1891 / 79 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

nach dem Artikel 17 des Verirages von Utschali eine Verpflichtung zu. übernehmen, die niemals bestanden habe und kränkend und erniedrigend für ihn wäre. Er betheuert \cließlih, daß er die Freundschaft Jtaliens anstrebe und fest entshlosen sei, seine Beziehungen zu Europa nur unter Zu- stimmung der italienishen Regierung zu gestalten.

Schweiz.

Der Nationalrath hat gestern den neuen Zolltarif gemäß den Beschlüssen des Ständeraths mil unwesentlichen Veränderungen angenommen.

Der Bundezkommissar Künzli hat dem Bundesrath über die Lage im Kanton Tessin Bericht erstattet und sie als zur Zeit vollständig ruhig bezeihnet. Was den Beschluß, betreffend Aufhebung des Bundeskommifjariats, anbelange, so müsse er jedoch die Entscheidung durhaus dem Bundesrath anheimgeben. Das Gesuch um eine neue partielle Revision der Verfassung des Kantons ist von 9000 Bürgern unter- zeichnet worden.

Luxemburg.

Lurxenkburg, 31. März. Wie die „Luxemb. Ztg.“ höit, dürfte die Kammer nicht in der Lage sein, am 7. April ihre öffentlihen Sizungen wieder aufzunehmen. Das Gut- achten des Staatsraths über verschiedene Vorlagen stehe roh aus; außerdem seien die Centralsektionen für die Vor- lagen, betreffend die Normalschule und die Vergrößerung des Athenäumszgebäudes, noch niht schlüssig geworden. Die Mitglieder der Ersteren sollten si{ch am Donnerstag na Echternah begeben, um von den dortigen, dem Staate gehörenden Lokalen Einsicht zu nehmen. (Neuerdings taube der Vorschlag auf, die beiden Lehrerjeminare nah Echter- nah in das ehemalige Klostergebäude zu verlegen). Es stehe demnach nicht zu erwarten, daß der Bericht über ihre Ver- handlungen und eventuell das Gutachten des Staatsraths bereits am nästen Dienstag fertig gestellt sein würden.

Belgien.

Das zur Uebersezung von Zollpapieren in Brüssel errihtete internationale Bureau ist dem W- D Be zufolge gestern in Gegenwart der Minister, des diplomatischen und Konsular:Corps und der Bureau-Beamten mit großer Feierlichkeit eröffnet worden. E

Türkei.

Seine Majestät der Kaiser Wilhelm hat, wie „W. T.B.“ meldet, dem Großvezir Kiamil Pascha anläßlich des Todes seines Sohnes durch den Botschafter von Radowiß sein Beileid aussprechen lassen.

Nach in Constantinopel eingegangenen Meldungen aus Ueskueb drang in der vergangenen Woche, im Auftrage des Gouverneurs von Kossowo Kemali Pascha, eine Ab- theilung Zaptiehs in ein dortiges unter österreihischem Schußgze stehendes Gotteshaus und zerstörte das im Hofe befindlihe Glockengerüst, dessen Entfernung der Pfarrer verweigert hatte. Jn Folge dessen hat am 1. d. M. der österreihish-ungarishe Botschafter der Pforte eine Note überreiht, in welcher die strengste Untersuchung und Be- strafung der Schuldigen und die Wiederherstellung des Glodckengerüftes verlangt wird.

Griechenland.

Die Deputirtenkammer hat gestern den bereits er- wähnten Anklage-Antrag angenommen und nach sehr erregten Verhandlungen mit 64 gegen 26 Stimmen beschlossen, das ge- sammte Kabinet Trikupis vor eine aus 12 Mitgliedern bestehende Untersuchungs3-Kommission zu stellen, Die Mitglieder der Opposition nahmen an den Debatten keinen Theil. Das Ergebniß der Untersuhung dürfte der Kammer kaum vor dem Oktober dieses Jahres unterbreitet werden.

Sizungssaal verlassen, Bulgarien.

Sofia, 2. April. Die Nachrichten Blätter, namentlih der „Male Novine“, in Bulgarien sei der Belagerungszustand erklärt, zwei Regimenter hätten ge- meutert, Stambulow sei verwundet, die Mg befinde sich in den Händen des Wtilitärs, dessen Chef Benderew sei, die Militär-Kadetten befänden ih im Gefängnisse, find der „Agence Balcanique“ zufolge reine Erfindungen und Bs unbegründet. Jm ganzen Lande her:\he vollständige Nuhe.

Entscheidungen des Reichsgerichts.

