1911 / 48 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

freistehenden Baumstamm war er zu be- wegen, verließ dann aber nit dem die Lebensmittel ent- haltenden Sack in shnellem Schritt den Ballon, um an die Stelle zurückzukehren, wo man zuleßt Feuer ange- steckt hatte. Die Zahl der noch vorhandenen Streichhölzer war um diese Zeit auf 12 zusammenges{chmolzen, Perkins aber bekundete keinerlei Verständnis dafür, daß mit diesem kostbaren Besiß zu sparen sei. Dagegen gab er dem ihm notgedrungen gefolgten Ballonführer das feierliche Versprechen, mit ihm am nächsten Tage zum Ballon zurückzukehren und bei seiner Bergung zu helfen, auch den durch seine Schuld verlorenen Ruksack zu suchen. Doch am nächsten Morgen waren alle Versprehungen vergessen, Gericke mußte sich seinen Ru- 1ack mit Erfolg allein suchen, den Ballon aber vorläufig notdürftig geborgen zurüdcklassen, da sein Begleiter dahin zuröck{zukehren sich ent- schieden weigerte. So gab Gerike dem Drängen des andern nach und mahte fich mit ibm gemeinsam auf den Marsh zum Fluß. Hter um 87 Uhr angelangt, wurde sofort mit dem Bau eines Flosses begonnen. Schon hatte man 16 10m lange Stämme mit den vom Ballon mitgenommenen Striken zusammengekoppelt, als um l3 Uhr plößlich aus unmittelbarer Nähe hintereinander zwei Schüsse fielen und gleich darauf in 60 m Entfernung ein Kanu mit zwei Insassen auftauchte. E war ein canadisMer Jagdaufseher mit seinem Sohn, die zufällig in Ausübung ibres Amts den Fluß befuhren. Sie hatten in der Ferne die an der Landungsstelle gehißte deutsche èlagge gewahrt und sih dadur zur Abgabe von Signalshüssen ver- anlaßt gesehen. Die Männer waren auf dem Wege nah Kiskisink, jener von oben gesehenen Eisenbahnstation, und erklärten ih gern bereit, die Wanderer dahin mitzunehmen. Der Weg nach Kiskisink war indessen recht beschwerlih; denn zweimal mußte das Kanu auf längeren Strecken über Land getragen werden. In Kiskisink, von 13 Weißen und 40 Indianern bewohnt 7, ans gelangt, wurden die Wanderer von der Bevölkerung freundlich aufgenommen, bewirtet und beherbergt, auch wurde alsbald mit den Männern das Nötige wegen Bergung des Ballons vereinbart. Jetzt aber entwickelte sich Mr. Perkins zur ganzen Höhe setner „Smartness“, Obgleich er dur sein Versprechen ebensowohl, als moralisch ver- bunden war, bei Bergung des Ballons mitzuwirken, erklärte er, den nächstpassenden Zug benußen u wollen um thy die Kulturwelt zurückzukehren. Me Zeit bis dahtn benußte L e, Um Qu: otne Menge von Zeitungen, von denen er siher im voraus den Auftrag dafür eingeholt, bis zu je 500 Worte lange Depeschen zu senden, die Ingenieur Gericke später als in wesentlihen Dingen erfunden oder übertrieben erklären mußte. Es waren das die Depeschen, die auch in deutshe Zeitungen über- gegangen sind und in denen z. B. viel von gefährlichen Begegnungen mit wilden Tieren gefabelt wurde. Es ist außer einigen Vögeln von Tieren in den Tagen der Wanderung durch die Eínöde überhaupt nichts gesehen worden. Dem auf si selbst angewiesenen Ballonführer blieb somit nichts anderes übrig, als mit Hilfe von 4 wateren Männern und drei Kanus in \sechswöchiger Arbett, zum Teil über gefrorene Flüsse und Seen, den Ballon „Düsseldorf IT“ berbeizuschaffen. Er ist bereits wieder in Europa eingetroffen. Der am Schluß mit großem Beifall gelohnte Vortrag war durch viele Lichtbilder begleitet; denn der Vortragende hatte selbst in den böfen Tagen der dreitägigen Wanderung durh die Einöde der Stätte eines Waldbrandes nicht versäumt, den photographischen Apparat zu benutzen. Die Preisverteilung auf Grund ter Saßtungen des Gordon-Bennett-Wettbewerbs steht noch nicht ganz fest. Der erste Preis ist bekanntlich dur einen amerikanischen Ballon ges wonnen worden.

