1911 / 79 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Staaten Vorschläge machen, die deutshe Regierung it zu Abmachungen über eine Entlastung aussprechen sfanzler zeigte fich dankbar für die rorsihtige Form ution; ih glaube, daraus die Vitte ableiten zu h Haus der Resolution zustimme. Ein Ver- doeh endlih einmal gema<ht werden. Berechtigte Wüns r Beamten aller Staaten können erft erfüllt werden, wenn in der Rüstung niht mehr so fortgefahren wird wie bisher. n unsere Resolution nicht abgelehnt wird, so wird der Eindru> auffommen, als ob Deutschland der Störenfried sei. Graf spricht sih gegen das Prinzip der langfristigen Handels- und der Meistbegünstigung aus. Unfer Land ift aber ein rendes Land, unsere Industrie muß deshalb auf mehrere Jahre

den Export übersehen können. G

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Graf Westarp und der Abg. haben si< bemüht, den Abg. Bassermann zu widerlegen,

f runterzumachen, und baben gesagt, daß Baffermann

Ton nicht hebe. Ah Gott, wie oft haben Sie auf der

Rechten das Niveau niht heruntergedrü>t, ebe der Hahn dreimal gefräht hat. Der Abg. Roesi>ke spriht von dem Stroh, das der turmwind bei Wablen wegwehen werde, und dabei ift im t unter den Füßen geworden, daß er i<lewig-bolsteinishen Wahlkreis umgesehen hat.

3, bes ; Graf Westarp, haben sich in endlosen

e Finanzreform ergangen; es ift jeßt die Zeit, wo

zaûssnitten die Debatten dieses Hauses be-

IDE Graf Westarv \pra<h von einem Rüdczugêgefecht ; nein, es ist niht ein Rü>zugsgefeht, sondern das Vorpostengefeht der Hauptshlaht, vor der Sie (re<ts) Angst baben. Abg. Graf Westarp meinte, die Wäbler bätten ein kurzes Zedädhtnis; vielleiht ist das der Grund, weshalh Sie die Wahlen ein Jahr binaus\schieben. Ihre ganze blau-{hwarze Mehrheit ist ja schon vers<wunden; die 6 Stimmen, die die Ab- ebnung der Grbschaftssteuer entshieden haben, find ja {hon in den Nachwablen verloren gegangen. Den beweglichen Bitten der Rechten, daß der Kanzler ihnen do< atteftieren möchte, daß fie eine gute Finanzreform gema<ht haben, bat er jeßt insoweit nagegeben, als er gestern von „gesunden Finanzen® sprach. Diese „gesunden SFinanzen* werden ni<t nur în den Punkten desavouiert, die der Atg. Fuhrmann anführte, sondern au< dur< die 147 Millionen neuer Anleihen, die aufgenommen werden mußten, dur< den Ruin Î industrie und ibrer Arbeiter; die Schelksteuer hat dem

i tenden Stoß verseßt. Es gibt ja viel sche Heuchelei, was aber an solcher bei

erden.

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felbst die Entscheidung über ibre Haltung in den ( geben in den Wakbl- mpf mit bester Entshlofsen und mit dem denkbar besten Mut; ir baben das Bewukßt}ein, ie offentlichen Interessen in ise in den leßten zwei durh die Rechte geschädigt daß der ganzen ft die Augen darüber auf- n; das war die ie die Finanzreform als An- nterricht erteilt bat. v stellt i< als Hüter der ise anken bin. D igt gegen den Materialis- nus und lebnt die Grbschaft2steuer au milientinn ab: sie schafft fich Kalikulis aus éffentlihen Mi ibre Geschäfte zu betreiben. Die Rechte stürzt einen Minister, auch die Mitarbeit der Linken in Anspru nebmen wollte ; tert agegen den Parlamentarismus und tritt für die Kronrechte et ißentli<h mit parla- mentarishen Mitteln s ist au< ein Stüd> itischer L Let. 5 Reichätag auseinander, ande gebraht werden i in Trümmer- ilfe

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Schlußantrag wird hierauf von der gesamten Rechten Zentrum angenommen.

Geschäftsorönung stellt der

Dr. Frank - Mannheim (Soi.) der Debatte dem Herrn Reichs! Vizepräsident S

nuna.)