Eine Abbildung ist, nach einem Urtbeil des Reich8gerichts, I. Strafsenats, vom 15. Januar 1891, im Sinne des §. 184 des St -G.-B, welSer den Verkauf von unzühtigen Schriften, Abbil- dungen oder Darstellungen unter Strafe tellt, unzüchtig, wenn sie nit bloß durch Form und Inhalt der Abbildung und deren äußere Gestaltuna, sondern auch durch ibren erkennbaren Zweck das Scham- und Sittlichkeitsgefühl in geschlechtliher Beziehung verlegt. „Ift die Abbildung dazu bestimmt, der Kunst oder Wissenschaft zu dienen, fo wird sie um deshalb der Regel nah auf geshlechtlide Erregung nit bereŒnet sein. Wird aber ein an sich fkünstlerishes Werk mit objektiv shamverleßender Darstellung dazu bestimmt und ver- wendet, um einen geschlehtlihen Reiz auszuüben, fo fann dasselbe dadurch ebenfalls zu einer unzühtigen Abbildung ge- stemvelt, es kann ihm dur den Aussteller oder Verbreiter der Cha- rakter eines unzübtigen Werkes gegeben werden, ebenso wie umgekehrt eine fünstlerishe oder wissenscaftlihbe Zweke nicht verfolgende, ge- \ck@lechtlihe Verbältnisse darstellende Abbildung durch den Verkauf an Femard, der dieselbe etwa nur in eine von ihm aufbewahrte kultur- bistorishe Sammlung aufnehmen will, die Eigenschaft einer unzüh- tigen Abbildung nit annimmt. Von gleihartiger Rectsauffassung ist das Reih8gericht bei der Entsheidunsg, ob eine der Abbildung in 8. 184 Str.-G.-B. gleibgestellte Schrift als eine unzühtige anzu- teben, ausgegangen.“

Wegen strafbaren Eigennußes aus §. 289 des Str.-G.-B. (sog. „Rüdens*) ist, nach einem Urtheil des Reichégerichts, IT Straf- fenats, vom 30 Sanuar 1891, nur derjenige zu bestrafen, welcher in re{tswidriger Absicht, d. h. mit dem Willen, das Pfand- und Retentionsrecht des Vermiethers zu verleßen, die Illaten entfernt ; das bloße Bewußtsein, daß die Entfernung der Illaten das Faure des Vermiethers vereitelt, mat den Thäter nit \trafbar.

Kuuft und Wissenschaft.

Die Polytechbnishe Gesellschaft hielt gestern im General- rersammlungsfaal der Börse ihre Jahresversammlung ab. Dem Geschäftsbericht zufolge zählt die Gesellschaft zur Zeit 731 Mitglieder, darunter 142 auswärtige, 35 hiesige und drei auswärtige traten im Laufe des Jahres neu ein, 39 biesige und fünfzehn auswärtige schieden aus, die Mitgliederzahl bat sib somit um se{chzehn verringert. Ver- einnahmt wurden an Beiträgen 8258 Æ und an Zinsen 1757 M, verausgabt wurden für Lokfalunkosten 2448 Æ, für die Verwaltung 933 4, für den Verlag der Verhandlungen 3878 4, für die Bibliothek 1141 6 und aus dem Dispositionsfonds des Vorstands für Vorträge u. dgl. 438 # An Effekten besißt die Gesellschaft zur Zeit 44 800 6 Der neue Etat wurde mit 9854 4 in Einnahme und Ausgabe feftgeseßt. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurden gewählt zu Ordnern Civilingenieur Veitmeyer, Kaufmann Keferstein und der Geheime Ober- Regierungé-Rath_ Blenck, zu Kassenführern die Hrrn. W. Herrmann und Jul. Lewisson, zu Schristführern Professor Michaelis und Dr. Windecker, zu Bücherwarten Dr. Weit, Ingenieur Geitel und Pash und zu Wirthschaftsverwaltern Fabrikant Schöpke und Raths- zimmermeister Baly. Aus der Versammlung heraus warde

Wetterberi cht vom 3. April,

Morgens 8 Uhx, West-Frankreich

theilen der Britishen Inseln herrs{cht Regenwetter.

{läge sind in Central-Europa nit gefaller. In hardt. Balletcompositionen des sowie in den südlihen Gebiets- | C. A. Raida. Ballets von C. Severini. Jn Scene gefeßt von W. Hock. Anfang 7# Ubr.

Sonrtag und folg. Tage: Die fieben Naben. | Concert Fest - Ouverture von Volkmann. Ouv.

Deutsche Seewarte. i (Letter Monat.)

Siationen. Wind, Wetter.

in ° Celsius

Temperatur Mo 5G N

Bar. auf 0Gr.

u. d. Meercsfp. red. in Millim.

Stullagbmore ' Aberdeen D Christiansund 9 3|wolfenlos Kopenhagen. 764 [N 1\wolkig Stockholm . | 766 |NO 2 wolkenlos aparanda . | 7 NNO 2hhalb bed. t. Petersb. | 762 |N 2 wolkenlos oan... | (O [S 1'bedeckt Cork, Queens- | n] Bet... 4] E... E l mburg . winemünde | Neufahrwafser! Memel |

Paris E. | Karlsruße . . | Wiesbaden . | München | Chemnitz ,„. e, | Wien | O 1 wolkenlos | Breslau... | 763 D 1 wolkenlos | Le Mix - . | 798 SW 3 Regen M. OS P 3 wolkig E « «1 609 NO 3 wolkenlos |

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Bronsart. Text

Regisseur Teßlaff, Anfang 7 Ubr. Schauspielhaus. Herr. Swauspie Wildenbruch. In

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4 Regen 1 bedeckt 4 wolkenlos | 2 bededt

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Schauspielhaus. Tell. Schauspie Anfang 7 Uhr.

