1868 / 135 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

Diese Erhöhung ist durch die Bemerkungen im vorliegenden Etat motivirt. Es is, wie dem Hause erinnerlich sein wird, durch den Etat für 1867 dieser Fond zur Hälfte mit 5000 Thlr. be- willigt worden,

position, das macht zusammen 15,000 Thlr.

dieser Fond im laufenden Jahre überschritten werden müssen, und es ist deshalb seine Erhöhung für das nächste Jahr nöthig.

Die Ansprüche, die an diesen Fond gemacht werden, sind in den Bemcrkungen zu diesem Etat bereits angeführt. Es ist der einzige Fond, aus dem Ausgaben, wie sie z. B. durch die hier tagende Kommission zur Berathung der Prozeßordnung er-

wachsen, wie sie ferner erwachsen durch die eingeleitete Enquete

über da8Hypothekenbankwesen und andere einzelneZwecke, bestritten werden können. Daß solche AuLgaben auch in Qukunft nöthig sein werden, wird kaum zu bezweifeln sein. Es ist in der laufenden Session von dem Hause der Antrag gestellt worden, Vorarbeiten für ein gemeinsames Strafrecht und für cine gemeinsame Strafprozeßordnung einzuleiten, und diese Vorarbeiten, mag man einen Weg dafür wählen, welchen man wolle, werden ebenso wie die Vorarbeiten für die Prozeßordnung Geldmittel in Anspruch nehmen.

Endlich erscheint auf dem Etat des Bundeskanzleramts ein Posten von 76,000 Thlx, an Pensionen und Untersiügungen für die Offiziere und Beamten der vormals s{le8wig-holstein- chen Armee und deren Hinterbliebene. Es is} dies der Posten, der auf dem Geseß beruht, welchem der Reichstag vor einigen Tagen seine Zustimmung gegeben hat.

Nach den Ausführungen des Abg. von Kirhmann nahm der M des Bundeskanzleramts Delbrück, das Wort wie folgt:

Meine Herren! Jh acceptire gern, daß der Herr Abgeord- nete für Breslau anerkannt hat, daß ih gestern mit Bereit- willigkeit diejenigen Fragen beantwortet habe, die bei der Ge- neraldiskussion an mich gestellt wurden, und zu deren Beant- wortung ih im Augenblick in der Lage war. Ich habe das gethan, weil diese Fragen sämmtlich Gegenstände betrafen, deren Erörterung meiner Ansicht nach einen Gegenstand der Beschluß- nahme oder eine Vorbereitung für die Beschlußnahme des Reichstages bilden konnten. Das kann ich in Beziehung auf die von dem Herrn Abgeordneten für Breslau jeßt gestellten Fragen im Allgemeinen nicht anerkennen. Der Herr Bundes- kanzler hat in der vorjährigen Session in der bestimmtesten Weise erklärt, daß er seinerseits die ihm durch die Verfassung übertragene Verantwortlichkeit in vollem Umfange übernehme, und er hat bis jeßt diese Erklärung vollständig erfüllt. Welche Mittel er einshlägt, im Einvernehmen mit den Herren Ressort- Chefs, mit denen er dabei im Einvernehmen zu handeln hat, um diese Verantwortlichkeit wirklich tragen zu können, das würde, meine Herren, wie ih glaube, einen Gegenstand der Diskussion in diesem Hause dann bilden, wenn es darauf an- käme, die Mittel zu bewilligen, die nöthig sind, um durch per- sonelle oder sachliche Einrichtungen diese Verantwortlichkeit zu realisiren.

