1891 / 88 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

die Ausgabe weiterer Aktien im Betrage von einer Million behufs Erweiterung des Unternehmens.

Wien, 13. April. (W.T. B.) Der Wiener Kunstgewerbe- Verein beabsihtigt, dem Handels-Minister einen Bericht bezüglich der Beshi>ung der Ausstellung in Chicago zu unterbreiten, in wel%em die Geneigtheit der Kunstindustriellen zu einer regen Be- theiligung betont und als unerläßliche BorausfeBung die offizielle Unterstüßung dur< die Regierung erbeten wird. Gleichzeitig wird die Regierung ersucht, bei der Regierung der Vereinigten Staaten auf die Beseitigung, bezw. auf die Milderung der Mac Kinley- Bill, insbesondere der Mac Kinley-Administrativbill zu dringen.

Wien, 13. April. (W. T. B.) Ausweis der Südbahn in der Wo@e vom 2. April bis 8. April 788 560 Fl., Mehreinnahme 61 294 Fl. 4 i

Ausweis der österreihis<{-ungarishen Staatsbahn in der Wothe vom 2. April bis 8. April 681 303 Fl., Mehreinnahme 38 148 Fl.

Auaeig der Karl-Ludwigsbahn (gesammtes Ney) vom 1. bis 10. April 261 040 Fl., Mehreinnahme 25 973 Fl., die Ein- nahmen des alten Netes betrugen in derselben Zeit 197 610 F[l.,

i 15 494 Mehreinnahme 15 Wollauktion. Woll-

L Ge 13, April. (W. T. B.) reise stetig. N Brat osd, 13. April. (W. T. B.) Wolle fes, Garne thätig, fester, Stoffe unverändert. :

War s<au, 13. Avril. (W. T. B) Die Einnahmen der Warschau-Wiener Eisenbahn-Gesellschaft betrugen im März 8 500 Rbl. mehr als in demselben Monat des Vorjahres.

New-York, 11. April. (W. T. B.) Ein Reuter'shes Tele- gramm aus Rio de Janeiro vom 10. cr. besagt, die Banken seien dahin übereingekommen, weder die Organisation neuer ano- nymer Gesellschaften zu erleihtern, no< au< für die bereits organisirten Gesellschaften dieser Art irgendwelche Verantwortlichkeit zu übernehmen. :

New- York, 13, April. (W. T. B.) Visible Supply an Weizen 22 397 000 Bushels, do. an Mais 2338 000 Bushels.

Submissionen im Auslande.

Dänemark. s

1) 23. April 1891, 1 Uhr Nawmittags. Maschinen-Chef für Seeland, Bahnhof, Kopenhagen : Lieferung von ca. 3000 Kub.-Fuß Eichenbalken.

Näheres an Ort und Stelle. /

2) 27. April 1891, 12 Uhr Mittags. Direktor für Wasserbau- wesen, Kopenhagen V. Helenenvej Nr. 3: Lieferung von Balken und Planken von polnishem oder schlesishem Holz für den Hafen von Esbjerg in Jütland. L

Näheres und Bedingungen in dänisher Sprache beim „Reths- Anzeiger“ und an Ort und Stelle. - :

3) 2. Mai 1891, 12 Uhr Mittags. Maschinen-Chef für Jüt- land-Fünen, Aarhus: Lieferung von L

60 000 Pfund mineralis<em Cylinderöl, 180000 gereinigtem Mineralsl, 20000 dunklem Mineralöl und 180000 Steinösl. ú Bedingungen und Angebotsformulare erhältlih an Ort und Stelle.

Verkehrs-Anstalten.

Hamburg, 13. April. (W. T. B.) Der Postdampfer „Teutonia“ der Hamburg - Amerikanischen Pa>ketfahrt- Aktiengesells<haft ist, von Hamburg kommend, gestern in St. Thomas eingetroffen.

London, 13. April. (W. T. B.) Der Union-Dampfer „Arab“ ist gestern auf der Ausreise von Southampton abge- gangen.

14, April. (W. T. B.) Der Union-Dampfer „Ger- man“ ist gestern auf der Heimreise von Capetown abgegangen.

Theater und Musik.

Berliner Theater.

íFn den drei Einaktern „Vershollen“ von André Theuriet, „Es hat so sollen sein* von Hans Hopfen und „Die Liebesprobe“ von Oscar JIustinus, deren Erstaufführung morgen stattfindet, sind Nuscha Sue Helene Odilon, Margarethe Tondeur sowie Albert E>ert, Arthur Kraußne>, Ludwig Stahl, Emanuel Sto>thausen und Theodor Weiß in den Hauptrollen beschäftigt.

Victoria-Theater.

Direktor Litaschy hat nur no<h ein Hinausshieben des Abbru<s des Victoria- Theaters bis 26, d. M. erreichen können; an diesem Tage werden die Aufführungen des fo beliebt gewordenen und so große Zugkraft ausübenden Märchens „Die sieben Raben“ \<hließen. Um vielseitig ausgesprohenen Wünschen na< Kinder- vorstellungen na<hzukommen, werden am nächsten Sonntag Nach- mittag „Die sieben Raben® gegeben, und hat jeder Erwachsene das Recht, ein Kind frei einzuführen.

Friedri<h-Wilhelmstädtishes Theater.

Mit der vierundfünfzigsten Wiederholung des „Vogelhändler“ ließen morgen die Aufführungen der Zeller’shen Operette, da übermorgen die Dellinger's<e Novität „Saint Cyr“ ihren Einzug hält, und zwar unter persönlicher Leitung des Komponisten. Seit die hübschen Melodien des „Don Cesar“ hier erklungen sind, ist „Saint Cyr“ die zweite Operettenshöpfung D ellinger's, die das Berliner Publikum kennen lernt. Direktor Fritsche hat das neue Werk, welches auswärts überall dur<s<lagende Erfolge aufzuweisen

hat, in Scene gesetzt. Residenz-Theater.

__ Der Direktor Lautenburg beabsihtigt, gelegentlih des nätst- jährigen Sonnenthal’s<hen Gastspiels Shakespeare auf seiner Bühne heimish zu machen, die für diesen Zwe> na< dem Muster der Münchener „Perfall-Bühne“ eingerihtet werden sol. Von Dramen Shakespeare's sind „Othello“ und „König Lear“ in Aussiht ge- nommen.

