1869 / 93 p. 8 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

1662

Die Angaben der Einnahmen des laufenden Monats (Col. 3) sind mit Vorbehalt näherer Feststellung, die Angaben

Bemerkungen.

für den entsprehenden Monat

Maßgabe der inzwischen gun Festseßungen geschehen. 1) ad Col. 21. Die Bau

0,30 Meilen lang, und. eine gepachtete,

von 0,64 Meilen, so daß die Betriebslänge 19,554 Meilen beträgt. 2) Die Stre>e 1, Dezember v. I.

_

eröffnet.

s al Die Stre>e »Wächtersbach-Steinau«, 1,8 Meilen lang, so wie ie Str

ist am 1. Juli v. J. und die Stre>e »Steinau-Neuhof«, 3,9 Meilen lang, am 15. Dezember v. J.

e>e »Fulda-Necuhof«, 1,8 Meilen lang,

eröffnet. j #) Diese Angaben enthalten nur den preuß. Antheil.

5) Ams. April v. J. is die Stre>e »Opladen-Mühlheim«, 1,56 M. v. J. die Zweigbahn »Ritter8hausen-Rem- . die Stree »Mülheim - Bergisch - Gladbach«, 1,24 Meilen lang, eröffnet. Jn der Gesammtlänge ist die gepachtete Strecke »Haueda-Warburg<«, 0,62 M.

lang, am 1. September

scheid« ; 2,32 M. lang, und am 1. Dezember v.

lang, mit enthalten. s) Die Stre>e »Rastenburg-Ly>« ,

8. Dezbr. v. J. eröffnet.

Stammatktien.

die Thalstre>e »Vossowska- Breslau«, 16,92 M. lang, eröffnet. 9) ad Col, 11 u. 12. Jnfl. der Zweigbahn

lih auch auf die erpahtete Bahnstre>e »Roßlau-Zerbst«,

10) Die Stre>e »Kempen-Venlo«, 3,04 Meilen lang, ist am 1. Ja-

nuar v. J. eröffnet. 11) Die Betriebs8einnahme bezicht si< auf die Stre>e »Frankfurt- Kehl und Frankfurt - Aschaffenburg« mit ciner Gesammtlänge von 9/55 Meilen, dagegen das Anlagekapital auf 3/29 Meilen. 12) Die Zweigbahn »Rothenkrug-Apenrade«, 0,91 M. lang,

ist am 12. September v. J. dem Verkehr übergeben.

Nichtamtliches.

_ Spanien. Madrid, 19. April. Die Cortes sind nach wie vor mit der Besprechung des Verfassung8entwourfs beschäf- tigt; vor jeder Sißzung finden vielfache Interpellationen ftatt. So hat der Marine-Minister Topete die Erklärung abgegeben, daß vor Cuba schon 21 Kriegsschiffe liegen und 9 fernere dahin gesandt sind. Man thue alles mögliche, die Ordnung daselbst aufreht zu erhalten. Jm Juni würden no< 30 Kanonenboote hingesendet. Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten war veranlaßt, die Versicherung zu ertbeilen, daß die Stellung zu dem König Ferdinand von Portugal auf eine ehrenhafte LVeise geordnet worden sei. Der König selbst Habe dem spanischen Gesandten in Lissabon die berubigendsten Aufschlüsse gegeben und an den portugiesischen Gesandten in Madrid cin Schreiben gerichtet, in welchem er no<hmals seinen unwandelbaren Ent- \{luß fund gethan , die ihm etwa angebotene Krone abzuleh- nen. Zugleich habe er si mit Dankbarkeit gegen alle ausge- sprochen, welche seine Kandidatur für Spanien unterstüßt hätten. Es sei nun au wünschenswerth, die Sache auf sich beruhen zu lassen, da Spanien und Portugal in freundnachbarlichem Ver- kehr zu einander bleiben müßten. &erner wurde die Erklärung abgegeben, die Kommission Über die Abschaffung der Militär- Diensteinstellung sei einig darüber, allein nur über eine solche Ein- stellung, wodurch das stehende Heer abgeschafft würde, dieselbe er- heische daher ein neues Geseß über die Organisation der Landmacht und der Reserve. Da die besagte Abschaffung doch erst 1870 eintreten könnte, so habe die Komniission ihren Bericht noch nicht vollendet. Der Antrag, alle disponiblen Mannschaften u Wiederherstellung der Ordnung auf Cuba baldigst hinzu- enden, wurde in Berathung gezogen. Der Marine-Minister erklärte ganz offen, er halte die jeßige Rekrutirung für Land- und Seemacht für unerläßlih, wenn man die Integrität des Staaktsgebiets aufre<t erhalten wolle. Ohne solche Rekrutirung habe er feine Mannschaften