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Resolutionen. ; itrums, „den Reichskanzler zu ersuchen, die Zusammen- Entschließungen des Bundesrats auf die Beschlüsse Reichstags alljährlich mit dem Reichshaushaltsetat 2) die Resolution der wirtschaftlihen Ver- die Reich3verwaltungen angewiesen werden na von Arbeiten und Lieferungen für das olche Firmen zu berü>sichtigen, die si ß von Tarifverträgen hinzuwirken, derselben Richtung hingewirkt Resolution der Deutschkonser- Bereitstelung der Mittel zur Kolonialkriegerdenkmals in Berlin; die Resolution der Polen wegen Vorlegung eines Geseßes is Regeluna des Aufenthalts der Ausländer im Deutschen die Resolution der fortsritilihen Volkspartei, „den zu ersuchen, die Bereitwilligkeit zu erklären, andlungen mit anderen Großmächten ein- F Vorschläge über eine Begrenzung der diese durch eine aus Zentrums und einem eit; 6) die Resolution von Schiedsgerichts-

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r Antragsteller S - oforuge

Einleitung von Schritien zur Herbeiführung einer inter- nationalen Verständigung über die allgemeine Einschränkung der Nüstung und Abschaffung des Seebeuterechts, und die sozial- demokratishe Resolution, die den Reichskanzler ersuchen will, Arbeiten und Lieferungen für die einzelnen Riveias der Reichs- verwaltung nur an solhe Firmen zu vergeben, die die geseß- fen Vorschriften über die Arbeitsbedingungen einhalten und sich verpflichten, auf den Abschluß von Tarifverträgen hinzu- wirken usw., diese gegen die Stimmen der Antragsteller, der Polen, der fortichrittlichen Volkspartei und einiger National- liberalen.

Der Etat für die Reichskanzlei wird ohne Debatte be- willigt.

Es folgt der Etat für das Auswärtige Amt.

Zu den fortdauernden Ausgaben liegt folgende Resolution der Abgg. Eickhoff (fortshr. Volksp.), Dr. Görc>e-Brandenburg (nl.), von Liebert (Rp.) und Genoßfsen vor: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, den in diesem Etat zur

Förderung deutsher Schul- und Unterrihtszwe>e im A uslande ausgeworfenen Betrag von 900 000 „% im Rechnungs- jahre 1912 auf mindestens 1 Million Mark zu erböben.

Bei den Ausgaben für das Gehalt des Staatssekretärs

kommt der A

Abg. Dr. Pfeiffer (Zentr.) auf unsere Handelsbeziehungen zum Auslande zu îpre<en und beshwert sih namentli<h über die Be- lästigung deutiher Reisenden dur< die Zollbebörden in Rußland. Für den Fall, daß Finnland zu einer russishen Provinz gemacht

werden follte, sei eine no< weitergehende Schädigung unseres Exportes_ dorthin zu befürchten, und er bitte deshalb den Staats- sefretär um Auskunft, wie weit die Regierung in der Lage seï, die Interessen unseres Handels in Finnland wahrzunehmen. Der Redner £1- flärt fich für die Resolution Ci>boff und bringt \{ließli< no< ein». Fall zur Sprache, wo die Interessen deutsher Kaufleute in Alasa geschädigt worden sind. Staatssekretär des Auswärtigen Amts von Kiderlen- Waechter: Ih möthte glei den leßten Fall, den der Herr Abgeordnete ¡zur Sprache gebra<ht hat, vorwegnebmen ; uns ist von diesem Fall absolut nihts bekannt. Der Herr Abgeordnete hat mir zwar gestern gt oder geschrieben, daß er einen Fall wegen mangelnden Konsuls zur Sprache bringen werde, wir haben unseren Akten nachgesehen und nihts gefunden. Ih kann also n Herrn Abgeordneten nur bitten, uns \hriftli< die Sache genau anzugeben, daß wir ibr nahgehen können, vor allem au< der Namen des jungen Herrn aus Alaska, wir werden ihn vielleiht noc finden. Mos unsere Handelsbeziehungen zu Finnland betrifft, fo t der Herr Abgeordnete etwas vorgegriffen, Finnland ist nc< mt das russise Zollgebiet einbezogen worden, es ist nur die IMöclih- it dazu gegeben dur<h ein Geseg aus dem Juni ie russise Regierung zu dem Zollanf{luß no< sehr fraglih. G8 gibt natürli< in die dafür sind aus nationalistishen Gründen , gerade in Rußland sehr starke Strömungen dagegen, tenge russisher Industrieller niht wünshen können, daß Finnland dasselbe Zollgeßiet mit Rußland bildet, Finnland, das für die industriellen Betriebe billige Wasserkräfte bat und daber den Rufen ein sehr unangenebmer Konkurrent werden kann. Es gelten daher in Finnland no< immer die alten Zölle, die allerdings in einigen Punkten erhöht worden sind, und zwar nicht «uf russishe Anregung, sondern quf Betreiben finnländisher Industrieller; es sind wie ie wissen werden namentli wei Positionen : Schubzeug und

