1911 / 110 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

eute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 25 S S i s E _Ar. 3888 die Bekanntmachung, betreffend den Beitritt der Südafrikanischen Union und Südrhodesiens zu dem am 26. Sep- tember 1906 in Bern unterzeihneten Jnternationalen Ab- kommen über das Verbot der Verwendung von weißem ruten zur Anfertigung von Zündhölzern, vom

Nr. 1273 Usdau, 1277 Roggen, 1358 Heinrichs-

dorf, 1432 Schönsee, 1436 Gorzno, e 1439 Königshagen, 1506 Zielonke.

Der Vertrieb erfolgt dur die Verlagsbu dl é - \chmidt bierselbst, D ed dee 70%. SIRO I A L SETEN

Der S Eu E p rde 1 . nweisung für den Dienstgebrauh zu dem ermäßigte i E E durc) die Plankommer Le e ahme Hhier}elbst, NW. 40, d, Berlin, den 5. Mai 1911. P Kartographische Abteilung der Königlichen Landesaufnahme.

von Zglinicki, Oberst und Abteilungschef.

Nr. 1274 Groß- Nr. 1275 Nei S N äfken, eidenburg, - 1357 Gr. Lensk, 1426 Bromberg (West), 1435 Wilhbelmsdank,

1438 Neu-Ztelun, 1441 Dzwiersnia,

e 1354 Slrandurs : A 1360 Bartken-

prt Brinsk, Berlin W., den 10. Mai 1911. ow9o,

As EERRGSO.

von 50 4 für lichen Landesau

Königreich Preußen.

T R t der König haben Allergnädigst geruht: den erlehrer an dem Prinz Heinrihs-Gymnasium in Schöneberg, Professor Paul Wollert zum Gymnasialdirektor zu ernennen und

der Wahl des Direktors Dr. Otto Schanß an dem Pro- in Werden zum Direktor des Gymnasiums in Stolberg (Rheinland) die Allerhöchste Bestätigung zu erteilen.

Karte des Deutschen Reichs im Maßstabe 1:100000. (Ausgabe A Schwarzdruck —.)

Im Anschluß an die unterm 4. Januar 1911 i 3 sind die nahstehenden: Januar 1911 angezeigten Blätter

gymnasium

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem Ersten Bürgermeister Gustav Treinies in Hohen- salza den Titel Oberbürgermeister, [ Hy dem Brauerei- und Rittergutsbesißer Karl Berger in

, dem Bankier Adrian Reverchon in Trier und dem Fabrikbesißer Emil Wienands in Rheydt den Charakter als Kommerzienrat sowie dem Ziegeleibesißzer Bernhard Schwersenz in Hohen- harakter als Kommissionsrat zu verleihen.

408 Frißlar,

433 Marburg, 484 Limburg a. d. Lahn, 485 Friedberg i. H ishe Abteilung auf

E E E E E E En E

Merseburg i; v ess.

if die Kartograph G d

eitet und veröffentliht worden. rund der Neuaufnahme i ( durch die Verla R. Cisenschmidt hierselbst, Dorotheenstraße 9

Pru Preis eines jeden Blattes beträgt 1 S 50 5, in Umdruck

8buchhandlung von

Die Anweisung für den Dienstgebrauh zu dem ermä von 75 -Z bezw. 30 4 für jedes Blatt erfolgt durch die der Königlichen Landesaufnahme hier, NW. 40, Moltkestraße 4. Berlin, den 5. Mai 1911.

Kartographische Abteilung der Königlichen Landesaufnahme.

Abteilungschef.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: . Salomon Belgard in Berlin, 69 E Ae in n S Berl Reinhold Müller in Ree T. Oswald Bär in Hirschberg i. Shl., Dr. Hermann Adler, Oberarzt an der Provinzialirrenanstalt bei Schleswig, Dr. Willers Jessen in Pinneberg, Osnabrück, Dr. Friedrich Bierbaum in Münster i. Hermann Hadlich in Cassel, Dr. Wilhelm Santlus in Hoch- heim, Dr. Hugo Dipgen in Crefeld, Dr. Karl Vossen in Düsseldorf und Dr. Josef Thoma in Aachen den Charakter als Geheimer Sanitätsrat sowie „den Aerzten Dr. Karl Adam in Mohrungen, Dr. Werner

Reinke in Danzig, Dr. Leo Reimann in Danzig, Dr. Sieg- mund Gimkiewicz in Thorn, Dr. Albert Lachmann in Berlin, Dr. Simon Kamnißzer in Berlin, Dr. Adolf Hopp L Berlin, e E Grunwald in Berlin, Dr. Max

oówenmeyer in Berlin, Dr. William Goßels i in, Dr. Emil Wilcke in Neu-Trebbin, Mee Bens A Lenzen (Prignißs), Dr. Karl Zinn, Direktor der Landes- irrenanstalt in Eberswalde, Dr. Kurt Appel in Branden- burg a. H., Dr. Wilhelm Baring in Grube Jlse bei Kalau Dr. Heinrih Kaplan in Guben, Dr. Otto Vierow in Stettin, Dr. Ernst Bubliß in i Breslau, Dr. Fedor Sch öngarth in Breslau, Dr. Johannes Anders in Görliß, Dr. Ewald Schütze, Direktor der Pro- vinzial-Heil- und Pflegeanstalt in Tost O.Schl.,, Dr. Gustav Dr. Mar Vsöl\cch in Dr. Paul Kuse in Beezendorf, Dr. Wal leben, Dr. Adolf Schrader in N helm Bernhard Kyburg i Nordhausen, Dr. Konrad Har Bürger in Lauenburg a. E., i Dr. Wilhelm Lange in Ahrensburg, fuß in Hannover, Dr. Otto Meyer in Schloymann in Dissen, Dr. Heinri haven, Dr. Johann Hoffmann in N berg in Münster i.

den Sanitätsräten Dr. Karl Kühne in Berlin, Otto Bunge in Berlin, Dr.

u L 4 g m y 2 U; E T E E N a A R N 785A a fg: S Y E E: E R O n “pst ci Gir E A E E E

Oberst und

R 2 : Dr. Franz Westhoff in Karte des Deutschen Reichs

im Maßstabe 1: 100000. (Ausgabe B -— Buntdruck —.)