für Cuba zur Verfügung. Orense und Garrido ergriffen diese Gelegenheit, ihre Opposition gegen die Rekrutirung wieder auf- ezen und meinten, es fänden sih auch anderweitig Mann- <aften. Marquis von Sandoval, der Vize-Präsident, entgegnete, cs handle fi<h um den möglichen Verlust der Insel Cuba, also um die Nationalehre: die Majorität wolle dîe Regierung unter- stüßen, die Minorität sei anderer Ansicht. Der Minister-Präfident brachte die Debatte zur Klarheit, indem er die Bedeutung des Antrags würdigte, welcher nur beabsichtige, der Regierung eine moralische Stärkung zu geben, In Cuba drohe eigentlich keine Gefahr, auf die nordamerikanische Regierung könne man sich verlassen, allein die amerikanischen &libustier möge man fürchten und deshalb werde man keine Rücksicht sheuen. Der Antrag selbst wurde

darauf mit 143 Stimmen gegen 50 angenommen. Mit dieser Debatte, in welcher der Mini er-Präsident S ; i davontrug, wurde die Minister. Präside ua

des verflossenen Jahres (Col. 5) nah änge beträgt 18,614 Meilen. Zum Be- triebe gehört no< die Zweigbahn nach dem Saarhafen bei Malstatt, in Frankreich gelegene Stre>e

»Northeim-Herzberg« , 3,70 Meilen lang, is am

10,52 Meilen lang, is am ad Col. 19, Jnfl. 4,500,000 Thlr. Prioritäts-

7) Von der »Rechten-Oderufer -Bahne is am 15. Novbr. v. A

»Biendorf-Gerlebogk«. ?) Es beziehen si die Betriebs-Einnahmen auf 49,14 M., nâm-

nommen. : —- 20. April.

21. April.

Armee, wurde von de

der Deputirtenkam

21. April.

vor. Das gesammte zum 1. Januar 1870

gabe von Nationalbank gedeckt , Millionen ergeben.

fißen. 94 Millionen an und Steuer ohne Erhöhung

das zu können.

Heute seßte der Fin Exposés fort und sagte der Finanzkommission

zur Aufhebung des Qw

trage, zurückgezahlt sei. erreichen könne, müßte veranschlagende Defizit g

dieser Summe s{hlägt der Verkauf der Kirchengüter

nen die

den.

Baarzahlungen habens beginnen ; zu 6 Prozent Zinsen, die tisiren wären die

ergeben.

also von 728 auf 788 ein Ueberschu

wangs s ab t n ug cours abgeschaff

Kirchengütern ergiebt in Millionen Lire;

folgendes Telegramm : Verschwörung entdeckt.

genommen.

Griechenland. Prinz und die Prinz getroffen.

JZanos nach Alexandri

Während der Krankheit des Ministers Sa Minister Zorrilla die Leitung des Ministerii des

(W. T. B.) lona und Saragossa stattgefundenen Nachwahlen blikanische Partei gesiegt. 0A

In der gestrigen Cortessißun die Art. 15, 17 und 18 des Berfastungsentwourfs nah Berathung angenommen. eingebrachter Geseßentwurf ,

Verfassungs8ausschusse überwiesen. talien. Florenz, 19. April.

den Geseßentwurf, wonach auch die zum Vorbereitenden zum Militärdienst verpflichtet werden, beendet, Mit 223 gegen 25 Stimmen wurde der das Prinzip des Gesehes zu genehmigen und zur der einzelnen Paragraphen überzugehen.

