1910 / 69 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

ftraße

5 Kurßze, Karl, in Pödelist bei Goseck, Kreis Querfurt, Wilhelm, in Zabikowo Nr. 106, Kreis

15) Hübner, Posen-West,

16) Schubert, Schönau a. K,

17) Raupach, Gustav, in Bolkenhain i. Schlesien,

Gottlieb, in Cammerswaldau,

18) Baier, Franz, in Posen O. 1, Schießstraße 3 (ev.

Halb-Dorfstraße 35),

19) Swienty, Alois, in Ellguth-Tworkau, Kreis Ratibor, 20) Altvater, August, in Landeck, Kreis Habelschwerdt,

21) Kube, Wilhelm, in Wilkau, Kreis Schweidniß, 22 8 umbusch, Heinrich, in Beelen, Kreis Warendorf, 23) Nünning, Bernhard, in Wessum, Kreis Ahaus, 24) Peters, Anton, in Hagen i. W., Winkelstraße 12, 25) Neuhaus, Lebrecht, in Wald, Kreis Solingen,

26) Uterath, Johann, in Oberaußem, Kreis Bergheim,

27) Strunk, Heinrich, in Bonn, Am Burggraben 5,

D 4 E e, e , K P , 29) Schwermer, Heinrich, in Rheidt, Kreis Siegburg,

29) Wagner, Mathias, in Schleidweiler, Kreis Trier,

30) Js horst, Joseph, in Osnabrück, Sutthauserstraße 31,

31) von der Elter, Friedrich, in Erfurt, 32) Pfannmöller, Erfurt, A Schmidt, Martin, in Schlochau, 34) Riß, Heinrich, in Damerow, Kreis Schlawe,

39) Klein, Wilhelm, in Danzig, Baumgartsche Gasse 19,

36) Schulz, August, in Danzig, Frauengasse 8.

Die Militärpensionskasse hier ist angewiesen, die Aus- zahlung der Ehrengeschenke an die bezeichneten Empfänger am dem Geburtstage Seiner Majestät

22. März 1910 Des Hochseligen Kaisers Großen Empfänger gegen bescheinigte Quittung, zu bewirken. Berlin, den 26. Februar 1910. - Kriegsministerium, Verforgungs- und Justizdepartement. von Vallet des Barres.

Do Vltattialetit Aus den für 1909 fälligen Zinsen der von dem verstorbenen

Geheimen Kommerzienrat Salomon Lachmann in Berlin

Jgnat, in Hummersen, Verwaltungs-

gegründeten Stiftung sind die nachstehend n 2c gründe ti ( genannten 27 Kriegsinvaliden mit Geldgeschenken von je 45 4 bedacht worden : » e nan g, Karl, in Tilsit, Nosenstraße 9, 2) YBauszus, Friedri, in Schiewenau, Kreis Wehlau 3) Weyland, Albert, in Wangerin, Nörenberaerftase 4) Hau Bn Stettin, Arndstraße 37 b, Hof, i )) Otto, Rudolf, in Berlin, Planufer 2, A E Le Carl, in Frankfurt a. O., Crossenerstraße 27 þ 4) alle, Hermann, in Züllichau Unterweinberaen. Kreis Hüllichau-Schwiebus, E N 9) Ernst, Gottfried, in Delitzsch, Sekuriusstr ) Ernst, G m D , Seluriusstraße 24 9) Hinze, Eduard, in Aschersleben, Gala e 32 M S Í Le wsfi, en, in Chwalfkowo, Kreis Schrimm, A ann in C ‘eis f ned. : ert, in Carolath, Kreis Freystadt R, 2) Zwan, Anton, in Fürstlich Neudorf, Nos i Kreis Groß Wartenberg, / 9 O ) Stein, Franz, in Patschkau, 5 i Neisse j j Patschkau, Marktplaß 51, Kreis A) Ostermann, q Blomberg i. Liype, : L B Butkérmann, Wilhelm, in Essen, Steelerstraße 113 ‘#16 Kohr, Johann in Bettingen, Kreis Saarlouis / V Kleutgens, Lambert, in Aachen, Borgraben 87 f No, Heinrich, in Hamburg, Vereinsstraße 9 pt. L M Griebel, Heinrich, in Beidenfleth, Kreis Steinburg, 20 waldmann, Christian, in Göttingen, Notestraße 18, 21 Sch ud, Adolf, in Lüchow (Kreis Lüchow), e 53) Rd es M in Dobenau, Kreis Biedenkopf S Le, VroDoNRn, in Geiersthal bet Maat S. But Kreis Königsee, O E N 24) Bornwasser, Gustav, in Oli rei i A . Z s D lv 7 Í D j : Höhe, Ludolphinerweg 98, E POOS 29) Do liva, Samuel, in Königsguth, Kreis Osterode Ostpr. 20) Schöttler, Joseph, in Elspe, Kreis Olpe, i i a Reichhold, Konrad, in Lindheim, Kreis Büdingen Die Militärpensionskasse hier ist angewi ie Au : ' I gewiesen, die Au zahlung der __gedachten Geldgeschenke dem tee bes Stifters gemäß zum 22 März 1910 dem Gehbu rtstage Ae Majestät Des Hochseligen Kaisers und Königs lrt E O _— mittels Postanweisung, an den lenden Empfänger scheinigte Quit r pfänger gegen bescheinigte Quittung, Die Benachrichtigung der Emvfänger i E tigung pfänger über diese Be- willigung hat auf Grund dieser Bekanntmachung durch Vie be treffenden Bezirkskommandos zu erfolgen. i | Berlin, den 23. Februar 1910. Ü Kriegsministerium, Versorgungs und Justizdepartement. von Vallet des Barres.

