1891 / 90 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Abg. v. RauGbaupt: Durch die Oeffentlichkeit der Gemeinde- ] versammlängen werde die Turbulenz wieder berbeigeführt werden, be man tur< Einseßung der Gemeindevertretungen aus der Ge- ndeversammlurg babe entfernen wollen. Es würde vielleicht fogar gut sein, dur Ortsstatut die Oeffentlichkeit auch für die Gemreinde- vertretung auszus<hließen. Denn es fehlten vielfaw die genügenden Lokale für solhe Versammlurgen. Wenn die Oeffentlichkeit der Gemeindevertretungen nit auëgeslossen werde, dann könnten sich | Elemente einfinden, wel<he man fern halten wolle. Redner beantragt, dur< Orts\tatut festzustellen, wann die Sißungen der Gemeinde- vertretungen öffentli) ez

Minister des Jnnern Herrfurth: | T

Ih glaube es als felbstve ständlih bezci&nen zu müssen, daf,

wenn das Lokal, in wel&em kie Gemeindevertretunz oder Gemöèeinde- ) - £5111 dor nur aortnaen R117 E andes M

tagt, Zelnen oder Nur geringen Naum [ur andere Pt:

versammlung d | | ¡zur Gemeindeversammlung oder

C ul

sonen als diejenigen hat, welhe eben

Gemeindevertretung gehören, daun über dicse Beschränkung hinaus überbaupt Zuhörer nicht zugelassen werden dürfen. Das findet überall j ine thatsäblihe Grenze. Ih habe bereits ge-

r C F

Itatt, das T Ce L ; S R S j N pa M1 agt, gegen den Untrag des U0og D Kostrn

r A „C4! 4 a E » dab Dio (R nber besondere Bestimmung des $. 42 bestande, daz die Semetndever}amni- Ga

Neubarth würde tw, wenn nt>t die

D 3 G 5°, 2 T COpotio Nor T tao A S Â

lung es in der Hand haft, Kreise der Gemeindeangehörtgen Tot] » 71 T: t v 4 041,

von der Theilnahme an Gemeinderc<t auszusließen, x P L 0D en Ur tall }R »

fein Wedenkei DavcI roe UND vrinzipieüe Bes

4 í C ä G 2 do G denten aber ube O 9 den itra des Aba. von Mal 917 Nori lbe Of » Ra - >45 Oe:Fentlicbk 4 Kaud VAaupPt., 4 /CLILLUC Gli ù i, L Li Lit = [C23 c ] c E

T in° ; Ta Dao I NTMTI Gon ey T P der Gemeindevertretung als Regel auë]Mlteßen und Ne nur M h

Y r Taf 71 7 5 C \rtättat: (F F tre Sf aus eise zulassen will dur Wrisitatuk (L TontiLUtit die G e L L A 5 a his ¿Af derd Tyectdatitt 118 Sache nit eininal o, daß die Hkeit dur< Ortsftatut aus- 2 S - L S N D A T Ar e pr Nor "1 Aner 1 S 090! o “T agon e<lofssen werden kann, fondern das geheime Tagen Gab da E O E 8 der evertrelung ais ncgel anteben, Ne dem muy 1 (Uuv A G E Lana H Ss; e ijen Crwagut C egentreten. (Bravo: tin Centrum > L on ganz ftreiden T Y exe Da 2 nd Al e UtigUueder 1n p Sant n 4 A ¿ er rt aud no<

) ADeT ¡Ler Jrl

N Y 1 1 remdT Jl 3 U / C r tr t. Satt v P 4d unang enchm etn, ne (Peilert?ii.) s r dto (Rorern ot Bs ) die Wetneiridès Fon Tos uten Gelegenheit rAltr Ppiiren D E en Kom: on8- Der M4 At D UDU V dot Navas T etjen PAras I n od rit (F; M apt +57 ¡LUL a bil Li D l 16 11 L Z A 2 S tdor Ht Unt 115 7 p et letldet!it ni(71 upt tin einer op opt Qalftutnag 4 L veranderten Vailtung Cu uient OTCIIER

s , E y ah» dio Nortammlung Pabe 017 ANTTIUITI L Ui

R Sten (Dra S

L e 4 ar 2

7 R etwas Anderes Lia Ar «Ali Lb

vertretung zu.

Die Abgg. Dr. vo on Bismarc> bean ertretung“ einzufüge ‘erner soll über die V vertretung entscheiden. „Strafe“ einzufügen weise“, Auch das unent)>@ } 2; meindevertretungen soll strafbar sein. |

Aba, von Bismar>È befürwortet den Antrag Heyde-

hen 5

N d p S C

CLortohunat- CAbT S UngaS-

Minister des Innern Herrfurth:

Meine Herren! Ih will ce‘en Antrag geltend maden. Ich bemerke, t a1 dem Zuständigkeitsgesetz, wo Übe vertretung derartige Regulative mich aus dem Wortlaut des A wegen des Ausbleibens a1

mon S nuAaAR î , J - ort l Lon 2 wegen ordnungswidrigen Benehmens in derselben die F5T

t Tf ero al A . N 09 rio } estgestellt werden soll, babe i< Bedenken gzgen diesen Antrag

Nur eins möchte i no< bemerken. Das uns<ône Wort „be- ist grundsäßlih in der Regierungsvorlage weggelassen worden ; denn die\@ Wort, für welhes wir früher das no< uns{<öner „resprektive“ gebrauchten, paßt nit, weil die Beziehung fchlt, un j lb gruntsäßlih in dem Entwurf entweder „und® oder „oder“ gesagt worden oder es ift, wo diese beiden Bezeichnungen nicht passen, eine Klammer gesetzt worden, und dürfte es dieser Redaktions- methode entspre<en, wenn auch hier anstalt „beziehungéweise die Ge- meindeversammlung“ gefeßt würde: „(Gemeindeversammlung)".

