1868 / 144 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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9532 Haupt-Verwaltung der Staats\{Gulden. | furt a. M. na< Mainz forkseßen und am Donnerstäg vott

| Mainz aus in Worms eintreffen.

Das Geseß über die Quartierleistungen im Frieden sichert eine gerechtere Vertheilung und inner- halb der durch die unerläßlichen Rücksichten auf die Finanzlage gebotenen Grenzen, eine angemessenere Vergütung dieser Leistung. :

Durch die, den Angehörigen der vormaligen Schles8wig-Holsteinischen Armee bewilligten Pensionen und Unterstüßungen wird eine Schuld getilgt, in deren Anerkennung Sie sih mit den verbündeten Negierungen vereinigten. | 24 i

Die Maaß- und Gewichts-Ordnung eröffnet die Aussicht auf die Herstellung eines einfachen und ein- heitlichen Systems für ganz Deutschland und führt einer Einigung aller civilisirten Nationen auf diesem Gebiete näher. Die Bildung des Deutschen Volkes bürgt dafür, daß die von der Ausführung dieses Sy- stems unzertrennlichen Schwierigkeiten in nicht allzu- langer Zeit zu überwinden sein werden. :

Auf dem Gebiete des Steuerwesens is die Gleichmäßigkeit der Besteuerung der wichtigsten Ar- tikel des Verbrauchs innerhalb des Bundes herge-

ellt und der leßte Schritt geschehen, welcher sür en Eintritt Mecklenburgs und Lübe>s in die gemein- same Zolllinie erforderlich war. :

Und so entlasse Jh Sie, geehrte Herren, mit Meinem und Meiner Hohen Verbündeten Danke für die Mitwirkung, welche Sie sowohl Unserem gemein- famen Werke, als auch den großen Interessen zuge- wendet haben, zu deren Pflege Wir mit den Süd- deutschen Staaten verbunden sind. Jch entlasse Sie mit der Zuversicht, daß die Früchte Jhrer Arbeiten bei Uns und in ganz Deutschland unter dem Segen des Friedens gedeihen werden.

Sobald die Verlesung der Rede beendet war, trak der zeitige Borsißende des Bundeswraths8 wiederum vor, und verkündete mit den Worten: »Jm Namen des Norddeutschen Bundes er- kläre ih auf Allerhöchsten Präfidialbefehl die Sihung des Reichstags für geschlossen«, den Schluß der gegenwärtigen Sißungsperiode des Reichstages. | :

Se. Majestät verließen hierauf , unter abermaligem, drei- maligem lebhaften Hoch der Versammlung, ausgebracht von dem Mitgliede des Bundesraths, Großherzoglich hessishen außer- ordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister, Geheimen Legationsrath Hofmann, in Begleitung Jhrer Königlichen C des Kronprinzen und der Prinzen des Königlichen

auses mit danfendem Gruß den Weißen Saal.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem praktischen Arzt und Wundarzt Pr. Gottlieb Goebel zu Löwenberg i. Schl. den Rothen Adler-Orden vier- ter Klasse und dem evangelischen Pfarrer und Fürstlich Salm- Horstmarschen Hofprediger Otto Greeven zu Cösfeld die Rettungs-Medaille am Bande; so wie

Dem praktischen Arzt 2c. Dr. Ulrich zu Her8feld den Cha- rakter als Sanitäts-Rath zu verleihen.

Norddeutscher Bund.

Bekanntmachung, Post - Dampfschiff - Verbindungen mit Schweden, Dänemark und Norwegen.

A. Zwischen Deutschland und Schweden. Linie Stralsund - Malmoe. Ucberfahrt in 7—S8 Stunden. Dic Fahrten finden in beiden Nichtungen täglich statt. Abgang der Schiffe aus Stralsund mit Tages-Aubruch; aus Malmoe des Morgens, spáâtesteus Z5 Uhr früh. Ankunft in Malmoe wie in Stralsund gegen Mittag. Die Reise - Verbindung im Zusammenhang mit den Eisenbahnzügen gestaltet si< in der Richtung nach Schweden: Abfahrt aus Berlin um 5,30 Uhr Nachmittags. Ankunft in Stralsund um 12 Uhr Nachts, Weiterfahrt aus Stralsund mit Tages - Anbruch, Ankunft in Malmoe zum Anschluß an den um 2 Uhr Nachmiltags abgcehen- den Eisecnbahnzug; Ankunst in EStocktolm am anderen