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e Ueber{icht der Witterung. Ein barometrishes Maximum, über 771 mm,

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nimum, unter 743, südwestlich von Irland. Dem- | thal. entsprehend find in Central-Europa öôstlibe Winde mit vielfa heiterer Witterung vorherrs{end ge- | von Victorien Sa worden, welche allenthalben nur {chwach{ auftreten. In West-Deutsland und Frankreih hat Erwärmung stattgefunden, welhe demnächst auch oftwärts sch

A Theater-Anzeigen.

Mar Grube. Anfang 7 Uhr.

Sonntag: Opernhaus. 82, Vorstellung. Tann- | Sonnabend: Mit neuer Ausftattung. häuser und der Sänugerkrieg auf der Wart- | Der Vogelhäudler. Operette in burg. Romantishe Oper in 3 Akten von Richard

Deutsches Theater. Sonnabend : Neu einstudirt :

Sonrtag: König Heinrich LIV. Die nächste Aufführung von Kirchfeld findet am Dienstag ftatt.

Berliner Theater. Sonnabend: Kean. An-

Sonntag, N . 24 Uhr: Der Veilcheufrefser. 1) Gestern Nahm. Schnee, Nachts Reif. ?) Nachts Abends 71 i E S NLLENES

Lesfing-Theater. Sonnabend: Das zweite liegt über Nord-Skandinavien, gegenüber einem Mi- | Gesicht. Lustspiel in 4 Akten von Dscar Blumen-

Sonntag: Thermidor. Scausviel in 4 Akten

von G. Anudran. Anfang 7# Uhr.

von Hans von Bronsart und

Der „Köln. Ztg.“ wird über den Verlauf der Sißung noch gemeldet: Der Anklageantrag betreffe vorwiegend die aesezwidrige Verwendung von 56 Millionen Drachmen. Trikupis habe nach einer heftigen, für die jeßige Kammer- mehrheit beleidigenden Rede mit seinen Parteigenossen den

serbischer

sodann ein gèmeiúisamer Besuh der diesjährigen Ausstel- sungen in London und Frankfurt a./M. argéregt. Der Vor- stand will zunähst im Bureau des Vereins die Anmeldungen der- jenigen entgegennehmen, die an derartigen Exkursionen Theil zu nehmen gedenken, um darnach das Weitere zu veranlaffen. Dr. Döring legte zum Schluß Segeltuche vor, die nab dem neuen Baswißh-

en Verfahren wasserdiht und zugleich unentflammbar gema@cht sind.

Wegen des in Wien tagenden Geograpbentages wird, wie die „Voss. Ztg.“ erfährt, die näbfte Sitzung der Gesellschaft für Erdkunde nict am Sonnabend, 4. Ap:il, sondern am Sonnabend, 11. April d. I,, abgehallen werden.

Profefsor Hugo Vogel hat nah einer Mittheilung der eVof. Ztg.“ nunmehr in der Vorhalle des Magistrats-Sitzungs- saales des Berliner Rathhauses mit der Ausführung seines dritten großen Wandgemäldes, welhes die Besihtigung der Neubauten in der Friedrihstadt durch König Friedri Wilbelm I. darstellen wird, begonnen. Außerdem hat der Künstler noch zwei Supraportenbilder, eine Apotheose Schinkel’'s und eine solche Scblüter’s, in demselben Raume zu vollenden,

Zur Errichtung eines Denkmals für Friedri von Schmidt hat ih, wie das „Centr. Bl. d. Bauw.“ mittheilt, in Wien ein Aus\buß gebildet, welder sh in einem Aufrufe um Einsendung von Beiträgen an Ale wendet, die den unverg-ßlihen Meister gekannt und geliebt haben.

Verkehrs-Anstalten.

Hamburg, 3 April. (W. T. B.) Der Poftdampfer „Ascania“ der Hamburg-Amerikanishen Padcketfahrt- Aktiengesellschaft hat, von New-York kommend, gestern Abend 8 Uhr Lizard passirt. Der Postdampfer „Rugia“ der Hamburg-Amerikanischen Padcketfa?rt-Aktiengesel[l- \chaft is, von New: York kommend, gestern Abend auf der Elbe eingetroffen.

Nah Shluß der Redaktion eingegangene Depesgen.

Kiel, 3. April. (W. T. B.) Die „Kieler Zeitung“ meldet: Jn Anbetraht Seines regen Jnteresses an der Fort- entwickdelung der Marine und zum weiteren Anspornen der Marine hat Seine Majestät gelegentlich der heutigen Parade der Garnison Seine Excellenz den General - Feld- mars§all Grafen von Moltke à la suite des 1. See- Bataillons gestellt.

Rom, 3. April. (W. T. B.) Der Pap pontifizirte heute früh die Messe. Derselbe hat si von seiner vorgestrigen Ermüdetheit wieder vollständig erholt.

