1889 / 229 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Die Gestalten, wel>de der Verfasser geschaffen, begrüßen uns fast alle wie liebe alte Bekannte ; der ehrsame Handwerkêmeifter, der vornehm gewordene Sohn, die einfache, häusli<h erzogene Tochter, der tüchtige, ehrenfeste Schwiegersohn, die herzensgute Frau Meisterin und die \{<hwathafte, f\tolze Frau Geheim - Sekretär sie alle find son aus vielen anderen Volksftü>ken bekannt, aber der Verfasser hat alle Charaktere gefällig und humo- ristis<h aufzuputen verstanden. Die Handlung ist stets lebendig und führt uns die Wecselfälle des Lebens, die einzelnen Entwikelungs- phasen der. Geschebnisse gegenständli<h und greifbar vor Augen, fodaß die Antheilnabme des Publikums nie erlahmte. Ge- spielt wurde vortreffli<; den alten SHlosser Hirsemann gab ein neu engagirtes Mitglied, Hr. Büller, kraftvoll und natürlich; das warme Herz, ‘die ehrlihe Empfindung, das heftige Aufbrausen der ver- leßten Vaterliebe kamen ungekünstelt zum Ausdru>. Hr. Guthery gab einen gewissenlosen und lustizen Shwindler mit derb komiscer Färbung ; den widerbaarigen Partcffelhelden Kaltschmidt stattete Hr. Meißner mit feinem gemüthvollen Humor aus; den gutmüthigen aber ehren- festen jurgen Chemann Vorstig \pielte Hr. Alexander flott und gefällig. Unter decn Domenrollen war die kleinste, die der Köchin Flor<ben, am wirkungévollsten beseßt. Fr. Schramm \>uf aus diesem alten oftpreußishen Hausfaktotum ein wahres Kabinetéstü> lacenden Huwors; man bedauerte jezes Mal, wenn das alte Florhen ihren Rü>kzug vor dem reizbaren jungen Borftig antrat. Frl Seemann spielte die Schlosserstochter fris< und cinfa; die adlige Schwiegertochtcr fand in Frl. v. Hausen eine elegante Vertreterin ; D Trost gab die alte weinerlihe Klats<hbase und Frl. Gaus den ehrling Stifftel zu allgemeiner Zufriedenheit. Das Publikum unter- hielt sih vorzüglih und übershüttete die Darsteller mit Beifall ; zum Sóluß ershien av< der Verfasser auf lebhastes Verlangen der Zuschauer vor der Gardine. | Nesidenz-Theater.

Morgen wird Hr. Heinrich Franker vom K. K. priv. Carl-Theater

in Wien als „Pomerol“ in „Fernande“ debütiren.

Von dem Verein zur Begründung deutscher Volks- bühnen in Berlin geht uns folgende Mittbeilung zu: Die neuen Vorfcläge des Ober-Mascinenmeisters Lautens{läger habe: die Auf- merksamkeit weiterer Kreise wieder auf tie Vereinfachung unserer Bühneneinrihtunaen hingelenkt. Der gebildete Theaterfreund wird daher gern Belehrung über diese wichtige Frage hinnebmen. Stadt-Baurat; Sturmhoefel wird bei Gelegenheit seines Vortrages in der Generalversammlung des „Vereins zur Begrü: durg deutsher Volksbühnen“ (am 30. September, - Abends 8 Uhr, im Architektenhause) besonders auch diescs Thema berühren, da es im engsten Zusammenhange mit dem lcitenden Gedanken des Vereins steht, nämli dur<h Vereinfahung des Bühnenavparats und Ver- ringerung der Kofien auch den minder begüterten Theilen der Gesell- \<aft den Genuß der tramatis<en Kunft zu ermöglichen.

Mannigfaltiges,

n zu Charlottenburg. Mittwoch, 2ò. September. ersdorfer Flah-Rennen. Preis 1500 A Dist. Hrn. Albert's 2 j. br. H. „Ophicleïde" 53 kg 1., Kapt. t . H. „Speramo“ 71 kg 2., Hrn. von Tepper-Laëtki's 3 j. &.-St. „Clara“ 60 kg 3. Sicher mit zwei Längen gewonnen ; drei Längen weiter zurü> „Clava" Dritte. „Ophicleïde“ wurde für 2500 von Kapt. Ioë gefordert. Werth 1650

Il. Hunters-Fla<h-Rennen. Preis 1500 A Dist, ca. 3C00 m. Frhrn. Em. v. Oppenheim's 6j. br. H. „Please Yourself“ (2000 M) 71 kg Bes. 1, Capt. Icë's dj. br. St. „Tactic* (2000 46) 74 kg Mr. Hill 2, Hru. V. May's 4j. br. H. „Donar“ (6000 4) 724 kg Hr. v. Ravenstein 3. „Please Yourself" führte dur<weg und siegte mühelos mit einer Länge; vier Längen zwiscen „Tactic“ und „Donar", fünf Längen weiter zurü>k „Vagrant“. Der Sieger wurde für 3200 „J zurü>gekauft. Werth: 2080 A dem Sieger, 560 # der Zweiten, 260 6 dem Dritter.

III. Biankenburgec Hürden-Rennen. Preis 1500 dem Sieger, 500 & dem zweiten, 300 4 dem dritten Pferde. Ver- kaufs-Handicap. Dist, ca. 2500 m. Hrn. Albert's 4j. dbr. Stute „Calpurnia“ 65 kg 1, Hrn. Stephan's 4j. F.-St. „Albertine“ 54 kg 2., Hrn. Albert's 5j. br. H. „Präsident“ 64 kg 3. Hr. Albert er- klärte, das Rennen mit „Calpurnia“ gewinnen zu wollen. Siegte ficher mit zwei Längen; ses Längen zwischen der Zweiten und dem Dritten. Werth: 1820 Æ der Siegerin, 450 X der Zweiten, 250 46

dem Dritten. Revolver dem siegenden

dritten, 500 M dem vierten Pferde. Offizier-Neiten. Dist. 4900 m. Rittm. v. Boddien's a. br. W. „Saucebox“ (Hlbl ) 78 kg Bes. 1, Desselben 6 j. br. W. „Kingsdene“ 80 kg Lt. v. Schierftädt 2, Lt. v. Reden's a. br. W „Schnaps“ 665 Le Bes. 3., Rittm. v. Köller's a. F.-W. „Glanmore*“ 83 kg Lt. v. Willih 4. Mit fünf Längen gewonnen; fünfzig Längen weiter zurü> „Stnaps“ Dritter vor „Glan- more“. Werth: Ehrenpreis und 1375 A dem Sieger, 780 #4 dem Zweit-n, 580 4 dem Dritten, 480 A dem Vierten.

