1870 / 293 p. 1 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

Schuja-Jvanovo

Eisenbahn.

ir sind von der Verwaltung der Schuja-Jvanovo Eisenbahn

beauftragt, díe

am 1. Oftober ex, fälligen Coupons

der 5proz. Prioritäts - Anleibe dieser Bahn von dem Verfalltage ab

einzulösen. : Berlin, den 28 September 1870.

Berliner Handels -Ge\ ellschaft.

Bergisch: Márkische Eisfeubahn.

Einzahlung auf die neuen Aktien

t 07 C A: E D

A C) garen ,

am 1. Oktober d. J.

unserer Bekanntmachung vom 11. April d. J. den Jnuhabern älterer Aktien überlassenen neuen Aktien am 1. Oktober d. J. mit 90 Thlr. pro Aktie bei einer der in dem ausgegebenen Quittungs- der. Hauptkasse der Hessischen Nordbahn in Cassel und dem Barmer Bank-Verein in Barmen ein- Bei Vollzahlung sind pro Aktie 37 Tb

Die dritte Rate für die nach

ist, sofern die Vollzablung nicht geleistet, bogen bezeichneten Zablstellen, oder bei

zuzahlen. zu zablen und is aléëdann der der neuen Aftien zurückzugeben.

Elberfeld, den 27. September 1870.

Königliche Eisenbahn-Direktion.

[2981]

) lr. 23 Sgr. 4 Pf. Quittungébogen gegen Aushändigung

3820

[2982]

In Gemäßheit des $. 7 des Statuts fordern wir die Aktio der Aktiengesellschaft Eisen- und Stahlwerk zu Osnabrück hier auf, fernere 20 pCt. der Aftienbeträge und zwar : 10 pCt. oder 50 Thlr. für jede Aftie am 1. November d. 10 pCt. » » » » » 1. Februar 1871," entweder bei der Norddeutschen Bank in Hamburg oder bei Her Banquier N. Blumenfeld in Osnabrü> unter Vorlegung da Interims\c@eine einzuzahlen. Sowohl die Norddeutsche Bank, U

auch Herr Blumenfeld sind ermächtigt, über die Einza d quittiren. s zalungen ju

Osnabrück, den 27. September 1870. Der Vorstand der Aftiengesellschaft Eisen- und Stahlwerk zu Osnabrück, Gresser. C. Schemmann.

nâre dur

Verschiedene Bekanntmachungen.

[2865] Pflugkscher Geschlehtstag.

Die sämmtlichen Herren Geveitern des Löbl. Pflugkschen Ge, \Hlechts, welche an dessen Versammlungen Theil zu nehmen na dex Geschlebtëordnung von 1666 und deren Beireceß von 1704 berechtigt sind, werden hierdurch bei Vermeidung der geseßlichen Nadtheile ge laden und ersucht, zu einem Geschlehtstag e,

S ctra d A A a j a en Freitag der Meßwocbe der bevor chenden leipziger Michaelis. méesse/ Vormittags 10 Uhr, in Leipzig sich einzufinden, oder uod B hinderung am persönlichen Erscheinen vor dem Geschlechtstage chrift [ich E Ss H

n Diejenigen aber, welche zur Kompetenz des Psflugíschen G«& \{le<ts gehörige Anträge bei dem anberaumten DeBleMtSien I Entscheidung gebracht wünschen , ergeht hiermit die Aufforderung, die Anträge an den Lehnsyndikus, Herrn Justiz-Rath Dr. Stübel in Leipzig, bis zum 4. Oktober a. c. \chriftlich einzureichen. cs Löbl. Pflugkshen Geschlechts erwählter und landesherrlih

| bestätigter Senior, Wilhelm Eberhard Ferdinand Pflugk, auf Strehla,

Märkisch - West

In der heutigen Generalversammlung der Aktionäre

i B i il über das Betriebsjahr vom 1.

R Bergwerksverein. st nachstehende Bilanz vorgelegt.

an d Juli 1869 bis 30. Juni 1870.

PasSiìiva.

Activa.

Ausstehende Forderungen

Cassavestand

Wechselbestand

Waaren: und Materialvorräthe..

