1911 / 78 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Fhr ehemaliger Verführer Kcc heiratet ihre Schwester Sabine und kommt auf diese Weise wieder in die Nähe seiner früheren Geliebten, die er dur Drohungen, daß er Moulis alles ver- raten werde, zwingt, ihm au<h jeßt zu Willen zu sein. Sophie liebt ihren Mann zwar aufrichtig, bringt aber nicht die scelishe Krast auf, ih ihm anzuvertrauen. Da sih Sabine vor dem gewalttätigen Koc in das Heim ihrer Schwester flüchtet und dieser sie von seinem Schwager Moulis ungestüm zurü>fordert, ge- raten die beiden Männer in einer theatralis< ungemein wirkungêvoll aufgebauten Szene aneinander, in der Koc dem S><>{wager mit brutaler Offenherzigkeit “die Untreue Sophies verrät. Die letztere geht freiwillig in den Tod, während Moulis seinen Sc{wager, den Verführer seines Weibes, er- würgt. Das alles klingt zwar in so knapper Inhaltêangabe ret abentèuerli<, ift aber mit geshi>ter Hand gestaltet; besonders ist auf Charafterisierung und Motivierung gebührend Bedacht genommen. Auch den Nebenfiguren, die für den Gang der Handlung keineswegs eus sind, merkt man es an, daß sie rah dem lebenden Modell gearbeitet sind. Die wichtigste von ihnen, einen vornehm denkenden sibirishen Flüchtling, gab sogar dem Darsteller, Herrn Lettinger, Gelegenheit, ein Kabinettstü>khen feiner Charakteristik zu hatten Auch sonst war die Aufführung unter dieses feinsinnigen Künstlers Negie ganz vortreffli<. Die beiden Ehepaare hatten in den Herren Zistia (Moulis) und Kaufmann (Koc) in den Damen Axel (Sophie) und Werner (Sabine), von einigen Üebertreibungen abgesehen, ihren Aufgaben vollauf gewachsene Vertreter. Aus dem übrigen Ensemble ragten noch die Mere Schmidt, Kober und Neßler bedeutsam hervor. Der anwesende Verfasser wurde wiederholt hervorgerufen.

Fm Königlichen Opernhause findet morgen, Sonnabend, eine Wiederholung von R. Leoncavalles „Maïa“, mit Frau Kurt, den Herren Maclennan, Bischoff, Griswold und von S{hwind in den »auptrollen, in Verbindung mit P. Mascagrits „Cavalleria rusticana“ tatt, in der die Damen Nose, Gates, von Sczeele: Müller, die Herren Sommer und Habich beschäftigt sind.

Im Königliwben Schauspielhause geht morgen Shaké- speares „Julius Caesar“, mit Herrn Zimmerer in der Titelrolle, in Szene. Den Marcus Antonius \pielt Herr Staegemann, den Marcus Brutus Herr Kraußne>, den Cassius Herr Sommerstorff, den Caëca Herr Pohl, den Decius Brutus Herr Geisendörfer, die Cal- púurnia Ftäulein von Arnauld, die Portia Frau Poppe.

Vorderhirn von „Sirena lacertina“. Jhre Aufnahme in den Anhang der Abhandlungen der physikalis< - mathematischen Klafle wurde beschlossen. Es werden die Anordnung der Zell- ruppen, sodann der Verlauf der markhaltigen Faserzüge be- rieben und mit denen der übrigen Amphibien verglichen. r Liebish legte eine Arbeit des Professors Dr. N. J. Meyer in Berlin vor: Ueber einen skandiumreihen Orthit aus Finnland und den Vorgang seiner Verwitterung. Die Analyse des Orthits von Impilaks am Ladogasee ergab den höchsten Gehalt an Skandiumoryd, ‘der bisher in einem Mineral festgeitellt worden ist. Durh Verwitterung wird Wasser und Kohlensäure auf- enommen, das Eisenoxydul vollständig in Cisenoxyd übergeführt, der alkgehalt vermindert; \{ließlih findet au<h eine Fortführung der Kieselsäure statt.

sammlung beantragten Abänderungen angenommen. Auf die öffent, liche folgte eine geheime Sitzung. öffent

Erste Beilage zum Deulschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen

M78. Berlin, Freitag, den 31. März

__ Ai Donnerstag, den 6. April, finden in den Meorgenstunden; internationale wissenshaftli<he Ballonaufstiege statt, Es steigen Drachen, bemannte oder unbemannte Ballons in den meisten Hauptstädten Europas auf. Der Finder eines jeden un- bemannten Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Inslruktion gemäß den Ballon und die Instrumente sorgfältig birgt und an die angegebene Adresse sofort telegraphis< Nachricht sendet.

