1890 / 29 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

_. 2% Weber der Le

Wiz tas Here Volksbl.* berihtet, haben am Diensiag . 1 mann’schen Fabrif in Nieder-S<hön- weide wegen Ni&tbewilligung bößerer Lohnforderungen kie Arbeit niedergelegt s

_In Leipzig fand vorgeîtern einz von 300 Tis<lergehülfen besihte Versammlung statt; ein in derselben gehaltener Vortrag be- zeichnete, der „Lcipz. Ztg.“ zufolge. die wir! hs<aftlice Lage des Ge- werbes als cine ‘dlewte und versprach sich cine Aenderurg derselben rur von einer wirksamen ÄArbciters&ußgeseßgeburg, welhe wiederum nur dur< eine andere Zufamriersctung des Reichstages zu erreichen sei. In der Diskussion trat man ein für die Einführung cines zunähst 9stündigen Arbeitstages, wel<er später bis auf 6 Stunden und no< weniger reduzirt werden könnte. Die Ver- sammlung bes<loß, wegen der nahe bevorsteßenden Arbeits- einstellung tie Wocensteuer für den Unterftütungsfonts auf 20 4 festzusezen. E

Von der \&lesis<{-böhmishen Grenze wird der „Magd. Ztg.* unter dem 26. d. M. ges<rieben: Vit gespannter Auf- merkiamfeit verfolgen die Bewohner des Hirsbberger Thales, aus Besorgniß vor ciner Rückwirkung auf die Verßältnifse der GiasZindufstrie ihrer Gegend, die Vorgänge in dem bötmishen Grenz-Industriebezirk Gablonz-Tannteald. Die Zabl der Ausständigen ia Gaßblonz-Tannwalder Industriebezirk beträgt gegenwärtig gegen 600, de ift zu befür<ten, daß die er, eta 4000 Per- sonen, dieser Tage ebenfalls die Arbeit niederlegen. Veranlaffung bierza sind die Lohnverhältnisse. Der Obmann des Ausschuffes der Arbeitgeber in Iosephsthal hat alle betheiligten Glaswaarenerzeuger und Lieferanten unter Zuziehung einiger Vertrauensmänner des Arbeiteritandes zu ciner Versammiung einberufen, um die A-beité- [löhne, die bei den Perlerarbeitern jeßt ungefähr 20 Kr. = 40 tägli betragen, neu zu regeln. Uebrigens ift die Lage der Arbeit- geber der Glaëindustrie in Nordböhmen eine eten so bedauerli®e wie die ibrer Arbeiter, dcnn die Waarenpreife sind fo außerordentli gesunken, daß die böhmisd;en Waarenerzeuger mit wenigen Auënabmen der Gefahr ausgeseßt sind, zu Grunde zu gehen, wenn das Geschäft nit in solidere Bahnen geleitet wird.

Aus Wien meldet „WFT. B.“ vom Heutigen, daß Seitcr® der aus ständishen Glasarbeiter weitere AuSs<reitunacn vorgekommen find; 500 Glasarbeiter haben nämlih einige S&lei f- mühlen in Neudorf und Wiesenthal (Bezirk Gzbiorz) z2r- stört. Zwei Excedenten sollen getödtet und mehrere verwundet sein. Gegen Abend rüdte Militär von Reitenberg dabin ct.

__ Der Strike in den 8 Gruben der „Compagnie Len® ist, einer Meldung des „Woiff'shen Bureaus“ zufolge, geftern ti allgemeiner geworden. Arbeitern. 2 ( Arras hier eingetroffen, um die Gruben zu s{<üten.

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Deutschlands Roheisen-Erzeugung im Iabre 1889, Bie „Deutsche volkswirthschaftliheCorresponderni“ \<reibt : Deutschland erzeugt ungefähr halb foziel Roheisen wie England. Während nun im vergavgenen Iabre Ercßbritarnter?

nämli< auf 2771

- gesteigert worden. Stabl-Indu striell er wurde nämli die deuts&e Robeisercetcimung für 1889 auf 4 387504 t gegen 4229484 t im Vorjahre ermittelt. Wern die

amtliche Statistik, welhe fär 1889 no< nit rorliegt, für 1558 zin | : 2 ¿ogen KCPIrei j Ge ui i | riétuncen fern balten sollen Es ift dies derselbe Rath, den wir

Produktionëéquantum von 4 337 121 t angiebt, fo bervbt diese Differerz gegen obige Zabl darauf, daß in den Angaben des Vercirë

Eisen- und Stabl-Industrieller sowohl Holz;kobleneisen, wie BruS- und Wasteisen nit mit erthaltén sin». Nacdem die deutiLe Rok- cisendarstellung im Jahre 1866 die ersie Million Ternen erret batte, ist sie im Iabre 1887 bereits zur vierten Million gediehen und bat fi im Verlaufe der leßten zehn Jahre verdorrelt, ta fie im Sabre 1879 2 226 587 t betrug; seit 1876 ist sie fortgzf#t gestiegen mit einziger Auénabme des Jahres 1886, îin wel fz auf 3528 658 t von 3687433 t im Vorjahre zurü>aiag.

Es ist befarnt, daß einen wesentlichen Hebel für diz Rentabilität der britisen Robcisenproduktion die Autfubrrerbältrif? derfelben bilden. Au im Jahre 1889 hat das Vereinigte Königreich feine Roheisendarstellung nah dieser Richtung hin wieder in größerem Umfange nuybar ¿u mahen gewußt; feine geammte Eifen- und Stablausfubr sticg nämli< von 3966984 t im Iabre 1888 auf 4188 388 t im Iabre 1889, bierbei steigerte st< der Rokbeisen- exvort nah Deutschland (und den Niederlanden) allein ren 427 514 auf 559 950 t. Ergiebt fich {hon hieraus, daß Deutié{lard alis lid no< grcße Mengen fremden Roheisens nötbig bat, fo i Robeisenauéfubr andererseits nur gering; sie betrug in den 11 Monaten dcs vergangenen Jahres 147 155 t und vertbei vornebmli<h auf die Vereinigten Staaten, Rußland, DeftzrreiS- Ungarn, Frankrei, Belgien u. a. : /