Im Anschluß an die unterm 4. Januar 1911 angezeigten Blätter

Nr. 28 Kumehnen, 50 Königsberg i. Pr., 488 Gersfeld, « 491 Lobenstein,

Abteilung bearbeitet und veröffentlicht

/ erfolgt durch die R. Cisenschmidt hierselbst, Dorotheenstraße Nr. 70a.

N IES Blattes aaa 1 Æ 50 S.

Vie Anweisung für den Dienstgebrauh zu dem ermäßigten Preise von 75 H für jedes Blatt erfolgt dur die Plankeinice bar Son lihen Lndesaufnahme hier, NW. 40, Moltkestraße 4.

Berlin, den 5. Mai 1911.

Kartographische Abteilung der Königlichen Landesaufnahme.

Oberst und Abteilungschef.

find die nachstehenden :

Nr. 27 Schwarzau, 49 Pillau, chlüdtern, « 490 Coburg,

» 906 Wiesbaden durch die Kartographische

Alexander Benn Der Vertrieb

Verlagsbuchhandlung von

Stolp i. P., Dr. Gustav Ließ in

Magdeburg, Magdeburg, Voigt in Erxr- . S., Dr. Wil-

L „E Topographi Ueber sihts des ; r. Ernst Koch in pographishe Uebersihtskarte des Deutschen Rei chs

im Maßstabe 1:200000. (Buntdruck.)

Im Anschluß an die unterm 4. Januar 1911 angezeigten Blätter

A __ Nr. 141 Coburg

durch die_Kartographische Abteilung bearbeitet und veröffentlicht worden. Der Hauptvertrieb der Karte ist der Verlagsbuhhandlung von R. Eifenschmidt hier, Dorotheenstraße Nr. 70a, übertragen

rnfi Hansen in Altona, Dr. Konstantin Schmal- Dr. Hermann

C e Y a S L254 t T (7 125 LU L Il

, Dr. Jodokus Kortmann in Münsi Dr. Salli Aronheim in Gevel Theiler ten del, Dr. August Terbrü Friedrih Wüstenhöfer in Arnsberg, Dr t Dr. Heinrich Müller ir Dr. Nikolaus Müller in Hachenburg, Königstein i. T., Dr. Karl Herold in Hermann Niehues in Koblenz, Dr. Theod Dr. Ludwig Kehren in Neuß, i, Dr. Rudolf Buff in Cöln E Neglein in Bonn, Dr. Moriß Herzfeld in Ruppi Dr. Hermann Arnßt in Godesberg, Dr. Balduin 2 Jülich, Dr. Franz Hahn in Erkelenz, Dr. Wilhelm Char in Aachen und Dr. Anton Frick in Krauchenwies d als Sanitätsrat zu verleihen. |

B D N r. Theodor Elten in Eiel, Der Preis cines Blattes beträat 1 Æ 50 S.

Die Anweisung für den Dienstgebrauh zu dem ermäßigten Preise von 1 M für jedes Blatt erfolgt durch die Plankammer der Sorte lichen Landesaufnahme hier, NW. 40, Mosltkestraße 4.

Berlin, den 5. Mai 1911. l

Kartographische Abteilung der Königlichen Landesaufnahme. Oberst und Abteilungscef.

in Witzenhausen,

Sr n Cont *“ -. v n

Niggfamllicßhes.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 10. Mai.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten heute im Königlichen Schlosse in Wiesbaden die Vorträge des Chefs des Militärkabinetts, Generals der Jnfanterie Freiherrn von Lyncker und des Chefs des Zivilkabinetts, Wirklichen Geheimen Rates von Valentini.

Minifierium der geistlihen und Unterricht5- angelegenheiten.

zent, Professor Dr. Wilhelm Traube Abteilungsvorsteher am Chemischen Jnstitut der rich Wil elmé-Universität daselbst ernannt worden. ___ Dem Oberarzt der Medizinischen Klinik und Privatdozenten in der medizinischen Fakultät der Universität j helm Pfeiffer is das Prädikat Profefsor _Dem Gymnahialdirektor Wollert Kaiser Wilhelm-Gymnasiums in Osterode übertragen worden.

Berlin ift zum Abteilun

u Kiel Dr. Wil- eigelegt worden.

die Direkti Direktion des Der Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Wirkliche

Geheime Rat von Kiderlen-Waechter hat einen Urlaub angetreten.

M efßtischblätter im Mafstabe 1 : 25000. Auf Grund der Neuaufnahmen sind ans{ließen! ie i Auf Grund der Neuaufnahm d anschließend an die in der Anzeige vom 4. Januar 1911 verzeichneten in Lithographie

Nr. 332 Neukrug,

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist vorgestern in Lagos eingetroffen. __S.M.S. „Luhs“ ij vorgestern in Kiukiang (Yangtse) engee und N pon dort er abgegangen.

S. M. SS. „Gneisenau“ und „Leipzig“ sind gestern von Jtsukushima (Japan) in See gegangen. gef

. M. S. „Eber“

l Blätter die nachstehend bergeftellt und veröffentliht worden : Ÿ N

Nr. 333 Alt- 596 Pröbbernau, 544 Elking,

714 Miéêwalde, 801 Gr. Simnau,

1272 Rybno,

398 Braunéberg, 545 Pomehren-

799 Alt - Chrift-

469 Tiedmanns- 546 Mühlhausen §00 Saalfeld,

- 1184 Grünflicß,

Wiesbaden, 10. Mai. Seine Majestät der Kaiser und König ist, „W. T. B.“ zufolge, heute vormittag 8 Uhr hier eingetroffen und hat im Königlichen Schlosse genommen.