Staatsanzeiger.

Verden a. d. Aller, 31. März. (W. T. B) Deie beiden ? d Militärflieger, Leutnants Erler und Ma>kenthun (vgl. Nr. 77 Verichte von deutschen Fruchtmärkten. d. Bl.), find vom Neuenlander Felde kei Bremen mit ihrem L L L L L S RS S RT G T N TT S T tee H Flugzeug gestern nahmittag um 4 Uhr 18 Minuten wieder aufge: E O Qualität stiegen und haben troß starken Seitenwindes ihre Fahrt fortgesetßt. Ihr Zweide>ker „Albatros“ ist um bF Uhr, nachdem er eine Sthleife gertng mittel

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

über der Stadt beschrieben hattè, hier auf einer Weide glatt ge- landet. Heute früh 7 Uhr 26 Minuten {ist der Zweide>er niedrigster | höchster | niedrigster | hôchster | niedrigster höchster [Doppelzentner M t t“ t t k e

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nah überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

Eine Ausstellung kir{<li<er Kunst Shwabens ver- anstaltet die Beratungsstelle für das Baugewerbe bei der Königlichen Zentralstelle für Gewerbe und Handel in Stuttgart in der Zeit vom 1. August bis 15. Oktober 1911 in der König Karl-Halle des Landesgewerbemuseums und in den Räumen des gegenüberliegenden neuen Ausstellungsgebäudes. Die Ausstellung wird si<h in eine alte und neue Abteilung gliedern. Die alte baukünst- lerishe Abteilung foll in einer graphis<hen Abteilung Original- entwürfe, Maßaufnahmen, Lichtbilder, Stiche, Aquarelle, Gemälde und Modelle von fkirhliGzen Bauten jeglicher %1t und ihren Einzelheiten bringen unter Eins{hluß des entsprehenden Sebristtums. Desgleichen sollen von alten Bauteilen solhe im Original gezeigt werden, deren Entfernung* leiht möglich ist. Die neue baufinftleris<he Abteilung soll eine graphische Abteilung sowie Kirchen- und Kapellenräume umfassen. Näheres i} durch die Be- ratungs\telle für das Baugewerbe, Stuttgart, Kanzleistraße 28, zu erfahren.

Am vorigen Markttage

Durch- \chnitt3- preis

d

Durchschnitts- pre

für 1 Doppel- zentner

gut Verkaufte

Menge

Verkaufss wert

zur Weiterfahrt nah Hannover aufgestiegen. Auch auf diesem Gluge werden die Flieger vom Leutnant Cramer, der ihnen {on von Berlin aus mit seinem Opelrennwagen gefolgt war, begleitet.

Paris, 30. März. (W. T. B.) Abgeordnete und Ver- treter der Winzer des Departements Aube verhandelten heute mit dem WVorsißenden der Aerbaukommission Clémentel, Clémentel machte den Vorschlag, der aus der abgegrenzten Champagne stammende Wein solle als „klassierter Champagner“ und der aus dem Departement Aube kommende s{<le<tweg „Champagner" ge- nannt werden. Man bes<loß, falls die vom A>erbauministerium gesManene Sonderkommission s< niht bis Montag für die Etn- eziehung des Departements Aube in die Champagne ausgesprochen haben sollte, am 9. April im Departement Aube einê' Volks: abstimmung über den Vorschlag Clétnentels herbeizuführen. Die Vertreter des Marnedepartements sind geneigt, den Vecmittlungs- vorshlag anzunehmen. Die hier eingetroffene Abordnung des Bezirks Bar-sur-Aube hatte sich gleichfalls bereit erklärt, diesen Borslag an- zunehmen. Der Winzerverband des Bezirks von Gaillac im Marnedepartement berief eine Versammlung, welche dagegen Einspruch erheben soll, daß die Weine des Bezirks aus dem Bordeaurx- weingebiet ausges<lossen werden.

Paris, 31. März.