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ömen es natürli<h ni<ht bindern, wenn Rußland seine inz f von den Sozialdemokraten) feinem cl Wir haben uns aber dagegen ge-

überras<t werden, indem wir in izzu

seben haben, daß uns Rußland zwei

nn es diese Einverleibung vornehmen

wir niht tun. (Bravo!)

us, daß die Einverleibung

< der ganzen zivilifierten

Jubel begrüßen würde, wo

Zusammenbruch er-

Fälle zur Sprache, die bereits

den Abg. Dr. Ellenbogen zur

handelt sich dabei um einen

die von Wien kommend

der holländischen

Haft genommen

mte soll versuht baben, ihnen Billette des

en aufzudrängen. Dem Brautpaare wurden

abgenommen, und fie wurden dann nah der Kontroll-

r Bingerbrü> in 12 stündiger Fahrt transportiert und dort

einem Arzt untersu<t, obwobl sie gar nicht krankbeitsverdächtig

Auf ihre Kosten wurden sie nah der österreihishen Grenze

fsau tranSportiert. Sie mußten fogar die Transportkosten

Personen, die einen Schnellzug benugen, können bis zur

jrenze durhfabren, Personen mit einem gewöhnlichen

aber in Leivzig oder Bingerbrü> angehalten und

ein Billett des Norddeutschen Lloyds zu nehmen. Das

stand, defsen < s Deutsche Reich schämen

e würde man \ wenn fo etwas

Frankrei<h cder Italien 2 Gegen eine sol<he

Konfiskation Eigentums ( eine folde Freibeits-

die entschiedenste wahrung eingelegt werden.

soll geschehen, 1 [che s<hmählihen Vorkomr -

l Solche Din ü ja au< unsere aui-

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ustration, wie die Polizei das Verhältnis

pflegen uad zu wi i Sollte bier nit

für den Reichskanzl zu fragen, wie

Volksempfinden in j irk? Es liegt

ein Bruch mit den Gesetzen der Humanität, sondern

der internationalen Be ( vor. Wäre der

in Mann (Heiterkeit) . . . ich bezweifle das noh Heiterkeit), so wird s

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), fo in diese das Ansehen des s{hwer shädigende preußische Polizeiwirtschaft wetter dreinfahren !

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Herr Abgeordnete hat eine Beschwerde dösterreihis<-unga- : (Rufe den Sozialdemokraten: S rden vorgebracht. ¡iht in der Lage

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niht meine Sache. (Zurufe bei den Sozialdemokraten. Glote des Präsidenten.)

Wir sind mit der Sa>e nur so weit befaßt worden, als der öfterreidis{-ungarishe Botschafter vor einiger Zert bei uns angefragt hat, wie die Sache liege, und darauf haben wir das getan, was wir alecin tun konnten qua Auswärtiges Amt; wir haben bei dem preußischen Minister des Innern angefragt : wie steht die Sache 2? und bis jeßt is die Sache no< nicht ganz aufgeklärt. (Zurufe bei den Sozialdemokraten.) Wenn Sie das nicht glauben, ih kann Ihnen nichts weiter sagen. (Wiederholte Zurufe bei den Sozialdemo- fraten. Glode des Präsidenten.)

Daß wir no<h keine vollständige Antwort haben, das sage ih Ihnen, und das ist so, und was wir da anderes bätten tun follen, wüßte ih ni<ht. Wir hatten in der Sache vor allem bei dem preu- ßishen Minister des Innern anzufragen : wie steht die Sache? Die Auskunft, die wir darauf bekommen, die wir teilweise haben, aber noch nicht ganz haben, bin i< gern bereit, Fhnen mitzuteilen. Wenn der Herr Abgeordnete mir vorber gesagt bätte, daß er diesen Spezialfall, den ih nit so genau im Kopfe baben kann, vorbringen wollte, dann bätte ih ihm heute shon dasjenige Material, das wir bekommen baben, zur Verfügung ftellen können. (Sehr ridtig ! rets.)