Wol Aatiiatett

Aus den für 1909 fälligen Zinsen ei ; de us fAligen Zinsen einer von dem König- lichen Hoflieferanten, Kommissionsrat Hoff zu Berta e Stiftung ind die nachstehend genannten me aria 5 en mit Geldgeschenken von je 15 bedacht

M C : Ov : ( l) P ost, Johann, in Jodupchen, Kreis (Gumbinnen,

N er, Hermann, in Leipzig-Volkmarsdorf, Julius-

Kreis

Eduard, in Bindersleben, Kreis

en Kai und Königs Wilhelm des mittels Postanweisung, an die in Berlin wohnenden

dorf

Wilhel

Die Militärpen zahlung der c N gemäß zum 22. Mär Majestät de

m des

in Berlin wohnende zu bewirken.

__ Die Benach willigung hat

Versorgungs- und Justizdepartement.

14) Grunwald, Johann, in Dirschau, Schöneerstraße 27. sse hier ist angewiesen, die Aus- Geldgeschenke dem Wunsche des Stifters dem Geburtstage Seiner und Königs - mittels Postanweisung, an den n Empfänger gegen bescheinigte Quittung,

1910 - s ochseligen roßen

Kaisers

Kriegsministerium,

von Vallet des Barres.

13) Schalkamp, Theodor, in Freckenhorst, Kreis Waren-

rihtigung der Empfänger über diese Be-

auf Grund dieser Bekanntmachung durch die

betreffenden Bezirkskommandos zu erfolgen. Berlin, den 21. Februar 1910.

Seiner

vember Lehranstalt Diesex hat

Sein

Urkunde ist präsidenten

vorgeschrie

Beamten

worden î

berechtigt kleidet hinter sih g Ordinance“ Dienstjahr 1

Dienstjahre, berechtigende

1909

mittels Allerhö

der Bi q

Die Höhe

Preußen. Berlin, 22. März. Jhre Majestäte j besuchten, „W. T. Bu lee Majestät des Kaisers Wilhelm Mausoleum in Charlottenb einen Kranz nieder.

__ Nachdem dur bischöfliche Stuhl hat nah Maßgabe der durch

durch

Bestätigung zur

dem

der Provinz Westfalen ausgehändic j

| 54 gt worden, nachdem den durch die Verordnung vom 13. Februar 1887 enen Eid abgeleistet hat.

__ Die Regierung der britishen Transvaalk ie hat amtlich bekannt gegeben, daß die seinerzeit 1 Ne 06e Br „¿Neichsanzeigers“

retoria eingeseßte Kommission zur Vrü An- elden auf Ren \ zur Prüfung von An- : er frühern Südafrikanischen R a laagi (a beendet hat und am 31. enua 1910 aufgelöst

„_ Anfragen mit Bezug auf die Arbeiten dieser Kommis; ind künftig zu richten an O e e fe O P. O. Box 433, Pretoria“.

Gu O L al Qualons Amendment Act 1909“

De N pel olonie \ind zum Bezuge einer

: i Pa en der genannten Kolonie alle diejenigen für

penhtonsberechtigendes Staatsamt

l haben und

31. Mai 1902 fortgedauert hätte, )

ehabt u1

ein Recht auf Pensionsbezug erworben hätten. der Penston von 1904 bei 10 und mehr Dienstjahren für jedes

60 Des

bis zum Höchstbetrage von n Höchstgehalts. Die Pension ist nicht übertragbar

und nicht pfändbar :

in Artikel 22

tommission

urteilung zu bestimmten {weren Str i retung zu weren Strafen und ruht bei Konkurs- erossnung bis zur Nehabilitierung. | E Durch eine öffentliche Bekanntmachung des Sekretärs der 2 des neuen Geseges laffenen M ads alle diejenigen, en Vorschriften ein Neht auf Pens

i j j enstonsbezug z

glauben, aufgefordert l Fesensbezug u haben

einer Pension sobald

müssen entha des Gesuchste stellung und ¿Freistaatregie Behörde, die

amts W. 8

Nj » Die Gesuche sind an R. Thomline Esq., S Ls N R. Thomline Esq., Secretar Pensions Commission, Treasury, Bloemfontein, z1 L

lten: [lers s\o1

des Datums rung, und wenn möglih auch eine Benennung der

diese er

Mit Ablauf des 26. Mar ; ì : { Ot 9 40. Mârz mir s S r A (Unter den Linden 19) i tärz d das Postamt W. 64

(Fran

„Familiennamen und vollständige Vornamen

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

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äpstlihes Breve vom 7. König

ischof am 18. März d. J. dur den Ober-

/ - zu vergl. Nr. 265 om. 9, November 1908 in nen, und Unterstüßungen von Republik

„the Secretary to the Treasury,

betiteltes

worden, die am 11. Oktober 1899 ein _im damaligen Freistaat be ihre Amtsführung bis zum e, eine zehnjährige Amtsdauer 1d nah Maßgabe der Geseße des Freistaats

die, wenn

beträgt nah der

„Pensions

Durchschnittshöchstgehalts der leßten drei 2/3 des pensions-

das Necht zum Bezuge erlischt bei Ver-

_ vorgesehenen Pensions- die auf Grund der neu er-

worden, ihre Gesuche um Zuerkennung als möglich einzureichen. :

zu richten und

vie Angabe der seinerzeit bekleideten Amts- der ersten Anstellung unter der

ste Anstellung verfügt hat.

) In eine Zweigstelle des Post- zösische Straße 9/12) umgewandelt

ch den Tod des Bischofs Dr. Schneider der von Paderborn zur Erledigung gekommen, : denden A vom 30. No- ( / ) ‘das Domkapitel der Kathedralkirhe zu Paderborn die Wahl eines neuen Bischofs attiefundèn, als auf den bisherigen Professor an der philosophisch-theologischen zu Paderborn Dr. Josef Schulte gefallen ist. Þ Februar 1910 die usübung seines bischöflihen Amtes erhalten. ê er Kaiser und l er Urtunde vom 28. Bischof Dr. Josef Schulte die nal erkennung als Bi

1 haben Februar 1910 dem gesuchte landesherrlihe An-

hof von Paderborn zu erteilen geruht. Die

Kaiser und die Kaiserin zufolge, heute, am Geburtstage weiland des Großen, das urg und legten am Sarkophage

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notwendiges Erfordernis

und

Die Regierung erklärte:

am 19. März in Futschau eingetroffen von dort wieder in See.

des „Reichs-

stürmischer Als nah

im Gesicht verlette.

