1868 / 177 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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__ Vorstehende Allerhöchste Kabinets-Ordre wird hierdurch zur Kennt- niß der Armee gcbracht und Behufs Ausführung ‘derseiben Folgendes bestimmt:

1) Die Verleihung der Landwehr-Dienstauszeichnungen erfolgt in der Regel bei den Herbst-Kontrol-Versammlungen an alle diejenigen Tndi- viduen, welche indem laufenden Jahre den Anspruch darauf erlangt haben. 2) Die Landwehr-Bezirkë-Kommandos haben alljährlich die Listen der zur ersten und zweiten Klasse der Landwehr - Dienstauszeihnung vor- zushlagenden Offiziere und im Offiziersrang stehenden Aerzte des Be- urlaubtenstandes, getrennt nah Waffen 2c., unter Benußung des an- liegenden Schemas 1 aufzustellen und zum 15. Mai an die nächsten Waffen- 2c. Behörden zu senden, wie soihe in den $F$. 2 ad 3, 30 ad 1, beziehungS8weise 31 ad 4 der demnächst zur Vertheilung gelan- enden Verordnung, betreffend die Dienstverhälnisse der Offiziere des

eurlaubtenstandes vom 4. Juli “dieses Jahres, bezeichnet sind. Die Vorschlagslisten werden hierauf von den Königlichen General - Kom- mandos, General - Jnspectionen und Junspectionen, so wie von dem Marine-Ministerium und dem General-Stabs-Arzt der Armce zusam- mengestellt und zum 1. Juli jeden Jahres dem Allgemeinen Kriegs- Departement vorgelegt. 3) Ebenfalis zum 15. Mai jeden Jahres

werden von den Landwehr - Bezirks - Kommandos die Listen aller zur zweiten Klasse der Landwehr - Dienstauszeichnung berechtigten Unteroffiziere und Wehrleute der Garde- und

so wie der Secewehr und der nicht im

O - Landwehr , ffiziersrange stehenden Aerzte des Beurlaubtenstandes nah Schema 2 aufgestellt und dem vorgeschten Jufanterie-Brigade-Kommando vorge- ibi Leßteres prüft diese Listen, bestätigt sie und reicht an das vorge- seßte General-Kommando eine suwmarische Nachweisung des Bedarfs nah Schema 3 ein. Diese Nachweisungen werden dur<h die Pro- vinzial-General-Kommandos zusammengestellt und zum 1. Juli jeden s an das Allgemeine Kriegs-Departement eingesandt. 4) Das

llgemeine Kriegs - Departement wird auf Grund der ad 2 und 3 bezeichneten Eingaben den betreffenden Behörden die erforder: lie Anzahl von Dienstauëzeichnungen, so wie die Besißzeug- nisse für Offiziere und im Offiziersrang stehende Ucrzte, für welde das Schema 4 zur Kenntnißnahme beigefügt ist ur weiteren Vertheilung zugehen lassen. Die Besißzeugnisse für nteroffiziere und Wehrleute werden von den Landwehr-Bezirks- Commandeuren nach Schema 5 ausgefertigt. 5) Die Landivchr- Dienstauszeichnungen erster Klasse sind bei Todesfällen durch die Land- wehr-Bezirks-Kommandos direkt an die Abtheilung für Armee-Ange- legenheiten A im Kricgs-Ministerium einzusenden, Aberkannte Aus- zeihnungen werden bei den Landwehr-Bezirks-Kommandos, Bchufs der etwaigen Wiederverleibung, deponirt. Verloren gegangene Aus- eie i die E a Fp Mitteln erseßen. 6) Jn

, Stammlisten 2c. if die Lc xehr-Dienstauszei

erster und zweiter Klasse durch 1! N aa 7) Die Vorschlagslisten für die beiden in diesem Jahre ausscheidenden

Jahrgänge der Landwehr sind von den Bezirks - Kommandos sogleich |

aufzustellen und auf dem ad 2 bez. 3 bezeichneten Wege vorzulegen Dem Allgemeinen Kriegs-Departement sind die betreffeitden Elúigaben in Leben Zabre E P c. a. einzusenden. ecsammfditenstzeit für die altpreußischen Landestheile mit dem Herbste dieses Jahres auf 17 Jahre reduzirt wixd: \o nten in Nati zur L ERUng der criten Klasse zeichnung nur diejenigen qualifizirten Offiziere und im Offiziers- rang stehenden Aerzte des Beurlaubtenslandes vorgeschlagen S, welche eine Dienstzeit von 17 + 8 =25 Jahren zurü>gelegt haben, wobei aber den chemaligen cinjährig Freiwilligen das eine Dieustjahr im stehenden Heere als dreijährige Dienstzeit zu re{neu ist. Jn analoger Weise regelt sich der Anspruch auf die erste Klasse der Dienst- auszeihnung während des Uebergangs - Stadiums in den folgenden e Seite a E C OIrten Reduction der Gesammtdienstzeit auf C ( aßgabe der in i r Bezi jährlic De Bestim D leßtgedachter Beziehung alljährlich Berlin, den 16. Juli 1868.

