1890 / 256 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Norddeutsher Lloyd in Bremen.

(Leßte NaGrihhten über die Bewegungen der Dampfer.) New-York- und Baltimore-Linien :

Bestimmung. in Bremerhaven.

Bremen 93. O 93, Okt. von Southampton. an von New-York.

18, Okt. Eirewen von New-York.

92, Oft. Nark 91, Okt. in New-York.

«Vork 16, Okt. von Southampton. n Doe 19, Okt. von Southampton. New-York 93, Okt. Dover passirt. Bremen 15, Okt. von Baltimore. Bremen 21, Okt. in Bremerhaven. Bremen 99, Okt. von Baltimore. Baltimore 18, Okt. von Bremerhaven. Baltimore J 23. H von Bremerhaven. rasil- und La Plata-Linten: | ito, Bbert 16. Okt. St. Vincent pass.

a e, 15, Okt. von Bahia. i in Antwerpen.

Main* . Bremen 21, Oft. ) 4 a La Plaia 7, Okt. in Montevideo. ann B in Montevideo,

« | Q Plata | 13. Okt. rt° Rio, Á Plata | 13. Okt. St. Vincent pass. in Bahia.

O s Brasilien 19, Okt. i Weser“ . . Brasilien 19, Okt. in Rio. "Stuttgart . Rio, La Plata | 17. Okt. Las Palmas pass. „Berlin“ . Rio, La Plata | 20, Okt. von Vigo. Coruna, Villagarcia, Vigo, Rio, Montevideo, Buenos Aires „Kronpr. Fr. W.“ Kamerun 17, Okt. Sta. Cruz pass. Linien nah Ost-Asien und Australien: Bremen 19, Okt. von Port Said. Bremen . Okt. in Shanghai. Ost-Asien . Okt. in Colombo. Ost-Asien . Okt. von Southampton. Bremen “* . Okt. von Port Said. Bremen . Okt. von Adelaide. : Australien , Okt. in Colombo. aiser Wilh. TT,* Australien 20. Okt. von Suez. „Karlsruhe“ . . Australien 10, Okt. von New-York. London, 23. Oktober. (W. T. B.) Der Union-Vampser „Roman“ ist heute auf der Heimreise in Southampton und der Union-Dampfer „Trojan*“ ist heute auf der Ausreise in Capetown angekommen. 94, Oktober. (W. T. B.) Der Castle- Dampfer „Drummond Castle“ hat gestern Madeira auf der Heimreise passirt. Der Castle -Dampfer „Norham Castle“ ‘ist am Mittwoch von Capetown auf der Heimreise, der Castle-Dampfer „Conway Castle* von den SCanarischeu SFnseln auf der Aus- reise und der Castle-Dampfer „Taymouth Castle“ am Mitt- wo< von den Canarischen Inseln auf der Heimreise abgegangen.

„Werra

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121duvanuPD

„Hohenzollern“ . eNürnberg“ .

„Leipzig“ . „Grf.Bismar>“

22, Okt. in Antwerpen.

„Hannover“ .

„Bayern“ NMedar* . . „Braunschweig“ „Sawsen" ¿Leden „Hobenstaufen“ . « Pane i

Rennen zu Charlottenburg. Mittwoch, den 22, Oktober, Nachmittags 123 Uhr.

I. Rennen der Zweijährigen. Preis 2000 #4 dem ersten, 1000 A dem zweiten, $500 A dem dritten Pferde. Flach - Rennen. Für Zweijährige. Sieger ist für 2000 /( käuflich. 1000 m. Hrn. v. Tepper-Laski’s br. H. „Calderon“ (5000 4) tr. 585 kg 1, Mr. Warren's br. St. „Lenka“ (2000 46) 534 kg 2.,, Hrn. Balduin's br. H. „Barcarolle* 58 kg 3. Siegte verhalten mit zwei Längen; dreiviertel Längen zwishen „Barcarolle“ und „Justice*. Der Rest angehalten. Werth: 2450 46 dem Sieger, 950 4 der Zweiten, 450 dem Dritten. „Calderon“ wurde für 5100 6 zurüd-

getauft.

II. Preis von Fehrbellin. 1000 4 dem ersten, 600 M. dem zweiten, 500 4 dem dritten, 400 4 dem vierten, 300 H dem fünften, 200 # dem se<sten Pferde. Offizier-Jagd-Rennen. Han- dicay. 3500 m. L. v. d. Lühe's br. W. „Debarred" 6 jähr. 755 kg, Besißer 1, Lt. v. Shwind's br. W. „Wandsbe>“ a. 72è kg, Lt. Frhr. v. Reitenstein I. 2., Lt. Gr. Schimmelmann's br, St. „Fore- lod* a. 774 kg, Lt. Suffert II. 3., Lt. v. Sandrart’s II. br. W. „Angra Pequena® 5 jähr. 74 kg, Lt. Gr. G. Westarp 4., Lt. Frhrn. v. Sanden's II. dbr. St. „Condescension“ 5 jähr. 75 kg (inkl. 3 kg extra, tr. 764 kg) Bes. b., Lt Gr. Königsmar>'s br. St. „Dragoner- braut“ 5 jähr. 70 kg (tr. 724 kg), Lt. Hanson 6., Rittm. v. Boddien's br. W. „Sir Stafford“ 4 jähr. 724 kg, Lt. Suermondt 7. Leicht mit vier Längen - gewonnen; „Forele>* zehn Längen binter „Wands- be>* und drei Längen vor „Angra Pequena". „Vesuvia“ angehalten. Werth: 1540 (A dem Sieger, 560 4 dem Zweite, 460 4 dem Dritten, 360 # dem Vierten, 260 # der Fünften, 160 der Sewsten.

III. Großes Hürden-Rennen. Preis 10000 4 Handicap. 4000 m. Hrn. C. G. Schillings' \{wbr. St. „Gem“ *sjähr. 73 kg (incl. 12 kg extra) 1,, Capt Joë's br. H. „Reveil Matin“ a. 7% kg 2, Hrn. v. Tepper-Laski's dbr. W. „Pippin“ 5 jähr. 645 kg 3., Hrn. Albert's br. H. „Mogador“ 3 jähr. 57 kg (inkl. 13 kg ertra) 4. Siegte nah Gegenwehr sicher mit einer halben Länge; „Pippin“ se<s Längen weiter zurü> Dritter, drei Längen vor „Mogador“. „Jedfoot“ gefallen. Werth: 10000 4 der Siegerin, 1400 4 dem Zweiten, 700 M dem Dritten.