In der gestrigen Sißung der Deputirten, kammer legte der Fininz-Minift

zufolge, 614 Millionen Fres. Schaßzbons

Am wird die Bank cinen disponiblen Fonds von 64 Millionen be: Der Finanz-Minister schlägt das Defizit für 1870 auf

eingehenden Prüfung der Frage,

Maßregel sei aber nothwendig, gewichts im Budgets gesichert, reduzirt und die Schuld

um 50 Millionen vermindert werden. sammen 728 Millionen &rcs, nothwendig. Qur Beschaffung | Minister drei Operationen vor: 1) den

welche der Regierung gegen Emission Summe von 300 M 2) den gesammten Schaßdienst politanischen Bank an uvertrauen , welche zusammen 103 Mil- lionen gegen 5 pCt. Verzinsung zur Sicherheit bestellen wür-

Die bezüglichen Verträge mit der und der Bank seien bereits abgeschlossen. se<8 Monate

ß von 6 Millionen. dann der Bank 180 Millionen

tere Defizits Übrig blieben. In dem ausgegebenen

1870 sind die Gesammteinnahmen mit 914, die Gesammt ausgaben mit 1024 Millionen Lire aufgeführt. defizit beträgt mithin 110 Millionen.

asta hat de nnern Über:

ona, Barece, at die reyy.

Bei den in Tarra

g wurden

ku Ein von der demokratischen Fraltin

betreffend die Reorganisation m Hause in Betracht gezogen und e

In der heutigen Sity Generaldiskussion fu

geistlichen Stande sid

mer wurde die

Antrag angenommen, Berathung

14 er den Finanzberiht Defizit der verflossenen Jahre bis beträgt danach, dem »W. T, Y

und durch die Anleibe mit welche Operationen zusammen Anfang des kommenden

der 678 Jahres

kündigt gleichzeitig

eine Reform der derselben an.

In dem Bericht dtüdt

{ließli< der Minister die Hoffnung aus, bis zum Jahre 1875 Gleichgewicht in den Einnahmen und Ausgaben herstellen

anz -Minister den Vortrag des Finanz in demselben: Er sei einverstanden mit der Kammer wegen Vornahme ciner wie man am zwe>mäßigsten angêcourses schreiten könne. Qu dieser

daß die Herstellung des Gleich: das Agio auf ein Minimum an die Bank, die 378 Millionen be Ehe man das Gleichgewicht im Budget das gesammte, auf 300 Millionen zu ede>t und die zirkulirenden Schahscheine Es seien demnach zu-

der Domänengesell schaft anzuvertrauen,

nil von Domänen-Obligatio- illionen vorzustre>en bereit sei; der Nationalbank und der nea-

Domîänengesell schaft Die Bank werde dic na< Rückzahlung ihres Gut:

3) eine Zwangsanleihe von 320 Millionen

in 10 Jahren von 1881 ab zu amor

s gesammten Maßregeln würden, die Rü- zahlung des Eisenbahnvorschusses

mitgerechnet, 794 Millionen

Sie würden das Gesammtdefizit um 60 Millionen,

Millionen vermehren. Es bleibe also

Im Jahre 1870 könnten

zurückgezahlt und 1873 der werden,

Staatshaushaltsetat für

: Die Bilanz aus den Einnahmen 834, in Au gaben 477

um den Uebershuß von 36 Millionen yver- mindert fi<h mithin obiges Defizit. ,

Aus Mailand, 19, April, veröffentlichen Wiener Blätter Die Behörden haben eine m azzinistische

Orsini-Bomben und chif\rirte Doku-

„mente wurden mit Beschlag belegt und se<8 Verhaftungen vor- Die Stadt ist vollkommen ruhig. E

Athen, 20. April.

