1911 / 109 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Beamte der Militärverwaltung.

Durch Verfügung des Krie He>er, Rechnungsrat, Geheimer exp A Vg e it Verlobt mit Pension in den Nuhestand versetzt.

5 Kanold, Amtsrat, Administrator des Remonte- auf seinen Antrag unterm 1. n den Nuhestand verseßt. y Zahlmeistern : König Wilhelm 11. von Württembe t. Nr. 181, Lindner im 1. gt. König Georg Nr. 106, Preißer i Nr. 108, Rößler im 10. J 9. Inf. Negt. Nr. 133, Ritte Titel Oberzahlmeister verliehen.

ng des Generalkommandos.

at. 10. Inf. Negts. Nr. 134 zugeteilt.

gsministeriums. 26. April. edierender Sekret

är im Kriegs- Wirkung vom 1. August d.

Antrag mit

27. April. depots zu Kalkreuth, August d. F. mit ß\< im 6. Inf. Negt. Uhlig im 15. Inf. f Shüpen. (unn m üßen- (Füs. nf. Regt Nr. 134, 1. Trainbat.

Feldart. Regt. N

egt. Prinz Georg Metßdorf im Nr. 12, der

Durch Ver Zahlmstr., dem II

E

E

L E E A

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

dem Lehrer am Pomologischen Jnstitut, Gartenbaudirektor 1s Anlaß seines Uebertritts in den als Oekonomierat zu verleihen.

E E E L T

Goeschke in Proskau au Ruhestand den Charakter

jestät der König haben den Anschluß der 1gelishen Gemeinden zu Santa Maria ovo und zu Taquara do Mundo Novo Jlha, Rolante und Entrepellado im Staate do Sul (Brasilien) an die evan

Seine Ma deutschen eva! do Mundo N mit Rio da Rio Grande | kirche der älteren Provinzen der preußischen gnädigst zu genehmigen geruht.

gelishe Landes- Monarchie Aller-

Ministerium der geistlihen und Unterrichts-

angelege Privatdozent, Professor Dr. Rudolf Mül le r- ist zum außerordentlichen Professor in der der Universität zu Königsberg ernannt

Der bisherige Erzbach zu Bonn juristishen Fakultät

Der außerordentliche Professor Dr. Karl Nau > berg i. Pr. ist in gleicher Eigen der Universität zu Breslau vers

Dem Landgerichtsrat Otto Wol Stelle des Universitätsrichters amtlih übertragen worden.

) zu Königs- schaft in die juristi\ eßt worden.

he Fakultät

ff zu Göttingen ist die der dortigen Universität neben-

Angekommen:

Präsident des Evangelischen Ober-

Seine Exzellenz der ime Rat D. Voigts.

kirchenrats, Wirkliche Gehe

Niqcßlamlligßes. Deutsches Reich.

Preufzen. Berlin, 9. Mai.

W. D. B! it S. M.S. „Königs- in Gibraltar eingetroffen und v von dort nach Vlissingen in See gegangen.

„Sleipner“ ist am 6. Mai in Gibraltar ein- n dem}elben Tage von dort nach Ferrol in

Laut Meldung des berg“ am 6. Mai

S, Vi Si getroffen und a See gegangen.

S. M. Flußkbt. „Ts\ingtau““ i Slußtbt. „Otter“ und S. M. S. Mai in Jtschang (Yangtse) resp. S. „Condor“ ist vorgestern in Naga MS: Js ist am 6. elben Tage in Hongkong eing

S. M. S. „Eber“ ist von Kotonu ( e LUhs“ gestern von Hankau abgegan

5. Mai in Canton, „Sperber“ sind Alexandrien, saki eingetroffen. Mai von Canton abge- und an dems Dahome) und S. M. S.

Grof;britannien und Jrland.

Jm Oberhause brachte gestern Lord Lans Geseßvorlage für die Reform des

Nach dem Bericht des „W. T. B aus, es sei die feste Ue Lösung der konstitutio Kammer möglich sei. zu erhalten, die dur< ihr hängigkeit das Vertrauen

downe seine Oberhauses ein.

führte Lord Lansdowne berzeugung der Unionisten, daß keine dauernde ohne eine Reform der Zweiten ÜUnionisten wünschten eine Zweite Kammer e Fähigkeit, ihr Ansehen und ihre Unab-

öffentlichen aber ni<t ein Sptielball der Zweite Kammer follte aus

Hundert von ihnen sollten erblihe Peers erblichen Peers gewählt werden. gungslose sein, denn die Peers um als Lords des Parlaments Befähigungen sollten gere<net w öffentlichen Dienst oder ein 120 Lords des Das Land würde

nellen Frage

Meinung des Landes Volkslaune sein würde. 390 Lords des Parlaments bestehen. sein und von den anderen Aber ihre Wahl sollte keine bedin- müßten gewisse Eigenschaften besitzen, gewählt werden zu können. erden: Stellungen im amtlichen oder bestimmter Rang in der Armee oder Parlaments sollten von Wabhlkollegien ge- wählt werden. zu diesem Zwe> bezirke eingeteilt werden, j Mitgliedern lershaft des Bezirks vertreter s sollten von der Krone ernann downe wies nachdrü>lih auf die herbeiführen werde, Einbuße an Privile Lords dringend auf, der Verfassung, die in Aenderungen ein Gebot der forderte Lansdowne die des Oberhauses d Der Lordpräsident des Geheimen Regierung könne die Vorlage Lansdow immer habe, nit als eine Nach dem Geseßentwurf w Die Vorschläge selen unangemessen und illu könne sie nicht billigen. Es sei a surd, eine n zu follen, bevor ihre Befugnisse, die Ab thre Beziehungen zum Unterbau der Doktrin der Regierung, bracht werde, sei die Au gleihviel ob das Oberha

Unterhauses Einhundert Lords Lord Lans- g hin, die das Gesetz ebende {<werwtegende Peers, aber er forderte die daß im Interesse der Stabilität Augenbli>k ernstlih bedroht sei, gewi

Notwendigkeit seien.

des Parlament große Umwälzun und auf die daraus si erg gien der einzelnen

anzuerfennen,

zum Schlu Negterung auf, ihre Vorschläge zur Reform Na1s Morley erklärte, die Vorzüge sie auch Parlamentsbill anerkennen. hrheit unmöglich sein. sorish. Die Regierung eue Körperschaft [hafen grenzung ihrer Arbeiten und se bestimmt wären. Die 6 fi Ausdru> ge- s der Lords,

nes, welche n Ersay für die ürde eine liberale Me

wie fie in der Vetobill zum fhebung des absoluten Vetorecht us reformiert oder nit reformie

Das Haus nahm den Geseßentwurf Lansdownes in erster

M E

|

Rußland.