Ich erkenne an, daß das Bundeskanzleramt zu den Organen für diesen Zweck gehört, ich bin bereit, wenn behauptet wird, daß die Ausstattung, die hier für das Bundeskanzleramt in Anspruch genommen wird, zu weit geht, die Frage zu diskutiren und Jhnen nachzuweisen , daß die Ausstattung nicht zu weit geht; aber ih glaube nicht, daß eine Verpflichtung vorliegt, hier das Detail der inneren Organisation darzulegen , ein Detail, welches zunächst den Etat nicht afficirt, ein Detail, wel- ches ledigli<h Einrichtungen betreffen würde, die im Jnnern der Verwaltung getroffen sind, um die Aufgaben der Verwaltung in der, der Verfassung entsprechenden Weise zu erfüllen. Jch habe gestern in Beziehung auf den Etat bemerkt , in welcher Weise derselbe aufgestellt wird, vorbereitet wird, um dem Bundesrath und demnächst dem Reichstage vorgelegt zu wer- den; ich will dabei nur bemerken , daß der Abgeordnete für Breslau nicht richtig gehört hat, wenn er aus meiner gestrigen Bemerkung entnommen hat, daß beispielsweise der Etat des Krieg8ministeriuums es würde das für die übrigen Etats auch gelten ledigli<h der Revision von Seiten des Herrn Finanzministers unterlegen hätte, und daß das Bundeskanzler- amt dabei eine Einwirkung nicht in Anspruch genommen und durch- geführt hätte. Das ist nicht der Fall ; ich habe gestern ausdrücklich hervorgehoben, daß das Bundeskanzleramt das Seinigeauch gethan A5 und ich kann hinzufügen , daß das in verschiedenen Bezie-

ungen mit Entschiedenheit geschehen ist , ih glaube mich aber |

darauf beschränken zu müssen.

Was die Frage betrifft, wie der Allerhöchste Bundesfeldherr in Beziehung auf die Armecangelegenheiten seine Entschließungen fassen und vorbereiten will, so muß ih auch das für einen Gegenstand erachten, der lediglich interner Natur ist.

für 1868 steht er mit 10,000 Thlr. zur Dis- | L (D jz Dieser Betrag von 15,000 Thlr. ist bis heute schon verausgabt, es wird auch

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worden für den Dispositions-Fond des Herrn Bundeskanzlers. |

__ Endlich, was die Frage betrifft , die der Herr Abgeor

| für Breslau an den jeßigen leidenden Zustand deb Here | Bundeskanzlers geknüpft hat, so habe ih mich darauf zu be, | s{ränken , zu bemerken , daß, wenn im Falle der Entfernune des Herrn Bundeskanzlers Anordnungen nothwendig werdey diese Anordnungen ausschließlich Sache des Allerhöchsten Bundes! Präsidiums sein werden , und daß ich nit in der Lage hit: hier N Lf zu äußern. E

Im weiteren Verlauf der Debatte äußerte fich der Präsi

des Bundeskanzleramts, Delbrü>k, Über as Aa Grafen von Frankenberg wie folgt: \ j Meine Herren! Jch kann Ihnen die Annahme des Antrags | des Herrn Grafen von Frankenberg nicht empfehlen. Die

Frage, ob der Norddeutsche Bund dem germanischen Museum in Nürnberg eine Subvention zu gewähren habe, ist im Schooße des Bundesraths einer eingehenden Erörterung bereits unter: zogen worden. Diese Erörterung i} veranlaßt einmal dur die Anregung, welche bei der Etats8berathung in der vorjähri: gen Session in diesem Hause gegeben war, und fie ist ferner ver: anlaßt worden dur<h eine an Se. Majestät den König von Preußen gerichtete Vorstellung des Vorstandes des ger- manischen Museums, in welcher der Antrag gestellt war, daß der Norddeutsche Bund und die Süddeutschen Regierungen sid) zu einer gemeinsamen Subventionirung des Museums ver- einigen möchten. Dieser Antrag ist dem Bundesrathe zur Er- wägung vorgelegt worden. Der Bundesrath hat seinerseits nicht geglaubt, daß eine Unterstüßung dieser Art in den Kreis Der E falle. Jch will dabei beiläufig erwäh: nen, indem Der err Antragfieller darauf Bezug genommen hat, daß in Folge des von dem Reichskage in einer der leßten Sizungen gefaßten Beschlusses wegen einer Subvention für eine Expedition zur Beobachtung der bevorstehenden Sonnenfinster- niß, daß in Folge dieses Beschlusses der Bundesrath, indem er diese Frage erwog, ebenfalls davon ausging, daß eine solche Subvention unzweifelhaft außerhalb des Kreises der Bundes- angelegenheiten liege, daß es sich also nur fragen könne, ob die im Bundesrathe vertretenen Staaten sich entschließen wollten, diese Subvention zu geben und die dafür erforderlichen Bei- träge nah dem Maßstabe der Matrikularbeiträge aufzu- bringen. Jn diesem Sinne ist mit Einstimmigkeit der BVe- {uß gefaßt worden. Jndem hiernach für die Expedition zur Beobachtung der Sonnenfinsterniß die gewünschte Subvention in Aussicht steht , ist dieses in Beziehung auf die vorliegende