V. JSagd-Rennen der Dreijährigen. Preis 1800 A dem Sieger, 800 A dem zweiten, 400 (G dem dritten Pferde. Dist. 2500 m. Lt. Gf. Hallwyl's br. St. „Calmu> Maid“ 61 kg 1, Kapt. Icë3 br. W. „Jongleur* 644 kg 2, Mr. G. Sear's br. St. „Florence Melville“ 63 kg (2000 4) 3. Leicht mit fünf Längen ge- wonnen; zehn Längen zwischen der Zweiten und der Dritten. Werth: 2080 M der Siegerin, 750 #& dem Zweiten, 3909 der Dritten.

VI. Herbst-Handicap-Hürden-Rennen. Preis 2000 M dem Sieger, 600 # dem zweiten, 300 4 dem dritten Pferde. Dit. ca. 3000 m. Hrn. Hamm's 4j. br. H. „Rampton“ 64 kg 1., Rittm. v. Boddien's 4j. F.-H. „NRaufbold* 674 kg 2., Frhrn. Em. v. Opgen- beim's a. br. W. „Nero“ 744 kg 3. Mit einer Länge gewonnen ; fünf Längen zwischen „Raufbold“ und „Nero“, der cinen Kopf vor „Sally“ eintraf. Werth: 2500 M dem Sieger, 540 A dem Zweiten, 240 A dem Dritten.

Das Repertoire des Wissenshaftlihen Thea ters der Urania ift gestern wieder um eine neue Nummer bereihert worden. r. Guftav Amberg hielt einen großen Experimental-Vortrag Über Elektrizität und Magnetismus, welchem ein zahlreiches und ausmerkfsamcs Auditorium beiwohnte. Der Vortragende wies zunächst auf die außerordentlihe Bedeutung der elektrischen und magne- tishen Kräfte für unsere wirths<aftliten Verhältnisse hin und gab in kurzen Zügen ein Bild der Entwi>elung seit der Entde>kung des Galvani®- mus. Sodann sprach er über dea elektris<hcen Strom und seine Wirkungen, führte cinige Experimente mit Glüß- und Verbrennungtersheinungen aus, wobei die verschiedene Leitungéfähigkeit der Metalle targethan wurde, und erklärte das Zustandekommen des elektri: hen Bogen- lihts. Daran s\<{lossen si<h magnetishe Versuche und ein interessantes Experiment mit Knallzas, Zerseßzung des Wafßsers in scine einzelnen Bestandtkeile. An einem von ihm selbst fonstruirten fleinen Modell eines Eisenbahnwazens bewies der Redner die bewegende Kraft der Elektrizität. Daran \>lofsen si< Vorfübhrungen dynauo-elektris@cer Maschinen, des von Waltenhof’ {en Induktionspendels und cin Vortrag über elektrische Beleuchtung. Der zweite Theil des Programms beschäftigte sih mit der Induktions-Elektrizität und brachte alei<hfalls eine Anzabl inter- essanter Experimente, deren Beschluß diejenigen mit cinem im ganzen Theater laut börbar sprechenden Mikro-Telephon und mit einem elektrishen Springbrunnen machten. Aufmerksam folgten die An- A den Worten und Versuchen und gab:n iirem Beifall lebkaften uédru>.

Schmiedeberg, 22. Sept-mber, (S&les. Ztg.) Den hier besiechenden „Sc<hlesisven S piyenshulen im Riesen- gebirqe* war die ehrenvolle Aufgate zu Theil geworden, den Brautscleier für die Prinzessin Sophie von Preußen, sowie Volants, \<hmale Spiten und Taschentücher für die hohe Braut in eten Brüsseler Spitzen anzufertigen. Die Vollendung der genarnten Gegenstände steht in den nätbsten Tagen bevor. Die Zeichnungen zu dem Brautschleier sowie zu den {malen Spißen sind vom Muster- zeichner Mar Burgkbold hierselbst na< den unveränderten Motiven des Volants, zu welhem die Vorlage aus dem Königlichen Gewerbe- Museum zu Berlin von der Kaiserin Friedrih felbst ausgewählt worden war, angefertigt worden. Der Volant urd die {malen Spißzen sind in Point Venise höchst kunstvoll ausgeführt. Bezüglich des Brauts{leiers war die Aufgabe gestellt worden, die Kante des- selben vollständig den Spiten entsprechend herzustellen. Die Lösung dieser Aufgabe ift in vollkommenstcer Weise gelungen; der in Rede ftehende Brautschleier it das Feinste und Zartefte, was si in genähten Spitzen überhaupt herstellen läßt. Gerade die verschiedenen feinen, dur<hbro<enen Muster erhöhen den zarten, duftigen Ausdru> der Spitze. Der Fend des Stleiers ist Brüsseler Tüll mit kleinem Plein, Die Länge desselben beträat 3 m, setne Breite 1,50 m, die in Point Gaze auêgeführte Kante desselben ift aus ungefähr 110 verschiedenen Theilen zusammengeseßt. Lie in Point Venise ausgeführten Tascentücher enthalten Krone und Namenézug der boben Braut. Alle diese Gegenstände sind in einer Zeit von vier Monaten bergeftellt; es find dazu nur s{lesis>e Arbeiterinnen verwendet worden.

