1868 / 84 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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1468

en Königlichen. Polizei - Präsidenten Devens in Côln zum Re- 6) den alen Sommissarius für den Regierungs - Bezirk Côöln, 7) den Königlichen Hauptmann a. D.,, Steucr - Empfänger Hardt in Kempen, zum Schaßmeister für den Kreis Kempen, 8) den Königlichen Steuer - Inspector a. D. A. Horn in Saarbrü>ken zum Schriftführer für den Kreis Saarbrücken, 11, Zu Ehren-Mitgliedern: 1) den Königl. Domainenpächter Rudolph Heinze in Strumiany, Kreis Schroda, 2) den Polizei- Verwalter Scholz in Schmottseiffen, Kreis Löwenberg 1. Schl. 3) den Königl. Kreis - Secretair Bugo von Borcke in Kempen, reis Schildberg, 4) den Gutsbesißer Robert Paeßold in Sirzyzew, Kreis Schildberg.

: Aufforderung Hd Mit Allergnädigster Genehmigung Sr. Majestät des Königs beab- ichtigt das unterzeichnete Comité zum Besten der Königin Elisa- eth-Central-Stiftung, in den Sälen des Königlichen Schlosses Monbijou und im Anschluß an die dort bereits vorhandenen Samms- lungen, eine öffentliche Ausstellung historisch merkwürdiger Gegenstände zu veranstalten, welche in Beziehung zur Geschichte Brandenbuxg-Preußens und seines Herrscherhauses stehen. Nicht Kostbarkeit und Kunstwerk allein sollen für diese vaterländishe Sammlung maßgebend sein, \on- dern die Erinnerung an große Perioden und Personen unserer Ge- \hihte, sowie an die entscheidenden Zeitabschnitte und das Wirken großer Männer, dur< welche die gegenwärtigen Zustände fih ent- wi>elt haben, si< entwi>eln konnten. Gemälde, Wappen, Meubles, Honrnerote Kleinodien, Kleidungs}ü>e; Medaillen, Authographen, ru>de u. #. w. so vielfah im Privatbesißp, würden, dem <on Vorhandenen nade! gt und für die Ausstellungs- geit dem unterzeichneten Comité anvertraut , Tausende erfreuen, enen bis jeßt entweder die Existenz * oder die Besißer sol- der geschichtlih merkwürdigen Gegenstände unbekannt geblieben sind; ihre geordnete Aufstellung aber - würde mehr wie Rede und Schrift im Stande sein, dem glorreichen Entwi>kelungsgang unseres Vater- landes zu: veranschaulichen. Sollten daher Besiber solcher Gegenstände geneigt sein, dieselben für die Dauer der Ausstellung in Monbijou aufstellen zu lassen , so würden sie nicht allein dem patriotischen Zwe>, sondern auch der so wohlthätig wirkenden. Königin Elisabeth- Stiftung einen dankenswetthen Dienst leisten ! ; | Anmeldungen oder bezügliche Mittheilungen werden die Unter- zeichneten gern entgegen nehmen, Sendungen aber an den Königlicden Kastellan Herrn Kändler im SWhlosse Monbijou zu richten sein, welcher ni<t allcin die Empfangsbescheinigungen ausstellen, sondern auch für pünktlihe Rü>lieferung Sorge tragen wird. Sendungen werden unfrankirt erbeten; Rücsendungen frankirt erfolgen / Möge der zugleich wohlthätige, wie patriotische Zwe> freundlihes Entgegenkommen und Förderung finden, damit Bexlin und Preußen auch in diéser Nepeduns nicht hinter ähnlichen Veränstaltungen anderer Länder zurückbleibt! Berlin, den 6. April 1868. Das Comité. Graf Lüttichau, Kammerherr Jhrer Majestät der Königin Elisabeth, im Königlichen Schlosse zu Charlottenburg. von Kessel, Major zur Disposition, im Königlichen: Schlosse Bellevue. L, Schneider, Gch. Hofrath und Vorleser -Sr. Mae des: Königs, Neue Königs- siraße 53 in Potsdam. Dohme, Geheimer Horace im Königlichen Schlosse in Berlin. S<ulz,/, Hofrath; im Königlichen Schlosse in Berlin, Lustgarten Nr. 1.

Statistische Nachrichten.

