1909 / 109 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Tagesordnung | 19. Mai 1909, Vormittags 11 Uhr, im fstadt- ahnhofsgebäude zu Magdeburg stattfindende ng des Bezirkseisenbahnrats für den Direktions- bezirk Magdeburg.

M L, Geshäftsordnungsangelegenheiten. Mitteilungen e die Zusammenseßung des Bejzirkseisenbahnrats.

IT. Mitteilungen der Königlihen Eisenbahndirektion liber wichtige Tarif- und Verkehrsmaßnahmen.

IIL. Fahrplanangelegenhbeiten.

Mitteilungen der Königlichen Eisenbahndirektion Sommerfahrplan.

5 IV. Güter- und Tiertarifangelegenheiten.

Vorlage der Königlichen Eisenbahndirektion

A. betreffend Gewährung der Frachtsätze des Ausnahmetarifs 7 (Eisenerz usw. zum Hochofen- und Bleihüttenbetrieb) für die unter Ziffer 7 des Tarifs aufgeführten alten verzinnten Blechgeschirre usw. beim Versande an Zinnhütten.

Der Bezirkseisenbahnrat wird um gutachtliche Aeußerung über folgende Fragen gebeten : :

1) Ift ein allgemeines wirtschaftlches Bedürfnis anzuerkennen, für die im Ausnahmetarif 7 unter Ziffer 7 genannten Gegenftände au beim Versande an Entzinnungsanstalten eine Frahtermäßigung zu gewähren ?

2) Im Falle der Bejahung der Frage zu 1:

Sind die Frachtsäße des Ausnahmetarifs 7 zu gewähren oder andere und etwa in welcher Höhe ?

Gin Abdruck der Vorlage ist bereits mittels Schreibens vom 14. April d. J. übersandt worden.

B. betreffend Aenderung des Ausnahmetarifs für bestimmte Dünge- mittel, insbesondere Gewährung der 20 %/oigen Frachtermäßigung für Kalidüngesalze nah dem Auslande.

Gutachten

Der Bezirkseisenbahnrat wird um ein gebeten : / :

1) ob ein allgemeines wirtshaftliches Bedürfnis anzuerkennen ift, die 20 %/otge FraŸhtermäßigung des Ausnahmetarifs für Düngemittel für Transporte nah dem Auslande zu gewähren,

2) bei Verneinung der Frage zu 1: ob ein allgemeines wirtshaft- lies Bedürfnis anzuerkennen ist, diese Ermäßigung nur für die in die Monate von etwa Ende April bis Ende Funi fallenden Kali- düngesalztransporte nah dem Auslande zu gewähren.

V. Personentarifangelegenheiten. VI. Zeit und Ort der nähsten Sißung.

Magdeburg, den 2. Mai 1909.

Königliche Eisenbahndirektion. Sommer.

über den

darüber

Jn der Dritten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs - und Staatsanzeigers“ ist eine Genehmigungsurfkunde, detreffend eine Anleihe der Stadt Crefeld, ver- öffentlicht.

Nichlamflli@es.

e

Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 10. Mai.

Seine Majestät der Kaiser und König nahmen vorgestern im Achilleion auf Korfu den Vortrag des Ver- treters des Auswärtigen Amtes, Gesandten Freiherrn von Jenisch entgegen.

Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrats für Handel und Verkehr und für JZustizwesen und der Ausschuß für Handel und Verkehr hielten heute eine Sißung.

¿Für das abgelaufene Etaisjahr haben aus den im Etat der Staatseisenbahnverwaltung zur Prämiier ung nüß- liher Erfindungen vorgesehenen Mitteln 61 Beamten und Arbeitern der Eisenbahnverwaltung Belohnungen im Ge- samtbetrage von 20000 /6 für Erfindungen und Verbesse- rungen, die zur Erhöhung der Betriebssicherheit oder in wirt shaftliher Beziehung von Bedeutung sind, bewilligt werden können.

Das Jahrbuch der Königlich preußishen Geolo- gischen Landesanstalt für das Jahr 1905 ist erschienen und kann zum Preise von 15 4 sowohl durch die Vertriebs- stelle der Königlich preußishen Geologischen Landesanstalt zu Berlin N. 4, FJnvalidenstraße 44, als auch durch jede Buch-

handlung bezogen werden.

vSaduar“

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M.S. und gestern

am 7. Mai in Guam (Marianen) eingetroffen von dort nah Nagasaki in See gegangen.

S. M. Flußkbt. „Tsingtau“ ist am 7. Mai in Macao (Mündung des Westflusses) eingetroffen und geht heute von dort nah Canton in See.

Deutsche Kolonien.

Ueber das Erdbeben in Kamerun wird amtlich gemeldet :

Auf telegraphisGe Anfrage des Reichskolonialamts ist eine von Buöa abgesandte Depesche eingegangen, der zufolge die Plantagen am Kamerunberg außer Gefahr sind. Ein Teil des Gouvernements hat in Busa, das gleichfalls nicht mehr gefährdet erscheint, die Geschäfte wieder aufgenommen. Die Frauen befinden sich noch in Duala. Der ftellvertretende Gouverneur hält die einflwetlige Rück- verlegung des Gouvernements nach Buöa für vorauétsichtlich mögli, sobald der zur Durchforshung des Gebiets oberhalb Busas entsandte Geologe Dr. Mann seine Expedition beendet’ hat.

Oesterreich-Ungarn.

ranz Joseph hat, wie „W. T. B.“ meldet, vorgestern in der Öfener Hofburg die Minister Kossuth und Grafen Apponyi sowie den chemaligen Ministerpräsidenten Grafen Tisza în Audienz empfangen, um ihre Anschauung über die Krise zu hören. A e

Im Budgetaus\schuß des ósterreihishen Ab- geordnetenhauses dankte der Landesverteidigungsminister Freiherr von Georgi bei der Verhandlung des Kapitels „Landesverteidigungsministerium“ für die seinem Ressort ge- zollten Worte der Anerkennung und fündigte, obiger Quelle zufolge, für den kommenden Herbst die Einbringung des neuen Wehrgeseßes auf der Grundlage der zweijährigen Dienstzeit sowie die Einbringung einer neuen Militär- strafprozeßordnung an.

