1869 / 102 p. 6 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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tungen vonProdukten, welche wiederum eineansehnliche Zunahme derFör- derung und des Werthes aufzuweisen haben, namentlich die Schwefelkiese, haben sih im Uebrigen die Produktionsquanta und die Durhschnitts- werthe mit geringen Abweichungen auf derselben Höhe gehalten, welche im Jahre 1867 erreicht war. Jm Ganzen lieferte der unter Aufsicht des Oberbergamts zu Bonn stehende Bergbau mit Ausschluß der Dach- schiefergruben und des Steinsalzwerkes zu Stetten, 121,828,233 Ctr. Mineralprodukte im Werthe von 19,674,342 Thlr., gegen 117,788,606 Ctr. mit 19,638,876 Thlr. Werth im Vorjahre.

An Steinkohlen wurden im Jahre 1868, 83,352,259 Centner im Werthe von 10,898,869 Thlr. produzirt, gegen das Vorjahr mit 81,457,412 Ctr. im Werthe von 11,119,140 Thlr., 1,894,847 Centner mehr und 220,271 Thlr. weniger.

Von dem obigen Produftionsquantum kommen auf die fiskali- lischen Werke bei Saarbrücken 65,465,864 Centner, auf die gewerk- schaftlihen Werke des Regierungs - Bezirks Trier 1,302,245 Centner und auf die gewerkschaftlichen Werke des Regierungsbezirks Aachen 16,584,150 Ctr. Der durhschnittlihe Werth eines Centners Kohlen betrug auf den Saarbrücker Staatsgruben 4 Sgr. 0,6 Pf. oder 5/4 pCt, weniger als im Jahre 1867, und auf den gewerkschaftlichen Gruben 3 Sgr. 5,6 Pf., 1,3 pCt. mehr als im Jahre 1867. Diese Werthserhöhung hat jedo nicht in Preiserhöhungen, sondern in dem verringerten Absaß an mageren Kohlen ihren Grund. Auf den Privatwerken mußten vielmehr ebenso wie auf den Staatswerken theilweise Ermäßigungen der Preise vorgenommen werden, zumal die Konkurrenz der westfälischen Kohlen si fortgeseßt steigerte.

Die Braunkohlenförderung betrug 4/028,898 Ctr. mit 185,757 Thlr. Werth, und hat der Menge nach um 202,905 Ctr. und dem Werthe nah um 10,334 Thlr. zugenommen.

Die Produktion an Eisenerzen belief si< auf 28,667,731 Ctr. mit 3,982,733 Thlr. Werth , gegen das Vorjahr mit 26,780,023 Ctr. mit 3,802,776 Thlr. Werth, 1,857,708 Ctr. und 179,957 Thlr. mehr. Diese unbedeutende Steigerung der Produktion ist kaum mehr als ein Stillstand in der Entwi>elung , zumal in den Vorjahren noch weit bedeutendere Produftionszunahmen stattgefunden hatten. Das un- günstige Resultat ist hauptsächlih dur die niedrigen Roheisenpreise und zu theure Frachten verursacht. 4

An Zinkerzen wurden 972,541 Ctr. mit 632,285 Thlr. Werth, der Menge nach 90,957 Ctr. und dem Werthe nah 98,126 Thlr. mehr als im Vorjahre, gewonnen.

Die Produktion an Bleierzen is von 1,299,037 Ctr. auf 1,261,814 Ctr. , also um 37,223 Ctr. gesunken , dagegen ist der Werth do 2/898/859 Thlr. auf 2,893,949 Thlr. , also um 35,090 Thlr. ge-

egen.

Der höhere Werth is eine Folge des höheren Bleigehaltes der Erze und der höheren Bleipreise. Die bedeutendsten Werke sind die am Bleiberge bei Commern , welche allein über 600,000 Ctr. Bleierze lieferten. Eine vom Mechernicher Aftienverein am Bleiberge neu- erbaute Hütte wird in Zukunft den größten Theil der Förderung des Bleiberges verschmelzen und man rechnet auf eine Jahresproduftion der Hütte von 300,000 Ctr. Blei und 6000 Pfd. Silber.

