1868 / 116 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

E E E E N zl P e E E L A RE E vai ti Ma E E C Ad i E E R E

über die man si beschwecre ,

gr On E

2012 die von allen Freunden des Fortschrittes aufgegeben worden. Diese F reihantelSverträge böten nicht die Ursache zu den Leiden,

denn eine allgemeine Krise walte

selbst in solchen Ländern vor, wo der Schußzoll aufrecht erhal-

ten sei. Friedens. , 17. Mal.

Baron Malaret, ist von hier abgereist , um au

Posten zurückzukehren. Portugal. Lissabon, 17. Mai.

Diese Solidarität der Krise sci gerade ein Pfand des Der französishe Botschafter in

lorenz, seinen

Die Deputirtenkam-

mer hat in 1hrer gestrigen Sizung das Indemnitätsgesey mit

98 gegen 8 Stimmen angenommen.

Atalien. Florenz, 15. Mai. Genua eingetroffen und i

Die Königin von Portugal is nach Venedig

abgereist. Rußland und Polen.

Der König ist in estlich empfangen worden. und Genua

Warschau, 14. Mai. (Osts.Ztg.)

Das Organisationscomité hat durch eine Verordnung vom 1. d. M. ergänzende Bestimmungen zU dem Ukas , betreffend- die Aufhebung der Regierungs - Commission des Innern , erlassen.

Danach gehen die Angelegenheiten ,

betreffend den Bau grie-

cis<-orthodoxer Kirchen im Königreich Polen , unter die Ver-

waltung des: Ministeriums des Innern über und stehen unter der Leitung des Statthalters. Die übrigen die Warschauer ortho- doxe Diöcese betreffenden Angelegenheiten sind an das War-

\hauer Consistorium übertragen, wogegen gelegenheiten der Roskolniks (Dissidenten) vom des Innern ressortiren und unter

die fir<lihen An- Ministerium der Leitung der Guber-

nial-Behörde und des Statthalters sichen. Die allgemeinen

Anordnungen hinsichtli< der in Warschau tenden Gewerbeausstellungen hat der vernehmen mit dem Finanzminister

demselben das Pensions- und

zu veranstal- Statthalter im Ein- zu treffen; ebenso ist Unterstüßgung8wesen - hinsicht-

lich der Offiziere und Beamten der ehemaligen polnischen Armee, deren Wittwen und Waisen übertragen. Die Angelegenheiten,

betreffend die Unterstüßung der städtischen Gemeinden sowie die Entschädigung welche durch den

ihnen entzogene Propinationssteuer, von Personen, Kommunen und Behörden ,

für die

lezten polnischen Aufstand Verluste erlitten haben, gehen unter

die unmittelbare Verwaltung

des Organisations-Comités Über.

Die Functionen aller Verwaltung8zweige der Regierung8-Kom-

mission des Jnnern hören

mit dem 13. Juli d. J. auf und

sämmtliche Aîten der aufgelösten Behörde werden mit dem ge- nannten Tage an das Aktenarchiv des Organisations-Comité's

abgegeben.

Schweden und Norwegen. Nach einer dem Reichstage heute Mittheilung wird werden.

Dánemark. Kopenhagen, 15. Mai.

Stockholm, 12. Mai. zugegangenen offiziellen } derselbe am nächsten Sonnabend geschlossen

Der Vorschlag

ur Niedersehßung einer parlamentarischen Kommission behufs edaction eines Mißtrauensvotums gegen das Ministerium ist

vom Folkething verworfen worden. Amerika. Aus New-Y

ork, 6. Mai, berichtet die pr.

»Java« eingetroffene Post, daß der Prozeß gegen Iefferson avis bis zum 3. Juni "verschoben und die Bürgschaft dieser-

halb erneuert worden ist. 16. Mai. hat mit 35 gegen 19 Stimmen

‘vertagt.

Telegraphische Depeschen

aus dem Wolff schen Telegraphen-Büreau.

Telegraphish wird gemeldet: . Der Senal die Verurtheilung des Prä- fidenten Johnson abgelehnt , und ih dann bis zum

26. d.

Paris , Montag, 18. Mai, Morgens. Der »Moniteur« enthält Berichte aus Japan vom 23. März, welche nähere Mittheilungen über die für die Ermordung der französischen

Matrosen gewährte Genugthuung bringen.

