1889 / 220 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Senf 18—24 #4, Kümmel 40—46 #, Mais loco 12¿—13} 4, Buch- weizen 16—17 Æ, inländishe weiße Bohnen 21—23 #, breite Flahbohnen 25—28 Æ, ungaris<e Bohnen 20—21 #, galizishe und russishe Bohnen 17—19 #, Hanfkörner 19—21 #, Leinkuchen 15}3—17 Æ MWeizenshale 10 #, Roggenfleie 10 A Raps- kudben 163—17è Æ, Mobn, weißer 38—42 , do. blauer 36—40 #, Hirse, weiße 19—22 A4 Alles per 100 kg ab Bahn bei Partien von mindestens 10000 kg. _

Nah dem Ges{äftsberiht der Württembergis<en Kattunmanufaktur in Heidenheim beträgt der Bruttogewinn für 1888/89 841 569 A gegen 739 839 # im Vorjabr. Von dem Bruttogewinn sollen 150 127 M (1887/88 142794 #4) iu Abschrei- bungen verwendet werden, davon 50000 # auf Waaren-Conto, für Delcredere-Conto sind 62217 M (1887/88 15216 A) bestimmt. Weitere 10000 4 werden dem Obligationen-Tilgungs-Conto, 50000 A (1887/88 40 000 M) dem Reservefonds und 40 000 Æ einer Reserve für Neuanschaffungen zugewiesen. Für Tantièmen werden 28132 M, für den Unterstüßungs- und Pensionsfonds 20 000 M verwendet, die Dividende wird, wie im Vorjahre, mit 20 9% in Vors{&lag gebrahti und 43191 Æ (1887/88 39 080 M) bleiben für neue Re<nung. Für neue Maschinen sind im verflossenen Be- tricbéjahre 40 955 M ausgegeben, für sonstige Herstellungen und In- ftandbaltung der Fabrikanlagen 106 429 #4, wel<he aus dem laufenden Betriebe bestritten wurden. j

Görlis, 14. September. (W. T. B.) Der Aufsi{tsrath der Aktien-Gesellschaft für Fabrikation vonEifenbabn- material (Lüders) hat die Dividende für das abgelaufene Ge- schäftsjahr auf 12%, festgeseßt.

Magdeburg, 14. September. (W. T. B.) Die heutige Generalversammlung des Zu>ererportvereins einigte si nat lebhafter Besprebuna dabin, daß die Mitglieder von der am 12. Juli bis zum 15, September vertagten Wiederaufnabme der Re- gulirung ibrer Kontrakte au< na< dem 15. September no< absehen, bei Gegenseitigteitsges{häften aber sofort nad Aufstellung der Kom- pensationsnote bezahlen. Ferner wurde besblofen, die S{lußschein- bedingungen und Kontrakte gänzli< mit denen der englis<hen Affsociationen in Uebereinstimmung zu bringen.

Wien, 14. September. (W. T. B.) Ausweis der Oester- reidish-ungaris<ben Staatsbahn in der Woche vom 3. bis 9. September 835 377 Fl., Mehreinnabme 8497 Fl.

14, September. (W. T. B) Der Minifter des Annern bat der Wiener Unionbank die Konzession zur Errihtung einer Aktiengesells<aft unter der Firma „Erste Oesterreichi] <e Aktiengesellschaft für öffe-:tlihe Lagerhäuser“ ertbeilt. Als Aktienkapital sind vorerst 1 009 009 Fl., in 5000 Aktie à 200 F[l., fe!tgeleßt.

London, 14. September. (W, T. B.) An der Küste 2 Wei en- ladungen angeboten.

Bern, 14. September. (W. T. B.) Der Verwaltungsrat. der Jura-Bern-Bahn hat den Vertrag über die Fus:on m t) er Schweizer West babn etnitimmiq gene-migt

New-York, 14. Sevtcmker. (W. T. B.) Der Wertb der in der vergangenen Wowe eingeführten Waaren betrug 8475 728 Doll, gegen 6698 516 Doll. in der Vorwote; davon für Stoffe 2173 689 Doll., gegen 3 055 950 Doll. in der Vorwote.

Verkehrs - Anstalten.

Hamburg, 14. September. (W. T. B.) Der Post- dampfer „Wieland“ der Hambwrg - Amerikanis<{en, Padcetfahrt-Aktiengesell\@aft ift, vonNew-Vork kommend heute Abend auf der Elbe eingetroffen.

Triest, 15, September. (W. T. B.) Der Lloyddampfer eEspero“ ist, von Konstantinopel kommend, heute Nachmittag hier eingetroffen.

Theater und Musik.

Königliches Opernhaus.

Das Zuftandekommen der gestrigen „Lobengrin“- Vorstellung war dadur ernstli< gefährdet, das Hr. Bet, welcher den Telramund singen follte, no< in leßter Minute absagte. Das dicht besetzte Haus batte fast {on eine balbe Stunde vergebens auf den Beginn gewartet, als der Vorhang si bob und die Mittheilung gema<t wurde, daß wegen eingetretener Hirdernisse Hr. Beg nit singen könne, daß aber Hr. Bulß die Güte babe, für ibn einzutreten und zuglei um Nawbsicht bitte. Ferner war für Hrn. Biberti, der den König Hein- rih fingen follte, aber beiser geworden war, Hr. Schinkel eingetreten. Troß dieses plötlichen doppyelten Rollenwebsels ging die Vorftellung glatt von statten. Hr. Bulß batte keine Ursache gebabt, um Natbsi(t zu bitten: der Sänger seßte seine beste Kraft ein und erfreute sowobl dur das <arafteristishe Gepräge, wel<hes er der Rolle gab, wie dur seine deutlihe Aussprache, Eine vorzügli®be, oft dur< lebhaften Bei- fall belobnte Leistung im Spiel wie Gesang war die Ortrud der Fr. Staudial. Der Lobengrin war in den bewährten Händen des Hrn. Heinri Ernst, Frl. Hiedler gab die Elsa in ansprebender Weise, wenn au< zuweilen in den boben Lagen der Ton etwas {arf war. Trefilih gingeu au die Chöre, insbesondere am Stluß des 1. und 3. Aktes. Zu wünschen wäre, daß während der Einleitung zum ersten Akt die Manren und Ritter von Brabant binter dem Vorhang i etwas rubiger verhielten, um den Genuß der berrli<en Töne, in denen die Ouverture ausklingt, nit zu stören. Dem Königlichen Institute gereiht es zur Ehre, daß es im Stande ist, so plôtli® eintretenden Hindernissen, wie es gestern der Fall war, zu begegnen und dabei cine in jedem Betracht bervorragende Aufführung zu ermögli®en.