Bei den schon in den Mittheilungen über den Ober-Bergamts- bezirf Halle erwähnten ungünstigen Konjunkturen , unter welchen die Kupferproduktion zu leiden hatte, hat sich die Förderung an Ku pfer- erzen, welche im Jahre 1867 883,731 Ctr. betrug, auf 834,674 Ctr., also um 49,057 Ctr. vermindert, während der Werth von 162,905 Thlr. auf 164/727 Thlr. also um 1822 Thlr. gestiegen ist, eine Steigerung, welche ihren Grund lediglih darin, hat , daß fkupferreichere rze ge- fördert sind.

Die Manganerzproduktion;, welche in den leßten Jahren eine rasche und bedeutende Steigerung erfuhr und dur den Hinzutritt der nassauischen Reviere um mehr als das 14fache zunahm, ijt im Jahre 1868 ebenso bedeutend wieder zurückgegangen.

Die Hauptursache hierfür beruht in der Konkurrenz der spanischen Erze und dem dadurch bewirkten bedeutenden Rückgange der Preise, so daß geringhaltige Sorten gar nicht verkäuflich waren. Außerdem traten lofale ungünstige Abbauverhältnisse hinzu. Die Produktion betrug 530/168 Ctr. mit 388,277 Thlx. Werth, gegen das Vorjahr mit 1,023,826 Thlr, im Werthe von 528,629 Thlr. 493,658 Ctr. oder 48,2 pCt. und 190,352 Thlr. oder 36 pCt. weniger. Der Durchschnitts- werth eines Centners betrug hiernach im Jahre 1868 19 Sgr. 1,7 Pf. und im Jahre 1867 15 Sgr. 5,9 Pf. Diese troß des starken Rückganges der Marktpreise eingetretene Erhöhung des Durchschnittswerthes erkläxt sih dadur, daß, wie schon erwähnt, die geringeren Braunsteinsorten Überhaupt nicht zum Verkaufe gebracht werden konnten.

Die Gewinnung an Vitriolerzen (Schwefelkiesen) ist au<h im Jahre 1868 wiederum bedeutend gestiegen. Produzirt wurden 1,809,018 Ctr. im Werthe von 511,850 Thlr. ; gegen das Vorjahr, in welchem 1,453,171 Ctr. mit 421,637 Tblr. Werth gefördert wurden, ergiebt si< eine Zunahme von 399/847 Ctr. oder 24,5 pCt. in der Menge und von 90,213 Thlr. oder 21,4 pCt. im Werthe.

Von jener Gesammtproduktion kommen 1,802,006 Ctr. auf die Gen bei Meggen und Halberbracht im Bergreviere

Der Durcschnittswerth eines Centners 2/5 pCt. weniger als im Voriábré R

Die bereits gegen Ende des Jahres 1867 eingetretene Preisermäßi- gung auf dem englischen Markte” hat während des Jahres 1868 anges (t bad Gli in Dad Mf E gemacht. Der Grund dafür ift ha enhasten Anfuhr v i i vén englisWen Mar u suchen. : | : fuhr von spanischen Kiesen auf

ür [eßtere stellt jih außer den billigen Wasserfrachten no< e n Vortheil dadur heraus, daß diese Kiese tines N Quer M halten , welche zugleih eine Zugutemachung auf Kupfer gestatten.

An Silbererzen wurden 59 Ctr., an Quedfilberer en 450 Ctr, an N i>elerzen 1707 Ctr., an Antimonerzen 1099 tr.

an A launerzen 115,371 Ctr. und an S<werf\path (i ; gen n Ca ANEE Elr. anm 1Path (im ehemali, : le fUr NeSnung des Staates betriebenen Ph osphori lieferten 222/300 Ctr. Phosphorit mit 47,083 Thlr. Werth, gh Ctr. und 32,102 Thlr. mehr als im Vorjahre. Die von Privatper \sonen betriebenen Phosphoritgewinnungen stehen nicht unter Aufsicht t S YENe und die Produktion derselben is zur Zeit no< nit ekannt.

