1890 / 246 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

„Magd. Zig.“ mittheilt, folgendes Huldigungstelegramm an Se. Majestät den Kaiser abzusend

Ew. Majestät, dem Erlauhten Schirm Kirche, bringt die soeben eröffnete Prov Sadsen ihre unterthänigste Huldigung Nersiherung, an der Lösung der a Evangeliums in unserer Zeit gest unablässig von ihr verfolgt werden,

Kiel, 13. Oktober. L von Kronstadt kommend, ist, wle , eines geringen Defekts an der Buelck vor Ander gegangen.

Wilhelmshaven, geschwader unter „W.. T. B.“ meldet, he meerreise angetreten.

oma ingen, E Numänien ist, nah eine d d zu mehrtägigem Besuch hier e

Wien, 13. Oktober. Se. Königliche Hoheit der Prinz Friedrih Leopold von Preußen traf vorgestern früh von den Jagden in Mariazell hier ein-und seßte, der „Wien. Ztg.“ zufolge, Abends die Reise nach Berlin fort.

Der Stellvertreter des Corps-Kommandanten und Landes- Gefs von Bosnien und der Herzegowina, Feldmarschall-Lieutenant David Edler von NRhonfeld von Dalmatien ernannt worden. j

Der Finanz-Aus\chuß des ungarischen Abgeord- netenhauses verhandelte am Sonnabend über das Budget des Ackerbau-Ministeriums. Be ( nah der „Wien. Ztg.“, der Ackerbau-Minister, daß die Frage der Shweine-Ausfuhr aus Serbien gerade na dem Tage ihre glücklihe Lösung gefunden habe. Der Minister ver- sicherte, daß hierbei die veterinären Rücksichten im Auge behalten wurden und eine Entwerthung der Waare auf dem Stein- brucher Markte durch Ueberfüllung nicht eintreten werde, was sowohl im Fnteresse Serbiens als in dem Ungarns liege. Bei den Handelsverträgen werde er immer die ökonomischen Juteressen Ungarns vor Augen behalten und ügen.

Die Führer der Siebenbürger Rumänen haben, dem „Prag. Abdbl.“ zufolge, für dea 27. d. M. eine Kon- ferenz nah Hermannstadt einberufen, zu der alle von Rumänen bewohnten Kreise Delegirte entjenden werden. ] Comité wird Vorschläge bezüglich der Durchführung des natio- nalen Programms unterbreiten, namentlich Betreffs Be- nußung der rumänischen Sprache in der Verwaltung und im Fustiz- wesen. Jn allen von Rumänien bewohnten Distrikten sollen Nichtrumänien nur bei Kenntniß d¿x rumänishen Sprache An- stellung finden. abgeändert werden. Ó i Be für den Ausgleih mit Ungarn formuliren und si eventuell entschließen, aus der Passivität her iel leßteres, so wären die Rumänen im Stande, mehr als dreißig Abgeordnete ins Parlament zu bringen.

herrn unserer evangelishen l-Synode der Provinz dar und knüpft daran die Aufgaben, die der Kirche des ellt sind und unter Gottes Segen thatkcäftig mitwirken zu wollen. ishe Fregatte „Minin“, } B.“ meldet, wegen Maschine vorläufig bei

Nebungs- Schroeder hat, ute um 10 Uhr Vormittag die Miltel-

12, Oktober.

Königin Meldung des „W. T. B.“, heute

; t troffen. aus Neuwie ingetroffen

Wie die „Allg. Ztg.“ erfährt, Junern den Königlichen Grenzbezirke Ort und Stelle si eingehend über die be- dieheinfuhrx zu informiren

12. Oktober. hat das Staats-Ministerium des Landes- Thierarzt abgeordnet, um an à nd \

stehenden Verhältnisse bezüglich der V gu i tiven und insbesondere die Frage ins Auge zu fassen, in welcher Meise im Rahmen. der bestehen ie

î R s A B a 4 9 a Finfuhbr von ingen Erleichterungen bezüglich der G l Rind! Grenzbezirke

München, bayerishen

den seuengeseßlihen Bestim- Rindvieh Oesterreich thunlih erscheinen. Sachsen.

Se. Majestät der König be- giebt sih heute zu achttägigem Aufenthalt nah Rebfeld.

je Rückkehr Jhrer Majestät der Königi ¡8 Sigmaringen

je RücCkehr Jhrer Majestät der Königin aus Sf ( ait L 4, d. M. erwartet.

Dresden, 12. Oktober.

Württemberg.

Stutigart, 11. Oktober. : e

Jhre Königliche Hoheit die Herzogin von - von Großbritannien, find

gestern zum Besuh auf Villa Y

London, j bury kehrte am 9. d. von Dieppe nah London zurü.

