1910 / 25 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee.

4 FATTISLSTO: Fähnriche usw. Berlin, 25. Januar. von Cl Lt. im Großherzogl. Me>lenburg. Füs. Regt. Nr. 90, in das Regt. von Grolman (1. Posen.) Nr. 18 verseßt.

Beamte der Militärverwaltung.

Durch Allerhöchstes Patent. 6. Januar. Nemelé, Korpsftaksapotheker des ITI. (rmeekorps, der Charakter als Ober- stabsapotheker mit dem persönlichen Range der Nâte vierter Klasse verliehen.

Dur Verfügung des Kriegsministeriums. Ja Rae Die Zablmeister: Löer von der Reitenden Abteil. des

1. Pomm. Feldart. Regts. Nr. 2 zum X[1V. Armeekorps, Buhrow vom II. Bat. Inf. Regts. Hessen-Homburg Nr. 166 zum 11. Armee- korps, verseßt.

A DANUar, NRavsf, S Schütze (O tto), Sandro>, Wie <ard, Hooff, Intend. iâätare von den Intendanturen der 2. Garde-Div. bezw der 15. Div., des VIII. Armeekorpvs, der 33. und der 19. Div., zu Militär- Intend. Sekretären ernannt.

Inspektoren Ei ch-

Cf: Inf.

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17. Januar. Verseßt die Garn. Verwalt. born in Dieuze nah Trier, Ball in Straßburg i. E. nah Dieuze.

18. Januar. ri<, Geheimer Necbnungsrat, Geheimer erpedierender Sekretär im Krie gsmi E auf feinen Antrag mit Pension in den Ruhestand versetz

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Königlich Bayerische Armee.

München, 25. Januar. Im Namen Seiner Majestät des Königs. Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold, des Königreichs Bayern Verwe/ er, haben Sih Allerbö<st bewogen ge- funden, nastehende Person nal vera iderungen Allergnädigst zu verfügen : a. bei den Offizieren und Fähnrichen: im aftiven Heere: Urlaub obne Gehalt zu bewillig en: am 6. d. Mts. dem Oberlt. Rotb des 2. Feld- art. Negts. Horn und dem Lt. Abelein des 2. Inf. Regts. Kron- prinz vom 1. d. M. an auf ein Jahr, am 12. d. M. dem Hauptm. v. Baligand, Komp. Chef im Inf. Leibregt., vom 20. d. M. _an auf ses ‘— aoey ite, dem Oberlt. F E, b. Waldenfels des 7 Negts. Leopold vom 15. De. at ‘auf ein 24 D ‘den Oberstlt. z. D. Fergg von der S

des Landw. Bezirks W Beilbeim zu er Erlaubnis zum Tr ragen der Uniform Inf. den bestimr nungs Smäßigen Abzeichen, den Major E ngel- A Pion. Bats. unter Enthebun g vom Kommando ohne tetbéfo Om vom 1. Februar d. F. ab dem 3. Bon 1zuteilen; dem Major D. Engelhardt ragen der Uniform des 5. 5 Ludwi ig von Hessen eichen zu erteilen ; de n Hauptm. a. ; den Fähnr. Falken stein des 6. von Preußen, zur Res Pension zur Disp. zu stel den “Dkeriten Enderndorf, Kommandeur des Inf. Wop per EE beim des 3. Inf. Negts. Dire Ka Ti von beide mit der érlaui nis zum Forttragen er bisherigen Uniform mit den bestimmungsmäßigen Abzeichen: den Abschied unter Fortgewährung der Pension zu bewilligen: den Ma- joren z. D. Voit, Bezirksoffizier beim Bezirks ommando Erlangen, mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des I. u n. Bats., E Grod mit der Erlaubnis zum For ttragen de “Unifo rt beiden mit den für Verab\chiedete vorges b den Ab. schied aus dem aktiven Heere mit der zu be- willigen: den Lts.: E E ayr des Kai ser Wilh elm, König von Preuß unter Verle Aussicht Anstellung im ndarme und N Zivildienît, Heuber des i u Infanterieregime nts Prinz Arnulf Verleibun ig der ausfid auf Anrstellung im Verwaltungsdienst, beide als Ueberführung zu den Res. ibrer Truppenteile: zu ernennen: zum Abteil. Chef bei der Ze ntral- stelle des Generalstabes den Obersten Grafen v. Zech auf Neu- bofen, Kommandeur des 5. Inf. Negts, Großherzog Ernst Ludwig von Hessen, zum Kommandeur des Inf. Negts. Großherzog Ernst Ludwig bon Hessen den O erti: Puß beim Stabe des 6. Inf. Kaiser Wilhelm, König von Preußen, unter Beförderung zum ten (1), E eretitinde ur des Landw. Bezirks Weilhei Bezirksoffizier bei diesem

