1868 / 104 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

1804 i

Gestern Morgen begab Höchstderselbe si< mit dem Hafen- Admiral Thomas Pu ep. auf der Yacht »Enchantreß« na< Spithead und nahm die dort vor Anker liegenden Kriegsschiffe »Bellerophon«, »Royal Oak« und »Liffey« in Augenschein. Bei der Rückkehr ging der Prinz sodann noch an Bord des ‘» Tunderer«, um dle hier in Uebung befindliche Methode zur Erprobung von Panzerplatten aus Privatwerk- stätten mit anzuschen, besichtigte auf dem »Excellent« eine Ausstellung aller in der Marine bekannten Geschüße und Ge- shosse und besuchte, nachdem er vorher auf dem Thurmschiff »Royal Sovereign« gewesen, die Werfte und Werkstätten.

_ Von mehreren neuerdings in der Armee eingeführten Veränderungen erwähnt die »Engl. Corr.«, daß für die im vereinigten Königreiche stationirte Kavallerie eine durchgrei- fende Umgestaltung des Exerzier - Reglements eingetreten ist. Die bestimmten reten und linken Flügel sind für die Zukunft abgeschafft und alle Evolutionen werden auf dem nächsten Wege ohne Berücksichtigung einer bestimmten Front gemacht. Neben dieser Reform if auch die Bestimmung getroffen, daß alle Vewegungen im Trabe auszuführen sind, wofern nicht im einzelnen ¿Falle dur<h besonderes Kommando cine andere Gang- art befohlen ift. j :

Das Truppentran®Sportschiff »yCrocodile« hat von der Admiralität Ordre erhalten, am 11. Mai nach Alexandrien ab- zugehen, um einen Theil der in Abyssinien verwendeten Truppen herüber zu befördern. :

Der »Globe« meldet, daß Disraeli nah Osborne zu Ihrer Majestät der Königin abgereist sei.

Frankrei. Paris, 30. April. Nach. einer Anzeige des Präfekten des Departements du Loiret wird die Reise des Kaisers und der Kaiserin nah Orleans in diesen Tagen stattfinden. ;

Das Kriegs - Ministerium hat kleine sogenannte »Fächer- ea bauen lassen, die bestimmt sind, Flußübergänge zu erleichtern.

—- 1. Mai. Die Diskussion über die Interpellation Brame wird am 11. d. M. im geseßgebenden Körper stattfinden.

Der beutige »yMoniteur« meldet die Ernennung des Vice- Admirals Lebarbier de Tinan zum Mitgliede der 2. Section

des Generalstabes der Flotte.

Telegraphische Depeschen aus dem Wolff’ schen Telegraphen-Büreau.

Triest, Sonnabend, 2. Mai, Mittags. Der Lloyddampfer ySaturn«, welcher heute Vormittag die ostindishe Ueberland- post gebracht hat, ist wegen eines an Bord vorgekommenen Todesfalles in Quarantaine gelegt worden.

Fortsezung des Nichtamtlichen in der Seilage.

Zollparlameuntés-Angelegenheiten.

Berlin, 2. Mai. Aus der Denkschrift, welche dem am 28. v. M. dem Deutschen Zollparlamente vorgelegten Handels - und Schifffahrt8vertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde und dem Zollverein einerseits und Spanien andererseits

zur Erläuterung beigefügt ist, heben wir das Folgende hervor:

Die Spanische Tarifgeseßgebung hat im Laufe des leßten Viertel- jahrhunderts mehrfachen Umgestaltungen unterlegen, ihren Charakter aber wesentlich nicht geändert. i /

Das Tarifgeseß vom 9. Juli 1841 ging davon aus: 1) fremde Waaren, welche Spanien bedürfe und in nicht hinreichender Menge produzire, mit 15 Prozent des Werthes; 2) solche Waaren, deren es nicht dringend bedürfe, und deren einheimische Verfertigung im Vor- schreiten begriffen sei, mit 20 Prozent; endlich 3) solche Waaren, welche entbehrlich Bien oder in Spanien im Ueberfluß produzirt werden, mit 29—50 Prozent vom Werthe zu besteuern ; es nahm aber zugleich die Werthe, nah welchen die Prozentsäße si< bestimmten, so hoch an, daß sie den wahren Werth durchweg sehr bedeutend, in nicht seltenen Fallen um das Drei- und Vierfache überstiegen.

