1869 / 96 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

P E Ari Arg S ete f aqu 7 S M rIO L r Orr T A i S r hrt ieA I dr a

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selben hezglibtn Bestimmungen hat diese Vorschrift mit dem Tage der Kundmachung die Stelle der bisher bestandenen und hiermit außer Wirksamkei®? géseßten Anördnungen des Dienstreglements, dann * der für einzelne Kom- manden und Heeresanstalken ergäñgenen “inshlägigen Vorschriften , endlich“ der für die ‘Behandlung införrigibler Unteroffiziere, Gefreiten und der dieser im Range ‘gleichstehen- den Personen. bestehenden Normen ‘in Anwendüng zu treten. Mi nsehung der DiS8ziplinarbehandlung der Militärgeiftlich- eit, der Militärbeamten und der zum Civilstande gehörigen Einwohner der Pebéns H bleiben die bestehénden besondern Vorschriften maßgebend. Jn Betreff der außerordentlichen Strafgewalt dex militärischen Vorgeseßten ‘in Kriegszeiten wer- den die erforderlichen besonderen Bestimmungen ‘na<folgen.

Der K. italienische R General-Lieutenant Graf de Sonnaz is gestern mit seinen Begleitern nach Florenz zurückgereist. ;

Belgien. “Brüssel, 25. April. Der Senat nahm am 23, das Budget des Kriegs-Ministeriums, darauf way usaß- artikel zur Konvention mit den Vereinigten Staaten N: amerika in Betreff des Markenschußes an. Am 24. genehmigte E i B s ab Aae s Ie M und ging : l ' niwurs, die Wählerlisten betreffe ber. Die Generaldiskussion wurde beendet. 0 A Die Repräsentantenkammer sehte am 24. - die Generaldebatte über das Budget für die öffentlichen Arbeiten bee Ml gigen war das Haus in nicht beschlußfähiger Zahl ver- _— Die auf den 24. festgeseßt gewesene Abreise des Ministers Frère-Orban aus Paris’ ist, wie der »Jud. belge« von aba pariser Korrespondenten mitgetheilt wird, noch verschoben wor- den, weil der Minister der französischen Regierung einen neuen Vermittelungs8vorschlag vorgelegt hat. Derselbe U darin be- L daß F A ens a ugem uro" ie Eisenbahn zurücknimmt und einen Theil derselben der Ostba zum Betriebe überläßt. E In Borinage, wohin ein Bataillon des 5. Linien- Regiments zur Ablösung des 1. Jäger - Bataillons gerückt ist, erhâlt sich die Ruhe; ein Theil der Arbeiter hat den Strike be- reits M (W. T _— 25. April. . T. B.) Jn Betreff der Verhandlungen zwischen Frankreich und Belgien meldet »Echo du en daß das gegenwärtige Stadium der Verhandlungen in Paris abgeschlossen sei. ;

Großbritannien und Irland. London, 23. April.

Im Unterhause erklärte gestern der Unterstaats-Sekretär im indisen Amte, Grant DUff, in Erwiderung einer von Oberst Gray gestellten Anfrage, es sei einstweilen nichts weiter zur Beförderung des Verkehrs zwischen Rangoun und West- &S hina geschehen, seit man im Jahre 1867 die begonnene Vermessung aufgegeben habe. Er hoffe, die indische Regierung werde im Stande sein, die Sache wieder in die Hand zu nch- men, möglicherweise jedo< werde man auf politishe Schwierig- teiten stoßen. Die Hinrichtung des in den leßten Tagen zum Tode verurtheilten Mörders Sheward (derselbe hatte vor 18 Jahren seine Gattin umgebracht und sich kürzlich selbst an- gegeben) und die Begnadigung einiger anderen des Mordes Überführter Verbrecher führte zu einer Jnterpellation, in welcher George Jenkinson den Minister des Jnnern um Angaben über die seit seinem Amts8antritte ausgefertigten Vollstre>ungs- befehle und Begnadigungen ersuchte... Der Minister zählte die. einzelnen Fälle auf und zeigte, daß er si< durchweg nach den Empsfehlungen des Gerichtshofes verhalten habe.

