1911 / 95 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Mrozek, Gebert,

Schaab, Wilhelm Bertram, Schneider,

Winkel,

wald,

Wagner, Seefeld,

Mahlow, Klawuhn und

den Sergeanten rid, Gumte

Cloos, ¿mtli< im 1. Gardeulanenre iment, N E indi Doil, piegelberg, Mügzel, lze, Kieray Schmidt und Moltfau, a E : Friedrih Bertram, Pohl, ng, e Müller, Otte, Ye>zenty

Dudetd>, Maroßfe, Mechel ke und

Sergeanten

ornig, : R Unteroffizieren

sämtlich

im 3. Gardeulanenregiment, Kühn

; f Schröter I.,, KUyn, Vizewachtmeijtern

r Aus Ge, Krön,

Hauffe, Hippe, Leuchert, Kuhr und Wenzel,

Korte, <röter I. Köster, Bertelmann, Meilite,

den Sergeanten Lüb be, Steinigk, S öpkfe und Ic LAE ‘cimtlih im Leib D ehusarenregiment, dem Vizewachtmeister Pankrath, s den Sergeanten Sonuedorn, Aan Friedrich, Niße, Soll, Heyn u A Sárbne G den Unteroffizieren Quiliß, Quanz,, Sn Sulz Noa>, Schmidt, Lindner, an e Randow Dörge, Fenger, Rade>, Lohmey B erlich im 2. GardefeldartillerieregimeW, T F M4 den Vizewachtmeistern Brandt, Rook, uge d Nee NRei>, Müller, Kürschner, Vogt, Braune a | onath, Spielberg, S Neuschild, Ramm N Lin S, S, Gehrke u M E den Sergeanten und Tom is,

S , Göttert und Waurl : T Me ide 4, Gardefeldartillerieregiment;

des Kommandeurkreuzes en F Rumänischen Ordens Ka Zu | dem Leutnant Prinzen zu Bentheim und Steinfurt

im Gardejägerbataillon; E

¿niali< Montenegrinischen ( ' its Kon ial Mngigkeitsordens vierter Klasse:

dem Oberleutnant von Holstein im Königin Augujta Gardegrenadierregiment Nr. ;

der Chilenischen Verdien

dem Haupimans vo S elo

ierregi Nr. 2 U :

Cr N air Freiherrn von Bodenhausen im 1. Garde-

regiment z. F-: | : | i Nitterkreuzes des Johanniter Malter e dem Oberleutnant Grafen von Hahn im NKegl

3 S; 0mMiLe v 4. u Gardes du Corps; \ esía et pontifice“:

¿vstlihen Kreuzes „Pro eccl i : h ei Lancelle im 7. Badischen Jnfanterie-

regiment Nr. 142.

stmedaille in Silber: w im Kaiser Franz Garde-

23. März. Lue Graudenz, unter De eines [Ober Dr. Nimz, bs h i

N B Dip. in Altona, in gleicher na Colmar i. G., zum

Poti d. J. persebt.

Seine Majestät de

Noat>, herigen Geheimen Regierungsrat erg zum

Ans Say beamteten Mitgliedern des Vorstands

der Landes ngsanstalt Berlin

Sträter, zu verleihen.

Re>e in Prenz Pension erteilt.

verseßt.

Lipmann, é i j 2 der Rechtsanwalt Dr. Prang in ge e

anwälte Btuno Anspach Dr. Gethmantürbei dem A ues Ava Be yer bei dem ..misgeriht in Gil P find eingetragen: die

, Pfarrer der 35. Div. in D E eng der Geschäfte farrers X V1. Armeekorps, nah Meß, NErrer der 39. Div. in Colmar f. E., in gleicher “nach Graudenz, Süß, Militärhilssgeist- in 3 Gigenschaft zur 39. Div. bés Wahrnehmung der Div. Pfarrstelle daselbst,

verseßt. 11. Div. in Brieg, als

: l d. 27. Märk Aba N Pee idenhaus in Berlin zum

und

19

vo

Königreich Preußen. r König haben Allergnädigst geruht :

i berre<hnungskammer, bis- M vgs Shmidt-Shwarzen- ngsrat un E L dolf Jspert in Elberfeld zum ernennen sowie

den vo

den Real den nachbenannten Dr. Freund, Dr.

Dr. Gerde> und Dr. Brunn den Titel Landesrat

Justizministerium. Le i ä , Geheimen erjustizra U e higpras denen «ichte Dienstentlassung mit

Rosenau in Schlochau ist nach Tiegenhof

. die Rechtsanwälte, Justizräte u Nes find ri zinsfki 2 Königsberg i. Pr.

Lapp und Brze die Rechts-

: älte sind gelös i Jn de se er Ta da s Landgericht I in Berlin,

Amtsgericht in Hattingen und Dr.

Der Amtsrichter

die Liste der Rechtsanwält E j ann Levysohn vom Rega n hei ¿L Aintageriht in Charlottenburg

; in Berli l Petzold vom und dem eriht ITT in Berlin, ¿De TeO E p Berlin,

Landgerid T in Berlin bei L n Landgericht in Halle

S e nue Mede i Amtsgericht in ô 8 Medebah bei dem Amtsg l f e rfe [dt aus Wächtersbach bei dem Amts-

i i. W., Dr. Prang aus Minden i. W. in en cigassessoren Dr. Leopold Bres me ‘Riese bei dem Landgericht T in Berlin, Dr. Ro

bei dem Amtsgericht A E S M A a, S ei dem Amtsgericht in Be Ser! i Ss MEEN Grevenbroich, Dr. Martens bei dem i in d in! Lauenburg a. E. und Sieg bei dem Amtsgeri Schöne fi. W.-Pr.