_ Abg. von Strombe> erklärt sih gegen eine lange Aus- schließung von Gemeindevertretern, die das ihnen übertragene Mandat wahrzunehmen hätten,

Abg. Freiherr von Huene glaubt, daß diese Aus- \<hließungen nit willkürlich, sondern nur aus guten Gründen erfolgen würden.

Abg. von Bismar> e

AnEr io NASTIDCL

o

Lr d

Hierauf wird der Paragraph mit dem Antrage von Bismar> angenommen.

Nach $. 113 soll zur Gültigkeit der Veräußerung von Grundstü>en erforderlih sein die einmalige Bekanntmachung dur< die für amtlihe Bekanntmahungen vorgeschriebenen Blätter oder dur< ein anderes im Kreise ersheinendes Blatt.

Abg. Boh beantragt, die Vekannimachungen dur< das Kreis- blatt erfolgen zu laßen.

Abg. Freiherr von Huene ist damit cinverstanden, spricht aber den Wuns aus, daß die Kreiétblätter mit politishem Inhalt, die so viel Unheil angerihiet hätten, vers{Wroinden mößten, daß an threr Stelle Blätter nur für amtlihe Bekanntmachungen ausgegeben

würden. |

Der Antrag Boht wird angenommen. Der K&, Abschnitt handelt vom Gemeindehaushalî. Absay 1-—4 des $. 117 beantragen die Abgg. von Rauchhaupt und Gen. folgendermaßen zu fassen: Ueber alle Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde muß ein

% Vor!(rift angelegtes Gemeinderebnungsbu<h geführt werden.

o V c S Ry T, Q A 58 A LENPI M4 2295 Nav > Dur Beichluß des Kretöaus]>(u})es fann einzelnen Gemeinden die E D 14

R N L M S l E O D ÎR L Die Aufstellung dieses Voranschlages kann auf etne tete von C É Ss F L 4 D I A D a L DE Ss Ch a Ls q es F » Zaren, 1cdod) nicht UVer etne Drei Aa gc Q CULr binaus, aul Be- L (R : »>vî An r 11079 e s 4 R , Marm hl {luß der Genieindéeverjsamimniung erfolen, T den YVoran]Miag L Ly 7,1 E L S E 1 f T t. M ap q1e8 » find alle Einnahmen und Äudgaden, wage N im Boraus ver- A s nÎd ar C. f . ans<lagen laffen, aufzunehmen. D J Lf - a >52 Sa M8 h - T A5 c Lal a8 n Absatz d, der bestimmt, daß Ausgaben, wel$e außerhalb des D. D , r Iw) of I 0 1

2

M «s T 79>: x Pre So 3 Ara S) 5 9 A 4 Norans(lages geleistet werden sellen oder Über deren Verwendung c > R „f F «c e) T4 AY 5 + M ov f l 1242 20 - besondere Beschlußfassung vorbehalten ist, sowie Uebers@reitungen des 2 Tage R MASK e 4 Gonceh p (BSomoindeyeri (1 Boranschlages der vorHe 1 Genchtaigung der Gemeindeversammintng Som otniDeortreiung) on ivo bean tyr Abz Bohtz das Mort (Gemetndevèer!relung) Deoutfell, CANTLaII Mod QDOUD, nv 2DO F e 2 Y A „vorherigen* zu streih

Absatz 6, welcher lautet:

D Ur C E Pa Na aan (Game iinas Dur Beschluß des Kreiauut]cqu}ies Tann einzelnen Wemeinden C I H 00 T M rana o N n anol nton K Ls SeilieBßuing eines Voraniälages namMgeialjen tverden, weni deren T r

L

erbältnisse dies unbedenklich er\<zinen lassen, S beantragen die Abgg. von Rauchhaupt und Geno)jen zu streichen.

(

N S) 1

2 y P 7 44 S T i y s A A , > vorstebern eiwas verlange, was hc nic

Minister des Jnnern Herrsurth:

‘de die Vedenken t exaGhten, wenn man

i C ls » unvrha 375498 M U T F L V t. T af igkeit der „vorherigen® Genehmigung die Bedeutung bet- y : ) 4

O Gavron bit lb.

Togo mnlts Nan pg - útLr T {08 nebmit 111 legen wolle, daß eine na(Irag Wee Weceneymtgung n ; al 5 P8508 Ò TF1 E R D SE ist aber keineswegs der Fall, jo: 8 1!

