1870 / 184 p. 5 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

2980

Eisenbahn - Prioritäts- Aktien und Obligationen.

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Bank- und Industrie-Aktien. Div. pro 1868/1869

2981 Berl abfuke A s Beilage zum Königlich Preußischen Staats - Anzeiger. do. Br. (Tivoli)|11 p F Montag den 1. August

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stücke Uber die der Kriegserklärung vorhergehenden diplomati- schen Unterhandlungen in Gesialt eines Blaubuches von 77 j Seiten mit 124 cinzelnen Dokumenten vorgelegt worden. Ÿ beginnen mit einer Depesche (Nr. 1) des englischen Gesandten # in Madrid, Mr. L Ï getheilt wird, Ÿ datur des Prinzen Leopold von Hohenzollen in zogen habe.

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1286 Herzogs v. Gramont an den

F daß die englische Regierung und auch Ÿ Alles gethan hätten, um den bedrohten Orieden zu retten. Im Ÿ Uebrigen geht no< aus densekben klar hervor, daß Frank- F reich den Krieg gewollt , Ï einen Vorwand zum Kriege F durch die unumwundene Betonung seines " punktes seitens des englischen Botschafters und der englischen 7 Regierung nicht bewegen ließ,

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Ä tung seien bereits gesehen, und H Ernstes beginnen F über die Schnelligkeit ausdrü>te, f vorzugehen scheine, bestand Herr F gerer Aufschub unmöglich sei

F Prankreich den zu # Geduld, eine Mäßigung, einen versöhnlichen Geist entwickelt, der nach

F ernstlich zu hoffen , F verbieten werde, nah Spanien zu gehen. ) | Fandere Lösung der Frage , auf welche er (Gramont) die englische Re-

Redaction und Rendantur: Schwieger.

Berlin, Dru> und Verlag der Königlichen Geheimen Ober - Hofbuchdru>erei (R, v, Deer ).

Beilage

Nichtamtliches.

Großbritaznien und Jrland. London, 28. Juli. Dem englischen Parlamente sind die Akten-

Sie

ayard, an Lord Granville, in welcher mit- daß Abends zuvor ein Ministerrath die Kandi- op Erwägung ge- 3e i Von diesem Datum erstre>t das Blaubuch sich [bis zum 23. d. Mts, und schließt mit einer Mittheilung des englischen Botschafter in Paris, ¡Lord Lyons (Nr. 124), welche den bekannten Entschluß der j französichen Regierung bezüglich neutraler Kauffahrer enthält.

Es soll durch diese Aktenstücke hauptsächlih gezeigt werden, Nußland und Oesterreich

daß es von Anfang an auf hinarbeitete und si< selbst veränderten Stand-

/ | | die Zurückziehung der Thron- Ó S des Erbprinzen von Hohenzollern als genügend an- * zusehen, Das erste wichtigere Aktenstü> is (Nr. 13) eine Depesche Gran? ville's an Lord Lyons, d. d. 8. Juli , in welcher der Minister des Auswärtigen dem Botschafter in Paris eine Unterredung mit dem | preußishen Botschafter in London, Grafen Bernstorff, mittheilt. Der | Lebtere bemerkte bei dieser Gelegenheit: Die norddeutsche Regierung [wünsche sih nicht in die Angelegenheit der Thronfkandidatur zu mischen,

Y sondern überlasse es der französischen Regierung, den von ihr passend

| befundenen Weg einzuschlagen, und der preußische Vertreter in Paris sei angewiesen worden, ih allcr Einmiscung zu enthalten. Die | norddeutsche Regierung habe kein Verlangen nach cinem Thronfolge- | krieg, wenn _ aber Frankreich gegen sie Krieg führen wolle auf Grund "(iner von Spanien getroffenen Königswahl, 0 werde dies ein Ver- | langen nah einem Kriege ohne jede gerecte Ursache zeigen 1 wenn " Frankreich durchaus Norddeutschland angreifen wolle, so werde dieses * bereit sein, si< zu vertheidigen.

i In Nr. 15, einer Depesche vom 8. Juli, theilt Lord Lyons dein

J Lord Granville mit, daß Gramont ihm (Lyons) in einer Unterredung

I bemerft, Preußen habe noch keine Antwort auf die Forderung Frank-

F reichs gegeben, leßteres dürfe in Folge dessen mit seinen militärischen

# Vorbereitungen nicht länger zögern. Einige Schritte in dieser Rich» inorgen müßten die Behörden allen dann mein Erstaunen und Bedauern mit welcher die französische Regierung von Gramont darauf, daß ein län- Man fönne nicht sagen, daß Streit suche, von der Schlacht bei Sadowa bis habe die französis<he Regierung eine