__IV. Manöver-Jagd-Rennen. Reiter und 1200 X dim ersten, 800 M dem zweiter, 600 Æ dem

Hildesheim, 24. September. (Hannov. Cour.) Die auf Anordnung Sr. Majestät des Kaisers bei seiner Anwesenheit in unserer Provinz ins Werk geseßteBrieftaubenpost-Verbindung zwischen dem Jagdshloß Springe und den Städten Hannover, H ldes- heim und Braunschweig hat \si< in g erer n ee Weise bewährt und die größte Anerkennung des Kaisers gefunden. Dieser hatte si bei den verschiedenen Aufflügen von der großen Verwendbarkeit der Tauben für den Depeschendierst vollständig überzeugt, sodaß der Rest der in Springe verbliebenen Tauben infolge des herzli<h \<le<ten Wetters der beiden leßten Mansvertage gar niht mebr fliegen ge- lassen, sondern den Eigenthümern mit der Post zugesandt wurde, um zu verhüten, daß das eine oder andere Thier verloren gehe. Der Kaiser hat dur scinen Generalstabs-Chef, den Grafen Waldersee, den Eigenthümern der Brieftauben seinen Dank und seine Anerkennung für die vorzüglichen Leistungen ihrer Thiere aussprechen lassen.

Meiningen. Am 22. d. M. fand, wie die „Cob. Ztg.“ mits

theilt, die feierlihe Einweihung der hiesigen neu reftaurirten Stadt- kirche statt An der Spitze der ungemein zahlreihen Festversamm- lung stand Se. Hoheit der Herzog mit Gemablin und Prinzessin Marie, deren Geburtstag zur Weihefeier ausersehen war. Prinz Gustav von Weimar hatte si der Herzoglichen Familie anges{lossen. Vor dem Hauptportal überreit&te Ober-Baurath Hoppe dem Herzog den Schlüÿel, den Se. Hoheit dem Ober-Kirchenrath Soldner über- gab. Hierna betrat die Festversammlung das Gotteshaus, und wurde die Weihehandlung in erhebend feierlidber Weise autgeführt. Bei dem Verlassen der Kirche wurden dem Herzog lebhafte Hochrufe dargebraht.

__ Bremen, 26. September. (W. T. B.) Die Rettungs- station Juiît der deutshen Gefellshaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphirt : Am 25. September Abends von der auf Köpersand ge- ftrandeten niederländischen Tjalk „Trientje“ se<s Personen dur das Nettungsboot „Magdeburg“ gerettet.

__ Alpenchronik. Aus dem Tessin werden zwei Unglüds- fälle berihtet. Eine gewisse Maria Gambetta aus Intragna, die im Monte Cenere von einem kleinen Felsen herunterstürzte, sand \o- fort den Tod. Ein gewisser Antonio Piazzini, ebenfalls von Intragna, fiel beim Suchen ron Alpenblumen in eine Sclucht und blieb ebenfalls sofort todt auf dem Plate; seine beiden Töchter sahen den Sturz, hörten den Vater naher in der Scblucht jammern und eilten heim, um Hülfe zu holen, sie fanden ihn aber bei ihrer Rückkunft bereits todt.

__ Meval, 25. September. (W. T. B.) Die Stelle, wo der Luft- schiffer Leroux gestern verunglü>te, ist etwa È Werst vom Ufer ent- fernt; die Leiche ist bis jeßt ni<t aufgefunden. Der Fallshirm, mit welchem Leroux jäh herunteistürzte, machte heftige Schwankungen, \{lrppte Leroux etwa 2 Werft weit das Ufer entlang und versank, naódem er nur wenige Sekunden unmittelbar über dem Wasser ge- sehen worden war, in die Tiefe.

__ Mailand, 26. September. (W. T. B.) Gestern Vormittag stür zte cin im Bau befindlihes Haus in der Allé? Porta Victozia ein und begrub gegen 60 Arbeiter unter seinen Trümmern. 24 Todte und 13 mehr oder weniger Verlette sind bis jeßt aus den selben hervorgezogen ; gegenwärtiz werden noch 17 Arbeiter vermißt. Der König hat die Verwundeten besucht und den Familien der Ver- unglü>ten Unterstüßungen gewährt.

Neavel , 26. September. (W.T. B) Dur wolkenbruchartige Regengüsse wurden gestern zahlreihe Straßen übers{<wemmt, au die unteren Räumlichkeiten der Wohnung Criépi's wurden unter Wasser geseßzt. Die Feuerwehr wurde faft gleihzeitig na< 96 ver- schiedenen Stellen der Stadt zur Hülfeleistung gerufen. Ein Kind wurde vom Wasser mit fortges<hwemmt. Die Ueberswwemmung war namentli<h dur< Verstopfung der Kanäle hervorgerufen worden An einem rom Wasser unterwashenen Hause stürzte ein Balkon herab und ers<lug 2 Personen.

Bellaggio. Ueber einen Unfall bei einer Regaita auf dem Comer-See theilt die „Nat.-Ztg.“ Folgendes mit: Die mit at den höheren Gesellschaftskreisen angehörigen Personen beseßte Barke „Lampo“ kippte in Folge des hohen Wellenganges um ; se<s der- selben wurden dur< den vorbeifahrenden Dampfer „Umberto*“ ge- rettet, dagegen ertranken Gräfin Vassena, Mutter von fünf Kindern, und Ingenieur Canavesio. Der Gatte und die Kinder der Verunglüdten mußten den Untergang der Dame vom Dampfer mit ansehen.

Wetterbericht vom 26. September, oraenês 8 Uhr.

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und Eurydike.

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Sonnabend :

Scenntag:

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Wiesbaden . München Ghemniy .. Berlin S Breslau | JIle d'Air . . | A 7

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Vorsicllung.

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Sonnabend : Sonntag:

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1) Gestern anhaliend Regen.

Uebersicht der Witterung.