Der Deputirte Barzilai hat eine JFnterpellation an den Minister-Präsidenten di Rudini über den Gebrau, welchen die österreihishe Regierung von dem Rechte der Ausweisung von Ausländern mache, dem Kammer: Präsidenten zustellen lassen.

Bern, 3. April. (W. T. B.) Der Bundesrath hat e CGERONEE Kommissariat im Kanton Tessin auf- gehoben.

Brüssel, 3. April. (W. T. B.) Der Fndustrie- und Arbeitsrath von Chatelet (Abtheilung für Kohlen- gruben) beschloß, die übrigen Arbeitsräthe des Landes zu einer Berathung und Verständigung über die augenblick- lih dringendsten Fragen, namentli über diejenige eines allgemeinen Ausstandes, aufzufordern.

Washington, 3. April. (W. T. B.) Der italie- nishe Gesandte Baron de Fava is leiht erkrankt. Der Geichäftsträger Marchese JFmperiali hat dem Staats- sekretär Blaine die legte Note Rudini’'s noch nit überreiht. Man glaubt, daß sih die Lage in Folge dieser Note verbessern werde, da sih die italienishe Regierung ge- neigt zeigt, den regelmäßigen Gang des gerichtlichen Ver- fahrens abzuwarten.

Wallner-Theater. Sonnabend: Miß Selyett. Vaudeville in 3 Akten von Maxime Kr leßt [* ift Königliche Schauspiele. Sonnabend: ODpern- Boucheron Deuts von Richard Genée. Musik h 1% egten Mal“ für Piston von

haus. 81. Vorstellung. Hiarne. Große Oper in

F . i ili 4 Akten und einem Vorspiel von Ingeborg von a T va C (Unwiderrusli leyte

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten

Beilage.)

3, Aktes von Concert-Anzeigen.

Concert-Haus. Sonnabend: Karl Mevder-

„Die lustigen Weiber von Windfor“ von Nicolai. „Die Felsenmühle“ von Reißiger. Ungar. Tanz Zum 56. Male: | Nr. 1 von Keler-Bela. Phantasie aus „Traviata“

von Verdi. Cavatine für die Violine von Raff

Urania, Anstali für volksthümlihe Naturkunde

S C 5 Sonnabend, den 11. April: Zum ersten Male: B f : \ Friedrich Bodenstedt. In Scene geseßt vom Ober- Des Teufels Weib. Phantastisches Singspiel in E vorge E Tae S S is

Dirigent : Kapellmeister Sucher. | 3 Akten von Meilhac und Mortier, bearbeitet von | wissenschaftlihen Theater. Näheres die Ans(lag-

87, Vorftellung. Der nene l in 7 Vorgängen von Ernft von Scene geseßt vom Ober-Regisseur

l in 5 Aufzügen von Stiller. | 7 Uhr.

uder der CFrenend- Weyl. Vorher zum 3. Male: Sonntag : Dieselbe Vorstellung.

50, Male: Adam uud Eva.

ldig. Anfang 7 Ubr.

74 Uhr. Sonntag: Dieselbe Vorftellung.

Th. Herzl, Musik von Adolf Müller. Friedrich - Wilhelmftädtishes Theater.

einer Idee des Biéville von Held und West. Musik ì Wagner. Ballet von E. Graeb. Anfang 7 Uhr. | von G. Zeller. In Scene geseßt von Julius Frißshe. | Frl. Anna Maeder mit Hrn. Kreisfekretär 88. Vorstellung. Wilhelm | Dirigent: Hr. Kapellmeister Federmann. Anfang l

Sonntag und folg. Tage: Der Vogelhändler.

er Pfarrer vou | Schwank in 1 Akt von O. Elsner. Anfang 7{ Uhr.

4 Akten von Eduard Jacobson und Leopold Ely. Couvlets von Jacobson und Guftav Görk. Mußk von Adolph Ferron. Der unselige Toupinel. Parodistis%®e Einlage von Guft. Görz. Anfang

Thomas-Theater. Alte Jakobstraße 30.

Zum 43. Male: Familien-Nachrichten.

3 Aufzügen na | Verlobt: Frl. Adelheid Koelling mit Hrn. Pre- digeramts - Kandidat Johannes Nowak (Pitschen).

Paul Küngel (Fraustadt Adelnau). r, Berthi Freiin von Wangenheim mit Hrn. Land- rath Wirckler (Oldenturg i. Gr. Zeiß). Frl. Olga Horn mit Hrn. Gerichts-Assessor Franz Hüdetann (Wyk auf Föhr).

Belle-Alliance-Theater. Sonnabend: Zum | Verebeliht: Hr. Königl. Reg. - Bauführer Her- IV. 14. Male: Gavant, Minard & Co. S{wank

in 3 Akten von Edinond Gondinet. Deutsch von Die Odaliske. Moxton von Hartmann mit Frl. Franziska

mann Scholz mit Frl. Eugenie Buy (Witten- berg Strehlen i. Sl). Hr. Hauptmann

Baumbach (Altenburg). Hr. Hauptmann von Rekarski mit Frl. Selma Bader (Borntuchen). Geboren: Ein Sobn: Hrn. Amtsrichter Hans Ri@ter (Berlin). Hrn. Pastor Weber (Naum-

Adolph Ernst-Theater. Sonnabend: Zum | burg 9. Queis). Eine Towter: Hrn.

