1911 / 74 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

für Kastenmacher 70 4, für Einbauer und Helfer 65 Z. Alle Be- \chäftigten, die diese Löhne oder darüber bereits beziehen, erhalten eine Zulage von 6 die Stunde. Die Kommission wurde beauftragt, diese Forderungen in den einzelnen Fabriken durchzuführen, nötigen- falls die allgemeine Arbeitsniederlegung zu veranlassen.

Die auf dem Dortmunder Eisenwerk „Union“ (vgl. Nr. 71 d. Bl.) streikenden 300 Maschinisten und Heizer haben, wie die „Nh.-Westf. Ztg.“ mitteilt, am Sonnabend ihre Entlassung erhalten. Gleichzeitig is jedem von thnen wegen Kontraktbruchs der Lohn für sechs Schichten einbehalten worden. „Diejenigen, welche Werkswohnungen innehaben, müssen diese sofort räumen. : Aus Bamberg wird dem „W. T. B.“ gemeldet, daß es im benabbarten Bischberg in vergangener Nacht zu Aus\{reitungen ausstän diger Arbeiter der Ton- und Ziegelwerke fam. Sämtliche Fenstersheiben der Fabrik wurden zertrümmert und Steine in die Wohnung des Direktors geworfen, der mit seiner Familie nah Bamberg flüchten mußte. Die ganze Gendarmerie der Umgebung ist zusammengezogen und die Polizeistunde auf 9 Uhr festgeseßt worden. Die Gendarmerie gab, als sie mit Steinen beworfen wurde, blinde Schüsse ab. Heute früh wurden die Bogenlampen der Fabrik dur Jevolvershüsse zertrümmert. Hinzugezogene italienische Arbeiter haben bishèr die Arbeit niht aufgenommen. i:

In Triest beshlossen, ,W. T. B.“ zufolge, die ausständigen Seeleute mit großer Mehrheit, die ‘Arbeit wieder aufzu- nehmen und die Verhandlungen mit den Reedern fortzuseßen. (Vgl. Nr. 70 d. Bl.) : Sämtliche Kohlenminenarbeiter der Provinz Alberta treten, wie der „Frkf. Ztg.“ aus Winnipeg telegraphiert wird, am 1. April in den Streik.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: ___ Mllerhöchstihren bisherigen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister in Oldenburg, Kammerherrn von Bülow behufs anderweiter dienstlicher erwendung von diesem Posten abzuberufen.

den Königlih württembergishen Kammerherrn, Rittmeister 3. D. Freiherrn Adolf von Sternenfels zu Stuttgart Rittmeister und EEE im 1. Großher; oglich Dei e asen Dragonerregiment Nr. 17 Paul von roschke, den na Kammerherrn Jhrer Königlichen Hoheit der Großherzogin von Mecklenburg-Streliß, Rittmeister a. D, Georg von Y orry zu Neustreliß, auptmann und persönlihen Adjutanten Seiner König- ichen Hoheit des Landgrafen von Hessen Freiherrn OENN Schenk zu Schweinsberg zu Fronhausen a. d. Lahn, den Forimeiste Moriß von Baumbach zu Heina (Kloster), Zezirk Cassel, den Königlich sächsishen Regierungsrat, Oberleutnant der Reserve des Schüßenregiments Prinz Georg Nr. 108 Karl Richard Holm Edler von der Planis zu Sayda bei Dresden, den Rittmeister im Königlih sächsishen 3. Ulanenregiment Nr. 21 „Kaiser Wilhelm IT. König von Preußen“ Hans Von Crtegern, den Königlich sächsishen Regierungsrat, Rittmeister der Neserve des Gardereiterregiments Freiherrn Ferdinand Richard von Koenneriß zu Baußen, den Oberstleutnant a. D. Freiherrn Albrecht Treush von Buttlar-Brandenfels zu Blasewiß bei Dresden, den Obersten und Kommandeur des 9. Königlich sächsischen Jn- fanterieregiments Nr. 133 Bernhard von Waßtßdorf, den Baron Nicolas von Korff zu Dresden,

Nr. 11 106 die Bekanntmachung der Ministerialerkl4 vom 28. Januar 1911 zu dem Staatsvertrage a aen und Hamburg, betreffend die Verbesserung des Fahrwa a de Elbe und andere Maßnahmen zur Förderung der See hiffahrt nah Hamburg, Altona und Harburg, vom 14. November 1 vom 13. März 1911, und unter f:

Nr. 11 107 die Verfügung des Justizministers, betreffend

taat eine z¿usammenfassende Darstellung

s S A Vi nächsten Etatsperiode 1911 Mitteilungen über die Verwendung der aus diesem Fonds gewährten Beihilfen zu machen, und zwar getrennt a. für Jugendpflegeeinrihtungen an Schulen, Fortbildungsshulen, Fahshulen und anderen öffentlihen oder privaten Erziehungsanstalten, þ. für kirchliche Veranstaltungen, für Gemeinden, für Vereine aller Art, für Spiel- und Sportklubs u. a. m., und c. wie sich die hiernach gewährten Beihilfen, soweit dies fest- zustellen ist, auf Einrichtungen mit konfessionellem und paritätishem

afte ilen.

