1910 / 8 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Des Ritterkreuzes zweiter Klasse mit Eichenlaub des Großherzogli Badischen Ordens vom Zähringer Löwen: dem Hauptmann Tieschowiß von Generalstabe der 2. Gardedivision: des Komturkreuzes erster Klasse des Großherzog lich Hessischen Verdienstordens Philipps des Gro ß- mütigen: dem Generalmajor Freiherrn von Seckendorff, Kom- mandanten von Mainz; des Komturkreuzes zweiter Klasse desselben Ordens: __dem Obersten Jlse, Chef des Generalstabes des XVIII. Armeekorps ;: des Komturkreuzes zweiter Klasse des Herzoglich Sazchsen-Ernestinischen Hausordens: dem Major Dihle, Militärlehrer an der Kriegsakademie : des Offizierehrenkreuzes des Fürstlich Schaumburg- Lippischen Hausordens : dem Major Freiherrn von Erffa, Direktionsmitglied an der Kriegsakademtie ;

T ieschowa im

ferner: des Nitterkreuzes erster Klasse des Kaiserlich Japanischen Verdienstordens der aufgehenden Sonne :

Beraunntmachung.

L Alle diejenigen jungen Männer, welche in einem der Deutschen Reich gehörigen Staaten heimatsberehtigt und 1) in dem Zeitraum vom 1. Januar bis einshließlich

31. Dezember 1890 geboren sind, :

2) dieses Alter bereits überschritten, aber sich noch nicht

bei einer Ersaßbehörde zur Musterung gestellt, l

3) fih zwar gestellt, über ihr Militärverhältnis aber

: noch feine endgültige Entscheidung erhalten haben und gegenwärtig innerhalb des Weichbildes hiesiger Residenz sich aufhalten, werden, soweit sie niht von der persönlichen Gestellung in diesem Jahre entbunden sind, hierdurch auf Grund des $ 25 der Deutschen Wehrordnung angewiesen: sich behufs ihrer Aufnahme in die Rekrutierungsstammrolle in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar d. J., während der Stunden von Vormittags 8 bis Nachmittags 7 Uhr (Sonntags bis Nachmittags 1 Uhr) im Geschäftsraume des für ihre Wohnung zuständigen Polizeireviers persönlih zu melden und ihre Geburts- oder Losungsscheine und die etwaigen sonstigen Atteste, welche bereits ergangene Entscheidungen über ihr Militärverhältnis enthalten, mit zur Stelle zu bringen.

Die Geburtszeugnisse werden von den Standesämtern ausgestellt.

Für diejenigen hiesigen Militärpflichtigen, welche zurzeit abwesend sind (auf der Reise begriffene Handlungsgehilfen, auf See befindlihe Seekeute 2c.), haben die Eltern, Vormünder Lehr-, Brot- und Fabrikherren die Anmeldung in der vor-

zum

dem Oberleutnant Bartels im 2. Nassauischen Feld- artillerieregiment Nr. 63 Frankfurt : sowie des Großherrlih Türkischen Medschidieordens dritter Klasse: dem Major Freiherrn von Malzahn im Generalstabe des Gouvernements von Berlin.

Deutsches Reich.

Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht : die Marinebauführer des Schiffbaufahes Riemeyer, Lottmann und Rasenac zu Marineschiffbaumeistern zu er nennen und | dem Konstrufktionssekretär Grohmann den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen.

Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht :

den Amtsrichter Fran çois in Mey zum Richter bei dem

Landgericht daselbst und den Gerichtsajje)sor Dar stein zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht in Bolchen zu ernennen.

Dem bei dem Kaiserlichen Konsulat in Chengtu beschäftigten Dolmetscheraspiranten Bethcke is auf Grund des $ 1 des Geseßes vom 4. Mai 1870 in Verbindung mit 8 85 des Geseßes vom 6. Februar 1875 die Ermächtigung erteilt worden, in Vertretung des Konsuls bürgerlih gültige Eheschließungen von Reichsangehörigen und Schußzgenosfen, mit Einschluß der unter deutschem Schuße befindlichen Schweizer, vorzunehmen und die Geburten, Heiraten und Sterbefälle von folchen zu beurkunden. E:

DeranntmacbuTta.

durch Erlaß vom 30. De

Der Herr Reichskanzler hat Basler Lebens-Versicherungs-Ge-

zember 1909 der sellschaft neue Allgemeine Versicherungsbedingungen für den Betrieb der Lebensversicherung in Deutschland (große Todesfall- versicherung nebst Juvaliditäts- und Kriegsversicherung, Volks versicherung mit und ohne ärztliche Untersuchung, Erlebensfall- versicherung mit Prämienrückgewähr, Rentenversicherung) ge- nehmigt. Berlin, den 8. Januar 1910. Das Kaiserliche Aufsichtsamt für Privatversicherung. Gruner. :

Königreich Preußen.

| Seine Majestät der König haben Allergnädigst Gt j

den Arbeiten, baurat,

den bisherigen Oberregierungsrat von Nostiß aus Oppeln zum Geheimen Regierungsrat und vortragenden Rat bei der Oberrechnungskammer, i

den Pastor Wilhelm Holtkamp in Böhmerwold zum Superintendenten der sechsten reformierten Jnspefktion des Kon 1istorialbezirks Aurich und

den Pfarrer Ernst Kienz.ler in Neuengronau zum Metropolitan der Pfarreiklasse Schwarzenfels, im Konsistorial bezirk Cassel, zu ernennen sowie infolge der von der Stadtverordnetenversammlung zu Lippstadt getroffenen Wahl den bisherigen Zweiten (unbesol deten) Beigeordneten, Brauereibesißer Wilhelm Kleine daselbst als Ersten (unbesoldeten) Beigeordneten der Stadt Lippstadt für die geseßliche Amtsdauer von sechs Jahren zu bestätigen.