Abgg. Zacharias, Ludwig B ed, mund Eitner erklärten, daß sie es gewesen seien, die gegen die

Abgeordnetenhaus wegen ihres hung.

Volks ver)ammlungen zu stattfand,

1 ai 4 Personen wurden verwundet und zwölf verhaftet.

Ablauf seines Mandats aufzulösen.

Hossmnung Ausdru, ia Svinn 2m t!

seitige Vertrauen zwischen dem König und der Nation den un

samtbaus Französische Straße 9/12/Jägerstraße 67/68 M provisori g Pakelannahme in boi a S

.„) in dem Neubauteile Französi | eingerichtet werden. ibauteile Französische Straße 9/19

Anlage C zur Eisenbahnverkehrsordnung.

_… Auf Grund der Schlußbestimmung in der Anlage (! Eisenbahnverkehrsorbuang hat das Reichseisenbahnamt unte 9-0. M, einige Ergänzungen und Aenderungen der Nr. ] Eingangsbestimmungen. A. Sprengmittel verfügt. \ In der 1. Gruppe a. (Ammoniaksalpetersprengstoffe) ist „Donarit 1“ nachgetragen und die Vorschrift über die Zu-

A a „Siegenite“ geändert. __ «M die 2. Gruppe þ. (Chlorat- und Perchl stof ist „Alkalsit A“ Ed ME /Puangstoff

Das Nähere geht aus der Bekanntmachuna i : Reichsgeseßblatts vom 17. d. M. hervor. jung in Nr. 12 deg

Der Königlich italienische Botschafter Pansa hat Berlin

verlassen. Während seiner Abwesenheit führt der : Orsini Baroni die Geschäfte der Botihagt, ot Maftarat

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. v Buchs“ und geht übermorgen

Jn der Ersten und Zweiten Beilage zur heutigen Nummer i und Staatsanzeigers“ wird die vom Neichs- isenbahnamt aufgestellte tabellarische Uebersicht der Be- riebsergebnisse deutscher Eisenbahnen für ‘den

Monat Februar 1910 veröffentlicht, auf die am Sonnabend

. W. an dieser Stelle auszüglih hingewiesen worden ift.

Oecfterreih-Ungarn.

Jn der gestrigen Sizung des u d N ( ( Sißung ngarischen Ab- eordnetenhauses, als der Ministerpräsident Graf Khuen

Hedervary nah Verlesung des Köniali C ‘ei

s Vie Auf löfuno sung des Königlichen Handschreibens, um mit den Rednern der Opposition und Franz Kossuth, hauses als ungesetlich hinstellten,

des Parlaments, zu reden begann Grafen Batthyanyi , , œ . E [ die die Auflösung des Abgeordneten- l ins zu polemisieren, kam es zu imultuarischen Auftritten, über die das -W. D. B“ ie jolgt, berichtet : E

Der A bent wurde während seiner Nede unablässig

U Trmondo Amit Ko f 2 Iunt Pot dur lärmende Zwischenrufe seitens der Unabhängigkeitspartei unter-

ochen, sodaß nach zehn Minuten die Sizung wegen der immer werdenden Zwischenrufe unterbrohen werden mußte. Wiederaufnahme der Sitzung der Ministerpräsident erhobener Stimme auf die Nedefreiheit berief und

sich mit fih darauf gegen die Stenographen wendete E

7 : : ¿U 1EUICE N 2 unversländliche Rede zu beendigen, wurde vou dem An p a

1 Buch gegen ihn Eleudert, Ren Deel ihn an der Stirn und ; ‘nige Oppositionelle stürmten gegen Ninister- äsidenten, andere \{leuderten Bücher und Sibiiausa M er,

Ackerbauminister S i in Ti f Ade! Serenyt wurde durch ein Tinte iemli heblich verlegt. Æintenfaß ziemlich er-

Nor S IONo f S \ i

Ae S Präsident sorderte die {huldigen Abgeordneten

, Uch zu melden, worauf die sämtlich der Justhpartei angehörenden L N e

Vtto Hoffmann und Sieg-

inisterbank Hefte und Bücher geworfen hätten. Sie baten das

ungebührlihen Benehmens um Ber

e Die Ans endete in großer Aufregung. C A ¡ G Wle das „W. T. B.“ meldet, drückte der König Franz

V 3 J » f 5; S (3 T1 Joseph dem Ministerpräsidenten und dem Akerbauminister

2 I j s 4 4 E v4 Os Der im Abgeordnetenhause gegen nte unternommenen ichen Angriffe seine Teilnahme aus. Der Erzherzog

V, 4 c §9 oe fe, Josef stattete dem Ministerpräfidenten einen Besuch ab, um

t Bedauern über den Vorfall auszudrüen.

Gestern abend veranstalteten die Sozialisten in Budapest u Gunsten des allgemeinen „nah deren Schluß eine Straßendemonstration over, Raketen und Petarden zur Explosion gebracht Die Polizei schritt mit blanker Waffe ein. Mehrere

ahlrechts, rden.

E Der ungarische Reichstag ist heute mit einer Thron e geschlossen worden. Jn der Thronrede wird erklärt

S die Tätigkeit des Reichstags nach vierjähriger Dauer und - as nolwendige harmonische Zusammenwirt | mäßigen Faktoren ins Stocken geraten seien.

a An 0s Q E ocen gerc Jn dieser für das 1d schädlichen Lage sei beschlossen worden, den Reichstag vor A djen. Die Thronrede gibt der daß das Einverständnis und das gegen

örten Gang des verfassungsmäßigen Lebens fichern werde.

