1910 / 91 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Personen, zu deren Gunsten der eingetragene Gläubiger in bezug auf die Porderung oder deren Zinserträgnisse durch einen Vertnert im Reichs\huldbuche beschränkt ist, bedürfen zu ihrer Gültigkeit derselben

orm, welche für die Anträge vorgeschrieben ist. Zum Widerruf einer Vollmacht genügt O ENAe Form. -

Zur Löschung von persönlichen unvererblichen Einschränkungen des Gläubigerrehts oder des Verfügungsrehts, welche durch den Tod des Berechtigten erloschen sind, ist nur die Beibringung der Sterbe- urkunde erforderli; das Recht auf den Bezug rückständiger Leistungen wird hierdurch nit berührt.

Vermerke, welhe durch Zeitablauf hinfällig geworden sind, n ohne Zustimmung der Berechtigten von Amts wegen gelös{cht werden.

Anträge öffentlicher Behörden bedürfen, wenn sie ordnungsmäßig unterschrieben und untersiegelt sind, keiner Beglaubigung.

8 17. Die Zahlung der Zinsen einer eingetragenen Forderung erfolgt, sofern niht die Vorausseßungen des $ 7b Abs. 2 vorliegen, mit rechtlicher Wirkung an denjenigen, welher am zehnten Tage des dem Fälligkeitstermine der Zinsen vorangehenden Monats eingetragener Berechtigter war. A

8 18. Die Zinsen werden in der Zeit vom vierzehnten Tage vor bis zum achten Tage nah dem Fälligkeitstermine durch eine öffent- lihe Kasse. ferner innerhalb des Weltpostvereins mittels Uebersendung durch die Post oder auf sonstige vom Reichskanzler zu bestimmende Weise auf Gefahr und Kosten des Berechtigten gezahlt. Bei Zahlung der Zinsen im Postüberweisungs- und Scheckverkehr können die Post- gebühren mit Ausnahme der Bestellgebühren auf die Neichskasse über- nommen werden. Die Bestimmung der Landeskassen, durch welche Zinsen gezablt werden, erfolgt durch den Reichskanzler im Einvernehmen mit der Landesregierung durch den Bundesrat.

Kommt die Sendung als unbestelbar zurück, fo unterbleiben weitere Sendungen, bis der Gläubiger die rihtige Adresse angezeigt hat.

S 20. An Gebühren werden erhoben:

für Wschung einer Reichs\huldbuhforderung zum Zwette der j Ausreichung von Reichs\chuldver)chreibungen, für je angefangene 1000 #4 Kapitalbetrag 0,75 46, jedoch mindestens 2 X.

Die Gebühren werden von dem Antragsteller, soweit nötig, im Verwaltungszwangsverfahren eingezogen. Auch kann die Voraus- bezablung der Gebühren gefordert werden.

An Gebühren für die gerihtlihe oder notarielle Beglaubigung der Anträge sind zu erbeben :

bei Beträgen bis 2000 #

bei Beträgen über 2000 4 . O soweit niht nah landesrechtlihen Vorschriften eine geringere Gebühr zur Hebung kommt.

Beglaubigungen von Unterschriften unter Anträgen, Vollmachten und Genebmigungëéerklärungen, die nah ihrem Inhalt auéscließlich eine im Reichss{uldbuch einzutragende oder eingetragene Forderung betreffen, find stempel- und gebührenfrei.

B. Der $ 23 wird gestrichen.

Artikel Il.

Der Zeitpunkt, mit welchem dieses Gesetz in Kraft tritt, wird dur Kaiserlihe Verordnung mit Zustimmung des Bundesrats bestimmt.

1,590 M,

Artikel TII.

Der Reichskanzler wird ermächtigt, den Tert des Geseßes vom 31. Mai 1891, betreffend das Reichs\huldbuh (Reichsgeießbl. S. 321), wie er sih aus den Aenderungen dur Artikel 50 des Einführungs- geseßes zum Bürgerlichen Gesezbuh vom 18. August 1896 (Reichs- geseßbl. S. 604), $ 188 des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Ger'chtsbarkeit vom 20. Mai 1898 (NReichsgeseßbl. S. 369 und 771), das Gese von 28. Juni 1901 (Neichsgeseßbl. S. 251) und durch dieses Geseß ergibt, unter der Ueberschrift:

RNeichs\huldbuchgeset,

unter fortlaufender Nummernfolge der Paragraphen und unter Weg- lassung des $ 24 durch das Neichsgesezblatt bekanntzumachen.

Soweit in anderen Geseßen auf Vorschriften des Gesetzes vom 31. Mai 1891 verwiesen ist, treten an deren Stelle die entsprehenden Vorschriften des durch den Reichskanzler bekanntgemachten Textes.

Jagd. Betanntmamung, Jagd auf Nehböcke.

Für den Regierungsbezirk Potsdam mit Ausnahme der Stadtkreise Charlottenburg, Schöneberg, Rirdorf, Deutsch- Wilmersdorf, Lichtenberg und die Landgemeinde Borhagen- Rummelsburg wird der Anfangstermin für die Jagd auf Rehböccke auf den 17. Mai 1910 festgeseßt.

Potsdam, den 5. April 1910.

Der Bezirksaus\uß.

Joachimi. |

Handel und Gewerbe.

Nach der Wochenübersicht der Neichsbank vom 15. April 1910 betrugen (+ und im Vergleih zur Vorwoche) :

Aktiva: 1910 | 1909 | 1908

Metallbestand (Be- ! Mh | | M stand an furs- fäbigem deutschen Gelde und an Gold @ in Barren oder aus- [ändishenMünzen, das Kilogr. fein zu | i | S 2784 4 berechnet) | 1 115 488 | 915 488 000 )\(+ 35 371 000)

3A

38 039 darunter Gold i 828 704 000 |

Bestand an Neichs- |

tafensceinen . 66710000} 68890000 | 66 343000 (4+ 2403 000)|(4+ 282236 000) (4+ 775 000)

Bestand an Noten | | | anderer Banken 31659000 | 28290000| 33461000

(4 9 394 000)|(+ 7 983 000)(—- 8 398 000) 970 759 000 | 856 584 000 | 968 740 000 (—150 410 000)|(—126 710 000)|(— 112 819 000)

| 82250 000 80318000 | 113296 000 (— 27 757 000) (— 21 924 000)|(— 27 651 000) Bestand an Effekten] 96865000| 362231 000 | 154351 000 (— 35 089 000) (+ 8 918 000)|(— 7 241 000)