deutshen Flagge an einen

SNAR VAUO

Theater und Musik. Lustspielhaus. „Meyers“, ein dreiaktiger Schwank von Fritz Friedman- èrederich, ist gestern von dem Ausstellungstheater am Zoologischen Garten, in dem er seit mehreren Wochen das Publikum belustigte, in das Lustspielhaus übergesiedelt, co er ebenfalls die freundlichste Aufnahme fand. Es handelt sih darin um die Bemühungen eines

jungen Mannes, namens Meyer, eine Aenderung seines Namens

|

Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern- | haus. 94. Abonnementsvorstellung. Ditenst- und Fret- pläge find aufgehoben. Tristan und Isolde in drei Akten von Nichard Wagner. Musikalische | Leitung: Herr Kapellmeister Ble. Negie: Herr Regisseur Bahmann. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. 56. Abonnementsvorstellung. Der Kaufmann von Venedig. Komödie in fünf Auf zügen (9 Bildern) von William Shakespeare, über- seßt von August Wilhelm von Schlegel. Fn Szene | ge)eßt vou Herrn Regisseur Patry. Anfang 7+ Uhr.

Abonnementsvor- | Dienst- und Frei- |

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Berliner

Theater.

in fünf Bildern

Sonntag: Opernhaus. 55. stellung. (Gewöhnliche Preise.) vlâße sind aufgehoben. Die Zauberflöte. Over in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Text von Emanuel Schikaneder. Neueinrihtung für die | Königliche Oper. Anfang 74 Uhr.

Schauspielhaus. 9. Abonnementsvorstellung. | Dienst- und Freipläte sind aufgehoben. Der Störeufried. Lustspiel in vier Aufzügen von Roderih Benedix. Anfang 74 Ubr.

Neues Operntheater. Nachmittags 21 Uhr: | Auf Allerhöchsten Befehl: Neunte Vor- stellung für die Berliner Arbeiterschaft : Zopf und Schwert. Lustspiel in fünf Aufzügen von Karl Gußkow. (Die Billette werden dur die Zentralstelle für Volkswohlfahrt nur an Arbeiter vereine, Fabriken usw. abgegeben. Ein Verkauf an einzelne Personen findet nicht statt.)

Montag:

Die Bohèême.

Sonnabend,

6 A A u Vte Ausgabe der skar Wilde.

Monat März 1911 zu spielvorstellungen findet

Abonnementsbillette für den 29 Opetn- und 29 Schau | am 25. und Februar d. J. Vormittags von 10}—1 Uhr in der König lichen Theaterhauptkasse im Königlichen Schauspiel baufe, Eingang Jägerstraße, und zwar nur gegen Vorlegung des Abonnementsvertrags statt. Es werden am 25. Februar d. F. nur die Billette zum 1. Nang und Parkett und am 27. Februar d. J. diejenigen zum 2: Nang bezw. Balkon und 3. Nang bezw. | 2. Balkon verabfolgt. Die Billette zum 1. Nang und den Fremdenlogen für die 47. Abonnements- vorstellung (im Königl. Opernhause) werden hierbei in Anrehnung gebracht. Gleichzeitig wird ersucht, den Geldbetrag abgezählt bereit zu halten.

s g. Abends:

2.

8 Uhr:

von Homburg. Montag:

Garten.