_Den Hauptgegenstand der Verhandlungen lieferte wieder die irische Kirchen bill Gladstone's; die Komiteberathung des ganzen Hauses Über diesen Gegenstand nahm ihren &ortgang. iris A e E g E g bia i R IETDaeE bildete die

: | en Hauptgegenstand der Ver

Der Earl of Fingall is TAlorben. angen.

Frankreich. Paris, 24. April. Die Sibßungen de - gebenden: Körpers vom 22. und vom 23. April afts dio Br rathung des ordentlichen Budgets für 1870 zum Schluß geför- dert. Im Laufe der Sißung vom 23. begann die Verhandlung Über das außerordentliche Budget von 1870. Am Schluß der- selben Sißung wurde der Kommissionsbericht vorgelegt über das Gese, welches den noch lebenden Soldaten der ersten Re- publik und des Kaiserreichs eine Pensionszulage gewährt. Die Berathung des Gesetes ist auf heute angeseßt.

Spanien. Madrid, 22, April. Die Cortes ha 21. die Debatten über die Verfassung fortgeseßt. Die att meine Stimmgebung sollte nah der Ansicht der vorgerückteren Redner no< erweitert werden. Figueras sprach si für diese in der Form des Entwurses aus und knüpfte daran die Be-

«merkung: ‘es lägen überhaupt Gefahren vor, da m :

Monarchie ohaéè einen Monarchen schaffen wolle. t Ministe des Handels entgegnete? die: Minister hätten nicht die mindeste ‘Furcht vor der Gefahr, daß offene oder geheime Gegner der Septemberereignisse ‘die jezige Lage umstürzen {önnten; Angst hätten nur A , die si< von’ den Scitungürd richten und Vörsenschwindeleien irre leiten ließen." Ferner sei ‘es unwahr, daß die Majorität keinen Monarchen habe. Erst müsse die Regierungsform festgestellt sein sei die Monarchie beschlossen, fo würden die Monarchischen au den’ Monarchen haben. Es werde der Monarch kommen nicht die föderative oder die unitarische Republik. Figueras wünschte den Namen des Monarchen angedeutet zu haben, allein ‘der Minister erwiderte, ‘es sei no< nit so eilig und jedenfalls würde jener Abgeordnete der legte sein, dem er es ins Ohr

Republik wolle er aber gar nihts wissen, möge sie ei Un Ae die D en E es rede midt. Mit dieter Unte, bloß die Debatte, nachdem Artikel 16 mit überwieg Majoritàt angenommet war mit überwiegender 23. April. .T. B.) In der heute abgehaltenen sammlung der republikanischen Fraktion Ur D De Anträge , betreffend die Ausschließung der Bourbonen, ihrer Nachkommen und. Seitenverwandten vom spanischen Thron eingebraht. Ebenso wurde beschlossen, einen Antra einzu- bringen, welcher die Befugnisse der Exekutivgewalt einschränkt _— 24. April. Dem gestern gefaßten Antrage der republi- kanischen Partei entgegen (siehe vorst. Depesche) beschlossen die Unionisten und Progressisten einen Begenonitag vorzulegen worin erklärt wird , daß eine derartige Berathung unstatthaf{ sei , da die Regierungsform no< gar nicht zur Abstimmung gekommen und die Ausschließung der Königin Jsabella vom Thron jeßt eine vollbrachte Thatsache sei. :

Italien. Florenz, 24. April. Die Untersu betre}ss der Verschwörung in Mailand, haben raten d sie sich gänzlich auf die Mazzinische Partei beschränkt, ohne daß die Anhänger Garibaldi's sih dabei betheiligt haben. l

Griechenland. Athen, 24. April. (T. D König, der Prinz und die Prinzessin L Wales I

den heute nah Corfu abreisen, der Prinz Friedri L mark bleibt, da er erkrankt ist, in Aben. GEGGAONON Miâpe-