Ministbej=r gr, geistlichen und Unterrichts-

ani

—-- Jal n

D ata Per Moa up ¿6.2 - rovin S Fat der Kaiser betr-m Geheimen Ober- regierungsrat un E

den bisherigen Marineintendanturrat Stimming zum

Kaiserlichen Regierungsrat und ständigen Hilfsarbeiter im Reichs\schaßamt zu ernennen sowie

den Geheimen exrpedierenden Sekretären und Kalkulatoren im Reichsamt des Jnnern Hartish und Kleinefeld den

Charakter als Rechnungsrat zu verleihen.

Betanntmaqunag,

betreffend die Ausgabe von Schuldverschreibungen auf den Jnhaber durch die Eisenbahn-Aktiengesel[l- schaft „LokalbahnGotteszell—Viechtach“ in Viehtach.

Durch die im Einverständnis mit den Königlichen Staats- ministerien der Justiz und der Finanzen ergangene Entschließung vom Heutigen wurde gemäß $ 795 des Bürgerlichen Geseß- buchs und S 9 der Zuständigkeitsverordnung vom 24. Dezember 1899 mit 8 2 Absaz 3 der K. Allerhöchsten Verordnung vom 14. Dezember 1903, die Errichtung eines Staatsministeriums für Verkehrsangelegenheiten betreffend, sowie mit $ 1 Buch- stabe a und c, dann $ 2 der K. Allerhöchsten Verordnung vom 10. November 1904, die Formation der Staatsministerien be- treffend (Gejeß- und Verordnungsblatt 1899 Seite 1229, 1903 Seite 672 und 1904 Seite 567), der Eisenbahn-Afktien-

esellshaft „Lokalbahn Gotteszell—Viechtah“ in

iechtah die Genehmigung zur Ausgabe einer V. Serie vier- prozentiger Schuldverschreibungen auf den Jnhaber im Gesamt- nennwerte von 100 000 M6, eingeteilt in 200 Stück zu 500 #, halbjährig am 1. Januar und 1. Juli verzinslich, erteilt.

München, den 18. April 1911.

Königliches Staatsministerium des Königlichen Hauses und des Aeußern und Königliches Staatsministerium für Verkehrs- angelegenheiten. von Frauendorfer. J. V.: Staatsrat von Lößl.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 20 des Reichsgeseßblatts enthält unter

Nr. 3876 die Verordnung, betreffend den Verkehr mit Arzneimitteln, vom 31. März 1911, und unter

Nr. 3877 die Zweite Ergänzung des Besoldungsgeseßzes, vom 10. April 1911.

Berlin W., den 21. April 1911.

Kaiserliches Postzeitung3amt. Krüer.

Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee. Evangelische Militärgeistliche. 16. März. Seewald, evang. Feldgeistliher der Shuhtruppe für Südwestafrika, als Div. Pfarrer, unter Zuteilung zur 11. Div. in Brieg, zum 1. April 1911 wiedereingestellt.

„e cLDON des x : e -fatiticäkos Fubdolf ZFSPELhmriäfiußis in Elberfeld gen worden.

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.

Die Oberförsterstelle Rumbe> bei Oeventrop im Regierungsbezirk Arnsberg ist zum 1. Juli und die zu Dhroned>en im Regierungsbezirk Trier zum 1. August 1911 zu besezen. Bewerbungen müssen bis zum 10. Mai eingehen.

Nichfamkliches. Deutsches Rei.

Preußen. Berlin, 22. April.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten gestern vormittag im Achilleion auf Korfu die Vorträge des Chefs des Militärkabinetts, Generals der Jnfanterie Freiherrn von Lyn>er, des Chefs des Marinefabinetts, Admirals von Müller und des Chefs des Zivilkabinetts, Wirklihen Geheimen Rats von Valentini.

Der Regierungsrat Winkel in Köslin ist der Königlichen Regierung in Königsberg und der Regierungsrat Grüneisen in Cassel dem Königlichen Oberpräsidium in Breslau, der Regierungsassessor Schönberg in Kolberg der Königlichen Regierung in Gumbinnen, der Regierungsasfessor Dr. Krohne in Koblenz dem Königlichen Oberpräsidium in Magdeburg, der Regierungsassesor Dr. Steinke in Kempen und der Regierungsafsessor Steinbe> in Prenzlau der König- lihen Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern in Berlin, der Regierungsassessor Wiesmann in Berlin der Königlichen Regierung in Stettin, der Regierungs- assessor Dr. Kretshmar in Essen der Königlichen Polizei- direktion in Bohum und der Regierungsassessor Dr. Freiherr von Oldershausen in Trebnig dem Königlichen Ober- präsidium in Breslau zur weiteren dienstlihen Verwendung überwiesen, der neuernannte Regierungsassessor Dr. jur. Ludolf von Alvensleben aus Merseburg dem Landrat des Kreises Lehe und der neuernannte Regierungsa\}sessor Ernst von HENDEHTan und der Lasa aus Oppeln dem Landrat des

eises Hörde zur Hilfeleistung in den landrätlichen Geschäften 1 zugeteilt worden.

S E E

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Bremen“ am 19. April in Port Castries auf Santa Lucia (Kleine Antillen) eingetroffen und an demselben Tage wieder in See gegangen. E

Vorgestern sind S. M. S. „Nürnberg“ in Tsingtau und S. M. Flußkbt. „Vaterland“ in Tschingkiang am Yangtse eingetroffen.