Q I

C R nohm tung nur 2eibro Inv e Tp ene0rtitzung nur auß8ael|pro>cen : Wer

, Ten In (Dae eili 10A. Ss A 4

er „vorherigen fell d der Gameindevorsteher dur re<tzzitige Ein- g sihern, und er thut gut, sh vorzusehen, ni@t ganz ser, ob er die Genehmigung nahträgli< er- be gema@t hat und die Gemeinde ist er möglicherweise persôn- tiger Mann wird er der Regel er Etatssumme nit auskommt, einberufen und um die um die er die Summe des

‘eiten zu müssen meiat, Natürlich können eilize,

414+ -117 Pillen,

4 g E ea a s D Gerebitnigung des Kostenbetrages

E 6915207 42 PEE. , ted T S T 5549 01195 mmnen, wo cs niht möglich ist, die Semeinde- v No Hl tTtr 414. 4 S A L p n Beschlußfassung zusammen zu derusen. Yenn a Tala At N Lv. Mean h v 5 des Falls die Mehr-Au8gabe eine so zwe>- enebmigung nicht versagt werden kann, da ist es Tor S E S nol d E L offen, daß die Genebmigung nahträglih ein-

der in dem Gesch geörau@t

ma GTE A aus lte

jede Gemeinde I A5 544 P T F Polen und Weft-

in jedem anderen

rage stehen, aber

, s gen Frage, unsercs Gemeinde- reénunaëweens und Gemeindebaushalts durhaus ni<t unter- \<äut werden Tar Die Differenz zwishezen der Regierungsvorlage

L 3

und dem Antrage y i Rauchkaupt möchte ih so firiren, daß ih sage: die rlage will die Aufstellung des Etats als Regel, die Unterlassung derselben als Ausnahme; Hr. von

> J Raucbhauvt will die Unterlassung eines Vorans{lags als Rege Aufstellung als Auênabme. Einverstanden f ir dari

: C

i ç L N TRES C o af me cintreten soll, der Kreizauë

t

f, 4A

A 4 br

+

v

l c s c S D c Tre 4

Nun, meine Herren, gebe ih meinerseits davon aus, daß das Materielle des Etats bei jeder Gemcinde eigertlih niemals unter- bleiben kann, nämli die Ueberlegung dessen: was werden wir im nächsten Jahre einnchmen? was werden wir im nächsten Jahre aus-

zugeben haben ? jeder Gemeindevorsteher, eizencn Beutel machen; er muß

Diese Ueberlegung des Materieüen des Etats muß sogar jeder Gemeindere<hner für seinen sagen: wieviel hast du

in diesen Jahre an Steuern, qn Zinsen, ain Renten ¡u zahlen? was für sonstige Ausgaben zu bestreiten? wo kriegst Du as Geld ber, jene Au?gaben zu bestreiten, und wenn die De>ungs8$- mittel feblen, welhe Auszaben mußt Du unterlassen ? Ieder Se-

meindere<ner macht nasbträglih die für den Etat erforderlichen s als er bei Aufstellung der Gemeinderehnurg die

Autgaben fklassifizirt; denn damit würde doch Hr. von Rauchhaupt cin, werin ihm eine Gemeinderehnung vorgelegt autete kurz und bündig: Vom 1. April 1890 bis 31, März 1891 sind eingenommen 1200 H, in diesem Zeitraum find ausgegeben 1150 # bleibt Bestand 50 6, sondern 8 wird \pezifizirt werden müssen gerade in der von Hrn. von Rauchhaupt bezeihneten Art: Sc@ulzenlohn, Nachtwäwterlohn, Spritzen-, Wege- Ausgaben, Armenkosten. Wenn der Rechner das macht, rwoird er h sofort überlegen: wie wird das im näßhsten Jahre sich gestalten ? Und enn er si< diese Frage beantwortet, dann hat

r

18e

er den Etat fertig, indem. ec die Summen abgerundet n oen Glut andere Verhältnisse

einseßzt. Treten aber x

È erseyt auf den Wunsch des Ministers das Wort „beziehungsweise“ in seinem Antrage dur<h eine

Klammer.

ein, so wird er berechnen: wieviel bedarf i? Man muß {ih do | selbstverständlich vorher überlegen, wieviel Steuern werden im nâdsten

Jahre aufgebra<ht werden müssen? Daß plößlih einmal der Fall eintreten kann, daß der Etatsansay nicht reiht, verstcht si< von slb; wenn besondere Verhältnisse eintreten, dann muß eine Nah- tragsfsteuer erhoben werden, und deshalb brau<ht auG ni>t glei ein Nachtrags-Etat gemacht zu werden. Sodann hat der Etat eine große Bedeutung für den Gemeindevorsteher scikst und kommt der Stellung desselben zu Gute; sobald der Voranschlag von der Ge- meindevertretung festgestellt ist, hat der Gemeindevorstieher freie Hand, innerhalb des Etats Ausgaben zu maten und Anweisungen zu erlassen, während er, wenn kein Etat da ist, in jedem einzelnen Fall die Genehmigung einholen muß, oder er läuft Gefahr, wenn er die Genchmigung niht re<tzeitig einhelt, si späterhin einem persönlichen Regreßanspru< auszuseßen. Jch habe hier au< eine praktishe Erfahrung; es sind jetzt beinahe 30 Jahre her, feit ih die Instruktion für das Rechnungs-Kassen- und Etatswefen für den Regierungsbezirk Arnsberg aufgestellt und die Einführung derselLen geregelt habe. Ih habe der Sahe ein besonderes Interesse zuges

1 Siegen fo kleine Gemeinden,

wendet; es giebt dort z. B. im Kreise wie wir sie in der Provinz Sa(sen kaun haben. Nebenbei c 2 l 2 Aa a4 4. 19A 74 ; q A mt nt dan tue, E M Der

Regierungs - Präsidenten davon die Rede, daß in einem Theile von Sadlsen bestehen, ]

1E Go:17 8 M ri pute- C bay JUDeSITLO Z/CCTIEDUL I De

ellung cines Voransc:lags

e D rx E " LRA es E -“

durGaus praftis<h und zwe>mäßig ist, und ledigli aus diejem praî- T R C Ada » L Cl di A apiere (R tiïchen Grunde empfehle i Ibnen die Regierungévorlage.

g. Zelle: Bei allen Verwaltungen sei die Aufstellung cines Etats die Regel, und er bitte, au bier bei dieser Regel sichen zu bleiten. Auch für den Ant:ag Bob werde er nit stimmen, denn er iönne in der Aufre(terhaltung des Wertes „vorberigen“ keine Sc<wierigkteiten sehen.