Fassen wir die verschiedenen Arten der deutschen erzeugung roc kurz ins Auge, so nimmt hierbei das T

neben tcm Puddel-Roheisen und Spiegeleisen eine £7 crragende |

Stelle ein. Es ist bekannt, daß das Bessemerverfabren jur Stabl- darstellung lange Zeit eine der größten S wierigkeiten tildete, mit dencn uniere Eisenindustrie im Wettbewerb gegen diejenige unserer Na&tarländer ¿u kämpfen hatte. Ursere Eisenerze, obwobl reih nnd s<ôn, eigneten si dto zum überwiegenden Theil für diesen Prozeß ni&t, weil derselb: ein siliziumreiches aber fast phosphorfreies Eisenerz verlangt, so daß große Mengen diesen Ansprüchen genügender Erze aus dem Auslande bezogen werden mußten, was [elbst verftändlih die Produktion fehr vertheuerte. Bei dem immer stärfer si geltend ma@enden Uebergange der Verwendung von Stahl stait des Eisens war die deutsche Eisenindustrie dur jenen Umstand außererderilih benachtbeiligt; derselbe fiel besonders {wer ins Ge- wit bei der gcdrüdten, ja man kann uen verzweifelten Lage, in welcher dicse Industrie si< in den siebziger Jahren bifand._ Von auferortentli% gürstigem Einfluß war deshalb auf die}e Veckältnisse die Erfindung des Chemikers Thomas Gilchrist, wel<er im Jahre 1878 zeigte, wie au das phosphorreihste Eisenerz zur Stahlbereitung verwéerdet werdcn kêrne. Hiermit war in der That eine neue Pe- riode für unsere Cisenintustrie angebro<en, indem den bis dahin rör mwcrig verwendbaren pboëphorreiwen Eisenerzen Deutschlands, namentli Luxemburgs, plötlih eine bohe Bedeutung beigelegt wurde. Deuts{lard stebt denn nun au< in Bezug auf die Darstellung von Thomatcisen an der Spitze; dicselbe belief fi im Jahre 1883 bereits auf 269 685 t, ift im Jakre 1889 aber auf das Bierfache gestiegen ; na< den Mittheilungen des Vereins deuts>{cr Eisen- und Stahl- Induf:riller zerfiel nämli die deutsche Robeisenerzeugeng des Jahres 1889 io 2047 677 t Puddel-Robeisen und Spiegcleisen, 1402444 t reien, 531 893 t Gicßerei-Roheisen und 405420 t Befsemers Robeisen.

Ueber die bohen Shweinefleis<bpreise äußert si der „Jahresbericht der Handelskammer für den Kreis Mannheim für U Fahr 1889‘ in bemerkens- wertber Weise wie folat: „Ein ganz exceptionelles war in dem Berichitjabre das Geschaft in Schweinen. So hohe Einkaufé- preise (heutige Einkaufépreise pro Kilo 1 36—49 [ebend Gewicht mit 40/4 Tara pro 100 Kilo), wie sie seit Monaten bestchen, find in 36 Jahren nicht befannt geworden. Bielfah bat man diese Ecseinung mit tem Einfubrverbot der deutswen_Reichéregierung vom 14. Juli 1889 in Verbindung gebra<t. Gewiß läßt sich dieser Zusammerkbang ni&t leugnen, aber es dürften au no< andere Um- itände mit in Frage kommen; so vor Aliem tas Mixrathen des wiGtigsten Futtermittels für S&weine, der Kartoffeln, bezw. deren Neigung zum rafen Faulen in 1888. Hohe Kartoffeipreise und hohe

g | anerfennt und von dem er gute Erfolge erbofft. Es berrs<ht große Aufregung unter den ; 2 Compagnien Infanterie und Pionicre sind beute von | | cinfeitizer Forderungen ter Arbeiter gestellt werden, wobei ibnen | immer gleicsam die Pistole auf die Brust gesetzt wird, ift der reine

| bütet haten, so tann si dies a l | orzar den oder dauernden Einri&tung auébilder, obne binnen furzem

i beridts.

S&weinefleisépreise lassen si slets gleiSzeitig in der Geschihte der PreisLewegung nawecisen. Interefsant ist eine Verfolgurg der Statistik. Lei der Einfußr von Shweinen unter 10 kg (Span- ferfeln) ergiebt si, daß im leßten Jabrzebhnt in Deuti land fîtets eine Meb reinfubr (aecgenüber der Auéfubr) stattgefunden bat, urd zwar in Tavfenden ron Stü>: 1881 148, 1882 255, 1883 159, 1884 113, 1885 25, 1886 187, 1887 $0, 1888 45, in den ersten 11 Monaten 1888 42, ia der ersten 11 Monaten 1889 92 i

“n ôbrlidem, aber no< erhebiiheremz?Maß kat sid der Verkehr in cigentliczen (üter 10 kg) S<hweinen entwidelt; bier beträgt das Mebr der Einfubr in Tausenden von Stüd>: 1881 820, 1882 744, 1883 509, 1884 257, 1885 122, 1886 279, 1887 S9. Erft 1888 isr cine Mehrausfubr von 66 000 Stüd> zu verzeichnen. Nercleichen wir ober die ersten 11 Monate vcn ¡888 mit jenen von 1883, so findet si< im legtercn Jahre wieder cine erhebli%e Mehr- einfubr, nämli 269319 Stü> gegen die Mehr aus fuhr in der- selben Zeit 1888 von 101712 Stü> Deutséland mar also bis ¿u den SOwierigkeiten des Verichtéjahres auf dem besten Wege, sich den Ländern zuzugesellen, wel&e cinen Uebers<uß an S>weinen haben und selbft bezügli der Spanferkel si immer mebr vom Auélande emanzipicen. Ob wan daher in Beziehung auf S&weinezucht in Südteutscland rit erbeblih mehr thun sollte und könnte als biéher, dürfte wobl der Erwägung werth sein. Wenn in _Süddeults(land ron Zücbtung die Rede, denkt man nur mit Vorliebe an Rinder, Farren, Pferde, selten an Schweine, und toH ijt gerade die Zucht ganz besonders für den Landwirth rentabel. Was in Preußen ge- \cicbt, zcigt der Umstand, daß bei der Viebzählung in 1573 ein Be- and ron 4,3 Millionen Stü>, bei der Viebzäblung von 1883 aber ein foléer von nahezu 6 Millionen konstatirt wurde. Vergleiht man tamit den Bestand ron S>Eweinen in Deutschland über haupt 1873 und 1883, ïo finden wir 7,12 und 9,21 Millionen Stü>; demna zit in diesem Jahrzent die cigentli@e Vermehrung nur auf Preußen. In der That wird au< von erfahrenen Schlähtern behauptet, daf die südteuts&en Landleute nit daran wollen, statt des_ vielfa un- ieren Baues von Handelépflanzen au< einmal die Schweinezuht zu pflegen.“

Die englischen Arbeiterverhältnisse. Der Reicêtagéabgeordneie Och elhäuser bes>@äftigt sich in utschen Arbeiterzeiturg® mit dem au in_Nr. 20 des „Reicht- Staats-Anzeigers* (Erste Veilage unter „Statistik und Volfks-

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j wirtbicaft“) des Näberen besproSenen Kommissionéberit über die

Urtersueung der encliihen Arbeiterverbältniffe, dessen Objektivität er Er s<ließt scine

Betraétung mit felgender Mabnungst: s : | „Der jetzige Zustand, wobei die Arbeitgeber fiets vor die Ultimata

Und wenn au die wohlwollenden Vermittelungen

p E S - »% Kricaëzuitand,

| der Bebörden ibon einigemal den Auêëbruch erreuter Strikes ver-

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Einmischung de< unmöalih zu einer

:2 Autorität der Bebörden bei den Arkeiigebern oder Arbeitern,

Robeisenproduktion bei einer wesentli<hen Verminderung der Vor- | oder bei beiden, zu untergraben, je na>dem die Bekörden daë eine rätbe wiederum eine bedeutende Vermehrung erfabren bat in | Mel mebr auf Seite der Arbeiter, das andere Mal mebr auf Seite Séottland alicin stieg dieselbe um 156198 t gegen daë Verizkr, } der Arbeitgeber treten zu müssen glauben.