Nach den »Annalen« von Hirth hat die Verzollung von R eis im Jahre 15864 betragen : im Set A Ctr. mit einem Steuerertrage von 596,000 1 aucr/ : in Großbritannien 1,700,000 Ctr.,/ in Sra Sh aid Ctr. mit einem Steuerertrage von 99,000 r. Thaler. __ Die Belastung des Verbrauchs durch die Steuer bei diesem Ar- tikel, dessen Konsum fi< in fortwährendem Steigen begriffen zeigt, weil er bei mittelmäßigen Getreide - und Kartoffel - Erndten für die ärmeren Klassen der Bevölkerung ein billiges und schr nahrhaftes Lebensmittel is, steht im Zollverein mit 1 Thlr. für den Centnex am höchsten; während Frankreich nur 45 Sgr. pro Ctr. erhebt und in Groß- britannien schon seit vielen Jahren die Einfuhr ganz freigegeben is. Der Steuerertrag pro Kopf der Bevölkerung betrugim Zollverein 0,50 Sqgr., in Frankreich nur 0,08 Sgr. Der Verbrauch dieses Artikels ist dement- sprechend in Großbritannien und Frankreich auch ein viel größerer als- im Zollverein gewesen. Im Durdschnitt der Jahre 1860 1864

- find in Großbritannien 5,90 Psund, in Frankreich 1,93 Pfund, im

Zollverein nur 1,76 Psund pro Kopf der Bevölkerung fonsumirt worden. Immerhin zeigt si aber auch im Zollverein, besonders seit Herabschung des Eingangszolles von 2 Thlr. auf 1 Thlr. für den Centner eine nicht unerhebliche Zunahme des Verbrauchs, der. sich z. B. im Jahre 1842 nur auf 0,77 Psd. pro Kopf berechnete, und es steht zu hoffen, daß die projektirte Her ‘ebung des Eingangszolles auf die Hôlfte des bisherigen Saßes cine jernere Steigerung desselben herbei- führen me

Die vorläufigen Hauptresultate der Volkszählung vom 3. De- zember 1867 im Großherzogthum Hessen sind, nach eiuer Mittheilung der »Darmstädter Zeitung« folgende: Die Gesawnitkbevölkerung der Provinz Starkenburg, welche 1864 328,810 betrug, ist 337,013, welche Zahl auf die cimeluen Kreise si wie folgt verthcilt: Darmstadt 63,305; Bensheim 28,771; E) 49,285 , Erboch 23,550; Groß-Gerau 30,594; Heppenheim 29,104; Lindenfels 30,917 ¿ Neustadt. 17,288; Offenbach

59,938 ; Wimpfen 4261. Die Gesammtbevölkerung der Provin Oberhessen, welche 1864 252,451 betrug, ist 251,776, welche Zahl sich auf die einzelnen Kreise wie folgt vertheilt : Giessen 41,019; Als- feld 33,681; Büdingen 17,632; Friedberg 41,315; Grünberg 16,181; Lauterba<h 29,398; Nidda 32/696; Schotten 18,841 ; Vilbel 21,013. Die Gesammtbevölkexung der Prövinz Rheinhesser, welche 1864 235,665 betrug, ist 234/855, welche Zahl auf die cinzelnen Kreise sih folgendermaßen vertheilt: Mainz 73,625, Alzei 35/963 Bingen 31,350, Oppenheim 41,594, Worms 52,323.

Die Gesammtbevölkerung des Großherzogthums , welche 1864 816,926 Us ist 823,644. Die Zunahme beträgt mithin 6718.

Die Bevölkerungsziffer der zum Norddeuts<hen Bunde gehörigen

| Gebictstheile Hessens, also der Provinz Oberhessen und der Ge-

meinden Kastel und Kostheim ist na< der Zäblung vom 3. Dezem- ile t T Die Bevölkerungsziffer der südhessishen Gebiets- clie 1 / é

—- An den 15 Universitäten des Königreichs Jtalien waren im abgelaufenen Schuljahr inskribirt : 2751 Studenten für Jurisprudenz, 1985 für Medizin, 1299 für Mathematik, 115 für Literatur und Phi- losophie, 13 für R / 143 für das Notariat, 633 für den phar- maceutischen Kurs. Die größte Frequenz hatte“ Padua mit 1487, Neapel mit 1427, Turin mit 1124 Studenten. Bei Neapel ist jedoch zu bemerken, daß hier die JInscription nicht obligat ist, und also nur jene Studenten gezählt sind, welche sih freiwillig eingeschrieben haben. Die geringste Frequenz zeigte Sassari mit 53, Parma mit 61, Cagliari mit 85 und Siena mit 91 Studenten. Das Dofktorat der Jurispru- denz erwarben 453, in der Medizin 205, in den mathematischen Wissen- \{aften 196, in der Philosophie 20. Die 104 Regierungs-Gymnasien zählten 8759 Schüler, die 136 technischen Regierungsschulen 4768. Die Staatssubsidien für die Abendshulen wurden unter 8808 Lehrer ver- theilt, und betrugen 513,986 Lire. Weitere 42,980 Lire wurden an 51 Gesellschaften zur Förderung des Volksunterrichts vertheilt ; 57 Kinder- Asyle bekämen 21,470 Lire Zuschuß. Jn Venetien betrugen die Sub- fidien an 583 Lehrer 39,480 Lire.