Salzproduktion. Das Salzwerk zu Stetten (Ho lieferte 760 Ctr. Steinsalz, wovon 19,840 Ctr. a Uan N wieder aufgelöst wurden. Die Siedesalzproduktion der ses unter Aufsicht des Ober-Bergamts zu Bonn stehenden Salinen betrug 230,816 Ctr. mit 110,432 Thlr. Werth und is gegen das Vorjahr in der A um 23/593 Ctr. gestiegen, im Werthe aber um 25,908 Thlr gesunken. / ;

Arbeiterverhältnisse, Die Gesammtzahl der Arbei den unter Aufsicht des Ober-Bergamts zu Bonn stehenden Wg betrug 64/170 und die Zahl der von denselben ernährten Frauen und Kinder 116,721. Unter den Arbeitern befanden si< 2503 jugendliche und 1337 weibliche. Die Arbeiterinnen sind nur in den Anlagen an der Erdoberfläche beschäftigt worden. :

Die Zustände der Bergarbeiterbevölkerung können im Allgemeinen als befriedigende bezeihnet werden. Abnorme Verhältnisse , unter welchen die Bergarbeiter zu leiden gehabt hätten, haben in erheblichem Umfange nirgends vorgelegen. An lohnender Arbeit ist fast in keinem Theile des Bezirks Mongel gewesen; wo der kinere Grubenbetrieb in Folge ungünstiger Konjunkturen mehr oder weniger zum Erliegen gekommen ist , sind die Arbeiter entweder auf den größeren Gruben angelegt) oder in anderer Weise gegen angemessenen Lohn beschäftigt

en.

Die Lohnsäße hielten si fast überall auf einer Höhe, welche Lage des Bergbaues, der Arbeitéleistung und dem Sant der Prei für E E d ti 2 ß

muß anertannt werden , daß die Fürsorge der Bergwerks. besißer für die Verbesserung der Lage ihrer Mebeittr, mehr une d an Ausdehnung und Nachhaltigkeit zunimmt. Die Erkenntniß , wie innig der eigene Vortheil des Arbeitgebers mit der Heranziehung eines kräftigen und ansäßigen Arbeiterstammes verknüpft ist , kommt den humanistischen Bestrebungen der Gegenwart wesentli} zu Hülfe, Außerdem dürfen aber die mannigfachen Einrichtungen ; welche auf den Königlichen Steinkohlenbergwerken bei Saarbrü>en zur Hebung der Zustände der dortigen zahlreichen Arbeiterbevölferung seit längeren Jahren bestehen und von Jahr zu Jahr mit Aufwendung A E antes N E verbessert werden, als ein fort- auernde ltel angesehen werden, gleiche oder ähnliche ® E zu befördern. / s Ca ap n welchem ausgedehnten Maße die Ansiedelung der Bergarbeiter auf den Saarbrücker Gruben befördert wird, ist bereits in A be»

sonderen Aufsaße (in Nr. 37, S. 640 des Staats-Anzeigers) mitge-

theilt; au< im Jahre 1868 ist die Ansiedelung nach dem bisherigen System gefördert worden; im Ganzen Barbier 103 pri Häuser erbaut; für 99 derselben wurden zinsfreie Darlehen aus der Staatskasse, für die Übrigen 48 verzinslihe Dar- lehen aus der _Knappschaftsfasse gewährt. Die aht Spar- und Vorschußvereine, welche für die Saarbrüer Bergarbeiter bestehen, befinden sich in einer gesunden Entwicelung ; ebenso wirken die acht nach den Grundsäßen des Genossenschaftêgeseßes vom 24. März 1867 organisirten Konsumvereine außerordentlich segensrei<h. Von dem Saarbrü>er Knappschaftsvereine geschieht fortgeseßt Vieles für die dortigen Bergleute und deren Angehörige. Der Wirkungskreis des Vereins dehnt sich immer weiter aus; neben seinen nächsten Zwrvecken, der Fürsorge für die erkrankten Mitglieder und für die Invaliden, Wittwen und Waisen, liegt demselben auch die Sorge für die geistige ¿Fortbildung der jüngeren Arbeiter ob. Jn diejer Richtung hat der Vorstand des Vereins an der Stelle der seitherigen Sonntags\chulen, welche dem Zwecke nicht mehr entsprachen, eigentliche Werks\<hulen gebildet , welche in der Nähe der einzelnen Gruben dazu dienen, den aus den Elementarshulen ausgeschiedenen jungen Bergleuten nodh weiteren Unterricht in den Elementargegenständen zu ertheilen; außer- dem aber auch; den Schülern die einfachsten Theile der Bergbautechnik in einer ihrem Fassungsvermögen angepafiten Weise vorzutragen.