S. M. S. „Emden“ ist gestern von Nagasaki in See

„W. T. B.“ zufol

unkten beizutreten. M iace endgültig gesichert.

und ungarischen Ministerpräfidenten beim

Ministerpräsident Graf Khuen-Hedervary Budapest zurü>, wo werden wird.

vom 12. April datiert und gestern v

darauf, um Absendung von Munition un

L heutigen Nummer des Reichs, Jn der Ersten Beilage zur Heu n Statistischen N Staatsanzeigers rer BEE E Shatenstand i

giammeng t H um die Mitte des Monats Aprif

11 veröffentlicht.

E Ersten Kammer beschloß s\hu T j G oß, i Wohlau gestrigen Sißung, u der Unstimmigkeiten bei der Wahlrechts, Beschlüssen der Zweiten Kammer in alley

tage N Damit ist die Annahme der Wahlrechis:

Oesterreih-Ungarn. B i ; dienz des österreichischen Jn der gestrigen gemeinsamen As Kaiser Tee

zufolge, ein Modus zur Lösung

Joseph ist, „W. T. B. bezüglich des Militärstras-

ittigen Fragen : E s Ve Maga worden, der Gegenstand weiterer

i i i i ird. erhandlungen zwischen beiden Regierungen A ird. u diese Frage im Ministerrat verhande

Frankrei.

i 0 Í ruppi, Bertieaux urn Die Minister Mon A aetoreciutit über die Marolîks:

M eie Sie, W. T. B.“ meldet, liegen der Rz gierung Nachrichten aus

ie „W. L O immer nicht vor.

Fes no : ; /

: - Majors Brémond, daz Jn einem Telegramm ¡4 M ves im Ministerin beshränft si< Brémond Geld zu bitten, und kritisch sei, wie dies i

des Auswärtigen eingetroffen jt,

its darüber, daß seine Lage so le dies i

4 Tun Tagen mehrfa<h_ U tet worden A M

Regierung, die bereits damit desc äftigt_ gy M E t

proviantierung der cane Ma ah L A

i Brémonds sicher zu steten, npfanz

E K neue Maßnahmen getroffen, .um den Wünstha des Majors Brémond sofort zu entsprechen.

Rußland. s 4

lische Bischof Denissewit]<, der vom Zin

gig Der latheuihe T etrcienbee Verweser aller N

Kirchen Rußlands gewesen M E Ane gs FA

und Konsistorialoffizialer entYoven | N J N

ird ihm vorgeworfen, daß er dem jeßt auSgeD

B die Erlaubnis erteilt Dae S „nade

i u bilden, daß er ferner den ne

O e Katholizismus zugelassen und_ ere i

widrige Handlungen der ihm unterstellten Geistlichkeit erla

habe. Portugal.

T. B. ist die Befanni : ¿ner Meldung des „W. T. B.“ ist die Bek B iat des Separationsgesebes in ber Prov Freudenkundgebungen aufgenommen worden. sgüter hat gei [ eine Beratung abgehalten, an der auch der Minister des Aeu Bernardino Machado teilnahm.

Türkei.

Die Führer der Dissidenten der jungtürkis Partei, die bereits die Majorität besißen, berieten qa über die in der heutigen Plenarberatung der Partei zu stellun Anträge und über die Zusammensezung des neuen Kabin# Wie „W. T. B.“ meldet, sollen außer dem Großwesir nt der Kriegs- und der Justizminister im Kabinett verbleiben. Wie amtlich gemeldet wird, haben vorgestern im t biete von Tuzi heftige Kämpfe stattgefunden. Mehr Truppenabteilungen wurden, „W. T. B.“ zufolge, völlig m zingeli und konnten nur mit größter Anstrengung befi werden. Zwei Kompagnien gerieten in einen Hinterhalt u verloren zwölf Tcte und mehrere Verwundete, {ließli gela es ihnen aber, die Arnauten zurü>zutreiben.

Amerika.

Das amerikanishe Staatsdepartement hat nach ti! Meldung des „W. T. B.“ den Botschafter in Konstantine angewiesen, die Unterhandlungen, betreffend Gewährung ti amerikanischen Eisenbahnkonzession in Kleinasie: möglichst zu beschleunigen. Das amerikanishe Repräsentantenhaus hz obiger Quelle zufolge, in der gestrigen Sißzung das Rej! prozitätsabkommen mit Canada mit 264 gea 89 Stimmen angenommen. Zwei Mitglieder des Kongrefä Vertreter von Süd-Karolina und Georgia, haben im 3 präsentantenhause eine Resolution eingebracht, den Präsident Taft zu ersuchen, dem Kongreß eine Erklärung über den Rü® triti des Botschafters Hill zu unterbreiten. Die solution ist die Folge von Meldungen, wonach Hill sich Tas e dur< seine Stellungnahme zur Kalifrage zugezog! abe. Wie „W. T. B.“ aus Eaglepaß (Texas) meldt Coahuila angegriffen. Viele merikanis<he Bundessoldaë seien gefallen. Jn El Paso sind in Erwartung eines Angri auf Yuares weitere amerifanishe Truppen fonzentriert worde

Bie aus dem Lager Maderos gemeldet wird, ist d Vater des Führers der Aufständischen gestern abend dort e getroffen. Nach einer Besprehung zwischen ihm und seine2 Sohne wurde bekanntgegeben, das Juarez in den näcs 24 Stunden nicht angegriffen werden solle.

Afien. J Nachrichten aus Mekka zufolge ist der Groß-S cher! von Mekka mit 9000 Mann gegen Assir aufgebrochen.