E E ohn (fortshr. Volksp.) und Genossen bean- tragen, die Regierung zu ersuchen: 1) den Fonds für die Jugend- pflege tunlihst im Anshluß an die Fortbildungsshulen zu ver- wenden und der Zentralstelle für Volkswohlfahrt einen Einfluß auf die Verwendung einzuräumen, 2) auf Bereitstellung von Mitteln auh zugunsten der \culentlassenen weiblichen Ftgend Bedacht zu nehmen, 3) im nächsten Jahre eine Denkschrift über die Ver- wendung des Fonds mit Angabe der berücksichtigten Anträge vor- ai f Abgg. Dr. Heß (Zentr.) und Genossen beantragen eine Resolution betreffs Erhöhung der Reisekosten und Tage- gelder der Elementarlehrer für die Teilnahme an Kreis- ente Kauf mann (Zentr.): Der Antrag Aronsohn will den Fonds zur Förderung der Jugendpflege tunlihst im Anschluß an die Fortbildungsshulen verwendet und der Zentralstelle für Volkswohlfahrt einen Einfluß auf die Verwendung eingeräumt wissen. Jch habe dagegen nihts einzuwenden, es ist mir aber unerfindlih, warum gerade nur diese Zentralstelle berücksihtigt werden soll. Es gibt noch eine Reihe anderer solcher Veranstaltungen, die ebenfalls eine Berücksichtigung verdienen. Wir verkennen nicht, daß es der Staatsregierung sehr {wer werden wird, den Fonds in wirklih sahgemäßer und

Jn der gestrigen Sißung des Senats wurde von dem Berichterstatter der Kommission, die beauftragt ist, die Adresse zu formulieren, die der Präsident des Senats zur Erinnerung an das fünfzigjährige Bestehen des Königreichs Jtalien heute auf dem Kapitol verlesen wird, der Text dieser Adresse vorgelesen. Die Adresse betont,

B At ; obiger Quelle zufolge, daß Jtalien unter den Nationen

Be Amegung des Grundbuchs für einen Teil des Bezirks deg in Element der Ordnung und des Friedens sei und es

E: A Marienberg, vom 20. März 1911. bleiben werde. Es werde eine leuhtende Spur seines

Verlin W., den 27. März 1911. Merkes, die noh im künftigen Zeitalter sichtbar sein werde,

Königliches Geseßsammlungsamt. hinterlassen. Victor Emanuel sei der vierte der Könige, deren

Krüer: Tugenden es bewirkt hätten, daß die Dynastie mit dem

italienischen Volke eins geworden sei; die Hingabe an das

Gerrsherhaus sei ein Gefühl, ein Prinzip gewesen; heute sei

se au zur Tradition geworden. Die Adresse wurde mit leb-

haftem Beifall und Huldigungsrufen für den König aufge- nommen und einstimmig genehmigt. Türkei.

Die Pforte hat, wie „W. T. B.“ meldet, bei den Kreta- shußmächten gegen die Wiederaufnahme des als Griechen anerkannten Deputierten zur ersten griechischen National- versammlung Pologeorgis in die krelensishe Kammer, nach- dem dieser bei den Wahlen für die zweite Nationalversammlung unterlegen und nah Kreta zurückgekehrt ist, Protest erhoben. Die Schußmächte haben versprochen, das Nötige zu veranlassen. i Bei der vorgestrigen Beratung des Marinebudgets der Deputiertenkammer wurde von der Petitions-

den

den Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Allerhöchstihren diensttuenden Slügeladjutanten, Oberst- leutnant von deburg von der Stellung als Mitglied der Generalordenskommission zu entheben und statt seiner Allerhöchstihren diensttuenden Flügeladjutanten, Major von Mutîus zum Mitgliede dieser Behörde zu ernennen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

dem Ministerialdirektor im Ministerium für Handel und Gewerbe von der Hagen bei seinem Ausscheiden aus dem Staatsdienste den Charakter als Wirklicher Geheimer Nat mit dem Prädikat Exzellenz zu verleihen, den Baurat Gerstenberg bei der Intendantur des X. Armeekorps zum Jntendantur- und Baurat zu ernennen und der Wahl des Oberlehrers Kohlschütter an der Ober- realschule an der Lutherkirhe in Hannover zum Direktor des in der Entwicklung begriffenen Realgymnasiums nebst Real- schule in Peine die Allerhöchste Bestätigung zu erteilen sowie infolge der von der Stadtverordnetenversammlung zu

Nicfamfliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 27. März.

Der Bundesrat versammelte sih heute zu einer Plenay sißung.

Wie amtlihe Ausgabe der ,„ Jahresberichte der Königlich preußischen RNegierungs- und Gewerberäte und Bergbehörden für 1910“ ist in R. von Decker Verlag, G. Schenck, Königlicher Hofbuchhändler, Berlin S W. 19 Y in

(Weitere „Statistishe Nachrichten“ \. i. d. Ersten Beilage.)

Lüttringhausenu getroffenen Wahl den Bürgermeister Richard Gertenbah daselbst als Bürgermeister der Stadt Lüttring- hausen auf Lebenszeit und

infolge der von Dülken getroffenen Wahl den praktischen Arzt Dr. med. Bernard f daselbst als unbesoldeten Beigeordneten der Stadt r die geseßlihe Amtsdauer von sechs Jahren zu

den Rittmeister und Eskadronchef im Karabinierregiment Hans Carl von

den Königlich bayerishen Kämmerer Freiherrn Kurt von Weßhausen auf Schloß

den Bürgermeister von Leiden Dr. Charles de Gijselaar zu Leiden,

den Rittmeister im 3. Königlich niederländischen Husarenregiment Jonkheer Henri François van K ins