Deutsches Theater. Sonnabend, Abends 74 Uhr: Dou Carlos.

Sonntag: Judith. Montag: Ein Sommernuachtstraum.

Kammerspiele. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Lanzelot. Sonntag: Der Riefe. Montag: Gawän.

Biktor Léon

Lebár.

traum, Oesterr. Ein

Theater. Sonnabend, 35 Uhr: Nathau der Weise. Bummelstudeuten.

| Musik von Conradi. | Sonntag, Nachmittags 3 Uhr:

fresser. Abends:

Lessingtheater. Zum ersten Male Akten von Hermann Bahr.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Abends 8 Uhr: Die Kinder.

Montag: Anatol.

: Die Kinder.

Neues Schauspielhaus. Sonnabend, Abends s Uhr: Das kleine Schokoladenmüädchen. Sonntag: Das kleiue Iphigenie auf

Komische Oper. Sonnabend, Abends 8 Uhr:

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: 3ählungen. Abends: Tosca. Montag: Tiefland.

Schillertheater. Abends Ein idealer Gatte.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr : Ein idealer Gatte. Montag: Der Bund der Jugend.

Charlottenburg. Sonnabend, Prinz Friedrich vou Homburg. fünf Aufzügen von Heinri von Kleist. Abends Maria und Magdalena. vier Akten von Paul Lindau.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr:

Die Macht der Finsternis.

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Kantstr. 12.) Die lustige Witwe. und Leo

Sonntag, Nachmittags Abends 71 Uhr: Mitlitärkapelle. Walzertraunt Leitung des Komponisten schiedene Frau ( des Komponisten Leo Fall.

herbeizuführen, weil feine zukünftige Schwiegermutter cinen Wider- willen gegen diesen Namen hegt. Er läßt fich zu diesem Zweck von einem verkommenen französischen Chevalier adoptieren, ist aber später froh, seinen chrlihen Namen Meyer wieder tragen zu dürfen. Allerlei unterhaltende Szenen und Situattonsscherze knüpfen sich an diese BVerlobungs- und Adoptionsgeschichte, die durch das flotte Spiel des Lustspielhausensembles an Würze noch gewann. Das junge Paar wurde von Herrn Sc{h!ndler und Fräulein Krets{hmer frisch und natürli gespielt. Einen saftigen, gemütvollen Humor entfaltete Herr Arnold in der niht mehr ganz neuen Nolle des Onkels, dessen Klugheit es gelingt, alles ins rechte Gleis zu bringen. Eine neue, aber sehr willkommene Erscheinung im Lustspiel- hause war Herr Aenderly Lebius, der den Chevalier de la Noche außerordentlich fein, ohne Uebertreibung. carafkterisierte. In den anderen Nollen zeihneten ih die Herren Impekoven, Peukert, Bach, Kämmerer, Cornelius, die Damen Waldmann, Müller, Gutmar, Marba u. a. aus.

Im Königlichen Opernhause wird morgen, Sonnabend, „Tristan und Isolde“, mit Herrn Kraus als Tristan, Frau Plaichinger als Isolde, aufgeführt. Die Brangäne singt Frau Goetze, den König Marke Herr Griswold, den Kurwenal Herr Bischoff, den 7 Mee err Habich. Dirigent ist der Kapellmeister Blech. (Anfang 7 Uhr.

Im Köntglihen Schauspielhause geht morgen Shafke- speares „Kaufmann von Venedig“ in Szene. Die Hauptrollen find mit den Damen Arnitädt, Nessel, Steinsieck und Heisler sowie mit den Herren Vollmer, Staegemann, Scbroth, Pohl, Zimmerer, G Cggeling, Werra, Vallentin, Mannstädt und Zeisler "eseßt.

(Der Konzertbericht befindet fih in der Dritten Beilage.)

Mannigfaltiges. Berlin, 24. Februar 1911.