Abg. Dr. Gör>e - Brandenburg (nl.): Die Klagen über Be- handlung der Deutschen im Autland, die au< ih bisher mehrfach vortragen mußte, scheinen ja in den leßten Jahren weniger geworden zu sein. In manchen Fällen erhält man immer no< den Eindru>, daß dem Umstand, daß es sich um deutsche Meicddange herige handelt, nicht genügend Rehnung getragen wird. Der Titel im Etat, der die Mittel zur Rückbeförderung mittelloser Auswanderer hergibt, wird in auffallend geringem Maße in Anspruch genommen. Das neue Berufskonsulat in Wladiwostok begrüßen wir mit großer Genugtuung und möchten nur wünschen, daß au< in Wesftsibirien ein jolches errichtet wird. Für die außerordentlihe Tätigkeit, die unjere Konfuln bet der chinesishen Gewerbeausftellung in Nanking ent- faltet haben, fönnen wir nur die größte Anerkennung aussprechen, es ist ibnen au gelungen, einen Katalog in deutscher und chinesischer Sprache berzustellen, der einen brauchbaren Führer für die Aus- stellung abgab, den einzigen übrigens, der den Besuchern zur Ver-

fügung stand. Die Ausstellung gab einen vollftändi en Ueberbli> über die gesamte GEntwi>lung des Gewerbes und der Induftrie in ganz Ghina und war ein sebr wesentliher Fingerzeig für unsere deutschen Industriellen. Weshalb ist denn der Bericht der Jadustrie so spät derau2gekommen? Der Konsulatsneubau in Tientsin ist nit so aus- gefallen, wie man es wobl gewünscht bätte; der Bau ift sehr teuer geworden. Die deutsche Schulfrage bat sich in den legten Jahren immer mebr als eine der wichtigsten für die Ausbreitung deutscher Sitte und Kultur sowie deutshen Handels und Exports im Auslande erwiesen. Mir haben nicht nur in Ostasien sol&e deutshen Schulen, sondern au sonst auf dem Erdenrund in großer Zahl. G3 muß aber ein neuer Anstoß gegeben werden, den Fonds bierfür im nächsten Jahre auf eine angemessene Höbe zu bringen; de2halb baben wir beantragt, den Reichskanzler zu ersuchen, in den Etat für 1912 den Fonds mindestens in Höhe von 1 Million einzustellen. Den diplomatischen Verkebr foll man nicht als ein Reservat exklusiver Kreise betrachten ; man soll au< Kaufleuten den Weg in den Konsularberuf ebnen. Einem früheren deutshen Reichéangebörigen, der aus Deutschland forigegangen und nah 35 Jahren mit einem bedeutenden Vermögen z¡urü>gekehrt ist, ist die Reichsangebörigkeit nicht wieder zugeipr worden! Wo bleibt das längst, seit langen Jahren in Aussicht ge- stellte Gesez über den Erwerb und Verlust der Reichsangebörigkeit ?

Staatssekretär des Auswärtigen Amts von Kiderlen- Waechter:

Dem Herrn Abgeordneten kann angehörigkeit8geseßes nur sagen, d Bebörden vollständig fertiggestellt ist und ferti ht auf die Geschäftslage dieses Hause

Neklamationen betrifft, möhte ih antworten, daß tas alles Reklamationen sind, die sich auf den Krieg in British-Südafrika be- ziehen. Wie Ihnen wohl aus der Presse bekannt ist wir baben as bekannt gegeben —, Hat die englishe Regierung alle unsere Reklamationen, die vor den britishen Kommissionen in afrifa verhandelt worden sind, abgelehnt, und zwar hat sie es au< abgelehnt, dieselben sciedägerihtliher Entscheidung zju- zuführen. (Hört, hört!) Sie hat gesagt es ist das ein Beweis, wie man<mal au< Schied2verträge versagen —, fie bat gefagt, das ist niht Gegenstand für eine shiedrihterlihe Gntsheidung; denn tvas England bewilligt und gegeben hat, hat es nur aus gutem Willen getan. Wir haben daraufhin und darauf steht die Ant- wort no< aus den Antrag bei der englis<hen Regierung gestellt, die Frage shiedsgerihtliher Entscheidung zu unterwerfen, ob es \sih bei unseren Ansprüchen um streitige Recht s fragen im Sinne des deuts{-britishen Schiedgabkommens von 1904 bandelt. Diesen Vor- {lag baben wir jeßt gemacht, und darauf erwarten wir noch die Ant- wort. (Hört, hört !)