IV. Bras-de-fer-Jagd-Rennen. Preis 2800 4 dem ersten, 600 e dem zweiten, 300 4 dem dritten Pferde. Herren-Reiten. Fagd-Rennen. 3. Klasse. 4000 m. Hrn. v. Tepper-Laski's br. St. „Not Yet“ Z5jähr. 78 kg, Hr. E. Feigell 1, Hrn. H. Suermondt's br, St. „Evaporée I1I.* a. 80 kg, Hr. v. Prollius 2.,, Lt. v. d. Wense's I. br. W. „Lord Lumley“ a. 80 kg, Lt. v. Willich 3., Hrn. H. Suermondt's br. W. „Cabin Boy“ a. 80 kg, Lt. Suffert Il. 4. Mit sieben Längen gelandet; „Lord Lumley“ zwölf Längen hinter eEvaporée 11“. „Anderton” refusirte wiederholt. Werth: 2780 M a Zee, 560 M der Zweiten, 260 4 dem Dritten, 160 A dem

ierten.

V, Germania. Preis 6000 Æ# dem ersten, 2000 # dem zweiten Pferde. Handicap-Jagd-Rennen 5500 m. Lt. Freiherrn v. Erlanger's {wbr. W. „Madar" 5 jähr. 67 kg 1., Rittm. K. v. Arnim's br. H. „Donar“ b jähr. 65 kg 2.,, Nah Kampf um eine halbe Länge gewonnen ; „Mohr“ bra< aus. „Freiherr“ und „Platina“ fielen, Ersterer brach ein Bein und wurde getödtet. Werth: 6890 dem Sieger, 1900 (6 der Zweiten.

VI, Rekrutirungs-Flah-Rennen. Preis 3000 (A dem ersten, 1000 4 dem zweiten, 500 „6 dem dritten Pferde. Herren- Reiten. Sieger i für 4000 46 käuflih. 2500 m. Hrn. O. Spiekermann’s br. St., „Wunderblume“, 3jähr., 643 kg, Lt. Frhr. von Erlanger 1,, Hrn. von Tepper-Laski's br. W. „Strelitze*, 4jähr., 723 kg, Bes, 2, L. von Loeben’s br. Hengst „Fsegrim“, 4jähr., 74 kg, L. Hauson 3., Kapt. Ioë' s br. H. „Roßbach“, 3jähr., 66 kg, Mr. Tippler 4. Nach einiger Gegenwehr mit drittehalb Längen gewonnen; „Jsegrim“ vier Längen hinter „Streliße“, dann „Roßbach“. Der Rest angehalten. Werth: 3430 # der Siegerin, 950 #4 dem Zweiten, 450 # dem Dritten, 250 H dem Vierten. „Wunderblume* wurde für 4120 6 zurü>gekauft.

VII. Glüdsfind-Hürden-Rennen. Preis 1500 #4 dem exsten, 600 F dem zweiten, 300 6 dem dritten Pferde. Herren- Reiten. 3000 m. Li, v. Kummer s F.-W. „Craig Gowan“ 73 kg, Lt. v. Gräveniß 1, Lt, v, Stetten's 1. br. St. „Alma“ 4jähr. 624 kg, Hr. E. Feigell 2., Lt. Bleyhöffer's St „Vesuvia“ 4 jähr. 66 kg, Lt. Suermondt 3, Siegte sier mit fünfviertel Längen; „Vesuvia“, wel<e ausgebrohen war, nah einer Weile Dritte. Der Rest gefallen. Werth: 1620 4 dem Sieger, 560 H der Zweiten, 260 6 der Dritten.

Mannigfaltiges.

JFhre Majestät die Kaiserin hat, Taut Meldung der „Staatsb.-Ztg.*“,/ dem Frauenverein in Weißenfels ein Bild des Kronprinzen unv des Prinzen Eitel Friedrih für seinen dies- jährigen Bazar geschenkt. E

Das Hohenzollern-Museum erbält einen Anbau, wel<{er der Erinnerung an die hochselige Kaiserin Augusta gewidmet werden soll. Die Räumlichkeiten, welche bisher der Obergärtner des Hohenzollern-Museums bewohnte, werden in Kürze umgebaut und dem Museum hinzugefügt werden. Wie das „B. Fr.-Bl.“ hört, soll ein beso. deres Zimmer zur Aufbewahrung der Trauerspenden dienen, welche aus allen Kreisen unseres Vaterlandes und des Auslandes am Sarkophage der verewigten Kaiserin niedergelegt wurden.

In Gegenwart Ihrer Majestät der Kaiserin Friedri < ist gestern Nachmittag das in Stegliß neu errichtete Gebäude des Friedrichsstifts feierlih eingeweiht worden. Das stattliche Haus, das von Baurath Swulze erbaut ist, liegt an der Birkbuschstraße, der neu ers<hlossenen Verkehrsader nah Lichterfelde. Die Kaiserin, in deren Begleitung |{< Gräfin Perponher und Graf Se>endorff befanden, wurde von den Mitgliedern des Vorstandes sowie dem Fns\pektor der Anstalt empfangen und nah der Aula geleitet, wo der Chor der Kinder die Hohe Frau mit dem Choral: „O daß i< tausend Zungen hätte“ empfing. Präsident Kayser gab sodann als Vorsitzender des Kuratoriums einen kurzen Rüd- bli>d der Geshihte der Anstalt, welhe im Jahre 1808 begründet if und sh fortgeseßt der Huld der Hohenzollern zu er- freuen gehabt hat. Die Weihe vollzog der General-Superintendent, Ober-Hofprediger D. Kögel. Das Haus ist in altgothishem Styl aufgeführt und zeigt Balksteinfaçaden mit Verzierungen in glasirten Ziegeln, Das Parterre enthält re<ts den Konferenzsaal, die Bureauräume, die Wohnung des Inspektors ; links befinden si< Klassen- zimmer, binten die Küchenräume mit dem Speisesaal, sowie zwei Krankenzimmer. Im ersten Stc> liegt nah vorn zu die Aula, deren drei Fenster mit buntem Glas umrahmt sind; als Schmuck birgt der festlihe Raum die Büsten Friedrih Wilhelm's III. und Wilhelm's L, sowie die Bilder von Kaiser und Kaiserin Friedrih; außer- dem hat das Bild des Begründers der Anstalt, des Hrn. von Voß hier Plaß gee Die übrigen Räume des ersten Sto>s beher- bergen die Mädchen, der zweite Sto> die Knaben. Im Souterrain liegen die Badestuben. Nach der Feter wurden die Kinder, 38 Knaben und 30 Mädchen, mit Chokolade und Kuchen bewirthet.