Gerits-Afsessor Ernst Sculze (Magdeburg). Hen. Hauptmann Bogislav Graf von Schwerin (Berlin).

Gestorben: Hr. Pastor Albert Peine (Friedrih- ftadt—Magdeburg).

Gesangspofse in

Redacteur: Dr. H. Klee, Direktor. Berlin: Verlag der Expedition (S cho lz).

rdou. Sonnabend: Zum 18. Male: Der Millionen- | DruckX der Norddeutschen Bulhdruckerei und Verlog3-

ner: O L Akten von Max Kreger. Victoria-Theater. Sonnabend: Zum 125. Male: von S Siesteus. R D Musik

ausbreiten dürfte. Im oftdeutshen Binnenlande | Die fieben Raben. Romantishes Zaubermärch{en

herricht noch leiter Frost, Nennenswerthe Nieder- | in 5 Akten vor Emil Pohl. Mußk von G. Lehn- | bguer.

Sonntag und folgende Tage: Der Millionen-

Anstalt, Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32, Sieben Beilagen

(ecinschließ!ich Börsen:- Beilage), und das Post-Blatt Nr. 2.

Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Freitag den 3. April

F992,

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| ——— —— E

Nichtamtliches. Schweden und Norwegen.

(F) Stodckholm, 30. März. Die Einnahmen der Staatseisenbahnen betrugen in den ersten beiden Monaten dieses Jahres 3477 655 Kronen oder 94,215 Kronen mehr und die abgelieferten Ueberschüße 890 000 Kronen oder 900 000 Kronen weniger als im gleih:n Zeitraum des Vorjahres. : E :

In Gegenwart des General-Feldzeugmeijiers Breitholßs, des Feldzeugmeisters Hjäine, des Fortifikations-Dbersten Elliot und mehrerer anderer s{hwedishen Artillerie- und Marine-Offiziere, ferner der norwegischen Artillerie-Kapitäne Steen und Olsson sowie des Marine-Premieur-Lieute- nants Johannejen und des dänischen Artillerie: Premier- Lieutenants Lomholt fanden kürzlich bei der Kanonengiekerer Finspong umfassende Versuche mit neuen schnell-

: Ge T Di P 5 l feuernden Kanonen von dret verschiedenen Typen jtatt, î

nämli zwei Stück 46 Kaliber lange 57 mm Kanonen, die eime mit automatishem Mechanismus, die andere mit Mehanismus ¿um Manövriren mit der Hand, fowi2 einer (9 mm Kanone mit halbautomatishem Mechaniêmus. Außerdem fand ein Versuhsschießen von einem versenkbaren Panzer- thurm für 57 mm schnellfeuernde Kanonen statt. Die Schieß- versuche zeigten nah einem von der „Post. och Jnr. Tidn.“ mitgetheilten Bericht den vorgeschritienen Standpunkt, den Finspong's Kanonengießerei in diesen für Schweden neuen Iweigen der Fabrikation von Kriegsmaterial erreiht hat. Der Panzerthurm erfüllte alle Forderungen in Bezug auf Leichtigkeit und Schnelligkeit im Manövriren und Feuern, welche an cine solche Konstruktion gestellt zu werden pflegzn. Um den Thurm rund zu drehen (360 Grad), war nur eine Zeit von 20 Sekunden erforderli, und in 1e 20 Sekunden wurde der Thurm gehobzn und versenkt. Vom Thurme aus wurden 10 Schüsse gegen cbensoviele Scheiben abgegeben, mithin eine Umrihtung für jeden Shuß, wozu 2 Minuten und 10 Sekunden erforderlich waren, und beim Schnellfeuern sdoß man z¿hn Schüsse in 32 Sekunden mit großer Treffsiherheit, sodaß die eine Kugel nach der anderen dur das von der vorhergehenden in die Scheibe geschlagene Loch ging. Auch mit den verschiedenen Kanonentypen wurde das erstrebte Ziel erreiht: Schnelles und kräftiges Feuern. Die 2 720 kg wiegendcn Projektile der beiden 5 mm Kanonen erreihten eine Anfangsgeshwindiagkeit von rep. 999 und 568 m in der Sekunde und die 4,7 kg schweren Projektile der 75 mm Kanone eine solche von 440 m in der Sefunde, alles mit gewöhnlihem Pulver. Es wurde aber auch statt des gewöhnlichen Pulvers thetiwei}e Npyrit verwendet, welcher Stoff dem Putver gegenüber den doppelten Vortheil bietet, daß es viel weniger und dur- sichtigeren Rauh und gleichzeitig dem Projek1uil eine größere Anfangszgeschwindigkeit giebt. Diese bereits anderwärts ge- machte Erfahrung wurde durch die hier in Frage stehenden Schießverfuche fernerweit bestätigt. E :

31. März. Der Kronprinz und die Kronprin- zessin werden der „Post: o Inr.-Tidn.“ zufolge zwischen dem 20. und 28. April Egypten verlassen. Die Kronprinze) 1 wird sih dann wahrscheinlich noch in Sorrento aufhalten, bit die flimatishen Verhältnisse die Fortseßung der Reise nord- wärts gestattea. Der Kronprinz wird dagegen hon geaen den 12. Mai nach der Hauptstadt zurückehren. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Dänemark werden demnächîi in Begleitung des Prinzen Christian und der Vrinzessin Louise zum Besu am Königlichen Hose er- wartet.

