1869 / 83 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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ur Zeit vertagte, wo die diesbezüglichen Berathungen der Aus- üsse beendet sein werden.

Großbritannien uud Jrland. London, 7. April. Kurz rah bee Ankunft der Königin im Buckingham-Palaste

stellte der Earl of Clarendon Jhrer Majestät Os Pascha, |

den Sohn des Vizekönigs von Aegypten, vor. Nach der Vor- Ce hatte dee Earl of Clarendon eine Audienz bei der Königin, und darauf stattete diese dem St. Bartholomäus- Hospital einen anderthalbstündigen Besuch ab.

Das Oberhaus beschäftigte sih gestern mit Berathung der Vorlage E S Et L EEE Ver- brecher, welche schließli<h zur Annahme ge s 7

Das Unter] haus erörterte die Herabsezung der Portosäße für Zeitungen und Drucksachen auf die Hälfte der bisherigen Norm. Grares brachte die Angelegenheit in Form einer em- pfehlenden Resolution in Anregung und hob in ausführlicher Außseinandersezung die Nothwendigkeit einer solchen Maßregel, sowie der billigeren Beförderung von Cirkularen hervor. Er erklärte au< im Verlaufe seiner Rede, daß die Sache ohne \{ließlihe Einbuße für den Staatsshay und mit Aufrecht- erhaltung r'gelmäßiger Beförderung ausführbar sei. Die Ein- würfe, welche gegen die Resolution seitens des General- Postmeisters Marquis of Hartington erhoben wur- den, zielten weniger gegen das Prinzip als gegen die unmittelbaren Folgen von dessen Anwendung hin. Der Minister verweilte bei dem Verlust von: 300,000 Pfd. Sterl. in den durch eine solche Herabsezung auf die Hälfte reduzirten Einnahmen aus dieser Quelle und zweifelte, ob bei der voraus- zuseßenden Qunahme des Verkehrs gleich schnelle Besorgung wle bisher zu ermöglichen sei, wobei er namentlich der Briefbesor-

ung durch die übermäßig belasieten Briefträger gedachte. Ob- <on er indessen verhieß , die Regierung werde die Sache gele- entli der Voranschläge für 18/0 und 71 in Erwägung zle-

n, und den Antragsteller ersuchte , seine Resolution E

uziehen, und obschon Ward Hunt, der ehemalige Schaßkanzler, ich Miene Ansuchen anschloß, bestand der Vertreter für Liverpool auf der Abstimmung. Der Schagtanzler beantragte deshalb Abstimmung über die Vorfrage (ob es rathsam sei , die Reso- lution zum- Gegenstand einer Abstimmung zu machen) und Gladstone führte aus , daß eine Verwerfung der Resolution in dieser Form keinerlei Erklärung gegen das Prinzip enthalte. Dieselbe wurde denn auch mit 329 gegen 62 Stimmen ab-

elehnt. H L Dir nächste Gegenstand hatte ein unmittelbares Jnteresse für das Haus als solches. Es handelte. fi< um eine von Headlam beantragte Resolution, einen neuen Saal auf dem Raum des heutigen Speisesaales/ und inneren Hofes zu erbauen und den heutigen Sißzungs8saal, der wenig mehr über die Hälfte der 658 Mitglieder des Unterhauses faßt, zu einem Bor- saal (Lobby) umzuschaffen. Nach längerer Diskussiou: wurde die Resolution AurGGgedogen: : :

8, April. (W. T. B.) Jn der heutigen Sihung. des Unterhauses wurde das Bu dget eingebracht. Dasselbe enthält folgende Hauptziffern: Die Einnahmen des leßten Jahres be- laufen sih in8gesammt auf 72,592,000 Pfd. St., die Ausgaben betragen, abgesehen von den Kosten der abyssinischen Expedition, 72,972,000 Pfd. St. Es stellt si< somit ein Desizit von 380,000 Pfd. St. heraus. Die diesjährigen Einnahmen sind veranschlagt auf 72,855,000 Pfd. St., die Ausgaben ohne Ein- rechnung der Kosten für den abyssinischen Feldzug auf 68,223,000 Pfd. St. Der si< somit ergebende Ueberschuß von 4,632,000 Pfd. St. würde zusammen mit Ersparnissen im Betrage von 3,390,000 Pfd. Stk. , welche durch Reform der Steuererhebung erzielt werden, die De>kung der Kosten für die abyssinishe Erxr- pedition bewirken und no< einen Ueberschuß von 3,382,000 Pfd. St. ergeben. Lowe stellte den Antrag , eine: Reduktion der Einkommensteuer um 1 Penny, so wie verschiedene. andere Steuerreduktionen im Gesammtbetrage von 2,940,000 Pfd. St. eintreten zu lassén. Der alsdann verbleibende: Ueberschuß be- läuft fih no< auf 432,000 Pfd, St.