Elsaß-Lothringen. Jm Landesaus\huß verlas gestern nahmitta i Bla “us ; der Staatgsefcetür Freiheog En Á : ,W. D. B.“ zufolge, nachstehend i Seiner Majestät des E E AOO E ORA An Meinen Statthalter in Elsaß-Lothringen. 1. Scbmac 1011 cebuce Gd E O E ; un Elsaß-Lothringen ge\chlossen with, e A QN Gegeben zu Straßburg, den 6. Mai 1911.

[i ses füt

Der Staatssekretär Freih O er Staats)ekretär Freiherr Zorn von Bulad|) a sodann auf Grund dieser Allerhöchsten Kabinettsorder t Auftrage des Statthalters die 38. Tagung des Landesaus schusses für geschlossen. Der Präsident des Landesausschusses O Base “ius, 0 die Aner L R d , und die i y e G geordneten entfernten sih zum Tejs

Rußland.

Die Fischereivorlage für das Gouvern Archangelsk ist, „W. T. B.“ zufolge, gestern von der Sue mission der Duma angenommen worden. Nach der Vorlags ist der Fischfang innerhalb einer Zone von zwölf Meilen alle fremden Schiffen verboten und nur den Ortsbewohnern ge: pet Die Frage des Ankerns fremder Schiffe innerhalh ieser Zone ist offen gelassen, doch wird der Bunt aus- gedrückt, die Negierung möge der Duma hierüber eine Vorlage

unterbreiten. Portugal.

Zwischen Jtalien und Portugal ist nah einer Mel des „W. T. B.“ ein modus vivendi O ere A eine gegenseitige Meistbegünstigung festseßzt, wobei ‘aber die Grenzländer und Brasilien, die besondere Vergünstigungg genießen, nicht in Betracht gezogen werden.

Belgien.

Der Präsident Fallières is gestern nahmittaq i Brüssel angekommen und, „W. T. B.“ Fes ais dem Bahn hof vom König Albert empfangen worden. Nach dem Äl- schreiten der Front der Ehrenkompagnie begaben sih der König und der Präsident nah dem Stadtshloß, wo der Präsident das Ministerium und hierauf das diplomatische Korps empfing, Abends fand im Schlosse Galatafel statt, bei der der König Albert einen Trinkspruch ausbrachte, in dem er dem Prä- deen lur ee Besuch dankte und sagte: :

Der berzliche Empfang habe dem Präsidenten gezeigt, w Gefühle das belgishe Volk für Frankreich hege. Es trete i welchen Plaß das französische Genie in der Gesichte der Humanität einnehme. Belgien habe stets aus der französischen Literatur und Wissenschaft ge[chöpft. Er mache sich deshalb zum Dolmetscþ der Worte, die jeder Belgier auf den Lippen habe, wenn er den Gast der aufridtigen Freundschaft der Belgier versichere. Der Besuch Fallières beweise die guten Beziehungen, tie nicht nur die Nachbarschaft und gegenseitige Achtung, sondern auch die stets steigenden Handelsinteressen der beiden Länder rehtfertigten. Er hoffe daß beide Länder den gleihen Wunsch hegten, ihre wirtschaftlichen Bedürfnisse durch freundschaftlihe Verständigungen auszugleichen. Der König bat die Abwesenheit der Königin zu ent- G e E g E e des Präsidenten

allières, der sein Leben der Arbeit und de Vaterlandes weihe. aao ras Der Präsident Fallières drückte in seiner Antwort die besten Wünsche für die baldige Wiederherstellung der Königin aus, der Frankreih von ihrem vorjährigen Besuche her eine angenehme Erinnerung bewahre, und fuhr dann et:

Frankreich hege die aufrihtigste Sympathie für Belgien. Sein Besuch sei niht nur ein Akt der Höflichkeit, sondern eine Bestätigung dafür, welch einen hohen Wert sein Land auf die Freundstaft Belgiens lege. Frankreih verfolge mit Bewunderung den rasen Aufs{chwung der jungen Nation, die auf allen Gebieten der menst- lichen Tätigkeit sih einen bedeutenden Play erobern fonnte. Au Frankreich wünsche, daß beide Länder dur ihr gemeinschaftliches L streben einen immer engeren Ausgleich ihrer ökonomischen Interessen

finden mögen.

Türkei. Die Demission des Finanzministers D\schawid-Bey und des Unterrichtsministers Jsmail Hakki ist, „W. T. B.“ zu folge, angenommen und der Senator Nail-Bey zum Finanz minister ernannt worden.

Amerika.

___ Wie die „Associated Preß“ meldet, haben die Aufständischen in Mexiko gestern früh den allgemeinen Angriff auf Juarez begonnen. Von allen Seiten drangen die Aufständischen in die Hauptstraßen ein, in denen erbitterte Kämpfe stattfanden. Die Verteidiger feuerten aus Fenstern und Haustüren; der Kommandant ließ auf den Hauptstraßen und Kreuzungen Maschinengewehre e, Die Zahl der Toten wird bereits auf dreihundert geschäßt, darunter fünfzehn amerikanische Mitkämpfer. Oberst Steever ist angewiesen, sein Möglichstes zur Durchführung der Neutralitätsgeseßze zu tun und dit Amerikaner von der Feuerzone Een: Einer späteren Meldung zufolge haben die Aufständischen Juarez in Brand gesteckt. Da scharfer Wind weht, greift das Feuer nell ur sich und ist Meilen weit zu sehen. Der Kampf dauert fort. Wie vom „W. T. B.“ aus San Diego (eaten ? meldet wird, haben die Aufständischen die mexikanische Gr stadt Tia Juana eingenommen und einen Teil der S niedergebrannt. Auf beiden Seiten sind {were Verluste 1 verzeichnen. Nach einer vom „W. T. B.“ verbreiteten Meldung des amerikanischen Gesandten in Haiti gewinnt eine auf ständische Bewegung, die ihren Mittelpunkt in Fort Liberty hat, {nell an Ausdehnung. Die Regierung ist mit allen Kräften bestrebt, den Aufstand zu unterdrücken.