- Königlihes Schauspielhaus.

_ Im Körialiven Schau'pielbause ging am Sonnabend Shake- ]peare $ „Romeo und Julia“ unter der Leitung des neuen Direktors, Hrn. Dr. Devrient neu einstudirt in Scene. Der Büknenbearbeitung ist die Swlegel’she Ueberseßzung, wel<e mit Recht als die vorzüglibste gilt, zu Grunde gelegt worden: die Regie bat dieselbe freilib manchen Aenderungen unterwerfen nunen, um den zu bâäufigen, stôörenden Scenenwe<{sel zu vermeiden, as Vramz weit in dieser neuen Inscenirung nur eine zehnmalige Veränderung der Dertlibkeit auf, für ein Shakespeare'\<es Schauspiel gewiz wentg. Bemerkenêwertb ist namentlih die Vereinfahung des vierten Aktes, der nur in JIulia’s Zimmer spielt. Romeo entflieht aus demselben, die Eltern fünden der To&ter zürnend die nabe Ver- mäblung mit Paris an; der bülfeheisbende Gang Julias zu Lorenzo wird dadur$ vermieden, daß ibr mitgetheilt wird, der Mön weile als Tröster der um Tvbalt's Tod trauernden Eitern im Oause; Lorenzo bringt ibr das Fläs&>en mit dem Wunder wirkenden Kräuter?aft auf das Zimmer, und daran {ließt sib glei die SWlaftrunkscene. Nicht weniger ges<i>t ist der zweite Akt in- 1centrt ; Lorenzo su>t seine Kräuter nit im abges<lo}enen Klosterçarten : die Zuschauer seben die äußere Gartenmauer des Klosters mit einem Pförten, etwas böber die taran stoßende Kir&e; eine Steintreppe fübrt vom Kir&plaz binunter zu kleinen Gartenanlagen, wel<&e einen öffentliden Plag bilden. Hier subt Lorcr;o des Morgers8 seine Kräuter und trifft mit dem liebeseligen Romeo usammen; dann treten Mercutio und Venvolio \@erzend auf; die Amme bringt eben dabin ibrer lungen Herrin Botschaft an Romeo, und endli crsheint auc bier Julia zur Vermäblung. Alle diese Einarife in Skbakespeare’s Anlage sind wobl bere<net und au wobl bere>tigt; sie geben Zeugniß von dem emsigen Bemüben, die Tragödie mögli<st überüctli®< und wirkungsvoll zu gestalten und tem allgemeinen Verständniß näher zu bringen. Weniger können wir uns mit andern kleinen Neverungen befreunden. Die erste Begegnung JIulia's und Romeo's ift von Sélegel jo poetish und duftig wiedergegeben daß einzelne Wortänderungen wobl nit notbwendig waren; bier wollen wir au glei bemerken, duß das “Entbrennen in Liebe auf

dem in einer Ee ste‘enten Romeo zu, und bli>t ibn während der Dauer des Tanzes durchdringend an, ehe sie no< ein Wort mit ihm gewetselt hat; das tut der feus&en Mädcenbaftigkeit Julia's Abbru6. Ferner ist zu bedauern, taß in der dritten Scene des ersten Aktes, in dem Gespräch der Gräfin Capulet mit Julia und ter Amme, die Rede der ges<hwäßigen Alten so verkürzt wurde, daß der naive Humor daraus entflohen ist. Die Darstellung erfreute si< des allgemeinen Beifalls, r. Matkowéeky gab den „Romeo“ mit über- strômender Sinulichkeit und jugendliher Gefühlsübershwänglitfkeit. In der Ball- und au in der Balkonscene ersti>te das Uebermaß der lodernden Liebesgluth oft die Klarkeit der Rede; die Worte stürmten beraus und überhasteten s<. Hr. Matkowsky spielt den Romeo überhaupt in starken realistis&en Farben, aus der süd- ländis<hen Leidenschaftlihkeit des heißblütigen Verliebten beraus; es ist gewiß eine Auffassung, wel<e ihre Berehtigung bat, do< würden wir sie lieber etwas idealisirt und dadur in âsthetis&er Richtung gemildert sehen. Die Julia der Fr. von Hochenburger ist bekannt; die Künstlerin spielt sehr graj¡iöss und an- muthig, mit zarter Empfindung; rad dem Monolog des vierten Afts erzielte sie sogar einen Hervorruf. Den „Bruder Lorenzo“ gab Hr. Oberländer etwas nüchtern, aber fehr verständig. Eine sehr gute Leistung bot Hr. Grube als beißblütiger, bändelsucdender „Tvbalt“, und ebenso Hr. Sauer als der gestrenge Vater Juliens, Fr. Seeba<h fkonnte in ibrer verkürzten Molle als „Amme“ den Humor ni<t so uwühsig zur Wirkung bringen, wie es ihrer Zeit Frau Frieb vermochte; ihre , Amme“ ift etwas vor- nebmer urd gesprei;ter. Wenig am Plate fühlte s< Hr. Vollmer als „Benvolio*; seine gute Laune war zur Untbätigkeit verurtheilt und mit der Ergriffenheit bei Mercutio's Tod konnte er nit re<t fertig werden. Die Darstellung ging im Ensemble glatt von statten und erfreute si< allseitig der lebhaftesten Anerkennung, wel<e in dem lauten Beifall, besonders zum S6&luß der Aufführung

zu Tage trat. Wallner-Theater.

Aut die weiteren Aufführungen der Novitäte:. , Madame Edouard“ und „Die Grammatik“ fanden die beifälligste Aufrahme. Der erst- genannte S&wank hat tur< cine am St{luß des zweiten Aktes vor- genommene Scenenänderung an komis>er Wirksamkeit no< gewonnen,

e Victoria-Theater.

Demnäft wird Hr. Deuts, ein jugerdliher Held, der früber am Berliner Theater engagirt war, auf Éngagement gastiren. Direktor Litassy ift unablä!sig bemüht, das s{auspieleris%e Ensemble des er- folgreihen Auéstattungsstü>es „Stanley in Afrika* zu vervoll- kommnen.