Der Kriegs- und Marine-Minister. v. Roon.

W

Verfügung vom 19. Juli 1868 betreffend di erwe seßung des Beginns des 1. Kursus der Pa E pro 1868/69.

Des Königs Majestät baben Allergnädigst zu genebmi : a4 L p lange die Herbstübungen des Garde-Corps E U R an O der erste Kursus der Artillerie- Schicßichule nicht, Sn id im Passus 9a, des Organisations - Planes für die au -Mhießschule vom 4. Juli 1867 bestimmt werden ist, am 1. Oftob-r, eon môglichst unmittelbar nach dem Schlusse der vorberegken Gerbst- ü ungen, ¡eroch unter Festhaltung der planmäßigen Dauer VOR 41 Mos naten beginnen darf. Allerhöchstdieselben haben dabei die alliäbrlice &eststellung des Anfangstermins resp, der Daucrzeit des qu “Que, ; dem Kriegs-Ministerium überlassen. / A N a ied geo MMNeTtGAi Borstehendes zur Kenntnis der Sehieklchule ves N den Beginn des ersten Kursus der Artillerie die Dauer desselven “7 R t U E A A ea des 2. Kursus der qu. Schicßsczule Cs E O Organisations-Plans R CRCDn C S DeR S EaUdes VarciLähnten

Berlin, den 19. Juli 1868. E

Kricg2-Ministerium. v. Roon.

Fest-

D, 1. bez. L. D. 2. zu bezeichnen. |

Bekanntmachung vom 21. Juli 1868, bet 7 Studium in den milîtair-ärztlichen Bildun S-Anftalter die M A dingungen und den Modus der Aufnahme in dieselben.

Bestimmungen L über das Studium in den militair-ärztliwen B dungs8-Anstalten, die Bedingungen a A E der Aufn ahme in dieselben. Werlin b Bom 6. Juni 1868. J ftaltén erlin bestehen zei militair- ärztliche Bildungs - An- H das Königlichemedizinis<h-<irurgis<e Friedri e es und E I FRG, le Königliche medizinis<-<ir ide : Z E A Militair. E Delde Anstalten gewähren kostenfreien t praftischen Unterricht in allen Sedan der U 0 E in deren Anwendung auf militairische Verhältnisse (KriegSheil- E ver 4 lat E Studienplane. B ___Das Studtum währt vier Jahre, wie das g iver. oie ua T uter den nämlichen E M A E "vorgeschriebenen Fakultäts- t8-Vrü A n zur ärztlichen PraLis Ö âts- und Staats-Prüfun- Dle Sludirenden beider Anstalten werde i dem jedesmaligen Dekane der Akademie Mantel Sie sind gleichberechtigt zur Theilnahme an allen, durch die Anstalten gebotenen Bildungs-Mitteln, zu denen namentlich auch Repe- titions-Kurse, Bibliothek und Sammlungen, mili- E E E gehören. / „Das Yriledri<m-Wilhelms-Jnstitut gewä jer: dem jedem Zöglinge für die Dauer d Stute L, Me nung (inkl. Heizung und Licht) und eine monatliche Unter-

stüßung U Thalern.

Das Beneficium der freien Wohn ; L 1A ; Wohnung wird auch ält Sludirenden der Aka demie zu Thei i e Riumlig,

cil, soweit es die Räumlich- An®talt gestatte L Räumlich-

keit der vorgenannten Nach Ablauf der Studienzeit werden die zte in der Armce

L F + N e 5,

Döglinge beider

Anstalten alsUnterär angestellt während

des Friedens zunächst in solchen Garnif C j O onen, welche Gelegenhei Zur U Sv Mate Bee chen Stagts Bruat U E L r Ansiellung als Unterarzt beginnt die Zöglinge beider Anstalten die Äblei e, An fle O nat Ableistung ibrer all L- nen (einjährigen) Dienstpflicht i fir Mio g Net N E o nBldge i p PAG-ME „Genisene N OOOINPELEIZEIT UND V0 dienstliche Stellu i; leide weitere Leute!” Diglinge beider Anstallen durcbaus |/ P S S ns 2 der Armee sind d i , N höchste »Berordnung über die Organisation des Sanitäts-Corgs :

der Landwehr - Dienste |

vom 20. Februar 1868 (Berlin, Verla ; | von A. ‘ege : Die Aufnahmen in beide Anstalten Aen A 18 Di nd am 15. Oktober jeden Jahres. E