Tolstoi's satiris<es Lustspiel „Die Früchte der. Bildung“, dessen erste Aufsührung gelegentlih einer Matinée den wärmsten Beifall bei Publikum und Presse fand, wird, vielfa laut gewordenen Wünschen zufolge, nunmehr au< dem größeren Kreise der Theater- besucher zugänglih gema<ht werden und bereits am Sonnabend im Rahmen der gewöhnlichen Abendvorstellung zum ersten Male zur Auf- führung gelangen. Von dem „Seligen Toupinel“ finden dem- gemäß nur no< drei Aufführungen statt.

: Kroll's Theater.

Direktor Joseph Engel hat die Großherzoglih hessishe Hof- opernsängerin Frl. Jettka Finkenstein für die bevorstehende Opern- saison verpflihtet Die ausgezeichnete Altistin hat bekanntlih vor Kurzem gelegentli<h ihres in Berlin gegebenen Concerts hier den größten Beifall gefunden und wird nunmehr als neues Mitglied der Kroll'shen Oper mit Fr. Ernestine Heink alterniren.

__ Belle-Alliance- Theater.

Das gegenwärtige Repertoirestü>, Gondinet's lustiger Schwank

„Gavaut, Minard u. Co.“, feiert morgen das Jubiläum seiner

25, Aufführung. : __ Adolph Ernst-Theater.

Die Jubiläumsblätter, wel<he die Autoren und die Mitglieder dieser Bühne herausgegeben haben und die bei der Jubel- feier des Direktors Adolph Ernst zur Vertheilung ge- langten, haben dur< ihre prächtige Ausstattung und ihren witzigen Inhalt fo großen Anklang beim Publikum gefunden, daß die Direktion in vielen Zuschriiten gebeten wurde, diese Fest- zeitung au< weiteren Kreisen zugänglich zu mahen. Diesen Wünschen entsprehend, hat Direktor Ernst eine neue Auflage dru>en lassen, von der cin jeder Besucher der am Donnerstag stattfindenden Vor- ellung von „Adam und Eva“ ein Exemplar erhält.

Thomas-Theater. -

Vor nahezu ausverkauftem Hause fand gestern die 25. Aufführung des „Millionenbauers“ statt, die, in derselben Beseßung wie bei der ersten Vorstellung und ebenso fris< und flott gespielt, au< wieder dur< den lebhaftesten Beifall ausgezeihnet wurde. Viele Hervorrufe errang namentli< wieder der Direktor Thomas, der dur< scinen unverwüstlihen Humor, wie sein vortrefflihes Spiel na< wie vor der Hauptträger des großen Erfolges geblieben ist. Allem Anschein na< wird dieses Volksstü> no< in einer längeren Reihe von Vorstellungen einen wirksamen Anziehungspunkt für die zahlreihen Freunde des Thomas- Theaters bilden.

Goncerthaus.

Morgen findet der leßte Berliner Komponisten-Abend in dieser Saison statt. Das Programm wird Werke von Otto Dorn, Winzer, Wagner, Mylius, Peters, Bohm, Fleismann, Mohr, König, Farkas, Wschhorn, Taubert und Zepler-Leprez enthalten.

Mannigfaltiges.

Der unter dem Protektorat Seiner Majestät des Kaisers stehende Verein zur Besserung der Strafgefangenen, der \hon seit dem Jahre 1828 seine segensreihe Wirksamkeit entfaltet, hielt gestern im Bürgersaale des Rathhauses unter Vorsitz des Geheimen Ober-Justiz-Raths Dr. Starke seine Generalversammlung ab. Dem vom Vorsitzenden vorgelegten Bericht zufolge haben sich im leßten Jahre bei dem Verein mit der Bitte um Hülfe ge- meldet 3423 Strafentlassene gegen 32566 in 1889, 3039 in 1888, 2854 in 1887 und 325 in 1871. Von den 3423 waren 2752 erwahsene und 671 jugendlihe. In Arbeit gebra<ht wurden 2766 oder 80,8 %/9, speziel von den Erwachsenen $130 oder 77,4 #/o, von den Jugendlichen 636 oder 94,7 9%. Von den Untergebrahten blieben 373 oder nur 13,5 %/9 in Berlin, 2393 oder 86,5 9% erbielten Arbeitsstellen außerhalb Berlins. Die Zahl der als ländliche Arbeiter Untergebrahten ist von 687 in 1888 auf 736 in 1889 und 1413 in 1890 gestiegen. In dieser Steigerung ‘erbli>t der Bericht ein besonders erfreulihes Ergebniß, weil einerseits der- artige Engagements den Pfleglingen eine dauernde Stellung sichern, andererseits in der Zunahme der Nachfrage der Beweis zu Tage tritt, daß die Pfleglinge fi< hier gut bewährt haben. Als Erd- und Ziegeleiarbeiter fanden 829, als Fabrikarbeiter 186, als Kutscher, Gärtner, Hausdiener und dergleihen 131, als Handwerker 172, als Buqhhalter und dergleichen 35 Stellung. Abgesehen von 1081 Ar- beitern, tonnten nur 338 in ihrem früheren Beruf untergebracht werden, die Vebrigen mußten andere sich{bietende Arbeitsgelegenheit ergreifen. Unter den Untergebrachten befanden sih 138 frühere Zuchthäusler, 581, welche Gefängnißstrafen verbüßt hatten, 679 Arbeitshäusler, 882 kamen aus der Stadtvogtei, 284 hatten an anderen Orten Haftstrafen erlitten, 902 waren aus dem Untersuhungsgefängniß entlassen. Die Ausgaben des Vereins sind re<t bedeutende, gewesen, sie betrugen mit Einschluß von 4028 M dur{<laufende Posten 22026 A Die allgemeine Pflege fostete 16 086 4, davon wurden 7044 ( für Eisenbahnbillets, 1080 M für S(lafstellenmiethe, 1588 4 zur Gewährung von 9000 Mittagsportionen und 1100 Abendportionen, sowie sonstiger Naturalverpflegung ver- wendet, 1972 4 dienten zur Beschaffung von Kleidungsstücken, 289 H zum Ankauf von Werkzeug. Die Kommission zur Fürsorge für ent- lassene weiblihe Strafgefangene erhielt 168 4, der Lokalaus\{<uß der hiesigen katholishen Gemeinde 300 6, die Direktion des Plötensee'er Gefängnisses erhielt zur direkten Verwendung für Vereinszwe>e 200 M, und an Prämien für gebesserte Strafgefangene wurden 222 # ausgegeben. Diesen Ausgaben standen Gesammteinnahmen in Höhe von 23 015 M gegenüber. 670 6 gingen von den Allerhöchsten Herrschaften ein, 1095 M zahlten einzelne Strafanstalten als Beiträge, 2709 gewährte die Stadt als Zuschuß, 2500 4A kamen aus den Fonds der Kaiserin Friedrich - Stiftung, 450 4A aus Fonds von Religionsgemeinschaften. Die Mitglieder des Vereins zahlten 3441 A an Beiträgen, und von den in Arbeit gebrachten Pfleglingen des Vereins wurden 5801 zurückgezahlt. Das Vermögen des Vereins beläuft sich z. Z. auf 41320 4 Kaufmann Bischoff, der Vorsteher des Arbeitsnahweisebureaus, gab sodann no< eine Fülle von Mittheilungen aus dem Schaße seiner reihen Erfahrungen. Wir entnehmen ihnen, daß in den leßten aht Sahren dur< das Bureau von 24028 Gemeldeten 18 400 unter- gebracht sind. Rechnet man den Tageslohn nur 2 A, so giebt das pro Arbeitstag 36 800 4 und in einem“ Monat 1149 000 4A Werth, die von werthlos ersheinenden Personen gewonnen sind. Zum Schluß beleuhtete der Strafanstalts-Direktor Dr. Krohne in geistvollem Vor- trage die Stellung des Christenthums zum Strafvollzuge.