Abg. Freiherr von Huene befürworiet die Annahme der « gierunasvorlage, au< im Hiabli>k auf die Einführung des kollezialen Geméeinadeverstandes.

j npfiehit glei{hfalls die Aufre{terhaltung vorlaz3?; die Élcinen Gemeinden, wo die Aufitelung

5 :

d is L Regierung® d de Etats Shwierigkeiten maßen würde, werde der Kreisautshuß ohne Weiteres davon entbinden

Hierauf werden

7

\ ; den die Anträge von Rauchhaupt und Bohy abgelehnt und dec Paragraph unverändert an- genommen.

Nach $. 118 hat ver Kreisaus\huß die Revision dér Gemeinderechnungen vorzunehmen.

Die Abgg. Boht und Freiherr von Richthofen de- antragen, statt dessen mit der Nevision den Vorsi Kreisgusschusses zu betrauen.

Aba, Freiherr von Richthofen (Jauer) befürwortet den 2 ( wel<her den Zwe> habe, diz Bureauarbeiten der Mitgliedek des Kreis- auss\<usses nit zu vermehren,

Minister des Jnnern Herrsurth:

Der leite Absaß bai ni<ht in der Regierungsvorlage gestanden, sondern ist von der Kommison beigefügt worden, und, wenn ih mich der Motive der Antragsteller re<t entsinne, so wurde darauf Wert.) gelegt, da ni<! im Bureau des Landraths, sondern im Kreisauss{<uß diese Reviñon cinzelner Gemcinderenungen erfolgen folle, J lege einen besonderen Werth auf die Ablehnung des Antrags der

Herren Abgg. Bohy und von Richthofen das will i von vorn

T berein fazen ; ih

A 5 A “4 Lo r V ; + Staats unter der in den Geseßzen vorgejehenen Mitwirfung des D U R C Q a Mh x T Kreisauss<Gusses von dem Landrath als Vorfißenden ausgeübt

( \ ausdrücli< den Kreizaus\huß hineinzubringen, und ih we:ß nicht, ob

20

es niet vielleiht do< zwe>mäßig wäre, die Möglichkeit zu schaffen, daß einzelnen Mitgliedern des Krei8aus\<husses die Revision der Rech-

nungen sol<er Gemeinden, mit deren Verhältnissen fe näher bekannt irckt übcrtragen würde, ebenso, daß bei ciwaigen prinzipiellen Fragen der Kreisausschuß als Plenum die Enischei-

; ç 3 / 70 Cv 1 T4 N 4 Lid cine Ausgabe gereätfertigt fei oder nicht.

L Y : E E Ma C desbalb obwohl ih prinzipiell einen Widec]pru> i!

ill eine Verbesserung des Kommissionsbeshlusses in

der Antrag Bobh zu

Iren werde. Für die A

n die Revision dec

sein, und er bitte unt

Abg. Freiherr von YHuene

meint, daß @ m L B v e D N A ciner Vermebrung der Arbriten des La l Mitglieder des Krei8aus]{<ujjes wer temeindere<nung eine schr nüßlie Arbeit

i: L (4 J r c Ublehrun 1

D » = e-n V

Ÿ r g des Antrages.

Nbg Freiherr von Richthofen glaubt, daß es |< hier rur “S Ic : 1 s 6 R : «nto Do M 45° um re&nerishe Arbeiten handeie, ¿vele der Bureaubcamte des Vor- sitzenden sehr gut wende versehen konnea.

e S

Nach kurzer Erwiderung des Abg. von Huene wird Antrag Boh abgelehnt und der Paragraph in Kommissionsfassung angenommen. : -

Der dritte Titel: Selbständige Gutsbezirke (S8. 120 bis 125) wird ohne Debatte erledigt.

Um 31/2 Uhr wird die weitere Berathung vertagt.

Q T3

RerLffentlihungen des Kaiserli@en V: i | vom 14 Abr hat folgenden Snoalt: Scundbeitsstand. Volkskrankheiten in der Berichtswoche, Influenza in Ctina. Sanitätswesen des Regierungsbezirks Potédam 1836/88. Sterbefälle in deutschen Städten mit 40000 und mehr Eiunrooßuern, Desal, in größeren Städten des Auslandes, Erkrankungen

in Berliner Krankenhäusern. -—— Desgl, in deutshen Scadt- Und Landbezirken. Aus dein 25, Jahresbericht des Sanitätsieamten het | der Regierung von Indien 1888. Aus dem 24. und 25. Jahres» bericht des Gesundheitsbeamten der Präsidentschaft Bombay, 1887 und 1888, Witterung. Thierseuhen. Rinderpest în Rußland

fundbe

1890 4, Biertellaht Desgl, in der Türkei. Meedizinalgeseß= gebung u. \. w. (Preußen. Regierungsbezirk Posen.) Berhütung der Tuberkulose. Nahrungëmittel verkehr. Fleishuntersu ungen. (Oesterrei: Ungarn. Schweiz.) Thierfeuchen. Nebereinfommen. (Oefterreih.) Desgl. Ausführungsbvestimmungen. Parai’sche Arzneizubereitungen. (Nieder-Ocsterreich,) Gei! eskranke, Pump- brunnen. (Vöhmen.) Waschanstalten. (Triest.) Anste>dende Krankheiten in Schulen. Berichterstattung über Infektionso franfdeiten. (Vereinigte Staaten von Amerika.) Gepökeltes Schweinefleish und Spe>. (Honskong.) Wasserversorgung. Rechisprehuug. (Landgeriht Müthausen i. E.) BYerfälschung von Wein und Verkauf des]elben als „Lümschweiler Wein“.