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; D. S ITd, Bats. Kommandeuren die Majore Kopp beim . Pr rinz E von Bavern in diesem Regt. Stabe des 1. Inf. Negts. König us 11. Inf. Negt. zum Bezirksoffizier beim, Bezirks ium D. Himbsel, zu Komv. Chefs die ‘Sipileute er des 2. Inf. Reg E Kronp rinz im Inf. Leibreat., Koch des Siediaiaiag im f. Negt. König und Hi c des 9. Inf. egts. Wrede in diese eat., zu Fähnrichen Fabnenjunker Bizefeldw. Mei i 99. But Regk. und Vize la Bischoff im 6. Chev. ŸÎ Albre ht von Preußen; zu versetzen: die Oberstlts. v. $ ‘Abteil. bei der Zentralste es General- stabes, kommandiert zum Kön O preuß. Große en Ge ms stabe, zum Inf. Leibregt. unter Beauft mit der hrung Negts., und Schmauß, Bats. Kommandeur im 3. Inf. : Prinz Karl von Bayern, zum Stabe dieses Regts, Major Frhr. -9. Berchem von der Zentralstelle des General: stabes lz Generalstabe der 4. Div 3, Bats. Kommandeur im 11. Inf. Negt. von der Tann, zum Sktabe es 6. Inf. Regts. Kaiser Wilde m, König von Preußen, E T I zum Oberstlt. (3), v. Langlois, Komp. Chef im l. . Regt. König, und v. Loefen, Komp. Cbef im 9. Inf. Negt. W e, beit ‘U Stake ihrer Truvypen- teile, den Hauptm. Di zum Bekleidungëzamt I. Armee- korps, als Mi ae zu diesem ‘Belleid ung je Oberlts. Meier vom 4. Fesdart. : Negt. König, iert zum Kriecsministerium, i : iegsministerium und. v. Wenz kommandiert zur : peilelle Beförderung zum Hauptm. le i zur Zentralstelle des Generalstabes, den Lt. Belli v. Pino v Feld- O nz agr un: 1. Ulan. Negt. Kaiser L Silben H init dem Range or dem L. lner des g Karl Theodor unter L T! ing im Koinmando u fommand leren „den 2 . Ra1 1<enb erger, ntralstelle L ¡um Königl. preuß. den Oberlt. inisterium; zu tre "MourGainikeat im 19. Italien, und Stôömm zum Lt. den Fähnrih O Zter des a rinz Leopold mit Patent vom 26. Mai 1909 mit tem Bude na< dem Lt. Fernoiser es 11. Fe dart. Negts zum Fähbnuri < den Fabnenjunker, Unter Inf. Negts. König Wilbelm von Württe mberg : b. î aftiven Heere: am 24. d. Mts. dem Gen. Oberc a F; Div. Arzt der 3. Div., den Abschied mit der gesegli m _zu bewilligen mit der Erlaubnis zum Forttragen der bishe form mit den für Nerabschiedete vorgesGriebcnen Abzeichen Verleihung des Charakters als Gen. Arzt.

äXTHE. (Königlich Dro Armeekorps.

Stuttgart, 27. Januar. Prinz ECitel-Fried drih von

Saiser Fric Königliche Hoheit, Sairie á la suits des Inf. Reg 8.

aiser Frie drid König von Preußen Nr. 125, unter Belassung à la auit? Negts., zum Major befördert.

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Deutscher Reichstag. 25. Sigung vom 28. Januar 1910, Nachmitiags 1 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphischem Bureau.)

Das Haus seßt die Beratung des Etats für die Ver- waltung des Reichsheeres beim ersten Ausgabetitel im Ordinarium des preußishen Kontingents „Kriegsminister 50 000 M“ fort.

Ueber den Anfang der Sigzung ist Nummer d. Bl. berichtet worden.

Abg. von Byern (dkons.) fortfahrend): Die Uebungen der Reserveregimenter follten ni<t zur Ernt ezeit abgehalten werden, fondern im Frübjahr oder zu irgend einer Zeit, _ivo a1 1< fonst der gewöhnlihe Arbeiter nicht so viel verdient. Daß die größeren Uebungen im gefe<tsmäß igen Schießen vermehrt und die Aus- gaben dafür erhöbt verden, begrüßen wir mit dem Abg. Haeusker. Die Lösung der Nationen- und Pferdegelder wird ja der Kommission einige Arbeit und Mühe machen ; zu wünschen wäre eine Ausdehnung der Frist für den Verkauf des nicht mehr benötigten Pferdes von 3 auf 5 oder 6 Monate. A1 ih wir weisen es mit aller Entschi edenbeit zurü, daß die zweijährige Dienstzeit bei der Kavallerie als Handels jobje ft bei einer künftigen Militärvorlage dienen soll. i bedauern, daß für die ve rabschiedete n Vffiziere nicht geshaffen werden, in denen sie fi, nachdem unfabig geworden, aber sonst no< arbeitsfähig bewähren fönnen. Was die Einjährig-Freiwilligen be otri da man<mal Auëgaben verlangt, an die zu unserer gedaht hat. Die böberen Vorgeseßten follten da Einschränkung . des Lurus hinwirken. Daß die gutem Beispiel vorangehen sollen, damit bin i< vo verstanden ; aber Herr Dr. Müller - Meiningen ,

uh in anderen Ständen fo, hat nicht überall eine wi>lu ing stattgefunden ? Gehen Sie hincin in die Wohn E Fr raktionsgen ossen, Sie werden sie lurxuriós eingerichtet finden hre eigene Wobnung an, ob di e no< so eingeritet ist, wie s s Vaters gewesen ist. Viele kleine Betriebe sind oft g ôtigt, iter zu entlasse n, weil sie nich genhge 2nd Beschäftigung für en. Die Mili ¿rveruiiia jollte ihre Aufträge deshalb mehr ap kleinen Betrieben zuwenden. M ienawert wäre ie hrung der Feldküchen für detahierte Truppen. hat n den Erlaß des Kriegsminif: g erziebung zur Sprache gebraht. Meine euen sih über diesen Erlaß außerordentlich. Stellvertretender Bevollmächtigter Wandel: s möchten gern au<h größere Seitengewehbre bei Pripvatlieferante n machen. rü{sichten nôfigen uns aber, unseren Bedarf an Seitenge nâcbst in eigenen B drich en zu de>en. Soweit Privatfabri t n können, werden einzelne ni<t besonders L c beteiligen und wird unter ie ftär bea indi