Geo UNE io L 0s Me al i N bur! 28 Sprit Tis en L een ial Nifolajewit\>, weliher i E ais me wu -pge i Rod e verodiige Enten Led T E Landtags, genehmigt hat. E e ven

Schweden und Norwegen. Stockholm, 2 i Nachdem der Reichstag den Entwurf zu clan d Mebr, e pa qlerinäberitutet M derselbe am Sonnabend ében-

vurf verwor ie C i zu einer neuen Armee-Ordnung citbätt M O

Der Konstitution8ausshuß hat empfohlen, den König-

E aden zu age

j ri lania, 20. April. Das Storthing hat bezi i 2900 und 3200 Spezies zur Errichtung e E ebe cus in Drontheim und Christiania bewilligt, die ersten öffentlichen Lehranstalten dieser Art in Norwegen.

Dáuemark. Kopenhagen, 23.. Apri bevorstehenden Sommers wird bei Said in Se Des ein D 24 Apel Ba en werden.

24. April. . L. B.) Anknüpfend an die C ae At Dl L Dalblatete / ersichtlich kauf der westindischen Inseln au pri e Ang d eti atis

Amerika. Washington, 22. April. (Kabelt

a een val Mas g rldere Rongreßmitalien S belLaA n n Lissabon ernannt | i iti

des Senates ereits erfolgt. E Sgung

Asien. Bombay, 23. April. (W. T i von Badakschan und sämmtliche Häuptlinge S urkestans pee

EMO Zus Basallentreue gelobt. Der Sohn Azims floh über

Aus dem Wolff schen Telegraphen -Buüreau. Appenzell, 26. April Morgens. In der gestrigen Ver-

sammlung der Landesgemeinde von Innerhoden, wurde der

flüstere, „vielmehr sei es gut, ihn zu überraschen. Von derx

M ansport hergerichteten Waggons veranstaltet werden. Im weiteren

Marärzie treten unter den Befehl des Armeearztes derjenigen

lichen Vorschlag in Betreff des Unionsaktes bis zum nächsten -

Wr. Virchow und einigen Bemerkungen verschiedener Delegirten in

G eheimen Rath von Sydow um 10% Uhr mit einigen geschäftlichen

issen, das nah seiner Meinung den U vor dem bisherigen E

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ue Verfassung8entwurf nah sehr erregter Debatte mit ge- ger Majorität verworfen. i 2

St. Petersburg, Montag, 2. April Die: Mbelluin n auswärtiger Blätter über beabsichtigte Reisen des Kaiser- ares während des Sommers, sowie namentlich die Nachricht r »Patrie« Über eine bevorstehende Zusammenkunft “der onarchen von Oesterreich und Rußländ werden als vöollstän- g unbegründet bezeichnet , da sicherem Vernehmen nach das aiserpaar in diesem Jahre eine Reisé über die russische Grenze berhaupt nicht beabsichtigt. Nach der Niederkunft der Groß- irstin Dagmar in Zarsko Selo begiebt sich die Kaiserin nach (insfa bei Moskau, wohin der Kaiser später folgt. Jm wei- ren Verlauf des Sommers wird fi das Kaiserpaar nach der

rim begeben.

nternationale Konferenz von Vertretern der der Genfer onvention beigetretenen Regierungen und der Vereine ¡r Pflege im Felde verwundeter und erkranktex Krieger.

