1889 / 6 p. 23 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 08 Jan 1889 18:00:01 GMT) scan diff

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Verfolgung einer mit Absonderungsrecht versehenen, ¿ur Konkursmasse geltend gemachten Forderung gegen den früheren Gemeinschuldner.

Konkursordnung 8. 57, 133, 152, 179.

Fn Sachen des Kaufmanns D. K, zu H., Beklagten und Revisionsklägers, l wider

die Handlung J. R. & S. zu P., Klägerin und Revisions- beklagte,

hat das Reichsgeri t, Erster Civilsenat, am 20. Ok- tober 1888 M l |

für Recht erkannt :

das Urtheil des Dritten Civilsenats des K. pr. Ober-Landes- E zu H. vom 8. Mai 1888 wird aufgehoben und die ache zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen. Die Entscheidung über die en der Revisionsinstanz wird dem Endurtheile vorbehalten.

Entscheidungsgründe.

Der Klägerin steht „wegen Alles desjenigen, was ihr der Beklagte aus der fraglichen Geschäftsverbindung oder aus irgend welchem Rechts- [dig geworden ist, ein Pfandrecht und, nahdem Beklagter in rs verfallen ist, ein Ret auf abgesonderte Befriedignng bezügli der beiden fraglihen Grundschulden von 5000 Thalern und 30 000 M4 zu; nachdem der Konkurs durch Zwangsvergleih beendigt ist, verlangt fie im vorliegenden Prozesse wegen ihrer Forderung, deren Betrag sie auf 18309 M 58 S mit Zinsen angiebt und deren Seststellung im Konkursverfahren sie behauptet, Zwangsvollstreckung in die Grund- \{uld von 5000 Thalern durch gerichtliche Ueberweisung und Zahlung der Akkordrate von der Ausfallforderung. Diesem Klageantrage ent- \sprehend haben die beiden Vorinstanzen den Beklagten verurtheilt, obwohl Beklagter im vorliegenden Prozesse die Nichtigkeit der klägerischen orderung, namentlich die speziell bezeichneten Posten der lagerechnung, bestritten hat. s kann zugegeben werden, daß die Anwendung der Nel mtunau im §8. 152 Absaß 2 und §. 179 der Konkursordnung dadur nicht ausgeschlossen wird, Wi einem Gläubiger des Kridars ein Absonderungs- recht zusteht. Zwar soll nach fa e bsaß 2 der Konkursordnung die ng

abgesonderte Befriedigung unab g vom Konkursverfahren erfolgen.

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Aber nach §8. 57 der Konkursordnung kann ein Gläubiger, welcher ah- gesonderte Befriedigung beansprucht, die Forderung, wenn der Gemein- \hulduer au persönlih für dieselbe hafket, zur Konkursmasse geltend machen, verhältnißmäßige Befriedigung aus der Konkursmasse aber nur für den Betrag fordern, zu welhem er auf abgesonderte Be- friedigung verzichtet, oder mit welhem er bei der leßteren ausgefallen ist. Es findet daher, wenn der Gläubiger seine Forderung an den Kridar gemäß §. 57 zur Konkursmasse angemeldet hat, darauf auch das in Buch Il Titel 4 der Konkursordnung geregelte Feststellungs- verfahren mit allen geseßlihen Wirkungen der Feststellung Anwendung, und zwar niht etwa beschränkt auf den dur das Objekt des Ab- sonderungsrechts nit gedeckten Ausfall, für welhen Befriedigung aus der Konkursmasse verlangt wird, sondern für den ganzen Betrag der angemeldeten und festgestellten Forderung, au soweit dieselbe durch das Objekt des Absonderungsrechts gedeckt wird. Die Beschränkung der Wirkungen der Feststellung auf die Ausfallforderung führt zu unmöglihhen Konsequenzen und steht mit 8. 57 cit, im Widerspruch.