Bedingungen der A ufn x n bme. 1) Geburt oder Naturalisation in U E ua des Nord-

deutswen Bundes od 7 j es oder dem Großherzo 1 q H nicht über 21 Jah YogBuun: Hoffen U m O Q i S \ e ° iti can By anes e ile, Tr SilversitÄtseStudien 4) Nachweis der körperlichen Und Leist Staaten. L E örpPerli d geistige lificati militair-ärztlichen Berufe en und geistigen Qualification zum 4 A a S U inen es A E E C des Vormundes, dem Zu i blenzeit außer Kleidung m i i i f T L j onat - e ql Thaler, wofern er in das Friedrich - Wilhelms S H Ugitens zwanzig Thaler, wofer A val G 08 Uer , wofern er in die Aka- ?le Vobufs dee Pomr ul (en Lebens-Unerhalte, sowi U 7 ind zu den ¿Fakultäts- Prüfungen erforderli Sol d IiEi ¿watuitats- Und Staats- Di erlichen Geldmittel (circa 300 T Al, ; A Cl rca 500 Thlr. 15 0 resp. ausreichend sicher zu tellen M8 iu Zöglite Den Utmerbalte, nöthigen Geldmittel sind für Ratés n N. Rasse Beg M0 viertel- oder halbjährigen (8 « Hase Des ¿rriedrih- Wilhelms - Jnstituts prä numerando einzuzihlen und D I: My R Zu Iihle d werden durch den Nen n der E Naten den Studirenden B e e O ichtung des Aspiranten , für jedes Skudien-Jahr ahr, pa wofern er in das Friedrich-Wilhelms-Institut, ein Tbenben G [Cn L in die Akademie aufgenommen wird, im e U als Arzt zu dienen gegen Empfang der, der Ron Yarge Zustehenden Kompetenzen. (S. Allerhöchste N vom 20. Februar 1868) O s __ Wenn ein Zögling vor Ablauf der Studicnzei bei E Ul r Sludienzeit ausfcheid N er den rejpeftiven Militair-Ersab-Komiissionen weil An Mie seiner allgemeinen Militairpflicht zu genügen E cu holcher das medizinische Studium anderweitig fort at er pn erlangter Approbation außer der allgemeinen R Le E die in einer der Anstalten E D 4 0 ârzflichen Dienst im stehenden Hecre abel wird eine Skudienzeit unter ses Monaten

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Uge C T R ROREDE T E R E I Ep. M S E P

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Dien stpflich genoijene abzulcist

ar ni&t, cin Zeitraum von se<s Monaten und darüber sür n volles Jahr gerechnet. A

M 7) S Diibiong des Aspiranten, den für die Anstalten gel- tenden Bestimmungen und Anordnungen der Direction unbe-

: leisten. ding! Go s stehen unter der Militair-

Dic linge der Anstalten skehen GeritSbarkeit ab unter der Disziplinar - Strafgewalt der

irection. Dees Modus der Aufnahme.

1) Die Anmeldung eines Aspiranten wird erst angenom- men, wenn derselbe ein Jahr lang die erste Kiasse cines Gym- nasiums besucht hat, muß aber innerhalb des, diesem Ternune

Vierteljahres erfolgen. E folge ere ove M i 4 bestandener Maturitäts-Prü- fung geshehende Anmeldungen werden nur für die Akademic angenommen und finden nur Berücksichtigung, sofern nach der Konkurrenz der rechtzeitig Angemeldeten Vakanzen bleiben. 2) Die Anmeldung ist von dem Vater oder dem Vormunde unter ausdrüklicher Bezeichnung der Anstalt, in welche die Aufnahme gewünscht B {riftli an den General - Stabs- t der Armee zu richten. L i M Beizufügen find a) der Geburtsschein ; b) der Impfschein ; c) ein ärztliches Gesundheits-Attest; d) ein über Anlagen, FÜh- rung, Fleiß, die Dauer des Besuches der Prima und den wahr- scheinlichen Termin dex Universitätsreife sih äußerndes Schul- eugniß; e) die Erklärung des Anmeldenden, daß sowohl er felbst, wie der Angemeldete, Willens und im Stande sei, die vorstehend ad 5 bis 7 bezeichneten Aufnahme - Bedingungen zu

erfüllen. : i -

3) Hierauf erfolgt die Bescheidung, ob der Aspirant zur Vorprüfung zugelassen wird oder nicht, ersteren Falls zu- gleich die Weisung über Zeit und Ort -der Vorprüfung. j