Als ich

dieser Thronkandidatur

Franzosen zu weit gegangen sei Es stehe daß der König von Preußen dem Prinzen offen Es gâbe indessen noch eine

* der Meinung vicler

H gierung besonders aufmerksam machen wolle. Der Prinz von Hohcn- Faollern könnte seine Prätensionen auf den spanischen Thron aus |eigenein Antriebe aufgeben Ein freiwilliger Rücktritt seitens des i Prinzen würde seiner (Gramonts) Ansidt nach eine höchst glü>liche F Lêsung schwieriger und verwi>elter Fragen sein, und er bitte die englische Regierung, allen ihren Einfluß aufzubieten, um eine solche V Lösung zuwege zu bringen. 7 Die englische Regierung that dies, ließ aber zugleich die franzó- “sische Regierung zur Mäßigung auffordern. Ihre militärishen Rüstun- Agen jedo< wollte die leßtere nicht aufgeben. In einer Depesche von " Lyons an Granville vom 10. heißt es: Gramont bemerkte, »daß cin- "fae Vorsicht gebiete, mit den militärischen Vorbereitungen nicht zurü> Zau sein... Es sei nöthig, daß Frankreich wenigstens ebensoweit sei, wie Preußen Die französische Regierung wolle auf eine kurze Zeit (1, B. 24 Stunden) ¡ene großen, ostensiblen Kriegsvorbereitungen (wie # Einberufung der Reserven), welche die öffentliche Stimmung in Frank- reich in Brand ste>en (infllame) würden , verschieben. Alle wesent- liden Vorbereitungen indeß müßten unverzögert ausgeführt werden. Y Die frauzösischen Minister würden unuveise sein, wenn sie es darauf j ankommen lassen wollten, Preußen durch au®sweichende Vorwände j tinen Zeitgewinnst zu gestatten Wenn der Prinz jeßt auf den Rath des Königs von Preußen hin seine Kandidatur zurü>zöge, \o [würde die ganze Angelegenheit erledigt sein Wenn aber der Prinz nach seiner Berathung mit dem König darauf beharre, als

Am 12. meldet Lord Lyons dem Earl Granville (in Nr. 30), daf laut einer Mittheilunz des Herzogs von Gramont der Fürst von Hohenzollern die Kandidatur seines Sohnes in aller Form zurü>- gezogen habe. Jeßt wechselt die französische Diplomatie ihre Taktik und die folgende Stelle aus der erwähnten Depesche des englischen

Botschafters in Paris gehört zu den bemerkenswerthesten aus dem

ganzen Blaubuche.

»Herr von Gramont sagte, daß dieser Zustand der Dinge (die Zurückziehung der Thronkandidatur) die französische Regierung schr in Verlegenheit seße. Auf der cinen Seite s\ci die öffentliche Meinung in Frankreich so aufgeregt, daß es zweifelhaft sei, ob das Ministerium niht morgen gestürzt werde, wenn es nach der Kammer ginge und die Angelegenheit als erledigt anfündigte, ohne eine vollständige Ge- nugthuuug von Preußen erlangt zu haben. Anderseits macve der Rütritt des Prinzen Leopold der ursprünglichen Ursache des Streits cin Ende Spanien sei jeßt fedenfalls aus der Streitfrage her- aus, und der Streit wenn es Streit gebe beschränke sh auf Frankrei<h und Preußen. Jch verhehlte dem Herrn von Gramont mein Erstaunen und Bedauern nicht, daß die französische Regierung einen Augenbli zögern könne, den Rücktritt des Prinzen als Beilegung der Angelegenheit anzunehmen. So dringend, wie ih konnte, hob ich alle die Gründe hervor, welche ein Zurückgehen seinerseits von der früher gemachien Versicherung für die englische Regierung peinlich und beunruhigend machen würden. Ueber- dies wies ich darauf hin, wie der Nücktritt des Prinzen die Situa- tion Frankreichs gänzli<h änderte. Wenn jeßt cin Krieg ausbre<e, so würde ganz Europa sagen, Frankr ‘ich trage die Schuld, ¿Franf- reih habe si< ohne substantielle Ursache hineingestürzz, blos aus Stolz und Empfindlichkeit Preußen dürfe dann wohl den Beistand von ganz Deutschland erwarten, um einem Angriffe Widerstand zu leisten, dem man feinen andern Beweagrund unterschieben könne, als die Eifersucht Frankreichs und eine leidenschaft- lihe Begierde, seinen Nachbar zu demüthigen. Jch sagte geradezu, &rankfreih würde die öffentlihe Meinung in der ganzen Welt gegen si haben, und sein Gegner all den Vertheil Temandes, der augen- sheinli< zur Selbstvertheidigung, um einen Angriff abzuwwehren, zunt Kriege gezwungen wird. Nach einiger Erörterung sagte Gramont : cin Endentschluß hänge von einem Ministerrathe ab, welcher ImOorgett in Gegenwart des Kaisers abgehalten werden solle, und dessen Re- sultat der Kammer unmittelbar darauf mitgetheilt werden müsse. Gegen 3 Uhr morgen werde die Welt wissen, wel<hen Weg Franf- reich einzuschlagen gedenke. Er werde nicht im Stande sein, mich zwischen dem Ministerrathe und seinem Erscheinen in der Kammer ZU sehen, aber er versichere mich, daß auf die Ansicht, welche ih im Namen der englischen Regierung abgegeben habe, das nöthige Gewicht gelegt werden solle. «