Philippe Louis van Kins

Arnold Ernst Frederik Alexander va zu Hilversum,

den Königlich niederländischen Kammerherrn, der Arrondissementsrechtbhank bei JZonkheer Willem Alberda van Ekenste

den Jonkheer Hendrik Jan Deuß van L Meer-en-Berg bei Heemstede,

den Baron Albrecht van Aerssen Beyeren van Vos

u Brüffel,

öniglih niederländi

Königlich sächsischen Arnim-Peres,

Weßhausen, Unterfranken, jur. Fonkheer Nicolaus

bestätigen.

den Jonkheer Charles

chot zu Tiel, den Baron

n Jttersum Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: E der Gemeinde Hamborn im Kreise Dinslaken die Vizepräsidenten | Städteordnung zu verleihen. Groningen Dr. in zu Groningen,

ennep zu Schloß

Die Gerichtsassessoren Schamberg, Dr. Zimmermann und Braeuer sind unter Uebernahme in den Militärverwaltungs- dienst und Ueberweisung zu den Jntendanturen des I, XVIIL und VI. Armeekorps als etatsmäßige Militärintendanturassessoren angestellt worden.

} schen Kammerherrn Dr. jur. Grafen Sjuck Bernard Walraad van Limburg-Stirum im

den FJonkheer Leendert Marinus Schloß Zeist bei Zeist, jur. Jonkheer Reimond Schuurbeque Boeye zu

den Dr. jur. Jonkheer Hubert Willem van Asch van Wijck, Mitglied der 2. Kammer der niederländishen General- staaten, im Haag,

Schuurbeque Boeye zu Ministerium für Landwirtschaft, Domänen

Sür die Jahre 1911 bis einshließlih 1915 gliedern des ständigen Beirats für das Veterinär- wesen ernannt:

der Stadtverordnetenversammlung zu

Kriegsministerium.

und Forsten. sind zu Mit-

Jerusalemer Straße 56, erschienen. Die Berichte enthalten Mit teilungen über die praktische Handhabung der Arbeiterschuß- geseßgebung, beachtenswerte, durh Beschreibungen und At bildungen näher erläuterte Vorschläge für Unfallverhütung und Bekämpfung gewerblicher Krankheiten und für weitere Kreise interessante Nachrichten auf dem Gebiete der Arbeiterwohlfahrts- einrihtungen. Der Ladenpreis des 56 Druckbogen A Werkes beträgt für den gehefteten Abdruck 5,25 # und für den in Ganzleinen gebundenen Abdruck 5,75- M:

Der siamesishe Gesandte Phya Sridhamasasana hat Berlin verlassen. Während seiner Abwesenheit führt der Legationssekretär Luang Bhinihh Virajkich die Ge chäfte der Gesandtschaft.

Oefterreich-Ungarn.

Dw Falssor Franz Joseph hat gestern vormittag in Schönbrunn den Ministerpräsidenten Freiherrn v. Bienerth in anderthalbstündiger besonderer Audienz empfangen.

Frankreich. Jm vorgestrigen Ministerrat hat der Fallières, „W. T. B.“ zufolge, führung des Geseßes über die Altersversiherung für Jndustrie- und ländliche Arbeiter unterzeichnet. Der Ministerrat hat den Ausführungsbestimmungen für das Geseg

i Präsident ein Dekret zur - Durch-

fommission die Vertagung der Debatte beantragt, da von der Palmerwerft in Jarrow ein Angebot auf die Lieferung zweier Dreadnougths eingegangen sei, das um 600 000 Pfund niedriger sei, als der von der Armstronggruppe verlangfe Preis. Der Marineminister bekämpfte, obiger Quelle zufolge, diesen Antrag unter dem Hinweis darauf, daß der Vertrag in nächster Woche abgeschlossen werde, und teilte außerdem mit, daß ein auf aht bis zehn Jahre berechnetes Marineprogramm in Aus- arbeitung sei, 4 s die Herstellung von Werften zum riegs\chiffbau vorsehe. C

M Mio Unterdrückung des Aufstandes der Malissoren an der montenegrinischen Grenze, über den schon seit mehreren Tagen Nachrichten in Konstantinopel vorliegen, hat, wie die „Frankfurter Zeitung“ meldet, _ der Kriegsminister acht Bataillone Verstärkungen nah Skutari entsandt; inzwischen sind Trupen aus Jpek und Skutari in das Aufstandsgebiet beordert worden. Schefket Torgut Pascha, der im vorigen Jahre die Niederwerfung des albanischen Aufstandes leitete, reist heute in das Gebiet der Malissoren ab.

Amerika.

Jn Beantwortung einer Mitteilung des Präsidenten Taft an den Kaiser von Japan, in der Taft versichert, daß er den Gerüchten, die über die Absichten Japans in bezug auf Mexiko zirkulierten, keinen Glauben beimesse, ist nah einer Meldung des „W. T. B.“ vorgestern eine Depesche des Kaisers von Japan eingegangen, die besagt, daß der Kaiser bereits überzeugt gewesen sei, daß Taft diesen bösen falschen Gerüchten über Japan keinen Glauben geschenkt habe, und in