Im Lichthofe des Kunstgewerbe -Museums, wird Frei- tag, den 24,, und Sonnabend, den 25. von 10 bis 3 Uhr, sowie Sonntag, den 26. von 12 bis 3 Uhr auf Befehl Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich die Brautschlepp e ausgestellt sein, welche für Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Victoria angefertigt ift. Dieselbe ist von der Kunststikerin Fräulein Seliger, der Lehrerin am Kuuastgewerbe-Museum, nah Zeichnung des Architekten Seeliger

efertigt und besteht aus Silberbrokat mit erhaben gearbeiteten

weigen von wilden Rosen, welche die Schleppe umsäumen und fich bis zum Gürtel emporziehen. Die Schleppe bleibt nuc an dcn drei genannten Tagen ausgestellt.

Es geht uns folgender Aufruf zur Veröffentlihung zu:

„Wissmann hat, unterstüßt von unserer Marine, mit klarem Bli>k und fester Hand den Aufstand in Deutsh-Ost-Afrika nieder- ge\<lagen und das Küstengebiet friedliher Kulturarbeit zurüdgegeben.

Fett heißt es, bis zu den großen innerafrikanishen Seen deutsche Macht zu entfalten, wo Emin im Verein mit Wissmann dem deuts<en Erwerbsleben neue Hülfsquellen ershließen will. Als wich- tigsten Schritt hierzu verlangt Wissmann deuts<e Dampfer auf diesen Seen.

Die Dampfer sollen das Ansehen der deutshen Flagge, wel<es Wissmann, Peters und Emin bis in das Innerste des dunklen Erdtheils getragen haben, stärken und den kräftig sich entwid>elnden Niederlassungen der <ristlihen Missionen an den Seen Schuß und a geben, um den ihnen drohenden Ansturm des Jölam zu rechen.

Es gilt: in Erfüllung unserer nationalen und <ristli<hen Pflicht, den fluhwürdigen Menschenraub und Menschenhandel der Araber in Fnnerafrika ins Herz zu treffen und für immer zu vernichten.

Es gilt: die Entwi>kelung des deutshen Handels auf den Seen zu fördern, in deren Gebiet dem deutshen Kaufmann das Uebergewicht gegen Eingeborene und Europäer zu shaffen und der vaterländischen Sndustrie neue Absatwege zu eröffnen,

Danken wir dem Reichskommissar dur< die That, indem wir seinen s\elbstlosen Wuvns<h erfüllen und es ihm ermöglichen, in dieser großen Aufgabe dem Vaterlande neue Erfolge zu erringen! Zeigen wir dur< opferwillige Spenden für die zu beschaffenden Dawpser, daß es dem deutschen Volke Ernsl ist mit seiner Kulturarbeit in Afrika! Dann wird au< dort der Väter Arbeit der Söhne Segen sein.

Beiträge nimmt die Deutsche Kolonialgesells<aft, Berlin W., Linkstr. 25, entgegen. Deutsche Kolonialgesell\<a\t.“

Die Hebung der Spreeschiffahrt in Berlin ist, wie das „B. Fremd.-Bl.* erfährt, um einen wichtigen Schritt vorwärts geführt, welher als Vorläufer der bevotstehenden umfangreiceren Spreeregulirung betrahtet werden kann. Es ist bei Herstellung der UVfermauer zwishen Bahnhof Friedrichstraße und Marschalisbrü>ke das Flußbett um etwa 10 m verbreitert worden. An der neuen im Zuge der Neustädtishen Kirchstraße über die Spree führenden Fußgänger- brüde, wo die alte Holzeinsassung des Ufers no< sihtbar ist, fällt dies besonders ins Auge. Auch die zwischen dem Bahnhof und der Weidendammer Brücke gelegene Uferstre>e wird bei ihrer demnächst erfolgenden Neuregulirung beträhtli< zurü>gerü>t werden. Für die Schiffahrt ist diese Veränderung gerade hier inmitten der Stadt von niht zu untershätzender Bedeutung.

Aus dem Riesengebirge schreibt man der „Voss. Z.“ unter dem 22. d. M., daß die Anlage ciner Zahnradbahn nah der Schneek oppe nunmehr als gesichert betrahtet werden kann. Um jedoch cine größere Rentabilität für diese Bahn zu erzielen, ist man neuerdings von dem ursprünglihen Plane, fie in der Richtung Warmbrunn— Giersdorf alter Koppenweg— Brotbaude—Schlingel- abgekommen. Die Bahn foll na< dem neuen ( Sekundärbahn über die Ortschaften Giersdorf, Seidorf, Arnsdorf, Krummhübel und Wolfshau führen und erst von dort aus als Zahnradbahn angelegt werden. Zwischen den Ortschaften des Thales soll der Betrieb der Bahn während des ganzen Jahres und von Wolfshau nah der Schneekoppe bezw. der Riesenbaude während der Sommermonate aufre<t erhalten werden. Die Verhandlungen wegen der Erwerbung von Grund und Boden sind bereits im Gange.