Abg. Kämpf (fortshr. Volksp.): Den Beschwerden des Abg. Dr. feiffer {ließe ih mi<h vollkommen an. Der Resolution Ei>boff und Senofsen bitten wir zuzustimmen. Der deutshe Gewerbefleiß in

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remden Ländern bedarf jeder Förderung. Im vorigen Jahre babe ih mi<h son beklagt über die Unbilden, denen Kaufleute jüdischen Glaubens in Rußland ausgeseßt sind. Diese Beschwerden beziehen fich auf die Bestimmungen über den Aufenthalt und die Paßvorschriften. Worüber wir uns beschweren, ist, daß die deutshen Behörden den russischen dadur< entgegenkommen, daß fie bescheinigen, daß der Betreffende ein Jude ist. Das ist eine Bevormundung, die nicht : erc<tfertigt ist. Es muß jedem überlafsen werden, ob er eine Be- ¿ichnung über seinen Glauben baben will oder ni<t. Die Amerikaner nd Engländer jüdishen Glaubens follen in Rußland besser bebandelt werden ; ic glaube das niht. Aber die amerikanis<en und englishen Bebörden fümmern sich um die Religionsangebörigkeit der Reisenden niht. Im vorigen Jahre kat der Staatssekretär gesagt, die ruffishe Regierung babe neue Paßvorschriften in Ausficht gestellt. Sind neuerdings der teutshen Regierung Aenderungen in der Behandlung deutsher Angehöriger bekannt geworden? Cine

Frage betrifft die Ausweisung galizisher Arbeiter. Frage tangiert das Ansehen des Deutschen Reichs wesentlich, nd der Staatssekretär bätte wohl Veranlaffung, den preußischen Minister des Innern auf diese Mißstände binzuweisen. Auf einzelne le gehe ih niht ein, weil ih sonst die einzelnen Fälle dem atsjefretär hätte vorher mitteilen müfsen. Mich interessiert generelle Seite der Frage. Es wird vielfa< über Härten bei der uéführung der Ausweifungen geklagt. Wiederholt ist ein Aufshub er Ausweisungen auf Reklamationen erfolgt. Das ift erfreulich. Aber i frage, warum wird denn der Aufschub, wenn der Betreffende sich nichts Vai zu \{ulden kommen laffen, dann ni<ht verlängert ? Vor kurzem ist einem fleißigen Arbeiter, der seit Jahren hier tätig war, eine Frist gewährt worden, aber mit dem auêédrüdlihen Be- Solche

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Härten müßten vermieden werden.

(SHluß in der Zweiten Beilage.)

Zweite Beilage

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zum- Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußishen Staalsanzeiger.

(Schluß aus der Ersten Beilage.)

Abg. Fr ank- Ratibor (Zentr.): Jch kenne einen Geifilichen, | vorigen Jahre na< Rußland gehen wollte und die Schwierigkeiten hatte, einen Paß zu bekommen. Jn meinem Wa kreise haben Massenausweisungen auéländisGer Arbeiter stattg die do< böchst bedenklih find, die do< zu unliebsamen Rev führen fönnen. Auch in bezug auf Ausfertigung

scheinen an Ausländer sind Klagen ‘aut geworden, nit Zigeunern.

Uebershwemmung der Grenzbezirfe über ie Zigeunerplage wird au<h in Elsaß-Lothrin auf internationalem Wege ‘geregelt

en sich, wo Ueberfälle und tätlihe Angri fe

n 7.Go thein (fortshr. Volkép.): Unsere Generalkfonsi i sih von denen anderer Staaten dadur, daß sie ihre Kaufleute niht franfieren. Hierin müßte endlih W werten. Auf die paar Groschen kann es wi [chen Reiche niht ankommen. Erstaunt bin i, daß de r von einer Provinz Finnland und von hishen Untertanen gesprochen kat. Sol Oesterreich niht. In künftige Handelsverträg N „Untertan“ feine Aufnahme m für jüdisde Reisende soll _ schaffen. Ueber die q. David mitgeteilt hat, offentli<h von dem Minister des Auékunft. Es handelt fi< i umm eine Poclizeiwillfür s{limmste igentlih beinahe fprahlos ist. ie deutsche