Durch Gescß vom 17. Juli 1849 wurde, unter Aufhebung ver- schiedener Einfuhr - Verbote, eine Revision des Tarifs auf folgenden Grundlagen angeordnet: 1} Maschinen und Geräthschaften für Acker- bau, Bergbau und Fabrik-Industrie sollten 1—14 Prozent vom Werthe zahlen, 2) Urstoffe, welche gleichartig in reihliher Menge in Spanien erzeugt werden, ferner die Hebel der Production, welche si in gleicher Lage befinden, wie Steinkohlen, Coafkes 2c., und diejenigen Artikel der ausländischen Manufakturen, welche mit den Erzeugnissen der ein- heimischen Industrie zu konkurriren vermögen, sollten 29—90 Prozent entrichten, 3) diejenigen Artikel des Auslandes, welche der inländische Bedarf erheischt, und welche die einheimische Industrie nicht liefert,

ollten einen Eingangszoll von 15 und ausnahmsweise höchstens von

Prozent entrichten. | :

Auf diesen Grundlagen wurde ein meist auf \pezifischen Zöllen beruhender Tarif ausgearbeitet und am 5. Oktober 1849 verkündet. Dieser Tarif nahm wiederum die Werthe der Waaren durchweg so hoch an, daß auch die Zollsäße, die nah mäßigen Prozentsäßen be- re<net waren , einen in hohem Grade protecclionistischen Charakter an sich trugen und die legitime Einfuhr auf das engste Maß einschränkten.

Die tarifmäßigen Einfuhrzölle gelten nur für die Einfuhr zur

See auf spanischen Schiffen; für die Einfuhr zu Lande und zur See unter fremder Flagge bestehen Zuschläge, w-lche 1841 meist auf 335 pCt. festgeseßt waren, in dem Tarife von 1849 dur<weg 20 pCt. betrugen.

Durch diesen, von dem System der strengsten Protection einheimi- \{her Jndustrie und nationaler Schifffahrt difktirten Tarif wurde der früher ausgedehnte Absaß deutscher Erzeugnisse nah Spanicn, nament- lih von Weber - und Wirkwaaren j Posamentierwaaren und Eisen- und Stahlfabrikaten auf ein sehr geringes Maß beshräuft und die deutsche Tudustrie beklagte diesen Verlust um so mehr, als die \spani- schen Kaufleute zu den reellsten. und solidesten gehörten, und aus diesem Grunde die Geschäfte mit denselben beliebter waren , als mit denen vieler anderer europäischen Länder.

Waren die den Tarifsäßen zu Grunde gelegten Werthe der Ein-

fuhrartifel s<hon von vorn herein ‘zu hoh angenommen, so wurde das Mißverhältniß im Laufe der Funfziger Jahre noch größer, da in Folge des rapiden Fortschrittes der Jndustrie die Preise der Er- zeugnisse der Fabrikation in den meisten Zweigen erheblih herab- gingen. Da auf diesem Wege der Charakter des Tarifs sich \elbX gegen- Über den Grundsäßen von 1849 wesentli<h strenger gestaltet hatte, so konnte die Spanische Regierung nicht umhin, im Anfang der sechziger Jahre cine Revision anzuordnen, die, unter Zugrundelegung neu berechneter Werthe, sich in den Prozentsäßen streng an die Grund- säße von 1849 hielt, die damals festgestellten Säße für Baumuwollen- waaren unverändert ließ und im Uebrigen das System der ad-valo-em- Zölle von Neuem wesentlich cinschränkte. Gleichzeitig wurden die Zoll- säße auf das metrishe Dezimat sten in Maßen und Gewichten zu- rückgeführt. Der revidirte Tarif trat am 1. Januar 1863 in Kraft. Auch diese Tarifrevision war wenig geeignet, den Beschwerden unserer exportirenden Jndustrie abzuhelfen. Jn einzelnen Fällen hatte die Umrechnung der Werthe in pre h sogar eine. Ershwecrung der Einfuhr zur Folge, obgleih es die Königlich preußische Regierung nicht an den eifrigsten Bemühungen zu Gunsten liberalercr Grund- säße hatte fehlen lassen.

Die Zuschläge von 20 Prozent bei der Einfuhr zu Lande oder zur See unter fremder Flagge wurden beibehalten. Zugleih wurde cine Aenderung dahin getroffen, daß die Zuschläge, welche bisher für gewisse Consumtionsartikel im Jnnern des Reiches, auf Rechnung von Provinzen und Kommunen, erhoben worden waren, in Gestalt von Zuschlägen zu den entsprechenden Tarifpositionen an die Grenze verlegt wurden. Auch nah diesem neuesten Tarife wird noch eine Reihe von Gegenständen zur Einfuhr nicht zugelassen, so namentli Kriegswaffen, Schuhwerk, fertige Kleidungsstücke und verschiedene der gangbarsten baumwollenen Waaren.