In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurde der Gegenstand der Beratung, die Vorlage, betreffend die Feststellung des Stadthaushaltsetats für 1911, von der Tagesordnung abgesetzt, da die Fraktionen noch nicht Zeit gefunden hätten, den Etatsentwurf ausreichend zu \tudteren. Kurze Erörterungen knüpften \ich an die Vorschläge des vorberatenden Ausschusses, betreffend die an verschiedene Gesellschaften, Vereine und Institute zu gewährenden Bei- bilfen, die in den Etat für 1911 eingestellt werden sollen. Der Aus\huß hat die ursprünglichen Anträge des Magistrats nur in wenigen Punkten verändert. Der Stadtv. Weyl trat nochmals für den segensreich wirkenden Verein „Kinderhort“ cin und hoffte, daß der Magistrat diesem Verein weitere Zuwendungen machen werde, wenn dieser mit der Summe von 18000 M4 nicht auskommen sollte. Cin Antrag des Stadtv. Ritter, die Zuwendung für den Gemeinnüßigen Verein für Nechts- austunft in Groß - Berlin zu streihen, da nah Ansicht seiner Freunde diese Tätigkeit von der Stadt in eigener Regte ausgeübt werden müßte, wurde abgelehnt. Im übrigen wurden die Anträge des Ausschusses angenommen.

l Der Nest der Tagesordnung bestand aus kleineren Vorlagen ohne besondere Wichtigkeit.

erste

Sie wurden ohne Debatte erledigt und die öffentliche Sißung darauf ges{lossen. In geheimer Sitzung stimmte die Versammlung dem Vorschlage

Magistratskollegium \cheidenden

des Magistrats zu, dem aus dem ( Stadtrat Mugdan das Prädikat „Stadtältester* zu verleihen.

Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag, den 1., 2. und 3. Marz, finden in den Morgenstunden internatio nale wissenschaftliche Ballonaufstiege statt. Es steigen Drachen, bemannte oder un- bemannte Ballons in den meisten Hauptstädten Europas auf. De F inder eines jeden unbemannten Ballons erbält eine Be - lohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion ge mäß den Ballon und die Instrumente sorgfältig birgt und an die angegebene Adresse sofort telegraphis{ Nachricht sendet.

P E A By res S

Nachmittags Abends 8 Uhr: Posse mit Gesang und Tanz nach E. Pohl und H. Wilkens.

Abends 8 Uhr: Meyers. Schwa von Friedmann-Frederich.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: müudel. Schwank in drei Akten Stein. Abends: Meyers. Montag : Meyers.

Der Veilchen- Bummelstudenuteu.

Residenztheater. (Direktion : N

Sonnabend, Abends 723 Ubr: Komödte in drei

Das Konzert.

Schwank mit Gesang und Tanz Gesangsterte von Schokoladenmädcheu. J. Gilbert. Tauris. Sonntag schaft.

G

d Fah und [olgende Age :

Trianontheater. (Georgenstra

Hoffmanns Er- | Abenteuer. und Armont. Sonntag, Toupinel, Montag Abenteuer.

Nachmittags 3 Abends: : und folgende O. (Wallnertheater.) 8 Uhr: Zum ersten Male: Schauspiel in vier Akten von

Die Ehre.

Sonnabend, Abends 874 Uhr:

Schnurre in Akten

Rößler. Sonntag und

hügel.

drei von x ¿ folgende Tage : Nachmittags 3 Uhr: Schausptel in

Konzerte.

Þlugakademie. Sonnabend, Konzert von Fritz Vogel (Kl Philharmonischen Orchester u Prof. Gustav Holländer.

Schauspiel in

Prinz Friedrich

- Abends: Nathan der Weise.

Beethoven-Saal. Sonnaben Klavierabeud von

Blüthner-Saal. Sonnabend Konzert des Schwedischen Kon Stockholm.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Operette in drei Akten von Stein. Musik von Franz

Uhr: Eiu Walzer- Wohltätigkeitsfest. Yvette Guilbert. (2. Akt) unter persönlicher Osear Straus. Die ge- 2. Akt) unter persönlicher Leitung

21 D141

Am Klavier: Eduard Behm.