Hohensyburg, 18. Oktober. Die heute zu Hohensyburg statt- gehabte Versammlung der Freunde und Förderer des ohensyburger Katser Wilhelm-Denkma1s war troy der Ungunst der Witte- rung ret zahlrei besu<t. Mit Begeisterung und hoher Befriedi- gung wurde, wie die“ „Rh.-Westf. Ztg.“ mittheilt, die Verlesung eines Schreibens aus dem Civilkabinet Sr. Majestät des Kaisers entgegengenommen, woraus hervorgeht , daß Se. Majestät mit Interesse von den Bestrebungen zur Errichtung eines Kaiser Wilhelm - Denkmals Kenntniß nahmen und Seiner Freude Ausdru> verlieben, wenn der Plan, wie zu erhoffen, in würdiger und \{ôner Weise zur Ausführung gelange. Die * Samnilungen von Geldbeiträgen für das Denkmal sollen nunmehr mit aller Energie ins Werk geseht werden. Aus der Begeisterung, die in der Versammlung für das \{<ône Werk zu Tage trat, kann, wie das genannte Blatt sagt, mit Bestimmtheit gefolgert werden,

daß in absehbarer Zeit auf der Burg Hohensyburg eîn Denkmal er-

baude zu führen, Plane ‘als gewöhnliche

stehen wird, würdig des großen Kaisers, der Deutsbland einig und stark gema<t, und würdig au eines dankbaren Volks. i

Rosto >, 23. Oktober. Ju einem Dampfbagger exrplodirte, laut Meldung des „W. V. B.*“, -heute ein Kesselrohr. Ein Maschinist und ein Heizer wurden {wer verbrüht und starben im Laufe des Nachmittags; zwei Arbeiter sind leiht verleßt.

Zetel (Oldenburg), 18. Oktober. Dem „Hann. Cour.“ wird geshrieben: Heute Rahmittag fand hier die Einweihung des von der hiesigen Gemeinde errihteten Kriegerdenkmals ftatt. Die Festrede hielt Pastor Arens. Das Denkmal if aus Sandstein an- gefertigt. An dem auf dem So>el rubenden Hauptstü> is vorn der Kopf Kaiser Wilhelm?s I, an den beiden Seiten Widmungs- und Gedächtnißtafeln, und hinten eine Tafel mit den Namen der zehn aus hiesiger Gemeinde im Kriege 1870/71 Gefallenen angebracht. Auf dem Hauptstü> des Denkmals ruht eine fünf Meter hohe Säule, auf welher oben ein Adler aus Bronze \teht. Das ganze Denkmal ist sieben Meter ho< und kostet ungefähr 1500 A Vor der Ein- weihung des Denkmals hatte der htesige Kriegerverein zum Andenken an den Hochseligen Kaiser Friedrich eine Kaiser Friedrih-Ciche in der Nähe des Denkmals gepflanzt.

Hamburg. Der Untergang des Dampfers „Virgilia“" (vergl. Nr. 252 d. Bl.), wel<her zur Hamburg-Pacific-Dampfschiffslinie gehört, wird der „N. A. Z.* von der Hamburger Rhederei bestätigt, welche den Unfall bereits bei der See-Berufsgenossenschaft in Ham- burg zur Anzeige gebracht hat. Leider haben dabei der Kapitän Paul Gerhardt, sowie 33 Mann der BesatzungihrenLTod gefunden. Die „Virgilia“ war Ende Juli mit voller Ladung und der deutschen Post von Hamburg abgegangen; am 8. August ist sie zuleßt bei Tamar íIslands, Magelhaens: Straße, angespro<hen worden : seitdem fehlt jede Spur von dem stattli<hen Dampfer, der bereits Mitte August in Valparaiso fällig war, er dürfte einem Orkan zum Opfer gefallen sein. Die „Virgilia“ war ein als Schooner getakelter Shraubendampfer von 5500 ebm Brutto-Raumgehalt und 1250 indizirten Pferdekräften ; sie war 278 Fuß lang, 35 Fuß breit und 244 Fuß tief. Der ganz aus Eisen gebaute, mit se<8s wasserdihten Abtheilungen versehene Dampfer war erst im Sommer 1887 von der Flensburger Schiffs- baugesellshaft geliefert worden und hatte etwa eine Väillion Mark gekostet; die Ladung hatte einen Werth von vielen Hunderttausenden, sodaß der Verlust der Rhederei (Kirsten) sehr groß is. Die C des Besaßung der „Virgilia®" bestand fast aus\<ließli< aus

eutschen.

Hamburg, 24, Oktober. In der vergangenen Naht um 2 Uhr fand, wie die „Hamburger Börsenhalle“ meldet, bei Boizenburg ein Zusammenstoß zweier hintereinander fahrender G üterzüge statt, bei wel<hem elf Wagen mit Frachtgütern zer- trümmert sein sollen. Personen sind nicht verleßt worden; ein Geleise für den Personenverkehr soll bereits frei sein.

Wien, 23. Oktober. „W. T. B.* meldet: Nah hier ein- gegangenen Nachrichten fand in Klagenfurt am 21. d., Morgens 74 Uhr, ein 2 Sekunden dauerndes Erdbeben stait, ebenso gestern Nachmittag 2 Uhr in Plevlje (Bosnien). Heute Vormittag 104 Uhr wurden inDomanowic (Bosnien) drei starke, 4 Sekunden anhaltende Erdstöße verspürt, denen zwei {wächere, 2 Sekunden währende, folgten.

London, 22. Oktober. Eine gänzlih unaufgeklärte Explosion ereignete si, der „A. C." zufolge, auf der im Hafen S ie mouth liegenden Yacht Earl Poullett's, dem „Pathfinder“. Die Yacht wird mittelst Elektricität beleuhtet, Die Akkumu- latoren befinden si< auf De>, sind aber mit Blei um- geben und befinden sich in di<t verschlossenen Holzkasten. Während eines heftigen Sturmes z¿eigte si< ein L> in der Kajüte des Stewards. Als Lord Poulett die Sache untersu<te, fand er, daß das Wasser dur< das Loch kam, dur welches einer der die Dynamomaschine . mit den Akfumulatoren ver- bindenden Drähte geht. Da es dunkel war, so zündete er ein Wadskerzhen an. Eine die ganze Yacht in allen Fugen ershütternde Explosion war die Folge. Die Akkumulatoren waren in taufend Stü>e zerrissen. Die Elektriker wissen keinen Grund für die Explosion anzugeben.

London, 283. Oktober. Fünf Schiffe des Kanalge- \<wad ers befinden si, wie die „A. C.“ meldet, no< immer auf der Rhede von Scarborou gh, um nach ihren am Freitag während des Sturmes verloren gegangenen Ankern zu suchen. Es sind dieses der „Rodney“, „Howe“, „Immortalité“, „Aurora“ und „Speedwell“. Von dem Panzerschif „Cu rlew“ hat man seit leßtem Sonnabend Morgen, wo es in See stah, nichts gehört. Der „Campecdown* fahndet deßhalb nah dem vermißten Schiffe. Taucher versu<hen gegenwärtig, die Stellen, wo die Anker liegen, ausfindig zu machen, Die beim Aufwinden der Anker in Folge des Nachgebens der Winde verleßten Matrosen des „Camperdown“ befinden si etwas besser, obwohl ihre Genesung nur langsam von Statten geht.