Der „Times“ wird aus Neapel unterm 10. d. gemeldet : „Die english-italienishen Unterhandlungen sind abgebrohen worden und die Konferenz hat ein Ende gefunden. Die von den enguischen Delegirien gemachten, sshr gemäßigten Vorschläge sind von der italienischen Regierung niht angenom- men worden. r Theil des ößlihen Sudans, ausgehend von Nas Kajar und nahe berührend, aber mcht | g Das Recht Jtaliens, Kassala und einen Theil : der Linie des Flusses Atbara im Falle einer militärischen Noth- wendigkeit zu beseßen, wurde anerkannt, vorausgeseßt, daß

Se. Hoheit der Herzog und Tedck, Prinzessin er Fürstin-Tochter Mary rienwahl bei Ludwigs-

e. Königliche Hoheit de Jhre Königlichen Hoheite: die Erbgroßherzogin sind aus Neuwied bezw. Freiburg in Baden-Baden ein-

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rinz von Shweden un roßherzog und

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dem Großherzog an 1 “ecidittte Qa Gaben ns Ret, den Distrikt wieder zu beseßen, wenn es vor- N ( bereitet ist, die Ordnung aufrecht zu erhalten, volfommen gewährt Die italienishe Regierung i\t nicht geneigt, die Rechte , welDHe von der englishen Regierung als gebieterish

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Oesterreich-Ungarn.

ist zum Statthalter

Auf Befragen erklärte,

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Demgemäß foll auch das Nationalitätengeseß Die Rumänen werden die Bedingungen

herauzzutreten. Geschieht

Großbritannien und Jrlaud. E 12. Oktober. Der Marquis von Salis-

Dieselben würden Jtalien einen beträchtlichen

einshließend, gegeben

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Lag L Í A 5 (Vgl. au Ftalien.) i chtshof in Tipperary beschloß, den Prozeß

hen Deputirten auch in Abwesenheit von

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iri} L N en und Dillôn, welche bekanntlih unter Preis- nad Amerika geflüchtet find,“ fort-

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Schagamts Faction, vesuht hat, wird sih am

um Erhebungen für

n zu bauenden Sekun r- Zwei der Bahnen sollen fofort

en des britischen Gefandten zu Teheran olff sind erfreulihere Draht- man hofft daher, daß feine Bendung genommen hat. Frankreich. / i Der Präfident Carnot hat, wie ats“ entnehmen, in dem am Sonn- s ein Dekret unterzeichnet,

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- Minister erjenigen 10ulins? in Guise beizu- er Finanz-Minister fi Zuwachssteuer für

l der Deputirte

bringen gedenkt.

treibt die Ver-

den schulden.

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¿¿hre und die enannten Er-

in Rom angekommen. : len | ) gehaltener mehrstündiaer Ministerrath beschäftigte sich mit der Finanz frage. T inister

seinem Ressort etwa möglichen Ersparnisse. l ) Frage der allgemeinen Wahlen berathen, eine Beschluß- fassung darüber jedoch bis zum nächsten Viinisterraih ausgeseßt.

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Bau einer strate- elfori und Den ;

, Beriézerstatter für das E Vor T1éuen i uxzd erklärte, # eröffneten Ger Beile erwidern; Frankreich | um Schadea Amerikas große | enn 6 Petroleum in Rußland

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| K j begeben, um dem Papsie und Don Carlos ihre Huldigung

| Abreu e Souza Prôöôsigium und Krieg, l | Snneres unv Untecrcicht, Sa Brandao Justiz, Mello Gouvea

in Et. Petersburg

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Anläßlich der dem Souschef des französihen Generalstabs,

E s in Rußland zu Theil gewordenen Auf- nahme ist, wie j

Chef des ersten Militärkreises, General Bobrikow, das Großkreuz der Ehrenlegion, und dem Oberst Lieutenant Yermolow das Ritterkceuz der Ehrenlegion verlichen worden.

ranzösische Blätter melden, dem Generalstabs-

Rußland und Polen. : : St. Petersburg, 13. Oktober. Dem Baron Nikolai,

welcher eine Zeit lang das Amt des Ministers der Volks- ausklärung bekleidete und zuleßt Vorsißender des Departements des Reichsraths für Gesetzgebung und Kodifikation war, ift, wie „W. T. B.“ meldet, aus Anlaß seiner heutigen fün fzig- jährigen Dienstjubelfeier ein Kaiserlihes Hand- \chreiben mit den Brillanten zum Andreas- Orden zugegangen.

Die „Politishe Correspondenz“ erfährt über die bevor-

stehende Reise des Großfürsten-Thronfolgers, der- selbe werde fih in Triest oder Brindisi einschiffen und sich mit dem Großfürsten G eorg zunächst nah Athen begeben.