In der Reichsduma wukde gestern die Beratung der

Pesepvorlage über die Arbeiterversicherung ortgeseßt.

ah dem Bericht des „W. T. B.“ warnte der andelsminister Timaschew im Laufe der Debatte vor einer allzu großen Aus- dehnung der Vorlage. Auch Deutschland habe seine Arbeiterversicherung allmählih durchgeführt. Die Regierungsvorlage betreffe zwar nur die Versicherung gegen Unglüdsfälle, aber für die Zukunft seien auch weitere Versicherungsarten vor esehen. Von einer Teilnahme der Arbeiter an der Verwaltung, die sih in Oesterrei<h durchaus nicht bewährt habe, habe die Negierung abgesehen und sih dem deutschen System anges<lossen. Die Aenderungen der Kommission, die die Sicherstellung der Arbeiter in Krankheitsfällen beträchtlich herabsetßten, lehne die Regierung entschieden ab. :

Von den Nationalisten wurde ein Antrag eingebracht, die Geseßvorlagen über Finnland sowie über die Abtrennung des Gouvernements Cholm in der nächsten Zeit auf die Tages- ordnung zu seßen, damit die Verzögerung nicht als eine Aenderung des Kurses der Staatspolitik ausgelegt werde. Auf Antrag der Kadetten seßte die Duma die Beratung der Juter- pellation, betreffend die Einführung eines Geseßes für die Semstwos im Westgebiete auf dem Wege des Artikels 87 der Grundgeseße, auf den 10. Mai fest.

Spanien.

Das Parlament hat gestern seine Sißungen wieder auf- genommen. Jm Senat interpellierte der Konservative Maestre wegen der Marokkoangelegenheit. Der Minister des Aeußern Garcia Prieto erllärte, „W. T. B.“ zufolge, er werde die Jnterpellation in einem späteren Pun beant- worten, und gab sodann ein kurzes Exposé über die jüngsten Operationen bei Ceuta, deren einziger Zwe> die Aufrecht- erhaltung der Ordnung in jener Gegend sei.

Jn der Deputiertenkammer erklärte der Minister- E Canalejas auf eine Anfrage, Spanien werde in er Marokko angelegenheit eine Haltung bewahren, die mit den Bestimmungen der Algecirasakte im Einklang stehe, und keinem Drucke irgendwelcher Art nachgeben. Sodann kam der Ministerpräsident auf die Operationen in Ceuta zu sprechen und führte, obiger Quelle zufolge, aus:

Die Negierung habe fich, da häufige Räubereien die freie Aus- übung des Handels in jener Gegend bebinderten, an den Kaid von Tetuan um Abhilfe gewandt. Der Kaid habe nit glei< eine bündige Erklärung abgegeben, deshalb habe die Negterung in Gemäßheit der Bertragsbestimmungen Truppen mit der Ausübung der Polizei betraut. Der Sozialist Jglesias tadelte die Operationen in Ceuta und erklärte, Spanien müsse seine afrikanischen Besitzungen aufgeben, wenn es sie niht ohne nah- herige Gebietserweiterungen und ohne Kriege und beständige Kämpfe fich erhalten könne. Der Ministerpräsident Canalejas wies unter N aus dem ganzen Hause die Ausführungen Iglesias entscieden zuru.

Der Budgetentwurf für 191 2, der der Kammer vor- gelegt wurde, berechnet die Ausgaben auf 1 128 363 481 Pesetas, das ist eine Vermehrung um 5 731 026 Pesetas gegenüber 1911. Die Einnahmen werden auf 1 133 207 711 veranschlagt. Der Schuldendienst vermindert sih um 1 161 657 Pesetas.

Der Entwurf zum Vereinsgeseß, den die Regierung der Kammer unterbreitet hat, seßt laut Meldung des „W. T. B.“ fest, daß alle Vereinigungen dem gemeinen Recht unterliegen sollen. Die Vereinigungen sind verpflichtet, der Regierung alle drei Jahre eine Uebersicht über ihre Güter und Einkünfte einzureichen. Jede religiöse Vereinigung bedarf zu ihrer Gründung derErlaubnis der Regierung, auch die Klöster unterliegen dem gemeinen Necht. Die Staatsbeamten dürfen Vereinigungen bilden, unter der Bedingung jedoh, daß durh diese Vereinigungen keine Störung des öffentlichen Dienstes hervorgerufen wird. Aus- länder dürfen keine religiöse Vereinigung auf \panischem Boden gründen, ohne zuvor die Naturalisation erlangt zu haben. Auch dürfen Ausländer an keiner politishen Vereinigung teilnehmen. Ebenso wird keine Vereinigung gestattet werden, von der mehr als ein Drittel der Mitglieder aus Ausländern besteht, selbst wenn diese naturalisiert wären.

Türkei.

Der Finanzminister D\hawid-Bei und der Unterrichts- minister Jsmail Hakki haben nah einer Meldung des Wiener K. K. Telegraphen-Korrespondenzbureaus gestern abend dem Großwesir ein gemeinsames Dem issions\chreiben überreiht. Sie erklären darin, sie sähen ein, daß die seit einiger Zeit in der Partei entstandene Verwirrung sowie der dadurh nah außen gemachte Eindru> eine erfolgreihe Aus- übung ihrer Pflicht ershwerten. Sie seien überzeugt, daß sie ihre Verpflichtungen gegenüber der Kammer nicht erfüllen könnten, und empfänden daher die absolute Notwendigkeit, ihre Portefeuilles anderen, die vielleicht mehr Erfolg haben würden, abzutreten.