fr. Volkêp.): Niemand in Deutschlan das ftönnen wir verlangen, ; r werden, în der Armee mNE ift. Die Militärverwaltung eipart, aber diese Ersparnis is nur l nämli<h um Bauten, und nächsten Jahren wiederkommen, und Die Herren vom Zentrum tra: _Stuld an der Finanznot, denn sie eben el gaben gestimmt, die nit absolut notwendig waren. blen des Tetmind in dem Geseß über die Veterar renbeibilfen er Reichstag nicht ; die Milità ärv erwaltung hatte si a einve falten erflärt. Man Én in sich nit dabinter zurücfz eher ; für die Veteranen kein Geld da ift; für folhe Zwe>e muß Ge (d sein, zumal nah den vorjäbrigen Steuererböhungen. _Et benîo muß auch für die Mannschaften Geld vorhanden sein: das , Ver- sprehen muß eingelöst werden. Ob es notwendig ist, daß “ieder Éleine Prinz und fleine Fürst mebrere Adjutanten baben muß, will mir nicht einleuhten. Viel könnte ja nicht auf diesem Gebiete gespart werden, aber die Herren von der Rechten wissen : Kleinvieh gibt au Mist. l ine Anzahl von Kommandanten- und G ouverneur- stellen is überflüssig, ‘der Kommandant in Breslau hatte zu ei eigentlih ni<t viel eUT u Tun: als alle Tage cin Konzert und Meldu inger entgegen- zunehm Ein wichtiges Kapitel ist die Militärmusik. ist das “inde Land, das fich eine Musik bei ( Artill leistet. Allerdù werden die Kosten j getragen. Die ‘freiwilligen Leistungen aber im Grunde Zwangs[eistungen. Es sollte an die Verminderung der Mushikkorps beranç die Militärkapellen den Zivilmusikern eine machen. Die Abschaffung der Pferderationen n langt. Heute s{reiben wir 1910, und die Sache kostet „vorläufig“ 400 000 & mehr. Die Pferdegelder und Pferderationen ist sebr interessant zu (c name lih für Zoo wußte bisher nicht daß zwischen eine Generalvpferd gewöhnlichen Pferd ein so gro Unterschied ist, Freßlust der era ei ur igleich größere ist s bei den gewöhnlihen Pferden. gilt aber nur bis 1912, da werden sie womögli< ei Nation bekommen. Jh glaube nicht, daß die E de degelder und Ratio men den Beifall des Hause uf die Frage der Pensionierung der Offizie 8halb 0 viel Hauptler ute ihren Abschi led nehmen ibnen jün Offiziere vorgezogen werden. Man pensioni Offizieren niht verwehren, ihre, Er- 1 L Mißstände der Armee zum Besten der Armee befanntz uge Auch vat e rengerihtliche Verfabren heim Militär ist sehr ung lûdlid g geregelt. Das Zentrum beshwert ih fast bei jedem Eta at über das T Duellunwefen. Duelle werden bei uns nicht bloß ni Yt verboten, sondern dir eft gefördert. Wäre das Zentrum wirkli ges onnen, Remedur zu \{affen, fo müßte es ene orgische r vorgeben und gen: wir können nicht Reserveoffiziere werden, weil wir uns nit zen wollen ! Das wäre ein Mittel, die Duelle aus 3 z1 Der Kriegsminister hat behauptet, daß t berrs{he und geberrs<t hakt Offiziere von Berlin na< Mörchin Q ßz Das Sceblimme ist, daß man die Ve ersetzu ing Strafverseßung betrahtet. Man braucht si tannten Fabnenregimente r anzuseben. Ein Bli des Ger neralstabes zeigt, daß eine 2 : Die Un tersheidung_ zwischen feinen Regimentern sollte ist immer schärfer geworden. Ie lebt, ift kein Nachteil “Gee lururiöser gewordenen Lebensbal ling enfkliche aber ift, daß ‘jeder Offizier so viele unn ôtige, Ausgaben für Liebesmá abler, “Ueberreichung von Buketts die Kom! nandeuse usw. aufzuwenden hat, die unverbältnismäßig boch find, Unzweifelbhaft baben wir unter den qualifizierten Handwe den Maschinenbauern viele, die sehr wobl zum Ei dienst zugelassen werden fönnten. Die Herabseßung der muß; fommen, weil di jun Leute gerade im l ihiasten Alter zwei oder f ebr aus ihrer Beschäftigung heraus- gerissen werden, und Nacteil sich immer stärker füßl mat , _je fomplizie unsere wirts<aftlihen und verbältnifse werden. eruf der _Militärärzte Hinsicht nicht ungünstig. Wen ist, so liegen die Gründe bai: daß die Sanitätsoffiz Le Bezeichnung is un gcs gewäblt von den Offizieren