Afrika.

4 E Präsident Fallières hat sih gestern nah Gat egeben.

Nach Meldungen des „W. T. B.“ stößt der Hauptimt=* Moreaur bei der Bildung einer Mahalla in Alkassa: die bestimmt ist, im Norden des Sebu vorzugehen, auf grÆ Schwierigkeiten infolge der Feindseligkeit Raisulis. er einen Teil der Truppen von Sidi Aissa nah Suk el Arba si

gegangen.

wollte, verweigerten die Kaids ihre Unterstüßung. Ebenso wu? es ihm unmöglich, einen Proviantzug zu finden, um den Mas

hätten die Aufständishen Parras und Sanpedro F

Brémond mit Lebensmitteln zu versehen. Der Konsularagent Boisset mußte am 19. April wieder abreisen, um no<hmals die roviantierung zu versuchen. In Casablanca sind Offiziere der französishen Militär- mission, die beauftragt sind, in Rabat eine Mahalla zu bilden, mit Kriegsmaterial und Munition eingetroffen.

Koloniales.

Die Mitglieder des Internationalen Kolonialinstituts traten am 20. d. M. zu ihrer diesjährigen Tagung inBrauns<hweig zusammen. Den ersten Gegenstand der Beratung bildete, wie „W. T. B." berichtet, die Frage der Akklimatisation der weißen Rasse in den Tropen, besonders in den tropis<hen Hochländern. Außer den Tropenkrankheiten steht der Einfluß der Sonnenstrahlen und neben den sichtbaren Veränderungen der Weißen die Hypothese eines Ein- flufses auf das Keimplasma und damit auf die künftige Generation in Frage. Na längerer Diskussion empfahl der Ge- heime Rat Koebner als nächste Aufgabe eine streng exakte naturwissen- {{haftlihe Materialsammlung. Es wurde eine Kommission beauf- tragt, no< während der gegenwärtigen Session des Kolonialinstituts Vorschläge zu einer internationalen Sammlungsforshung zu machen. Das Kolonialinstitut {loß seine erste Sizung mit einer Erörterung der Frage der Nußbarmachung der alteingestammten öffentlichen Organe der Eingeborenen für die Verwaltung tropisher Kolonien. Am gestrigen zweiten Beratungstage wurde zunä<hst über die Organisation des Kampfes gegen den Alkohol in den Kolonien der verschiedenen Nationen verhandelt. An der Debatte be- teiligten fih der frühere Generalgouverneur des Congostaates

anßen, Professor Dr. Ratbgen - Hamburg und Graf de

arcia-Portugal. Aus den Darlegungen des Geheimen Rats Hoepfl ergab si<, daß Deutshland im Kampfe gegen den Alkohol- onsum der Eingeborenen mit seinen scharfen neuen Verkaufs- beshränkungen bezw. Verboten inSüdwestafrika, Ostafrika und Kamerun an der Spiße der Kolonialstaaten steht. Das Kolonalinstitut ver- handelte ferner über die Gründung von Kolonialbanken und die Kreditorganisation für die Eingeborenen unter dem Gesichtspunkte der ewerblihen und Handelsentwi>lung. In der Diskussion sprachen der Direktor der Deutschen Bank Dr. Helfferiß und Cremer-Amsterdam.

Statiftik und Volkswirtschaft.

Deutscher Außenhandel im Monat März 1911.

Nach dem Märzhefte 1911 der vom Kaiserlichen Statistischen Amte herausgegebenen „Monatlihen Nachweise über den auswärtigen Handel Deutschlands“ betrug die Einfuhr im März d. J. 54 278949 dz, 20256 Pferde und 47 Wasserfahrzeuge gegen 45 159 016 dz, 19167 Pferde und 53 Wasserfahrzeuge im März 1910, die gleichzeitige Ausfuhr 48768114 dz, 641 Pferde und 65 Wasserfahrzeuge gegen vorjährige 42 162 738 dz, 683 Pferde und 53 Wasserfahrzeuge. :

Im 1. Vierteljabre 1911 betrug die Einfuhr 140709610 dz, 47 161 Pferde und 96 Wasserfahrzeuge gegen 124 010 484 âz, 44 647 Pferde und 104 Wasserfahrzeuge im 1. Vierteljahre 1910, demnach an Gewicht fast 16,7 Millionen Doppelzentner mehr, von denen der Hauptanitieil auf Erzeugnisse des A>er-, Garten- und Wiesenbaues und auf Erze, Schla>zn, Aschen entfällt, die Ausfuhr 139 801 678 dz, 1758 Pferde und 180 Wa Jeriahrzeuge gegen 116 604 723 dz, 1980 Pferde und 121 Waferfahbrzjeuge im alien Zeitraume des Vorjahrs, demna<h an Gewicht 23,2 Millionen Doppel- ¡entner mehr, von denen 15,4 Millionen Doppelzentner auf foîsile Brennstoffe, je 1,8 Million Doppelzentner auf Erden und Steine fowie Eisen und Eisenlegierungen, 1,4 Million Doppelzentner auf Grzeugnifse landwirtschaftliher Nebengewerbe und 1,2 Million Doppel- entner auf <emishe und pharmazeutis<he Erzeugnisse, Farben und

arbwaren entfallen.