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Weizen. 8,00 was 1 18,80

18,69 18,20 18,60 19,20 18,00 20,09 19,50 18,70 23,00 20,50

183,00 13,70

Goldap .… - Landsberg a. Wongrowiy . Breslau . Skriegau PusMera i. Schl. E, a Geldern . . N o Döbeln . . Langenau Sto>kach . Nástatt-=+-» « Château-Salins

Bo 18,30 18,80 19,10 19,00 19,20 18,20 20,30 19,50 18,90 23,00 20,50

W. .

18,10 18,20 18,80 20,00 18,50 18,60 21,60

21,80 21,80 19,60 | 19,80

Kernen (euthülster Spelz, Diukel, Fesen). 21,60 21,60 R

17,20 17,80 18,80

19,70 1850 18,00 21,60

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18,00 Literatur.

Or. Karl Kraepelins Naturstudien erfreuen si<h mit Necht größer Beliebtheit unter der herannahsenden Jugend. Der Vetfasscr besißt die s{öne Gabe, in unterhaltender Form zu belehren und ein aus eigenen S{hauen und Forshen gewonnenes Wissen an- schauli< und lebendig zu übermitteln. Seinen „Naturstudien im Hause“ ist jeßt ein Bäntchen „Natur studien in fernen Zonen“ gefolgt (Verlag von B. G. Teubner in Lipzig und Berlin, geb. 360 M), in dem der Leser in der Form von auf zwölf Abende verteilten Gesprähen unter der Führung eines sach- Fundigen Beraters mit den hauptsächlihsten Naturerscheinungen des tropislhen Meeres, der Wüste, der Vulkane und des tropis<en Urwaldes bekannt gema<ht wird. Wie die jugend- lichen Hörer, die sih in dem Buche an den Abendunterhaltungen be- téiligen, von threm die Gespräche leitenden Vater zum Miterleben der behandelten Naturersheinungen, zum Mitfinden der ihnen zugrunde ltégenden Ursachen und der aus ihnen ih ergebenden Folgerungen an- géreagt werden, so wird auch der Leser zum eigenen Beobachten an- eleitet. Das Büchlein darf derselben freundlihen Aufnahme gewiß ein, die seine Vorgänger gefunden haben. Die dem Text beigegebenen Abbildungen haben zum Teil nicht die notwendige Schärfe und An- scaulid;keit.

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[1111

21,60

(Der Konzertberi<ht befindet sich in der Zweiten Beilage.) 21.00

(W. T. B.) Wie aus Charleville ge- Langenau 21,00

meldet wird, unternahm der Flieger Sommer gestern auf einem Stockach A :

Zweide>ker mit'a<t Passagieren einen Flug von 1} Stunden R und legte etwa 100 km zurü>. Sommer Vat damit einen neuen i 1380 13,80 Weltrekord aufgeslellt. Der Flieger Vedrine ist heute früh 2 a 6 Uhr 18 Minuten von Poitiers abgefahren und 8 Uhr 14.90 14.90 30 Minuten in Paris eingetroffen, also mit einer Geshwindig- A 4 feit von 146 km in der Stunde gefahren. 12,90 13 80 E 13,80 14,00

13,80 13,80

15,50 15,80 14/40 14.40 13/60 13.90

Maaunigfaltiges.

Berlin, 31. März 1911.

Die Stadtverordneten hatten in ihrer gestrigen Sitzung die Wahl des Oberbürgermeisters und zweier FeE bote Stadträte vorzunehmen. Der Oberbürgermeister Dr. Kirschner wurde einstimmig auf weitere 12 Jahre zum Ersten Bürger meister gewählt. Die ‘Neuwahl der besoldeten Stadträte diente zum Ersaß des verstorbenen Stadtrats Dr. Münster- berg und des in den Nuhestand getretenen Stadtrats, jeßigen Stadt- ältesten Mugdan. Als Kandidaten waren aufgestellt die Magistratsräte Dr. Hamburger und Dr. Franz. Beide wurden zu besoldeten Statträten für die Dauer von 12 Jahren gewählt. Nah der Wahl ließ der Auss{uß zur Vorbereitung der Magistratsvorlage, betreffend die Reviston der Lohnsäße für die städtishen Arbeiter, über seine Beratungen und Be- {<lü}se Bericht erstatten. Der Aus\{<uß beantragte, den Magistrat zu ersuchen, die Urlaub8ordnung für die städtisen Arbeiter dahin abzu- ändern, daß nach dreijähriger Dienstzeit drei Tage, noh fünfjähriger Dienstzeit fieben Tage und nach zehnjähriger Dienstzeit zehn Tage Urlaub