Das Minimum, welches gestern an der jütishen Küste lag, ift ostwärts nah Südschweden fort- geschritten. Seit gestern Vormitiag wehen an der deutschen Nordsee stürmis<he Böen aus Südwest bis Nordwest, welche si stellenweise zum vollen Sturm steigerten. Am Nachmittag in Hamburg die Winde- ges<windigkeit auf 30 m pro Sekunde. Ein neues Minimum natt „nordweftlih von Schottland, wo die Winde nah Südwest zurückgedreht sind und wieder auffriscen. Das Wetter ist über Central- Guropa kühl und urteftändig. Oxö meldet 20, Skagen 30, Hernöfand 36 mm Regen.

Deutsche Seewarte.

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Sonnabend : Sonntag:

Anafang 7 Uhr.

Theater - ÁUnzeigen.

Königlihe Schauspiele. 187. Vorstellung. Die Zauberflöte. Over | A. in 2 Akten von Mozart. Hr. S<wegler, vom Stadt-Theater in Frankiurt a. M., als Gast.) _ Schauspielhaus. 199. Vorstellung. Haus Lange- Schauspiel in 4 Akten von Paul Heyse.

Sonnabend : Opernhaus, 188. Vorstell. Orpheus

Dichtung nav dem Ballet von Emil Graeb. Schauspielhaus. Scavspiel in 4 Akten von Iwan Turgenjew. Nach dem Russischen für die deutide Bükßne bearbeitet von CGugen Zabel.

Deutsches Theater. Freitag: Fausft’s Tod. Das Glas Wasser. onntag: Fausft’s Tod. Die nâhîle Aufführung von Fauft L. Theil findet am Montag, den 30, September, statt,

Berliner Theater. Freitag: 4. Abonnemenis-

C Socrates uud scine Frau. Ritter Blaubart. Der zündende Funke. Jn der Kinderstube.

Die wilde Jagd. Socrates und Ritter Vlaubart. Der zünudende Funke. Ju der Kinderstube.

Lesfing-Theater. Freitag: Zum 100. Male: Der Fall Clémenceau. von A. Dumas und A. d’Artois. ben Zum 1. Male: Das leßte Wort. Schau'piel in 4 Ukten von Franz v. S{önthan. Das letzte Wort. 4 Akten von Franz v. Schönthan.

Walluer-Theater. Der rechte Schlüssel. von_Francis Stahl.

Sonnabend u. folg. Tage: Der rechte Schlüssel.

Victoria-Theater. Afrika. Moszkowski und Rich, Nathanson. Raida, Ballet von C. 7F Ubr.

Freitag:

Freitag: Opern-

Dichtung von Schikaneder.

Anfang 7 Uhr. Anfang

Tag in Titipu.

W. S, Gilbert.

von A. Sullivan. AÆfang 7 Uhr. Sonnabend: Der Mikado.

Oper in 3 Akten von Glu, ranzösishen des Mocline.

Anfang 7 Uhr. 200. Vorstellung. Natalie.

Anfang 7 Uhr. burg. Freitag: Deuts von Eduard Mautner. Sonnabend u. folg, Tage:

Central-Theater. Direktion: Freitag: Zum 44. Male: Gesangsposse in 4 Ukten Musik von G. Steffens,

eine au. 3 Lrau Freitag: Zum 37, Male: Besangsposse in 4 Akten Couplets von Gustav Görß. 1 Koth. Anfang 7>& Uhr.

Schauspiel in 5 Akten

von 12—11 Uhr.

Sghauspiel in | der Erde bis zum Monde.

Zeitgemälde tn 11 Bildern 1. Musik von C. Severinî.

Sonnabend! Dieselbe Vorstellun3.

Triedrih - Wilhelmstädtishes Theater. Freitag: Zum 177. M.: Der Mikado, oder: Ein Burleske Operette in 2 Akten von Deutsch von I. Fritzsche.

Residenz-Theater. Direktor: Sigmund Lauten- F! Zun! 387, Male: Pariser Sittenbild in 3 Akten von Victorien Sardou. Anfang 7i Uhr.

Dieselbe Vorstellung.

Leichtes Blut.

von W.

i ( In Scene geseßt vom

Direktor Emil Thomas. Anfang 7# Uhr. Sonnabend: Dieselbe Vorstellung.

Adolph Ernfst-Theater. Dresdenerstraße 72.

Flotte Weiber. von Leon Trevtow. Musik von Franz

Sonnabend; Dieselbe Vorstellung.

Urania, LUnstalt für volksth.

Invalidenftr. 57/62 und Auéftellungs-Park, geöffnet Freitag, Abends 7F Uhr:

Emmy Wei@sel mit Hrn. Lieut. Erih Baensch (Magdeburg——Wiesbaden). Frl Klara Selle mit Hrn. Asfistenzarzt Dr. Adolf Plettner (Leip- ¿tg—Halle a. S.). e

Verehelicht: Hr. Franz Hesemann mit Frl. Mar- garetbhe Hofinann (Berlin). Hr. Otto Gerite mit Frl. Antonie Kashe (Berlin). Hr. Mar Engel mit Frl. Jobanna Frank (Berlin). Hr. Dr. med. Karl Roeder mit Frl. Martha Müller (Bernstein—Berlin). Hr. Wirkl. Legations- Rath Ludwig Raschdau mit verw. Freifrau Christine von Magnus, geb. Magnus (Berlin). Hr. Reg.-Referendar Heinri Frhr. von Zedliß mit Frl, Helene von Ohlen (Berlin). Hr. Kanzler des deutshen Konsulats in Kairo Julius Wilbelm mit Frl, Emmy Braun (Aachen).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Amtsrichter Vogt (Swildberg). Hrn. Referendar Hermann Pilz (Leipzia). Hrn. Dr. Uhlemann (Ilfeld). Hrn, Rektor Walsemann (Celle). Hrn C. Venéettish (Berlin). Hrn. Rittmeister von Pritt- wiß und Gaffron (Hagenau). Hrn. Grafen Breßler (Sch! Lanéke). Eine Tochter: Hrn. Premier-Lieutenant Heidborn (Saarbrü>en). Hrn. Ober-Präsidial-Rath von Estorff (Koblenz). Hrn. Oberlehrer Preiß (Hohenstein in Oftpr.). Hra. Lehrer Max Moriß (Thon- berg bei Leipzig). Hra. Dr. med. Eugen Müller (Schwarzenberg).