Friedri{-Wilbeimstädtishes Theater.

_ Obwohl die neue Operette von Zumpe, „Karin®, bei den Wiederbolungen eine Aufnahme gefunden hat, die an Wärme ni<ts zu wünsen übrig läßt, so ist Direktor Frißshe do sofort zur Vor- bereitung der zweiten Winter-Novität geschritten. Es ist dies die neue Operette „Der Polengraf“, deren Text, na einem de Grabl’s&en Entwurf von Richard Genée und Julius Frißs<e verfaßt, Louis Roth in Wien, der Komponist des „Mirza-Schaffy*, in Musik gesezt hat.

e Residerz-Theater.

__ Das Swauspiel „Fernande“, bleibt aut ferner auf dem Revertoire. Die bisher von Hrn. Kirsch gespielte Rolle des André bat für die weiteren Wieder ;olungen dieses Stü>s der Regisseur Hr. Emil Lessing übern-mmen. :

De Vere zux Begründung deuts<her Volksbübnen in Berlin bâlt feine Generalversammlung am 390. September im Arcitektenhause, Wilkbelmstraße Nr, 92/93 8W., ab. Außer den ges<âftlihen Angelegenheiten des Vereins sollen auch Gegenstände von allgemeiner Bedeutung erörtert werden. Hr. Baurath Sturm- hoevel wird einen kurzen Vortrag über den Bau ciner Volksbübne balten. Der Verein beabsihtigt, im Laufe der ersten Wintermonate eine Reibe von Vorträgen balten zu laffen, die im engsten Zusammen- bange mit den Bestrebungen des Vereins steten und für alle Theater- freunde Interesse haben werden. i

_— Se. Königliche Hobeit der Großherzog von Baden bat, wie die „Karl2ruder Zta.“ meldet, unter dem 12. d. M. den Dr. Albert Bürklin von Heidelberg zum Vorstand der General-Direk- tion des Grofberzoglihen Hoftheaters in Karlsrube, unter Verleibung des Titels „Intendant“, ernannt.

Wien, 14, September. (W, T. B.) Der beutigen Eröff- nung des deutschen Volks-Theaters wohnte ein zablreihes Publikum aus den besten Kreisen der Stadt bei; auG Minister- Präsident Graf Taafffe war mit Familie anwesend, cbenso andere Mitglieder des Ministeriums und Leputationen aus den Pro- vinzen, Als die Ouverture in die Volksbymre ausfklang, erhob id das Haus. Diéter und Künstler wurden im Laufe des Abends wiederholt dur< lebbaften Beifall au®gezeihnet. Bei dem fodann folgenden Bankett brate Vereint-Präsident Tbonet ein begeistert aufge- nommenes How auf den Kaiser, den alles Gute und S{ène fördernden Monarchen, aus.

Mannigfaltiges.

_ Von Sr. Dur&laucht dem Reibskanzler Fürstcn von BViämar> owie von den beiden leitenden Staatsmännern Oesterreih-Unaarns und Italiens, Graf Kálnoky und Crisvpi, liegen uns aus dem Atelier des Hof-Photographen Jul. Braaß wobhlgetroffene Photo- grapbien in Kabinet-Format vor. Die Photographie des Reih8- fanzlers ist im Reichêtage am 18. Mai d. F. aufgenommen und stellt ibn balb auf einer Polsterbank sitend dar. Graf Kálnokv wurde am 15. August, Minister-Präsitent Criëpi am 25. Mai im biesigen Königlichen Schlosse beide sitßzend und in ganzer Figur auf- genommen. Diese beiden Photographien können somit zur Erinnerung A die diesjährigen Vesute der österreihishen und italienishen Gäste ienen.

__ Der von dem Vorstande der Deutshen Allgemeinen Aus- stellung für Unfallvertütung in Aussicht gestellte Katalog für die Konkurrenzentwürfe zum Kaiser Wilbelm-Denkmal ist ers<ienen (Carl Heymann's Verlag, Berlin) und für 20 4 zu baben. Derselbe entbält einen Situationsplan, die laufenden Nummern der Entwürfe (im Ganzen 149), sowie das Motto derselben und giebt den Aufstellungsort an. i

,_ Im Wissenschaftliben Theater ter Gesells&aft Urania wird der Vortrag des Herrn Dr. Koerber, welcher am leßten Mittwoch lo großen Erfolg erzielte, in dieser Woche wiederholt werden. Ferner wird in dieser Woche von Dr. Dreyer ein Vortrag über das ganz neue Forshungtgebiet der in den dunfelen Tiefen des Welt- meercs lebenden Ges{öpfe, über die Art, wie die Forschungen über dieselben 4000 m unter dem Meeresspiegel angestellt werden, und über die bôbst merkwürdigen ptysikalischen Erscheinungen, die man bierbei wahrnimmt, gehalten werden,

Das Militär-Massenconcert, welhes eine Wiederbolung des großen Zavfenstreichs vor dem Kaiser von Oesterrei bringen wird und der ungünstigen Witterung wegen am leßten Freitag aus- fallen mußte, findet nunmehr am nätsten Mittwoch, den 18. d. M, im Landes-Ausftellungs8park ftatt.

Mr, Edison bat beute Mittag mit dem ra Frankfurt a. M. gehenden Warlertuge Berlin verlaffen. Zur Verabschiedung batten si auf dem Bahnhof Friedrihstraße der Gebeime Regierungs- Rath von Siemens und zablreie Vertreter der Presse sowie andere Herren eingefunden. Mr. Edison begiebt sih direkt nah Heidelberg.

Ueber die Witterungsverhältnisse im Monat Auguf - . , E .-; - . - stt reibt die „Statist. Corresp.*: Gleih seinem Vorgänger zeicnete si< au der August in wenig vortheilhafter Weise dur die Ungunst

den ersten Vli> von Sr. von Hotenburger nah unserm Empfinden ¿u star? markirt wurde; die tanzende Julia wendet den Korf zurüd>,

seiner Witterungsverbältnisse aus. Die Zahl der keiteren Tage war

| zweiten Hälfte des Monats, wo die Temperatur die normale erreidte theilweise sogar um mebrere Grade übeiftieg, berrs<te kübles, zy Nieders<lägen neigendes Wetter, so daß das Monatsmittel der Temperatur allenthalben binter dem vieljährigen Dur<bschnitt zurü g, blieb. Der Westen wies den größten Fehlbetrag von auf, wäh, rend si< die Temperaturverbältnisse weiter nah Osten und namentli nah Südosten bin mehr den normalen näherten; die Abweiun betrug in SWlesien nur $9, Bemerken8wertb ist dabei das zab[, rei@e Auftreten von Gewittern, indem nur ein Tag verging, obne daß Mittheilungen über elektris<e Entladungen einliefen.