ITmmobilien

Bergwerke, mit Einschluß der Tief- bauten

Maschinen und Triebwerke

Mobilien

Hütten- und Bergwerks-Utensilien

Fuhrwerks-Utensilien..…..…....--- »

Neukauten

L, d. 3. 4. D. 6.

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|

wahl stattgefunden, wurden von mit 291 Stimmen wiedergewählt, Herren Carl Overweg, Vorsißender, J. F. Wiesehahn, Bankdirektor Th.

Letmathe, den 26. September 1870.

[2980]

98,640

77,386 265,310

292,187 | 1 48,210 | 1

1,652 | 5 28,280 1.183

37,745 | 12 |:41 862.875 | 29 | 8

Der ermittelte Brutto-Uebershuß is na< den heutigen Besch

Die Berichte über die Generalversammlung werden den Aktionären b

9,034 3/243 | 1

26 | 1 7 27

23 18

9 7

6 D

Cu WROINOD

l ol

Aktien

Oiverse Kreditoren Reserven

Dividende aus 1868/69 Brutto-Uebers{<uß

700,000 89,860 | 10 34/346 | 14

252 | 38/417 | 4

862875 [ 29 | 8

lüssen zu Abschreibungen, resp. zur Vermehrung der Reserven bestimmi. aldigst zugesandt. 292 Stimmen Herr Geh. Kommerzien- Herr Hugo Ebbinghaus mit

Nachdem gemäß $. 21 der Statuten houte eine Neu-

Rath J.-F. Wieschahn mit 292 Stimmen, Herr Carl Schrimpff 222 Stimmen neugewählt. H. Löbbecke, Stellvertreter,

ovius und Hugo Ebbinghaus.

Der Verwaltungsrath besteht somit aus den Ern Ebbinghaus, Geh. Kommerzien-Rath

Der Verwaltungsrath.

Carl Schrimpff,

Neusger Bergwerks- und Bilanz vom 1. Juli 1869 bis 30. Juni 1870.

Hütten-Aktienverein.

Aktiva. I. Tmmobilien-Konto: a) Tmmobilien und Bergwerke b) Maschinen und Triebwerke TII. Tnventarien-Konto : a) Waaren-‘und Materialienvorräthe .…. -- Þ) E Hütten- und Bergwerk8-Ute ilien c) Msbel- und Hüttenfuhre Aussiehende Forderungen . Wesel- und Kassabestand

n-

662,298 176,906

144,880

54,779 1726 155,700 12,109

5/11 619 10 9 92|11

1,208,396

Die Dividende für das Geschäftsjahr is auf 4 pCt. bei dem A. Schaa

21 [11

Passiva. L e O a dae tet da etl 11. Diverse Kreditoren A C IV. Delkredere-Konto V, Rü>ständige Dividende VI. Brutto-Uebershuß pr. 1869/70

936,600 169,091 32,256 1,633 221 68,594

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oder Tblr. 8 per Aktie festgestellt und wird der Coupon Nr. 9 unserer Aktien ffhausen schen Vankverein in Cöln,

bei den Herren Deïhmann & Co. in Cöln,

bei dem Herrn Ed.

» »

Prieße in Magdeburg)

N. S. Natha lion Nachfolger in Braunschweig,

Ad.

F. Wiemann in

Berlin,

» der Kasse unserer Gesellschaft zu: Neuöge,

vom 2. Januar k. J. ab mit Tblr. 8 eingelöst. Neusge, den 24. September 1870.

Der Verwaltungsrath.

Hierbei Verlust-Listen Nr. 58, 59, 60, 61 und 62.

‘viel sagen will, wie

Yas Abonnement beträgt fl Thlr.

für das Vierteljahr. Insertionspreis für den Raum einer

Druzeile Sz Sgr. L R

Alle

Auslandes nehmen Sesicilung a

für Kerlin die Expedition des fónigl. Preußischen Staats - Anzeigers:

Zieten-Play Nr. 3.

Post - Anstalten des Ia- und

Me 293.

Berlin, Donnerstag den 29. September

Morgens

Berlin, 29. September.