36.) Sonnabend,

Lustspielhaus. (Friedrichstr. 2

Das Leutnauts-

Sonnabend, Abends s Uhr: Pariser Meuu. Drei Gänge von Georges Feydeau und Veber-Abric. Sonntag und folgende Tage: Pariser Menu.

Fl alt e A R h Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Polnische Wirtschaft. _Gesa l in drei Akten von Kraaß und Okonkowsky, bearbeitet von

) f 5 A Fo Ulfred Schönfeld,

Polnische Wirt-

‘rriedrihstr.) © onnabend, Abends 8 Uhr: Hibpolytes Schwank tin drei Akten von Nancey

Uhr

Hippolytes Abenteuer. 1) age:

Modernes Theater. (Königgräger Str. 57/58.) Der Feldherrnhügel. Noda

Der Feldherrn-

Paul Goldschmidt.

zertvereins8 aus

Klindworth-Scharwenka-SVaal. abend, Abends §8 Uhr: Liederabend von Anni Reh.

_ ¿Der „Elektrotechnische Verein“ bält - am Dienzt 28. d. M., Abends8 Uhr, im Langenbeckhau le (Ziegelstraße 10/0 | Sigung, in der der Dipl.-Ing. H. Ky f er über „Wärmeentwy

Naumtemperatur und Wärmebeseitigung in eleft Aly Betriebsräumen“ sprehen wird. Die Einführung von G:./h gestattet; ihre Namen sind unter Benennung des einführen. glieds in das beim Eingang in den Sitzungssaal ausliegende Fr M buch einzutragen. tem

Der Deutsch-Argentinische Zentralverband veranstaltet Abends 8 Uhr, in der Aula der Kriegsakademie, Dorotheenstr Morg einen Vortragsabend, an dem Dr. phil. Siegfried Be nig y 4 „Bewohner und wirtschaftliche Bedeutung Pata 1d ih und Feuerlands“ [prechen und Lichtbilder zeigen wird “4 karten sind in der Geschäftsstelle des Zentralverbandes, Hohenzg]ld

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straße 28, zu haben.

Die anm Dienstag, Museum für

Freie Photographische Vereinigung l den 28. d. M., Abends 714 Uhr, im Kön tg] Völkerkunde (Königgräßerstraße 199 f 294. Projektionsabend, an welchem der Professor Dr g hauß über Deutsch Neuguinea (mit Lichtbildern, Hnd graphischen und phonographischen Aufnahmen) sprechen wird, s beschränkte Anzahl von Gaftkarten ist in ter Geschäftsstelle der À fellschaft, Unter den Linden 11, zu haben. l V

Breslau, 23. Februar. (W. T. B.) Nath einen bey faßten Beschluß der Stadtverordnetenversammlung wird die Hund, jahrfeier der Freiheitskriege {m Jahre 1913 in Bressqul Erinnerung an den hier erlassenen „Aufruf an mein Bolk“ dura große festlihe Veranstaltung begangen werden. Jn erster 9 wird eine große Ausstellung stattfinden, die die Befreiungsh im Nahmen der Kultur und der Kunst ihrer Zett vorführen foll, 4 diesem Zweck wird eine ständige massive Ausstellungs g M

und Festhz] mit einem Aufwand von etwa zwei Millionen Mark errichtet werda

London, 23. Februar. (W. T. B) Das alte französis Kriegsschiff „Richelieu“, das sih auf der Fahrt nach fürzlih während des Sturmes von feinen Schleppdampferny lot gerissen hatte und als eine große Gefahr für die Schiffahrt y gesehen wurde, ist heute auf den Felsen der Scillyins\eln det worden. Das Kriegs\chif kam [päter von den Fel fen [4 und treibt drei Meilen östlih der Inseln. A

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Paris, 23. Februar. (W. T. B.) Aus Nizza wird gemeldet Der österreichi\che Flieger Flesch versuchte beute vormittz mit seinem Eindecker den Rundflug Nizza —Montecarlo Nizza. Als in einer Höhe von dreißig Metern über dem Meere da Motor plöglich stillstand, stürzte der Ueroplan ins Me, Flesch wurde unv erlebt aus dem Wasser gezogen. Y

B.)

