1911 / 46 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

A

Frau Böhm - van Endert; Papagena: Frau drei Damen: die Damen Prlaichinger, Kurt, drei Genien: die Damen Easton, Rothaufer, Ober;

Herr Knüpfer; Pamino: Herr Berger; Papageno:

Monostatos: Herr Lieban; Sprecher : Herr Bach- mann; Priester: Herr Philipp. Dirigent ist der Generalmusikdirektor Dr. Muck.

Im Könitglihen Schauspielhause werden morgen „Die Räuber" von Schiller gegeben. Den Karl Moor spielt zum ersten Male Herr Koch, den Franz Herr Ernst N vom Schillertheater in Berlin als Gast, die Amalia Frau Willig. Außerdem sind die Herren Eggeling, Vallentin, Gode, Mannstädt, Platen, Schroth, Werrack, Hoffmann, Boettcher, Zeisler und Eichholz beschäftigt. Die Borstellung beginnt um 7 Uhr. \

Die Ausgabe der Abonnementsb illette für den Monat März 1911 zu 29 Opern- und 29 Schauspielvorstellungen in den Königlichen Theatern findet am 25. und 27. d. M. von 102 bis 1 Ühr Vormittags in der Königlichen Theaterhauptkasse (im Königlichen Schausptelhause, Eingang Jägerstraße), und zwar nur gegen Vorlegung des Abonnementsvertrags, statt. Es werden am 95. Februar die Billette zum 1. Rang und Parkett und am 97. Februar diejenigen zum 2. Rang bezw. Balkon und 3. Rang bezw. 2. Balkon verabfolgt. Die Billette zum 1. Nang und den Fremdenlogen für die 47. Abonnementsvorstellung (im Königlichen Opernhause) werden hierbei in Anrehnung gebraht. Gleichzeitig wird ersucht, den Geldbetrag abgezählt bereit zu halten.

Im Deutschen T heater ist unter der Leitung des Musik- direktors Karl Nipkow ein Gesangschor gegründet worden, der bereits im „Faust“, I1. Teil, tätig sein und an den weiteren großen Klassiker- aufführungen des Deutschen Theaters teilnehmen wird. Der Chor- direktor Karl Nipkow nimmt \chriftlihe Meldungen stimmbegabter Herren und Damen, die in diesen Chor eintreten und in den Auf- führungen des Deutschen Theaters mitwirken wollen, entgegen.

Für das Neue Schauspielhaus hat der Direktor Halm Paul Apels Traumspiel „Hans Sonnenstößers Höllenfahrt“ erworben, das unlängst am Höftheater zu Dresden mit großem Erfolg seine Feuer- probe bestanden hat. : E

In der Volk soper findet am Freitag statt der Erstaufführung von James Nothsteins „FJasmin“, die wegen Unpäßlichkeit des Trägers einer Hauptpartie auf nächste Woche vershoben werden muß, die dritte Aufführung von Wendlands und Schotts Einakter „Das kluge Felleisen“ statt. Hierauf folgt Verdis „Troubadour“, mit Herrn Augs. Bockmann als Manrico.

Pamina:

Sfkilondz ; Padilla ;

Artôt-de Goege; Sarastro: Herr Hoffmann ;

Mannigfaltiges. Berlin, 22. Februar 1911.

Amtlich wird gemeldet, daß infolge heftiger Schneestürme, insbesondere in der Naht vom 20. zum 21. d. M., in den nah Westen und Südwesten verlaufenden Telegraphenlinien umfangreihe Störungen eingetreten find, die voraussichtlih eine erhebliche Verzögerung der Telegramme nach Rheinland, West- falen, Süddeutschland, Frankrei, Belgien, der Schweiz und Italien zur Folge haben werden.