Unter den Privatgesellschaften, welche der Ansiedelung ihrer Berg- Arbeiter eine besondere Aufmerksamkeit zuwenden, ist die Aachen- Höngener Bergwerks-Aktiengesellschaft hervorzuheben. Die von der- selben gegründete Arbeiterkolonie hat bereits 122 gut eingerichtete Arbeiterwohnungen für Familien, etwa 15 Privatwohnungen, Schlaf- sâle und Menageräume für unverheirathete Arbeiter, eine Bäckerei, einen gut verwalteten Könsumverein, eine Schule und eine in der Vollendung begriffene katholische Kirche.

Die Kolonie zählt etwa 900 Einwohner, darunter 280 Berg- arbeiter mit Familien. Auch auf mehreren anderen Steinkohlengruben der Umgegend von Aachen, so wie auf den der Altenberger Gesell- schaft gehörigen Erzgruben des Reviers Deuß i man dazu Üüber- gegangen, Wohnungen für die Arbeiter zu erbauen.

Der Mechernicher Bergwerks. Aktienverein besißt 32 Beamten- und 84 Arbeiterwohnungen;_ außerdem wurden die Arbeiter, welche selbst iren! N fleine von der Knappschaftskasse gewährte Darlehen

Das Knappschaftsinstitut zeigte im Allgemeinen auch im ver--

flossenen Jahre einen gedeihlihen Fortschritt. Mit Einschluß des \{on oben erwähnten Saarbrücker Knappschaftsvereins bestehen im Ober- Bergamtsbezirk Bonn 48 Knappschaftsvereine, deren größter Theil mit günstigen finanziellen Resultatcn abgeschlossen hat. Z

1855

_ Statistische Nachrichten. Die Nummern 1, 2 und 3 (Januar, Februar, März) der »Zeitschrift des Königlich preußischen statistishen Bureaus, redigirt

von dessen Direktor Dr. Ernst Engel«, Jahrgang 1869, haben folgenden

nhalt: Ueber die allgemeine Natur des Geburts- und des Sterblich- citsverhältnisses; von G. Hopf, Finanz-Rath und Direktor der Lebens- versicherungs-Bank für Deutschland in Gotha. Die definitive Be- völkerung der Provinzen, Regierungsbezirke Kreise, Städte und des platten Landes am 3. Dezember 1867. Die Vorlagen zum s\ieben- ten internationalen statistishen Kongresse im Haag; von Dr. Paul Kollmann. Beiträge zur Geschichte des Handels von Königsberg; vom Königl. Landrath z. D. Dillenburger. Die belgische Enquête über die Arbeit der Frauen in den Kohlenwerken; von Dr. Paul Kollmann. Zwei Sterblichkeitstafeln , hervorgegangen aus Erfah- rungen der Kebensversicherungs - Gesellschaft »Tduna« in Halle in den ahren 1863 bis mit 1867; mitgetheilt von Dr. August Wiegand.

Die Cholera - Epidemie des Jahres 1866 mit einem Rübli> auf die

früheren Epidemien; von Dr. Engel. Beiträge zur Geschichte und Statistik des Unterrichts, insbesondere des Volks\chul - Unterrichts, im preußischen Staate; von Dr. Engel. Antwort auf eine an das Königliche statistishe Bureau gestellte Frage in Betreff der beabsichtig- ten Erhöhung der - Branntwwveinsteuer. Literaturanzeigen. A ls besondere Beilage: Verzeichniß der neueren, der Bibliothek des Königlichen stätistishen Bureaus in den Monaten November und Dezember 1868 und Januar und Februar 1869 einverleibten Werke.