Großbritannien und JFrland.

Der König Eduard ist nah einer Meldung des „W. T. B.“ vorgestern abend wieder in London eingetroffen.

Frankreich.

Der Berichterstatter der Zollkommission der Kammer Morel hat seinen neuen Bericht über die Umgestaltung des Zolltarifs fertiggestellt. Der umgeänderte Kommissions- entwurf trägt, „W. T. B.“ zufolge, den von der Regierung ausgesprohenen Wünschen teilweise Rehnung, jedo konnte in betreff der Zölle auf ölhaltige Kerne, Eisen, Gußeisen und Stahl sowie auf Garn und Gewebe wegen des französisch-shweizerischen Uebereinkommens eine Verständigung zwischen der Regierung und der Kommission nicht erzielt werden. Die Regierung weigert fi, an dieses so mühsam zustande gekommene Ueberein- kommen zu rühren, da infolge der von der Zollkommission be- antragten Erhöhung der Seidenzölle der gesamte Warenausitausch zwischen beiden Ländern eine \{chwere Schädigung erfahren müßte. Ferner hat die Regierung mit Rücksicht auf England den Anträgen der Kommission, betreffend die Zollsäße für Eisen, Gußeisen, Stahl, Garn und Gewebe, nicht zustimmen können. Die Erhöhung. der Zölle auf Oelkerne, die die Kommission zum Schuße des heimischen Rapsbaus beantragt hat, hat die Regierung nicht gutgeheißen, da dadurch die einheimische Oel- und Seifenindustrie geshädigt und England, das aus Jndien große Mengen Raps nach Frankreih einführt, beeinträchtigt werden würde.

Der König

Tschung bat, dem Kaiser von Rußland für die Aufmerksamkeit die der befreundete Nachbarstaat dem jungen Kaiser und ihm selbst erwiesen habe, seinen tiefen Dank’ zu übermitteln.

Parlamentarische Nachrichteu.

Der Schlußbericht über die vorgestrige Sißung des Hau ses E geordneten befindet sih in der Ersten und Zweiten Beilage.

Fn der heutigen (83.) Sißung des Hauses der Ah- geordneten wurde die zweite Beratung des Staatshaus- haltsetats für 1909 fortgeseßt.

Vom Etat der Eisenbahnverwaltung war noqh rüs: ständig die Position im Extraordinarium, die als erste Rate 200 000 6 zur Verbesserung der Gleisanlagen auf dem Bahn- hof Minden und zur Herstellung einer Unterführung in der Victoriastraße daselbst vorsieht.

Die Budgetkommission (Berichterstatter Abg. Hir\ch- Essen) beantragt, die Position zu bewilligen und die Petition des Kaufmanns Menßt u. Gen. in Minden um Nichtbewilligung der Baynunterführung in der Victoriastraße für erledigt zu erklären.

Nach einer kurzen Bemerkung des Abg. Sültemeyer (konf.) beshloß das Haus nah dem Kommissionsantrage.

Vom Etat der Bauverwaltung stand noch der

Titel im Extraordinarium mit der ersten Nate von 2 Mil- lionen Mark zur Verbesserung der Sceschiffahrtsstraße nah Harburg aus. Die Budgetkommission beantragt die Bewilligung unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Vertrags mit Hamburg (sogenannten Köhlbrandvertrags) und des Geseßentwurfs über die Aenderung der Landesgrenze gegen Hamburg im Land- kreise Harburg.

Nachdem der Berichterstatter Abg. Brütt (freikonf.) über die Kommissionsverhandlungen referiert und diesen An- trag empfohlen hatte, beshloß das Haus demgemäß.

Es folgten die Etats des Herrenhauses und des

von Brandenstein

Abgeordnetenhauses. Berichterstatter Abg. (kons.) folgende Resolution der Budgetkommission : die Regierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, dur den das Net der Präsidenten be:der Häuser des Landtags zur Bertretung des Fiskus und die NRecbtsverhältnisse der Beamten des

empfahl

Nachdem sich der Disziplinarrat für Postbeamte für die Minister der öffentlihen Arbeiten Barthou nah Meldungen Beamten verfügt.

hielt

ab, des

Versammlung Der Vertreter den Streikerlaß

gestern nahmittag in Paris eine an der 600 Personen teilnahmen. Zentralverbandes riet, in Ruhe abzuwarten, dem alle gèhorhen würden. Ein englischer Postbeamter versicherte die französishen Kameraden der finanziellen und moralischen Unterstüßung der englischen Kollegen. Nah zahlreichen heftigen Reden nahm die Ver- sammlung eine Tagesordnung an, die die Regierung be- huldigt, ihre Versprehungen nicht gehalten zu haben, und verlangt, daß alles getan werde, uni die gemaßregelten Beamten zu rehabilitieren. /

Türkei.

Die Deputiertenkammer hat, nah einer Meldung des „W. T. B.“, in ihrer vorgestrigen Sißung die Beratung des Gesehentwurfs, betreffend das Versammlungsrecht, beendet. Da die Ratifikationsfrist des türkish-bulgarischen Protokolls nächste Woche abläuft, wurde die Diskussion hierüber

| auf die Tagesordnung für Mittwoch geseßt.

Nach dem Bericht der Kommission der Deputierten- lammer, die der Jnventaraufnahme im Yildiz bei- gewohnt hatte, haben die am Dienstag, Mittwoch Donnerstag angestellten Nachforshungen im Yildiz zur Auf findung von 122 000 Pfund geführt, die nah dem Kriegs- ninisterium gebracht wurden.

Das armenish:gregorianische Patriarchat hat, Quelle zufolge, die Nachricht erhalten, daß in dem

obiger Bezirk

begonnen haben, daß in Ulu Kÿshla (Wilazet

Armenier getötet und Plünderungen vorgekommen

Konia) fünf Armenier seien Griechenland.

Die Königin von England und die Witwe von Nußland sind, „W. T. B.“ zufolge, gestern in Athen eingetroffen.

