1868 / 137 p. 8 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Tälligkeitstermine zurückzuliefern. wird der Betrag vom Kapitale abgezogen.

Zinsen, verjähren zu Gunsten des Kreises.

Das Aufgebot und die Amortisation verlorener oder vernichteter Schuldverschreibungen erfolgt nach Vorschrift der Pllgemteiten Beritt Königlichen Kreis-

Ordnung Theil 1. Titel 51 $Ç$F. 120 f. gerichte zu Osterode.

Zinscoupons tönnen weder aufgeboten, no< amortisirt werden Doch soll Demjenigen, weleher den Verlust von Miitrupons vor Ablauf der vierjährigen Verjährungsfrist bei der Kreisverwaltung anmeldet und den stattgehabten Besiß der Zinscoupons dur< Vor- zeigung der Schuldverschreibung oder sonst in glaubhafter Weise dar- Eu E Va Uer E der Betrag der angemeldeten

dahin nicht vorgekommenen Zinscoupo Qui

ausgezahlt werden g ( 2 pons gegen Quittung | it dieser Schuldverschreibung sind halbjährige Zinscoupons bis zum Schlusse des Jahres .….. ausgegeben. Für die weitere Zeit werden Zinscoupons auf fünfjährige Perioden ausgegeben.

_ Die Ausaabe einer neuen Zinscoupons-Serie erfo gt bei der Kreis- Kommunalkasse zu Licbemühl gegen Ablieferung des der älteren Zins8coupons-Serie beigedru>ten Talons. Beim Verluste des Talons E Due Scbulbversaeull der E L Sie an den Jn- jaber der Schuldverschreibung, sofern deren i itig qe- ichen n n 9, \of Vorzeigung rechtzeitig ge

Zur Sicherheit der hierdur<h cingegangenen Verpfli der Def mit e E N S

essen zu Urkund haben wir diese Ausfertigun Unterschrift ertheilt. | R

Osterode, den . ten -. 18..

Die ständische Kreis-Kommission des Osteroder Kreises.

Provinz Preußen, Regierungsbezirk Königsberg. Zins-Coupon

e ; zu Dr Kreis-Obligation des Osteroder Kreises

Il. Emission

Dit Ne Thaler zu fünf Prozent Zinsen über E d j ilbergroschen.

Der Jnhaber dieses Zins-Coupons empfängt gegen d id gabe in der Zeit vom ten y is s N S resp. vom ten s id « UND Att hin die Zinsen der vorbenannten Kreis - Obligation für das Halbjahr d E 7 r M (in Buchstaben)

Tala ces . Silbergroschen bei treis- Litbemübi, q | ei der Kreis-Kommunalkasse zu

Osterode, den ten 18.

__ Die ständische Kreiskommission des Osteroder Kreises.

Dieser Zins-Coupon ist ungültig, wenn dessen Geldbetrag nicht inner- halb vier Jahren, vom Ablauf des Kalenderjahres der Fälligkeit an ge- rechnet, erhoben wird.

Provinz Preußen, Regierungsbezirk Königsberg. Talon

bei dem

/ i : zur KreisS8-Obligation des Osteroder Kreises Der Junhaber diescs lo; A t - Jnhaber dieses Talons empfängt ge i L S RGHAR e Osteroder Kreises M e L O P L, M 7, Der Thaler à fünf Prozent Jin die ..te Serie Zins-Coupons für dic fünf Jahre h ie e a M R N u R sofern nicht rechtzeitig von e en legitimirten Jnhaber der igati ider- Md An g Inhabe Obligation dagegen Wider Osterode, den . 18... Die ständische Kreiskommission des Osteroder Kreises.

j i Bekanntmachung.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß mit dem 1. Oftober d. J. ein neuer Kursus in dem Schullehrer - Seminar zu Oranienburg beginnt und die Prüfung der Aspiranten auf

den 21. und 22. August d. J. von uns anberaumt worden ist.