Eilf der Mörder

wurden am . März in Gegenwart des Capitains der Fregatte »Venus« hingerichtet, die Execution - gegen die Übrigen neun unterblieb dagegen auf Fürsprache

des Capitains. Am nesische Minister

. März fam darauf der japa- der auswärtigen Angelegenheiten an Bord

der »Venus«, um si< no<mals zu entschuldigen und den franzöd-

fischen Bevollmächtigten zu einem

Besuch des Mikado nach

Kioto einzuladen, damit hierdur< öffentlich bezeugt werde, daß

Frankreich keinen Groll gegen Japan mchr hege.

Der fran-

zösische Bevollmächtigte hat fih darauf in Begleitung des eng- lischen nah Kioto begeben und eine Audienz bei dem Mikado

lde E (hät beträgt 150,000 Piast ende En igung beträg iaster. Paris, Montag, 18. Mai,

den Familien der ermordeten Matrosen zu zah- Vormittags. Das Resultat

- der Neuwahl zum gesehgebenden Körper im Departement Ariège ist bis auf 23 Gemeinden bekannlt. 37,857 Wähler waren ein; gesprieden, 26,794 Stimmen wurden abgegenen/ davon fielen

6,810 auf Denat, 6560 auf den Gegenfandidaten Anglade,

Oie Nr. 20 (vom 15. Mai) des »Justiz-Ministerial-Blattese gubaece folgendes Erkenntniß des Königl. Ober-Tribunals vom 3, März 1868: »Die von einem Preußen im Herzogli anhaltischen Gebiete verübten Uebertretungen y insbesondere Feldst diesseitigen Geseßen zu bestrafen.«

Die Nr. 20 der Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahn-Ver waltungen vom 15. Mai entbält u. A.: Die im Bau begriffenen Bahnstre>en der bayerischen Staatsbahnen, der österreichischen Süd, bahn-, Lemberg-Czernowißer;, Böhmischen Nordbahn- und Magdeburg Halberstädter Eisenbahn-Gesellshaft. Die Biratung der Eisen bahnen. Mittheilungen über Eisenbahnen: Vom Eifen ahn-Actien Markt. Vereinsgebiet. Eisenbahn - Geseßgebung: Konzession und Bestätigungs-Urkunde für die Halle-Sorau-Gubener Eiscnbahn-Gesell haft. Ronen der Mannheim-Karlsruher Eisenbahn. Bau: Kron prinz-Rudol sbahn, Subscription auf Actien. Betrieb: Fünffkirchen Bárcs, Eröffnung. Buschtéhrader Eisenbahn y Eröffnung der Verbin dungsbahn vom Sandthor-Bahnhofe nach Bubna. Süde-Norddeut\(h Verbindungsbahn, Galizische Carl Ludwig-Bahn und Theiß-Eisenbahn General-Versammlungen. Berlin - Anhaltische Eisenbahn, Geschäfts beriht pro 1867. Vich-Einfuhr in Frankreih. Werrabahn, Erleih terung des Vergnügungs8verkehrs. Tarifwesen.

Statistishe Nachrichten.

Hannover, 15. Mai. Der Haushaltsplan der Stadi Hannover für das Jahr 1868 ift, in ciner Zusammenstellung mi den anschlagsmäßigen Einnahmen und Ausgaben des Vorjahres un den wirklichen Ergebnissen des Stadthaushalts im Jahre 1866, vo dem Magistrate veröffentliht worden. Die »N. Hann. Ztg.« en nimmt demselben, daß die laufenden Einnahmen, das Gold mi 10 pCt. Courant berechnet, pro 1868 zu 257,199. Thlr. 24 Gr. 10 Y veranschlagt sind, während sie pro 1867 zu 243,681 Thlr. 15 Gr. 1 Y veranschlagt worden. Dic laufenden Ausgaben stehen im Glei gewicht mit den Einnahmen. i ____— Na Zusammenstellungen der {sächsischen Handelskammern, di in Folge der Tabaksteuererhöhung unternommen worden sind, b \{äftigt Sachsen ca. 11,000 Cigarrenarbeciter, die jährlih gegen 7 Millionen Cigarren fabriziren und an Arbeitslöhnen mehr ah 12 Mill. Thlr. verdienen. : E Die faktische Bevölkerung des Großherzogthums Badt ist bei der leßten Zählung am 3. Dezember 1867 zu 1,434,699 Einn ermittelt worden; die Zunahme derselben in den einzelnen Zählun/! S seit dem Jahre 1840 läßt si< aus der folgenden „Tab erjchen :