Asien.

Nach Meldungen der „St. Petersburger Telegraphen

agentur“ ist Saad ed Dauleh in das Amt des Ministers

Kabinett unter Mitwirkung des Prinzen Ferman Ferma und Nassr ul Mulks ernannt worden. Jm Anschluß an die Vildung des neuen Kabinetts hat der Schah zwei Pro- fklamationen erlassen, von denen die eine die Bewilligung der Konstitution, die andere den Erlaß einer politischen Amnestie ankündigt.

Wie ferner gemeldet wird, hat der S hah die Befehls- haber der Regierungstruppen in der Nachbarschaft von Täbris angewiesen, ihre Truppen zu entlassen. Durch die Er- folge der Nationalisten in Nesht, Kaswin und Jspahan er- mutigt, haben die Feinde von Frieden und Ordnung in ZTäbris beschlossen, die vom Schah verliehene Konsti- tution niht anzunehmen, vielmehr die Wiederherstellung der ursprünglichen Konstitution zu verlangen. Als uner- läßlihe Bedingung hierfür wird die Einführung der Grundgeseße gefordert, die eine zufällige Auslese von Artikeln ausländisher Verfassungen enthalten. Die Fidais denken nicht daran, die Waffen zu strecken. Sie haben begonnen, mit Erpressungen vorzugehen, um die leergewordene Kasse des Endschumens zu füllen, und machen sih dabei die korrekte Haltung des russishen Detachements zunuge, das sich in die inneren persishen Angelegenheiten nicht einmisht.

Der russishe Sondergesandte General Palizyn und der russishe Gesandte in Peking brachten, obiger Quelle zufolge, vorgestern während einer Audienz |im kleinen Saale des Palastes dem Kaiser und dem Prinz- Regenten Tshung Geschenke des Kaisers von Nußhland dar. Nah der Audienz überreichte der General Palizyn dem Regenten in den inneren Gemächern

Die nationale Vereinigung der Postbeamten E

Entlassung von sieben Beamten ausgesprochen hatte, hat der |

des „W. T. B.“ vorgestern die Amtsenthebung dieser | | Minifter

Herrenhauses und des Hauses der Abgeordneten geregelt werden.

Der Redner b-merkte, daß wegen der Besteuerung der Dienst- wohnungen der beiden Präsidenten Prozesse zwischen dem Magistrat von Berlin und dem Fiékus ges{chwebt bâtten, wobei des Innern hie Vertretung des Fitkus übernommen wogegen der Präsident des Abgeordneienhauses jedo Protest er- oben hâtte. Es bleibe zur Entscheidurg der Frage nur Weg der Geseßzgebuna übrig. In der anderen Frage handle es sich darum, ob die Beamten des Landtages allein vom Präsidenten angestellt werden könnten usw., und ob sie in vollem Sinne des Wortes Staatsbeamte seien. Die Kommission habe das l‘ itere für zweifelhaft gehalten. Zweifelhaft sei ferner, ob die Beamten gegeu den Präsidenten ein Rekursreht an das Staatsministerium bätten und wie das Disziplinarverfahren zu handhaben sei. Decthalb fei eine geseßlihe Regelung zu empfehlen.

Der Etat des Herrenhauses wurde bewilligt.

Abg. von Pappenheim (kous.) beantragte zu der Resolution getrennte Abstimmung über die Worte „das Net der Präsidenten beider Häuser des Landtages zur Vertretung des Fislus*, da seine Partet gegen diesen Teil prinzipielle Bedenken bätte. /

JZn der Abstimmung ftimmten zunächst die Konservativen | allein gegen diesen Teil, darauf wurde die ganze Resolution einstimmig angenommen.

Veim Etat des Abgeordnetenhauses empfahl der

Berichterstatter von Brandenstein (kons.) eine Resolution der Kommission, wonach im räthsten Etat die Mittel sür die Beamten des Hauses erhöht werden sollen, um den Präsidenten in ten Stand zu seten, ältere Diener mit länger als eintägiger Kündigungsfrist an-

der

N Ver

und |

zustellen und ihnen sowie ihren Hinterbliebenen in geeigneten Fällen Unterstüßungen zu gewähren.

| Abg. Dr. Wagner-Breslau (kon\.): Ih möchte den Antrag der Kommission auf das wärmste unterstüßen. Die Hilfsdiener find eigentlich Saisonarbeiter und sie werden außerhalb des Hauses kaum

Hunun Neanzur (Wilajet Kharput) Unruhen gegen die |

Kaiserin- |

des Aeußern wieder eingeseßt und ein neues liberales |

des Palastes die Jasignien des Andreasordens. Der Regent !

| Beschäftigung finden, nahdem sie monatelang hier Dienfte | getan haben. Es ist vorgekommen, daß bet Mitgliedern | des Hauses Sammlungen veranstaltet werden mußten, um | ehemalige langjährige Diener des Hauses zu unterslüßen. Dazu müssen doch die Mittel des Hauses verfügbar sein, daß solche Fälle nicht wieder vorkommen können. Wir haben das größte Interesse j daran, uns alte bewährte Diener zu erhalten. Die Hinterbliebenen | der Diener dürfen ebenfalls bei Unterstüßungen nit y?rgessen werden.

Abg. Wallenborn (Zentr.) wies darauf hin, daß der Reichs tag diese Frage in wel!herzigerem Sinne gelöst habe. Um sehr aroße Summen handele es sh auch nit.

Abg. Dr. Schröder- Cassel (nl.) ebenfalls folution ein.

