1870 / 278 p. 1 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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3704

für Naugard: für Gollnow:

20 E raeére 80 Pfund 50 Pfund 21) Syrup... 6 Ctr. 3 Ctr. 22) Era... e oov oir e o é 45 Tonnen 16 Tonnen 23) Kartoffeln …... 145 Wspl. 45 Wspl. 24) Schnupftabak ……….. 15 Ctr. 1X Ctr. 26 Petroleum... 120 » 52 » 260) M i 90 » 13 27) Talglichte : 14 Stüdck pro Pfund. 190 Pfund

8 Stück pro Pfund. 10 » 28) Grüne Talgfornseife. 45 Ctr. 6 Ctr. 29) Maltrscise ee Ly U “y 30), Sa 26S 31) SoblledŒœ.....….…….. . 00 S 32) Fablleder 10 » 33) Minoleder.…........., 10 » 34) Löschpapier.….……….. 100 Rieß 30 Rieß 39) Fischthran .………….. 4 Ctr. 3 Ctr. 36) Roggenstroh.…...... 90 Scho 48 Schock

eintoylen..…........ D esse ese

37) Steinkohl 150 Scheffel 100 Scheffel

38) Holzkohlen... 1000 Scheffel,

soll an den Mindestfordernden übertragen werden.

Hierzu haben wir cinen Lizitationstermin auf __ Montag, den 24. Oktober d. J, Vormittags 9 Uhr, in unserm Geschäftslokale anberaumt, in welchem die Lieferungs- Bedingungen werden bekannt gemacht werden, welche außerdem in unserer Registratur eingesehen, auch gegen Erstattung der Kopialien mitgetheilt werden können.

Naugard, den 15. September 1870.

Königliche Direktion der Strafanstalt.

[2831] Bekanntmachung. Königliche Ostbahn.

L P A K

Die Lieferung von

150,000,000 Pfund Maschinen- Se) Kohlen und __ 3/420,000 Pfund Schmiedekohlen für die Königliche Ostbahn soll in öffentliher Submission verdungen

werden.

Offerten auf die Lieferung dieser Kohlen sind an uns portofrei,

versiegelt und mit der Aufschrift : »Submission auf Lieferung von Steinkohlen für die Königliche Ostbahn« versehen bis zu dem auf i N: den 25. Oftober cr., Vormittags 11 Uhr, in unserem Central - Bureau auf dem hiesigen Bahnhofe anstehenden Termin einzureichen, in welchem dieselben in Gegenwart der etwa per- sönlich ers&ienenen Submittenten eröffnet werden.

Später eingehende oder den Bedingungen nit entsprechende Offerten blciben unberücksichtigt.

Die Lieferungsbedingungen liegen auf den Börsen zu Königs- berg i. Pr. Danzig und Breslau, sowie in unserem Central-Bureau hierselb zur Einsicht aus, werden auch auf portofreie, an unseren ier Reiser hierselbst| zu richtende Gesuche unentgeltlich mitgetheilt.

Bromberg, den 2. September 1870.

Königliche Direktion der Ostbahn.

Verloosung, Amortisation, Ficoung u. \. tw. von öffentlichen Papieren. [2920]

Kaiserlich Königlich privilegirte Aktiengesellschaft für Zucferfabrikation in Galizien in Liquidation. Eilfte Verloosung der Prioritäts-Obligationen.

Bei der am 9. September 1870 vor Notar und Zeugen Statt geaen U planmäßigen Verloosung der für das laufende Jahr zu tilgenden

zwei und siebenzig Stück sehs8prozentige Prioritäts- Obligationen unserer Gesellschaft à 300 Gulden im 21-Guldenfuße oder Thlr. 200 preuß. Courant sind folgende Nummern gezogen worden : Nr. 18. 27. 66. 87. 110. 120. 154. 158. 250. 35!. 366. 456. 614. 688. 793. 844. 858. 878. 904. 969. 978. 1C69. 1128. 1216. 1218. 1290. 1316. 1331. 1410. 1455. 1521. 1528. 1721. 1757. 1797. 1827. 1841. 1960. 1977. 2015. 2137. 2196. 2319. 2364. 2461. 2499.

2520. 2963. 2607. 2649. 2724. 2765. 2773. 2818. 2828. 2892. 2915. |

2997. 3165. 3194. 3222. 3229. 3371. 3390. 3433. 3472. 3541. 3724. 3790. 3792. 3839. 3859. 3877.