In urfäbliwem Zusammenhange biermit steht die ziemli un: gleihmäßige Vertbeilung der Niedershläze, die wäbrend der oft nur ein geringes Gebiet umfaïenden Gewitter ¡zum Theil sehr ergiebiger Natur waren. Iu Folge dessen zeigten die Küstengegenden und der Westen der Monarcie nambafte Uebers<üsse über das vieljäbrige Mittel, welhe 50 und mehr Millimeter erreibten, wäßrend der Sù- den und Osten troß der 15 und mehr Nieders(lagêtage no< nega- tive Abweichungen aufwiesen. :

Vie Ursace der ungürstigen Witterung, wel<e dem vergangenen Monat einen so unfreundlihen Charakter verlieben bat, ist in dem bäufigen Auftreten von Depressionen zu suchen, wel(e zuerst im Westen Irlands auftaußten und dann meist in nordöftliher Richtung, ¿zum Theil an unseren Küsten entlang, ibren Weg nabmen.

Bremen, 13. September. (W. T. B.) Dem Vorsiand- der Gewerbe-Industrie-Ausfstellung, wel&e im nähsten Jahre bier stattfinden soli, ist Seitens des Reihs-Marineamts mitgetheilt worden, daß Se. Majestät der Kaiser die Betbeiligung der Kaiserliden Marine an der Ausstellung genehmigt babe. Die Kaiser- lie Werft in Wilhelmshaven ist angewiesen worden, mit dem Vor- stande der Auestellung die nöthige Vereinbarung zu treffen.

: Homburg v. d. O., 13. September. (Wiesbad. Presse.) Der Bürgermeister S{leußner und der Kurdirektor Scult-LeiterSbofen überreihten gestern Ibrer Könialihen Hoheit der Prinzessin Sophie von Preußen, der Braut des Kronprinzen von Griechenland, Namens der Stadt ein pra&tvolles, in Silber ges triebenes, mit den grie<is<en Farben, dem grie@ishen Wappen und dem deutschen Reichsadler geshmüdtes Album, wel<es Ansitten von Homburg und Umgebung entbält. i

_ Prag, 14. September, Abends. (W. T. B.) Auf dem biesigen Staatsbabnbofe braH beute Feuer aus, weldes den DaGboden des Restaurationëgebäudes und das zweite Sto>werk des leßteren zer- stôrte. Nach zwei Stunden war der Brand bewältigt. j

_ Erzerum. Ueber ein versunkenes Gebirge wird beri>tet: Eine an den Untergang Pombpejis erinnernde Katastrophe ist am 2. August über das Dorf Kanzorik in Armenien bereingebro<en und hat die Vers<hüttung dieses Dorfes sowie das theilweise Versirken des unter dem Namen Ziarot-Dagbi bekannten vulkanishen Gebirges zur Folge gehabt, Der dortbin eutsendete Vertreter der „Dette pu- blique“ hat darüber einen amtlihen Bericht erstattet, dem Folgendes entnommen ist: Das kleine, 215 Einwohner zäblende Dorf Kangorik war im Bezirk von Tortum, welher zum Vilajet von Erzerum gebört, gelegen. Das Dörf<en kefand fi in etnem engen Thale, ungefähr 1600 m über dem Meeres\piegel und war von Erzerum 60, von Nikhab, dem Sitze des Kaimakams, 10 km entfernt. Die Bewohner von Kantorif, wel<e dur< unterirdis<es Getöse ershre>t worden waren und bemerkt batten, daß die Quellen am Ostausgange ibres Thales plöglih ver- siegten, maten der Behörde hievon Mittbeilung, wel$e die Ein- wobnershaft zum Verlassen des Dorfes aufforderte. Do ebe no< die Leute Zeit gefunden hatten, dieser Weisung nahzukommen, wurde am 2. August um die Mittagsftunde ein s<re>li©es Getöse gek ört, ein Theil des Gebirges bra< in sh zusammen und das kleine Dorf wurde unter einer riesigen S{lammmasse begraben, wobei 136 Menschen den Tod fanden. So viel gebt aus den Berichten der Ueberlebenden der entseßlihen Katastrophe hervor. Einzelne versichern, einen rothen Strom gesehen zu haben, was den Schluß zulaffen würde, daß der S{lamm, welher das Dorf begrub, feuer- flüssig gewesen sei. Der General-Gouverneur von Erzerum, Samih Pasa, beeilte si<, Hülfêmannschaften nah Karßzorik ju entsenden, um weiterem Unheile vorzubeugen. Da auh die anderen Dörfer jener Gegend bedrobt s<ienen, ließ er dieselben von den Einwohnern râumen und beauftracte mi, an Ort und Stelle die Ursache der Katastrophe 2 aus dem geologis@en Gesichtspunkte zu erforshen. Ih begab mi am 9. August nah dem Unglü>sorte. Das Land des Bezirks Tortum entftammt der zweiten Erdbildungêperiode und weist juraftalf- baltigen Trias8- und Kreideboden auf, der aber in Folge einer plutonishen Erdbewegurg zerrissen wurde, und beute ragen aus demselben riesige, aber kein bestimmtes System aufweisende Massen Tra&yt-, Granit- und Basaltfelsen auf, wel<e no< zablreite Spuren primärer Bil- dung zeigen. Auf dem Wege von Nikhah na< Kangzorik fiel mir eine große Anzabl von Shlammklümpchen auf, welche mit den Rund- fieseln des Hohlweges, der tas große Thal von Kanzorik abs{ließt, vermis<t lagen. Diese Klumven, wele einen Durhmesser von 10— 40 cm baben, bestanden aus Sand und Kalkbru{stü>en, welche dur eine ashenartige Masse zusammengekalten wurden, die erst na< der Katastrophe von Kantorik bemerkt worden. Nad einem ¿stündigen Marsche war ih am westliea Eingange des Thales argelangt und konnte mir nun Reherschaft von der Umwälzung geben, die si vor s Tagen ereignet batte. Von dem Orte, wo ic stand, erstre>te si< in der Rihtung von Ost na6 West in einer Länge von 7—S8 km und einer Breite zwis<en 100—300 m bis zum Fuße des großen östliden Gebirges, gleih einem erstarrten Flusse, eine fest- ewordene S@&lammmasse, deren obere Sit von blau-grauer Färbung war. Diese Masse, wel<e auf ungefähr 50 Millionen Kubik- meter ges<äßt werden kann, bildet eine wellenförmige Fläche, deren einzelne Auébauchungen bis zu 10 m Höbe aufweisen, was zur Genüge beweist, daß die Masse, wele in flüssigem Zustande aus dem Erdinnern an die Oberfläche geshleudert worden, bier dur< die Berührung mit der kalten Luft und das rasche Verflücktizen der mitgefübrten Gase erstarrte, wobei die Oberfläche die Spuren der wellenförmigen Bewegung behielt. I< durhs(ritt nun das ganze Thal bis zur Stelle, wo das Dorf Kantzorik gestanden; dieselbe ift dur cine stärkere Erböbung der Shlammmasse kenntlich, ans<einend in Golge des Widerstands, auf den sie hier ties. Bruchstü>e von Gebäuden waren von der Eruptionsmasse bis an das entgegengesetzte Ende des Thales getragen, wo sie no< liegen. Weiter vpordringend, gelangte i< an den Fus de3 Hügels, am Nordabbange des großen Gebirgszugs; daselbst konnte i in Folge der zablreihen tiefen Ein- senkunger, Spaltungen und au Grbebungen des Bodens nur mit großer Schwierigkeit bis zum Gipfel gelangen. Doch wurde ic daselbst für meine Mübe dur den Anbli> eines im vollen Zerfalle befindlihen Ge- birges ents<ädigt. Das große östliche Gebirge war auf allen Seiten ge. spalten und wies auf mebr als 100 m Breite eine riefige Höblung dar, wel<he dur das Versinken eines großen Theiles des westlichen Abbanges entftanden war und einen riesigen Einschnitt ¡wischen diesem Theile des Gebirges und seiner Basis darstellte. Diesem Riß durch den Berg, dessen Bodenflähe dem Auge dur< eine Terrainfalte ver- borgen iît, entitrômte zweifellos die Shlammmasse, welche, wie er- zählt wird, einen penetranten Geruh au8ftrömend und Tod und Ver- derben verbreitend, das blühende Thal übershnemmt bat. Tie flüssige Masse strömte mit solher Gewalt aus, daß sie hwere Fel8- blôde fortriß, dur deren Entfernurg die oberen Fel8partien ftellen- weise den Halt verloren und einbraten.

