1910 / 26 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

und im rheinischen Bauernverein. Die landwirtschaftliche Bevölkerung sei im Rbeinland wenigstens ebenso notleidend wie in Schleswig-Holstein. Die Lage der Rheinprovinz wäre niht fo günstig, wenn nicht die industriellen Regierungsbezirke

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l ; j sseldorf und Côln den drei lând- lichen Bezirken Aachen, Koblenz und Trier zu Hilfe kämen. Er möchte den Minister bitten, die Erböbung sicher für das nächste Jahr vor- ¿unebmen, wenn irgendwie möglich aber son jeßt der Rheinprovinz die 30 000 M zuzuwenden.

Abg. Gantert (fr. Volksp.) bittet die Mitglieder aller Parteien, den Antrag möglichst einstimmig anzunehmen. i __ Abg. Kesternich (Zentr.) unterstüßt auch den Antrag und bebt be- sonders die Tätigkeit des Eifelvereins hervor, der viel für die Er- baltung der romantischen Schönheiten der Eifel getan habe. Von der Negierung sei die Eifel zu lange als Stieffind behandelt worden. P r em » —Î . on 4 F 2d -_y e Der Zeitpunkt für die Streichung der 30 000 #46 sei sehr s{lecht gewählt, da durch die s{hlechte Futterernte und durch andauernde Stockung im Viehhbandel die rheinishe Landwirtschaft sih geradezu in einer Notlage befinde. : i Lal j l E

Abg. von Gescher (kons.): Mit dem Westfonds sind mit verbältnis- mäßig bescheidenen Mitteln ganz außerordentlich große Erfolge erzielt worden. Der Anteil für den Regierungsbezirk Münster beträgt nur 37 500 Æ, und damit werden jährli Hunderte von Hektaren urbar gemacht. Der Staat könnte ein sehr gutes Geschäft machen, wenn er dieje Kulturaufgaben mit erhöhten Mitteln unterstüßte, denn er würde durch die Produktionsverbesserung erhöhte Einnahmen aus der Einkommensteuer und dem Transportwesen erzielen. Sollte die Re- gierung glauben, den Anteil für Westfalen nicht erböben zu fönnen, fo möchte ih vors{lagen, Darlehen zu gewähren, die etwa drei Jahre lang unverzinst bleiben, dann vielleicht mit 1 9/0, später mit 29/6 ujw. verzinst werden könnten.

Minister für Landwirtschaft 2c. von Arnim:

Meine Herren! Ich will es kurz machen. Zunächst gestatten Sie mir, die tatsählihen Verbältnifse einmal kurz festzustellen. Es find bisher in den Eifel- und Westfonds zusammen 11,1 Millionen geflofsen. Davon find nach der Rbeinvrovinz 6,7, nah den übrigen Provinzen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Hannover, Westfalen, Hessen- Naffau, und Hobenzollern 4,4 Millionen geflossen. Jm leßten Jahre find in die Rheinprovinz 420 000 # geflossen, während der ganze Westfonds 985 000 #4 betrug. Es ist also in die Rheinprovinz im leßten Jahre fast die Hälfte und, wenn man die ganzen Fonds zu- fammenziebt, weit über die Hälfte geflossen.

Nun if der Zustand eingetreten, daß der Westfonds nit mebr reite. Schon seit Jahren liegen Anträge anderer Provinzen vor, ihre Anteile zu erhöhen. Eine Erhöhung des Westfonds war aber bei der Finanzlage gänzlich auéges{lossen. Es find alle diese Fonds nicht erböht worden, und der Herr Vertreter des Finanzministeriums bat ja {on in der Kommission erklärt, daß selbst die notwendigen Fonds der staatlihen Betriebsverwaltungen nicht einmal erböbt worden sind. Aus diesen Gründen konnte also auch eine Erhöhung des Westfonds nicht eintreten, und ih ftand vor der Frage, was ih machen sollte. Sollte ih es einfah bei der bis- berigen Verteilung lassen und die dringenden Anträge anderer Pro- vinzen unberücksichtigt lassen es lagen Anträge vor von Sachsen, Sébleswig-Holstein, Hannover, Westfalen und Hessen-Nassau —, oder sollte ih genau die Bedürfnisse prüfen und die Verteilung des Fonds nah den Bedürfnissen vornehmen? Meine Herren, es wäre für mi sehr viel bequemer gewesen, es beim alten zu laffen. Ih wußte ganz genau, was kommen würde. Mein Herr Referent hat mich sogar darauf aufmerfsam gemacht und gesagt: Sie greifen da in ein