Gestorben: Hrn. Apotheker G. Becker Sohn Gustav (Köln). Hrn. Domprediger O. Weber Sohn Gustav (Schwerin). Hr. Ober-Amtmann Gusta» Mansfeld (Braunschweig). Hr. Pro- fessor Dr. phil. Ottfried Schambah (Altenburg). Hr. Geheimer Kommissions-Rath Bernhard Kühn (Berlin). Frau Karoline zum Bruch

(Berlin). Hr. Frig Weiß (Berlin). Hr.

Rittmeister a. D. Adolf von Mog (Warmbrunn).

Hr. Rittergutsbesißer Albert Wolff (Gorki b.

Markowit, Posen).

Stanley in von Alex.

Anfang

Musik

Fernande.

Emil Thomas. Mannstädt.

Naturkunde.

Von

Freitag: Zum 3. Male: _ Volks\tü> in 4 Aufzügen Anfang 7 Uhr.

N ; n Berlin:

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Luise Wentrup mit Hra. Pa::or Marx Könne>e (Nokleben—Kl. Eichstedt bei Que:- furt). Frl. Hulda Fernselau mit Hrn. Lebrer Paul Großmann (Königsberg-=Hamburg). Frl.

Redacteur: J. V.: Dr. H, Klee.

Verlag der Expedition (S < olz).

Dru> der Norddeutschen VaGdrud>erei und Verlags- Anstalt, Verlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32.

Fünf Beilagen (einshließli< Börsen - Beilage).

M 229.

Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 26. September

G9,

wangsvollstre>ungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

i ————

L Ste>briefe und Untersuhungs-Sachen.

3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 4,

Verloosung, Zinszahlung 2c. von öffentlichen Papieren.

1) Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.

{32378] Steckbriefs-Erledigung.

Der gegen die Wittwe Star>e, Minna, geborene Staush, am 10. Januar 1845 zu Giebichenstein ge- boren, wegen Diebstahls und Betruges in den Akten IT. J, 2412/86 unter dem 3. Januar 1887 erlassene und unter dem 25. Februar 1887 erneuerte Ste>- brief wird zurü>genommen.

Berlin, den 21. September 1889.

Königliches Landgericht. II. Der Untersuhungsrichter.

a ——————— a ———

2) Zwangsvollstreeungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

[3238] Y91wangsveisleigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>ung soll das im Grundbuche von den Umgebungen Band 140 Nr, 6402 auf den Namen des Bauunternehmers Theodor Dubrow hier eingetragene, in der Gubenerstraße Nr. 16/17 belegene Grundstü in einem neuen Termine am30. Oftober 1889, Vormittags 105 Uhx, vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtsstelle Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C., parterre, Saal 40, versteigert werden, Das Grundstück ist mit 20,25 M Reinertrag und ciner Flä<he von 14 a 37 qm zur Grundsteuer veranlagt _ Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grund- buéblatts, etwaige Abshäßungen und andere das Grundstü betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei, ebenda, Flügel D, Zimmer 41, eingesehen wer- den. Alle Mealbere<tigten werden aufgefordert, die nit vou selbst auf den Ersteher über- gehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerts nicht her- vorging , insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehcenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungêtermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger woidersprit, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berüsichtigt werden und bet Bere theilung des Kaufgeldes gegen die berüdcsichtig- ten Anspcühe im Range zurü>treten. Diejeni- gen, welche das Cigenthum des Grundftüds bean- \pruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Ver- iteigerungétermins die Einstellung des Berfahrens herbeizuführen, widrigenfalls na< erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru an die Stelle des Grundstücés tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 30. Olto- ber 1889, Nachmittags 123 Uhr, an Gerichts- stelle, wie oben bezeichnet, verkündet werden.

Berlin, den 18. September 1889.

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 52.

[31951] Bekanntmachung.

Nr. 18 621. Das Gr. Amtsgericht hier hat heute folgendes Aufgebot erlassen :

Gypsmüller Albert Gebhard in Thiengen hat unter Glaubhaftmahung des Verlustes eines am 1, September d, I. in Freiburg i. B. in einem Briefumschlage zur Post gegebenen Primawechsels d. d. Thiengen, 31, August 1889, auf 1465 4 25 lautend, das Aufgebotsverfahren beantragt.

Der Inhaber dieser Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Mittwoch, 2. Aprii 1890, Vorm. 9 Uhr, vor dem diesseitigen Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu- melden und die Urfunte vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung derselben erfolgen wird.

Waldshut, den 16, Septeinber 1889.

Der Gerichts\{reiler Großh. Amtêgerichts, Tröôndle. [30039] Aufgebot.

Die Einlagebücher des landwirthschaftlichen Vereins Eichenkranz über je 600 46

a, ausgefertigt für den Gutsbesißer Robert unterm 6. No-

Schoeneih zu Pniewitten vember 1869, b. ausgefertigt sür den Besitzer Friedrih Pik zu Altvorwerk unterm 8. Januar 1870 sind angebli dur< Brandschaden vernichtet worden und sollen auf Antrag . a, des Gutsbesitzers Robert Schoencich, b. des Besitzers Friedrich Pi> zum Zwecke neuer Ausfertigung für kraftlos erklärt werden. E Es werden daher die Inhaber der Bücher aufge- fordert, spätestens im Aufgebotstermine am 28. März 1890, Vormittags 11 Uhr, bei dem unter- zeihneten Gericht, Zimmer Nr. 13, ibre Re<hte an- zumelden und die Bücher vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung derselben erfolgen wird. Graudenz, den 3, September 1889. Königliches Amtsgericht.