Der Wert erreihte im März d. I. in der Einfuhr 818,0 Millionen Mark an Waren und 22,0 Millionen Mark an Gdelmetallen gegen 732,6 Millionen Mark an Waren und 42,4 Millionen Mark an Edelmetallen im März 1910, in ter Aus- fuhr 705,6 Millionen Mark an Waren und 4,4 Millionen Mark an Gdelmetallen gegen 612 Millionen Mark an Waren und 34,9 Millionen Mark an Edelmetallen im März 1910. s

Im 1. Vierteljahre 1911 erreichte der Wert in der Einfuhr 2285,9 Millionen Mark an Waren und 59,4 Millionen Mark an Gdelmetallen gegen 2190,66 Millionen Mark an Waren und 90,0 Millionen Mark an Edelmetallen im 1. Vierteljahre 1910, demnach gegen 1910 64,6 Millionen Mark im ganzen mehr (1909 betrug der Wert an Waren 1989,1 Millionen Mark und an Edel- metallen 51,4 Millionen Mark, sodaß im 1. Vierteljahr 1911 gegen 1909 im ganzen 304,7 Millionen Mark mebr erreiht wurden), in der Ausfuhr 1943,66 Millionen ‘Nark an Waren und 14,7 Millionen Mark an Edelmetallen gegen 1731,2 Millionen Mark an Waren und 57,0 Millionen Mark an Edelmetallen im gleichen Zeitabschnitte des Vorjahrs und gegen 1503,4 Millionen Mark an Waren und 82,2 Millionen Mark an Edelmetallen im 1. Vierteljahr 1909, hierna< gegen 1910 170,1 und gegen 1909 372,7 Millionen Mark im ganzen mehr.

Zur Arbeiterbewegung.

In verschiedenen Gewerben ist es, wie die „Rh.-Westf. Ztg." aus Barmen meldet, im Wuppertal zu Streikbewegungen unter den Arbeitern gekommen. So haben bei der Firma Schmahl u. Schulz 140 Arbeiter und Arbeiterinnen die Arbeit niedergelegt, weil die Firma die von ihnen aufgestellten Forderungen niht be- willigte. Sie verlangen Verkürzung der Arbeittzeit von 58} Stunden auf 56 Stunden die Woche, eine entsprehende Lohnerhöhung, Zuschlag für Ueberstunden und Einseßung bezw. Anerkennung eines Arbeiteraus\{usses. In einem an die Arbeiter gerichteten Schreiben hatte die Firma einen Teil der Forderungen be- willigt, aber 35 Arbeiter für entlassen erklärt, worauf die übrigen si<h mit ibnen sfolidaris< erklärten. Ein Ausftand der TSTarer und Dekorateure dauert nun bereits 3 Wochen an.

[le Einigungsbestrebungen sind bisher gescheitert. Ursprünglich ver- langten die Gehilfen für sofort eine Erhöhung des Stundenlohnes um 3 S und in den beiden nächsten Jahren eine weitere Erhöhung von je 3 1, des weiteren Verkürzung der Arbeitszeit, andere Regelung der Afkkordarbeiten und der Spesenbere<hnung. Weiter baben in einer Versammlung die Bandstuhlshreiner bef{lofsen, die Kündigung einzureichen. In der Hauptsache verlangen sie, daß der für Schreiner in Barmen bestehende Tarifvertrag au< für die Bandstublschreiner eingeführt wird. - j :

In der Angelegenheit des Ausstandes der Werkzeugshlosser in Lüdenscheid (vgl. Nr. 87 d. Bl.) find, der „Köln. Ztg.“ zufolge, die auf Anordnung des Metallarbeiterverbandes erfolgten Kündigungen der organisierten Arbeiter bei drei Firmen zur Unterstüßung der Streikenden von den Betreffenden zurü>gezogen worden, da die Arbeit- ger 10% Lohnerhöhung und die Wiedereinstellung der streikenden

erfzeugshlofser bewilligt haben. Somit ist eine Gesamtausfperrung E worden. Die Wiederaufnahme der Arbeit ist daber zu erwarten.

Aus Nürnberg wird der „Rh.-Westf. Ztg.“ telegraphiert: Die Zahl der ausgesperrten Terxtilarbeiter beträgt bereits 5000. (Vgl. Nr. 94 d. Bl.) : : A

Die städtishen Maschinisten, Heizer und sonstigen

andwerker in Mainz, die bei der Lohnregelung ausges{lofsen

lieben, beshlossen, der „Frkf. Ztg.“ zufolge, in einer stark besuchten Versammlung betriebéweise um eine Lobnerhöhung einzukommen.

, wo die S<hneider ausftändig sind, sind, wie die „Frtf tg, n jeßt S die Glaser in den Ausstand getreten. Auch die Maurer wollen streiken. Man befürchtet, daß fich die Ausstandsbewegung no< auf andere Zweige ausdehnt. :

Literatur.