Amerita.

Vereinigte Staaten. Zu dem amerifanif- italienishen Zwischenfall wird dem „N, B.“ aus Washington noch berichtet: Der italienische Gesandte Baron de Fava habe bei der Ueberreihung feines Abberufungs- schreibens erklärt: Die Vereinigten Staaten hätten der italienishen Regierung keine zufriedenttellende Bürg)chast dafür gegeben, daß die Mörder der italienishen Unterihanen .* New-Orieans auh zur Rechenschaft gezogen werden wUr- den. Ftalien bcfinde sich deshalb in der peinticen Noth: wendigfeit, um seiner Unzufriedenheit offenen Ausdruck zu verleihen, jeinen Gesandten aus einem Lande abz! in welch2zm er niht Gerechtigkeit zu finden vermoge. au „JFtalien“.) Jn New-Orleans hade die richt von der Abberufung de Fava's groze Senhaton, vorgerusfen , ohne jedoch die öffentliche Pêieinunc wider die Lynher der Ftaliener einzuneomen. De! Gouverneur des Staats, Nichols habe es avgelehnt, i näber über die Angelegenheit zu äußern, wäre jedoh der N sicht, daß die Staatsbezörden sich vollständig richtig de- nommen hätten. Der Generalanwalt Rogers habe er- klärt, die Großjury jei mit Untersuhung der Anklage beschäftigt und es würde von dem Ergeonm selvzèn abhängen, in welcher Weise die Behörden die Lyncher vorgehen würden. Louittana ware m

Lage jelbst die strikte Durchführung seiner Gesche erzwingen j

zu können und kein anderer Staat habe das Ret, 1 wed: in diesem noch in einem anderen Falle der Personen anzu- nehmen, welche die Gescße verleßt hätten. Die „New-Yorker Handels-Ztg.“ bemerkt zu der Differenz zwichen „Fkaten und den Vereinigten Staaten: „Die Stadt New- Orleans und der Staat Louisiana könnten in keiner Weise gezwungen werden, irgend welhen Shadener}as zu leisten. Wenn \ie dies nicht freiwillig thäten, was ader faum zu erwarten, so würde sich die italienische egierung an die Bundesregierung zu halten haben. Die leßtere habe in früheren derartigen Fällen den Grundjaß befolgt, daß sie feinen Ersay für Ausländern vom Pöbel zugesUgte Be- shädigungen an Leben und Eigenthum zu [leisten brauche, wenn dies nicht vertragsmäßig ausbedungen fei. Die Bundesgerichte hätten in derartigen Fällen, wie von der Supreme Court entschieden, keine Jurisdiktion, und fo dürste eine

Die „New-Yorker Staatsztg.“ ist derselben Meinung, fügt aber hinzu: „Jeder fsolhe Vorfall lege dem amerifkani]/hen Volke die Nothwendigkeit näher, die Stellung der Vereinigten Staaten in der Völkerfamilie dadurch zu stärken, daß ver- fasungsmäßige Fürsorge für Erfüllung der internationalen Vervflihtungen getroffen werde. Wenn die Amerikaner Schußz für ihre Mitbürger vom Aus!and verlangten, }0 müßten sie

Fähigkeit lofaler Behörden zur Gewährung von solhem Schuß

werden fönnen, die dem Ausland verantwortlich sei, also de Bundesregierung, die ibrerseits auch für alle Bürger der Ver- einigten Staaten gegenüber jeder fremden Regierung 1n die Sqranken trete. Hinsichtlih des leßteren Schußes sei der Durthschnitts-Amerikaner sehr arspruch2voll, aber hinsichtlid des gleihen Anspruchs von Ausländern den Vereinigten Staaten gegenüber sei er bis dahin schr gleihgültig gewe}en.“ Asien

China. Wie der „Ostasiatishe Lloyd“ aus Peking er- fährt, sind die Aussichten für die Audienz der fremden Gesandten am dortigen Hofe nicht sehr ermuthigend. Das Audienz-Edikt, welch:5 am 12. Dezember v. F veröffenilih wurde, besagte befanntlih, daß die Bestimmung des Ceremoniells, wels bei der Audienz zu beobachten sei, dem Tsungli Yamen (Auswärtigen Amte) zu überlassen sei. Dieses hat nun, dem genannten Blatte zufolge, bestimmt, daß die Audienz nicht im Palaste selbst, sondern in dem sogenannten Tze Kung Ko, wo auch die leßte Audienz im Jahre 1873 stattfand, gewährt werden jolle. Dieses Gebäude sei aber speziell für die Abgesandten der tributpflihtigen Nationen Chinas bestimmt, und das diplo: matische Corps habe sich deshalb geweigert, daseibst in Audienz empfangen zu werden.