Bestand an sonstigen | | Alliven.… . . „| 1605596000 | 134195 000 116 735 000 (— T 037 000) (— 1 390 000)(4 13 198 000) Passiva: | | | Grundkapital. . .| 180 000 000 180 000 000 | 180 000 000 | (unverändert) | (unverändert) | (unverändert) 643814000} 64814000 | 64 814 000 (unverändert) | (unverändert) | (unverändert) Betrag der um- | | laufenden Noten . | 1596101 000 | 1580 891 000 | 1 517 745 000 (—136 748 000) (—119 681 000)(—125 627 000)

Bestand an Wechseln

Bestand an Lombard- | forderungen

co e D Reservefonds .

sonstige täglich fällige | | | Berbindlichkeiten .| 659 871 000 732 626 000 | 570081 000 (— 34 014 000 (+ 30 250 000)(4- 34916 000) 28 501 000) 26 070 000 35 774 000

sonstige Passiva . | ; 070 00 { (—- 580 000) (+ 583 000) (4 742 000)

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie “.)

Landwirtschaftlihe Ausstellungen in Frankrei.

Die diesjährigen französishen nationalen landwirtschaftlichen Schaustellungen finden gleichzeitig vom 28. Mai bis 5. Juni in ‘Bordeaux, Lille und Moulins statt. Die Programme: die erst ganz kürzlih erhältlich waren, enthalten die gleichen Bedingungen für die Teilnahme wie in den Vorjahren. An den mit den Schau- stellungen verbundenen Ausstellungen für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte sowie für Verpackungsmaterial können si hiernach auch ausländische Aussteller wieder beteiligen, sofern sie ihre Erzeugnisse dur einen in Frankreich wohnenden Ver- treter vorführen lassen.

Je 1 Exemplar der Ausstellungsprogramme fowie Anmeldungsformulare die Anmeldefrist läuft bei allen drei Ausstellungen nur bis zum 28. April d. I. liegen bis zum 28. April d. J. im Bureau der „Nachrichten für Handel und Us ete. e Verl Fer age e a/E, Im Immer a, sowie auch bei der Ständigen Ausstellungskommission sür die deutsche Industrie, Berlin, Roonstraße 1, für Interessenten zur Einsichtnahme aus.

Herr Karl Saae in Paris, 43 Nue de Maubeuge, hat sih auch in diesem Jahre wieder bereit erklärt, die Vertretung deutscher Inter- essenten zu übernehmen. Weiter geeignete Vertreter dürften von den Kaiserlihen Konsulaten in Bordeaux und Lyon (für Moulins) sowie von dem Kaiserlichen Vizekonsulat in Roubaix (für Lille) nahgewiesen werden können. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Paris vom 2. April d. J.)

Ueber die Sprengstoff- und Zündwarenindustrie

in Belgien.

Das Arbeits- und Gewerbeaufsihtsamt in Brüssel hat seinen bis- herigen 7 Monographien über verschiedene Industrien in Belgien als achte eine Veröffentlihung über die Lage der Sprengstoff- usw. und der Streichhölzerindustrie („Fabrication des Explosifs et Industries connexes; Fabrication des Allumettes“) angefügt.

Diese Veröffentlihung behandelt :

1) Sprengstoffe (Schwarzpulver, Sicherbeitszündstoffe, Cheddite, rauchloses Pulver, Dyfamit);

2) Verwandte Industrien (Patronen für Feuerwaffen, Sicherheits- sprengschnüre, Zündhütchen, Zündblätthen, Feuerwerk) ;

3) Streichhölzer.

Der Stoff ist bei den einzelnen Industrien ebenso angeordnet wie in den früheren Monographien. Besonders hervorzuheben sind die Angaben über die Bezugsländer der Roh- und Halbstoffe, die dafür und für die fertigen Erzeugnisse in Belgien gezahlten Markt- preise sowie der wirtshaftlihe Teil (Statistik, ZollsGhuß, Ausfuhr usw.} und die Adressen der belgishen Fabrikanten.

Ein Exemplar dieser Verö ffentlihung, die au aus Brüssel von dem Office de Publicité. J. Lebègue & Cie., Rue de la Madeleine 46, oder von der Société Belge de Librairie. Rue Treurenberg 16, bezogen werden .kann (Preis pro Heft broshiert: 3 Franken), liegt während der nächsten drei Wochen im Bureau der „Nachrichten für Handel und Industrie“, Berlin NW. 6, Luisenstraße 33/34, im Zimmer 241, für Interessenten zur Einsichtnahme aus und kann nah Ablauf dieser Frist deutschen FInter- essenten auf Antrag für kurze Zeit übersandt werden. Die Anträge sind an das genannte Bureau zu richten.

(Nach einem Bericht des Kaiserlihen Generalkonsulats in Söul.)

Schweden.

Geplantes Einfuhrverbot für Kartoffeln. Die shwe- dische Landwirtschaftsverwaltung hat den Erlaß eines Einfuhrverbots für Kartoffeln zur Verbinderung der Einschlerpung der Kartoffelfäule nach Schweden empfohlen. (The Board of Trade Journal.)

Cuba.

Befreiung gewisser Waren vom Zollzuschlag. Laut Dekrets Nr. 53 vom 20. Januar d. F. sind von dem durch Dekret Nr. 44 vom 1. Februar 1904 festgeseßten Zollzushlag*®) in Höhe von 30 v. H. befreit Flas enkapseln aus Weißbleh (hojalata) für Bier- und Mineralwasserflashen der Tarifnr. 56, wenn fie von den Gewerbetreibenden selbst zwecks Verwendung in ihrem eigenen Fabrik- betrieb cingeführt werden, und laut Dekrets Nr. 54 vom gleichen Tage gewalzter Stabl in Stangen aller Art eins{hließlih der Nundstäbe (varillas) von mehr als 8 mm Dicke der Tarifnr. 36 þ, wenn fie von den Gewerbetreibenden selbst zwecks Verwendung in ihren eigenen Betrieben zur Errichtung von Gebäuden ufw eingeführt werden. (Nach einem Bericht der Kaiserlihen Ministerresidentur in Havana.)

Schußh- und Ledergeschäft in Meriko.