Hanna Brandenfels: „Der Stallbaron “. Roman. Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin, Leipzig, Wien, Stutt- gart. Preis 4 4, geb. 5 #. „Ih will beweisen, daß man durch ehrlihe Arbeit die Fle>en von seinem Schild ebensogut herunter- waschen kann, wie mit Blut mit dem üblichen Pistolenknall.“ Diese Worte des „Stallbarons“ entbalten den ernsten Grundgedanken, auf dem sih ber Roman aufbaut. Das Bu, im übrigen mit viel Humor und Anmut geschrieben, ist voll von bezwingender Tragikomik und ni<ht ohne tiefe und e<te Herzenstöne. Ein kleiner Waisen- knabe wird von seinen 4 Tanten erzogen, das beißt, er wird verwöhnt, verzärtelt und verweihliht. Gute Einflüsse, wie der seines kleinen Freundes Maximilian Schlosser und feiner Jugendfreundin und ersten Liebe Ruth Meier üben nur vorübergehend eine gute Wirkung auf ihn aus. Obgleich er von Anfang an Begabung für praktishe Tätigkeit zeigt und Abneigung gegen jeglihe Kopfarbeit, R e dennoch als ein Baron von Krosta den Offizierberuf ergreifen. Mit Not und Mühe erreiht er endlih dieses Ziel. Bildhübsh und liebenswürdig, wie er ist, begegnen ihm überall nur Verwöhnung und Nachsicht, und die ernsten Mahnungen seines Freundes, der unter großen Entbehrungen, aber mit eiserner Mergie ein tüh- tiger Offizier wurde, verhallen fruhtlos. Sein Leichtsinn erreiht den Höhepunkt, er verbrau<t das Vermögen seiner Tanten, macht Schulden und wird {ltießli< mit s{li<htem Abschied entlassen. Mit Hilfe seiner Base Bettina, die das Herz auf dem re<ten Fle> bat und kräftige Worte niht s{heut, kommt er zur Befinrung über sich selbst, und das Tagebuch seiner Mutter, das ihm in die Hände fällt, matt einen tiefen Gindru> auf ihn. Er nimmt bei einem reihen Lebemann eine Kutscherstelle an und erwirbt si< den Spißnamen „Stallbaron“. Seine aus tiefem Mitgefühl emporblühende Liebe zu seiner unglüdli<hen jungen Herrin we>t alles Gute und Starke in ibm. Er wird Kunstgärtner, arbeitet sih zu Ansehen und Wohlstand empor und erringt nah mühevollen Kämpfen die Liebe und die Hand seiner früberen Herrin, die, unterdessen Witwe geworden, ihm in sein kleines, felbsterworbenes Besißtum folgt. A

Alexander Andreas: „Botschharow der Großkauf- mann.“ Aus einer russishen Kleinstadt. Verlag der „Grenzboten“. Preis 4 Æ, gebunden 5 #4. Der lebhaft geschriebene Noman gibt ein Bild des russischen ronen und zeigt markante Typen des dortigen Bürgertums. Botscharow, der erste Kaufmann des Fle>ens, ist eine eigenartige Persönlichkeit, kräftig und herris<, polternd und grob, und dabei ni<ht ohne Gutmütigkeit. Ignatij, sein junger Neffe, ein Gauner und liebenswürdiger Shmeichler, nußt des Onkels Schwächen in drolliger Weise zu seinem Vorteil aus. Marja Botscharow ist ganz die Tochter ihres Vaters, stolz und herris<, wie er, dabei aber beherrs{ter und gebildeter. Sie amüsiert si<h mit Wolski, dem Anle bält den eitlen und anmaßenden Menschen zum Narren und verlobt si< dann ohne viel Hin und Her standesgemäß mit dem Sohn eines reihen Geschäftsfreundes ihres Vaters. Für die Liebe in dem Bu forgen Olenka, die Hauptmannstochter, und Okolitsh, der Jäger und Hilfslehrer. Ein Cinbruch bei dem Haupt- mann bringt spannende Augenbli>e und führt das liebende Pärchen zusammen.

Von der Zeitschrift „Zoologischer Beobachter" Der Zoologisde Garten Verlag von Mahlau u. Walds{midt in Frank- furt a. M., erschien soeben Nr. 3 des LII. Jahrgangs für 1911 mit folgendem Inhalt: Der Luchs im Baltikum, von C. Grevé, Riga. See-Glefanten in Carl Hagenbe>s Tierpark zu Stellingen, von Oscar de Beaux, Florenz-Stellingen. Mit einer Zeichnung vom Autor und zwei pkotographis<en Aufnahmen. Aus dem Leben des Steinadlers. Von meinem Winterfutterplaz, von Joh. H<. Willy Seeger, Frankfurt a. M.-Oberrad. Aus meirtem Tagebuche, von Hugo Otto, Mörs. Beiträge zur Biologie der Zwergspitmaus, Sorex pygmaeus Pall, von M. Merk-Buchberg. Kleinere Mit- teilungen Literatur.

Land- und Forsftwirtschaft. Saatenstand in Belgien Anfang April 1911.

Der Stand der Saaten in Belgien ist im allgemeinen normal und zufriedenstellend. Die Entwi>lung der Saaten ist nur ein wenig im Rückstand; Klagen sind indessen ni<ht laut geworden. Allein der Hafer läßt stellenweise zu wünschen übrig, kann dort aber nohmals gesät werden. (S des Kaiserlihen Generalkonsuls in Ant- werpen vom 18. d. M.)

Saatenstand und Lage der Viehzucht im Staate Missouri am 1. April 1911.

Die Witterung war im Winter 1910/11 für die Landwirtschaft und die Viebzuht im Staate Missouri im ganzen genommen günstig. Es waren sowohl alio starker Frost, als au< zu große Niedershlagëmengen und [<arfe Temperaturwe<hsel ausgeblieben. Maximum und Minimum der Wärmegrade zeigten ni<t den sonst üblihen weiten Abstand und den namentli<h im voran- Pngepen Winter öfters vorgekommenen plöblihen Um- <lag dur< einen Temperatursturz von über 50 Grad Fahrenheit. Die gleihmäßige Milde des Winters ermöglihte für den Farmer eine merflihe Ersparung an Stallfutter. o wird der Vorrat an Mais, den der Bauer aus der Ernte des Herbstes 1910 no< auf der Farm bat, auf 36 vom Hundert gegen 26,6 im Vorjahre angegeben. Für die Ausfaat von neuem Mais waren am 1. April 1911 27,9 der Anbaufläche umgepflügt gegen 26,7 am 1. April 1910.

