1868 / 191 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Rückgabe der ausgegebenen Zins - Coupons, beziehungsweise dieser

Schuldverschreibung, bei der Aus Le in Bergen, und zwar au< in der na< dem Eintritt des Fälligkeits - Termins fol- genden Zeit. i X

Mit der zur Empfangnahme des Kapitals - präsentirten Schuld- verschreibung sind auch die dazu gehörigen Zinscoupons der späteren Fälligfeitstermine zurüzuliefern. Für die fehlenden Zinscoupons wird der Betrag vom Kapitale abgezogen.

Die gekündigten Kapitalbeträge , welche innerhalb dreißig Jahren nach dem Rückzahlungstermine nicht erhoben werden, sowie die innerhalb vier Jahren, vom Ablauf des Kalenderjahres der Oäâlligfeit an gerechnet, nit erhobenen Zinsen, verjähren zu Gunsten des Kreises.

Das Aufgebot yerlorener oder vernichteter Schuldverschreibungen erfolgt erst na Verlauf von sechs halbjährigen Zinsterminen bei dem

Königlichen Kreisgerichte zu Bergen, wenn bis dahin die zur Kreis- Obligation gehörigen Zinscoupons für diese Termine nicht zur Ein- lösung gelangt sind. L

Zinscoupons können weder aufgeboten, no< amortisirt werden.

Doch soll demjenigen, welcher den Verlust von Zins-Coupons vor Ablauf der vierjährigen Verjährungsfrist bei der Kreisverwaltung an- meldet und den stattgehabten Besiß der Zins-Coupons durch Vorzeigung der Schuldverschreibung oder sonst in glaubhafter Weise darthut, nach

Ablauf der Verjährungsfrist der Betrag der angemeldeten und bis dahin

nicht vorgekommenen Zins-Coupons gegen Quittung ausgezahlt werden. _ Mit dieser Schuldverschreibung sind halbjährige

Zins-Coupons bis zum Schlusse des Jahres . ausgegeben. Für

die be Zeit werden Zins-Coupons auf fünfjährige Perioden aus-

gegeben. Die Ausgabe einer neuen Zins-Coupons-Serie erfolgt bei der

Kreis - Chausseebau - Kasse zu Bergen gegen Ablieferung des der

älteren Zins-Coupons-Serie beigedru>ten Talons. Beim Verluste

des Talons erfolgt die Aushändigung der neuen Zins-Coupons-

Serie an den Jnhaber der Schuldverschreibung, sofern deren Vorzei-

gung rechtzeitig geschehen ist.

ur Sicherheit der hierdur< eingegangenen Verpflichtungen haftet

der Kreis mit seinem Vermögen. E

Dessen zu Urkunde haben wir diese Ausfertigung unter unserer

Unterschrift ertheilt.

Bergen, den ten 18.. Die ständische Kommission für den Chausseebau im Rügenschen Kreise.

Regierungsbezirk Stralsund.

Provinz Pommern. : Erster bis Zins-Coupon …....te Serie Ú der

Kreis-Obligation des R Dit „2

P

Thaler zu 45 Prozent Zinsen Über

ügenschen Kreises

Tha l Silbergroschen. Der Inhaber dieses Zins-Coupons empfängt gegen dessen Rück- gape A Zeit vom tan bis resp. om ten is... ..... Und späterhin die Zinsen der vorbenannten Kreis-Obligation für das Salbe n a bis : mit (in Buchstaben) …….…..…..... Thalern Silbergroschen bei der Kreid-Chausseebau-Kasse zu Bergen. N Has den …. ten O: Die jtandishe Kommission für den Chausseebau im Rügen ise Dieser Zins-Coupon ist ungültig, (1 At, dessen Geldbetrag nicht bis zum erhoben wird.

Provinz Pommern, O C SNNSSDeIiet Stralsund. Dal on

zur Kreis-Obligation des Rügenschen Kreises Der Jnhaber dieses Talons empfängt ge u der Obligation E ia A s R Se, O QgARe H 6 A2. über T haler à 44 Prozent Jin die .…te Serie Zins-Coupons für die fünf Jahre g ‘bis 8. ‘ea der Kreis - Chausseebau - Kasse zu Bergen , sofern dagegen seitens des Oen legitimirten Jhhabers der Obligation kein ® Ziderspruch er- ils Bergen, den ten... 18... Die ständische Kommission für den Chausseebau im Rügenschen Kreise.