aritätisher Weise zu verteilen. Wenn aber die Abgg. Dr. Fried- Vera U Genossen tvor der nächstjährigen Beratung des Etats eine Denkschrift vorgelegt wünschen, die über Entstehung, Ent- wicklung und Ziel der Jugendpflege wte über ihre grundsäglihe Be- handlung durch den Staat eine zusammenfassende Darstellung gibt, fo halten wir diesen Zeitpunkt für verfrüht. Eine solche Denkschrift fönnte vtelleiht in vier bis fünf Jahren vorgelegt werden. Dem Antrage Friedberg unter 2a können wir zustimmen. Uebrigens ist das, was der Abg. Friedberg über Entstehung, Entwicklung und Ziel der Jugendpflege von der Negterung zu wissen wünscht, in muster- hafter Weise in einem in München-Gladbac erschienenen Buche von Pieper enthalten. Dem Antrage Heß betreffs der Entschädigung der Lehrer für Teilnahme an Kreiskonferenzen bitte ich zuzustimmen, Der Nedner kommt dann noch auf das von ihm bei der zweiten LÆsung erwähnte Buch „Der Pfaffenspiegel“ von Corvinus zu sprechen, das nach \oztaldemokratishen Feststellungen das meistgelesene Geschichtsbuch sein foll, und verweist darauf, daß in einer dér leßten Nummern der „Soztaldemokratishen Monatshefte“ von der Lektüre dieses Buches abgeraten worden. sei. In der Tat handle es sich um ein Machwerk, das lediglich den konfessionellen Haß zu s{hüren geeignet set.

Abg. Freiherr von Zedliß und Neukirch (freikonf.) bean- tragt, die Erledigung der oben mitgeteilten drei Anträge im Inter- esse des E des Etatgeseßes bis nah Beendigung der Ftatberatung zu verschieben, i j P Die Abgg, Dr: Porsch (Zentr.), Graf Clairon d Haussfon- ville (kfonf.) und Dr. Pachnicke Gortsgr: Volksp.) erklären {ih damit einverstanden, der leßtere unter der Vorausseßung, daß die An- träge, wenn auch nicht eingehend besprochen, so do wentgstens berührt werden dürfen.

Die Anträge werden zurückgestellt.

Ein Negierungskommissar kommt auf die bei der zweiten Lesung angenommene Resolution zurü®, in der die Staatsregierung

Kunft und Wissenschaft.

Der Hofrat Dr. Eduard Leisching, Direktor des K. K. Dester- reihischen Museums für Kunst und Industrie in Wien, sprah kürzlich im Verein für deutsches Kunstgewerbe über Desterreihs Stellung _ im Kunstgewerbe früher und jegt. Er führte etwa aus: ODesterreihs Stellung in der Kunst ist durch seine geo- graphische Lage bedingt, die es auf der einen Seite an den Orient und Italien, auf der anderen Seite an jene Gebiete Deutschlands grenzen läßt, die in vergangener Zeit kunslgewerblichßh am regsamsten gewesen sind. Mit der Einführung des Christentums seßt die kunstgewerblihe Betätigung in Desterreich ein. Noch heute find hervorragende Erzeugnisse der klösterlichen _Werkstätten erhalten geblieben. Später tragen die Regenten wesentlich zur Förderung des Kunstgewerbes bet: die Babenberger in Niederösterreih im 13. Jahrhundert, die Luxemburger in Böhmen und Mähren im 14. Jahrhundert, die Habsburger vom 14. Jahrhundert bis auf die Gegenwart. Zu einer staatlichen Förderung des Kunstgewerbes kommt es erst im 18. Jahrhundert ; Karl VI. und Maria Tl eresia und ins- besondere Fürst Kauniß, der große Kanzler der Maria Theresia, er- kennen die volkêwirtshaftlihe Bedeutung der Kunst. Männer wie der Kupfersteher Jakob Schmuzer üben den weitestgehenden Einfluß auf die Entwicklung des Kunsthandwerkes aus. ede Technik des Kunstgewerbes hat in Desterreih geblüht. Jn der Verarbeitung von Gold und Silber war man so geshickt, daß {on im 17. Jahrhundert junge Augsburger und Nürnberger Goldshmiede nach Wien kamen, um d hier zu vervollkommnen. Freilich österreihischen Arbeiten jener . Zeit erhalten i die napoleonishen Kriege zur Einshmelzung vieler kirch- liher und weltliher Geräte aus Edellmetall zwangen. Die Cmailtechnik war lange vor threr glänzenden Entwicklung în Limoges

ist nur wenig von geblieben, weil

in Oesterreich eingeführt, das Drahtemail kam aus Italien ie U P nah Desterreih. Die Leistungen der ober- und niederösterreichishen Hafner waren- berühmt. Böhmen is vom 14. bis zum Ende de 18. Jahrhunderts das klassishe Land des Kunstglases. Die Eisen--" \hmiedekunst ist im 18. Jahrhundert so hoh aufgeblüht, daß man österreihishe Kunstshmiede nah Deutschland beruft, wie z. B. den Tiroler Kunstschmied Degg in den dreißiger Jahren des 18. Jabr- e hunderts nach Würzburg zum Schmieden der berühmten Portale der” Residenz. Nach der napoleontshen Zeit tritt wie in Deutschland, s auch in Oesterreih ein vollständiger Rückgang des Kunstgewerbes

den Bürgermeister von Voorst, Mitglied der Provinzialstaaten von E Varon Albertus Constant van der Felg zu Twello, i

den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Jhrer Majestät der Königin der Niederlande Dr. jur. gJonkheer Frank Gerard van Panhus zu Bern,

den Dr. jur. Jonkheer August Lewis John Melvill van Carnbée zu Rijseuburg,

den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Jhrer Majestät der Königin der Niederlande für Schweden, Norwegen und Dänemark, Kammerherrn Dr. jur. Baron Willem Bernhard Reinier van Welderen-Rengers zu Stockholm,

den Hauptmann und Kompagniechef im Königlich \{hwedischen Znfanterieregiment Nr. 24 Freiherrn Frederik Christian Barnekow,

den Kaufmann Johann Mathias von Bernuth zu Ant- werpen,

nach Prüfung derselben durch das Kapitel und auf Vorschlag

des Durchlauchtigsten Herrenmeisters Prinzen Eitel-

Friedrich von Preußen, Königlicher Hoheit, zu Ehren-

rittern des Johanniterordens zu ernennen.