rage nicht als ein Präcedenzfall anzusehen. Von demselben

Hesichtspunkte ist der Bundesrath bei der Berathung der Frage ausgegangen, ob dem germanischen Museum zu Nürnberg eine Subvention zu bewilligen sei. Unter den gegebenen Umständen hat der Bundesrath Bedenken tragen müssen , auf die Sub- vention einzugehen. Bei der Subvention für Beobachtung der Sonnenfinsterniß handelte es si<h nur um eine einmalige Ausgabe, während es sich hier um eine dauern de Subvention handelt. Ich kann Sie nur bitten, den Antrag abzulehnen.

Bezüglich des von dem Abg. Dr, Friedenthal einge brachten Antrags$, die Organisation eines Bundes-Konsulats in

V betreffend, bemerkte der Geheime Legations - Rath

Wie der Herr Antragsteller bereits hervorgehoben hat, ist die

Errichtung eines Konsulates in Pesth "vei fe V Tan Re- gierung wiederholt angeregt worden. Wenn der Sache bisher von Bundedwegen noch nicht näher getreten ist, so liegt das nicht daran, daß Bedenken obgewaltet hätten in Bezug auf die größere oder geringere Dringlichreit der Errichtung. Der Grund davon liegt wesentlich in einem andern Umstande. Die öster- reichische Regierung hat früher Bedenken getragen, in Binnen- plägen fremde Konsuln zuzulassen. Es konnte daher bis jeßt au nicht die Rede davon sein, in Pesth ein Konsulat mit Aussicht auf Erlangung des Exequatur zu errichten. Neuerlich hat die öôster- reichische Regierung ihren bisherigen Grundsay fallen gelassen, und es ist bereits ein französischer Konsul für Pesth er- nannt worden. Es wird daher jeßt auch zulässig sein, die Er- rihtung cines Bundeskonsulats daselbst ins Auge zu fassen. Aus den von dem Herrn Antragsteller zulegt angegebenen Gründen wird es allerdings nöthig sein, ein besoldetes Kon- sulat dort zu gründen, weil man von einem kaufmännischen Kon- sulat nicht den Erfolg erwarten kann, welcher im Juteresse des deutschen Handels und Verkehrs zu erstreben ist.

__ Ueber die erste Rate für die Erwerbung cines Grundstücks für den Bund, erklärte sich der Präsident des Bundeskanzler- amts Delbrü>, nah dem Abgeordneten Gebert, wie folg:

Meine Herren! Ich bin leider nicht in der Lage, auf dié gestellte Frage zu antworten, weil ich in der That dazu in der faktischen Unmöglichkeit bei. Es handelt si< für die verbün- deten Regierungen zunächst darum , ob der Reichstag gencig! ' ist, eine Bewilligung zum Zweck der Erwerbung eine Grund- | üds für den Bund in Berlin zu machen. Erst wenn diese

|

| | | | |

| iu i iodt i «rage feststehen wird , kann an die weitere Frage gegangen

J n | h : l | A und welcher Preis dafür zu zahlen sein würde. Ï die Summe von

Ì wie sie U j i z | r in Aussicht genommen werden kann, kennen, das ganz von

da Ae : E | | Felbf, ssencs Grundstück für den Bund nicht zu erwerben ist.

Grundstückes immerhin nicht bloß an die } eiten für | O MY a N ' fen sein wird, sondern auch die Eveutualität als eine viel- seicht noch ferner liegende ins Auge zu fassen sein wird, daß

| das zu w

| bieten, Um

| zu wenn man nicht in der Lage ist, eine bestimmte Summe angeben zu fönnen, welche man si als

2363 , c gl

wel<es Grundstück man als das geeignetjte Ae Wenn

150,000 Thlr., die hier im Etat in Borschlag als erste Rate bezeichnet ist, so ergiebt sich, | (aube ih , für diejenigen Herren , welche die Verhältnisse der reise der Grundstücke in Berlin in einer Gegend der Stadt, berhaupt zur Erwerbung cines folchen Grundstückes wm

| | | |

ebraht worden ist,

ß mit einer Summe von 150,000 Thalern allein ein

angeme!)

habe dabei zu erwähnen, daß bei der Wahl eines solchen 0

nöthigen Räumlich-

di

ählende Grundstü die Möglichkeit gewährt, sei es dur< andere Combinationen den Raum darzu- auch cin Gebäude für den Reichstag und das Zol- darauf zu errichten. Diese Gesichtspunkte werden | 3 machen, daß eine Summe von 150,000 | fg als erste Rate bezeichnet werden kann,

e sich oder

arlament darc d hinlänglich klar Thaler in der That nur

die zweite und viel- leicht dritte Rate denken könnte.