1 Ministerium Haas zum

Nat im Baurat

vortragenden (Heheimen

Der öffentlichen | (Geheimen Ober

Ministerium der geistlihen, Unterrihts- und Medizinalangelegenheiten.

__ Dem Oberassistenzarzt

flinik Dr. Anton Sticfer in Berlin ist

re}sjor beigelegt worden.

an der chirurgishen Universitäts das Prädikat Pro

Evangelischer Oberkirchenrat. «, zum Pfarrer der vereinigten evangelischen Kirchengemeinde „Zioupava im Staate Santa Catharina (Brasilien) ist der | Pfarrer Gabler in Neustadt a. Warthe berufen worden. |

bestimmten Art zu bewirken.

Wer die vorgeschriebene Anmeldung versäumt, wird nach S5 33 des Reichsmilitärgesezes vom 2. Mai 1874 mit einer Geldstrafe bis zu 30 F oder mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft.

Reklamationen (Anträge auf Zurückstellung bezw. Befreiung von der Aushebung in Berücksichtigung bürgerlicher Verhält nisse S 32 2a—g der deutschen Wehrordnung —) sind be- züglich aller Militärpflichtigen, auch der Einjährig-Freiwilligen vor dem Musterungsgeschäft, spätestens aber im Musterungs- termine anzubringen; nach der Musterung angebrachte Reklamationen werden nur dann berücsichtigt, wenn die Ver anlajsung zu denselben erst nah Beendigung des Musterungs geschäfts entstanden ist. E |

Berlin, den 10. Januar 1910.

Die Königlichen Ersaßkommissionen der Aushebungsbezirke Berlin. Fromme l.

Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee. Beamte der Militärverwaltung. Ur O Ber LOUTE des Kriegsministeriums. 4. Januar. galley, Kanzleisekretär beim Großen Generalstabe, zum erpedierenden Sekretär, Zawadz ki, Kanzleidiätar beim Großen Generalstabe, zum Kanzleisekretär, ernannt.

Nichtamtliches. Deutsches Nei ch.

Prenfsßenu. Berlin, 11. Januar.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M.S. „Arcona“ vorgestern in Tsingtau eingetroffen.

_S. M.S. „Scharnhorst“ mit dem Chef des Kreuzer- geshwaders und S. M. S. „Leipzig“ sind gestern von Hongkong in See gegangen. :

S. M.S. „Condor“ geht heute von Yap (Westkarolinen) nah den Valauinseln in See. :

Bayern.

Jn der Kammer der Abgeordneten wurde gestern bei Gelegenheit der Etatsberatung die Frage der Schiffahrts- abgaben zur Sprache gebracht, wobei die meisten Redner dem Vorgehen der bayerischen Regierung zustimmten. Der Verkehrsminister von Frauendorfer führte, ,.W. T. Y“ zufolge, aus : Y

11 SA-

» hayort M N »ATPTI N DAaVeriIMe Megierunc

Ÿ chlossen, daß die Lage der Ausbau der Wasserstraßen T onto khh n Af da L, ejjenten abhängig zu machen. Y ì

{lag sei ein wirtscaftliches Wasserstraße

babe ch ni otwendigkeit ver- Finanzen dazu zwinge, den weiteren von der Heranzi der Intet- Der dahin gehende preußische Vor : Programm gewesen, das die Fort- sührung der Wa nah dem Süden Deutschlands sicher- stelle und gegenüber leiht zu tragenden Zusclägen arof j schaftlihe BVorteile bie Bayern werde au in Zukunft seinen ganzen Einfluß ausüben, um eine Lsung auf der Grund- lage des preußischen Entwurfs baldigst herbeizuführen. Der Minister wandte sich namentli ge | rhobenen Vorwurf, als ob Preu lt habe. Das sei [hon durch die von ihm angeführten Gründe widerlegt. Preußen habe fich im Gegenteil durhaus bundesfreundlih gezeigt. j j

ze wirt-

Desterreih-Ungarn. Der König Franz Joseph hat gestern, „W. T.

a E zufolge, den ungarischen Ministerpräsidenten Lukacs empfangen, der über seine Bemühungen, das Kabinett zu bilden, berichtete. Ver König behielt sih die Entscheidung vor und wird Lukacs

heute neuerdings empfangen.

Grund gewesen, über einen in Aussicht stehenden sprechen, als gerade jeß8ßt.

Ä „Niemals“, führte der Staatssekretär aus, „Haben wir auf seite, Deutschlands größere Bereitwilligkeit gefunden, alle zwischen uns guf. tauchenden Fragen in freundlihem Sinne zu behandeln, als währen. des leßten Jahres. Zweifellos wird das Anwachsen der Marine ausgaben, obwohl es keine Schwierigkeiten oder Entfremdung zwischen den beiden Regierungen hervorruft, die Wirkung haben, und A in jedem Jahre, wenn das Marinebudget vorgelegt wirs daß die Presse und die öffentliche Meinung beider Lände. in eine gewisse Angst geraten, was weiter werden sol. Möglich ist, daß mit der Zeit irgend eine Noroies barung ganz freiwilliger Natur zustande kommt, aber E auch niemals zu einer folchen Verständigung gelangen, \o kennen is doch das deutsche Flottenprogramm, und wir müssen unsere Marin, in einer Stärke erhalten, daß sie jeder wahrscheinlihen Kombinatio» die gegen uns aufgestellt werden könnte, überlegen ist. Wenn das deutsche Flottenprogramm durchgeführt oder nahezu durgeführt fei, wird, wird ein Verhältnis zwi]hen den beiden Marinen bergestell; lein, das vielleiht dem Wetteifer in den Ausgaben für Flottenzwede

ein Ziel setzen wird.“ Türkei.