Am nächsten Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr, soll, wie die „N. Pr. Z.* meldet, die Grundsteinlegung zur Lutherkirche auf dem Dennewitplaß in Gegenwart Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin erfolgen.

Das Torpedoboot der Kaiserlihen Marine, auf welhem Seine Majestät der Kaiser vor Kurzem von Potsdam nah Berlin fuhr, liegt jeßt, wie die „Voss. Z.* mittheilt, oberhalb der Marschallbrücke an der nördlihen Quaimauer, gegenüber dem Gebäude der Elektrizitätswerke.

Unter dem Datum des 6. April ist, wie hiesige Blätter melden, der Lüßow plaß nah Innehaltung der geseßlihen Vorschriften der Stadtgemeinde, nah Erledigung des Enteignungs8verfahrens, als Eigenthum übertragen worden.

Die gâärtnerishe Anlage auf dem nördlihen Theil des Alexanderplazes zwishen der Straße Am Königsgraben und der Alexanderstraße wird der „Voss. Ztg.“ zufolge in diesen Tagen vollendet. Auch hier ist, wie in der größeren Schmu>anlage auf der südlichen Hälfte des Plaßes, ein Springbrunnen errichtet. Aus blauen und weißen Glasursteinen ist das von einem \{<malen Erdstreifen und niederem Eisengeländer umgrenzte Be>ken hergestellt, in dessen Mitte ih eine {ön geformte Metallschale erhebt. Oestlih und westlich vom Springbrunnen sind mit Strauchgruppen beseßte länglihe Rasenflähen sowie Baumpflanzungen entstaaden.

Die Arbeiten zum Bau der Nothbrücke bei der Kottbuser Brüc>e sind nah der „Voss. Z.*“ soweit vorgeschritten, daß sie am Montag dem Verkehr übergeben und die alte Kottbuser Brücke sodann außer Betrieb geseßt werden soll.

Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller veranstaltet Mittwo<, den 15. April, im Bürgersaale des Rath- hauses eine öffentlihe Versammlung. in welcher der Bürgermeister a. D. Bobertag einen Vortrag über nationale oder inter- nationale Ausstellung in Berlin halten wird, Derselbe Herr wird Freitag, den 17. d. M., im „Papier-Verein Berlin und und Provinz Brandenburg*, und zwar im Altstädter Hof, Kaiser- Wilhelmstraße, E>ke des Neuen Markts, einen Vortra über die Bedeutung einer Ausstellung für das gesammte nationale Wirthschafts- leben halten.

Seinen Abs{<luß fand nah einer Mittheilung der N .Pr. Z.* am Sonnabend das Kostümfest in der Flora zu Charlottenburg dur< ein Mittagefssen von etwa se<zig Personen, bei welchem Aquarelle, Oelgemälde und plastis<he Kunstwerke verloost wurden. Der Ueberschuß aus dem Kostümfest hat hierdur< einen beträcbtlichen Bait t erhalten und wird milden Stiftungen zufließen. Seine

oheit der Erbprinz von SaWhsen-Meiningen, welcher als Protektor dem Kostümfest nicht beiwohnen konnte, hat an der Na<hfeier theil- genommen.

Die nächste Hauptversammlung des „Vereins ehemaliger Einjährig-Freiwilliger der Kavallerie“ findet am 15. April, Abends 8 Uhr, bei Jacob Knoop, Potsdamerstr. 136/137,

Tite: In Frankfurt a. M

statt. Gâfte sind willkommen. Anfragen und Meldungen sind zu rihten an den Vorsigenden, Herrn Verlagsbuhhändler Victor Laverrenz, Berlin W., Steinmeßstr. 33.

Weyhausen, 8. April. Ein seltene/ Vogel wurde, wie der „Aller-Zeitung* mitgetheilt wird, vor einigen Tagen dur< Förster Anders aus Stellfelde in Barmbruch erlegt. Der Vogel gehört zur ras der Kormorane, genannt Schlalluhe, au< Wasser- oder

eerabe, Baumscharbe u. \. w. und kommt vorzugsweise in Schott- land und Skandinavien vor. Die Flügelspanne des erlegten Thieres beträgt 1,36 m.

Goslar, 9. April. Die Aktiengesells<haft für Bergbau und Tiefbohrung, welche seit 1} Jahren hier in Goslar ihren Siß hat, bohrt, wie der „Voff. Ztg.“ berihtet wird, seit Sommer v. I. bei Westerlinden im nahen Braunschweigischen, wo sie vor Kurzem nah mehreren Unterbrehungen „findig“ geworden ist. Es wurde ein Lager von Karnallit in der Mähtigkeit von 4 m durchbohrt. Die Bohrung wird weiter fortgeseßt, indem man in der weiteren Tiefe geregeltere und zuglei<h mächtige Ablagerungen von Kalisfalzen zu finden meint. Es ist dieses dasselbe Bohrloh, welches einst von Dr. Strousberg angefangen, jedo< bald wieder verlassen wurde.