In der Deputiertenkammer teilte gestern der Minister des Jnnern mit, daß die Untersuchung über den Diebstahl in der Omarmoschee in Jerüùsalem ergeben habe, daß Engländer dur Bestechung des Wächters und seiner Söhne in die Moschee eingedrungen seien : unrichtig aber sei, daß Neliquien gestohlen worden wären. Die Untersuchung dauerte fort. Nachdem die Oppositionellen erklärt hatten, aus der An- gelegenheit keine Kabinettsfrage machen zu wollen, willigte die Kammer ein, daß der Minister des Jnnern das Ergebnis der Untersuhung vor Schluß der Session mitteile.

Serbien.

Die Regierung hat, „W. T. Y.“ zufolge, in der Skupschtina eine Vorlage über die Regelung der Apanage der Prinzen eingebraht, wonach der Kronprinz bis zur Thronbesteigung 120 000, der Prinz Georg und die Prinzessin Helene lebenslänglih je 60 000 Dinars jährlihe Apanage er- halten sollen.

Amerika.

Der amerikanishe Gesandte in Nicaragua Northcott hat dem Staatsdepartement in Washington nach einer Meldung des „Reutershen Bureaus“ telegraphis<h mitgeteilt, daß der dortige Kongreß den Präsidenten, General Estrada ermächtigt hat, eine Anleihe von 12 bis möglicherweise 20 Millionen Dollars abzuschließen, die in den Vereinigten Staaten untergebraht werden soll. Die Anleihe soll zur Bezahlung von Schulden, zum Bau von Eisenbahnen und zur Einführung der Goldwährung verwendet werden. Das Staats- departement hat ferner von dem Gesandten in Chile Fletcher die telegraphishe Meldung erhalten, daß die <ilenis<e Negierung beschlossen habe, ‘in den Vereinigten Staaten Kontrakte für den Bau von Unterseebooten ab- zuschließen.

U CaNaDTT M en Unterhause verlas gestern, „W. T. B.“ zufolge, der frühere Finanzminister Foster eine

fu

Mitteilung aus Berlin, daß zwischen Deutschland und C

eine Abmachung getroffen worden sei, wona<h zum ‘aba der Verbesserung Der Handelsbeziehungen handlungen eingeleitet werden sollten, sobald der Gegen- seitigkeitsvertrag zwischen Canada und den Vereinigten Staaten erledigt [M Der Finanzminister ielding erklärte, die deutshe Negierung L ohne uen ereit, Verhandlungen zu eröffnen, aber es seien darüber noch keine Erörterungen ge- pflogen oder Vereinbarungen getroffen worden.

«2 M0 Meldungen des „W. T. B.“ rüten die Auf- ständischen in Mexiko gestern gegen Juarez- vor, und es entspann sich bald ein Kampf, obwohl Madero das Feuern ein- zustellen befahl. Verschiedene Kugeln trafen die amerikanische Einwanderungsstation und verleßten dort stehende Merikanex Einer späteren Meldung zufolge schlossen Madero und der Kom- mandant von Juarez einen Waffenstillstand ab. Das Gefecht dauerte aber troßdem und troß der Ankündigung Maderos, daß er die riedensverhandlungen wieder aufnehmen werde, fort. Die Aufständis en behaupteten, daß die Truppen in Juarez zuerst auf sie geschossen hätten. Gegen 5 Uhr Nachmittags eröffnete die gesamte Streitmacht der Aufständischen das Feuer auf Juarez. Nach längerem Geschüpkampf drangen die Auf: ständischen in die Stadt ein, wo sih ein erbitterter Kamy entspann. Die Rebellen beherrschen die beiden auf amerifq nisches Gebiet führenden Brücken. Wie der „Associated Preß“ gemeldet wird, sind bei dem gestrigen Angriff der Aufständischen durch abirrende Geschosse in El Paso vier Cid a getötet und neun verwundet worden. Die Aufständischen haben fich in den Zollgebäuden von Juarez festgeseßt. Die Arena sowie die Brücken und Straßen von Juarez sind mit Toten und Ver- wundeten bede>t. Madero erklärt, der Angriff der Auf: ständischen sei ohne seine Ermächtigung erfolgt.

Afien.

Wie das „Reutershe Bureau“ meldet, ist gestern durh ein Kaiserlihes Edikt die Zusammens N des neuen cinesishen Kabinetts bekannt gegeben worden, Prinz Ching ist zum Präsidenten, Natung und Hsü Shih-chang sind zu Vizepräsidenten ernannt worden. Der frühere Präsident des Wai-wu-pu Liang Tung-yen wird Minister der auswärtigen Angelegenheiten. Die übrigen reltdenlen der verschiedenen Departements werden Ka- inettsminister. Es wird ein Geheimer Rat gebildet mit den Großsekretären Lu Jun-h\ iang und Jung- hing als Präsidenten und Vizepräsidenten. Die Prinzen Tsai-tao und Yulang werden gemeinschaftlih Minister des Militärrats, der an die Stelle des militärishen Beratungs- komitees tritt. Tsou Chia-lai bleibt stellvertretender Präsident des Wai-wu-pu bis zur Nückkehr von Liang Tung-yen von Washington. Er wird auh Superintendent des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten. Der Prinz Ching, Na-tung und Hsü Shih-hang werden an Stelle de ursprünglih Ernannten zu Mitgliedern eines Ausschusses er nannt, um die Konstitution vorzubereiten. Der Staatsrat und das Großsekretariat werden abgeschafft.

Afrika.

Nach einer vom „W. T. B.“ verbreiteten Meldung aus Tanger hat bei Lalla Jto ein ernstes Scharmüßgel wischen französishen Truppen und aufrührerishen Stämmen endes Einzelheiten fehlen.