Der Staats - Sekretär hat den nachstehenden Erlaß an

die diesseitigen Gesandtschaften gerichtet : i Berlin, den 27. September 1870.

In der Sißung des geseygebenden Körpers vom 1. Sep- tember hat der damalige Minister der auswärtigen Angelegen- heiten, Prinz Latour d’Auvergne, zwei Cirkulare verlesen, in welchen den deutschen Truppen vielfache Verlezungen des allgemeinen, wie des vertrag8mäßigen Völkerrechts Schuld gegeben werden. Deutsche Truppen, so wird darin behauptet, hätten si< Feindseligkeiten gegen französische Ambulancen erlaubt; den Baron de Bussierre, inmitten einer von ihm organisirten Ambulance, zum Gefan- genen gemacht, sih explosibler Flintenkugeln bedient; Bauern aus der Umgegend von Straßburg gezwungen, im Bereich des Feuers der Festung an den Laufgräben zu arbeiten; Proviant und Munitionszüge und Kassenwagen durch das in der genfer Konvention vorgeschriebene Abzeichen zu de>en ge- sucht; endlich sei ein französischer Arzt von einem preußischen Soldaten, während er denselben verbunden, getödtet wor- den! So «vollkommen ich von der Unrichtigkeit aller dieser Angaben a priori überzeugt war, so habe ich do, mit Rücksicht auf den Namen, welcher denselben sein Gewicht geliehen hatte, mich nicht auf die Versicherung, daß dergleichen Vorkommnisse unmöglich seien , beschränken wollen, sondern Ermittelungen darüber veranlaßt , ob irgend etwas vorgekommen sei , was durch unzuverlässige oder bôs- willige Berichterstatter zu den behaupteten Ungeheuerlichkeiten hätte entstellt werden mögen. Solche Ermittelungen hatten freilich eine um so größere Schwierigkeit, als die Be- hauptungen des französischen Herrn Ministers sowobl in Vetreff der näheren Umstände als der Beglaubigung in einer für amtliche Aeußerungen so ernster Natur un- gewöhnlih vagen Weise gehalten sind. Vollständige Angabe von Namen, Ort und Zeit fehlt überall. Zur Bewahrheitung wird in den meisten Fällen die Notarietät angerufen, was so die französischen Zeitungen, deren Glaub-

würdigfeit ih wahrlich nicht zu charafkterisiren brauche. In den beiden Fällen, wo auf Zeugen oder Zeugnisse Bezug genom- men wird, in Betreff der explosibeln Kugeln und der zwangd- weisen Verwendung elsässischer Bauern in den Laufgráäben, werden weder der Jnhalt des Zeugnisses, noch auch nur die Namen der Zeugen oder Berichterstatter mitgetheilt. Die diesseits angestellten Ermittelungen haben nur für eine einzige der gegen die deutshen Truppen erhobenen Beschuldigungen einen fakti- hen, freilich arg entstellten Anhalt ergeben. Es is richtig, daß der Baron de Bussierre verhaftet ist und daß er si<h mit der Pflege der Verwundeten zu thun gemacht hat. Die Verhaftung ist aber nicht inmitten einer Ambulance erfolgt ; sie wurde ver- anlaßt durch den Verdacht, daß der Genannte Einverständnisse mik der Besazung von Straßburg unterbielte ; und sie ist, gleich der demnächstigen Jnternirung, mil allen seiner Stellung und seinem ehrenhaften Rufe gebührenden Rücksicht ausgeführt wor- den. Ueber die Dauer der Haft konnten die militärishen Er- wägungen allein entscheidend sein. Alle übrigen Behauptungen der beiden Cirkfulare habe i< als vollständig erfunden zu bezeihnen, und der französischen

über bleibt abzuwarten, ob und wie sie versuchen wird, die ihr obliegende Pflicht der Erhärtung in ciner Weise zu erfüllen, die nach den sih häufenden Erfahrungen über die Quverlässig- keit offizieller französischer Versicherungen Anspruch auf Be- ahtung machen kann. Mit Rücksicht auf die anderen Mächte, welche an der genfer Konvention und an der petersburger De- tlaration vom 29. November (11. Dezember) 1868 betheiligt sind,

Ç LeTUN egene- | t T j j ß: Regierung geg bin bedeutender: zunächst sind durch dieselbe beiden Theilen große

füge ich die positive Versicherung hinzu, daß jene Konvention von den deutshen Truppen in der sorgiamsten Wrise ausge- führt worden ist, und daß exvlosible Geschosse für Handfeuer- waffen oder von weniger als 400 Grammes Gewicht 1m ganzen deutschen Heere nicht vorhanden sind.

