1869 / 117 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Mittel nicht kompromittirt, Der Bund hat seine Matrikular- umlagen , und ich könnte »kühl bis ans Herz hinan« die preu- ßische Finanzentwi>kelung von hier aus mit ansehen. Nur wünschte ih, daß, wenn eine Verwi>klung eintritt, ih mir dann sagen kann: es is nihts vernachlässigt worden , um ihr vorzubeugen, es ist rechtzeitig und wenn es am leßten Tage der Session wäre, es wäre immer no< mögli< hier die Möglichkeit hergestellt worden, denjenigen Kalamitäten vorzu-. beugen, denen gegenüber meiner Ueberzeugung nach si< im nächsten Herbst der preußische Landtag und das preußische Mi- nisterium befinden werden.

Man könnte und zwei der Herren Vorredner haben den Einwand berührt, ohne ihn zu dem ihrigen zu machen, ge- wissermaßen den Kompetenzeinwand erheben, daß den Bund die preußischen Finanzen so sehr viel niht angingen. Die Her- ren Redner haben selbst diesen Einwand nicht verfolgt, indem sie eingeschen haben, daß das Leiden und Wohlbefinden eines so bedeutenden Gliedes wie Preußen, auch das Leiden und Wohlbrfinden des Bundes selbst bedingt, und daß der Bund nicht einmal das Recht hat, die Leistungsfähigkeit seiner kontri- buabeln Einzelstaaten zu ignoriren; er hat den Beruf, ihre finanzielle Lage zu kennen. Aus diesem Grunde habe ich den Wunsch geäußert, dem der preußische Herr Finanz-Minister auf das Bereitwilligste entgegengekommen ist, daß Jhnen die Mi preußischen Finanzen, die mir selbst in diesem Maße früher nicht bekannt war, klar, so daß Sie, wie mein Ausdruck war, den Boden des Gefäßes sehen können, dargelegt werde; ih würde glauben, etwas vernachlässigt zu haben, ih würde nicht den vollen Muth den s{hweren Pflichten gegenüber haben , die uns im Herbst obliegen werden, wenn Ihnen in dieser Beziehung irgend etwas verheimliht wäre.

Die Steine, meine Herren, die Sie uns statt Brod geben, bestehen zum Theil in Kritiken der Bundesverfassung ¿n Aeußerungen, die meines Erachtens hier nicht hergehörten, son- dern in die konstituirende Versammlung. Sie klagen die Mängel der Bundesverfassung an; wenn die Bundesverfassung eine andere wäre, dann würden Sie, ih weiß nicht, was bewilligen ; daraus kann ich kein Geld zur Befriedigung des Bedarfs entnehmen. Es ist das ein Fels, aus dem selbst Moses mit seinem Stabe kein Wasser schlagen würde.

: Sie verweisen uns ferner und auch das rechne ich zu den Steinen auf Ersparnisse. Wo und wann sollen wir diese Ersparnisse machen? Der erste Herr Redner hat gesagt: Maaßen würde es anders gemacht haben, aber wie Maaßen es gemacht haben würde, hat er uns sorgfältig ver- shwiegen. Er hat dunkel angedeutet, daß Maaßen vielleicht den Militär - Etat reduzirt haben würde. Dazu sind wir eigentli< geseßli<h gar niht in der Lage. Maaßen hat seinerseits zu einer Zeit, wo Preußen viel är- mer war, wo die Steuerlast viel shwerer auf dem Bolke lag wie jeßt, im Anfange der Zwanziger Jahre bei cinem gänzlich ungeordneten Finanzzustande, nicht gewagt, cine Verminderung der Wehrhaftigkeit des Landes vorzuschlagen. Sie aber, meine Herren, wenn Sie die Kritik der Regierung bis zu dem Maße treiben, daß Sie der Negierung die Mittel, die Geschäfte des Landes weiter zu besorgen, mit offenen Augen entziehen, denn daß die Mittel nicht da sind, kann Jhnen nicht entgehen dann übernehmen Sie au die Verpflichtung, an Stelle die- serNegierung zu treten! Sind Sie dazu bereit ? Ein Verfahren der Art, daß der Regierung die Mittel, die Geschäfte weiter zu führen, versagt Een hat meiner Ansicht na< nur dann einen konstitutionellen Sinn, wenn man die bestehende Regie- rung damit beseitigen und an ihre Stelle treten will. Es ist häufig das Mittel gewesen, dieses herbeizuführen, und wird unter Umständen ein wirksames Mittel bleiben können. Wollen Sie das? Jch glaube, nein, es ist dies Jhre Absicht nicht, sondern Sie verlangen, wir sollen Jhnen ferner in dieser Stellung Dienste leisten, ohne daß Siè uns die Mittel, unsere Stellung mit Erfolg fortzuführen, bewilligen wollen. Jch vermuthe, Sie werden verlangen, wir. sollen uns aus dieser Verlegenheit loskaufen durch Verfassun skonzessionen, denn das ist {ließli< das leßte Wort, nennen Sie es Macht- frage oder Finanzkontrolle, es kommt dies auf Eins heraus; wer den Daumen auf dem Beutel hat, hat die Macht. Darum wollen Sie den Kampfplay von hier auf den Dönhofsplaß verlegen, Hier ist die Münze nicht vorhanden, dort ift sie, ih kenne auch den Paragraphen, gegen welchen das beschlossen ist. Nennen wir die Dinge bei ihrem reten Namen, seien wir offen gegen einander, das Blindekuh-Spielen führt uns nicht weiter; wir haben dieselben gemeinsamen Qwecke, mit gleich s{werer Verantwortlichkeit dem Volke gegenüber zu erstreben und deshalb vor allen Dingen Offenheit zwischen uns! Am Dönhofsplaye haben Sie die Möglichkeit einen Preis zu be- zeichnen, hier vermissen Sie für jeßt nichts. Es scheint, daß die Qustände der Bundesverfassung, troß Allem, was man daran