Der diesseitige Bolschafter in Berlin Graf Shuwalow

hat gestern St. Petérsburg mit der Warshauer Bahn ver- lassen. Der “E : ge]tecn eine Urlaubsreise ins Ausland angetreten.

französishe Botschaster de Laboulaye hat talien. Ueber das in Nr. 245 des „R. u. St.-A.“ unter „Groß-

britannien“ gemeldete Scheitern der english-italieniscchen Verhandlungen Betreffs der Abgrenzung der Jnteressensphäre in Afrika liegen heute Meldungen der „Agenzia Stefam“ vor, wonach die Details zwischen den einbart und nur prinzipiell Beseßung Kasjalas zu erledigen waren. l erhob jedoh am Freitag Abend der englische Delegirte Baring die Forderung, daß i solle, Falls es Kassala ofkkupire, dasselbe den Egyptern zurüctzugeben , besete. girten niht willigen zu können. | ssen wurden Unterhandlungen abgebrochen. Die „Agenzia Stefani“ fügk hinzu, daß die zwischen den beiden durch so viele hervor- tragende nteressen verknüpften Ländern bestehenden guten Be- ziehungen wegen einer Meinungsverschiedenheit über eine ein- fache ¿Formel sich nicht ändern werden. U j

girten gedachten gestern von Neapel nah Egyp en abzureisen, während die italienishen Delegirten nach Rom zurüdlkehren wollten.

Delegirten bereits ver= noch die jormelle Feststellung des bereits angenommenen Artikels betreffs der eventuéllen Wider Erwarten

Stalien sich verpflichten wenn Egypten den Sudan wieder Jn diese Forderung glaubten die italienishen Dele- Jn Folge dessen wurden die

Die englishen Dele-

(Vgl. auch „Großbritannien“.) y : Der Minister-Präsident Crispi ist gestern früh wieder Ein gestern unter seinem Vorsiß ab-

Jeder der Minister berichtete über die in Ferner wurde die

Der Maire von Turin übersandte Hrn. Crispi eine Einladung zum Besuch . der dortigen Ausstellung mit dem

Bemerken, daß im Fall der Annahme der Einladung ihm zu Ehren ein Banket veranstaltet werden würde. Der Minister- Präsident nahm die Einladung dankend an, behielt sih jedo | die Bestimmung des Tages vor, an welchem er in Turin ein- | zutreffen gedenke,

Dem heutigen Banket zu Ehren Cavalotti's in Florenz wohnten gegen 540 Personen bei. Cavalotli be- kämpfte in längerer Rede die Ausführungen Crispi's bei dem am 8. d. M. dort stattgehabten Banket.

Spanien.

Madrid, 12. Oktober. Die Kommission für die Nevision des Zolltarifs beginnt morgen die Berathung

| über den Bericht des Ausschusses, betreffend die Handels-

verträge. Wie nah „W. T. B,“ verlautet, befürwortet der Bericht die Kündigung fämmtlicher Handelsverträge im Jahre 1891, | g Mecrichten der „Köln. Ztg.“ aus Madrid zufolge, hat der Minister des Auswärtigen, Herzog vonTetuan, dem italienishen Botschafter einen Befuch abgestattet, ihm das tiefe Bedauern der spanischen Regierung wegen der Vorkommnisse auf dem Katholiken-Kongreß in Saragossa ausgesprochen und versichert, die Negierung habe Maßregeln getroffen, um einc Wiederholung solcher Aus- shreitungen zu verhindecn. Die spanischen Konservativen, fügte er hinzu, dürften nit mit den intransigenten Katholiken verweGfeli werden, die ihrer Mehrzahl nah Carlisten, also auch Feinde der spanishen Regierung seen. Der „Frkf. Ztg.“ wird dazu noch berichtet: Jn Folge der von Beleidigungen des Königs Humbert stroßenden Rede des Carlisten Sarda aus dem Katholiken-Kongreß in Saragossa begab der Práfekt der Stadt sich zu dem Kardinal Benavides und eröffnete ihm, er könne die Fort- der Berathungen nur unter derx _ Bedingung geitatten, daß exr und Nocedal, der Führer „Ver Carliften, sih verpflichteten, einer Wiederholung so!cher Auf- tritte wie der vom Mittwoch vorzubeugen. Der Kardinal ver- sprach darauf, daß er die Verlesung der Nede eines Herrn Orti, eines Professors an der Universität Madrid, untersagen erde, . und daraufhin gestattete der Präfekt die eForischung der Versammlungen. Wie „W, T. B,“ meldet, hal die höhere Geistlichkeit des Kongresses beschlossen, der

! Königin-Negentin eine Loyalitäts- und Ergeben- i heits-Adresle zu

überrcihen, in welcher der Hoffnung Ausdruck gegeben werden soll, daß der Papst bald seine wiedererlangen werde, Der nächite Katholik 1155 ongreß soll im zahre 1892 in Seoilla stattfinden, Anzahl Karlisten wird s{ch nach Nom und Benedig

darzubringen,

Portugal, E Lissabon, 12, Oktober, Das neue Minisitertum

ant 4 - 4414 M io { Î » 26 1h a : Heneral wird voraussichtilih wie folgt zusammengeseßt werden: Gener | | : i Antonio Candido