Großbritannien und JFrland.

Das Ober s ; Ae a Ans hat gestern, wie das „W. T. B.“ melde! ersten beiden der drei Resolutionen angenommen, die

Ugy 5 . Lord Rosebery am 9. d. M. beantragt hatte, und nach denen

starke aktionsfähige zweite Kammer niht nur ein

Bestandtei I 11

hl des Sas e 6 der Verfassung, sondern für das d foi Made ist 0E u B Gleichgewicht ein N und am besten dur eine Ne

Neukon 1 4 A h) eine Uo \luierung des Oberhauses gewonnen werden kann.

obschon sie den Resolutionen nich!

M gur

1 Schatzkanzler Lloyd George verteidigte auf die Angriffe 4: G endi Finanzpolitik der Regierung und erklärte, er habe del Neußerstes zu tun, um die Verwirrung,- die bezüglich der Erhebung i Le mmensteuer durch das Vorgehen der Lords hervorgerufen V Len sei, nah Möglichkeit zu verringern. Nachdem die das Veto- i der Lords betreffenden Resolutionen diskutiert worden seien, if ie Regierung ihren Weg gehen und ihr Leben sowie das Leben

e D vit rlaments cinseßen, um die Finanzen des Jahres zu regeln.

4 Verlauf der weiteren Sißung wurde die Congofrage erneut gebracht. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Sir ward Grey wiederholte im wesentlihen seine Er- {sjrungen vom 10. März. Die belgische Negierung habe die Pertragsrehte Englands nit in Grage gestellt. Sie habe die Persicherung abgegeben, daß sie in der Verwaltung des Congostaats Aenderungen eintreten lassen werde, die die Situation mit der Ansicht (nglands von seinen Vertragsrehten in Einklang bringen werde. die Zukunft beständen bessere Hoffnungen. Es werde auch ferner- in diplomatisher Dru ausgeübt werden, um für die Ein- und den Handel im Congogebiet Zustände zu sichern, die h im Einklang mit den britischen DBertragsrechten befänden. Er glaube nicht, daß die Zeit gekommen sei, die Anwendung von diplo- matischen Mitteln. aufzugeben. Ein über Somaliland veröffentlichtes Blaubu ch besagt, „W. T. B.“ zufolge: i Die Regierung habe sih entschlossen, das Innere zu räumen und fortan nur Berbera und möglicherweise zwei andere Punkte an der iste beseßt zu halten, um Gnglands Anspruch an das Land zu be- haupten. Die befreundeten Stämme seien bewaffnet worden, um sie n den Stand zu seßen, si selbst gegen den Mullah zu verteidigen. Ste würden von der Zurückziehung der Truppen benachrichtigt werden 1d die Zurückziehung werde unmittelbar darauf ihren Anfang nehmen.

un Frankreich.

Das Abkommen über die marokkanische Anleihe ist, M. T. B.“ zufolge, gestern vormittag in Paris von dem Minister des Aeußern Pich on und den marokkanischen Ge- sandten unterzeichnet worden. S e

Die Deputiertenkammer hat in der gestrigen Sigung mit 425 gegen 34 Stimmen eine Resolution an- genommen, die die Regierung ersuht, den Eisenbahn: angestellten die Wohltat rückwirkender Kraft für die Alters- pensionen während der Uebergangsperiode zuteil werden zu lassen.

Rußland.

Die Reichsduma schritt gestern bei vollbeseßtem Hause zur Wahl des neuen Präsidenten. Die Sozialdemokraten, die Arbeitsgruppe und die Kadetten enthielten sich, „W. T. B.“ ¡ufolge, der Abstimmung und verlasen Erklärungen, in denen e lhre Stimmenthaltung mit dem Hinweise darauf begründeten, daß das Präsidium der dritten Duma deutlich dem rechten Flügel der Duma zuneige, die Interessen der Minderheit ignoriere und zulasse, daß die Tribüne der Duma zu einer provokatorischen Waffe gemacht werde zum Zwecke der Dis freditierung der Volksvertretung Rußlands. Zum Präsidenten wurde mit 221 gegen 68 Stimmen der Führer der Oktobristen Gutshkof f gewählt.

Ftalien.

Der deutshe Reichskanzler Dr. von Bethmann Hollwe g ist, „W. T. B.“ zufolge, gestern nachmittag in Begleitung des Gesandten von Flotow in Rom eingetroffen. Am Abend fand zu Ehren des Reichskanzlers bei dem deutschen Botschafter von Jagow ein Festmahl statt.

Wie die „Agenzia Stefani“ meldet, hat der Minister- präsident Sonnino im Hinblick auf die parlamentarische Lage jeine Entlassung gegeben. Der König behielt sih die Enscheidung vor. Die Minister bleiben mit der Führung der laufenden Geschäfte betraut.

Die Deputiertenkammer hat sih nah Entgegen- nahme der Mitteilung von der Demission des Kabinetts auf unbestimmte Zeit vertagt.

Türkei.

Der König und die Königin der Bulgaren sind gestern nachmittag in Konstantinopel eingetroffen und, „W. T. B.“ zufolge, von dem Sultan, dem Thronfolger, dem Großwesir und mehreren Ministern sowie zahlreichen anderen Würden trägern auf dem Bahnhof empfangen worden. Nach der Be grüßung und der Vorstellung des Gefolges \critten die Monarchen die Front der Ehrenkompagnie ab, bestiegen sodann mit der Königin eine Jacht und fuhren, von der Kriegsflotte mit Kanonensalven begrüßt, nah dem Yildiz Merassimkiosk, wo das Königspaar und sein Gefolge Wohnung nahmen. Am Abend fand im Palais des Sultans ein intimes Festmahl statt.