tadelt, do< so zufriedenstellend sind, daß keiner ihrer Artike zum Opfer der Steuerbewilligung au®Lersehen wird; anders mag es mit den preußischen Verhältnissen stehen. Nun, meine Herren, haben Sie sich die Frage schon vorgelegt: ist es wirklich nöthig, ist es nüßlich, daß Sie mehr Macht haben als Sie jeßt besißen, ist es dem Volke und dem Lande nüßlich? Es ist das eine Frage, Über die man reden kann. Liegt der Schwerpunkt unserer Verfassung, liegt der staatsrechtliche Schwerpunkt bei uns nicht an der rich- tigen Stelle, so wollen wir chrli<h und mit derselben Offenheit an das Werk herantreten und wollen ihn deplaçiren und an die richtige Stelle segen. Denn wir Alle, Sie wie ich, haben das Recht, daß in diesem Lande gut, vernünftig und konstitu- tionell regiert wird, so wie es auf die Dauer möglich ist. Die Masken, die wir augenbli>li< tragen, find vorübergehende; ih bin heut Minister, Sie sind heute Abgeordnete, das kann morgen umgekehrt sein; wir sind Alle gleih kontribuabel, wir zahlen ebensogut Steuern wie Sie, aber wir haben für jeßt im höheren Grade das Gefühl der Verantwortlichkeit für die Fortführung der Geschäfte. Dieses Gefühl kann fich nit vollständig entwi>keln, wenn es, wie es bei periodischen Ver- sammlungen natürlich ist, in Gestalt eines gewissen Dilettan- tismus zum Ausdru gelangt, wenn man vier Monate im Jahre sih mit der Politik des Landes beschäftigt und den Staat ordentlich beim Kragen packt und ihn sc{hüttelt und so hinstellt, wie man meint, daß er weiter gehen soll, die übrigen acht Monate aber geht man nach Hause, und übcrläßt es der Re- gierung, die bei dem Geschäste bleibt, dic etwa zerrissenen Kleidungsstücke zurecht zu fli>en, wie sie kann , ohne ihr die Mittel dazu zu bewilligen.