l (W. T. B.) Der essin von Wales sind hier ein-

Morgen reisen Rhangabe nah Konstantinopel und

en auf ihre Posten als Gesandter

Dasselbe wird dur Aus, |

während no< 100 Millionen |

Das Gesamnit- |

Generalkonsul Griechenlands ab. Beide überbringen andschreiben des Königs Georg an den Sultan sowie an den

Vizekönig von Aegypten.

mánien. Bukarest, 20. April. Fürst Karl, wel- <er e 17. d. nah Jassy gereist ist, hat daselbst am 18. die neue eiserne Brücke in Gegenwart einer großen Volksmenge eingeweiht, und Tags darauf bei Tecutchi den Play besichtigt, auf welchem das Lager errichtet werden soll. Der Fürst hat bei der Bevölkerung überall den wärmsten Empfang gefunden,

land und Polen. St. Petersburg, 20. April. Das Eis df der Newa hat sih in der Nacht vom 18. zum v geln Folge der Unordnungen auf der Universität sind nah der »Mosk. Ztg.« 37 Studenten von der Universität entfernt worden.

weden und Norwegen. Stockholm, 14. April. (H F Der Reichstag beschäftigt sich jeßt mit der Diskussion des Königlichen Vorschlages über die Umbildung der Organisa- tion der Landesvertheidigung. Der von den Kammern zur näheren Erörterung des Vorschlages konstituirte besondere Aus- hat am 2. d. M. sein Gutachten darüber abgegeben. Gestern begannen in beiden Kammern die Diskussionen darüber. Von dem Könige ist an den Reichstag die Proposi- tion erlassen worden, der Regierung für die durch die vorjäh- rige Mißernte betroffenen Provinzen außer den bereits bewillig- ten 340,000 Rthlr. no< ferner 500,000 Rthlr. für dieses Jahr u zinsenfreien Anleihen anzuweisen; der Staatsausschuß hat iese Proposition dem Reich8tage anempfohlen, und heute haben beide Kammern dieselbe bewilligt. S Nachdem der König am 23. März eine von dem ver- ordneten General-Feldzeugmeister eingereichte Vorstellung zur Anschaffung einer gereifelten Hinterladungskanone gebilligt, hat er den Befehl zur Anschaffung einer solchen Kanone ertheilt. Auch hat der König beschlossen, einen Offizier des Generalstabes zur näheren Kenntnißnahme des Feld signalwesens im Auslande zu beordern, mit einer L lee Sa As Lee 08 Rthlrx. nach rei, Belgien und der Schweiz abzureisen. pes Die Prinzessin Luise befindet sih jeßt volllommen wohl und hat den leihten Anfall von Masern gänzlich über- wunden. Vorsicht8halber verläßt sie jedoch noch nicht ihre Ge- mächer.

ánemark. Kopenhagen, 19. April. Das vom Könige Friedri<h VI. erbaute Schloß »Frederiks8berg«, in der Nähe von Kopenhagen, soll vom 1. Mai an von der Offizier- schule der Armee in Gebrauch genommen werden. Das Schloß ist zu diesem Zwecke neu eingerichtet und reparirt worden.

21. April. (W. T. B.) Der Conseuls-Präsident Graf Frijs von Frijsenborg reist heute auf dreiwöchentlichen Urlaub nah Deutschland. Der Finanz- Minister Fonnes- beh führt interimistis<h das Präsidium und die auswärtigen Angelegenheiten.

erifa, Washington, 17. April. (Kabeltelegramm.)

Der N hat die A von Freeman Morse zum amerikanischen Konful in London und Thomas Nelson qun mexikanischen Gesandten bestätigt. Der Präsident hat Bas \ | ( einen Neger, zum amerikanischen Gesandten bei der Repub| L Hayti ernannt , und i} die Bestätigung des Senats berei erfolgt. : i Ra

19. April. Es is Befehl ertheilt worden, daß ami) mit 77 Geschüßen zur Verstärkung des Unionsgeshwaders nach

indien abgehen sollen. i E s e M N , 28. März. Nachrichten aus As J cion vom 13. März zufolge herrscht daselbsi Ruhe. 1500 Ge- fangene haben si< wieder mit Lopez vereinigt.