Die Lage, in welche unsere exportirende Jndustrie durch den Ein- fuhr-Zolltarif verseßt war, wurde noch wesentlich verschlimmert durch den am 18. Juni 1865 zwischen Spanien und Frankrei abgeschlosse- nen Handels- und Zollvertrag.

Mit dem Jnkrafttreten dieses Vertrages werden deutsche Waaren aller Art, wenn sie im Transit dur< Frankreich zu Lande nah Spa- nien eingeführt werden, oder wenn sie zu den unter 2 bezeichneten Gattungen gehören, bei jeder Art der Einfuhr in Spanien ungünstiger behandelt, als gleichartige Waaren französischen Ursprungs.

Durch die Begünstigung der Konkurrenz Frankreichs war also die R V an der deutschen Jndustrie-Erzeugnisse nach Spanien n Frage gestellt. :

Die Königlich preußische Regierung ergriff daher ungesäumt die Initiative, um die spanische Regierung zum Eintritt in Unterhand- lungen Über einen zwischen dem Zollverein und Spanien abzuschließen- den Handels - und Scifffahrtsvertrag zu vermögen, es gelang ihr jedoch erst jevt, die entgegenstehenden mannigfachen Schwicrigkeiten zu überwinden, i

Da vorliegende Vertrag beschränkt \i< seinem Wesen nach auf die gegenseitige Einräumung der Behandlung auf dem Fuße der meist- begünstigten Nation in Betreff des Handels und der Schifffahrt; nur rüsichtlih des Besuches der Häfen- und der Schifffahrts - Abgaben ist 16 B U mit den Einheimischen festgestellt, Wenn auch ungern j is diesseits darauf verzichtet worden , noch anderweitige Er- mäßigungen des spanischen Tarifs als die mit Frankreich vereinbarten, zum Gegenstande eingehender Verhandlung zu machen. Da es zU= nächst Und vor Allem darauf ankam , der deutschen Industrie die Gleichstellung mit der französischen mit möglichster Beschleunigung zu sichern, so mußten alle Schritte vermieden werden, welche die Schwie- rigkeiten, denen die Verhandlungen ohnehin begegnet sind, noch hätten vermehren können. Ueberdies war nicht vorauszusebßen , daß Bemü- hungen um weitere Herabseßungen des Tarifs von Erfolg : sein wür- den, da selbst Frankreich, dessen Kapital-Anlagen in Spanien einen so großartigen Umfang erlangt haben , troß des: hierdurch unverkennbar gewonnenen überwiegenden Einflusses, sih mit wenigen Ermäßigun- gen des Tarifs hätte begnügen müssen.

Um so lebhafter waren die Bemühungen darauf gerichtet, den Verhandlungen eine breitere, als die, in dem \spanisch-französischen Handels- und Schifffahrts-Vertrage gewählte Basis dadurch zu geben, daß gegenseitig in Ansehung des Handels und der Schifffahrt die Behandlung auf dem gleichen Fuße mit den eigenen Staats- Angehörigen zugesichert werde. Auf diesem Wege würden auch bei der Einfuhr zur See die Flaggen-Zuschläge weggefallen und das R d Spaniens Überhaupt für den Zollverein besci- tigt worden sein. Indeß stießen diese Bemühungen auf so entschicde- nen Widerspruch, daß sle aufgegeben werden mußten, _ Ebensowenig konnte die gegenseitige Zulassung zur Küstenfrachtfahrt erreiht werden.

Dagegen is} es gelungen, in Betreff der Schifffahrt wie des Handels, der Schifffahr!s8-Abgaben wie der Waarenzölle, die volle

leichstellung mit Frankreich zu erwirken, und auch die künftige Be- theiligung Deutschlands an allen Vortheilen, welche anderen Nati onen etiva, sei es unentgeltlich, sei es, um den Preis: von Gegen-Konzessio-

1805

nen, eingeräumt werden, in gleicher Weise wie in den übrigen mi europäischen Staaten neuerdings geschlossenen Handels- und Schiff- fahrts-Verträgen zu sichern. /