_Frankrei{<. Paris, 8. April. (W. T. B!) »La Patriec« spricht die Ansicht aus; es werde nicht nöthig sein , die belgische Eisénbahnangelegenheit einer Kommission zu unterbreiten ,- in- dem gegründete Hoffnung auf>eine beide Theile zufriedenstellende Régelung durch- die drei konferirenden Minister vorhanden: sei.

Dasselbe Blatt exklärt die Gerüchte über bevorstehende Verfassungsänderungen für unbegründet.

Spanien. Madrid, 7. April. Jn der heutigen Sißung der Cortes wurde Seitens des Ministers des Jnnern, Sagasta, bestätigt, daß Dom Fernando. sich. weigere, die Krone Spaniens anzunehmen.

8. April. (W. T. B.) Jm weiteren Verlaufe der gestrigen Cortessißung erklärte Mata, Mitglied des Verfassungsaus-

Eintreffen der überseeishen Abgeordneten zur Berathung fommen. Derselbe Deputirte suchte darzuthun, daß der von den Kulten handelnde Artikel des Verfassung8entwurfes geeignet

sei, alle Ansprüche zufriedenzustellen.

Italien. Die »Gazz. di Genova« vom 3. d. Mts. zeigt die Tags zuvor in Genua erfolgte Ankunft des Erzherzogs Ludwig Victor und des Prinzen Wasa an.

Rumánien. Bukarest, 8. April. (W. T. B.) Die nun beendeten Wahlen sind für die Regierung im Ganzen günstig ausgefallen; doch sind auch einzelne hervorragende Mitglieder der Opposition gewählt worden. Der Gemeinderath von Bukarest hat seine Demission gegeben.

Schweden und Norwegen. Stockholm, 4. April. (H. N.) In der Sonnabendsißung des Reichstages wurden gemeinschaftliche Abstimmungen über Budgetposten vorgenom- men, in Betreff derer sich die beiden Kammern nicht einigen konnten. Der wichtigste dieser Posten war die Bewilligung für 1870 zu den Waffenübungen der »eingetheilten Armee« , wozu 884,000 Rdl. verlangt waren, während die zweite Kam- mer jedoh nur die Hälfte diéser Summe hatte be- willigen wollen. Bei der gemeinschaftlichen Abstimmung wurde die volle Bewilligung mit 168 gegen 124 Stim- men gegeben. Qu den freiwilligen Scharfschüßen - Vereinen wurden mit 201 gegen 89 Stimmen 70,000 Rdl. be- willigt; die Minorität, von welcher 69 zur zwciten Kammer gehörten, wollte 90,000 Rdl. bewilligen. Die Bewilligung für das Königliche Theater wurde mit 170 gegen 120 Stimmen angenommen; die Minorität stimmte für Pera Jung, der Be- willigung auf 50,000 Rdl. Schließlich stimmte die Mehrzahl für die Anwendung des Banküberschusses von 1867—1868 zu allgemeinen Staatszwe>ken, wodurh na< Meinung des» Afton- bladet«: die Nothwendigkeit der Kontrahirung einer Anleihe oder der Ausschreibung neuer Steuern wegfällig wird.

Aus dem Wolff shen Telegraphen-Büreau.

Rom, 8. April. Der französische Gesandte Banneville be- gab sih gestern in: den Vatikan, um dem Papste die Glü roUnsche der Kaiserlichen Familie zu überbringen.

Bukarest, 8. April. Durch ein Dekret de& Fürsten Karl wurde der hiesige Gemeinderath in Foklge seiner- revolutionären

nicht unter den Gewählten.

Zum Haushaltsetat des Norddeutshen Bundes für das Jahr 1879.