Ministerium für Haudel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten. i

Das dem Techniker Ed. Kunz zu Berli s

9; A R N Patent M Oa ein flir neu und eigenthümlich erkanntes Qündnadel-

gewchr mit Hinkerladung in der durch Delamung und Be-

chreibung nachgewiesenen Qusammen ist aufgehoben. Zusammenseßung

Das dem Königlich bayerischen General-Directions-R

Carl Exter zu München unte E A alhe Patent nter dem 25. Juni 1867 ertheilte auf einen Fahrgeschwindigkeitsmesser für Eisenbahnfahrzeuge in der dur< Zeichnung und Beschrei O O ganzen Zusammenseßung, 1Vretbuñg nachgewiesenen

stand in der Ablehnung Seines erkennt, als eine ungere<;tfertigte Chikane. s{hwerde zur Schau getragene S

Bergarbeiter kann mich nicht täuschen. welches ich vollkommen theile, gefährdet erscheint, so find daran

Allergnädigst

zu Dessau die Erlaubniß zur Anlegung des von des H von Anhalt Hoheit ihm verliehenen Ritterkreuzes Nov Klase des Haus8ordens Albrechts des Bären zu ertheilen.

ist aufgehoben,

Ministerium der geistlichen, Unterrichts - und Medizinal : Angelegenheiten.

Den Oberlehrern Müller und Dr. Tiesler am &riedrih-

Wilhelms-Gymnasium zu Posen is das Prädikat » Professor « verliehen worden.

Der Lehrer Neinhaus an der höheren Bürgerschule zu Neuwied is} zum Oberlehrer ernannt worden. r. __ Dem Lehrer Dr. Pelzer an der höheren Bürgerschule zu Crefeld ift das Prädikat Oberlehrer verliehen worden _ Der Maler August Bromeis und der Bildhauer Carl Hassenpflug sind als Lehrer an der Königlichen Kunst- Akademie zu Cassel angestellt und ist denselben das Prádikat »Professor« verliehen worden.

e In der Beschwerde über das Verhalten des Verwalters der N'schen Apotheke zu N. vom 9. Juli d. Js. hat der Vorstand verschwiegen, daß die beiden Apothekenbesißer in N. bereit qe- wesen sind, die Arznei-Lieferung für den Verein unter Bewilli- gung eines Rabatts von 10 pCt. zu übernehmen , daß der Vorstand aber dieses Anerbieten abgelehnt hat. : Nach solchem Vorgange <harakterisirt sih das von dem Borstand der N schen Apotheke gemachte Anerbieten 1, ibr pro 1868 die Arzenei - Lieferung für die erkrankten Berg- Arbeiter ohne jeden Rabatt und sogar mit Gemwäh- rung eines Vorschusseë zu übertragen, nicht als einen Akt der Liberalität, als welchen der Vorstand es hinzustellen bemüht ist, sondern als einen Versuch, durch besondere Begünstigung der einen Apotheke zunächst die zweite und, wenn dies gelun- gen, wahrscheinlich auch die erste lahm zu legen und schließlich beide zu Zugeständnissen zu nöthigen, welche über ihre Kräfte gehen. Wenn dieser Versu<h an dem ehrenhaften und eht kolle- ialischen Verhalten des Vertreters der N.schen Apotheke ge- \cheitert ist, so kann ih es nur bedauern, wenn der Vor- Anerbietens nichts weiter l Die in der Be- orge für das Wohl der armen Wenn dieses Jnteresse,

die Apotheker niht Schuld. Die Verantwortlichkeit dafür trifft

vielmehr lediglih den Vorstand, weil Er das nach den Ge- schäftsverhältnissen der beiden Apotheken durdaus angen ote, En eines Rabatts von 04 durchaus angemessene en ‘hat.

10 pCt., von der Hand gewie-

Berlin, den 10. August 1868. Der Minister der geistlicben, Unterrichts- und Medizinal- Angelegenheiten. In Vertretung: Lehnert.