seine Zustimmung erteilt. der er seinerseits die Versicherung der Freundschaft zwischen den

beiden Nationen aufs wärmste erwidert. A / Wie „W. T. B.“ meldet, hat der mexikanische Bot- schafter in Washington de la Barra dem Präsidenten Diaz telegraphisch mitgeteilt, daß er das Ministerium des Aeußern annehme. : I Einer Meldung aus Saunderson (Texas) zufolge wurden dort zwei Amerikaner und elf Mexikaner unter der Anschuldi- gung verhaftet, eine militärische Expedition organifiert zu haben. Sine Menge Munition und Proviant wurde beshlagnahmt.

Asien.

Nach einer Meldung des „Reuterschen Bureaus“ herrschen

seit der Entlassung des Walis Nazim Pascha in Bagdad Unruhen. Es kommen zahlreihe Räubereien vor. Jn Kerbela, das von aufständishen Arabern umzingelt ist, herrsht Bürgerkrieg. i E Das Biasitco Vcueaträlae Amt hat, obiger Quelle zu- folge, nah langen wichtigen Beratungen dem russischen Ge- jandten in Peking die Verficherung gegeben, daß China heute rückhaltlos die Forderungen Rußlands bewilligen werde.

ersuht wird, die im Etat für 1905 zum Umbau des Physikalischen Instituts der Universität Marburg bewillige Summe von 102500 # als erste Nate für den Neubau zu verwenden, sofern dem Abgeordnetenhause noch in dieser Session ein super- revidiertes Projekt vorgelegt wkrd, und erklärt, daß die Re- gierung der Tendenz dieser Refolution durchaus nicht ablehnend gegenüberstehe, daß aber formale „Und „materielle Bedenken vor- liegen, ob auf dem e » Aue U bit s alien, ie Negierung werde bei der Aufstellung des nächsten Etats prüfen, } a! A c) | i D und Di Saidiain Ümfange dem Wunsche des Hauses Nechnung ge- | ein. In U Es R, p s Le, da tragen werden könne. damals gerade alle Wissenschaften e srigile Pflege finden un Die Abgg. Graf Clairon d'Haussonville (kons.) und | die geschihtliche Betrahtung der Kunst eben begründet wird, ver- Dr. Friedberg (nl.) erklären, daß sie mit Rücksicht auf diese Er- | s{chwinden aus dem Aunsigewerde nahezu alle technischen ae tóvr a klärung auf die Durchführung der Resolution verzichten, in der Hoff- | rungen. Das nach dem ch eispiele o S R R nung, daß im nächsten Jahre eine entsprehende Vorlage werde gemacht Quo S een Peruiene De n e a Me Dun ee Zefürcht des Aba. Hes R E Schule Deeilublto über f gp Mónärcdie Abg. Dr. Hintzmann (nl.): Die Befürchtungen des Abg. Heß, dem l zten, über e 1 die e E E Lsung geäußert hat, daß nsere höheren Schulen ausgebreiteten Neße von Fachschulen dem “edin en vate at Es zu sehr Lernanstalten würden, während sie doch Erziehungsanstalten | liegt in der Zeit, daß A E das ges E das E u sein sollten, kann ich nit teilen. Es ist niht richtig, daß zu intensiv | geiltiger und politischer Grelheil ge Ge na E i ner per gearbeitet werde. Die Kurzstunde hat sich durhaus bewährt. Nur wandten Zeit der Dergangenheit, E ich E c enaisjance, 2 auf diese Weise ist es möglih gewesen, den Shülern die freien Nah- | Ideal eVLia. Darin ¿F e egründe L i M n une mittage zu schaffen, die für ein cingehendes Arbeiten unbedingt not- | durch die Nahahmung E lena anes arte ies er Ba Bn men S G der Besold d K S gen Srinat Bie MaL e des Décaantaden hat aber, \o Abg. E r. Volksp.): In der Besoldung der Kreis- | Schaffens gewinnt. Die Nach | Des ( ( r, CGulinseett h Sts die ‘Nichtakademiker ‘Benadieiint, wenig uns heute deren Aeußerungen befriedigen önnen, Bus URDEU e, Diese Schulmänner haben in der Negel {hon ein Durhschnittsalter | bare Verdienst, die alten Techniken wieder Lr G Zes G Ale von vierzig Jahren und müssen mit einem Minimalgehalt von geschaffen zu haben für neue Are M Ú ie e 3000 M beginnen. Es wäre nur recht und billig, wenn diese Herren | der Neo-NRenaissance war nur eme Le Le , Gen S ug L, ihr Höchstgehalt mit 50 Jahren erreichten. Gegenüber einer Behaup- | gangsstadium. Daß sie so e e Ie ervor N fe, dae tung des Abg. Heckenroth, daß Volkss{hullehrer sich an sozial- | seinen Grund darin, daß der erli haf Kreise iam un f 4 demokratishen Versammlungen in Königsberg beteiligt hätten, kann | Bereicherung weiter Deli fe rñllte Bie ‘Stein ih nah einem mir zugegangenen Schreiben des Königsberger Lehrer- | Prunke verleitete und mit i em Bun|che ee t zue ees vereins erklären, daß fich kein Lehrer an sozialdemokratishen Ver- | und Flitter zu erseßen, was eten an aller _ 3 E ged1 4 sammlungen beteiligt hat. Die Lehrerschaft nimmt für sih das Net | Die verdienstvollen Führer der Bewegung, wie Jakob von Falke,