Wie die „Agence Havas“ meldet, haben am 5. Mai zwei Esfkadronen Spahis und zwei Kompagnien der Fremdenlegion mit 300 Kamelen und Munition den Bu Negreg überschritten. Am 6. Mai ist eine Kolonne, die von dem Major Roumens befehligt wird, ohne Zwischenfall in Ain-Drissa eingetroffen.

290 von spanischen Offizieren befehligte Nifschüten haben, der „Agence Havas“ zufolge, Fenideg auf marokka- nishem Gebiet besetzt. Zwei andere Punkte, von denen einer eiwa 15 km von Tetuan entfernt liegt, werden ebenfalls beseßt werden. Die Beseßung ist eine vorläufige, sie soll bis zur Bildung der in den Verträgen vorgesehenen Polizei aufrecht- erhalten werden.

Koloniales.

Das Maiheft der Zeitschrift für tropische Landwirtschaft „Der Tropenpflanzer“, Organs des Kolonialwirtschaftlichen Komitecs, Unter den Linden 43, entbält an erster Stelle cinen Aufsatz von H. Juan Ludewig über die Kultur des Zapupe in Mexiko, einer der Sifal-Agave nahe verwandten Faserpflanze, die in leßter Zeit in Meriko vtelfa< angebaut wird. Die „Studien über den Hanfbau in Italien“ von Or. Bru>-Gießen werden fortgeführt. Sie behandeln u. a. die Bedeutung tes italienishen Hanfes für den deuten Markt im Verglei<h mit jener des Sisalhanfes. Dr. A. H. Berkhout- Wageningen bietet in der Fortseßung seines Berichts „Nach den

Kautschuklanden“ Mitteilungen über die Plantagen- und Forst-

wirtshaft in den malaitshen Staaten.

Parlamentarische Nachrichten.

Die Schlußberichte über die gestrigen Sizßungen des Neichs- tags und des Hauses der Abgeordneten befinden si< in der Ersten Beilage.

Der Reichstag setzte in seiner heutigen (170.) Sißzung, der der Staatssekretär des Innern Dr. Delbrü > beiwohnte, die Spezialdiskussion des Entwurfs einer N eihsversiherung s- ordnung auf Grund der Beschlüsse der XVT. Kommission im zweiten Buch „Krankenversicherung“ (88 177—559) fort und nahm die gestern abgebrochene Beratung der 88 210—213 Wochenhilfe) und der E eingebrachten Anträge Albrecht Soz.) und Hufnagel-Jrl (dkons. und Zentr.) wieder auf. ;

Präsident Graf von Schwerin-Löwiß eröffnete die Sizung mit der Mitteilung, daß Seine Kaiserliche und Königli he Hoheit der Kronprinz ihm für die Glüc- wünsche des Reichstags zum Geburtstage seinen aufrichtigen Dank ausgesprochen hat. :

Abg. Hufnagel (dkons.): Unser Antrag, die Woghenhilfe für die in der Landwirtschaft und als Dienstboten beschäftigten Arbeiterinnen dur<h die Saßungen bestimmen zu lassen, ist gestern {on durch den Mitantragsteller Irl begründet worden. Wir halten den Antrag für durchaus bere<htigt. Da es aber s\<{einen könnte, namentli<h na< den Ausführungen des Abg. David, als ob der Antrag etwas zu allgemein sei, so ziehen wir thn für jevt zurü>, behalten uns aber seine Wiedereinbringung in anderer Form für die dritte Lesung vor. Unsere Abstimmung über die Kommissionsvorschläge wird daher eite nur eine proviforische sein.

(Schluß des Blattes.)

wie „W. T. B.“ 8portarbeiterverb enen Versamml e in der Entla} Infolgedessen k Mann aufgenommen werden. ädergesellen in e „Frkf. Ztg.“ erfä f 130 Betriebe verteil en die Forderungen der Gesell

In Bremen beschlossen, bahner, soweit sie dem Tran in vergangener Nacht abgehalt Ausstand zu treten, weil i eine Maßregelung erbli>en. früh nur mit etwa 150

Der Ausstand der B Bl.) umfaßt, wie di ) andere, die ih au diesen Betrieb Kopenhagen meldet empner den en 314 Stimmen abgelehnt, d gten Fachverbänden mitgeteilt angekündigte erweiterte Au in Kraft treten g angenommen wird.

meldet, die Straßen- ande angehören, in einer ung, beute früh in den ung einiger Angestellten der Betrieb heute

bung des Hauses der entlichen Arbeiten unächst ein Telegramm oheit des Kronprinzen ür die ihm im Auftrage des Präsidium ausgesprochenen t, und dann die erste Be- enbahnanleihegeseßzes

er heutigen (70.) Si N T er der Minist beiwohnte, wurde lihen und Königlichen dem Höchstderselbe Abgeordneten von de che zum Geburtstage dank

ratung des Entwurfs eines Eis fortgeseßt. i : ; e- Lippstadt (Zentr.) wünscht eine Bahnverbindu

Abg: SQ wars üren über as bezw. Bedelar na

fiehlt zur Entlastung des Verkehrs yriß unter Berü>ksichtigung der finan-

(Zentr.) befürwortet bessere Zugverbin- r Rheinprovinz namentli< im ien, in den umliegenden Dörfern

Haltestelle für fürwortet eine Verbindung von Dortmund

äre durch eine e über Datteln

eor am Breitenbad Seiner Kaise

rlesen, in verlesen, amburg (vgl. Nr. 108

etwa 900 Gesellen, en, arbeiten weiter, da in gt worden sind.

nachdem der der Vermittler mit der Arbeitgeber den vom 16. Mai ab die die vorläufig ver-

W un Verband der Kl Rae e / er Verband

von Paderborn bezw.