Karlsruhe. Man s{hreibt der „Frkft. Z.“ : Die Anmeldungen zu der in den Monaten Juni-August hier stattfindenden Fächer- Aus ftellung sind über Erwarten zahlrei eingelaufen. Die Zahl der gemeldeten Fächer hat {on längst das erste Tausend überschritten und tägli treffen no< neue Anerbietungen ein. Viele Fürstenhäuser haben Fäher und Nippsahen von großem historishen und fünstlerishem Werthe der Ausstellung v Nea, Bis jeßt darf man auf die Schäße aus den Palais von Karlsruhe, Stuttgart, Weimar, Gotha, des Prinzen von Fürstenberg und Ihrer König- lihen Hoheit der Landgräfin von Hessen re<nen. Groß wird die Zahl künstlerish ausgeführter Fäher moderner Meister sein. Gemalte Fächer von F. Keller, Schönleber, F. A. Kaulbah, Eugen Klims<, Lossow, Kanoldt, Papperit, Ritter, Baish u. A. sind bereits in Händen der Ausstellungs-Kommisison. Durch die Vielseitigkeit des Geboteaew<vird die Ausstellung zweifellos das weitestgehende Interesse erregen und namentli< au< in ethnologisher Hinsiht Vollendetes bieten. Der Einsendungs-Termin ist auf die Zeit vom 10, Mai bis 10. Juni festgestellt. Die Eröffnung selbs wird auf Mitte Juni , haben die Herren Professor Luthmer und I, u. S. Golds<midt die Vertretung der Ausstellung über- nommen. Sehr erwüns{t wäre, wenn si< Anerbietungen ohne weiteres Hinzuthun des Comités in nächster Zeit bei genannten Herren voll- ziehen würden.

Budapest, 13 April. Unter der Direktion von Lesser wird laut Meldung des „D. B. H.* der Bau eines neuen deuts<hen Theaters beabsihtigt. Die Pläne sind von dem Berliner Bau- meister Hendshe nah dem Muster des Kroll-Theaters angefertigt.

London, 13. April. Wie aus New - York dem „D. B. H.° gemeldet wird, ist auch dort die Influenza epidemish aufgetreten. Pa Sonnabend starben 22, im Laufe der vorigen Woche 108

ersonen. '

St. Petersburg, 13, April. Aus Riga wird dem „W. T. B.“ gemeldet, der bei Domesnäs von Eismasfen einges<lossene deutshe Dampfer „Behnke“ habe das Nothsignal gegeben ; mehrere andere Dampfer warten in freier See, bis die augen- bli>lih dur< Eis gesperrte Passage bei Domesnäs frei werde. Andere Dampfer und einige Segler warten bei Windau auf das Freiwerden

der Passage.

Moskau, 9. April. Der „St. Petersb. Ztg.“ wird aus Moskau gemeldet: In der französishen Ausstellung wird au eine früher niht beabsichtigt gewesene militärisc<e Abthei- lung eingerichtet, in welher das Kriegs-Ministerium und_die fran- zösishe Waffenfabrik in Creusot ausstellen werden. Das Operetten- Theater ist an Latombe vergeben, der in Paris eine neue Truppe bilden wird. Die ganze innere Ausstattung des Theaters kommt aus Paris, Es treffen immer mehr Franzosen ein.

Lodz, 13. April. Jn der Wollmanufaktur von Edward Hentschel junior ist laut Meldung des „W. T. B.“ eine große Feuersbrunst ausgebrochen,

Riva, 11. April. Na<hdem dur< die Nori-Arco-Riva-Bahn der Gardasee dem allgemeinen Verkehr zugängliher gemaht worden ist, soll nun au, wie die „Voss. Z.“ erfährt, die hochinteressante, von Touristen verhältnißmäßig no< wenig besu<hte Landschaft Giudicaria ershlossen werden. Gcaf Archimedes Martini hat das Projekt einer Bahn von Riva über den Durone-Paß na< Tione ausgearbeitet, wel<e_ von der Gardaseebahn bei der Albolabrü>e abzweigend die Ortschaften Pranzo, Bolbeno, Ballino, Maso Cornelle, Cavenoto und Ranzo berühren, den Durone-Paß übersezen und über Zucco LTione, den Hauptort von Giudicaria, erreihen soll. Da die Bahn von Riva bis Durone einen Höhenuntershied von fast tausend Metern zu überwinden hat, muß theilweise das Zahnradsystem angewendet werden. Abgesehen von den ausgezeihneten Naturschönheiten Giudicarias, wel<he bisher no< sehr wenig bekannt geworden sind, dürften dur< die Duronebahn au die berühmten Luftkurorte und Bäder von Campiglio, Pejo, Rabbi und Comano, welche sehr s<wer zugänglih sind, dem großen Verkehr näher gerü>t werden.

New-York. Das amerikanis<he Leuchtfeuerwesen hat, wie die „N. Pr. Z.“ berichtet, dur< die Beleuhtung des Gedney- Kanals im Hafengebiet von New-York mittels elektrischer Leuchttonnen einen großeu Erfolg erzielt, der mit der Zeit für die Beleuhtung der Fahrwasser überhaupt von Bedeutung zu werden ver- \spriht. Nach dem Urtheil des amerikanishen Lighthouse Board befindet si< die Frage bezüglih der Beleuchtung einer Fahrstraße dur< Bojen, welche elektrische Lampen tragen, niht mehr im Stadium des Versuchs; die Ausführbarkeit des Verfahrens ift vielmehr praktis< und endgültig erwiesen. Fortan handelt es \sih bei der Her- stellung ähnlicher Anlagen nur no< um die Geldfrage und um die Anpassung des Systems für bestimmte Fälle und Oertlichkeiten. Während des lezten Rechnungsjahres vom 1. Juli 1889 bis 30. Juni 1890 war die dur 6 t hergestellte Beleubtung im Gedney-Kanal nur während einer einzigen Nacht, und zwar am 20. September 1890, als 4 Lampen in Folge eines heftigen Oststurmes zerstört wurden, theilweise unterbrochen. zu allen anderen Zeiten funktionirte die An- lage vorzüglih. Im Ganzen ermöglicte jie es 569 Fahrzeugen, mit M der elektrishen Lichter den Kanal zur Nachtzeit sicher zu durh- ahren.