Nach Meriko werden Schuhwaren baupt\ächlich aus den Vereinigten Staaten von Amerika und aus Spanien eingeführt. Die spanischen Schube für Meriko werden namentlih auf der Balcarcninsel Mallorca hergestellt. Sie werden dort zu 30 bis 37 Doll. das Dutend Paar Manners{ube und zu 29,50 bis 31,50 Doll. das Duygend Paar Frauen\{ubhe im Großhandel gekauft, und in Meriko werden diese Männerschube mit 4,50 bis 6 Doll. das Paar und Frauenschube zu 3,50 bis 3,75 Doll. das Paar im einzelnen abgeseßt. Amerikanische Schube erfreuen fich großer Beliebtheit, werden auch zum Teil in Mexiko selbst nachgemaht. Die Einfuhr von Schuhen aus Oesterreich und Frankreich ist im Vergleiche mit der aus den Vereinigten Staaten nur unbedeutend, ist jedoch im Steigen begriffen. Leder wird haupt- fächlih aus den Vereinigten Staaten und Deutschland eingeführt, aber auch aus Großbritannien und Frankrei in erbeblihen Mengen bezogen.

Die einheimisde Schubhwarenfabrikation hat sich in leßter Zeit bedeutend gehoben. Es gibt etwa 13 Sqhuhfabriken, unter denen die der United States Shoe Manufacturing Company in Mexico City (Colonia del Nuevo Nosto), die Exzelsior Shoe Factory in Tacubaya, einer Vorstadt Merxicos (C. B. Zetina gehörend), die Cunard Sboe Factory in Gomez Palacio (Durango) die be- deutenden find. Nähere Angaben enthält das Drucbeft des Depar- tements für Handel und Arbeit der Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Titel: Shoe and Leather Trade in Cuba und Mexico.

Das Heft liegt während der nächsten drei Wochen im Bureau der „Nachrichten für Handel und Industrie“, Berlin NW. 6, Luisenstraße 33/34, im Zimmer 241, für Interessenten zur Einsihtnahme aus, und kann deutschen Interessenten auf Antrag für kurze Zeit übersandt E Die Anträge sind an das genannte Bureau zu richten.

Aus\cchreibungen.

Lieferung von Kies nach den Niederlanden. 25. April 1910, 11 Uhr. Deichgraf und Deichbebörde von Krimpenerwaard (Prov Südholland), im früheren Rathaus zu Bergambacht (Prov. Südholland). Lieferung von Unterhaltsfkies für die Deichkronen und Wege nach cinem Mutter, das bei dem Fabriklandmesser zu Lekkerkerk erbältlich ist. Die Bestecke sind für 0,25 Fl. in der Gemeinde- \chreiberei zu Ouderkerk a. d. Yssel und bei dem genannten Fabrik- landmesser zu erhalten. Die CEinschreibebillets müssen spätestens bis 23. April in der genannten Gemeindeschreiberei eingegangen sein.

26. April 1910, 6 Ubr. Voistard der Deichbebörde Baarland

(Prov. Seeland), in der Gemeindevolks\{ule zu Outelande. Liefe-

*) Deutsches Handels-Archiv 1904 I S. 382.

rung von preußischem Kies, der in den Häfen Baarland, Elle- woutsdyk und enen frei an Land zu schaffen ist. Die Be- dingungen der Verdingung sind gegen Bezahlung von 50 cts. bet der Firma F. Kleeuwens u. a in Goes erhältlich.

Lieferungen und Bauten für die belgishen Staats- bahnen. Demnächst. Börse in Dele 17 Lose. Lieferung von Wagengarnitur, wie: vernickelte Me ngluapfe, -Ninge, -Griffe, Gardinenträger, Aschenbehälter, Neße, Leinwand, Wasserbehälter, Spiegel, Linoleum, Schilder, bedruckte Gläser usw. auf Station Mecheln (gare de Muysen).

Anlage einer Wasserleitung in Belgien. 4. Mai 1910,

11 Uhr. Wenduyne-sur-Mer, Maison communale. 1) Lieferung

und Legen der Röhren mit Zubehör für die Wasserleitung. 42 830 Fr.,

Sicherheitsleistung 4000 Cr Lastenheft 3,50 Fr., Plâne 10 Fr.

2) Wettbewerb für den Bau des Wasserwerks, Sicherheitsleistung

rae Lastenheft 175 Fr. Eingeschriebene Angebote bis zum APrIl. »

Sicherung eines Teiles der Kaimauer am Osten der Außenhafen: -12. Mai 1910, 10 Uhr, Ostende, Direction du Service spécial de la cóte, 34 rue Wellington. 435 822 Fres. Sicherheitsleistung 35 000 Frcs. Lastenheft Nr. 7 zum Preise von 30 Centimes, Preis des Planes 1,40 Fres., zu beziehen vom. Bureau des adjudications, Brüffel, rue des Augustins 15. Ï

Ersatz einer Drehbscheibe von 13,50 m auf der Station Ath (B elgien) dur eine solhe von 18,56 m. 30. April 1910, 12 Uhr. Station in Tournai. 6164 Fr., Sicherheitsleistung 600 Fr., Speziallastenheft Nr. 126 fostenfrei vom Bureau des adjudications in Brüssel, Nue des Augustins 15, zu beziehen. Eingeschriebene An- gebote zum 26. April.

Ausbeutung einer Manganmine in der Türkei. Das Ministerium für Ackerbau, Minen und Forsten in Konstantinopel ver- steigert die Konzession zur Ausbeutung einer 1947 Dönüms (türkische Morgen à 9,19 ha) großen Manganmine im Kreise Kessendire (Saloniki) auf die Dauer von 99 Jahren. Angebote bis zum 8. Ok- tober 1910 an das genannte Ministerium, woselbst nähere Bedingungen.

- Lieferung eines Dampfbootes für den Dienst in den Dardanellen. Vergebung durch die Kaiserliche Sanitätsverwaltung in Korstantinopel. Interessenten müssen einen Befähigungsnachweis beibringen des Inhalts, daß sie derartige Lieferungen zur vollen Zu- frievenbeit der Besteller {hon ausgeführt haben. Sicherheitsleistung in Höbe von 500 türkischen Pfund in bar oder durch Bankscheck er- forderlich. Angebote mit Plänen und Preisangabe *bis zum 5. Mai 1910 an die genannte Behörde, woselbst Lastenhefte.

Lieferung von Gußeisen für die bulgarischen Eisen- bahnen. Anschlag: 8500 Fr.; Kaution: 475 Fr. Verhandlung: 27. April a. St. (10. Mai n. St.) in der Kanzlei der Sofianer Kreisfinanzverwaltung. (Bulgarische Handelszeitung.)

Norwegen. Lieferung eines Petroleumbootmotors von 12 oder 15 PS., fertig auf dem Beting in Kristians\and montiert. 30. April 1910. Zollinspektorat in Kristianssand S8. Angebote werden im Bureau des Zollinspektors in Kristianssand entgegen- genommen. Vertreter in Kristiania notwendig.