2771181 t —, so ist au< die deutsbe Robeiser: ; Erzeugung, der starken inländischen Nachfrage entsprehend, erbetli® | Seitens des Vereins deutscher Eifcrn- und |

Wir wollen also, wie cesast, die aus den Kommissionëberatburgern berrorgehenden Ves<lüfse vertrauecnévoll abwarten; fie werden schr bedeutunesvoll für die fürftize Entwidelung unserer sozialen Verkbältrißfe sein. Zu guten Heffrungen bere<tigt urs insbesondere der S{luß des Kommissions- Er gipfeli darin, daß wir aus den englishen Erfahrungen Lehren ziehen, uns aber ven cinem bloßen Kcepiren der dortigen Ein-

ets in tiesen Blättern ertheilten. Die Arbeiterfreuntli>@keit, die Pflege des Verhältnisses zwishen den einzelnen Ünternebmern und ibren Arbeiteri<aften also gerade dasjenige Moment, wel<es in England am Meisten vernawbläfsigt wird S rôge zur Grundlage der deuts<en FriedenSorganisation werden.

Kunft und Wissenschaft.

2. Majeßät der Kaiser und König batte, wie das „Dti&. Tagebl.* \>reibt, auf eine in den Zeitungen gefundene Notiz ber das Vorhandensein alter Fahnen in den Ortscaften Gusow, Tamsel und Könnigde, welie den Regimentern des alten Derfflinger urd der Generale von Schöning und Hennigs von Treffenfeld gehört baben follen, den Kommandanten des Zeugkaufes, General-Major Ising, in die bezeibneten Ortschaften ¡ur BesiStigung resp. zum event. Erwerb diefer Feldzeichen für die Zeugkaus - Sammlung abgesandt und dieser hat eingehenden Berit erstattet. Von den sieben in Könnigde vorgefundenen Fabnen find sc><s auë grünem Seidensteff gefertigt, der im Laufe der Zeit gelb geworden ift, wie die dem Licht nicht ausgeseßt ge- weiener Theile, die Fransen und Quasten beweisen. Da die Fahnen des Regiments von Tr-ffenfeld grün waren, wie in der Stbrift des

i Dr. H. Kamiecih: „Aus dem Leben des Kurbrandenburgischen General-

majors Icoachim Hennigs ven Treffenfeld angegeben wird, dürften die ies ursyrünglih grünen Fahnen sol@e des Regimert®s Treffenfeld gewescn sein. Unbestimmbar bleibt die siebente Fahne, welche, in der Kirce zu Könnigde als vierte bängend, von Anfang an gelb, an der eiserncn Spitze vergoldet ift und Randrerzierungen zeigt, die nit blos zum Schmu>, sondern jedenfalls au< zum Angriff oder zur Vertheidigung dienten. Ar< die Bucftaben „T. W. C.“ sind hier in steifer Srift, bei den anderen Fabnen aber mit gebogner Srift eingestiädt. Es ist die Vermutbung aufgestellt worden, daß diese vierte die Hauptfahne des Regiments von Treffenfeld gewesen sei, wofür f allerdings kein siherer Beweis finden läßt.

Das Königliche Meteorologische Institut zu Berlin bat, der „Vos. Ztg.“ zufolge, mit Beginn dieses Jahres einen die ganze Monarchie umfassenden Beobachtungsdienfst eingeführt, und zwar in der Weise, daß au< an Orten, an denen pbvialishe oder astronomis<e Institute nit bestehen, Éleinere Be- oba<tungé stationen mit geringem Kosteraufwande eingerihtet worden find. Hauptsäblih kommt es dem Königlichen Institut darauf an, genaue Bestimmungen über die jährlichen atmo}pbärischen Nieders<läge aus allen Ecobactungéfiationen zu erbalten. Zu diefem Zwe>e it an den betreffenden Orten ein Regenmefsser an einem 1 m Eochen Pfade aufgestellt. Der Apparat is leiht von Laien zu bedienen. Auf den preußischen Stationen ist das System Hellmann in Gebrau<. Dieser Regenme”er besteht aus einem ¿6 cm boben und weißangestrihenen Cylinder aus Zinkble<, dessen 900 gem große Auffangflähe (Diameter 159,6 mm) von einem s<{arf. fantig abgedrehten und konisd geformten Mesjingringe umgrenzt wird. Das ganze Gefäß besteht aus zwei Theilen, aus dem oberen Auffanggefäße, wel<es unten mit einem Trichter abs&ließt, und aus dem Behälter für die Sammelflashe, in wel<her das dur den Trichter einlaufende Regen- oder Schneewasser bis zur Messung ver- bleibt. Die mmielflas<he ift derart isclirt aufgéstelit, daß eine Verdunstung des in ihr befindiihen Wañfers möglichst vermieden wird. Das Meßzglas ist so eingetbeilt, daß der Raum zwis<en zwei auf- cinanter folgenden Thbeilstrihen einem Zehretel Millimeter ent- spribt. Es lafsen si damit geringe Mengen Wassers genau meffen, was jeden Morgen regelwäßig um 7 Ubr ges{@chen muß. Die Nieder- s<lagst he wird Tag für Tag in cine Formularpoîtkarte eingetragen und na Ablauf eines Monats dem Meteorologiséen Institut zuge- \ci>t. Neben der Messung der Niederschläge wird auf den meisten Stationen au< die Veobactung der Gewitter übernommen. Dabei ist das Augermerk zu rihten auf die Entfernung, die Dauer, Stärke des Gewitters, auf die vor und nah dem Gewitter herrschende Windrichtung, auf die Stärke und Dauer des mit dem Gewitter ein- tretenden Regen- oder Hagelfalles, auf die Farbe der Blive und die verursachten Blißsc@äden. Diese Aufzeihnungen sind im Gegensaß zu de E Engen sofort dem Meteorologischen Institut zu melden.