Diejenigen, welche die Aufnahme in das gedachte Semin o zusuchen beabsichtigen , werden aufgefordert bis ‘ün l August b 4 mit dem betreffenden Gesuche a) einen von ihnen selbst abgefaßten und geschriebenen Lebenslauf, welcher außer den nöthigen Personal- Nachrichten den Gang ihrer Bildung und Vorbereitung für das Schulamt darstellt, b) ihren Tauf- und Confirmations\chein , c) ein Zeugniß ihres Seelsorgers über ihre sittlihe und religiöse Befähigung zum Schulamte und cin Zeugniß über ihre untadelhafte Führung, d) ein ârztlihes Gesundheits - Attest, in welchem auch die an ihnen exfolgte Impfung der Schußblattern bescheinigt sein muß, e) ein Attest E dic in den leßtverflossenen zwei Jahren erneuerte Pocken-Tmpfung, Q ein Bildungszeugniß, welches sich über die Fähigkeit, den Fleiß und t Gortschritte des Präparanden bestimmt ausspricht, g) eine srift- N e N ihrer Eltern oder Vormünder, wie viel sle an Kostgeld an ie ganze Dauer der Bildungszeit zu zahlen im Stande sind, an

en Herrn Seminar - Direktor Dr. Crüger in Oranienburg cinzu-

Für die fehlenden Zinscoupons ) : e Die gekündigten Kapital- beträge, welche innerhalb dreißig Jahren na< dem Rückzahlungs- termine nicht erhoben werden, sowie die innerhalb vier Jahren, vom Ablauf des Kalenderjahres der Fälligkeit ab gerechnet, nicht erhobenen

Wegen der übrigen Bedingungen der Aufna ir dem Amtsblatt der Königlichen Me ierun Ra Stück 35 S. 268 und in dem Amtsblatte Königlichen wu Granffurt a. O. de 1861 Stü 35 S. 205 veröffentlichte

ezug genommen.

Berlin, den 8. Juni 1868.

Königliches Provinzial-Schul - Kollegium. Reichenau.

de 18 Regieru Nati

t

Summiarische Uebersicht Über die Zahl der i der Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Beriieudit So | Semester 1868. Jm Winter - Semester 1867/68 sind immatritue® gewesen 2249, davon sind abgegangen 733, es sind demnach eblich 1516, dazu sind in diesem Semester gekommen 440, die Gesan (ben der immatrikulirten Studirenden beträgt daher 1956; die ibeoli all Fakultät zählt Jnländer 290, Ausländer 45, zusammen S5 se afultät zählt Inländer 410, Ausländer 96, zusammen 4 ie medizinische Fakultät zählt Juländer 335, Ausländer 66, zusa M 401 ; die philosophische Fakultät zählt a) Inländer mit dem Zeu M der Reife 527, b) Jnländer mit dem Zeugniß der Nichtreife nas C des Prüf.-Regl. vom 4. Juni 1834 2, e) Jnländer ohne Zeu n d Reife nach $. 36 desselben Reglements 44, d) Ausländer 14] M sammen 714. Außer diesen immatrikulirten Studirenden besuchen di hiesige Universität, als nur zum Hören der Vorlesungen beredti 4 1) nicht immatrikulirte Pharmaceuten 103, 2) nicht immatrifulirte be Zahnheilkunde Beflissene 31, 3) Eleven des Friedrich - Wilhel s Instituts 82, 4) Eleven der medizinisch-<irurgischen Akademie für 0 Militair und bei derselben attachirte Unterärzte von der Armee 5) Eleven der Bau - Akademie 447, 6) Berg-Afademiker 62, 7) Sty dirende der Gewerbe - Afademie, welche den Kursus in der I Abthei lung absolvirt haben, 198, 8) Eleven des landwirthschaftlichen Lehr L welche im Besiß des Berechtigungsscheins zum einjähri d

tilitairdienst sind 13, 9) Remunerirte Schüler der Akademie . E 6, 10) von dem Rektor ohne Jmmatriculation zugelassen 17; die Gesammtzahl der nicht immatrikulirten Zuhörer ist demnach 1041; es nehmen mithin an den Vorlesungen überhaupt Theil 2997,

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Das »Preußische Handelsarhive (Nr. 24. vom 1 | enthält unter Ges ebgebung: Frankreich: Éinganodabaaben U s{hnivel von Schwämmen. Neues Hafenreglement für Saigon (Cochinchina). Großbritannien: Abzug des Mannschaftsraum von der DTonnage bei Seeschiffen. Eingang8abgaben auf der Jns Mauritius. Niederlande: Brake der Heringstonnen. Rußland Eingangsabgaben für Uhren. Erleichterung der Zollformalitäta für le in die Häfen von Kronstadt und St. Petersburg einlaufcuden Sceschifse. ollbchandlung von Wollenwaaren mit Seidenver gierungen. Spanien: Eingangsabgaben für Möbel aus Eisen oder anderem Metall. Unter Statistik: Preußen: Auszug au dem Verwaltungsbericht der preußischen Bank für das Jahr 187, Norddeutscher Bund: Sachsen: Auszug aus dem Jahresbericht de Handels» und Gewerbekammer zu Leipzig für 1865 Und 1866 Gui schung). m Jtalien: Schiffsverkehr in den Häfen Jtaliens im Jahre 1866 (Fortseßung). Rußland: Narva’'s Handel mit dem Auslande im Jahre 1867. Unter Mittheilungen: Berlin, Bromberg. Siegen. Desterro (Brasilien). St. Helena.