Bespennest, vom Rheinland wird ein fürchterlihes Geschrei ent- steben, und die anderen, die etwas bekommen, werden faum dafür danken. Ich habe mir aber gesagt: Ih kann solde Nücfsichten nicht gelten lassen, sondern ich muß nach sachlihen Nücfsichten entscheiden-

Nun ist bier von einem der Herren Vorredner ih glaube, es war der Herr Abg. Engelsmann behauptet worden, daß den Provinzen für alle Zeiten ein verbrieftes Neht zustände, die ihnen einmal gegebenen Summen auch zu behalten. (Widerspruh des Abg. Engelsmann.) Meine Herren, das widerspriht durchaus dem ganzen Charakter des Westfonds; er foll zur Hebunc ultur zurüdck- gebliebener Landesteile dienen. So wenig i einem einzelnen Kreise die ibm im Vorjahre bewilligten itte as nâbhste Jahr wieder bewilligen kann, so wenig können auch die Ansprüche und Bedürfnisse einer einzelnen Provinz als dauernd gleibleibend

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angesehen werden, und da nun, wie ich {on ausgeführt babe, der i

Fonds keineswegs ausreiht, um alle Bedürfnisse zu befriedigen, so blieb mir nidchts anderes übrig, als nah eingehender sachlicher Prüfung aller vorliegenden Aufgaben den Fonds fo zu verteilen, daß die dringendsten Bedürfnisse zuerst kommen. Jh glaube, mit diesem Grundsaß werden Sie wobl alle einverstanden sein. Ich habe dabei natürlih daran festgehalten, daß die den einzelnen Provinzen zugeteilten Fonds möglichst wenig s{wanken dürfen, um nicht Unordnung in die Finanzen der einzelnen Provinzen zu bringen. Aber an dem Grundsaß, den i eben ausgeführt babe, und dessen Richtigkeit, glaube ih, auch von dem Herren aus dem Rheinlande nicht bestritten werden wird (Widerspruch), muß ih festhalten. Daß diejenige Provinz, der von ihrem Fonds etwas abgestrichen wird, damit nit zufrieden ist, ist ja erklärlih; aber das fann doch das hobe Haus nit veranlassen, von den Grundsäßen- die ih eben angeführt babe und die, wie ih glaube, do wobl die einzig ver- nünftigen sind, nah denen i verfahren kann, abzugeben und mich zu zwingen- eine Aenderung dieser wohl erwogenen Maßregel vorzunehmen.

Wohin sollte das führen? Das würde zu einem - Kampf der einzelnen Provinzen gegeneinander führen (Widerfpruch), und zwar niht nur bei diesem Fonds, sondern s{ließlich bei allen übrigen Dis- positionéfonds, bei dem Flußregulierungsfonds, bei den Vorarbeiten- kostenfonds, bei allen Fonds, die den Landwirtschaftskammern über- wiesen werden, überall kann jede Provinz s beklagen, sie bekäme zu wenig. Daß es nicht wünshenswert ist, daß nun ein Kampf inner- balb des boben Hauses zwischen den einzelnen Provinzen ausgefochten wird, werden Sie mir wohl zugeben. Es würde damit die Ent- scheidung von der sa{hlihen auf das politische Gebiet hinübergespielt werden, und das wäre unserer ganzen Verwaltung in keiner Weise dienlih. Ih bitte Sie also, aus diefen Gründen nicht in Ver- waltungsmaßregeln einzugreifen, die wohl erwogen sind, und deren Begründung nur der beurteilen kann, dem all die hunderte von einzelnen Projekten vorgelegen haben, wie dem Landwirtschafts- ministerium.

Was nun den Antrag Wallenborn und Genossen anlangt, so muß ich zu dem Punkt 1 namens der Köaiglichen Staatsregierung er- klären, daß ein derartiges Vorgehen sh im Gegenfaß befindet zu allen Gepflogenheiten bei der Etatberatung. Es ist aus8ges{lossen, daß das hohe Haus obne Zustimmung der Regierung einen Titel er- höht, obne Deckung dafür zu schaffen, was bier nicht gescheben ist. Was den Punkt 2a anlangt, so muß ich darauf erklären, daß der Königlichen Staatsregierung bereite Mittel nicht zur Verfügung steben, und was den Punkt 2b anlangt, so kann es mir persönli ja nur an- genehm sein, wenn meine Dispositionsfonds erhöht werden. Es ist keine angenehme Lage, in der der Landwirtshaftsminister sih in den leßten Jahren befindet, und in die gerade ih bei meinem Amtsantritt gekommen bin, überall notwendigen und nüßlihen Bestrebungen abs- lehnend gegenübertreten zu müssen aus Mangel an Mitteln. Ich kann natürlich keine Zusicherung geben, daß diefer Antrag im nächsten Fahre Berücksichtigung finden kann; das wird davon abhängen, wie die Staatsfinanzen fich gestalten.