IV. 3) Telegraphen «Verwaltung. Einnahme für das Jahr 1870 auf 2,934,300 Thlr., also um |

156,910 Thlr. höher, als für das Jahr 1869, veranschlagt. Es entfallen hiervon 2,906,000 Thaler auf Gebühren für Depeschen- beförderung und zwar: aus dem internen Verkehr 1,380,000 Thaler, aus dem Vereins8verkehr 310,000- Thlr. , aus dem internationalen Verkehr 515,000 Thlr. , aus dem Transitverkehr 361,000 Thlr., aus den Abrechnungen mit anderen Verwaltungen 340,000 Thlr., die aber auch wieder in Ausgabe erscheinen. Gegen den vorigen Etat ergiebt sich: bei diesem Titel eine Mehr - Einnahme von 156,000 Thlru., die mit. Rüclssiht auf die stetig wachsende Zunahme des Telegraphenver- kehrs hat in Ansaß gebracht werden können. Die sonstigen Einnah- ma der Verwaltung betragen 28,300 Thlr. , gegen 1869 910 Thlr. mehr.

Die Ausgabe der Verwaltung ist zu 2,856,493 Thaler veran- {lagt, so daß sich: also. gegen die Einnahme ein Uebers<huß von 77,807 Thaler ergiebt, wel<her indeß. für extraordinäre Ausgaben in An- spruch genommen wird.

Die fortdauernden Ausgaben haben um 404,048 Thaler höher, als ‘im vorigen Etat, veranschlagt werden müssen. Von diesem Mehr treffen 151,218 Thlr. auf den Betrieb bei den Telegräphénstätionen in Folge: der Erweiterung des Telegraphensystems, aus welcher eine Vermehrung des Personals, sowie ‘der sachli<en Ausgaben \i< von selbst ergiebt. Für die Centralverwaltung is der Ansa von 48/500 Thaler nur um 300 Thlr. die für die Remunerirung eines Justiziars bestimmt sind, gegen 1869 erhöht worden. Die Ausgaben für die Bezirksverwaltung belaufen si< auf 985,826 Thlr., 252,530 Thlr. mehr als “in 18697 es befinden \si< unter leßterer Summe 4800 Thlr. welche zur: Erhöhung der Fonds: zu Unterstüßungen, Penfionen 2. bestimmt sind; 30,030 Thlr. zu sächlihen Ausgaben in Folge del Vermehrung der Stationen und: der Zunahme des Verkehrs überhaupt sowie 218,400 Thlr. Restitutionen aus der. Einnahme, die haupt A aus den Abrechnungen -mit fremden Telegraphenstationen ent: pringen. |

Als extraordinäre Ausgabe sind, dem 'Uebers<hUssé-der Vér waltung entsprehend, 77,807 Thlr. auf den Etat gebracht, darunter 31/500 Thlr. zu neuen Anlagen: Behufs Vermehrung der Telegraphen verbindungen und: zur. Einrichtung von neuen Telegraphen stationen 28/583 Thlr. zur Erwerbung von Dienstgebäuden in Berlin, Görlih

\chu}ses, die Frage wegen Aufhebung der Sklaverei werde nach

Dresden und Königsberg. .i. Pr., 7724 Thlr. Entschädigung, an dit

Haltung während der Wahlen aufgelöst. So weit bis jeyt bekannt ist, befindet sich der frühere Minister-Präsident Bratianc

Nach dem Etat is die |

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Großherzoglich hessische Regierung für den von derselben abgetretenen Antheil an dem Main-Ne>ar-Staats-Telegraphen, 10,000 Thlr. zur allmählichen-Erwerbung der von Kommunen hergestellten Telegraphen- anlagen und Stationen. Bezüglich dieses leßteren Ansapes ist zu be- merken; daß es in der Absicht liegt, denjenigen Kommunen, welche wegen- der nicht ausreihenden Mittel der norddeutschen Telegrapheni- verwaltung für jeßt nicht mit Bundes-Telegraphenstationew versehen werden können, zu gestatten, auf eigene Kosten Telegraphenlinien zum Anschluß an das bestehende Neß, sowie Telegraphenstationen unter der Bedingung zu errichten, daß es der Telegraphenverwaltung freistehen soll, diese Anlagen - gegen Erstattung. der Hälfte der von den Kom- munen aufgewendeten Kosten zu Übernehmen. Die Erstattung der Kosten soll in jährlichen Zahlungen von "%, der Gesammtkostèn er- folgen, so daß în der Regel na< Ablauf von 5 Jahren die Tele- graphenanlageit der KomimnUnen in den alleinigen Besiß des Norddeut- hen Bundes! Übergehen und Bundesanlagen werden.