Dieses Argument, daß einer parlamentarischen Versamm- lung die Kontinuität nicht beiwohnt, ist meines Erachtens allein schon ausreichend, um vorsichtig zu sein bei Bemessung des Machtmaßes, das man in sol<he Körperschaft legt. Wenn Sie permanent säßen, warum sollte nicht die Gesammt- heit der 500 oder 1000 Wakhlkandidaten, aus deren Gremium durchschnittli<h unsere parlamentarischen Körper hergestellt werden, im Ganzen eben so gut regieren, wie die dur< den jedesmaligen Träger der Krone angestellte und geschulte Beamtenschaft das Alles is ja möglich und diese Möglicy- keit muß man ins Auge fassen, wenn es sih hier um cine Verschiebung des siaatsrechtlichen Schwerpunktes in Macht und Einsluß handelt. Es is ein anderer Umstand , der es meines Erachtens nicht empfiehlt, ein zu großes Schwergewicht in die deliberirenden Versammlungen zu legen. Es liegt in der Macht der Beredsamkeit, Sie beschließen hier unter dem Einflusse einer so ausgezeichneten Rede, wie wir sie eben gehört haben, vielleicht in der Bewegung des Augenblikes, während, wenn Sie dieselbe Rede langsam zu Hause nachlesen oder wenn Sie auch Gegner derselben mit derselben Geschick- lichkeit sprehen hören würden, wie sie der Herr Vorredner ent- wickelt hat, Sie doch vielleicht stußig würden und sagen wür- den, für das Andere läßt si<h do<h au<h Vieles sagen. Sie beschließen in der Fraktion im Voraus dasjenige, Über was sie abstimmen wollen, unter dem Einflusse der bedeutendsten Redner unter Ihnen; es ist die Nednergabe etwas sehr Gefährliches, das Talent hat seine hinreißende Macht ähnlih wie bei der Musik und der Improvisation. Es mu in jedem Redner, der auf Juhörer wirken soll, ein Stück von einem Dichter ste>en, -und soweit das der Fall ist, soweit er als Jmprovisator Sprache und Gedanken beherrscht, soweit hat er die Gabe, auf seine Zuhörer zu wirken. Ist aber der Dichter oder Improvisator gerade derjenige, dem das Steuerruder des Staates, welches volle kühle Ueberlegung erfordert, anzuverträuen wäre? Und doch ist er derjenige, von dessen Beredsamkeit augen- bli>kliche Entschließungen der Parlamente abhängig würden; es kommt das bei einer irgend empfänglichen Versammlung und bei begabten Rednern in allen parlamentarischen Verhältnissen

Fortseßung in der Beilage.

Königliche Schauspiele.

Sonntag, 23. Mai. Jm Opernhause. (111. Vorst.) Czaar und Zimmermann. Komische Oper in 3 Akten. Musik von Lorßing. Tanz von Hoguet. Marie: Frl. Tremmèl. Peter der Erste: Hr. Krause. Peter Jwanow: Hr. Woworsky. van Bett: Hr. Bost. M. -Vrx.

Im Schauspielhause. (129. Abonn. -Vorst.) Das Glas Wasser, oder: Ursachen und Wirkungen. Lustspiel in 5 Abth. von Scribe. M. -Pr.

Montag, 24. Mai. Jm Opernhause. (112. Vorst.) Fan- tasca. Großes Zauber-Ballet in 4 Akten nebst einem Vorspiel (12 Bilder) von Paul Taglioni. Musik von Hertel. Fan- tasca: Frl. Girod. Eine Wassernymphe: Frl. David. Serosch :

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Frl. Selling. Romero: Hr. C. Müller. Floramour : Hr. Guille- n B E: Hr. Ehrich. Meschaschef : Hr. Ebel. Anfang L, .-Pr.

n Schauspielhause. Keine Vorstellung. ienstag, 25. Mai. Im Opernhause. ugenotten. Oper in 5 Abth, na< dem

cribe, Überseßt von Castelli. Musik von Meyerbeer. Ballet

von Paul Taglioni, . Gast: Frl. Stöger, vom Stadt-Theater

zu Lemberg: Valentine. Raoul de Nangis: Hr. Gerenczy.

113. Vorst.) Die ranzösischen von

Marcel: Hr. Fricke. Anfang 6 Uhr. M.-Pr. Im Schauspielhause. Keine Vorstellung.

Repertoire der Königlichen Schauspiele vom 23. bis 30. Mai 1869. Berlin. Opernhaus. Sonntag, den 30. Mai: Czaar und Zimmermann. Montag, den 24.: Fantasfa. Dienstag den 2ö5sten: Die Hugenotten. (Frl. Stöger). Donnerstag , den 27.: antasfa. Freitag , den 28.: Unbestimmk. Sonnabend 1 den 29. : Ea viel Nonas 00; fia U

auspielhaus. Sonntag, den 23.: Das Blas Wasser. Mitt-

woch, den 26.: Die 3 Curiatier. Das Liebesprotokoll. j i Hannover. Sonntag, den 23. Mai: Freishüg. Montag, 24.: Die Jungfrau von Orleans. Dienstag, 25.: Die Nachtwandlerin. Mitiwoch, 26.: Viel Lärm um Nichts. Donnerstag, 27.: Relegirte Sonntag , 30.: Der Welt- assel. Montag, 24.: lenz.