Abg. Leinert (Soz.) hätte mit seinen Freunden gerne weiter- gehende Anträge gestellt, wenn sie Aussicht auf Annahme im Hause hätten. Der Höchstlohn von 5 1 für den Tag set für alte Diener, die bis über 40 Dienstjahre hinter sich hätten, viel zu gering Außerdem müßten fi? - nach 10 Fahren dauernd angestellt werden. Auch für ihre Nelikten müßte ein Pensionsanspruh anerkannt werden. Ferner müßte den Hilfsdienern, soweit sie nicht angestellt würden, in der Zwischenzeit zwishen zwei Sessionen ein Wartegeld gezahlt werden. In der sozialen Fürsorge für seine etacnen Beamten dürste der Landtag nicht hinter den Kommunen zurückbleiben; die erforder- lihen Mittel müßten bereits für dieses Jahr bereit»estellt werden. :

Abg. Gyßling (fr. Volksp): Wenn d'e Sozialdem kcaten sür fich allein ein besonderes Wob!wollen für die Beamten des Landtags in Arspruch nähmer, so müsse er dem im Namen aller anderen Parteien widersprecken. Die älteren vOilfódiener, die eiwa 20 Jahre beschäftigt seien, sollten als Beamte angestellt werden. Der Präsident des Abgeordnetenhauses habe dem Ministerium des Innern einen Vorschlag unterbreitet für eine Neuorganisation der stenographischen Bureaus des Abgeordneten- und dcs Herrenhauses, wonah der \tenographishe Dienst in beiden Häusern einheitlich organisiert werden solle. Es sei auch die Er- rihtung einer Staatsanftalt für Stenographte angeregt worden. An dem Cinwande, daß bis jeyt kein Einheitssystem eristiere, brauche dieser Gedanke nicht zu scheitern. \

Geheimer Oberregierungsrat v on Falkenhayn: Die Regierung steht dem Wunsche des Präsidenten mit Wohlwollen çcegenüber, die Verhandlungen haben aber noch nicht zum Abs{luß gebracht werden können, da die Organisationsfrage in Verbindung mit der Kostenfrage nicht ganz einfa zu [öfen ift.

Die Resolution der Kommission wurde angenommen.

Auf einen von 364 Mitgliedern aller Parteien mit Aus- nahme der Sozialdemokraten unterstüßten A ntrag des Abg- Glaßel (nl.) hat die Budgetkommission folgende Nesolution

beschlossen: Die Regierung zu ersuchen, den Mitgliedern des Hauses

der Abgeordneten für die Dauer der jedesmaligen Session eine Fahrkaite zur freien Fahrt in beltebitger Wagenklasse auf den

trat für die Vie-

preußisch-hessishen Staatöbahnen zwischen Berlin einerseits und dem Wohnorte und Wahlkreise andererseits zu gewähren, die jedem Mitgliede bei setner Anmeldung im Hause auszuhändigen und von ihm nach Schluß der Session vor der Abreise zurückzugeben ist. Berichtererstatter Abg. von Brandenstein (kons.) teilte mit, daß in der Kommission der Antrag mit 15 gegen 4 Stimmen an- genommen worden fet. Geheimer Oberzcegierungsrat von Falkenhayn: In der Kom- misfion ist von einigen Seiten bemängelt worden, daß bei diesem Antrag die Regierung in der Kommission nit vertreten ge- wesen ist, Demgegenüber weise ich darguf bin, daß es Herkommen ist, daß die Regierung sih bei der Beratung yon polttisch bedeutsamen Anträgen zunächst nit beteiligt, und daß sie deshalb zu diefem Antrag zunächst eine abwartende Haltung ein- nehmen will, bis dieses Haus erstmalig über ihn entschieden hat. Das ift um so no‘wendiger, als nicht nur in diesem Hause, sondern auch außerhalb des Hauses Zweifel darüber bestehen, ob der Antrag in dec Form, wie er vorliegt, erfüllt werden kann, ohne daß eine Geseßes- oder Verfassung8änderung notwendig ist. Die Negterung nimmt aber an Ihren Beratungen selbstverständlich volles Interesse und hat mich als Kommissar hergeshickt, um Ihren Beratungen beizuwohnen und alle Gesihtopunkte, die hervortreten fönnten, zur Information der Regierung entgegenzunehmen.

(Schluß des Blattes.)

(R A O. U N PEBWIW Wr. S EMES 1 n. rem. D

Nr. 18 der „Verdöffentli@ungen sundbeitsamts“ vom 5. Mat 1909 hat folgenden Inhalt: Medizinal-statistische Mitiiteilungen a. d. Kais. G.-A.,, XI1I, Bd., 2. (Schluß) Heft. (Ankündigung.) Gesundheitsstand und Gang der Bolkskrankheiten. Sterbefälle im März. Zeitweilige Mafß- regeln gegen. ansteckende Krankheiten. Desgl. gegen Pest. Desgl. gegen Cholera. Gesundheitsverhältnisse des österreihisch-ungart- [hen Heeres, 1908. Mitteilungen aus British: Ostindien, 1907. Gesetzgebung usw. (Preußen. Prov. Hannover.) Milzbrand- entsGädigung. (Sachsen.) Pferdeveisiherung. Krankenpflege 2c. (Württemberg). Krankenpflegepersonen Krankenpflegecenossen- [haften. (A halt.) Schlachivteb- und Fleisckchbe:\{chau. -—— (S Vet. Kant. Dasel.Land.) Hebammentare. (Kant. Basel-Stadt.) Wirt- haften. Tierseuhen im Auslande. Maul- und Klauen- seuhe in der Schweiz. Zeitweilige Maßregeln gegen Tierseuhen, (Preuß. Neg.-Bezirke Gumbinnen, Breélau, Oszna- brü; Sachsen; Kapkoloni-.) Verhandlungen von gesetz- gebenden Körperschaften, Bereinen, Kongressen usw. (Deutsches Reich.) IX. internationaler tierärztlißer Kongreß. Ver- wmishtes. (Bayern.) Pferdeversiche: ung, 1907/08, (Iapan.) Arzneinamen. Geschenkliste. Monatstabelle über Sterbefälle in deutschen Orten mit 15 000 und mehr Einwohnern, März. -— Desgl. in größeren Städten des Auslandes. Wochentabelle über die Sterbe- fälle in deuishen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. Desgl. in größeren Städten des Auslandes. Erkrankungen in Kranken- häusern deutsher Großstädte. Desgl. in deutshen Stadt- und Landbezirken. lge: Witterung. Beilage : GeriŸhtlihe Entscheidungen auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitäpflege (Aerzte.) Be, [ondere Beilage: (Deutsches Neich.) Piüfung8ordnung für Zahnärzte.