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Der „Verein für die Geshichte Berlins * beging vor- geftern im Festsaal des Rathhauses das Feft_ seines fünfund- zwanzigjährigen Bestehens. Der Vorsigcnde, Stadtrath Friedel, gab einen Ueberbli> über die Geshihte des Vereirs und t5cilie mit, daß derselbe aus Dankbarkeit für die ihm zu Tbeil gezrordene Unterftüßung allen Sönnern ais Feftschrift ein „Deutsches Rolandbub* witme und ten Plan der Neucrrichtung eincs Roland- biides auf dem Melk-nmarkt wieder aufnehme. Sodann nabm der Staats-Minister Dr von Goßler das Wort. „Es ist siherlih so ctwa fübrte, wie die „Staatsb.-Ztg.* mittheilt, der Minifter aus ein hobes Verdienst in unserer rubelosen Zeit, liebevoll die Gegenwart mit der Vergangenheit zu verbinden, das gegen: wärtige Ges<hle<t in Zufammenhang zu brirgen mit den Bor- fahren. Der einsi<tsvolle Mann, der \i< mit ter Geschichte der Heimath beschäftigt, wird bescheiden und kraftv- ll: bescheiden, indem er erkenrt, was er den Vorfahren verdankt, fraftvoll dur die Er- fenntnifs, daß er berausgeboren ift aus der Geifte8arbeit vergangener Jakrbunderte und berufen, der Zukunft die Wege zu ebnen. Gludlih Tas Lard und die Stadt, wo die Ges{lehter wie die Glieder einer Kette zusammenhängen! Eins kat der Berliner Geshichtsv:rein vor allen andern voraus: den innigsten Zusammenbang mit dem Herrs<ber- bause. Berlin ist ein lebendiges Beispiel dafür, was dur< das Zu- ‘ammenwirken eines erleubteten Hecrsherhauses und einer tüchtigen Bürgerschaft geleistet werden kann. Es wird für alle Zeiten ein Problem bleiben, wie es möglih war, daß si< ein Fiscerdorf zur kurfürstlihen Residenz auëbildete, und wie es möglich war, daß leßtere nit nur eine der größten Fabrikftädte der Welt wurde, sondern au alle Vorbedingungen bot zur Begründung der Haupiftadt des neu- begründeten Deutsten Reichs. Der edle patriotishe Geist, der den Verein erfüllt, hat zu aller Zeit die Zuneigung des Königlichen Hauses gefunden; Se. Majestät der Kaiser hat daher gern ge- ruht, der Bitte des Vercins entsprebend, das Protektorat über den Verein zu übernehmen.“ Der Minifter überreihte darauf dem Verein als Jubiläumsgabe eine Sammlung der im Kultus- Minifterium verfaßten Swriften, die Bezug auf Berlin haben. Nachdem Stadtrath Friedel dem Danke für die Allerhöhste Aus- zeihnung Ausdru> gegeben, folgten in langer Reibe die Ansprachen der Vertreter von Bebörden und Vereinen, die meist in Form von Adressen und Diplomen dem Jubelvercin ihre Glü>wüns<e darbrabten. Nach der hierauf si anschließenden Proklamirung von Ehrenmitgliedern erstattete Hr. Amtsrichter Béringuier Bericht über den Stand des Vereins, und zum S@luß spra Hr. Stadtar@ivar Dr. Clauswiß über diz Vereinigung der vier Städte Berlin, Cölln, Friedribëwerder und Dorotkbeenstadt.

Die Herausgabe der Monumenta Germaniae histo- rica ift dur< den nunmehr erfolgten AbsEluß der Folioserie der „Leges“ weiter gefördert worden. Die fürzlih ers<ienene Schlufß- lieferung des V. Bandes enthält die Lex Romana Raetica Cariensis ex editione Karoli Zeumer. Von der Abtheilung „Antiquitates“ wurde veröffentliht: Necrologia Germaniae II. Dioecesis Salis- burgensis Pars prior, edidit Sigismundus Verzberg-Fraenkel, Von den „Geschictss<reibern der deuts<en Vorzeit“ sind in neuer, von W. Wattenba<h besorgter Bearbeitung erschienen: die Vitsa Anskarii et Rimberti, die Annales Fuldenses et Xantenses und die Auëwaßl aus Liudprand's Werken. Weitergefübrt wurde die Sammlung dur< zwei neue Uebersetungen: die der Jahrbücher Vincenz’ von Prag und Gerla's von Müblbau*en, ron G. Grandaur, sowie der Geschickte Friedrichs III. des Aeneas Syivirs von Tb. Ilgen; von der letzteren licgt die erste Hälfte vor. Das „Neue Ar@iv der Geésells<aft für ältere deutshe Geshitékande zur Beförderung einer Gesammtausgabe der Quellenschriften deutscher Geschichten des Mittel- alters“ (Hannover, Habn’sde Buhandlung), dem diese Mittheilungen entnommen sind, bringt in dem soeben autgegebenen 2. Heft 15. Bandes no< Einzelforï<ungen: von Wilhelm Gundla, über den Streit der Biéstbümer Arles und Vienne um den Primatus Galliarum (3. Theil, Sé(luß und Beilagen); von F. Kurze, über die Eandswriftlihe Ueber- licferung und die Quellen der Chronik Regino’s und seines Fort- segers ; ven L. von Heinemann, über die älteste Tranëslatio des heiligen Dionrsius, und von P. Kebr, über die Purpur-Urkunde Konrad’s IIL für Correi. Unter den „Migcellen* finden si® endli u. a. Mitthei- lungen, betreffend die Handschriften der vormaligen Königlichen Hand- bibliothek in Stuttgart. Verse auf Kaiser Friedrich I., lateinische Ge- dichte des 12. Jahrhunderts, eine bisher ungedru>ie Urkunde Konrad’s IV. x. N l E

Der Großherzogli sächsisde Staats-Minister Dr. Sticling in Weimar ward am 26. Januar, der „Th. C.“ zufolge, dur eine Abordnung dermedizinis<hen Fakultät der Universität Jena begrüßt, die ibm das Diplom als Ebrendoktor dieser Fakultät überrcibte in Anerkennung der großen Verdienste, die er ih au< um diese Fakultät in feiner Thätigkeit als Staats-Minister und Chef des Departements für Kunst und Wifsen- \(@aft erworben bat.

Die Professoren Burnham und Swaeberle von der Lid’ s<henSternwarte in Californien, welche zur Beobachtung der totalen Sonnenfinsterniß am 22. Dezember nah Cavenne gesandt wurden, haben cinen Berit über die Re- sultate ibrer Expedition erstattet. Die „A. C.“ \{<reibt dar- über: Sie langten am 3. Dezember in Cayenne an. Der Morgen des 22. war bewölkt und trübe und cine halbe Stunde vor dem Eintritt der Totalität regncte es stark. Es wurden Photographien der Corona der Sonne erlangt und erfolgreih ent- widelt. Die Corona alih der am 1. Januar 1889 beobachteten. Sie war verlängert und strahlenförmig am Aequator der Sonne, aber furz an den Polen. Die Astrcnomen bemerken au, daß die Charakteristik der am 22. Dezember becbaWteten Corona so fehr derjenigen clit, welhe der Sonnenfinfterniß vom 1. Januar 1889 voranging, daß beide als derselben Periode angebêrend betrachtet werden mögen, nämli soweit ibre Beziehung zu der Sonnenfle>en- Periode in Betracht kommt. Die Frage, ob die Beobachtungen Licht über den mögli<hen meteorishen Ürsprung des Sonnen-Phänomens verbreiteten, erbeist ein weiteres Studium der Resultate und der verwendeten ‘Instrumente. i

Nachriten aus Sevilla zufolge wird es, wie die „Magd. Ztg.“ mittbeilt, aller Wakhrsc@einlihkeit nah gelingen, den dortigen derrlihen Dom vor dem drohenden Verfall zu bewahren. Bekannt- lic stürzie im Sommer 1888 einer der Hauptpfeiler im Mittelschiff der Kathedrale ein, einen Theil des Gewöltes mit si@ herunter- reißend; au< die der shadkaften Stelle zunächst gelegenen Pfeiler drohten zu weichen. Es ift jedo dur< Untermauerungen und p bisher gelungen, weiteres Nawhstürzen zu verhindern und zur Zeit ist man bereits damit bes<äftigt, den zuerst \cadbaft ge- wordenen Pfeiler, na<hdem man ihn ganz und gar abgetragen, von Grund aus neu aufzumauern. Gleichzeitig hat man andere Repara- turen an dem Dom vorgenommen und vor Allem das berühmie Parti San Ghristobals, wel<hes bisher no< unvollendet war, fertig geste

Handel und Gewerbe.