Studenten. Freitag, 28.: Zauberfiöte. N j S ennjal , den 23. Mai: Der Prophet. Jm Vorzimmer Sr. Exce Richelieu's erster Waffengang. Mitt- woch, 26. : Der Troubadour. Donnerstag, 27.: Tartüffe. Sonnabend, den 29.: Die Memoiren des Teufels, Sonntag, 30.: Die Entführung aus dem Serail. Wiesbaden. Ferien.

Telegraphiseïre Witterungsberiehte v. 21. Mai.

Wr Bar. Abw|Temp.|Abw L Ma N L vid B e, n Wind. 7 |Cherbourg. 334,7 | 96| |NO0., lebhaft. » [Havre 331,6| 7,2 |NO., schwach. 1321,66) | 8,6| |W'indstille. 334,4| - 72 |WSW,, mässig. » |Constantin, 338,2| | 11,7| |NO., mässig. 22. Mai. 8,0/—0,4/0., achwaeck. 9,6|+0.1/80. s. sehwach 9,6|+0,9/N., mässig. 8.0|—2,1/0., mässig.

emeine A wenig bewölkt, trübe. be deekt. Regen, bedeekt,

» |Moskau

trübe, 1) bedeckt, bedeckt. bedeckt, Regen,

6 |Jemei .... 334,6 |—2,0| 7 Königsberg 334,8 —1,8 6 Danzig... /334,4/—2,4 7 [Cöslin dag 6 Stettin .….../333,,—3,0 10,2/+0,9/0NO., echwach. trübe, Nachts Rg. » Putbus... ./332,2/—2,4 8,8|—0,9/NO., schwaech. bedeckt, Regen,

Berlin 332,6|—3,0 10,6|+1,3/SW., schwach, ganz bedeeki 2)

Posen 331,4/—2,7| 11,8|+2,1 SW., sehwach. s 3)

Ratibor .….|326,3|—2,6 bedeckt.

Breslau ... [328,5 |—: trübe. #4)

Torgau ... 331,2 heiter. *)

Münster ... 332,1 trübe, Regen.

Cöln 334,1 trübe, bed., regn.

| Trier 329,0 8,8 —0z4 S., mässig. trübe, Regen. Flensburg . 334,2 7,1| —- |NO.. mässig. bezogen.

» »

» 15,0|+6,2S., schwack., »

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7 » |Brüssel. .…. 335,8 l -— |WSW,, schwach. Regen. F

» »

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13.2/+4,3 W., mässig.

1i,6/+2,2/SW., schwach. 7T,2|—1,6/W., mässig. 8 1|—2,4W., schwach.

Haparanda. 333,8 | DL1 |N., schwaeh. bedeckt, Stockholm. 3342 8,3 |SSW., aschwach. |bewölkt. Skudesnäs . /334,3| 7,0 -— |WNW., schw. |bewölkt, Gröningen ./335,6| 7,4 |NW., schwach. |[bedeekt. Helder .….. 3362| | 7,3 |NNW., schwach, “e Hörnesand, 332,5 5,0 -— |NNW., schwach.|fast bedeckt. Christians. . 334,9 5,0 —- |NNW,, mässig. |bewölkt,

ee: T4 |WNW,, lebhaft. leicht bewölkt. 12,0 [N0., still. bedeckt. —- 8,0 |WNW,, stark. bedeckt. | 11,2 W., schwaech. |wenig bewölkt.

2) Nachts Regen und Gewitter. ?) Nachts

1) Gestern Abend Reg. Nachts etw achis eiwas

Regen u. Gewitter. 4) Gestern Abend Wetterleuehten. Regen. 5) Gest. und Nachts Gewitt.

ormar o. wu

FProdukten- und Waaren-BÜÖrse.