dex Kaiserlichen Ge-

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Der Auëêstand der Fahrer und Brauer in der Mainzer Aktien-Bierbraueret (val. Nr. 108 d. Bl.) ist, der „Frkf. Ztg.“ zufolge, am Sonnabend bereits zu Ende gegangen; dur den Eintritt Arbeitswilliger in den Betrieb wurden sämtliche frei gewordenen Siellen wieder beseßt Infolge dieser raschen Erledigung des Aus standes in dieser Brauerei werden weitere Bewegungen im ragen Brauereigewerbe | nit : unternommen werden. Der Derbdand der Mainzer und der Brauereien der Umgegend teilt durch eine Veröffentlißung mit, daß er erst dann mit dem Verband der Brauereiarbeiter wegen Abschlusses eines neuen Lohntarifs in U: terhandlungen treten [Onne, wenn der Reichstag die neue Brausteuer zum Beschluß erhoben habe und dadurch die Brauindu tri zukünftige Lage übersehen fônne; die Unsicherheit der Verhältnisse mache es unmögli, jeßt {on Verhandlungen über einen neuen Bertrag zu pflegen. E i i Aus Lo! don wird der f. Ztg.“ telegraphbiert : Gegen 700 in den Schneidergeschäften von Hondstreet und Negentstreet an- gestellte Frauen, meistens A 18länderinnen, find in den Ausstand “treten, weil eine böbere Entlohnung für Ueberzeit und Bezahlung sür Fetertage verweigert wird i :

Zwet Postdampfer der Compagnie T ransatlantique, die von Marseille aus den Dienst mit Algier und Tunis versehen, connlen, wie ,W. T. B." meldet, nicht avgehen, da die Stewards in den Ausftand traten, weil ihnen die Nuhetage an Bord nicht bezahlt wvurden.— Aus St.Nazaire wird dem „W.T. B.“ ferner gemeldet, daß 300 Leute der Bemannung von vier Postdampfern der Compagnie Transatlantique in den Ausstand getreten sind. le verlangen u. a. Lobnerhöh ingen und einen wöchentlihen Nubetag u zu Lande. E

_Zur Aus ftand 8bewegung in Buenos Aires (vgl. Nr. 106 d. Bl.) wird dem ,W. T. B“ gemeldet, daß das Erekutivkomitee der sozlalistishen Partei beshlofsen habe, alle ausständigen Arbeiter ufzufordern, die Arbeit wieder aufzunehmen. 5 i

ihro Ly A

d «(T „Boss

(Weitere „Statistische Nachrichten“ \. i. d. Zweiten Beilage.)

Wohlfahrtspflege,

Das Programm des A usbil dun asfursus, den die Zentrale Ur private Fürsorge Frankfurt a. M., vom 2.—12. Juni Yeranstaltet, ift erschienen; der Kursus umfaßt Vorträge, Besprehungen ind Besichtigungen auf folgenden Gebieten : die Pflege der unehelichen Kinder in den ersten Lebensjahren, die Organisation der Berufsz- vormundsaft, die Vertretung der rechtlichen Interessen der unehe- [ichen Kinder, die Berufsausbildung Jugendliher, insbesondere Schwahbegabter. Anmeldungen von-TCeilnehmern liegen bereits zahlrei) vor. Alles Nähere ist zu erfahren dur die Zentrale für "rivate Fürsorge, Frankfurt a. ‘M. Stistsftraße 30 v.

Kunft und Wissenschaft.

„_ Das Blizgen der Blüten. Gerade jeßt, zur Blütezeit, lfönnen aufmerksame Beobachter an roten und feuerfarbigen Blüten in der Dämmerung eine merkwürdige Erscheinung sehen, auf tie zuerst im Jahre 1762 die Tochter Linnós hingewiesen hat; zuweilen bemerkt man an den Blüten ein weißliches Aufblißen und momentanes Er- oschen, eine Erscheinung, die man bisher, ohne jedo einen Beweis dafür zu haben, mit elektrishen Vorgängen zu erklären bflegte. Die rihtige Erklärung hat, wie der «Frankf. Ztg.* geschrieben wird, jüngst Professor A. Sghletermacher, theoretischer Physiker an der Technischen Hochschule in Karls- rue, n den Verhandlungen des Karlsruher Naturwissenschaft- Feen Vereins gegeben. Durch zahlreihe Versuche stellte er zunächst est, daß von eleftrishen Entladungen dabei überhaupt niht die Nede A kann, daß das Bligen der Blüten vielmehr eine subjektive ckugenerscheinung it, die zu den Nawbildern gehört. Bei Schlelermachers Beobachtungen trat das Aufblitzen jedesmal ein, wenn man în etnem Abstande von zwei Metern von den Blüten das ZUge în einer Höhe von 20 bis 40 cm rasch über diese hinweg- wandern ließ. Wurde dagegen etne einzelne Blume scharf ins ta gefaßt, so zeigte sih n'chts. Die roten Blüten entsenden

dunkle Stellen, duih- die das Nachbild wird. mären eintritt,

mit Hilfe eines blauen

als ich zu später Abendzeit bet der in Dämmerung mit einem Freunde ging, bemerkten wir sehr Mohnes, die vor allen anderen eine

uns vor die Stauden hin, nihts weiter bemerken,

es ein physiologishes eigentlih das Scheinbild der Blume Farbe set." Bis auf die fal|che Farbe stellung und Erklärung völlig richtig.