Die Einlösung dieser Obligationen gegen Zahlung des Nominal- betrages erfolgt gegen Rückgabe der betreffenden, von den resp. Eigen- thümern zu quittirenden Obligations - Dokumente sammt den dazu gehörigen noch nit verfallenen Zinscoupons Nr. 30 und Talons

/ vom 31. Dezember 1870 ab, bei dem A. Schaaffhausen {en Bankverein in Cöln und den Herren Sal. Oppenheim jun. & Co. h

Die Verzinsung der vorangeführten zwei und siebenzig Stü

Der Betrag der fehlenden noch nit fälligen Coupo ; Kapitalbetrage gekürzt. G pons wird V [Ttumacz, den 10. September 1870. Die Liquidations - Kommission,

[2853]

Côln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft. P Zinsenzahlung.

Die Einlösung der am 1. Oftober c. erfallenden Sinsco df: Nie II, und IV. Emission unserex Gesellig erfolg Y

in Berlin bei dem Herrn S. Bleichröder,

in Hamburg bei der Norddeutschen Bank,

in Frankfurt a. M. bei der Filiale der Bank für Ha | und Industrie M in den gewöhnlichen Geschäftsstunden vom 1. bis ink|[. 15, Of ber 4 O L j N

in n bei unserer Hauptkasse (Frankenplaß) Vormi

Die Jnhaber mehrerer Coupons wollen den Zahlstellen den Nummern geordnetes und mit der Quittung über den Empfy des Geldbetrags versehenes Verzeichniß vorlegen. \

Côln, den 14. September 1870.

Die Direktion.

Verschiedene Bekanutmachungen.

Nachdem auf unsere Aufforderung vom 7. Juli d. J, [, S] Nr. 4755 Amtsbl. Nr. 32 bis jeßt geeignete Bewerbungen um erledigte Kreisthierarztstelle des Kreises Mettmann nicht eingegang sind, fordern wir A UsG nochmals diejenigen Thierärzte, welfe s Befähigung zur Bekleidung einer Kreisthierarzt\telle erlangt habe auf, binnen 4 Wochen unter Beifügung der vorschriftsmäßi nisse ihre desfallsigen Gesuche bei uns einzureichen. Düsse 12, September 1870. Königliche Regierung, Abtheilung des

jen Zeu dorf,

Tnna

[2917]

Warschau-Bromberger Eisenbahn. 6esellschaft.

…_ Konform F$$. 31, 32, 34, 35, 36 und 39 der Statuten werd die Herren Aktionäre hierdurch in Kenntniß gesebt, daß auf Grun Beschlusses des Verwaltungsraths vom 3./15. September cr.

am 8.20. Oktober c., um 11 Uhr Vormittags eine außerordentliche Generalversammlung

der Aktionäre auf dein Bahnhofe der Hauptstation Warschau abz halten werden wird. Als Gegenstand der Tagesordnung dieser außerordentli Generalversammlung wird

eine beabsichtigte Vermehrung des Gesellschastskapitals dur Emission von 1054 Stü Aktien à 500 Rubel zur Beschlußnahme kommen.

Diejenigen Aktionäre, welhe an der außerordentlichen Genera Sea Oi nehmen wollen, müssen bis spätestens de t e c. Nahmittags 3 Uhr, mindestens 2 Slü Aktien oder Genußscheine in der Hauptkasse der Gesellschast z tou) oder bei einem der nahgenanten Handlungshäus eponiren :

in s: in der Diskontobank oder bei Gustav Sterky 6 oyn,

in Breslau beim Schlesishen Bankoerein,

in Berlin bei G. Müller et Co.,

in Amsterdam bei Lippmann Rosenthal & Co,

in Frankfurt a. M. bei J. Weil ler Söhne,

in Krakau bei A nton Hölzel,

in Brüssel bei Brugmann Söhne. R /

Dem Depot ist ein uutershriebenes Verzeichniß der Aktie nummern in 3 Amemtapen beizufügen. Ein Exemplar des Berges uisses erhält der Deponent, von der Kasse bescheinigt, als Deposita

| quittung zurück, das zweite verbleibt beim Depot, das dritte Ein mit dem Gesellschaftsstempel versehen, dem Altionär mit der E trittskarte eingehändigt. + N Demgemäß sind die betreffenden Exemplare auch mit de Nummnmiern 1, 11, Il], versehen. m Die Rückgabe des Depots erfolgt nach der Generalverzne lung, nur gegen Rückgabe dcs Verzeichnisses Nr. 1. worauf V die Quittung derjenigen Kasse befindet , welche das Depot anß nommen hat. l 6m auf bt Nach $. 31 der Statuten kann jeder Aktionär das ihm mat Generalversammlung dienende Stimmrecht durch Privatvo

auf einen anderen Aktionär, der Mitglied der Generalversammlun ist, Übertragen. Warschau, den 4./16. September 1870.