oggen. 14,20

13,70 13,90 14,20 14/40 14,40 15,80 15,40 14,00 16,25

| 13,47 14,20 / 14,90

13,90 13,80 14/40 l 14/40 14/40 14 40 16,10 15,40 14,90 14/20

16 25 16,00

Goldap . . Landsberg a. W. - Mottbus i o Wongrowih - Breslau . « Striegau. . _. Hirs erg i. Schl. Natibor ¿6e Geldern .

Neuß . Döbeln

Kandersteg, 31. März. (W. T. B.) “Vergangene Nacht 3 Uhr 50 Minuten erfolgte der Durhschlag im Lötschberg- tunnel. Die Arbeiter trafen von beiden Seiten unter großer Be- geisterung zusammen. Die Lötschberglinie bedeutet eine wichtige Zufahrt zum Simplon. Die Tunnelarbeiten begannen am 15. Oktober 1906. Die Länge des Tunnels beträgt 15 km 1575 16.00 977 m. Das Nordportal befindet s\< in Kandersteg (Berner E ee 15.00 1550 Oberland), das Südportal bei Goppenstein (Kanton Wallis). Die Château-Salins . ' ' Linie erreiht bei Brig die Simplonlinie. Troy großer Schwiezig: G keiten erfolgte der Dur(schlag vor Fer veitraglich festgeseßten Zeit. 4.00 14 00 T7 Goldap -. 14, /

Der Sultan Won rowiß 18.66 1320

H j : n \ 1 Mörder des Breslau . 15.90 gewährt werden; gelernte Arbeiter, die vorübergehend in städtishen Be- | Oberstleutnants von Schlichting bestätigt. Der Mörder 5A 15,00 14/00 trieben bes<äftigt werden, nah den im betreffenden Gewerbe bestehenden | wird am Sonnabend erschossen werden. Striegau Es 13,70 ns tarifmäßigen Löhnen zu bezablen ; die Verwaltungsdeputationen anzu- Hirschberg i. Sl. . 14,00 1370 weisen, bei allen die Arbeiterverhältnisse angehenden Maßnahmen Ge e 13,30 cl vorher den betreffenden Arbeiteraus\{uß zu hören, sowie die Anträge (Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten und Döbeln v 90.00 90.00 des Hauspersonals der städtishen Kranken- und Irrenanstalten dem Zweiten Beilage.) Langenau L e O 21 00 Magistrat als Material zu überweisen. Die Anträge des-Ausschusses 3 Nastatt E S f 0 15 20 wurden nach längerer Debatte unter Ablehnung aller in der Ver- e Château-Salins «. « « - o o o o 15,0 /

14 40 15 31

Bauwesen.

Im Arqchitektenverein zu Berlin wird am 3. April, Abends 74 Uhr, der Professor Dr. Weiniy einen Vortrag über „Bau- und Kunstges{G\{<tlißes aus dem Walde>schen Fürstentum“ (mit Lichtbildern) halten.

Dheater und Musik.

FriedriŸ Wilhelmstädtishes Schauspielhaus.

„Etne Ehe * betitelt fh ein dreiaktiges Drama etnes bisher utibefannten Verfassers, Karl M. Jacoby, das gestern bei seiner Erstaufführung im Fricdriß Wilhelmstädtishen Schausptelhause ftarken Beifall fand. Dem Vernehmen nah liegt dem Werke eine wahre Begebenheit zugrunde, eine vom Leben selbst gedihtete Familien- tragöôdie lieferte dem Verfasser den Stoff. Sophie Moulis hat ibrem Mann einen vor der Ehe begangenen Fehltritt vers<wiegen.