In Erwiderung auf diese höchst wichtige Depesche drückt auch Lord Granville sein Bedauern aus, daß der Rücktritt des Prinzen nicht als Erledigung der Angelegenheit angenommen worden sei, und stellt in Abrede, daß die englishe Regierung —- wie Gra nont dies itit geseßgebenden Körper angedeutet hatte die Forderungen &rantfrei>s für berechtigt (legitimate) anerkannt babe. Tags darauf ersucht Granville den Lord Lyons auf eine bestimmte Erklärung der fran- zösischen Regierung zu dringen , was diese denn eigentlich als ‘eine endgültige Beilegung der Angelegenheit zu acceptiren gesonnen \ci.

Die bezügliche Unterredung von Lerd Lyons mit dem Herzog von Gramont ist in der Depesche Nr. 41 niedergelegt : :

Der König von Preußen habe so wiederholte Gramont nihté, absolut nichts gethan Alles, was Frankreich jeßt verlange, sei daß der König-von Preußen dem Prinzen verbiete, seinen Ent- schluß bezüglich des Rü>tritts von der Thronfandidatur in Zukunft zu ändern. Es sei natürli<h nur vernünftig, daß Frankreich cinige Vorsichtsmaßregeln gegen cine Wiederholung dessen ergreife, ras si creignete, als der Bruder des Prinzen Leopold nach Vufkarest ging. Wenn der König von Preußen dies thun wollte, so würde die ganze Angelegenheit absolut erledigt sein Er nahm dann ein Stü Papier und schrieb das folgende Memorandum nieder, welbes er mir übergab: »Nous demandons du Roi de Prusse de défendre au Prince de Hohenzollern de revenir sur la resolution. S’il le fait. tont Vincident est terminé«... Scbließlich fragte Gra-

| mont, ob Frankrei auf die Unterstütung Englands zur Erlangung

dieses Verbots vom König von Preußen zählen könne. Jch sagte, nichts fönne den Wunsch meiner Regierung, cine Versöhnung zwis>cn &ranfreih und Preußen herbeizuführen y übersteigen; ih fönne mi) aber natürli<h niht unterfangen, so auf der Stelic, ohne mich zuerst mit der englischen Regierung in Beziehung zu seßen, eine so \pezifi- zirte Frage zu beantworten« A : : A

Aber auch bierzu willigte die englische Regierung ein und empfahl dem König von Preußen am 14., seine Zustimmung zum Rütritte des Prinzen Leopold Frankreich mitzutheilen, der Vorschlag wurke abgelebnt, und Granville meldet darüber an Lyons (in Nr. 49) . .…. »Graf Bernstorff drücte mir sein Bedauern aus, daß die englische Regierung cinen Vorschlag gemact habe, den er dem Könige unmögli zur Annahme empfehlen könne. Preufen habe unter einer öffentlichen Drohung von Frankreih eine Ruhe und Mäßigung gezeigt, welce jede weitere Konzession als eine Demütbigung erscheinen lassen müsse, . . . und die öffentlihe Meinung in Deutschland beweise, daf ein Krieg selbst unter den >wicrigsten Verbältnissen einem Nacgcb(n

Kandidat für den spanischen Thron aufzätreten, dann verde Franf- | seitens des Königs vor den ungerechtfcrtigten Forderungen Frant-

[reich sofort gegen Preußen den Krieg erklären.

rei<s vorzuziehen sei.«