Berlin, 10. Juni. Der dem Reichstage des Norddeutschen Bundes in seiner heutigen Sigung Seitens des Kanzlers des Norddeutschen Bundes zugegangene Entwurf eines Gesetzes, be- treffend einige Rechtsverhältnisse der Bundesbeamten, lautet wie M ir Wilhelm , von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. verordnen im Namen des Norddeutschen Bundes, nach erfolgter Zu- stimmung des Bundesraths und des Reichstages, was folgt:

g. 1. Ein Bundes8angehöriger erleidet durch die Anstellung im Bundesdienste und die etwa damit verbundene Verlegung seines Wohn- sißes feine Aenderung bezüglich sciner Staatsangehörigkeit. Auch bleibt dem Bundesbeamten, welcher außerhalb des heimathlichen Bundes- staats seinen dienstlihen Wohnsiß zu nehmen hat, sein früheres Hei- mathsrecht (Gemeindeangehörigfeit, Unterstüßungswohnsiß) vorbehalten.

F. 2. Die Heranziehung der Bundesbeamten zu direften persön- lihen Steuern aller Art findet aussließli< an dem Orte statt, wo dieselben ihren dienstlichen Wohnsiß haben. i 7

Diese Bestimmung findet feine Anwendung auf diplomatische | Personen und Konsuln, sowie auf deren Personal. _, N

F. 3. Hinsichtlich 1) der Steuerpflichtigfkeit des Diensteinkommens, der Wartegelder und Pensionen; 2) der Zulässigkeit einer Beschlag- nahme der Diensteinkünsfte/ Wartegelder und Pensionen; 3) der Zu- lässigkeit der Executionsvollstre>ung in das Vermögen oder gegen die Person kommen den aktiven und den aus dem Dienste geschiedenen Bundesbeamten gegenüber diejenigen in der Gesehgebung der einzelnen Bundesstaaten enthaltenen Bestimmungen zur Anwendung, welche an ihren Wohnorten für die Staatsbeamten maßgebend sind. Ur die» jenigen Bundesbeamten , deren dienstlicher Wohnsiß außerhalb der Bundesstaaten sich befindet, kommen hinsichtlich der Zulässigkeit einer Beschlagnahme der Diensteinkünfte die Bestimmungen des

preußischen Rechts zur Anwendung. welche nach der Gescßgebung der ein-

| von zusammen 282,990 Tonnen gebaut. ren 12,155 Fahrzeuge beschäftigt, theils im heimischen, theils im aus-

wird seine diesjährige (zehnte)

| folgender Weise festgestellt: 1) Reform des 1 | form des Bankwesens; 3) Vereinfachung der Zolltarife und Ermitte- lung der Gegenstände, welche

unterwerfen sind ; 4) s \ zoll, Zuckerzoll und Quersteuer, Tabakszoll und Tabakssieuer;, Lumpen-

ausfuhrzoll); 5) Grenzen der Staate bei außergewöhnlichem Nothstande; 6) das Prinzip für Regelung der Gehälter der öffentlihen Beamten; wirthschc

Untersuchungs-Arbeiten sollen nd d nme auch Über cinen Theil des Regierungsbezirks von Schwaben, nämlich

über die Amtsbezirke Augsburg, ( Neuburg, Neu-Ulm, Nördlingen, Wertingen und Zusmarshausen,

ausgedehnt werden.

stellung). \ches Ballet in 3 Musik von P. Hertel.

Maurer. on. | Das schlecht bewachte Mädchen. Pantomimisch komisches Ballet

in 2 Abtheilungen und 4 Bildern nach d’Auberval von Paul Taglioni. Mujik von P. Hertel. 6 Uhr.

cichfalls in Folge von Hungersnoth und von 2269 Hinrichtungen;

1814 mit 33,116 Sterbefällen in Folge von Typhus.