London, 28. April. Einem heute veröffentlichten Ausweise zufolge wurden während der Jahre 1859 bis 1868 eins<{ließli< von der Münze Goldmünzen im Betrage von 47,534,929 Pfd. Sterl. aus- gegeben, silbecne Zweischillingstücke für 1,125,234 Pfd. St,, Schilling- stü>e für 1,502,622 Pfd. St., Sixpencestüe für 33,214 und Kupfer-

: geld für 1,000,345 Pfd. St.

Landwirthschaft. _ Uebersicht über die Weizen - und Roggenpreise auf den Haupt-Getreidemärkten der Monarchie. Um die Vergleichung zu er- leichtern, sind die in den Börsenberichten notirten Preise, der berliner Usance entsprechend, auf 2100 Pfd. Weizen und 2000 Pfd. Roggen (loco und ohne Sä>e) in Thalern berechnet.

Weizen: 10. April. 17. April. 24. April. 1. Mai. Königsberg 61/,— 74% 57; —T4% 575 —T4 574—71 Danzig 61{—70 62—68 615—66 64%—66%

54— 65 ®*) 54—63®) 52—63*) 52—63 *) 595 66% 52¿— 66% 56;—65 53—65 -60 —70 60—70

60—70 60—70 61 56;—65 Mdi-64 - MMAr—64 Magdeburg... 61—645 60—622 59 —60% B59 —61L Cóln 6370 6185 645—685 63—685 Roggen: 10. April. 17. April. 24. April. 1. Mai. 50 50—51/ 502

Königsberg

DAMRIE ¿5 « ada 497 50 49;—s51 50—51 475—50*) 47{—50®) 46—49 ®) 51-—52 50—50% 50—514 515 —514 51{;—51{ 51—51Z 455-49 46—49 45—48 52— 54 52—53 51—53

515—575 50%-—584 50—535 50—55

*) Nach dem Wochenbericht.

Aus dem Regierungsbezirk Posen wird über den Stand der Saaten berichtet: Der Stand der Wintersaaten in diesem Frühjahr berechtigt uns zu den besten Hoffnungen für eine diesjährige gute Ernte. Die junge Roggenpflanze hat si so kräftig entwi>elt, daß sie jeßt schon die Höhe von 1 Fuß und darüber er-

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reiht hat. Dabei sind die Felder alle gleihmäßig und sehr gut be-

standen. Ebenso verhält es si< mit den Weizenfeldern; auch diese stehen durchschnittliÞ {ön. Der junge und alte Klee ist gut dur den Winter gekommen und steht allgemein sehr {ön und dik. Mit der Bestellung der Sommersaaten wird rüstig vorgeschritten. afer- und Kartoffelfelder sind fast sämmtlich bestellt, und auch die erste ist zum Theil gesäet. Die Wiesen stehen in der \{önsten Pracht die Obstbäume in üppiger Blüthe.

Gewerbe und Handel.

Nach dem so eben erschienenen Jahresbericht der Aeltesten der Kaufmannschaft zu Danzig betrug der Handel zu Danzig im ahre 1868: Einfuhr: seewärts. 7,369,000 Thaler, stromwärts 21177,988 Thlr, per Eisenbahn 9,954,718 Thlr., zu Lande per Was- gen 568,000 Thlr., zusammen 30,070,106 Thlr. ; Ausfuhr: seewärts 18,613,025 Thlr. , sromwärts 4,641,930 Thlr. , per Eisenbahn 9/990/974 Thlr. zusammen 28,805,929 Thlr. Die Einfuhr Je See war um 438/527 Thlr. oder 6 pCt. größer als im Jahre 1867, die Ausfuhr um 648,564 Thlr. oder 3,5 pCt. Tür die übrige Ein- und Ausfuhr fehlen die zur Vergleichung nothwendigen Zahlen des Jahres 1867. Die Qufuhren an Getreide beliefen sih im Fahre 1868 (gegen 1867) auf 55,000 Last —-à 60 Schffl. Weizen (60,400), 17,500 L., Roggen (11,250), 5800 L., Gerste (3087), 2310 L, Hafer (2113), 5300 L., Erbsen (2540), 9270 L.,, Oelsaaten (7222) ! jusamen 95,490 Last (86,643). Verschifft wurden hiervon 73,309 Last (71,517), und zwar meist na<h Großbritannien und Jrland; demnächst waren die Niederlande und Belgien die bedeutendsten Konsumenten. Unter den ‘übrigen Einfuhrartikeln heben wir hervor: Kaffee 34,677 Ctr. (33,378 Ctr. in 1867), Reis 37,550 Ctr. (52,159 Ctr. in 1867), Sirup 6932 Ctr. (5805 Ctr.) Pfeffer und Piment 7973 Ctr. (10,677 Ctr.), Baumwolle 839 Ctr. (2526 Ctr.), Farbehölzer 3908 Ctr. (6830 Ctr.) Harz 19,679 Ctr. (16,315 Ctr), /Steinfohlen und Koks 3,383,790 Ctr. (3,373,226 Ctr.), Roheisen 119,268 Ctr. (79,102 Ctr.), Blei 23,251 Ctr.