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auf jüdishe Aerzte grundsäßli verzichtet. Früber gab e jüdische Militärärzte, aber am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts: {li e man sie aus. Die Freisinnigen wünschen, daß. unsere Armee endli so weit kommt, wie die Gründer unseres Volksheeres, die ( Sdhamhorf Blücher, Gneisenau, Boyen es si< vorgestellt haben. Bis: dabin werden wir alle Schäden rüdsichtslos bloßlegen, nit um der Armee zu schaden, fondern im Interesse ihrer selbst und: des Vaterlandes. Abg. Liebermann von Sonnenberg (wirts<. Vg.): Der Vorredner wollte erfannt haben, wie wenig der Kommandant in Breslau zu tun hat. Wenn ein Schulfnabe sagt, ein Arzt hat nichts zu tun, er ee immer spazieren, fo versteht man das, aber ein Mann sollte nich mit Schulknabenargumenten operieren. Der Vorredner hat feruer eine Venge von Materien in die Beratung gezogen, die’ erft in der Budgetkommission geklärt werden sollen, wo er über manche Ausstellungen Belehrung bekommen wird. (Zuruf links: Der Abg. von Byern hat es au< getan!) Jawohl, aber er hat “sachlich und» mit Verständnis die Fragen besprochen, der Abg. Mugdan aber ohne jeden Schimmer einer Berechtigung. Die alte Geschihte von dem Uebermaß adliger O VDffiztere in gewissen Negime ntern hat schon der vor rige Kriegsminister als unzutreffend nahgem iesen und den Zusammenhang dabin klar gelegt, daß aus der Zeit, wo die Armee no< klein war und - die Offiziere sich im wesentlichen aus den Landadelsfamilien rekrutierten, die Angehörigen dieser eçamilie en gewohnt sind, in besti mmten Regimentern zu dienen. E ie Tradition Zu zerreißen bat keinen Sinn, jedenfalls kann man <t mit einem Male es Aenderung einführen. Mit der Ab- schaff ng des dritten Dienstjahres bei der Kavallerie bin ih nicht einverstanden. Als Vertr er eines ländlichen Wakblkreises weiß ich, daß die Belastun ng gerade die Landbevölkerung trifft, aber die letz tere nimmt dieses Opfer gern auf sih, weil sie weiß, Vaterland damit dient. In der Ausbildung der Jugend für militäris{he Zwecke kann noch mancherlei geschehen. Den freien Tag zur Parade sollte man den Jungen doch gönnen. Wenn ich vergleiche, wie in den leßten Jahren der natio nalliberale Farteice ¿dner für den Militäretat mit feinem Verständ für die Eigentümlichkeiten der Armee gesprochen, stets das Ohr des Hauses b abt und für die Armee günstig gewirit hat, so fällt die Nede des Kollegen Osann dagegen mertwürdig ab. ist kein Wunde ’r, man _wandelt nicht ungestraft sti e Sozialdemokraten. Die stärkeren Charaktere )eren, und die stärkcren Charafttere sind in die sem ; l zialdemokraten. ( Zurufe von den Sozial- demofraten.) Warten ‘Sie do ab, i< fann ni<t alles mit einem 3 “Eis Mens Bundesbevollmächtigte in Erregung «De r einer staatserbaltenden Partei enen Kontingente des Reichsheeres G urufe.) _Das ftann ih besser ver- Der D einze; denn als ih vor dem ein fleiner Junge. Was die Vorgänge ; rgeßlih gemacht hat, war der Eindru>, ir draußen alle waren, und daß die Ueberlegenheit. der ußischen Einrichtur auch von den Barern freiwillig anerkannt daß die Herz! keit, die das ganze deutsche Volk beseelen : 5 Frage ift erledigt. r: Heinze: Na an !) Werden Sie mir auch immer Ge wenn ih Sie Namen „national“

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Sbre machen? (Lachen.) An Ia 1 erkennt man nicht den Weisen. < balte nah wie vor dafür, Fnstitut der Einjährig-Frei- villigen überbaupt abge affflff wird, wie i< es seit 20 Jahren ver- igt habe. Es wird damit a: das unfelige Verechtig1 ing8- die Berechti gung niht mehr von Unfabigen brauchen eir _Kreb bsschaden für die höheren zweiten Dienstjahre werden die jungen Leute mit

( „sehr geeigne in, in die Unteroffizierstellen vürden später ei AOLRRS Reserveoffizier- ein besseres, s heute baben. Uebrigens jungen Leuten d Voi Handwerkerstande au ‘igendienst; no< jüngst er-

die- re<tigung zum Ein zjäbr ein Gla) fexle brling. Durs die zwei Jahre des Heeres- und Geist und

würden die beutigen Einjährigen an Leib En S E M gefestigt werden. niht wegzuleugnenden Schwierig- das Gesetz

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Die ? diese Aenderung mit si bringen würde, müßte Mannscha suchen. Vas Unterbleiben der Auf- annschaftélöbne bedauern au< wir; aber an si alter der Offiziere und nhcapg. ige ie und die imscbafte n sehr verschiedene e; jo notwendig wie die ( : ung der Chargen war znerböbung der Mann schaften nit. Der frühere Borschlag es Sparfoldet ; sol llte bei dieser Gelegenheit wieder erörtert verden : ie Auszahlung dieses Spar- er Heimat nach der Entlassung t 'ürde unzweifelhaft dazu dienen, einen Teil der Entlassenen auf zurüzuführen. A ih wir verlangen, daß die Forderungen des Veteranen- hrensoldes endlih eri üllt werden. Unser Iutendanturiesen ist d1 durchan s reformbedürftig. Leider besißen wir in dieser Beziehung keinen einzigen Sachverit tändigen unter uns; es [äßt fh also kaum anders verfahren, als daß die betreffenden : Beamtenkreise selbst zu FReformvorschlägen aufgefordert werden, wie es der Kriegs- minister verlangt bat. Mir ist ein Fall bekannt, wo die Frage der Neparatur eines Kessels 22 Stellen dur{hlaufen mußte. Eine Ersparnis wäre zu erzielen, wenn man die ausr rangierten Artilleriepferde zur Be spannung bei den Maschinengewehrko mpagnien verwendete. In Württemberg wird {on so verfahren. Wir steben am Ende des Quinguennats; wesentliche Umformungen werden unter allen Um- ständen notwendig sein. Da soll sih das Kriegsministerium nicht von der Linken 1 umgarnen lassen, londern von den Einrichtung en, die vor einem Jahrhundert auf den Gr indlagen Scharnborsts erwachs sen find, nichts abbrêdeln lassen. Die Milizen würden nicht stehende, sondern laufende Heere erzeugen. P D ? 20 (= 2 Preußischer Kriegsminister, General von Heeringen: Ich möchte zu Anfang meiner Rede den Herrn Abg. von Lieber- mann nur bitten, dieses {öne Material, wel<es er uns bier über den Kessel, der 22 Stellen dur({laufen hat, vorgetragen hat, mir zu- gän v Mg S elt 5; Lr G gänglih zu m achen. Das ist natürli Unsinn, und diesen Unsinn erdi elbstverständlih abstellen. (Zuruf links.) Dann möchte ersäumn is gut machen, das mir vorgestern passiert ist. Fch habe nicht darauf geantwortet, daß der Herr Abg. Osann von Munitionévergeudung spra. Da au beute einer von den Herren Nednern auf diese Frage gekommen ist, will ih sie do< auch kurz be- rühren. Ich glaube, wenn unsere Kompagniecefs diese Aus führungen lesen, wird ein omütiges Lcheln über ihr Gesicht ziehen: ah, wärs do<h so, hätten wir do< so viel Munition am Gas h L T L E E e N pt Ende de Uebur géjahres übrig, daß jemand in Verlegenheit käme, d ole Vergeudung eintreten zu lassen! Meine Herren, an sharfer Munition haben wir gar nichts übrig, und von allen Seiten bin ih schon bestürmt worden, Mehrforde rungen nah dieser Richtung in den Etat einzustellen, und nur die uns allen bekannte Finanzlage hat mih davon abgehalten, eine Forderung, die an sih sa<hli< für unsere Infanterie gere<tfertigt wäre, in den Etat do< nit binein- zubringen. Vielleiht kommt das 3 Mißpverständnis daher, daß am Schluß der Schießübungen kurz vor dem Manöver große Uebungen Posien, in denen es unter Umständen auch notwendig ist, ein größeres Quantum Munition ähnlih wie im Ernstfall den Leuten ¿ur p75 t 2:1 45 - Verfügung zu stellen. Ein Vergeuden darin tritt nit ein. Es ift das au nicht nôtig. Was übrig bleibt, kann unter Umständen au im kommenden Frühjahr einfa< für dieselben Zwe>ke wieder ver- {ossen werden, für Lo Schießen. Ich folge dem Herrn Abg. Mugdtan nicht auf dem Gebiet der Rationen, weil au< ih der Meinung bin, daß die Forderung, da