in Norddeutschland im Monat SFanuar 1911 berihtet das Königlih preußishe Meteorologische Snstitut auf Grund der angestellten Beobachtungen: Bet im Osten trübem und nieders{lagsreiherem, im Westen mehr trockenem Wetter war der Januar im Gesamtdurchschnitt für das ganze Gebiet milde, wenngleid zwischen den einzelnen Landesteilen niht unbeträchtliche Temyperaturunterschiede herrshten. Rechts der Elbe, in Mitteldeutsch- land sowie im Südwesten war leichter Frost vorherrshend. Auch bestand hier eine etwa den halben Monat hindurch oder länger an- haltende Schneedecke. In Masuren und in den Gebirgen lag während des ganzen Monats Schnee. Im Nordwesten dagegen beschränkten sich das Frostwetter und die Schneedecke auf wenige Tage. Der Abweichung nah war cs im Norden und Osten bis zu warm, im Südwesten dagegen bis 11° zu falt. Ein Temperaturminimum von weniger als 15° fam nur auf der Schneekoppe (— 20,0 9) vor; weniger als 10° wurden an zahlreichen Orten rechts der Elbe und im Süd- westen beobahtet. Die Sonnenscheindauer war im Osten zu klein, im Westen aber etwas größer, als es dem langjährigen Durchschnitt

Ueber die Witterung

E, Äk ¿ 8 Uhr: Königliche Schauspiele. Donnerstag: Opern- haus. 52. Abonnementsvorstellung. Dienst und Frei- pläße find aufgehoben. Die Zauberflöte. Oper in vier Aften von Wolfgang Amadeus Mozart. Tert von Emanuel Schikaneder. Neueinrihtung für die Königliche Oper. Musikalische Leitung: Herr General- musikdirektor Dr. Muck. Anfang 75 Uhr. Schauspielhaus. 54. Abonnementsvorstellung. Die Räuber. Ein Schauspiel in fünf Aufzügen von Schiller. Negie: Herr Regisseur Patry. (Franz:

Tiefland.

Neues Schauspielhaus. Donnerstag, Abends

Freitag: Die Fledermaus. Sonnabend: Die BohSème. S

Modernes Theater. (Königgräßer Str.57/58.)

entspriht. Auffallend gering war dieselbe im Innern der Stadt Berlin Während sie in der Umgebung mit 33 Stunden annähernd der normalen (38) entsprach, wurde in der Stadt nur etwa die Hälfte (17 Stunden, also nur 7 9/9 der möglichen Dauer) verzeichnet. Es ist dies als eine Folge. dex stärkeren Nebelbildung anzusehen, die an windstillen Tagen durch . die Rauchentwiklung begünstigt wird. Die Niederschläge Abertrafes die normalen Werte fast nur im Osten; in Oberschlesien fiel steléinweise mehr als das Doppelte des lang- jährigen Durchschnittes, dagegen in der Gegend des Habichtswaldes nur etwa der fünfte Teil desselben. Die Niederschlagéverteilung war eine recht gleihmäßige. Der größere Teil Norddeutschlands hatte zwishen 25 und 50, das westlihe Binnenland, einige Striche von Meklenburg, Brandenburg und der Altmark sowie kleinere versprengte Teile des Ostens sogar weniger als 25 mm. Ueber 50 mm wurden in den Gebirgen, in weiterer Verbreitung auch in Schlesien und an der ostdeutshen Küste, ferner in kleineren Gebieten des östlihen Brandenburgs, westlichen Posens und Schleswig-Holsteins beobachtet. Ueber 75 bis nahe an 150 mm fielen nur in den höher gelegenen Teilen Schlesiens, besonders in den Sudeten. Beachtens- wert erscheint der Umstand, daß die Niederschläge im Nordwesten fast aus\{ließlich in Form von MNegen fielen, während in ODst- und Mitteldeutshland mehrfach auch stärkere Schneefälle stattfanden, o insbesondere vom 5. bis 7. Januar im mittleren Norddeutschland, in den leßten Monatstagen im Nordosten. Die seit Ende Dezember lagernde Schneedecke erfuhr somit sehr bald eine wesentlihe Zunahme, sodaß vielfah Schneehöhen von mehr als 10 em in der Gbene beobachtet wurden. Die \eit der Monatsmitte erfolgte Schneeshmelze hielt ver- einzelt bis zum 25. oder 26. an. In den Tagen vom 25. bis 28. war es fast überall regnerisch. Am 9., als es auf weiten Gebieten bei einer Temperatur von unter regnete, fand verbreitete starke Glatteisbildung statt. Für die Witterung des Januar war stark wech{selnder Luftdruck bezeichnend. Die im Süden oder Osten Europas lagernden Hochdruckgebiete bedingten allerdings für den Osten und die sich westwärts anschließenden Teile des Binnenlandes während der ersten Monatshälfte meist Frostwetter. Seit etwa dem 16. Januar aber wurde das Hochdruckgebiet unter dem Einfluß tiefer Depressionen im Norden Europas immer weiter nah Süden zurückgedrängt, so daß stark auffrishende westliche Winde die Oberhand gewannen und besonders am 19. sehr mildes Wetter bedingten. Als aber vom hohen Nordwesten her ein neues Hochdruckgebiet {nell über Norddeutshland hinwegzog, sank in der Beit vom 22. bis zum 24. oder 25. die Temperatur abermals unter den Gefrierpunkt, worauf mit dem Zurückweichen des barometrischen Maximums nach Süden und dem Auftreten neuer Depressionen im Norden wieder drei sehr milde Tage folgten. Ein anfangs über Skandinavien, später über Mitteleuropa selbst gelegenes Hochdruck- gebiet bewirkte in den leßten Monatstagen erneute starke Abkühlung und Frostwetter.