Nachmittage, in Gothenburg am anderen Mittage; in der Richtung aus Schweden: Abfahrt aus Stockholm 6,6 Uhr früh, Ankunft in Malmoe 1,38 Uhr Nachts, Weiter, fahrt aus Malmoe des Morgens, spätestens 34 Uhr früh, Anfunft in Stralsund gegen Mittag zum Anschluß an den um 1 Uhr Nachmittags nach Berlin abgehenden Eilzug , Ankunft in Berlin um 6,30 Uhr Nachmittags. (Anschluß an die Cou- rierzüge nah Köln, London , Paris, Frankfurt a. M, Basel, Leipzig, München, Hamburg, Königsberg und St. Pe- tersburg, so wie an den Schnellzug nah Breslau und Wien), Durch die täglichen Fahrten zwischen Stralsund und Malmoe wird im Anschluß an die zwishen Malmoe und Kopenhagen coursirenden Dampfschiffe zugleih eine günstige Reise - Ver- bindung mit Dänemark geboten. Personengeld zwischen Stralsund und Malmoe: 1. Plaßg 45 Thaler, 11. Play 3 Tha- ler, Vorde>kplaß 15 Thaler preußish; für Tour- und Rcetour- billets, 14 Tage gültig, l. Play 7% Thaler, 11. Play 5 Thaler preußis<h. 100 Pfund Reisegepä>k sind frei. Sofern Gesell. haften zusammentreten, die mindestens aus 30 Personen be- stehen, wird ein ermäßigtes Personengeld für ein Billet 1. Play von 3 Thalern oder für ein Tour- und Retourbillet |. Play 14 Tage gültig von 5 Thalern entrichtet; den gegen den ermäßigten Saß reisenden Personen können auf den Post-Dampf.

schiffen Bettpläße nicht zugesagt werden. | : Auf dem Stettiner Bahnhofe in Berlin werden direkte Villets für die Tour bis Malmoe, sowie Tour- und Re- tourbillets, 14 Tage gültig, zu Reisen zwischen Berlin und Malmoe ausgegeben. Bei diesen Tour- und Retourbillets tritt auch für die Eisenbahnstre>e eine Ermäßigung des Per- sonengeldes ein, indem für die Stre>ke von Berlin bis Stral- sund und zurü »zweite Wagentlasse« 7 Thlr. 11 Sgr., »dritte Wagenklasse« 4 Thlr. 11 Sgr. zu entrichten sind, wobei ein