#ntonio Enues Marine, Barbosa Vocage Aus Tyomas Yibeiro AUrheiten, Die Vorgenannten traten geslera Nochmittag bei dem General Uhreu e Souza zu einer gemeinschaftlihen Berathung zusammen, welchè von Mittags 1 Uhx bis Abends 6 Uhr daueite, Vel ber Berathung soll cs sich namentlich um innere unh guss wärtige Angelegenheiten aehanpelt haben, Ueher hie peNapten

Smangen, mwörtinecs,

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verlautet, dieselben ließen eine Lösung der Krisis erwarten. Wie neuerdings verlautet, hätte Enues das Portefeuille der Marine abgelehnt und dasselbe wärz einstweilen Bocage über- tragen worden.

_Der „Köln. Ztg.“ wird von ihrem Korrespondenten aus Lissabon unter dem 8. Oktöber geschrieben:

Von hier und von Madrid aus find beunruhigende Nachcihten in die Welt ausgegangen, wona wir in beständiger Angst vor einer Staatsumwälzung leben sollen, Handel und Wandel daraiederliegen und eine Geldkrisis in nüster Aussicht steht. Ic vermag von allen diesen Dingen kaum eine Spur zu bemerken. Das Klein- ges{chäft mag etwas leiden, aber wahrscheinlich mehr dur das \chöne Wetter, welhes die Stadtbewobner zur Verlängerung des Landaufenthaltes einladet, als in Folge der Ministerkrisis; auch ist Geld etwas theurer geworden und die Erhöhung des Diskontos auf allen Geldmäriten mag au die hiesigen Kreditanstalten veranlaßt haben, die Schrauben etwas fester anzuziehen, Aber troydem kann von Mißtrauen in den ruhigen Fortbestand der Staatseinrihtungen ernitli) niht die Nede sein; das beweist doh wohl am besten die Thatsache, daß nah schon ausgebrohener Ministerkrisis die Verwal- tung der Staatskasse 4 500 000 M Scaßkammerscheine ohne alle Be- {werde zu 4% untervringen konnte.

Schweiz.

Der „Bund“ bringt folgende Mittheilungen über die Tessiner Angelegenheit:

Herr Oberst Künzli, eidgenöfsisher Kommissar im Tessin, hat in der Bundesrathssizung vom 8. Oktober Morgens über die politishe Lage dieses Kantons mündlich Bericht erstattet, wie sich dies-lbe aus der Abstimmung vom 5H, Oktober ergiebt welche zu Gunsten der liberalen Partei ausgefallen ist. Für den guten Gang der kantonalen Ver- waltung scheint es ihm sehr wünschenswerth, daß sobald als möglih eine regelrechte Regierung die Leitung der Geschäsle wieder übernehmen, das Budget für das nächste Jahr vorbereiten und sich mit anderen wichtigen Angelegenheiten befassen könne, deren Regelung nicht in der Ausgabe eines eidgenössishen Kommissars liegt. Anderer seits aber ist Hr. Künzli vollkommen überzeuat, daß die Wieder- einseßung der am 11. September geslürzten Regierun'g nur dann ohne Gefahr für den Frieden im Lande stattfinden kann, wenn man die eidgenössische Besatzung im Tessin aufrecht erhält und zugleich die nöthigen Vorsihtsmaßregeln ergreift, um neuen Ursachen zu Beunruhigung und Wirren vorzubeugen. Man müsse vor Allem ver- hindern, daß WVerwallungsmaßregeln, welhe als Ne- pressalien gegen die liberale Partei betrachtet werden könnten, die Lage ershweren und die Gereiztheit der Gemüther ver- mehren. Es müßte ebenfalls dafür gesorgt sein, daß die Mehr- heit des Volkes dazu käme, ihre Nette gehörig auszuüben, was nicht der Fall wäre, wenn die Wahlen in den Ver- fassungsrath stattfinden müßten auf Grundlage der gegenwär- tigen Großrathswahlkreise. Da die Zahlen der Abstimmun Q vom 5. Oktober noch bestritten werden, so hat der Bundesrath, im Einklang mit seiner Erklärung an die Bundesversammlung vom 29. September abzuwarten beschlossen, bis das Abstimmungs- resultat festgestellt fei, um Entscheidungen zu treffen mit Bezug auf den Bericht seines Kommissars. Mit Telegramm vom 10. Oktober Abends hat Hr. Künzli folgende Zahlen übermittelt, welche sich aus der Prüfung der Abstimmungs- protokolle, sowie aus der Zählung der Stimmzettel und aus der Negulirung der in Folge der Abstimmung aufgeworfenen Fragen ergeben : Erste Frage: Absolute Mehrheit 11 872; «ja 11 899, Nein 11810, Dritte Frage: Absolute Mehrheit 11 845; Ja 11845, Nein 11 732.