Direktion eine würdig ausgestattete

e209 Jahre

und die aus Aus [kleinem Grundlagen

Starkstromtenik Elektricitäts-Werke. dank ihren gesunden

der Elektrizität auf den worden, was sie heute ift:

fulturellen Fortschritts lebhaft

dessen Bestreben auch in der Zukunft stetig wachsendem Maße ein schaftlihen und Auf Grund des Beitrags, de gemeinde Berlin abs{loß, wurden Werke mit einem Aktienkavital Leben gerufen. In welchem Umfange

aus folgenden Ziffern. Es zeigte die ene Leistungsfähigkeit von 900 P8,

Gegenwärtig ist jede Beschränkung in

Gnde 1885 268 Kilowatt , Anschlußwert von 153 947 Kilowatt. ersten Jahre aus\{ließli Objekte

Kraftanschluß erfolgte im Jahre 1886, Jahren vorerst eine äußerst bon Motorars{hlüssen ftatt. Noch 1908 bereits die stattliche Ziffer von 86 aufwies. Die für die

nebmens maßgebende Ziffer, Stromes, betrug 1885: ‘37 080 Kilowatt Kilowattstunden. Der Anteil der gewe

Anteil 1907/08 auf

biz 30. Juni 1908 erzeugten Strommen von 1 316 077 974 Kilowattstunden. D

fapitals von 3 Millionen Mark. maschinellen Einrichtungen angelegt.

34 Millionen Mark bereits getilgt sind. der Gründung der Gesellschaft bis zu 34 414 470 M verteilt. Außer diesen Summen haben die

Zeitraum an die Statt

| Abgabe abgeführt.

f 7

der Oldenburgishen S Deutschland ansässigen ausgeschrieben. Drei Preise geseßt. Die Bank behält Prise von je 500 # anzukaufen. bewerb können von der Oldenburgische

von 5000,

zurückerstattet wird, bezogen twerden.

des Monats

„In Ober- und Mittelitalien Frübjahrs8aussaaten konnten deshalb been

Apr

,_ Die Wein stöcke und Die Obstbäume standen in voPer Biüte. zelgten üppiges Grün. Die Wärine b Orten stark ausgetrocknct, und es beginn Feuchtigkeit fühibar zu machen.

Aus dem südlichen Teil Itali Gemüsepflanzungen versprehen dort eine entwidckeln ih gut; die Obstbäume stehen in voller Blüte.

Getreidemarkt in A Der Kaiserlichr Generalkonsul in

3. d. M:.:

Ende des Monats März herrschende sehr während des ganzen Monats April an.

Ankünfte

1 die Vorräte an Weizen Obgleich L

D immer roh fest, war der Vâlfte des Monats wentger und auch süddeutschen Mühlen ih gedeckt hatten. Wetzenmarkt infolge des bedeutenden

der Dämmerung im Vergleich zu dem grünen Hintergrunde Außerordentlich wenig Lichtstrahlen und wirken daher als

jâhe Wendung ein. frage für den Konsum war nur gering,

uns fonft gar nicht wahrnehmbar wäre, ers unseren Da das fsekundäre Bild eine Fünftelsekunde ersheint es beim Blickwehsel sei

primären und macht daber d:n Eindruck eines Lichtbli mi Papierbogens und eines oran flüdes die Erscheinung nachzuahmen. bereits Goethe das Bligen der Blüten beobahtet erklärt hat. Jn seiner „Fa1benlehre“ {reibt er:

deutlih an den Blumen d sehr mächtig ro etwas Flammenähnliches, das ih in ihrer Nähe zeigte. sahen aufmerksam darauf, l bis uns endlich, beim ab Wiedergehen gelang, indem wir feitwärts dara sheinung fo oft zu wiederholen, als un3 beliebte. Fabenpbänomen,

vielseitigsten ein mit dem großärtigen Stadt Berlin auf das innigste verknüpftes, i beieiligtes und Vierst des größten deutshen Gemeinr

Ma unentbehrliher gefellshaftlißen Leben

Gesellshaft, nahmalize AEG, im Jahre von 3 stehens der Gesellshaft gewachsen und vervollkommnet sind, D. E. W., gegenwärtig 163 450 PS zu e jorgungsgebiet der B. E. W. beschränkte si na dem 1885 auf das unmittelbare Zentrum Berlins mit c23. 708000 qm Fläthen- raum, ent\prechend einer Länge der Häuserfconten y [orgungêgeblets gefallen und im Weichbild von Y 920 km Hôäuserfront mit Kabeln belegt.

ges{chlossenen Stromverbrauchtobjekte der Konsumenten. beansy Ende 1908

geringe Kraftanschluß nur 7,5 Kilowatt glei 8,5 PS, während Beurteilung

die Menge

absaß war 1888 nur 29/6, 1907/08 bereits 37 9/90. den gewerblihen Anlagen au den Bahnbetrieb, fo erhöht

Gesellschaft ersieht man aus folgenden D reihte der Immobiliarwert der B. E.

Berliner Elektricitäts-Werke in Derlin den Betrag von 33 348 927 M

ih das Necht vor, Die Un

Zahlung von 3 4, welcher Betrag bei Einlie

herrschte \{önes Welter.

Siziliens lauten die Nachriten günstig. die Oltvenbäume zeigen ein

Generalkonsulats in Genua vom 4. Mat

lebhaft,

des grünen. Hintergrundes, das

Bemerkenswert 1E,

eine klare

im Garten auf-

und der

Augen \ichtbar nah dem pris- tlißh von dem es. Es gelang geroten Papier- daß und fast richtig „Am 19. Juni 1799, Nacht übergehenden und ab- es ortentalishen te Farbe haben, Wir stellten konnten aber ermaligen Hin- und uf blickten, die Er- Gs zeigte si, daß scheinbare Blitz

in der geforderten blaugrünen nbezeihnung ist Goethes Dar-

Technik.