(F) Christiania. Von Professor Waage ist in diesem Sommer in der Nähe von Vardö (diht an der russishen Grenze) cine Fis<mehl fabrik angelegt worden, die seit Anfang September in ununterbrochener Thätigkeit ist und täglich 16000—1500 kg Sell - fis < e verarbeitet. Diese Fische sind dort das ganze Jahr hindur zu fangen, wenn nur das Wetter den Fischern in See zu gehen gestattet. Als Fischpudding, Kretin oder Suppe bereitet, soll das Fisch- mehl sehr wohls<me>end sein. Da es E sehr billig abgegeben werden kann, hofft Professor Waage, daß es überall dort zur Ver- wendung kommen wird, wo man keine Le Fische haben kann. Eine große Anzahl von Fishern wird dur< das Unternehmen Be- schäftigung erhalten. S

(F) Malmö. In Helsingborg werden in diesen Tagen die Arbeiten für die Dampffährverbindung zwischen Helsingborg und Helsingör in Angriff genommen werden.

New-York, 21, Oktober. Der „Straßb. P.“ wird geschrieben: Die Unternehmung, welhe im Frühjahr nah Alaska aufbra<, um den Elias-Berg zu erforschen, ist zurü>kgekehrt. Gewaltige Gletsher fallen na< ihrem Bericht von den ewig mit Snee be- de>ten Bergen bis an die See hinab. íFnmitten dieser Einöde jedo entde>ten die Reisenden eine Oase, wo Blumen und Farrenkräuter wuchsen, Der Elias-Berg is nit der höchste Berg Amerikas, wie man früher annahm; er is nur 13500 Fuß hoh. Der Cook ist 10 260 Fuß und der Vancouver 9400 Fuß hoh.

New-York, 22, Oktober. Gestern Na<t ereigneten si<, der „A, C.“ zufolge, zwei Gisenbahnunglücksfälle in den Ver- einigten Staaten. Auf der Cincinnati Southern Eisenbahn stieß in Kentu>y ein Personenzug mit einem Güterzug in einem Tunnel zusammen. Die Wagen bildeten ni<ht nur ein unentwirrbares Knäuel, sondern fingen au< Feuer, wobei 5 Personen verbrannten: 2 Heizer, 1 Mglidrer, der Beamte des Expreßwagens und der Postbeamte. bh au _Fahrgäste verleßt worden sind, steht no< nicht fest. Das zweite Eisen- bahnunglü> ereignete sih auf der Kansas City, Memphis und Birmingham-Bahn in Alabama. Der Nachtschnelzug war {on 2 Meilen von Birmingham fortgefahren, als man entde>te, daß der S<hhlafwagen aus Versehen zurückgelassen worden war. Der Lokomotiv- führer ließ darauf den Zug zurüdfahren. Mittlerweile aber war ein Güterzug von Birmingham abgelassen worden, der in den Personenzug hineinfuhr. Mehrere Wagen wurden ineinander geschoben und 2 Personen, unter ihnen der Heizer des Güterzuges, wurden auf der Stelle getödtet. Die Zahl der Verleßten beträgt 27.

[40692]

„i 296.

Zweite Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Slaals-Anzeiger.

Berlin, Freitag, den 24. Oktober

1890.

. Steckbriefe und nte Gn Sa en. . Zwangsvollstre>ungen, Mee: . Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c.

H O0 LD t

orladungen u. dergl.

. Verloosung, Zinszahlung 2c. von öffentlichen Papieren.

Deffentlicher Anzeiger.

1) Stekbriefe und Untersuchungs-Sachen.

[40562] Steckbriefserledigung.

Der gegen den Kaufmann Adoïiph Loeweustein, geboren am 28. Juli 1850 zu Ems, in den Akten U. R. II. Nr. 135 de 1880 unterm 17, Februar 1880 erlassene Ste>brief wird hiermit zurü>- genommen.

Berlin, den 18. Oktober 1890. Staatsanwaltschaft beim Königlichen Landgericht I,

[40565] Steckbriefs-Erledigung.

Der gegen den S<ubmacher und Kellner Emil Hermann Wendt wegen {weren Diebstahls unter dem 28. Juli 1890 in den Aften U. R. 11. 269 1890 erlassene Steckbrief wird zurü>Egenommen.

Berlin, den 20. Oktober 1890,

Der Untersuchungsricter beim Königlichen Landgericht I.

[40563] Steckbriefs-Erledigung.

Der unter dem 9. August 1586 hinter den Fleischergesellen Karl Schmidt aus Schmiedeberg wegen Diebstahls erlassene Stebrief ist erledigt.

Potsdam, den 20. Oktober 1890.

Königliche Staatsanwaltschaft.

40566] l In der Privatklagesahe des Tagelöhners Ernst Siebras in Entrup, Privatklägers, gegen den Kolon Langhoff in Lütte, Angeklagten, wegen Vergehen gegen $8. 187 ev. 186 ev. 185 St -G,-B., wird der Privatkläger zur Hauptverhandlung über die von ihm gegen das Urtheil des Fürstlichen Schöffen- gerihts zu Lemgo vom 29. September 1890 ein- gelegte Berufung auf Anordnung des Vorsißenden der Strafkammer I1. des Fürstliben Landgerichts hierselbst vor die lehtere auf den 20. Dezember 1890, Vormittags 11} Uhr, geladen. Wenn derselbe weder selbst erscheint, no< dur einen mit \<riftliher Vollmacht versehenen Rechtsanwalt ver- treten ist, so wird die Berufung verworfen werden.

eugen find uicht geladen.

etmold, den 21, Oktober 1890.

Hen deß, Sekretär, Gerichts\hreiber des Fürstlihen Landgerichts.

[40564] K. Württ. Staatsanwaltschaft Ravensburg.

Durch Beschluß der Strafkammer des K. Land- gerihts hier vom 18. Oktober d. Is. wurde das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen des am 29. April 1867 geborenen Dienstknehts Alois Wind von Westerstetten, Oberamts Ulm, zuleßt wohnhaft in Saulgau, aemäß $. 326 St,-P.-VDrdg. wegen Vergehens der Verleßung der Wehrpflicht mit Beschlag belegt.