revel , sind na

S Saz A

: Ourchschnittliche

; Zunahme in Zunahme in

Bevölkerung. drei Jahren. cinem Jahre. Einw. | pCt. Einw. | pC 1840... 1,290,146 1843... 1,328,255 38,109 2,95 12,703 0 1846... 1,360,764 32,509 2,45 10,836 0 1849 T 1,355,950 4/814 | —0/,36 f 1,605 | —0 1800, 1,350,162 | 5/788 | —0,43 j 1,929 | 01 180D «4 1,308,116 | 42,046 | 3,11 | 14/015 | 1d 1858... 1,329,269 21,153 1,62 7,051 0 I 1,362,483 33,214 2/50 11,071 0) 1864... 1,429,199 66,716 4,89 22,239 1, 1867. 1,434,699 5,500 0,39 1,833 0)!

Seit dem Jahre 1840 hat die Bevölkerung Badens \i< 1 144,553 Einw. oder 11,20 pCt. vermehrt, während in demselben 5 raum die Einwohnerzahl Bayerns um 10,36 pCt. und die Württt bergs um 7,99 pCt. gestiegen ist. Am günstigsten hat sich die Zunal in Baden seit 1858 gestellt; sie betrug nämlich von 1858—67 7,93 dagegen von 1840—49 nur 5/02 pCt., während sih von 1849—58 Abnahme um 1,97 pCt. zcigt. Während im Durchschnitt von 18 1864 die jährliche Zunahme der Bevölkerung 1,03 pCt. betragen \ berechnet sich dieselbe von 1864—67 nur auf 0,13 pCt. im Jahre.

Kunst und Wissenschaft. Jauer, 12. Mai. Heute Nachmittag fand die Grundsteinlez! zu einem neuen Gymnasial-Gebäude hierselbst statt. Bonn, 15. Mai. Das große chemische Laboratorium zu Y pelédorf ist nun auch in seiner innern Einrichtung so weit vorges ten, daß es dem öôffentlihen Gebrauch übergeben werden konnte. Baußzenp 13. Mai. Gestern starb hierselbst der Kirchen- ? Schulrath Dr. theol. Karl August Wildenhahn, bekannt als V \chriftsteller. Tübingen, 14. Mai. Unsere Universität zählt in diesem! en 850 bis 860 Studenten, cinige 60 mehr als im [d „Paris, 13. Mai. Auf den Antrag des Unterrichtsminister® " eine Mission von 5 Gelehrten nah dem indischen Ozean abgehen) die totale Sonnenfinsterniß dort am 18. August zu beobachten. werden sich zunächst nah Saigon und von dort nach der östlichen d des Golfes von Siam begeben. Die Reisekosten sind auf 30,000 Fd geschlagen und die Ausrüstungskosten auf 20,000 Frs. Die w \chaftlihe Expedition wird 6 Monate in Anspruch nehmen. P i ro

Kopenhagen, 14. Mai. Der bekannte Chirur Stein ist bierselbst gestorben. Wi 9

2013

Landwirthschaft.

Uebersicht über die Weizen - und Roggenpreile auf den upt-Getreidemärkten der Monarchie. Um die Ver Fei un zu er- cichtern, sind die in den Börsenberichten notirten Preise, der Berliner Usance entsprechend, auf 2100 Pfd. Weizen und 2000 Pfd. Roggen (loco und ohne Sät>c) in Thalern berechnet.

Weizen: 95. April. 2. Mai. 9. Mai. 16. Mai. Königsberg ----- 99 99 99 99 Danzig ------- - 68%—1114 -79%—1135 90%;—105% 96—1025 Posen Le 87—102*5) MN—108®) 87—102*) 84—100®)

tettin .…..--- . 96%—103% 89—1035 943—1014/, 904 —92% Berlin... ----- 90—108 90— 108 86—107 82—107 Breslau ..----- 88%;—1012/, 9—1035 85—100 834 —99% Magdeburg 96—104!/, 977—102 894/,.—101 91%—975 Côln .…..----.--- 1075 105 105 9%

Roggen: 25. April 2. Mai. 9. Mai. 16. Mai. Königsberg .….-- 7 69% 64% 62% Oanzig ------ - 65% 645 ays