Darauf wird ein Schlußantrag angenommen.

Die Abgg. Dr. Heß (Zentr.), Freiberr von Eynatten (Zentr.),

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Krawinkel (nl.) und Tourneau (Zentr.) bedauern, daß fie durch den Schluß der Debatte verhindert seien, das Wort zu nehmen, um namentlich dem Minister zu widersprechen.

Berichterstatter Abg. von Arnim (konf.) hebt im Namen der Kommission bervor, daß es niht richtig erscheine, die Regierung zu einer Ausgabe zu zwingen, für welche Deckung nicht vorhanden sei; er bitte deshalb nur um Annahme des Kommissionsantrages auf Erhöhung des Fonds im nächsten Etat.

Der Prinzipalantraa Wallenborn wird gegen die Stimmen der beiden fonjervativen Parteien angenommen und demgemäß der Wesifonds in der Höhe von 1 015 000 # bewilligt. Das Resultat wird von der Mehrheit mit lebhaftem Beifall auf- genommen.

Um 51/4 Uhr vertagt das Haus die weitere Beratung des landwirtschaftlichen Etats auf Montag 11 Uhr (außerdem Etats der Gestüt-, Forsi- und Domänenverwaltung).

Vizepräsident Dr. Porsch kündigt an, daß, wenn diese Tagesordnung am Montag nicht erledigt würde, eine Abend- sizung stattfinden müsse.

Land- nund Forftwirtschaft.

Der Weizenmarkt in den Vereinigten Staaten von Amerika um die Jahtreswende.

Da die Ernteergebnisse auf der südlihen Halbkugel, namentlih in Argentinien, hinter den gehegten Erwartungen zurückzubleiben scheinen, so beginnen die Länder mit Weizeneinfuhr den nordamcrifani- schen Märkten eine größere Aufmerksamkeit zu widmen. Die Lage am Weizenmarkt ist în dem Erintejahr 1909/10 aus zwei Gründen wenig übersihtlih. Einmal soll die heurige Weizenernte die gänzli ershöpften Vorräte des Zwischenhandels wieder auffüllen. Und dann ist der Brotverbrauch dank den Teuerungspreisen nabézu aller anderen Nahrungsmittel erheblih gestiegen. Die Ermittlung, wieviel Weizen dieser doppelten Mebrnacfrage zu genügen hat, ist der dunkle Punkt in der Weizenweltstatistik.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben nah der amtlichen Schäßung des Bundesamts für Landwirtschaft in Washington, D. C., die, wie des Oefteren gemeldet, allgemein als zu hoch angesehen wird, 72,6 Millionen Bushel Weizen jeder Art mehr geerntet als im Vor- jahre. In der mit dem Jahres)\hluß abgelaufenen erften Hälfte der Kampagne haben sie aber ungefähr 20 Millionen Weizen weniger ausgeführt als im Vorjahre. Darauf gründet die Baisse bre Meinung für eine kommende Schwäche des Marktes. :

Es wurde in der ersten Hälfte der Kampagne auf ‘den westlichen primary markets (erste Pa) ungefähr die gleiche Menge Weizen N wie im Vorjahre. Aber die Mühlen im ganzen Lande baben viele Millionen Busbel Fruht mehr vermablen. So hat Minneapolis rund 1 200 000 Faß Mebl mehr erzeugt, als in dem entsprechenden Zeitraum der drei vorbergebenden Jahre, deren Mehl- erzeugung im großen und ganzen die gleihe gewesen war; dagegen führte Minneapolis rund 500000 Faß Mebl weniger aus als 1908, rund 700000 weniger als 1907 und rund 8000(0 weniger als 1906. Aebnlite Verhältnisse baben in der übrigen Múüllerei der Union, namentli auch von St. Louis und in seinem landwirtschaftlihen Hinterlande obgewaltet. Man kann sagen, daß die Mehlausfubr. in der genannten Zeit nahezu ganz versiegt ist. Die sichtbaren Bestände oder Vorräte (visible suPpPpIy) an Weizen und Mehl betrugen am 1. Januar 1910 rund 27 Millionen Busbel gegen rund 51,48 und 46 am Jahresbeginn 1909, 1908 beziehungsweise 1907. Auf diese Tatsachen stüßt die Hausse ihre Voraussage andauernd hoher Weizenpreise.