Griechenland. Die Deputiertenkammer verhandelte gestern über die Jnterpellationen, betreffend die Ereignisse in Thessalien. Der Ministerpräsident Dragumis seßte laut Bericht des «W. T. B." die Umstände auseinander, durch die die Truppen ver- anlaßt worden waren, gegen die aufrührerishen Bauern von ihren Waffen Gebrauch zu machen. Rallis und Theotokis billigten die Haltung der Regierung. Dragumis erklärte im weiteren Verlauf der Sizung, daß die Regierung entschlossen sei, gegen die Urheber der Unruhen, wer sie auch seien, mit Strenge vorzugehen. Die Kammer ging alsdann zur Tagesordnung über. Vorgestern sind in Thessalien von den revoltierenden Bauern Versammlungen abgehalten worden, die, obiger Quelle ¡ufolge, ohne Nuhestörungen verlaufen sind. Rhallys hat an den Kammerpräsidenten das Ersuchen gerichtet, den Abg. Karaisfkai sogleich nah Athen zurückzuberufen, da er den Mittelpunkt der Aufstandsbewegung zu bilden scheine. Die Parteiführer haben der geplanten Reinigung der Armee unter der Bedingung zugestimmt, daß der General Smolensky zum Präsidenten der Kommission ernannt werde, die die Reinigung vollziehen soll.

Amerika.

Statistik und Volkswirtschaft.

Deutscher Außenhandel im Februar 1910.

Nach dem Februarheft 1910 der vom Kaiserlihen Statistischen Amt herausgegebenen „Monatlichen Nachweise über den auswärtigen Handel Deutschlands“ betrug die Einfuhr im Februar d. J. 3610913 t, ferner 109 812 Stück (Pferde, Wasserfahrzeuge, gn, gegen 3 731 281 t und 135 173 Stück im Februar v. I. Der Ausfa ist dur die geringeren Erzbezüge bedingt. Die Ausfuhr erreichte 3714832 t, ferner 19 315 Stück gegen 3 469 254 t und 22 905 Stück im Februar v. I.

Die Gesa mteinfuhr in den Monaten Januar und Februar d. I. beträgt 7 885228 t, ferner 225 378 Stü gegen 7 377 710 t und 218 696 Stück im Vorjahre. Die um über 0,5 Million Tonnen gegen das Vorjahr gestiegene Einfuhr ist namentlich auf die erhöhten Bezüge von Erzeugnissen der Landwirtschaft usw. (—+ 0,4 Million Tonnen) zurückzuführen. Nur ein Tarifabschnitt, mineralische und fossile Rohstoffe, Mineralöle, zeigt einen Rückgang, die übrigen 18 eine Zunahme der Einfuhr.

Die Gesamtausfuhr machte in den beiden Monaten Januar und Februar d. J. 7445217 t, ferner 64497 Stück aus gegen 6 821 363 t und 60263 Stück im Vorjahre. An der verstärkten Ausfuhr sind 17 Tarifabschnitte beteiligt, namentlich Erzeugnisse der Landwirtschaft usw., mineralishe und fossile Nohstoffe, hemische und pharmazeutische Erzeugnisse, unedle Metalle und Waren daraus, leßtere wegen des besseren Absatzes von Eisen und Eisenlegierungen. Die beiden Tarifabschnitte mit Ausfuhrabnahmen sind Bücher, Bilder, Gemälde und Edelmetalle und Waren daraus.

Der Werte Gin ere m Sebruar d. J. 662,5 Millionen Mark an Waren und 36,1 Millionen Mark an Edel- metallen, in den beiden Monaten Januar und Februar d. I. 13422 Millionen Mark an Waren und 50 Millionen Mark an Edel- metallen gegen 1236,22 und 35,9 Millionen Mark im Vorjahre.

Der Wert der Ausfuhr betrug 580,9 Millionen Mark an Waren und 16,0 Millionen Mark an Edelmetallen im Februar, 11228 Millionen Mark an Waren und 22,6 Millionen Mark an Edelmetallen in den Monaten Januar und Februar d. I. gegen 971,3 und 49,1 Millionen Mark im Vorjahre.

Die Zunahme der Wareneinfuhr gegen die beiden ersten Monate des vorigen Jahres betrug 106 Millionen Mark, die Zunahme der Warenausfuhr 151,5 Milltonen Mark. Die Ausfuhr war im Februar d. I. dem Gewichte nah höher als die Einfuhr.

Zur Arbetterbewegung.

Infolge von Lohnstreitigkeiten hat am Sonnabend, der „Köln. Ztg." zufolge, eine größere Zahl von Arbeitern und Arbeiterinnen der Weberei und Färberei von Knemeyer u. Co. in Herford die Arbeit eingestellt. Die Firma hat fih darauf genötigt gesehen, den Betrieb vollständig einzustellen.

Aus Chicago wird dem „W. T. B.* telegraphiert: Der Kommissar des Arbeiterdepartements Neil und der Präsident des Verbandes der Lokomotivführer und Heizer Carter erklärten als Ergebnis der gestern stattgefundenen Konferenz, es sei die An- nahme berechtigt, daß der Streik auf den westlichen Bahnen abgewendet werden wird. (Vgl. Nr. 64 d. Bl.)

Nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Kansas City sind die gewerkschaftlich organisierten Lederarbeiter in allen Städten, mit Ausnahme derer im Osten, in den Ausstand getreten.

Wohlfahrtspflege.

Gewinnbeteiligung der Arbeiter in Großbritannien im Jahre 1908/09.