ersie. 15,00 15,40 13,30 16,00 14,20 14,50 13,70 17,00

22,00

14,00

R 15.48

15,60 14,00 17,50 14,50 14,50

14,00 17,50

22,00

Konstantinopel, 30. März. (W. T. B.) bat heute mittag das Todesurteil gegen den

13,60

20 00 21,00

Hafer. 14,60 16,00

APERgEpEpmp P E E E E I E L T a, B E L S s S E E E E E

14 07

14,60 12 169 16,00 35 602

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14,00

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Meyers. Schwank 17,20 17.10

Theater. Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern-

«s e ade Ss Uteraazentsvoritellung. Maïa- LyriLes

Drama in drei Akten von Paul de Choudens. Deutsch von Georg Droesher. Musik von R. Leon- cavallo. Müúßikalishe Leitung: Herr Kapellineister Blech. Regie: Herr Oberregisseur Droescher. Caválleria rusticäána. (Bauernehre.) Opex in einem Aufzug von Pietro Mascagni. Lerxt na< dein gleihnamigen Volksstü>k von G. Verga. Musifalishe Leitung: Herr Kapellmeister Dr. Besk. e Herr Oberregisseur Droesher. Anfang 75 Ukr.

Schauspielhaus. 89. Abonnementsvorstellung. Julius Caesar. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Silllam Shakespeare. Ueberséßt von A. W. von S E Regie: Herr Regisseur Patry. Anfang s r.

Neues Operntheater. Gastspiel des „Schlierfeer Bauerntheaters" (Leitung: Direktor Xaver Terofal). Klyine Vorftellung für den NRiesengebirgsverein (Zutritt für jedermann): Der Stammhalter. Bauernposse mit Gesang und Tanz in drei Akten vou Carl Frey. Anfang 8 Uhr.

Sonntag: Opernhaus, 87. Abonnementsyor- stellung. (Gewöhnliche Preise.) Dienst- und Fret- pläge sind aufgehoben. Die Zauberflöte. Oper in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Text bon Einanuel S{(ßikaneder. Neueinrihtung für die Köataliche Over. Anfang 7} Uhr.

S<hauspielhaus. 90. Abonnementsvorstellung. Dienst- und Freipläße sind aufgehoben. Die wi dieie! Mabfed Lustspiel in vier Aufzügen von Gutav Freytag. Anfang 7# Uhr.

Neues Operntheater. Gastspiel des „Schlierseer Bauerntheaters*“ (Leitung: Direktor Xaver Terofal). »widmitiays 34 Uhr: «Bei ermäßigten Preisen : Almineuraus< und Edelweißz. OÖberbayerisches Gharaktergemälde mit Gesang und Tanz in 5 Akten nach einer Erzählung von Dr. Hermann von Schmid. „Für die Bühne einger\<tet von Hans Neuert. Nbends 8 Uhr: Der Amerikasepp"l. Bauernposse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Benno Rauchenegger und Konrad Dreher.

Deutsches Theuter. Sonnabend, Nachmittags 5 Uhr: Faust, 2. Teil.

Sonntag: Faust, D. Teil.

Montag: Faust, 1. Teil.

Kammerspiele.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Sumurü@n.

Sonntag: Die Königin.

Montag: Die Komödie der Jeruugen. Norber: Die Heirat wider Willeu.

Lerliner Theater. Sonnábend, Abends 8 Uhr: Bummelftudenten. Posse mit Gesang und Tanz in fünf Bildern na< G. Pohl und H. Wilkens. Musik van. Goaratd.- ee

Sonntag, Nachmittags fresser. Abend3: Bummelstudeuten.

Montag und folgende Tage: Vummelftüdeuten.

Lessingtheater. Sonnabend, Abends 8 Ubr: Glaube und Heimat. Die Tragödie eines Volkes. Drei Akte von Karl S{önherr.

Sonntag und Montag: Glaube und Heimat.

Ueues Schauspielhaus. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Das kleine Schokoladeumädchen.

Sonntag: Medusa.

Montag: Wiederkehr.

Komische Oper. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Tosca.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Hoffmanns Er- N URg o. Abends: Orpheus in der Unter- welt.

Montag: Orpheus in der Unterwelt,

Schillertheate. @. (Wallnertheater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Gabriello, der Fischer. Eine Burleske in vier Aufzügen von Ernst Preczang.

Sonntag, Ee 3 Uhr: Die Ehre. Abends: Maria und Magdalena.

Montag: Gabriello, der Fischer.

Charlottenburg. Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Nathan der Weise, (Fin dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen von G. E. Lessing. Abends 8 Uhr: Der Traum cin Leben. Dramatishes Märchen in vier S von Franz Grillparzer.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Priuz Friedrich von Somburg. Abends: Ein idealer Gatte.

Montag: Maria und Magdalena.