Der berufsmäßige Börsenspieler oan es niht, Weizen in Massen zu verkaufen, fo lange die fihtbaren Vorräte so gering find und so lange Kasseweizen hohe Prämien behauptet, wie fast ununterbrochen ec aben Auch sind die Spielerkreise durch die wenig durhsichtigen Schiebungen und Manipulationen, die an der Weizenbörse namentl von Chicago dauernd vorgékommen sind, kopfs{eu geworden und aus ibrem Konzept gebraht. Die Folge ist, daß bis zur Gegenwart so gut wie Teine ernstlichen Börsenverpflihtungen auf der verkaufenden oder auf der kaufenden Seite eingegangen find. Bis- heran spielte man mebr mit der Börse, als auf der Börse. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die 27 Millionen Visible supply in festen Händen gehalten werden. Wie die nächste Zukunft fch ge- stalten wird, hängt von den weiteren Ablieferungen der Farmer und von dem Umfang der Nachfrage namentlich aus Europa ab.

Troß der flotten Mühlenjaifon ift eine Ueberladung des Mehl- marktes nit festzustellen. Der Handel ist gut verforgt, ohne \sih an- \chéinend überkauft zu haben.

Zweifellos bält der Farmer noch große Vorräte in Händen, jedoch gewiß niht in solher Menge, daß aus ihr die amtlichen Ernte- shäßungen mit dem Tiefstande der sihtbaren Vorräte in Einklang gebracht werden könnten.

Je mehr man die Marktlage analysiert, desto mehr bekräftigt fih das Uteil dahin, daß die Ergänzung der Handelévorrâte und der geiteigerte Brotverbrauch so große Ansprüche gestellt haben und noch itellen, daß die Ernteergebnijje auf einer durchaus neuen Bafis ein- geshäßt werden müssen. Was für Amerika gilt, findet auch An- wendung auf Europa und die übrige Kulturwelt. Ueberall waren die Vorräte auf einen gefährlihen Tiefstand gesunken und überall ist der Brotverbrauch in dem gleichen Maße gestiegen, wie der Verbrauch von FSleisch und anderen teueren Nahrungsmitteln abgenommen hat.

Ünter diesen Umständen werden die Vereinigten Staaten ibren Weizen so lange hoh im Preise halten, bis die kommenden Ernten eine neue Konjunktur geschaffen haben.

Die Weizensaaten in den Vereinigten Staaten, au in den \üd- lieren Gebieten, gehen zurzeit durch eine kritishe Periode hindur. Dem vielversprehenden Anfang mit vergrößerter Anbaufläche, mildem Spätberbst und shneereihem Winterbeginn folgte Tauwetter, Regen und unvermittelt starker Frost, sodaß die Weizenfelder seit über einer Woche mit einer dicken Ciskruste überzogen sind. Schmilzt sie nicht bald, so werden die Saaten gefährdet. (Berit des Kaiserlichen Konsuls in St. Louis, Missouri, vom 10. Januar 1910.)

zum Deutschen Reichsan

26.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Das Kaiserlihe Gesundheitsamt meldet den Ausbruch Maul- und Klauenseuche aus Neuß, dorf, am 29. Januar 1910. Der Viehbestand ist abges{lachtet.

Nachweisung über den Stand von Viehseuchen in Oesterreich- Ungarn

am 26. Januar 1910. (Kroatien-Slavonien am 19. Januar 1910.) (Auszug aus den amtlichen Wochenau3weisen.)