E oapaes 67—T72%) 61—68%®) 60—66®) 59—64®)

tettin .….....- 68—71 62—67 62—67 60¿—61 Berlin .….…----- 644;— 69 65—68 62{— 65 _58—60 Breslau... -- 62%—69 624—66% 595—645 99 61s Magdeburg .--- 73—76 70—73 66—72 64— 68 E e aoteras 83% 80 -75 735

*) Nach dem Wocbenbericht. : 0

Bromberg, 16. Mai. Am 19. d. M. wird die hiesige Aus-

stellung für Landwirthschaft und Gewerbe eröffnet. i Stralsund, 16. Mai. Seit Anfang dieses Monats haben wir {<ônes warmes Wetter. Die Weizenfelder stehen vielversprechend und auh Roggen hat ein bedeutend verbessertes Ansehen y obwohl der Stand dünner ist , als man wünschen fonnte. Rübsen hat cine vorzüglich gute Blüthezeit, steht aber häufig lü>enhaft. Klee läßt nichts zu wünschen übrig. Gerste und Hafer sind vielfach gut auf- gelaufen ; theilweise ist man noch mit dem Sáen beschäftigt. Getreide- Zufuhren haben aufgehört und die Vorräthe am Plaße sind un- hedeutend. : Aus dem Regierungs-Bezirk Merseburg, 13. Mai wird der »Magd. Ztg.« geschrieben, daß die Saaten dort überall vor- trefflich stehen. - Ad A Aus dem Amte Osnabrü>, 14. Mai, wird über den Stand der Saaten berichtet: Der Raps is gut durch den Winter gekommen und prangt in Blüthe. P steht auf schwerem oden diht und fräftig 1 der früh gesäete hon lang aufgeschossen 1nd in Achren, der spätere in Aehren schießend. Auf Sandboden hat derselbe) welcher ers \piß aufgeschossen 1var/ fich unter der kühlen Witterung und einigen Regenschauern besser bestaudet, auch die durch die Spät- frôöste hin und wieder erhaltenen Beschädigungen überwunden: Die Aussaat des Sommergetreides ist bis Jeßt unter gungen Umständen vor {\ih gegangen), ebenso das Pflanzen der Herbstfartozfeln. Die Klee- felder liefern son H E Schur; auch die Viehweiden bieten on ein ziemlich gutes Futter. 7 n Düsseld 08 14. Mai. Der Stand der Früchte in der Um- ebung von Düsseldorf ist ein ausgezeichneter. Die Halmfrüchte haben ereits die Achre mit zahlreichem Korn entwi>elt, die Halme sind stark. Der Raps wird ebenfalls gut, und ein Gleiches gilt von dem Bestande der Wiesen und Kleefelder. Die Gemüse im elde und in den Gärten erfreuen sich ebenfalls guten Gedeihens. : Darmstadt, 14. Mai. (Darmst. Ztg.) Pancraz_ und Servaz sind gut vorübergegangen;/ und so dürfen wir uns der Hoffnung hin- eben, daß das Abblühen der eine reichliche Ernte in Aussicht stellen- Ven Obstbäume ungestört verlaufen und fein weiterer Nachtfrost die Blüthen in Gefahr bringen wird. Nicht minder erfreulich ist der Stand der Wintersaaten, und auch die Rebe fommt in der Bergstraße unter dem wohlthätigen Einfluß der warmen Maisonne rasch zur Entwi>elung, \#o daß troßdem dieselbe durch den in diesem Jahre bis in die Charwoche si verlängernden Winter zurückgehalten schien, doch ein zeitiges Abblühen zu erwarten is. Auch für das Gedeihen der Kartoffeln, des Hafers und der Gerste sind günstige Aussichten vor- handen, da die zweite Hälfte des März und die erste Aprilwoche ver-

statteten, mit dem Bearbeiten des Feldes und der Frühjahrsbestellung

zu beginnen. Karlsruhe,

ortwährend eine ganz : l La ne Wärme von 90—22 Grad im Schatten , bei Nacht warmer

Regen. Von allen Landesgegenden lauten die Nachrichten vortrefflich. L nbutà sind die itan Rirschen bercits Wu Markte gebracht 1vor-

den; Winter- und Sommersaat stechen gleih \<hön ; die Baumblüthe

ist heuer besonders rei und voll; die Reben haben zahlreiche und

5ne Scheine; Kartoffel- Futter- und Vichpreise sind mäßig ; theuer D egen, Lob it S massenhafter Ausfuhr, namentlich in Karls-