Die Qualitätszahl, das sind die Prozente des Normalstandes, wird für Winterweizen am 1. April 1911 mit 91 angegeben im Ver- glei< zum gleihen Datum 1910 mit 67,5, 1909 mit 70 und im Durchschnitt der leßten aht Jahre mit 86,8. Die Zahl für 1911 ift die gleiche wie am 1. April 1903, 1905 und 1908; die Ernten dieser drei Jahre stellten sih auf 8,8, 13 und 10,7 Bushels für den Acre zu 40,468 a, während der Durchschnitt der leßtena<ht Ernten 13,7 Bushels für den Acrewar. 1902 war die Aprilzahl 92 und dieErnte vom Acre 19,3, 1907 95 und 104. Es ist also ersichtlich, daß die Qualitätszahl für April einen S{luß auf die Aussichten der kommenden Ernte erfahrungs-

emäß ni<t zuläßt. Gleichwohl geben si< die sfahverständigen

eise in diesem Frühjahr großen Erntehoffnungen hin. Es wird darauf hingewiesen, daß die Wintersaaten gut durch die bisherige e bindur<gekommen find und nur an ganz vereinzelten Stellen

Inlaß zu Umpflügungen geben werden. Auch wird diesmal erstaun- li< wenig über tierishen Schaden, im besonderen dur die Hessian fly (cecidomyia destructor), geflagt.

Die Anbaufläche des neuen Pasers wird um ein weniges 0,6 vom Hundert geringer ge{äßt als die des . Vorjahres, die 799 754 Acres betragen hatte. Erst die Hälfte, genau 49,3 vom

Hundert der Ernte, war am 1. April 1911 eingefahren, gegen 89,7 vom Hundert im Vorjahre. Die Beschaffenheit des Bodens für die p neue Saat wird mit 99,4 vom Hundert, also als normal ange- geben.

_ Die Qualtitätszahlen am 1. April 1911 waren für dret- blättrigen Klee 91,4, Timothyklee 91,3 und für Boge 88,4. Es find in diesem Frühjahr mehr Ae>er für Wiesen Augen worden. Für alles Obst wird die Qualitätszahl am 1. April 1911 mit 79,7, für Pfirsihe allein mit 63 angegeben. Während Aepfel, Trauben, Beerenfrüchte, namentli< Erdbeeren sowie Melonen zurzeit niht \{le<t anlassen, sind die Aussichten für Pfirsishe, im be- sonderen die im Südwesten vorherrs<hende Sorte Élberta, nicht viel besser als trübe. Der Viehbestand is dauernd geringer als normal. Die Zahl des auf der Weide befindlihen Rindviehs wird mit 75,5, der Schlachtshweine mit 80,9 und der Muttersauen mit 101,4 vom Hundert der Normalzahl angegeen. (Bericht des Kaiser- lichen Konsuls in St. Louis vom 5. April 1911.)

Verkehrswesen.

Vom 22. April ab wird bei der Fernspre<vermittlungs- stelle in Pankow bei Berlin ununterbrochener Dienft abgehalten werden. Der Nachtdienst erstre>t sih auf den Ortsverkehr, den Nachbarortsverkehr mit Berlin, Charlottenburg, Groß tere Lichtenberg bei Berlin, Ober-Schöneweide, Reini>endorf (Oft), Rix- dorf, Weißensee bei Berlin und Wilmersdorf bei Berlin sowie auf den

ernverfehr mit denjenigen zum Tagesverkehr mit Pankow zugelassenen ernorten, an denen während der Nachtzeit Fernsprehvermittlungsdienst abgehalten wird. Pie jede während der Nachtzeit hergestellte Verbindung im Orts- und Nacbarortsverkehr wird von dem Inhaber der Sprech- stelle, von der die Verbindung verlangt ist, eine Einzelgebühr von 20 é erhoben (Nr. 12 der Ausführungsbestimmungen zur Fern\pre{- gebührenordnung vom 26. März 1900, Zentralblatt f. d. D. N. 1900 S. 242 und 1904 S. 391). Auf den Fernverkehr finden die Bes- stimmungen über die Benußung der Fernsprehverbindungsleitungen zur Nachtzeit bom 19. September 1901 (Zentralblatt f. d. D. R. S. 342) nebst Abänderung vom 11. Februar 1905 (Zentralblatt f. d. D R. S. 32) Anwendung. Im Verkehr mit Belgien und den Niederlanden find Abonnementsgespräche nit zulässig. Als Nachtzeit elten für den Orts- und Nachbarortsverkehr die Stunden von 10 Uhr

a<mittags bis 7 Uhr Vormittags, für den inländischen Fernverkehr die Stunden von 9 Uhr Nachmittags bis 8 Uhr Vormittags.

Verdingungen.

Nah Mitteilung des Verwaltungsressorts der Kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven ist die Lieferung des Sb ie der Werft Wilhelmshaven (mit Ausnahme des Bedarfs . der Bauabteilung Helgoland) an Portlandzement für Hoh- und Wasser- bauten für das Rechnungsjahr 1911 der Firma Alsensche Portlandzementfabriken in Hamburg zu nadbileT ions Preisen übertragen worden: a für 100 kg in Säd>en 2,90 M, b. für 100 kg in Fäfsfern 320 s. Ferner ist nah Mitteilung desselben Ressorts der Jahresbedarf der Bauabteilung Hel- R für 1911 an Portlandzement der Firma Portland- Zementfabrik Hemmoor in Hemmoor a. d. Oste zum Preise von 2,89 #4 für 100 kg übertragen worden. Ein Probeauftrag auf 300 6 [langsam bindenden Portlandzements ist der Firma Portland-Zement- fabrik Alemania A. G. in Hôver bei Hannover zum Preise von 3,75 für 100 kg übertragen worden.