Freigewicht an Gepäk von 50 Pfund gewährt wird. - B, Zwischen Deutschland und Dänemark. 1) Linie Kiel-Korsoer. Die Ueberfahrt erfolgt in 6 bis 7 Stunden. Die Fahrten finden in beiden Richtungen täglich statt. Abgang aus Kiel tägli<h gegen 95 Uhr Abends nach Ankunft des ten Zuges aus Altona resp. Hamburg. Ankunft in Korsoer am nächsten Morgen gegen 45 Uhr. Anschluß an den Morgenzug nach Kopenhagen 7 Uhr früh und Weiterfahrten der Dampfstiffe na< Nyborg und Aarhuus, Ankunft in Kopenhagen 10,5 Uhr Vormittags, in Nyborg 11 Uhr Vormittags, in Aarhuus 4 Uhr Nachmittags. Abgang aus Korsoer gegen 105 Uhr Abends nah Ankunft des leßten Zuges aus Kopenhagen, Ankunft in Kiel am nächsten Morgen gegen 55 Uhr. Anschluß an den Morgenzug nach Altona resp. Hamburg. Ankunft in Hamburg 10,425 Uhr Vormittags. Personengeld zwischen Kiel und Korsoer: Erster Play Z% Tha- ler, Deckplay 14 Thaler. 2) Linie Lübeck-Kopenhagen: Die Ueberfahrt erfolgt in 14—15 Stunden. Die Fahrten fin- den in beiden Richtungen sc<8 Mal wöchentlich statt. Ab- gang aus Lübec> täglich außer Sonnabend Uhr Nachmittags nah Ankunft des um 7,30 Uhr aus Berlin abgehenden Eisenbahn - Zuges. aus Kopenhagen tägli<h außer Dienstag 2 Uhr Nachmittags; in Lübe> Anschluß an den um 7 Uhr Morgens nach Berlin abgehenden Eisenbahnzug. Personengeld zwischen Lübe> und Kopenhagen: Hütte 6 Thaler, 1. Salon 9 Thaler 8 Sgr., 11, Salon 3 Thaler 225 Sgr., Deplaß 2 Thaler 8 Sgr. E C. Zwischen Deutschland und Norwegen. Linie Kiel - Christiania direkt. Die Ueberfahrt erfolgt in 41 bis 42 Stunden, Die Fahrten finden in jeder Richtung einmal wöchentlich statt. Abgang aus Kiel jeden Sonntag 10 Uhr Abends nach Ankunft des leßten Zuges aus Altona resp. Han- burg, Abgang aus Christiania jeden Donnerstag 10 Uhr Vormittags. Jn Kiel Anschluß an den Morgenzug nach Altona resp. Hamburg. Personengeld zwischen Kiel und Christiania: Erster Play 15 Thaler, zweiter Plag 10 Thaler, dritter Plaß 9 Thaler. Auf den Linien Stralsund - Malmoe, Kiel - Korsoer und Kiel-Christiania coursiren Staats8-Postdampfschiffe, auf der Linie Lübe>- Kopenhagen die, zur Postbeförderung benußten, aa der Hallandschen und Malmöecr Dampfschiff - Ge-

ell\cbasten. Berlin, den 20, Juni 1868. Gencral-Post-Amt. von Philipsborn.

Morgens Abgan

inisterium der geistlicheu, ÜUnterrichts- und Medizing1- Angelegenheiten.

©Oenx Konrektor Dr, Thiermann am Gymnafium zu

Göttingen ist das Prädikat Profesor beigelegk worden,

Der Geheime Ober-Regierungs-Rath E > zu Berlin isi in der Eigenschaft als Mitglied der Königlichen Slbitermattun, der Staatsschulden in der öffentlichen Sißung des Königlichen Ober-Tribunals am 8. Juni 1868 na< Maßgabe Geseßes vom 24. Februar 1850 vereidigt wordén.

Angckommen: von Berger,

General-Major und Com- mandeur der 11. Infanterie-Brigade. f

Abgereist: Se. Excellenz der General der Infanterie Chef des Generalstabes der Mtiae, Freiherr ua N oltfe, nach der Elbe und Jahde.

Der General-Major Graf von der Golz,

Ührer der Garde-Kavallerie-Division, na< Bad Ems. A

Berlin , 20. Juni. Se. Majestät der König haben Aller- E geruht: Dem Dr. philos. Bernhard Levy aus Festen- erg, im Kreise Wartenberg, zur Zeit zu Tanger in Afrika, die Erlaubniß zur Anlegung des ihm von dem Fürsten von Monaco verliehenen Ritterkreuzes des Ordens des heiligen Carl zu ertheilen.

Bekanntmachung, betr. die Uebertragung der Geschäfte der vormals

Hannoverschen Staatsschuldenverwaltung vom Schag - Kollegium auf

die Hauptverwaltung der Staatsschulden in Berlin, beziehentlich auf das Ober - Präsidium in Hanuover. i

Nachdem dur das Geseß- vom 29. Februar d. J. Geseßsamm- lung. Seite 169 die Staats\{<ulden des vormaligen Königreichs Hannover als Staats\chulden der preußis<hen Monarchie übernommen und der Haupt-Verwaltung der Staatsschulden in Berlin zur Ver- waltung überwiesen sind, ist in Ausführung des Geseßes vom Herrn Finanzminister bestimmt worden, daß das Schaß-Kollegium als solches nunmehr seine Thätigkeit einstellt. Die Geschäfte des seitherigen Schaß - Kollegiums werden demgemäß in Zukunft von der Haupt- Verwaltung der Staatsschulden entweder direkt oder dur< Ver- mittelung des Ober - Präsidiums hierselbst wahrgenommen werden. nsbesondere übernimmt leßteres die Verwaltung der Bücher und