New-York, 13. September. (A. C.) Der Sturm der leßten drei Tage bat in der Delaware-Bai 29 Shhiffe ver- nihtet, wobei 31 Menschenleben zu Grunde gingen. Die Rettungs- apparate am Kap Delaware retteten 190 Leben. Das ruhige Wetter febrt allmäbli< zurü>, und die verspäteten Schiffe fangen an, in New- York einzutreffen.

äußerst gering; mit Ausnahme weniger Tage am Beginn und in der

1. Ste>briefe und UntersuGungs-Saten. 9. Zwa L Â, Brckzfe, Vervachtungen, Verdingungen 2c.

ngsvollstre>ungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. 4 Verloosung, Zinszablung 2c. von öffentlichen Papieren.

Deffentlicher Anzeiger.

5. Kommandit-Gesells<aften auf Aktien u. Aktien-Gesells{. 6. Berufs-Genofsenschaften.

7. Wowen-Au8weise der deuts<hen Zettelbanken.

8, Verschiedene Bekanntmachungen.

A 1) Steckbriefe 3 und Untersuchungs - Sachen.

30663

[ In L, Strafsa®e gegen den Anton Luxem, ge- n am 30. O zu

Sontiguv bei Met wobnbaft, jet obne bekannten

Mohn- und Aufenthaltsort, wird, da der Angeschul-

0. September 1889, Vormittags 11 Uhr, bc-

stimmt. Der Tbeilungëplan und die Rechnung des Sequesters werden 1 Wote rorber zur Einsicht der Betheiligten auf der Geri&tsschreiberei nieder- gelegt sein.

Röbel, den 13. September 1889.

August 1865 zu Tkür, zuleßt in | Geri(tsschreiberei des Großberzoglihen Amtsgerichts.

digte des Vergebens gegen $. 140 Absaß 1 Nr. 1 | {30607]

des Strafgeseßbuhs beschuldigt ist, auf Grund

der $8. 480, 325, 326 der Strafprozeßordnung, zur | dem Büdner Harna>'s<en Erben gehörigen Büdnerei sparkasse Kötting unterm 1. Dezember 1855 de-

In Sathen, betreffend die Zwangéversteigerung der

De>ung der den Angeschuldigten möglicherweise tref- | Nr. 3 zu Zapel steht zur Abnahme des Sequesters,

fenden höbsten Geldstrafe und der Kosten des Ver- | zur Erklärung über den Tbeilungsplan, fowie zur | Tus ten Sparkassebu@es, Hauptbut Fol. 269, s n im Deutshen Reihe befindliche Ver- D als R, Vertheilung Termin auf Montag, o nr ans ao F aaa E: S den 30. September 1889, Vormittags | 328 4, und 50 Fl. = 85 # 71 A, welche Kapi- 11¿ Uhr, vor dem unterzeihneten Gericht an, | jglien mit den bis 1. Januar 1888 admassirten wozu die Betbeiligten bierdur< geladen werden. S

mögen des Angesculdigten mit Beschlag belegt. Mey, den 7. September 1889. Kaiserlihes Landgericht, Ferien-Strafkammer.

[30664] - i : In der Strafsache gegen den Friedri Leo Voyer, aeboren den 28. Februar 1865 zu Burbach, zuleßt in

Meck wohnbast, wird, da der Augeschuldigte des [9694]

Bergzehens gegen $. 140 Absatz 1 Nr. 1 des Straf- ‘eseßbus besculdigt ist, auf Grund der SS. 480, 395, 326 der Strafprozeßordnung zur De>ung der den Angeschuldigten mögliberweise treffenden bölsten Geldstrafe und der Kosten des Verfahrens das

Angeschuldigten mit Bes(lag belegt. Megsz, den 7. September 1889. Kaiserliches Landgericht, Ferien-Strafkammer.