An den Vorstand des Knappschaftsvereins zu N,

Kriegs-Ministerium. Der unter Nr. 18,862 bei der Militair-Wittwen-Pensions-

Anstalt am 1. Januar 1849 mit einer fiábrli

F lährlichen Pensions-

Unte A Thlr. tene Interessent n ias lasse 1Þtigung der Beiträ 5 insen i

StndR ee hu eser iben age und Wechselzinsen in

By ausgeschlossen worden, was bierdurch bekannt gemacht

Bestimmungen von der gedachten

Berlin, den 6. August 1868,

General- Direction der Königlich preußischen Militair-Wittwoen-

Pensions - Anstalt.

Abgereist: Se. Excellenz der Kriegs- und Marine - Mi-

nister, General der Infanterie von Roon, nah Wiesbaden.

Verlin, 14. August. Se. Majestät der König haben

geruhßt: dem Kasernen-Jnspektor Seidelmeyer

Bekanntmachung. Vom 14. d. Mts. ab bis zum 14. September c. werden zwischen

Hamburg , resp. Geestemünde und Helgoland fol{

t et $ - dungen unterhalten werden : a) zivij Be n'H a N fu E s S g E k A 5 V 9 Uhr früh pr. Dampfschiff »Cuyx-

yafen«, am Mittwo hr früh pr. Dampfschiff »Helgola Sen dna [rüh 9 Uhr pr. Dampfschiff »Curhafen«, U ad früh Danpfigig AUIAN »Helgoland«, am Sonnabend 9 Uhr früh pr vQuxhafen«/ aus Hei ; , pr. Dampfs@i Euitale J Heigoland: am Montag, Morgens, pr. (UVbafan «j d OFRNFAg, Morgens , v«/ am Freita Morgen Lr chif am Sonnabets Y O O

ena, am Dienstag; Nachmitta 8 pr. Dampfschiff r, Vampfschiff »Helgo- » Curhafen«, und

Morgens Damvfschi Z Morgens, pr. Dampfschiff » Helgoland «; (mit

D241

icn Scbisfen na Helgoland erhalten, sämmtlich fur Helgoland bestimmte Postsendungen Beförderung, welche spätestens am Abend vor dem Abgange der Schiffe Über Hamburg und Altona, resp. von Lübe> und am Morgen des Abgangstages uit dem Cous- cierzuge aus Berlin in Hamburg eintreffen; b) zwischen Gecste- münde (Bremerhafen) und Helgoland aus Geestemünde: am Dienstag, Donnerstag und Sonnabend um 9 Uhr früh; aus Helgo- sand: am Montag, Mittwoch und Freitag pr. Dampfschiff »Nordsee«. Mit dem Schiffe werden die für Helgoland bestimmten, spätestens mit dem erften Eisenbahnzuge aus Hannover am Morgen der Abfahrt in Geestemünde eingehenden Briefpost-Sendungen und die mit dem leßten Zuge am Abend vorher dort anfommenden ¿Fahrpost - Sendungen weiter gesandt. E

Hamburg, den 12. Juli 1868.

: 1 Ober - Post - Amt.

Schulz.

Nichtamtliches. Preußen. Berlin, 14. August. Jhre Majestäten der König und die Königin wohnten, wie das »W. T. B.« aus Coblenz meldet, gestern Nachmittag dem Concerte 1n den

Rheinanlagen bei. Abends um 8 Uhr fuhren Se. Mazjesiät der König per Extrazug na Wiesbaden.

Königsberg, 13. August. (Ostpr. Ztg.) Gestern Mittag hatten die Truppen des ersten Armeekorps, soweit sie hier an- wesend sind, Vorstellung und Parade vor dem General der Ka- vallerie, Flügeladjutanten Sr. Majestät des Königs und tom- mandirenden Mete, Eu 1. Armeckorps, Frhr. von Man- teuffel, auf Königsgarten. f 2 d

p A Alten burg, 12. August. Die Großher- zogin von Oldenburg ist vor eimgen Uagen zum Besuche ihres Vaters, des Herzogs Joseph, in dem Jagdschloß Fröbliche Wiederkunft eingetroffen. 7 f s a, S 12. August. Die Geseg -Sammlung sür Anhalt verkündet eine Verordnung zur Ausführung des Bundesgeseßes wegen Aufhebung der polizeilichen Beschränkungen er Eheschließung. . A E r pg E alSihe: A ugust. Ihre Königlichen Hobeiten der Großherzog und die Großherz ogin haben, zufolge den der »Karlsr. Ztg.« zugekommenen Nachrichten, am l0ten d. St. Moriß verlassen. Höchstdieselben beabsichtigten an diesem Tage dic Reise bis Davos fortzuseßen, um am llten August durch das Prettigau sich nach Rorschach und N da nad Schloß Mainau zu begeben, wo die Ankunft gestern Abend, gleichzeitig mit dem Eintressen der Prinzessin Victoria und des Prinzen Ludwig von Eberstein-Schloß, stattfinden sollte.