ofumente, sowie den Korrespondenz- und Geschäftsverkehr mit den:

betreffenden Staat8gläubigern. Die Ausfertigungen. erfolgen dakci unter der Firma des Ober-Präsidiums entweder mit der Unterschrift des Ober - Präsidenten oder eines von demselben beauftragten Beam- ten. Briefe und andere Sendungen in Angelegenheiten der hauno- vershen Staats\{uld, soweit diese Sendungen nicht direkt an die Kasse zu \schi>en sind, müssen an das Königliche Ober-Präsidium in Hannover gerichtet und mit dem Worte: Staats\c<huldensache auf der Adresse kenntli<h gema<t werden.

Die Geschäftsräume für die hier zu. erledigenden Angelegenheiten der ehemaligen hannoverschen Staatsschulden befinden si in den bis- herigen Lofalien des vormaligen Schaß-Kollegiums.

Hannover, den 12. Juni 1868.

Der Ober-Präsident der Provinz Hannover. Otto Graf zu Stolberg.

Summarische Uebersicht über die Zahl der Studirenden auf der Königl. Akademie zu Münster im Sommer- Semester 1868.

Im: Winter-Semester 1867/68 sind, fünf nachträglih Tmmatri- fulirte eingere<net, immatrikulirt gewesen 473. Davon find abge- gangen 59. Es sind demnach geblieben 414. Dazu sind in diesem Semester gckommen 21. Die Gefammtzahl der immatrikulirten Studirenden beträgt daher 435. Die theologische Fakultät zählt : a) Jnländer 215, b) Ausländer 14, Summa 229. Die philofophische Fakultät zählt: a) Juländer mit dem Zeugniß der Reife 195, b) Jn- länder ohne Zeugniß der Neife nach $. 35 und 36 des Prüfungs-Regle- ments vom 4. Juni 1834 3 c) Ausländer & Summa: 206. Außer diesen immatrikulirten Studirenden besuchen die hiesige Akademie als nur zum Hören der Vorlesungen berechtigt, mit spezieller Genchmi- gung des zeitigen Rektors 9. Die Gesammtzahl der nihtimmatri- ulirten Zuhörer is demnach 9. Es nehmen mithin an den Vorle- sungen überhaupt Theil 444.

Nichtamtliches.

Prenßen. Berlin , 20. Juni. König begeben Allerhöchsih na den bis jeßt getroffenen. Be- stimmungen morgen oder am Montage mittelst Extrazuges nah Hannover und werden dort am Montag und Dienstag im Palais des Georgs8gartens Residenz nehmen.

Am Mittwoch früh werden Se. Majestät von Hannover

die Reise über Hildesheim, Göttingen, Kassel und Frank-

Se. Majestät der

| auf des $. 9 des | |

Die Rückkunft Sr. Majestät nah Schloß Bábéelsberg is Freitag Abends®8 bestimnmit.

Ihre Majestät die Königin verläßt Baden am 24stèn d. M. Allerhöchstdieselbe reist direkt nah Potsdam, um auf Schloß BabelSberg einige Wochen zu verweilen und sich spätér

nach Coblenz zu begeben.

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Der Aus\{uß des Bundesrathes des Norddeukschen Bundes für Justizwesen trat heute Mittag zu einer Sigzung zusammen.

Die von dem Ausschusse des Bundesrathes des Norddeutschen Bundes für Handel und Verkehr geleiteté Enguéte Über das Hypothckenbankwesen hat mit der gestern stattgefun- denen Sißung ihr Ende erreicht. Es sind in derselben 25 Säd&- verständige aus den verschiedenen Ländern des Norddeutschen Bundes mit ihren Gutachten vernommen worden.