Dritte Beilage zeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Montag, den 31. Januar

2

Regierungsbezirk Düssel-

Nr. des Sperrgebiets

Königreiche

und Länder

Komitate (K.) Stubhlbezirke (St.) Munizipalstädte (M.)

er verseuchten

Höfe

Gemeinden

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a. Oesterreich. Niederösterreih

Oberöjterreih

- Steiermark

Kärnten

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Bukowina Dalmatien

b. Ungarn. K. Abauj-Torna, M. Kaschau (Kassa) K. Unterweißenburg (Alsó- Febér) St. Arad, Borosjens, Elek,

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JIász-Nagykun-Szolnok

K. Kleinkokel (Kis-Kükülls), Großkokel (Nagy-Küfküllö)

K. Klaufenburg (Koloz8), M. Klaufenburg (Kolozsvär)

St. Béga, Bogfán, Facset, Karänsebes, Lugos, Maros, Temes, Städte Karäánsebes, Lugos ¿

St. Bozovics, Jám, Mol- dova, Oravicza, Orsová, Resicza, Teregova

K. Máramaros

K. _ Wieselburg (Moson), Dedenburg(Sopron), M. Sopron

K. Neograd (Nógrád) .

K. Neutra (Nyitra) .. «4

St. Bia, Gödëlls, Pomáz, Waitzen (Vácz), Städte St. ÄAndrä (Szent Endre), Väácz,Ujpest, M.Budapecst

St. Alsódabas, Monor, Nagykáäta, Räáczkeve,

dte Nagykörös, Cze- gléd, M. Kecskemét

St. Abony, Dunavecse, Kalocsa, Kiskörös, Kis- kunfélegybáza, Kunszent- miflós, Städte Kiskun- halas, Kiskunfélegyháza

K. Preßburg (Pozsony), M. Pozfony

St. Igal, Lengyeltót, Marczal, Tab

St. Barcs,4 Csurgó, Ka- posvár, Nagyatád,Sziget- vár, Stadt Kaposvár .

K. Szabolcs

K. Sazatmár, M. Szatmär- N

K. Szilägy

K. Szolnok-Doboka .

St. Buziásfürdö, Központ, Lippa, Temesrékás, Uja- rad, Vinga, M. Temesvár

St. Csâkova, Detta, Weiß- firhen (Febértemplom), Kubin, Werschez (Ver- secz), Stadt Fehértem- plom, M. Verjsecz .

K. Tolna

K. Thorenburg Aranyos)

St. Csf\ene, Großkikinda (Nagykikinda), Nagyszent- miflós, Párdány, Per- jámos, Törökbecse, Török- tanizsa, Haßfeld (Zsom- bolva), Stadt. Nagy- fifinda

St. Alibunár, Antalfalva, Bäánlak, Módos, Groß- becékerek (Nagybecskerek), Ds Stadt Nagy-

_ becskeref, M. Pancfova

K. Ung, St. Homonna, Mezölaborcz, Szinna,

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1910.

Außerdem Pockenseuhe der Schafe in den Sperrgebieten Nr. 2, 12, 22, 28, 29, 31, 47, 48, 0, 52, zusammen in 68 Ge- meinden und 162 Gehböften.

Kroatien-Slavonien : “Roy 3 (4), Schweinepest (Schweineseuße) 52 (287), Rotlauf der Schweine 11 (31). : : , __ Poenseuhe der Schafe ist in Oesterrei, Beschälseube der Pferde und Lungenseuche des Rindviehs find in Oesterrcih und Ungarn nicht aufgetreten. j

L a Italien. g hat durch seesanitätsvolizeilide Ver- gegen Herkünfte aus Rio de T : L vom 29. Sanuar 1903, Nr. 25) und

onrinotso S A n Ou » + ngeordneten - UATaANICan Cs

Haudel und Gewerbe.

(Aus den im Reihsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.

Oesterreih-Ungarn. Aenderung einiger Bestimmungen der Durchführungs- r\chrift zum Zolltarifgeseß und der Erläuterungen zu m olltarif. Eine Verordnung der österreichishen Ministerien | Finanzen, des Handels und des Ackerbaues vom 29. Dezember ‘gänzt und ändert einige Be l m Zolltarifgeseß und der E andel8arhiv 1906 I S. 1350). Die, Ergänzungen und Aenderungen betreffen: Teerfarbstoffe in Holzfässern und die Zollbehandlun und Puvppenköpfen aus Zelluloid, Malzertrakten, * Handschuhen aus ganz- und halbseidenen Wirkstoffer linigen Zwickeln, Bürstenbinderwaren, Reklamebilderbü Kinderbilderbüchern, Bierglasunterseßz aus Holzstoffpappe, Maß- bändern, hölzernen Kindermöbeln, Stiefelstreckern, bourdiähnlicen Lochsteinen, Hoblziegeln (Spaltvierteln), Eisenwaren, vergoldet oder versilbert usw. feinst bearbeitet, Svirals{läuhen mit Dichtung von Kautschukfäden, emailliertem Eisenblehges{chirr mit einem einzelnen Zierstreifen aus Goldfarbe, eisernen fleineren Werkzeugen für den Handfertigkeitsunterriht oder den Hausgebrauh, feinen eisernen Taschenwerkzeugen, eisernen Laubsägeboden, Winkelhaken (Winkelmaßen) und Linealen ohne Maßeinteilung, sonst rohen eisernen Schrauben Schraubenmuttern und Bolzen, deren Preßgrate abgedreht oder abge- fräst sind, Ziebbarmonikas, Kunstdrucken und graphischen Darstellungen zu Unterrihtszwecken. D des „Neichsgeseßblatts“ für