Nach dem Etat für 1870 beträgt die Zahl der Telegraphendirek- tionen 11, der Lofkal-Telegraphenanstalten 1127 ; für die ersteren: sind 133, für die leßteren 2492/ Beamte vorgeschèn. Ani Schlusse des Jah- rés 1868 waren nah amtlichen Angaben im Bereiche des Norddeut- {en Bundes 3180 Meilen Telegraphenlinien und 10,400 Meilen Telegraphenleitungen vorhanden. Im Laufe desselben Jahres: wourden 4,304,600 telegraphische Depeschen aufgegeben, 4,344,757 kamen anj 3/883/239 wurden aufgenommen, 3,893,081 weiter telegraphirt und 1,049,083 übertragen, #0 daß also die Gesammtsumme aller verarbei- teten Depeschen! sih auf 17,474756; darunter ca. 432,000 Transit» depeschen, belaufen hat.

4) Verschiedene Einnahmen. Der Etat veranschlagt die- selben ful 103/568 Thlr., um 25,928 Thlr. niedriger als für 1869. Jm Einzelnen find angeseßt 910 Thlr. Einnahmen des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten und* der Gesandtschaften, 21,660 Thlr. Konsulatsintraden (11,445 Thlr. rnehr), 65,000 Thlr. eigene Einnah- men der Militärverwaltung (38,644 Thlr. weniger) und 15,998 Thlr. eigene Einnahmen dcr Marineverröaltung (361 Thir. mehr).

5) Aus der Bundesanleihe. Wie bereïts- vorstehend. unter [, 7 vermerkt worden ist, soll der Rest der nah dem Gese vöm -9.-N6- vember 1867 aufgenommenen Bündesatileihe mit 1,251,086 Thlr. im Jahre 1870 zu Zwecken der Küstenbefestigutig verwendet werden und ist als exträordînäre Ausgabe auf den Etat'‘dèr Militärverwaltung gebra<t worden. Mit Rüeksiht hierauf hat der- vorgedachte Betrag gleichzeitig als' Einnahme! angèseßt werden müssen.

6) Matrikularbeiträge. Die Gesammtausgabe des Bundes beträgt nah dem Etat für 1870 75/958/495 Thlr.; darauf kommen die vorstehend unter 1. bis 5. näher \pezifizirten Einnahmen mit über- haupt 49,971,474 Thlr. in Anrethnung, so daß also 25/987,021 Thlx. in den Einnahmen keine De>kung finden. Hierzu treten noch die ein- zelnen Bundesstaaten gewährten Nachlässe an den Militärau8gaben mit 733/635 Thlr., sowie die Nachlässe an dén: Ausgaben für die Bundesgesandtschaften, welche den eigene Gesandtschaften haltenden Bundesstaaten zugeständen sind, mit 5920 Thlr. Es" würden demnach auf Grund der Bestiinmung des“ Axt. 70 der Bukdesverfassung über- haupt 26/726/576 Thlr. Matkikularbeiträgèn aufzubringen sein. Darauf kommen indeß in Anréhnüüg: die: Antheile dex einzelnen Bundesstaaten an dem Postübers{hussse/ abzüglich“ der Meliorations- fonds für die Posteintrichtutigen in den Hanséstädteny mit 232/298 Thlr. , sowie die vorgedachten Nachlässe an den Mi- H) ral p48 mit 733/635 Thlx. und an den Ausgaben für die Bun De aale mit’ 5920 Thlr: Es bleiben also übethaupt zu zahlen 25,754,723 Thkt., urid entfallen hiervon auf: Oen j 1,491,928 Thkr, Lauetibur 42,899 Thlr. äáchfèn 2,083,29: Thkr., Hessen 224,131 Thtr., Me>lenburg-Schiverin 493/589 Thlr, Sachsen-

eimär 131/762 Thlr, Me>lenburg-Streliß 85,386 Thlr., Oldenburg 178/566 Thlr, Braunschweig 247,718 Thlr, Sachsen-Meiningen 84/2597 Thlr., Sachseri/Altenburg 65/168 Thlr., Sachsen-Coburg-Gotha 9910 Thlr., Anhalt 86,745 Thlr, Shwärzburg - Rüdolstädt 34,938 Thlr., Schwätzburg-Sondershwäusen' 31,472 Thlr, Walde> 27/498 Thlr., Reuß à. L. 20,211 Thlr, Reuß“ j. L, 39,906 Thlr, S<haum- butg-Lippe 14/469 Thlr., Lippe 53/931 Thlr, Lübe> 19,997 Thlx., Bremen 75/833 Thlr. Hamburg 211,116 Thlr:

Die der Berechnung der Mattikularbeiträge zu Grunde gelegten Bevölkerungsziffér von 29,339,624" Einw., wovon auf Preußen inkl. Lauenbur 839,930 oder 81/24 pCt. trefferi, bezieht sih auf die ort8anwesende und zugleich staats8angehörige Bevölkérung nach der Zählung vom 3. Dezember 1867. Die Wahl dieser Ziffer für die Veranlagung der Beiträge is aus“ der Erwägung, daß dieselben relativ am besten geeignet sind, einen Maßstab für Vertheilung der finanziellen Leistungen abzugeben, hervorgegangen.

i Landwirthschaft.

Die Annalen der Landwirthschaft in den Königlich preußischen Staaten Nr. 14 enthalten eine Erklärung der Re- daktion über die Veröffentlihung eines Gesehentwurfs, betreffend die Besteuerung des Stärkezuckers 2c., ein Promemoria über die Erhöhung der Branntweinsteüer, Aufsäße: Zur Spiritusbesteuerung, über' die Kartoffel-Erntemaschine von H. F. E>ert, Besuch der Domäne Sassin, vom Geheimen Regierungs-Rath Dr. Hartstein; aus der Versammlung des Teltower landwirthschaftlichen Vereins am 23. März 1869, eñd-

lih Notizen.

Königliche Schauspiele. Sonnabend, 10. April. Jm Opernhause. (79. Vorst.) Die Afrikanerin. Oper in 5 Aken von É. Scribe, deutsch: von . Gumbert. S2usik von Meyerbeer. Ballet von Paul aglioni. Selika: Fr. Lucca. Vasco de Gama: Hr. Niemann. Nelusco : Hr. Bey. Anfang 6 Uhr. Extr. «Pr:

Im Schauspielhause. (96. Abonn.-Vorst.) Neu einstudirt: Gottsched und Gellert. Charakter - Lustspiel in 5 Akten von E A Laube. Jn Scene geseßt vom Direktor Düringer. esegung: General-Lieutenant von Seydliß, Hr. Dahn. Graf Bolza , Hr. Friedmann. Johann Christoph Gottsched, Professor der Philosophie und Dichtkunst, der Logik und Mée- taphysik, Dezemvir der Universität , Senior der Philosophen- O und des Fürstenkollegiums 2c. , Hr. Baumeister.

hristian Fürchtegott Gellert , außerordentlicher Professor der Moral, Hr. Berndal. CEato, Hr. Karlowa. Siegmund, Wacht- meister, Hr. Hiltl. Gottfried, Reitknecht, Hr. Fernand. Schladrit, Diener Gottscheds, Hr. Dehnicke. Adjutant des Prinzen, Hr. Schwing. Adjutant bei Seydliß, Hr. Landivehr. Gräfin von Manteufel, Fr. Bréitbach. Wilhelmine, deren Tochter, Frl. Buska. Louise Adelgunde Victorie Gottschedin, geborne Kul- mus, Gottscheds Frau, Fr. Kierschner. Catharine, Jungemagd in Gottsheds Hause, Frl. Bergmann. wei Trompeter, Hr. Han>e x. Der Schauplayz in Zeig, 1762. Die ersten drei A e E Ritterstrd am - E der vierte Akt / ltterslraße, 1m sogenannten s{hwarzen Brett der sehte TE n Ratbhaussaale. G O ; _ Sonntag, 11. April. Jm Opernhause. (80. Vorst.) Fan- tasca. Großes Zaubér-Ballet in 4 Akten nebst einem Kopiel (12 Bilder): von Paul Taglioni. Musik von P. Hertel. Fan tasca: Frl. Girod. Eine Wassernymphe: Frl. David. Seros:: &rl. Selling. Romero: Hr. C. Müller. Floramour: Hr. Guille- min. Stallmeister: Hr. Ehrih. Anfang 7 Uhr. M.-Pr.