Fier und Butter. i n ate 15. Mai. Die »Patrie« theilt heute ganz ausgezeichnete

achrichten über den Stand der Ernte-Aussichten in Frankreich mit. D s: Gre welche man hatte, cheinen in Folge des frucht- baren Wetters der leßten Tage vollständig geschwunden, und due Be- richte, welche man von allen Punkten Frankreichs erhalte, scien vor» trefflich. Der Weizen verspreche sehr viel; der Roggen und der Hafer seien fräftig, und die Runfkelrüben, sowie die Kartoffeln ließen das Beste hoffen. Die Wiesen böten den erfreulichsten Anblick dar. Der Weinsto>x, mit Ausnahme einiger Gegenden im Süden, die unter Frösten gelitten, \ci vortrefflich bestellt und berechtige zu den besten

nungen. E Gewerbe und Handel. : Jn dem Zeitraum vom 1. bis 15. April 1868 wurden in

13. Mai. (Frankf. Journ.) Die Witterung ist

ausgezeichnete y vollständig \sommerliche. Bei

Berlin eingeführt an Steinkohlen, Braunkohlen u. Coaks: zu Wasser: 80,678 Tonnen; auf den Eisenbahnen: 100,906 Tonnen; Summa 181,584 Tonnen. Qu Wasscr an Torf 411 Klafter. An Brennholz : u Wa er: 8141 Klafter; auf den Eisenbahnen: 10 Klafter; Summa 151 Klafter. Aus Berlin rv 4 l an Steinkohlen, Braun- fohlcn und Coaks zu Wasser: 7632 Tonnen ; auf den Eisenbahnen: 17,137 Tonnen; Summa 24,769.

Der Zollertrag derTabaks-Einfubr betrug nah Hirt h's »Annalen« in Preußen im Jahre 1822 422,569 Thlr. (1 11 Sgr. pro Kopf). Mit der Erweiterung des preußischen Steuergebiets zum Zollverein nahm auch der absolute Steuerertrag zu: 1835 überschritt er zum ersten Male den Betrag von 1 Mill. Thlr., 1845 den Betrag von 2 Mill. Thlr. Dagegen war die relative Sonnt (im Verhält- niß pt Bevölkerung) nicht schr erheblich: der Ertrag von 2 Sgr. pro Kop wurde zum ersten Male 1843 erzielt und erhob \i< bis zum Jahre 1866 niemals Über 25 Sgr. ; die Jahre 1848, 1853 55 und 1857 58 weisen Zollerträge unter 2 Sgr. pro Kopf nah. Der hohe Ertrag des Jahres 1867 von 4,314,299 Thlr. (35 Sgr. pro Kopf der Bevölkerung) ist ohne Vorgang; cs wurden in diesem Jahre 348,437 Ctr. unbearbeitete, Blätter mehr eingeführt, als 1866, unge- fähr so viel mehr, als die Durchschnittseinfuhr der Jahre. 1851— 1855 -betrug.

Der Steuerertrag des inländishen Tabaksbaues ist im Verhältniß zu den Zollerträgen immer gering gewesen. Ange- nommen, daß im gesammten Zollverein die faktish nur im nord» deutschen Tabaksteuerverband angewvandt e Bodenbesteuerung lers 20 Sgr. pr. Centner) eingeführt gewesen \ci, so würde die inländische Pro- duction jährli eingebracht haben : 1840—42 361,263 Thlr. (0 40 Sgr. pr. Kopf), 1846 48 345,821 Thlr. (0 35 Sgr. pr. Kopf), 1858 59

Thlr. (0 40 Sgr. pr. Kopf) 1861—63 326,795 Thlr. (0 29 Sgr. pr. Kopf} 1864—66 468,157 Thlr. (0 39 S0! pr. Kopf). Jn diesen Schäßungen sind die erhobenen »Uebergangsabgaben« mit einbegriffen, (Vergl. Staats-Anzeiger Nr. 113, S. 1953.).