, Der Zuschlag auf die vom Verwaltungsrefsort der Kaiser- lihen Werft zu Wilhelmshaven am 21. Februar und 29. März d. J. verdungene bunte und weiße Wischbaumwolle ist, wie folgt, erteilt worden:

Preis für 100 kg

M

Gegenstand Firma

52 000 kg weiße Wish- baumwolle für die Werft E O 240

1000 kg desgl. für Danzig

36 500 kg desgl.

für Wilhelmshaven

101 000 kg desgl.

j für Wilhelnishaven 5795 500 kg desgl. für Kiel 69 500 kg bunte Wisch-

baumwolle für Kiel . .

F. W. Hellmann, E Bielefeld. R

77,— 74,— : T,

12,— Heinr. Tietjen & Co., R Bremen,

desgl.

(Die näheren Angaben über Berdingungen, die beim „Neichs- und Staats- anzeiger“ ausliegen, können in den Wotentagen in dessen Expedition während der Dienststunden von 9 bis 3 Ubr eingesehen werden.)

Oesterreih-Ungarn.

Längstens 28. April 1911, 12 Uhr. K. K. Direktion des litho- graphishen Instituts des Grundsteuerkatasters in Wien: e von Shreib-, Zeichen-, Dru>- und Pauspapieren für 1912 und 1913. Näheres bei der vorgenannten Stelle und beim „Reichsanzeiger“.

__29. April 1911, 12 Uhr. K. K. Staatshahndirektion Ling: Sons „und Anbringung der Verstärkungskonstruktionen der Inn- brüde bei Simbach. Näheres bei der vorgenannten Direktion (Abteilung 111, Fachgruppe für Brü>enbau) und beim vNReichs-

anzeiger“. Niederlande.

2.29, April 1911, Lt Uhr. Marinedirektion in Willemsoord: Lieferung von 144 000 kg weihen weißen Weizens und 96 000 kg harten roten Weizens. Die Beste>e liegen im Marineministerium im Haag und bei den Marinedirektionen in Willemsoord, Amsterdam und Hellevoetsluis sowie bet den Provinzialverwaltungen und bei den Gemeindefekretariaten zu Notterdam und Dordrecht zur Einsicht aus und sind für 0,20 Fl. im Marinebureau zu Willemsoord erhältlich. Nähere Auskunft erteilt der Chef der Marinebä>eret zu Willemsoord.

Theater und Musik.

Komische Oper.

_ In der Komischen Oper seßte der Kammersänger Feinhals aus München gestern sein als Petruchio erfolgreih begonnenes Gastspiel in der Partie des Grafen Almaviya in „i aros Hochzeit“ a Als vornehmer Künstler erwies er sih au Kiée obzwar der Stil Mozarts nicht seine eigentlihe Domäne ist. Es macht ihm offenbar Mühe, sein mahtvolles Organ im Zaume zu halten und den leihteren Ton anzunehmen, der in die Zierlihkeit des Nokoko paßt. Jn der Dar- stellung und Erscheinung war er aber der Graf vom Scheitel bis zur Sohle. Jn der Aufführung, welhe Herr Gura jeßt musikalis< mit großer Sicherheit leitet, sind au<h zwei andere Neu- beseßzungen zu verzeihnen: Frau Gura-Hummel sang die Nolle der Gräfin, die sie im Neuen Königlichen Operntheater bereits gesungen hat, mit s{<öner Stimme und gutem Geshma> im Vortrag und Fran Adelheid Pi>kert den Cherubin mit musikalishem Stilgefühl. Im übrigen war die Beseßung die gleihe wie bet der erst kürzli ge- würdigten Erstaufführung. Das Publikum spendete den Mitwirkenden, insbesondere dem Gast, lebhaftesten Beifall.

_Im Königlichen Opernhause findet morgen, Sonntag, eine Wiederholung der „Zauberflöte", mit den Damen Andrejewa-Skilondz, Böhm - van Endert, Artôt - de Padilla, den Herren von Schwind, Berger und Bronsgeest in den Pauptrogen, statt. Den Monostatos singt a Henke vom Königlichen Theater in Wiesbaden als Gast. Am Montag wird „Die Fledermaus“ in folgender T ejtzung gegeben : Eisenstein: Herr Henke als Gast; Nosalinde: Fräuletn Olga Lenk als Gast. In den übrigen Hauptrollen sind die Damen Dietrich, Parbs, die Herren Bronsgeest, Sommer u. a. beschäftigt.

Im Köntglihen Schauspielhause eröffnet morgen (Shake- speares Me LaG der holländishe Schauspieler Bo uwmeester als hylo> in Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ ein Fat Ipiel. In den anderen Hauptrollen sind die Damen Arnstädt, von Maybur Nessel und Heisler sowie die Herren Vollmer, Staegemann, Nr Ï Gageling, Sgrete Boettcher, Mannstädt, Zeisler, Werra> un Platen el äftigt. Am Montag werden zum ersten Male H. Ibsens „Stützen der Gesellschaft“ in der bekannten Beseßzun wiederbolt. as R E I dates bringt au< in nächster Woche all« abendli< Wiederholungen von „Glaube und Heimat“. Als Nachmit-

tagsvorstellung wird morgen „Nosenmontag*, nächstfolgenden Sonnt „Die Frau vom Meere“ en eite y a0