erltn 96. April. Die dritte, am Sonnabend, 24. d. Mts,,/ attgehabte Sigung der internationalen Konferenz wurde von dem räsidenten, Wirklichen Gch. Rath v. Sydow, um 107 Uhr mit r Mittheilung eröffnet, daß die Sißung nur eine furze sein köune, weil der ag der Inspektion verschiedener, für die Militärkrankenpflege interessanter stitutionen gewidmet sei. Um 114 Uhr werde man si< zu Wagen nach x Königlichen Charité begeben , um die dort errichteten Baraen- jzarethe ‘und demnächst im Jnyvalidenparke den daselbst bègounenen eubau des Berliner Frauenlazarethvereines in Augenschein zu neh- jen. Hierauf werde auf dem Artillerie-Exerzirplaße vor den Qele- rten die Uebung einer preußischen Krankenträger - Compagnie statt- nden und demnächst vom Stettiner Bahnhöfe aus eine Probe- isenbahnfahrt na< Bernau mit den neuesten, eigens für deu Kranken-

ird die Besichtigung der in den Nebensälen des Abgeordnetenhauses rrangirten Ausstellung von Lazarethgegenständen und des im Hofe gebrachten amerifanischen Rohrbrunnens einpfohlen , sowie endlich e Einladung zu déèr am Sonntag um 12 Uhr stattfindenden Extrafahrt ach Potsdam ausgesprochen.

Der erste Gegenstand der Tagesordnung betraf den Antrag des rofesscrs Dr. v. Langenbe> und Genossen, zu beschließen : »Die von der Genfer Konvention beigetreténen Regierungen zu ersuchen, achstehende Vereinbarung zu treffen und den Additionalartikeln r Genfer Konvention hinzuzufügen: »Jin Falle eines Krieges stellen e am Kriege nicht betheiligten oder neutralen Mächte eine der Größe rer Armee entsprechende Anzahl von Militärärzten zur Verfügung x friegführenden Parteien, um dieselben zu dem Dienst der -Ver- undeten in den Kriegslazarethen zu verwenden. Die Entsendung r für diesen Zwe> kommandirten Aerzte erfolgt unmittelbar nach folgter Kriegserklärung. Die für diesen Qweck kommandirten Mili-

iegführenden - Macht, welcher sie zugetheilt worden sind.« Der Professor Dr. v. Langenbe> begründete diesen Antrag. [rofessor v. Hübbenett (russischer Delegirter ) erflärte sich: im llgemeinen mit-- demselben einverstanden, wünschte aber, daß ihm ne sol<he Form gegeben werde, daß er auch Aussicht auf Erfolg abe. Es scheine ihm daher am Piaße zu sein, E Abänderungen è Bezug auf die Zahl der Aerzte und das Bedürfniß in Vorschlag bringen. Endlich aber scheine es thm nöthig; dem Antrage hinzu- fügen, daß die Aerzte nicht blos für die Verwundeten, sondern auch ir die im Kriege erkrankten Soldaten zu verwenden seien. Barkxon Mund y (österreichischer Delegirter) bedauert, daß die Additional- tifel zur" Genfer Konvention no< 1mmer nicht von den Regierun- n ratifizirt wordén sind. Er wünsche daher, daß diesélben durch den dundesrath den Regierungen notifizirt und diese ersu<ht würden, die dditionalartikel zur Ausführung zu bringen. General-Lieutenant Baumgarten erklärte, daß die russische Regierung die Additional- tikel bereits ratifizirt habe. Nach einer Rede des Professor

anzösischer Sprache ward die Sißung vertagt und die nächste auf

Nontag den 26. Vormittags 10 Uhr, anberaumt. L Die heutige Sißung wurde von dera Vorsißenden, Wirklichen

Nittheilungen eröffnet. Jn der Hofloge erschien ‘bald nah der Er- ffnung der Sißung Jhre Majestät die Königin, von sämmt- ichen Mitgliedern dur< Erheben von den Sigen begrüßt. Vor' Ein- it in die Tagesordnung nahm der Professor Esmar></ delegirter ‘des Provinzialvereins für Schleswig - Holstein das Bort: Es habe ihn seit langer Zeit die Frage beschäftigt, b nit den Soldaten ein besseres Verbandmaterial beschafft verden könne. Er habe nun ein solches Tuch herstellen