Während des SIahres 1910 sind 1783 Ehejubiläums- medaillen verliehen worden; davon entfallen auf die Provinzen : Ostpreußen 30, Westpreußen 40, Brandenburg 241, Pommern 85, Posen 71, S(lesien 122, Sachsen 210, Schleswig - Holstein 118, Hannover 225, Westfalen 176, Hessen-Nassau 123, Rheinprovinz 340 und den Regterungsbezirk Sigmaringen 2. 1356 Ehepaare gehörten der evangelischen, 337 der katholishen, 40 der mosfaishen, 14 der reformierten Konfession und 3 anderen Neligionsgemeinschaften an; 33 Iubelyaare lebten in gemishter Che. 16 Paare erhielten die Medaille mit der Zahl „60“, 4 mit der Zahl 65" und 1 Paar mit Der Zal ¿(O

F

Heute vormittag 11} Uhr fand auf dem Matthäikirhhofe die Beiseßung der sterblihen Hülle des Staatsministers, Ober- präsidenten Freiherrn von der Necke von der Horst statt. Einem Wunsche der Familie entsprehend, waren Behörden offiziell bei der Feier niht vertreten. In der Halle versammelten sch, wie „W. T. B.“ berichtet, mit der Familie des Verstorbenen eine Offiziers- deputation des 2. Gardedragonerregiments, Offiziere des 153. In- fanterieregiments, der Staatsminister a. D. von Moeller u. A. Nach einleitendem Gesang des Domchors hielt der Generalsuperintendent D. Koehler etne Ansprahe. Der Sarg wurde von Unteroffizieren des 2. Gardedragonerregiments zur Gruft getragen.

Die Gesellschaft für den Bau Wrightscher Fly

maschinen erläßt eine Herausforderung an die Fabrikanten und

Führer sämtlicher anderen Flugzeugarten zu einem Wett fampf. Sie will demjenigen Flieger, der bei windigem Wett», einen Flug von zwei Runden auf dem Flu gplag JFohannisthal ausführt, ohne daß unmittelbar vorher oder na pt eines der dortigen Wrightflugzeuge dieselbe Leistung vollbringt 1000 6 zahlen. Der Wettkampf soll an den Wochentagen zwischen dem 5. und dem 15. März, Nachmittags zwischen 3 und 5 Uhr, t getragen werden, sofern die Windstärke mindestens 8 m beträgt, 5 inessen am offiziellen Windmesser des Flugplaßzes. Zwischen den beiten Flügen darf keine größere Pause als 15 Minuten liegen. ét

Der Schillertheater-Ball, der alljährlih die Abonnente, und Freunde des Schillertheaters zu einem Fest zusammenführt, findet diesmal am Sonnabend, den 4. März, in den gesamten Näumen ded Neuen Königlichen Operntheaters statt. Um dem diesjährige Balle einen besonderen Neiz zu verlethen, foll er, im Gegensaß Y den bekannten Bällen der „Bösen Buben“, Ra als ein fröblide „Fest der artigen Kinder“ darstellen. Selbstverständlich ist de Eintritt auch im Gesellschaft8anzug gestattet. WVon Mitgliedern det Schillerbühnen wird eine Aufführung der Haydnschen Kindersymphonh mit einem etwa 30 Mann starken Orchester stattfinden. Eintritts, farten sind in den Billettabteilungen beider Scwhillertheater und N Warenhause A. Wertheim (für Abonnenten 1,50 S, für Nidit,

abonnenten 3 M) zu haben.