Lieferung von Draht nah Norwegen. 12. April 1910, 12 Uhr. Neichstelegraph in Kristiania. Lieferung von Kuvpfer-, Bronze- und Eisendraht. Angebote werden im Bureau der - Tele- graphenverwaltung, Kristiania, Torvet 13, entgegengenommeu. Spezi- fikationen und Bedingungen im Bureau Nr. 2 der tehnishen Ab- teilung der Telegraphenverwaltung ebendaselbst. Vertreter in Kristiania notwendig.

Konkurse im Auslande.

Finnland.

Inställelsedag (Termin zur Anmeldung und Prüfung der En Verlust der Forderung bei nicht ordnungsmäßiger nmeldung). Die Annahme eines kundigen Vertreters, am besten eines Anwalts, ist für ausländishe Gläubiger nicht zu entbehren.

Schuldner Inställelse- Gericht

dag Mikko Könönen, Kaufmann Wettere) S

cen

9. 10 Kronoborgs sockens Hä- radsrätt. 8 10 Alavo och Kuortane sock- nars Häradsrätt. 10 Rautalampi och Wesanto socknars Häradsrätt.

D

IJuhbo Kahra, Kaufmann

n

Juho Lappi, Kaufmann . 88.

Antti Savolainen, Kauf- .. . 10. 6.10 Kiuruvesi sockensHärads-

i E S P rätt. Gustaf Ronelius, Buh- : and . . 27. 6.10 Björneborgs Räâdstufvu- rätt. K. F. Salma, Bäcker . . 10. 6.10 Kiuruvesi sockensHärads- rätt.

Die Firma Pulkkinen & Co. und deren Inhaber Matti Henrik Wright C

Die Firma Karjalan Leipomo und deren Inhaber K.

9. 5.10 Wiborgs Rädstufvurätt.

Nen s 14 9,10 Á L Karl Arvid Arkadius Selin, Cart c 13. 6.10 Hangö Râdstufvurätt.

O e [Ey R

Wasili Krogloff, Kaufmann Ï Borgà Rädstufvurätt. Ellen Levan, Wursthandlung 20. 6.10 Hangö Rädstufvurätt. Hansa Aktiebolag, Osa-

Me L ea 4D, 0,10 L 5 Henrik Pulkkinen, Agent E s e e 9. 6.10 St. Michels sockens Hä-

radsrätt. Die Firma G. Björklund. 28. 5.10 Pyhäjärvi och Kärsämäki E socknars Häradsrätt. J\ak Rung, Kaufmann . . 31. 5.10 Helsingfors Rädstufvu-

rätt. Bernhard Tupaheimo, : Sn 6. 6.10 Lojo sockens Häradsrätt. Nestor Jaakkola, Kauf- malt i G . . 13. 6.10 Helsingfors Rädstufvu- rätt.

Die Firma M. Haglundin kangaskauppa, Inhaber Wald. Jakowleffs

GTIDINAAE s A 4. 7.10 Kemi Räâdstufvurätt. Saarijärven Osuusmeijeri L S T L C 4a DLU DAArArvL On: DUurais

socknars Häradsrött. Frau Katri Händlerin

Heinrih Dauelsberg, Kauf- C0 " 9 Hjalmar Westlin, Techniker 20. 6. 10

Zahlungseinstellu ngen liegen vor von: y Svarfveribolaget Tonkin und Inhaber Väinö Illman, Ábo ; F. E. Hedén, Orgelfabrikant, Tammerfors ;

K. A. Hiltunen, Kaufmann, Kuopio;

F. F. Holander, Schuhmacher, Wasa ;

Simon Haglund, ehemaligem Disponenten, Helsingfors ; Icohan Kahelin, Tapezier, Abo;

Petelius, . «20. 6.10 Helsingfors Rädstufvu- rätt.

Mikfo Nautio, Kaufmann, YNlivieska; Kalle Kalanen, Kaufmann, Abo;

aul A. Hendunen, Braumeister, Brahestad;

sfar Virtanen, Gerber, Tammerfors; : Johan Konrad Liecht, Meierist, Tönnöis by & Orimattila socken ; N Tirinen, Kaufmann, O U

uho Pikkarainen, Kaufmann, Niemisjärvi by & Kiuruvesi socken ; Ananias Lahtinen, Gerber, Laukas sockens kyrkoby ; Heikki Ahopelto, Kaufmann, Lippo by & Lehtimäki kapell ; 3achris Castrén, Stationsinspektor, Kemi; Kouvola Järnaffär, Kouvola.

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 18. April 1910:

NRuhrrevier Oberschlesishes Revier s Anzahl der Wagen «6 Gt. s. 23070 7 293 icht gestellt . -- S

In der am 16. d. M. abgehaltenen Sitzung des Aufsichts- rats der Schantung-Eisenbahn-Gesellshaft wurde laut Meldung des „W. T. B.“ für das Jahr 1909 die Verteilung einer Dividende von 69% beschlossen. Einschließlich des Vortrags von 103 839 ¿4 aus 1908 beläuft \fich das Erträgnis des Jahres 1909 nah Abseßung eines Zuschusses von 300 000 4 zum Erneuerungs- fonds und eines Kursverlustes auf Effekten von 2170 4 auf 4 129 210,93 A. Die Verteilung des Gewinns wird, wie folgt, vor- geschlagen : Ueberweisung an den Reservefonds 201 268,60 A, Ueber- weisung an den Spezialreservefonds 201 268,60 M, 59/4 Dividende = 50,— Æ für die Aktie 2700 000,— F, Aufsichtsratstantieme 46 141,74 M, Abgabe an die Gouvernementskasse 46 141,74 M, 1 9/6 Superdividende = 10 4 für die Aktie 540 000,— #4, Ausschüttung an die Genußscheine = 5 für den Genußschein 270 000,— #, Vortrag in neuer Nechúung 124 390,25 A.

Die bayerishe Regierung hat laut Meldung des „W. T. B.“ aus München gestern nachmittag eine vierprozentige, bis 1920 unkündbare Staatsanleihe im Betrage von 75 Millionen Mark, und zwar 40 Millionen Mark Eisenbahnanleihe und 35 Millionen Mark allgemeine Auleihe, an das bisherige bayerische Konsortium zum Kurse von 101% begeben. Es ist beabsichtigt, die Anleihe demnächst zur Zeichnung aufzulegen.