E

Zweite Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staais

„2 9O. Berlin, Donnerstag, den 16. April

4

Auzeiger.

ei Act a:

äFadessen hat au< der landwirth\s<haftlihen und kleingewerblihen Bevölkerung das Berichtsjahr eine Enttäushung bereitet und troß der reihen Ernte und des hohen Standes der Viehpreise nit eine derartige Besserung erbra<t, wie erwartet worden war; erst in den Wochen des Berichtsjahres wurde eine Belebung des fühlbar, von der man erfahrungs-

b: übrigens da günstigen Wirkungen einer guten Ernte sh auf eine ne

Deutsches Neich.

NaMweilunga

| der Einnahme an We(selstempelsteuer im Deutshen Reih für die Zeit vom 1. April 1890 bis zum Schluß des Monats März 1891, let etten

5 E S E D 7 Z ä S s 5 T Konsums

1. _— 3, 4. : D. 0, gemäß die

E E E a Reibe von Wionaten vertheilen hoffen durfte, daf bis 3; ; : ; Einnahme in dem- n 1890/91 T R A EREN E l P 918 zum Einnahme Hierzu Einnahme selben Zeitraum I / Frühjahr und den nächsten Ernteaussihten andauern werde. Im Allge»

j j meinen ist in den Thalorten, wo Fabriken bestehen, der Absaß und

März 1891. (Spalte 4) weniger die Bezahlung befriedigend; in reinen Bauerngegenden unseres Bezirks