a. Vertreier der Landwirtschaft: der Rittergutsbesißer Dr. Brandes in Alt of-Jnsterburg, Landkreis Jnsterburg, N der Londschg{isxes {Mittergutsbesiger Meyer in Nott- mannsdorf, Kreis Datlziger Höhe, der Stiftshauptmann des Klosters zum hl. Grabe Gans Edler Herr zu Putliß in Groß-Pankow, Kreis Ostprignitz, Der Königliche Oekonomierat, ittergutsbesißer Fließ ba ch in Chottschewte, Kreis Lauenburg i. Pomm., i ._| russishen Note vom 16. Februar dargelegten Punkte ab-

der Fideikommißbesiger von Lehmann - Nitsche in zulehnen. So gibt die cinesishe Negierung einerseits Nitsche, Kreis Schrimm, in dem am 19. März dem russishen Gesandten eiu, der Rittergutsbesißer, Vorsißende der Landwirtschaft3- | gehändigten Memorandum unserem wiederholten Drängen nah lammer für die Provinz Schlesien von Klitzing in Nieder- | und willigt darin ein, daß die Errichtung eines russischen zauche, Kreis Sprottau, Konfulats in Kobdo von der Einführung von Zollabgaben nicht ab- Ser Königliche Kammerherr von Bülow in Dieskau, ousulate pern Eig eigt aber andererseits Gt Pee Saalkreis, 5 S T LR Eo ns P ELELPOUTE

der Vandrat a. D, Königlihe Kammerherr, Vorsitende | eer rebt, und ber die Monopole, die in der Provinz Siu der Landwirtschaftskammer für die Provinz Schleswig-Holstein werden, und sagt, in Sachen des Handels mit Lokalerzeugnifsen Graf zu Ranßtau in Rastorf bei Preeß, Kreis Plön, würden den rusfishen Händlern die gleichen Bedingungen wie deu

der Landschaftsrat, Rittergutsbesißer, Präsident des Land- hinesishen gestelt werden, wobei sie das vertraglihe Recht wirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland von Frese- | der Russen, in der Mongolei und in Westhina ohne Entrichtung Loppersum in Aurich, irgendwelcher Zölle „oder Steuern Handel zu treiben, ganz un-

der Rittergutsbesißer beachtet läßt. In Anbetraht der völligen Nußlosigkeit derartiger Horst, Kreis Ahaus,

U bie U Un denen die chinesishe Regierung nur einen Anlaß

; i : ¿ i ut, die rufsishen Vertragsrehte durch Argu {hr

der Rittergutsbesiger N eute in Großenenglis, Kreis Fritlar, | gôred) ch Argumente zu beschränken, De der Vorsißende der Landwirtschaftskammer für den Ne-

diene lest später Men zu len gegangen M sieht fich die gestern

i: [ / Id : rue Regierung genötigt, jeßt diesem dur nichts gere tfertigten 4 h gierungsbezirk Wiesbaden Bartmann-Lüdicke in Frank- gereGtfert Khediven surt a. M.,

Hinziehen ein Gnde zu machen und die chinesische Negterung zu bitten, : Predt : die Nechtmäßigkeit und die Uebereinstimmung aller Punkte der russischen and zu Ehren des Königs ein der Rittergutsbesißer von Wülfing in Burg Kriegshoven, Note vom 16. Februar mit den n Belltit formell zu be- Gesandten stalt. N Z Kreis Rheinbach, stätigen. Nur „nach einer „derartigen Be tatigung kann die Nach einer vom „W. L. 4 verbreiteten Meldung der Königliche Oekonomierat, Direktor des milchwirtschaft- Einfübroag n Aotlabaubee Ver Sha A Lei E ¿2s Ab, A ies Nd N s der Sultan A ) al N ie lichen Jnstiluts der Landwirtschaftskammer für die Provi | A rep n E r K SER GIeU Ute Abgesandten der Beni Mter empfangen, die erklärten, si : z ‘air ; n es klar und sprachen es aus, daß das leßte Ziel C L jaftskamr ür den Teehandel oder irgend welche particlle Abs e: gejand l E e D O 4 Md ogebei s an politishen Versammlungen jeder | erkannten es klar und sprahen es aus, daß "Sdhsi Brandenburg du Roi in Prenzlau, Kreis Prenzlau, | & gery welche partielle Abänderungen des Ver hätten nicht die Absicht gehabt, die Waffen E den Machsen Baiteibtina A Haenentall In Po | e der künstlerishen Erziehung die Wiedergewinnung voller Freiheit der Königliche Staatsminister, Rittergutsbesißer D. Dr. zu erheben, sondern hätten nur die benahbarten Stämme : ite Graf Zedliß und Trüßschler, Exzellenz, in Charlottenburg ;