Leipzig, 15. Mai. Mit dem morgenden Tage endet die dies- jährige Leipziger Ostermesse. Obwohl allgemein bei Beginn derselben vermuthet wurde, dieselbe werde eine ganz befricdigende wer- den, so sind diese Hoffnungen und Erwartungen späterhin doch bedeu- tend ges{<mälert worden, da nur in einigen Artikeln si< ein guter und \{neller Umsaß bemerkbar machte. Wenn auch die Meßsonntage und der in die Messe fallende preußisde Bußtag viel Menschen durch das anhaltend {öne Wetter herbeiführten, so wurde wohl, im Ganzen genommen, viel von ihnen gekauft, jedoch bestand die Entnahme größtentheils in Kleinigkeiten, welche die Verkäufer ihren großen Unkosten gegenüber nicht zufricdenstellen konnten. Von leinenen Waaren, von denen sonst große Posten entnommen wurden, gingen nur fleine Partien zu gedrü>ten Preisen um, und läßt si dasselbe ebenfalls auch von baumwollenen und wollenen Strumpf- waaren sagen. Böhmische Glaswaaren waren ganz verna>- lässigt, zumal für Amerika sich diesmal fast gar kein Geschäft entfaltete und viele der Fabrikanten kaum auf ihre Spesen kamen. Nach dem »Dresd. Journ.« läßt \ih die Messe nur als unter mittel bezeichnen, doch. hegt man allgemein die Hoffnung, daß, wenn die Ernte gut aus- fällt: und die Getreidepreise mehr fallen, auch die Michaclismesse desto besser zu werden verspricht.

Wien, 16. Mai. Die heute stattgehabte Generalversammlung der Actionaire der Nationalbank hat die Vorschläge der Direction angenommen, und dieselbe zur weiteren Verhandlung mit der Re-

\ gierung ermächtigt.

Paris, 14. Mai. Der gestrige »Moniteur« enthält einen Be- ri<t des Ministers für Ackerbau ; Handel und öffentliche Arbeiten an den Kaiser, über die Wirksamkeit der Sparkassen während des Jahres 1866. Aus demselben geht hervor, daß si< am Ende des Jahres 1866 500 Sparkassen in Frankreich befanden. Davon famcn 88 auf die Hauptorte der Oepartements, 259 auf die der Arrondissements, 143 auf die der Cantons und 10 auf die der Gemeinde - Bezirke. Die 482 Sparkassen , welche während des Jahres in Wirksamkeit waren, hatten 1,644,831 Sparbücher chon früher au8gegeben y 268,434 wur- den im Laufe des Jahres neu angelegt und 9214 von Kasse zu Kasse übertragen, so daß im Ganzen 1,922,479 Sparbücher cirfulirten. Das in denselben verzeichnete Saldo belief si< auf 493,474,166 Franken 13 Cent. Die Kinsen der Deponenten erreichten den Betrag von 17,977,860 Franken 82 Cent. Während des Betrieb2- jahres wurden no<h 197,963,396 Franken 36 Cent. dem bereits be- stehenden Kapitals-Saldo zugeschrieben. Die meisten Zahlungen lei- stete während des Jahres 1866 die Sparkasse von Paris, nämli 19,740,741 Franfen 52 Cent. bei einem Gcsammt-Saldo von 46,155,6 Franfen 72 Cent. Kapital. Die geringsten Zahlungen hatte die Spar- fasse von Toulon) nämlich 1,531,374 Franken 71 Cent. ; das geringste Gesammt-Saldo die von Angers mit 4,016,942 Franken 9 Cent. Ka- pital. Unter den Deponenten war die Klasse der Arbeiter mit 93,619 Sparbüchern zum Betrc.ge von 17,451,105 Franken 39 Cent. betheiligt, die der Dienstboten mit 41,281 Büchern zu 6,913,452 Franken 75 Cent., die der Beamten mit 11,616 Büchern zu 2,104,388 Franken _34 Cent. die der Land- und Seesoldaten mit 7822 Büchern zu 1,697,711 Fran- fen 64 Cent. , verschiedene andere Gewerksleute mit 64,710 Büchern zu 15,578,869 Franken 86 Cent. Sparkapital.

Lissabon, 15. Mai. (W. T. B.) Pr. Dampfer - Navarre« sind fol- gende bis zum 93. April reichende Berichte aus Rio de Janeiro cinge- troffen: Abladungen von Kaffce seit leßter Post nach der Elbe und dem Kanal 37,700, nah der Osisce 2400, nach Nordamerika 74,700, nach Gibraltar und dem Mittelmeer 12,700 Sa>. Vorrath 90,000 Sa>. Good first 7800 a 8000 Reis. Cours auf London 195 d.

raht nah dem Kanal 50s. Abladungen von Santos nach dem nal und der Elbe 15,600 Sat. Triester Mehl 38,000 Reis.