Kunst und Wissenschaft.

-— Das Arie der vom Prof. Dr. R. Foß redigirten Zei t- \<rift für Preußische Geschichte und Landesfkunde enthält folgende Abhandlungen: 1) Friedrihs des Großen R Ae an Gustav N von Prof. Preuß; 2) der Rheinbund und seine Ge- \{i<te, von Dr. W. Böhm) 3) der Rath der Stadt Erfurt im 13. Jahrhundert; von Dr. Alfr. Bn uA N Die zuleßt genannte Ab- lage beschäftigt si<h vorzugsweise mit einem früheren r 4 aße des Dr. Lambert über die Verfassung Erfurts im Mittel- alter und su<t, auf Grund der Urkunden, die in dem- icli enthaltenen Jrrthümer nachzuweisen. Unter »Miscellen«- ge- chieht eines Aufsaßes von Reinhardt über das dem Herzog Leopold von Braunschweig, der bei der Oder - Ueberschwemmung im Jahre 1785 sein Leben verlor, gewidmete Denkmal in Frankfurt a. d. O. und die wünschenswerthe Restauration desselben Erwähnung. Außer- dem bringt das Heft in gewohnter Weise Bibliographie Recensionen und Sizungsberichte verschiedener historischer Vereine.

: Landwirthschaft. |

Ueber die gegenwärtige Lage des Getreidemarktes ecnt- nehmen: wir einem uns vorliegenden Berichte aus Amsterdam die na S M a i / g

ie Ein- und Ausfuhr der vornehmsten Nahrungsstoffe betru in England bis Ende Januar ) 1868 E edr s

a) Einfuhr: Weizen .…............. 6,304,208, 2,712,499 Ctr. Anderes Getreide, Hül- \enfrüchte;, Mais. 1,550,084, 2,299,553 » E N 255/898, - 369,735 » Kartoffeln 63/437, 43,298 » Lst... e idebiis 38,226, 66,009 Quart. | Rappsaat 9/559, 3707 » b) Ausfuhr: Weizen ............... 15/662, 10,544 » : Sa E 1,148, 1,320 Ctr. Leinsaat... ao 1,669, 70 Quart. Rappsaat… 1308 4/921, 7/671 »

Nach England waren auf Ordre Ende vorigen Monats vom Westen und Süden unterwegs: 211 Ladungen Weizen, 31 Mais, 19 Gerste und 5 Roggen, gegen 126 Weizen; 9 Mais, 15 Gerste und 3 Roggen gleichzeitig im vorigen Jahre; außerdem s{<wimmen von Kalifornien und St. Granze na englischen Häfen direkt noch ca. 100 Ladungen Weizen. Seil Mitte Februar sind an der englischen Küste eingetroffen 366 Ladungen Weizen mit zusammen 900,000 Qrs., wovon 74 nach dem Kontinent, hauptsächlih nah Belgien und Frank-

reich, dirigirt worden sind. Nach aufgestellten Berechnungen soll Eng-

land bis zur neuen Ernte noch einen monatlichen Jmport von 660,000 Ars. bedürfen. Vom Schwarzen Meere erwartet ‘mah nur noch 6 Ladungen. Auf den inländischen, den Durchschnittspreis regelnden Märkten wurden seit 1. September bis 21. März verkauft: 1,742,958 Ors. Weizen und 1,617,503 Qrs. Gerste, gegen 1,858,234 Ors. Weizen und 1,413,218 Qrs. Gerste gleichzeitig im vorigen Jahre. Jeßiger A A iges Weizen 72/5, von Gerste 43/1, gegen 59/9 und 40/5 vor eine ;

Die Ein- und Ausfuhr Frankreichs betrug in 4 ständen im Monat Januar: Y g in denselben Gegen