[30546] Bekauntmachung. S Dur Beschluß der Ferienkammer des Kaiserl. Landgerihts zu Zabern i. Elf. vom 5. Septbr. 1339 wurde das im Deutschen Reiche befindlihe Ver- mögen des der Verleßung der Wehrpflicht angeklagten Friedrih Schmu>, geb. am 7. Februar 1866 in Bärentbal, zuleßt Feilenhauer in Morsweiler, mit

Beschlag belegt. A avec, den 11. September 1889. Der Kaiserl. Erste Staat2anwalt.

I

2) Zwangsvollftre>ungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

(26579) Bjwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvcllstrekung follen die im Grundbule von S{hwerinsdorf Band I. Blatt Nr. 8 und 9 auf den Namen der Erben des weil. Marten Garrels Be>ker in Shwerintdorf eingetra- genen, zu Schwerin8dorf belegenen Grundstü>e am 14. November 1889, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeihneten Gericht im Be>er'schcn Wirth8hause zu St{werin8dorf versteigert werden. Die Grundstücke sind mit 29,64 4 Rein- ertrag und einer Flähe von 8,88,80 Hektar zur Grundsteuer, mit 120 Æ Nugzungêwerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblattes können in der Gerichtsschreiberei, Abth. T11. bieselbst, eingesehen werden. Alle Realbere<tigten werden aufgefordert, die ni6t von selbst auf den Erfteher übergehenden Ansprüche, deren Vorbandensein oder Vetrag aus dem Grundbuce zur Zeit der Eintragung des Ver- steigerungsvermerks nit bervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wieder- fehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Ver- steigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspri<t, dem Gericht glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben_ bei Feststellung des geringsten Gebots nit berüdsihtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berü» sittigten Ansprühe im Range zurüd>treten. Die- jenigen, wel<e das Eigenthum der Grundstü>e beanspruchen, werden aufgefordert, vor Sluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru an die Stelle des Grundstü>s tritt. Das Urtheil über dieErtbeilung des Zuschlags wird am 19. November 1889, Vormittags 11 Uhr, an Gerichtsstelle rerfündet werden. : Leer, den 7. September 1889, Königliches Amts3gericht. III. (Unters<rift )

30582] 5 ; A

In Sachen des Lederhändlers Hr. Wiedefeldt zu Alfeld, Klägers, wider den Schuhmacher Fr. Blinne ¡zu Grünenplan, Beklagten, wegen Forderung, wird, nabdem auf Antrag des Klägers die Beschlagnahme der dem Beklagten gehörigen Grundstüd>e

Konkurt verwalter der

Crivitz i. M., den 12. September 1889. Großherzoglih Me>lenburg-Schwerinsches Amtsgeri<t.

Aufgebot.

beraumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelde

[21564]

Hilpoltstein, den 9. Juli 1889.

Der Kaufmann D. E melden und das SrarkafsebuH vorzulegen, widrigen- ), Trt v f s fn FtTAS s ird. Eier, vertreten dur< den Re<ttanwalt Justizrath falls dasselbe für fraftlos erflärt wird Wilde S l das A E E E ; F ; ide S B s lam 14. Mai 1888 ausgestellten Wecw!els uver im Deutsten Reice befindlide Vermögen des 369 M, zablbar am 14, September 1888, gezogen auf August Frey zu Uichteriy bei Weißenfels und von demselben acceptirt, auf defsen Rükseite nur das offene Giro des H. Brill ftand, beantragt. | (1, 8) Der Inbaber der Urkunde wird aufgefordert, 1pa- testens in dem auf Mittwoch, den 4. Dezember E 1889, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeic- | [21572]

i theilung TII., Zimmer 15, an- : 4 neten Gerichte, Abtheilung UL, _Z n ' ron Milta<$, alé Vertreter der Gemeindeverwaltung

H. Brill

uf dem Anwesen der raGbezeihneten Besißer sind in den treffenden Hypot ia S den re<tmäfßigen A dieser Forderungen fru>@tlos geblieben und vom Tag ter le i an gereGnet dreifig und mebr Jahre verstrichen sind, fo ergebt auf Antrag der na<benannten Pfandobjekté Reit zu baben glauben, die Aufforderung, innerhalb se<s Monaten, spätestens L 19. Februar 1890, Vormittags 9 Uhr, dabier ihre Ansprüche und Rechte anzumeld Hvpotbekenbüchern gelöst werden, gemäß $. 82 des

und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraft- loserklärung der Urkunde erfolgen wird. Weißenfels, den 9, Mai 1889.

Königliches Amtsgericht. Abtbeilung TII.

[21571] Aufgebot. i

Auf Antrag des Söldners Jakob Traurig von Stacesried, als Erbe des verstorbenen ledigen groß- jährigen Söldnerssobnes Georg Traurig von Stacheëried in seinem und weiterer 4 Erben Namen wird der urbekannte Inhaber des von der Distrikts-

ztehungêweise 1. Oktober 1856 und 1. Oktober 1858

Zinsen 1795 Æ 50 S betragen, wozu die laufenden

insen seit 1. Jaruar 1888 fommen, na<hdem dieses Sparkassebu< zu Verlust gegangen und niht mehr aufgefunden werden fann, aufgefordert, seine Rechte spätestens am Aufgebotstermine vom Donnerstag, den 13. März 1890, Vormittags 9 Uhr, im Sitzungssaale des unterfertigten Gerites anzu-

Kötting, am 6. Juli 1889. : Kal. Amtsgericht Kößting. Der Kal. Ober-Amtérichter: (L. 8.) Lehner. Zur Beglaubigung : Kögtting, am 13. Juli 18898. Geritts]chteiberei des K. Amtsgerihts Kößting. Teufel, K. Sekretär.

Aufgebot.

Auf Antrag des Bürgermeisters Michael Wieser

Ausfertigung. Aufgebot.