Nach den Zusammenstellungen im offiziellen Organ „The Board of Trade Gazette“, Dezemberheft 1909, hatten bis Ende Juni 1909 im vereinigten Königreiche 62 Firmen die Gewinnbeteiligung der Arbeiter. eingeführt. Die Gesamtzahl der bei diesen Firmen in der Zeit vom 1. Iuli 1908 bis 30. Juni 1909 beschäftigten Arbeiter variierte zwischen 73297 und 79660. In der entsprehenden Periode 1907/08 bezifferte sih die Zahl der eine Gewinnbeteiligung gewäh- renden Firmen auf 51; die Zahl der bei diesen beschäftigten Personen \{chwankte zwischen 56 011 und 60 282.

Ueber die Höhe der den Arbeitern zuerkannten Anteile in Pro- zenten der LWhne gaben 47 Berichte] Aufs{chluß, deren Ergebnisse in der folgenden Tabelle zusammengestellt sind:

n i Dur(hschnittl. Fälle, in denen| A

Anteile aus- Zahl der gezahlt wurden| Beschäftigten

Zahl der

Beteiligten

Höhe der Anteile in

Prozenten der Löhne

258 247 20 534 15 347 14 393 2 386

6 007 4 927 7716 7 300 1286 103 DDT 210 2 359 1 851 A 120 D5 Ohne nähere Angabe = 1 587 Aus\chließlih jener Fälle, für die Angaben über die Höhe der ausgezahlten Gewinnanteile nicht vorliegen, beliefen fich die zuerkannten Anteile im Gesamtdurhschnitt auf 4,8 9%/% des Betrags der gezahlten Löhne gegen 7,1 9%/% im Jahre 1907/8. Der Gesamtbetrag der Gewinn- betciligungssummen, der in der oben angezogenen Quelle niht an- gegeben ist, muß sih hiernach gegen das Vorjahr nihcht unwesentlich vermindert haben.

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Kunft und Wissenschaft.

A. F. Sn der ordentlihen Märzsißung der Berliner Gesell- schaft für Anthropologie gedachte der Vorsitzende Professor von den Steinen des Todes zweier korrespondierender Mitglieder in Won und Batavia und nahm von dem am 7. März erfolgten Hinscheiden der Freifrau Irmgard von Nichthofen, Witwe des 1905 verstorbenen, ausgezeihneten Forshers Ferdinand von Richthofen, Anlaß, an den idealen Kreis im Richthofenschen Hause zu erinnern, dessen Seele die Verewigte im glücklihsten Bunde mit dem ihr im Tode vorangegangenen Gatten gewesen war.

Den ersten Vortrag des Abends hielt, thn durch Lichtbilder be gleitend und an Modellen erläuternd, Herr H. Sökeland über die Entwicklung der sogenannten römishen Schnellwage, moderne Laufgewichtswage in ihrer einfahsten Form. Der Nedner ist bekannt durch ähnliche, stets mit hoher Gründlichkeit be- triebene historishe Forschungen von kulturellem Wert aus

Hauser im

Vorlage des Hausershen Fundes“. In Ausficht stand also, daß die Gegenstände des berühmt gewordenen Fundes, genauer der beiden Funde menshlicher Skelette, welhe dem s{chweizer Anthropologen