Dagegen liegen reichlich beglaubigte Thatsachen der erstaun- lihsten Art darüber vor, wie die französische Regierung das genfer Abkommen ausgeführt oder vielmehr “nicht ausgeführt hat, dessen Zustandekommen sie, wie der Prinz Latour d’Au- vergne mit Recht hervorhebl, mit ganz besonderem Eifer be- trieben hat. Die deutschen Aerzke, welche nah der Schlacht bei Weißenburg in den unter den General - Aerzten Böger und Wilms stehenden Lazarethen französische Verwundete zu behandeln hatten, Uberzeugten sich , daß die Leßteren mit seltenen Ausnahmen , dic Bedeutung der weißen Binde mit dem rothen Kreuze gar nicht kannten. Höhere französische Militärärzte, die sich demnächst in denselben Lazarethen einfanden, um nach ihren Landsleuten zu sehen, waren gé- nöthigt gewesen, sich das s{hüßende Abzeichen aus dem ersten besten Material nothdürftig selbst herzusiellen, und gaben dem aren Putbus, Delegirten der Johanniter, die bestimmte

rsicherung, daß das französische Kriegsminisßterium den Aerzten weder die genfer Binde geliefert, no< sie zur Anlegung derselben angewiesen habe. Später haben gefangene sranzösi'cve Offiziere übereinstimmend bekundet, daß die genfer Konvention und die aus derselben folgenden Vorschriften über die Behandlung der Ambulancen, der Aerzte und der Verwundeten gär nicht in der französischen Armee bekannt geworden seien. Und wie nöthig ware gerade für diese Armee eine besonders sorgfältige Belehrung ge- wesen, da die französische Regierung es mit der Humanität, welche das Cirkular vom 30. August als den Grund ihres Eifers für die genfer Konvention bezeichnet, verträglich gefun- den hat, die aus dem Abschaum der städtischen Bevölkerung Nordafrikas angeworbenen Turcos gegen uns in das Feld zu fuhren! Welche Folgen die Unterlassung einer solchen Beleh- rung gehabt hat, behalte ih mir vor, durch amtliche Protokolle nachzuweisen. | : i (

Man kann nach alle dem in den beiden Cirkularen vom 30. August nichts Anderes schen, als einen Versuch, unserem Protest vom 26. August wegen flagranter Verleßung der Parlamentärflagge und den ferneren Protesten, deren man sich zu versehen Grund hatte, durch aus den Zeitungen zusammen- gerafsste Gegenbeschuldigungen für den Augenbli> die Schneide zu nehmen. : A

Eure .…. ersuche ih ergebenst, dem Herrn Minister der auss- wärtigen Angelegenheiten gefälligst eine Abschrift , beziehungs- weise Ueberseßung dieses Erlasses mittbeilen zu wollen.

Der Kanzler des Norddeutschen Bundes. In Vertretung: Thile.

In Folge der Nachricht von der Kapitulation Straßburgs bede>ten sich gestern die Straßen und Häuser der Residenzstadt wieder mit reicem Flaggenshmu>.

Der Werth der Kapitulation ist eum nach mehreren Richtungen

Opfer erspart worden, welche der sehr nabe bevorstehende Sturm unbedingt erfordert haben würde, so daß also auch aus diejem Punkte betrachtet der Fall der Festung Vor dem Sturm wesentli< dazu beiträgt, die Freude über denselben zu erhöhen. Dann wird dur die Kapitulation der schwerste Theil unseres Belagerungsparkes für die Operationen gegen

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