New-York, 9. April. 21 italienis<e Einwanderer, wel<he mit dem Dampfer „Burgundia“ na< Europa zurü>kgesandt werden sollten, da sie an anstedenden Krankheiten litten oder feine Subsistenzmittel besaßen, sind, dem „R. B.“ zufolge, von dem Dampfer entflohen. Der Kapitän der „Burgundia“ wird nah seiner Rü>kehr in Anklagezustand verseßt werden, und es ist sehr wahrscheinli, daß die Rheder für jeden entflohenen Italiener eine Geldstrafe von 300 Dollars zu zahlen haben werden. Eine Emigranten-Agentur, welche drei Italienern zur Flucht verholfen hatte, obwohl deren Lan- dung verboten war, ist dieser Tage zu einer Geldstrafe von 900 Doll. verurtheilt worden.

i Aus den südlihen Departements von Algier und Constantine wird das Erscheinen großer Schaaren der Wanderheuschre>e gemeldet, durh welche bereits beträchtliche Verwüstungen angerichtet wurden.

Algier, 11. April.

1. Untersuhungs-Saen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl.

3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. erthpapieren.

5. Verloosung 2. von

Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesell\<.

6. [ i e l Oeffentlicher Anzeiger. | | ug fin

10. Verschiedene

ekanntmachungen.

1) Untersuhungs-Sathen.

[3368] Steckbriefs-Ernenerung.

Das hinter dem Wehrmann Franz Schmollen aus Olschin im Deutshen Reihs- und Königlich Preußishen Staats-Anzeiger Stück. 18 Nr. 59090 unterm 11. SFanuar 1890 erlaffene Strafvollstre>ung8- ersuchen wird hiermit erneuert. TV. E. 54/89.

Lublinitz, den 8. April 1891.

Königliches Amtsgericht.

[3366] Offenes Strafvollstre>ungs8ersuchen.

Gegen die Magd Caroline Kulik aus Dralin, zuleßt in Beuthen O /S., am 27. Februar 1870 zu Dralin geboren, wel<e si< verborgen hält, foll eine dur Urtheil des Königl. S<höffengerichts zu Lublinitz vom 9. Januar d. J. wegen Vergehens gegen das Gesetz, betreffend den Verkehr mit Naérungsmitteln, vom 14. Mai 1879 erkannte Gefängnißstrafe von drei Wochen vollstre>t werden. Es wird ersut, dieselbe im Betretungsfalle zu verhaften und an die nächste Gerichtsbehörde, wel<he um Vollstre>ung der Gefängnißstrafe und Nachricht zu den Akten IY D. 438/90 ergebenst ersu<ht wird, abzuliefern.

Lublinitz, den 8. April 1891,

Königliches Amtsgericht.

[3357] K. Staatsanwaltschaft Tübingen.

Dur< Beschluß der hies. Strafkammer vom 17. Februar 1891 is die wegen Verleßung der Wehrpfliht unterm 21. März 1888 versügte Be- \{lagnahme des Vermögens des am 22. Januar 1865 geborenen Wagners Johann Georg Huber von Wittlingen, O./A. Urach, wieder aufgehoben worden.

Den 11. April 1891. 0

(Unters<rift.)

2) Ausgebote, Zustellungen und dergl.

[3635] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>ung soll das im Grundbuche von den Umgebungen im Kreise Nieder- barnim Band 61 Nr. 2803 auf den Namen des Maurerpoliers Hermann Ducar und des Tischlers Johannes Schubert, beide zu Berlin, zu gleichen Rechten und Antheilen eingetragene, in der Lübe>er Straße Nr. 49 belegene Grundstü> am 17. Juni 1891, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeihneten Geriht an Gerichtsstelle Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C., part. Saal 40, versteigert werden. Das Grundstü> ist mit 186 A Reinertrag und einer Fläche von 4 a 69 qm zur Grundsteuer ver- anlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglau- bigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Ab- \{<äßungen und andere das Grundstü>k be- treffende Nachweisungen, sowie besondere Kauf- bedingungen können in der Gerichtsschreiberei ebenda, Zimmer 41, eingeschen werden. Alle Realberehtigten werden aufgefordert, die nit von selbst auf den Ersteher La den Ansprüche, deren Vorhandensein oder etrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Meritite rungs8vermerks ni<ht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubi- ger werd dem Gerichte glaubhaft zu ata widrigenfalls dieselben bei Festitellung des ) ih ens Gebots ni<ht berüc{sihtigt werden und bei Ver- theilung des Kaufgeldes gegen die berüd>sichtigten Ansprühe im Range zurü>treten. Diejenigen, wel<he das Eigenthum des GrundstüCs be- anspruhen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Ver- fahrens herbeizuführen, widrigenfalls na< erfolgiem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 17. Juni 1891, Mittags 12 Uhx, an Gerichts- stelle, wie oben, verkündet werden.

Verlin, den 3. April 1891. i

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 52.

[3401]

Nach heute erlassenem, seinem ganzen Inhalt na< dur<h Anschlag an die Gerichtstafel bekannt gemachten Proclam finden zur Zwangsversteigerung der dem Schneider Joachim Heinri<h Christoph Henning zu-

eshriebenen Häuslerei Nr. 1 zu Gagzow mit Zu- ehôr Termine

1) zum Verkaufe na< zuvoriger endliher Regu- lirung der Verkaufs-Bedingungen, fowie zur An- meldung dingliher Rechte an das Grundstü>k und an die zur Immobiliarmasse desselben gehörenden Gegenstände am Donnerstag, deu 2. Juli 1891, Vormittags 11 Uhr,

2) zum Ueberbot am Donnerstag, deu 23. Juli 1891, Vormittags 11 Uhr, im Zimmer Nr. 8 des hiesigen Amtsgerichtsgebäudes statt.

Auslage der Verkaufs-Bedingungen vom 17. Juni 1891 an auf der Gerichtsshreiberei. Kaufliebhabern ist nah vorgängiger Anmeldung bei dem Sequester, Rechtsanwalt Dr. Stichert in Wismar, die Be- sihtigung des Grundstücks mit PPyODe gestattet.

Wismar, den 9. April 1891.

Großherzogliches Amtsgeri{t.

[3388]

In Sachen der Braunschweig - Hannoverschen- Hypothekenbank hier, Klägerin, wider den Bötticher Hans Voges hier, Beklagten, wegen Gestattung der Subhastation, wird, nahdem auf Antrag der Klägerin die Beshlagnahme des dem Beklagten ge- hörigen, Nr. 2350 auf der Kuhstraße hieselbst be- legenen Hauses zum Zwe>e der Zwangsversteigerung dur< Beschluß vom 25. März 1891 verfügt, auch die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche am 26, März 1891 erfolgt is, Termin zur Zwangs- versteigerung auf den 14. Juli 189i, Morgens 10 Uhr, vor Herzoglihem Amtsgerichte, Zimmer

Nr. 39 angesetzt, in welhem die Hypothekgläubiger die Hypothekenbriefe zu überreichen haben.