E Großwesir Hakfi Oi verhandelte gestern über die Bi ung des neuen Kabinetts. Wie nach einer Meldung des „W. T. B.“ bisher authentish bekannt geworden ist, bc halten die Minister des Jnnern, des Unterrichts, der Justiz und der Finanzen ihre Portefeuilles. Generalissimus Schewket Pascha hat das Portefeuille des Kriegsministeriums angenommen. Zum Aerbauminister ist der Fürst von Samos Kopa]ssis, zum Marineminister der Konteradmira! Halil, zum Fürsten von Samos der bisherige Ackerbau- minister Aristidi Pascha ausersehen. : L

Die D eputiertentammer hat das erst gestern ein gebrachte, aber bisher {hon von der Regierung angewandte Bandengeseß an eine Kommission verwieenN

Griechenland.

A Die Deputiertenkammer hat gestern, wie das „B. D. N: meldet, die Geseßesvorlage, betreffend die Steuerzuschläge, mit 80 gegen 25 Stimmen bei 7 Stimn:- enthaltungen angenommen. Der Finanzminister hatte die Ver- trauensfrage gestellt. i

Krieg zu

Der

Amerika.

Jm amerikanischen Nepräsentantenhause brachte der Abg. T owsend gestern eine Bill ein zur Ausführung der Vorschläge Tafts, die Machtbefugnisse der zwischenstaatlichen Handelskommission zu vermehren und einen Handelsgerichtshof der Vereinigten Staaten zur Prüfung von Eisenbahnangelegen

heiten einzuseten. Afrika.

__ Der spanische Minister der öffentlihen Arbeiten ist vorgestern, „W. T. B.“ zufolge, bei den Beni Sikar ein getroffen, hat mehrere Eingeborene, unter anderen den Führer der Rebellen Abd el Kader empfangen und ih von ihnen das Gelöbnis der Unterwerfung erneuern lassen. Der Minister erflärte, es sei der Wunsch Spaniens, zum Wohlergehen der Nifleute beizutragen, doh werde Spanien auch jede Feind seligkeit zu strafen wissen. ¿A

Koloniales.

Ueber Kautschuk in den deutschen Kolonien

berichtet Professor Warburg an das Kolonialwirtschaftlihe Komite:

Die Plantagenkultur der Kautshukbäume schreitet in unseren Kolonien erfreulich weiter. Man wendet ih in den regenreiden Kolonien, wie Kamerun, Neuguinea und Bismarck-Archipel sowie Samoa, jeyt immer mehr der Kultur des Parakautshuks Herveg brasiliensis, zu. Ficus elestica wird mebr als Windshuß, Kickria tin Kamerun als Zwischenkultur zwis{hen Hevea gepflanzt. Ea De trockeneren Gebieten, wie Deutsh-Ostafrika und Togo, gedeiht Hevea nur an den lofalen feuchteren Stellen, während der Cearakautihuf, Manihot Glaziovii, in immer größerem Maße angebaut wird. Während die Kolonien in bezug auf die Rentabilität der Parakauts(uf. kultur keine Befürchtungen zu hegen brauchen, ist bezüglich der Ceara- fautshukplantagen nur dann auf gute Nesultate zu rebnen wenn die Preise des Kautschuks einigermaßen hoch bleiben, es sei denn, daf man bessere und billigere Zavfmethoden qui

Á n T1) 2-090,

man für den Cearafautscufk findîig macht.

Die Urbestände des wilden Kauts{uks werden hingegen imme mehr dur die Naubausbeutung dezimiert, namentlich trifft dies für die Kickriabestände Südkamerums zu, und mit Net bemühen ic daber die dort ansässigen Firmen, den Kautschukbau als Volkskultur einzu ühren. Bei der Natur der Neger, die ih ungern um ibre Zukunft chorge machen, wird es freilih eine schwierige Aufgabe sein Kultur einzuführen, die erst nah vielen Jahren Erträge verspricht zumal man dringend davon abraten muß, Zwangsmaßregeln zur Ein führung dieser Kultur zu ergreifen. Die Regierung richtet ¿wi Kautschukmusterpflanzungen zur Anlernung der Eingeborenen, und un nie mit Saatgut zu versehen, ein. Das Kolonialwirtscaftlide Komitkee unterstüßt diese Bestrebungen durch Gewährung von Geld pramien für die Eingeborenen. Wichtiger als die Einführung Kautschukbaues als Volkskultur in diesen Gegenden ist freilich die Er zeugung anderer Massenprodukte, wie Mais, Neis, Erdnüsse, Sesam und vielleicht auch der Sojabohne, da diese in ganz anderer Weise Frachten für die Eisenbahnen zu liefern imstande sein werden.