Ein an die italienishen Zollämter gerichteter Cirkular- Erlaß der General-Zolldirektion zu Rom vom 26. De- zember v. J. erklärt in Folge der Aufhebung der Differential- zölle auf französishe Provenienzen vom 1. Januar 1890 ab die Beibringung von Ursprungszeugnissen Oas derjenigen Waaren für nicht erforderlih, welhe den Sägen des Ge Eve A pag balb Urf

ie Zollämter sollen desbalb Ursprung isse no< dann fordern, wenn es fi<h um Verzollung ange aus Ver- tragsstaaten handelt, welhe auf Grund der bestehenden Handelsverträge ermäßigte Zollsäße genießen.

‘Die Bestimmutg vom Jahre 1888, gemäß welcher die wenigen Waaren, welche Reisende in ihrem Gepäd> einführen, ohne Unterschied der Provenienz begünstigt zu behandeln sind, soll in Krast bleiben.

I

Vom obershlesis<en Sieinkoblenmarkt beribtet die „Schl. Ztg.“ : In dem ges<äftlihen Verkehr bat die f:arke Nach- frage na< Koblen a. A. keine Veränderung erfahren. Man fann sagen, daß Mangel an Arbeitern, Verkürzung der Arbeit3;eit, die Unzulängli6keit der Wagengestellung der Koßlerförderung diejenige Beschränkung. nun {on in längerer Dauer, auferle:t baben, über wel<e im Wege des freiwilligen Abkommens cine Vereinbarung zu finden die General nas niht im Stande waren. Immerhin würde die reihlicere Gestellung von Waggons die Gruben zu einer um 20—2 °% erhöhten Förderung befähigen. Sehr bemerkens- werth ift, daß gegenwärtig au die fonft zur Halde gestürzte Staub- kohle ihre Käufer findet. Im Landverkauf wurden ven sämmtlichen Gruben die Docde heraufgeseßt und kofien: Stü>- und Wöürfel- 40—45 A, Noß- 36—40 8, Kleinkoblen 23—28 4, Erbs- 93—28 A, Stauktfkoble 5—10 S, pro 50 kg. Bom 1. April ab beabsiétigt die Königin Luise-Srube, den Preis der Fettkoblen auf 50 $ zu erhöhen. Auf dem Kokesmarfkt ift troy an- gestrengter Thätigkeit in der Produktion no< immer Kncppheit bemerkbar ; jedo bat eine Erbôhunz der Preise nit ftattgefunden. Auf der „Heiniß“-Grube, deren Brandunglü>k jüngft dur< die Ab- dâmmung der Brandftätte beseitigt worden, foll die Förderanlag vergrößert werden. Auch in den benahbarten mähris<en Kohblen- revieren greift eine erhöhte Thätigkeit in der Förderung Plaß, indem ältere Shachtanlagen wieder zur Förderung (bei Orlau-Lazy, Hobenegger-Schacht der Erzkberzoglihen @Grube, Georgsschat der Nordbahn) in Betrieb gescht werden. Bei Elgcth wurde ein neues Abteufen zweier Shächte begonnen.

Die „Rhein.-Weitt. Ztg.“ berichtet rom rheinis<-wei- fälis<hen Eisen- und Stahlmarkt: Die Tendenz des rhei- nis<-westfälisen Eisenmarkts ist cine anhaltend feste. Die Preise behaiten für alle Eisensorten und Fabrikate ihre steigende Tendenz, wenngleih die Aufwärtsbewegung eine gemäßigte ift. Aufträge laufen in befriedigender Zabl ein, und es ist den Werken lohnende Beshäf- tigung auf längere Zeit gesichert. Die Lage des rheinish- westkälishen Eisenerzgeshäftes hat si im Laufe der lezten Woche niht merkli<h verändert. Die “_Nawfrage nah rzen war durhweg lebbaft. Sowotl im Siegerlande als auc im Luremburgishen wurden größere Posten Erze abge- stoßen. Au kommen spanise Erze, obglei zu höheren Preisen, no< immer in größeren Posten auf den Markt. Das Roßbeisen- ges<äft hat von feiner bisherigen Lebhaftigkeit ni<ts eingebüßt. Die Stimmung is eine andauernd gute und die Kauflust auf lange Lieferfristen sehr rege. Das Gescäft in Spiegeleifen hat sih seit dem leßten Berichte im Sanzen und Großen wenig geändert. Die Hütten sind fowobl für den_ inländishen als au< für den autländishen Bedarf in angestrengiem Betriebe. In den Preisen zeigte si& eine feste Haltung. Dasselbe ist für Puddelroheisen der Fall, welGes von den Walzwerken sehr stark begehrt ist. Gießfierei-Roheisen bat anbaltend flotten Absay. Das Walzeisen-Gesbäft bat ih auf seiner bisherigen Höhe gehalten. Es laufen fortwährend bedeutende Aufträge in Stab- eisen ein. Die inländishe Nadfrage ist eine sehr rege. Leider bat der Betrieb theilweise dur< die auf einzelnen Werken sehr beftig auftretende Influenza niSt unerbetlihe Störungen erlitten. Die Nathfrage vom Auslande ift no< immer eine mäßige. Die Preise sind zwar dur<aus fest, do< wird bereits Klage gefübrt, daß dieselben Angesichts der jeßigen Preise der Robzmaterialien, unter wel<en Koble und Koks no< immer steigen, nur mäßigen Nutzen abwerfen. In den Verbältniffen des Form- eisenge\ äfts kat sh werig geändert. Die Gescäftélage der Bandeiseawalzwerke ift fortgesetzt cine günttige. Wenn auch die Spvazifikationen z. Z. weniger zablreic eingeben, so find die Werke to< außerordentli fiarf bescäftiat, und ist e namentli den erböbten Rohtnaterialpreisen zuzuschreiben, daß die Preise der Fectigfabrifate fortwährend steigen. In Kesselble<hen und Feinblechen ift scit dem lezten Berit wenig Aenderung eingetreten. Das Walzdrabtges<äft ist no<% immer ein un- befriedigendes; zwar werden in leßter Zeit höhere Preise notirt, do< sind die!elben keineswegs lohnende und durchaus nit zu den jetzigen Robstoffvreisen im richtigen Verhältniß. Die Nadbfrage ift nur mäßig, dod sheint in gezogenen Drähten, und Drabtstiften das Geschäft sh, wenn auch nur wenig, zu beleben. Für annähernd regel- mäßigen Betrieb reiben indessen die Aufträge weder in gezogenen Drähten, noÞ% in Walzdraht aus. Den Waggonfabriken wird dur die für den 4. Februar von Seiten der Königlicen Eisenbahn- Direktion Köln (re@tsrheinischen) ausges<hriebene Verdingung von E Güterwagen vershicdener Gattung weitere Beschäftigung zufließen.