In feiner Sißung vom 11. Oktober hat der Bundesrath beschlossen, die bewaffnete Okkupation im Kanton Tessin aufrecht zu erhalten und seinem Kommissar folgende neue Weisungen zu ertheilen :

1) Der Kommissar is eingeladen, der Regierung des Kantons Tessin die Leitung drr kantonalen Angelegenheiten zurückzugeben, indem er sich jedoch in allgemeiner Form alle diej:nigen Ent)chei dungen vortehält, welche der Bundesrath, nah Maßgabe der Art. 5 und 102, Ziffer 3, 10 und 11 der Dundesverfafsung, zum Zwee der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung im Kanton für nöthig erachten wird. Für einstweilen erhält er folgende besondere Weisungen ;

2) Der Kommissar bleibt mit der Reçelung aller derjenigen Fragen beauftragt, welche auf die Abstizünung vom 5. Oktober Bezug haben. Er leitet die in Folge dieser Abstimmung nöthig gewordenen Wahlen in den Verfassungsrath, sowie die eidgenössische Abstimmung und die Wablen vom 26. Oktober

3) Wenn der Kommissar glaubt, das von der Regierung beab- sichtigte oder getroffine polizeilite oder andere Maßregeln leiht die Ordnung und die Ruhe des Landes (Art. 102, Ziffer 10 der Bundes- verfassung) gefährden könnten, so legt er sein Veto ein und erstattet fofort Bericht an den Bündesrath. Bis dieser letztere entschieden hat, blibt die Ausführueng der fcaglihen Maßregeln fiftirt.

4) Der Kommissar giebt der Tessiner Regierung hei der Ueber- gabe der Leitung der Gisckäfte. welche spätestens bis zum 14. d, stattzufinden hat, von diesen Weisungen Kenntniß und läßt über jene Uebergabe ein Protokoll aufnehmen.

Ueberdies hat der Bundesrath (wie {hon kurz gemeldet) im Hinblick darauf, daß bei der in Bern am 27. Septem- ber zur Erzielung einer Verständigung abgehaltenen Kon- ferenz die Vertreter der konservativen Partei erklärt haben, daß sie zu einer Verständigung die Hand bieten würden, sobald die rechtmäßige Regierung wieder eingeseßt sei beschlossen, eineneu eKonferen z von Vertretern beiderParteien auf Donnerstag, den 16. d., Morgens 9 Uhr, nah B rn einzu- berufen. Die Abgeordneten des Bundesrathes bei dieser Kon- ferenz sind zu der Erklärung beaujstragt, daß, wenn gegen alle Erwartung das Versöhnungswerk nicht zu Stande kommen

sollte, die Bundesversammlung binnen kürze)ter Frist zusammen- berufen würde, um die laut Art. 5 und 6 der Bundes- verfassung in ihrer Befugniß liegenden Viaßnahmen zu be: rathen, damit der Wille der Mehrheit des tessinishen Volkes seinen vihligen Ausdruck finden kann in den verschiedenen Phasen, welche die Revisionsfrage in Folge der Abstimmung vom ò, Oktober durizumachen hat. Die vom Bundes- rath eingeladenen Vertreter der beiden Parteien ind, wie dex „Bund“ meldet, folgende: Von konservativer Seite: Nespini, Präsident des Staats- rathes; Dazzoui, Nationalrath; Th. Bonzanigo, National- rath; Valli, Ständerath; Advokat V. Scazziga in Locarno; Pedrazzini, Nationalrath; Polar, Nationalrath; Soldati, Ständerath; Advokat Volonterio, Sindaco von Locarno: Advokat M. Magatti, Lugano. Von liberaler Seite: de Stoppani, Nationalrath; Advokat E. Censi; Advokat F. Musconi in Bellinzona; C, Pedroli in Giubiasco; Dr, A, Pioda in Locarno; Bérnasconi, Nationalrath; Advokat Vorella in Mendrisio; Advokat Bolla in Olivone; Advokat Caltaneo in Faido; Advokat Gabuzzi in Bellinzona.

Fornex )audto der Bundesrath folgendes Telegramm an den Lborston Künzli in Bellinzonag :