Königliches Amtsgerit.

ekenbüchern unten aufgeführte Forderungen eingetragen. Va dle ten auf diese Forderungen s< beziehenden Handlungen

Hypotbekengesetes in der abgeänderten Fassung des Art. 123 des bayr, A

Milta<, wird der unbekannte Inhaber des von der Distriktssparkasse Kößting für den Brü>enbaufond Milta< unterm 16. Januar 1883 beziehungsweise 16. Auguft 1885 a u Hauptbub Fol. 705 Tagebu Fol. 31 über 407 46 A respektive 517 #4 66 -&, welHes zu Verlust gegangen ift und niht mebr aufgefunden werden kann, aufgefordert, seine Rechte spätestens am Auf- gebotstermire vom Donnerftag, den 6. März 1890, Vormittags 9 Uhr, im Sigzungéssfaale des unterfertigten Gerichtes anzumelden und das Syparkfa\ebuch vorzulegen, w drigenfalls dasselbe für kraftlos erflärt wird.

ausgestellten Sparkafsebues

Kötting, am 6. Juli 1889. Kgl. Amtsgericht Kößting. Der K. Ober-Amtsricter: (L. 8.) Lebner, Zur Beglaubigung: Kögting, am 13. Juli 1889. Der Gerichts\{reiber :

(L. 8.) Teufel, K. Sekretär. [30556] Aufgebot.

Der Hufner Peter Jensen Viuff in Sjölund in

Dänemark bat das Aufgebot des ibm na der ver- storbenen Wittwe Karen Margaretha Wai, geb.

Viuff, in Bramdrup zugefallenen, auf „H. Paulsen's

MWw. in Bramdrup“ lautenden Buches Nr. 7332 Fol. 3875 der Spar- und Leibkaffe der Stadt Hadersleben über 2100 4 beantragt. Der Inhaber

der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Mittwoch, den 2. April 1890, Vormit- tags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu- melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen toird, Hadersleben, den 10. September 1889, Königliches Amtsgerict. Abtbeilung T1. J Be N08

Da die Na&-

besiger an Diejenigen, welche auf die Forderungen ein

aber im Aufgebotttermine, wel<er angeseßt wird auf Mittwoch, deu en, widrigenfalls die Forderungen für erlos<en erklärt und in den

uéführungsgeseßes zur R. C.-P.-D,

SHilpoltftein, den 9. Juli 1889,

1) des Antheils des Fr. Blinne an dem Hause (L.

No. ass. 77 nebst Zubehör, namentli<h dem neben

dem Hause belegenen Garten,

2) der Wiese bei der Wassershleife, Grünenplaner

Feldmark, zu 121 Qu.-Meter 64 Qu.-Fuß,

[30407] Aufgebot.

3) eines Trennstü>s vom Plane Nr. 3 auf der- | ¿treten durh Rechtsanwalt Deubel daselbst,

selben Feldmark „die theure Zeit®* zu 12 Ar

50 Qu.-Meter,

zum Zwe>e der Zwangsversteigerung dur Bes{luß vom 4. September 1889 verfügt, au<h die Eintra- x gung dieses Beschlusses im Grundbuwe am 6. Sep- tember 1889 erfolgt is, Termin zur Zwangs8versteige-

3) die Wittwe Augufta Fuchs, geb. Irrgang, Gotha, sowie die Erben des Ehemanns dersel

rau Thekla Steinbrue>, geb. Fuchs, dase B. Frau Anna Lux, geb. Fischer, dafelbt, C. der verstorbenen Frau Iohanna Zater,

rung auf Freitag, den 27. Dezember 1889, Fus, daselbst, Erben nämli?

Nachmittags 3 Uhr, vor dem Herzoglihen Amts- gericht Eschersbausen im Lampeschen Gastbofe zu

Grünenplan angeseßt, in wel<hem die Hypothek

gläubiger die Hypotbekenbriefe zu überreihen haben.

Eschershausen, ten 7. September 1889. S Herzoglicbes Amtsgericht. Dony.

[30673]

In Sahhen, betreffend die Zwangêversteigerung des dem Bä>er Sthirmer bisher gebörigen Wohnhauses Nr. 293 zu Röktel, hat das Großherzogliche Amts- | gericht! L geriht zur Abnahme der Rechnung des Sequesters, zur | für die verftorbene

Erklärung über den Theilungsplan, sowie zur

a, deren Ebemann Wilbelm Zacher daselbft, b. Karl Zacher in Leipzig, "| e. Alkert Zater in Hersfeld,

gebot der nabbeschriebenen, angebli< verloren

gangenen Urkunden und zwar: der unter 1 Genannte:

rau Christiane Schwab,

nabme der Vertheilung Termin auf Montag, den | stü>

1) Der Hofflempner Eugen Schwab in Gotha, 2 der Färbermeister Emil Mier in Köln a. Rh

Weißgerbermeister Karl Fuchs daselbft, nämlich :

d. die minderjährigen Eduard und Klara Za@er

des Hypothekensheins des vormaligen Stadt- | bu Nr. 311, eine i ; ; ih d t worden ift, beantragt. j eri<ts Gotha vom 13. Juli 1867, inhaltli defsen | getragen wor Í ser Urkunden werden hierdur<

Gerihts\<reiberei am K. Amtsgerichte. 8S,) Hierholzer, K. Sekretär.

Grundbu für Gotha, Band D. Blatt 941.

"1

gehalt, FlurbuG Nr. 1103, wegen einer

in | forderung von 1830 Thlr. = 5490 4, eine Hypo- ben, | thek im Grundbu für Gotha eingetragen worden ist.