Im Schauspielhause. (97. Abonn.-Vorst.) Das Gefängniß. Lustspiel in 4 Akten! von R. Benedix. Vorher: Ein Ständcben. Dramatischer Scherz in 1 Aft von G. zu Putliz. M,-Pr.

Sonnabend, 10. April. Jm Saal-Theater- des Königlichen Schauspielhauses. 56ste Vorstellung der franzöfischen Schau: spieler-Gefellschaft. Le verre d’eau,.

Sonntag, 11. April. 57. Vorst. Le verre d’eau.

VRZOl R705)

Produkten- und Waaren-Böree. : E3erlin, 9. April. (Markipr. nach Ermitt. des K. Polizei - Präs:) Bis Mittel Von | Bis ¡Mittel

f. [thr | ag:|Ps. sg. |pf.jeg. |pf}sg, pf. ) 8'— 11 A Âi—

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eizen Schfl: Roggen gr: Gerste Hafer | zu W. zu L. Heu Oeéntne Stroh Sehek. Erbsen Metze LiD3e

Riñidfleisch Pfd. Schweine- fleisch IHammelfieiseh Kalbfleisch 3 616 Pfd 9—

Butter | Mandel 6 ) j

—[—/| 8 —{Eier Berlin, 9. April. (Schlachtviehmarkt nach Ermitt. K. Polizei - Präs.) An Schlachtvieh war aufgetriébén: Rindvieh 14, Schweine 343, Schafvieh keine, Kälber 767 Stüek. A L

Die' Márktpreise' des Kartóffel - Spiritus, pér 8000 Cent n&éh Tralles, frei bier ins Haus geliefert, waren nt hiesigem Platze ani 2. April 1869 Thlr. 15% 7 \ E 15% / 15 15% E 155

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ohne Fags.

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Berlin, den 8. April 1869.

Die Aeltesten der Kauüfmannschaft von Berlin. _BEbliià, 9. April, (Nichtamtlicher GetreidebeEricht.) Mane ees ais S d E Pfd. nach“ Qualität; pr. April- u. Mai - Juni 62} r, béz., Funi-Juli 62#—$% Thlr. : i- August 63 BNie: G. A G6 oggen loco 52—% Thlr. pr. 2000 Pfd. ab Bahn bez., schwim- ménd 83—84pfd. im Kanal 5244 Thl. bez., pr. April u. April g Mai 924- k—5 Thlr! béz., Mai-Juni 514—*—4 Thlr. bez., Juni- Juli 51 bis

4% Thile: bez., Juli-Au ust '495—Z{ Thlr. bez.

Géfèste; grosse’ und kleiné, à‘43<-54 Thlr. per 1750 Pfd.

Hafer loco 30—345 Thir. pr. 1200 Pfd., galizischer 314+—324 Thir. bez., ‘polnischéè 32%—335 Thlr.’ béz., pr. April-Mai 32—£4 Thlr: bez, Mai:Junï 327 Thlr. bez., Juni-Juli! 32—4 Thlr. bez.

Erbsét/ Kochwaare 60—68: Thir, Futterwaare: 52—57 Thir.

Wintéttaps 84—-86 Thir.

Beda N Thie.

üböllocó' hlr, : pr. April u. April’- Maï 92:—%: Thlr. bez, Mai-Juni 95—2; Thlr. bez., Juni-Juli 9 Thlir., Saaae - Oktober E O Mi v etroleum loco 7% Thir; Br.,: pr. April T4 Thlr. Br., April-Mai

T5 Thir. Br., September-Oktober 7% Thlr. bez. E E

HURE tes! LLETIN

piritus loco obne Fass 158; Thlr, bez., pr. April und April-Mai

155—4—4 Thlr. bez., Mai - Juni 167 Thl bez., Zint - Juli 15%—164—16 Thir. bez., Juli- August 15. Z7—S4 Thlr. bez., August- September 165—K% Thlr. bez u. Br., 5 G

Weizen! loco unverändert im Werth. Termine wurden besser be- záhli. Gel! 1000 Ctr! Im-Roggen-Termingeschäftwar es: heut wieder-