Die „New- Yorker Hèls.-Zig.* s<reibt unter dem 17. d. M. : Am Waaren- und Produktenmarkte baben die Umfäße, ¿roßdem verschiedene Bran>en dur ten 10 mildea Winter fehr zuru>geworfen sind, einen ganz reipektablen Umfang angenommen ; namentli bat der Export eine bedeutende Zunahme gegen die Vor- woe aufzuweisen. Von den einzelnen Artikeln ist Baumwolle in Terminen ret lebbaft gehandelt worden. Realisationen und größere Zufuhren hatten zwar eine kurze Reaktion in der Tendenz der Preise bervorgerufen, am Schlusse batte jedoeh die Haufse wieder die Oberhand. Loko-Waare mäßig belett und $ Cts. böber; der Export is in der Zunahme. Von Brotstoffen hat Weizen eine re<t feste Haltung gezeigt; Loko-Waare ging fogar in Folge kleiner Ablieferungen langsam bößer, aber neue Momente baben si nit eingestellt und das Geschäft verlief schr rubig. Mais ging ca. $ c per Bushel niedriger, war aber, namentli in Terminen, nicht unbelebt. Hafer und Roggen finden fortwährend gutcn Exvortabsaß. Am Kaffee - Markt sind Brafsilforten nah dem turzen Aufleben in der vergangenen Woche wieder in ihre reservirte Haltung zurügekebrt. Von etallen war Kupfer in Folge kaapper Vorräthe über- aus fest und zu ciner weiteren Steigerung geneigt, während si die übrigen Artikel mit Ausnabme von Eisen, das unverändert blieb, mebr einer entgegengeseßten Richtung zuwendeten. Provisionen find im Ganzen rubig gewesen, haben jedo gezen S(luß eine leitere Haltung gezeigt. In Rindfleis < fanden bedeutende Erport-Verladungen ftatt. Raffinirtes Petroleum rubig und unverändert. Pipe line Certifica- tes, mit 1062 c eröffnend, {lossen fest à 1054 c. Das Geschäftam Wol l- marfkt war dadurch bes<ränkt, daß Inbaber in Folge der kleinen Vor- râthe fest auf Preis bielten, während Fabrikanten billiger anzukommen glaubten. Robzu>ker ist wegen schwacher Naßfrage etwas gedrüdt im Preis gewesen, raffinirte Waare bat dagegen bei ziemli®er Kauf- lust einen fleinen Avanz erfahren. Im Geschäft für einheimische und fremde Manufakturwaaren hat sich das jaisonwidrige Wetter sehr fühlbar gema>t. Der Import fremder Webstoffe betrug für die am 17. Januar beendete Woche 3689437 Dell. gegen 4 020 100 Doll. in ter Vorwote und 2 628 133 Doll. in der Parallel- woche des Borjabres. ;

Köln, 30. Januar. (W. T. B.) Mit Hülfe des Eisbre<ers ist beute Vormittag der erste Seedampfer „Dwinga“ hier eingetroffen. L

London, 29. Januar. (W. T. B.) Wollauktion. Febler- hafte australishe Scoured eber s{wäher, gute Merino gesut, andere feine Sorten stetig, Kapwolle pari bis # billiger, rubig, unregelmäßig.

Submissionen im Auslande.

Spanien.

Okne Datum. TJunta de Administración y Trabajos del Arsenal de la Carraca: EŒisenthcile Qualität Best Best, in vier Loose eingetheilt, zusammen auf 17 848,45 Pesetas veranschlagt, Kaution zusammen 891 Pesetas.

Näheres an Ort und Stelle,

Verkehrs - Anstalten.

Hamburg, 30. Januar. (W. T. B.) Der Verwaltungsrath der Norddeutschen Bank setzte in einer heute stattgehabten Sitzung die Dividende auf 12 % fett.

London, 30. Januac. (W. T. B.) Der Castle-Dampfer „Garth Cafile* ist gestern von London abgegangen. Der Union-Dampfer „Anglian * is auf der Ausreise vorgestern in Capetown angekommen.

Theater und Musik.

Deuts@es Theater.

Die Aufführungen des Rosen'schen Lustspiels „Nächstenliebe“, wel<e dur die Krankheit des Frl. Sorma längere Zeit unterbro<hen werdez mußten, werden in künftiger Wowe wieder aufgenommen und zwar findet die nähsie Aufführung am Dienstag, 4. Februar, ftatt.

S Berliner Theater. ;

Demnächst wi:d au Paul Lintau, gleid den meisten Andern der zeitgenössishen Dramatiker, im Repertoire des Berliner Theaters vertreten sein, und zwar mit seinem Schauspiel „Gräfin Lea“, das am Montag, den 3. Februar, zum ersten Male an genannter Bühne aufgeführt wird. Die Titelrolle wird von Nuscha Bußge, die des Heinz De>kers von Ludwig Barnay, die übrigen Hauptrollen werden ron Helene Odilon, Margarete Tondeur und Walter Conrad

dargestellt. Sing-Akademie.

Dr. Hans von Bülow bot in seinem gestrigen Beethoven- Abend wieder eine viel und mit Re<t bewunderte Riesenleiftung: er spielte hintereinander und ohne Noten die 5 lezten Sonaten, die zu den tiefsinnigften und forma! kunstvollsten Offenbarungen des unfterblien Meisters gebôören. Seine s{lihte, edle, von allem virtuosen Unfug sib freihaltende Interpretation der Werke des großen Gerius hat im Laufe der Jahre und der Uebung an Vertiefung und Ausdru> no< entschieden gewonnen. Die mit unfeblbarer Sicherheit gepaarte großartige Technik Bülow's zeigte sih im Bunde mit einer den Jahren zum Troß erftaunlich jugendlichen Frishe und Ausdauer, die ibn be- fäbigte, die tolofsale Aufgabe nuit ungeshwächter Kraft zu Gnde zu führen. Geradezu einzig war wieder die Art, wie er die enorm verwi>elte und dur<{einander vers<lungene Fuga a tre Voci, den S@&lußsaß der großen Sonate für das Hammwerklavier (op. 106) vertrug und dieses mystishe Kunstgebilde, so weit irgend mögli zu dur{sitiger Klarheit zu bringen wußte. Aut wie Vülow das vorhergehende berrlide Adagio und die s<ône Arietia con variazoni in der Sonate op. 111 mit tiefinniger Versenkong in den Inkbalt spielt, ift einfah unnahabmlih. Das distinauirte Publi- kum, wel<es den Saal bis auf den lezten Play füllte, übershüttete den großen Pianisten nah jeder Sonate und bäufig {on na den einzelnen Sägen mit stürmischen Beiden der Anerkennung, die am Séluß des Abends einen geradezu begeisterten Ausdru> annahmen.

Preußische Klaf}enlotterie. j __ (Ohne Gewähr.)

Bei der gestern fortgeseßten P der 4. Klasse 181. Königli preußisher Klassenlotterie fielen in der Nachmittagsziehung :

2 Gewinne von 10 000 # auf Nr. 123 742. 131 060.

__37 Gewinne von 3000 Æ auf Nr. 8926. 25 221. 26 260, 27 531. 28011. 36485. 38820. 39985. 48876. 56533. 79 416. 80876. 86123. 93947. 95161. 96 270. 96 359. 99 428. 103317. 104084. 107850. 110078. 119257. 123 979. 132338. 132855. 135818. 137233. 142219. 142 292. 146670. 149 694. 150503. 170673. 172 260.