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstr. 12.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die lustigen Nibelungen. Burleske Operette in 3 Akten von Nideamus. Musik von Oscar Straus.

Sonntag, Nachmittägs 34 Uhr: Die geschiedene Frau. Abénds: Die lustigen Nibelungen.

Montag und folgende Tage: Die lustigeu Nibelungen.

Kustspiellans. (Friedrichstr. 236.) Sonnabend,

Abends 8 Uhr: Die grüne Neune. Ein Stück Alt - Berlin mit Gesang und Tans vou Toni

Impek'’oven.

3 Ühr: Der Veilcheu-|

in drei Akten von Friedmann-Frederi<. Abends: Die grüne Neune.

Montag und folgende Tage: Die grüne Neune. C0 Co -

Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Fernands Ehekontraët. Schwank in drei Akten von Georges Feydeau. Jn deutscher Bearbeitung von Benno Jacobson.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Parifer Menu. Abends: Fernauds Ehekonutrakt.

Montag und folgende Tage: Feruands Ehe- fountraët.

Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.)

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Polnische Wirtschaft. Schwank mit Gesang und Tanz in drei Akten von Kraaß und Okonkowsky, bearbeitet von J. Kren. Gesangsterte von Alfred S{hönfeld, Musik von J. Gilbert.

Sonntag und folgende Tage: Polnische Wirt- schaft.

Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof

ciedri<hs\tr.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Hippolytes

benteuer. Schwank tin drei Aften von Nancey und Armont.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr : Fräulein Josette meine Frau. Abends: Hippolytes Abenteuer.

Montag und folgende Tage: Hippolytes Abenteuer.

Modernes Theater. (Kóniggräßer Str. 57/58.) Sonnabend, Abends 8x Uhr: Der Feldherruhügel. S{nurre în drei Akten von Roda Roda und Rößler.

Sonntag und folgende Tage: Der FeldHerru- hügel.

Konzerte.

Singakademie. Sonnabend, Abends 8 Uhr:

Brahms -Schumaun - Abend von Margarete Loewe (Gesang). Am Klavier: Oskar C. Posa.

Saal Bechstein. Sonnabend, Mittags 12 Uhr: Matiuee von Etelka Gersters Gesaugschule (verlegt vom 4. März).

Abends 74 Uhr: Kammermusfilabend des Nordischen Trios (Julius Thornberg, Jda Tyhoruberg, Henry Bramfon).

Zirkus Schumann. Sonnabend, Abends 74 Uhr Grande Soirée high Life. Automobtvil- überholungsrennen in der Luft mit 2 Auto- wobilen! Größte Sensation „Qusgeführt von La belle Géorgina Und ihrem Partner. Um 94 Uhr: Dex große Coup der Schmuggler. Norher: das große Programm.

Sonntag, Nachmittags 3} Uhr und Abends 74 Uhr: S große Vorstellungen mit besonders reihhaltigem Programm. U. a.: Das Auto- mobilrennen. Ferner in beiden Vorstellungen: Der große Coup der S<hmuggler.

Pirkus Kusch. Sonnabend, Abends 74 Uhr:

Große Galavorstellung. Capitain Frank Leffel : Der Schuß durch das Herz. Mous. Cariot: Hindostanishe Jongleurküuste. Herr Burkhardt - Foottit, Schulreiter. Herr Ernst Schumann, Fretheitsdressuren. Reiter- familie Frediano. 3 Gebr. Fratellinis, urkfom. Clowns. Zwergclown François als Kunstreiter. Um 94 Uhr: Die Ausstattungs- pantomime „Armin“ (Die Hermaunschlacht).

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Ilse Kruse wit Hrn. RegicrungL- assessor Dr. jur. Arnold Kressmann (Düsseldorf z¿. 2t. Schleiden |. Eifel). Frl. Emmy Horn mit Hrn. Willy Allendorf (Potsdam—Gr. Salze)-

Vereheliht: Hr. Oberleutnant Ludwig von Kald- stein mit Frl. Eva von Glasenapp (Potédam).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Curt von Nofen- berg (Frankfurt a. O.). Eine Tochter: Hr Amtsrichter Drt. Daesler (Strehlen). Jonkheer Ludolf van Bevervoorden tot Oldemeule (Amfster- dam). :

Gestorben: (Oppeln). Frl. Margarethe von (Charlottenburg).