Statiftik und Volkswirthschaft.

wandten in Preußen. andeZamtlihen Zäblkarten bei

R Sor Mon aAlfForiinn 2 7 der Bevölkerung

Heirathen zwischen Blu

Unter den Angaben, deren Aufbereitung für di ¿run entnommen troerden, befinden fi au über die Biutsverwandtscaft der Ehes(lieZenden. waren Heft 113 des amtli&en Quellenwerks „Preußisch Statiitif* den 240 996 im Iahre 1889 in Preußen geschic} 6.28 aufs Taufend sol@er zwiichcen Blutêve

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wis{cn aus den Städten vor. die meisten derartigen Eben 9, Pommern mit 154, Ha! and nit 119, Provinzen bleib den vorstedender Gebieten mit auftreten. Sm früber ctwas abzunehmen, wie a je 1000 neuges{iofsenen E in den Ges{rwwister- Jahren findern 18T6/85 7,607 1886 5,96 1887 1855 1889

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c n Projekte Über eine - Vereinigung und 3 1 je 1000 Arbeitern seten Defret und ein deutiher Deleagitter forderten, daß der Pian 163, betreffend die internationale Vercinigung und Kafie, fofort n würde. Burt erilärte, J strufk- zen, über eia ardercs P sfusflon beantra i B as ly jorderte, daß man die Disfuin und Belgiern vorbereitete interaationale Vereinigung 2, Die „Köln. Ztg.* fübrt aus der Debatte übe 7 Folgendes an: Dec deutsche Delegirte 2 set bereits dur die Konaresse in Jolíimn tn Deuts&land könne man überbaupt elegirte ernennen. Im andern Falle würden uf dem Kongreß vertieten sein. Ver englische rheb aegen dicie Anshauung Cinspruh und be- diele Frage nit erörtern wolle, so werde ein r Bergarbeiter unmögli. Er forderte die eleairten auf, nit weiter zu sprechen. G f die (vorgestrige) Sißzung auf, ohne der Abitimwrung zu lôfen. Was Blatt fügt dann Nan glaubt, daß di Versammlung ¡berhaupt laufen werde, da die Engländer, welche die esen, weder den allgemeinen Ausstand noch die Gründung des Dundes wmüns@en. Die deutshen Delegirten wurden mit vielen ufmerfsam- keiten ausgezeichnet, Schröder besonders nar sehr umdrängt. Man fragte ihn von allen Seiten, Ov ee Der Mann sei, der vom Kaiser empfangen worden, tas er stolz vejaßte. Verlauf der gesirigen Siyung des Kongreh Ss erflärte, wie B L. V. meldet, der deutsche Delegirte Bunte bei der Berathung üder die Frage der Bildung téiner internationalen Berg- arbeiter - Vereinigung, die deutschen : Delegirten eien bereit, der Bildung einer solhen Vereinigung , !owle der Bildung einer internationalen Kasse zuzustimmen, Mehrere englishe Delegirte erhoben Einipru mit Bezug auf den 5

Entschädigungsforderung Jtaliens ziemlich aussihtslos sein,“

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Grundfatz der verbältnißmäzigen Vertretung, von anderen Delegirten

au Ausländern Shuy in Amerika gewährea, und müsse | neig derselbe, unabhängig von lofkalem Rechtsgefühl und der | fil

oder Gutmacung ron Unrecht, von der Regierung geleistet

wurde denselten Vers&leppung vorgeworfen. Nach einer sehr s{arfen und unklaren Diéfkfusßon wurde die Weiterberathung auf morgen ver- aat, um den belgisGen Delegirten zu ermöglien, ihren Antrag, betreffend die Bildung einer Vereinigung, festzustellen. In der gestrigen Nackmittaagssißung ging der Kongreß zur Berathung 1b den allaemeinen Ausstand als Mittel, den at- indigen Arbeitstag durchzusetzen, über. Der Präfit irt2, die Engländer seien dem allgemeinen Strike n und der Belgier Defuisse der allgemeine Der Deutsche ein allgemeiner Strike mit 2 Bergarbeiter-die Viittel bätten, um den Deutichen seien im Prinzip für ; damit aber ein solcher gelinge, müsse er unerwartet müße ibn vorbereiten, aber es wäre zu zettig, dem 1. Mai ausbräche. Basly erklärte sich französis{Wen Abordnung mit dem Vorredner eîin- man müsse, bevor der allgemeine Strike erklärt würde, hafung einer internationalen Vereinigung abwarten Wenn in- ¿e Belgier den Ausstand bes{lössen, so werde man entscheiden wenn die französischen, englishen und deuts(en Bergbau- en den belgischen Gesellshaften Koblen [liefern würden, der »- Ausstand bes&lofen werden solle der Engländ spra sib gleibfalls dabin aus, die Englän «e eines allaemeinen Ausftandes niht abgeneigt seten, n müsse zuvor die Folgen eines soilen Defu tebt auf der Notbwendigkeit eines Ausstandes und