Die Nr. 24 der »Preußischen Annalen der Landzpirthsthaste vom 10. Juni enthält Aufsäße: Ueber den Milchextrakt aus Cham in der Schweiz. Von Dr. C. Karmrodt Zur Seidenbaufrage. (Neue Beiträge von Professor F. Haberlandt. Die Zusammensezun der Maulbeerblätter. Studien von Peéligot) Eine tran sportable Dampfmaschine von Lachapelle und Glover in Paris (m. Abbild.).

Kunst und Wissenschaft.

H, Heerieden (Bayern), Anfangs Juni hältnisse Europas und Nordamcrikas a Monat Mai Der curopäishe Luft - Ocean war im Monat Mai nur weni bewegt; dic über das Centrum unseres Erdtheiles ziehenden 5. Luft wellen bewirkten eine tägliche Veränderung der Queefsilbersäule von nur 2 Millimeter (0,9 Linien), au hielt si< das Luft meer im Allgemeinen über dem mittleren Niveau. Die Bewölkun war aber auch sehr gering, und übertraf mit Ausnahme der Küste länder Norwegen und Jrland in ganz Europa im Durchschnitte nid! dic Hälfte des sichtbaren Horizonts. Der Ozongehalt der Luft hidl sih unter dem Durchschnitte, ungea<tet der ungewöhnlich roßeit ahl von Gewvittern, welche namentli<h in der zweiten Hälfte dd onats, täglich stattfanden, und großen Schaden dur Blißschläg( Hagelfälle und Wolkenbrüche anrichtcten. Die Niederschläge wal" deshalb vorzugsweise durch Gewitterregen verursacht, welche nur einzelnt Gegenden betrafen; so war dahier bis zum 31. fast kein Regen gefallen während andere Orte, wie z. B. Wien 80, Augsburg 70 Millm (2,5 resp. 3 Lin.) Regenhöhe hatten. Paris hatte schr wenig Nicderschlagshöhe d ganze Monat nur 5Misllm. (2,5 Lin.) Ungeachtet der Tro>enheit esMonalt ergaben meine Grundwassermessungen in der zweiten Hälfte desselben ein Steigen des unterirdischen Wassers, ein neuer Beweis, daß dessel Bewegung nicht allcin von der Regenmenge abhängt. a Mor ens um 7 Uhr gemachten Beobachtungen war ber Mai geg0 den Durchschnitt in ganz Europa zu warm, und zwar von 0—1° il südlichen und nördlichen Spanien, im südlichen Jtalien und Rußland von 1—2° in Dalmatien, im südlichen Frankreich, in Meittelitalie in den Niederlanden, Schottland, Jrland, Norwegen und Nordrufßland von 2—3° in Mittelspanien, im mittleren und nördlichen Frankfreiß England, Oesterreich , im Jnneren Rußlands und in Lappland, v0

( Witterung

reichen und dessen weitere Anweisung zu gewärtigen.

3—--4° auf den Jnseln des mittelländischen Meeres, in Norditalien

auf die f

1e Tae renden quf

2407

Deutschland und der Schweiz, von Se in Schweden. Die höchsten einzelnen Orten beobachteten Temperaturen waren in London M6 in Paris 31.7% in Wien 32.3% in München 28.5 % in Leipzig 3159 il Augsburg 33.1° und dahier 30.4% C. (= 24/3° R.) Ein so “mer Mai, wie der diesjährige, wurde dahier in den 57 Jahren, ologishe Beobachtungen Vontegens noch nicht beobachtet, is jeßt der Mai des ersten Beobachtungsjahres, des guten ahres 1811 der heißeste war. ord-Amerika hatte dagegen eine schr kalte Temperatur, wie es Regel den Gegensaß zum europäischen Witterungscharafkter bil- dei, Die Morgens 6 Uhr auf der Station Uearts-content beobachtete Mitteltemperatur des Mai war nur 3.1“. Vom 2. bis 6. fanden inunterbrochen Nachtfrösle statt, ja am 22. fiel das eme zum roßen Schaden der Vegetation no< unter den Nullpunkt, während n Europa im Verlaufe des ganzen Monats selbst auf der nördlichsten Station, in Haparanda, der Gefrierpunft nicht eintrat. Ferner fiel n Rord- Amerika in den ersten Tagen des Monats Schnee bis nach Boston herab, was der Breite nach dem mittleren Italien gleichkommt.