_ Bezüglich der Erntebereitung des Kautshuks sind wir meist no& auf die Erfahrungen der Engländer angewiesen, die ih aber fast aus\{ließlich auf den Parakautshuk beziehen. Die Erntebereitung des Cearafautschuks wird speziell in Ostafrika in dem Kaiserlichen Biologisch-Landwirtschaftlilen Institut in Amani studiert, die L reitung des Kickriakautshuks wird von den Plantagen in Kameru ausgearbeitet. Nöôtig ist aber cine Zentralstelle für Kautschukunte: suchungen in Deutschland, die mit den Pflanzern Hand in Hand arbeitet und ihnen das Material über die Fortschritte der Ernt bereitung sowie Berichte über die allgemeine Marktlage des Kautschuk zur Verfügung stellt. Das Kolonialwirtschaftlibe Komitee bat dem Chemischen Laboratorium für Handel und Industrie, Dr. Robert Henriques Nachf., eine Vereinbarung getroffen, um gemeinsam mit

Großbritannien und Frland.

. Der König Eduard hat gestern nahmittag, „W. T. B.“ zufolge, in dem Ministerrate, der im Buckinghampalaste \tatt- fand, die Proklamation, dur die das Parlament formell aufgelöst wird, unterzeihnet. Gleih nah der Unterzeichnung wurde die Proklamation der Kronkanzlei übergeben, die sofort mit der Ausgabe der Parlamentswahlbefehle begann. Das neue Parlament wird am 15. Februar zusammentreten.

N Der Sltaals}elretär des Auswärtigen Amts Grey hat gejtern in Edinburg eine Nede gehalten, in der er auch auf die Erklärung Balfours, betreffend die Marine und die Be ziehungen zwischen Deutschland und England, zu sprechen kam. Wie das „W. T. B.“ berichtet, erklärte er, daß

ihm eine solche Zentralstelle zu begründen.

Wasserwirtschaftlihe Erkundung am Deutsch-O stafrika.

Ueber den Stand der wasserwirtschaftlißen Erkundung Mukondokwa in Deutsh-Ostafrika berichtet das Kolonialwirt\caftlide Komitee: Der Leiter der Expedition, Ingenieur Karl Boos, ist in Bc- gleitung eines Vermessungstechnikers im August v. F. nad) Afrifz abgereist und Anfang September in Kilossa eingetroffen. Er hat mit Der eststellung der Wassermenge der Flüsse Mukondokwa und Wani begonnen. Inzwischen ift eine Bodenuntersuhung der Mkattastevve durch Tr. Vageler erfolgt, deren Ergebnis bei der wasserwirtschaft lichen Expedition berücsihtigt wird. Nach diesen Untersuchungen sollen in dem mittleren Teile der Mkattaebene sowie links vom Mtkattaflusse gute und mittlere Böden, am linkéfeitigen Ausgange deé

die Marine nicht unter das ihr zukommende Stärkemaß herab- gegangen und deswegen alles, was in dieser Beziehung gesagt, | belanglos sei. Was die Beziehungen zwischen der englischen | und deutschen Regierung anbetreffe, so sei niemals weniger |

Mukondokwa-Tales bis über den Wami hinaus sehr gute Böden vo! handen sein, während der \{warze Boden unterbalb des Tendig:

sumpfes für Baumwollanbau nicht geeignet erscheint.

Parlamentarische Nachrichten. |

j

Die heutige (13.) Sißzung des Reichstags, welcher der Staatssekretär des Jnnern Delbrück, beiwohnte, eröffnete der erste Vizepräsident Dr. Spahn mit einem freundlichen Neu jahrsgruß an die Mitglieder und mit dem Wunsche eines ge- deihlihen Fortganges der Reichstagsarbeiten. j n

Der Abg. von Chrzanows ki (Pole, 1. Posen) hat sein Mandat niedergelegt. : E Auf der Tagesordnung stand zunächst die folgende, am 14. Dezember 1909 von den Abgg. Linck, Dr. Pachnie, Neichsgraf von Bothmer und Genossen eingebrachte Jnter pellation: / A :

_Gedenfkt der Herr Reichskanzler, der Erwartung, welche hin- iichtlich der mecklenburgischen Verfassung der Bundesrat in seiner Sitzung vom 26. Oktober 1875 den mecklenburgishen Regierungen gegenüber ausgesprochen hat, nunmehr weitere Folge zu geben, nachdem die zwischen den mecklenburgishen Regierungen und den Ständen seit fast 60 Jahren resultatlos geführten Ver- fassungsverhandlungen fürzlih wiederum gescheitert sind und na- dem die mecklenburgishen Regierungen den Ständen auf dem dies- jährigen Landtage erklärt haben, daß ihnen angesihts der Haltung der mecklenburgischen Ritterschaft weitere Verhandlungen zurzeit niht mehr möglich seien, daß sie die Hoffnung niht mehr aufrecht erhalten könnten, zu einer Verständigung zu gelangen, und daß; sie bei Verhandlungen im Reichstage ihren bisherigen Stand- unkt gegenüber einem Eingreifen des Reichs nicht aufrecht erhalten fönnten ?“

Auf die Frage des Präsidenten erklärte der Stellvertreter | des Reichskanzlers, Staatssekretär des Reichsamts des Jnnern Delbrück sih zur sofortigen Beantwortung der Jnterpellation bereit.

Zu ihrer Abg. das Wort, morgen werden wird.

LInck (Ul.

erhielt der h [.) mitgeteilt

Begründung im Auszug

dessen Rede

Statistik und Volkswirtschaft.

Die Waldbrände in Preußen während der 1903—1907.

