthülfter Spelz, Diukel, Fesen).

925,00 26,20 25,00 25,20

17,50 16,80 17,20 17,30 17,40 17,50 16,70 17,20 17,00 17,20 18,50 18,40 18,70 17,90

17,00 17,20 18 50

17,00 16,40 16 80 15,00 19,00 19,00 18,50 19,00 18,80 20,00 16,00 24,00

20 00

18.00 18,40 18,00 18,10 18,10 18,00 19,00 18,50 17,60 20,00 18,00 19,09 1700 19,66 20 00 18 60

18,30 18,70 19 20 18,50

1d der Verklaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. daß der betreffende Preis niht vorgekommen ist, ein Punkt ( .)

Kaiserliches Statistisches Amt. van der Borght.

Verkaufte

Menge

hôhster N zentner

200

20 184 108 60 68

620 800

1909,

„Jußerdem wurden am Markttage (Spalte 1)

Am vorigen - P its, Markttage

[ur Durh- 1 Doppel- | \Gnitts- |

preis | dem | reis unbefanni)

VBerkaufs-

wert

Ä (Preis unbekannt)

nach übers<läglider Schäßung verkauft

456 1 494

3 750

324 3527 2 095 1 096 1 286

11 300 14 500

18,24 16,60

18,9 16,20 19,22 19,40 18,27 18 91

18,83

18,13

18,40 16.40

19,00 16,20 18,99 19,00 18,32

-——_

18,77

18,00 18,10

13. 6. 14, á.

800

Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.

in den leßten se<s Spalten, daß entsprehender Bericht fehlt.