Berlin, 22. Mai. (Markipr. nach Ermitt. des K. Polizei -- Präs.) Von Bis Mittel Bis [Mitiel tbr |ag. |pf.}tbr |eg.|pf.lthr | sz. pf. «458. |pf. 8g. |PHe 2112| 6] 2127| 6 2/20 —|Bohnen Metze 8/111 2— 8] 2/ 8] 9} 2/ 5/ 1/Kartoffeln 1/5 gr. Gerste 1/20—] 2| 5/—] 1/27 6|Rindfleisch Pfd. Â 5. f Hafer | zu W.| 1 3 21 114 5 1/ 8/10sSchweine- i i q I zu L. 11/12/ 6} 117 6! 115/—| Meisch e L) 511 Heu Centner|—|23|—| 1| 3|— |28/—[Hammelfleiseh | 4/—] 5) Stroh Schek. [11 /15—[13/20/—[12/17 6|Kalbfleisch Erbsen Metzel—| 5|—I—| T—|—| 6/— Butter . Pf

. u J i L ? 3 LiDSER 5 -——[— 8 [Ler ¿i

Weizen Schfl. Roggen

MTANid

Die Marktpreise des Kartoffel - Spiritus, per 8000 pro Cent nach Tralles, frei hier ins Haus geliefert, waren au biesigem Platze am 14. Mai 1869 Thlr. 172% 12. “E 175 ¿ 2 Pfingstmon 18. » T I TE S 19. » 172—1Tf 20. »

» 173 Berlin, den 20. Mai 1869. s Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin. Berlin, 22, Mai, (Nichtamtlicher Getreideberieht.) Weizen loco 58 68 Thlr. pa 2100 Pfd. naeh Qualität, fein. gelber schlesischer 65 Thlr. bez., pr: ai 61 Thlr. bez., Mai-Juni 607—61 Thlr. bez., Juni-Juli 61¿—4 Thlr. bez., Juli-August 623— 63 Thlr. bez. Roggen loco 51 --5 Thlr. bez., pr. Mai 90z— &—5 Thlr. bez., Mai- Juni u. Juni-Juli 505—%—4 Thlr. bez., Juli - August 49{—%{—$ Thlr. bez., September-Oktober 48%&— 492 Thlr, bez. 7 Gerste, grosse und kleine, à 40--50 Thlr. per 1750 Pfd. Hafér loco 28—34 Thir. pr. 2100 Pfd., galizischer 28¿—29% Thlr. bez., pr. Mai und Mai-Juni 29:—292 Thlr. bez,, Juni-Juli 29% 30 Thlr. bez., Juli-August 28% Thlr. bez. Erbsen, Kochwaare 56—62 Thir. , Futterwaare 49—52 Thlr. Winterraps 86—90 Thlr. Winterrübsen 85—89 Thlx, ; Rüböl loco 117 Thlr. Br., pr. Mai, Mai-Juni u. Juni-Juli 115 bis % Thlr, bez., September-Oktober 115— 7 Thlr. bez., Oktober-November Mat Fie. bez.

etroleum loco 7% Thlr. Br.,, pr. Mai u. Mai-Juni 74 Thlr. Br.: September-Oktober 74-34 Thlr. bez. S A

Leinöl loco 11% Thir.

Spiritus loco obne Fass 17% Thlr. bez., pr. Mai, Mai- Juni und Juni-Juli 1747—$8—+4 Thlr. bez., Juli-August 175 & —> Thlr. bez., August - September 17%—Z7—% Thlr. bez.

eizen loco zn unveränderten Preisen. Kleiner Handel. Termine sehr uad namentlich für Sommermonate gefragt und besser bezahlt. Gek, 9000 Ctr. Roggen disponibel in kleinem Handel fast unverändert. Ter- mine waren in fester Haltung und wurden namentlich Sommermonate efragt und % Thlr. besser bezahlt. Dagegen verhinderten die grossen ündigungen eine dem entsprechende Steigerung der nahen Termine und gewannen diese nur { Thlr. Gek. 42,000 Ctr. Hafer loco fest und etwas besser bezahlt. Termine etwas besser bezahlt. Gek. 1200 Ctr. Für Rüböl igten sich ferner Verkäufer am Markt und wichen Termine ‘4 Thlr. Gek. 100 Ctr. Spiritus behauptete bei mässigem Geschäft seine feste Haltung. Gek. 10,0000 Qrt.

Berlin, 21. Mai. (Amtliche Preis-Feststelluäg von Getreide, Mehl, Oel, Petroleum und Spiritus auf Grund des

. 15 der Börsenordnung, unter Zuziehung der vereideten Waaren- und roduktenmäkler.)

Weizen pr. 2100 Pfd. loco 58 70 Thlr. nach Qualität, pr. 2000

Mai-Juni 60 à 604 bez.,

Pfd. pr. diesen Monat 60 à 61 à 6015 bez.,

Juni-Juli 60% à 615 bez., Juli-August 61% à 62 bez., September-Okto- ber 61% bez. Gek. 7000 Ctr. Kündigungspreis 60 Thlr.