Die gestrige Generalversammlung der Bremer Linoleum - Werke Delmenhorst erledigte laut Meldung des „W. T. B.“ die Negularien. Bezüglich der allgemeinen Geschäftslage bemerkte der Vorsitzende, daß die Leinölpreise stetig höher gegangen seien und einen Stand erreicht hätten, wie kaum zuvor. Es wäre deshalb drin- gend nötig, höhere Verkaufspreise durhzuseßen, und die Bemühungen nah dieser Nichtung hätten einen Erfolg gehabt. Schon im Jauuar sei es durch Verhandlungen in Berlin möglih gewesen, mit drei anderen Linoleumfabriken zusammen Preisabmachunngen zu treffen. Fn voriger Woche sei in Bremen durch Verhandlungen erreiht worden, daß sämtlihe deutshe Linoleumfabriken die vereinbarten höheren Preise am 16. d. M. der Kundschaft gleichzeitig bekanntgegeben haben. Leider entspreche das erreichte Preiëniveau noh immer nit den stark gestiegenen Werten der Rohmaterialien, und es sei zu hoffen, daß das noch bestehende Mißverhältnis baldigst beseitigt werde.

Wie die Kaiserlich rufsishe Finanz- und Handelsagentur für Deutschland und Oesterreich-Ungarn bekannt gibt, bat sh laut Meldung des „W. T. B“ aus Berlin der Stand der Einlagen der Kaiserlich russishen Sparkassen im Laufe des Monats März d. J. um 7,7 Millionen vergrößert und betrug zum 1. April

‘zuzüglih 44,8 Millionen Zinsen, wovon 43,0 Millionen Zinsen für

die früheren Monate darstellen, 1301,4 Millionen Nubel.

Die Einnahmen der Canadian Pacificeisenbahn be- trugen laut Meldung des „W. T. B.“ vom 8. bis 14. April 1910: 1817 000 Dollars (327 000 Dollars mehr als i. V.). Die Ein- nahmen der Anatolischen Eisenbahnen betrugen vom 26. März bis 1. April 1910: 165 168 Fr. (+ 55 330 Fr.), seit 1. Januar 1910: 1729 364 Fr. (+ 400 304 Fr.). Die Einnahmen der Mazedo- nischen Eisenbahn (Salonik—Monastir) betrugen vom 26. März bis 1. April 1910: Stammlinie (219 km) 55870 Fr. (weniger 6015 Fr.), seit 1. Januar 1910: 699 365 Fr. (mehr 99 711 Fr.).

New York, 18. April. (W. T. B.) Die gelegentlich der Generalverfammlung des Stahltrusts dem Publikum zur Einsicht zugänglich gemachten Afktienbücher lassen erkennen, daß ein holländishes Syndikat, welches den Aktienbesitz von Privatkapitalisten in Holland vertritt, 216 870 Stück Aktien besißt. Die Firma I. P. Morgan gehört zu den nächstgrößten Aktionären mit ungefähr 217 000 Stü, ebenso haben die Firmen Rothschild einen bedeutenden Teil Aktien im Besig.

Berlin, 18. April. Marktpreise nach Ermittklung des Königlichen Polizeipräsidiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Der Doppelzentner für : Weizen, gute Sorte) 22,60 4, 22,56 4. Weizen, Mittelsortet) 22,52 4, 22,48 4. Weizen, geringe Sortet) 22,44 4, 22,40 Æ. Roggen, gute Sorteft) 15,45 #, 15,44 A. Roggen, Mittelsortet) 15,43 #4, 15,42 X. Roggen, geringe Sortet) 15,41 4, 1540 Æ. Futtergerste, gute Sorte *) 15,49 4, 14,90 . Kuttergerste, Mittelsorte*) 14,50 4, 14,30 #. Futtergerste, geringe Sorte *) 14,20 M, 13,80 M. Hafer, gute Sorte *) 18,00 4, 17,30 4. Hafer, Mittelsorte *) 17,20 M, 16,50 M. Laser, geringe Sorte *) 16,40 4, 15,80 46. Mais (mixed) gute Sorte 15,20 M, 14,55 Æ. Mais (mired) geringe Sorte —,— H#, —,— 4. Mais (runder) gute Sorte 15,70 4, 15,40 4. Richtstroh —,— , —— M. Heu —,— M, —,— M. Erbsen, gelbe zum Kochen 90,00 6, 30,00 6. Speisecbohnen, weiße 50,00 4, 30,00 #4. Linsen 60,00 46, 22,00 46. Kartoffeln 8,00 4, 4,00 S. Nindfleisch von der Keule 1 kg 220 #4, 1,40 4; dito Baut- flesch 1 kg 1,80 , 1,20 A. Shweinefleish 1 kg 1,80 4, 1,40 . Kalbfleisch 1 kg 2,30 4, 1,20 Æ. Hammelfleisch 1 kg 2,110 , 1,20 4. Butter 1 kg 3,20 4, 2,60 Æ. Eier (Markthallenprei|e) 60 Stück 4,80 4, 3,00 A. Karpfen 1 kg 2,40 4, 1,20 4. Aale 1 kg 3,20 4, 1,60 #4. Zander 1 kg 3,50 M, 1,40 A. Hedte 1 kg 2,60 , 1,40 A. Barsche 1 kg 2,20 4, 1,20 A. Sdleie 1 kg 3,50 4, 1,60 A. Bleie 1 kg 1,40 Æ, 0,80 X. Krebse 60 Stü 24,00 6, 3,00 4.

t) Ab Bahn.

*) Frei Wagen und ab Bahn.

Weitere Berliner Warenberichte befinden sich in der Bdôrsenbeilage.

Kursberichte von den auswärtigen Fondsmärkten.

Lomars, 18. April. (W. T. B.) (Sw{hluß.) Gold in Barren das Kilogramm 2790 Br., 2784 Gd., Silber in Barren das Kilogramm 73,25 Br., 72,75 Gd.