Brannschweig, 1. April 1891.

Herzoglihes Amtsgericht. VII. A. Heise. [3389]

In dem zur Versteigerung der unter Artikel 86 der Grundsteuermutterrolle von Schötmar einge- tragenen Grundgüter des S<hlossers Fr. Korte da- selbst auf Dienstag, den 9. Juni d. J., Vor- mittags 10 Uhr, angeseßten Termine sind Eigen- thums- und dinglihe Rechte an den Immobilien bei Strafe des Verlustes gegenüber dem neuen Erwerber, ingrossirte Ansprüche unter demselben Rehtsnachtheile und bei Meidurg der Nichtberücksihtigung in dem Vertheilungsverfahren, f\onstige Ansprüche auf ab- gesonderte Befriedigung aus dem Versteigerungserlöfe bei Strafe des Aus\<hlusses anzumelden und zu begründen.

Salzuflen, den 4. April 1891.

Fürstlihes Amtsgericht. II. bheopold.

[3395] Oeffentliche Zustellung.

In dem Verfahren, betreffend die Vertheilung der dur< Zwangsvollstreung gegen den Installateur Eduard Schmitt hier hinterlegten Beträge von 175 M, 112 A 30 S und 87 M. 14 -, ift zur Etiklärung über die vom Gerichte angefertigten Theilungspläne, sowie zur Ausführung der Ver- theilung Termin auf Freitag, den 22, Mai 1891, Vormittags 9 Uhr, vor dem Gr. Amtsgericht bierselbst Zimmer Nr. 13 bestimmt worden. Die Theilungspläne liegen vom 1. Mai 1891 ab auf der Gerichtsschreiberei zur Einsicht der Betheiligten aus.

Zu diesem Termine wird die an unbekannten Orten abwesende Gläubigerin Installateur Eduard Sch mitt Ehefrau, Anna, geb. Corvers auf Anordnung des Gr. Amtsgerichts geladen.

Karlsruhe, 4. April 1891.

W. Frank, Gerichts\chreiber des Gr. Amtsgerichts.

[3380]

Von Frau Anna Thecla, verehel. Männel, geb. Kelch, hier ist das Aufgebotsverfahren zu Kraftlos- erklärung der K. S. 31/2 % Staats\chuldenkassen- {heine vom Iahre 1867 Serie T Nr. 7164, 9536 und 10450 über je 1500 4 und Serie IT Nr. 19104 über 300 46 hier anhängig gemacht worden.

Dresden, den 10. April 1891.

Königl. Amtsgericht, Abth. T h. Heßler. {(3377]

Auf Antrag des Präsidenten des Königlihen Ober- landesgerihts zu Hamm is das Aufgebotsverfahren behufs Rückgabe der Amtskaution des ehemaligen Gerichtsvollziehers von Zweydorff zu Te>klenburg, bestehend aus den Schuldverschreibungen der Preu- ßishen konfolidirten 4°/igen Staatsanleihe von 1880 Litt. E. Nr. 152479 und 152480 über je 300 M zusammen Sechshundert Mark nebst Talon und Zinsscheinen pro 2. Januar 1895 bis 2. Januar 1900 eingeleitet. Diejenigen Gläubiger, wel<he An- sprüche und Re>hte auf jene Kaution geltend machen wollen, werden aufgefordert, solche spätestens in dem bei unterzeichnetem Gerichtam Mittwoch, den 1. Juli 1891, Vormittags 9 Uhr, stattfindenden Auf- gebotstermin anzumelden, widrigenfalls sie ihres An- spruches an die Kaution für verlustig erklärt und an die Person des Schuldners verwiesen werden.

Tecklenburg, den 31. März 1891.

Königliches Amtsgericht.

[63970] Aufgebot.

Das angebli< verloren gegangene Sparkassen- buch Nr. 8118 der hiesigen städt. Sparkasse über 382,06 4, ausgefertigt für Paul Winkler in Eichau, wird auf Antrag des Winkler hiermit auf- geboten. Der Inhaber des Buches wird auf- gefordert, seine Rechte spätestens im Aufgebots- termin den 24. September 1891, Vormittags 10 Uhr, bei uns anzumelden und das Buch vor- zulegen, widrigenfalls dasselbe für kraftlos erklärt wird.

Münsterberg, den 9. Februar 1891.

Königliches Amtsgericht. König.

[64228] _ Aufgebot.

Das Aufgebot folgender verloren gegangener Ab- re<nungsbücher der Sparkasse der Stadt Magdeburg ist von den nachstehend genannten Personen bean- tragt worden :

1) Nr. 55 773 C. über 413,63 Æ, ausgefertigt

für Elisabeth Helmecke, Kind; von deren Vater dem Kaufmann Carl Helme>e zu Magdeburg.

2) Nr. 51 511 B. über 34,87 #4, ausgefertigt

für Meta Marwitz, Kind; von deren Vater, dem Tischlermeister Gustav Marwitz zu Magdeburg.

3) Nr. 65 288 C. über 550,10 M, ausgefertigt für den Stimmenmacer August Gröbke zu Diesdorf, von diesem.

4) Nr. 27 884 C. über 34,06 #, ausgefertigt für den Swhneider Carl Klemann zu Magde- burg, von diesem.

Die Inhaber der Sparkassenbüher werden auf- gefordert, spätestens in dem auf den 18. Sep- tember 1891, Mittags 12 Uhr, vor dem unter- zeihneten Gerichte, Domplaß 9, Zimmer Nr. 1, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzu- melden und die Bücher vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Bücher erfolgen wird. Magdeburg, den 22. Januar 1891.

Königliches Amtsgericht. Abtheilang 6.

[3393] Aufgebot.

Das Sparbu< der Oberlausißer Son Neben-Sparkasse zu Lauban Lätt. D. Nr. 22235 über 315 A 20 S, ausgefertigt für die Wittwe Karoline Lange in Heidegersdorf ist angeblich ver- loren gegangen und soll auf den Antrag der ge- nannten Eigenthümerin behufs neuer Ausfertigung

aufgeboten werden.