: i | dagegen beides gleih shwierig. Mehr und mehr tritt au im Kleinverkebr

M. A M. A A. A M. e) M P die E A 4 Fabrikbetriebs für den Konsum und Geldumlauf hervor, i to8 entlt S A M N

G Qs \ S | | Dies macht s namentli an aufstrebenden Vrten in der Umgebung

I. Im Reihs-Postgebiet. | | | | Stuttgarts geltend. So berichtet z. B. der Gewerbeverein

in den Zusammen

Vormonaten

Ober-Post-Direktions-Bezirke, im Monat des Vorjahres + mehr

1 4 +

Da, E) 123 (82 | (0 135 127 | 70 123 360 | 60 | +4 11767 | 10 | Böblingen, daß das dorlige mililere Und Kleingewerbe D O 4 032 | 90 39/5992 | (0 43 565 | 60 429 895 | 90 | GRO 70 18900 E ber Mangel an Arbeit und Umsas zu V 7 896 | 20 89 103 | 95 97 000 | 15 4913 80 | 4 2786| 35 klagen, au< einen immerhin befriedigenden Verdienst er- D S 79111 | 20 916 262 | 80 988 374 | JOSIDOG O 4 2987 95 zielt habe, was ni<ht mehr wie früher hauptsäcli<h der E E A9 60 A |10 47 670 | 70 438800 | V0 E 4219| 80 landwirthschaftlichen Umgebung, sondera der mehr und mehr am Orte O) a O Ee [80 Ta O | 80 75 053 | | +— 925862 | 80 | selbst si< entwi>elnden Industrie zu verdanken [et fte gebe vielen C N O29 | 60 80 680 | 90 88 210 | 40 S404 O f 360 25 Leuten Verdienst, die vordem kaum Arbeit finden konnten, und habe D 1768 | 60 16917 | 10 18 685 | 70 17019 | 40 | + 1666 | 30 | außerdem weitere Beamte und Arbeiter in die Stadt gezogen, deren D S069 90 49237 00 B40 20 4ST S0 -— B20 Konsum belebend auf das Erwerbsleben einwirke, Die etwa vor- M0) Bona. 9 672 | 60 STIOT | 0 33 780 | 30 33582 | 30 + S handene unbehaglihe Stimmung und Unlust hat ihren Grund nicht L 15 829 | 30 156 180 | 80 172 010 | 10 S O D etwa in * dauernden Verlusten am Nationalkapital, sondern in De 9 091 | 50 95 880 | 50 T4 OOOB2 O S 5919 | 30 den abnormen Widersprüchhen des vorjährigen Geschäftsganges I 5 390 | 30 61 388 | 60 66 778 | 90 58 609 | 230 | 4 81869 | 60 | und in dem "Umstande, daÿ diese LePkeren [ür vor- 1a 1099 O 1OGO2E 0 184 519 | 185 842 | 10 | 1323 | 109 | übergehende Verdienstminderung, wel<he aber nun [hon seit länger als De 8975 | 10 95 996 | 70 Od O7 80 O O E I O 50 einem Jahrzehnt obherrs<ht, eine weitere Verschär'ung dur die I 12219 | 20 143020 | 155 245 | 20 14CO2O O E S290 allgemeine Steigerung von Lohn und Materialpreis erbraht haben. E SAE O0 677868 | 10 A090 G O O0 10 Irgendwelhe Zeihen einer dauernden, nahbaltigen Wendung zum O, 8 322 | 50 89 667 | 20 97 989 | 70 S8 939 | 30 | + 9050 40 | Sülehtern sind 1890 nit hervorgetreten. Auf die baldige Wieder- N M 3088 | 40 26682 | 8 99 720 | 70 95 645 | 20 | + 4075 50 | kehr der Unternehmungsluft und günstigeren Marktstimmung weist der L Ne N 5 647 | 10 57 010 | 62 657 | 10 O SOI 800 70 über das Resultat des Jahres 1889 hinaus8gewachsene Eisenbahn- 21 Arnsberg E 15 090 | 30 182 147 90 197 238 | 20 20202) O) 0284 68 verkehr, die au<h 1890 unternommenen Betriebserweiterungen, und 22 Kassel S „9714 | 70 61535 | 30 67 250 | CUSBO O E D 30 andererseits die verhältnißmäßig geringe Zahl der Zwangsver- Zan 31881 | 80 348 378 30 380 260 | 10 O 2G O f 29193 | 90 steigerungen hin. 24) A 16 802 | 40 176 (02 | 40 Io O0 189 619 | 4 0900 | 80 26) A S S : 90 L S 50 87 607 | 90 655 | 30 3048 | 30 i 3633 | 80 5422 | 90 49 056 | 70 46 545 | 90 2 510 | 80 C: E L 0 R S E Se N Trier S 1860 | 80 20154 22014 | 80 215 I F Co Wie der „Frkf. Ztg." aus Mainz geschrieben wird, haben am D 401220 163198 | 30 T0 | 00 0 DED | 00 -—— dato) O) Montag în der Rheinishen Brauerei zu Weisenau fast 2 49200 [20 482 941 | 70 595 146 | 90 508 896 | S0 168320 | 60 | sammtlide Braut 4 (n dey Bal, die Arbeit nicderaclegt D E 19 765 | 80 230118 | 45 249 884 | 25 240 348 | 20 | + 9536 | 05 | nur einige verheirathete Leute haben sih an dem Ausstand nicht be- 32) O G8 90 69 922 | 10 76080 A SO E 647 | 20 theiligt. Als Grund des Ausftandes wird angegebe !, daß si die / 33) Darmstadt E 13 090 | 60 180 088 | 10 14818 | (0 139 53 +— 8639 | 70 Brauer weigern, des Sonntags länger als se<8s Stunden ohne be- Mei 9512 | 60 SHOST P88 33 793 | 95 SO S O5 O O sondere Entscädigung zu arbeiten, Sie verlangen pro Stunde eine D 3 669 | 10 37 850 | 30 41519 | 40 A O 2 O Lohnzahlung von 50 F; ein anderes Gebot der Direktion der er 5 956 | 20 60926 | 30 1 66 882 50 59 423 60 | + 7458 90 | Brauerei wurde nit angenommen. 37) U N 1s) 2/0) O) 216098 | 60 234 383 | T0 O 3240 0 __ In Mannheim haben, wie dasselbe Blait mittheilt, sämmt- 39) D 78 606 | 70 837 683 | 10 916 289 | 80 O O O Sd [O lihe Former der Ofenfabrik von Esch u. Co. am Dienstag wegen

Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt.

Q U Telegra man Veo 0 Die Mengen

Gewerkschaften hatten in voriger Woche beschlossen, die Mais

550 639 | 50 + 304 458 | 35 feier am Sonntag, 3. Mai, dur einen Umzug nach dem benach- barten Jsraelsdorf zu begehen, Wie der „Eisenbahnztg.“ aus zu-

C97 | 80 4519 | 90

0000 | 00 205 853 | 80 39 237 | 40 Ae [00

Ca A0 188 419 | 10

Ser 90 S O0

A 3 125

6 855 097 | 85

C

Se 561 657 | 6 293 440 | 85

T Saucen O O0 634 $45 | 80 689 964 | 90 666 302 | 20 | + 23662 | 70 | bverlässiger Quelle mitgetheilt wird, wurde dieser Umzug voa der o Sur; 21 410 | 30 250 085 | 45 971 495 | 75 275 320 | 40 | 3824 | 65 | Polizei genehmigt. ; n Die Sta E POe In Offenburg hat, wie der „Vorwärts“ E E P E E E ; ; i erichtet, zum Arbeiterfeste am 3. Mai dtîe Landwirthschaftliche MCVerbaUE 638 186 | 40 So 10 O0 S O0 7492 262 | 10 +- 324 296 | 40 Halle zur Verfüzung gestellt. Die Vbrbereilinan L Berlin, im April 1831. | E N i s Haupt-Buhhalterei des Reichs-Schaßzamts __ In Rochlitz ist, wie dem „Dr, Un gesMrieben ird, in der Bieter Schöttler schen Cigarrenfabrik seit Montag die Arbeit ein- gestelt worden. Die Arbeiter, deren Gesammtzahl 43 beträgt R dur L in der Fabrikation bezüg- . N i< ihres Lohnes in Zukunft zu kurz zu kommen und verlangte r ts, allen Gebieten cinen unerwarteten Rüks{<lag und mit Ausnahme | unter Androhung eines Strikes E EORUNA, O N

Entscheidungen des NeichLgerih

err : i c : E etwa der Handelsmühlen, der Maschinen-Industrie, der Fabrikati ohnende Besitzer der Fabrik nicht gewillt w G E