Jm Uebrigen enthält der Vertrag rüsitli< der Durchfuhr, des gegenscitigen Rechts\{hußes, des Schußes der Fabrikzeichen und Muster 2c. alle diejenigen Bestimmungen der mit Großbritannien, Jtalien und aube e D abgeschlossenen Verträge, welche Spanien gegenüber von Werth sind. a 2 i

Somit leistet der Zollverein, da er schon gegenwärtig bei der Ein- und Ausfuhr einen Unterschied na< der Herkunft der Waaren nicht macht, in Betreff des Tarifs nichts, als die Zusicherung, daß er auch künftig Spanier gegenüber diesen Grundsaß aufrecht erhalten werde, und empfängt dagegen, neben der gleichen Zusicherung, den Wegfall der Zuschlags-Abgaben für seine Erzeugnisse bei der Einfuhr zu Lande und die Betheiligung seiner Erzeugnisse an den Vortheilen, welche den französischen Erzeugnissen dur< den Vertrag vom 18. Juni 1865 ein-

eräumt worden sind. Jn den Schifffahrts- und Hafen-Abgaben fallen

diesseits die sog. Flaggengelder, denen spanische Schiffe bisher in preu- ßischen Häfen unterworfen waren, weg, spanischerseits werden die deutschen Schiffe rücfsichtlih der Schifffahrts-Abgaben, wie die eigenen Schiffe behandelt j

Da Spanien die gleichen Vortheile au<h andern europäischen

Staaten nicht wird versagen können, so werden die Differenzialzölle

bei der Einfuhr zur See für Spanien mehr und mehr an Bedeutung verlieren. Ueberhaupt is anzunchmen, daß der volle Eintritt Spa- niens in. das System der westeuropäischen Handelsverträge, der durch die Betheiligung Deutschlands an den bisher Frankreich und Portugal ausschließlich eingeräumten Vortheilen entschieden ist, auch dort, wie es anderwärts der Fall gewesen, die erleichternde Tarifreform in Fluß bringen und somit den hochschußzöllnerischen Charakter des Tarifs mehr und mehr durchbrechen wird.

Berlin, 2. Mai. Das Resultat der gestern stattgehabten Kom- missions-Wahlen i} folgendes:

Kommission für die Geschäftsordnung: die Abgg. Ausfeld (Vor- sißender), von Denzin (Stellvertreter des Vorsibenden), Frhr. von Hüllessem (Schriftführer), Genast (Stellvertreter des Schriftführers), Rohland, Dennig, Dr. Becker (Dortmund), Braun (Hersfeld), Dr. Octker, Ochmichen, Graf Hompesch, Dr. Joerg, Evelt und Nebelthau.

Kommission für Petitionen: Die Abgg. Freiherr von Vinke- Olbendorff (Vorsitzender), Freiherr von Neurath ‘(Stellvertreter des Vorsißenden), von Seydewiß (Bitterfeld) [Schriftführer], Probst (Stell- vertreter des Schriftführers), v. Neumayr, Dr. Schaffrath, Hosius, Dr. Müller (Görliß), Freiherr von Zu - Rhein, Graf zu Dohna-Finken-

ein, Dr. Harnier, Kraus, v. Kirhmann, Pfannebecker, Diffené, von

uttkamer (Sorau), Dr. Jäger, Knapp, Freiherr v. Thüngen, von

eveßow, Graf Arnim-Boyßzßenburg, von Zehmen, Dr. Köster, Keyser, Dr. Roßhirt, Albrecht, Feustel und Devens.

Das Amtsblatt der Norddeutschen Post-Verwaltung, Nr. 24 vom 29. April, enthält zwei General-Verfügungen vom 28. April: 1) betreffend die Ausdehnung der den Mitgliedern des Reichstages bewilligten Portofreiheit auf die zum Deutschen Zoll- Parlament in Berlin versammelten Abgeordneten ; 2) die Post-Dampf- \hif-Verbindung zwischen Kiel und Korsoer betreffend.

Die Nr. 18 (vom 1. Mai) des »Justiz-Ministerial-Blattes« enthält u. A. folgendes Erkenntniß des Königlichen Ober-Appel- lationsgerichts zu Berlin vom 8. April 1868: »Ein auf Beweis- erhebung gerichteter Antrag kann nicht als verspätet zurü>gewiesen werden; der Nichter muß in allen Fällen seine Erheblichkeit prüfen, nalen er nicht findet, daß derselbe nur auf Verzögerung der Sache abzielt.«

Bertehrs-Anftaiten.