(32392]

Das Aufgebot ist beantragt worden:

1) Von dem Justizrath Barlah hier, Namens der Wittwe Gustävel in Ratzeburg über eine an- geblich vernichtete Prioritäts-Obligation der Berlin- Hamburger Eisenbahn Serie IV. Nr. 1437 über 50 Thlr. = 150 A,

9) von dem Schuhmacher Johannes Conrad Franz

Altona Nr. 5267 (Fol. 332 V. But) lautend auf 2867 85 4 und den Namen des Antragstellers, 3) von der Chefrau Marie Dorothea Louise Noffke, früher verwittweten Heydemann, geb. Laue, aus Hamburg über das angebli verlorene Spar- fassenbuh des Altonai’s<hen Unterstüßungs-Instituts Litt. V. Nr. 8388 lautend auf Marie Dorothea Louise Heydemann Wwe,, geb. Laue, in Veddel über 900 M, / 4) von der Wittwe Catharina Margaretha Gesa Peters aus Ottensen über cin abhanden gekommenes Sparkassenbu<h des Altonai’shen Unterstüßungs8- Instituts Litt. U. Nr. 3054 über 3834 M 63 s, lautend auf Joh. Bernhard Peters in Ottensen. Die derzeitigen Inhaber der Urkunden, resp. alle Diejenigen, welche Rechte und Ansprüche auf die aufgebotenen Urkunden (Obligation wie Bücher) zu baben vermeinen, werden aufgefordert, ihre Rechte und Ansprüte spätestens in dem auf Dienstag, den 8. April 1890, Vormittags 11 Uhr, im hiesigen Gerichtsgebäude an der Allee, Zimmer Nr. 16, anstehenden Aufgebotstermine unter Vor- legung der Urkunden geltend zu machen, widrigenfalls se damit ausges<lossen und die aufgebotenen Ur- funden (Obligation und Bücher) werden für kraftlos erklärt werden.f 7 x Altona, den 20. September 1889.' Königliches Amtsgericht. Abtheilung II. E Veröffentlicht: Hartung, Sekretär, als Gerichtsschreiber. [32391] Aufgebot. Ï :

A. Der Büdner Heinrih Kolberg, früher in Güstow, jeßt in Naugarten bei Boizenburg wohn- haft, vertreten dur< den Rechtsanwalt Meißner zu Prenzlau, hat das Aufgebot der Hypothekenurkunde über die Post Abth. T11. Nr. 6 bez. 3 des Grund- bu<s von Güstow Band I. Blatt Nr. 6 und 30 über 3000 46, bestehend aus den Hypothekenbriefen vom 14. Iunt 1875 und der Verhandlung vom 98, Mai 1875 beartragt. i

B. 1) Die verehelichte Hautbesiter Bethge, Wil- helmine, geb. Jagow, zu Berlin, :

9) die verechelihte Bauerhofsbesißer Witt, Friede- rife, geb. Jagow, zu Friedrihshagen bei Ferdinands- hof in Pommern, f

3) die vecrehelihte Destillateur Hager, Emilie, geb. Jagow, zu Berlin, ,

4) die Wittwe Jagow, Dorothee, geb. Seefeld, zu Roggow, 4

vertreten dur den Rechtsanwalt Meißner zu Prenzlau, haben das Aufgebot der Hypothekenurkunde über die Post Abth, 111. Nr. 6 des Grundbuches von S<hapow Über 1300 Thlr., bestehend aus der Verhandlung vom 15. Oktober 1870, dem Auszuge aus dem Hypotkekenbuhe vom 28. Oktober 1870 und den Cintragungsvermerken vom 28. Oktober 1870 und 26. November 1873, beantragt.

Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 21. Januar 1890, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigen- falls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Prenzlau, den 19. September 1889,

Königliches Amtsgericht.

[32387] Aufgebot.

Auf Antrag des Häuslers Jgnag Krawczyk in Grabow pustkowie, vertreten dur<h den Rechtsanwalt Szurminéki in Schildberg, wird das im Grundbuche von Grabow Stadt unter Nr. 182 verzeichnete Grundstü> von 5 Hektar 93 Ar 90 Qudr.-Meter Größe und 2,57 Thlr. Reinertrag, als dessen Eigen- thümer no< die Iacob und Marianna, geborene T1okowska, Rofsa’shen Eheleute eingetragen stehen, zum Zweck der Herbeiführung der Besißtitelberich- tigung bierdur< aufgeboten. E

Alle Eigenthuméprätendenten werden aufgefordert, ihre Ansprühe und Rechte auf das Grundstück spätestens in dem an hiesiger Gerichtsstelle auf den 21. Dezember 1889, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine anzumelden, widrigen- falls der Aus\{luß der bekannten und unbekannten Eigenthuméprätendenten und die Eintragung des Besitztitels für den Antragsteller erfolgen wird.

Schildberg, den 20. September 1889.

5Xöoniglibes Amtsgericht. Vogt. [32389] Vekanntmachung.

Auf Antrag der verehelihten Arbeiter Hein, Maria Ottilie Mathilde, geborenen Krause, zu Köln a. R. wird deren Ebemann, Arbeiter Franz Hein, zuleßt in Ober-Salzbrynn, Kreis Waldenburg i. Schl. wohnhaft, welcher seit dem Jahre 1869 verschollen ist, aufgefordert, sih spätestens im Aufgebotstermine am 17. September 1890, Vormittags 10 Uhr, hierselbst zu melden, widrigenfalls derselbe für todt erflärt werden wird.

Waldenburg, den 17. September 1889.

Königliches Amtsgericht. [32394] :

Das Königliche Amtsgerißt München I., Abthei- lung A. für Civilsachen, hat unterm 20. September 1889 folgendes Aufgebot erlassen: „Ueber Leben und Aufenthalt des am 11. August 1848 geborenen Hartschiertsohnes Joh. Bapt. Stein von hier sind seit dem Jahre 1872 keine Nachrichten mehr vor- handen. Für denselben wurde hierorts Absenten- kuratel geführt, die nun aufgehoben ist. Auf Antrag der Mutter des Verschollenen, Hartschierswittwe

Schmidt hierselbst Über ein angeblih gestohlenes Sparkassenbu<h der Spar- und Darlehnsbank in

die Aufforderung :

DBeffentlicher Anzeiger.