Die falshe Abgabe einer eidesstattlihen Versicherung | funf 6 E s De _Mc Gen Industri ; tr Fabrikation wohnende Besißer der Fabrik nicht gewillt war, auf die Forderungen

in einem Schriftstü>k hat, na einem Urtheile des Reichsgericts R L S Handels mit Getreide, Sprit, | der Arbeiter einzugehen, kündigte er, und so ift an dem erwähnten

[I. Strafsenats, vom 5. Dezember 1890, die Bestrafung Destentgen elen, Indigo u. |. w. wohl allseitige Enttäushungen. Der | Tage der Betrieb ni<ht wieder aufgerommen worden. Mehrere

C S Unteriet , die Destrafung VeLsentgen, | Umschwung kündigte sich zuerst naturgemäß an der Börse an: an | Arbeiter haben die Stadt verlassen

welcher dieses Schriftstück unterzeichnet hat, wegen fahr! e v Sihe der Courstreiberei batte O n R R; N 24g E ; Lt

falsher Abgabe der Versi®erung aus $8. 163, 165 Straf-Geseyz- er Spige der ourstreiberei hatten die Mortanwerthe gestanden, Wie dem „Vorwärts“ aus Leipzig, 14. April, geschrieben wird, L D h H E bei ihnen vollzog si< au zuerst Ende Februar 1890 die | haben auf dem benahbarten Rittergut Böhlen die Mägde

S:

O d V I “3 L S 20 S

- P _ je) e S

( 8 zur Folge Zen iele s Grid aar ntd oT fo / è E N E : O Aue E Bat E e L A O Reaktion. Die empfindliche Ernüchterung, voa welher die frühere | die Arbeit eingestellt. Sie verlangen denselben Lohn wie die : s s E C E E sanguinishe Ueberschätung dieser tonangebenden Effekten betroffen | s<hlesishen Arbeiterinnen, sowie eine Hinausschiebung des Anfangs der

Statistik und Volkswirthschast.

Zu den deuts<-österrei<his<en Handelsvertrags- Verhandlungen.

Nachdem bereits eine Reihe industrieller Vereinigungen, wie der Verein zur Wahrung der Interessen der <hemishen Industrie, der l Deutsche Brauerbund, der Verein der deuts<hen Tabackfabrikanten h u. A. gegen die von dem „Centralverband deutscher Zis dustrieller" veröffentlihte Erklärung, daß die deutshe Industrie lieber auf den Abs<hluß des deutsch - österreichischen Handelsvertrages zu verzihten, als in cine Herab- seßung der landwirthschaftli<ßen Zölle zu willigen geneigt fei, ent- {chieden Protest cingelegt haben, hat nunmehr au der Vorstand des l Nereins Berliner Groß - Destillateure an die Neichs- | den Versolg der sogen. „Ueberproduktion“ interessant zu beobachten, regierung eine Eingabe gerichtet, in welcher er dersclben für die Be- | daß auch im Vorjahr die Produktion ungeachtet oder genauer in mühungen um das Zustandekommen des Handelsvertrages dankt und Folge der S<hmälerung des Nußens und der Erhöhung der Pro- seiner Mißbilligung über das Vorgehcn des zur Vertretung der deut- duktionskosten, wie sie mit der Vertheuerung der wichtigsten Betriebs- schen Industrie in keiner Weise berufenen „Centralverbandes“ Aus- und Rohmaterialien gegeben war, nur in wenigen Branchen ein- dru giebt. geschränkt wurde. Jn verschiedenen Industrien suchte man die vor- E handenen Betriebseinrihtungen thunlichst auszunußen und durch Export nah Nord-Amerika. Verbesserungen und Ergänzungen auf den höchstmöglichen Grad Nah der „Nat. Ztg.“ hat der Export aus Norddeutschland nah | der Leistungsfähigkeit zu bringen, audererseits nahm man zahl- den Vereinigten Staaten im er sten Quartal d. I. um 2 439 869 Doll. | reiche, mitunter beträhtlibe Erweiterungen der bestehenden oder rund 10 Millionen Mark abgenommen. Anlagen vor. Daraus erklärt es sich, daß die weitverzweigte Maschinen-Industrie fast der einzige Fabrikation8zweig ist, der | Das Wirthschaftsjahr 1890. auch auf das Jahr 1890 mit Befriedigung zurückschauen kann; (be- Die Darlegungen der Handels- und Gewerbekammer zu | merkenswerth is, daß fast allein nur diese Industriegruppe in der Stuttgart über das Wirthschaftsjahr 1890 weisen im Eingange | Gründungsthätigkeit keinen Rückgang aufweist: 1890 wurde in darauf hin, daß das Jahr 1890 einen guten Anlauf nahm, sodaß

rung enthält. j worden war, hatte auch für die Course der Industrie- und Staats- | Arbeitszeit von fünf auf se<s Uhr.