Krakau, 21. Februar. (W. T. B.) Der gestern vormittag hz einer Windgeschwindigkeit von 100 km in der Stunde in Bitter, feld mit dem Leutnant Knoerzer als Führer und drei Mitfahrey aufgestiegene Ballon „Nordhausen“ ist in den Karpathey glüdcklich gelandet (vgl. Nr. 44 d. Bl.). E

Moskau, 22. Februar (W. T. B.) Infolge der Revision des Senators Garin sind auf Befehl des Kaisers zwei Generale 51 Offiziere und aht Beamte des Intendanturressorti dem Militärbezirksgericht überwiesen worden. Î

Irbit (Gouy. Perm), 22. Februar. (W. T. B.) Die Pel; händler haben ee den Präsidenten dès Ministerrat telegraphisch um ein Verbot des Zobelfanges während zweier Jahre zu bitten. Nur hierdurch könne der Ausrottung des Zobel; vorgebeugt werden. :

(W. T. B.) Infolge Sturmes auf dem Schwarzen Meere ist der englishe Damyfer „Adriana", mit Kornladung, auf eine Untiefe geraten. Zwi Dampfer sind von der Landungsstelle gerissen worden: der Damvfer „Lowmoor“ ist leck geworden und gesunken. Der griechi\{e Dampfer „Alexander Mechalinos8* ist auf den Strand ge raten; zwei Matrosen sind ertrunken. Einige Wagen der Uferbahn find mit den Schienen ins Wasser ge\pÜült worden,

Kopenhagen, 21. Februar. (W. T. B.) Auf Veranlassung der „Gymnastishen Gesellschaft“ wird im Juli in Odense auf Fünen ein internationaler Kongreß für körperlide Erziehung abgehalten werden. Der dänishe Ministerpräsiden fowie der Kultusminister und der Minister des Innern haben ver \prochen, Ehrenvorsitzende des Kongresses zu fein, während der früher Kriegsminister Generalmajor V. H. O. Madsen den Vorsiß über nommen hat.

Christiansund, 21. Februar. (W. T. B.) Während de

Orkans find gestern abend drei Fisherboote gesunken, wobi

elf Mann ertrunken find. Ein Boot wird vermißt.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der E!

l e Zweiten und Dritten Beilage.)

F 5 Lage:

Freitag und folgende

schaft.

Alt-Heidelberg. : B —— Freitag: Das kleine Schokoladenmüädchen. Sonnabend: Das kleine Schokoladeumädchen.

Abenteuer. Schwank fn und Armont. Freitag

Abenteuer.

und folgende

Polnische Wirt-

Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof E Friedrihstr.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Hippolytes

Komische Oper. Donnerstag, Abends 8 Uhr:

drei Akten

Tage:

Pirkus Schumann. Donnerstag, Abends 7} Ubr Original Perezoff-Trupþpe, 2 Damen 5 Herre, in ihrer Szene: Ein Souper bei Maxim. - Heros, Kraftjougleur. Antonet und Gro, die Urkomischen. Troika, geritten von Hern Karl Heß. Direktor Albert Schumaun mi seinen neuesten Kreationen, sowie: die übrige! neuen Attraktionen. Um 94 Uhr: Der groß! Coup der Shmuggler. Große romantih Pantomime.

von Nancey Hippolytes

Dirkus Busch. Donnerstag, Abends 74 Ub Große Galavorstellung. Neu: Mif Sereit

Herr Ernst Legal vom Schillertheater als Gast.) Anfang 7 Uhr.

Freitag: Opernhaus. 53. Abonnementsvorstellung. (Gewöhnlihe Preise.) La Traviata. (Vio- letta.) Over in vier Akten von Giuseppe Verdi. (Fräulein Jenny Dufau von Mailand als Gast.) Anfang 74 Uhr.

Schauspielhaus. 55. Abonnementsvorstellung. Ein Schritt vom Wege. Lustspiel in vier Aufzügen von Ernst Wichert. Anfang 7 Uhr.