Im Königlichen Statistischen Landesamt ist im vergangenen zum ersten Male eine Zählung der Waldbrände in Preußen nach der Anzahl der Besißungen, der Größe der verwüsteten Fläche sowie nah der Höhe des angerichteten Schadens, und zwar zunächst für die fünf Jahre 1903—1907, vorgenommen worden, deren Erge nisse für den Staat und die einzelnen Regierungsbezirke jeßt in der „Stat. Korr.“ veröffentlicht worden sind

Danach stellten fich die Gesamtziffern für einzelnen Jahren, wie folgt: Es betrug

die der Ut a

im verwüstete versicherte der versicherte

Jahre Fläche Schaden E ha b ha M ha M 1196 155 840 94 206090 1290 176590 7 424 9041422 907 380 25 (931 1344867 3184 761 017 [33 26 404 Bo (O A2 1906 L L104 ZOL 270 112 17 603 2266 268 879 190 Oa 049 748 220 110.926 202 O OA

Die Waldbrände zeigen also ganz außerordentlihe Schwankungen ; der durch sie verursahte Brandschaden s{wankt in angrenzenden Jahren geradezu um mehr als das Achtfache.

Außerordentlich bedauerlich ist der Umstand, daß die Ver fiherung gegen Waldbrände noch einen fo geringen Umfang besitzt. Von dem 1903 1907 angerichteten Gesamtschaden in Höbe von 3344831 A waren nur 562808 F versichert; an Entschädigung find aber gar nur 242567 A gezahlt. Das sind unhaltbare Zustände, die sih durch die versiherungstechnisch ganz ungerecht- fertigte große Vorsicht der Versicherungsan|stalten gegenüber der Waldversicherung erklären. Denn gesetzt, ein Hektar Wald hätte einen durch\{nttlihen Wert von nur 500 #Æ, so wären doch alle Wälder in Preußen etwa rund 4 Milliarden wert. Wenn nun im Laufe von 5 Jahren davon nur 3,34 Millionen durch Brände vernichtet werden, so ist das Nisiko einer Waldversicherungsanstalt sehr gering : es ist um ein Mehrfaches niedriger als bei der Gebäude- und der Mobiliarversicherung, bei der im Jahreëdurchscchnitt mindestens 1 vom Tausend der versicherten Werte der Zerstörung durch Feuer unterliegt. Für den Wald stellt fih das durchschnittliche Jahresrisiko noch nicht auf zwei Zehntausendstel.

C Fahre a) H L V

C Œœhro M

den Staat in den

Ayr

Gesamtschaden

1903 190A d

1C ck 1D

Zur Arbeiterbewegung.

In zahlreichen, vom alten Bergarbeiterverbande einberufenen Versammlungen, die im Ruhrgebiet stattfanden, wurden, wie die „Frkf. Ztg." mitteilt, die von der Vertrauensmännerkonferenz zur Abwehr des Zentralarbeitsnahweises ins Auge gefaßten Schritte erörtert und gebilligt.

Die Magdeburger Handschuhmacher traten, wie die „Köln. Ztg.“ erfährt, wegen Lohnstreitigkeiten in den Ausstand.

Der zwei Monate lang währende teilweise Ausstand in der Lyoner Seidenfärberei wurde, wie der „Frkf. Ztg." gemeldet wird, durch Beschluß des Streikkomitees aufgegeben. Die Arbeiter

_ 5

nebmen zu den alten Bedingungen ihre Tätigkeit wieder auf.

(Weitere „Statistishe Nachrichten“ \. i. d. Ersten Beilage.)

Literatur.

Briese einer Katletin. Varia Sheresla an {hrs

Kinder und Freunde. Mit 12 Bildnissen. Verlag von Karl Curtius, Berlin. 1910. 173 S., brosch. 3 #, geb. 4,50 4. Eine vierbändige Sammlung „Briefe der Kaiserin Maria Theresia an ihre Kinder und Freunde“ liegt in Ausgabe des bekannten österreichischen Historikers Alfred Ritter von Arneth vom Jahre 1881 vor. Diese und frühere Sammlungen Arneths, ferner dessen Geschichte Maria Theresias und die Darstellungen einiger neuerer Historiker hat Dr. Otto Kra, Groß-Uchterfelde bei Berlin, für die Zusammen stellung einer Auswahl von Briefen der Kaiserin benußt. In dem ersten Abschnitt „Maria Theresia als Braut und Gattin“ sind die drei erhaltenen furzen Briefe der neunzehnjährigen Erzherzogin an ihren Bräutigam Herzog Franz Stephan von Lothringen (1736) wieder- gegeben, ferner Briefe an ihre einzige Schwester Marianne, die durch die Heirat mit Prinz Karl von Lothringen zugleih ihre Shwägerin geworden war, und an ihren Leibarzt Gerhard van Swieten (1744), endlich an zwei Freundinnen, die Gräfin Enzenberg und die Gräfin CEdling, denen die Kaiserin ihren Schmerz über den 1765 erfolgten Tod ihres Gemahls offenbart. In dem zweiten Abschnitt „Maria Theresia als Mutter. Briefe an ihre Kinder“ find die Adressaten die drei Erz- herzöge Joseph, der spätere Kaiser Joseph 11., Ferdinand, Gouverneur von Mailand, und Maximilian, ferner die Erzherzoginnen Marie Christine, ihre Ueblingstochter, Gemahlin des Herzogs Albert, Statt- halters von Ungarn, Amalie, Herzogin von Parma, Josepha, Karoline, die der Kaiserin von allen Töchtern am ähnlichsten war, die spatere Königin von Neapel, Erzherzogin Marie Beatrix, die Gemahlin Ferdinands, und Marie Antoinette, die Königin von Frankreih. In dem leßten Teil „Maria Theresia als Freundin“ stehen Briefe an den Staatsfanzler Grafen Kauniß, an den Feldmarschall Grafen Daun, den Sieger von Kolin, und an die oben genannten Gräfinnen Enzen erg und Edling. Unter den Abbildungen sind zwei bisher noch nicht veröffentlichte Porträts der Erzherzogin Maria Theretia und ihres