Angesihts der bestehenden Aufregung, auf welche Sie uns auf- merksam machen, glauben wir, daß die Abhaltung öffentlicher Volks- versammlungen eine wirklihe Gefahr für die öfentlihe Ruhe in ih s{ließe. Wir laden Sie deshalb ein, bis auf Weiteres folhe Versammlungen zu verbieten. Wir beauftragen Sie, eine Proklamation an das Tessiner Voll zu rihten, in welcher Sie die Bürger unter Mittheilung unserec Beshlüsse einladen, sich aller und jeder öffentlihen Demonstrationen zu enthalten und mit Ruhe das Resultat der Maßnahmen abzuwarten, welche die Bundes- behörde getroffen hat und noh treffen wird zu dem Zweck, cine dauernde und gerechte verfassungsgemäße Ordnung im Kanton wieder herzustellen, Die Eidgenossenshzft wird nicht aufhören, sich mit den Angelegenheiten des Kantons Tessin zu be- fassen, bis dieselben auf befriedigende Weise geordnet sind, wie dies denn auch unaverkennbar im Sinne der Beschlüsse der eidgenössischen Räthe licgt. Jeder Widerstand gegen die Befehle der Bundcsbehörde wird mit Strenge unterdrückt werden. Fn dritter Linie laden wir Sie ein, das liberale Comité zuc Rechenschaft zu ziehen wegen der in seinen TLelegrammen an den Bundesraty oder an setne Freunde in Bern enthaltenen Drohungen und demselben in der schärfsten Weise die Mißbilligung auszudrücken, welhe eine solche Sprache verdient. Lassen Sie dieses Comité wissen, daß man gegebenen Falls die strengsten militäris{en oder gerihtlichen Maßregeln ergreifen wird. Wir haben das Regiment X aufs Piquet gestellt, dessen Bataillone 28 und 29 zunähst zum Abmarsch bestimmt find.

_ Demgemäß war die auf Sonnabend in Bellinzona einberufene öffentlihe freisinnige Volks versammlung durch den Kommissar Künzli verboten und dur ch Militär verhindert worden. Jn einem Gasthofe fand sodann eine größzre private Versammlung statt, in welcher gegen die Wiedereinsezung der früheren Regierung Protest erhoben wurde. Jm Uebrigen fanden keinerlei Nuhe- jtôrungen statt, auch wurde dem Einschreiten der Truppen kein Widerstand entgegengeseßzt. Gestern wurde die Pro- klamation des Bundesraths, durch welche die Wied er- einsezung der Regierung unter der besonderen Auf- sicht des Bundeskommissars angeordnet wird, in Bellinzona veröffentlicht. _Die Aufregung, welche durch die Nachricht von der Wiedereinseßung der vorigen Regierung unter den Libe- ralen hervorgerufen war, hat sih wieder gelegt.

_Der der Ermordung des Tessiner Staatsraths Rossi beshuldigte Schweizer Unterthan Castioni erschien, wie „W. T. B.“ aus London meldet, am Sonnabend abermals vor dem Polizei geriht. Der Rechtsbeistand desselben zeigte an, daß er die Frage, ob ein politisches Verbrechen vorliege, aufzuwerfen beabsichtige, auch Zeugen vorladen zu lassen gedenke, welche bekunden würden, daß es niht Castioni gewesen sei, welcher auf Rossi geschossen habe. Die Ver- handlung wurde in Folge dessen abermals, und zwar auf den 20, d. M. vertagt.

Griechenland.

Der König und Prinz Nikolaus von Griechen- land sowie der Großfürst Paul von Rußland mit Gemahlin trafen Sonnabend Abend in Brindisi ein und begaben sich zur Weiterreise an Bord der „Sphakteria“.

Numuüänien.

Bukarest, 12, Oktober. Die Manöver bei Pitesti wurden, wie „W. T. B.“ mittheilt, gestern beendet. An denselben nahmen das I. -und IL Armee- Corps Theil, welhe in Kriegsstärke zusammengezogen waren. Heute Nahmittag hielt der König eine Revue über die Manövertruppen ab, welcher au der Prinz Ferdinand, der Minister-Präsident, der Kriegs-Minister und die fremdländishen Offiziere beiwohnten. Der König, der Prinz Ferdinand und die Truppen wurden von der Bevölkerung mit sympathishen Kundgebungen begrüßt. Am Abend war die Stadt festlih illuminirt. Morgen wird si der König Os des Minister-Präsidenten nach Krajowa be- geben,

Serbien.

Belgrad, 11, Oktober. Die serbishe Regierung erhielt, nah der „Wiener Ztg.“, vom russishen Gesandten Persiani ein sie zu ihren Wahlerfolgen beglücckwünschendes Schreiben mit der Anzeige, daß er vollkommen wieder hergestellt sei und demnächst nah Ablauf seines Urlaubes auf seinen Belgrader Posten zurücktehren werde.

Bulgarien.

Sofia, 11. Oktober. Auf Grund der mit Deutschland und England. abgeschlossenen Handelskonvention und der Meistbegünstigungs-Klausel wurde, wie telegraphish gemeldet wird, zwishen Frankreih und Bulgarien ein provi- sorishes Handelsarrangement abgeshlossen. Dasselbe bezieht sid auch auf die Schweiz, deren Handelsinteressen hier von Frankrei vertreten werden.

Schweden und Norwegen.