Der unter 2 Genannte :

Bank mit 10500 # auf den Todeéfall ver Die unter 3 Genannten :

ge- Grundbu für Gotha, Band B. Blatt 223.

geb. | Die Inhaber die

lbst, | der Lebensversiherungépolice Nr. 158 231 der ; “" | Lebensversiherungsbank für Deutshland zu Gotha, | [30580]

geb. | inhaltli< deren derselbe sein Leben bei der t ¡chert hat.

des Kaufvertrages vom 4. Februar 1874, inhalt- lih dessen zu Gunsten des verstorbenen Weißgerber- | dur: ne His Gens u dessen Speieau, Las Eee i i .—d, ten vertreten dur< | Augusta Fuchs, geb. Irrgang, in Gotha, wegen etner n E R oAinbbiigtin bens, Borictud. den Pan Kausgn dal Letnng von 200 Tblr. nebst 44 ?/o Zinsen | von Burbach von siedermeister Bloedner in Gotha, haben das Auf- | an dem Grundstü Ein Wohnhaus mit Nebengebäude und Hof in

der Bürgeraue Nr. 17, 0,6 Ar Flähengehalt, Flur- i / ypothek im Grundbu ein-

i d- efordert, spätestens in dem auf den 29. März Vor- | Baron, an dem dem Antragsteller gehörigen Grun aulg G ren iitas LE be Dor Lei Ui E

(L 8.) aecz,. Weber, Amtsr. S Der Hvypotbekobjektébesiger Hvvothekentue für Datum des Forde- Ln) S ç c 4 47D t 18 p : L S ani E Bettag Bezeichnung der zu lös<enden Forderungen Z s u (BTG S ÈË Namen Woßbnort Distrikt | Bd. S1 Monat S E ei 1 40} 1.[Mai 1826| 150 | |3°%/giger Kaufscillingsrest des seit 1814 vermißten Ta E O E 5 Das x | ‘Fohann Mever von Harrla. s E || , [11.Septbr. [1830] 57 | 15 |39%/oiger Erbtheil Ebendesselben. | « (26. Januar [1841] 232 | 15 | 3%/oiges e S s a S<hmi î ia Hei i | IV 29. Dezbr. 1826] 100 | |4°/oiges Kavital der Anna Varia Do!el von Petded. 5 Ae S E r 18 ut E E E O - Í O0 40/0iges Kapital der Rosina Bösel von Heide>. s E : 2%. August 1844} 50 | eg d Streinergesellen Ioserh Häuslers 4 von Heidel. / E : 3\Gerngroß, Anna Maria Allersberg Allersberg III. ‘375118. Novbr. 1845| 100 | R du des abwesenden Franz Keßler von B, | Hs. Nr. 264 : | lerésberg. A i i ine i s f 336/29. D 1845) 35 | 424|49/oiges Cessionsfapital des Guts- und Geritsherrn 4|Woerlein, Magdalena Men Moersdorf Il. 336] 29. Oktober | | Ritter L E i C A L A 508 ; ese Göaggelsbu Ç 27, Iuni 1856 5 | |[ IJabresans{lag des Herbergére<ts des adbwesen 5|Brandl, Iohann u. Therese Sens Heuberg IL. 461] 27. Suni 5 S a Gécgelstud, E 6|Wittmann, Gg. u. Rosina, Aberzbhausen Laibstadt | I. (65531. Mai 1827] 500 | oiges Kapital des Moses Niedermever von Thal- früber Wilhelm Lederer Hs. Nr. 9 u, 10 | mäíssing. E E Allersberg Allersberg | I]. 197} 21. Mai 118271 75 | perginaliges Kavital Iakob Winkler's von Allers- : s. Nr. 139 | A : N a a s 8|Rue>ert, Iohann Bapt. u Altafelden Guaggenmühl | III, | 8/25. Oktober 11842) 80 | }3° a0 Erbgut der ledigen Anna Fiegl von Alten C s , A > . oj 2 5 j | | fe en. i E a a | 6. Juli 1854| | |Herbergen eines nasciturus der Wittwe Maria Anna | l is | | Fiegl und der led. Geshwister Therese und Joseph | Fiegl von Altenfelden. : 9|Wiedmann, Eva Maria [Pyras Pyras Ll 2918S 1851| | [Herberge des abwesenden Iohann Brüel von Pyras, j 8 | | | : i 2 Z s f 10|Reindl, Josefa ee s Alleréberg | 11], 481/31. Mai 11827) 25 | bv/eiges Kapital des vermißten Jakob Reindl von 1 D s Ny 7 | | | ersberg. - E 11|Baldauf, Therese E 2 Alleréberg | 11, 382) 30. Mai 1827| 12 | |5%/iges Kapital Karl Baldauf's von Allersberg. 12|StHneider, Xaver s t Heide> V, 4031 11./Oktober [18331 65 | Mae p ey E der led. Franziska as i | | Sirmbe> von Heide. : s | 4. Dezbr. 1843} 15 | |4°/oiges Cessionskapital Handelsmanns Wolf Gut- M | | mann aus Thalmässing. : 13|Gerner, Georg Pierbeim Pierhbeim | V, | 14] 8.¡Mai [1832] 110 | “En F Franz Anton Kammerer's von Hs. Nr. 14 | | S 4 ilpoltstein. A F \ i T fs | 1 25.18 | Fgbresans<lag des Herbergsre<ts der ledigen Anna 14|Fu<8, Ios. u. Maria Anna Macquarvozols Hofstetten II. (316 25. Novbr. 1853 9 S Maria Meyer von arau, Ls E tenfelde genmühl | | 27.18 182 26 | ital Leonhard Herzog's von Meckenbau)en. _ 15|Lebner, Johann u. Walburga R H Guggenm ühl IV. 413] 27. Novbr. les 6 I D S SEoitrriders Sire aus Welssen- | rh . | o , o j F | burg. Ia S E l Den Glei(laut der Ausfertigung mit der Urschrift bestätigt.

Gerichte, Erfurterstraße 2 Zimmer Nr. 5 an-

i aus mit Nebengebäude und Hof in | beraumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden ves Latte Nr. 7 2,7 Ar Flächen- | und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die : llaten- | Kraftloserklärung derselben erfolgen wird.

Gotha, den 26. August 1889. : Herzogl. S. Mans Abtheilung I. nal.

Aufgebot.

A. Eteuergemeinde Burbach:

qm, S A Flur VII. Nr. 101 daf., Wiese, 2 a 67 qm,

2 a 33 qm, Flur IV. 13 qm.

Zur Erlangung von Aus\{lußurtheilen zum Zwe> der Besigtitelberibtigung im Grundbuch ist das Auf- gebot von Grundstü>en beantragt na< den Vor- \<hriften des Geseßes vom 7. März 1845 und zwar

1) den Babnwärter Ludwig Wilbelm Schneider

Flur IV. Nr. 628/45 aufm Wehrfstü>, Ader,

1 a 62 qm, i Vine VII. Nr. 66 in der Burbab, Wiese, 2 a

Flur IV. Nr. 760/45 aufm Wehrftü>, Ader, r. 629/45/2 das, Hofraum, 1 a

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