_ Roggen pr. 2000 Pfd. loco 50—514 bez., schwimmend 82 83pfd. 905 bez., pr. diezen Monat 504 à 50% à 503 bez., Mai-Juni 50 à 904 a 905 bez., Juni-Juli 50 à 505 à 50% bez., Juli-August 49 à 497 à 49 bez., September-Oktober 48% à 483 à Á82 bez. Gek. 36,000 Ctr. Kündi- gungspreis 505 Thlr.

Gerste pr. 1750 Pfd. , éo nnd kleine 40—52 Thlr. nach Qualität.

Hafer pr. 1200 Pfd. loco 28—34 Thlr. nach Qualität, 29{—33% bez., pr. diesen Monat 283 à 284 à 29 bez., ein abgelaufener Kündi- Ug E 26% bez., Mai-Juni 287 à 294 à 29 bez., Juni-Juli 295 bez., Juli - August 284 à 285 à 284 bez., September-Oktober 27T5 bez. Gek, 8400 Ctr. Kündigungspreis 292 Thlr.

Erbsen pr. 2250 Pfd., Kochwaare 58—63 Thlr. Futterwaare 49—52 Thlr. nach Qualität.

Roggenmehl No. 0 u. 1 pro Ctr. unversteuert inkl. Sack pr. diesen Monat 3 Thlr. 13% Sgr. Br., Mai- Juni 3 Thlr. 13% Sgr. Br., Juni- Juli 3 Thlr. 13% Sgr. Br., Juli-August 3 Thlr. 13% Sgr. Br., Septem- ber-Oktober 3 Thlr. 12% Sgr. bez. u. G.

Rüböl pr. Ctr. ohne Fass loco 11% Br., pr. diesen Monat 1174 à 115 bez., Mai-Juni 117; à 114 bez., Juni-Juli 11%; à 115 bez., Juli-August 117, Thlr., September-Oktober 11% à 115 bez., Oktober-November 11% à 115 bez., November- Dezember 113 à 11% bez., Dezember - Januar 11% bez. Gek. 100 Ctr. Kündigungspreis 118-7 Thlr.

Leinöl pr. Ctr. obne Fass loco 11% Thlr.

Petroleum raffinirtes (Standart white) per Ctr. mit Fass in Posten von 50 Barrels (125 Ctr.) loco 7% Br., pr. diesen Monat Tz Thlr., Septem- ber-Oktober 73; à 75 à 7% à 7% bez.

Spiritus pr. 8000 pro Cent mit Fass per diesen Monat 175 à 17% bez., ai-Juni 175 à 17 bez., Br. u. G., Juni-Juli 175 à 1755 bez., Br. u. G., Juli - August 17s à 17 bez., Br. u. G., August-September 175 à 17x bez., Br. u. G. Gek. 20,000 Qr. Kündigungspr. 1Tÿ Thlr.

Spiritus pr. 8000 pCt. loco ohne Fass 175 bez.

__ Danzig, 21. Mai. (Westpr. Zig.) Unser heutiger Markt war für Weizen etwas besser, 250 Lasten sind verkauft zu voll gestrigen Preisen und herrschte recht gute Kauflust. Bezahlt wurde für: blau- spitzig 126pfd. 440 FI., 129pfd. 449 FI.,, bunt 128, 129, 131, 132pfd. 475, 480, 485 Fl, hellbunt 128—9, 130, 131pfd. 4875, 495, 500 FL, hochbunt glasig 133—4pfd. 505 FI. pr. 5100 Pfd. Roggen fester. Um- Satz 70 Lasten. 124—5, 127—8pfd. 371, 377 FI., 131pfd. 383 Fl. pr. 4910 Pfd. Gerste grosse 106pfd. 315 Fl, kleine 101pfd. 309 FL, 107pfd. 318 FI. pr. 4330 Pfd. Weisse Erbsen 366., 370, 372, 345, 382 FI, pr. 5400 Pfd. Grüne Erbsen 372 F1. pr. 5400 Pfd. Wicken 330 V L pr. 5400 Pfd. Rothe Kleesaat 125 Thlr., weisse 14 Thlr. pr. Ctr. Spiritus nicht gehandelt.

Stettin, 22. Mai, 1 Ubr 25 Minuten Nachmittags. (Tel, Dep. des Staats-Anzeigers.) Weizen 60 68 bez., Mai-Zuni 66%— 67 bez. u,

ohne Fass.

nach Qualität,