Wien, 19. April, Vormittags 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Einh. 4% Rente M./N. pr._ult. 94,55, Einh. 4% Rente Januar/Juli pr. ult. 94,50, Oesterr. 4% Rente in Kr.-W. pr. ult. 94,45, Ungar. 4% Goldrente 11380, Ungar. 4% Rente in Kr.-W. 92,50, Türkische Lose per medio 247,00, Orient, bahnafktien pr. ult. —,—, Oesterr. Staatsbahnaktien (Franz.) pr. ult. 746 75, i MugeleUMdlt N Akt. pr. ult. 120,25, Wiener Bankvereinaktien 541,50, Oesterr. reditanstalt Akt. pr. ult. 666 25,

Ungar. allg. Kreditbankaktien 819,00, Oesterr. Länderbankaktien 499,25, Unionban aftien 595,25, Deutsche Reichsbanknoten pr. ult. 117,53, Brüxer Kohlenbergb.-Gesellsch.-Akt. —,—, Oesterr. Alpine Montan- gesellschaftsaftien 744,50, Prager Eisenindustrieges.-Akt. —,—

London, 18, April. (W. T. B.) (SWhluß.) 24% Eng- lische Konsols 812/,;, Silber 24°/16, PrivattieEa 3E, Bank. eingang 16 000 Pfund Se

Parts, 18, April. (W. T. B.) (Schluß.) 30% Franz. M O T. B) V

adrid, 18. April. (W. : k echsel auf Paris 106,60.

Lissabon, 18. April. (W. T. B.) Goldagio 11.

New York, 18. April. (W. T. B.) (Shluß.) An der Fondsbörse seßte nah unregelmäßiger Eröffnung für kurze Zeit eine mäßige Aufwärtsbewegung ein, wobei besonders niedrig im Kurse stehende isenbahnwerte bevorzugt waren. Die Tendenz wurde dann auf Realisierungen für Bostoner Nehnung in Amalgamated und Smelters \{wächer und die Kurse gaben später auf spekulative Ab- gaben weiter nah. Am Nachmittag verstärkte sich der Abgabedruck infolge erneuter Goldexporte. Besonders wurden Stahltrustwerte in Mit eidenshaft gezogen. Vereinzelt maten sih Bestrebungen geltend, die Kurse einiger Papiere in die Höbe zu seßen, die Haltung blieb aber bei ziemlich lebhafter Geshäftstätigkeit bis zum Schluß s{wach. Aktienumsay 570 000 Stück. Tertdenz für Geld: Stetig. Geld auf 24 Stunden Durhschn.-Zinsrate 3, do. Zinsrate für leztes Darlehn des Tages 24, Wechsel auf London 4,84,40, Cable Transfers 4,88 10.

Rio de Janeiro, 18. April. (W. T. BY Wesel auf

Londan 155/56.

Kursberihte von den auswärtigen Warenmärkten.

Essener Börse vom 18. April: 1910. Amtli$er Kursbericht. Kohlen, Koks und Briketts. (Preisnotierungen des Rheinish- Westfälishen Koblensyndikats für die Tonne ab Werk.) 1. Gas. und Flammfkohle: a. Gasförderkfohle 12,00—14,00 4, b. Gas- flammförderkoble 11,00—12,00 4, c. Flammförderkfohle 10,50 bis 11,00 Æ, d. Stüdfoble 13,50—14,50 4, e. Halbgesiebte 13,00 bis 14,00 , f. Nußkohle gew. Korn 1 und 11 13,50—1450 5, do. do. IIT 12,75—13,25 4, do. do. IV 11,75—12,25 H, g. Nuß- grusfoble 0—20/30 mm 7,50—8,50 4, do. 0—50/60 mm 8,50 b 10,00 Æ, h. Grusfohle 5,75—8,50 4; II. Fettkohle: a. Förder- fohle 10,50—11,00 &, b. Bestmelierte Kohle 12,35—12,85 4, c. Stückfohle 13,50—14,00 4, d. Nußkoble, gew. Korn 1 13,50 bis 14,90 6, do. do. II 1350—14,50 4, do. do. IIT 12,75—13,75 4, do. do. IV 1175—1250 M, e. Kokskohle 10,25—11,00 #; ITI. Magere Kohle: a. Förderkohle 9,50—10,50 4, b. do. melierte 11,25—12,25 #4, ec. do. aufgebesserte, je nah dem Stück- (en 12,29—14,00 A, d. Stüdfohle 13,00—15,00 Æ, e. Nukß- ohle, gew. Korn I und II1 14,50—17,50 M, do. do. I[l 16,00 bis 19,00 Æ, do. do. IV 11,50—13,50 4, f. Anthrazit Nuß Korn I 19,50—20,50 Æ, do. do. II 21,00—24,50 M, g. Fördergrus 8,75 bis 9,590 Æ, h. Grusfohle unter 10 mm 5, 50—8,00 ; IV. Kofs: a. Dochofenkofs 13,00—15,00 4, b. Gießereikfoks 16,00—18,00 4, c. Brechkoks 1 und Il 18,50—21,00 A; V. Briketts: Briketts je nach Qualität 10,00—13,25 - Die nächste Börsen- versammlung findet am Donnerstag, den 21. April 1910, Na(mittags von 3+ bis 47 Uhr, im „Stadtgartensaale“ (Eingang Am Stadt- garten? ftatt.

Wtagdeburg, 19. April. (W. T. B.) Zuckerbericht. Korn zuder 88 Grad o. S. 18,827. Nachprodukte 75 Grad o. S —,—. Stimmung: Ruhig. Brotraffin. 1 o. F. 2475—25 00. Kristallzucker 1 mit Sack —,—. Gem. Naffinade mit Sack 24,50 bis 24,75. Gem. Melis I mit Sack 24,00—24,25. Stimmung: Still. NRohzucker I. Produkt Transit frei an Bord Hamburg: April 14,125 Gd., 14,175 Br., —,— bez.,, Mai 14,174 Gd., 14,221 Br., —,— bez., Juni 14,174 Gd., 14,224 Br., —,— bez., August 14,20 Gd., 14,25 Br., —,— bez., Oktober-Dezember 11,47} Gd., 11,50 Br., —,— bez. Stimmung: Ruhig.

Côln, 18. April. (W. T. B.) Nüböl loko 63,00, Mai 62,50.

Bremen, 18. April. (W. T. B.) (Börsens(lußbericht.) O erun: Schmalz. Niedriger. Loo, Tubs und Firkin 65, Doppeleimer 66. Kaffee. Ruhig. Offizielle Notierungen der Baumwollbörse. Baumwolle. Stetig, Upland loko middling 743.

Hamburg, 18. April. (W. T. B.) Petroleum amerik. spez. Gewicht 0,800° loko s{chwadchck, 6,00.

Hamburg, 19. April. (W. T. B.) (Vormittagsberict.) Kaffee. Ruhig. Good average Santos Mai 354 Gd,, September 36} Gd., Dezember 36} Gd., März 36} Gd. Zudckermarkt. (Anfangsbericht.) Stetig. RNübenrohzucker I. Produkt Basis 88 9% Rendement neue Usance, frei an Bord Hamburg April 14,15, Mai 1420, Juni 14,20, August 14,25, Oftober-Dezember 11,474, Januar-März 11,524. Stetig.