Neues Operntheater. Sonntag, Nachmittags 23 Uhr: Auf Allerhöchsten Befehl: Neunte Vor- stellung für die Berliner Arbeiterschaft : Zopf und Schwert. Lustspiel in fünf Aufzügen von Karl Gußkow. (Die Billette werden durch die Sentralftele für Volkswohlfahrt nur an Arbeiter- vereine, Fabriken usw. abgegeben. Ein Verkauf an einzelne Personen findet nicht statt.)

Deutsches Theater. Donnerstag, Abends7# Uhr: Othello.

Freitag: Faust.

Sonnabend: Don Carlos.

Kammerspiele.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Zum 25. Male: Lanzelot.

Freitag: Der Riese.

Sonnabend : Lanzelot.

Berliner Theater. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Bummelstudeuten. Posse mit Gesang und Tanz in fünf Bildern nah E. Pohl und H. Wilkens. Musik von Conradi.

Freitag: Bummelstudenten.

Sonnabend, Nachmittags 34 Uhr: Nathan der Weise. Abends: Bummelstudenten.

Lessingtheater. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Einsame Menschen.

Freitag: Zum 25. Male: Die Ratten.

Sonnabend, Abends 74 Uhr: Zum ersten Male: Die Kinder. Komödie in drei Akten von Her-

Schillertheater. @. (Wallnertheater.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Kaiser. Eine Tragödie in fünf Akten von Hans von Kahlenberg und Hans Olden.

Freitag: Das Urbild des Tartüff.

Sonnabend: Zum ersten Male: Ein Gatte.

Charlottenburg. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Nathan der Weise. Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen von G. E. Lessing.

Freitag: Wallensteins Lager. Piccolomini.

Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg. Abends: Maria uud Mag- dalena.

idealer

Hierauf: Die

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Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstr. 12.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Die lustige Witwe. Operette in drei Akten von v Léon und Leo Stein. Musik von Franz Lehäár.

Freitag und Sonnabend: Die lustige Witwe.

Lustspielhaus. (Friedrichstr. 236.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Das Objekt. Eine Anwaltsgroteske in 3 Akten von Fri Selten.

Freitag: Meyers.

Sonnabend : Meyers.

Residenztheater. (Direktion : Richard Alexander.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Pariser Menu. Orei Gänge von Georges Feydeau und Veber-Abric.

Freitag und folgende Tage: Pariser Meuu.

Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Polnische Wirtschaft. Schwank mit Gesang und Tanz in drei Akten von Kraaß und Okonkowsky, bearbeitet von J. Kren. Gesangsterte von Alfred Schönfeld, Musik von

mann Bahr.

J. Gilbert.

Donnerstag, Abends 84 Uhr: Der Feldherrnhügel. Schnurre în drei Akten von Roda Roda und RNoßler.

Freitag und folgende Tage: Der

hügel.

Feldherru-

Konzerte. Königl. Hochschule für Musik. Donners-

tag, Abends 8 Uhr: 1. Brahms-Liederabend (im Abonnement) von Ludwig Wülluer. Am Klavier: Coenraad V. Bos.

Philharmonie. Donnerstag, Abends 8 Uhr: 4. Winterkonzert des Berliner Lehrergesang- vereins. Dirigent: Prof. Felix Schmidt. Mitw. : RIOIOINs Waghalter und Walter Meyer- Radon.

Singakademie. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Konzert von Marta Milinowski (Klavier) mit dem Philharmouischeu Orchester, Dirigent: Dr. Erust Kunwald.

Saal Bechstein. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Konzert von Anna Bohm (Klavier) und Helen Millar (Gesang). Am Klavier: Otto Bake.

Beethoven-Saal. Donnerstag, Abends 8 Uhr: 2. Liederabend von Jlona K. Durigo. Am Klavier: Prof. Robert Kahn.

Nlísithner-Baal. Donnerstag, Abends 8 Uhr: S, großer symphonischer Musfikabend des Berliner Konzertvereins mit dem BVlüthner-

Nord, Tauchkünstlerin. Käti Sandwina, Lad! Herkules. Neu: Die Bradnas, Jongleu mit Keulen und Hüten. Gastspiel des Hern Direktor Pierre Althoff und Frau Direkto! Adele Althoff mit ihren hervorragendsten Freihel® dressuren. Fräulein Marta Mohnke, S1 reiterin. Reiterfamilie Frediano. 3 Gebr. Fratelliuis, urkom. Clowns. Um 9 Ut Die neue Ausstattungs8pantomime „Armin (Die Hermanuschlacht).