Naw $. 366 Z. 7 des Strafgeseßbu<hs ist das Werfen mit papiere größere Einbußen im Gefolge. Von der Börje verpflanzte _ Die Bedingungen, auf wel<e hin in Braunschweig die Steinen oder anderen harten Körvern oder Unrath auf Menschen, auf | si die Baissestceömung zunächst auf die hinaufgeshraubten Eisen- | Einigung ¿wishen den Brauergehülfen und dem Verein Pferde 2c. als Uebertretung zu bestrafen. Jn Bezug auf diese Be- | preise und auf die Wollbranche, sodann im Zusammenhang mit | B'rauns<w eiger Bierbrauereien erfolgt ist, sind na< dem stimmung hat das Reichsgeriht, I. Strafsenat, dur Urtheil vom | den Befürchtungen vor der drobenden Mac Kinley - Bill und | „Vorwärts“ die folgenden: Vom 1. Mai d. I. ‘ab wird in den 5, Februar 1891, ausgesprochen, daß unter den Begriff Unratb ni<t | mit der reichen Baumwollernte auf die gesammte Textil- Brauns@weiger Brauereien die zehnstündige Arbeitszeit einge- nur ekelerregende Gegenstände, sondern überhaupt Gegenstände industrie. Damit verlor die fortshreitende Erhöhung der Roh- | führt. Sonn- und Festtags werden 4 Stunden gearbeitet und für vollen fallen, wel<he geeignet sind zu verunreinigen, wie beispielsweise materialpreise und die steigende Konjunktur ihren Boden. | Arbeitstag gerehnet. Die Ueberstunden werden den Brauern mit 304 und frif< gemishter Kalk, Erde, Farbstoffe. Für das Resultat des Geschästsjabres war hauptsächlich die Er- | den Arbeitern mit 20 4 pro Stunde vergütet. Vorderburschen und

edigung der \<wierigen Aufgabe: die Steigerung der Arbeitslöhne, Personal im Sudhause, welche ein höheres Einkommen haben, sowie des Feuerungêmaterials, der Roh- und Hülfsstoffe au im Verkaufs- | dur Nebenbezüge besser gestelt sind, sind nit mit einbegriffen, Etwaige preis zur entsprewenden Geltung zu bringen, entscheidend gewesen Mißstände Betreffs der Schlafräume sollen beseitigt werden. Politische Die Versuche hierzu konnten bei dem geschilderten Geschäftsgang fast | und gewerkschaftlißhe Gewisjensfreiheit wird jedem Arbeilnehmer keinem Industriezweige gelingen. In kurzer Zeit stellte das wirth- | zugesichert. : schaftliche Leben, unter dem Zeichen der Muthlosigkeit und rü>läufigen Hier in Berlin ftand jüngst in einer Vergolderversamm- Konjunktur, ein Bild voller Gegensäße dar: steigenden | lun g wieder der Bericht des Strike:Comitès auf der Tagesordnung. Geldwerth und Bankdiskont, aber au< hohe Koblenpreise und hohe Nach demselben sind, wie wir dem „Vorwärts“ entnehmen, neue Ver- Arbeitslöhne; ferner zugleih langsames Fallen der Preise für Roh- | handlungen mit den Meistern angeknüpft worden, die theilweise von material und fertige Waare, aber dessenungeachtet Fortseßung der Grfolg gekrönt waren. So ist man bei Hrn, Ruthenberg, unter- Betciebserweiterungen; endlih eine reihe Ernte und troßdem keine tüßt von den in dieser Fabrik no< beschäftigten Kollegen, dahin vor- Verbilligung der Lebenshaltung. Zu diesem Verlauf hat die Arbeiter- | stellig geworden, daß ' eine Verständigung do im Interesse beider agitation, welche zugleich mit der dur die Lebensmitteltheuerung | Theile liegen dürfte. Die Verhandlungen haben zur Folge gehabt hervorgerufenen Lohnbeweg ung nebenherging, au ihren Theil beîi- daß Ov. Ruthenberg nunmehr tie strikenden Arbeiter unter getragen (in Süddeutschland allerdings weniger als in Norddeutschland). | den alten WVeoitgqunaen wieder in Urbeib stellte nur Was den Verlauf des Geschäftsganges betrifft, so ist es zunähst für | daß der Preis für Barockkanten auf 70 und 75 Pfennige festgeseßt wurde. Auch Hr. August Werkmeister habe si bereit erklärt, seine früheren Arbeiter allmählich wieder einstellen zu wollen doch sollte auf gewisse Nummern von Leisten eine Reduktion des bis- herigen Akkordlohncs herbeigeführt werden. Dies fei von den Be- theiligten zugestanden worden und demzufolge seien bereits wieder zehn Gehülfen in Beschäftigung genommen. Es seien daher in der letzten Woche nur no< neunzehn Strikende, niht verheirathete, zu unterstüßen gewesen. F y Wie ein Woiff {es Telegramm aus Brüssel mittheilt, hat sih der „Chronique“ zufolge gestern ein Syndikat der Kohlen- grubenbesißer zum Zwe>ke der Abwehr unberechtigter Forderungen der Arbeiter gebildet. Aus Paris meldet ein Wolff {hes Telegramm vom heutigen Tage: Das Comité für die Organisirung der Arbeiter- fundgebung am 1, Mai bes<hloß, um seinen revolutionären Charafter darzuthun, an das Parlament keine Abordnung aus Paris zu entsenden und die Genossen in den Departements aufzufordern in gleiher Weise zu verfahren.

j 1 i l Deutshland ein Aktienkapital von 55 Millionen Mark L Viele an eine Periode weiteren na<haltigen Aufs<wungs glaubten. | gegen 42 Millionen Mark in 1889, 18 in 1885, 6 Millionen b Aber ungeachtet der friedlichen politischen Lage und der reihen Ernte, Mark in 1887 im Maschinenbau angelegt), Was die welche die gute Stimmung an si unterstüßte und die Kauf- und Lage der Landwirths<aft anbelangtk, so hat si dieselbe Konsumtionsfähigkeit belebte, erbrahte das zweite Halbjahr fast auf ! nah einer Reihe ungünstiger Jahre entschieden wieder gehoben.