173 693. 188 985.

33 Gewinne von 1500 # auf Nr. 5449. 9812. 12 527. 13297. 14879. 30644. 36657. 39434. 40457. 50 835. 56198. 62190. 62595. 67633. 76324. 83 344. 84 469. 84 521. 87846. 91735. 91879. 104 454. 107 561. 115959. 119482. 120650. 141499. 147694. 162 394. 168 093. 171504. 173 725. 179576.

61 Gewinne von 500 # auf Nr. 8407. 8450. 8463. 20 778. 20 899. 30254. 33447. 35142. 37684. 38065. 40974. 42114. 43082. 44912. 45333. 46979. 47705. 48 676. 50342. 50671. 51734. 53633. 55843. 56 510. 57 669. 65 285. 66213. 81293. 85855. 87554. 925083. 95 T58. 97577. 97 754. 97950. 108 454. 108 891. 109 133. 123 734. 132345. 132458. 135881, 136 542, 137 827. 138 582. 139446. 140411. 143734. 145 309, 145 813. 151 676. 153821. 154233. 155050. 157990. 158 198. 174505. 176773. 184681, 189174. 189 201.

Bei der heute fortgesezten Ziehung der 4. Klase 181. Königlih preußisGer Klassenlotterie fielen in der Vor- mittag2ziehung:

1 Gewinn von 50 000 A auf Nr. 85 031.

1 Gewinn von 10 000 A auf Nr. 125 300.

4 Gewinne von 5000 auf Nr. 17892. 70231.

126 509. 181 581. auf Nr. 6329. 25 522.

30 Gewinne von 3000 M 26 852. 28 451. 30465. 36426. 44041. 49028. 52909, 58 683. T5251. 79 546. 82820. 85173. 85671. 91 114. 98 419. 102 555. 103 599 107 600. 116 137. 119 843, 121 097. E E 148634. 152206. 158715. 170084. 170827. O D.

36 Gewinne von 1500 # auf Nr. 4593. 6534. 18 861. 23 082. 28 865. 36 029. 45 329. 51 605. 52514. 54071. 59 351. 78 574. 78 588, 84230. 89 336. 98 670. 100 172. 109 125. 109223, 116519. 116776. 124443. 130 740. 131 123. 138934. 139855. 144079. 154527. 155 544. e h 156 925. 161 249. 161427. 175600. 186 851.

i .

_48 Gewinne von 500 j auf Nr. 3136. 5160. 11 550. 16531. 16886. 19220. 22616. 23870. 25181. 38186. 41 104. 46 204. 49947. 58 662. 69001. 69284. 71 458. (7414. 79695. 82332. 82672. 96 200. 98 406. 102 201, 105 139. 118 206. 120811. 125746. 131566. 132871. 135 231. 142393. 142 795. 143245, 150685. 153 504. 159 564. 162150. 166887. 171758. 172120. 172896. 178 755. 180 107. 180377. 183725. 185408. 187745.

Wtannigfaltiges.

_, Des Königlichen Hauptgestüts Gradiß „Erbtante*, die Siegerin im Rennen um den Silbernen Stild Sr. Majestät Kaiser Wilhelms I. und gleichzeitig das erfolgreibste Pferd des Iabres 1889 auf deuts<hen Rennbabhnen, fügt die bier erscheinende „Sport - Welt“ ihrer soeben ausgegebenen Nummer im Bilde bei. Die Vervielfältigung präsentirt \si< als ein vornehm ausgestattetes Kunstblatt und if na< dem im Besiß des Union-Clubs befindlihen Gemälde von H. Sperling her- geftellt, wel<es si in den Fa@kreifen ungetbeilter Anerkennung zu erfreuen bat. Für Nitabonnenten des genannten Blattes ift das Bild gegen Einsendung von se<zig Pfennig in Marken erhältli<.

Ld

In der Urania wurde am gesirigen Abend ein Vortrag gehalten, wel<her Angesihts der Naturereignifse der leßten Wochen von be- sonderem Intercfse war. Hr. Dr. Shwahn sprach über Erdbeben, deren Ursachen und Verlauf. Er ging aus von einer S{ilderung des Zustandes der Erdrinde und ließ si< sodann aus über die Art der Bodenbewegungen und die Verbreitung der Erdbebenwelle in der Tiefe sowie an der Oberfläche der Erde. Die Beziehungen der Erdbeben

zu den Stauungen und Bru<fläen der Grdrinde, die Abbängigkeit ibrer Stärke von der geologis{<en'Beschaffenbeit deé Untergrundes wurden sodann

erörtert.

Darauf ging der Redner auf die Ziele und Hülfsmittel

der Seïsmologie ein, auf die Tromometer und Seï:mographen und andere Inftrumente und erwähnte au Palmieri's Observatorium auf

dem Vesuv. Eine

Bitrabtung über Spaltenbildung, Waffer-

auss{leuderungen und Störungen von Quellen sowie über Meeres- beben und seïsmisce Flutbwellen s&loß die erste Abtheilung des

Vortrages. Der zweite Tb

eil wurde

eröffnet mit einer Wanderun

dur das Trümmerfeld von Is(ia naH dem Beben vom Jahre 1

und brachte eine Schilderung von Orten, welhe dur< Erdbeben zu leiden gehabt baben und wel<e Spuren der vulkarishen Thätigkeit aufweisen. Die bildlihen Vorfübrungen, welh?e Redner während seines Vortrages veranstaltete, verans@aulihten deutli® die für>terlihen Folgen der-

artiger \hre>liher Naturereignifse. Der intecessante Vortrag

{loß

mit ciner Darlegung von Thomson's u. G. Darwin's Ans Ú

die innere Beshaffenheit des Erdballs, über die Dilokationse vier tekftonishen Beben und ihre Beziehungen zu der Gebirgsbildung. Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten die Anwesenden den Worten des Redners und gaben ihrem Dank für die gebotene Belehrung lebhaften

Auédru>.

Für die Vogelausftellung des Vereins

„Aegint ha“,

wel<e vom 6. bis 11. Februar E>e der Kaiser-Wilbelmitraße und

Münzstraße bevorstebt,

baben das

Preisrihteramt die Herren

Dr. A. Reichenow, Dr. He>, Direktor des Zoologisben Gartens und Thiermaler G. Müßel für fremdländishe Vioel, die SUEN Dr. Karl Bolle, Oberförfter O. von Riesenthal, Dr, von Franse>y

und Maler H. meiîter Merer,

ode für einbeimifwe Vögel, die Herren Haus8bof- ieth, Eichborn und F. Wagner Aus T

nommen. Ueber Literatur, Gerätbs@aften und was sonst ur Vogel- zut und Vogelpflege gehört, entsheidet wie üblib das gesammte

Preisrichterkollegium.

Die Ausftellung wird so reiß beshi>t, daß

drei zusammenbängende große Geshäftsiokale baben gemiethet werden müssen, um nur Alles unterbringen zu können.