Asien.

Nach einer Meldung des Oen Bureaus“ soll das neue chinesische Kabinett den Thron durch Uebernahme eines Teiles der Verantwortlichkeiten unterstüßen. Der Präsident erhält das Vetoreht über die Verfügungen der Minister und die Aufsicht über die Vizekönige. Der Präsident und die Vize präsidenten unterzeichnen die Verfügungen, die sich auf An- en der einzelnen Departements egten, die Ver- gungen müssen tebotb von dem Minister, dem das betreffende Departement untersteht, gegengezeihnet werden. Ein Kaiserliches Edikt hebt die im Jnlande erteilten Kon- zessionen für alle gegenwärtigen und zukünftigen Haup!

i enbahnlinien : Een Besiß mee D nt a Bezug n die Hukuang-Eis éubabñan lele und erklärt, das hon :

nicht länger

auf. Die Re ierung übernimmt fortan A a behalten. Die Nebenlinien e Unternehmer vorbehalten bleiben. Das

so lange verzögerte Abkommen aufgeschoben werden. Afrika.

Wie das „Neutersche Bureau“ meldet, hat die Mahalla

all aus Fes gemacht, die Aufständischen

inen Ausf ( z gestern einen n festen Punkt Najala Faradji genommen. E IMach e n erat des „Heraldo“ aus

Kabylen ; Mot bex angeg rif} In der Depesche heißt es :

anger haben

das Lager des Generals

rmitta gestern N roßen Verlusten

fen, sind aber mit

urücgeschlagen wor M ak i en 10 Uhr stürzten sih Tausende von Eingeborenen i senen ide auf. das bei Sara etwa drei Kilometer von p. G ecrihtete Lager des Generals Moinier. Dieser übernahm n “Oberbefehl über die Truppen. Der Feind wurde dur den hr- und ‘Artilleriefeuer zurückgeworfen; er wiederholte jedo Gewer iff und zog si erst dann nach dem Heiligtum Nähe von Saleh, zurück. Die franzò ische verließ sofort Saleh und eröffnete das Feuer auf der nach heftigem Widerstand mit einem Verlust von 0 T ten und zahlreichen Verwundeten den Rückzug antreten mußte. A ter in dem Telegramm heißt, wurde eine Pionierabteilung

Px Ny Lager von Belarosi entsandt, um ähnlihe Vorkommnisse zu verhüten. : À ; ; r haben sih, der „Agence Havas“ zufolge, zwei aile ca e und Sendboten an andere Stämme gesandt Zl der Aufforderung, sich mit ihnen zum Aufstand zu ver- binden. Der Stamm der Rmailia, der sih gegen Raisuli 4 ben hatte, wurde auf dessen Befehl in der Nacht vom ael M. von dem Kaid Bendahan ibedallen; 500 Rinder und 1800 Hammel wurden E entführt. Die Rmailia haben bei den Behörden in abat Einspruch erhoben. gee: Offizielle E aus Wadai melden die Beseßung von Arada. Die Éinrichtung dieses Postens war notwendig wegen der Einfälle von Banden, die am 18. Februar in Arada den Mahamiden tausend Kamele geraubt und am 2. März ein La er bei Kadiuna im Norden von Arada angegriffen und zehn Araber getötet hatten. Andererseits wird gemeldet, daß Ali Dinar zwei Raubzüge im Dar Tama-Gebiet Ende Januar unternommen, zwölf Dörfer verbrannt, Frauen und Kinder ge-

raubt und 4000 Rinder gestohlen habe.

Parlamentarische Nachrichten.

Die Schlußberichte über die gestrigen Sißungen des Rei ch s- tags und g E Pf der Abgeordneten befinden sih in der Ersten Beilage.

Der Reichstag seßte in seiner heutigen (171.) Sißung, der der Staatssekretär des Jnnern Dr. Delbrü beiwohnte, die Spezialdiskussion des Entwurfs einer Reichs versicherung 8- ordnung beim § 249 fort. Dieser lautet nah den Kom-

missionsvorschlägen : Wo bei Inkrafttreten

fasse für einzelne oder mw triebsarten oder allein für

dieses Gesetzes eine Ortskranken- mehrere Gewerb8zweige oder Be- Versicherte eines Geschlechts bestebt, wird sie neben der allgemeinen Ortskrankenkasse als besondere Ortskrankenkasse zugelassen, so lange fie den Anforderungen der §8 250—253 entspriht. Sie kann andere und höhere, biéher zulä)sige Leistungen beibehalten, als § 193 zuläßt, wenn sie ihre Ausgaben deckt, ohne die geseßlihen Höchstbeiträge zu überschreiten.