ene, Auch habe er zugleich eine nstruktion für “die

aten dru>en lassen, wie dasselbe auf dem Schlachtfelde angewendet berden müsse. Redner legte eine Abbildung dieses Tuches, sowie die- s selbst zur Ansicht vor und bat, falls dasselbe Beifall finde, seinen dorshlag unterstüßen zu wollen. Es ward nunmehr in die Tages- rdnung eingetreten. Den ersten Gegenstand derselben bilde die Fort- bung der Berathung über den Antrag des Professor Dr. von Lan- enbe>, in Betreff der Verwendung der Militärzte 1m Kriege. Der Antragsteller hat seinen in der leßten „Sißung bereits itgetheilten Antrag dahin modifizirt, daß er jebt vorschlägt, zu, be- hließen: die am Kriege nicht betheiligten Mächte möchten diejenigen

genden Debatte betheiligten si< namentlich Professor Dr. von Langenbe>, der Delegirte der Königlich bayerischen Regierung, Dr. Dompierre, der Oberst: Ha m m&x/ und die Vertreter der belgischen und russischen Regierung: Visschers und von Baumgarten. Während der 7 Debatte war? Se. Königliche Hoheit déèr Kronprinz im Saale ‘erschienen. Nah S@hluß derselben *' wandte sich rofessor von Langenbe> se en “die ‘verschiedenen gestéllten | Amendements * und - exflärte ih nur’ mit dém Awendement des Delegirten für Rußland einer- standen. Bei der Abstimmung ‘wurde der Antrag des - Professor Dr.’ von Langenbe> “in dex von ihm vorgeschlagenen veränderten Fassung angenommen; dagegen stimmen die Vertreter der’ Central-

omites der’ Niederlande, - Belgiens, Württembergs und - der Schweiz. Gegen dén Modus der Abstimmung wurdén von verschiedenen Seiten Einwendungen / erhoben und pröponirte des- halb der Herzog von ‘Ratibor, zu beschließen, daß nit allein die Vertreter der Centralkornites, sondern überhaupt jedes einzélne Mit- glied der Konferenz seine Stimme abzugeben habe, da die Konferenz eigentlih den’ Charakter einer Versanunlung von Sachverständigen in sih trage und man wissen müsse, wie si die einzelnen Mitglieder zu den vorliegenden Fragen-stellen,, Der Vertreter des Großherzogthums Hessen stellte einen sih hierauf beziehenden Antrag und die Versamm- lung beschloß in diesem Sinne. Es wurde zum zweiten Gegenstande der Tagesordnung Sa: Berathung über $. 4 des Pro- gramms: Friedensthätigkeit der Hülfsvereine. Berichterstatter für die preußischen Vorschläge is} der praktische Arzt Dr. Brinkmann.

/ (S{luß des Blattes.)

Die Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahnver- waltungen Nr. 17 enthält im Beiblatt: Die Sterblichkeit und Jn- validität bei Eisenbahnbeamten. Die Magdeburg - Halberstädter Eisenbahn und deren Bauprojekte. Verzeichniß überzähliger und feh- leder Güter. Im Hauptblatt: Offizielle Mittheilungen über neu eröffnete Vereinsbahnen und Stationen 2c. (Hessische Ludwigsbahn: Riedbahnstre>e Darmstadt-Gernsheim eröffnet). Die Gotthardbahn. Das Armee-Verordnungs-Blatt (Nr. 8) enthält Aller- höchste Verordnungen, betreffend das Tragen der Hosen in den Stiefeln bei den Fußtruppen vom 1. April 1869; betreffend die Bekleidung der ersten und zweiten Commandeure der Garde-Landwehr- und der Garde - Grenadier - Landwehr - Bataillone ; der Chefs der Provinzial- . Landwehr-Jufanterie-Regimenter, ‘der Bezirks - Commandeure und der Offiziere des Beurlaubtenstandes, vom 6. April 1869; die Delleidung der Reserve-Offiziere betreffend, vom 6. April 1869; Verfügungen de Kriegs - Ministériums , betreffend die Pamneung von Militärtrans- porten bei den Eisenbahnverwaltungen, vom 14. April 1869; betreffend die Aenderungen , welche in Folge der durch Allerbö{hste Ordre vom 18. Februar cer. genehmigten. anderweiten Seeburg der Etatsstärken der Handwerker - Abtheilungen bei den Ersaßtruppen und bei der im- mobilen Artillerie in den bezüglichen Verpflegungs - Etats (Beilagen zum Mobilmachungsplan für das Norddeutsche Bunde8heer) eintreten, vom 5. April 1869; betreffend die verlängerte Dienstpflicht der Beg linge auf einzelnen militärischen Berufsanstalten, vom 8. April 1869; betreffend Veränderungen im Bestande--der—Norddeutschen Bundes- Telegraphen - Stationen pro I. Quartal 1869, vom 13. April 1869 ; betreffend die Löhnungs-Kompetenz der behufs Erwerbung der Quali- fikation als Reserve- oder Landweyr-Offiziere zu Linien-Truppen ein- gezogenen Gefreiten des Beurlaubtenstandes, vom 15. April 1869.