Klägerin hat ihre Forderung an den Beklagten im Konknrse an- gemeldet und ihr Absonderungsrecht geltend gemacht, wegen des Aus- falls aber Befriedigung aus der Konkursmasse verlangt. Beide im

- vorliegenden Prozeß erfolgte Klageansprüche sind dadur bedingt, daß

die Forderung der Klägerin im Konkurse festgestellt ist. Ist dies nicht der Fall, so mußte Klägerin ihre Forderung im vorliegenden Prozesse nah den Regeln des ordentlichen Prozesses begründen und, soweit fie vom_ Beklagten bestritten ist, beweisen. Namentlich ist nach dem §. 179 der Konkursordnung, auf welchen auch das Berufungëgericht seine Entscheidung gründet, die im Falle eines Zwangsvergleihs aus demselben gewährte Zwangsvollstreckung durch die Feststellung der Forderung im Konkursverfahren bedingt. Nun nimmt das Berufungs- geriht selbst an, daß eine ordnungsmäßige Feststellung der klägerischen Forderung im Konkurse nit erfolgt sei. Dessenungeachtet glaubt das Berufungsgericht den §. 179 zur Anwendung bringen zu dürfen, weil die Feststellung im Konkursverfahren, namentlich die Eintragung in die Tabelle, mit Unrecht unterblieben sei. Diese Argumentation ist rechtsirrthümlich. Der §. 179 seßt voraus, daß die Forderung fest- gestellt ist, und dieses Erforderniß kann, wenn. demselben nicht genügt ist, nicht Vf erseßt werden, daß das erkennende Gericht im vor- liegenden Prozesse findet, daß alle geseßlichen Voraussetzungen der Feststellung vorlagen, baß also der Konkursrichter die Forderung hätte feststellen sollen, und dies mit Unreht unterlassen hat. Der S. 179 seßt vielmehr eine Feststellung im Konkurse gemäß §. 132 bis 134 der Konkursordnung voraus. Diese Feststellung findet ihren Abschluß in der dem Gericht obliegenden Eintragung in die Tabelle, welcher nah §, 133 fest & 2 die Wirkung eines rechtskräftigen Uitheils bei- gelegt ist. Diese Feststellung bildet au die Voraussetzung des §. 179 und sie kann nah beendigtem Konkurse niht mehr nalgeholt werden. In einem erst nah beendigtem Konkurse anhängig gemachten Prozesse muß der Gläubiger seine Forderung nah den allgemeinen e e sie bestritten ist, beweisen und ein Urtheil erwirken, auf Grund essen dann die Zwangsvollstreckung erfolgen kann.

Im vorliegenden Falle hat die Klägerin aber eine Feststellung weder gemäß SS. 132, 133, noch gemäß §8. 134 der Konkursordnung

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nommen hatten, unter fäls{chlicher Benußung der vorerwähnten Be- gleitsheine den erwähnten beiden Wurzener Firmen als ausländisches, zollpflihtiges Getreide auf deren Zollconto überlassen wurde. Die Beschwerdeführer bestreiten nicht, daß ihre Handlungsweise den That- bestand der in den 88. 135, 136 Nr. 6 des Vereinszollgeseßzes vor- gesehenen Defraudation erfüllt. Sie versuchen nur auf- den \{chon von der Vorinstanz geprüften und mit Ret verworfenen, auf S. 137 des Vereinszollgeseßes gestüßten Einwand zurückzukommen, sie hätten unter den festgestellten Ümytänden eine Zollhinterziehung weder verüben können noch wollen, welcher Einwand mindestens dem §. 136 Nr. 6 des Vereinszollgeseßes gegenüber zur Zuerkennung nur einer Ordnungs- strafe führen würde. : E | Völlig haltlos is zunächst die Aufstellung der Revisions\{chrift, dur den begleitsheinwidrigen Transport des Weizens statt nah Wurzen nach anderen inländischen Verbrauchsstellen sei die im Begleit- schein T von den Beshwerdeführern einmal übernommene Haftung für den Eingangszoll niht berührt worden, habe vielmehr unverändert fortbestanden, und sei deshalb eine Zolldefraude garniht ausführbar gewesen. In Gemäßheit §. 33 des Vereinszollgeseßes hat der Be- gleitshein I bei zollfreier DurWGfuhr zollpflichtiger Waare dur das Zollinland die Bestimmung „die Wiederausfuhr solcher Waaren zu sichern“, und in Gemäßheit 8. 46 des Vereinszollgeseßzes erlischt die im Begleitshein T übernommene Verpflichtung des Begleitschein- Extrahenten (Haftung für Zoll 2c.), sobald das den Ausgang der Transitwaare kontrolirende Zollamt den geshehenen Ausgang be- sheinigt. Da in Gemäßheit §. 97 ff. des Vereinszollgesetzes die zoll- amtlich zugelassenen für die einstweilige Lagerung noch unverzollter Auslandswroaare bestimmten Niederlagen dem Zollauslande gleichstehen, die im Interesse der deutschen Mübhlenindustrie den Mühleninhabern vom Geseß vom 23. Juni 1882 nachgelassenen Einrichtungen aber mit den in den 88. 97 ff. des Vereinszollgeseßes geordneten „Miederlagen“ gleihbedeutend sind, so hörte vorliegenden Falls die Haftung der Be- \hwerdeführer für den Eingangszoll des ihrem Privattransitlager ent-