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Ein großer Bran er und dehnte si bal dem herrschenden Stury ngömannschaften er Der Schaden wir

entstand gestern abend auf einem Hol auf ein ganzes Stadtviertel aus. L blieben die Anstrengungen der Nettu folglos. Zahlreiche Häuser gerieten in Brand. De auf eine Million Francs geschäßt.

Cherbourg, 24. Februar. (W. T. ¡la } C

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Saloniki, 23. Februar. (W, Umgebung haben neuerdings heftige Furcht verseßzt. In Kru pishtos gestürzt.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten, Dritten Beilage.)

Zirkus Schumaun. Sonnabend, Abends 74 Uhr: Grande Soirée high Lise. Wieder auftreten von Frl. Dora Schumann in ihrem Akt: Apacheu zu Pferde. Original Perezoff Truppe: Ein Souper bei Maxim. Heros, Kraftjongleur. Antonet und Gro, die

| Urkomischen. Direktor Albert Schumanus | neueste Kreationeu. Um Uhr: Der große Coup der Shmuggler. Homantishe Pantomime

in 4 Akten.

Sonntag, Nachmittags 35 Uhr bent 72 Uhr: 2 große Vorstellungen. Nachmitta: hat jeder Besucher ein Kind frei unter 10 Jahre auf allen Sißpläßen, jedes weitere Kind halber Preis. In betden Vorstellungen: Der große Coup | der Schmuggler.

nk in drei Akten

von Leo Walter

ichard Alexander.)

n L oh und Abends

nnabend, Abends 73 Uhr Miß Sereue Lady

l na loitre H LL H

Pirkus Bush. So Große Galavorstellung. Nord, Tauchkünstlerin. Käti Sandtwwvina, Herkules. Neu: Die Vradnas, JÏ: | mit Keulen und Hüten. Gastspiel des Hern Direktor Pierre Althoff} und Frau Direktor Adele Althoff mit ihren hervorragendsten Freiheits- drefsuren. -—— Fräulein Marta Mohnke, Schul reiterin. Reiterfamilie Frediano. 3 Gebr. Fratellinis, urkom. Clorons. Um 9 Uhr: Die Ausstattungspautomime „Armin“! (Die

Hermaunschlacht).

Familiennachrichten.

Berlobt: Frl. Freya Boehmer mit Hrn. Leutnan! Hugo von Kleist (;. Zt. Berlin—Berlin). Frl. Annemarie Schede mit Hrn. Oberförste! Walter Jacobt von Wangelin (Berlin thal bei Czeréf a. d. Ostbahn). E

Verehelicht: Hr. Major Walther von Wißlede! mit Helene Freiin von Kottwitz (Schloß Niede Langheinersdorf).

Geboren: Eine Tochter: Hrn.

Clemens von Brandenstein (Berlin). :

Gestorben: Hr. Alfred Frhr. von Dalwig N toria). Fr. Superintendent Emilie Oelze, ges. Pehmöller (Hamburg). Hrn. Hauplman! Consbruhs Sohn Hans-Eberhard (Minden i. W.,).

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I. Kren.

Musik von Neu :

ße, nahe Bahnhof

: Der

selige Hippolytes

Roda und

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Abends 8 Uhr: avier) mit dem iter Leitung von

d, Abends 8 Uhr:

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin Druck der Norddeutschen Buchdruerei und Verlag Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Neun Beilagen

(einshließlih Börsenbeilage und Warenzeichen- beilage Nr. 16).