< Abz. Böhmer (kons.) emp s Bahnhofs in da a ältniffe in Stad bg. Dr. Kaufmann dungen für die Stadt Stolberg Fnteresse der Arbeiter, die genötigt se

Abg. Frank- Cöln (Zentr.) wünsht eine neue den Cölner Lokalverkehr. Abg. Bru st (Zentr.) be über Recklinghausen na Abzweigung von der nah Süderwich un hausen, von Rellingha n der Redner eine Linie von Essen-Hau e Süd, von dort na< Gladbe> ve in die Stre>e Hamm—Osterseld na< B Ahg. Sauermann im vori ai fine von Dorsten von thm unterstüßt werden. E RA Abg. von Wenden (kons.) tritt für eine blig in Pommern und Berlin un Güdenhagen—Großmöllen ein. i Abg. Cahensly (Zentr.) bedauert, daß der Westerwald in der Vorlage leer ausgegangen sei. Er müsse holen: eine Bahn von Rennerod nah Bur eine Vollbahn von Limburg nah der Sieg Montabaur mit der unteren Lahn dur das führung der Linie Weilmünster—Laubus—E und von da nah Kirberg oder nad dem Zollh Abg. Niehl- Fulda (Zentr.) begrüßt die die der Sommerfahrplan für Fulda gebracht [l diese Verbesserungen nicht sollen. Der Redner wünscht w / Hersfeld und Fulda dur< eine neue Linie t

8\perrun wird, falls ni<t bis dabin der Im Falle etner erweiterten

errten Arbeiter im ganzen

[hoben worden ist, Vermittlungsvorschla Aus\perrung würde die Zahl de 40 000 betragen.

iellen Verh n (Vgl. Nr. 100

(Weltere „Statistis(e Nahrichten* \. i. d. Zweiten E

Kunft und Wissenschaft.

\<he Plastik Unteritaliens w cuseum bisher n 8 ihrer leßten Blü dur Neliefdarstellungen der tldnisbüste aus Scala. „Amtlichen Berichte aus den Kön geteilt wird, mehrere die vorhergehende Ent einige au< einem a1 augenscheinliß als Gegenstüde Osten entstammen de Halbfig 0,38, Länge 0,69 m). Ihr stalteten Marmorblo> cines männlicher und etn weiblicher, < die am Körper anliegenden Arme troß der tetlweisen Verstümmlung deutli Der Mund des \<nauzbär i weit geöffnet. Die einfachen, engärmeligen Tuniken. Apulien verbreiteten Typus der P î ihrer Haltung an

Dorsten, die ¿zu erreihen w Cöln-Mindener Stre>e bei Menged ann einlaufend in die Stre>e Hamm— 4 eiter nah Dorsten. Weiter wünscht ptbahn nah Essen-Nord, über Alten- und von da in einer

ar im Berliner ur dur< zwei, tezeit im 14. Taten Simsons ie im Maibeft der ammlungen“ ie einen Ausbli> in hren und von denen

Zuerst seien zwei, apulis<hen annt (Höhe 0,23 ird dur den p genträgers gebildet. sih über eine Platte, Sie stellen, 4 1 Sarazenen- cannes ist wie zum eht aus Turbanen und iren rethen si und Fensterumrahmungen ein : ¡wei Halbfiguren an etnem ersten Teil des

naturalistisher

Die romani Friedrih-Y bedeutsame Stücke au

weiblihe B

usen dann w Jahrhundert

Jüngst sind, w

gen Jahre vorgebrahte Wu iglihen Kunsts

nah Dinslaken müsse

günstigere Verbindung d für Verstaatlichung

Neuerwerbungen ge wid>lung dieser Plastik gewä 1dern Kunstkrei

über Gaalen-Hünxe

S gehen, j gearbeitete, zwischen Bu G ete der Stre>te

Numpsfteil w lastish ausge-

seine alten Wünsche wieder- < über Limburg, ferner eine Verbindung von Gelbachtal und Fort- {ba< bis Oberbrechen

< erkennbar, ein

Tracht best

Kriegsgeschre infache Die Skulpt1

Verkehrserleihterungen, at, bedauert aber, daß Winter beibehal hnverbindung zwischen n östlihen Teile des

sie erinnern Fenster der Kath 12. Jahrhunderts angehören durchgeführt. sie no< vor dem 13. aus den alten Stilgew und der Gewandun gestellten Gege mens<{li<e

sinnbildlichen, in eine Zeit, i mannen gegen die ein und in der no<h d kürzlih in Neapel erwor Er sißt auf einem grob zu Mauer eingelassen war, als hätte er einet gedient; auch die tiefgebräunte Farbe des M Plaß im Freien hatte; anderers\ ung entzogen gewesen fein, inn ist er treffli< erhalten. tishe Charakter des Kopfes, der die fri fe zeigt, die an apulisch t erscheint. Eine ähnliche, der er Augen und Haare < im Besiß des Kaiser Friedrich- 1 bestimmten anti der zweiten Hälfte des 12. Jah Campanien ret 12. Jahrhunderts dort zur selben Zeit wirksa Denkmälern des 12. Jahrh Amalfi bis Gaeta und Terracina verbreitet w lihen Bereich dürfte ein Bildwerk entstanden sein, gehörigen dekorativen Stücken ir das genannte Museum erworben vom Drachen

oder Mosaik

niht für den

eiter eine Ba L, i mag, sind aber viel

Jahrhundert entstan obnheiten, die in g fortwirken, \{ließen, Der Gedanke, errbilder die überwundene Mat die Gestalt eines feindlihen Volkes einzufü n der die Erinnerung an die le stmaligen Beherrscher Sizi ß gegen den Erbfeind fortg bener Kopf läßt si gehauenen Stur

(nl.) wünsht eine Linie Simmern— erbindung zwischen der Linie Enkir<—Traben— Zell nah Kirchberg- pfuhl an die Klein- gen von Kreuznach Morgenzug von Frankfurt

Abg. Engelsmann Gemünden— Kirn / Mosel und der Nahe einmal dur< eine Büchenbeuren—Kirn und durch Gemünden, dur die große Oberförsterei Enten bahnlinie Winterburg—Kreuznach. müßten so_eingerihtet werden, daß der nah dem Osten 8 Uhr 20 Minuten erreiht (freikons.) wünscht größere bezug auf das H Reisende seien, wenn sie von fern herkor. ihres Gepäds nah Berlin und Ferner sei es dringend notw zwischen Potsdam und Spa! Projekte entworfen seten. D. Ha>enber llung eines dire

der Wiedergabe der Hände aber auch aus dem dar- {t Monstra oder

er eine neue V

eine Linie von nstand selbst.