Paris, 1. Mai. »Presse« meldet, daß gestern der Vertrag über den Verkauf der Luxemburger Eisenbahn an die Gesellschaft der fran- zösischen Ostbahn unterzeichnet worden ist. Die gedachte Bahn wird auss<{ließliches Eigenthum der Ostbahn gegen Zahlung der Zinsen der Obligationen und Garantie von 125 Fres. jährliche Dividende pro Actie.

Nach Berichten aus New - York sind am 14. April auf der Eriebahn ca. 30 Menschen umgekommen und an 100 verwoundet worden. Das Unglück geschah in der Weise, daß 4 Waggons einen hohen Abhang hinabstürzten.

FÖoniglicve Scphaujpiete.

Sonntag, 3. Mai, Jm Opernhause. (105. Vorst.) Carlo Bros°chi, oder: Des Teufels Antheil. Komische Oper in 3 Akten, nach dem Französischen des Scribe. Musik von Auber. Carlo Broschi: Frl, Grün. Mittel-Preise.

Im Schauspielhause. (120. Ab. Vorst.) Das Glas Wasser, oder: Ursachen und Wirkungen. Lustspiel in 5 Abtheilungen von Scribe. Mittel-Preise.

Montag, 4. Mai. Im Opernhause. (106. Vorst.) Don Parasol. Phantastishes Ballet in Z Akten und 5 Bildern von Paul Taglioni. Musik von P. Hertel. Fiorellina : Frl. Breit Rosenknosdpe: Frl. David. Anfang 7 Uhr. Mittel-

reise.

Im Schauspielhause. (121. Ab. Vorst.) Die Erzählungen der Königin von Navarra- Lustspiel in 5 Alten von E. Scribe, Überschßt von W. Friedrih. Mittel-Preise. i

__ Dienstag, 5, Mai, Im Opernhause, (107. Vorst.) Oberon, König der Elfen, Romantische Feen-Oper in 3 Abtheilungen,

nach dem Französischen des J. R. Planché , überseßt von Th. ell. Musik von C. M. von Weber. Ballet von Hoguet. Pa Or. v. Voggenhuber. Fatime: Frl. Brandt. Mittel- reise. Im Schauspielhause. (122. Ab. Vorst.) Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Abtheilungen von Schiller. Mittel-Preise.

Repertoire der Königlihen Schauspiele vom 3. bis 10. Mai 1868. Berlin. Opernhaus: Sonntag, 3. Mai: Carlo Bro- {i (Frl. Grün). Montage 4.: Don Parasol (Frl. Girod, Frl. Da- vid). Dienstag, 5.: Oberon (Fr. v. Voggenhuber, Frl. Brandt). Don- nerstag, 7.: Der Feensee. Freitag, 8. : Wilhelm Tell. Sonntag, 10. : Der Maurer. Thea.

Schauspielhaus: Sonntag, 3.: Das Glas Wasser. Montag, 4.: Die Erzählungen der Angi von Navarra. Dienstag, 5.: Maria Stuart. Donnerstag, 7.: Elisabeth Charlotte. Sonnabend, 9.: Phä- dra. Sonntag, 10.: Unbestimmt.

_ Hannover. Sonntag, 3.: Göß von Berlichingen. Montag, 4. : Die bezähmte a Ad Tolle Fahrten. Dienstag, 5.: Der Statthalter von Bengalen. Mittwoch, 6. : Der Prophet. Donnerstag, 7ten: Zum 1. Male: Ein Wort an den Minister. Der Kassenschlüssel. Wer ißt mit. Freitag, 8.: Der Troubadour. Sonntag, 10.; Wallen- steins Lager. Die Piccolomini. ;

_ Cassel. Sonntag, 3.: Margarethe. Montag, 4.: Titus. Dienstag, 5.: Sie hat ihr Herz entde>t. Die Hochzeitsreise. Mtitt- woch, 6.: Lohengrin. Donnerstag, 7.: Unbestimmt. Sonnabend , 9. : Der Pariser Taugenichts. Die Schauspielerin. Sonntag, 10.: Die weiße Dame.

Wiesbaden. Geschlossen.

Telegraphiseche Witterungsheriechte v. 2, Mai.