, Abends 8 Uhr:

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Preußischen Staaklsanzeiger. 1D,

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Berichte von deutschen Fruchtmärkten. E

24. Februar

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19,00 19/20

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Die verkaufte Menge wird

Bemerkungen. Die Ein liegender Strich (

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Berlin, den 24. Februar 1911.

Deutscher Reichstag. Februar 1911, Nad

c) 20.

Sißung vom (Bericht von Wolffs Telegraphischem

133.

j Ç v G 6 a2 A, Gesetzes Zur zweiten Beratung steht der Entwurf eines 3 r zweiten Beratung Ur À va 8 1, wonach die Friedenspräsenzstärke vom 1. April 1911 um rund 11 000 Mann erhöht werden soll dergestalt, daß hte im

über die Friedenspräsenzstärke

F ) Sjiahres 1 d 2 von 010 9 Laufe des Nechnungsjahres 1915 Mis Ce A de dieses ; 4 6 ; l or F 0 B v e inen, Gefreiten und Wbergefreilen errei, L Göbe i | März 1916 bestehen bleibt (Quinquennat), und 7 Formationen estjeßt, 1 Die Gesamtausgaben für die Heeres

bis ol. Y der die neue Zahl verhandelt.

Höhe 9 2,

gemeinsam

Der

U F Nf; ) verstärkung während des Quinquennats sind n {1 Millionen berechnet; die in jedem Jahre einzureichenden teusormallonen

a t na Nio Do J unterliegen der Genehmigung des Reichstags. Die Oekonomie

handwerker sollen allmählich in U

Abg. Sped (Zentr.) : Schon aus der ersten Lesung war zu erkennen, daß D großen Schwierigkeiten niht begegnen werde ; auh in der Kommission bestätigt, wo di Mehrheit gefunden hat. D stärkung zur Aufrechterhaltung der g der Kommission einstimmig bejaht worden. / anderen Nationen müssen eingeholt, ihre ( benußt wer den, wenn wir nicht

Sto Vir

T p "49 * nherhaub der Kommission anerkannt haben; überhaupt

Gesicht gezeigt, wobei ih nicht untersuche,

c , t ois iden T L A Uno Annäherung an die bürgerliche Link

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degfall Tommen.

der Haltung der Parteien bei Vorlage im )Yeichstage ; diese Annahme hat sich

ie Vorfrage der Notwendigkeit

Schlagfertigkeit der Armee ist von

rüdckständig Ret

g : E L É ntli der Ausbau unserer Verkehrs

Auf technischem Gebiet it R der äußersten Linken in truppen von nôten, wie telbit die I ertr [i Ut ( ¡CL] 4

? j in diese ilitärishen Erörterungen ein anderes emokraten diesmal in diesen militärishen Crörkerunge d

auf volle Doppelzent

i L Laa Preis nit vorgekommen if n für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nit vorgekon |

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utschen Heeres.

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Borlage eine große der Ver VBorsprünge der r\fahrungen von uns werden wollen.

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14,20 14 60 14,00 14.10 14 60 14,40 14,70 14,60 14,60 14,40 14,50 [15,50 14,80

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14,20 16,00 16,25 15,50 _—

st e. 14,30 14,80 19/80 16,00 1420 15,00

13,80 17 60 13,80 91 89 16.00

17,00

13,60 15,20

14 60 15,40 15,90 15,20

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14,80 j 18,28 4 80 15,00 19,40 15,60 17,69 18,00 18,20 18,40 16,60 16,80 2 16,50 16,50 14,00 14,90 ner und der Verkaufswert auf volle Mark agner U Le

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94

Der Durchschnittspreis wird aus den ur n Zahlen berechnet. f : palten ß entsprehender Bericht fehlt.

den leßten sechs f

Kaiserliches Statistishes Amt. van der Borght.