UNASRRU S: QS N U IAEK U ORPO E S C S A

Familiennachrichten. Verlobt: Frl. Elisabeth Stach von Golgbei mit Hrn. Nittergutsbesizer Joachim von Gla?

(Sporwitten—Sacherau, Kr. Fishhaufen, H!

z. Zt. Balga).

Berehelicht: Hr. Leutnant Arthur Bernstor} mit Sigrid Gräfin Hamilton nover—Stocholm). A

Geboren: Ein Sohn: Albrecht F199 von Waldenfels (Berlin - Schöneberg). W Maschinenfabrikanten Gustav Kindt (Nad Nußl.). Eine Tochter: Hrn. Ferdinand H (Domäne Zilly).

Gestorben: Hr. Geheimer Baurat a. D. 202 Groptus (Berlin). Dr. G

Gra] v!

(Ya!

Hrn.

T „tf Mail! U

i Hr. Justizrai Lr. L Marcuse (Berlin). Hr. Professor Paul A

Direktor der Köntgl. Kunstshule (Berlin). 7

Hr. Julius Baron von Buhl gen. SQUE penning von der Oye-Großkörpen (Großl uns

chimm&®

Verantwortlicher Redakteur : Direktor Dr. Tyrol in Charlottenbut#

Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin

Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verla) Anstalt Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. Jd

Acht Beilagen (eins{ließlich Börsen-Beilage).

Orchester. Dirigent: Joseph Stransky.

Neichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Mittwoch, den 22. Februar

Koloniales.

Aus Deutsch -Adamaua im Schutgebiet Kamerun.

Die Leiter der Nesidentur Adamaua und ihre Organe sind seit Ginrihtung der deutschen Verwaltung eifrig dahin tätig gewesen unsere Kenntnis über Land und Leute des ihnen unterstellten Bezirks zu erweitern. Der derzeitige Resident, Hauypt- mann Strümpell hat, unterstüßt von mehreren anderen Offizieren, ein vergleichendes Wörterbuch über 29 Sprachen der heidnischen Cingeborenen angelegt, welches Fachleute als wissen- p A c " M 1 ! n B fchaftlides Material von höchstem Werte bezeihnet haben. In gleich hervorragender Weise ist der genannte Offizier auf verschiedenen Ge- bieten als Sammler und \{ließlich geographisch tätig gewesen. Seine zahlreihen Aufnahmen laßen die Absicht erkennen, die noch auf den Karten bestehenden Lücken nah und nah planmäßig vershwinden zu machen. So hat sich hier wie an vielen anderen Stellen in den deutschen Kolonien von selbst ein allmählicher Uebergang voll- ¡ogen, indem an Stelle der langgezogenen Routen über weite Flachen, wie sie die Erpeditionen frühecer Jahre lieferten, die er- gänzende und auëfüllende CGinzelarbeit getreten ist. Natürlich ift der Nerwalter eines Bezirks von fast 100 000 qkm Flächeninhalt nicht in der Lage, geographische Aufnahmen als Selbstzweck zu betreiben ; sie müssen entweder bei Gelegenheit von Dienstreisen hergestellt werden, oder ihre Ausführung ist durch andere, die Verwaltung und den Handel der Nesidentur betreffende Absichten begründet, z. B. dur Erkundung neuer Straßen, Untersuchung von Flußläufen auf ihre Schiffbarkeit usw. Letzterer Aufgabe hat Hauptmann Strümpell ganz besondere Aufmerksamkeit zugewandt. Einer bereits früher ausgeführten, planmäßigen Erkundung des Faroflusses is nunmehr eine Aufnahme des bisher noch unbekannten oberen Benuelaufes gefolgt, die be-