Abg. Leber (Soz.) befürwortete einen Antrag feiner Fraktion auf Streichung dieses Paragraphen. Die Beibehaltung besonderer Ortéfrankenkafsen neben den allgemeinen könne nur im Falle eines nach- gewiesenen dringenden Bedürfnisses gan en werden. Auf dem Kranken- fassentage zu Berlin 1909 sei der Standpunkt eingenommen worden, daß die Bunt en atung Der Krankenkassen ein dringendes Gebot der Notwendigkeit sei; alle Mitglieder, auch die größere Zahl der Arbeit- gebervertreter, hätten gegen besondere Ortsfrankenkassen einmütig Front gemacht, weil sie lediglich die allgemeinen Ortskrankenkassen gefährdeten ; der Kongreß habe auch in diesem Sinne an den Reichstag petitiontiert. Das e fann nur anonen werden, wenn die Kassen mindestens 20 000 Mitglteder zählen. Auf dem Ortskrankenkasjen- tage in Regensburg 1910 sei gleichfalls die Beibehaltung der kleinen besonderen Ortskrankenkassen aufs entschiedenste bekämpft worden. Während nun die Vorlage wenigstens eine Mindestzahl von 500 Mit- gliedern vorschreibe, habe die Kommissionsmehrheit auch diese Bestim- mung noch verschlehtert und die V indestzahl auf 250 herabgeseßt ; ferner habe die Kommission den Regtierungsvorshlag abgelehnt, wonach die oberste Verwaltungsbehörde eun sein sollte, die Mindest- zahl auf 3000 zu erhöhen, wenn der Bezirk des Versiherung8amts über 200 000 Einwohner zähle auf 5000 und bei über 500 000 Ein- wohnern auf 10 000. Die Regierung habe gegen diese Kommissions- beshlüsse zwar Bedenken geäußert, aber \sich nicht entshieden zur Wehr geseßt. Die besonderen Ortskrankenkassen würden lediglich zum Schaden der Versicherten weiter bestehen; bleibe es dabei, dann werde die deutsche Arbeitershaft wiederum erkennen, wer diejenigen seien, die auf diesem Gebiete nichi vorwärts sollen.

Für den Antrag der Sozialdemokraten stimmten nur die

Antragsteller und die fortschrittlihe Volkspartei; § 249 blieb

bestehen.

Nach § 250 der Kommissionsbeschlüsse wird eine besondere Ortskrankenkasse auh zugelassen, wenn sie mindestens 250 Mit- glieder (Vorlage 500) zählt, wenn gr Fortbestand den Bestand oder die Leistungsfähigkeit der allgemeinen Orts- und der Krankenkasse des Bezirks nicht gefährdet, ihre saßungs- mäßigen Leistungen denen der maßgebenden Ortskrankenkasse mindestens gleihwertig sind oder binnen sechs Monaten ge- macht werden, d Leistungsfähigkeit für die Dauer sicher ist i niht über den Bezirk des Versicherungsamts hinaus-

Abg. Pod Son): Die kleinen, besonderen Ortskrankenkassen werden in der Praxis der Mehrzahl nah nicht leistungsfähig sein. G ir beantragen deshalb statt „250*" zu seßen „500" und den Be- sungen der Zulassung hinzuzufügen: „wenn die Mehrheit der ver- den €ngopflidigen Mitglieder zustimmt“; wir beantragen ferner, [en 251 (Befugnis der obersten Verwaltungsbehörde zur Erhöhung daf Ia wiederherzustellen und § 253 dan zu gestalten, bes die allgemeine Ortskrankenkasse oder die Landkrankenkasse ins-

‘Jondere dann als gefährdet gilt, wenn die Zahl der Mitglieder wv „r bei der Zulassung besonderer Ortskrankenkassen verbleiben 1000 midt mindestens 1000 erreiht. Diese Mindestzahl von sie Nitgliedern enthält die Vorlage selbst, während die Aemten alf uerst auf 500, \chließlich sogar auf 250 derangeeE at, fas direkt darauf ausgegangen ist, die bestehenden Örtsfranken- d en fovlel als möglich zu verkleinern. Um die Arbeiter zu ent- iten, hat dieselbe Mehrheit, die den unteren Verwaltungsbehörden b ehöue testgehenden Befugnisse gegeben hat, der obersten Ca aNee bele auch die Befugnisse nos entzogen, die die Vorlage dieser ust wi en wollte L » 9. Molkenbuhr (Soz.) trat noch besonders für die - änderung des § 253 e (Gon) ti i

Die sozialdemokratishä# Anträge zu §8 250, 251 und 253

wurden abgelehnt.

(Schluß des Blattes.) Auf der Tagesordnung für die heutige (71.) Sißung des

A der Abgeordneten, welher der Minister des

nnern von Dallwiß beiwohnte, stand zunächst die erste

Beratung des Geseßentwurfs, betreffend Entlastung des Oberverwaltungsgerichts. Streitigkeiten NRevisionssumme ( jedoch das Recht des Vorsizenden des Bezirksausschusses, aus Gründen des öffentlihen Jnteresses das Rechtsmittel der Revision einzulegen, nicht beschränkt werden soll; über die Zu- lässigkeit der Revision soll das Gericht erster Jnstanz entscheiden. Ferner sollen bis längstens zum 1. Oktober 1914 Hilfsrichter eingestellt werden können.

Nach der Vorlage soll in über Geldleistungen steuerliher Art eine von 500 eingeführt werden, wobei

Die Verhandlungen hierüber wurden dur eine Rede des

Ministers des Jnnern von Dallwiß eingeleitet, die morgen im Wortlaute wiedergegeben werden wird. Nach dem Minister IaRgen bis Ms Redaktions\{chluß die Abgg. Dr. von Kries (

ons.), Dr. Wuermeling (Zentr.), Dr. Loß (freikons.) und

Dr. Röchling (nl.).