Jedenfalls hat einer Crnstfalle drohender h treten würden. Von da ist es doch nit willigung des Militäretats und zur Annahme „Quer L Die Sozialdemokraten müssen do auch, die Mittel ewige notwendig find, um sür das Baterland tim e E. Maschinengewehrkompagnien \cheinen aber eine Notwendigkei

sein. Kaum ein Mitglied dieses Hauses wird die Kühnheil

bei uns in dieser Beziehung eine Lücke zu lassen. Vel der Ske y

zu der Vorlage darf die auswärtige Politik nicht außer ddt | 1d i l Denn gUURIE BAGAEN Ine E

gelassen werden, und es war deshalb nicht auffallen! t l Teil. O ne E L E ver: in der Kommission ausreihende Mitteilungen über di G aut H anderer Staaten und die politische Lage verlangten. Gs vurden E e E auch vertrauliche Erklärungen von seiten des Staalks| retär f ine Vorbelafiea Von Auswärtigen gegeben, die die Latsache bestätigten, i A An zt o versublebene Jeih auf alle Gventualitäten vorbereitet E. on ande! } Belatida bes eid G «R Diese Frage ist wurde gesagt, daß wir uns nicht auf 9 Zahre fest! gen follte Gs | BVelastun Zins Bien Bayern vit hat aber immer mehr die Ueberzeugung an Boden gewonn daß | Fer U Das _LIO 1 Mannschaften es sahlich besser sei, der Verwaltung einen S L NOR T E Ho. reußen ist aber tatsählich vorbelastet, „weil raum zu lassen. Gewiß hat diese Festseßung auf in Weg des | A Et DE e E O I U Quinquennats auch ihre tährlid einen erh Bec itecu 001 Bovere Ga I willigung würden l

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wUrd(c den, latt desen Ô Non cingetreten i itleq lollten ¿t nach L À gen DCli Schattenseiten; aber bei j E wir auch nicht bester Fabre! q j renen j0 r j E i Ae b R ALA ebung nicht aut Budgetreht des MNeichstages scheint uns ausreichend gewahrt 7 lossen daR in 11 Prägravation infolge des die Bestimmung des § 3, wonach die Erhöhung der Friedenspräf Cn 8! ied itt rste von der Kommission vor- tärke in jedem Jahre während der Dauer des Quinquennats der Ta R. solutio t Verwaltung hat auch ihre [tartle 4 a Die R Qaas Kg M Jeschlagene Resolution t D TOE E willigung dur den Etat bedarf. Die finanzielle Lage E L R rfi tidti Ane at. j beiden Resolutionen haben den bei jeder Neuformation berücksihtigt werden. Es ragt 11 S tlommen nicht zu hemmen, wenn E b ie B lage ausreichend ist. Diese Bedenken sind ver- | Zwet, den einzelnen ¡Familten langt. Es liegen auf diesem Ge- nun, ob die Borlage ausreichend l. = Ny ß das, was | der einzige Sohn zur Aushebung gelangt. Es liegen a1 M stummt, nachdem der Kriegsminister \trikte erklärt hat, daß eo fiote Hal e "MWoblio lens di ilitärbehörde noch immer Härten l , y G h E Mir hahon das rirauen C R B E L D R V R L U 0 Taf is hier gefordert wird, volllommen genügt. O Le aan B was | vor, die abgestellt werden müssen. Die Gesamtbelastung ) dis zu der Verwaltung, daß fie niht zu wenig E G, Offizier- | 1916 wird 141 Millionen betragen, eine zweifellos fehr große Last, zur Deckung des Bedarfs notwendig ist. M „Weulschen Y A der geaenüber man die Frage der Abrüstung und der internationalen blatt" ift von etner NBorlage die Nede gewesen, die den Jidhichten DCT Cgenubt wr A8 ABE 118 Utovie betraten fann. Die A j Ln E E (ck tam ICDe. 5 k V S e L j ch N J dan auf die Staatsfinanzen den M ISEON YOE, | internationale Ve eine Ein-

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