Das so eben erschienene Jahrbuch für die amtliche Sta- tistik des bremis chen Staats, herausgegeben von dem Bureau für bremische Statistik, II. Jahrgang, Bremen, G. A. v. Halem, 1869, enthält tabellaris<he Uebersihten über den Schiffsverkehr (Seeverkehr 1847—1868, Flußschiffahrt 1853—1868) Waarenverkehr . (Einfuhr, Ausfuhr, Ein- Und Ausfuhr, spezielle Nachweisung der namentlih aufgeführten Ein- und Ausfuhrartikel, Handelsbeziehungen zu “den einzelnen Ländern und Pläßen), ini Anhang: bremisches Seeversiche-

xungs8geschäft seit 1847, Handelsflotte: der Weser, Bremens Auszwvan-

dererbeförderung.

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Kunst und Wissenschaft.

Stettin, 23. April. Musik-Direftor Karl Löwe (geb. 1796 in Löbejün bei Halle) is in Kiel, wohin er vor wenigen Jahren von hier übersiedelt war, gestorben. : y

Weimar, 23. April. (Weim. Z.) Die deutsche Shakes- \pearegesell schaft! hat, wie alljährlich seit ihrem Bestehen, heute in der hiesigen Erholung ihre Generalversammlung gehalten. Der Vor- stand der Gesellschaft, Professor Dr. Ulrici aus Halle, Hofmarschall Freiherr von Friesen aus Oresden , Professor Pr. Elze, Oechelhäuser aus Dessau, Professor Delius aus Bonn waren am gestrigen Tage bereits mit den Mitgliedern des hiesigen geschäftsführenden Ausschusses zu einer Berathüng zusammengetreten , behufs Feststellung der Tagesordnung für die heutige Sißung. Die Generalversammlung wurde durch einen Vortrag des Kommerzien-Rath Occhelhäuser über die Würdigung Shakespeares in Deutschland und England® eröffnet, worauf Professor Ulxici über die Verhältnisse der Gesellschaft Bericht erstattete. Die Zahl der Mitglieder erreicht 193, der ¡Kassenbestand beträgt 1160 Thlr. , wovon 800 Thlr. für den heut zur Vertheilung gekomnienen- -Band- des Shafkespeare-Jahrbuchs und den nächstfolgenden bestimmt, \so daß etwa 250 Thlr in der Kasse verbleiben Die, Bibliothek hat sih von 300 auf 400 Bände vermehrt. Die unter Mitwirkung der Gesellschaft neu herausgegebene Schlegel - Tie>sche Shakespeare -Ueberseßung ist be- reits bis zum 6. Bande gediehen und wird voraussichtli<h im nächsten Jahre vollendet sein. Nachdem noch Kommerzien - Rath Moriß ein-

erzte ihrer Armee, welche entbehrt werden können, zur Persügung der -friegführenden Mächie stellen.

An der erfol- |

gehend über die Finanzverhältnisse Bericht erstattet und demselben Decharge ertheilt worden war, beschloß die Versammlung, auf Vor-