Der

b

Gemahls aus dem Jahre 1737, die Herr Nichard Mannheimer in Berlin besißt. Dem Herausgeber dieser Auswahl von Briefen kam es darauf an, unter Ausscheidung alles dessen, was nur für die Spezialforshung Wert hat, das allgemein Verständlihe und rein Menschliche in den Beziehungen der Kaiserin zu ihren Angehörigen wirken zu lassen. Daß hier manches kluge und beherzigenswerte Wort zu lesen ist, das kräftig und unmittelbar anspriht, namentlich da, wo die zärtlih besorgte Mutter ihren Töchtern gute Natschläge erteilt, macht das Buch zu einer angenehmen Lektüre. ; E

Rudolf von Bennigsen. Ein deutscher liberaler Politiker. Nach seinen Briefen und hinterlassenen Papieren von Hermann Oncken. Zwei Bände. Mit dreizehn Bildnisbeilagen. 757 und 660 Seiten. Stuttnart und Leipzig, Deutsche Verlags-Anstalt 1910. Geheftet 24 4, in Halbfranz gebunden 30 4. Die vorliegende Biographie Nudolf von Bennigsens ist die Erledigung einer Ausgabe, mit der die Familie Bennigsens durch Uebergabe seiner gesamten hinterlassenen Papiere Professor Hermann Oncken in Heidelberg vor einigen Jahren betraut batte. Da Bennigsen felbst keine Denk- würdigfeiten geschrieben bat, beruht die Darstellung auf dem in seinem Nachlaß vorgefundenen Material und den Briefen, soweit sie von anderer Seite berbeizus{haffen waren. In keiner Biographie, und mag ihr Held noch so ins Große gewirkt haben, darf das Persönliche ganz fehlen. Dieser Forderung hat Oncken dadurch genügt, daß er nah Möglichkeit Bennigsen selbst zu Wort kommen ließ, zumal in seinen Jugendbriefen. Andererseits war es natürlich geboten, die Akten des Nationalvereins in die Darstellung hineinzuarbeiten und die zunehmende Bedeutung des Mannes im Rahmen der politischen Ge schichte zur Geltung zu bringen. Für gewisse Perioden der Biographie hat Oncken dies und jenes aus den Briefen bereits in der „D

Deutschen Nevue

(Jahrgang 1904/07) veröffentlicht. Einheit und Freiheit der deutschen Nation, ein geeintes deutsches Vaterland und die Erstarkung des Liberaliëmus zu einer volitis{hen Macht waren die beiden einander durchdringenden Aufgaben, an die Bennigsen seine Lebensarbeit seßte. Wie diese beiden Bestrebungen den Deutschen durch den Gang ihrer Geschichte aufgenötigt wurden und wie sie sih aneinanderknüpften erörtert die in die Tiefen der bistorischen Erkenntnis dringende Ein- leitung in einer an NRankeschem Geiste genährten Betrachtungsweise. Zwar blieb der von Bennigsen geführten Nationalpartei das große Werk versagt : die staatliche Einigung der Deutschen hat ein Stärkerer in die Hand genommen, aber eins haben die Männer der National zartei do geleistet: sie haben den Gedanken des neuen Reiches in iner auforfernden politisGen Erziehungsarbeit in die Herzen von Im usenden gevflanzt und damit auch die Tat vorbereiten helfen.

fe sih einmal“, sagt Oncken, „diese ganze nationale Be ung aus der Geschichte der sechziger Jahre hinweg und nonischen Willensmenschen allein die Geschicke nfen, und man begreift, daß das eine doch zu gehörte“. Mit derartigen Erwägungen {ließt der erste "is zum Iabre 1866 reiht. Im zweiten Band erreicht di Darstellung ihren Höhepunkt in den Verhandlungen Bismarcks Bennigsen wegen Uebernahme eines Ministerpostens Ende des Jal 1877. Allerdings muß Onken bekennen, daß man niemals im Leben Bennigsens Aufzeihnungen von seiner eigenen Hand fo sehr vermisse wie damals, da es sich um Entschlüsse handelte, die für ihn selbst ebenso \{Gwerwiegend waren wie für die innere Entwicklung s lands. Auf der anderen Seite kennt man zwar sfeit 1901 gehaltenen Brief Kaiser Wilhelms an Bismarck vom 30.