Den 20. Oktober 1890.

Staatsanwalt Rupp.

E L 2) Zwangsvollstre>kungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

[40623] HBwwangsversieigerung.

Im Wege der Zwangsvollstrekung soll das im Grundbuche von den Umgebungen Band 81 Nr. 4100 auf den Namen des Fuhrherrn Carl Schlüter hier- felbst eingetragene, am Weidenweg Nr. 33 belegene Grundstü> am 12. Jaunuar 1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Geriht, an Gericts\tele Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C. parterre, Saal 36, versteigert werden. Das Grundstü>k is für das Etatsjahr 1892/93 mit 9300 A Nutungswerth zur Gebäudesteuer ver- anlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbu(hblatts, etwaige Ab- <äßungen und andere das Grundstü> betreffende Nachweisungen sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerihts\<hreiberei ebenda, Flügel D., Zimmer 41, eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die niht von selbs auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhanden- sein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital , Zinsen , wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des g ten Gebots nicht berücksihtigt werden und bei Ber- theilung des Kaufgeldes gegen die berüdksih- tigten Ansprühe im Range zurücktreten. ie» jenigen, welche das Cigenthum des Grundstüd>ds be- aaspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Ver- Page en o die Einstellung des Verfahrens erbeizusühren, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru<h an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 12. Ja- nuar 1891, Mittags 1¿ Uhr, an Gerichts- stelle, wie oben bezeihnet, verkündet werden.

Berlin, den 14. Oktober 1890.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 51.

Berichtigung.

Sn der Bekanntmachung vom 20. v. M., Nr. 248 erste Beilage dieses Blattes, betreffend die Zwangs- versteigerung des Müller'schen Grundstü>s Um-

Straße 15 e (Calvin-Str. 12) muß es statt einer Fläche von a 56 qm heißen „7 ar 56 qm.“ Berlin, 18. Oktober 1890, Königlihes Amtsgericht T. Abtheilung 51.

[40627] Aufgebot.

Der Conditor Wilh Schrader in Holzminden a./Weser, vertreten dur< Rechtsanwälte Dres, Wolff- son und Dehn, hat das Aufgebot beantragt zur Kraftloserklärung der zwei 3} prozentigen auf je #4 200,— lautenden Hypothekenbriefe der Hypotheken- bank in Hamburg:

Serie 18 Nr. 5910 Litt. E. und L Serie 17 Nr. 5548 Litt. E. sowie der zu diesen Hypothekenbriefen gehörigen je 17 Stü vom 1. Juli 1890 bis 1, Juli 1898 laufen- den Coupons und der zwei zu diesen Hypotheken- briefen gehörigen Talons.

Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf Sonuabend, den 12. Januar 1895, Nachmittags 2 Uhr, vor dem unter- zeihneten Gerichte, Dammthorstraße 10, Zimmer Nr. 56, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigen- s die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Hamburg, den 15. Oktober 1890.

Das Amtsgericht Hamburg. Civil-Abtheilung VIIT. Zur Beglaubigung: Romberg Dr., Gerihts-Sekretär,

08S Das Königliche Amtsgeriht München I., Abtheilung A. für Civilsachen, hat unterm 20. Juni 1890 folgendes

Aufgebot erlassen:

Es ist angebli zu Verlust gegangen ein Depositen- \chein der bayerishen Hypotheken- und Wechselbank dabier Nr. 37 980 vom b, Dezember 1889, soweit erinnerlid, gezeihnet von Direktor Otto und Pro- furist Wirthmiller, wona<h Privatier Heinrich Barth eine versiegelte Kassette als ,Privatdokumente“ deklarirt bei genannter Bank zur Aufbewahrung hinterlegt hat.

Auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Rosenthal für Heinrih Barth wird nun der allenfallsige În- haber obigen Scheines aufgefordert, seine Rechte bis spätestens im Aufgebotstermine am Mittwoch, 7. Januar 1891, Vormittags 9 Uhr, im diesgerihtlihen Geschäftszimmer Nr. 19/I, anzu- melden und eventuell den Depositenshein vorzulegen, widrigenfalls dessen Kraftloserklärung erfolgen wird.

München, am 21. Juni 1890.

Der geschäftsleitende Kgl. Gerichtsschreiber : (L. S.) Hagenauer.

[40626] Aufgebot.

1) Emilie, geb. Doose, des Gustav Kellinghusen Wittwe, als Vormünderin ihrer Kinder Wilhelm Gustav, Emma Elise und Martha Helene Kelling- husen mit den Assistenten Wilhelm Doose und Heinrih Doose, 2) Gustav Jacob Hinsch, 3) Heinrich Martin Tietjens, sämmtli vertreten dur<h Rechts- anwalt Dr. Stade, haben das Aufgebot beantragt zur Kraftloserklärung der Contrabücher der Ham- burger Sparkasse von 1827:

Distrikt X Nr. 214 lautend auf Guftav Wilhelm Kellinghusen, groß ca. M 300,—,

Distrikt X Nr. 215 lautend auf Martha Helene Kellinghusen, groß ca. M 350,—.

Distrikt X Nr. 216 lautend auf Emma Elife Kellinghusen, groß ca. f 1800,—.

Distrikt X Nr. 217 lautend auf Bertha Emilie Kellinghusen, groß ca. H 3750,—.

Distrikt ITT Nr. 66915/74085 lautend auf Heinr. Tietjens, groß ca. 4 5000,-—,

Distrikt IIT Nr. 67875/74832 lautend auf Heinr. Tietjens, groß ca. 4 5300,—.

Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf Montag, den 4. Mai 1891, Nachmittags 2 Uhr, vor dem unter- zeihneten Gerichte, Dammthorstraße 10, Zimmer Nr. 56, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte auzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigen- falls die Ara lo En der Urkunden erfolgen wird.

Hamburg, den 10. Oktober 1890.

Das Amtsgeriht Hamburg, Civil-Abtheilung VIII. Zur Beglaubigung: Romberg Dr., Gerichts-Sekretär.

[40624] Aufgebot.