sie der Budgetkommission überwiesen ist, dort eine ausreichende Be-

handlung erfahren wird. Ich möchte nur darauf hinweisen, daß der

Umstand, daß Offiziere für ni<t gehaltene Pferde Rationen in Geld

bezogen, zur Kenntnis dieses hoben Hauses ja {on lange gebracht war. Schon im Jahre 1891 wurde dieser Umstand bier schon fest- gelegt. Er if quafi hiermit sanktioniert. Nur weil es zu solchen

Mißverständnissen Veranlassung gegeben hat, weil in der Oeffentlich- fcit immer behauptet wurde, daß die Offiziere einen finanziellen Vor- teil durch diesen Umstand hâtten das hat uns wesentlih dazu bewogen, darauf zu dringen, daß troß der Mehrforderung, die daraus entstanden ist, in der jeßigen ungünstigen Finanzlage die Forderung im Jahre 1910 eingebra<t wurde.

Der Herr Abgeordnete ist auf die Verabschiedung von Offizieren F Ih möchte im voraus bemerken: die Heeresverwaltung ist jedem Herrn dankbar für eine sa<li<e Kritik, und mir liegt es absolut fern, nah dieser Richtung eine Kritik, weil sie ausgeht von einer Persönlichkeit, die der Armee ni<ht mebr angehört oder ihr überhaupt niht angebört hat, obne weiteres bei Seite zu legen. Wir sehen uns jede Kritik auf ibren sahli<hen Inhalt an und prüfen ge- wissenhaft, ob und was wir Gutes daraus entnehmen können. Wir find uns bewußt, daß aus dem Zusfammenfluß vieler Ansichten, aus dem Ausgleih fol<her Ansichten, nur das relativ Beste ent- steben fann.

Zunächst ist es nicht rihlig, daß die Verabschiedungen in größerem Urifang stattgefunden haben als in früheren Jahren; im Gegenteil, Fe sind nah der Statistik entschieden zurü>gegangeu

Es ist gesagt worden, es würde nit für ri<tig era<tet, wenn ein Offizier, der übergangen würde, seinen Abschied nähme. Die Sache liegt niht fo, daß, wenn jemand ein vordatiertes Patent be- fommt in einem ganz anderen Regiment, in einer cin anderen Gegend von Deutschland, der betreffende Offizier, der unter dem stehen bleibt, sih zurüd>geseßt fühlen und in irgend einer Weise sich bewogen füblen würde, um den Abschied zu bitten. Aber anders liegt es, wenn der betreffende ier na< langer Dienstzeit an eine Grenze gekommen ift, bei eine Vorgesetzten nah pflihtmäßiger Erwägung ihn zur E “nit méhr für geeignet era<ten Soll der Offizier dann no< länge im Dienst bleiben, wenn seine Vorgeseßten ihm sagen, du kannst nun nihts. mehr werden? Denken Sie s< do< in die Lage hinein, wie alt so ein Leutnant

. Sechzehn Jahre dient er, und nun foll er dauernd immer weiter zu Fuß laufen, weil ihm gesagt ist, L kannst nit

Kompagniechef werden. Oder soll ein Herr, der als Kompagniechef bis an die Grenze zum Major gekommen ist, also beinabe an das 50. LERenD ahr beran ift, dauernd Kompagniechef bleiben? Ich glaube,

es würden si<h Verhältnisse entwi>eln, die ganz unhaltbar werden.

r : Hit rechts.)

Man wundert \sih<h au< immer darüber, daß merkwürdigerweise plöblih eine Felddienstunfähigkeit bei diefen Herren eintritt. Ja, das hängt vielleicht so zusammen: wenn man eine solche lange Reibe

von Dienstjahren hinter \sih hat, ist in gewisser Beziehung eigentli

fast jeder an irgend einer E>e angefknart, und das gibt auch die

Praris. Ih werde ein Beispiel, wel<hes außerhalb Deutschlands

liegt und mir zuverlässigerweise bekannt geworden ift, erzählen.