Der Großherzog gedenkt heute nach Karlsruhe zurüctzufkeh: ren , während die Opera zu längerem Aufenthalte auf Scbloß Mainau verbleiben wird. 4 E ea. München, 12. August. Der Prinz Otto ist na Hohenschwangau, die Prinzessin Alexan dra nach Berchtes- Pen N dige Regiczung8blatt publizirt eine Pelannl- machung des Staatsministeriums des Aeußern, nah welcher die Central-Schifffahrts-Kommission für den Rhein am 28. k. M. zur Abhaltung ihrer diesjährigen ordentlichen Session in Mannheim (nicht, wie die »Hof. Corr. « meldete, 1n München) zusammentreten wird. Eine Bekanntmachung des Staats- Ministeriums der Justiz betrifft die Beseßung des Senats Zur Entscheidung der Kompetenz - Konflikte zwischen Gerichts- und Verwaltungsbehörden in den nächsten drei Jahren. :

13. August. (W. T. B.) Den neuesten Bestimmungen zufolge trifft der Kaiser von Oesterreich morgen in Starnberg in, wo der König von. Bayern denselben empfangen wird.

Hesterrei. Wien, 12. August. (Wien. Ztg.) Der Ninister-Präsidenten-Stellvertreter Graf Taaffe ist am 11, d. von Wien in Prag eingetroffen und heute wieder hierher zurückgekehrt. 4 L / E U 11. d. ift der N Graf von Hohenwark- (G in in Linz angekommen. Ol | T Die »Oesterr, Corr V meldet: Der Entwurf eines Gesezes über das Recht, die den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern und den Ländern der ungarische Krone gemeinsame Flagge zu führen, ist vollendet. Der Entwurf bestimmt im F. 1, daß zur Führung der gemeinsamen &lagge diejenigen Schiffe berecbtigt sind, welche wenigstens zu zwel Dritttheilen Eigenthbum- von Angehörigen jener Staatsgebiete sind. Der Entwourf geht vom Handel8ministerium nunmehr an die Übri- gen betheiligten Ministerien und sodann an die ungarische Con- ¡\erenz. Vollendet is ferner der Enirourf eines Scbiffsaichungs- geseßes. Es is in den Grundzügen desselben das englische Aichungssystem adoptirt und zwar in der Absicht, zur Errei- <ung eines internationalen Rechtes in dieser Beziehung beizu- tragen. England hat - die größeren Seestaaten eingeladen, zur Aufäellung eines solchen gleihförmigen Rechtes nutzuwirken.

Agram, 10. August. Eine so eben erschienene Verord- nung verfügt die Rekrutirung für 1869 in Kroatien und Sla- vonien nach den früheren Vorschriften.

Großbritannien und Jrland. London, 12. August. Der türkische Botschafter Musurus Pascha nebst Familie ist nach Konstantinopel abgereist. Während seiner Abwesenheit, die drei Monate dauern soll, wird M. E. Musurus als Chargé d’Affaires fungiren. ,

Die »London Gazette« bringt die Erhebung des Milt- gliedes des canadischen Geheimen Rathes, George Etienne Cartier, in die britische Peerage.

13. August. Die Prinzessin von Teck ist heute von

“einem Prinzen entbunden worden.

Frankreich. Paris, 13. August. Dieser Tage wurden die Güter des verstorbenen Herzogs von Gramont-Caderousse in zehn Loosen verkauft. Sie waren auf 1,020,000 Franken abgeshäßt und wurden mit 1,485,000 Franken bezahlt.