Dann aber, so führt er weiter aus, Waffen starrenden französischen Macht lange nicht zugetraut, daß fie au die Eigenart der eroberten Provinz anerkennen würde. Dies sei nun aber in Artois und Burgund und anderswo geshehen. Aus diesem Grunde dürfte nunmehr auch das Elsaß hoffen, daß ihm seine Eigenart, der man freilich „Germanismus“ vorwirft, ebenfalls er- halten bleibe. : feinen weiteren Anstoß ne l werfen, daß sie garniht französisch verständen oder es mit einem fremden Akzent sprächen. l seien nunmehr beratend und mitwirkend bei der Verwaltung beranzuziehen; eine elsässishe Kammer müsse gebildet werden. So vorzüglich die landesfremden, französishen Beamten, insbesondere die

noch für ibre j j geb : allem ibres „Germani8mus* zu entledigen, und doch sei dieser nihts

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung. Der Ausstand in der Fabrik von Heinrih Freese in

Niedershönhausen bei Berlin hat, wie die Fabrikleitung dem „W. T. B." mitteilt, nah sechs8wöchiger Dauer mit einer vollständigen Niederlage der Ausständigen geendet. Die Verbände häben den Ausstand für verloren erklärt und den Arbeitern anheimgestellt, sich andere Arbeit zu suchen.

Zu dem Ausstand der im Transportarbeiterverband organisierten

Straßenbahner Bremens (vgl. Nr. 109 d. Bl.) wird dem

W. T. B." noch gemeldet, daß sämtlichen gestern niht zur Arbeit

erschienenen Fahrern und Schaffnern gekündigt worden ist. Der Betrieb der Straßenbahn wtrd vorläufig von 7 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends aufrechterhalten. Mit der Einstellung neuen Personals ist bereits begonnen.

In St. Malo und in benachbarten Orten wurden, wie

„W. T. B." meldet, von ausständigen Bauarbeitern mehrere im Bau befindliche Landhäuser beschädigt und die Häuser von Arbeits- willigen mit Steinen beworfen.

Kunft und Wissenschaft. Ueber den Inhalt der Seiner Majestät dem Kaiser und König in

Mey überreichten Schrift des Archivdirektors Dr. Hauviller

„Elsassisch - lothringische Verfassungs- und Ver-

waltungs8wünsche im 18. Jahrhundert" teilt „W. T. B." folgendes mit: „Les pieux désirs d’un Alsacien“, so betitelt fi

eine vom Archivdirektor Dr. Hauviller im Pariser Nationalarchiv

entdeckte und von ihm zunähst im Jahrbuh für elsässish- lothringische welche dle

Geschihte anonym wveröffentlihte Denkschrift, Verfassungswünslhe der Elsässer im 18. Jahr- bundert zum Gegenstand hat. Nach fast hundertjähriger ags Verwaltung wurde das Elsaß immer noch_ als erobertes Land seitens der französishen Regierung behandelt. Da ents{chloß si ein

dur sein Wissen, dur seine Stellung, wie dur E Berührung mit französishen Regierungskreisen, noch mehr a Kenntnisse von Land und Leuten berufener Elsässer, dem König

er durch seine

Ludwig XV. die Wünsche seiner Elsässer Untertanen zu unter- breiten. Wenn das bisher niht geschehen sei, meint der Verfasser der Denkschrift, wäre diese Unterlassung nur darauf zurück- zuführen, daß die Besiegten immer noch ihre Blicke auf Deutsch- land gerihtet hielten und - die neue frahtzösishe Herrschaft nur als vorübergehend, nicht aber als dauernd betrachteten. habe man im Elsaß der

Man Ee an dem deutschen Wesen der Provinz men und den Adeligen nicht mehr vor-

Das einheimische Element, die Stände,

höchsten, die Intendanten, sein möchten, so hielten sie es leider immer flit, der Provinz ein neues Gepräge zu geben, sie vor

anderes, als was das Land an Sitten und Gebräuchen als sein erstes und kostbarstes Gut anerkenne. Er {ließt mit den Worten: Nur NVandalen oder Westgoten können lehren, daß das Recht der Croberung den Verlust aller anderen Rechte und der Eigenart nah si zieht.

A. F. Die „Brandenburgia*, Gesellschaft für Heimatkunde, ist zurzeit mit den Vorbereitungen für das während der Monate Junî bis August auf dem Ptichelswerder im Freien geplante Bühnenfestspiel „Albrecht der Bär“ sehr beschäftigt. Das hinderte sie aber nit, thre d en in gewohnter Weise abzuhalten und ihre Mitglieder durch interessante Mitteilungen und Vorträge zu erfreuen. So ge- dachte in ihrer vorleßten Sißung nachträglich der Fg ctgeor ntere Prediger Dr. Runze des hundertsten Geburtstages von arl Gußkow, der ja ein Berliner Kind war. : |

Aus den in derselben Sitzung gemachten zahlreichen, interessanten Mitteilungen von Geheimrat Friedel seien folgende erwähnt: Redakteur Rudolf Schmidt-Eberswalde hat 11 von ihm im Urdruck aufgefundene Verordnungen König Friedrich Wilhelms I. aus den leßten drei Jahren seiner Aregierang und Friedrichs 11. aus den Jahren 1740—49 der Brandenburgia geschenkt. Darunter findet sich ein Verbot des Aufkaufes von Wolle durch die Tuchmacher, die Wolle solle vielmehr durch die Bauern auf den Markt gebracht werden; ein Verbot an fahrende Leute, mit Guckästen umherzulaufen, ein ge- S Edikt wegen verbotenen Einbringens und Gebrauchens remder Kattune und Zize (zum Schuß der nah 1740 zugelassenen und {nellen Aufschwung erfahrenden einheimischen Kattundruckeret) 2c. Im Anschluß an eine Arbeit von Dr. E. Kolbe „Märkische Altar studien“ wurde rühmend hervorgehoben, daß in neuester Zeit mehrfah neue Kirchen kunstvolle Altäre aus alter Zeit eshenkt erhalten haben, gewiß die A beste Verwertung bisher tn Sammlungen ver- wahrter und leiht vergesfener alter Na äße. So empfing die 1900 erbaute „Herz Jesu-Kirche“ in Tempelhof durch Justizrat Dr. Fösser einen {ônen Schrein; und von dem genannten Donator ist be- kannt, daß er in ähnlicher Weise 52 Altäre an Kirchen geschenkt hat, darunter einen Flügelaltar von nahweislich märkisher Arbeit aus 1488. Als stärkste Bäume der Mark galten bisher die Kaisereihe bei Hangelsberg, die Ulme bei Ae und die