trages vom Jahre 1881 in Verhandlung zu treten. Die Kaiserliche ; E al j ; Sti 1 Regierung ist bereit, auf die Antwort auf diese Note bis 98. M4 ; L atte! ] L L b ch sei, der neuen Zeit einen thr gemäßen neuen Stil zu schaffen. Um ¿0 warten, ‘Sie macht do Vibeuf aufen daß fie s an zwingen wollen, sih mit ihnen zu einem Protest gegen die (Schluß des Blattes.) ihn kämpft man nunmehr seit zwölf Jahren au in Oesterreich. Noch aus Berlin ist zum Geheimen Rechnungsrevisor bei dem Rech- h. Vertreter der Zentrale für Vieh verwertung: bis zu dem angegebenen Termin keine ers{öpfende und befriedigende Erpressungen El Glauis zu vereinigen. Der Sulian_ gewährte hat man ihn nicht ganz durchgeseßt, E Ie Ee eo shofe des Deutschen Reichs ernannt worden der Oek ierat, Direktor der Lentrale Viehver- | Antwort bezügli aller sechs Punkte der Note vom 16. Februar ein- ihnen Verzeihung. Wie weiter aus Fes unter dem 21. d. M. di D E L , | Vortreffliches geleistet und ein vie ber]prechend L ; nungshofe des Deutschen Reichs ernc y ia (Viebaentrale) Ridark Reb carP e Le Ar Oev- | (ift die Freibolt U66 Oaübeldt Ua L daß sie die chinesische gemeldet wird, herrscht dort wieder Ruhe. Fast alle Stämme Nach dem endgültigen amtlichen Wahlergebnis sind bei | nach gleichen Zielen strebend, hinter den Bahnbrehern. Der E wertung (Viehzentrale) Richard Rehfeld in Groß-Lichterfelde, Regierung für die von ihr an den Tag gelegte Hartnädigkeit verant der Scherarda, a AG iierairien N der Reichstagsersaßstihwahl am 21. März im | Uebershwang und die Lust e Een, *Notveitiots is ch : E h : r erar (00e s L A “e D d, A RAA Stm! s er Frkenntnis des otwendigen Dem Königlich belgishen Konsul Adolf Michaëlis in Kreis MOGE, G : wortlich macht. Der Khalifa von Casablanca und die Paschas von Nabat | 1. hessishen Wahlkreise insgesamt 24 197 Stimmen abge- PiaBerungen E L thei E bödhsten ‘Vollenditaài pa Ham ist na 3 Reichs das G - exteil e. Vertreter des Standes der Viehhändler und und Saleh haben vom Sultan Befehl erhalten, allen Ange- | geben worden. Davon haben der Oberlehrer Dr. Werner- y gemacht, 8 ) annover ist namens des Reichs das Exequatur erteilt worden. i Î nd Saleh haben vom S1 Befeh iten, 4 ( ( d d SES Fenfassen- o Fleischer: L hörigen des Zaerstammes den Zutritt zu ihren Märkten zu | Bußbah (wirtschaftl. Vgg.) 12578 und der Krankenkassen- der Viehhändler, Kaufmann, Stadtverordnete Sporn- j \ i hauer in Jnsterburg,

- Jn der vorgestrigen Abendsißzung der Du mafraktion diehen, das Sinn- und Zweckmäßige ringt sich in Cormes und untersagen, bis die Urheber des Ueberfalls auf die Kolonne | kontrolleur Beckmann-Gießen 11619 Stimmen erhalten. der Viehhändler, Kaufmann Otto Neumann in Berlin / / )

der Oktobristen kündigte Gutshkow an, daß er sein Amt Dekor immer mehr dur. “Die Aufgaben, welhe die Kunst unserer als Präsident der Duma niederlege. Die Fraktion des R oi / Ir , 11 Tage zu erfüllen hat, find nicht nur ästhetisch, sondern, indem das Marchand ausgeliefert sind. Werner ist somit gewählt. der Viehhändler, Erste Vorsißende des Viehhändlerbundes Hermann Daniel in Dierdorf, Kreis Neuwied,

gegen die Geseßvorlage über die Semstwos der Wesl- Kunsthandwerk allem falschen Schein und Trug widerstrebt, auch in gouvernements zu stimmen, wenn das Gesez auf Grund des höchstem Maße sittlih. Die Kunstpflege ist als ein foziales Problem der Rentner, Stadtverordnele, Mitglied des Vorstandes des Deutschen Fleisherverbandes Ferdinand Lamer # in Cöln.

Rußland.

Der zeitweilige Verweser des

hat dem Oa Gesandten in Peking, „W. T. B.“ zufolge, E endes Telegramm zugehen lassen:

Die Verhandlungen der leßten Monate haben die Kaiserliche

Regierung überzeugt, daß die chinesishe Regierung danach strebt,

durch vershweigende oder ausweichende Antworten die in der

Auswärtigen Amts

Freiherr von Dalwigk in Haus

Afrika. v König von Sähsen ist, „W. D. B.“ zufolge; in Kairo eingetroffen und am Bahnhof von dem und den Ministern empfangen worden. Später Frühstück bei dem deutschen

Deutsches Reich.

Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht: die Amtsrichter Löffler in Rohrbach und Friedrich in Met zu Richtern bei dem Landgericht in Metz sowie die Gerichtsassessoren Peter und Binstadt zu Amts- richtern, ersteren bei dem Amtsgericht in Meß, leßteren bei dem Amtsgericht in Rohrbach, zu ernennen.

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Der bisherige Hilfsarbeiter, Postinspektor Brü ckner

Der im Jahre 1905 in Kopenhagen aus Holz und Eisen erbaute, bisher unter dänischer Flagge gefahrene Sandbagger Viola“ von 33,27 Registertons Nettoraumgehalt hat durch

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S 87 der Grundgesetze Ba werde. Die Frage der erkannt und als etn in hohem Grade nationalökonomisches ; die Kunst Niederlegung der Mandate aller Mitglieder der Fraktion wurde bis zur nächsten Fratlionssihung offen gelassen.