4) Die Vorprüfungen finden Mitte April und Mitte Oktober jeden E E durh zu dem Behufe ernannte Kom- missionen von Militair - Aerzten um Divisions - Stabs - Quar- tiere des Divisionsbezirkes statt, welchem der zeitige Aufent- haltsort der resp. Aspiranten angehört. i

Für die in Berlin und in der Provinz Brandenburg wohnenden Aspiranten geschieht die Vorprüfung in Berlin durch eine von der Direction der Anstalten bestimmte Kommission.

Die Gestellung zur Vorprüfung bietet Gelegenheit die körperliche Qualification des Aspiranten für den militair-ärzt- lichen Dienst festzustellen. 8

In den Vorprüfungen hat der Aspirant einen deutschen Aufsay, einen lateinischen Aufsaß über ein geschichtliches Thema und seinen Lebenslauf (nach vorgeschricebenem Schema) in deut- {er und in französischer oder englischer Sprache unter Kon- trolle der Kommission zu bearbeiten.

Die Vorprüfung dauert drei Tage. Die Bewerber haben sich gemäß der erhaltenen Weisung auf eigene Kosten nach

dem Prüfungs8orte zu begeben und für ihren Unterhalt daselbst Sorge zu tragen. | N

5) Von den zur Vorprüfung nicht erscheinenden Aspiranten wird angenommen, daß sie auf die Bewerbung um Aufnahme verzichten. | A |

Im Falle der Behinderung durch Krankheit oder andere triftige Gründe, welche sofort und gehörig belegt angemeldet wurden, wird die nachträgliche Prüfung veranlaßt. ;

6) Von dem Ausfalle der Vorprüfung ist die Zulassung der einzelnen Aspiranten zur Konkurrenz um die Aufnahme abhängig. Der Vater oder der Vormund erhält darüber Nach- richt und im Falle der Zulassung die Aufforderung, seiner Zelt das erlangte Zeugniß der Reife im Original oder in beglaubigter Abschrift an den General-Stabs-Arzt einzusenden. 4

Die Einsendung des Reife - Zeugnisses muß für den Auf- nabme-Texmin im April bis zum 1. April, für den im Oktober bis zum 1. Oktober erfolgen. Unterbleibt dicselbe, ohne daß rechtzeitig der Grund der Verspätung angemeldet ist, so wird angenommen, daß der Aspirant die Maturitätsprüfung nicht bestanden oder auf die Konkurrenz verzichtet habe. H

7) Nach dem aus der Vorprüfung und dem Zeugnisse der Reife sih ergebenden Grade der Qualification wird zunächst von den Bewerbern für jede der Anstalten die nah den Etats- Verhältnissen zulässige Anzahl zur Aufnahme desiguirt.

‘Bleiben darnach Vakanzen für die Akademie, so wird den

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wie über Zeit und Ort der persönlichen Geftelung zum Ein- tritte in die Anstalten. i Eine Behülfe oder Entschädigung für die Kosten der dazu excforderlichen Reise nach Berlin wird selbst dann nicht gewährt, wenn sich bei der Gestellung ergeben sollie, daß die bei der Vor- prüfung konstatirte körperliche Qualification inzwischen so be- einträchtigt wurde, daß der Eintritt nicht zulässig ist. Berlin, den 6. Juni 1868. M Der General-StabF-Arzt der Armce und Chef des Militair- Medizinal - Wesens. Dr. Grimm. Die vorstehenden Bestimmungen werden hierdurch zur all- gemeinen Kenntniß der Armee gebracht. Berlin , den 21. Juli 1868. Kriegs-Ministerium. von Roon.

Ie icht amt li ches.

Preußen. Berlin, 29. Juli. Aus Ems, 28. Juli, wird uns berichtet: Se. Majestät der König nahmen heute nach der Brunnenpromenade den Vortrag des Militair-Kabinets entgegen und begaben Allerhöchstsich um 12 Uhr zum Bahnhofe, um Ihre Majestät die Königin zu empfangen. Nachdem

hre Majestäten bis 1% Uhr zusammen. verweilt hatten, trat

hre Majestät die Königin zu Wagen die Rückfahrt nach Coblenz an. Zur Tafel hatten Se. Majestät der König den Gesandten in Konstantinopel, Grafen v. Brassier de St. Simon, und den Kammerherrn Threr Königlichen Hoheit der Prinzessin Friedrich, Grafen von Werssowih, befohlen.