Die heutige (5) Sißung des Reichstags des Nord- deutshen Bundes wurde um 10; Uhr dur den Präsiden- ten Dr. Simson eröffnet. Von den Mitgliedern des Bundes- raths waren anwesend: der Präsident des Bundeskanzler-Amts Delbrü >, Geheime Ober-JustizrathDr. Pape, Staats-Minister von bs data Ministerial- Direktor Dr. Weinlig, Minister von Waßdorf, Geheime Rath von Liebe, Regierungs-Räth Dr. Sintenis, Minister von Bertrab, Senator Dr. Kir- <henpauer und der Kommissarius, Geheime Regierungs-Rath Dr. Michaelis. |

Der Präsident zeigte an, daß ihm von Seiten des Kur@- toriuums des Staats - Anzeigers 30 Exemplare, enthaltend einen Abdruck des Artikels: » Das Gebiet des Norddeutschen Bundes «, zur Vertheilung zugegangen seien. Darauf er- folgte die Mittheilung, daß für den Bericht der vet- einigten Kommissionen für Handek und Gewerbe und für Finanzen und Zölle über den Antrag Harkort auf Einführung des Einpfennig - Tarifs u. \. w. der Geh. Re- gierungs-Rath Dr. Michaelis den Verhandlungen als Kom- missarius beiwohnen würde.

Der erste Gegenstand der Tageßordnung betraf: Noch- malige Abstimmung über den Antrag des Abg. Dr. Prosch zu dem Antrag des Abg. Frhrn. von Hagke (betreffend das Reichs- Archivwesen). Das Haus trat dem Antrage des Abg: Dr. Pèosch wiederum bel.

Es folgte in der Tagesordnung: Anträge des Bunde& rathes in: Betreff des von dem Reichstage auf Antrag de& Ab- geordneten Schulze-Deliysch: und Genossen angenommenen Geset- Entwurfes , betreffend die privatrechtlicze Stelklung der Er- werbs- und Wirthschafts -- Genossenschaften im Norddeutschen Bunde. _ An der General - Debatte betheiligten sih die Abgg. Schulze, Twesten , Lasker, Wachenhusen, Beer (Dort- mund), Harnier, Fähr, Lesse, so: wie der Präsident des Bundes- fanzler-Amtes Delbrück und der Geh. Ober-Justizrath Dr, Pape. Der Geseßentwurf wurde mit dew Anträgen des Bundesrathes ARREN Ny wodurch die darauf bezüglichen Petitionen si erledigten. i

Der Bundesbevollmächtigte, Königlih \ä<sisWe Minister Pie, von Friesen verlas darauf die folgende Allerhöchste

räsidial-Botschaft:

Wir <2Bilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen c. thun fund und fügen hiermit zu wissen, daß Wir beabsichtigen, gemäß Artikel 12 der Verfassungs - Urkunde des Norddeutschen Bundes die gegenwärtigen Sißungen des Reichstags des Nord- deutschen Bundes am Sonnabend- den 20. dieses Monats, im Namen der verbündeten Regierungen zu \{ließen. Wir fordern demnach’ den Reichstag des Norddeutschen Bundes hier- durch auf, zu diesem Zwecke an dem gedachten Tage um dréi Uhr Nachmittags im Weißen Saale Unseres Residenzschlosses in Berlin zusammenzutreten.

Berlin, den 17. Juni 1868, Wilhelm.

von Bismar>.

_ Die nä<{sten Nummern der Tagesordnung betrafen: Die dritte Berathung über das von den Abgg. Dr. Friedenthal, von Hennig und Genossen beantragte Gese, betreffend die subsidia- rische Haftung des Brauerei-Unternehßmers“für Quwiderhandlun- gen gegen die Braumalzsteuergeseße dur< Verwalter, Gewerbs8ge- hülfen und Hausgenossen auf Grund der Zusammenstellung und die dritte Berathung über das Geseh wegen Besteuerung des Braumalzes in verfcicdenen zum Norddeutschen Bunde gehörenden Staaten und Grbictstheilen auf Grund der Qu- sammenstellung , und gaben zu Diskussionen keinen Anlaß. Beide Geseße wurden angenommen.

Es folgte: Bericht der vereinigten Kommissionen für Han- del und Gewerbe und für Finanzen. und Qölle über den Antrag Harkort und Genossen, betreffend die Einführung des Ein- fennig-Tarifs für den Transport von Kohlen 2. Das Haus

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