Wie der Dampfer „Zehdeni>*, der seit dem letzt b im deutshen Kolonialdienst in Kamerun gebrau&t wird, ift e. pa

der Dampfer „Mö we“, bisher ebenfalls der Rkedereifirma I. in Berlin angebörig, für Kamerun bestimmt worden.

Hachez Wie die

„Potsd. Ztg.“ berichtet, wird das S<hiffff zur Zeit in Hamburg fsee- tüchtig gema<t, um demnäwît die Reise nab fri anzuieein Beide Dampfer fuhren im Sommer mebrere Jabre bindur< von Berlin na< Potsdam und baben viele Tausende von Ausflüglern auf

Havel und Spree befördert.

Sie eignen ih ser gut für Fahrten

auf afrikanishen Binnengewäfsern, weil sie nur geringen Tiefgan baben und dabei sehr umfangreih sind. s De

Ueber Unwetter und Hohwas ser liegen folgende Meldungen vor: Aus Hamburg meldet die eWes.-Ztg.“ unterm 28. Januar: Der West sturm, wel<er vorgestern berri$te, steigerte si< in der Nat besonders gegen Morgen zu einem förmliten Orkan, Jorss das Wasser der Elbe eine solhe Höbe erreibte, daß viele Keller an den Vorsezen, am Neustädter Neuenweg und sogar am Rödings- Die Bewohner mukêten theilweise aus dem Schlaf gewc>t werden. Das Waffer der Elbe hatte eine sol<e Höbe erreicht, daß selbft die kleinsten Damvfer nit die vershiedenen

marft voll Wasser liefen.

Brü>en paísiren konnten und selbs etwas bo< beladene mußten wieder umkebren. Au<h mandwe Unfälle find in

uten Folge des

Sturmes und boben Wassers zu verzeihnen. Gestern Morgen war der bôcbste Wasserstand in Cuxhaven 6,59 m und erreichte hier am Flutbmefser ca. 14 Fuß. Gestern Mittag erhob der Sturm wieder v-n*Neuem und man erwartete daber mit einiger Beso die gegen Abend bevorstehende Flutb

Abend wie au während der Naht von beftigen Blitzen und Ri Das Wasser der Elbe errei&te in Folge des beftigen

aüfsen begleitet.

Der Sturm war vorgestern egen.

Windes aus Westen gestern Abend um 10 Ubr wiederum eine Höhe von 13 Fuß am Fluthmefser.

Aus Kassel berihtet „W. T.

B* unterm 29. Januar: Die

Fulda ist in Folge der legten Regengüfse neuerdings ausgetreten;

die Leipziger Vorstadt ift theilweise übers <

, -

wemmt.

Meldungen über Hochwasser liegen ferner vor aus Bingen, Mainz, Bonn, Frankfurt a. M., Brie g, Glogau u. \. w.

Aus London s<hreibt die „A. C‘? Der Sturm an britishen Küste hat endlih na&bgelafsen, aber fortgeseßt laufen

Nawrichten über die verheerenden

Theilen der Insel ein.

Wirkungen desselben aus allen Die zwischen Dover und Calais verkehrenden

Damvfer batten mit Wind und Wellen zu kämpfen und brauchten

das se<Ssfade der für die Zurüdl

egung der kurzien Stre>e erforder-

lichen Zeit. Die Zakbl der S hifftrühe und kleinen Unfälle ift

Legion.

zeuge, wel<he den Sturm überlebten, boten beim Häfen das Aussehen von Wrad>s

Unweit Swansea scheiterte ein großes Schiff und die Fahr-

aufen in den

In vielen Gegenden find dur<

den Austritt von Flüfsen verbeerende Uebershwemmungen ein-

getreten.

Aus New-York berichtet die ,

Die Kapitäne fommener Dampfer

lantishen Ocean zu den Verde>en

S(aden auf des Dampfers , eine Verleßung am Bein trug eine Knötelverrenku

mehrerer melden, daß he

gestern _

kfömpfen hat

driatic* von

erlitten. Der

A. C.° unterm 28. Januar: aus Guropa hier anze- mit Orkanen im At- ten und mehr oder weniger zweite Steuermann der White-Star-Linie erlitt

wäbrend der Reise, und der Hochbootsmann

ng davon.

In beiden Fällen sind die Ver-

leßungen indeß nit ernstli&. Der Kapitän des Dampfers „America* aus Bremen verleßte sib sein Bein.

„Colorado* von der Wilsor-

Sturm am beftigsten wüt gießen ließ. Der Dampf

als verloren angesehen wurde,

er von Wind und Wellen

Der Kapitän des Damrnpfers

Linie erzählt, daß er, während der

bete, Oel auf die Wogen mit guter Wirkung er „Erin* ist jet das einzige der großen Oceandampfshiffe, wegen desen ernstlibe Befürchtungen herrschen. Der „Sir William Armitrong ,

traf gestern in

wel<er au< \{on von Vielen ork ein, na<dem

tüchtig gerüttelt und ges<üttelt war, hat

jedo s<limme Beschädigungen davonge

Halifax eingetroffenen Dampfer? reißend s{nell dabin fuhr, daf er die

Ns blieb auf diese E ees zu fabren, war fast eine Unmegl 4 5 der Central Pacific-Eisenbahn meldet, daß

Der Superintendent die S<neeblo>ade in

Züge dur< die Mat d

Mehrere Züge sind dur@

ß bow. Der Sturm war der heftigste seit der Herstellung der 3 10 Tage_im Sónee fest und in“ rten sind sie vôllig mit S<hnee bede>t. beiter sind mit der Säuberung des Geleises bes<äftigt. Aus Brisbane meldet - Verheerende Uebershwemmunge Queensland eingetreten, ns h. Großer Swaden ist angerihtet worden und 6 Per-

isenbahn. einer Anzabl von

borou

B edien stete dieser Gefells

Einige Züge ftaken 1

_—

tragen. Kapitän des in

„Halifax“ sagt, daß der Wind Wellen a So L

Das De> des aber an den Wellen entlang

der Sierra Nevada beispiellos ift. Fünf

<aft wurden dadur getödtet, daß

es Windes vom Geleise geweht würden. Eis cntgleist. Der Schnee liegt 15—20+"

sonen sind umgekommen. Ratzeburg, 27. Januar. (Kiel. Ztg.) Gestern fand im biefigen

Hotel zum“ Rathskeller eine Sizung des Aus\{

e

2500 Ar-

Reuter’s Bureau“ unterm 28. Januar: n find in der ganzen Kolonie ondere im Distrikt

Mary-

burgis che Kaiserdenkmal ftatt. als Tag der Entbúllung der 26. September, als 25 jähriger Gr-

innerungstag

Wunsch des Kreistages, wurde

schrift anzubringen: „Dem

das Herzogthum Lauenburg a sollen von einem bronzenen

noch geseßt werden: „Erri

Könige

ufses für das lauen- derselben wurde definitiv

der Erbbuldigung Ferien Eingeben

d auf einen en, auf der Rückseite die Zu-

ilbelm I. von Preußen buldigte _

m 26. September 1865.* Diese Worte i kr umgeben und darunter <tet am 2. September 10.