(1344 Ctr.) Soda 55/138 Ctr. (60,132 Ctr.), Petroleum 61,969 Ctr. (31,877 Ctr.) davon 40/610 Ctr. direkt aus Amerika, Leinöl 12,020 Ctr., Theer 35,364 Ctr., Spiritus 20,000 Ohm, Häringe 117/247 Tonnen = 722,000 Thlr. (74,979 T.) Salz 330,040 Ctr. seewärts, Leinöl 12,020 Ctr. Jn ‘der Ausfuhr sind außer Getreide bemerkenswerth : Knochen 12,400 Ctr., fast ni<ht mehr als während der Blokade 1864, Kohlen 37,254 Last (36,816 L. in 1867), Salz 36,255 Ctr. (44,738 Ctr.), Jopenbier 19,700 Achteltonnen, 768 Barrels 200 Pf. engl.) gesalzenes Schweinefleish, 30 Kegs . 28 Pfd. engl.) ges. Schweinszungen, 1013 Holzladungen mit ca. 127,500 Normallasten im Werthe von 4,070,000 Thlr. (1867: 940 Lad. mit 118,000 L. im Werthe von 3,632,000 Thlr.), 8,316 Ctr. Lumpen, 77,925 Ctr. Eisen-, Buengus, n Pr eN, 291127 Ctr. fabrizirtes Eisen, 10,438 Ctr. äute und Felle.

In den Hafen liefen 1735 Seeschiffe ein; 14 weniger als im Jahre 1867, darunter 898 norddeutsche, 322 englische, 143 dänische, 115 nor- wegische; die Zahl der angelangten Schraubendampfer betrug 257, 32 mehr als îm Jahre 1867. Von den Schiffen famen 637 aus Groß- britannien und Irland, 440 aus Preußen, 209 aus Dänemark, 135 aus Schweden und Norwegen. Die Zahl der ausgelaufenen Schiffe betrug 1745, 24 weniger als im Jahre 1867; von diesen gingen 705 nah Großbritannien“ u. Jrland, 314 nah Preußen, 219 na< S<hwe- den u. Norwegen, 146 nach den Niederlanden, 83 nach Belgien. Die danziger- Rhederei zählte Ende 1868 131 Segelschiffe und 13 Dampf- schiffe mit 39/206 Normallasten , 2 Segelschiffe mehr, 1 Dampfschiff weniger, 838 Last mehr als Ende 1867. Flußwärts kamen im Jahre 1868 S Stromfahrzeuge an (648 mehr als im Jahre 1867); 6625 gingen ab. i

Der Verein für Rübenzu>er-Tndustrie, welcher in früheren Jahren in Magdeburg si< zu versammeln pflegte, wird in diesem Jahre am 7. und 8. Mai unmittelbar vor der Versammlung der . deutschen Land- und Forstwirthe in Breslau seine Generalver- sammlung abhalten. i; ;

Der Hafen Tschao-t\chu-fu im sädlichen China, nicht weit von Skwatao, ist na< dem »Journ. off.« dem Handel mit dem Aus- lande geöffnet worden.

Telegraphisehe Witterungsbheriehte v. 2. Mai,

Bar. |Abw|Temp. Abw/| : emeine

P.L. v. M. R 7. M. Wind. | Himmelsansicht, 330,3|—6,5| 4,2/—0,1/SW., stark. trübe, Regen.