Die Verbindun ten Kämpfe der Nor-

< lebendig war

Berücksichtigung der alten von Fernzügen; viele gezwungen, erst wegen Potsdam zurü>zufahren. kte Verbindung wofür seit langem

Abg. E>ert

Stadt Potsdam in d s{<werer bestimmen.

npf, der offenbar in die n Dachgesims zur Zierde armors |priht dafür, daß eits muß er äußerer Be- f cine kleine Verlegung Gegen Apulien \priht der ihe Einwirkung der Antike en Denkmälern Antike nachge

bon dort nach endig, daß endli idau hergestellt werde,

eine direkte denn bis qu

g (nl.) erinnert daran, daß er vor 25 Jahren in die Züge von Berlin über e; dieser Wunsch set allerdings no der, daß man im Publikum Wagens no< wenig Kenntnis ge Bekanntmachung gesorgt werden. es richtig sei, immer wieder mit den- f rli< nur Wünsche d —, zumal einer die ein offenes Auge für alle Ver- doch fals ausgelegt dem Vorwurf aus:

ften Wagens < Mey empfohlen hab aber der Uebelstand sei

davon noh ahmte Be- inkopf römischer Her- Museums befindet ; er zulehnen und {on in rbeitet zu sein. In Anfang des Kunst waren in Mischstil, der in den ganzen Küskenstrihß von In diesem nörd- das mit zwei dazu n vorigen Jahre im Kunsthandel für Die Hauptdarstellung zeigt ausgespien

Saarbrücken na auf einer Stilstu

erfüllt worden, bon der Exist Cs müsse für die notwendi zweifelhaft sein, o Wünschen zu kommen ausge|prohen werden, die Cisenbahnverwaltung gegenü kehrébetürfnisse habe, aber ein Wenn man schweige „wo warst denn du, Dethalb sei ein kurzes, Hunsrü> mit seinem sichtigt sei. der Kreisstadt Simmern erst zu spät für die Leute, die fr in der Kreiestadt zu tun ha Stadtschule besuchen und e Der Redner wüns\<{t fer Er fet einer der le bahnwünsche vorbrächten, er bo heiten möge: die leßten w Abg. Delius (fort der Stadt Halle, die in der Stadt Lei torporation an Leipzig bevorz1 stimmen, wolle er, die Erfüllung einig das dringende Ers

zeigt ein Kalkste

ken Typus an rhunderts gea hen antifisierende Versuche < Einflüsse der sarazenischen m. So entstand e

scheint ih einen

es dürften natü wirkli<h berechtigt sin

Schweigen könnte , seße man sich als die Eisenbahnwünsche erörtert 1 aber kräftiges Wo Verkehbrsinteresse no Notstand sei z. um 8 Uhr 46 Minuten her aufstehen als die Leu und zu spät für die Schüler, die die 1 9 Uhr ab am Unterricht teilnehmen ner den Bau einer Linie Simmern— ten in der größen Schar, die Ei e, daß sih das alte Wort bew erden die ersten sein. p.) äußert einige Wünsche zugunsten Hamburg aus zugunsten Eingabe der Kaufmanns- die Verwaltung ahrtsabgaben günstig zu Er bittet no< um br und wiederholt Halle nicht hinter Leipzig zurü>-

rt darüber gesagt, daß der <_ ni<t genügend berüd>- der erste Zug in orgens ankomme,

te in Berlin und als Nelief

Ambonen oft dargestellt w Phantastik gleihwohl überras>end. stilisierten Kopf, Schuppenstreifen i seine S<hwanzspi während eine Akanthusr in voller Frontansicht bis zähnen hervor und weiten Aermeln ein Akanthusranke.

campanischen Unfer Stück wirkt dur<h seine Der geflügelte Drache Vogelkrallen und einén von Zop Fle<htband durzogene e läuft in eine Art A ette die Windungen ausfül zu den Ellenb faßt mit ungeshlacht- es rauhwollenen Kittels hervorko sind Fische von hers{Wwimmend

abgelaus<t

fgefleht, einem gewundenen kanthuskel<h aus, Jonas tauct ogen zwischen den Drachen- großen Händen, die mmen, glei<falls

und einem

\{r. Volke

pzig zurü>gesett fei. den Minister sei keine Antwo um Sachsen für die der Nedner, nicht untersu er Wünsche für den Lokalverke uchen, die Stadt

Abg. Müller-Prüm ( nau—Rengen—Daun un Abg. Lieber (Zentr.) hn ni<t na dem

rt erfolgt. Ob

offenbar der Betrachten heit des fast unversehrten Neliefs zweifeln ms beiden anderen, kleineren Stüde Allein die un lerishe Neiz des Bildwerk des Jonaskopfes versbeuchen ist offenbar dem Umstand zu verdanken, daß in seine einzelnen Teile zerlegt und die geshüßter Stelle, das Nelief vielleidt seite nah oben, eingelassen wo Vergleichung mit mehreren anderen Denkmäl campantschen Plastik einreihen. Die naturalis der Nebenmotive, der Fische, läßt es uns in hunderts seßen. Die En diesem Jahrhundert beweist, d die Nachahmung antiker Kunstdenkmäler Hauptort für Aus dortigem

zumal au die die gleichen Fische in derselben Ar- gewöhnlih reihe Eifindung un dazu die völlig stilebte diese Bedenken.

Zentr.) empfiehlt den Bau einer Linie d einer Linie Bitburg— tritt dafür ein, daß Rhein, fondern na eine Taunus-Querbahn von der Bußbach über Usingen nah Ids:

Formengebung

T T gute Crhal

Neuerburg—Irrel. die Weslerwald- der unteren Lahn

Wetterau nah dem

tein, gebaut werde.

se dann, wie so oft, an als Fußbodenplatte mit der Ni> Das Nelief läßt si< dur die ern in die Entwi>lung der tishe Belebung, den Anfang des 13. Jahr- twi>dlung der campanischen Plastik in en erstarkenden Naturalis8mus durchaus nit zurü>gedrängt enden Bestrebungen war teuerwerbungen aster ber, der

geführt und daß Hhein, etwa von

(Schluß des Blattes.)