Der Inhaber des bezeihneten Sparkassenbuhs wird aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine deu 11. November 1891, Vorm. 10 Uhr, bei dem unterzeihneten Amtsgericht, Zimmer Nr. 4, seine Recbte anzumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben er- folgen wird.

Lauban, den 8. April 1891.

Königliches Amtsgericht.

[562] Aufgebot.

Die verwittwete Geheimräthin Anna Szmula, geb. Cogho, zu Breslau, als Vormünderin ihres Sohnes Edaar Szmula daselbst, hat das Aufgebot des Sparkassenbuhes Nr. 266 der Kreissparkasse zu Zabrze, lautend auf Edgar Szmula in Kl. Zabrze über ult 1890 vorhandene 291,98 M4 Kapital beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 14. Oktober 1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 3, anberaumten Aufgebots- termine seine Re<hte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird

Zabrze, den 25. März 1891.

Königliches Amtsgericht.

[68020]

Lemgo. Im Hypothekenbu<he der Bauerschaft Sommersell sind die folgenden Ingrofssate eingetragen, bezüglih welcher die Schuldner behaupten, daß die betreffende Schuld erlos<hen sei, ohne daß die er- forderlichen Quittungen oder die Originalobligationen beshafft werden können :

1) auf dem Colonate Nr. 13:

a, Darlehn zu 700 Rthlr. = 2100 A, ein- getragen am 4. Januar 1851 für den Konsistorial- sekretär Krohn, m. Bertha Michaelis zu Detmold als Cessionarin,

b. Darlehn zu 500 Rtblr. = 1500 X, ein- getragen am 29. Dezember 1854 für den Amtsafsessor Petri zu Brake und in Folge C-ssion für die Spar- kasse zu Blomberg ;

2) auf dem Colonate Nr. 44:

Darlehn zu 100 Rthlr. = 300 #, eingetragen am 29, Mai 1867 für Emilie Franks zu Blomenstein ;

3) auf dem Colonate Nr. 49:

Vermögensantheile der 7 Kinder des weil, Neu- wohners Friedri<h Meier, laut Protokolls vom 22. Januar 1868, im Betrage von 308 Rthlr. = 924 M;

4) auf dem Colonate Nr. 62:

Darlehn zu 1200 M, eingetragen am 16, Oktober 1880 für die Gebrüder Heinri<h und Hermann Hart- mann in Barntrup ;

5) auf den Grundftücken des Postsekretärs

Marten in Lemgo:

Darlehn zu 540 #, eingetragen am 24. Januar 1876 für Caroline und Wilhelm Mise zu Sommersell, jeßt Wilhelm Mische daselbst;

6) auf das Colonat Wienekemeier Nr. 6 : zu Nothekuhle ist am 14. Juli 1868 für die Vormünder der Kinder weil. Colon Poblmeier zu Holstenhöfen, Amts Blom- berg, ein Larlehn von 700 Rthlr. = 2100 A cin- getragen und soll die darüber lautende Obligation an die Wittwe Leibzü<hterin Häger zu Sibbentrup abgetreten sein, ohne daß eine geri<tli< oder notariell beglaubigte Quittung und Cessionsurkunde beigebracht werden kann.

Auf Grund des $ 17 des Einführung8geseßes zum Gesetze über den Eigenthumserwerb an Grundstücken U. f w. und zur Grundbuhordnung vom 27, Juli 1882, fowie auf Antrag der Schuldner bezw. jeßigen Gläubiger werden biermit Alle, welhe aus obigen Ingrofsaten Rechte herleiten wollen, aufgefordert, solhe spätestens in dem auf Dienstag den 29. September 1891, Vormittags 9 Uhr, an hiesiger Gerichtsftelle angeseßten Termine anzumelden und zu begründen, widrigenfalls sie mit ihren An- sprüchen auêges{<lossen, die Urkunden für kraftlos erklärt und die Ingrofjate gelöscht werden sollen. Zuglei<h werden alle niht vorgeladenen Personen, welche vermeinen, daß ihnen an einem Grundstü>e in der Bauershaft Sommersell das Eigenthum, ein das Eigenthum beschränkendes oder ein anderes dinglihes Recht zustehe, hiermit aufgefordert, diese Rechte behufs Eintragung in das Grundbuch unter genauer Bezeichnung derselben, unter Angabe eines bestimmten Geldbetrages und der beanspruchten Rangordnung sowie unter Beifügung der Bewe is- mittel spätestens in dem oben angesetzten Termin hier anzumelden.

Von der Armeldungspfliht sind diejenigen frei, denen eine besondere Benachrichtigung Über die ge- \chehene Anerkennung thres Rechts bereits zugegangen oder deren Reht nah dem 1. Auguft 1884 eîin- getragen ist. Die Unterlassung der Anmeldung hat den Rechts- nahhtheil zur Folge, daß bei Hypotheken das Recht aus der Ingrofssation verloren gent und Eigenthums - re<te oder sonstige dinglide Rechte Dritten gegen- über, wel<he innerhalb der Aus\chlußfrist ihre Rechte angemeldet haben, oder welche im redlihen Glauben an die Richtigkeit des Grundbuchs das Grundstück oder Rechte an demselben erworben haben, nicht geltend gema<ht werden können. Eine Wieder- cinseßung in dea vorigen Stand gegen den Ablauf der geseßlihen Frist findet nicht statt. Piit dem Ablauf derselben am 29. September 1891 treten das Eigenthumserwerbsgeseß und die Grund- buchordnung vom 27, Juli 1882 in der Bauerschaft Sommersell in vollem Umfange in Kraft. Die bis- herigen Hypothekenbü{er werden alsdann ges<hlessen. Lemgo, den 25. Februar 1891.

Fürstlihes Amtsgericht. II.

Brandes,

[3391] Aufgebot. :

I. Der S(whreiner A Meier zu Freienhagen als eingetragener Eigenthümer der im Artikel 67 Grundbuchs von Freienhagen aufgeführten Immobilien hat, um die Löschung der auf einem Theil dieses Grundbesißes ruhenden Hypothek von 247 Mark „Restkaufgeld zu Gunsten der Gemeinde Freienhagen“

gekommenen Kaufbriefs vom 29, August 1881 be- antragt.