nommenen Weizens auf, sobald die zuständige Zollamtsstelle in Wurzen,

wie dies thatsächlih geschehen ist, den Uebergang des auf Begleit- schein I abgefertigten Weizens in das für die Verarbeitung unverzollter ausländisher Waare bestimmte Zollconto der erwähnten beiden Wurzener Mühlenfirmen bescheinigte. Mit anderen Worten: das eie Manöver der Beschwerdeführer mußte objektiv’ bewirken, aß, obwohl der zollpflihtige ausländische Weizen ohne Entrichtung des Eingangszolls in den freien inneren Verkehr übergegangen war, derselbe von den getäushten Zollbehörden so angesehen wurde, als habe er das a wieder verlassen, oder sih doch aus dem Zollausland gleihstehenden, unter Zollkontrole stehenden Niederlagsräumen niemals entfernt. Von diesem in den freien Verkehr einmal übergegangenen Getreide konnte daher im natürlichen Lauf der Dinge niemals, weder früher noch später, mehr Eingangszoll erhoben werden, und für dieses Getreide in specie war die Eingangsabgabe endgiltig binterzogen, Es ift daher unverständlih, wie von einer objektiven Unmöglichkeit solcher Hinterziehung SO werden soll. A

In subjektiver Beziehung stüßt si die Einrede fehlender De- fraudationsabsiht abseiten der Beschwerdeführer auf die Thatsache,

§

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C

hätte, was oben {on bemerkt tourde, der §. 73 einen geseßlichen Strafaus\{chließungsgrund geschaffen, indem z. B. der Betrug für ausnahmêweise straffrei erklärt worden wäre, wenn die betrügerische Handlung zugleich Fälschung und als solhe schwerer strafbar ift. Dann aber wäre der rihtige Play für den Paragraphen der vierte Abschnitt des allgemeinen Theils des Strafgeseßbuchs unter der Ueberschrift „Gründe, welhe die Strafe aus\{ließen 2c.“ gewesen, niht der fünfte Abschnitt mit der Veberschrift „Zusammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen“, um so mehr, da diese Ueberschrift nur auf den Fall der Real-, niht auf den Fall der JIdealkonkurrenz paßt, da bei Idealkonkurrenz nicht mehrere strafbare Handlungen zusammentreffen, sondern nur eine solche Handlung vorhanden ist (§. 73 verbis : „wenn eine und dieselbe Handlung 2c.“). Die Stellung des S. 73 in den fünften Abschnitt beweist daher, daß im Falle der Idealkonkurrenz ebenso wenig, wie im Falle der Realkonkurrenz, an Strafaus\chließung gedaht worden ist,

Soviel die bisherige Rechtsprehung betrifft, braucht hier nur er- wähnt zu werden, daß die preußische Praxis zu §. 55 des Strafgesetz- buchs von 1851 die Verurtheilung wegen aller ideell fonkurrirenden Delikte gerade zu dem Zweck gefordert hat, damit Gia die Rükfall- strafe begründet sei (vergleiche Oppenhof, preußisches trafgeseßbuh Note 7 zu Artikel XXV' des Einführungsgeseßes und Note 11 zu S. 55 des Geseßes), und daß das Reichsgericht in dem s{chon vom nstanz- rihter angezogenen Urtheil (Entscheidungen Band IV Seite 180 fg.) sich dahin ausgesprochen hat, die Schuldigerkennung wegen der geringeren Delikte besiße praktische Bedeutung für die Frage eines demnächhstigen Rücfalls und die aus der \{chwereren Strafdrohung tene Strafe enthalte au die Strafe für die geringeren Delikte in sich.

Durch die vorstehend erwähnte Erklusivität der Strafe aus dem \{hwersten Gesetz wird die hier zu entscheidende Frage, ob diese Strafe au hinsihtlih der geringeren Delikte die Rückfallstrafe zu begründen vermöge, gar niht berührt. Der Grundsaß jener Aus\clie lichkeit bestimmt lediglih über Art und Größe der bei Idealkonkurrenz zu erkennenden Strafe, aber nit darüber, welche Bedeutung diese Strafe für die leiter ftrafbaren konkurrirenden Delikte und demgemäß für den Rückfall hat. /

Aus diesen Gründen war wie gesehen zu erkennen.