Aus Anlaß des 25 jährigen Jubiläums, Elektricitäts. Werke am 8. d. M,

Fest \hrift

insbesondere hervorgegangenen ist die und der Gebteten ,

zu dem

das die Berliner begangen haben, hat die j e Sestfd herausgegeben. sind“, fo beginnt die Jubiläums\crift, seit der Gründung der Berliner Elektricitäts-Werke verflossen eixe im Leben der Völker, aber von weittragender Be an Erfolgen für die gesamte S otenit, Hr

Anfange

kurze Spanne Zeit deutung und reich | für die Berliner e Gesellshaft, Berwendbarkeit ges Aufblühen der an der Förderung de seine ganze Kraft in den |!

vesens stellendes Unternehmen,

darauf gerihtet sein wird, ti Faktor im Groß-Berlins zu

n die QDeutsche

sein.

die Berliner

Millionen Mark

wirt- “t EGdifon- 1884 mit der Sitadt- Elektricitätg- | ins

die Anlagen während des Bes

erste Zentrale

ntwickeln vermögen.

bezug auf

entsprahen sie für Beleuchtung. und es und

Ende

fand in den langsame

1888 betrug

| ergibt fich e : im Jahre 1885 während die Dampfmaschinen der Das Ver- Vertrage vom Jahre

on etwa 8,85 km. die Größe des Vers erlin eine Länge von Die an die B. E. W. an- ruhten einem Die Anschlüsse betrafen im Der erste nächsten Zunahme der er Ende

291 Kilowatt glei 95 879 Pg

der

des

Größe

roe des Unter- jährlich abgesetzten

stunden, 1907/08: 150 615 764 rblihen Anlagen am Gesamt-

Rechnet

man

gy

ju age : t Nh der 1 (3 9/0 vom Gefsamtstromabsay. Die Summe der gelamten, von den Berliner Elektricitätswerken vom 15, August 1885

ge ergibt die ansehnliche Ziffer te finanzielle Entwicklung der

W. die Höhe des Grund

Das gleiche Kapital war in den as : ingen ( Seitdem haben sich die Anlagen des Unternehmens auf 135 Millionen Mark erböht, von denen

An Di m 30. Juni den

F 1908 Aktionären dem

Vautvesen.

Gin Wettbewerb um Entw ürfe für ein Geschäftshaus Par- und Leihbank wird unte | Architekten mit Frist bis zum

a Spar- und Leihbank

Land- und Forstwirtschaft. Saatenstand in Jtalien während des zweiten Drittels

il 1909.

digt werden. Das Wachstum

der Pflanzen wurde dur den Witterung8wecsel sehr günstig beeinflußt. Maulbeerbäume begannen

p auszus{lagen.

Wiesen und Weide pläge at den Erdboden an vielen t sich bereits ein Mangel an

ens und einem großen Teil Die Getreidefelder und Ernte. Die Weinstöcke ein gutes Aussehen und (Bericht des Kaiserlichen 1909.)

gute

ntwerpen.

Antwerpen berichtet unterm Auf dem Antwerpener Getreidemarkt s

hielt die {on zu feste Stimmung au fast Es war äußerst rege Nat-

frage für den Bedarf des Landes vorhanden, fodaß troß der bedeutenden

blieben. zweiten belgischen größtenteils

nur sehr Markt in der da die Bedarf

gering

ren

IÍn der leßten Woche des Monats trat aber im iden Pret#rückganges in Amerika eine Das Geschäft wurde völlig still und die Nach

was eine Vergrößerung der

aten. Im ersten Jahrfünft er-

ral Wibtdenden wurden sfeit in8gesamt ¡ugeflossenen gleihen j als

Die

r den in | 3000 und 1000 6 find aus- vier Entwürfe zum terlagen für den Wett- gegen ferung des Entwurfs

| stellenweise 66 m (31

| geshätzt worden. 92 | Richtung auf etwa 325

i plant.

nach 25 Jahren anzukaufen.

Vorräte zur Folge hatte. In Mehl fand im April ein regel-

mäßiges, bedeutendes Geschäft statt, besonders in der ersten Hälfte des jedoh blieb der Verkauf auch bis zum Monatstende ein

L E tg am Ende April ungefähr, [wie folgt,

Monats, normaler. Die Vorräte wurden

geschägt : T

Gerste Noggen Mais .

205 000 dz 80 000 7 000 45 000

__ Die „Schwetzerishe Landwirtschaftliche Zeitschrift" berichtet in ihrer Nummer vom 7. d. M. über Witterung, landw. Ar- beiten und Kulturenstand in der Zentralschweiz: Nachdem die rauhen Winde etwas nachgelassen und am 17. und 18, April Negen gefallen, ift das Gras ra|ch gewachsen und der Weitidgang fast allgemein im Laufe der lezten Woche- eröffnet worden. Für die Frühjahrsdüngung der Wiesen mit Mist war die bisherige Witterung viel zu trocken. Der Dünger kommt [{chwächer zur Wirkung. Für die Arbeiten im Ader ist die Witterung vorzüglih geeignet. Sommergetreide und Kartoffeln - werden nun ras gepflanzt. Der „Blühet* der Obstbäume hat begonnen, die Kirschbäume stehen im \{chönsten Schmudcke, Virn- und Apfelbäume folgen bald na in der Brautkleidung. Der Blühet der Birnbäume fällt wieder recht reidj- li aus und ftellt ein neues, ordentli gutes Obstjahr in Aussicht. Dieselbe Zeitschrift meldet aus Hallau unter dem 3. Mai: Soviel bis jet ersehen werden kann, sind die Triebe an den Neben e R erfroren. Die Temperatur betrug drei bis vier Grad er Null,

Verdingungen im Auslande.

(Die näheren Angaben über Verdingungen, die beim „Neichs- und Staatsanzeiger“ austiegen, Töônnen în den Wochentagen in dessen Grpedition während der Dienststunden von 9 bis 3 Ühr eingesehen werden.) Vesterreih-Ungarn.

„21. April 1909, Bormittags 10 Uhr. K. K. Staatsbahndirektion in Lemberg: Lieferung von 50 Stück Planen zum Bedecken der Cisenbahnsendungen. Näheres umgehend bei der genannten Direktion,

rter Mai d. I., Mittags 12 Uhr,

12 Uhr.

welher die Offerten einzusenden sind. Spâatestens 21. Mai 1909, 5 4 E of 17 4 Mai drukerei in Wi n: Lieferung von Papier zu den Post- und Tele- | graphen-Manipulattonsdrucksorten. Näheres bet der vorgenannten Direktion I[…, Jennweg 16, und beim „Mets8anzeiger*.

Lia 24,8 M4 vis [patetiens 15,

K. K. Hof- und Staats-

M ¿V 5 o r

; G Uigartlten.