sonderes Interesse verdient. Die Etappen der Erforschung dieses gewaltigen Stromes sind folgende: Seine Mündung in den Niger wurde 1830 von Lander entdeckt; ein Stück seines Unterlaufes befuhren 1832 die beiden Dampfer der Lairdshen Expedition. Erst 24 Jahre später entdeckte Barth ein Stück des Oberlaufes in Adamaua. Die ihm entgegengeschickte englische Dampfererpedition unter Baikie (1854) kam bis Muri, 250 km unterhalb des von Barth errihteten Punktes. Unserem Landsmann Flegel (1878) blieb es vorbehalten, die noch fehlende Verbindungsstrecke zwisden Muri und Yola und darüber hinaus noch ein Stück des Laufes bis oberhalb von Garua aufzunehmen. Der leßtgenannte Reisende entdeckdte 1882 nah einem Landmarsch durch das mittlere Adamaua die uellbäche det Stromes an dem Plateaurand nördlih von Ngaundere. Passarges Aufnahmen knüpften an den erstgenannten Endpunkt Flegels bei Garua an und ließen den Lauf aufwärts bis in die Landschaft Bubandjida erkennen. Hier trat etne Stockung ein, und wie noch auf der neuesten Karte vom „Großen deutschen Kolontalatlas“ (1910) zu sehen ist, kannten wir wohl die Quellen des Stromes, nit aber ein beträchtlihes Stück seines obersten Laufes. Diese unangenehme Lücke ift durch Strümpells Aufnahme im wesentlichen beseitigt. Ihr HBgeS Bestehen ist dadurch erklärt, daß die geräumige Bucht, die der Benue (ganz ähnlich dem Faro) zwishen Ss\ari- Gebirge und Plateaurand gebildet hat, durch den Fullaeinfall entvölkert, dann durch Ücberhandnehmen des Waldbestandes in Verbindung mit guter Be- wässerung in eine von der Tsetsefliege verseuhte Einöde verwandelt wurde. Die Tsetse tritt in großen Shwärmen auf und trug wesent- lich dazu bei, die Strapazen der Neise durch das wegelose Gebirgs- land zu erhöhen. : __ An einer anderen | historisch interessante Aufnahme

Stelle hat Oberleutnant Dühring eine gemacht, indem er eine Route

in westöstlicher Nichtung quer durch den nördlichen Teil des Mandaragebirges legte. Hierbei kreuzte er den Weg, den der Engländer Denham bereits 1823 von Mora in südlicher Nichtung . auf Musfeia eingeschlagen hatte. Es ist heute kaum noch bekannt, daß in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts aus Denhams prächtigen Schilderungen seiner Abenteuer das Mandara- gebirge und besonders der eigenartige Berg Mendif der gebildeten Welt ebenso geläufig waren, wie etwa heute der Kilimandjaro. Denham machte seinen Vorstoß in das \hwierige und gefährliche Berg- land in Begleitung einer Sklaven suchenden Arabertruppe. Durch Intrigen der Sultane in Kuka und Mora wurden die Araber nicht, wie beabsichtigt, gegen heidnische Stämme, sondern gegen die noch ziemlich jungen Fullantederlafsungen im Mandaragebirge geführt. Der Angriff auf das Dorf Musfeia wurde mit großen Ver- lusten abgeschlagen, und auf der wilden Flucht geriet au Denham zeitweilig in die Hände der Fulla. Seiner Kleider beraubt, gelang es ihm, tn einem unbewahtea Augenblick zu ents{chlüpfen und volllommen nackt in höchst abenteuerliher Weise sein Leben zu retten. So romantisch diese Erlebnisse klingen, so ist doch nie ein Zweifel an der Glaubwürdigkeit des vortrefflihen Reisenden geäußert worden. Dührings Aufnahmen bestätigen an ihrem Schnittpunkt mit Denhams Route nun auch die geographishen Angaben des leßteren. _Drei von Denham erwähnte ODertlihkeiten (Mafkkeray, Cheray, VDugur) finden sich auch auf Dührings Karte (hier: Mikeri, Tschere, Dugur). Das Dorf Musfeia scheint niht mehr vorhanden zu sein; die Einwohner sollen es später nah Marua verlegt haben, wo der von Denham geschilderte Kampf noch in lebhafter Er- innerung ist. (Deutsches Kolonialblatt.)

Berichte von deutschen

Fruchtmärkten.