Der Doctor medicinae Heinri Padberg zu Düsseldor} hat das Aufgebot des auf den Namen Dr. med. Padberg zu Solingen von der Sparkasse zu Solingen unter der Nummer 10094 ausgestellten Sparkassenbuhs, in welchem als Einlagen unterm 26. Juli 1886 1460 #, 29. November 1886 40 4, 17. Oktober 1887 100 M, 13, Februar 1888 150 M, 24. Mai 1888 80 #, 27. Dezember 1888 65 M, 21. Oftober 1889 60 M, an Zinsen für 1886/87 34 6 952, für 1887/88 53 M 21, für 1888/89 51 M 22, für 1889/90 40 M 97, an Rückzahlungen insgesammt 863 4, somit ein Ge- fammtguthaben von 1271 & 92 &H zum 1. April 1890 und eine weitere Einzahlung von 50 M unterm 10. April 1890 verzeichnet sind, Oa Der In- haber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 25. Mai 1891, ‘Nachmittags 5 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte, Wupper- straße Nr. 60 hierselbst, anberaumten Aufgebots-

termine seine Rechte anzumelden und die Urkunde

gebungen Niederbarnim Band 76 Nr. 3246 vörinleden, widrigenfalls die

Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Solingen, den 18. Oktober 1890. / Königliches Amtsgericht. gez. Schwan. (L. S.) Beglaubigt: Grosch e, Gerichtsschreiber des Königlihen Amtêgerichts.

(49109) Aufgebot.

Behufs Kraftloserklärung eines von M. Reichel in Nieder - Naßshung am 18. Januar 1890 aus- gestellten, von F. H. Müller in Oberseiffenbah acceptirten, am 18. März 1890 fällig gewesenen, mit Giro M. Reichels und dem Blanco-Indossament des Kaufmanns Oscar Böttcher in Chemniß ver- sehenen Wechsels über 56 4 48 H, welcher angeb- li<h mit einer an den Butterhändler J. Kaufmann in S{hwabmünchen gerihteten Post-Werthsendung in Verlust gerathen ist, hat der genannte Kaufmann Oscar Böttcher in Chemniß das Aufgebotsverfahren beantragt. Der Inhaber des Wechsels wird aufgefordert, spätestens in dem auf Dienstag, den 17. März 1891, Vormittags ¿12 Uhr, vor dem unter- zeihneten Amtsgerihte anberaumten Aufgebots- termine seine Rechte anzumelden und den Wechsel vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung des Wechsels erfolgen wird Sayda, den 12. Juni 1890.

Königliches Amtsgericht.

Weise.

[40706]

Die nachbenannten verschollenen Personen :

1) Georgine Eleonore Friederike Fiedler, ge- boren am 27. Mai 1792 zu Dahmen bei Vollrathsruhe in Mecklenburg,

2) Friedrih Johann Ludwig Fiedler, geboren am 30. Januar 1796 zu Sophienhof bei Severin in Med>lenburg, j

welche zu Erben des am 2. Januar 1890 hierselbst verstorbenen Rentners Christoph Fiedler auf Grund testamentarisher Bestimmung berufen sind, haben ih spätestens binnen 6 Monaten zu gestellen oder aber von ihrem Leben und Aufenthalt sihere und glaubhafte Kunde hierher gelangen zu lassen, widrigenfalls sie für todt erklärt werden werden.

Schwerin, 17. Oktober 1890.

Das Waisengericht. Welgzien.

[40574]

Auf Antrag des Korbmachers Wilhelm Deutsch zu Körlin werden der Korbmacher Heinrich Deutsch, geboren am 3. Dezember 1847, im Jahre 1879 von Körlin nah Amerika ausgewandert und seitdem ver- \<ollen, sowie dessen unbekannte Erben aufgefordert, spätestens in dem am 25. September 1891, Vormittags 9 Uhr, anstehenden Aufgebotstermine sh zu melden bezw. Nachricht von ihm zu geben, widrigenfalls er für todt erklärt werden wird.

Körlin a./Pers., den 11. Oktober 1890. Königliches Amtsgericht.

[40705] :

Am 2. Januar 1890 starb hier der Rentner, frühere Bä>er, Christoph Fiedler, Als seine Erben haben si< auf Grund des von demselben am 94, November 1854 errichteten Testamentes

1) der Büdner Friedri Fiedler zu Retow,

2) der Büdner Gustav Fiedler ebendort,

3) die Chefrau des Gärtners Friy Präfke zu Milwaukee im Staate Wisconsin in Nord- Amerika, Marie, geb. Fiedler,

gemeldet.

Auf Antrag der Nachlaßkuratoren, des Steuer- registrator Moldt und des Kaufmann Paul Fiedler hieselbst, werden alle diejenigen, welche ein näheres oder gleih nahes Erbreht zu haben vermeinen, auf- gefordert, sol<es iunerhalb 6 Monateu vom heutigen Tage an anzumelden und na<zuweisen, widrigenfalls die obengenannten Personen oder die ih Meldenden und Legitimirenden für die re<ten Erben angenommen, ihnen als sol<hen der Nachlaß überlassen und das Erbenzeugniß ausgestellt werden soll, daß ferner die na< der ral ih meldenden näheren oder glei nahen Erben alle Handlungen und Dispositionen derjenigen, welche in die Erbschaft getreten, anzuerkennen und zu über- nehmen \{uldig sein sollen.

Schwerin, 17. Oktober 1890. Das Waisengericht. Welztzien, [40625] Amtsgericht Hamburg. i Auf Antrag von 1) Hinriette Leonore Amalia, geb. Kähler, des Joseph Georg Döring Wittwe, für fi und als Vormünderin ihres minderjährigen Sohnes Georg Johannes Döring mit den Assistenten Louis einri Döring und Carl Heinri Döring, 2) Louis einri< Döring, 3) Georg Emil Döring, 4) Carl einri< Döring, als Benefizialerben von Heinrich ermann Döring, vertreten dur den Rechtsanwalt Dr. Adolph Fen, wird ein Aufgebot dahin erlassen: daß Alle, welche an den ausweise Bescheinigung des Amtsgerihts Hamburg vom 24. Septem- ber 1890 seitens der Antragsteller mit der Rechtswohlthat des Inventars angetretenen Nachlaß des am 7. August 1890 hieselbst ver- storbenen Heinrih Hermann Döring Rechte, Erb- oder sonstige Ansprüche und Forderungen zu haben vermeinen, oder dem von dem genannten Erb- lasser am 23. Dezember 1885 errichteten, am 21, August 18390 publizirten Testamente wider- \prehen wollen, aufgefordert werden, solhe Recte,

[40576]

5. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesellsh. 6. Berufs-Genossenschaften. :

7, Erwerbs- und Wirthschafts-Genofsenschaften.