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stimmungen der DurbführunaëporsHr t [mU igen DCET WVUTMTUL TrUnNgeDor rist S e d f e F rlauterungen zum Zolltarif (Deutsches

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Die Verordnung ist im I. Stücke 3

. R A 40 »+ono t ; ; 7 e im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder vom 1. Januar I. veröffentlicht.

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Goldgewinnung in RußlanL.

Ueber die Entwicklung der Goldindustrie Rußlands gibt die S chfolgende Uebersicht einigen Auf\{luß: q SWlichtgold, an Reines Gold, in Abgeliefert die Laboratorien den Laboratorien an den abgeliefert gewonnen Münzhof Pud Pfund Pud Pfund Pud Pfund 1899 (4. 2368 2 u S S O «P a00 1 2055 19 1847 31 O 1 2. 0 0 o . O00 J 2044 32 2069 34 1903 «e BODO 30 2290 07 2262 26 I ¿ Z008 6 2262 18 2278 14 I «e BOBO 1 1998 39 1732 d v 0 4 2244 31 1790 28 1E s C +2000 3 227 19 1742 Ee 10G. «S OULD 29 2559 15 1875 Le In der ersten Rubrik der vorstehenden Tabelle sind die Mengen Gold verzeichnet, die jährlich an die Gold aus\{melzenden Labora- torien, sowohl staatlihen als au privaten, abgeliefert werden. Diese Ziffern zeigen, daß die Goldindustrie merklich vorwärts schreitet. Im

Kisjenö, Pécska, Világos, | - ; S hre 1908 erreichte die Mus : 13 ; o V2 l : | _Sztropkó E Jahre 1908 erreichte die Ausbeute die noch bisher niht dagewesene 1910. E F s. euccheu im Auslande, L Nr. 5. t BIA A S avbal St. Bodrogköz, Gälszécs, Ziffer von 3045 O Das Jahr 1905 ist als ein Ausnahme- (Nach den neuesten im Kaiserlihen Gesundheitsamt eingegangenen amtlihen Nachweisungen.) es 4 RMabna. Sea Nagymihäly,Säárospatak, | | | jahr anzusehen und darf hierbei niht in Betracht gezogen werden, tda , , , (— _ F - ps e ° c- + e - z . , , v L e (e 9 A 2 e j f F ; tri H; trt S Inf Y ; p L E 1) Ein Punkt in einer Spalte der Uebersicht bedeutet, daß in der betreffenden Nachweisung eine Angabe für diese Spalte nicht enthalten ift; ein Strich bedeutet, daß Fälle der betreffenden Art A i sc8almás Baz Sátoraljaujhely, Sze- die Goldindustriellen Ditsibiriens infolge des Krieges mit Japan der nach den vorliegenden Angaben nicht vorgekommen sind. : vg Beg Zilk, Ube rencs, Tokaj, Varannó, | Möglichkeit beraubt waren, zu arbeiten. 7 Die Bezeichnung „Gehöfte“ {ließt ein: Ausbrüche (Großbritannien), Ställe, Weiden, Herden (Schweiz und Frankrei), Besißer (Luxemburg und Niederlande), Ställe S M artants, Stadt Sätoraljaujhely . Das Gold wird in Rußland in drei Bergbezirken gewonnen: im (Norwegen), Bestände (Dänemark). : jarass M Bon Maric, St. Czelldömölk, Felsöör, Ural, in Westsibirien und Ostsibirien. Finnland sei hier niht berück- Die in der Uebersicht nicht aufgefübrten wichtigeren Seuchen, -wie Rinderpest, Raushbrand, Wild- und Rinderseuhe, Tollwut, Lungenseuhe, Schafpocken, Geflügelholera, Hühnerpest, Büffels C Erveriós 5 (Stabadka) Güns (Köszeg), Nêéme- sichtigt, da seine Goldausbeute im Jahre fi nur auf einige Pfund eue. Hämoglobinurie usw., find in der Fußnote nachaewtesen. ere]1ope drsi E tujvár, Sárbár, Stein- beläuft. Im Kaukasus ist man bisher über Schürfungen nach Gold attetttttmrerr tirt ttermtttttt noch nicht hinausgekommen. i

Gesundheitêwesen, Tierkrankheiten und Absperrungëmaßregeln.