(F) Stockholm, 10. Oktober. Der Kronprinz und die Kronprinzessin werden am 12. d, ihre Reise nah Egypten antreten. Es sollen täglich nur kurze Strecken zurückgelegt und bei den italienishen Seen ein mehrtägiger Aufenthalt genommen werden. Die Reise über das Mittel- ländische Meer wird gegen Ende des Monats stattfinden. Der Gesundheitszustand der Kronprinzessin ist während der leßten Zeit befriedigend gewesen. / ; :

Nach dem Bericht des Staatscomtoirs haben die Staat s- einnahmen in den ersten drei Vierteljahren dieses «Jahres betragen: Zölle 32 035 698 Kronen gegen 31 434 320 Kronen, Branntweinsteuer 10 706 169 Kronen gegen 9 408 214 Kronen und dié Staatseisenbahuen 4 600 000 Kronen gegen 4 800 000 Kronen oder zusammen 47 341 867 Kronen gegen 45 642 534 Kronen. Das Sltlaatscomtoir hat heute wieder, wie auch vor einiger Zeit {hon geschehen, dem Reichs- Schuldencomtoir 1 000 000 Kronen zur vorläufigen Verwal- tung übergeben, da die Bestände der Staatskasse größere sind, als zur Bestreitung der laufenden Staatsausgaben nöthig ist.

Dänemark,

(F) Kopenhagen, 11. Oktober. Das Folkething nahm in seiner gestrigen Sißzung nah kurzer Befürwortung durch den Abg. Tutein mit 52 gegen 10 Stimmen eine moti- virte Tagesordnung an, durch welche das provisorische Finanzgeseß für das gegenwärtige Finanzjahr für un- gültig erklärt wird. ; : A

Der amerikanische Kreuzer „Baltimore“ ist gestern Vormittag auf der hiesigen Rhede zu Anker * gegangen. Das Schiff wird hier eine Woche verweilen,

Amerika.

Vereinigte Staaten. Washington, 10. Oktober.

„R. B.“ meldet: Vielfah glaubt man, daß Präsident

Harrison eine Sondertagung des Kongresses im !

nächsten Monat einberufen werde. Eine amtliche Bestätigung der Nachricht fehlt bis jeßt. / : Der Graf von Paris ist in Rihmond eingetroffen. Staatssekretär Blaine wird demnächst in Ohio anläß-

lich der bevorstehenden Staatswahlen zwei politishe Reden

halten.

Nicaragua. Dr. Nobert Saccasa is, dem „R. B.“ zufolge, wiederum mit großer Mehrheit zum Präsidenten von Nicaragua erwählt worden. Die Wah! dauerte 4 Tage und endigte am leßten Donnerstag. Ruhestörungen fanden nicht statt.

Mexiko. Aus Mexiko wird gemeldét, daß Präsident Diaz öffentlich erklärt habe: Mexiko würde stets den An- gelegenheiten Mittel-Amerikas gegenüber neutral bleiben,

Parlamentarische : Nachrichten.

Für den Grafen zu Eulenburg-Prassen, welcher bisher den alten und befestigten Grundbesiß in Samland mit Natangen im Herrenhause vertrat und jeyt als „Ober-Marschall im Königreih Preußen“ dem Herrenhause angehört, ist, wie „W. T. B.“ meldet, Graf Klinkowström-Korklak zum a für den alien und befestigten

R in Samland mit Natangen gewählt worden. ,

Sanitäts-, Veterinär- und Quarantäneweseu.

Portuga!.

Durch eine unterm 4. Oktober 1890 im Diario de Governo ver- öffentlihte Verfügung des Königlich portugiesishen Ministeriums des Innern werden der Hafen von Durban und die übrigen Häfen der Kolonie Natal seit dem 10. September für rein von Cholera erklärt. (R.-A. Nr. 214 vom 5. September 1890.)

Theater und Musik,

Königlihes Schauspielhaus.

Nachdem Fr. Wohlbrü ck sich zunähst als Leopoldine in Töpfer's altmodishem Lustspiel „Der beste Ton“ den Berlinern vor- gestellt hatte, seßte sie am Sonnakend ihr Gastspiel in Wilbrandt's Lustspiel „Die Maler“ fort. „Die Maler“ sind wobl eines der \{wäcsten Erzeugnisse der Wilbrandt’schen Muse und ihr Wieder- auftauhen auf der Hofbühne is wohl nur dem Umstande zuzu- reiben, daß die Rolle der Else eine schr dankbare ist und einer gewandten Schauspielerin daher willkommen sein muß. Schon in der neulihen Besprehung wurde anerkannt, daß Fr, Wohlbrück über eine große Routine verfügt, die ihr gewiß ermözglickt, in den vershiedenften Lagen si zurecht zu finden. So verstand fie es auch, der Else ein _originelles Gepräge zu geben und namentlih im ersten Theil des Lustspiels, wo sie als Aschenbrödel sih recht un- scheinbar geben muß, den Intentionen des Dichters gerecht zu werden. Aber über einen Mangel in ihrem Spiel kommt der Zuschauer nicht hinweg und je mehr er ihn empfindet, um fo weniger Behagen empfindet er Troß der gewandten Darstellung. Seele und Gemüth, das sind zwei Faktoren, ohne deren Mitwirkung die Rolle der Else uns geradezu unsympathisch erscheint und da Fr. Wohlbrüdck diese beiden nur in unzureihendem Maße zur Geltung zu bringen versteht, so war au ihre Leistung am Sonnabend feine tadellose Störend wirkt auch das oft unverständlihe Organ. Es fehlt der Stimme an Metall, und wenn dies im flotien Konversationéton noch am wenigsten ausfällt, so macht es si úberall da bemertbar, wo warme, von Herzen kommende Töne anges{chlagen werden follen. Von den übrigen Darstellern gefiel wohl am besten Hr. Keßler, der flott und