iluvium des südwestlihen Frankreihs geglüdckt sind, gezeigt werden würden. Es verhielt sich in der Tat so: Dr. Hauser hatte beide be, die er an erstec Stelle dem Museum für Völker- kunde zum Kauf anbietet, auszustellen gestattet. Die beiden Schädel lagen unter einem Glasbehälter auf dem Vorstandstish: rechts von der L T aus geséhen, der im Sommer 1908 in der Aurignac- \{chicht von Combe Capell bei Mentferrand, Périgord, gefundene, zu einem vollständigen Skelett gehörige Schädel; links der im Sep- tember 1907 im Tal der Vézere, Nebenfluß der Dordogne, der Moustérienshiht entnommene Schädel, mithin der Schädel des Homo Aurignacensis Hauseri neben dem des Homo Mousteriensis Hauseri. Da die Geologen die ältere Moustérienshiht als an der Wende * der Vorlesten Cle, m ber priten Hâlfte der Waldphase der leßten Zwischeneiszeit entstanden ansehen, so befand sich also die Versammlung den Schädeln zweier Menschen gegenüber, deren Erdendasein etwa 120 000 bis 150 000 Jahre vor der JIettzeit sih abgespielt haben mag, gewiß ein Anlaß zu Gefühlserregung, doch auch zur aufmerksamen Anhörun dessen, was nah den eingehenden Darlegungen von Professor Klaatsh der prüfende Verstand aus dem Vergleich der beiden Schädel gefolgert hat. Dieser Vortrag wurde von der Versammlung mit der größten Aufmerksamkeit angehört. Der Redner wiederholte zunächst, was die leßten Jahrzehnte, beginnend mit dem Neandertaler Funde an Skelettresten von Menschen der Diluvialzeit ans Licht gebracht haben, und wie es heute {hon möglich ist, genaue Vergleiche anzustellen, namentlich an Stellen, wo sich, wie in der Höhle von Krapina, Kroatien, eine große Zahl von Skeletten gefunden hat. Diese leßtere Stelle verglich der Redner mit einem Schlachtfelde. Wie es z. B. niht {wer sein würde, aus Mafssengräbern der mandschu- rishen Schlachtfelder russishe * von japanishen Skeletten zu scheiden, so enthalten die 14 Krapina - Skelette, unter deutlichen Anzeichen von hier geübtem Kannibalismus, Reste deutlich als verschiedenen Nafssetypen angehöriger Menschen, die sich wahrscheinlißh feindlich gegenübergestanden haben werden. er Ausgrabung des in der Aurignac-Schicht gefundenen Sfkeletts hat Professor Klaatsch, da er nach Verabredung gleih bei den ersten Anzeichen eines zu machenden Fundes durch Hauser telegraphish herbeigerufen war, von Anfang bis zu Ende beigewohnt. Jede einzelne Phase der Ausgrabung wurde forgfältig photographiert und das bei der Beisezung des Toten in der Grotte künstlich in Hockerstellung gebrahte Skelett mit nur geringen Verleßungen aus den meterdicken Diluvialshichten, die es bedeckten, ans Licht gebracht. Professor Klaatsch gab nun, auch durch anschau- lie LUchtbilder erläutert, interessante Mitteilungen von seinen vergleihenden Studien an den verschiedenen, dem Diluvium entnommenen Menschenresten: vom Neandertalmenshen ange- fangen, die Galley-Hill Spy, Engis, Cro-Maenon und Krapina- \kelette umfassend, bis zum Pithecanthropus von Java und zu Skeletten der Australier, \{chließend mit einer die bewährtesten Hilfs- mittel vergleihender Anatomie benußenden Nebeneinanderstellung der jüngst gefundenen Reste der beiden Menschentypen, deren Schädel der Versammlung vorlagen. Bezüglih der beiden leßteren gelangte der Redner zu dem Ergebnis, daß sie ganz verschiedene Typen darstellen, der Moustérienshichtmen\ch dem Neandertaler Typus gleiche, die Reste des Menschen der Aurignacschicht, der ohne Zweifel ein Mann von etwa 50 Jahren gewesen ist, dagegen erhebliche Verschiedenheiten in dem Sinne zeigen, daß die dem Neandertaltypus angehörige Nasse von derberem Gliederbau und anders gearteter Schädelbildung fei als die zierlichere Aurignacrasse, deren Schädel und Gesichtsbildung den Langschädeln der indogermanischen Rasse ähneln mit einer großen Achse von 198 mm und einer größten Breite von 103 mm. Der Vortragende glaubt, daß die Gesamtheit der bisherigen Funde, die sich nah den beiden Typen des Moustérien- und des Aurignac-Menschen sondern lassen, beweise, daß beide beträchtlich verschiedenen Menschenrassen in der Diluvialzeit nebeneinander in Europa vorkamen, daß sie wahrscheinli einander’ feindlih gegenüberstanden, aber \{ließlich doch Vermischungen der Rassen eintraten. Doch wo kommen die einen und die anderen ursprünglich her? Professor Klaatsh beantwortet diese Frage mit großer Vorsicht. Er glaubt in dem groben Typus der Neandertaler Menschen von afrikanischer, in dem feinern der Aurillacrasse Menschen von asiatisher Herkunft zu sehen und erinnert daran, daß auch die Fauna des Diluviums, die praeglaciale Tierwelt in Europa eine afrikanishe und asiatishe Herkunft nebeneinander zeigt: Elephas antiquus neben Elephas primigenius. Die Aurillacrafse zeigt ent- schieden anatomishe Aehnlichkeit mit .der australischen Menschen- rasse, überrashend aber ist die Aehnlichkeit, welhe die ver- gleihende Anatomie enthüllt zwishen dem Gliederbau der Neandertalerrasse und der afrikanishen Anthropoiden, der Gorillas einerseits, der Aurillacrasse und der asiatishen Anthropoiden, der Orangutangs und Gibbons, andererseits. Professor Klaatsh {ließt daraus, daß die Anthropoiden einer abwärts ibi Entwicklungs- reibe desselben Urtypus angehören, aus dessen rihteter Entwicklungsreihe die Neandertaler Menschen Menshen der Aurillacrasse hervorgingen. Der Vortragende {loß unter dem anhaltenden Beifall der Zubörerihaft mit den Worten: er verhehle sih nicht, daß es neue Bahnen seien, auf die seine Forschungen die anthropologishe Wissenschaft lenken, es sei damit erst ein Anfang der von der vergleihenden Anatomie ermöglichten speziellen Vergleiche vershiedener Menschentypen gemacht, die noch unendlich vermehrt werden müßten, doch auch vermehrt werden würden auf Grund neuer Funde. Aber diese Ver gleihe würden erst Licht auf die weitere Ausbildung und Ent- \stehung der Typen werfen, deren Entwicklung in prä historisher und historisher Zeit zu erklären, bisher so große Schwierigkeiten bereitet hätte. In der sich anschließenden Debatte erbat und erhielt Professor Kossinna noch einige Erläuterungen bezüglich der Bewertung der Zeiten der Diluvial-Schichtenbildungen, die einen so tomplizierten Charakter angenommen haben. Erofefsor Iäkel-Greifs- wald erklärte sich mit den gehörten Ansichten vollständig ein- verstanden, daß es, entgegen der bisherigen Anschauung, es habe in der Natur immer nur aufsteigende- Entwicklungsreihen gegeben, auh eine absteigende Tendenz gebe und gegeben habe. Am Schluß dankte Professor von den Steinen dem Vortragenden, hervorhebend, daß er der Versammlung die ungeahnte Perspektive einer Vorgeschihte des Menschengeschlechtes gezeigt habe. Es. sei gewiß nicht zu erwarten, daß die gehörten Ansichten ohne Widerspruch [eiben würden, aber in jedem Fall würden sie mächtig anregend wirken. Direktor Professor Schuchardt {chulde man Dank, daß er es möglih gemacht habe, die Originale der interessanten Schädel auf den Tisch des Hauses zu stellen.

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Wie „W. T. B.“ aus Dresden meldet, ist in der vergangenen Nacht in Kloßshe der Bildhauer Professor Dr. Johannes

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o ( ? Cv - , , 2) Heiden, Johann, in ¿suhlendorf, Kreis Franzburg, / ( Schilling, Ehrenbürger der Stadt Dresden, gestorben.