Prioritäts-Obligationen hört mit dem 31, Dezember d. J. auf.

Der Verwaltungsrath. . : Hierbei Verlust-Listen Nr. 36, 37, 38 und 39.

Das Abonneraent beirägt A Thlr.

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für das Vierteljahr.

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Königlich Preußischer

Alle Post - Anstalten des In- und

Auslandes nehmen Sestellung an,

sür Serlin die Expedition des Äönigl. Preußischen Staats - Anzeigers :

Zieten-Plat Nr. %. ti Em

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Ar af E O A O S L M K E M D I vet A L A L E L M Ae M 4AM A AE - 0e O IEME M Af d E: O L E E S D L SE A T MRS E O. R

Berlin, Mittwoch den

21, September Morgens

1870.

CAFTIT! U

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Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Den Kreisgerichts-Rath Friedrich in Ratibor zum Direk- tor des Kreisgerichts in Gleiwiy zu ernennen.

Justiz-Ministerium.

Der Referendarius Zünd orf in Cöln is auf Grund der bestandenen großen Staatsprüfung zum Advokaten im Bezirk des Königlichen Appellation®Lgerichtshofes zu Cöln er- nannt worden.

Abgereist: Se. Excellenz der Staats-Minister und Prä- sident des Bundeskanzler-Amts, Delbrück, nah München.

Bertin, 21. September.

Durch große Siege des Heeres i} dem deutschen Volk die Hoffnung auf ruhmvollen Frieden errungen. Ueber den

Stlachtfeldern Frankreihs wurde die Nation sih mit Stolz |!

ihrer Größe und Einheit bewußt, und dieser Erwerb , geweiht durh das Blut von vielen Tausenden unserer Krieger, wird so vertrauen wir seine bindende Gewalt für alle Zu- funft bewahren. Aber zu der begeisterten Erhebung dieer Wochen kam auch ein Gefühl tiefer Trauer.

Viele von der Blüthe unserer Jugend , viele von den Führern unseres Heeres sind als Opfer des Sieges gefallen ; noch größer ist die Zahl derer, welche durch Wunden und fast übermenschliche Anstrengungen gehindert sein werden, ihr fer- neres Leben mit eigener Kraft zu erhalten. Sie vor Allen, die Hinterbliebenen der Todten und die lebenden Opfer des Krieges, haben cin Anrecht auf den Dank unserer Nation. Wer die Be- geisterung dieses Kampfes ge heilt hat, wer von der Erhebung unserer gesammten Volkskraft den Beginn einer neucn glücd- lihen Friedenszeit hofft, wer demüthig in unserem Sieg und in der Niederlage unterer Feinde ein hehres Gottesurtheil ver- ehrt, der möge jeßt seine Treue an den Kriegern unseres Bolls- heers und an ihren Zugehörigen erweisen! E Die Staatshülfe allein, selb wenn sie verhältnifmäßig reihlih bemessen werden kann, ist außer Stande, 2. große Zahl der Jnvaliden und Hintcrbliebenen zu unterhaitei. e Hülfe gewährt nur das Nothwendizste, Ut unverme!elc an allgèmeine Normen gebunden und verz!ag nicht auf die Bi:- dürfnisse des Einzelnen cinzugeden. A f U Große Anstrengungen freiwilliger Hülfe werden diesmal A sein, denn gewaltig, wie der Erfolg, waren auch bie Ver- usie des Krieges, A L | Wie dieser Krieg ein einheitliches deutihes Heer ge\casen hat, in welchem die Söhne aller Stämme in bruderuiWu

Wetistreit der Tapferkeit rangen, so soil auch die Sorge um |

die Jnvaliden und Hülflosen, welche der Krieg zurüdläßt, O gemeinsame deutsce Angc!egenheit roerden, an welczer Norden

and Süden unseres Vaterlandes gleichen Anlbeii nehmen. Trühere Erfahrungen haben gelehrt, daß es nicht nur git,

mit warmem Herzen Geldbeiträge zu spenden. Nichi weniger |

wichtig und müdevoller is die zweckrzäßige Berthcilung, E volies Eingehen auf die persönlichen Verb ältnisse, endlich da

S 7 A Aa : Ai Tft icht die noch Vor- | D B L / ' L: Schwerste: Vorsorge, daß die Unterstüßung nit die noch sammten Bedarfs die erforderlichen Mittel zur selbständigen

handene Erwerbskraft swäche, anstatt lie zu stärken, und daß |

sie wahrhaft heilsam für das Leben der Unterstüßten wirke.