Nachdem in Dänemark das neue Armeegeseß vom 6. Juli 1867 ins Leben getreten ist, sind im Februar d. J. umfassende Yestimmungen über die Gründung einer neuen Offizier- qule erlassen worden. Die Streffleursche Militair - Zeitschrift ent- hält in ivrem Aprilheft einen ausführlichen Aufsaß hierüber, welchem das »Milit. Wochenbl.« die nachstehenden Hauptpunkte entnimmt.

Die Schule Put, 4 Klassen, von denen die jüngste aus Unteroffizieren besteht, welche das Abgangs - Examen aus einer Forporalschule bestanden haben und zum Offizier vorbereitet werden sollen. Jhre Zabl darf 88 nicht überschreiten. Der Kursus dauert 30 Wochen; der Unterricht, täglich 7 —9 Stunden inkl. 2 zu yraktishen Uebungen und eine zum Zeichnen, umfaßt: die dänische Sprahlchre, Mathematik, deskriptive Geometric, Kriegskunst, Heeres- Organisation, Artillerie, Waffenlchre, Fortification, Zeichnen, ferner praktische Uebungen im Exerziren, der Gymnastik, Fechten und Reiten.

Jn die beiden nächstfolgenden Klassen werden Scconde-Lieutenants aufgenommen , welche von ihren Truppentheilen zur Ausbildung zu fest angestellten Offizieren« empfohlen werden. Der erste Kursus dauert cin Jahr, der folgende zwei Jahr, nach dessen Beendigung cin üher die Ernennung zum Premier-Lieutenant entscheidendes Abgang®- Examen abgelegt wird. Der theoretische Unterricht umfaßt die dä- ie, deutsche und französische Sprache, Geschichte, Geographie, Ma- (hematik , Physik , Zeichnen , außerdem in der höheren Klasse noch die englische Sprache, Chemie, Topographie, Kriegsfkunst, Artillerie, Waf- fenlehre und Fortification. In dem höheren , zweijährigen Kursus werden die Offiziere jährlih 15 Monate zum praktischen Dienst bei den Truppentheilen herangezogen und auch in einer praktischen Ver- messung geübt.

Die älteste und höchste Klasse, in der Regel aus Premier- Yeutenants bestehend, hat den Zwecf, den Offizieren eine höhere Aus- bildung zu geben. Sie zerfällt in drei Abtheilungen: 1) die Stabs8- Abtheilung, welche in cinem einjährigen Kursus Unterricht erhält in der französischen und englischen Sprache, der Geologie, Geodäsie, Kriegskunst, Heeres8ordnung, Artillerie Kriegsbaukunst, Statistik, Yölfer- und Staatsrecht; 2) die Artillerice-Abtheilung mit einem zwel- jährigen Unterricht im Englischen, der Mathematik, Physik, Chemie, Geologie, tehnis<hen Mechanik, Maschinenlehre, Technologie, Artillerie, Kriegsbaukunst und Civilbaukunst; 3) die Jngenieur-Abtheilung. Der pehrige Unterricht ist ganz so geordnet, wie in der zweiten Abthei- unq, nur wird die Artillerie lintaci{ränkter; die Kricgs- und die Civil- baukunst dagegen nach cinem erweiterten Plane vorgetragen.

Gewerbe und Handel.