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Veröffentlihung des Gefeßes über kann ih dem Herrn Abgecrdneten

age machen; das hängt niht von mir ab. _ Damit {ließt die Debatte. Das Gehalt des sefretärs wird bewilligt, ‘ebenso

E llgemeinen Fonds“ ist eine Erhöhung des Postens zu „Geheimen Ausgaben“ von 1 Million au 1 300 000 f eingestellt. Die Kommission hat die Mehrforde- 300 000 S einen neuen Titel

deutschen Nachrichten- er Kommissionsantrag

angenommen; eine Wortmeldung des

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schaften und Konsulate. Bei den „Allgen

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Titel wird bewilligt, die Resolution Ei>khoff wegen der Position im nächsten Etat angenommen. : en einmaligen Ausgaben hat die Kommission st dritten Rate für den „Erwerb eines Bot ersburg 450000 4“ zum „Neubau 5 in St. Petersburg einschließlih der der Botschaft während der Bau 01 640 M zu bewilligen beantragt. (fortschr. Volkép.) geht auf tie Vorgeschichte 1909 feien 612 960 4 zum Erwerb des ine zweite Nate von 685 409 # im Etat er- n eine eine dritte Rate für den Erwerb, und es i) beraus, daß dieses Palais noch gar ni<t erworben ist, daß 'ielmel jebt da nit umgehe, das bisherige, früher als ganz ] ngli< und gesundbeités{ädlid bingestellte, nit einmal fanali- Dotichastégebaude auszubaucn Dieses Vorkommnis müsse der gefjenbeit entriffen werden; der Staatssekretär müsse erklären es nh rechtfertigen lasse, daß der Reichstag über den Verlauf er Dinge völlig im dunkeln gelassen worden sei. d Staatssefreiär des Auswärtigen Amts von Kiderlen- Waechter: : Meine Herren! Es war für ein neues Botschafts3gebäude in S R P etersburg das Palais Michael in Aussicht genommen. Der Kauf war auch so gut wie fest abgeschlossen, unter der Bedingung c, daß der Großfürst no< verschiedene Besigtitel beizubringen habe, die er uns bestimmt zugesagt hatte. Die Besißtitel kamen und

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___ Nr. 13 der „Veröffentlihungen des ichen Ge- sundheitsamts“ vom 29. März 1911 hc Inhalt : N MINO und Gang der Volkskrankheiten. - Zeitweilige —(aßregein gegen anfledende Kraniheiten. Desgl. gegen Pest. Desgl gegen Gholera. s esgl. gegen Po>en. Bevölkerungs vewegung tin Bosnien und der Herzegowina, 1909/10. Mitteilungen aus British Ostindien, 1908. Geseßgebung usw. (Preußen.) Impfung. Kinderlähmung. Dauerausscheider, Keimträger. (Reg.-Bez. Potédam.) Pflegeshwestern. (Berlin.) Beförderung kranker Personen. (England). Hafengesundheitsbehörde. (Bulgarien.) Bleihaltige Waren. Tierseuhen im Auslande. Maul- und Klauenseu<he in Großbritannien. Tierseuchen in Belgien, 4. Vierteljahr : y

Be 4. 1910. Desgl. in Serbien. Zeitweilige Maßregeln gegen Tierseuhen. (Preuß. Neg.-Bez. Allenstein; Bayern, Niederbayern, Sachsen, Württemberg, Meklen- burg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oesterceih, Frankreich, Luxem burg, Schweden.) Berhandlungen von gesetzgebenden Körper- schasten, Vereinen, Kongressen usw. (Deutsches Reich.) 111. inter- nationaler Kongreß für Wohnungshygiene. (Preußen.) Feuer- bestattung. (Italien.) VII. internationaler Tuberkulosekongreß. Vermischtes. (Deutsches Neich.) Schlachtvieh- und Fleishbes<au, 4. Vierteljahr 1910, (Deutsche MALREE) Medizinalberichte, 1908/09. Geschenkliste. Wochentabelle über die Sterbefälle in deutschen Vrten mit 40000 und mehr Einwohnern. Desgleichen in größeren Städten des Auslandes. Erkrankungen in Kranken- häusern deutsher Großstädte. Desgleichen in deutshen Stadt- und Landbezirken. Witterung.

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