Es ise ibe t wünschen, daß si überall örtliche und landschaftlic;e Vereine bilden, welche in Anschluß und Muter: nung unter gemeinsamen Vorstand die Sammlungen U Und ebenso die Ermittelung, Prüfung und Annahme der Hülfs8-

| | | | |

bedürftigen in ihrem Kreise übernehmen und denselben vor- sorglihe Pflege dauernd zu Theil werden lassen. j

Da die im Jahre 1866 zu gleichem Zwecke für den größ- ten Theil Deutschlands gegründete Victoria-National- Invaliden-Stiftung diesen Ansprüchen genügi und sich in ihren Einrichtungen bewährt hat, so beauftrage Jch hiermit den geschäftsführenden Ausschuß diefer Stiftung, die Organisation und Leitung einer Jnvaliden-Stiftung sür Deutschland zu übernehmen und zu Beiträgen wie zur Bildung neuer JZweig- vereine aufzufordern. J

Se. Majestät der König, Oberfeldherr des deutschen Heeres, hat Mir, wie in den Jahren 1864 und 1866, die Ge- nehmigung zu solchem vaterländischen Unternehmen ertheilt. Diesmal ist Mir das Glück geworden, ein Heer in das Feld zu führen, in welhem der Bayer, der Württember- ger, der Badenser neben dem Preußen fochten, und Jch

| “darf Mich an die Herze aller Deutschen wenden. Auch dies U | Liebeswerk sei gemeinsame Arbeit zwischen uns für das Vater-

land und die Einleitung zu vielen einmüthigen, segenstiftenden Werken des Friedens! J 2 Hauptquartier Rheims, den 6. September 1870. C E ite isi gina Friezri Wilkelm, Kronprinz von Preußen.

Durch vorstehenden Aufruf mit Genehmigung Sr. Majestät des Königs von Sr. Königlichen Hoheit dem Kronprinzen mit der Organisation und Leitung i

der Deutschen Jnvaliden-Stiftung beauftragt, for-

dern wir die ganze Nation auf, fich uns anzuschließen, um auch hierin wie unter den Waffen treu vereint

den Hinterbliebenen der Todten und den leben-

den Opfern des Krieges in vollem Maße den Dank des Volkes darzubringen. | : E

Die Hülslosen, welche unsere Kriege zurüklassen, sind die Waisen des gesammten Vaterlandes. Als eine Gemeinschaft hat dasselbe die Fürsorge, auf welche sie Anspruch befigen, zu Übernehmen; nur mit vereinten Kräften ist zu gewcihren und zu übertragen, was der einzelne Theil für sich allein nichk zu leisten vermag. j i j

Wie groß auch die Aufwendungen fein werden, welche Deutschland seinen verwundeten Kriegern und den Hinterblie- benu der Gefallenen als eine Gesezes8pflicht gewähren wird, der Staat als soicher und seine Geseßgebung kann niemals das individuelle Bedürfniß auf diesem Gebiete vollständig erfüllen; es Vleibt darum Pflicht und Aufgabe der freien Liebesthätig- eit, hier belfend und crgänzend neben dem Staate einzutreten.

: In dieseni Sinne und zu diesem Zwecke richten wir an alle deutshen Siämme und ihre Angehörigen die Bitte, zu einander zu schen, um mit uns eine deutsche Invaliden- Zrifiuvg ins Leben zu rufen. Aller Orten im Jn- und Aus-

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lane, in allen Theilen der Welt, wo Deutsche wohnen, werden vatrionide Männer und Frauen sih vereinen, um Einleitung

zu treffen, dai, sobald es an der Zeit ist, die Gaben fließen und die Sammlungen veranstaltet werden, aus deren Erträgen, als für alle deutschen Jnvaliden bestimmt, ein gemeinj)amer Tonds gebildet werden soll. 1 |

V A wird in Deutsclaud selbst die Bildung von Zweig- vereiaen vorzubereiten sein, um die Organe zu besißen, denen aus diesem Fonds vach Verhältniß sciner Kräfte und des ge-

Verwendung Überwiesen werden können. / .

Uuf diese Weise wird schon jeÿt allen unseren Kriegern die Ueberzeugung zu Theil werden, daß die Nation, ihrer Pflichten gegen sie eingedenk, Willens ist, und rechtzeitig im Stande fein wird, sie zu erfüllen.

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