: : 1868 1867

a) Einfuhr von Weizen... 937,000 588,100 metr. Ctr. Méeht.…...……. 100/100 17,300 » » Roggen 12,300 2,300 » » Gerste... 53,300 53,700 » » Hafer... 260/700 179,200 » » Buchweizen... » » Napssaat.….….. 20,227 18,446 » »>

1469

b) Ausfuhr von Weizen... 167,453 81,510 » » von Wärme. Es sind etwa 7 bis 9 Maschinen zu gleicher Zeit thätig/ Mehl... 40/423 31/724 » » welche zusammen 60 bis 70 Löcher von durchschnittlih 1 Meter Tiefe Roggen .…...- 40,423 31/724 » » bohreñn; diese: Löther werden sodann mit Kanonenpulver QUERe und Gerste... 34463 45/399 » » gespren t, und darauf fog! die weitere Bearbeitung, die Wegführung Hafer... 19,878 41165 » er Trümmer U. \, w., für wekhe Verrichtungen die größten mecha- Buchweizen .… 14/85 18,049- » » nischen Hülfsrnittel vorhanden sind, um #0 durhshnittli< per Tag um Rapssaat.……. 2,302 1/334 y Z Meter vörzurüen.

" D.

Der Pariser Mehlvorrath stieg von 131/209 metr. Centner am Anfang Februar auf 157,813 bis Anfang März; gleichzeitig vermin- derte si< der Weizenvorrath von 81,163 Ctr. auf 69,783. Die Binnen- máärkte blieben \{le<t befahren und die Hauptversorgung geschah von Marseille aus. :

In den Niederlanden betrug bis Eure As s

867.

a) die Einfuhr. Weizen............ 31/000 35,000 Mud. ) H Roggen.........--. . 115,000 60/000 » Gerste... 97/000 46,000 » Buchweizen... 32/000 12,000 - »

Weizenmehl .…..... 1,609,000 1,760/000 Kilo. Roggenmehl... 27,000 29,000 » Reis Bs Wet A e 3,245,000 379,000 »

| Rappsaat………...……... 4,000 14,000 Mud. b) die Ausfuhr. Weizen .…........... 16/000 42,000 » Pgüen/. n Ae 8,000 22,000 » ere e e, Os 21,000 » Bie. i 40; 31000 »

Weizenmèhl.…... 20,000 48,000 Kilo. Roggenmehl 9,000 4,000 » A L 4 U L. 688,000 385,000 »

Rappsaat 6,000 1/000 Mud.

Im Jahre 1867 gingen von den Niederlanden den Rhein auf- wärts Ctr. 17,411 Weizen, 1,276,420 Roggen, 3817 Hafer, 8200 Gerste und 475 Hülsenfrüchte; den Rhein abwärts kamen nah Holland Etr. 439,208 Weizen, 12,778 Roggen, 22/267 Hafer, 478/647 Gerste und 506 Hülsenfrüchte.

Gewerbe und Handel.

Nach dem »Preuß. H. A.« wurde in leßter Zeit in Düssel- dorf in allen Baumwollen-Fabriken ununtérbrochen flott gearbeitet, und da andauernd starke Aufträge eingingen, könnten auch bessere Preise für das Fabrikät erzielt werden, Es {cinr das Vertrauen etwas zurft>zukehren und wieder eine. Zunahme im Konsum einzutreten; Und würde die. Baumwollen - ..Judustrie sicher einer sehr guten Zukunft entgegen gehen, wenn. vornehmlich billigere Preise der Lebendmittel gestatteten, den unzveifelhaft sehr großèn Be- darf an Waaren zu befriedigen. Das Steigen der Pgturniyolénpreise blieb nicht ohne Einwirkung aùf Wollen- und Leinenwaaren, deren Préise fi< ebenfalls etwas besser stellten. Auch in derx Eisen- industrie mat si{< cine Neigung zu einer Besserung der Verhält- nisse bemerkbar. Im Allgemeinen leidéèn zwar zur Zeit sowohl die Hohöfen wie die Walzwerke noch an sehr niedrigen, durchaus unlohnenden Preisen, jedo<h waren die Walzwerke recht gut be- \{äftigt und erwartet man für den Sommer no<h größere Aufträge; so daß \i< voraussichtli<h dann au<h die Preise befriedigender stellen werden. Weniger günstig liegen die Verhältnisse für die Hoh- öfen, welche no< mit nicht unbedeutenden Vorräthen aufzuräumen haben, und außerdem mit dem viel billigeren aber s{<le<teren Luxem- burger Eisen konkurriren müssen, wel<hes viel als Zusaß ehraudht wird und daher sehr auf die Preise drü>kt. Durch die bevorstehenden bédeutenden Eisenbahnbauten dürfte sh der Bedarf an Roheisen vor- aus\ictlih bedeutend steigern, was sicher nicht ohue günstige Einwir- kung auf die Lage der Hüttenwerke bleiben wird. i