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Aus dem Wolff’ shen Telegraphen-Büreau.

burg, Donnerstag , 22. April, Morgens. Wie der » Saa A MEER meldet , hat der Königlich Fran ßische außerordentliche Gesandte hierselb , v. Kampÿ , au d f sundheitsrücksihten einen längeren Urlaub genommen. s E selbe wird durch den Legations-Rath v. Gundlach vertre werden. / E 21. April, Abends. Die »Presse« schreibt in ibrer u Aus he aus anscheinend guter Jnformation : DOE den Stand der französisch-belgischen Angelegenheit wird un u Paris gemeldet, daß na< Zurückziehung der unzureichend be- fundenen ersten Vertragsentwürfe die Grundlagen zu ee neuen Entwurfe gegenwärtig diskutirt werden. pa M : Mee auf die Lösung der obshwebenden Fragen ist unershüttert. Florenz, Mittwoch 21. April. Aus den Ausführungen

des Finanz-Ministers in der Deputirtenkammer ist no< Folgen-

1663

des nachzutragen : Die Ziffer 614 Millionen für das Gesammt-

defizit am 1. Januar 1870 sezt si< folgendermaßen Las Gesammtdefizit zu Ende 1868: 313 Millio- nen, Defizit pro 1869: 75 Millionen, die an die Eisen-

baÿngesellshaften no< zu leistenden Quschüsse, zweifelhafte Ausstände und diverse Ausgaben: 225 Viillionen. Betreffs des bereits gemeldeten Steuerreform-Projektes bemerkte der Minister, die Regierung beabsichtige weder Erhöhung der bestehenden, no< Schaffung neuer Steuern. Die Mehr- einnahmen sollen ledigli< der Reorganisirung der direkten Steuern und den Vereinfahungen in dem Modus _der Steuererhebung entspringen, eine Vorlage werde hierüber eingebraht werden. Aus der Reorganisirung der städtischen Zölle sei allein cine Mehreinnahme von 20 Millionen jährlich berechnet. Ferner seien aus den Kirchengütern, ungerehnet die {hon verwirklichten Verkäufe, noch mit Leichtigkeit 500 Millio- nen zu realisiren. Uebrigens, erklärte der Minister, ist in An- schlag zu bringen, daß seit 1867 dic Ausgaben si konstant ver- mindert, die Einnahmen vermehrt haben. Mehrere. für die Reorganisation der Armee und der Flotte erforderliche Aus- gaben können auf eine lange Reihe von Jahren vertheilt wer- den, was um so thunlicher ift, als die italienis<he Regierung gegenwärtig mit den übrigen Mächten in besten Beziehun- en steht. ; R orenz, Donnerstag, 22. April, Morgens. Die »Jtalie« verd ntli folgende Depesche aus Tunis vom 20. d.: Der Bey von Tunis hat, unter Annullirung der früheren Verträge, die Unifikation der Staatsschulden dekretirt.

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Statistische Nachrichten.