II. Der Tagelöhner Heinri<h Harseim zu Freien- hagen als eingetragener Eigenthümer der im Artikel 82 Grundbuchs von Freienhagen aufgeführten Immobilien hat, um die Löschung der auf diesem Grundbesiß ruhenden Hypotheken von

a. 25 Thlr. Pfennigmeistereis<huld zu Gunsten L Pfennigmeisterei in Freienhagen (Abthl. III

t, 1) b. 30 Thlr. Darlehen zu Gunsten der Stadt Freienhagen (Abthl. TI1 Nr. 6) herbeiführen zu können, das Aufgebot der über diese Posten ausgestellten, abhanden gekommenen Urkunden zu a, Protokoll vom 24. November 1832, zu b. Urfunde vom 18. April 1848 beantragt. M 2 Unter Stattgebung dieser Anträge ist Aufgebots- termin auf Dienstag, den 21. Juli d. J., Vor- mittags 10 Uhr, anberaumt, zu wel<hem die In- haber der verloren gegangenen Urkunden und alle fonstigen Berechtigten aufgefordert werden, ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigen- fals die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird. Arolsen, 9. April 1891. Fürstlihes Amtsgeriht. Abthl. Il. Bode.

[3385] Aufgebot.

Der frühere A>erbürger Julius Rode zu Greifenberg in Pommern hat darauf angetragen, den in dem Grundbuch von den Ae>ern der Stadt Greifenberg Band Ÿ Blatt 241/246 eingetragenen Wiesen- und A>ergrund in dem Nedatzer Holz Kartenblatt 3 Nr. 107, 108, 110 zu einer Größe von 1 ha 75 a 40 Om behufs Erlangung des Aus\chlußurtheils gegen unbekannte Realprätendenten zum Zwecke der Besitztitelberihtigung öffentli aufzubieten.

Als Eigenthümer der vorbezeihneten Grundstü>ke sind eingetragen die Tagelöhner Johann Carl August Würdig'’shen Eheleute zu Rensekow. Alis angebli< alleinige Erbin der Würdig'schen Cheleute hatZ angebli< die verehelihte Kossäth Friedrich Lindemann, Augustine, geb. Würdig, zu Wiésbu das Eigenthum der qu. Grundstü>ke erlangt. Von den Friedri Lindemannschen Eheleuten hat der Ader- bürger Friedci Rode zu Greifenberg die Grund- stü>e dur notariellen Vertrag vom 6. April 1859 erworben und Friedri<h Rode wiederum hat die Grundstücke an seinen Sohn, den Antragsteller dur< notariellen Vertrag vom 6. April 1865 veräußert und übergeben. ;

Alle diejenigen, wel<he Ansprüche und Rechte auf die bezeihneten Grundstüke zu haben glauben, werden hierdur< aufgefordert, sol<he innerhalb dreier Monate, {pätestens aber in dem vor dem Königlichen Amtsgericht hierselbst am 10. Juli 1891, Mittags 12 Uhr anstehenden Termine anzumelden und zu bescheinigen, widrigenfalls die fi< Nichtmeldenden mit ihren Ansprüchen und Rechten auf die Grund- stü>de ausges{lossen werden und die Eintragung des Besitztitels für den Antragsteller erfolgen wird.

Greifenberg in Pommern, den 12. März 1891,

(L. 8) Königliches Amtsgericht.

S

Jonas. [3396] Bekanntmachung.

Die verwittwete Kutscher. Iosefa Rana, geb. Baron, zu Neisse, der Droschkenbesißer Johann Baron zu Breslau, die Köchin Hedwig Baron zu Neisse haben das Aufgebot über das A>kerstü>k von 69 a 20 qm, wel<es in der Grundsteuermutterrolle von Nüßdorf, Kartenblatt 1, Flächenabschnitt Nr. 44 mit einem Reinertrage von 3,25 Thaler, im Grund- bu<h von Nüßdorf aber nicht verzeichnet steht, be- hufs Anlegung eines Grundbuchblatts für das be- zeichnete Ackerstü>k als legitimirte Erben des am 12. Dezember 1890 zu Nüßdorf verstorbenen Häuslers Jacob Baron, der das bezeihnete A>kerftü> nah Bescheinigung des Gemeindevorstands circa 40 Jahre, wie ein Eigenthümer, besessen hat, beantragt.

Die unbekannten Eigenthümer dieses Akerstü>s8 werden aufgefordert, ihre Ansprüche spätestens im Aufgebotstermin am 11. Juni 1891, Vor- mittags 8 Uhr, anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen auf das bezeihnete A>erstü> werden ausgeschlossen und ein GrundbuWblatt für die Aen über das Ackerstü>k würde angelegt werden. Friedland O/S., den 4, April 18891. Königliches Amtsgericht.

[3375] Aufgebot. Behuf Ausbau des Mittelweges hat die hiesige Stadtgemeinde von dem, den Erben des Kaufmanns Johann Franz Ladwig Hermann Querner hieselbst gehörigen, Blatt 1V Nr. 25 des Feldrisses Hagen zwischen der Hamburgerstraße und dem Mittelwege belegenen Grundstü>ke zu 87 a 9 qm eine Theilflähe von 38 qm, auf dem eingereihten Lageplane mit nopqn umschrieben, im Wege der Expropriation erworben und ist die Entschädigung der Expropriaten auf 10 M für den qm, mithin auf insgesammt 380 A6 festgeseßt. Zur Auszahlung dieser Entschädigung is auf An- trag des hiesigen Stadtmagistrats Termin auf den 16. Juni 1891, Morgens 11 Uhr, vor Herzog- lihem Amtsgerichte hieselbst, Auguststraße 6, Zim- mer 37 angeseßt, zu welhem die Realberectigten unter dem Rechtsnahtheile damit vorgeladen werden, daß sie im Falle ihres Nichtersheinens mit ihren Ansprüchen an das Entschädigungskapital ausge- \{hlofsen werden. Braunschweig, 7. April 1891.

Herzogliches Amtsgericht. FVIII.

Schwarzenberg.

[3379]} Aufgebot. Auf Antrag der Gebrüder Karl und Max Maier wird deren Bruder Mathias Maier von Laiz, welcher seit dem Jahre 1851 mit unbekanntem Aufent- halte abwesend ist, aufgefordert si< spätestens im Aufgebotstermin am 4. April 1892, Vormittags 10 Uhx, bei dem unterzeichneten Gerichte zu melden, widrigenfalls seine Todeserklärung erfolgt.

(Abthl. 111 Nr. 5) herbeiführen zu können, das Auf-

gebot des über diese Post ausgestellte und abhanden

Sigmaringen, den 4. April 1891. Königliches Amtsgericht.