Verträge über den Bau der und der Eisenbahn von zugegangen.

_… Dem Reichstag sind die G enbahn Buiko—Moschi ome nah Atakpame j E Privatbesitz rührt unter den © ein eigenartiger P il

Salerno. des Kaiser Friedrich-

Flächens<mud> von Akantbuskelchen

dienenden Halbblättern durchsetzt sind und die aus denen der Stengel lang bervo et eine große lilienartige G Vogel niedergelassen

gearbeitete und als Blatthülsen rundlih ausgeza>te rwächst, tragen. Die lo>enblume, in der si ein

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

lempuer Groß orgen in den Aust géamts, die bis gestern er Parteien. wonach der

Blumenkronen, Bekrönung bild

Die Bauk retherartiger

zufolge, heute m des Einigun

Berlins sind, der and getreten. abend dauerten, gungsamt f hn 0,76 bi

„Voss. Ztg.“

führten zu keiner âllte einen Schieds- 8 0,78 A betragen n 0,80 bis 0,85 M Jammlung der Baus- arf mit allen gegen eine

Nankenpaaren. s in der antiken Dekoration der unteritalis<hen Vasen Diese Motive fanden dann hat sie nah- aiserlide Adler auf ihm Friedrihs II. entstanden sein. in neuerworbenes Kapitell anien an; es zeigt den etwas

romanischen antiken Formen und

) die Gesichter sind ist bei allen

abzweigenden Das Eini Mindeststundenlo rbeiter cinen sol<hen vo aus stark be nat stattfan < des Einigungsan Firma Kol> u. aufgenommen haben, ünsterländische

Solche Nanken und Blütenformen sind mit am frühesten aus den Malereien hellenistisher Zeit bek auch in der Archite Der Piaster dürfte, nachgebildet ist, {on in der Dem vorgerü>ten 1 Teano im nördlihen Camp dekorativen ewohnheiten beherrs{<ten Naturalismus mit

Figuren in der Mantelt individuell ausgearbeitet;

annt geworden. Dies fktur Eingang, und die Nenaissance

suchte Versa da av< der K

die gestern den Schiets\ die Arbeiter der Compagnie in Coes- 3. Jahrhundert gehört e hat, wie die „Köln. Z rTerxtilindustriel (Vgl. Nr. 104 d. Bl.)

telegraphiert: Beim taurer und 760 andere rungen in den Ausstand.

mitteilt, der V allen organisierten Arbeite

u Tal sperre Arbeiter, meist Auslän

erg wird der auer traten 20 der, wegen Lohnforde

raht des Philosophen ; der Oberkörper

der Kopf bebt \sih immer von einem aus Akanthus gebildeten Nünbus ab; zwei Blütenrosetten umgeben jede Gestalt, von denen drei erhalten sind, während man auf die Haltung der vierten nur aus Nesten ließen kann. An den Eten befinden si< über höher aufstrebenden Akanthusblättern Tiere : ein Vogel, ein Drache, ein Löwe und ein niht mehr erkennbares ho>endes Tier mit glattem Fell. Mit dieser dekorativen Marmorarbeit {ließt die Reihe der neuerworbenen Denk- mäler <ronologis< bereits nahe an das Frauenbildnis aus Scala, an den Fürstenkopf aus Nom _— vielleiht ein Bildnis Friedrichs 11. felbst dessen künstlerishe Abstammung ebenfalls nah Unteritalien weist, und auf der anderen Seite au an den Stil Niccolo Pisanos an.

Im Verein für deuts<hes Kunstgewerbe sprah kürzli der Professor Dr. Jean Loubier aus Friedenau über das Leder und seine Verwertung. Er schilderte das Wesen und die Zu- bereitung des Leders, die verschiedenen Arten, die Mängel, die der heutigen Gerberei und Lederfärberei anbaften, und die Mittel, die man anwendet, um insbesondere dem frühzeitigen Verfall des Leders zu begegnen. Die Fabrikanten haben sich dazu bereit erklärt, daß ste in der Folge Leder, die ohne Anwendung starker Mittel g?gerbt und ohne s{ädlihe Säuren gefärbt worden sind, mit entsprechender Bezeihnung für Zwe>, wo es auf langjährige Halt- barkeit ankommt, in den Handel bringen wollen. Dadurh wird man au< den minderwertigen Ersatzmitteln entgegentreten können, die sich beute immer noch als Leder ausgeben, in Wirklichkeit aber nur Surrogate darstellen. Son das Spaltleder, dem man einen fünstlißen Narben aufgepreßt hat, ist eine Art Surrogat, no< mehr sind es aber jene Kunsterzeugnisse, die nur -aus einem Gewebe mit darauf geleatem, lederartig gepreßtem, kauts{hukartigen Ueberzug bestehen. Die Verwendung des Leders für Sißmöbel ist im Zunehmen, dagegen benußt man es niht mehr in so ausgedehnter Weise wie früher zu geshnittenen und getriebenen Arbeiten. Auch die Lederauflage, die farbige Leder aus\cneidet, dünn schabt und in bestimmtem Muster dem Buchdekel auflegt, pflegt man heute niht mehr so nahhaltig wie früher. Dagegen erfreut fich die überaus \<hwierige Handvergoldung gesteigerter Aufmerksamkeit und die Verwendung unversierten Leders zu kleineren Geräten und zu Taschenarbeiten ist im Stetgen begriffen. Man versteht es, alle möglichen Arten Leder au von fernber beran- zuziehen und die kunstgewerbliche Verarbeitung des Leders wird um fo mehr zunehmen, je böber man s{ône Form, gutes Material und saubere und materialgere<te Arbeit daran säßen lernt. Eine große Ausstellung, zu der Berliner und auswärtige Geschäfte Leder und Lederarbeiten der verschiedensten Art beigetragen batten, unterstützte die Ausführungen des Vortragenden aufs beste.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose bält am 10. Juni, Vormittags 10 Uhr, im Plenar- !ißungsfaal des Neichstagshauses seine Generalversammlung ab. Auf der ZageSordnung steht der Vortrag „Die Aufgaben der Ge- meinden zur Kinderfürsorae bei der Tuberkulosebekämpfung“. Be- fondere Einladungen ergeben nur an die Mitglieder. Allen interessierten Kreisen stehen in der Geschäftsstelle des Zentralk'omitees, Königin Augustastraße 11, soweit der Play reiht, Einlaßkarten un- entgeltli<h zur Verfügung. /

Theater und Musik.