1) an den Verschollenen, spätestens im Aufgebots- termine Montag, den 7. Juli 1890, Vormittags 9 Uhr, bei hiesigem Gerichte, Sitzungssaal Nr. 18/1. (Augustinersto>), persönli oder s\<riftli< fi anzumelden, widrigenfalls er für todt erklärt wird,

2) an die Crbbetheiligten, ihre Interessen im Aufgebotsverfa hren wahrzunehmen,

3) an alle Diejenigen, welche über das Leben des Verschollenen Ausékunft zu ertheilen vermögen, Mittheilung hierüber bei Gericht zu machen.

München, den 21. September 1859.

Der geschäftsleitende Kgl. Gerichtsschreiber :

S) Hagenauer.

[32386] :

Der Kaufmann Eduard Constein bier, Zimmer- straße 21, als Pfleger hat das Aufgebot der Nach- laßgläubiger und Vermächtnißinehmer des hier, Oraniensiraße Nr. 28, wohnhaft gewesenen, am 30. Juli 1889 verstorbenen Kaufmanns Rudolf Paul Wewoda beantragt. Sämmtliche Nachlaß- gläubiger und Vermächtnißnehmer des Verstorbenen werden demnach aufgefordert, spätestens in dem auf den 6. Dezember 1889, Vormittags 104 Uhr, an Gerichtsf\telle, Neue Friedrihstraße 13, Hof, Flügel B., part., Saal 32, anberaumten Aufgebots- termine ihre Ansprüche anzumelden, widrigenfalls sie dieselben gegen die Benefizialerben nur no< in so weit geltend machen fönnen, als der Nachlaß, mit Ausschluß aller seit dem Tode des Erblassers aufgekommenen Nußungen, dur<h Befriedigung der angemeldeten Gläubiger niht ershöpft wird. Das Nachlaßverzeichniß kann in der Gerichté\creiberei, Zimmer 25, von 11 bis 1 Uhr Nachmittags ein- gesehen werden,

Berlin, den 19. September 1889.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 49. [32393] Ausgebot. 5

Auf den Antrag der verwitiweten Frau Gymnasial- lehrer Margarethe Arendt, geb. Rosemann, zu Sagan werden die Nachlaßgläubiger des am 2. Juni 1389 daselbst verstorbenen Königlichen Gymnafiallehrers Staniélaus Arcndt aufgefordert, spätestens in dem Auf- gebotstermine am 14. Dezember 1889, Vormit- tags 9} Uhr, ihre Ansprüche und Rechte gegen den Nacblaß unter Angabe des Grundes mit Einreichung etwaiger urkundlicher Beweisftücke over deren Ab- riften anzumelden, widrigenfalls fte gegen die Benefizialerben Ansprüche nur no< soweit geltend machen fönnen, als der Nahlaß mit Ausf{luß aller fcit dem 2. Juni 1889 aufgekommenen Nutzungen dur Befriedigung der angemeldeten Ansprüche nicht ers<öpft wird. :

Die Einsicht des behufs Erhaltung ter Rechts- woblthat in der Gerichtësreiberei I. niedergelegten Nachlaßverzeichnisses ist Jedermann gestattet.

Sagan, den 24. September 1889,

Königliches Amtsgericht.

[32390] Nufgebot. :

In der Naht vom 15./16. März 1889 ist der Rentier Heinrih Theodor Gersting zu Hannover, geboren daselbst am 5. Dezember 1808 als Sohn der Henriette Hüter, gestorben. Auf Antrag des für den Natlaß bestellten Pflegers, Justiz-Rath Fr. Rautenberg zu Hannover, werden Alle, welche erb» bere<tigt zu sein vermeinen, aufgefordert, ihre Erb- ansprühe spätestens in dem aus Donnerstag, 28, November 1889, Mittags 12 Uhr (Zimmer 84), anberaumten Aufgebotstermine anzu- melden, widrigenfalls die Gersting's{e Erbschaft, wenn si kein Erbe meldet und legitimirt, für erb- loses Gut erflärt, bei erfolgender Anmeltung aber dem si legitimirenden Erben ausgeantwortet werden wird und der na dem Ausschluß sih etwa meldende Erbberehtigte alle bis dahin über die Erbschaft erlassenen Verfügungen anzuerkennen \{uldig, au weder Rechnungsablage no< Ersay der erhobenen Nußungen zu fordern bere<tigt sein, sondern sein Anspru si auf das beschränken foll, was alsdann von der Erbschaft no< vorhanden sein wicd.

Hannover, 21. September 1889,

Königlicbes Amtégericht. IV b. gez. Jordan. (L. 8.) Ausgefertigt Thiele, Gerichts\<hreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[31983] Bekaunutmachung.

Das Verfahren, betreffend das Aufgebot der Nach- laßgläubiger und Vermächtnißnehmer des am 9, Juni 1888 verstorbenen Predigers Arthur Stanislaus Franke aus Tempelhof ist na< Erlaß des Aus\{lußurtbeils beendet.

Berlin, den 17. September 1889.

Königliches Amtsgericht I1. Abtheilung 9.

[32408] Vekanntmachung. i Dur Aus\clußurtheil_vom heutigen Tage ift der 34% altlandshastlihe Schlesische Pfandbrief Ober- Schönfeld, Kreis Bunzlau, 8. J. Nr, 86 über 100 Thlr. für kraftlos erklärt worden. Bunzlau, den 21. September 1889. Königliches Amtsgericht.

(3248) Bekanntmachung.

Durch Ausschlußurtheil des unterzeihneten Gerichts vom 19. September 1889 sind folgende Sparbücher der städtishen Sparkasse zu Görliß, nämlih:

1) Nr. 50 542, Ende März 1888 lautend über 38,63 A auf den Namen des Swneiders Otto Bürger zu Görliß, 7

2) Nr. 61 398, Ende März 1888 lautend über

Julie Stein dahier, vom 17. lf. Mts. ergeht nun!

1153,04 A auf den Namen des S{lofsers Wilhelm Hantusch zu Görlitz, :

t A ———

. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesfellsh. . Berufs-Genofssenschaften.