gewandt spielte.

l Deutsches Theater. _ Die bereits angekündigte Wiederholung von „Götz lihingen“ findet am nähsten Sonnabend, 18. d. M., statt. feßung der Hauptrollen is bis auf zroei dieselbe geblieben. Adelheid wird Frl. Frauendorfer und den Sickingen Hr.

spielen.

L 4 Berliner Theater.

Su der am Donnerstag zum ersten Male in Scene gehenden eZungfrau von Orleans“ spielt Elisabeth Hruby die Jungfrau, Mar- garethe Tondeur die Agnes Sorel und Martha Baumgart die Îsa- beau. Ludwig Stahl hat den König, Max Freiburg den Dunois, Artbur Kraußneck den Burgund übernommen. Der Talbot wird von. Wilhelm Arndt, der Lyonel von Emanuel Stockhaufen, der Thibaut von Paul Nollet dargestellt. i Wallner-Theater.

Sowohl im Wallner-Theater wie im Belle-Alliance-I es gestern volle Häuser und das Schildhen: „Ausverkauft“

Beginn der Vorstellungen an beiden Kassenschaltern. Fricdrih-Wilhelmstadtifshes Theater. Vorgestern Abend gelangten vor dem harmlos-gefäll gen B „Die Puppenfee“* zwei ältere einaktige Operetten zur Aufführun

unter dem gemeinsamen Titel „Großvaters Ove Novitäten aus alter Zeit wurden sehr gefchickt eingel« Vorspiel und einen Prolog, welhe Emil Pohl zu haben. Das Vorspiel soll den Versu der Wiederaufführun alten musikalischen Werke rechtfertigen. Wir feben

einer wandernden Theatertruppe mit feiner seiner Künstlergefellshaft, der den Wunfch

einer fürstlihen Durhlauht mit feiner Truvve Borstellunç zu geben, was ihm au dadurch gelizgt, daß er fi enti& bo betagten Fürsten solhe Stüte vorzuführen, welche th1 Jugend Genuß und Freude bereitet hatten. Der Prolog e

in poetishem Gewande den Kontraft des Geshmadcks der

ganrgenhbei diefer Kontrast bildet Hinderniß, daß die Gefühle, welbe unsere Altvorderen schauen und Apnhören ihrec naiven Theaterstückte und Singsy wegt haben, auch in den Seelen und Gemüthern des \{chle{ckts cinen sympathishen Widerball finden.

Von den beiden zur Aufführung gelangten singspielartigen Dye- retten rührt die erste „Die Dorffängerinnen“, von dem fün- geren Komponisten, Valentin Fioravanti, her. Die einfachen, zierlich vershnörkelten Melodien mit der überaus ansprucßslosen Orchester- begleitung mutheten anfangs ret gefällig an, umsomeßr als der Komponist auch dem Hamor freundliher Art Aus» druck zu vershaffen weiß. Do L die Dauer vermocten die glatten, aber wenig charakteriftis{cen Arien und Lieder nit zu fesseln, zumal das Lbretto mit seine alkväterisen Sherzen auch nicht rechtes Leben und Bewegung ün die Oper dincinträgt: Der neidishe Streit zweier Dorff{önen um den Vorraug als Sängerin, die Verlegenheiten der einen jungen koketten Dörfklerin, als nid zwei Verehrer und ihr todt geg r Ebemann hei ihr: cinfiaden, komt beine tiefere Theilnabrne erwecken, wenn man Ke au@ als Grinnexiune an den anfpruhslofen Siun der guten alten Zeit freundlich aufnaba Die Auffrishung der „Dorfsängerinneu“ bat aver infoîeru ein besonderes s Jui as diese Dyercite ich großen Beliebtheit erfreut bahen foll und den: Namen des ital Kompcnifsten, wel@er als Repräsentant dee RNebergc Peti alten zur neueren G gelten uu, rühmli bekannt machen half. Un die Darstellung besoaders Frl. ODffeney ë berger als der fangediustige und verlichte. Grautop

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