Der Ausschuß des Bundesrathes des deutschen ZJoll- Vereins für Joll- und Steuerwesen trat heute Mittag zu

einer Sißung zusammen. Heute Mittag fand eine Sizung des Königlichen Staats-Ministeriums {statt.

Nach den beim Ober-Kommando der Marine cinge- gangenen Nachrichten verließ S. M. S. »Vineta « auf der Rüctreise na< Europa am 29. Mai Singapore, passirte an demselben Tage die Rhio-Straße, am 30. und 31. Mai die Banka-Straße, am 1. Juni den Lucipara-Kanal und am 2. Juni die Sunda-Straße.

Sachsen. Weimar, 25. Juli. Nummer des Regierung8blattes für das Großherzogthum ver- öffentlicht einen Nachtrag zur Strafprozeßordnung, betreffend die Beseßung des Gerichtshofes der Geschwornengerichte und das Verfahren vor dem Einzelrichter, in8besondere in Tnjurien- sachen. Während zur gehörigen Beseßung des Gerichtshofes bel Hauptverhandlungen vor den Geschworenengerichten bisher fünf Richter erfordert wurden, sollen in Zukunft deren drei genügen, und cs hängt von dem Ermessen des Gerichtshofs- Präsidenten ab, ob er zu der einzelnen Verhandlung vier oder nur zwel Beisiger zuziehen will. Das Gesey beseitigt ferner das 1og. prinzipale Privatanklageverfahren vor dem Einzelrichter.

Hessen. Darmstadt, 27. Juli. Die Verhandlungen zwischen dem gegenwärtigen Vertreter des aus8wärkigen Mini- \teriums, Justiz-Minister von Lindelof, und dem nordamerika- nischen Gesandten, Bancroft, haben heute auf Grundlage der mit Bayern und Baden jüngst abgeschlossenen Verträge begonnen.

Bayer. München, 27. Juli. Das »Militair-Ber- ordnungsblatt«, Nr. 37, veröffentlicht eine Entschließung des Kriegs-Ministeriums vom 24. d. Mts., welche die Bestimmun- gen zum Vollzuge der Königlichen Verordnung vom 20. Mai d. J. über die Verwundungs-Zulagen für Offiziere 2c, sowte des Geseves vom 16, Mai d. J. über die Versorgung invalider Unteroffiziere 2c. enthält nebst ciner dazu gehörigen ÄAnstruction für die Sanitäts-Kommission. Der ctatsmäßige Stand der Garnisons-Compagnien an Unterofsizieren und Soldaten ift dana bis auf Weiteres für Jcde der beiden bestehenden Com- pagnien auf 3 Feldwebel, 6 Sergantken,/ 18 Korporale, 3 Spiel- cute, 120 Gefreite und Gemeine festgeseßt.

Hesterceich. Wien, 27. Juli. Dic große Donau-Regu- lirungs - Kommission hat sich heute unter dem BOL!iß des Ml- nisters des Junern versammelt, um den vom Regierungsrath v. Engerth erstatketen Schlußbericht entgegenzunehmen.

Die heute ausgegebene

hinreichend qualisizirten Konkurrenten, welchen die Aufnahme

in das Friedrich-Wilhelms-Jnstitut versagt werden mußte, dar- |

über Mittheilung gemacht, um ihnen Anlaß zu bieten, sich dar- über zu erklären, ob sie in die Akademie einzutreten wünschen und die Vedingungen dcr Aufnahe in dicse Anstalt zu er- füllen Willens und im Stande sind. N Es

8) Die zur Aufnahme Designirten , resp. Bater oder Vor- mund, erhalten die erforderlichen Weisungen Über Ausfertigung der, die eingegangenen Verpflichtungen betreffenden Reverse, fo

Pesth, 27. Juli. Das Unterhaus ertbeilte in der beutigen I - r +594 N 4

Sißung zu einem Preßprozesse gegen den Deputirten Roman und zu einem neuen Preßprozesse gegen Bôöszormenyt seine

| Einwilligung. S ' E Für Donnerstag 1! die Wchrfrage auf die Tagesordnung

escht. G E S i

E Juli. Der Graf und die Gräfin G1irgentkl1

Triest, 27. 11M 4 2E S E ALES auf der spaniscen Korvette » Isabella 11,« bier cin-

find gestern al bier cin dem Statthalter, dem TruppeneDiplsi0nBe

getroffen und von

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