. Wocen-Ausweise der deutshen Zettelbanken.

. Verschiedene Bekanntmachungen.

3) Nr. 64 999, Ende April 1888 lautend über 900 A auf den Namen des Müllergesellen Gustav Reimann in Niecha,

4) Nr. 39 750, im März 1888 lautend über 787,24 \ auf den Namen der Frau Bertha Ludwig, geb. Schubert, zu Groß-Biesnit,

für fraftlos erflärt. E

Görlitz, den 19. September 1889.

Königliches Amtsgericht.

[32436] Beckauntmachuug.

Dur< Auss<{lußurtheil des unterzeihneten Ge- ri<ts vom 16. September 1889 ist das Sparkassen- bu< Nr. 8823 der Sparkasse des Kreises Steinfurt, ausgefertigt über 217,98 F. für den Sattlergehülfen Rickard Bartsch, früher zu Burgsteinfurt, jeßt zu Groß-Germersleben, für fraftlos erklärt.

Burgsteinfurt, den 16. September 1889.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung I.

[32231] :

Dur Auss\{lußurtheil des Königlihen Amts- geri<ts zu Giêleben vom 20, September 1889 ist vte Schuldverschreibung vom 21. Oktober 1859 nebst Hypothekenbuchsauszug über eintausend dreihundert Thaler nebst 4} 9% Zinsen für die minorenne Jo- hanne Friederike Pauline Hüttig ¿u Hedersleben, ein- getragen zufolge Verfügung vom 21. Oftober 1859 Band I. Blatt 52 des Grundbu<hs von Aseleben Nbtheilung 111. Nr. 3 für kraftlos erklärt.

Eisleben, den 21, September 1889.

Eichner, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts,

Im Namen des Königs! Verkündet am 21. Sevtember 1889.

Ehlers, als Gerichtsschreiber.

Auf den Anirag des Wirths Michael Konieczka in Rycerzewo erkennt das Königliche Amtsgericht zu Fnowrazlaw dur< den Amtsgerihts-Rath Mügell für Recht : e E E

Der Hypothekenbrief über die auf dem Grundstück Rycerzewo Nr. 8 Abtheilung 111. Nr. 14 für den Kaufmann Hirs Samuel in Inowrazlaw einge- tragenen, für den Hotelbesißer Theodor Daniel da!elbst subingrossirten Post von 75 Thalern nebst Kosten wird für kraftlos erklärt.

Jnowrazlaw, den 21. September 1889. Könialiches Amtsgericht.

32230]

32228] Bekanntmachung. x

Auf Antrag des Arbeiters August Merseburger und dessen Ehefrau Mathilde, geb. Hecht, zu Sandau sind tie unbekannten Berechtigten mit_ ihren An- \prüchen auf die im Grundbuche von Sandau über die Gärten Band 1V. Nr. 7 Abtheilung III. Nr, 3 aus der Obligation vom 14. Januar 1828 für Demois- selle Marie Dorothee Sophie Selle eingetragene Hypothek von 50 Thalern Courant dur< Urtheil des Königlichen Amtégerichts hierselbst vom 19, Sep- tember 1889 ausgeschlossen. .

Sandau, den 19, September 1889,

Bodenburg, Assistent,

als Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. [32236] Bekanntmachung.

Dur Ausschlußurtheil des Königlichen _Amts- gerihts zu Pasewalk vom 19. September 1889 ijt das Hypothekeninstrument vom 21, Oktober 1871 über die im Grundbuhe von Pasewalk Band I. Mr. 9 Fol. 65 in Abtheilung III. Nr, 25 für den Bauerbofsbesiter Friedrih Spandow zu Papendor] eingetragene Darlehnsforderung von 900 M für kraftlos erklärt. |

Pasewalk, den 19, September 1859,

Königliches Amtsgericht. [32226] Im Namen des Königs!

Auf den Antrag des Schuhmachermeisters Heinrich

Middelhaufe, genannt Be>kerfeld, zu Laer, ver- treten dur den Rechtsanwalt Weyland zu Bochum erkennt das Königliche Amtsgericht zu Vochum dur den Gerihts-Assessor Westermann für Ret:

Die aus dem Hypothekenscheine vom 9. Sep-

tember 1852 nebst Urtheil vom 28. Februar 1852 und ferner dem Hypottekenscheine vom 31. Oktober 1854 nebst Urtheil vom 27. Oktober 1853 bestehenden Hypothekenurkunden über folgende 1m Grundbuche von Laer Band 11, Artikel 25 auf den Grundstü>en des Schuhmachers Heinri<h Middelhaufe, genannk Be>erfeld, zu Laer in Abtheilung III. unter Nr. 5 und Nr. 15 eingetragenen Posten:

a. 55 Tblr. 19 Sgr. 2 Pfg. gleich 166,91 A Judikat und Kosten, eingetragen für den Rents- meister Buschmann zu Querenburg,

. 96 Thlr. 7 Sgr. 2 Pfg. gleih 78,71 A Judikat nebst 5 9%/o Zinsen vom 12. September 1854 ab, 4 Thlr. 13 Sgr. 7 Pfg. glei B A . S E Le das 24,10 (M Kosten und Mandatariengebühren für den Rittergutsbesißer von der Leithen zu Laer eingetragen, : : h:

werden zum Zwe>e der Löschung der Posten für kraftlos erflärt. Die Kosten des Aufgebotsverfahrens fallen dem Antragsteller zur Last. Verkündet am 19, September 1889. Kretschmann, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[32235] __ Vekanutmachung.

Dur Aus\{lußurtheil vom 18. September 1889 sind na<stehende Urkunden: ] :

1) die notarielle Shuld- und Pfandverschreibung vom 16. Januar 1852 mit angehängtem Hypotheken- buhsauszug vom 28. Januar 1852 über die im Grundbuhe von Zörbig Band V. Artikel 237 Ab- theilung 111, Nr. 17 zufolge Verfügung vom

28. Januar 1852 eingetragene und von da nah