Hr. Stadtrat Reinhold Hattwid} Wende *

Verantwortlicher Redakteur : Direktor Dr. Tyrol in Charlottenbur g- Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin- 4 Oru> der Norddeuts<en Buchdru>erei und Verlags" Anstalt Berlin 8SW., Wilhelmstraße Nr. 32, F Vierzehn Beilagen

(eins{ließli< Börsenbeilage und Warenzeichen- beilage Nr. 26).

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Berlin, den 31. März 1911.

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Deutscher Reichstag. 159. Sißzung vom 30. März 1911, Mittags 12 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphishem Bureau.)

Innahme des Entwurfs einer zweiten Er- ut E Ne unaßgesebes in dritter Lesung seßt das Haus die zweite Beratung des Geseßentwurfs, betreffend die Feststellung des Reichshaushaltsetats für das Rechnungs- jahr 1911 mit dem Etat für den Reichskanzler und

die Reichskanzlei fort. : a Ube den Anfang der Sißung ist in Nummer d. Bl. berichtet worden. A N » n Kanitz (dkons.): In iesen Tagen richten w tete As 2 das E e nduie Königreich aen, as vesen Gntwi>klung wir den freudigsten Anteil nehmen. “s L N wünschen müssen, daß der e E Lies E haltung des Weltfriedens, au n Zuky l eben fe: müfsen wir au<h dem Königreich Italien ein wagen gt die Zukunft wünschen. Au die Zusammen R A ggen i ist veittragendsten Bedeutung gewesen. Q ir jaben u is d M brer E Cenden Gesinnung für Rußland ner einen Zweifel S ale f Ai A „us Tas zu Rußland is, um so |{<werer j D) Sierra ÎU e immer no< darauf ausgehen, 0 und fleren in Deutschland und Rugan L aen, wie es sogar in den leßten Tagen noch gesheßen liche R weisen immer darauf hin, daß es nicht bloß wirt) i e kommerzielle Interessen sind, die uns mit Rußland verbird en, au< die Gemeinsamkeit der monarchischen Institution, 8 De Vertrag hat nicht überall gleiche Befriedigung erreg B Ane Di maßregeln der russishen Regierung schienen au man A zu re<tfertigen. Aber unser Nerkehr mit Persien war neo iat ganz untergeordneter Bedeutung, sodaß es \le<ter eigen

der gestrigen

wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitge (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung,

14,00 17,20 17,20 14,20 15,00 7 49.00: 16,00 14/50 18,20 14/80 17.60

15,40 15,00 15,50 L 15,80 16,50 15 50 16,50 18,34 15,60

15,60 15 15,50 : 15,50 15,40 1 16,60 820 17,00 70 15,50 40 18,00 4 18,40 26 15,80

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16,50 14,50 18,20 15,00 17,60

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2000 | 22,00

20,00 14,50

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daß der betreffende Preis nicht vorgekomtnen ist, ein

Kaiserliches Statistisches Amt. van der Borght.

bei den bisherigen vet e R

esen ift : jeßt dürfen wir auf geordnetere Zustände re<nen, Un gewese A O das Len bâltnis zu Persien bald eine völlige Klärung Bei der Bagdadbahn kreuzen {ich die Interessen der ver- \chiedensten Nationen, fast aller europäischen Völker. Es versteht fich ganz von selbst, daß England an. dieser Eisenbahn, die die erste Schienenverbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Persishem Gofl darstellt, ein ganz A arvorragendes Interesse hat, daß es daraus bedacht sein muß, die absolute Neutralität dieser Eisenbahn zu siern., Da {eint mir der Vertrag zwischen der deutschen ( esell- {haft und der türkis<en Regierung vom 21. März die letzten Be- denken zu beseitigen geeignet; er wird hoffentlih einem besseren Einvernehmen mit England au< auf anderem Gebiete die Wege ebnen. Die deutsche Gesellshaft mag ja gewisse Dpfer gebra<ht haben; i< glaube aber annehmen zu dürfen , daß die Gesellshaft im wesentlichen ihre íInteressen gewahrt hat. Marokko kommt ja leider nit zur Nuhe. Auch unter dem Sultan Mulay Hafid, der seine Einsezung etner Revolution verdankt, wird keine Beruhigung eintreten. Vas Land wird durchzogen von Räuber- banden und Gmpötern, und die Regterun ist absolut außer stande, Ordnung zu schaffen. Der französischen Regierung ist wegen der Er- mordung des französischen Dffiziers Marchand und dreier Soldaten Genugtuung in Aussicht gestellt ; der Crfolg wird allerdings abgewartet werden Giüseti: Er erscheint mir ret zweifelhaft. Vor einigen Tagen hat Cruppi eine Rede gehalten, in der auch die marokkanische Anleihe- frage eine wichtige Rolle spielt. Nach Art. 31 der Algeciras-Akte sollen die sämtlichen Finanzoperationen 2 arokfos durch die _marokta- nishe Staatsbank besorgt werden. Daran sind die dreizehn Signatar- mächte beteiligt, Amerika ist jedo ausgeschieden. Nun liegt die Sache so, daß Marokko unter allen Umständen Geld gebraucht. Die Staatskassen {find leer, 80 Millionen sind unumgänglich erforderlich. Da deutsche Banken, wie jederman weiß, sich s{hwerli<h dazu herbei- lassen werden, Marokko diese Summe vorzustre>en, so wird faum etwas anderes übrig bleiben, als daß dieses Geld wiederum