Beiirksfinanzverwaltung in Sofia.

von galbvanisiertem Eisendraht ( Anschlag

(Anschlag 1500 Fr.) : i 99% obiger Beträge.

1. Juni 1909: Lieferung draht (* 10 290 Fr.), eisernen Haken und Flolatoren (Anschlag 1500 Fr.). Kaution

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| Dänemark.

| L Die dänischen Staatsbahnen.

j Im nMaskinafdelingens Kontor“ in Kopenhagen, Gl. / Kongevej 1 D, am 17. Mat 1909, 12 Uhr Mittags. Lieferung von : : 2600 Stüd Fensterscheiben, 90 Stück mattge\chlifenen Scheiben mit | Vorte, 100 Stud mattges{liffenen Scheiben ohne Borte, 135 Stück | Spiegelglas\heiben mit Belegung, 10 Stück facettierten Spiegelglas | sheib 3400 Stück Scheiben für Aufschläzge, 1500 Stück runden | Scheiben, 1000 Stück Sheiben zu Frontlaternen, 2400 Stück ge- j

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eiben,

bogenen, roten Und grünen Scheiben, 20 Stück gerieften Scheiben. Formulare und Bedingungen an Ort und Stelle

Verkehrsanfstalten.

_ Die geplante Südsibirishe Eisenbahn. libirishen Hauptlinie zweigt nur eine Nebenbahn ab. die sogen. Tomsker Zweigbahn, die unweit Werst 1546 auf etwa 9 km Länge üb Hafen Tscheremoshniki nah Norden längeren Nebenbahn nah Süden wird, verwaltung“ zufolge, jeßt Ausgangs8punkt dieser Bahn, die werden foll, i Von Omsk aus wird des Flußlaufes über Pawlodar bis Die Länge der Linie Omsk —Pawlodar Bon Pawlodar wird

D O N Km Lange

Bon der Es ‘ift das der Station Taiga bei über Tomsk binaus bis zum lib erstreckt. Der Bau einer „wird, dem „Zentralblatt der Bau- von einer Aktiengesellschaft geplant. Als

„Südsibirishe Eisenbahn“ qa ist die Station Omsk bei Werft 746 a iert T die Bahn ösilih bes Irtis in der Richtung Semipalatinsk #ch erftrecken. -Semipalatinsk ist auf 890 km ahn ps östlicher

l eRulundtn Steppe* (auch Kulunda genannt) bis zur ( 1aul ai DIIE Die Baukosten sind vorläufig auf 50 Mill. Rubel oder etwa 108. Mill. Mark, d. h. eiwa 89 000 (46 für 1 km veranschlagt Die Gesellschaft beansprucht eine Verwal!ungsdauer von 81 Jahren, wobei indessen der Staatsregierung das Net eingeräumt wird, die Bahn

Die Schuldverschreibungen im Be bon 60,52 Mill. Rubel (130,73 Mill. Mark) sollen mit 41 v A verzinst werden. Für die Anteilscheine (Aktienkapital) sind vorläufig 6 Mill. Nubel (12,96 Mill. Mark) angeseßt worden. j Durch die Südsibirische Eisenbahn \oll der nordöstlihe Teil des aroßen Kirgisensteppengebiets wirtshaftlich erschlossen werden. Dieses Steppengebiet erstreckt ih südwestlich des Bezirks Tomsk fast bis zur Grenze der mittelasfiatishen Provinz Syr-Darja nord- wesllich bis zur Grenze des Bezirks Orenburg. Im Steppengebiet lagern silberhaltige Bleterze, Kupfer-, Eisen- und Manganerze. Ein großes Steinkoblenvorkommen befindet sich bei Efkibas. tus, dessen Borrâte roh auf 300 Milliarden Pud oder etwa 5 Milliarden Tonnen

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geshäßt worden sind. Die Mächtigkeit der Kohlenschichten soll dort Faden) betragen. Von den Lagerstätten hat die Woßkressenskishe Bergbaugesellshaft eine etwa 107 km lange Vollspurbahn zum Irtischhafen bei Pawlodar erbaut, von wo die Steinkohle auf dem Wasserwege des Irtish weiterbefördert wird. Im Steppengebi-t betreiben Kirgisen die Viehzuht im großen, von dort führen auch Handeléwege zur Mongolet. 2

Literatur.

Kurze Anzeigen neu erschienener Schriften, deren Besprechung vorbehalten bletbt, Ginsendungen find nur an die Nedaktion, Wilhelmstraße 32, zu richten, Rücksendung findet in keinem Falle statt.

Otto von Bismarck in seinen Beziehungen zu Württemberg und zu württembergischen Staatsmännern. Von Dr. Adolph Kohut. 2 4. Blaubeuren, Hans Baur.

Wohnungsfrage und T uberkulosebekämpfung. Bon Dr. F. Köhler. 1 #6. Jena, Gustav Fischer.

Zur therapeutischen Anwendung der Mineralstoffe von Sanitätsrat Dr. Brasch und Dr. med. Cornelius. 3 4. Oldenburg i. Gr., Schulzesche Hofbuhh. R. S@wart.

Platen: Die Neue Heilmethode. Lehrbu der natur- gemäßen Lebensweise, der Gefundheitspflege und der naturgemäßen Heilweise. 60 Lieferungen zum Preise von je 40 S. Liefg. 27 bis 32. Berlin W. 57, Polsdamerstr. 88. Bong u. Co.

Preußische Verke hrspolitik und Staatsfinanzen. Von Franz Ulrich, Wirkl. Geheimer Oberregierungsrat. 2,40 M. Berlin N. 24, Monbijouplaß 3. Julius Springer.

Im Kampf ums Dasein! Band ÿ: Wer hat Recht? Der Prinzipal oder sein Angestellter? Rehtsbuh. Ein Natgeber von Rechtsanwalt P. Ellmersdorff. 1 4. Pößneck t. Thür., Hermann Schneider Nachf.

und Schuldeputa-

, Die ländlihen Schulvorstände ttonen. Von P. Plüshke, Rektor. Mit ausführlihem Sach-