Dem Jahresbericht der Handelskammer des Kreises Cott- bus pro 1867 entnchmen wir Folgendes: Jn Cottbus und dessen Um- gebung waren im J. 1867 36 Wollspinnereien mit 107 Affsortiments und 36,204 Spindeln im Betriebe, Dazu gehörten 19 Wollspühl- maschinen, 71 Wölfc, 212 Rcißkrempeln, 107 Vorrichtungen, 83 Zwirn- maschinen, 154 Feinspinnmaschinen. Die Spinnerei beschäftigte 530 ersonen. Die Wollenweberei wourde auf 150 mechanischen und 793 andwebestühlen betrieben, beschäftigte 1754 Personen und licferte aus (a. 20,000 Cir. Wolle 60,000 Stü>k Tuche. Jn Peiß wurden 16,500 Stü Tuche und tuchartige Zeuge angefertigt. Die Tuchausschnitt- geschäfte hatten befriedigenden Absaß, dagegen war die Conjunctur für die Leinwandfabrication ungünstig. Die Appretur beschäftigte 209, die Walkerei 46, die Färberei 45 Vorsoren. In Cottbus und dessen M R R 31 Dampfmaschinen von zusammen 173 Pferdekraft Uhätigfkeit. Die Handels8verhältnisse von Magdeburg haben sich nah dem von den Aeltesten der dortigen Kaufmannschaft erstatteten ahresberiht pro 1867 im verflossenen Jahre wesentlich verbessert. as Getreideges< äft war fast das ganze Jahr hindur schr [eb- haft. Jn der ersten Hälfte des Jahres langien auf der Elbe aus Böhmen und Sachsen starke Zufuhren von Hafer und auf der Wasser- straße von Berlin große Transporte von Roggen an; nach der Ernte lieferte "die Provinz Sachsen ansehnliche Massen von Weizen und Gerste, die Altmark von Roggen. Weizen und Gerste wurden meist u Wasser na< Hamburg befördert, aber au<h nah dem esten fanden anhaltende Den per Eisenbahn statt. Mit der Magdeburg - Halberstädter Eisenbahn wurden 159,560 Ctr. Hafer, 139,988 Ctr. Roggen, 120,677 Ctr. Gerste und 58,598 Ctr. eizen versendet. Das Oelgeschäft war ungünstig; auf das Ko- onialwaaren-Geschäft wirkte die deutung der nothwendigen Lebensmittel nachtheilig. Das Produkten-Geschäft war befriedi- geud, die ¡Wollenindustrie gedrückt. Den“ westfälischen Kohlen maten die billigen englischen Stü>k- und Nußkohlen eine erhebliche

in der

Wittenberge 3,135,274 Ctr. Was den Handel mit Sprit und Spi- ritus betrifft, so gehörte das Jahr 1867 zu den besten des leßtver- flossenen Dezenniums; ein Etablissement in Magdebur zahlte im J. 1867 82,380 Thlr. Maischsteuer. Für die Provinz Sachsen belief sich die Einnahme an Branntweinsteuer auf 1,769,424 Thlr., der Export auf 6,617, Q. Spiritus. Der Zuerhandel war günstig. Der Anbau der Rüben war in der Campagne 1867/8 um ca. 15 pCt. ge- ringer als in der Vorcampagne, überdies war die Ernte nur eine schwache Mittelernte, so daß im Zollverein nur ca. 40 Mill. Ctr. Rüben (10,7 Mill. Cir. weniger als 1866.7.) verarbeitet und nar c. 3,300,000 Ctr. Zuer 1 Mill. Ctr. weniger als 1866,7) gewonnen wurden. Deshalb zogen die Preise des Zuckers an und es entwickelte sich cin lebhaftes Geschäft. Mag- deburg E im Jahre 1867 335,794 Ctr. Rohzucker und 48,467 Centner Brodzuker gegen eine Steuervergütigung von 1,132,229 Thlr. (12,691 Ctr. Nohzu>ker weniger, aber 23,035 Ctr, nahe an 160 pCt. Brodzucker mchr als 1866). Das Geschäft in Cichorien und Tabak blieb schwach. Die Baumwollenspinnerei und Strickgarn- Fabrik zu Magdeburg, die im Jahre 1867 3104 Ballen Baumwolle verspann, arbeitete mit Verlust. Der Tu <- sowie der Holzhandel haben ungünstige Resultate ergeben.

Die Stron-Correction der Elbe hat das Fahrwasser bereits ver- bessert und die Kanalzölle zwischen Oder und Elbe sind im J. 1867 wieder um 25 pCt. ermäßigt worden. Die Magdeburger Schiffer be- saßen Anfangs 1868 218 Fahrzeuge von ca. 503,000 Ctr. Tragfähig- feit. Die Zahl der Schiffe hat si< seit 10 Jahren um 46 und die Tragfähigkeit um 51,000 Ctr. verringert; indessen ist die Zahl der Schiffe für die vorhandenen Ladungen no< zu groß “und sind die Frachten deshalb schr gedrückt. Auch für die Dampfschifffahrt war der Betrieb im J. 1867 ein ungünstiger. Die Kettenschisffahrt auf der Meilen langen Strecke von Neustadt bis Buckau hat sich be- währt ; sie transportirte im J. 1867 2716 Fahrzeuge,