VNorbemerkungen :

S S E E E E N - 7 Zombor | c M E b ibelu : S. Apatin, Hódság, Kula, amanger (Szombathely), zucht hinai l E : | i i Maul- ä - ; Schweineseuche ?) D T O O Städte Köszeg, Szom- In den Laboratorien der drei Bergbezirke wurden die na(- Milebeand und Klauenseuche Schafräude Notlauf ‘der Schweine) (einshließlich Schweinepest) R vSIA S | bathely stehenden Mengen ausgeschmolzen: E E e T R As blva, M / lividet c | k St. L Olsniß (Mu- D Westsibirischer Ostsibirischer

j L E E o | raszombat), Szentgott- gebiet Bergbezir Bergbezirk Ge- j h i Bezirke Ge- Geböfte| Bezirke OIO M. Fünfkirchen | . _ hárd, Eisenburg(Vasvár) c | : Pud Pfund Pud Pfund Pud Pfund MELNDEN D S : | K. Weszprim (Veszprém) | 1899 ¿O 19 295 17 1212 27

K.Bars,Hont, M.Shemniß | St. Balatonfüred, Kesz- A. O 20 279 16 191 Ua

(Selmecz- és Bélabánya) A thely, Pacsa, Sümeg, 0: S 11 300 13 1200

K. Békés. ......... | Tapolcza, Zalaegerszeg, | | O. D 38 0 4 U 4

“a Bistrip (Besztercze)- Zalaegerszeg - | 9 E O 16 9262 1520 39

E De- | | | St. Alsólendva, Csáktor-| | | | 1905 439 230 C 1329 26

Wöchentliche, bezw. | i. | nya, Nagykanizsa, Letenye, | | Ie... W498 219 D O 18

: | | recske, Ermihályfalva, Nova, Perlak,StadtGroß- I A... 408 830 0 34 E as

a LA6 n Ad L L L Tal l i 1,20 4::20: - 775) S DIIN, | fanizsa (Nagykanizsa) . . |——| —| 8 201 O 50 26. 1. ¡F4188| ¿11 1.6) E F E : T/ : Sárrét | | | G Lte i L biete Bo n L, E. Ra : E 15 : i A L H : i i: ¿ L: S| - 1794 St. Cséffa, Elesd, Központ, | | Kroatien-Slavorten. s r LO ele nimmt die Goldindustrie im Ural allmählih E40 : n : E O i . s B 5 Lf á | M | Mezökeresztes, Szalärd, | | S. Belováe - Q5rös: Na- i : A In E Ae sich bie È roduktion nicht verändert; wenn 4 [A 1 S i j 2 E: : 4 B e : s N M. Großwardein (Nagy-| | | rasdin (Varasd), M. Va- | | hier niht neuere vervollklommnete Maschinen und Vorrichtungen zur | | | L L ¡ le | | Ausbeutung der Lagerstätten eingeführt worden wären, so würde hier

614/0404 . 4 T 1E i | | | 97 119.099. oi l 19 | 97 5 N Es A T S 0! 4 bárad/ | | s 7e t Ri ; Foin. Siri 97.112.09-2./1.10 ú a e M / S . 430 V E B 8) Ps e | ‘7 42 lg : Ein o] St. Bél, Belényes, Ma-| | | | | a U SEaua 1 bestimmt ein Rückgang eingetreten sein. Ostsibirien dagegen hat einen

4 32/12 M F 24 R E | J “Ll L T, gyarcséke, Nagvszalonta, | | K. Pojsega E offenbaren Fortschritt in der Goldgewinnung aufzuweijen; die Menge

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Staaten Zeitangabe.

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Sperrgebiete 2c.)

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Zahl der vorhandenen ments, Gouvernements

Bezirke (Provinzen, Departe- |

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Oesterreichß . . A Kroatien-Slavonien O s Bulgarien. Ftalien.

Schweiz : Großbritannien .