Königsberg 331,3 |—5,3 4,7 —0,5|W., Sturm. bedeckt, Regen.

Danzig 332,546 D NW., stark. |bedeckt.

Cëslin 332,8 —3,1| 6.2 W, stark. /bewölkt.

Stettin... 334,4|—2,3| 5,1 WNW,, stark. trübe, Regen.

Putbns ... 331,8 —2, 8 4,8 NW., stark. bez., etw. Reg.

334,1 |—1,5 5,6 NW., mässig. ganz bedeckt

332,2|—1,9| 4,3/—0,7|W., stark. trübe.

326,9 6,0 SW., lebhaft. heiter.

330,2 5,3/ 0, SW., mässig. heiter.

» Torgau .…. 332,8 |— 3,6 —1,4/NNW., mässig, |bedeckt, nebl.

336,2 A alia SW., schwach. |bed., fein. Reg.

336,3 9,0|—1,9 NW.,schwach, bedeckt.

330,9 |—0, 3,5|—2,1/NO., schwach. s[heiter, neblig.

7 Flensburg . bia |NW., mässig. |bewölkt.

» |Brüssel. .…. [3 5,6| |NO0., schwaech. |bewölkt.

» Haparanda. 33: 1,0| |0., schwach. bedeckt.

» [Stockholm . 329, 0,0 |WNW,, schwach. bedeckt. ')

» |Skudeenis 336,7 3,4 |WNW, stark. [bewölkt.

» Gröningen . T] -— 6.2| |W., schwach. |bewölkt.

» [Helder .….. 6,2 |NNW., schwach.

» [Hörnesand. 3: 1,3 |NO0., mässig. bedeckt.

» |Christians. . 3: : 1,6 |NW., z. stark. |bewölkt.

1) Nachts Schnee. -

» Posen » [Ratibor .…. » Breslau .….

3. Mai. | Bar. R R emeine |

A

L UUER P P C ERNANAN L

Orf. |P.L.\v.M.| R. |v.M. Wind. |Himmelsansicht.

Memel ,.../335,3/—1,5| 2,2/—2,1/NW., mässig. |[wolkig. 336,0 —0,6 1,4|—3 s|NW,, s. schwach. heiter. 336,4 —0,4 2,1|—2,4NW., müssig wolkig. 336.8|+0,9 4,2|—0,9|N0., schwach. bewölkt. . (337,5 |+0,9| %2,1/—2, 6 NW. ‘heiter. 335,2/+0,6| 4,3|—1,2|NW., sehwach. ‘heiter. 336,5 +0,9| 3,0|—2,0|N., achwach heiter. 334,6 +0,56 2,9|—2,1W., sechwach. jheiter. !) . « (329,1 +0,2| 5,0/+0,2/W., stille. heiter. . |332,2/+0,5| 4,6|—0,7/W., mässig. [Sonnenblicke. ...1334,7|+1,24| 2,1 —2,9NNW., mässîg [halb heiter.

. -337,1/+2,7| 3,1|—2,1/NO0., schwach. |bewölkt. 336,7|+2,1 6,4 -0,5/NNW,, sehwach sehr heiter. | .... /331.2/—0,3 4,4/—1,2/N0., sechwach heiter. Flensburg . 337,2 3,5 |NW., schwach. heiter. Brüssel ...1337,4 Haparanda 333 6 Riga 333,4 339,5 Skudesnäs . |337 9 Gröningen . 338,9 Helder... 1338.7

N., schwach. halb bedeekt. 0,1 |NW., mässig. |bewölkt. 0.5| |W,, s. sehwach. |bew., gest. Schn, 4.0| |NW.,, frisch. heiter. 5,8/ |NW., still. bedeckt. 58| NN0., s. s8chwach. Hernösand . (333,9 0,8| |W., s. schwach. |halb bedeckt.

Christians. - (330,2 1,6| |NNW.,, mässig. |bewölkt. 1) Gestern Nachm. Hagel.

1,2|

7,0 “s N schwach. ee bewölkt.

2325 ®