London, 5. Juni. Im vorigen Jahre waren 11/197,865 Ton-

nen britis<h und 57140,952 Tonnen ausw Schiffe mit Cargos und in Ballast vom Auslande und von cinigten Königreiches eingelaufen. Cargos beliefen fich auf 9,356,814 Tonnen, 3,984,634 Tonnen.

den Kolonien in den Häfen des Ver-

Die auf britischen cingegangenen die auf ausländischen Davon kamen 5,405,103 Tonnen auf britische

1d 763,630 Tonnen auf fremde Dampfer. Während desselben Jah-

res wurden in englischen Häfen 915 Segelschiffe und 29% Dampfer

“m heimischen Verkehr wa-

ärtigen 1321 und auss<[ießli< im auswärtigen 3101. E London, 5. Juni. Dem Ausweise des Registerbüreaus Ur

E F S h: Schifffahrt zufolge haben im Jahre 1867 5283 Matrosen und Passa- den Bundesrath und das Bundeskanzleramt zu den- giere auf der See ihren Tod gefunden. 2370 dieser Todesfälle waren

e Folge von Krankheiten, 1808 Personen gingen bei Schiffbrüchen

zu Grunde und 1105 ertranfen.

Kunst und Wissenschaft. Breslau, 6. Juni. Der volkswirthschaftliche Kongreß Versammlung vom 31. August bis September er. in Breslau abhalien. Die Tagesordnung ist in Hypothekenkredits; 2) Re- einem Eingangszoll überhaupt nicht zu Reform des Zollvereinstarifs (Eisenzölle / Reis-

Verpflichtung des Staates zur Aushülfe

7) Staatsaufsicht über ald- ast.

e für das Königreich Bayern angefangenen geognostischen

während des bevorstehenden Sommers

Dillingen, Donauwörth, Günzburg,

Königliche Schauspiele.

Donnerstag , 11. Juni. Jm Opernhause. (128. Vor- Ellinor, oder: Träumen und Erwachen. Phantasti- Akten und 6 Bildern von Paul Taglioni. Lady Ellinor : Frl. Girod. Anfang

Uhr. Mittel-Preise. Im Schauspielhause. Freitag, 12. Juni.

Oper in 3 Alten.

Keine Vorstellung. Im Opernhause. (129. Vorst.) Der Musik von Auber. Hierauf:

Lisette: Frl. David. Anfang Mittel-Prei)e.

Leßte Opern-Vorstellung vor Im Schauspielhause. Keine

den Ferien. Vorstellung.

Produkten- und Wi aaren- Börse.

Zeriin, 10. Juni. (Marktpr, nach Ermitt. des K. Polizei-Präs.): Mittel

Diejenigen Vegünstigungen, er T i t : zelnen Bundesstaaten bey Hinterbliebenen der Staatsbeamten hinsicht- Von Bis | Mittel Von | Bis

lih der Besteuerung der aus Ztaatsfonds oder aus öffentlichen Ver- [wrlog. lpflir jeg.) péhibrl og pf log. ipcbe Ipfleu pt sorgungsfassen denselben gewährten Pensionen, Unterstüßungen oder | {rien Lf 3 —— 325 —| 312 6 Bohnen Mere 8110 —{ 9— sonstigen Zuwendungen zustehen, finden auch zu Gunsten der Hinter- Roggen ol 21 61 2115 —| 2| 9 5|Kartoffeln 1| 3) 1/ 61.1/ 4 bliebenen von Bundesbeamten hinsichtlich der denselben aus Bundesd- | „x erste 1123| 9] 2| 3| 91 1/28| 9sRindfleisch Pfd. 4—| 6 65/1