lorentiner Eiche ant dem Bültnar bet Straupiß im Spreewald,

e werden aber von einer Rieseneihe in Jessen bet Spremberg über- troffen, die am Boden 14 m im Umfang und in Manneshöhe noh 104 m mißt. Eine genaue Bn ter S Ao der Flur-, Berg-, Bach-und Flußnamen inOstdeutshland läßt die bisherige An- nahme, daß die älteren Namen zumeist slavischen Ursprungs sind, als einen Frritum erkennen. Gerade die ältesten, wie Elbe, Dder, wahrscheinlich auch Spree und viele andere weisen auf ihren germanischen Ursprung vor der slawishen Einwanderung hin, die si erst nah der Völker-

wanderung vollzog. Es erscheint als eine nicht undankbare Aufgabe, e Frage weiter zu untersuchen. Leider fließen die zur Verfügung stehenden Quellen sehr \pärlih, und die üble Gewohnheit der rémriscben Sqhriftsteller, gehörte Namen zu latinisieren, ist ein großes Hindernis der Forshung. Einen sehr zeitgemäßen Vorirag hielt rofessor Dr. E. Zache über das Thema: „Der Groß- hiffahrtsweg Berlin - Stettin": Die Bedeutung der Wasserstraßen als Transportwege ergibt sich deutli aus folgenden Zahlen: Im Jahre 1875“ gab es im Deutshen Reiche: 56 000 km Eisenbahnen mit 10 900 Millionen Tonnen und 10 000 km Wasserstraßen mit 2900 Millionen Tonnen Güterbewegung. Dreißig Fahre später stellten sich diese Zahlen, wie folgt: 54000 km Cisen- bahn mit 44000 Millionen Tonnen und 10 000 km Wasserwege mit 15 000 Millionen Tonnen Leistung, Zunahme fomit für die Eisen- bahn 304, für die Sa IIaBen 417 auf Hundert, wobei zu beacten ist, daß die Länge der leßteren dieselbe geblieben war. Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Wasserstraßen ist allein auf energische Verbesserurgen im einzelnen, Vertiefung des Fahrwassers, Buhnenbau 2c. zurückzuführen. Es kommt allerdings hinzu die außerordentliche Billigkeit des Wassertransports im Vergleich zur Eisenbahn. Es kostet z. B. die Fraht für das Tonnenkilometer von Magdeburg nach Stettin 2,5 «Z auf dem Wasserwege gegen 11 auf dem Landwege. Troy der großen Anziehungskraft Berlins für die märkishen Wasserstraßen (1100 km von der Gesamtzahl ven 10 000 km) überwiegt der Anteil des Rheins an den oben- genannten Zahlen doch bedeutend. Allein der Umsclaghafen Nuhrort - Duisburg hat einen fährlihen Ortéverkehr von 15 Millionen Tonnen; Berlin und Charlottenburg nur einen folchen von 11 Millionen Tonnen. Für unsere Provinz ist Berlin natürlih der Anziehungspunkt. Cingangspforte für den Verkehr auf dem Wasser nah Berlin sind die Schleusen in Liebenwalde mit 3 Millionen Tonnen, die Schleuse in Eber:walde mit 2} Millionen, die Wernsdorfer Schleuse mit 2 Millionen und die Brandenburger mit 34 Millionen Tonnen Güterverkehr. Bisher bestand ein großer Unterschied in der Ens und Nüßtlichkeit der märkischen Wasserstraßen. Die Schleusen waren westlich von Berlin größer als öôstlih, der Finow-Kanal mit seinen kleinen Schleusen war ein beträhtlihes Hemmnis für die Schiffahrt. Die neue Schleuse bei Nathenow ist z. B. 210 m lang, sodaß ein ganzer Schleppzug darin Play hat, während die Finowschleusen nur 57 m lang sind und nur 2 Finowkähne von 40 m Länge und 44 m Breite aufnehmen können. Dies Hemmnis wird nun durch den Großschiffahrtsweg be- seitigt werden. Seeschiffe werden allerdings nicht, wie vielfa ge- ¡laubt wird, auf dieser Straße nah Berlin gelangen; aber Binnen- {chiffe von 600 Tonnen Tragfähigkeit werden hier verkehren fönnen. Die Finowwasserstraße ist die älteste der Provinz sie stammt in ihren Anfängen \{chon aus den Jahren 1607—1608, wurde von edr dem Großen 1740—1746 ausgebaut und wird nun in den Großschiffahrtsweg umgestaltet. Die Natur hat hier die fünstlihe Verbindung zwischen der Havel bet Liebenwalde und der Oder bei Hohensaaten gewissermaßen Lene Es bildet näm- li der Südrand der Uckermark zwischen Liebenwalde und Liepe an der Oder eine Böshung von etwa 20 m Höhe und der Strich südlih vor der Böschung hat eine Meereshöhe von 36 m. Das weiter südlich davor gelegene Barnimer Plateau senkt ih ganz allmählich, bis es an die Böshung \tößt, und die beiden Fließe, die Finow und das U folgen dieser Böschung und biegen kurz vor dem Uckermärkishen Wall nah Osten ab. (Die scharfe Trennung der Barnimscho"le von der Uckermark ist auf Bewegungen der Erdrinde zurückzuführen. Es findet sih z. B. im Finowtal bei Eberswalde eine Ziegeleigrube mit deutlihen Ver- werfungen und. Schleppungen, deren Entstehung sich nur durch Be- wegungen der Erdrinde erklären läßt.) Während nun der alte Kanal dem Lauf der Finow folgt, wird die neue