Nach einer dem Russischen Ministerium der auswärtigen An- gelegenheiten zugegangenen Mittheilung hat die Regierung der Ver- einigten Staaten von Nordamerik2 das Verbot der Einfuhr von Horn- vich und -rohen Häuten aufgehoLen , jedo untex der Bedingung, daß derartige Sendungen nah Amerika von einem Konsularaitest begleitet sein müssen, welches bescheinigt, daß in dem Lande, von woher dicses Vich oder diese Häute abgesandt worden sind, keine Rinderpest herrscht, und daß es dem Konsul bekannt ist, daß dieses Vieh und diese Häute nicht infizirt waren. |

Verkehrs - Anstalten.

a Das Gebiet der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft in nörd=- |

lihex und nordöstliher Richtung wird eine sehx bedeutende Ausdeh- nung ‘erhalten, ebenso wird ihr durch die oberhessischen Bahnen , für welche cine Zinsgarantie von 34 pCt. auf ein Baukapital von 28,400,000 FL. seitens dex hessishen Stände genehmigt wurde, ein be- 2Rdae wichtiges Verbindungsglied mit dem Süden dargeboten. . Die eßtgedachten. Bahnen (von. Gießen nah Fulda und von Gießen nach Gelnhausen) füllen , eine {wer empfundene Lücke in „dem deutschen Eisenbahnueße aus, und fie scheinen vorzugsweise. berufen, der west- fälischen Koble ein großes Absaßgebiet nach Mittel- und Süddeutsch- land zu gewinnen. | ; ;

gm Monat Februar wurden am Mont-Cenis-Tunnel im Gan- zen 96.09 Meter zurückgelegt: 49 auf der, südlichen Seite, 47.69 äuf der. nördlichen Seite. Im Ganzen find jeßt auf. der südlichen Seite 4827.80, auf der nördlichen 3221.10 Meter zurückgelegt, so daß von der ganzen Länge des Tunnels (12,220 Meter) bercits 8048.90 zurückgelegt sind, und nur noch 4171.10 Meter übrig bleiben. Die Gebirgswasser werden zur Kompression der Luft benüßt; dieselbe wird dann durch Röhren in den Tunnel geleitet, dicnt „als, Moter für. die Bohr- maschine, und. wenn sie ihxe Axbeit geleistet hat, dient sie beim Ent- weichen als Ersaß der Respirationsluft für die Arbeit, und erniedrigt bei ihrer Wiederausdehuung zugleich die Temperatur durh Biudung

Telegraphisehe Witterungsheriehte v. 7. April.