oder Staatsfonds oder aus öffentlichen Versorgungskassen zufließenden S 6, 31 1 16) 31 1111| 3|Schweine- 5 E gleichartigen Bezüge Anwendung. (E er | zu L. | 11/9! 5] 120—| 1114! 9} fleisch 9—] 0, 0j 9 8 $. 4, Dieses Geseß findet auf alle Beamte, elche entweder vom | ¡Jeu pr. Ctr.|- 147 [27 6/22 3|Hammelfleiscb | 4|—| 5, 6 49 Bundespräsidium angestellt oder_nah Vorschrift der Bundesverfassung gStyoh Sehek.| 8/15! —|10/——| 9 7} 6|Kalbfleisch 3/61 6—| 4/8 den Anordnungen des Präsidii Folge zu leisten verpflichtet sind, An- | Fphsen Metzel—| 6| | 8! | 7| NButter Pfd.| 8|—|12/—|10/— wendung, Linsen 8|—|—[10|— a 8| S|Eier Mandell 5\—} 5) 31 oi— fe QRS A Z M E G (S 53ezühna, 10. Juni. (Nichta mtlicher letreideberic ht). Statistische Nachrichten. W eizen loco 76—94 Thlr. pr. O E q A 1 baar De 86 L . N avtalit&ät&yer=- hlr ; . duni 76 bis r. bez., Jumt-Jdulil (4— (d

ls ‘ner offiziellen Zusammenstellung der Mortalitätsver- | Thlr. ab Babn bez., pr. J E

L S Qu A in Maris 51/289 J N E L Juli-August 72% 1 Thlr. bez., September - Oktober 70 (26,339 männliche und 24/946 weibliche) n e Getin M A e A loco 11—T5pfd, 55—554 Thlr. pr. 2000 Pfd. bez, 76—T77pfd. Hospitälern, 37,428 in Privatwohnungen, 124 in den Q Non der 54—5b Thlr, do. galiz. 49-50 Thir. do. pr. Juni 554-50 2 521 S1 wurden todt gefunden und in der A ne Co, | bez., Juni-Juli 55—554—535 Thlr, bez. u. G., Juli-August 54{——925

Gesammtzahl waren 22,926 in Paris Geborene und 28,359 Einge-

wanderte. Die ärmeren Stadtt / blichke in den Privatwohnungen als die wohlhabenden, namentlich ae fich | dne solc)e größere Mortalität im 12, 18, 14,1 17,7 18, A e

20, Stadttheil. An Cholerasterbefällen in den Privatwohnungen L sonders rei<h waren der 17., 18.1 11, 19. und 12. S theil. Dem Typhus erlagen 1162/ den natürlichen at- | ten 768, dem Croup und ver Diphtheritis 945 / L | Cholera 6591, anderen zymotischen Krankheiten 1568, an R 1A | starben 1494, an Schwindsucht 8399, an anderen constitutionellen | Krankheiten 533, an Herzkrankheiten 149% as E elan Q des Gehirns F A R es Darmfkanals 6820, durch SetonmotL (1! : lle 780, nicht fonstatirte Todesarten 5187. Zu den durch. eine E | Mortalität ausgezeichneten Jahren gehört: 1709 mit 29/288 Se | ällen in Folge von Hungerönoth, 1794 mik 30,388 Sterbefällen |

6653, an Krankheiten | durch Unglücksfälle |

und | 34 Thlr. bez., pr. Juni 32 Thle. Br., 30—29 August 29--28 Thlr. bez., September-Oktober 27{—27 Thlr. bez.

November-Dezember 7 Thlr.

N an Lungenkrankheiten 7: 36, | A g

heile hatten eine größere Sterblichkeit | Thlr. bez. , September-Oktober 53—4—944—924 Thlr. bez.

ne, à 42—52 Thlr. per 1750 Pfd. : aliz. 33 33% Thlr. bez., böhmischer Juni-Juli 20—29 Thie. bez. Juli-

Gerste, grosse und klei Hafer loco 28 -- 35 Thlr., g

futterwaare 590—54 Chir.

d el )— 62 Thir, 5 Erbsen, Kochwaare 96 -Oktober, Oktober-November u.

Petroleum loco 6% Thlr., September

pr. Juni u. Juni-Juli 925 Thlr. Br., Juli-

A Thlr. Br., Rüböl loco 10 Thlr. Br 1; Thlr. bez., Oktober-

ugust 10 Thlr. Br., September-Oktober 10 4— ovember 104 Thlr. Br.

Leinöl loco 124 Tbir. i 2 s f « y J 2 7 45 Spiritus loco ohne Fass 18% Thlr. bez., pr. Juni und Juni-Juli 17%

bis & Thlr. bez., Juli - August 18—17% Thir. bez., August - September 18%—18 Thlr. bez. , September - Oktober 17%—#$ Thlr. bez.