Sriechenland. Nach Berichten aus Athen, 8. August, ist daselbst die Geburt des Kronprinzen auf das Festlichste ge- feiert worden. / i

Auf Kreta hatte am 27. Juli ein Gefecht zwischen den Türken und Kretensern stattgefunden, in welchem die lehteren die Oberhand behielten.

Túrkei. Konstantinopel, 8. August. Nach den mit der Levantepost eingegangenen Berichten war der neue türkische Gesandte Riza Bey in Teheran angekommen.

Admiral Farragut ift na< den Dardanellen abge-

angen.

y 2 Das Protokoll der Gesandten-Konferenz in Betreff der Amtsbefugnisse des neuen Libanon-Gouverneurs Franko Pascha ist vom 27. v. Mts. datirt und besagt, daß, nachdem der Sul- tan im Interesse der Ordnung und Sicherheit eine strenge Be- grenzung der Dauer jenes Mandats nicht für zwe>mäßig er- achtet habe, die Vertreter der Mächte, welche die organischen Reglements für den Libanon (vom 9. Mai 1861 und vom 6. Sep- tember 1864) unterzeichnet, nunmehr in dem Beschlusse einig geworden seien, es als zwoe>mäßig anzuerkennen, daß die Dauer der Amtsbefugnisse des Libanon-Gouverneurs nicht so eng be- gränzt werde , wie dies früher unter andern Umständen habe geschehen müssen. Da ferner die Pforte irrigen Auslegungen vorzubeugen wünsche, so habe Fuad E erklärt, das Man- dat Franko Pascha’s müsse mindestens zehn Jahre Dauer haben, vom Tage der Ausfertigung an gerechnet. „Uebrigens bleibe das, was das Protocoll vom 9. Juni 1861 für den Fall einer Abberufung festgeseßt habe, sowohl vor als nah jener zehnjährigen Frist in Gültigkeit. '

Unterm 11. August wird telegraphirt: Der Justiz- Minister Kabuli Pascha hat an die Beamten seines Ressorts ein Rundschreiben ergehen lassen, welches die Vereinfachung der Procedur vor den gemischten Gerichten anordnet.

Ruland und Polen. Warschau, 11. August. (Ost. Z.) Durch eine Kaiserliche Verordnung werden die Ressortverhält- nisse der griechisch - orthodoxen Warschauer Erzdiöcese nach Auf- hebung der Regierungs-Kommission des Junnern in der Weise geregelt , daß die Verwaltung der gedachten Erzdiöcese dem orthodoxen Warschauer Consistorium unter unmittelbarer Lel- tung der h. Synode in Petersburg, die Enfkscheidung über die Kirchenbauten aber , so wie die Leitung derselben dem Statk- halter des Königreichs im Einvernehmen mit dem Minisier des Innern übertragen wird. Die Angelegenheiten, betreffend die firblihen Verhältnisse des Roskolniks, in den Weichsel-Gouver- nements, die nah wie vor der Verwaltung der Gubernial- Behörden und des Statthalters überlassen bleiben, ressortiren nah Aufhebung der Regierungs-Kommission des Innern vom Minister des Jnnern.

Amerika. Aus Washington wird per Kabel gemeldet, daß Thaddäus Stevens am 12. August gestorben ist.

-—— Aus Caraccas traf in Jamatca von dem proviso- rischen Vertreter der amerikanischen Union bei dem Vereinigten Staaten - Konsul folgende Zuschrift (datirt St. Thomas, 18ten

in:

E Herc Sie würden mich höchlichst verbinden, wenn Sie sobald als möglich nah Empfang dieses: Schreibens den nächsten fommandirenden Marine-Offizier der Union bitten und ersuchen woll- ten, unverzüglich ein Kriegsschiff nah Puerto Cabello und La Guayra abzusenden. Alle Vertreter der fremden Mächte in Caraccas und den beiden leßtgenannten Orten und alle dort ansässigen fremden Ein- wohner Linen in Betreff der Nothwendigkeit, mit Waffengewalt das Eigenthum, das alle Tage geraubt wixd, und jogar das gefährdete Leben der Ausländer in Venezuela zu s{<üßen, volllommen überein. Die Dringlichkeit der Sache is so groß, daß ich mich nach St. Thomas begeben habe, um ein amerikanisches Kriegsfahrzeug zu suchen, doch ist weder dort noch in Santa Cruz eines zu finden.«

ATNLO 410-7