Nr. 9 des 14. Jahrgangs der »Zeitschrift des Königl. sächsischen statistis@en Bureaus« (September 1868) hat fol- genden Jnhalt: Die Michaelismesse zu Leipzig im Jahre 1868. Die am 3. Dezember 1867 im Königreiche Sachsen ausgeführte ra und Nordbundeszählung. I1V. Die einzelnen Städte und über 200 Einwohner zählenden Dörfer. Uebersicht der Resultate aus den me- teorologishen Beobachtungen, angestellt auf den Königlich sächsischen Stationen. Mitgetheilt nah den Zusammenstellungen im statistischen Bureau von Prof. Dr. C. Bruhns in Leipzig. onat September 1868. BetriebsÜbersicht der Königl. sächs. Staats- und der in va 4 verwaltung befindlichen Privateisenbahnen vom Monat September 1868. Im 10. Hefte der »Statistishen Nachrichten über das Groß- herzogthum Oldenburg« findet sich folgende vergleichende Po st fatifi if für den deut\<-österrei<is<hen Postverein im J. 1865. Es kamen an Briefen auf den Kopf der Bevölkerung im ganzen Postverein 5,49 Stücf, in Württemberg 9,23, Sachsen 8,73, Baden 8/69, Preußen 7/90 (darunter Birkenfeld 5,05), Me>lenburg-Schwerin 7,24, Braunschweig 7,187 Thurn-Taxis 7,18, Oldenburg 7,08, Bayern 6,66, Luxemburg 6/16, Hannover 5/99, Mel. -Streliß 5,91, Oesterreich 3,32. Gewöhnliche Pakete famen an: pr. Kopf der Bevölkerung im ganzen Postverein BO Pfund (0,44 Stück), in Sachsen 8,04 Pf., Preußen 7,11 oer Birkenfeld 5,69), Me>lenburg - Schwerin 6,14, Me>lenburg - Streliß 5,95 , Braunschweig 5,22, Oldenburg 5,17, Thurn-Taxis 5,09, Würt- temberg 4/43 , Hannover 3,98, Baden 2,79, Bayern 2,07, Oesterreich 0,39 Pf. Für die abgegangenen Pakete stellen si< die Prozentsäße fast ebenso. Die angekommenen Geldsendungen betrugen pro Kopf im ganzen Postverein 58,41 Thlr., in Sachsen 101,12, Braunschweig 98,70, Sauren 82,23, Thurn-Taxis 68,29; Preußen 68,20 (darunter Birkenfeld 28,77), Hannover 64/42, Baden 58/557 Me>lenburg-Schwe- rin 56,44, Württemberg 49,32, Oldenburg 47,63 , Oesterreich 46,82, Med>lenburg-Streliß 46,57. Die abgegangenen Geldsendungen ergeben iemlich gleiche Säße. An Nachnahmesendungen und Baareinzahlungen nten im Postverein nur 0,06 St. und 0,18 Thlr. resp. 0,08 St. und 1,20 Thlr. bei den angekommenen und nas ebensoviel bei den abgegangenen Sendungen auf den Kopf der Bevölkerung. Wir über- gehen die Vertheilung dieser fleinen Beträge auf die einzelnen Staaten, bemerken jedo, daß bei den angekommenen Baareinzahlungen Preußen mit 3,92 Thlr. pro Kopf (davon Birkenfeld 2,47 Thlr.) und M. Schwerin mit 3,05 Thlr. weit Über den Durchschnitt (1,20 Thlr.) hinausgehen. An Zeitungen sind im ganzen Verein 3,01 Stü pro Kopf versendet worden, in Bayern 10,03, [denburg 8,84, Württem- berg 7,51, Braunschweig 5,30, Baden 5,11, SATEBLENE 4/62, Preußen 3,997 Sachsen 3,757 M. Schwerin 3,42, Hannover 3,37, M. Dres 1,59, Luxemburg 1,32, Oesterreih 0,96 Stück pro Kopf der Be- völkerung.

Landwirthschaft.

Jm_ Regierungsbezirk Münster is die Winterung durch die Kälte ui reoberieit im März etwas beschädigt worden; der Mee ist vielfa< ausgegangen und der Roggen hat auf hohen dürrem Des aer ein röthliches Ansehen erhalten, zeigt aber im Uebrigen, wie der Weizen, einen befriedigenden Stand. Die Aussaat der Sommerung ist dur die Kälte verzögert worden. Das Vieh is glü>lih dur- wintert und der Futtermangel beseitigt. Der Viehhandel war in leßter Zeit sehr bedeutend, Rindvieh und junge Schweine E Do im Preise. Auf einem ‘zu Harsewinkel am 19. März anes Kleesamenmarkt wurden 500 Ctr. zu Markt gebracht; der Hande Es indessea nicht lebhaft ; bessere Waare wurde zu 13—13# Thlr. pro Ctr, verkauft.