S

en un ezember 8, von

1877, aber die 32 Folioseiten umfassende Denkschrift Bis der Herr von Tiedemann, dem sie diktiert wurde, erzählt, nicht nur eine genaue Wiedergabe der Berhandlungen mit ( sondern auch eine hochpolitische historische Darstellung der Entwicklung der Parteiverhältnisse im Lande seit Einführung der Verfassung ent halten, diese Denkschrift, die für die in Rede stehende Frage eine Quelle ersten Ranges sein würde, ist nicht zu ermitteln gewesen; man hat sie, wie Oncken berichtet, bei einer im Sommer 1909 erfolgten Nachforshung weder in den Akten der NReichskanzlei noh in denen des Auswärtigen Amts gefunden. Die Eigenart Bennigsens und die Grenzen seines Könnens treten in seiner abwartenden Haltung Bismarck gegenüber aufs deutlichste zutage. Die Krisis, die Bennigsen und die Liberalen damals durchlebten, hat Oncken mit aller Sorgfalt aufgehellt, soweit es bei den vorhandenen Belegen möglih ist: daß er dagegen über Bennigsens Tätigkeit als Ober- präfident in den Jahren 1888 bis 1897 kein Urteil abgegeben hat, es zurzeit noch an Unterlagen dazu fehlt, entspricht dem fichern T mit dem Oncken seine Aufgabe angefaßt und durchgeführt hat. hat er den Charakter seines Buches als eines großzügigen Geschichts werks gewahrt und seinen Ausführungen bis zum Ende den vollen Gehalt gesichert. Die beiden leßten Kapitel bringen höchst beahtens werte Mitteilungen aus dem politishen Briefwechsel etzten zehnts im LÆben Bennigsens (1892 bis 1902) und fesselnde feinem persönlichen Zum Schluß möge das angefü was der Verfasser selbst von seinem Werk erwartet.

Hoffnung aus, daß sein Buch den Anlaß zur Erschließung wei Quellen gebe, und fährt dann fort: „Es würde im Sinne Hi Bennigsens sein, wenn feine Biographie dazu beitrüge, Þc Borurteile zunächst in der Vergangenheit zu überwinden, aud Würdigung Andersdenkender, un

U

? en l cl,

da att

_ 1D l

Woo «C Dil

Bic Ne1

und damit politishe GBegensätze zu mildern wie Bennigsen in einer Rede bei der fünfundzwanzigjährigen Ge Deutschen Neiches sagte, „unter Menschen mens{lich

die, dächtnisfeier des i überwunden werden müssen“. Zufammenarbeiten hängt am nationalen Zukunft.

diesem Verstehenlernen und

Stuck unterer

Denn an

(Fnde doch ein gutes

Technik.

Das am 8. Januar vom Berliner Bezirksverein des Vereins deutscher Ingenieure in den Festsälen des Landesausstellungs- parks abgehaltene 53. Stiftungsfest brachte den Teilnehmern nah einer Begrüßung durch den Vorsitßenden, Patentanwalt C. Fehlert, einen sehr interessanten Festvortrag. Geheimrat, Professor Kammerer von der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg sprach über den „Ersa des Handlangers dux die Veuschine im Berg bau“ und führte etwa folgendes aus: Steinfoblenbergbau um faßt zwei technische Aufgaben Gewinnung der Kohle aus dent Io Und die Foo der Kohle an die Erdoberfläche. Die Förderung der Kohle und aller Betriebéstoffe Wasserhaltung, Bewetterung, Druckluftversorgung

wird durch Maschinenbetriebe in größtem Umfang bewirkt. Die Gewinnung der Kohle dagegen, d. h. das Losbrechen der Kohle und die Ausfüllung der entstandenen Hohlräume mit irgend welchen Füll- stoffen geschah bis vor einigen Jahren aus\{ließlich durch Handarbeit. Diese Tatsache ist volkswirtschaftlih von besonderer Bedeutung, weil ie heimischen Arbeitskräfte seit langem niht mehr ausreihten, um die gewaltige Menge von Handarbeit zu leisten, und weil darum große Scharen von Arbeitern aus dem Osten Preußens und aus dem Südosten Europas herangezogen werden mußten. In den leßten Fahren hat der deutshe Bergbau erfolgreiche Bersuche gemacht, um Handarbeit, die lediglich Muskel kraft, aber keinerlei Beruféausbildung verlangt, durch Maschinenarbeit zu ersezgen. Die Ausgestaltung folher Maschinen war besonders schwierig, weil se in sehr engen Näumen verwendet werden und darum besonders leiht und handlih gebaut sein müssen. Die Aufgabe des Losbrechens der Kohle wurde durch die mit Druckluft betriebenen Bohrhämmer, Abbauhämmer und Schrämmaschinen gelöst. Die ent standenen Hohlräume wurden bisher in den meisten Gruben zur Ver- hinderung von Bergschäden mit Gesteinsbrocken, taubem Gestein, von Hand ausgefüllt. Neuerdings wird zu diesem Zwecke ein Gemenge von Wasser und Sand durch Nohre in die Hohlräume geleitet, wobei der Sand in den Hohlräumen zurückbleibt und einen dichten Versaß bildet, während das Wasser - wieder herausgepumpt wird. Dieses Verfahren der Spülversaß beruht auf der Anwendung von Masc(inenarbeit, erfordert also nur sehr wenig Arbeitskräfte. Eine Spülversatanlage in größtem Maßstabe ist auf der Königin Lutise-Grube unter Leitung des Bergrats Arbenz geschaffen worden.

Tor T

Die

T DICIE

Diese beiden neuen Verfahren die Schrämmaschine und der

Spülversaßtz bedeuten die Einführung von Mascbinenarbeit an Stelle primitiver Handarbeit. Die Ausbildung und Anwendung dieser Verfahren wird voraussichtlißh dazu führen, daß zur notwendigen weiteren Steigerung der Kohlenförderung niht auch ein fortgeseßter Zuzug fremder Arbeitermassen notwendig ist. Außerdem aber führt die Maschinenarbeit eine Auslefe in dem Sinn herbei, daß das Be dürfnis nah gelernten und intelligenten Arbeitern im gleihen Make steigt, als das Bedürfnis nah geringwertigen Arbeitskräften ab- nimmt; eine fsolche Auslese aber ist darum von Bedeutung, weil sie eine Wertsteigerung der heimischen Arbeitskräfte mit fich bringen wird.