‘¿Ein Kaiserli er Ukas gibt laut Meldung des „W. T. B.“ die Einführung der Semstwos für die Westgouvernements auf.Grund des Artikels 87 der Grund- geseße bekannt.

oll demokratisch sein, niht von allen beherrs{cht, aber allen dienend, len innersten Wesen nach aber aristokratish, indem sie die Auslefe der Besten zur Vorausseßung, die Auslese der Besten zum Ziel hat. Wer an die Menschen glaubt, kann an den Fortschritten der Kunst nicht zweifeln.

den Uebergang in das R ee Eigentum der Firma F. Janzen Söhne in Rostock das Recht zur Führung der deutschen Flagge erlangt. Dem Fahrzeug, für welches die Eigentümerin Rostock als Heimatshafen angegeben hat, ist von dem Kaiserlichen Generalkonsulat in Kopenhagen unter dem 4. März 1911 ein Flaggenzeugnis erteilt worden.

Das im Jahre 1905 in West Hartlepool aus Stahl er- baute, bisher unter britisher Flagge und unter dem Namen „Turkistan“ gefahrene Dampfschiff „Ekbatana“ von 2898,95 Registertons Nettoraumgehalt hat durch den Ueber- ang in das aussließliche Eigentum der Hembuvg-Amerl- anijhen Packetfahrt-Aktiengesellshaft in Hamburg das Recht zur Führung der deutschen Flagge erlangt. Dem Schiffe, ee welches die Eigentümerin Hamburg als Heimatshafen angegeben gas, ist von dem Kaiserlichen ran ine in London unter em 9. März 1911 ein Flaggenzeugnis erteilt worden.

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Die sechs Berliner Mitgliedschaften des Bundes der Bäcker- und Ae A E E E Deutschlands haben beschlossen, in eine Lohnbewegung einzutreten. Außer einem neuen Lohntarif wird, der „Boss, Ztg." zufolge, folgendes geo Die Nuhezeit oll am Sonntag auf 22 Stunden ausgedehnt und von der Behörde bestätigt werden. Sonntags darf vor 12 Uhr Nachts mit der Arbeit nicht be- gonnen werden. Die Arbeitszeit bleibt die geseßlihe. Der Arbeits- nachweis bleibt in derselben Weise bestehen, nur s\oll der Meister in

Parlamentarische Nachrichten.

Jn der heutigen (58.) Sißung des Hauses der Ab- geordneten, welcher der Minister der geistlihen 2c. Ange- egenheiten D. von Trott zu Solz beiwohnte, wurde die Ftalien. E fung des Entwurfs Des Oa R L , -, , , , 117 e N i 0 (ck eta

Das deutsche Kaiserpaar ist mit der Prinzessin erals für das angs aar 1: e t 4 eo ge pas Viktoria Luise vorgestern mittag in Venedig eingetroffen. an Ministeriums der geistlihen und Unterrichts- Vei dem gin: rier des Dees fand kein offizieller Î a E S Empfang statt, doh hatten sich, „W. T. B.“ zufolge, zur Vlerzu Uegen folgende Anträge vor: t ; w Begrüßung des Kaiserpaares der in Venedig weilende Herzog R Die Abgg. Dr. Friedberg (nl.) und Genosen Page die Zu ps An e E ab elen be, der Abruzzen, der deutsche Militärattaché, der deutsche Marine- p egierung behufs nahhaltiger Förderung der Jugendpflege- erbt ï i lins und der Vororte, soweit sie im attaché der deutsche Konsul und die Mit lieder b deutsd en bestrebun gen, besonders auch um die weitesten Schichten des | s{äftigten Ste [macher erl arislert find Fi d : : F S) / j tigeleder Der deul| olkes über den Zweck derselben allgemeiner aufzuklären, zu er- „Deutschen Holzarbeiterverbande" organi! ert find, hielten eine gu RG Kie Malcsien n unn o Na begaten suchen, dem Hause 1) noch vor der nächsijährigen Beratung des Etats | besuhte Versammlung ab, um in ihrer Lohnbewegung weitere Be- i) die Majestäten und die Prinzessin in Booten an Bord der i /

eine Denk : , die über Entstehung, Entwicklung | {hlüsse zu fassen. Es wurden, wie die „Voss. Ztg.“ meldet, folgende Kaiserlichen Jacht „Hohenzollern“, wo sie Wohnung nahmen. und Ziel U Sieenbbilece wie iber die grundsäßlihe Be- | Forderungen aufgestellt: 52 stündige Arbeitszeit, WMeindeststundenlohn

Oberrehnungskammer.

Der bisherige Hilfsarbeiter, Eisenbahnobersekretär Groh aus Erfurt ist zum Geheimen Rechnungsrevisor bei der Königlichen Oberrehnungskammer ernannt worden.

Theater und Musik.

Komische Oper.

Sn der Komischen Oper wurde am Sonnabend zum ersten Male Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“ auf- geführt. Direktor Gura griff damit auf den {hon im vorigen Sommer bei Kroll von ihm unternommenen Ver uch zurüdck, das lustige Werk neu zu beleben und ihm wieder einen Play auf der Bühne zu erringen. Ob das Publikum ihm darin Gefolgschaft leistet, wird die nächste Zukunft lehren. Jedenfalls war die Aufführung unter Kapellmeister Bings Leitung und unter der Regie des Herrn Witte- Wild, der die Glanzzeit Offenbachs miterlebt hat, sorgfältig vorbereitet und wurde hauptsählich musikalisch dem Werke vollkommen gerehts

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 6 der Preußischen Geseßsammlung enthält unter

Nr. 11105 das Geseß, betreffend Abänderung der Land- gemeindeordnung für die Provinz Hannover vom 28. April 1899 (Hannöv. Geseßsamml. S. 393), vom 17. März 1911, unter

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