mehr werden konnte, als es

erfahren.

von französishen Kapitalisten geliehen wird. Dadurch gerät, fo

232

39...

1 130 600 68 476

53 360

bedauerlich finanzielle

liche

es au Abhängigkeit Erwartung aussprechen,

15,47

De +-

16,20 16,14 15,00 16,88 18,32

17,60 20,00

15,50 |

14,70 |! 15,90 | 16,25 | 15,00 | 15,00

18,17

L600 f

19,50

erscheint,

Frankreichs. daß die Ne eciras-Akte

an einer Aufrechterhaltung der Alg die Einstellung eines jungen Deut

legion,

der auf die Ÿ worden ist, wurde uns in der Budgetkommi auseinandergeseßt, Man kann keinen de Staatsangehörigkeit zu erwerben,

daß

die

Reklamation

¿Frage

O O

natürli alle diplomatishen Schritte auf.

daß nicht von französif die Fremdenlegion eingestellt werden. Regierung Anordnung gegeben sein, da

haupt niht mehr anzunehmen sind.

dem deutshen Volksempfinden überhaup Landsleute in größerer Zahl in dieses Korps von find auf das aber ih

Elementen

Resultat überhaupt

eingestellt W der französishen Regierung angewie]en, nit auf, daß es gelingen wird, durch in der Richtung

nicht Ih komme no< einmal auf G zu erwähnen, die ein amerikani

mehr

4h

ges<hwaders, vor einigen

einem offiziellen Fest in der Guildhall beitvebnte. englishe Volk der unverbrüchlichen Freundshaj- die Union fei bereit, Gut Un

Einen gewissen die einige Monate später im a Clark gehalten hat. Sie lief auf die Man wenn afts ge- edeutung au<h

{aft der Amerikaner ; englishen Bundesgenos)en dieser Rede bildet eine andere, chen Repräsentantenhaus Einverleibung Canadas i würde dieser Redner würde.

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Nede niht als

Sie

werden.

e Champ C ( i n die amerikanishe Union hinaus. besondere C C präsumtive Nachfo besondere

keine der bekommt

zu erzielen, in dieses ) auf England zurü>, um eine shöne Rede her Admiral, Chef eines Panzer- Monaten in London gehalten hat, wo er Er versicherte das d Waffenbrüder- “ut. für ihré it zu

zu opfern. t z1 ikani-

Wir

Marokko Ich

seiner

nicht

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\ o leiht zu / utshen Angehörigen verhindern, die französische und hat er sie erworben, so hören Es ist aber zu wünschen, wie bisher Deutsche in

Es soll von der französischen ß Leute unter 18 Jahren über- Ich möchte hinzufügen, daß es t niht entspricht, wenn un

cher Seite rüd>sihtslos

daß Korps

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teilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen bere<hnet. Punkt ( . ) in deu legten se<s Spalten, daß entsprehender Bericht fehlt.

mehr in die

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ierung } Festhalten wird.

hen in die französishe Fremden- \ entlassen ion vom Staatssekretär lösen fei.

nicht

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eingereiht

lger

zuversicht- troy alledem Ueber

Wohlwollen ebe die Hoffnung gütlihe Verhandlungen ein deutshe Untertanen werden.