Wasserstraße nördlich von der alten neu ausgehoben. Die neue Linie zweigt bei Kreuz- bruck vom Malzer Kanal ab, kreuzt den alten Kanal bei Zerpen- \{leuse und läuft nun in fast gerader Linie bis Liepe. Der Unterschied ¿wischen der neuen und der alten Wasserstraße besteht vor allem darin, daß die Kanalsohle 20 m breit is (gegenüber 16 m der alten), ferner darin, daß der alte Kanal 13 Schleusen hat, der neue nur 5 besiten wird, und zwar liegt davon die eine am Lehniß -See bei Oranienburg, die 4_ anderen dicht neben- einander bei Liepe. Auf dieser ganzen Strecke wird das Wasser in ciner Höhe von 36 m gehalten, und die 4 Schleusen bei Liepe ermöglihen mit je einem Hub von 9 m den Auf- und Abstieg. Außerdem sollen zwei Schleusen miteinander verbunden werden, sodaß bergauf- und bergabfahrende Schiffe zu glether Zeit befördert werden können. Bet den Ausführungsarbeiten sind einige Punkte von Interesse. Es wird z. B. das 26 m tiefe Tal des Nagöser Fließes von dem Kanal auf einem Damm überschritten, mit einem Durchlaß. Ebenfo wird der Abfluß“ des Ueder-Sees oberhalb Steinfurt auf einem Damm überschritten. Auch d:e Scienen der Stettiner Bahn werden auf einer Brücke von Eisenbeton gekreuzt. Eine besondere Schwierig- feit bietet der durhlässige Untergrund. Die Kanalsohle liegt auf einer Strecke von 25 km Unge in durchlässigem Sand und muß de€- halb gedihtet werden. Das geschieht in der Art, daß man frishen Lehm auf der Sohle und an den Böschungen in dünner Lage aufshüttet und diese mit Motorwalzen fest- drükt. er Lhm wird durch Lorenzüge -aus einer 40 Morgen großen Grube bei Lichterfelde herbeigeholt. Der Kanal {ließt sich bei Kreuzbruh an die alte Havelstraße an, die ja hon mannigfache Ausbauungen erfahren hat. Auch jeßt erhält sie wieder eine neue Abkürzung in der Nähe des Lehniz-Sees. Das Stück wird in \harfem Sande neugegraben, muß also auch gedihtet werden. Bei Liepe {ließt sich der Kanal an den Oderberger und Lieper See an, die bei Hohensaaten mit der Oder durch eine Schleuse verbunden sind. Der neue Kanal empfängt hier aber noch einen zweiten Weg zur Oder dadur, daß der alte Vorflutgraben des Oderbruches, der von Hohensaaten bis Schwedt geht, verbreitert und vertieft wird. Deshalb werden sch künftig in Hohensaaten zwei S{lleusen befinden, und dieser Hilfskanal wird gleichzeitig, da er tiefer als der alte Graben ist, eine bessere Vorflut für die alte Oder schaffen. Im vorigen Herbste war der Kanal bis auf die Strecke zwischen Eberswalde und Uepe fertig. Die Schleusen waren hier gerade in Angriff genommen. Es besteht begründete Hoffnung, daß der ganze Großschiffahrtsweg bis 1. Oktober 1912 dem Verkehr übergeben sein wird. In der Nachbarschaft von Berlin erhält er noch bei Spandau eine und beim Uebergang in die Spree bei Plößensee zwei neue Sthleusen. Fn die Kosten, welhe auf 434 Millionen Mark veranschlagt sind, teilen ih bekanntlich zu je § die Städte Berlin, Charlottenburg und Stettin. Ob der Voranschlag wird eingehalten werden können, läßt sih z. Zt. noch nicht übersehen. : M E Am leßten Mittwoch, den 3. Mai, erfreute si die im Provinzial- museum tagende „Brandenburgia" eines ganz ungewöhnlih großen Besuches, veranlaßt durch die sich einzig und allein mit dem Plan der Aufführung eines patriotishen Festspiels auf dem Pichelswerder béshäftigende Tagesordnung. Geheimrat Friedel ab eine in die Erwerbung der Mark durch Albrecht einführende historische Einleitung, worauf der Oberregisseur Heinrich Frey über die Festspielbühne und das Szenische sowie über die in Ausficht ge- nommenen Preise der Pläße und die vielseitigen Gelegenheiten, die Oertlichkeit von Berlin und den Vororten aus bequem und billig zu erreichen, berihtete. Die Preise der Pläye, deren es etwa 2000 geben wird, sollen sich zwishen 50 und 3 bewegen; endgültige Beschlüsse darüber stehen indessen noch aus. Alsdann trug der Dichter des dreiaktigen Bühnenfestspiels , Albrecht der Bär“, Herr Eberhard König, den ersten Akt seiner Dichtung vor. Allseitiger Beifall am Schluß dieses Vortrages bekundete, daß der dramatishe Aufbau des Stückes und die gewählte Sprache Ren angesprochen hatten. Es steht in der Tat zu hoffen, daß der Srfolg des Unternehmens nit ausbleiben wird, wenn die Rollenverteilung, wie zu erwarten, etne glücklihe und das Wetter günstig sein wird. Noch wurde der Dichter ersuht, au den- Schluß seiner Dichtung

vorzutragen, welcher der gleichen beifälligen Aufnahme durch die Zu- hörershaft begegnete.

PRAE = E. M 15, n "E g a E E E T T S E E E