8. Wochen-Ausweise der deutshen Zettelbanken.

9. Verschiedene Bekanntmachungen.

spätestens in dem auf Montag, den 22. De- ember 1890, Nachmittags 2 Uhr, an- eraumten Aufgebotstermin im unterzeichneten Amtsgeriht, Dammthorstraße 10, Zimmer Nr. 56, anzumelden und zwar Auswärtige unter Bestellung- -eines hiesigen Zustellungs- bevollmächtigten bei Strafe des Ausschlusses und unter dem Rechtsnachtheil, daß die nicht angemeldeten Ansprüche gegen die Benefizial-

erben nit geltend gema<ht werden Éönnen.

Hamburg, den 10. Oktober 1890.

Das Amtsgeriht Hamburg. Civil-Abtheilung VII.

Zur Beglaubigung: dis

Romberg Dr., Gerihts-Sekretär."#

(4e Ausgebot.

Am 8, Juni 1887 i} zu Kuznißka, Kreis“ Kosel, die am 7. Mai 1887 als Tochter der Wittwe Suliana Siegmund, geborene Barteczko zu Posen A geborene Sophie Barteczko verstorben. uf Antrag des Rechtsanwalts Brauer zu Kosel als bestellten Nachlaßpflegers werden die *Uunbe- fannten Erben der Sophie Barteczko aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte auf den Na(laß spätestens in dem auf den 15. Oktober 1891, Res 12 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerihte anbe- raumten Aufgebotstermine anzumelden, widrigenfalls dieselben mit ihren Ansprüchen werden ausges<lossen und der Nachlaß dem sih meldenden und legitimi- renden Erben, in Ermangelung dessen aber dem Königlich Preußischen Fiskus wird verabfolgt werden, der si< später meldende Erbe aber alle Verfügungen des Grbfchaftsbesißers anzuerkennen s{huldig und von demselben weder Re<hnungslegung no< Ersag der Nuzungen zu fordern bere<tigt ist, si<h vielmehr mit der Herausgabe des no< Vorhandenen begnügen muß. osel, den 16. Oktober 1890. Königliches Amtsgericht. Abtheilung IV.

[40707] Bekanntmachuug.

Nr. 10 582, Durch Beschluß Großh. Amtsgerichts Durlach vom 17. Oktober 1890 Nr. 10582 wurden Landwirth Friedri< Water alt (Vater) und Friedri Waker jung (Sohn) von Weingarten nah frucht- lofem Ablauf der in diesfcitiger Aufforderung vom 11, September 1889 geseßten Frist für verschollen erklärt und wurde deren muthmaßli<he Erbin, näm- li< Wilhelmine Water, ledig, von Weingarten in den Besitz des rü>gelassenen Vermögens gegen Sicher-

heitsleistung eingeseßt.

Durlach, 18. Oktober 1890. Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. Frank.

Bekanntmachung. Dur Urtheil des unterzeihneten Amtsgerichts,

verkündet am 17. Oktober 1890, ßnd folgende Ur- kunden für kraftlos erklärt:

1) Auf Antrag des Böttchers Friedrih Ziese sen. und des Böttchers Friedri<h Joseph Andreas Ziese zu Althaldensleben das Testament de publicato den 2. Oftober 1817 nebst Hypothekenschein vom 23. August 1820 über die für Ludowike Mahle>e cinge- tragenen 20 Thaler und ein Dekbett.

2) Auf Antrag des Hôtelbesißers Friedrih Janson und dessen Ehefrau, Auguste, geb. Imroth, zu Neuhaldensleben

der Kaufkontrakt vom 7. Februar 1874 nebst Hypothekenbrief vom 13. April 1874 über 7200 Thaler Kaufgelder nebst 5 Prozent Zinsen für die Wittwe des Gastwirths Boegel, Wilhelmine, geb. Guenther, zu Neuhaldens- leben und die Wittwe des A>kermanns Hein- ri< Boegel, Magdalene, geb. Abmeyer, zu Emmerke,

3) Auf Antrag des Kaufmanns Friedri< Sher-

nikau zu Neuhaldensleben

die Schuldurkunde vom 3. Februar 1877

nebst Hypothekenbrief vom 5. Februar 1877

über die für Christian Gustav Hosenthien zu

Neuhaldensleben eingetragenen 1050 Æ Kauf-

gelder nebst 4F Prozent Zinsen.

Neuhaldensleben, den 17. Oktober 1890.

Königliches Amtsgericht.

[40374] Bekanntmachung. Das Königliche Amtsgeriht zu Oppeln hat am 16. Oktober 1890 für Recht erkannt : daß die Hypothekenurkunde über die Kaufgelder- post von 400 Thalern, Rest von 2200 Thalern eingetragen auf Grund des Kaufvertrages vom

11, Oktober 1859 ex decreto vom 27. Januar 1860 für die Posthalter Berßik'shen Erben, die Wittwe Bertik und die Kinder Johanna, Adalbert, Jda, Eduard und Hermann in Abth. TIl Nr. 1 des der verehelihten Maria (Marianna) ames, geb. Kainka, gehörigen Grundstü>s Blatt 73 Oppeln Goslawiß'er Vorstadt und in Abtb. 111. Nr. 8 des dem Franz Gambiez gehörigen Grundftü>ks Blatt 26a Oppeln Goslawiy'er .Vorstadt,

gebildet aus den beiden Hypothekenauszügen vom 6. Februar 1860, dem Kaufvertrage vom 11, Oktober 1859, der in Höhe von 1800 Thalern

ausgesprohenen Quittung und resp. hinsichtlich des Restes von Prioritätseinräumung vom 1, Mai 1860, fowie der Registratur vom 14. Juli 1860 über Eintragung von 2200 Thalern und Löschung von 1800 Thalern

no< 400 Thalern ausgesprochenen

zum Zwe>ke der Löshung der Post für kraftlos

erklärt wird. I. F. 10/90.

Oppeln, den 17. Oktober 1890. Hentschel,

Erb- oder sonstige Ansprüche und Forderungen

Gerits\{reiber des Königlichen Amtsgeri@hts.