Bar. [Abw|Temp.|Abw y

Ort, P.L.\v. M.| R. lv. M. Wind, Himmelsansicht. Memel. .[336,1| -0,7| 4,3 |80,, schwach. \[bedeckt, Regen. Königsberg |336,4|-0,2| 4,4/-0,8|SW., s, schwach.|bedeckt, Regen. 336,9] -0,1 6,4/ +0,90 WNW., mässig. |bedeckt, Regen. 336,9|+1,0| T,5|+2,4|W. bedeekt. Stettin .…../338,8] 172,2) 8,7|+4,0/WNW., mässig. |bed., Nehts. Reg. Putbus ...1336,1|+i,5| 8,0[+2,5|W., stark. bezogen. Berlin 338,2|12,6| 9,8 +4,8|W., schwach. . lbedeekt. Posen 339,8|T1,7| 8,4/+73,4/W., mässig. trübe. Ratibor .….1332,6|+3,7| T,3 NW., schwaeb. [trübe. Breslau .../333 3|11,6| 8,2 W., schwach. |bed., etw. Reg. Torgau .…./336,4| 12,9) 8,2/+73,2/WSW,, lebhaft. |bed,, gest.Regen. Münster .….1338,6|+4,2| T,3 SW., schwach. |[hbeiter. Cöln 339,2|74,6| 10,5 [SW., schwach. |sehr heiter. Trier 339,9 14,4| 95,8 S., schwack. heiter, Nebel. Flensburg . 338,3 T,s W., lebhaft. heiter.

340,7 10,3] |0., schwach. heiter. Brüssel .…..1340,9 8,2 SO0., s. schwach. heiter. Haparanda |336,0 21 S., schwach. bedeekt. Helsingfors | Petersburg. | Riga 335,7 Libau ed ¡Moskau Sool » [Stockholm .1334,4

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Allgemeine

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bedeckt.

2,0

SW., sebwvaeh.

VEEBCPEŒCŒDE En DADNAD

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bed.,Reg., Nachts Reg. Gest. Ab. NO0. schwaeh, 1. Max. +8.9.

| Nin. +7,2. WSW., frisch. |bew., gewöhnlL, S. trisch.

NW.., s. schwach. heiter.

WSW.,, schwach.|gewöhnlich.

4,3 SW., abla

Staais . 1339,68 5,6

Gröningen . |340,4 9,2 Helder .…..1340,7 9,1 Hernösand. ¡334,3 0,3 ONO., schwach. |bedeckt, ebel. Christians. . [331,8| 6,4 [SS0., mässig.

Ì E O E

Produkten- und Waaren- Börse. Berlin , 2. Mai. (Marktpr. nach Ermitt. des K, Polizei-Präs.): Von Bis Mittel Von | Bis [Mittel tbr [sg. [pf.jthr |sg.|pf.thr| sg. | pf. L sg. |pf be [pf.lsg.| pf. Weizen Schfl, : W— 4,15 4| 2 GiBohnen Metze 1(0— Roggen 48 3 —|—| 2/22| 5|Kartoffeln 6j 2 8

bew., gewöhnl.

gr. Gerste 23| 01 2111| 31 2 310 Rindfleisch Pfd. 4 Iafer | 29 W.} 1/ 8/ 9] 1117| 6f 1/13, 2|Schweine-

zu L. 13/ 9/ 1/22! 6] 1118 2} fleisch Heu pr. Ctr. 17|—|—127 6|—/22| 3\Hammelfleisch Stroh Schek.} 9 —— a: —] 9/20 —|[Kalbfleisch

10 10 Erbsen Metze T 8 7} 3|Butter Pfd. | 11 Linsen I 8; [10 8|/ G|Eier Mandel l 6'— 8

Berlin, 2. Mai. (Nichtamtlicher Getreidebericht.) Weizen loco 88—108 Thlr. pr. 2100 Pfd. nach Qualit., bunt poln. 105 Thle. bez., pr. Mai 89;—88—88% Thlr. bez., Mai - Juni 88% Thlr. bez., Juni-Juli 88 Thlr. bez., Juli-August 835—824 Thlr. bez.

Roggen loco 77—80pfd. 64—68/; Thlr. pr. 2000 Pfd. bez., pr. Mai 65—03—635—Z Thlr. bez., Mai-Juni 64{—63;—{—% Thlr. bez., Juni- Juli 64%—63{—61—634 Thlr. bez., Juli - August 612—60%—61 Thlr. bez., September-Oktober 575 Thlr. bez.

Gerste, grosse und kleine, à 47—56 Thir. per 1750 Pfd.

Flafer loco 32-36 Thir, galizischer 33—4 Thlr. bez., böhmischer 33—345 Thlr. bez., pr. Mai u. Mai-Juni 33 334 Thle bez., Juni-

M L N > x Col