In unserem westlichen Nachbarlande, in Frankreich, jeßt ein bis an die oberste Stelle gekommener General, der in der Schlacht bei Wörth feine linke Hand verloren hat. Sie werten mir zugeben, daß, wenn jemand nur noch eine Hand bat, er eigentlih felddienstunfähig sein sollte. Aber mit großer Energie hat dieser Herr doch dieses körperlihe Leiden untergezwungen.

Anders liegt die Sache au bei uns nicht. auf die Zukunft, solange man die Energie des etwas zu werden und zu leisten, so lange leistet man das au< mit körverlihen Fehlern. In dem Moment aber, wo man einsieht: die Zukunft ist mir do< verschlossen, dann schwinden die Nerven (lehr richtig! bei den Nationalliberalen), und es tritt ein Fall ein, dann ni<ht mehr haltbar ist. So erklärt sh die Sache xhologish.

Die Ehbrengerichte, unter denen die verabschiedeten Offiziere stehen, sind bemängelt worden. Meine Herren, es wird keinem verabschiedeten

ffizier aufgezwungen, unter dem Ehrengeriht stehen zu bleiben.

S stehen nur diejenigen Offiziere unter demselben, wel>e die Erlaubnis haben, die Uniform zu tragen, und zwar aus

dem einfahen Grunde beraus, weil der verabschiedete Offizier, der in

Uniform in der Oeffentlichkeit ersheint, von nur sehr Eingeweihten

vom aktiven Offizier überhaupt zu unterscheiden ist. Wenn er die

Uniform nit haben will, brau<ht er ni<t darum zu’ bitten. Die Uniform wird ihm also niht aufgezwungen. Er ift gar nicht ge-

nôtigt, sh in dieses Verbältnis hineinzubegeben.

Anders liegt die Sache aber, wenn er nunmehr darum gebeten hat oder wenn er diese Gnade von Seiner Majestät angenommen hat.

ann kann er sie au< nit einseitig wieder bhinwerfen. Dann kann er : fe niht in einem Moment abgeben wollen, wo er eigentli irgend

as pekziert hat, was ihm unter Umständen unangenehm wird dur

2 Uniformtragen, dann muß er die Suppe, die er si eingebro>t ausessen. Der Grundsaß besteht und wird in der ganzen Armee 9 durchgeführt : niemand bekommt seinen Abschied aus der Armee, and darf auf die Uniform verzichten, ehe seine Wäsche nicht

absolut rein ist, und das ist, meine ih, ein Grundsag, der die allseitige

Zustimmung finden wird. (Sehr richtig!)

Der Herr Abgeordnete bat die Duelle als Unfug bezeihnet. Als Unfug kann do eigentli< nur etwas bezeihnet werden, was einen z¡iemlihen Umfang hat, und das ist bier durhaus nit der Fall. Die Ihnen allen bekannte Kabinettsorder vom Jahre 1897 hat wohltätig gewirkt und so wobltätig gewirkt, daß im Jahre 1909 von den 20 000 aftiven Offizieren \si< nur 3 duelliert haben, und von den 21 009 Offizieren des Beurlaubtenstandes nur 9. Bei dieser geringen Zaßbl können Sie niht von Unfug sprehen. Ich hoffe, daß die Kabinett8order au weiter in Zukunft ihre Wirksamkeit tun und die Duelle immer mehr einshränken wird.

Es ift dann no<mals auf den Adel zurü>gekommen worden, und ih möchte ein Mißverständnis, welches dur eine vielleiht niht ganz rihtige Ausdru>sweise von mir bervorgerufen ist, beri<tigen. Die Regimenter, die sih jeßt im wesentlihen aus adligen Offizieren zu- sammensezen, haben das vielleiht aus dem Grunde getan, weil der Regimentskommandeur einen sehr großen Anlauf batte und die Aus- wahl seiner Fahnenjunker bauptsählih aus den Kreisen treffen wollte, aus denen das Offizierkorps sih aus alter Zeit zusammenseßte. Die Tradition, die in der Armee herrscht, bezieht si< nit nur auf die

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Solange man hbofft Willens no< hat,

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Armee im ganzen, sondern bauptsähli<h au<h auf die einzelnen Ne- gimenter. Ich betonte neuli<h s{on: die _Negimenter in fich bilden eine Familie, und es ist durchaus für die Offiziere niht gleihgültig, wenn i< mir einen Vergleich gestatten darf, ob, wie im Kaufmanns- stande, jemand in das eine oder andere Geschäft eintritt; nein, wo der Offizier dient, darauf kommts wesentlich an.

Meine Herren, ih darf aus meiner eigenen Praxis sprechen: meine drei Söhne dienen in einem Regiment, in dem mein Urgroß- vater {hon gestanden bat und in dem ih gestanden habe, alle drei in demselben Regiment, und so geht es Hunderten und aber Hunderten von Vätern, die stets ihre Söhne wieder dahin s{<i>en, wo ihre Väter und Großvâäter gestanden haben. Schäßen Sie diesen Umstand niht zu gering, meine Herren! In dem Zusammenhang des Offizier-

orps in dem Regiment, in der Tradition, die vom Urg großvater bis auf den Enkel geht, liegt ein starker Halt für unser f

be e unsere Offiziere vor vielen Versuhungen und

viele Gefahren glait dur<. (Bravo! rechts.)