St, Bar. |Abw|Temp.|Abw : Allgemeine Meg Ort. P.L.¡v.M.| R. l M. Wind, Himmelsansicht, T ¡Memel 1328,8| —7,94 0,s -0,7 NW., s. stark. trübe, Ncht.Schn. 6 |Königsbe: 530,9 —5,4| 0,7| —1,8/NW., s. stark. fttübe. L Dey Zivia 331,5|-4,24 1,6 -0,8{NNW., stark. {bed.,Nehts.Strm. öSHN wi j —— —— j aiaa:) 20 « |Btettin.….…. 384,5] +2,0) 2,6/--0,7NW., müssig. fbed., gest. Reg. g:|Putbas .…. .1332;6| -2,24| 2,2; -0,9|NW., stark. heitér, gest. Rég. 9 [Berlin 333,7| -1's| 83,0|-0,o0!NW., lebhaft. |bew.,gest.Nm. u. j 5 i j 4 Y i Néhts. ‘Resen. è » |Posen .……..1331,2|—2,2| 83,2/-0/NW., stark. strübe, gest. Reg. »'|Ratibor .….1326,8|=2,1H 4,/1/+0,9/W., lebhaft. halb heiter. v |Breslau . ..1328;9| +2,6) 4 7+1,4/W., stark. U. ae: Abds. eden. » [Torgau ………. .4332;0| 1,5) 4,7 +0,6[NNW., stark. lt, gést. Reg. » Münster ..1334,5| 0,5 83,21+4+2,5'SW., schwaech. f{héités. »- ¡Cöln .…..., 334,9| +0,11 6,5|+0,6|/NO., schwach. [ziemli heiter. » |Trier.….…. 3341,9|+0,2| T,1|+2,4|NO0., s. sechwach. trübe, Nebel. 6 |Fiensburg .334,7| 2,8| |NW., mässig. bezogen. TiParis.....}— |—| j » |Brüssel. ...1336,5| 8,4| |[SW., schwach. |sehr bewölkt. » Haparanda. 1328,2| |-— 9,6} |S., schwach. bedeekt. » |Helsingfors | |— —- 1 —_— : Je » Petersburg. |— » Riga «….….. 325,2] |— 1,2) |NW., stark. Schnee. » [Libau { S » Moskau .…..| |—| {— A i B » |Stockholm. (330,31 |— 3,4) |NW., schwach. jheiter, gest.Reg., , Ab. NNO. und Regen, Nachts Schnee; am 6. Max. +-9,7. Min. —0,3. » [Skudesnüs .1335,3| |— 1,4/— |N., schwach. [halb bed., rubig: NW. 8. sfark. » |Gröningen .|336,5| á.s) |SW., windstill. |bedeckt. » [Helder . 1336,65] 6,4) —- |SW., schiwäch. 2 » |Hörnesánd 328,4] |— 0,8| IN.. schwaeh., fast heiter. » |Christians. .1332,8| 1,6| |WSW., frisch. |Schnee, gewöhnl.

Königliche Schauspiele.

Mittwoch, 8. April. “Im Ohßernhause, (84. Vorst.) Mar- E Oper in 5 Akten, nah Goethe's Faust, von Jules arbier und Michel. Carré. Musik von Gounod. Ballet von Paul Taglioni. Margarethe: Fr. Lucca. Faust: Hr. Wo- worsky, Mittel-Preife.

Im Schauspielhause. (98. Ab.-Vorst.) Die Waise von Lowood. Schauspiel. in 2 Abth. und 4 Akten mit freier Be- nugung des Romans von Currer Bell von Currer Bell von Charlotte Birch-Pfeiffer, Mittel-Preise.

Donnerstag, 9. April,

reitag, 10. April, | sind die Kgl. Theater ge\schlossen. onnabend, 11. April, : : ¿ Donnerstag, 9. April. Im Opernhause. Achte Sinfonie- oIree,

Produkten- und Waaren-Börse. Berlin, 7. April. (Marktpr. ¡nach Ermitt. des K. Polizei-Präs.

Von | Bis Mittel Von] Bis [Mittel

thr {sg.]þf.[thbr |sg.|pf.[thr| sg.]pf. au sg. [pt eg |pf. 8g. | pf.

Weizen Schfl.j 3(20—} 4/12/ 6] 4| 1| 3/Bohnen Metzel T/ 6110—} 9| 1

Roggen 2/27| 6} 3| 4/ 51 3|—| 3|Kartoffeln 41} 6} 21—/ 1/8

gr. erste 2| 2 6] 2111| 3 2 6| 3|RindfleischPfd.} 4|— 61 5/9 Hafer | Zu W.} 1 7| 6} 1/16/11] 1112| 8|Schweine-

zu L. -|—|—-|——-——] fleisch 5\—] 6! 61 5/9

Heu pr. Ctr.|— (17 6|—/27] 6|—/22| 6|Hammelfleisch | 4|— 5) 6] 4/10

Stroh Sehek | 9|— 9/15|—} 9/ 7 6{Kalbfleisch 3[—][ 6/—}4/ 8

Erbsen Metze]—| 6|—|+| 8|—[-]| T— Butter Pfd4 8¡—H12— 9| 5

Linsen —| 8\—[—/10|—[—| 8| 9|Eier Mandel] 5] 3] 6|—| 5) 6

Berlin, 7. April. (Nichtamtlicher Getreidebericht.) Weizen loco 90—108 Thlr. pr. 2100 Pfd. nach Qualit. , bunt: poln. 98 Thile. bez., pr. April-Mai u. Mai-Juni 93%—94 Thlr. bez., Juni-Juli 944 Thlr. Be., Juli-August 87 Thile. bez.

Roggen loco 77—80pfd. 74—7T55 Thlr. pr. 2000 Pfd. bez., schwim- mend 79—80pfd. 744 Thlr. bez., pr. April u. April-Mai 74—75;7—75

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