Land- und Forftwirtschaft. Ueber! über die Zahl der Studierenden an den höheren wirtschaftlichen Lehranstalten Preußens im Winterhalbjahr 1909/10.

lan d-

Neu ein- getretene STUd1e

rende

Studie- rende aus

früheren Semestern

Bezeichnung der Lehranstalt.

Hospi- zus

tanten fammen

Landwirtschaftliche Hochschule Berlin

Landwirtschaftliche Akademie Bonn- Poppelsdorf

344

"(D

( 1 1491. So E trt Hon Gand g De L ndwirtschaftlichen odbshule R V e O9r,9 altenen Yorle)sungen 253

Ao «L A DET Land

468 Q

zusammen l Außerdem nahmen an den bet und der Universität Berlin gemeinsam get Studierende der Universität teil: ferner zàä V wirtschaftlichen Hochschule Berlin noch 79 Studierende der lichen Hochschule Berlin. Von den vorerwähnten 1491 Der DrovIns Iren, # Westpreußen Brandenburg ein- \ch{ließlich Berlin Pommern Doe Schlesien . Sachsen Schleswig - Hannover Westfalen Ï 5 Hessen-Nafsau Rheinprovinz . E, den Hobenzollernshen Landen . aus Preußen somit einschließli außer halb Preußens wohnhafter Preußen den übrigen deutshen Staaten dem Gebiet des Deutschen Reichs T S E S Studierende, TeTNET aus delt ZIUSIADe Z zusammen, wie oben, Studterende.

J ck17 \ Eon 8 Gñror Lien als OTCT

P Q1erarzT- E G U &WTUdIere en fiammen aus

E ¿ 45 Studierende,

aus aus

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrung®S- maßregeln.

PPEA T3 P M L as T4 ar B. L, D) Der M

_— 6 í “y VICEdD ad, 10, Zan der Pest festgestellt worden.

amtlich bruch l

Verdingungen im Auslande.

(Die näheren Angaben über Verdingungen, die beim „Reichs- und ausliegen, können in den Wochentagen in dessen

Staatsanzeiger" n i Erpedition der Dienststunden von 9 bis 3 Uhr eingetehen werden. )

SUurlet. Ministerium Handel und öffentliche stantinopel: Vergebung der Konzession zur Anlage triebe einer eleftrishen Bahn zwischen der Ortschaft Agostos (Wilajet Salonik) und der gleichnamigen Station an der Bahnstrecke Salonik— Monastir. Angebote kapitalkräftiger und mit Befähigungsnachweisen versehener Interessenten bis Ende Februar 1910 an die Abteilung für öffentlihe Arbeiten des genannten Ministeriums. Daselbst sind auch die Bedingungen einzusehen und Vorschläge anzubringen.

Generaldepot der Gendarmerie in Konstantinopel (Theater- straße, im Viertel Gedik Pascha): Vergebung Lieferung von 2500 Paar Stiefel für Gendarmen. Angebote außer Frei i genannte Behörde, wo auch die Muster und Bedingu sehen find.

l. Kaiserliches Armeekorps in Konstantinopel: Vergebung der Lieferung folgender Gegenstände: 10000 m starke Winwand für Matratzen, 45 000 Pakete Nägel für die Lehrschmiede, 15—20 000 Paar

F, t:

y 1brend IVIIDTCENL

Arbeiten in Kon-

und zum Be

S)

Stiefel, 22 000 m blaue Leinwand für Arbeitsanzüge, 10 Ambulanz-

wagen und 100 Fuhrwerke für Militärtransporte. Angebote an die

Anfkaufskommission der Intendantur des 1. Armeekorps. Australien.

Deputy Postmaster General, S y d ne y: Lieferung

9. Vêarz 1910. De) ) y ì ru: verschiedenen Telephonschalttafeln. Näheres beim

von 222 Stüd Neichs8anzeiger“.

L L

Verkehrsanstalten.

In Buiko (Deutsh-Ostafrika), an der Usambarabahn, ist am l. Dezember 1909 in Verbindung mit der dort bereits bestehenden Neichstelegraphenanstalt eine F ostagentur eingerihtet worden, deren Tätigkeit sih auf die Annahme und Ausgabe von gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefsendungen, den Postanweisungs- und Paket dienst im Verkehr innerhalb des Schutzgebiets und die Annahme von Postanweisungen nach Deutschland erstreckt.

tsländishen Ha 1908.

Ausgang darunter Zahl darunter gehalt Schiffe in der in Registertons Ladung Schiffe Ladung 103 657 98 116 51 24 136 19 24 19

S Zoo l l 4 252 2 214

Naum

Liverpool Bordeaux Pauillac . Blaye Mortagne S 246 E, 6 5 589 Nochefort \sur Mer 5 4 614 E 923 21 002 n. N 34 90 800 a 104 397 605 San Benito (Meriko) Trinidad und Tobaao « «c, 28 Guayaquil . 29 *) Nicht nachgewiesen. (Nach den Schiffslisten der

99 86 496

49 379 26 26 80 259 L 30

Kaiserlichen Konsulate.)