WUdapei, 15. April. T B) Raps für August 13,65.

London, 18. April. (W. T. B.) Nübenrohzucker 889% April 14 \h. 1 d. Wert, stetig. Javazucker 96% prompt 14 h. 9 d. Wert, ruhig. .

London, 18. April. (W. T. B.) (S{luß.) Standard- Kupfer stetig, 573, 3 Monat 582.

Liverpool, : 18. April. (W: T. B.) Baumwolle. Umsatz: 10 000 Ballen, davon für Spekulation und Export B. Tendenz: Stetig. Amerikanishe middling Lieferungen: Willig. April 7,71, April -Mai 7,65, Mai - Juúni 7,62, Juni - Juli 7,57, Juli-August 7,52, August-September 7,23, September-Oktober 6 80, Oftober-November 6,59, November-Dezember 6,52, Dezember- Januar 6,49.

Glasgow, 18. April. (W. T. B.) (S{hluß.) Roheisen. Middlesbrough flau, warrants 50/11.

Paris, 18. April. (W. T. B.) (S{hluß.) Rohzucker rubig, 88%/6 neue Kondition 36}—37X. eißer Zucker fest, s A, lis 100 kg April 413, Mai 413, Juli - August 4114, Oftober-Januar 33. j ,

Amsterdam, 18. April. (W. T. B.) Java-Kaffee good ordinary 422. Banfkazinn 90.

Antwerpen, 18. April. (W. T. B) Petroleum. Raffintertes Type weiß loko 194 Br., do. April 194 Br., do. Mai 12 Br, do. Juni-Juli 20 Br. Rubig. - Sch{chmalz April 155.

New York, 18. April. (W. T. B.) (S@luß.) Baumwolle loko middling 15,05, do. für Mai 14,65, do. für Juli 14,39, do. in New Urleans loko middl. 14°/6, Petroleum Refined (in Cases) 10,15, do. Standard white in New York 7,75, do. do. in Philadelphia 7,75, do. Credit Balances at Oil City 1,35, Schmalz Western steam 12,50, do. Nobe u. Brothers 13,45, Zucker r reef. Muscovados 3,74, Getreidefraht nach Liverpool 14 Kaffee Rio Nr. 7 loko 84, do. für Mai 6,55, do. für Juli 6,75, Kupfer, Standard loko 12,70—12,85, Zinn 32,75—33,05.

Nr. 675 der Volkswirtschaftlichen Zeitschrift „Die Sparkasse" amtliches Fachblatt des Deutschen Sparkassen-Verbandes, Heraus- geber Dr. Rocke, Handelskammer- und Börsensyndikus, Hannover, hat u. a. folgenden Inhalt : Sparkassenverband der Provinz Posen. Einladung zur Mitgliederversammlung. Einlage fremder Gelder. Auskunftserteilung der Sparkassen zum Zweke der Steuerveranlagung.

Auskunftserteilung der Sparkassen an den Ehemann einer Sparerin. Sparkassenwesen. Stellennachweis.

Nr. 7 des XLIl. Jahrganges der „Mitteilungen für die ffentlichen u erger t egorun gea Lee haben folgenden Inhalt : Oeffentlich-rehtlihe Organisation der Lebensversicherung. Die Geltung des neuen Versicherungsvertragsrechts. Kleinere Brandkassen. Grundsäße für die Herstellung, Lagerung und fabrika- E Verwendung von Schwefelkohlenstof. Verwaltungs- ergebnisse.

Verdingungen im Auslande.

(Die näheren Angaben über Verdingungen, die beim „Reichs- und

Staatsanzeiger“ ausliegen, können in den ochentagen in defsen

Expedition während der Aen von 9 bis 3 Ühr eingesehen werden.

Oesterreih-Ungarn.

K. K. Bauleitung für die Neubauten des K. K. Allgemeinen Krankenhauses in Wien: Herstellung der elektrischen Lcht- und Kraft- leitungen sowie der Leitungen im Freien für einen Teil der Neubauten des K. K. Allgemeinen Krankenhauses in Wien. Näheres bei der er- wähnten Bauleitung in Wien, 1X, Lazarettgasse 14, und beim „Reichsanzeiger“.

23. April 1910, 12 Uhr. K. K. Nordwestbahndirektion Wien: Herstellung von Hochbauten (Veranda, Zubau zum Güterschuppen, Wächterhaus) in der Station Ney. Näheres bei der erwähnten Direktion und beim „Reichsanzeiger“.

Spätestens 25. Ypril 1910, 12Uhr, K. K. Nordbahndirektion Wien: Bau eines Kanzleigebäudes und eines Pumpenwärterwohnhauïes am Vorbahnhofe in Prerau. Näheres bei der K. K Bahnabteilung Olmütz der K. K. Nordbahn und beim „Reichsanzeiger“. |

29. April 1910, 12 Uhr. K. K. Nordwestbahndirektion Wien :

Qo ° - ew R Ag " 9 - E . Lieferung diverser mascineller Werkstätteneinrihtungen. Näheres bei

der vorgenannten Direktion und beim „Reichsanzeiger“.

30. April 1910, 12 Uhr. 1) K. K. Staatsbahndirektion in Lemberg, 2) K. K. Staatsbahndirektion in Krakau, 3) K. K. Staatsbahndirektion in Stanislau: Lieferung von Schmieröl, Naphtha, hartem Fett, Seife, Talgkerzen, Glyzerin usw., für die Zeit vom 1. Juli 1910 bis 30. Juni 1911. Näheres bei den genannten Direktionen.

30. April 1910, 12 Uhr. 1) K. K. Nordbahndirektion in Wien 11, Nordbahnstraße 50: Leferung von Petroleum, Mineral- shmieröl, Zylinderöl, Kernunschlitt usw. Näheres bei der genannten Direktion, Bureau 1V/5, und beim „Reichsanzeiger“. 2) K. K. Be- triebsleitung in Czernowiß (Bukowina): Ueferung von Schmieröl, Petroleum, Terpentinöl, Benzin, Tran usw. Näheres bei der ge- nannten Betriebsleitung, Abteilung 1V, und beim „Reichsanzeiger“.

Belgien.

29. April 1910, 14 Uhr. Hôtel de ville, Brüssel: Lieferung und Errichtung eines Koblenelevators für die Gasanstalt. Sicher- heits[eistung 500 Fr., Lastenheft 1 Fr., Pläne 2 Fr. Angebote bis 29. April.