1911

Februar Marktorte

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Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

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Qualitat

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Menge

höchster | niedrigster | höchster

| niedrigster | höchster |Doppelzentner M || M | M |

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Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

S L S) ; Durchshnitts-| jn vgrigen prets uten Ur für / | 1 Doppel- Durchs zentner chnitts- | DLCLIS 1

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19,00

Günzburg Memmingen Schwabmünchen Waldsee . . Pfullendorf . Stockach .

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Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner iFin liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis niht vorgekommen ist, ein Punkt (. ) in den leßten ses Spalten, daß entsprechender L

Berlin, den 22. Fektxuar 1911.

Weizen. 1956 | 21,00 19,40 | 19,60

18,00 | -— 1830| 1340 | 19,00 |

21,00 19,70 19,30 19,50 19,00 300 19,35 50 20,00 20,25 600 18,30 | 19.90 | 19,30 450 21,90 f —- | —— 19 20,80 | | —— 191 20,00 12 19,50

19,56 19 40 18,00 17,40 18,50 18,00 18 65 19,50

18,50 |

18,50 | 18,60 18,65 | 18,80 1950 | 20/00 ae | 19,75 18,30 21,90 20,00

19 00

20,00 19,50 s E 19/00 19,00 19,80 19,80 f} 20,10 20,10

Kernen (enthülster Sþelz, Dinkel, Fesen).

21,20 21,20 21,80 21,80 35 22,0 22,90 20,10 23,L0 199 21,40 21,40 _— | 10 20,60 20,80 | 90 20/60

21,20 159 20,00 20,00 6

19.00 1 500 | 200

2050| 20,50

Noggen. 14,30 14,50 14,50 14 10 14,50 14 60 14,00 15,20 15,00 14,50 14,80 19,20

14,30 14,60 14,50 14,60 15,00 14,60 14,40 15,45 15,00 15,00 14,80 19,20

13,40 14,30 14,00 14,00 14,00

3,70 14,95 1450

13,80 18,80 16,60 14/00 14,30 14,50 15,80

14,10 14,50 15,80

Gerste. 16,00 14,60 14,50 13,30 16,00

15,00

16,00 15,00 14,50 14,00 17,90 17,00 16,00 14,55 14,25

14,00 13,40 14,00 13,20 15,90 16,00 16,50 15,30 15,60 h 14,95 00 | 14,20 18,80 f

1860 } 17,00

16,00

f. É L; 16,00 15,10 15,00 14,90 14,50 14,80 15,60 16,50 15,20 14,80

17,00

14,00 16,00

14,80 14,90 14,40 14,60 14,00 14,30 15,40 16,00

13,80

16,00 15,30 15,00 50 15,40 i 15,00 15/00 16,20 16,50 16,25 200 14,80 50 18,22 18,66 18,66 112 18,00 18,60 18,60 54 17900 | ¿as

16,30 —- 15,00 15,90 16,10 16,00 16,00 2 000

240 600

99

14,00 1400 | 1520| 1620 1 200 und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt.

Kaiserliches Statistisches Amt. yan der Borght.

19,58 18.00

18,50 18,80

5 550

940

Do Do

20,00 18,80 21,90 20,28 20 00

12 009 8 460

416

3 873

240

DO DO DO D

19 00 20,00

928 500 24 000

21,31 22,90 21,40 20,71 20 89 20,30

746 4 557 214 1 864

9 399

D U

924

14,35 14,00

646 700

14,60 13,70 15 20

Ot 3 699 9 980

pk per pk “I J, D D D

22 130 1 573 14,30 395 18,81 66 16,45

14,75

pmk pmk O) pen ck ck O ck

TO DO DO DO

2

14,50 2000

15,62

7 250 14 060

ck ck P

2,09

14,00

’ck D

15,30 14,55

75 18 80

911 17,86

8 500 17,00 10 800 15,43

H Hf f fr D DdO do DO

15,01 14,40

450 720

14,38

3 450 J, | 1 15,60 O,T Lte M

9 360

15,50 D, ( 14. 2. 14,30 201. M 18,21 é G-V. 18 00 14. 2.

3 100 715 2 040

972 14. 2. K

14, 2. 5000 14. 2. i

19/71

16,00 14,90

1 000

32 000 17 880

Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten e? berechnet.

eriht fehlt.