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haltung sowie die von denselben Heren BVefürchtuncen, Bauer hob r, man müsse wäthe vorgeben und im Prinziv S 3 Datum festzuseßen. Der Belgier Defr et bra l rag cin, dér gedruckt, vertbeilt und morgen berathen we Derselbe geht dahin, autzuiprechen, daß etn all ia set, um den Actstundentag durchzu? ungen ersucht werden, sich über di zu verständigen, é würden. Alsdann wurde die Sihung vectagt. _ belaishe demokratishe Verein hatte _ bend zu Ehren der Delegirten des Bergardveiter-Kongre}]es eater Montmartre eine Festlichkeit veranîtaltet. ie L er Thecilnebmer erfolgte dur Defuisseaux, wel®er pr für den Zufsammens{luß und für zarbeiter eintrat und den Nugen hberverhob, 1 a derselben bringen werde. QODefuifseaux forderte die Delegirten E r Die Bildung der fal -Revublik Alles vor:ubereiten. Die Rede Der i wurde mit lebhaften ZustimmungEerufen aufgenommen. 9e dem darauf stattfindenden Concert sangen die deutshen Mit- ie Arveiter-Marseillaise, N 1 die Carmagnole an. Ein Bal er auH mebrere Litglieder ter hs theilnahmen. cka Chemniß wurde am Dienstag eine 2 1g der sozialdemotratishen Parteî sen abgehalten, auf welcher, wie wir l entnebmen, der Landtags - Äbgcordnéte Bortrag über die Wichtigkeit der Landtags nderatbs8wahblen hielt. Die Versammlung g laut welcher die Partei bei allen diesen W \cll Alsdann wurden die Kandi n sächsischen Landtagéwablen ernannt. Hr. Bebe er wegen Ueberbürdurg mit Geschäften sein Mandat für Wahlkreis (Leivzig -Land- T) niederlegen mühle. Liebkneckt einen längeren Vortrag über Agitations- ifationéfragen gehalten hatte und die Erri@tung von nécomités in Dresden, Leivzig, Chemniß und Zwickau

P Hr An ° A s M H fand noch eine Bespreung der Partei Pre3-

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sozialdemokratishe Parteitag für den Regie- zirk Magdeburg und das Herzogthum Anbalt

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n Ofstertaaen in Magdeburg verbandelte, Ï folgende auf die Agitation n Bei{blüsse: Es wird ein Agitations-( fen mit dem Siß in den Orte 5 von dem aus die Agitationécomité sendet Ersuchen Agitatoren ode Dem Agitationécomité sind sämmtliche geetgne und agitatoriscen Kräfte namhaft und ift demselbe die ländlihen Verbältnifse betreffende Material, îo über geeignit- taktishe Maßregeln für die einzelnen Kreis & zu maden. In die ländliche Agitation find vor allem a! "n mit einzubeziehen und eine Organisation niÿt bic sondern aub der weiblichen ländlichen . D.n Genoffen aller Orten wird es überall energisch für die Forderung der unen Lehrmittel für alle Lehrklafssen aus einzutreten, Der Parteitag legt allen für die Einführung 2 i bts in Preußen und in fordert die Genossen auf, 2g cines staatlichen In ändlichen Betriebe und eordnung zu eröffnen. Ferner soll für die B lition8recht der Ar rnisse eingetreten werden. Dir Parteitag Vorschlag, die Srüöndung ledigli die Agitation auf titteln zu unterstüßen bat. Endlich einpfiehlt ]

1 Genossen, für cine Reform der Verwaltungs-Ge : bung einzutreten und nit eher zu rasten, bis die Berwai 1dacmeinden der Kreise, der Städte 2c. auf der breiten L

¿ gleiden Wahlrechts ruht. Zur Frage der T2 ne Resolution angenommen, daß die Regelung der 2

örilien Verhältnissen entsprewend vorgenommen werden f

Saaten der Presse wurde beschlossen, die 9

Nolféstimme“ und das „Volksblatt für Arkalt® als

zu erklären, für die Kreise Kglbe, Aschertleben sowte für die diesen Kreisen benächbarten Ortichafter

„Halberstädter Sonntagsblatt" als offizielles Parteiorgan bestimgen und für die Übrigen Kreise des Regierungébezirks Magde bura und des Herzogthums Anholt eine Wochenau8gabe der stimme" zu veranstalten. In regelmäßigen Zwischenräumen für die ländlihe Bevölkerung gei ,aecte Broschüren verbreitet we Schließlich fordert der Parteitag o:e Genoffen auf, für die tung des Organs „Die Arbeiterin“ cinzutreten.

In Mainz haben, wie der „Köln. Ztg.“ geschrieben wird, Mödelfabrikanten und Schreinermeister ihren nicht i Ausstand bcfindlichen Arbeitern ein Oftergescher ] überwiesen. :

In Brauns{weig beschloß der Berliner ,

die Landestonferenz der Maurer des Herzog

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