27. April 1910, 11 Uhr. Société nationale des chemins de fer vicinaux in Brüssel, Rue de la Science: Bau der Teilstrecke von Bouzelles nach Warzée der Kleinbahn Ougrée—Warzée. 538 136 Fr., Sicherheitsleistung 54 000 Fr. Eingeschriebene Angebote an den Generaldirektor der Gesellshaft bis zum 26. April. Laîten- hefte zum Preise von 1 Fr. von der Gesellschaft zu beziehen.

Theater und Musik. Konzerte.

Ein Konzertabend, den Emil Seling am Dienstag voriger

Woche im Nömischen Hof veranstaltet hatte, vermittelte einer zahlreihen Zuhörerschaft die Bekanntschaft eines Komvonisten, der seinen Liedern eine ansprechende musikalische Form zu verleihen weiß. Seine Melodien nehmen in ihrer natürlichen, einfaden Art das Ohr gefangen und find fern von aller Künstelei. Es sind mit einem Worte liebenswürdige, gesanglihe Tondichtungen, die \sich auch dem Sinne der Terte harmonisch anpassen. Einige zeigten sogar eine so feinfühlige Tonmalerei, daß sie auf all- gemeines Verlangen hin wiederholt werden mußten, wie: „Sprache des Waldes“, „Wiegenlied“, „Frühling der Lebe“, „Du meiner Seele s{hönster Traum“, „Wenn Schneeglöckchen läuten“. Der Eindruck wäre vielleiht noch größer gewesen, wenn der am Klavier selbst begleitende Komponist seine Leder nur einem einzigen Interpreten anvertraut hätte. Es wirkten aber deren vier mit: die Damen Annie Freiin von Ledebur, Lilly Jancke, Erna Bauer und Herr Alfred Bauer. Die beiden erstgenannten wiesen helle, frische und sympathische Sopranstimmen auf, waren jedoch als Anfängerinnen noch recht befangen. Einzig Fräulein Bauer, die schon vorteilhaft bekannte Sängerin, sang einwandfrei und erzielte anerkennenswerte Erfolge. Die Stimme des Tenoristen zeigt zwar einige Schärfen, doch war auch sein Vortrag verständnisvoll und warmherzig. Den Abend leitete ein beifällig ausgenommener Vortrag des bewährten Kunstgesanglehrers Herrn Heinrich Hacke über „Das Reformbedürfnis im heutigen Musikleben“ ein.

Wanda Landowska, die {hon früher den woblgelungenen Versuch gemacht hat, Klavier und Cembalo, diese beiden verwandten Instrumente, einander gegenüberzustellen, wiederbolte diefen am Mittwoch im Beethovensaal mit gleihem Erfolge. Es war auch diesmal ein Genuß, den interessanten Darbietungen der Künstlerin zuzuhören, wobei namentli die altertümlihen Klänge des Cembalo eigenartig berührten und an die Musik längst. vergangener Tage erinnerten. Das Programm war mit anerkennenêwertem Geschmack zusammengeseßt. Namentlich fanden u. a. die Sonate D-Dur (Klavier) und „Les Calotins“ von Couperin le Grand (Cembalo) lebhaftesten Beifall des vollbeseßten Saales, der die vor- trefflihe Pianistin zu zwei reizvollen Zugaben veranlaßte.

Ein Konzert des Baritonisten Edmond Servator übte am Donnerstag im Saal Bechstein merkwürdig ungleihe Wirkungen aus, Während im Beginn des Abends die Stimme \tumpf fklan und wenig gepflegt erschien, überrashte der Sänger späterhin derk einen zeitweilig glanzreihen, kraftvollen Ton, dem \ich auch ein auf- fallendes dramatisches Ausdrucksvermögen zugesellte. Schumanns „Wanderlied“ und Bizets „Jolie fille de Perth“ bradten dem Sänger, dessen Kunst vorher fast versagte, mit Recht lebhafte An- erkennung, nur das Piano blieb während des ganzen Abends seine \chwache Seite; es klang stets trockten und farblos.

Die S ingakademie führte in ihrem Saal am Freitag unter der Leitung des Professors Georg Schumann eine neue O ster- kantate von Marx Bruch zum ersten Male auf. Die Kantate entwickelt ih fehr schön aus der ernsten, dunklen Karwochenstimmung zu lichter, jubelnder Osterfreude. Der einleitende Gruß an die Kar- woche, für Männerchor und Sopransolo geschrieben, gehört mit zum gelungensten der Tondichtung; an ihn reiht si eine leidvolle Passions- Buinas, von Frauenstimmen zart gesungen, die dann zu dem jauchzenden Nuf „Christus ift erstanden“ hinüberführt. Die lieblißen Melodien des Schlußgesanges, in dem Frühlingswonnen und Ofsterfreuden mitein- ander verwoben sind, geben einen \{önen, heiteren Ausklang. Der Text zu der Kantate entstammt Mörikes und Geibels Dichtungen. An dies neue kunstvolle Tongedicht {loß sich zur Erinnerung an den hundertjährigen Geburtstag des Komponisten, Nobert Schumanns „Das Paradies und die Peri“, eine Chordichtung, die vor fast einem’ halben Jahrhundert die Welt in Entzüken setzte. Heute erscheint der Text, der des englishen Poeten Thomas Moore „Lalla Nookh“ entnommen ist, leiht verblaßt; und die Musik wirkt mehr wie eine welke Blume, deren Schönheit noch im Ge- dächtnis lebt, aber deren Duft verweht ist. Der lyrisde Grundton will heute manchmal weihlich dünken, und der heldenbafte Einschlag mehr form- und klang\s{chön als wirklich fraftvoll. Trotzdem leben noch mancherlei zarte Reize in der Musik, die auch gegenwärtig einen holden Zauber auéströmen. Unter der Fülle leichter, finnfälliger Melodien liegt doch manche echte Perle verborgen: so \trahlt z. B. das Chorlied der Houris: „Schmücket die Stufen zu Allahs Thron“ noch in unvergänglicher Schönheit. Die zarte lyrishe Tondichtung wurde stil- vollendet, fein und klar wiedergegeben. Die Chöre gelangen wunderbar, und die Peri wurde von Frau Jracema-Brügelmann, die auh das Sopransolo in der Osterkantate durchführte, mit unendlih üßer Stimme und weicher Empfindung gesungen. Als Soslisten wirkten noch mit: die Damen Ohlhoff, de Haan-Manifarges, Fridrihowiz, die Herren Reimers, Funk, Schwendy. Das