Ich möchte aber do< in Abrede stellen und darauf bezog si< das, was i< mir vorgestern erlaubte anzuführen —, daß im prafk- tischen Leben der Adel irgendwie zum Bewußtsein kommt. Der Vorzug des Adels im Avancement tritt in der Armee niht ein, und wenn der Herr Abg. Mugdan Ae wie im vorigen Jahre auf den Generalstab gekommen ist, so muß ih das entshieden ablehnen. Eine Bevorzugung des Adels im General alstabe tritt niht ein. Wir führen allerdings keine Statistik, ih werde mir aber überlegen, ob wir das vielleidt für das nächste Jah können. Ich weiß zufälligerweise uswendig, daß von den für quartiermeistern, die der Generalstab hat, drei Ob dem paar: sind, einer von ibnen ist geadelt, kann alsec hier ni<ht mit- zählen, während nur ein einziger adlig ist. Sie wer bia mir zugeben, af wenn in den oberen Stellen dieses Verhältnis herrscht, hier von

Bevorzugung gar keine Rede sein kann. Ich bin au< dur den Generalstab geg wir haben uns niemals überlegt, ob jemand drei Buchstaben vor dem Namen hat oder nicht, und i< b auch bei Hereinverseßzungen von außerhalb niemals das Gefühl

einer Weise eine Rolle svielte. Jch kann

gangen, und

habt, als ob das in irgend versichern, daß der jeßige Chef des Generalstabs genau auf demselben Standpunkt steht. Tüchtig sollen die Leute fei gleihgültig, welhen Namen fie haben; auf die Tüchtigkeit kommt allein an. (Bravo! rets.)

Ih möchte mi< dann no< gegen eins wenden.

Mörchingen im Gegensaß zu Potsdam genannt, a

Potêdam mir als fol<es genannt wurde. Ein Ver

garnicht stattfinden, Strafgarnisonen baben wir nit de ‘Moöréhingen ist wahrhaftig keine Strafgarnison. Aber umgekehrt kann man au<h ni<t verkennen, daß - es angenehmer ist, wenn man in der Nähe der Hauptstadt steht, als wenn man an der Grenze steht. “In diesem babe i< von Mörchingen gesprochen.

Daß Luxus im Offizierkorps getrieben wird, muß ih au< in Abrede nen in einzelnen Fällen vielleiht. Auch ih würde froh sein,

E solchen einzelnen Fällen dem Luxus, der von Kreisen außer- er Armee an sie- herangetragen wird, weniger E I

Aber au<h nah dieser Richtung hin ift en besser geworden.

Dann ist von Geschenken gesprohen worden und es ift von einem Stabsoffizier erzählt worden, der über 300 4 dafür jährlih hätte ausgeben müssen. Verzeihen Sie, das kann ih ni<t glauben. Fntweder ina der Herr Abgeordnete den Offizier fals< verstanden l urde in der Weinlaune erzählt. (Heiterkeit.) I< Me

j vas irgendwo der Fall gewesen ist. Meistenteils ist es so, ; bie O Offiziere für die unauebleibliden Geschenke sich c cine Summe abzieben lassen. Als ih no< in der Front stand, wurden imentsfommandeur 3 oder 4.4, vondem Leutnant entspre<end pro Monat gegeben. Das ma<ht für den NRegiments- fommandeur 48 M pro Jahr und niht über 300 A. Solche kleinen Geschenke sind notwendig und werden au in anderen Kreisen gemacht, aber daß sich ein eigentliher Luxus daraus entwid>elt bätte, muß i in Abrede stellen.

Bezüglich der Annahme der Einjährigen muß ih hin- weisen, taß ein Regimentskommandeur gar niht das Recht hat , einen Einjährigen, der die bestimmungsmäßigen Bedingungen erfüllt, abzu- weisen. Der betreffende junge Mann wählt #< auf Grund seines Berechtigungsscheines einen Truppenteil aus und der Kommandeur muß ihn annehmen, vorausgeseßt, daß er körperlih tüchtig ist. Also von einem Abweisen, weil der Betreffende nicht die Zulage von Hause hat, ist niht die Rede. Im übrigen werde ih ih erkundigen, ob wirklih ein solcher Luxus unter den Einjährigen herrs{<t, und werde erwägen, wenn das der Fall sein sollte, wie der Sache gesteuert

werden fann.

Auf die Bemerkung des Herrn von Liebermann über den Wegfall der Einjährigfreiwilligen möchte ih nur kurz darauf binweisen, vieles dagegen spriht. Der Hauptgrund, der dagegen s\pri<t, ift der, daß wir bei einer jährlihen Einstellung von 12 000 Sai rige also in zwei Jahrgängen 24 000, bei Wegfall der Einjährigen él Ersaß für den Beurlaubtenstand haben, oder wir müßten die Friedens- präsenzstärke entsprehend erhöhen und das wollen wir do< nit. Wollten wir aber die Friedenspräsenzstärke um eine solhe Zahl erhöhen, so würde das mindestens 24 Millionen Mark kosten. (Hört, hört! re<ts.)

Der Aerztemangel wird au< von uns beklagt, aber ih glaube, der Hauptgrund liegt wobl darin, daß die Zivilpraxis von der

(Finno Inne

eine Su von dem Neg weniger

seitens der Herren Aerzte mit Ne<ht gewüns<t wird. Ganz natur- gemäß ist es für diese Herren angenehm, wenn sie in ihrer Praxis au< dur< Behandlung weiter Kreise ver- vollkommnen fkönnnen. Auh mögen die militärishen Verhbaält- nisse sie bier und da einengen und ibnen ni<t angenehm sein, sodaß sie früher ausscheiden. Eins aber muß i< bestimmt .er- flären: das Verhältnis zwisben Sanitätsoffizieren und Offizieren kann niemals daran \{uld sein. Ich kenne die Armee au< genüg und weiß, daß das Verhältnis zwishen Offizieren und Sanitäts. offizieren ausnahms[os ein gutes ist. Geben Sie do< ni<t dara ein, wenn von irgend einer jugendlihen Stelle oder einem Kopfe, de der Reife no< ni<t ganz inne geworden ift, gebraht werden, die nicht stimmen.