3) Prieqniß, Mi 1 O T Vet S W iegniß, Wilhelm, in Wepriß, Kreis Lands- 4) Bläsfing, berg a. W,, 9) Heinrich, Ferdinand, in Jänickendorf Qrots V i - Zänickendorf, | 3 ckrboa- Luenwalde, / Un Zänickendorf, Kreis Jüterbog-

A der gveigstelle wad Ney mit dem O von briefen, Tele 2 “Annahme von Postanweisuugen, Einschreib- bis Ende Süolarm hae Hohrpostsendungen, Ferngesprächen und Brief- ab p n er von gewöhnlichen Paketen befassen. Der amt 8 über 0Jrpostlbestellbezirk geht ungeteilt auf das Post- t: wad E 1. Oftober ab wird die neue Zweig G i Glben 16 n neu angemieteten Räumen Unter den 6) Linnar, Karl, in Lippe t. C) Kreis A A de 52 c ) verlegt werden. Ebenfalls mit Ablauf bos 7) Severin, K T B U Ul » Angermun C, 260. März wird das Post t W. 49 (Behr Gs N s 8) Sch molke, Christi e ale 2 gehoben; gleichfalls siedelt das P samt Puget c ) 4 ck : A N C444 e 2 : a G 6 A A i F : 9) Franke, Agust, in Grobwis Keie S ia E A straße 8/9) in das neue reihseigene Dienstgebäude Französisch

10) Neumann, Karl, in Bicarón Kreis Srcitich, M2 Straße 9/12 über. Die Annahmestelle für gewöhnliche Pakete

) Neugebauer, Jakob, in N dh rey) p i 2-Sl, des jeßigen Postamts 8 (Taubenstraße) bleibt vorläufig in de O.-Schl,, j N / Nashowa, Kreis Kosel | 3 ( den

l bisherigen Diensträumen bestehen. Vom 1. Oktober d. J. ab, 12) Schrage, Berthold, in Salzuflen, Fürstentum Lippe,

MmTY4| dem Gebiet der Lechnik. Auch was er über die - Ge E \hihte der „Desemer - Wage“ ermittelt hatte, von der ein Eremplar z. B. bei den Ausgrabungen auf der Saalburg gefunden worden ist, bewährte seinen Scharfblick für solhe Unter- suchungen. Merkwürdig genug ist es, daß die einarmige Hebelwage die ältere, die soviel übersihtlichere und einfachere gleiharmige Schal- wage die jüngere Erfindung ist; daß im Mittelalter der von den Römern überkommene Bronzestab mit Laufgewicht im fast aus\{ließ lihen Gebrauch war, und erst die 1462 vom Nürnberger Nat erlassene Wägeordnung den Ausgangspunkt für den allgemeinen Gebrauch der gleiharmigen Schalwage und geeihter Gewichte bildete. Der zweite Vortrag des Abends, den Professor Dr. H. Klaats\ch- Breslau über das Thema „Aurignac-Nasse und ihre Stellung im Stammbaum der Menschheit“ hielt, war mit großer Spannung erwartet worden. Er hatte den Hörsaal des Museums bis auf den leßten Play gefüllt und eine Anzahl Gäste von auswärts herbeigerufen, teils auf Grund .des vielversprehenden Themas, teils dur die der Ankündigung beigefügten Worte „mit

J i A 475 L. y , ber die Mat il g Ne sle doch keinem Plane zustimmen, B ® Vverhauses über das Unterhaus verstärken

Die peruan ische Regierung hat, wie das „W. T meldet, der chilenischen Regierung mitgeteilt, daß sie ihren Gesandten wegen der Ausweisung peruanischer Priester aus den chilenischen Provinzen Tacna und Arica abberufe.

Der chilenische Minister des Auswärtigen hat in seinem Antwortschreiben auf die Note der peruanischen Gesandt haft, in der diese um Zustellung ihrer Pässe ersucht, obiger Quelle zufolge, sein Bedauern ausgesprochen, daß die von Chile in Tacna getroffenen Maßnahmen zu einer Verstimmung ge sührt hätten. Der Minister ist der Ansicht, daß der von Peru iniernommene Schritt geeignet sei, die Lösung des Konflikts zu verzögern, und lehnt jede Verantwortung ab.

Literatur.

Die bekannte Mythologie der Griechen und Römer von Professor Otto Seemann ist in 5, von dem inzwischen ver- storbenen Professor Dr. Nichard Engelmann besorgter Auflage im Verlag von E. A. Seemann in ipzig erschienen (geb. 4,50 4). Das Buch ist im wesentlihen ein Auszug aus Professor Dr. See- manns Buch „Götter und Heroen der Griechen“, das troß seiner Borzüge wohl wegen seines Umfanges in den Gymnasien nicht die erhoffte Verbreitung gefunden hat. Gleich jenem Werk ist die „Mythologie der Griechen und Nömer“ bedacht, die Behandlung des Stoffes zu ver- tiefen und namentlich dur Bild und Beschreibung die künstlerische Darstellung der verschiedenen Gottheiten den Schülern näher zu bringen, als dies in der Negel in den für die Schulen bearbeiteten Mythologien zu geschehen pflegt. Außerdem ist in dem Buch die römische Mythologie mit in den Kreis der Darstellung bezogen. Jn der vor-

Karl, in Lipkeschbr Pote Q É. N Ï i A pleshbruch, Kreis Lands: u der gestrigen Sigung des Unterhauses En rand Va R Us ri e L und R Veérklrag oder ein Abkommen de A et Dber maritimer Natur bestehe, nah dem nah dem Mütteltgae verpflichtet sei, den britischen Handel, der jedwede Gefahr meer geht, und den Suezkanal benußt, gegen Falle eines 1 rif Jeder YLiniicht zu schüßen und wodur im der französischen Fle, die absolute Herrschaft der englischen und der Premterminifior M3 u E gesidert sei. Nachdem af on Nou 99U1k), obiger Quelle zufolge, erklärt Enaland nd Franc eye retbt ommen dieser Urt gischen T è t bestehe, nahm das Ç J ; gemeine Beratung des Etats wieder E MAO E 08

fragte

mit welchem Tage die Pak ) e Gage etannahme des Postamts 64 auf- gehoben wird, soll bis zur vollständigen Fertigstellung des G