In Wittenberge hat im Jahre 1867 elbabwäris folgender Schifffahrtsverkehr stattgefunden: an Fahrzeugen passirten 4086 Stück, davon 3500 beladen und 586 leer; an Flößen passirten 143 Stück. Von den Fahrzeugen waren 267 Dampfschiffe und 587 Scbleppschiffe. Die Fahrzeuge gchörten mit Ausnahme von 211 böhmischen sämmtlich den Staaten des Norddeutschen Bundes an ; insbesondere waren von den Fahrzeugen: 3102 preußische , 456 hamburgische , 155 anhaltische, 105 me>lenburgische, 57 sächsische. Was die Herkunft der tranêportirten Waaren betrifft, so kamen a) aus Preußen 5,494,462 Zoll - Centner gegen 6,000,765 Zoll - Centner im Jahre 1866; b) aus Sachsen : 663,933 Ctr. gegen 484,201 Ctr. im Jahre 1866; c) aus Anhalt: 307,781 Ctr. gegen 437,201 Cir. im Jahre 1866; d) aus Böhmen : 310,585 Ctr. gegen 173,683 Cir. im Jahre 1866.

estimmt waren von den elbabwärts passirenden Waaren : 38/412 Ctr. na< Mc>lenburg, 490/956 Ctr. nach Preußen und 6,247,333

Centner nah Hamburg. i 1 uni. Die Mehrzahl der hiesigen Jnnungen

Regensburg, 6. J | j hat in Folge der geseßlichen Aufhebung derselben ihr Vermögen und t, und nur wenige haben sich

fonstigen Besiß zur Vertheilung gebra entschlossen, neue Vereine zu gründen.

Telegraphiseche Witterungsberiechte v. 11. Juni.

St. Bar. [Abw|Temp.|Abw : Allgemeine

Mg eia P.L.|v. M.| R. h v. M. Wind. ITTimmelsansicht. » [Gröningen . [339,6 12,2| |NXNW,, s. schw. |bewölkt.

y [Helder .…. «339,7 12,6| |NW., schwach. |W. schw., schön.

12. Juni.

11,8 +0,6/0., schwach. 11,8 -0,4/0., s. schwach, +0,7| 11,6. 0 |Windkstille. +1,1| 40,2 -2 4/N., s. schwach. 337,s|+1,3| 11,8 +0,2/NNO., mässig. ..1336,2|+1,5| 10,8 -1,5|N., schwach. 336,8 11,3. 10,6] —1,1|N., schwach, 334,3|+0 1| 10,5 - 1,7|NW., schwach.

339,9 11,0 331,7 11,3

334,8 10,5 337,1 8,5 338,8 10,0 334,6 8,6 Flensburg . (338,6 8,0 Paris Bruüssel. ...1339,7 11,0 Haparanda. |336,9 8,2 Helsingfors | | -

Petersburg. Riga

aa

trübe.

bedeckt, Regen.

Regen.

bedeckt, Regen.

bed., gest.Regen.

bezogen.

bed., gest Regen.

bed., Reg.,Nehts. stark. Regen. Regen.

bed.,seit gst. Abd. Regen.

trübe, gest. Reg.

starker Nebel. bezogen.

starker Nebel. heiter.

A2 11,1

347,6 347,4 347,4 336,9

Königsberg Danzig Cöslin

N ANAD

-(),5|NW., mässig.

Ratibor .…. -0,7,W., mässìg.

Breslau .«-

G.WG

-1,1|N., mässig. -4,5/N,, schwach. -2,1/0., schwach. -2,5!NO., schwach. NW., mässig.

Torgau

Münster ..

m

etwas bewölkt.

NW., schwaeh, heiter.

W., schwach.

12,1 NW., müssig. bewölkt.

337,7

E

Moskau ….. Stockholm.

WG-0 Ew U E E

WSW,, schwaech,|bew., gest. Abd.

WSW. schwach.

1t. Max.-4- 20,2. Nin. + 9,0.

bewsölkt, ruhig.

WNW schwach. bewölkt.

schön.

zieml, bedeckt.

337,65 10,4

9,0 S80., schwach. 11,6 12,4

8,0

Skudesnäs . 339,2 340,2 340,3 336,7

N., s, schwach. N., s. schwach. N., schwach.

Gröningen .

Hörnesand.

Konkurrenz. Mit der Magdeburg-Halberstädter Bahn wurden 1,965,410 Centner Steinkohlen und Coaks bezogen / elbaufwärts aber passirten

Christians. ,/336,9 8,2 SSW., mässig. |bed., gewöhnl.