Es ist dann zuleßt gewüns<ht worden, niht hermetis< abs{ließen. Wo i ges<lossen? Wir tun unseren Dienst im vollen

die Armee möchte

Mislitärärzten ni<ht in diesem Umfange ausgeübt werden kann, wie

sich

uf Ihnen Gerüchte zu- ih

sind wir denn hermetis< ab- Lichte der Oeffent-

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lihkeit. Es treten in jedem Jahre aus allen Ständen junge Leute ein, aus Kreisen von der Nechten bis zur Linken aus allen staats- erbhaltenden Parteien, sodaß von einem Abgeschlossensein nicht die Nede sein kann. Wenn wir uns zusammenschließen, hat das lediglih den Grund, daß wir im Zusammenstehen boffen, fester zu werden, den guten Geist zu pflegen, um die I bildung des Heeres für den Ernft- fall zu fördern. (Bravo! rets.

Abg. Korfanty, (Pole zumal in Zeiten wirti<a filider Teuerungsverhältnisse die Lebens sha [tung Bolkes E abdrü>en, geradezu zu einer Gefahr Bolk. Wir verlangen daher, daß aus dem Organiëmus der Armee ‘alles entfernt wird, was mit der gst ichtigle it des Heeres in feinem Zu- sammenhange steht. Wir fordern ebenfalls die Erböbung der Mannschaftélohne. Wir Erber ferner eine Reform des Militär strafgeseßbuhes. Namentlich dring ist die Neform des Beschwerde verfahrens, denn eine Menge von Ausschrei itungen 2 die Untergebenen bleiben ungeahndet, weil die heutig Beschwert Mangeln leidet. Jn einem Falle it ein ) Miß handh ing ins Lazc Irett nen, und ihm wurde nod

V Mißhan dlung melden Fall genau untersuchen hoffe,

Feldwebel, erempla emerzt werden ; dazu izier no< zum Duell zw ingen

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eußischer Kriegsminister, Nte f e Herren i! 69 M sel den der Herr Abgeordr sicht habe wie er ( Sit! aus die Sache alé nehme, an Ort meinerseits das Notwendige veranlassen werde Ich muß einen Pun geordnete hier be fielen anders aus, ist ein Angriff auf un ere Nriegs0 gerichte, habe den Eindru> gehabt, Dij) i

11 A Q ß unfere Offizie den RKr gerihten fißen, es ganz elonders ernst mit ihrer Pflicht meinen

besonders ernst zu ei

Ma rafe kommen. Unsere sogenannter en au< gar ni Umf Lf range, vi A tet v7 uvte wird

Ic habe n Won in den leßten vier Sabren jährli< auf erurteilte 9849 Strafen ausgesprochen wrurben, die alle E unter E en t f darunter Ge eldstrafen, estungshaft usw., und nur 151 von diesen 10 000, die höher waren. a fann man wirklih ni<ht sagen, daß eine drafonishe Anwendung Strafgesebuhs hier in Frage fäme. (Zurufe links.) Die Armee bâlt si, wie ih no<mals betonen muß, Politik. Der Oberst Schreiber ist längst inaftiver Offizier, und Kriegervereine follen keine Politif treiben, 646 ren

aber auh ni<t der Armee an: für die kann ih also au< nit verantwortli<h gema<t verden.

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Die Mißbandlungen sind do in

rhebli< zurüd>gegangen; einen fonfreten

A E orfanty anzuführen vermocht.

Armee wit unsferi werden immer einige Mik ommen: i n Bemühungen der Vor w eite re Einschrä nkungen ‘bewirken. Es ist geradezu unkte die einzelnen Kontingente gegeneinander isziplin herrs{t gleihmäßig i in allen Kontingenten.

halte ih die Einführung der zweijährigen Dienst-

Ding der Unmöglichkeit. Der Kavallerist muß vor allem

seines “Pferdes sein, sonst wird er seinen Aufgaben nicht werden Tönnen. In Frankreih hat ih diese kürzere fzeit niht bewährt, na< dem Ausspruch französischer Generale ort die Kavallerie nicht auf der Höhe. Die Duelle sind hl zurü>gegangen, und es wird uns ja versprochen, daß rner alles gesche hen foll, um die Duelle GS zudrängen. j der Offizier werden will, gefragt wird, wie er zum steht, ist unrihtig. Die Leutenot auf dem Lande erfordert es

daß zur Ern tezeit man<mal Soldaten abgegeben werden ; da

äßt sh Stichhaltiges nit sagen. Bei dem Erwerb von

macht si< ein unerträgliber Bodenwucher

e: bein “ollte durch geeignete Maß nahmen vorgebeugt werden. Armee ist in erster_ Linie ein Inst trume nt des Friedens, sie bat

uns bald 40 Jabre den Frieden erhalten. Bei Neuforinationen sollte der neue Kriegs minister de< au die fleineren Orte mit Garnisonen bedenken. Die Armee hat ganz andere Aufg ¡abe n als die, sich um Politik zu “bekâmtyern. Zu beklagen ift, daß manche inafktiven Offiziere glauben, allerlei Fnterna aus der Armee mitteilen und beleudten zu sollen; im „Berliner Tageblatt“ finden wir sehr bäufig derartige Artikel; und erst vorgestern ist eine mili Oie Mitteilung der „Frankfurter Zeitung* als unrichtig nachgewiesen worden. Der angebliche A der Bevorzugung des Adels iu der Armee reduziert sih do< nah den jeßigen Erörterungen sehr erheblich. Gelder werden wir aar! n aufzubringen haben, um die Armee auf ibrer Höbe zu erhalten. Aber na<hdem so bobe neue Steuersummen bewilligt worden find, muß au< für einen solchen Zwe>, wie die Zablung des Veteranen-Ebrensoldes, Geld da fein. Es is ein Skandal, daß hier und da hbilfsbedürftige Veteranen vorhanden sind, die troß aller Klagen und Vorstellungen nichts erhalten. Die Bestimmungen über das Wahblre<t der Militär- beamten im Militärgeseß von 1874 sind unklar und müssen revidiert

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