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17./1.—23./1.10 Ö N E 16:/1.—22/1:104 . (24 -| . | 25 M b s | des ausgeshmolzenen Goldes steigt beständi influf i i Zenke, Vaskóh | | K. Syrmien (Szerém), M. des ausgeshmolzenen Goldes steigt beständig, und der Einfluß des Halbmonatliche und monatliche Nachweisung K. Borfod 2 9 | 9 : E O Le alta g n TaS äußerte seine Wirkung nur auf zwei Jahre, da Belgien 9 116./12.-31./12. 09 ; 23 1 1 E “J | K. Kronstadt (Brasss), | K. Veröcze, M. Efseg] | | | wilde dls Ün Sale e E E ( . « . . . is . t. « . A ° j . . . o j . . J | . * . “9 * * . F . - e î - [1 2. 4: | j | » | (E f E I 1446 Ï | | J L V ; ¿ J . L L Bosnien u. Herze- | | | | | | Pra (s anzeRh | its M | Die legte Rubrik in de A ieses Artikels ; : Gie 9 c | | | : | . Cf fongrád, M.} | 5 C | | Vie legte Kubril in der zu Anfang dieses Artikels gebrachten a, 53 Dezember 1909| 13 1 l S. 1 Ih. 1-1 1 1 N N l 123 43 V I C O Ée E (Zágráb), M. L. A i Tabelle zeigt die Menge Gold, die an den Münzbof abge- | l E AE | liefert wurde. Diese Menge nimmt von Jahr zu Jahr ab und er-

: : Oesterreich 2 Bez., 2 Gem., 3 Geh. überhaupt verseuht; Ungarn 22 Bez., 47 Gem., 48 Geh. überhaupt verseucht; Kroatien-Slavonien 2 Bez., „, 3 Geb. über- i in (Sz i im I Außerdem : Rauschbrand sterreich z Ge Th j garn Bez., 47 G Geh. überhaupt verseucht; Kroatien-Slavonien 2 Bez., 3 Gem., 3 Geh. ü gedin (Szeged) reichte im Jahre 1908 nur 1875 Pud, d. h. nur 73,3 0/9 des ge-

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haupt verseuht; Jtalien 2 Bez., 2 Gem. überhaupt, 1 Geh. neu verseucht; Schweiz 4 Bez., 5 Gem. neu verseucht; Belgien 2 Bez., 3 Gem. neu verseucht. K. Ck | | Zusammen Gemeinden (Gehöfte) Ba e S L D Tollwut: Oesterrei ch 16 Bez., 31 Gem., 32 Geh. überbaupt verseucht; Ungarn 53 Bez., 208 Gem., 215 Geh. überbaupt verseuht; Kroatien-Slavonien 3 Bez., 4 Gem., 5 Geh. über - K Gran (Esztergom),| | | | | a. in Oesterreich: N Eva ie Neingoldes, während bor Einführung des freien Goldver- dum V r: S an n E. OFTIGUE 5 Bulgarien 4 Bez., 4 Gem. neu verseucht; Jtalien 8 Bez., 11 Gem. überhaupt, 1 Geh. neu verseucht; Bosnien u. Herzegowina Las O, | | Rot 16 (17), Maul- und Klauenseuße ( 2 Schweinepest E V “Bree aweisel bt cin fer Tse téid T T ee 3 Bez., 20 Gem. überhaupt verseucht. i Z omárom), M. Gyò | | Schweineseu j li uf ine 26 (: oldes irtig ins Au: wenigsten häftigen sich di Schafpocken: Ungarn 10 Bez., 68 Gem., 162 Geh. überhaupt verseucht; Bulgarien 1 Gem. neu verseucht. i L i L Komárom 2 i | | | R ) E E E rone 20 G9) E gegen a aeg ntra M aa ai rin Ae sh die Geflügelcholera: Oesterrei 1 Geb. verseuht; Ungarn 5 Bez., 5 Gem., 20 Geh. überhaupt verseucht; Kroatien-Slavonien 1 Geh. verseucht. } K.Stuhlweißenburg(Fejér), b. in Ungarn (aussch!. Kroatien-Slavonien): E E E Beschälseuche: Bosnien u. Herzegowina 1 Geh. verseucht. M. Stuhlweißenburg Roß 25 (29), Maul- und KlauenseuGße (—), S@hweinep:st Rat iat (Schweineseuche) 318 (794), Rotlauf der Schweine 60 (115).

(Sijékes-Fejérvár). . .

1) Schweiz: Stäbchenrotlauf und Schweineseuhe. ?) Großbritannien: Schweinefieber; Jtalien: Schweineseuchen (allgemein).