Konzerte.

Der VI. Vortragsabend des Berliner Tonkünstler- vereins im Theatersaal der Königlichen Hochschule für Musik brahte am Montag v. W. nah zwet kleinen, \{li<t empsundenen, melodishen Stücken für Violoncello und Klavier von Martin Jacobi vier Klavierstüle von Emil Frey, die immerhin interessierten, wenn ihr Charakter fi< au) noch ziemli<h unruhig gab; es blißten jedo wiederholt eigenartige Einfälle und Stimmungen darin auf. Eindru>ksvoller no< erwies sich ein Trio für Klavier, Violine und Violoncello desfelben Kom- ponisten; es seßte mit einem kräftig empfundenen Allegro ein und er- reihte nah etnem feltsam letdenschaftlien Adagio seinen wirkungs- vollen Höhepunkt in einem farbenreih ausgestalteten Fine. Die an- gekündigten Gesänge von Hermann Drechsler mußten wegen vlößlicher Erkrankung der Sängerin ausfallen.

Ein Konzert zum Besten des unter dem Protektorat Seiner Majestät des Kaisers \tebenden Moonschen Blindenvereitins das fn der Singakademie stattfand, hatte sih eines starken Zu- spruches zu erfreuen. Auëgezeinete Künstler hatten \i< in den Dienst der guten Sace llt. Den Abend eröffnete der Pianist Artur Spengler wirk: oll mit Shumanus &-Dur-Novellette, worauf der jugendlide Baritonist Berthold Pus<G, der für den verbinderten Hofovernsänger Herrn Bronsgeest eingetreten war, etne Hangboller, wohllautender Stimme und

Reibe von Liedern mit [ang fein empfundenem Vortrag sang. Vollendete Kunst boten alsdann Professor Waldemar Mever und die Königliche Kammersängerin Marie Goetze. Ibnen {loß sich die Konzertsängerin Anna von Pilgrim an, die FdÆerts dramatisher Arie aus „Wilhelm von Vranien*, einer Berceuse von Gounod und dem Koloraturwalzer „Früblingestimmen“ von Strauß ebenfalls starken Beifall fand. Für Abwecbslung im Programm sorgte ferner der bekannte RNezitator Mathias von Erdberg, der besonders durh den Vortrag einer Liliencronshen Ballade und Presbersher Gedichte zu fesseln wußte. Alles in allem ein woblgelungener, genußreiher Abend.

Das zweite Konzert des Symphontevereins (Dirigent : Leo Shrattenholz), das am Mittwoch in der Köviglichen

+ 4

Hochschule für Musik stattfand, stand dem vorhergegangenen ersten an Erfolg nicht nah. Mit der Wiedergabe des „Branden- urgishen Konzerts" (Nr. 3 in G-Dur) von Bach wurde es ein- geleitet. Das Konzert wurde, abweichend von der Origtnalbesezung, von 50 Streihern ausgeführt, was freilih ni<t immer der Feinheit und Sauberkeit in der Durc{führung der Passagen zum Vortetl gereihte. Sonst aber hinterließ es einen nachbaltigen Eindru>k. Der Abend brachte au die erstimalige Auf- führung der Suite „Aus Finnland“ von Selim Palmgren. Diese vier symphonishen Bilder für großes Orchester \{licßen ih dem Bilde der vier Jahreszeiten an. Der Tondichter versucht hierin, mit Anlehnung an ältere Meister eigene Wege zu gehen und hat ein re<t stimmungs- und wirkungsvolles melodiöses Ganze geschaffen, das von kompositorishem Können zeugt, wenn es ihm auch biéweilen an ges{lofener Kraft feblt. Die Neuheit wurde sehr beifällig aufgenommen. Die D-Dur-Symphonie von Brahms beshloß den Abend in gleich ge- lungener Ausführung. Zwischen den Orchesterwerken spielte Frau Amalie Radwaner-Birnbaum das Spohrshe Konzert für Violine in ihrer anspruhslosen, gewinnenden Art und zeigte si wiederum als musikalich empfindende, vortreffliße Geigenkünstlerin. Im Blüthnersaal erzielten die Gesangsvorträge der Schule Bruns mit dem Blüthnerorchester am Donnerstag verschtedentlih anregende Wirkungen. Eine junge Sängerin, Fräulein Margret zur Nieden, bekundete in Brahmsliedern ein bemerkens8- wertes musikalishes Gefühl, das ih sowobl im ges{ma>vollen Ge- brauch der frishen Stimme wie im Vortrag zu erkennen gab. Mit einem gut klingenden und sorgfältig geshulten Bariton wußte Herr Artur

C t L

Schwarzbach als Liedersänger und dramatischer Sänger Eindru> zu machen. Das Beste des Abends bot Herr Heinrich Lohalm, der in der Gralserzählung aus dem „Lohengrin“ ni<t nur einen \{önen Tenor von metallis<hem Glanz, sondern auch eine überraschende Sicherheit im Gebrauch seiner stimmlihen und darstellerischen Mittel entfaltete. Eine frühere Shülerin der Gesangsshule, Frau Mimäi Gutheim-Poensgen von der Oper in Magdeburg, ‘erfreute dur die kunstoerehte Wiedergabe des Se rubgelangs Brünnhildens aus der „Götterdämmerung“. Die Einzel- „und Chorvorträge der übrigen Damen und Herrea gingen über ein tüchtiges Durchschnittskönnen nit hinaus.